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Indien

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Der Artikel Indien gehört zur Kategorie: Indien, Staat, Exzellent


Bhārat Ganarājya (Hindi)
Republic of India (engl.)
Republik Indien |BILD-FLAGGE = Flag of India.svg |BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja |ARTIKEL-FLAGGE = Flagge Indiens |BILD-WAPPEN = Emblem of India.svg |BILD-WAPPEN-BREITE = 100px |ARTIKEL-WAPPEN = Wappen Indiens |WAHLSPRUCH = Satyameva Jayate
Sanskrit, „Allein die Wahrheit siegt“ |AMTSSPRACHE = Überregionale Amtssprachen:
Hindi und Englisch

Regionale Amtssprachen:
Asamiya, Bengali, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam, Marathi, Meitei, Nepali, Oriya, Punjabi, Santali, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu, Urdu |HAUPTSTADT = Neu-Delhi |STAATSFORM = Bundesrepublik |STAATSOBERHAUPT = Präsident A. P. J. Abdul Kalam |REGIERUNGSCHEF = Premierminister Manmohan Singh |FLÄCHE = 3.287.590 |EINWOHNER = 1.095.351.995
(Juli 2006) |BEV-DICHTE = 333 |BIP/EINWOHNER = 678 US-$ (2005) |WÄHRUNG = Indische Rupie |UNABHÄNGIGKEIT = 15. August 1947 |NATIONALHYMNE = Jana Gana Mana |NATIONALFEIERTAG = 26. Januar (Tag der Republik)
15. August (Unabhängigkeitstag)
2. Oktober (Gandhi Jayanti) |ZEITZONE = UTC + 5:30 = MEZ + 4:30 |KFZ-KENNZEICHEN = IND |INTERNET-TLD = .in |TELEFON-VORWAHL = +91 |BILD-LAGE = Indien-Pos.png |BILD1 = India map mod.png }}

Indien (hindi: भारत, Bhārat; englisch India) ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, die chinesische autonome Region Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven.

Seine Bezeichnung hat Indien von dem in Tibet entspringenden Strom Indus, dessen Name sich von dem Sanskrit-Wort Sindhu mit der Bedeutung „Fluss“ herleitet. In Urdu heißt das Land Hind, in Hindi Bharat; diese Bezeichnung wurde zum amtlichen Namen der Republik Indien. Als Hindustan, „Land der Hindus“, bezeichneten die muslimischen Eroberer den Nordteil Indiens.

Die vielfältige und auf teils jahrtausendealte Traditionen zurückblickende Kultur Indiens ist das Ergebnis seiner Stellung als Treffpunkt und Ursprungsort verschiedener Kulturen, Völkern, Religionen und Ideen.

Geographie und Landesnatur

Hauptartikel: Geographie Indiens

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Topographie Indiens
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Landschaft im Vindhyagebirge
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Gebirgsketten in Indien
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Indien, mit einer Fläche von 3.287.590 km² der siebtgrößte Staat der Erde, erstreckt sich in West-Ost-Richtung vom 68. bis zum 97. östlichen Längengrad über rund 3.000 Kilometer. Von Nord nach Süd, zwischen dem 8. und dem 37. Grad nördlicher Breite, beträgt die Ausdehnung rund 3.200 Kilometer. Indien grenzt an sechs Staaten: Pakistan (2.912 Kilometer), China (Tibet; 3.380 Kilometer), Nepal (1.690 Kilometer), Bhutan (605 Kilometer), Myanmar (1.463 Kilometer) und Bangladesch (4.053 Kilometer). Insgesamt beträgt die Grenzlänge somit 14.103 Kilometer. Da der nördliche Teil des umstrittenen Kaschmirs seit 1949 unter pakistanischer Kontrolle steht, hat Indien keine gemeinsame Grenze mit Afghanistan mehr.

Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt, das im äußersten Nordwesten durch das Hochtal des Indus vom Karakorum getrennt wird. Südlich an den Himalaya schließen sich die breiten, fruchtbaren Stromebenen der Flüsse Ganges und Brahmaputra an. Den Nordosten Indiens, einschließlich der Brahmaputra-Ebene, verbindet nur ein schmaler Korridor zwischen Bangladesch und Nepal bzw. Bhutan mit dem Rest des Landes. Die Nordostregion wird durch das bis zu 3.800 Meter hohe Patkai- oder Purvachalgebirge von Myanmar sowie das knapp 2.000 Meter hohe Khasigebirge von Bangladesch abgeschirmt.

Im Westen geht das Stromland des Ganges in die Wüste Thar über, die im Osten und Süden vom Aravalligebirge begrenzt wird. Südlich davon liegen die Sümpfe des Rann von Kutch sowie die Halbinsel Kathiawar.

Das Hochland von Dekkan nimmt den größten Teil der keilförmig in den Indischen Ozean vorragenden indischen Halbinsel ein. Das Vindhya- und das Satpuragebirge schirmen den Dekkan von der Gangesebene im Norden ab. Im Westen wird er von den bis zu 2.700 Meter hohen Westghats, im Osten von den flacheren Ostghats begrenzt. Beide Gebirgszüge treffen im Süden, wo die Halbinsel spitz zum Kap Komorin zuläuft, zusammen. Die Westghats fallen steil zur Konkan- und Malabarküste entlang des Arabischen Meeres ab. Die Ostghats gehen in die breiteren östlichen Küstenebenen am Golf von Bengalen über.

Zu Indien gehören außerdem drei dem Indischen Subkontinent vorgelagerte Inselgruppen. Rund 300 Kilometer westlich der Malabarküste liegen die Korallenatolle von Lakshadweep, das die Inselgruppen der Lakkadiven und Amindiven sowie die Insel Minicoy umfasst. Südöstlich der Halbinsel, zwischen 1.000 und 1.600 Kilometer vom indischen Festland entfernt, erstrecken sich die Andamanen und Nikobaren.

Der höchste Punkt Indiens ist der Berg Kanchenjunga mit 8.598 Metern Höhe, der sich im äußersten Westen Sikkims in unmittelbarer Grenznähe zu Nepal erhebt. Der höchste vollständig auf indischem Gebiet liegende Berg ist die Nanda Devi mit 7.822 Metern. Der tiefste Punkt ist die zwei Meter unter dem Meeresspiegel gelegene Kuttanad-Senke an der Malabarküste.

Flüsse und Seen

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Die Narmada in Zentralindien
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Wichtige Flüsse in Indien
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Alle größeren Flüsse Indiens entspringen in einer der drei Hauptwasserscheiden des Subkontinents: im Himalaya, in den zentralindischen Vindhya- und Satpura-Bergen oder in den Westghats.

Indiens längster und zweifellos wichtigster Fluss ist der Ganges (Ganga), der im Himalaya entspringt. Seine längsten Nebenflüsse sind die Yamuna und der Gumti; der Chambal ist ein Zufluss der Yamuna. Der Brahmaputra, der das Land im Nordosten durchfließt, vereinigt sich mit dem Ganges und bildet vor der Mündung in den Golf von Bengalen ein gewaltiges Delta, an dem Indien jedoch nur im Westen Anteil hat. Der Großteil des Gangesdeltas liegt auf dem Territorium des Nachbarstaates Bangladesch. Fast ein Drittel der Fläche Indiens gehört zum Einzugsgebiet von Ganges und Brahmaputra.

Im äußersten Norden durchquert der Indus in Südost-Nordwest-Richtung den Bundesstaat Jammu und Kashmir.

Das Hochland von Dekkan wird von mehreren großen Flüssen entwässert. Die Narmada und der Tapti münden ins Arabische Meer, während Godavari, Krishna, Mahanadi und Kaveri zum Golf von Bengalen fließen.

Trotz seiner Größe verfügt Indien nur über wenige große natürliche Seen. Dafür wurden zu Bewässerungs- und Energiegewinnungszwecken im ganzen Land teils riesige Stauseen angelegt. Die größten sind der Hirakud-Stausee (746 km²) in Orissa, der Gandhi-Stausee (648 km²) in Madhya Pradesh und der Govind-Ballabh-Pant-Stausee (465 km²) an der Grenze zwischen Uttar Pradesh und Chhattisgarh.

Geologie

Die Theorie der Kontinentalverschiebung geht davon aus, dass Indien bis gegen Ende des Jura zum Südkontinent Gondwana gehörte. Erst in der Kreidezeit riss es von der Antarktis ab und driftete in erdgeschichtlich extrem kurzen 50 Millionen Jahren quer durch den gesamten Tethys-Ozean gegen die Eurasische Platte, wo sein Aufprall vor etwa 70 Millionen Jahren, gegen Ende der Kreidezeit, den Himalaya schuf und Tibet anhob. Auch heute noch bewegt sich die Indische Platte nach Norden, sodass sich der Himalaya jährlich um einige Millimeter hebt. Er stellt eines der jüngsten Faltengebirge der Erde dar. Die ihm vorgelagerten Flussebenen entstanden durch Sedimentablagerungen im Pleistozän. Wesentlich vielfältiger sind die Gesteinsformationen des Dekkan. Den Großteil nehmen proterozoische Formationen im Süden und Osten, der in der Kreidezeit entstandene vulkanische Dekkan-Trapp im Westen und Nordwesten sowie ungeformte Kratone, die zu den ältesten Teilen der Erdkruste gehören, im Nordosten und Norden ein.

Naturkatastrophen

Indien wird immer wieder von verschiedenen Naturkatastrophen heimgesucht, besonders Überschwemmungen, die während des Sommermonsuns durch extreme Niederschlagsmengen im ganzen Land auftreten können. Während der trockenen Jahreszeit oder bei Ausbleiben der Monsunregenfälle kommt es dagegen häufig zu Dürren. Zyklone und dadurch bedingte Flutwellen an der Ostküste kosten oft viele Menschenleben und richten verheerende Schäden an. In einigen Gebieten besteht auch erhöhte Erdbebengefahr, betroffen sind vor allem der Himalaya, die Nordoststaaten, Westgujarat und die Region um Mumbai. Im Dezember 2004 verursachte ein Seebeben im Indischen Ozean einen verheerenden Tsunami, der an der Ostküste und auf den Andamanen und Nikobaren 7.793 Menschenleben forderte und schwerste Verwüstungen anrichtete.

Klima

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Ausbreitung und Rückzug des indischen Sommermonsuns
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Mit Ausnahme der Bergregionen herrscht in Nord- und Zentralindien vornehmlich subtropisches Kontinentalklima, im Süden und in den Küstengebieten dagegen ein stärker maritim geprägtes tropisches Klima. So treten im Norden im Jahresverlauf teils erhebliche Temperaturschwankungen auf. Während in den nördlichen Tiefebenen im Dezember und Januar nur 10 bis 15 Grad Celsius herrschen, sind in der heißesten Zeit zwischen April und Juni Höchsttemperaturen von 40 bis über 50 Grad Celsius möglich. Im Süden ist es dagegen ganzjährig heiß, aber konstanter.

Die Niederschlagsverhältnisse werden im ganzen Land maßgeblich vom Indischen Monsun beeinflusst. Der Südwest- oder Sommermonsun setzt in den meisten Landesteilen im Juni ein und bringt je nach Region bis September oder Oktober ergiebige Niederschläge. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Topographie ist die Niederschlagsverteilung allerdings höchst ungleichmäßig. Die stärksten Regengüsse gehen an der Westküste, in den Westghats, an den Hängen des Himalayas und in Nordostindien nieder. Am trockensten ist es dagegen in der Thar. Die aus Zentralasien kommenden Nordost- oder Wintermonsunwinde zwischen Oktober und Juni bringen kaum Feuchtigkeit, daher entfallen in den meisten Gegenden 80 bis über 90 Prozent der jährlichen Gesamtniederschlagsmenge auf die Sommermonate. Lediglich der Südosten erhält auch während des Nordostmonsuns Regen, da die Luftströmungen über dem Golf von Bengalen Feuchtigkeit aufnehmen.

Vegetation

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Blätter und Früchte des Teakbaumes
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Der Größe des Landes und der verschiedenen klimatischen Bedingungen in den einzelnen Landesteilen entsprechend weist Indien eine ungeheure Landschaftsvielfalt auf. Dabei reicht die Pflanzenwelt Indiens von Hochgebirgsvegetation im Himalaya bis zu tropischen Regenwäldern im Süden. Weite Teile der ursprünglichen Vegetationsdecke sind heute jedoch zerstört, stattdessen ist Indien überwiegend durch Kulturlandschaften geprägt. Nur noch etwa ein Fünftel des Landes ist bewaldet, wobei offizielle Angaben hierzu schwanken und auch degradierte Gebiete sowie offene Wälder mit einbeziehen.

In den tieferen Lagen des Himalayas erstrecken sich noch ausgedehnte Wälder. Da die Niederschläge an den Hängen des Gebirges von Ost nach West abnehmen, finden sich im Osthimalaya immergrüne Feucht- und Regenwälder, die nach Westen hin lichter und trockener werden. Es herrschen Laubwälder mit Eichen und Kastanien vor, charakteristisch für den Osthimalaya sind Rhododendren. In höheren Lagen dominieren Nadelbäume, insbesondere Zedern und Kiefern. Die steppen- und wüstenartigen Hochtäler in Ladakh und anderen Teilen des westlichen Innerhimalayas gehen in das trockene Hochland von Tibet über. Die Vegetationsgrenze liegt bei etwa 5.000 Metern.

Der schwer zugängliche Nordosten ist teils noch dicht bewaldet. Besonders hohe Niederschlagsmengen ermöglichen dort halbimmergrüne Feuchtwälder.

Der weitaus größte Teil der Gangesebene, des Dekkans und der angrenzenden Randgebirge war früher von Monsunwäldern bedeckt, die heute nur noch in Resten, zumeist in Bergregionen, anzutreffen sind. Die landwirtschaftlich intensiv genutzten Ebenen sind dagegen praktisch waldfrei. Monsunwälder werfen während der Trockenperioden Laub ab. Je nach Niederschlagsmenge und Länge der Trockenperiode unterscheidet man zwischen Feucht- und Trockenwäldern. Wälder, die zwischen 1.500 und 2.000 mm Jahresniederschlag erhalten, werden in der Regel als laubabwerfende Feuchtwälder bezeichnet. Sie herrschen im nordöstlichen Dekkan, Orissa und Westbengalen sowie im Lee der Westghats vor. Bei Niederschlägen zwischen 1.000 und 1.500 mm im Jahr spricht man von laubabwerfenden Trockenwäldern, die den größten Teil Indiens bedecken. Wegen der dünneren Baumkronen weisen Monsunwälder ein dichtes Unterholz auf. Die charakteristische Baumart des Nordens ist der Sal (Shorea robusta), im zentralen und westlichen Dekkanhochland ist es der Teakbaum (Tectona grandis) und den Süden der Halbinsel prägen Sandelholzbäume (Santalum album). Bambusarten sind überall weit verbreitet.

In den trockeneren Teilen Indiens, wie Rajasthan, Gujarat, dem Westrand des Gangestieflandes oder dem zentralen Dekkan, wachsen die insbesondere medizinisch genutzten, endemischen Niembäume. Im ariden Klima haben sich offene Dornwälder ausgebildet, die in der Wüste Thar in Halbwüstenvegetation mit vereinzelten Dornbüschen übergehen.

In den feuchten Westghats haben sich größere zusammenhängende Teile der ursprünglichen, immergrünen oder halbimmergrünen Feuchtwälder erhalten. Sie sind durch die für tropische Regenwälder typische Stockwerkgliederung geprägt. Einige der hoch wachsenden Baumarten des obersten Stockwerkes werfen jahreszeitbedingt ihr Laub ab, darunter wachsende Arten sind dagegen immergrün. Aufsitzerpflanzen wie Orchideen und Farne kommen in großer Vielfalt vor.

Mangroven, salzwasserresistente Gezeitenwälder, sind nur an der Ostküste Indiens verbreitet. Die Sundarbans im Ganges-Brahmaputra-Delta weisen die dichtesten Mangrovenbestände des Landes auf. Weitere Gezeitenwälder befinden sich in den Mündungsdeltas von Mahanadi, Godavari und Krishna.

Tierwelt

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Indischer Elefant
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Dank seiner Landschaftsvielfalt findet man in Indien eine äußerst artenreiche Tierwelt vor. Man schätzt, dass etwa 350 Säugetier-, 1.200 Vogel-, 400 Reptilien- und 200 Amphibienarten heimisch sind. Viele Arten kommen allerdings nur noch in Rückzugsgebieten wie Wäldern, Sümpfen, Berg- und Hügelländern vor. In indischen Gewässern leben zudem mehr als 2.500 Fischarten.

Indiens größte Säugetierart ist der Indische Elefant, der neben dem Königstiger wohl auch am bekanntesten ist. Der Tiger war lange Zeit vom Aussterben bedroht, durch Einrichtung von Tigerschutzgebieten konnten sich die Bestände aber wieder erholen. Dennoch gibt es bloß wenige tausend Exemplare in freier Wildbahn. Außer dem Tiger leben noch andere Großkatzen in Indien, darunter Leoparden und Löwen. Letztere sind ausschließlich im Gir-Nationalpark in Gujarat, dem letzten Rückzugsgebiet des Asiatischen Löwen, anzutreffen. Der seltene Schneeleopard bewohnt den Himalaya. Die bekannteste und weitverbreitetste der kleineren Raubtierarten ist der Mungo.

Das Panzernashorn lebt nur noch in Sumpf- und Dschungelgebieten in Assam, vor allem im Kaziranga-Nationalpark.

Weit verbreitet sind dagegen Paarhufer. Dazu gehören unter anderem Wildschweine, Muntjaks, Sambars, Axishirsche, Schweinshirsche, Barasinghas, Wasserbüffel, Gaur sowie mehrere Antilopenarten.

Auch Affen sind in Indien häufig anzutreffen. Rhesusaffen gelten den Hindus als heilig, dürfen nicht belästigt werden und haben sich daher sogar in Städten ausgebreitet. Der in ganz Indien verbreitete Hanuman-Langur wird ebenfalls als heilig erachtet. Daneben gibt es weitere Langurenarten sowie Makaken.

Weiterhin erwähnenswerte Säugetiere sind die Rothunde, Bengalfüchse, die hauptsächlich Graslandschaften bewohnen, und die dichte Wälder bevorzugenden Lippenbären. Im Ganges, Brahmaputra und deren Nebenflüssen findet sich gelegentlich noch der Gangesdelfin.

Indiens Vogelwelt ist mit über 1.200 einheimischen Arten – mehr als in ganz Europa – überaus vielfältig. Dazu kommen im Winter unzählige Zugvögel aus Nordasien. Der Pfau gilt als Nationalvogel und ist weit verbreitet. Häufig sind auch Tauben, Krähen, Webervögel, Spechte, Pittas, Drongos, Sittiche, Nektarvögel und Pirole. In Feuchtgebieten leben Störche, Reiher, Kraniche, Ibisse und Eisvögel. Unter den Raubvögeln sind Bengal- und Schmutzgeier am verbreitetsten.

Etwa die Hälfte aller in Indien heimischen Reptilienarten sind Schlangen wie die Brillenschlange, die Königskobra und der Netzpython. In Feuchtgebieten findet man aber auch Sumpfkrokodile. Sehr selten ist der scheue, fischfressende Gangesgavial.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Indiens

Vorgeschichte und klassisches Zeitalter

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Die nicht rostende Eiserne Säule in Delhi wird der Gupta-Zeit zugeschrieben.
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Die Industal-Zivilisation, größtenteils im heutigen Pakistan gelegen, war eine der frühen Hochkulturen der Welt, mit einer eigenen Schrift, der bisher nicht entzifferten Indus-Schrift. Um etwa 2500 v. Chr. existierten dort geplante Städte wie Harappa, mit einer Kanalisation, Seehäfen und Bädern, während angenommen wird, dass in Südindien noch weniger entwickelte Verhältnisse herrschten. Weiter östlich machen sich andere archäologische Komplexe bemerkbar wie die sogenannte Copper Hoard Culture. Ab 1700 v. Chr. setzte aus bislang unbekannten Gründen der Zerfall der Indus-Kultur ein.

Eine für die weitere Entwicklung Indiens sehr wichtige Periode war die vedische Zeit (etwa 1500 v. Chr. bis 500 v. Chr.), in der die Grundlagen der heutigen Kultur geschaffen wurden. Über die politische Entwicklung ist weitaus weniger bekannt als über die religiöse und philosophische Entwicklung. Gegen Ende der vedischen Zeit wurden die Upanishaden geschaffen, die in vielerlei Hinsicht die Basis der in Indien entstandenen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus bilden. In diese Zeit fällt die Urbanisierung in der Gangesebene und der Aufstieg regionaler Königreiche wie Magadha.

Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. entfaltete sich der Buddhismus, der rund 500 Jahre lang neben dem Hinduismus die maßgebliche Geistesströmung Indiens darstellte. Im 4. Jahrhundert v. Chr. entstand unter der Dynastie der Maurya erstmals ein indisches Großreich, das unter Ashoka fast den gesamten Subkontinent beherrschte. Ashoka wandte sich nach zahlreichen Eroberungszügen dem Buddhismus zu, den er im eigenen Land und bis nach Sri Lanka und Birma zu verbreiten suchte. Nach seinem Tode zerfiel das Maurya-Reich allmählich erneut in zahllose Kleinstaaten, die erst im 4. Jahrhundert n. Chr. von den Gupta wieder zu einem Großreich in Nordindien geeint werden konnten. Mit dem Buddhismus übte Indien einen wesentlichen kulturellen Einfluss auf den gesamten Bereich von Zentral- und Ostasien aus. Die Ausbreitung des Hinduismus und Buddhismus über Indochina bis in das heutige Indonesien prägte Geschichte und Kultur dieser Länder. Als letzter großer Förderer des Buddhismus in Indien gilt Harshavardhana, dessen Herrschaft im Nordindien des 7. Jahrhunderts den Übergang zum indischen Mittelalter markiert.

Indisches Mittelalter und Mogulzeit

Arabische Eroberungszüge im 8. Jahrhundert brachten den Islam nach Nordindien. Zu einer Dominanz muslimischer Staaten im Norden sowie zur Islamisierung größerer Teile der dortigen Bevölkerung kam es jedoch erst mit den Invasionen zentralasiatischer islamischer Mächte ab dem 12. Jahrhundert. Das Sultanat von Delhi weitete seine Macht sogar kurzzeitig auf den Süden aus, dennoch blieb sein kultureller Einfluss auf den Norden begrenzt. Der Mongolenshemmnisse und Steuersenkungen. Die Wirtschaftsreformen wurden von späteren Regierungen fortgeführt.

Seit den 1980er Jahren verzeichnet der Hindu-Nationalismus einen deutlichen Aufschwung. Die Auseinandersetzung um eine anstelle eines bedeutenden Hindutempels errichtete Moschee in Ayodhya (Uttar Pradesh) entwickelte sich zu einer der bestimmenden innenpolitischen Streitfragen. 1992 zerstörten hinduistische Extremisten das muslimische Gotteshaus, was zu schweren Ausschreitungen in weiten Teilen des Landes führte. Der politische Arm der Hindu-Nationalisten, die Bharatiya Janata Party (BJP), führte zwischen 1998 und 2004 eine Regierungskoalition an und stellte mit Atal Bihari Vajpayee den Regierungschef. 2004 unterlag sie jedoch überraschend der neu aufgestellten Kongresspartei unter Sonia Gandhi. Die Witwe des 1991 während des Wahlkampfes ermordeten Rajiv Gandhi verzichtete nach Protesten der Opposition wegen ihrer italienischen Abstammung auf das Amt als Premierministerin. Stattdessen übernahm Manmohan Singh diese Stellung, der als Finanzminister unter Rao die wirtschaftliche Liberalisierung Indiens wesentlich mitgestaltet hatte.

Heute sind die fundamentalen Probleme Indiens trotz des deutlichen wirtschaftlichen Aufschwungs noch immer die ausgedehnte Armut als auch die starke Überbevölkerung, die zunehmende Umweltverschmutzung sowie ethnische und religiöse Konflikte zwischen Hindus und Moslems. Dazu tritt der fortdauernde Streit mit Pakistan um die Region Kaschmir. Besondere Brisanz erhält der indisch-pakistanische Gegensatz durch die Tatsache, dass beide Staaten Atommächte sind. Indien hatte 1974 erstmals einen Atomtest durchgeführt. Auf weitere Kernwaffenversuche im Jahre 1998 reagierte Pakistan mit eigenen Atomtests.

In den letzten Jahren war eine Annäherung zwischen Indien und Pakisten zu bemerken. So fanden Gefangenenaustausche statt und wurden Verbindungen in der Kaschmirregion geöffnet.

Terrorismus in Indien

Seit 1986 kämpfen verschiedene Gruppierungen im mehrheitlich muslimischen Kaschmir mit gewaltsamen Mitteln für die Unabhängigkeit ihres Landes oder den Anschluss an Pakistan. Immer wieder werden in der Region Anschläge auf Einrichtungen des indischen Staates, so im Oktober 2001 auf das Regionalparlament von Jammu und Kashmir in Srinagar, auf die in Kaschmir stationierten Streitkräfte oder gegen hinduistische Dorfbewohner und Pilger verübt.

Doch nicht nur in Kaschmir, sondern auch in anderen Teilen Indiens ist es wiederholt zu terroristischen Anschlägen gekommen, die kaschmirischen Separatisten oder islamistischen Terrororganisationen wie Lashkar-e-Toiba zugeschrieben wurden. Die bisher schlimmste Anschlagsreihe fand im März 1993 statt, als Bombenanschläge auf die Börse und Hotels in Mumbai sowie Züge und Tankstellen 257 Menschen töteten und über 1100 Personen verletzten. Im Dezember 2001 stürmten Islamisten das Parlament in Neu-Delhi, wobei 14 Menschen ums Leben kamen. 52 Tote gab es im August 2003, als zwei mit Sprengstoff gefüllte Taxis in Mumbai explodierten. Nach drei Bombenexplosionen auf Märkten in Neu-Delhi waren im Oktober 2005 62 Opfer zu beklagen. Im März 2006 starben bei einem Doppelanschlag auf den Bahnhof und einen Tempel in der Stadt Varanasi 20 Menschen. Bei Bombenanschlägen auf Züge in Mumbai wurden im Juli 2006 rund 200 Menschen getötet und mehr als 700 Personen verletzt.

Bevölkerung

Demographie

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Bevölkerungsdichte
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Menschenmassen in Mumbai
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Mit 1,112 Milliarden Einwohnern ist Indien nach der Volksrepublik China und vor den USA der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 329 Einwohner je km² (Deutschland: 231 je km²). Gleichwohl sind nicht alle Landesteile derart dicht besiedelt, vielmehr ist die Bevölkerung höchst ungleichmäßig verteilt. Sie ballt sich vor allem in fruchtbaren Landstrichen wie der Stromebene des Ganges, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, die Berggegenden des Nordostens sowie trockenere Regionen in Rajasthan und auf dem Dekkan nur eine geringe Besiedlungsdichte aufweisen.

Am 12. Mai 2000 überschritt Indiens Bevölkerungszahl offiziell die Milliardengrenze. Während es von 1920 – damals hatte Indien 250 Millionen Einwohner – 47 Jahre bis zu einer Verdoppelung der Bevölkerung dauerte, waren es von 1967 bis 2000 nur noch 33 Jahre. Das Wachstum der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig abgeschwächt und liegt im Moment bei 1,4 Prozent pro Jahr, was einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von 15 Millionen Menschen entspricht. Damit verzeichnet Indien im Moment den größten absoluten Zuwachs aller Staaten der Erde. Der relative Zuwachs liegt jedoch nur wenig über dem Weltdurchschnitt. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wird Indien in den nächsten Jahrzehnten sein Bevölkerungswachstum kaum abschwächen und die VR China bis zum Jahre 2045 als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben. Das Bevölkerungswachstum erklärt sich nicht aus einer gestiegenen Geburtenrate, sondern aus der in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Lebensdauer, das heißt der Reduktion der Sterberate. Dies ist unter anderem auf eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge zurückzuführen. In der Sterberate hatte Indien bereits 1991 mit Deutschland gleichgezogen (10 pro 1.000), für 2006 wird sie auf 8,18 pro 1000 geschätzt. Die Geburtenrate blieb allerdings hoch (1991: 30 pro 1000) und sinkt nur allmählich (2006: 22,01 pro 1000). Die Fruchtbarkeitsrate ging von 5,2 Kindern je Frau (1971) auf 3,6 (1991) zurück, für 2006 wird sie auf 2,73 geschätzt.

Das durchschnittliche Alter der indischen Bevölkerung lag 2006 bei 24,9 Jahren, während die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer 63,9 Jahre (1971 waren es nur 44 Jahre) und für Frauen 65,6 Jahre (1971 waren es nur 46 Jahre) betrug. In Deutschland sind es zum Vergleich bei Männern 75 Jahre und bei Frauen 81 Jahre. Indien ist somit eines der wenigen Länder der Erde, in denen die Lebenserwartung bei Männern und Frauen fast identisch ist. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Indien gehört auch zu den Ländern, in denen es deutlich mehr Männer gibt: auf 1000 Männer kommen 933 FrauenCensus of India 2001: Population by sex and sex ratio.

Als Folge der zunehmenden Verstädterung Indiens, bedingt durch Landflucht und Naturkatastrophen, hat Indien heute 34 Städte mit mehr als 1 Million Einwohner. Allein der Ballungsraum Mumbai hat mittlerweile über 20 Millionen Einwohner und damit eine größere Bevölkerung als ganz Australien. Dennoch stellt die städtische Bevölkerung mit einem Anteil an der Gesamteinwohnerzahl von lediglich 27,6 Prozent eine Minderheit darCensus of India 2001: Total Urban Population, Slum Population, etc..

Schätzungsweise 25 Millionen indische Staatsbürger und Personen indischer Herkunft (Non-resident Indians und Persons of Indian Origin) leben im Ausland. Während englischsprachige westliche Staaten wie die USA, Großbritannien und Kanada vor allem gut ausgebildete Fachkräfte anziehen, sind in den Golfstaaten (besonders Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait und Saudi-Arabien) viele Inder als „Billigarbeitskräfte“ angestellt, seltener auch in höheren Positionen. Während der britischen Kolonialzeit wurden Inder als Arbeiter in anderen Kolonien angeworben, daher leben viele Personen indischer Abstammung in Malaysia, Südafrika, Mauritius, Trinidad und Tobago, Fidschi, Guyana und Singapur. Sie besitzen in der Regel die Staatsbürgerschaft des jeweiligen Landes. Überweisungen von Auslandsindern an ihre Angehörigen in Indien stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Nachfolgend sind Einwohnerzahlen Indiens zwischen 1700 und 2050 aufgeführt. Die Zahlen für 2025 und 2050 sind eine Prognose.

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Bevölkerungsentwicklung Indiens seit 1700 (beachte Gebietsstandänderung)
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Jahreszahl Einwohner
1700 137.026.000
1725 140.413.000
1750 155.212.000
1775 198.344.000
1800 255.000.000
1825 256.469.000
1850 283.496.000
1875 300.963.000

Jahreszahl Einwohner
1900 271.306.000
1925 263.071.000
1950 350.445.000
1975 600.763.000
2000 1.014.003.800
2005 1.094.985.000
2025 1.370.028.000
2050 1.706.951.000

Die Zahlenangaben bis 1875 sind nach dem Gebietsstand von Britisch-Indien, also einschließlich Bangladesch, Myanmar und Pakistan berechnet, die Angaben ab 1900 nach dem heutigen Gebietsstand der Republik Indien. Quelle: [LINK]

Ethnische Zusammensetzung und Konflikte

Indien ist ein Vielvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt ohne weiteres mit der des gesamten europäischen Kontinents vergleichbar ist. Etwa 72 Prozent der Bevölkerung sind Indoarier. 25 Prozent sind Draviden, die hauptsächlich im Süden Indiens leben. Drei Prozent entfallen auf sonstige Völkergruppen, vor allem tibeto-birmanische, Munda- und Mon-Khmer-Völker im Himalayaraum sowie Nordost- und Ostindien.

8,2 Prozent der Einwohner gehören der indigenen Stammesbevölkerung an, die sich selbst als Adivasi bezeichnet, obwohl sie ethnisch höchst uneinheitlich ist. Die indische Verfassung erkennt mehr als 600 Stämme als sogenannte scheduled tribes an. Sie stehen meist außerhalb des hinduistischen Kastensystems und sind trotz bestehender Schutzgesetze sozial stark benachteiligt. Hohe Bevölkerungsanteile haben die Adivasi in der Nordostregion (besonders in Mizoram, Nagaland, Meghalaya, Arunachal Pradesh, Manipur, Tripura, Sikkim) sowie in den ost- und zentralindischen Bundesstaaten Jharkhand, Chhattisgarh, Orissa und Madhya Pradesh. Auf Grund der sozialen Diskriminierung genießen linksradikale Gruppierungen wie die maoistischen Naxaliten bei Teilen der Adivasi starken Rückhalt. Dazu kommen separatistische Bewegungen verschiedener Völker – etwa der mongoliden Naga, Mizo und Bodo, aber auch der indoarischen Assamesen – in Nordostindien, wo Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und zugewanderten Bengalen, größtenteils illegale Einwanderer aus Bangladesch, für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgen.

Die Zahl der illegal eingewanderten Bangladescher in Indien wird auf bis zu 20 Millionen geschätzt. Die rund 100.000 in Indien lebenden Exiltibeter, die seit der chinesischen Besetzung Tibets in den 1950er Jahren aus ihrer Heimat geflohen sind, werden dagegen offiziell als Flüchtlinge anerkannt und besitzen eine Aufenthaltsgenehmigung. Des Weiteren leben etwa 60.000 tamilische Flüchtlinge aus Sri Lanka auf indischem Gebiet.

Soziale Probleme

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Slum in Mumbai
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Demonstration der kommunistischen Partei CPI (M) in Agartala (Tripura)
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Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 Prozent der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Unter- und Fehlernährung (z. B. Vitaminmangel) ist vornehmlich in ländlichen Gebieten ein weit verbreitetes Problem, wo der Anteil der Armen besonders hoch ist. So wird etwa Kinderarbeit hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bauern müssen oft nicht nur ihr Ackerland verkaufen, sondern auch ihre Dienstleistungen an die Grundherren verpfänden. Dieses als Schuldknechtschaft bezeichnete Phänomen stellt bis heute eines der größten Hindernisse in der Armutsbekämpfung dar. Die schlechten Lebensbedingungen im ländlichen Raum veranlassen viele Menschen zur Abwanderung in die Städte (Landflucht). Dabei sind die wuchernden Metropolen des Landes kaum in der Lage, ausreichend Arbeitsplätze für die Zuwanderer zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis sind hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Fast ein Drittel der Einwohner der Millionenstädte lebt in Elendsvierteln. Dharavi in Mumbai ist mit mehr als einer Million Menschen der größte Slum AsiensBBC: Life in a slum.

Ungefähr 16,2 Prozent der indischen Bevölkerung werden zu den so genannten Unberührbaren (scheduled castes) gerechnet, 8,2 Prozent zählen zur indischen Stammesbevölkerung (Adivasi, offiziell scheduled tribes). Da beide Gruppen starker sozialer Benachteiligung ausgesetzt sind, sieht die indische Verfassung ihre Förderung in Form von Quoten vor. Über diese „positive Diskriminierung“ werden in Universitäten, berufsbildenden Institutionen und Parlamenten bis zu 50 Prozent der Plätze für die scheduled castes (Angehörige der unteren Kasten) reserviert. Die Kastenfrage nimmt in der indischen Innenpolitik eine höchst brisante Stellung ein. Eine Ausweitung der Quoten auf niedere Kasten auf Vorschlag der umstrittenen Mandal-Kommission rief 1990 heftige Proteste von Angehörigen höherer Kasten hervor und führte zum Sturz von Premierminister Vishwanath Pratap Singh.

Frauen sind in der patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft trotz der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau nach wie vor benachteiligt. Traditionell wurde Frauen zur Hochzeit eine Mitgift zum Aufbau eines eigenen Haushalts mitgegeben. Heute werden Brautgelder, obwohl sie seit Jahrzehnten gesetzlich untersagt sind, aus rein wirtschaftlichen Erwägungen von den Eltern des Bräutigams verlangt. In manchen Fällen übersteigen sie das Jahreseinkommen der Familie der Braut. Gelegentlich kommt es zu so genannten „Mitgiftmorden“, da die Angehörigen der Braut nicht in der Lage sind, die hohen Forderungen zu erfüllen. Die Mitgiftproblematik trägt in nicht unerheblichem Maße dazu bei, dass Mädchen meist geringer angesehen sind als Jungen oder gar als unerwünscht gelten. Tatsächlich werden weit mehr weibliche Föten abgetrieben als männliche.

Unzureichende Beratung in Fragen der reproduktiven Gesundheit hat zur Folge, dass die Zahl der HIV-Infizierten rapide steigt (derzeit 3,73 Fälle pro 1.000 Einwohner). Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten bis 2010 allein in Indien über zehn Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit leiden. Mit fünf Millionen Infizierten im Juni 2006 ist Indien der Staat mit den, absolut gesehen, meisten HIV-Infektionen.

Religionen

Überblick

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Hinduistischer Tempel in Mysore
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In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Eroberungen, das Christentum durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Parsismus (Zoroastrismus) aufgrund von Einwanderungen ins Land. Indien bietet also eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten. Im Mittelalter brachten indische Händler und Seefahrer den Hinduismus bis nach Indonesien und Malaysia. Obwohl Indien bis heute ein hinduistisch geprägtes Land ist, hat Indien nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung (etwa 140 Millionen), und nach dem Iran die zweitgrößte Anzahl von Schiiten.

Die Religionen verteilen sich wie folgt: 80,5 % Hindus, 13,4 % Moslems (hauptsächlich Sunniten), 2,3 % Christen, 1,9 % Sikhs, 0,8 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,6 % andere: (z. B. Adivasi, Baha'i, Parsen) (Quelle: Census of India 2001)

Die Wurzeln des Hinduismus liegen im Veda (wörtl.: Wissen), religiösen Texten, deren älteste Schicht auf etwa 1200 v. Chr. datiert wird. Die Bezeichnung „Hinduismus“ wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert allgemein üblich. Er verbindet viele Strömungen mit ähnlicher Glaubensgrundlage und Geschichte, die besonders bei den Lehren von Karma, dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) und dem Streben nach Erlösung übereinstimmen. Er kennt keinen Religionsstifter, kein einheitliches Glaubensbekenntnis und keine religiöse Zentralbehörde. Die wichtigsten populären Richtungen sind der Shivaismus und der Vishnuismus. Religiöse Lehrer (Gurus) und Priester haben einen großen Stellenwert für den persönlichen Glauben.

Die Adivasi (Ureinwohner) widersetzten sich oft den Missionsversuchen der großen Religionen und behielten teilweise ihre eigene Religion. Die indigenen Völker Indiens haben einiges mit dem Hinduismus gemeinsam, so etwa den Glauben an die Reinkarnation, eine äußere Vielfalt von Göttern und eine Art von Kastenwesen. Nicht selten werden lokale Gottheiten oder Stammesgottheiten einfach in das hinduistische Pantheon integriert – eine Herangehensweise, die historisch zur Ausbreitung des Hinduismus beigetragen hat. Besonders heute besteht eine starke Tendenz der „Hinduisierung“, gesellschaftliche Sitten der Hindus und deren Formen der Religionsausübung werden übernommen.

Der Buddhismus ist heute vor allem als „Neobuddhismus“ bei den unberührbaren Kasten populär, die auf diese Art und Weise versuchen, den Diskriminierungen des Kastensystems zu entkommen. Ins Leben gerufen wurde diese Bewegung durch den Rechtsanwalt Bhimrao Ramji Ambedkar (1891–1956), der selbst einer unberührbaren Kaste angehörte. Hinzu kommen die traditionell buddhistischen Gegenden wie Ladakh und Sikkim.

Die Parsen, die heute hauptsächlich in Mumbai leben, bilden eine kleine, überwiegend wohlhabende und einflussreiche Gemeinschaft (ca. 70.000 Menschen). Nicht zuletzt auch durch ihr ausgeprägtes soziales Engagement spielen sie trotz geringer Bevölkerungsanzahl in der indischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. In Europa sind sie durch ihre Bestattungsgepflogenheiten („Türme des Schweigens“) bekannt. Auch die Jainas sind oft wohlhabend, da sie aufgrund ihres Glaubens, der das Töten von Lebewesen verbietet, überwiegend Kaufleute und Händler sind. Parsen und Jainas gehören meist der Mittel- und Oberschicht an.

Die Mehrheit der indischen Muslime gehört der sunnitischen Richtung an, außerdem leben mehr als 20 Millionen Schiiten in Indien. Darüber hinaus existieren kleinere Glaubensrichtungen innerhalb des Islam: Eher fundamentalistisch ist die Deobandi-Schule in Deoband im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh, auf die sich unter anderem die afghanischen Taliban berufen, wenn auch in radikal verkürzter Interpretation. Die Situation der Muslime in Indien ist schwierig. Sie sind ärmer und weniger gebildet als der Durchschnitt. In Politik und Staatsdienst sind sie unterrepräsentiert. Zu bemerken ist jedoch, dass der derzeitige Staatspräsident Indiens, Abdul Kalam, ein Muslim ist.

Die Sikhs sind hauptsächlich im Nordwesten Indiens (Punjab) beheimatet. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist geprägt durch den Erfolg vor allem im militärischen Bereich, aber auch im politischen Leben. Der derzeitige indische Premierminister, Manmohan Singh, ist ein Sikh.

53 n. Chr. soll ein Apostel Jesu, Thomas, nach Indien gekommen sein und dort entlang der südlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden gegründet haben. Diese sogenannten „Thomaschristen“ sind noch heute etwa im Bundesstaat Kerala zu finden und machen einen erheblichen Prozentsatz der dortigen Bevölkerung aus. Die indische christliche Kirche ist somit älter als die europäische. Portugiesische Missionare führten im späten 15. Jahrhundert den römischen Katholizismus ein und verbreiteten ihn entlang der Westküste, etwa in Goa, so dass römische Katholiken heute den größten Anteil an der christlichen Bevölkerung Indiens stellen. Die Briten zeigten zwar wenig Interesse an der Missionierung, dennoch konvertierten viele Stammesvölker im Nordosten (Nagaland, Mizoram, Meghalaya, Manipur, Arunachal Pradesh) zur Anglikanischen Kirche oder anderen evangelischen Konfessionen. In jüngerer Zeit traten auch Angehörige unberührbarer Kasten sowie Adivasi zum Christentum über, um der Ungerechtigkeit des Kastensystems zu entkommen.

Als Indien seine Unabhängigkeit erlangte, lebten auch noch rund 25.000 Juden in Indien. Nach 1948 verließen jedoch die meisten von ihnen ihre Heimat gen Israel. Heute wird die Zahl der in Indien verbliebenen Juden auf 5.000 bis 6.000 geschätzt, wovon die Mehrheit in Mumbai lebt.

Religiöse Konflikte

Der Laizismus, die Trennung von Staat und Religion, zählt zu den wesentlichsten Grundsätzen des indischen Staates und ist in seiner Verfassung verankert. Seit Jahrhunderten bestehen verschiedene Glaubensrichtungen zumeist friedlich nebeneinander. Dennoch kommt es manchmal zu regional begrenzten religiös motivierten Auseinandersetzungen.

Bei der Teilung Indiens 1947 und beim Bangladesch-Krieg 1971 kam es zwischen Hindus und Muslimen zu massiven Ausschreitungen. Unruhen zwischen Anhängern der beiden Glaubensrichtungen brechen in Indien in gewissen Zeitabständen immer wieder aus. Ein Konfliktpunkt ist nach wie vor Kashmir, dessen überwiegend muslimische Bevölkerung teilweise gewalttätig für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan eintritt. Geschürt werden sie seit den späten 1980er Jahren durch den aufkeimenden Hindu-Nationalismus (Hindutva) und den islamischem Fundamentalismus. Einer der Höhepunkte der Auseinandersetzungen war die Erstürmung und Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya (Uttar Pradesh) durch extremistische Hindus im Dezember 1992, da das islamische Gotteshaus einst an der Stelle eines bedeutenden Hindu-Tempels errichtet worden war, der den Geburtsort Ramas markieren sollte. Die letzten Unruhen traten 2002 in Gujarat auf, als 59 Hindu-Aktivisten (kar sevaks) in einem Zug verbrannt wurden. Infolge der eskalierenden Gewalt kamen etwa 2.000 Menschen um, hauptsächlich Moslems. Die politische Situation in Kaschmir kostete seit 1989 aufgrund der Aktivitäten islamistischer Terroristen über 29.000 Zivilpersonen das Leben.

Auch bei anderen Religionen traten Konflikte auf. Die Forderungen sikhistischer Separatisten nach einem unabhängigen Sikhstaat namens „Khalistan“ gipfelten 1984 in der Erstürmung des Goldenen Tempels in Amritsar durch indische Truppen (Operation Blue Star) und der Ermordung der damaligen Premierministerin Indira Gandhi durch ihre eigenen Sikh-Leibwächter. Insgesamt kamen bei den Unruhen im Jahre 1984 mehr als 3.000 Sikhs ums Leben.

Siehe auch: Hindutva, Rashtriya Swayamsevak Sangh

Sprachen und Schriften

Hauptartikel: Indische Schriften und Indische Sprachen

In Indien werden insgesamt 415 Sprachen und Idiome gesprochen. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch sind die folgenden 21 Sprachen als Nationalsprachen anerkannt: Asamiya, Bengali, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili (seit 2003), Malayalam, Marathi, Meitei, Nepali, Oriya, Punjabi, Santali, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu. Englisch ist Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache. Indien ist damit das Land mit den meisten Amtssprachen weltweit.

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Das Wort Sanskrit in Devanagari-Schrift
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Von den 23 Verfassungssprachen gehören sechzehn der indoarischen, vier der dravidischen (Telugu, Tamil, Kannada und Malayalam), eine der austroasiatischen (Santali) und eine der tibetobirmanisch bzw. sinotibetischen Sprachfamilie (Meitei) an. Erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass die meisten der Sprachen – falls sie überhaupt geschrieben werden – unterschiedliche Schriftsysteme aufweisen. Während für Hindi, Marathi, Nepali, Konkani und Sanskrit eine gemeinsame Schrift verwendet wird (Devanagari), werden Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Punjabi und Santali durch eine jeweils eigene Schrift charakterisiert. Für Bengali, Asamiya und Meitei (Manipuri) wird eine weitere Schrift (Bengalische Schrift) verwendet. Urdu wird in arabischer Schrift geschrieben, Kashmiri und Sindhi werden in arabischer Schrift oder auch in Devanagari geschrieben. Jedes der von verschiedenen Sprachen verwendeten Schriftsysteme beinhaltet ergänzende, sprachlich bedingte Sonderzeichen.

In letzter Zeit gab es Versuche, den Gebrauch des Sanskrit, welches ebenfalls eine Amtssprache ist, wiederzubeleben. Das Central Board of Secondary Education (CBSE) hat in den Schulen, die es reguliert, Sanskrit zur dritten der unterrichteten Sprachen gemacht. In diesen Schulen ist der Sanskritunterricht für die fünften bis achten Schulklassen obligatorisch.

Über die Beibehaltung des Status des Englischen als Amtssprache wird alle 15 Jahre neu entschieden. Englisch gilt weiterhin als Prestige-Sprache und wird nur von einer privilegierten Minderheit der Bevölkerung fließend gesprochen. Wenn sich Menschen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften begegnen, sprechen sie im Norden entweder Hindi oder Englisch miteinander, im Süden eine der dravidischen Sprachen oder Englisch.

Neben den Amtssprachen sind auch noch Hindustani, der im Norden Indiens weit verbreitete „Vorgänger“ von Hindi und Urdu, Rajasthani als Oberbegriff der Dialekte Rajasthans und Mizo erwähnenswert. Bihari ist der Oberbegriff für die Dialekte in Bihar, wozu auch Maithili, Bhojpuri und Magadhi gehören.

Politik und Staat

Politisches System

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Rashtrapati Bhavan (Wohnsitz des indischen Präsidenten) in Neu-Delhi
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Gemäß der Verfassung von 1950 ist Indien eine parlamentarische Demokratie. Indien ist, nach der Zahl der Bürger, die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament ist die gesetzgebende Gewalt und besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus (Rajya Sabha). Das Unterhaus wird auf fünf Jahre nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechtes gewählt. Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das Oberhaus ist die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene. Seine Mitglieder werden von den Parlamenten der Staaten gewählt.

Die Parteienlandschaft des Landes ist äußerst vielfältig (vgl. Liste politischer Parteien in Indien). Viele Parteien sind zwar auf bestimmte Bundesländer beschränkt, dennoch ergibt sich immer wieder die Notwendigkeit, Koalitionen zu bilden. Die „National Democratic Alliance“ (NDA) war eine Koalition, die zu Beginn ihrer Regierungszeit 1998 aus 13 Parteien bestand (unter Führung der BJP).

Der Präsident als Staatsoberhaupt wird (ähnlich wie in Deutschland) von einem Gremium der Abgeordneten des Bundes und der Länder auf fünf Jahre gewählt. Die eigentliche Macht hat jedoch der Premierminister. Die Verfassung sieht vor, dass Bundesstaaten unter president’s rule gestellt werden können, wenn das Land als „unregierbar“ gilt. Dies war schon des öfteren in Bihar der Fall. Den politischen Konventionen zufolge erteilt der Premierminister dem Präsidenten einen entsprechenden „Rat“, der in der Regel befolgt wird. Nach den Unruhen in Ayodhya ließ Premierminister P. V. Narasimha Rao 1993 alle vier BJP-Landesregierungen ihres Amtes entheben und die Länder unter president′s rule stellen.

Der Regierungschef in den 28 Bundesstaaten sowie in zwei von sieben Unionsterritorien ist der Chief Minister, der vom Parlament des jeweiligen Gebiets gewählt wird.

Rechtssystem

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Der High Court des Bundesstaates Karnataka in Bangalore
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Da in Indien Gewaltenteilung herrscht, ist die Judikative streng von Legislative und Exekutive getrennt. Oberster Gerichtshof des Landes ist der Supreme Court in Neu-Delhi mit 26 Richtern, die vom Präsidenten ernannt werden. Den Vorsitz hat der Chief Justice of India. Streitigkeiten zwischen den Staaten und der Zentralregierung fallen in seine Zuständigkeit. Außerdem stellt er die höchste Berufungsinstanz des Landes dar. Dem Supreme Court untergeordnet sind 21 High Courts der Bundesstaaten.

Ab der dritten Rechtsebene (Distriktebene) wird zwischen Zivil- und Strafgerichten unterschieden. Zivile Rechtsstreitigkeiten fallen in den Metropolitan Districts (Stadtdistrikten) in den Zuständigkeitsbereich der City Civil Courts, welche den District Courts der Landdistrikte entsprechen. Für das Strafrecht sind in Stadt- und Landdistrikten die Sessions Courts verantwortlich. Außerdem existieren Sondergerichte für spezielle Bereiche wie Familien- und Handelsrecht. Die Rechtsprechung einfach gelagerter Streitfälle der untersten Ebene findet in den Panchayats der Dörfer (Gram Panchayat) statt.

In Folge der britischen Rechtspraxis der Kolonialzeit findet in Indien heute noch vielfach das Common Law Anwendung, das sich nicht auf Gesetze, sondern auf maßgebliche Urteile hoher Gerichte in Präzedenzfällen stützt. Die Gerichtssprache ist Englisch, auf den unteren Ebenen kann aber auch in der jeweiligen regionalen Amtssprache verhandelt werden.

Innenpolitik

Während des Unabhängigkeitskampfes bildete sich der Nationalkongress, der die Kolonialherrschaft der Engländer beenden sollte. Nach der Unabhängigkeit 1947 wurde die Kongresspartei (Symbol: Handfläche) stärkste Partei und bildete unter Jawaharlal Nehru die erste Regierung. Bis Mitte der 1990er Jahre dominierte die Kongresspartei meist unter Führung der Nehru-Gandhi-Familie, mit nur zwei kurzen Unterbrechungen, die Politik des Landes.

Erst im Zusammenhang mit der geplanten „Wieder“errichtung des Ram Janmabhumi-Tempels anstelle der Babri-Moschee in Ayodhya gelang es der Bharatiya Janata Party (BJP, Indische Volkspartei, Symbol: Lotusblüte) mit nationalistischen Parolen Unterstützung auf breiter Ebene zu finden. Dies gipfelte in dem Marsch auf Ayodhya und dem Abriss der Moschee, der im ganzen Land zu Ausschreitungen und Übergriffen, vor allem gegen Muslime, mit vielen Toten führte. Die polarisierende und pro-hinduistisch ausgerichtete Politik der BJP steht ganz im Zeichen der hindunationalistischen Hindutva-Bewegung, die – auch unter Beteiligung von paramilitärischen Gruppen, wie dem Nationalen Freiwilligencorps (Rashtriya Swayamsevak Sangh, kurz RSS) – die Hinduisierung Indiens und in ihren extremen Auswüchsen die Vertreibung der muslimischen und christlichen Bevölkerung zum Ziel hat. Von 1998 bis 2004 stellte die BJP die Regierung unter dem als eher gemäßigt geltenden Atal Bihari Vajpayee als Premierminister.

Nach einem Anschlag auf einen Zug mit Pilgern im Jahre 2002 begannen Massaker in Gujarat, die von der dort regierenden BJP nur halbherzig bekämpft wurden. Diese Unruhen haben dann doch wohl viele moderate Hindus zu einem gewissen Umdenken gebracht, zumal die von der Indischen Volkspartei hochgehaltene Vision eines Shining India („Strahlendes Indien“) weite Teile der Bevölkerung, die nicht vom Boom der letzten Jahre profitierten, ob der hochgesteckten Ziele eher skeptisch werden ließ.

Bei der Parlamentswahl 2004 erzielte die oppositionelle Kongresspartei unter Sonia Gandhi einen unerwarteten Sieg. Überraschend für ihre Parteienkoalition lehnte sie es ab, den Posten des Premierministers zu übernehmen, Manmohan Singh wurde am 22. Mai 2004 als Premierminister vereidigt.

Außenpolitik

Vier Jahrzehnte lang war die indische Außenpolitik durch das Engagement in der Bewegung der blockfreien Staaten und das „besondere Freundschaftsverhältnis“ mit der Sowjetunion geprägt. Dies wurde insbesondere durch Jawaharlal Nehru begründet. Das Ende des Kalten Krieges brachte für Indien eine Neuorientierung mit sich. Die historisch eher schwierigen Beziehungen zu den USA verbesserten sich seit dem Besuch Bill Clintons in Indien im März 2000. Die USA bemühten sich nun stärker um Indien als strategischen Partner. Hinsichtlich des Kaschmir-Konflikts stützten die USA nun stärker die Haltung Indiens. Nach dem 11. September 2001 stellte sich Indien ohne Einschränkung auf die Seite der USA.

Heute werden die außenpolitische Ziele Indiens vor allem durch das Bemühen, einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu erlangen, charakterisiert. Hierbei zieht Indien China als Vergleichsmaßstab heran und strebt eine Statusaufwertung an. Indien beansprucht aufgrund seiner Größe und zivilisatorischen Bedeutung denselben Rang wie China, das jedoch anerkannte Atommacht mit ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat ist.

Indien führte bereits zwei Atomtests durch, den ersten 1974 unter Indira Gandhi, den zweiten 1998 unter Atal Bihari Vajpayee. Zwei Wochen nach dem letzten Versuch reagierte Pakistan mit eigenen Atomtests. Sowohl Indien als auch Pakistan haben den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind seit dem Ende der Kolonialzeit durch den Kaschmirkonflikt belastet. Einen letzten Höhepunkt der „Eiszeit“ zwischen Indien und Pakistan bildeten die Gefechte in Kargil 1999. Derzeit gibt es wieder aktive diplomatische Bemühungen zwischen Indien und Pakistan, wie der Besuch des indischen Außenministers in Pakistan dokumentiert.

Die Nukleartests im Mai 1998 wurden zwar immer mit dem Verweis auf die chinesische Bedrohung gerechtfertigt (Angriff Chinas von 1962), in erster Linie aber verfolgte Indien mit den Tests eine internationale Statusaufwertung, welche auch die Gleichrangigkeit mit China untermauern sollten. Tatsächlich stehen sich Indien und China mittlerweile eher freundschaftlich gegenüber. Zunehmende Handelsverflechtungen und die gegenseitige Anerkennung des Status quo in Tibet durch Indien 2003 und Sikkim durch China 2004 haben zu einer spürbaren Entlastung des politischen Verhältnisses beigetragen. Dennoch bestehen noch immer Grenzstreitigkeiten um den chinesisch besetzten Teil Kaschmirs (Aksai Chin) sowie den größten Teil des indischen Bundesstaats Arunachal Pradesh.

Mit Bangladesch besteht seit Jahrzehnten Uneinigkeit über Fragen der Wasserverteilung. Auch Grenzverlauf und -verkehr sind teils umstritten. Belastend wirkt sich zudem die illegale Einwanderung vieler Bangladescher nach Indien aus.

Indien ist eines der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen sowie Mitglied zahlreicher weiterer internationaler Organisationen, darunter Commonwealth, Internationaler Währungsfond und Weltbank. In der Welthandelsorganisation ist Indien eine der treibenden Kräfte in der G20 und der G33. Eine tragende Funktion besitzt es in der Südasiatischen Vereinigung für regionale Zusammenarbeit (SAARC).

Bildungswesen

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Regionale Verteilung der Lese- und Schreibkenntnisse
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In Indien besteht allgemeine Schulpflicht bei einem Lebensalter von 6 bis 14 Jahren. Während dieses Zeitraumes ist der Besuch öffentlicher Schulen kostenlos. Das Schulsystem umfasst vier Hauptstufen: auf die fünfjährige Grundschule folgt die Mittelschule von der sechsten bis achten Klasse, darüber die höheren Schulen und schließlich die Hochschulen sowie Universitäten. Allgemein hat der Staat in der Vergangenheit besonderes Augenmerk auf die Förderung von höheren Bildungseinrichtungen gelegt, was den aus der Kolonialzeit herrührenden elitären Charakter des Bildungswesens eher noch verstärkt hat. Dennoch ziehen viele Angehörige der Mittel- und Oberschicht gerade bei der höheren Bildung private Einrichtungen den staatlichen vor.

Heute werden zwar fast alle Kinder – zumindest Jungen – tatsächlich eingeschult, in den höheren Klassenstufen wird die Zahl der Abbrecher aber immer höher. Vor allem im ländlichen Raum erhalten daher viele Kinder nur eine äußerst rudimentäre Grundbildung. Weiterführende Schulen und höhere Bildungseinrichtungen stehen dagegen meist nur in Städten zur Verfügung. Immerhin konnten seit der Unabhängigkeit große Fortschritte bei der Alphabetisierung erzielt werden. 2001 lag die Alphabetisierungsrate im Landesdurchschnitt bei 64,8 Prozent (Männer: 75,3 Prozent, Frauen: 53,7 Prozent)Census of India 2001: Number of literates and literacy rate by sex. 1991 hatte sie noch 52,2 Prozent betragen, 1951 sogar nur 18,3 Prozent.

Da das Bildungswesen größtenteils den Bundesstaaten obliegt, weist es dementsprechend große regionale Unterschiede auf. Dies äußert sich am deutlichsten in der sehr ungleichen Analphabetenrate. Während sie in Kerala, dem Staat mit der höchsten Alphabetisierungsrate, 2001 nur 9,1 Prozent betrug, war sie im finanziell ärmsten Staat Bihar mit 53,0 Prozent fast sechsmal so hoch. Ein weiteres Problem ist die Benachteiligung von Mädchen, deren Einschulungsrate geringer ist als die von Jungen (Durchschnitt 2000 bis 2004: Jungen: 90 Prozent, Mädchen: 85 Prozent)UNICEF: Basic indicators: Primary school enrolment ratio (2000–2004), net. An höheren Bildungseinrichtungen liegt der Frauenanteil in der Regel deutlich unter dem der Männer. Ein großer Schwachpunkt ist auch das bisher wenig entwickelte Berufsschulwesen.

Gesundheitswesen

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border="2" cellspacing="0" cellpadding="4" rules="all" class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="margin:1em 1em 1em 0; border-style:solid; border-width:1px; border-collapse:collapse; empty-cells:show; "


Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
 ...

Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

en:Template:Prettytable align="right" border="" cellspacing="0" cellpadding="3" style=""

Daten zur Gesundheit (2005)
Indien Kerala
Lebenserwartung 64,35 Jahre 73 Jahre
Geburtenrate 22,32 je 1000 Einwohner 18 auf 1000 Einwohner
Sterberate 8,28 je 1000 Einwohner 6 je 1,000 Einwohner
Säuglingssterblichkeit 56,29 auf 1000 Lebendgeburten 14 auf 1000 Lebendgeburten
Quelle: Indexmundi [LINK]; Quelle (Kerala): UNDP [LINK]

Das Gesundheitswesen ist überwiegend staatlich, obwohl es auch viele private Krankenhäuser gibt. Obwohl die Gesundheitsbetreuung auf dem Land bereits erheblich verbessert wurde, insbesondere durch Erste-Hilfe-Stationen in Dörfern, besteht noch ein großes Stadt-Land-Gefälle. In vielen Dörfern gibt es keine medizinischen Einrichtungen. Verschlimmert wird die Lage durch schlechte hygienische Bedingungen, wie fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, sowie Unterernährung. Ähnliche Bedingungen herrschen in städtischen Elendsvierteln. Seuchen wie Malaria, Filariose, Tuberkulose und Cholera sind in manchen Regionen noch immer ein großes Problem. Trotz aller Schwierigkeiten und Hemmnisse stieg die Lebenserwartung bei Geburt von 53,3 Jahren 1980 auf 64,4 Jahre (Männer: 63,6 Jahre, Frauen: 65,2 Jahre) 2005. Früher war Indien eines der wenigen Länder der Erde, in denen Männer eine höhere Lebenserwartung aufwiesen als Frauen. In den letzten Jahren hat sich dies umgekehrt.

Wegen der geringen Kosten und der guten Qualität der ärztlichen Behandlung in spezialisierten Krankenhäusern gewinnt der Gesundheitstourismus aus nordamerikanischen und europäischen Industrieländern immer mehr an Bedeutung.

Streitkräfte und Verteidigung

Hauptartikel: Indische Streitkräfte

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Mittelstreckenrakete Agni II auf einer fahrbaren Startanlage (Militärparade zum Republic Day in Neu-Delhi)
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Indiens Militär besteht ausschließlich aus Freiwilligen, eine Wehrpflicht gibt es nicht. Die offiziellen Streitkräfte sind die drittgrößten der Welt. Sie umfassen 1,3 Millionen Soldaten, wovon 1,1 Millionen im Heer, 150.000 bei der Luftwaffe und 53.000 bei der Marine dienen. Dazu kommen 800.000 Reservisten und 1,1 Millionen Mann in vor allem bei internen Konflikten eingesetzten paramilitärischen Verbänden. Zählt man letztere hinzu, hat nur Chinas Militär eine größere Truppenstärke. Darüber hinaus verfügen die indischen Streitkräfte über 3264 Kampfpanzer, 733 Kampfflugzeuge, 199 Hubschrauber, 21 Kriegsschiffe und 17 U-Boote (Stand: 2005). Die Verteidigungsausgaben im Jahr 2005 betrugen 18,86 Milliarden US-Dollar, das entsprach 3,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sowie 17 US-Dollar je Einwohner. Seit der Unabhängigkeit hat das indische Militär kaum Interesse an einer politischen Einflussnahme gezeigt. Es ist der Zivilverwaltung unterstellt, den militärischen Oberbefehl hat der Präsident.

Seit 1974 ist Indien inoffizielle Atommacht. Es verfügt über selbst entwickelte Kurzstreckenraketen sowie die Mittelstreckenrakete Agni III mit einer Reichweite von bis zu 5.500 Kilometern, die auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden kann. 2005 standen 74 Nuklearsprengköpfe zur Verfügung. Bis heute hat Indien den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet, verzichtet jedoch laut seiner Nukleardoktrin auf den nuklearen Erstschlag.

Indiens einzige Militärbasis im Ausland ist seit 2004 der Luftstützpunkt Farkhor in Tadschikistan.

Verwaltungsgliederung

Indien ist in 28 Bundesstaaten (engl. States) und sieben Unionsterritorien (engl. Union Territories) gegliedert, die sich in insgesamt 603 Distrikte (engl. Districts) unterteilen. In einigen Bundesstaaten werden mehrere Distrikte zu Divisionen (engl. Divisions) zusammengefasst. Den Distrikten untergeordnet sind die Blöcke (Tehsils oder Taluks), die wiederum etwa 200 bis 600 Dörfer, welche die unterste Verwaltungsebene darstellen, umfassen.

Während die Unionsterritorien von der Zentralregierung in Neu-Delhi verwaltet werden, verfügt jeder Bundesstaat über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Der Regierung eines Bundesstaats steht der Chief Minister vor, der allerdings formal einem vom indischen Präsidenten ernannten Gouverneur mit weitgehend repräsentativen Aufgaben untergeordnet ist. Letzterem werden bei Anwendung der President's Rule (siehe Abschnitt Politisches System) die Regierungsgeschäfte übertragen.

Die Kommunalverwaltung obliegt in größeren Städten mit mehreren hunderttausend Einwohnern den Municipal Corporations, in kleineren Städten den Municipalities. Im ländlichen Raum wird der dreistufige Panchayati Raj angewandt. Dieses System umfasst gewählte Räte (Panchayats) auf Dorf- und Block-, aber auch auf Distriktebene. Die Zuständigkeiten der Kommunalverwaltungen sind je nach Bundesstaat unterschiedlich gestaltet.

Vor der Unabhängigkeit umfasste Indien sowohl selbstständige Fürstenstaaten unter britischer Aufsicht als auch britische Provinzen (engl. Presidencies), die von britischen Kolonialverwaltern regiert wurden. Nach der Unabhängigkeit wurden die ehemaligen Fürstenstaaten von einem ernannten Gouverneur, die ehemaligen Provinzen jedoch von einem gewählten Parlament und einem gewählten Gouverneur regiert. Im Jahre 1956 beseitigte der States Reorganization Act die Unterschiede zwischen ehemaligen Provinzen und Fürstentümern und schuf einheitliche Bundesstaaten mit einer gewählten Regionalregierung. Bei der Neuordnung der Bundesstaaten wurde die jeweilige Muttersprache der Bewohner als Grundlage der Grenzziehung verwendet. Am 1. Mai 1960 wurde der bisherige Staat Bombay in die neuen ethnischen Staaten Gujarat und Maharashtra aufgeteilt. 2000 entstanden drei neue Bundesstaaten: Jharkhand aus den südlichen Teilen von Bihar, Chhattisgarh aus den östlichen Teilen von Madhya Pradesh, and Uttaranchal aus dem nordwestlichen Teil von Uttar Pradesh.

Siehe auch Hauptartikel

Bundesstaaten

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Bundesstaaten und Unionsterritorien
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AP Andhra Pradesh
AR Arunachal Pradesh
AS Assam
BR Bihar
CG Chhattisgarh
GA Goa
GJ Gujarat
HR Haryana
HP Himachal Pradesh
JK Jammu und Kashmir
JH Jharkhand
KA Karnataka
KL Kerala
MP Madhya Pradesh
MH Maharashtra
MN Manipur
ML Meghalaya
MZ Mizoram
NL Nagaland
OR Orissa
PB Punjab
RJ Rajasthan
SK Sikkim
TN Tamil Nadu
TR Tripura
UA Uttaranchal
UP Uttar Pradesh
WB Westbengalen (West Bengal)

Unionsterritorien

AN Andamanen und Nikobaren
CH Chandigarh
DN Dadra und Nagar Haveli
DD Daman und Diu
DL Delhi
LD Lakshadweep
PY Puducherry (früher Pondicherry)

Städte

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Gateway of India in Mumbai
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Hauptstadt Indiens ist Neu-Delhi in unmittelbarer Nähe zu Delhi, das mit rund 11 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes darstellt und mit mehr als 17 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Agglomeration. Delhi ist kultureller Mittelpunkt der hindischutzgesetzgebung, der Arzneimittel nur bedingt unterlagen, kam es immer wieder zu Streitigkeiten mit den Industrienationen, allen voran den USA. Mittlerweile hat Indien seine Patentgesetze angepasst. Ein wichtiger Träger des wirtschaftlichen Aufschwunges der letzten Jahre ist die Informationstechnologiebranche, die teils dem industriellen, teils dem Dienstleistungssektor zuzurechnen ist. Vor allem der Softwareerzeugnisse, Lederwaren und Softwareprodukte. Indien importiert vor allem Rohöl, elektronische Erzeugnisse, Edelsteine (z. B.: Diamanten), Maschinen, Edelmetalle, Chemikalien und Düngemittel.

Nach ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs der Handel zwischen Indien und Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres 2006 noch einmal deutlich. Deutschland importierte Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro, 30,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, und exportierte Waren für 3,3 Milliarden Euro, 39,7 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten 2005.

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border="2" cellspacing="0" cellpadding="4" rules="all" class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="margin:1em 1em 1em 0; border-style:solid; border-width:1px; border-collapse:collapse; empty-cells:show; "


Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
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Außenhandel 2004/5: Umfang und Handelspartner
Einfuhren 2004/5 Ausfuhren 2004/5
  Land Umfang in Mrd. US-$ Anteil   Land Umfang in Mrd. US-$ Anteil
1 USA 6,833 6,3 % 1 USA 13,271 16,5 %
2 China (ohne Hongkong) 6,769 6,2 % 2 Vereinigte Arabische Emirate 7,139 8,9 %
3 Schweiz 5,819 5,3 % 3 China (ohne Hongkong) 5,345 6,6 %
4 Vereinigte Arabische Emirate 4,567 4,2 % 4 Singapur 3,825 4,7 %
5 Belgien 4,567 4,2 % 5 Hongkong 3,660 4,5 %
6 Deutschland 3,892 3,6 % 6 Großbritannien 3,514 4,4 %
7 Australien 3,583 3,3 % 7 Deutschland 2,675 3,3 %
8 Großbritannien 3,498 3,2 % 8 Belgien 2,453 3,0 %
9 Südkorea 3,429 3,1 % 9 Italien 2,181 2,7 %
10 Japan 3,142 2,9 % 10 Japan 2,019 2,5 %
11 Singapur 2,585 2,4 % 11 Frankreich 1,609 2,0 %
12 Indonesien 2,537 2,3 % 12 Bangladesch 1,607 2,0 %
13 Malaysia 2,246 2,1 % 13 Niederlande 1,534 1,9 %
14 Südafrika 2,163 2,0 % 14 Saudi-Arabien 1,379 1,7 %
15 Frankreich 1,858 1,7 % 15 Sri Lanka 1,355 1,7 %
Sonstige 51,685 47,2 % Sonstige 26,974 33,6 %
Gesamte Einfuhren 109,173 100,0 % Gesamte Ausfuhren 80,540 100,0 %
Quelle: Government of India, Ministry of Commerce and Industry, Directorate General of Foreign Trade

Fremdenverkehr

Der Fremdenverkehr hat sich zu einem der wichtigsten Devisenbringer Indiens entwickelt. 2005 verzeichnete Indien mit 3,9 Millionen ausländischen Besuchern einen größeren Touristenzustrom als je zuvor. Darunter sind allerdings auch viele Ausländer indischer Herkunft, die vor allem in Nordamerika und Großbritannien leben und ihren Verwandten in Indien regelmäßig längere Besuche abstatten. Nichtsdestoweniger erzielte der Fremdenverkehrssektor 2005 Einnahmen von 5,7 Milliarden US-Dollar aus der Ankunft ausländischer Gäste. Die mit Abstand meistbesuchte Touristenattraktion ist das Taj Mahal in Agra. Weitere beliebte Ziele sind Rajasthan, Delhi, Goa und Kerala. Neben dem Kultur-, Strand- und Naturtourismus gewinnen auch Abenteuerurlaub wie Trekking oder Rafting und Gesundheitstourismus (Ayurveda) zunehmend an Bedeutung.

Infrastruktur

Straßenverkehr

Abbildung
Modernisierung des Straßennetzes: Die rund 100 Kilometer lange Autobahn Mumbai-Pune, ein Prestigeprojekt, wurde 2002 fertig gestellt.
Bildherkunft

Der wichtigste Verkehrsweg in Indien ist heute die Straße. Schon in den 1970er Jahren hat der Straßenverkehr bei der Güter- und Personenbeförderung die Eisenbahn überholt. Heute werden rund 70 Prozent des Gütertransports und sogar 85 Prozent des Personenverkehrs auf der Straße abgewickelt. Indiens Straßennetz umfasst rund 3,3 Millionen Kilometer, wovon nur etwa die Hälfte asphaltiert ist. Am wichtigsten sind die National Highways, die über 65.000 Kilometer umfassen. Sie verbinden die größten Städte des Landes untereinander. Als Schlagader gilt die Grand Trunk Road, die von Amritsar an der pakistanischen Grenze über Delhi nach Kolkata führt. Tatsächlich ist der weitaus größte Teil der National Highways aber nur zweispurig und zudem oft in einem katastrophalen Zustand. Bis Ende 2006 wird das Trapez Delhi-Kolkata-Chennai-Mumbai (insgesamt fast 6.000 Kilometer) jedoch im Rahmen des Projektes „Golden Quadrilateral“ („Goldenes Viereck“) zu vier- bis sechsspurigen Autobahnen ausgebaut, was die Reise- und Transportzeiten zwischen den großen Metropolen wesentlich verkürzen und die Straßeninfrastruktur Indiens erheblich verbessern wird. Große Streckenabschnitte sind bereits fertig gestellt. Problematisch bleiben die mehr als 130.000 Kilometer State Highways der Bundesstaaten, die sehr unterschiedlichen Standards genügen und in ärmeren Staaten teilweise nur einspurig sind.

In Indien herrscht Linksverkehr.

Schienenverkehr

Abbildung
Eisenbahnnetz Indiens
Bildherkunft

Die indische Eisenbahn spielt nach wie vor eine wichtige Rolle bei der Waren- und Personenbeförderung. Knapp 30 Prozent des Güter- und 15 Prozent des Personenverkehrs werden über die Schiene abgewickelt. 2003/04 wurden 556 Millionen Tonnen Güter transportiert, darunter vier Fünftel Massengüter wie Kohle, Erze, Getreide, Mineralöle, Zement, Eisen und Stahl sowie Kunstdünger. Die indische Staatsbahn (Indian Railways) ist in 16 Regionalgesellschaften aufgeteilt und beschäftigt mit 1,6 Millionen Menschen mehr Angestellte als jedes andere Staatsunternehmen des Landes. Alle Superlative können jedoch kaum über den teils desolaten Zustand des Bahnnetzes hinwegtäuschen. Hauptprobleme sind die ungleichmäßige und großmaschige Erschließung des Landes, die zumeist veraltete Technik, die vier verschiedenen Spurweiten (Breitspur, Meterspur, zwei Schmalspurweiten) und der geringe Elektrifizierungsgrad. Nur etwa ein Viertel der insgesamt 63.221 Kilometer Streckenlänge (Stand: 2003/04) ist elektrifiziert. Indiens Eisenbahnnetz ist damit zwar knapp hinter China das zweitlängste, aber keineswegs dichteste Asiens. Im weltweiten Maßstab liegt Indiens Eisenbahnnetz an fünfter Stelle. Der Staat legt sein Hauptaugenmerk vor allem auf die Elektrifizierung und den doppelgleisigen Ausbau der Hauptstrecken, die Umwandlung von Meterspurstrecken in Breitspur und die Modernisierung der technischen Einrichtungen. Tatsächlich kann der Ausbau der Eisenbahn mit den steigenden Anforderungen durch Bevölkerungs- und Industriewachstum kaum Schritt halten, was zur schnellen Entwicklung des Straßenverkehrs beiträgt.

Luftverkehr

Abbildung
Boeing 747–400 der staatlichen Fluggesellschaft Air India
Bildherkunft

Auf Grund der riesigen Entfernungen innerhalb Indiens und der vielerorts noch immer unterentwickelten Landinfrastruktur kommt dem Luftverkehr eine zunehmend bedeutende Rolle zu. Die wichtigsten Drehkreuze für Binnenflüge sind Delhi (Indira Gandhi International Airport), Mumbai (Chhatrapati Shivaji International Airport), Kolkata (Netaji Subhash Chandra Bose International Airport), und Chennai (Chennai International Airport) als Kernpunkte ihrer jeweiligen Region. Flugverbindungen zwischen den größten Städten Indiens bestehen mittlerweile mehrmals täglich. Besonders für den Anschluss abgelegener Regionen, wie der Bundesstaaten des Nordostens, die auf dem Landweg nur äußerst schlecht zu erreichen sind, sind sie von enormer Bedeutung, wenngleich nur eine wohlhabende Minderheit die finanziellen Mittel aufbringen kann, als Verkehrsmittel das Flugzeug zu nutzen. Allerdings stellen die geringe Größe und schlechte Anbindung der überlasteten Flughäfen eine große Schwierigkeit dar. In vielen Städten sind daher Flughafenerweiterungen oder -neubauten in Planung oder bereits im Gange.

Früher wurde der Luftverkehr von den beiden staatlichen Fluggesellschaften Air India (internationale Flüge) und Indian Airlines (Inlandsflüge) dominiert. Mittlerweile existieren mehrere private Fluggesellschaften, die innerhalb Indiens bereits einen Marktanteil von 40 Prozent erobert haben. Die meisten davon sind jedoch bisher nur auf Inlandsflügen zugelassen. Des Weiteren gewinnen die sogenannten „Billigairlines“ in Indien weiter an Marktanteil. Insbesondere Air Deccan punktet mit einem großen Streckennetz und guten Angeboten. Im internationalen Luftverkehr bekommen die beiden untereinander stark konkurrierenden staatlichen Unternehmen auch immer mehr Konkurrenz durch europäische und asiatische Gesellschaften. Die wichtigsten internationalen Flughäfen befinden sich in Delhi, Mumbai, Chennai, Bangalore, Kolkata und Thiruvananthapuram.

Überseeverkehr

Da Indien durch seine geographische Lage von den Handelspartnern in den Nachbarregionen Ost-, Südost- und Vorderasien abgeschnitten ist, und die unmittelbaren Nachbarn beim gegenseitigen Güteraustausch aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen nur eine untergeordnete Stellung einnehmen, wird der Außenhandel fast ausschließlich über Seehäfen abgewickelt. Rund 90 Prozent des Warenumschlags im Überseeverkehr entfallen auf Indiens 12 größte Häfen. Daneben existieren viele mittlere und kleinere Häfen, die aber nicht für große Schiffe und Containerumschlag geeignet sind und daher fast nur von Küstenschiffen angelaufen werden.

Die beiden größten indischen Werften in Kochi und Visakhapatnam sind in staatlichem Besitz. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl kleinerer privater und staatlicher Werften. Die Handelsflotte Indiens umfasste 2004 knapp 400 Schiffe mit einer Tragfähigkeit von rund 11 Millionen tdw.

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Güterumschlag 2004/05 in den 12 größten Seehäfen Indiens
  Seehafen Bundesstaat Güterumschlag in Mio. t Anteil
1 Visakhapatnam Andhra Pradesh 50,19 13,1 %
2 Kolkata (einschließlich Haldia) Westbengalen 46,15 12,0 %
3 Chennai Tamil Nadu 43,80 11,4 %
4 Kandla Gujarat 41,54 10,8 %
5 Mumbai Maharashtra 35,12 9,2 %
6 Mangalore Karnataka 33,89 8,8 %
7 Jawaharlal Nehru Port (Navi Mumbai) Maharashtra 32,94 8,6 %
8 Mormugao Goa 30,66 8,0 %
9 Paradip Orissa 30,10 7,8 %
10 Tuttukkudi Tamil Nadu 15,81 4,1 %
11 Kochi Kerala 14,09 3,7 %
12 Ennur Tamil Nadu 9,48 2,5 %
12 größte Häfen Indien 383,77 100,0 %
Quelle: The Hindu Business Line [LINK]

Binnenschifffahrt

Die Flussschifffahrt ist für die Verkehrssituation Indiens von vernachlässigbar geringer Bedeutung. Dies hat vor allem geographische Ursachen. Einerseits sind die Wasserstände der indischen Flüsse auf Grund des Monsuns starken jahreszeitbedingten Schwankungen unterworfen. Während des Sommermonsuns erhöhen die größeren Wassermengen die Fließgeschwindigkeit erheblich. Dies führt zu starken Strömungen, plötzlichen Änderungen von Flussläufen oder Erosion von Uferabschnitten, was die Schifffahrt erschwert oder unter Umständen sogar unmöglich macht. In der Trockenzeit wird sie vielerorts durch zu niedrige Wasserpegel behindert; Andererseits liegen die schiffbaren Flüsse meist ohnehin abseits wichtiger Lagerstätten von Rohstoffen und Bodenschätzen, welche die Hauptbeförderungsgüter der Binnenschifffahrt darstellen. Zudem liegen die bedeutendsten Seehäfen Indiens selten an der Mündung größerer Flüsse. Lediglich in Goa spielt die Binnenschifffahrt beim Transport von Eisenerz aus dem Landesinneren an die Küste eine größere Rolle.

Energie

2001 verfügten 55,8 Prozent der indischen Haushalte über einen Stromanschluss (im ländlichen Bereich 43,5 Prozent, in den Städten 87,6 Prozent). Häufige Stromausfälle beeinträchtigen jedoch immer wieder die Verfügbarkeit von Elektrizität. Der gegenwärtige Energiebedarf von 560 kWh pro Einwohner gehört zu den niedrigsten der Welt. Die Hälfte des Energiebedarfs wird durch Kohle, ein Viertel durch Erdöl, -gas und Wasserkraft, ein Fünftel durch Viehdung, Feuerholz und anderes sowie ein Zwanzigstel durch Kernenergie gedeckt. Indien verfügt über 15 Kernreaktoren; acht weitere sind im Bau. Da Indien den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat, sind europäische und amerikanische Firmen an den Bauarbeiten nicht beteiligt.

Telekommunikation

Telefonanschlüsse pro 1000 Einwohner   40,75
Mobiltelefone pro 1000 Einwohner 129,51
Fernsehgeräte pro 1000 Einwohner 91,07
Rundfunkgeräte pro 1000 Einwohner   127,69
Computer pro 1000 Einwohner 13,68
Internetnutzer pro 1000 Einwohner 21,13

Quelle: CIA World Factbook 2005Quelle: TRAI

In Indien haben bereits mehr Menschen ein Mobiltelefon als einen Festnetzanschluss. Im Juni 2006 hat die Zahl der Handynutzer die 100-Millionen-Marke überschritten. Es gab 6 Millionen Neuanschlüsse im September 2006.

Die Verbreitung von Telekommunikation und Computern ist in Indien auch heute noch von einem starken Stadt-Land-Gefälle geprägt.

Häufig sieht man in den Straßen ein sogenanntes Public Call Office (PCO). Dies sind öffentliche Telefone, die in der Regel an einem kleinen Straßenstand betrieben werden. Dabei handelt es sich meist nicht um einen Münzfernsprecher, sondern um ein normales Telefon, für dessen Benutzung persönlich kassiert wird. Von den üblichen PCO sind nur nationale Gespräche (STD) möglich, weshalb für internationale Gespräche (ISD) besondere, internationale PCOs aufgesucht werden müssen.

Umweltschutz

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Das wachsende Verkehrsaufkommen trägt zur Luftverschmutzung in den Großstädten bei.
Bildherkunft

Indien verfügt zwar über eine umfangreiche Umweltschutzgesetzgebung, die aber in vielen Fällen nur mangelhaft umgesetzt wird. Knapp fünf Prozent der Landesfläche sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, deren Zahl sich auf fast 600 beläuft, darunter 92 Nationalparks.

Zu den größten Umweltproblemen des Landes gehört die Wasserknappheit. Staudämme und künstliche Bewässerungssysteme sollen die Wasserversorgung in trockenen Gebieten sicherstellen. Übermäßige Bewässerung ist jedoch einer der Hauptgründe für die vielerorts sinkenden Grundwasserspiegel; zudem sind schätzungsweise 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen von Bodenerosion, Versalzung oder Vernässung betroffen. Darüber hinaus wird übermäßig bewässert, gedüngt und abgeholzt. Obwohl sich die Wasserversorgungslage der Haushalte in den ländlichen Gebieten seit Anfang der 1980er Jahre verbessert hat, verfügen nur wenige Haushalte über eine Abwasserentsorgung. Verschmutztes und verseuchtes Wasser trägt wesentlich zur Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten bei; nur 16 Prozent der Einwohner Indiens haben Zugang zu sanitären Anlagen.

Die Luftverschmutzung ist insbesondere in den indischen Metropolen bedenklich. Der hohe Gehalt an Feinstaub stellt das größte Problem dar. Die Ursachen liegen sowohl in Fabrikanlagen, Kleinindustrie, Kraftwerken und Verkehr als auch in den privaten Haushalten. Kolkata war 1984 die erste Stadt, die ein U-Bahnnetz in Betrieb nahm, 2002 folgte Delhi. Mumbai und Chennai verfügen über ein vergleichsweise gut ausgebautes Zugnetz. Die öffentlichen Busse, Autorikshas und privaten PKW tragen jedoch nach wie vor zur Luftverschmutzung der Städte bei, wenngleich die PKW-Nutzung mit 7,61 PKW pro 1.000 Einwohnern gering erscheint. Der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid nimmt in Folge der fortschreitenden Industrialisierung und eines stetig wachsenden Verkehrsaufkommens und Energiebedarfs schnell zu.

Die unzureichenden technischen Anlagen in Fabriken führen immer wieder zu Beeinträchtigungen. In Bhopal traten 1984 in der Pestizidfabrik der amerikanischen Union Carbide Corporation (UCC) giftige Gase aus. Innerhalb von Tagen verstarben 7.000 Menschen. 15.000 weitere starben im Laufe der Jahre an den Folgen, während Tausende unter chronischen und lähmenden Krankheiten litten. Auch 20 Jahre nach dem Vorfall ist das Gelände noch immer nicht bereinigt, die von der UCC zugesagten Schadenszahlungen wurden nie vollständig ausgezahlt.

Siehe auch: Nationalparks in Indien

Kultur

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Aufwändig besticktes und mit Spiegelscherben verziertes Tuch der Meqwar, Distrikt Kutch (Gujarat)
Bildherkunft

Hauptartikel: Indische Kultur

Die indische Kultur gehört zu den ältesten und mannigfaltigsten Kulturen der Erde. Sie war prägend für ganz Süd- und Südostasien. Der Glaube spielt in Indien, dem Ursprungsland mehrerer Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus), von jeher eine herausragende Rolle und hat so auch die Kultur des Landes entscheidend geprägt. Die geradezu unüberschaubare Vielfalt an Sprachen und Völkern hat zudem regionale Besonder- und Eigenheiten hervorgebracht. Aber auch fremde Einflüsse wie etwa der Islam oder europäische Kolonialmächte hinterließen ihre Spuren.

Indische Kleidung und Schmuck: Sari, Salwar Kamiz, Bindi, Mehndi, Dhoti

Siehe auch: bedeutende Persönlichkeiten Indiens, Indologie

Architektur

In der Architektur Indiens spiegeln sich die verschiedenen kulturellen Einflüsse, die das Land prägten, wider. Neben Palast- und Festungsbauten ragt vor allem die Sakralarchitektur heraus.

In frühester Zeit wurden Holz, Lehm und gebrannte Ziegel als Baumaterialien verwendet. Die ältesten erhaltenen Überreste indischer Architektur stammen aus der Induskultur, die sich hauptsächlich auf dem Gebiet des heutigen Pakistan, aber auch in Gujarat und dem indischen Teil des Punjab ausbreitete.

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Großer Stupa von Sanchi (Madhya Pradesh)
Bildherkunft

Die ältesten vollständig erhaltenen Bauwerke sind buddhistische Stupas. Stupas sind auf einer rechteckigen Plattform stehende kuppelförmige Bauten. Im Inneren wird in der Regel eine Reliquie aufbewahrt. Tatsächlich entwickelte sich der Stupa aus Grabhügeln, wie sie schon in vedischer Zeit üblich waren. Jeder Teil des Stupa hat eine symbolische Bedeutung, als Ganzes stellt er den Weltenberg Meru dar. Als herausragendstes Beispiel gilt der Große Stupa von Sanchi (Madhya Pradesh) aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert. Des Weiteren entstanden buddhistische Klosteranlagen mit Gebetshallen (Chaitya-Halle) und Wohnzellen für Mönche (Vihara), wie in den Höhlen von Ajanta und Ellora (Maharashtra, 2. Jahrhundert v. Chr. bis 7. Jahrhundert n. Chr.). Mit dem Niedergang des Buddhismus in Indien, mit Ausnahme der Himalayaregion, ab dem 10. Jahrhundert kam die Entwicklung der buddhistischen Architektur zum Ende. Sie wurde in Ost- und Südostasien sowie Sri Lanka und Tibet fortgeführt.

Zeitgleich zur buddhistischen Baukunst bildete sich die jainistische Architektur heraus. Jainistische Tempel sind meist nach außen geöffnet, um Licht einzulassen. Außerdem weisen sie besonders kunstvolle, filigrane Steinmetzarbeiten auf. Zu den schönsten Beispielen gehören der Tempel von Ranakpur (15. Jahrhundert) in Rajasthan und die unzähligen Bauten der Pilgerstadt Palitana in Gujarat. In Südindien entwickelten sich eigenständige Stilelemente. Berühmt ist das eindrucksvolle Monolithstandbild eines Asketen in Shravana Belgola (Karnataka) aus dem 10. Jahrhundert.

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Sonnentempel von Konark (Orissa)
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Für hinduistische Tempel wurden bis in die ersten nachchristlichen Jahrhunderte ausschließlich wenig dauerhafte Baustoffe, vor allem Holz und Lehm, verwendet. Die ersten Steintempel griffen jedoch den Stil ihrer Vorgänger auf. Grundsätzlich hat jeder Bestandteil eine symbolische Bedeutung. Alle hinduistischen Tempel versinnbildlichen den Kosmos, während der Tempelturm den mythologischen Berg Meru darstellt. Dennoch entstanden ab dem 7. Jahrhundert zwei verschiedene Hauptstilrichtungen, die sich am deutlichsten in der Form des Turmes unterscheiden. Der nordindische Nagara-Stil zeichnet sich durch den bienenkorbförmigen Turm über dem Allerheiligsten aus, der als Shikhara bezeichnet wird. In Südindien dominiert der Dravida-Stil, der durch einen Vimana genannten, treppenförmig aufsteigenden Turm gekennzeichnet ist. Später bildete sich als weiteres Merkmal das stilistisch ähnliche Gopuram (auch Gopura) über dem Eingangstor heraus. Herausragende Baudenkmäler im Nagara-Stil sind der im 10. Jahrhundert erbaute Mukteshvara-Tempel in Bhubaneshwar (Orissa), der Sonnentempel von Konark (Orissa) aus dem 13. Jahrhundert und die hinduistischen Tempel des 10. und 11. Jahrhunderts in Khajuraho (Madhya Pradesh). Die berühmtesten Dravida-Tempel stehen in den tamilischen Städten Thanjavur (Brihadisvara-Tempel, 11. Jahrhundert) und Madurai (Minakshi-Tempel, 16. bis 17. Jahrhundert). In Hampi (Karnataka) sind zahlreiche Sakral- und Profanbauten erhalten. Frühe Vorläufer des Dravida-Stils aus dem 7. und 8. Jahrhundert befinden sich in Mamallapuram (Tamil Nadu).

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Taj Mahal in Agra (Uttar Pradesh)
Bildherkunft

Mit dem Vordringen des Islam nach Nordindien ab dem 12. Jahrhundert verbreitete sich auch die islamische Architektur. Frühe Moscheen wurden häufig anstelle hinduistischer Tempel errichtet oder bezogen sogar Teile davon mit ein. Das berühmteste Bauwerk dieser Zeit ist das Minarett Qutb Minar (12. Jahrhundert) in Delhi. Im Laufe der Zeit vermischte sich die islamische Architektur mit hinduistischen Elementen zu einer eigenständigen indisch-islamischen Baukunst, die unter den Moguln zu höchster Blüte gelangte. Die prunkvolle Mogularchitektur hat einige der bedeutendsten Bauwerke Indiens hervorgebracht, etwa das Taj Mahal in Agra (Uttar Pradesh), das Shah Jahan im 17. Jahrhundert als Grabmal für seine Frau errichten ließ, oder die Paläste von Fatehpur Sikri. Auch in anderen muslimischen Staaten Indiens entstanden kunstvolle Bauten, etwa das Mausoleum Gol Gumbaz in Bijapur (Karnataka) aus dem 17. Jahrhundert.

Die britische Kolonialzeit gab der indischen Architektur ab dem 19. Jahrhundert neue Anstöße. Aus der Verschmelzung europäischer und indischer Elemente ging der indo-sarazenische Stil hervor. Beispiele dafür sind der Chhatrapati Shivaji Terminus in Mumbai, die meisten Gebäude der indischen High Courts und auch unzählige Bauten in der ehemaligen Kolonialhauptstadt Kolkata. In Goa stehen Kirchen und Klöster aus der portugiesischen Kolonialzeit, die bedeutendsten davon in Velha Goa. Unter europäischem Einfluss standen auch neuere Palastbauten indischer Herrscher, wie der Amba Vilas in Mysore (Karnataka).

Bei der modernen Architektur Indiens ragen die Planstadt Chandigarh des Architekten Le Corbusier, der Campus des Indian Institute of Management in Ahmedabad (Gujarat) und der lotusförmige Baha'i-Tempel in Neu-Delhi heraus.

Literatur

Hauptartikel: Indische Literatur

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Rabindranath Tagore, Literaturnobelpreisträger von 1913
Bildherkunft

Die indische Literatur ist eine der ältesten der Welt. Allerdings ist zu beachten, dass es zu keiner Zeit nur eine „indische“ Literatur gegeben hat, sondern im Gegenteil viele Literaturen der zahllosen alten und modernen Sprachen Indiens.

Die ältesten Werke wurden in Sanskrit, Pali und Tamil verfasst. Zu den herausragendsten Sanskrit-Werken gehören die Veden aus dem 13. bis 5. Jahrhundert v. Chr., die Upanishaden (etwa 700 v. Chr. bis 500 v. Chr.) sowie die beiden großen Epen Mahabharata und Ramayana. Sie haben mythologisch-religiöse Themen des Hinduismus zum Inhalt. Darüber hinaus entstanden viele andere bedeutende Werke auf den verschiedensten Gebieten, etwa Religion, Philosophie, Staatskunst und Wissenschaft. Mit dem Aufstieg des Buddhismus ab dem 5. vorchristlichen Jahrhundert wurde Pali zu einer bedeutenden Literatursprache, die unter anderem die Schriften des Theravada-Buddhismus hervorbrachte.

In Südindien entwickelte sich als erstes Tamil zur klassischen Literatursprache. Die ältesten Werke entstanden vor rund 2000 Jahren. Aus der Blütezeit des frühen Tamil stammt die Sangam-Literatur. Sie enthält neben heroischen Werken über Könige und Kriege vor allem Liebeslyrik. Später traten Kannada, Telugu und Malayalam als bedeutende Schriftsprachen hervor.

Im Mittelalter trat mit dem Islam eine neue Geistesströmung auf, die großen Einfluss auf die Literatur Indiens ausübte. Gleichzeitig verlor Sanskrit immer mehr an Bedeutung. Aus ihm bzw. den mittelindischen Prakritsprachen gingen neue Sprachen wie Hindustani, Bengali, Punjabi und Marathi hervor, die allesamt ihre eigene Literaturtradition entwickelten. Religiöse Dichtungen des Hinduismus wurden nun in den Regionalsprachen verfasst, die auch vom Volk verstanden werden konnten, und widmeten sich zunehmend der Bhakti, der hingebungsvollen Verehrung Gottes. Herausragende Vertreter dieser neuen Literatur sind unter anderem Tulsidas, Kabir und Mirabai im Hindi, Dnyaneshwar im Marathi oder Narsinh Mehta im Gujarati.

Bemerkenswert ist die Verschmelzung von islamisch-persischen und indischen Elementen in der Urdu-Dichtung. Einige der schönsten Liebesgedichte wurden in dieser Sprache geschrieben, die schließlich zur Hofsprache der Moguln wurde und ab dem 17. Jahrhundert zur Blüte kam. Höchsten Ruhm erlangten die Ghaseln des Dichters Mirza Ghalib und die Werke des heute vor allem in Pakistan verehrten Muhammad Iqbal.

Im 19. Jahrhundert verstärkte sich der westliche Einfluss auf die indische Literatur. Unter diesen Umständen erlebte vor allem die Bengali-Literatur einen Aufschwung. Ihr bekanntester Vertreter ist sicher Rabindranath Tagore, der heute als Nationaldichter verehrt wird und bisher als einziger Inder den Nobelpreis für Literatur erhielt. Zwei seiner Gedichte wurden später die Nationalhymnen von Indien und Bangladesch. Seit dem frühen 20. Jahrhundert verwenden viele indische Schriftsteller auch das Englische für ihre Werke.

Die zeitgenössische Literatur Indiens umfasst nicht nur alle großen Schriftsprachen des Landes, sondern hat auch eine breite Palette von Themen zum Gegenstand. Berühmte moderne Autoren sind Salman Rushdie, Arundhati Roy, R. K. Narayan, Mulk Raj Anand, Rohinton Mistry, Ruskin Bond, Amrita Pritam, Mahasweta Devi, Vikram Seth, Amitav Ghosh, Anita Desai und Dom Moraes.

Musik

Hauptartikel: Indische Musik

Die klassische indische Musik spaltet sich in zwei Hauptrichtungen: die hindustanische und die karnatische Musik. Die hindustanische Musik stammt aus Nordindien und ist stark vom persischen Kulturraum beeinflusst. Die karnatische Musik ist der vorherrschende klassische Stil Südindiens. Beiden liegen aber als wesentliche Konzepte Raga und Tala zugrunde. Der Raga stellt die melodische Grundstruktur dar. Jeder Raga beruht auf einer gewissen Tonfolge, die eine Gefühlsstimmung vermittelt. Gespielt wird er zu einem bestimmten Tala, einer Art Taktsystem, welches den Rhythmus des Musikstückes angibt. Typische Instrumente umfassen Saiteninstrumente wie Sitar, Vina, Sarod, Tanpura und Sarangi sowie Blasinstrumente (Flöte, Shenai). Als Rhythmusinstrumente dienen beispielsweise die Tabla oder – in Südindien – der Mridangam. Der Sitarspieler und Komponist Ravi Shankar gilt als berühmtester Interpret der klassischen indischen Musik.

Neben der klassischen Musik verfügt Indien über reiche Volksmusiktraditionen in den verschiedenen Landesteilen. Bekannt sind die Bhangra-Musik aus dem Punjab oder die bengalischen Baul-Musiker. Heute ist die traditionelle Volksmusik eher auf ländliche Gebiete beschränkt.

Größter Beliebtheit unter der gesamten Bevölkerung erfreut sich hingegen die indische Popmusik, die Merkmale sowohl westlicher als auch volkstümlicher und klassischer indischer Musik aufweist. Eingängige Ohrwürmer aus populären Kinofilmen finden besonderen Anklang. Zu den erfolgreichsten und bekanntesten Sängern indischer Filmmusik zählen Lata Mangeshkar, Kishore Kumar, Mohammed Rafi, Manna De und Asha Bhosle.

Tanz

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Kathakali-Tänzer
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Hauptartikel: Indischer Tanz

Im Hinduismus haben Tänze von jeher eine wichtige Rolle gespielt, einerseits als getanzte Version des Gebetes, andererseits um mythologische Themen darzustellen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich in Indien eine ungeheure Vielfalt von klassischen Tänzen, die meist Züge des Schauspiels tragen, herausgebildet hat. Der Tanz ist eine der am höchsten entwickelten Kunstformen Indiens. Oft haben selbst kleinste Bewegungen und Gesichtsausdrücke eine sinnbildliche Bedeutung. Klassische Tänze beruhen in der Regel auf literarischen Grundlagen. Unter den klassischen Stilen ragt der Bharatanatyam hervor, ein im Ursprung tamilischer, heute aber in ganz Indien geschätzter Einzeltanz. Ihm ähnlich ist der aus Andhra Pradesh stammende Kuchipudi-Tanz, der jedoch mehr schauspielerische Bestandteile hat. Eine der ausdrucksstärksten Formen des Tanztheaters entstand in Kerala mit dem von Männern ausgeübten Kathakali. Mohiniyattam, ein Fraueneinzeltanz, stammt ebenfalls aus Kerala. Odissi ist der klassische Tempeltanz Orissas. Auch der nordindische Kathak war ursprünglich ein Tempeltanz, der aber unter den Mogulherrschern islamischen Einflüssen ausgesetzt war und sich zum höfischen Tanz entwickelte. Der Manipuri aus dem nordostindischen Manipur weist dagegen Einflüsse aus dem birmanischen Kulturkreis und regionale Besonderheiten auf. Er wird in der Gruppe dargeboten.

Darüber hinaus besteht in Indien eine Vielzahl von regionalen Volkstänzen. Diese werden zu den unterschiedlichsten Anlässen dargeboten, etwa zu Hochzeiten, regionalen Festen, bei der Ernte oder zu Beginn des Monsuns. Sehr bekannt sind etwa der Bhangra aus dem Punjab und der Garba aus Gujarat.

Malerei

Obwohl die Bildhauerei in Indien lange Zeit als die höhere Kunstform galt, gab es schon früh eine hoch entwickelte Tradition der Malerei. Abgesehen von vorgeschichtlichen Malereien und verzierten Keramiken aus der Induskultur stammen die frühesten Beispiele aus der Guptazeit. Die buddhistischen Felsmalereien in den Höhlen von Ajanta gelten als Meisterwerke dieser Epoche. Spätere Werke in Ajanta sowie hinduistische, jainistische und buddhistische Darstellungen in den Höhlen von Ellora setzten den Guptastil fort.

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Rāgā Srī, König der Liebe, mit Pagen. Dekkanstil, um 1595
Bildherkunft

Mit dem Auftreten des Islam ab dem 12. Jahrhundert gewann die Malerei als höfische Kunst in persischer Tradition allmählich an Bedeutung. Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichte sie mit dem Mogulstil des 16. bis 18. Jahrhunderts. Vor allem die Miniaturmalerei erlebte eine Blüte. Abgebildet wurden fast ausschließlich weltliche Dinge, daher überwiegen Porträts wichtiger Persönlichkeiten des Reiches sowie Darstellungen des höfischen Lebens und bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Auch in anderen islamisch geprägten Teilen Indiens blühte die Miniaturmalerei. So entwickelte sich an den Höfen der Dekkan-Sultanate eine eigenständige Stilrichtung.

Der Mogulstil nahm auch Einfluss auf die Entstehung der rajputischen Malerei an den Höfen der vielen Fürstenstaaten Rajasthans. Diese widmete sich allerdings vorwiegend hinduistischen Themen, etwa der Illustration der großen Hindu-Epen Mahabharata und Ramayana. Besonders beliebt waren Darstellungen aus dem Leben Krishnas. Auf Grund der Vielzahl der rajputischen Fürstenhöfe entstanden verschiedene Malschulen. Jede Schule entwickelte zwar eigene Besonderheiten, allen sind aber die großflächige Zeichnung und die leuchtenden Farben gemein. Figuren wurden oft ohne Schatten dargestellt.

Im westlichen Himalaya entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Pahari-Schule. Auch sie wird von hinduistischen Motiven beherrscht. Kennzeichnend sind Landschaftsdarstellungen mit nur wenigen Figuren.

Westliche Einflüsse während der britischen Kolonialzeit brachten umwälzende Veränderungen mit sich. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts befand sich die traditionelle indische Malerei im Niedergang. Stattdessen versuchten Maler wie Raja Ravi Varma europäische Stile, allen voran den Realismus, nachzuahmen. Erst nach der Jahrhundertwende fanden althergebrachte Stilelemente wieder Eingang in die Werke indischer Künstler, darunter der Bengalischen Schule um Abanindranath Tagore.

Die moderne Malerei Indiens greift westliche Kunstrichtungen auf, führt aber auch indische Traditionen fort und entwickelt sie weiter. Der bekannteste moderne Künstler ist Maqbool Fida Husain.

Außerdem hat es in Indien schon immer eine starke Tradition der volkstümlichen Malerei gegeben. Auf dem Land werden oft Häuser aufwändig bemalt. Besonders bekannt ist die Madhubani-Malerei aus Bihar. Zunehmend findet auch die Kunst der indischen Stammesbevölkerung Anerkennung.

Film

Hauptartikel: Indischer Film

Der Film ist zweifellos einer der wichtigsten Bestandteile der modernen Alltagskultur Indiens. Mit mehr als 1.000 Produktionen jährlich ist die indische Filmindustrie die größte der Welt. Die kulturelle, vor allem sprachliche, Vielfalt spiegelt sich daher auch in diesem Genre wieder. So hat jede der großen Regionalsprachen ihre eigene Filmindustrie. Der Hindi-Film bringt die meisten Produktionen hervor. Er wird in Mumbai produziert und ist unter dem Namen „Bollywood“ bekannt. Shahrukh Khan, Amitabh Bachchan und Rani Mukerji sind beliebte und berühmte Bollywood-Schauspieler. Auch das Bengali-, Kannada-, Tamil- („Kollywood“), Telugu- („Tollywood“) und Malayalam-Kino sind sehr beliebt und haben große Massenwirksamkeit. Die wesentlichsten Merkmale der Unterhaltungsfilme ähneln einander in allen regionalen Produktionen. Die oft mehr als drei Stunden langen Filme enthalten viele Musik- und Tanzszenen, ohne die kein kommerzieller Film vollständig wäre. Bisweilen wird die Filmmusik schon im Voraus veröffentlicht. Ist sie ein Erfolg, wird auch der Film mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Kassenschlager. Von den Schauspielern wird erwartet, dass sie tanzen können, während die Gesangseinlagen von professionellen Sängern übernommen werden. Auffällig ist auch die Mischung aus komischen, romantischen, dramatischen und Actionelementen.

Darüber hinaus findet auch das Autorenkino viel Anerkennung. International bekannt sind etwa die beiden bengalischen Regisseure Satyajit Ray und Mrinal Sen.

Sport

Viele der in Indien ausgeübten Sportarten haben ihren Ursprung in England und haben sich während der britischen Kolonialherrschaft verbreitet. Das englische Cricket ist die mit Abstand beliebteste Sportart, es wird in Indien sogar mittlerweile besser gespielt als im Ursprungsland, die zweitbeliebteste Sportart ist Hockey. In einigen Landesteilen, wie Goa und Westbengalen, ist auch Fußball äußerst populär. Die Nationalmannschaft belegt derzeit Platz 136 der FIFA-Weltrangliste (Stand: September 2006). Narain Karthikeyan aus Chennai war Indiens erster Formel-1-Pilot. Außerdem hat Indien einige der besten Schachspieler der Welt hervorgebracht, darunter den Schachweltmeister Viswanathan Anand.

Bei Olympischen Spielen errangen indische Sportler insgesamt nur 17 Medaillen. Indien war mit seiner Hockey-Nationalmannschaft von 1928 bis 1980 unangefochten dominierend; bei diesen 12 Spielen gewann man 8 Gold-, 1 Silber- und 2 Bronzemedaillen. Die 5 Einzelsportler Norman Pritchard, Kha Shaba Digvijai Jadav, Leander Paes, Karnam Malleswari und Rajyavardhan Singh Rathore gewannen ebenfalls Medaillen (3x Silber, 3x Bronze) für ihr Land.

Im Jahre 2010 werden die Commonwealth Games in Neu-Delhi ausgetragen.

Siehe auch: Polo, Carrom, Kabaddi

Yoga

Hauptartikel: Yoga

Die Körperstellungen (Asanas) des ca. 2.000 Jahre alten Yoga sind der im Westen bekannteste Teil des Yoga (vgl. Hatha Yoga). Autogenes Training und andere verwandte Übungsarten sind daraus abgeleitet. Yoga bereitet Meditation vor und ergänzt Religionen, obwohl es selbst keine ist. Beispiel: Der Sonnengruß (auch Sonnengebet), ist eine dynamische Abfolge von Bewegungen, die auch der symbolischen indischen Sonnenanbetung (Surya) entspricht. Asanas und Ayurveda sind ein Bestandteil alter indischer Praktiken, die weitaus mehr als westliche die ganzheitliche Gesundheit und spirituelle Erfahrung einschließen.

Küche

Hauptartikel: Indische Küche
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Gewürzstand
Bildherkunft

Die indische Küche spiegelt sowohl die regionale Vielfalt als auch die unterschiedlichen historischen und religiösen Prägungen des Landes wider. Von einer einheitlichen Kochkultur kann daher nicht die Rede sein. Vielmehr unterscheiden sich Zutaten und Essgewohnheiten ähnlich stark voneinander wie in Europa. Allgemein nimmt Fleisch einen geringeren Stellenwert als in den westlichen Küchen ein. Die meistverzehrte Fleischsorte ist Huhn. Am beliebtesten sind Fleischgerichte noch bei Muslimen, die aber kein Schweinefleisch zu sich nehmen, während viele Hindus ganz vegetarisch leben. Rindfleisch lehnen die meisten von ihnen – ebenso wie die Sikhs – strikt ab. Jainas ist sogar der Genuss jeglicher tierischer Nahrungsmittel strengstens untersagt. Als Bratfette sind Pflanzenöle weitaus üblicher als tierische Fette.

Als Grundnahrungsmittel dienen in Nord- und Westindien neben Reis verschiedene Weißbrotsorten (Roti), deren verbreitetste Variante Chapati, ein ungesäuertes Fladenbrot aus Weizenvollkornmehl, ist. Im Gegensatz dazu wird das im Nordwesten verbreitete Naanbrot mit Hefe gebacken. In Süd- und Ostindien ist Reis das wichtigste Nahrungsmittel schlechthin. Als Beilagen sind Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Straucherbsen, Urdbohnen und Mungbohnen üblich. Das in der westlichen Welt als Gewürzmischung bekannte und als Sinnbild der indischen Küche angesehene Wort „Curry“ ist in Indien ein Begriff für die Zubereitungsart einer Vielzahl vegetarischer oder fleischhaltiger Gerichte in einer oft stark gewürzten Soße. Tatsächlich sind die Masala genannten Gewürzmischungen in der indischen Küche unentbehrlich, ihre Rezeptur und Verwendung variiert jedoch je nach Region beträchtlich. Zu Currys werden häufig gewürzte süß-saure Chutneys aus Gemüse und Obst gereicht. Milchprodukte, beispielsweise Ghee (Butterschmalz) und Joghurt, sind ebenfalls gängige Zutaten vieler Speisen und Soßen.

Beliebte Getränke sind Kaffee, Tee, Masala Chai (Milchtee mit Gewürzen), Fruchtsäfte und Getränke auf Milchgrundlage wie Lassi (ein Joghurtgetränk). Alkoholische Getränke werden von vielen Indern aus religiösen Gründen abgelehnt. In einigen Bundesstaaten ist Alkohol sogar generell nicht erhältlich.

Feiertage und Feste

Als Nationalfeiertage werden der Republic Day (Tag der Republik) am 26. Januar, dem Tag des Inkrafttretens der Verfassung im Jahre 1950, und der Independence Day (Tag der Unabhängigkeit) am 15. August, der an das Ende der britischen Kolonialherrschaft 1947 erinnert, begangen. Letzterer wird jedoch nicht so aufwändig zelebriert wie der Tag der Republik, an dem in Delhi eine große Parade stattfindet, die vom Staatspräsidenten abgenommen wird. Auch der Geburtstag des Führers der Unabhängigkeitsbewegung Mohandas Karamchand („Mahatma“) Gandhi am 2. Oktober (Gandhi Jayanti) sowie mehrere religiöse Feste sind landesweite gesetzliche Feiertage. Religiöse Festtage nehmen in Indien einen außerordentlich hohen Stellenwert ein. Zu den wichtigsten hinduistischen Feierlichkeiten gehören das Lichterfest Diwali, Dasahra (der Tag des Sieges von Rama über den Dämonen Ravana), die Frühlingsfeste Holi und Vasant Panchami, Ganesh Chaturthi zu Ehren Ganeshas, Raksha Bandhan (Fest der „Schützenden Verbindung“ zwischen Geschwistern) sowie viele weitere Pujas zu Ehren einzelner Gottheiten. Muslime feiern etwa das Opferfest (Id al-Adha) zum Höhepunkt der Pilgerfahrt (Haddsch) nach Mekka und Id al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Der wichtigste Feiertag der Sikhs, Buddhisten und Jainas ist der Geburtstag ihres jeweiligen Glaubensstifters (Guru Nanak bzw. Buddha bzw. Mahavira). Christen feiern vor allem Ostern und Weihnachten.

Daneben existiert eine unüberschaubare Vielzahl regionaler Feste. In der Erntezeit feiert man in ländlichen Gegenden Erntedankfeste wie das tamilische Pongal oder Lohri im Punjab, während die Menschen in anderen Landesteilen am selben Tag Makar Sankranti feiern.

Medien

Gemäß der Verfassung von 1950 gelten in Indien Meinungs- und Pressefreiheit, auch wenn diese in Krisengebieten wie Kaschmir und Teilen der Nordostregion eingeschränkt sind. Auf Grund seiner pluralistischen Gesellschaft besitzt Indien jedoch eine überaus breit gefächerte Medienlandschaft.

Printmedien

Indiens erste Zeitung, die englischsprachige Bengal Gazette, erschien 1780 in Kalkutta. Heute weist Indien eine äußerst vielfältige Presselandschaft auf. Die indische Presse gilt als kritisch, auch die thematische Bandbreite ist außerordentlich groß. Im Land erscheinen etwa 55.000 Zeitungen und Zeitschriften – mehr als in jedem anderen Land der Welt – mit einer Gesamtauflage von über 140 Millionen. Darunter sind mehr als 5.000 Tageszeitungen. Die meisten Printmedien werden auf Hindi verlegt, das 45 Prozent des gesamten Pressemarktes ausmacht. Englischsprachige Zeitungen haben einen Anteil von 17 Prozent. Der Rest verteilt sich auf über 100 Sprachen und Dialekte. Dem Indian Readership Survey (IRS) 2006 zufolge waren die zehn meistgelesenen Tageszeitungen im Jahr 2005 Dainik Jagran (Hindi; 19,07 Millionen Leser), Dainik Bhaskar (Hindi; 14,57 Millionen), Daily Thanthi (Tamil; 10,23 Millionen), Amar Ujala (Hindi; 9,89 Millionen), Hindustan (Hindi; 9,72 Millionen), Malayala Manorama (Malayalam; 9,35 Millionen), Lokmat (Marathi; 8,10 Millionen), Eenadu (Telugu; 7,94 Millionen), Mathrubhumi (Malayalam; 7,65 Millionen) und The Times of India, die mit 7,08 Millionen Lesern einzige englischsprachige Zeitung. Weitere Tageszeitungen in englischer Sprache mit mehr als einer Million Leser sind The Hindustan Times (3,51 Millionen), The Hindu (2,98 Millionen), Deccan Chronicle (1,13 Millionen) und The Telegraph (1,08 Millionen).

Auch auf dem Zeitschriftenmarkt dominieren hindisprachige Ausgaben. Indiens meistgelesene Zeitschrift war 2005 das Frauenmagazin Saras Salil (Hindi; 7,4 Millionen Leser), gefolgt von Kungumam (Tamil; 3,8 Millionen), Vanitha (Malayalam; 3,5 Millionen), India Today (Englisch; 3,5 Millionen) und Grihashobha (Hindi; 3,2 Millionen).

Die wichtigsten Presseagenturen sind Press Trust of India (PTI) und United News of India (UNI).

Siehe auch: Liste indischer Zeitungen

Hörfunk

Bis in die frühen 1990er Jahre war der Hörfunk das dominierende elektronische Medium. Mit knapp 200 Millionen Zuhörern erreicht er jedoch inzwischen nur noch halb so viele Menschen wie das Fernsehen. Auch die Monopolstellung des staatlichen All India Radio, das in 24 Sprachen sendet und im ganzen Land empfangen werden kann, ist durch die steigende Zahl privater UKW-Sender längst gebrochen. In den großen Städten haben private Hörfunksender das Staatsradio bereits überholt.

Fernsehen

Das Fernsehen wurde erstmals am 15. September 1959 im Raum Delhi eingeführt. Ein regelmäßiges Programm besteht jedoch erst seit 1965. Aus Anlass der Asienspiele im Jahre 1982 in Neu-Delhi wurde das Farbfernsehen eingeführt. Im gleichen Jahr begann die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über Satellit.

Zunächst blieb das Fernsehen einer kleinen, wohlhabenden Minderheit vorbehalten, erlebte aber in den 1980er Jahren einen rasanten Zuschauerzuwachs und ist heute das mit Abstand beliebteste Massenmedium in Indien. Dem Staatsfernsehen Doordarshan, das bis 1991 eine Monopolstellung innehatte, stehen mittlerweile zahlreiche private Satelliten- und Kabelsender gegenüber. Letztere finden ihr Publikum vor allem unter der jüngeren Stadtbevölkerung. Inzwischen verfügt etwa die Hälfte der rund 100 Millionen Fernsehhaushalte über einen Kabelanschluss. Die zuschauerstärksten Privatsender sind STAR Plus, Sony TV und Zee TV.

Internet

Das Internet ist bisher nur einer kleinen Minderheit zugänglich, vor allem der wohlhabenden Stadtbevölkerung. Lediglich zwei Prozent der Bevölkerung nutzen es. Die Zahl der Benutzer steigt allerdings rapide an, nicht zuletzt dank der Internetcafés, die sich in größeren Städten zusehends verbreiten.

Verlagswesen und Buchmarkt

In 12.000 Verlagen erscheinen jährlich rund 90.000 Titel in über 18 Sprachen. Indien ist der drittgrößte Markt für englischsprachige Publikationen, der stark vom Wegfall eines investitionsbeschränkenden Gesetzes profitiert. Zunehmend wird Verlagsarbeit vor allem aus den Abteilungen Herstellung, Englisch und Online aus Industrieländern nach Indien verlagert, besonders im Bereich wissenschaftlicher, technischer und medizinischer Fachliteratur. Alle zwei Jahre findet in Neu-Delhi eine der weltgrößten Buchmessen, die New Delhi World Book Fair, statt, zuletzt im Januar/Februar 2006.

Quellen

Literatur

Deutsch
  • Dirk Bronger: Indien. Größte Demokratie der Welt zwischen Kastenwesen und Armut. Justus Perthes Verlag, Gotha 1996, ISBN 3-623-00667-X.
  • Dirk Bronger, Johannes Wamser: Indien – China. Vergleich zweier Entwicklungswege. Lit Verlag, 2005, ISBN 3-8258-9156-9.
  • Wilfried Huchzermeyer: Die heiligen Schriften Indiens – Geschichte der Sanskrit-Literatur. edition sawitri, Karlsruhe 2003, ISBN 3-931172-22-8.
  • Olaf Ihlau: Weltmacht Indien. Die neue Herausforderung des Westens. Siedler Verlag, München 2006, ISBN 3-88680-851-3
  • Hermann Kulke: Indische Geschichte bis 1750. München 2005 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 34), ISBN 3-486-55741-6.
  • Hermann Kulke, Dietmar Rothermund: Geschichte Indiens. Von der Induskultur bis heute. 2. Aufl. Verlag C. H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43338-3.
  • David Ludden: Geschichte Indiens. Magnus-Verlag, Essen 2006, ISBN 3-88400-440-9.
  • Michael Mann: Geschichte Indiens. Vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn [usw.] 2005 (UTB 2694), ISBN 3-8252-2694-8.
  • Maria Mies: Indische Frauen zwischen Unterdrückung und Befreiung. Syndikat, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-434-46085-3.
  • Dietmar Rothermund: Indien: Kultur, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Umwelt – ein Handbuch. Verlag C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39661-5.
  • Friedrich Stang: Indien. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, ISBN 3-534-06210-8.
  • Helge Timmerberg: Im Palast der gläsernen Schwäne. Auf Umwegen nach Indien. Rowohlt Taschenbuch-Verlag, 1985, ISBN 3-499-17528-2
  • Helge Timmerberg: Shiva Moon. Eine Reise durch Indien Rowohlt, Berlin 2006, ISBN 3-871-34541-5
  • Johannes Wamser: Standort Indien. Der Subkontinentalstaat als Markt und Investitionsziel ausländischer Unternehmen. Lit Verlag, 2005, ISBN 3-8258-8766-9.
  • Dorothee Wenner [u. a.] (Hrsg.): Import/Export. Wege des Kulturtransfers zwischen Indien und Deutschland/Österreich. Parthas Verlag, 2005, ISBN 3-866-01910-6.
Englisch
  • John Keay: India: A History. HarperCollins, London 2000, ISBN 0-006-38784-5
  • Ramesh Chandra Thakur: The Government and Politics of India. MacMillan, 1995, ISBN 0-312-12719-7
  • Subrata K. Mitra, V. B. Singh: Democracy and Social Change in India. Sage, 1999, ISBN 0-7619-9344-4
  • Paul R. Brass: The Politics of India Since Independence. Cambridge University Press, 1994, ISBN 0-521-45970-2
  • Amrita Basu, Atul Kohli: Community Conflicts and the State in India. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-195-65214-2
  • Paul R. Brass: The Production of Hindu-Muslim Violence in Contemporary India. University of Washington Press, 2003, ISBN 0-295-98506-2
  • Yves Thoraval: The Cinemas of India (1896–2000). MacMillan, 2000, ISBN 0-333-93410-5
Französisch
  • Boillot, Jean-Joseph: L'économie de l'Inde, Paris, La Découverte, 2006, ISBN 2-7071-4750-8
  • Deliège, Robert: Les castes en Inde aujourd'hui, Paris, Presses Univ. de France, 2005, ISBN 2-13-054034-1
  • Gaudart de Soulages, Michel, Randa, Philippe: Les dernières années de l'Inde française, Coulommiers, Dualpha Éd., 2005, ISBN 2-915461-14-7
  • Bronkhorst, Johannes: Catégories de langue et catégories de pensée en Inde et en Occident, Paris [u. a.], Harmattan, 2005, ISBN 2-7475-9621-4
  • Grimaud, Emmanuel: Bollywood film studio ou comment les films se font à Bombay, Paris, CNRS Éd., 2003
  • Grimaud, Emmanuel: La spirale prolifique ou l'histoire du processus cinématographique dans l'Inde contemporaine, CNRS Éd., 2003, ISBN 2-271-06183-0
  • Weber, Jacques: Les établissements français en Inde au XIXè siècle, 1816–1914, Paris, Libr. de l'Inde Ed., Aix-en-Provence, 1987, ISBN 2-905455-01-2
  • Dupuis, Jacques: L' Inde et ses populations, Bruxelles, Ed. Complexe, 1982, ISBN 2-87027-099-2
  • Give, Bernard de: Les rapports de l'Inde et de l'Occident des origines au règne d'Asoka, Paris, Indes Savantes, 2005, ISBN 2-84654-036-5

Weblinks

Allgemeines

Politik

Kultur

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Indien


Indien heisst Bharat Ganarajya (Indien Republik) und nicht Bharatiya Ganarajya (Indische Republik). Außerdem heißt Bharat nicht Union, sondern ist einer der zwei offiziellen Namen ("India, that is Bharat") des Landes.

Sprachen

Nach dieser Quelle sind die im Artikel als "regionale Amtssprachen" bezeichneten Sprachen eher "konstitutionelle Sprachen", was nicht heißt, daß das alle Sprachen mit regionalem offiziellem Status sein müssen. Laut diesem Text ist z. B. Französisch regionale Amtssprache (eine von fünf) in Pondichéry.


Ist derzeit wirklich Kocheril Raman Narayanan Regierungchef in Indien? Nicht w:Avul Pakir Jainulabdeen Abdul Kalam? Sollten die Ämter des Regierungchefs und des Präsidenten getrennt sein, warum finden Abdul Kalam dann keine erwähnung im Text? -- Magnus


Es sind in der Auflistung der geschichtlichen Daten nicht alle Staatspräsidenten und Regierungschefs genannt. Die Erwähnung, dass mit Kocheril Raman Narayanan erstmals ein Kastenloser in das höchste Staatsamt berufen wurde, ist einmalig und wohl deshalb der besonderen Erwähnung wert. - Übrigens ist A.P.J. Kalam, seit Juli 2002 Staatsoberhaupt, ganz oben aufgeführt.

Francesco Ficicchia
13.06.2003
ficicchia@bluewin.ch


Zu den deutschen Bezeichnungen der indischen Bundesstaaten sei auf die LEO-Diskussion verwiesen. Stern 15:51, 28. Mär 2004 (CEST)

Deutsche Namen: siehe bitte auch meine Anmerkung in Diskussion:Indische Staaten (mehrsprachig) - das gleiche Problem. -jkb- 15:16, 21. Feb 2005 (CET)


In Sachen Flora und Fauna hat Indien wohl mehr zu bieten als die Streifengans. Ich würde mich sehr über kompetente Beiträge freuen. Marriex 28.4.2004 10:49 (CEST)
Es gibt/gab sogar Löwen in Indien (nur so als Beispiel) --Zenogantner 23:08, 17. Mai 2004 (CEST)
Gibt. Im Gir National Park. Selbst gesehen. Hanumandas 02:34, 18. Jan 2006 (CET)

Bei der indischen Geschichte sei noch zu vermerken, dass von Indien aus auch Teile Südostasiens (z.B. Bali) kolonisiert wurden. --Zenogantner 23:08, 17. Mai 2004 (CEST)

PS: Vielleicht nicht hier im Länderartikel - der Abschnitt Geschichte ist sowieso schon ganz umfangreich ...

Eher das heutige Indonesien, Bali ist des letzte Rückzugsgebiet... --W.alter 19:21, 20. Sep 2004 (CEST)

Wo steht die Einwohnerzahl?

idiot, in der mitte und oben!

Sprachen - Chaos bei der Summe

Bitte seht Euch mal die Aufzählung der Sprachen an - hier wird einmal von 19 (17+2) Sprachen, dann von 17, später wieder von 18 Sprachen gesprochen. Gemäß CIA World Fact Book und anderen Quellen hat Indien folgende (offizielle) sprachen:

English enjoys associate status but is the most important language for national, political, and commercial communication; Hindi is the national language and primary tongue of 30% of the people; there are 14 other official languages: Bengali, Telugu, Marathi, Tamil, Urdu, Gujarati, Malayalam, Kannada, Oriya, Punjabi, Assamese, Kashmiri, Sindhi, and Sanskrit; Hindustani is a popular variant of Hindi/Urdu spoken widely throughout northern India but is not an official language

The CIA data is wrong. There are 23 official languages. w:user:Nichalp. 18:38, 28. Mai 2005 (CEST)

=> source:

http://indiaimage.nic.in/ http://indiaimage.nic.in/la...

" There are 22 languages recognized by the Indian Constitution. These languages are

         1. Assamese
         2. Bengali
         3. Bodo
         4. Dogri
         5. Gujarati
         6. Hindi
         7. Kannada
         8. Kashmiri
         9. Konkani
        10. Maithili
        11. Malayalam
        12. Manipuri
        13. Marathi
        14. Nepali
        15. Oriya
        16. Punjabi
        17. Sanskrit
        18. Santhali
        19. Sindhi
        20. Tamil
        21. Telugu
        22. Urdu

"

...and then there comes english

Englisch Amtssprache oder nicht?

In der Tabelle rechts ist Englisch als Amtssprache angegeben, weiter unten im Text steht jedoch, dass Englisch keinen offiziellen Status besitzt. Was stimmt denn nun? Gruß Hanno Meissner 19:05, 2. Mai 2005 (CEST)

Featured Artikel

I hope that soemone could make this page into a Featured Article. w:user:Nichalp 18:40, 28. Mai 2005 (CEST)

Lesenswert-Diskussionen

#1

  • ohne Votum. Ich denke der Artikel ist ausführlich und informativ. --80.128.63.83, 15:12, 11. Nov 2005 (CET)

  • Abbildung
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    Contra - Dieser Artikel hat das Potenzial zum Lesenswerten Artikel, aber derzeit sehe ich noch zu viele Lücken. Die Geographie ist lückenhaft, zentrale Begriffe wie Monsun fehlen. Die Geologie ist vor 50 Millionen Jahren stecken geblieben und ignoriert jüngere Katastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen. Bei den Religionen wird ausgerechnet der Hinduismus vernachlässigt, außerdem fehlt ein Hinweis auf die indischen Kirchen (Syro-Malabarische und Malankarische Kirche). Bei der Politik könnte man die Rolle der Bundesstaaten genauer beschreiben. Bildung und Gesundheit fehlen ebenso wie das Verkehrssystem. Die Indische Kultur hat mehr verdient als die vorhandenen Stichworte. Fazit: zur Zeit eher ein Fall fürs Review als für die Lesenswerten. --Kapitän Nemo 18:10, 11 November 2005 (CET)

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      Contra - Meiner Meinung nach ist der Artikel noch nicht ganz reif für den Lesenswert-Status, dazu gibt es einfach noch zu viele Lücken, wie Kapitän Nemo ja schon festgestellt hat. Um nur exemplarisch einige Schwachpunkte zu nennen:

      • Themen wie Klima, Tier- und Pflanzenwelt, Bildungswesen, Verteidigung, usw. fehlen ganz.
      • Unter Kultur findet sich bisher praktisch nur eine Linksammlung.
      • Der Abschnitt zur Geschichte ist noch ausbaufähig, so hat das Mogulreich wohl doch schon einige Bemerkungen mehr verdient als nur eine bloße Erwähnung.
      • Bei der Infrastruktur werden nicht einmal das Straßen- und Schienennetz erwähnt.
      Lieber noch ein bisschen dran feilen, und später noch mal abstimmen. Gruß - Jungpionier 16:08, 17. Nov 2005 (CET)

      #2

      • pro - auch wenn mir das riesige Potential dessen bekannt ist, was noch rein könnte, erfüllt der Artikel meine Erwartungen an einen "lesenswerten" Enzyklopädieartikel. -- Achim Raschka 19:01, 2. Dez 2005 (CET)
      • pro -- Stahlkocher 20:30, 2. Dez 2005 (CET)
      • pro - natürlich ein Thema, wo vermutlich niemals ein Artikel entstehen kann, der einerseits alle glücklich macht und trotzdem noch lesbaren Umfang behält. Sinnvolle Zusammenfassungen von ausgelagerten Artikeln, ganz gute Bebilderung, wirkt alles L-konform --Bottomline 21:08, 2. Dez 2005 (CET)
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        Pro Norro 21:48, 2. Dez 2005 (CET)

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          Pro

          Pro - dieses Thema wäre unerschöpflich und würde daher in der Länge alle Dimensionen sprengen. Ich finde den Artikel lesenswert, auch wenn noch viel mehr über diesen Subkontinent gesagt werden könnten. Pinzgauer 22:29, 6. Dez 2005 (CET)

          Laden der Seite

          Vielleicht solltet ihr ein paar Bilder wie etwa das des Narmada-Flusses in Unterartikel auslagern, wo sie eher hinpassen, Schönheitsverlust hin oder her. Es bringt nichts wenn der Browser 2 oder 3x hintereinander hängenbleibt und schließlich abstürzt, weil er aus irgendwelchen Gründen die Seite nicht fertig laden kann. Kellerassel 00:40, 23. Jan 2006 (CET)

          Bild vom Sepoy-Aufstand

          Nichts gegen das Bild, doch die (nicht nur in diesem Artikel verwendete) Bildunterschrift, die das Motiv als bei "Secunderabad" (ein Vorort von Hyderabad!) einordnet, halte ich für zweifelhaft. Ist das ganz sicher, oder vielleicht doch eine Fehlinterpretation des englischen Namens des Bildes?--Xquenda 00:26, 15. Feb 2006 (CET)
          Du hast völlig recht, es handelt sich tatsächlich nicht um Secunderabad auf dem Dekkan, sondern um Secundra Bagh bei Lucknow. Die Bildunterschrift ist eine deftige Fehlinterpretation des Bildnamens. Das Bild stand schon ziemlich im Artikel und keiner hat's gemerkt. Vielen Dank für den Hinweis! Gruß - Jungpionier 11:20, 15. Feb 2006 (CET)

          Exzellenz-Diskussion

          Beginn der Kandidatur: 11. Februar

          Als einer der Mitautoren enthalte ich mich der Stimme. - Jungpionier 03:48, 11. Feb 2006 (CET)

          • Pro: Ein klares Pro; ich kann euch nicht mal mit Kritik oder Fehlerhinweisen behilflich sein! Seit ich den Artikel das letzte mal intensiv genutzt habe, ist allerhand passiert! Geo-Loge 11:29, 11. Feb 2006 (CET)
          • beinahe
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            Pro

            Pro - ein paar kleinere stilistische Wermutstropfen stören noch den exzellenten Gesamteindruck:

              • Geologie: Indien gehörte bis gegen Ende des Jura zum Südkontinent Gondwana. - Die Existenz des Urkontinents Gondwana ist eine Hypothese der Kontinentaldrift-Theorie. Da keiner von uns den Urkontinent gesehen hat und auch keine historischen Karten oder Satellitenaufnahmen existieren, bleibt der endgültige wissenschaftliche Beweis für einen solchen Superkontinent offen. Deshalb sollte man ehrlicherweise schreiben: Die Theorie der Kontinentalverschiebung geht davon aus, dass Indien bis gegen Ende des Jura zum Südkontinent gehörte.
              • Geschichte: Die Schlagworte Armut und Überbevölkerung werden dem Wirtschaftsaufschwung der letzten fünf Jahre nicht gerecht. Weitere Themen, die man vielleicht in die Geschichte einbauen könnte: Atombombe, Ermordung von Indira Gandhi, Aufstieg der BJP und Zerstörung der Moschee in Ayodhya, Tsunami 2004.
              • Naturkatastrophen gehören (meiner Meinung nach) unbedingt zur Geologie, weil sie durch die geologische Struktur begründet werden. erledigt.
              • Feiertage: Ein Verbrechen zu begehen, ist sprachlich nachvollziehbar. Gehören Ostern und Weihnachten zu den Verbrechen, die begangen werden?
              • Inhaltlich sind alle Bereiche erfasst, die Rechtschreibung ist korrekt, sobald die stilistischen Stilblüten beseitigt sind, gibt es von mir ein uneingeschränktes Pro.
              • --Kapitän Nemo 14:47, 11. Feb 2006 (CET)
            @Kapitän Nemo: Deinen Vorschlag zur Geologie habe ich eingebaut. Armut und Überbevölkerung sind Tatsachen, die sich nicht durch 5 Jahre Wirtschaftswachstum wegwischen lassen. Indien ist nach wie vor ein Entwicklungsland mit gewaltigen sozialen Problemen. Ein hohes Wirtschaftswachstum ist nicht mit einer hohen Wirtschaftskraft oder einem hohen Pro-Kopf-Einkommen gleichzusetzen. Die Aspekte, die du zur Geschichte angesprochen hast, sind bereits in anderen Teilen enthalten (Atombombe: Militär; Indira Gandhi + BJP + Ayodhya: religiöse Konflikte bzw. Innenpolitik; Tsunami: Naturkatastrophen), ich werde sie aber noch bei Geschichte einbauen. Deinen Einwand zu den Naturkatastrophen kann ich zwar teils nachvollziehen, andererseits sind die häufigsten Katastrophen Überschwemmungen, also klimatisch bedingt. Daher ist die Einordnung schwierig. Feste werden übrigens in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes feierlich begangen. Das Deutsche Universalwörterbuch des Dudenverlages kennt drei verschiedene Bedeutungen des Wortes „begehen“, die zweite lautet (Zitat): (geh.) feiern: ein Fest [würdig] begehen; wie soll der Geburtstag des Präsidenten begangen werden?. Gruß - Jungpionier 17:01, 11. Feb 2006 (CET)
            Habe den Geschichtsabschnitt noch erweitert (Entwicklungen nach 1947); die Naturkatastrophen stehen jetzt als eigenständiger Unterpunkt bei „Geographie und Landesnatur“, und zwar zwischen „Geologie“ und „Klima“. Vielleicht ist das ja ein annehmbarer Kompromiss. - Jungpionier 20:01, 11. Feb 2006 (CET)
            Danke für die Ergänzungen. Die deutschsprachigen Karten verdienen ausdrücklich ein großes Lob. Man sollte die Exzellenzkandidatur dazu nutzen, um kleinere Schwächen zu finden und zu korrigieren. Bei der Geschichte fehlt nur noch ein kurzer Abschnitt, nämlich die ökonomische Liberalisierung der letzten Jahre (siehe :en:History_of_the_Republic_of_India#Economic_transformation). Der Ausdruck "begehen" ist doppeldeutig und doppeldeutige Ausdrücke werden im Kabarett gerne als Witz eingesetzt. Im übrigen gibt es noch einige mit Siehe auch dahingeworfene Stichworte (z.B. Pongal), die noch in vollständige Sätze (Fließtext) umgewandelt werden sollten. Ich bin zwar kein Siehe-auch-Löscher, aber ich kann dessen Qualitätsanspruch nachvollziehen. Dieser Artikel wird noch zwanzig Tage lang auf der Liste stehen und ich hoffe, dass noch einige konstruktive Anregungen eingebracht werden. Dennoch glaube ich, dass dieser Artikel den Status exzellent verdient hat. --Kapitän Nemo 22:38, 11. Feb 2006 (CET)
            Der zweideutige Ausdruck ist nun durch einen unmissverständlichen ersetzt, die Wirtschaftsreformen sind bei Geschichte kurz zusammengefasst und die Feste, die unter „Siehe auch“ standen, in den Fließtext eingearbeitet worden. Ich denke auch, dass die Exzellenzdiskussion viel zur Verbesserung beitragen kann und dies bisher auch schon getan hat. Daher danke für die konstruktive Kritik und Gruß - Jungpionier 01:29, 12. Feb 2006 (CET)
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              Pro B.gliwa

              • Pro: der Artikel hat alles, was ich von einem Enzyklopädie-Artikel über einen Staat erwarte (und noch viel mehr). Einzig bei den Weblinks würde ich vielleicht noch mal drübersehen und ggf. ausmisten --Zakysant 23:33, 11. Feb 2006 (CET)
              Weblinks etwas geordnet, 2 gelöscht, 1 spezifischen Link durch einen allgemeineren ersetzt - Jungpionier 01:29, 12. Feb 2006 (CET)
              • pro: schön, wie sich der Artikel seit der letzten Kandidatur entwickelt hat. Jetzt scheint er mir reif zu sein --Sentry 00:36, 12. Feb 2006 (CET)
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                Pro Wirklich guter Artikel, wenn noch was verbessert werden könnte sind es eventuell etwas über die Auswanderer Kaiser Mao

                • pro grandios. -- Southpark Southpark 20:31, 12. Feb 2006 (CET)
                • noch ohne Wertung, was mir aber aufgefallen ist: Muss diese Begriffsklärung ("Indien (Film)" ) am Start des Artikel sein? Kann man das nicht anders lösen? --ALE! ALE! 10:59, 20. Feb 2006 (CET)
                Der Hinweis zu Beginn auf einen (finde ich) nicht sonderlich bekannten Film ist sicher nicht so toll, aber wie anders sollte man das Problem des zweideutigen Lemmas sonst lösen? Der volle Filmtitel lautet nun einmal „Indien“, aber eine Begriffsklärungsseite, von der auf Land sowie Film verwiesen wird, ist eine völlig inakzeptable Option. Also wird man wohl damit leben müssen, es sei denn jemand hat noch eine zündende Idee? - Jungpionier 14:39, 20. Feb 2006 (CET)
                Wenn es wenigstens ein "wichtiger" Film wäre. Aber das.... Wie wäre es denn, wenn wir in diesem Fall die BKL irgendwo an das Ende setzten? --ALE! ALE! 09:17, 21. Feb 2006 (CET)
                Das Setzen von BKL-Leisten an den Artikelanfang ist gängige Praxis. Wir können sie nicht von Artikel zu Artikel dorthin setzen, wo es gerade passt. --Phrood 09:40, 21. Feb 2006 (CET)
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                  Pro Gancho 15:30, 20. Feb 2006 (CET)

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                      Pro gelungener Artikel Antifaschist 666 22:04, 21. Feb 2006 (CET)

                      Kriege

                      Hallo Indien-Experten,

                      ich vermisse hier (bzw. unter "Geschichte Indiens") Ausführlicheres über die drei Kriege zwischen Indien und Pakistan bzw. mit China. Die Infos sind doch arg dünn geraten. So reicht das nicht aus. Wer hat bisschen Ahnung und Mumm, mehr dazu zu schreiben ?? Das mache ich schließlich auch bei anderen (politisch) brisanten Artikeln, bin aber leider kein Indienkenner.

                      Beste Grüße --Rudolfox 18:55, 3. Mär 2006 (CET)

                      Danke für deinen Hinweis! Ich denke allerdings, dass es nicht Aufgabe dieses Artikels (wohl aber von „Geschichte Indiens“) ist, alle Kriege ausführlich darzustellen. Dieser Artikel ist als Überblick über Indien gedacht und soll lediglich eine Einführung in verschiedene Aspekte geben. Ich habe jedoch die Kriege mal mit den entsprechenden Seiten verlinkt, damit man von dieser Seite direkt auf die speziellen Artikel zugreifen kann. Im gesonderten Artikel zur Geschichte Indiens bestehen tatsächlich noch erhebliche Mängel, eine Überarbeitung hatte ich mir schon mal vorgenommen, werde ich früher oder später (hoffentlich) auch mal machen! Gruß - Jungpionier 03:05, 4. Mär 2006 (CET)

                      Staatsausgaben???

                      Die folgende jüngste Ergänzung des Artikels:

                      Staatsausgaben

                      Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

                      ... scheint mir gerade durch ihre Unvollständigkeit nicht auf Wissensgewinn zu zielen, sondern eher nur auf ein politisches Statement aus zu sein: "kuckt mal, die Inder: arm, krank und Analphabeten, aber die Atombombe können sie sich leisten". Davon abgesehen, dass man das am heimischen Stammtisch ja durchaus diskutieren kann, gehört solch (IMO) zahlenverhüllte politische Propaganda meiner Meinung nach in dieser Form nicht in einen Wikipedia-Artikel => entweder sollte der Bearbeiter daraus ein Wiki-taugliches Unterkapitel machen, oder einer, der sich berufen fühlt, löscht das ganz. (PS.: Media lib ist informiert.) -- Kavaiyan Kavaiyan 17:25, 15. Mär 2006 (CET)

                      Ich ergänze, dass es der Bearbeiter Media lib offenbar nicht direkt auf Indien abgesehen hat, sondern solche Einträge auch in anderen Artikeln, etwa im Artikel Italien, hinterlässt. Aber dennoch: machen solche Einträge in dieser Form wirklich Sinn? Immerhin hat "Indien" Exzellenz-Status ... -- Kavaiyan Kavaiyan 18:07, 15. Mär 2006 (CET)

                      Offensichtliche Zahlenpolemik - das Land hat also nur 20% Staatsausgaben?!? - ohne die Fragen zu stellen: Wer ist für höhere Bildung in Indien verantwortlich? (der Einzelne) Wer ist für Gesundheitsvorsorge verantwortlich? (ebenfalls der Einzelne) Wer ist für Verteidigung zuständig? (der Staat!). Soviel man über die Richtigkeit dieser Prämissensetzung streiten kann, das so unvollständig hier einzufügen, ist Blödsinn.--Xquenda 20:38, 15. Mär 2006 (CET)

                      Noch dazu fehlt die bei statistischem Material unerlässliche Quellenangabe. Es wäre wichtig zu wissen, auf welcher Grundlage die (nebenbei gesagt veralteten) Daten überhaupt erhoben wurden. Wenn für die „Staatsausgaben“ nur der zentrale Staatshaushalt zu Rate gezogen wird, dann fallen die Ausgaben der Bundesstaaten für Bildung und Gesundheit - zu beträchtlichen Teilen Staatenhoheit - zwangsläufig unter den Tisch. Den kompletten Staatshaushalt in einem Überblicksartikel nach Sektoren aufzuschlüsseln, halte ich für nicht angemessen. Eine derart selektive Darstellung erst recht nicht. - Jungpionier 21:35, 15. Mär 2006 (CET)

                      Die „Grüne Revolution“ ein Fortschritt?

                      Zitat: Seit der Unabhängigkeit wurden große Fortschritte gemacht, vor allem im Zuge der sogenannten „Grünen Revolution“ seit Mitte der 1960er Jahre.

                      Also in der Schule habe ich ja grad gelernt, dass die Grüne Revolution in Indien ein kompletter Reinfall war, was am Ende Ertrag, Gesundheit und Hungerbekämpfung anging und deshalb Dinge wie Gen-Food oder die Blaue Revolutionen angegangen werden. Argumente dafür was ich meine gibts hier --Queryzo Queryzo 22:12, 24. Mär 2006 (CET)

                      Die Grüne Revolution ist sicher ein zweischneidiges Schwert, aber was sie dir da in der Schule erzählt haben, erscheint mir zu stark vereinfacht. Dass die Grüne Revolution mit Umweltschäden einhergeht, ist unbestritten, ebenso, dass es noch immer viele Menschen in Indien gibt, die Hunger leiden (schätzungsweise 200 Mio.). Das Problem ist jedoch - wie so oft - nicht die Angebots-, sondern die Nachfrageseite. Seit der Durchführung der Grünen Revolution hat Indien stets mehr Nahrungsmittel produziert, als es verbraucht hat, und sogar in geringem Umfang Reis ausführen können. In Bezug auf die Zielstellung der Produktionssteigerung war die Grüne Revolution also durchaus erfolgreich, denn die Erträge konnten sehr wohl deutlich gesteigert werden. Eine ganz andere Frage ist, ob diese gesteigerte Produktion den hungernden Bevölkerungsteilen zugute kommt. Noch immer gibt es viele, die sich eine adäquate Ernährung einfach nicht leisten können. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Grüne Revolution die Produktivität der Landwirtschaft erhöht hat. Ein kompletter Reinfall war sie damit sicherlich nicht, das Problem des Hungers ein für allemal aus der Welt geschafft hat sie aber auch nicht. In dem Abschnitt, aus dem Zitat stammt, steht der rein produktionswirtschaftliche Aspekt im Vordergrund. Insofern sehe ich da keinen Handlungsbedarf. Gruß - Jungpionier 17:17, 25. Mär 2006 (CET)

                      Is okay, wir hatten nur so einen Film gesehen, wo eine Alternativ-Nobelpreis-Trägerin (ich glaub sie hieß Kerala Sastra Sahithya Parishat) die Grüne Revolution auf das Schärfste kritisiert hat. Wie es aber im Unterricht nun mal so ist, ist man nicht immer so 100% dabei und so kann ich nur schwer aus meinem Gedächtnis rauskramen, was sie da gesagt hat :) --Queryzo Queryzo 17:50, 25. Mär 2006 (CET)

                      Was mir da aber noch einfällt: Im Artikel wird kein einziges Wort über sehr wichtige Themen wie Lösungsvorschläge durch Gentechnik oder die Blaue Revolution verloren. Das gehört doch unbedingt mit rein, oder nicht? --Queryzo Queryzo 12:50, 27. Mär 2006 (CEST)

                      Diese sogenannte Blaue Revolution ist doch eher eine Erscheinung Südostasiens (Thailand, Vietnam, Kambodscha) als Indiens.--Xquenda 15:56, 27. Mär 2006 (CEST)

                      Also ich beziehe mich mal wieder auf mein Video über Indien :) (siehe oben), das aus den 90er Jahren stammen müsste. Da hat eben besagte Nobelpreisträgerin die Grüne und Blaue Revolution im gleichen Atemzug genannt, das die gleichen Fehler gemacht wurden, und den Menschen an sich letztendlich nicht sonderlich geholfen wurde. Na und wer sols denn wissen wenn nicht sie ;) --Queryzo Queryzo 16:31, 27. Mär 2006 (CEST)

                      Klar, wenn man sich einen Aspekt herauspickt (wie diese keralesische Organisation in der von dir gesehenen Dokumentation), der eigentlich nur ein (negativer) Nebeneffekt ist, kann man natürlich die Grüne Revolution als gescheitert darstellen. Da es aber um Ertragssteigerung ging, war sie ein Erfolg. Negative ökologische Nebeneffekte gibt es bei Allem. Man wird doch auch den Bau von Autobahnen nicht wegen der negativen Auswirkung auf Mensch und Umwelt als gescheitert bezeichnen.--Xquenda 21:06, 27. Mär 2006 (CEST)

                      Interessant, dass alle sich für die umweltbelastende Seite der grünen Revolution interessieren. In der Artikel über die industriellen Revolution in Europa hat man aber dieses Thema vergessen. Kann es sein, dass die industrielle Revolution die Umwelt gar nicht belastet haben? Rakshas 22:20, 23. Nov 2006 (CEST)

                      Zahl der Sprachen

                      Vor kurzem hat ein anonymer Benutzer die Zahl 1652 für die Anzahl der in Indien gesprochenen Sprachen ins Spiel gebracht. Die Zahl stammt aus dem Jahr 1961, als in der damaligen Volkszählung die Muttersprachen sämtlicher in Indien wohnhafter (!) Personen erfasst wurden. Allerdings tauchen dabei so ziemlich alle europäischen Sprachen und auch zahlreiche andere außerindische Sprachen auf, nur weil es eben durch Zufall den einen oder anderen Muttersprachler des Rätoromanischen nach Indien verschlagen hat. Um nur einige Beispiele zu nennen: In der Volkszählung von 1961 wurden jeweils 1 Muttersprachler des Korsischen, Litauischen, Slowenischen und Somali erfasst. Ebenso gab es 1961 anscheinend 27 Finnen und 700 Holländer, die ihre Zelte in Indien aufgeschlagen hatten. Da dies aber nicht die tatsächliche Zahl der „echten“ einheimischen Sprachen widerspiegelt, bitte ich davon abzusehen, die aufgebauschte Zahl 1652 (die noch immer in manchen Publikationen herumgeistert) hier zu verwenden. Gruß - Jungpionier 02:24, 24. Mai 2006 (CEST)

                      Entwicklungen seit der Unabhängigkeit

                      Unter dieser Überschrift finde ich auf dieser Indien-Seite folgende sehr fragwürdigen Sätze:

                      "Die Teilung führte zur größten Vertreibungs- und Fluchtbewegung der Geschichte. Ungefähr 10 Millionen Hindus und Sikhs wurden aus Pakistan vertrieben, etwa 7 Millionen Muslime aus Indien. 750.000 bis eine Million Menschen kamen ums Leben. Die Vertreibung nahezu aller Hindus und Sikhs aus dem Gebiet des damaligen West- und Ostpakistan (heute Pakistan und Bangladesch) und der Vertreibung vieler Muslime aus Indien gilt als Beispiel für eine sogenannte ethnische Säuberung ohne unmittelbare Verursachung durch einen Krieg."

                      Auf der Pakistan-Seite steht jedoch dieses:

                      "Im Zuge der Teilung verließen über 4 Millionen Muslime das heutige Indien, während etwa 7 Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750.000 Menschen ihr Leben verloren."

                      Da ich der Auffassung bin, dass der Text auf der Indien-Seite tendenziös geschrieben ist, werde ich in etwa den von der Pakistan-Seite "übernehmen".

                      Begründung:

                      Zu klären gilt: Inwieweit war der "Bevölkerungstransfer" zwischen Indien und Pakistan mit "Vertreibung und Flucht" verbunden. Falls das wirklich der Fall sein sollte, dann wäre zu klären, ob die Formulierung "ohne unmittelbare Verursachung durch einen Krieg" haltbar bleibt.

                      Mir liegt es fern, eine "Top Ten" der "Völkervertreibungen" etc. aufzustellen, doch:

                      Auch wenn die Zahlen 10 und 7 Mio (=17 Mio) stimmen würden, dann wäre dieses "Vertreibungsgeschehen" doch nicht das Größte der Geschichte. Die Vertreibungen, ethnische Säuberungen etc. im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg waren größer. Die "Umsiedlungen" der Juden (ins Vernichtungslager), der Polen aus Ostpolen, Warthegau etc. und schließlich die Vertreibung der Deutschen nach dem Krieg etc. waren zusammen genommen sicherlich über 20 Mio. Die größte Vertreibung einer einzelnen Volksgruppe stellt auf jeden Fall die Vertreibung der Deutschen mit 12 - 16 Mio dar - auch im Hinblick auf die Todesopfer. --Wikiferdi 10:04, 29. Mai 2006 (CEST)

                      Die Zahl von etwa 11 Millionen Personen, die von der ethnisch-religiösen Säuberung betroffen waren, ist etwa die für Westpakistan angenommene Zahl; in Ostpakistan waren es wohl etwa 4 bis 5 Millionen. Siehe auch :en:Partition of India.--Xquenda 11:39, 29. Mai 2006 (CEST)

                      Begriff Indien

                      Kann mir ein erfahrener Wikipedianer sagen, wie man es anstellen könnte, einen Beitrag über den Begriff Indien in Europa zu konzipieren (und v.a. wie sollte man den nennen?). Immerhin bezeichnete man damit bei uns seit der Antike alles Mögliche, inklusive Amerika. --Wernazuma 23:19, 20. Jun 2006 (CEST)

                      Bevölkerungszahl Indiens

                      Nach dem Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW_Datenreport 2006 vom September 2006 beträgt die aktuelle Bevölkerungszahl rund 1122 Mio. (17,1 % der Weltbevölkerung) was nachzutragen wäre, um eine Übereinstimmung mit der Seite Weltbevölkerung zu erreichen. Gruß Roger Schulz

                      Bengaluru / Bangalore

                      "Bangalore" heisst jetzt "Bengaluru" - bitte mal ändern. Vorstehender, nicht signierter Beitrag stammt von 194.127.5.247 (194.127.5.247 • Beiträge)--Jungpionier 15:59, 21. Nov. 2006 (CET)

                      Aufnahme von Links

                      Bitte um Aufnahme der Links:

                      http://www.indienaktuell.de... Messen und Seminare in Indien

                      sowie

                      http://www.indienaktuell.de... Indiens Städte A-Z mit Google-Map und Information

                      Vielen Dank im Voraus

                      Alex

                      Danke ;-)



                      Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Indien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).