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Der Artikel Indogermanische Sprachen gehört zur Kategorie: Indogermanisch, Sprachfamilie, Iranistik
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Indogermanische Sprachen (hellgrün dargestellt) neben den anderen Sprachfamilien der Welt Bildherkunft |
Die indogermanischen Sprachen (auch indoeuropäisch genannt) bilden die heute meistverbreitete Sprachfamilie der Welt mit mehr als 2,5 Mrd. Muttersprachlern. Die große Verbreitung liegt vor allem in der Kolonisationspolitik seit dem 16. Jhd. begründet. Von der nicht deutschsprachigen Philologie wird die indogermanische Sprachfamilie meist als „indoeuropäische“ bezeichnet.
Die Sprachen der indogermanischen Sprachfamilie weisen weitreichende Übereinstimmungen beim Vokabular, in der Flexion, in den grammatischen Kategorien wie Numerus und Genus und im Ablaut auf.
Der Begriff „indogermanisch“
Bei der Bildung der Bezeichnung Indogermanisch im 19. Jahrhundert gingen die Sprachforscher von den beiden Sprachgruppen aus, die damals als die räumlich am weitesten voneinander entfernten angesehen wurden, d. h. der indischen im Osten und im Westen der germanischen Gruppe (mitsamt dem Isländischen). Die keltischen Sprachen wurden damals aufgrund grammatikalischer Besonderheiten noch nicht als indogermanisch angesehen und das Tocharische weiter östlich wurde erst 1890 entdeckt.Die Bezeichnung Indogermanisch wurde im deutschen Sprachraum beibehalten, in anderen Sprachen wird hingegen fast nur die Bezeichnung Indoeuropäisch (IE) verwendet. Der amerikanische Linguist Merritt Ruhlen benutzt die Bezeichnung Indo-Hethitisch, um eine vorgebliche Sonderstellung des Hethitischen bzw. der anatolischen Sprachgruppe innerhalb des Indogermanischen zu betonen. Ein solcher Stammbaum wird jedoch (zumindest in der weitreichenden Form) von den meisten anderen Forschern abgelehnt. Einige Forscher nehmen an, dass sich die anatolischen Sprachen als erste von der Ursprache abgespalten haben (sog. Indo-Hethitische Hypothese).
Ursprung und Entwicklung
Die indogermanischen Sprachen sind im linguistischen Sinne genetisch verwandt. Dass ihre Ähnlichkeit nur auf typologischer Angleichung nach Art eines Sprachbunds zustande kam, kann ausgeschlossen werden.Ende des 18. Jahrhunderts (1786) erkannte der englische Orientalist William Jones aus Ähnlichkeiten des Sanskrit mit Griechisch und Latein, dass es für diese Sprachen eine gemeinsame Wurzel geben müsse. Er deutete bereits an, dass dies auch für Keltisch und Persisch gelten könnte.
Der Deutsche Franz Bopp brachte 1816 in seinem Buch Über das Konjugationssystem der Sanskritsprache in Vergleichung mit jenem der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache den methodischen Beweis für die Verwandtschaft dieser Sprachen und begründete damit die deutsche Indogermanistik.
Diese indogermanische Ursprache ließ sich sprachwissenschaftlich rekonstruieren, obwohl aus dieser Zeit keine Schriftdokumente vorliegen. Der deutsche Linguist August Schleicher hat versucht, die Entwicklung und Verwandtschaftsstruktur der indogermanischen Sprachen in seinem berühmten „Stammbaum“ darzustellen. In diesem „Stammbaum“ gibt es sowohl gesicherte als auch spekulative Verzweigungen; letztere betreffen insbesondere ausgestorbene Sprachen, die keine Nachfolgesprachen hinterlassen haben.
Schleicher versuchte das hypothetische Protoindogermanische zu rekonstruieren, indem er sich ursprünglicher Formen diverser indogermanischer Sprachen bediente. Daraus entstand eine Übersetzung der sog. indogermanischen Fabel „Das Schaf und die Pferde“ als „Avis akvasasca“.
Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass solche Sprachrekonstruktion in der Regel zu Wortwurzeln einerseits und morphologischen und phonologischen Erscheinungen andererseits führen.
Auch syntaktische Merkmale des Indogermanischen konnten mit Einschränkungen rekonstruiert werden. Eine Grundsprache im Sinne eines kommunikativen Verständnisses wird mit dieser Rekonstruktion jedoch nicht erreicht.
Archäologie und Indogermanen - das Wo?
Ausgehend von Wortstämmen, die allen indogermanischen Sprachen gemeinsam sind, wurde und wird in Zusammenarbeit mit der Archäologie versucht, das Ursprungsgebiet, die sog. „Urheimat“ der Indogermanen zu bestimmen. Einschlägige Hypothesen reichen vom Balkan über Kleinasien (Renqvist) und das südrussische Steppengebiet (Marija Gimbutas) bis zum Ural und Altai. Einen neueren Überblick bietet z. B. John Day 2001 (Lit.: John Day 2001) und Mallory. Europäisch geprägte Forscher neigen eher zu Gegenden rund um das Schwarze Meer, im indischen Raum wird dagegen eher dort die Urheimat angenommen. Die Ursprungsfrage ist dabei stark geprägt auch durch nationalistische Überlegungen. Dies gilt speziell im Falle Indien, wo den Sprechern der drawidischen Sprache damit auch der meist in der Fachwelt zugesprochene Status als autochthones indisches Volk (und Träger z.B. der Harappa-Kultur) abgesprochen werden soll. Derzeit kann keine dieser zahlreichen Hypothesen als bewiesen angesehen werden.Einige Archäologen stellen den Wanderungsmodellen die Konzeption eines ausgedehnten indogermanischen Sprachkontinuums gegenüber. Diese können aber nicht die frappierenden Übereinstimmungen z. B. des Zahlensystems oder der Grammatik zwischen dem Atlantik bis zur Wüste Gobi erklären.
Mathematische Methoden – das Wann?
Mit mathematischen Methoden der Lexikostatistik wird versucht, die Verwandtschaftsverhältnisse der Sprachen exakt zu berechnen, wodurch zunächst nur die Ähnlichkeit erfasst werden kann. Unter der zusätzlichen Annahme einer mehr oder weniger konstanten Ersetzungsrate (Glottochronologie) wird darüber hinaus versucht, auch das Alter der Trennungen und der Ursprache zu berechnen. Die Annahme fester Ersetzungsraten für einen gewissen Zeitraum und einen spezifischen Sprachzweig ist als Parametrisierung letztlich unvorhersehbarer soziohistorischer Ereignisse aufzufassen. Wobei historische Ereignisse bereits Fakt geworden sind und damit die Frage der Vorhersehbarkeit ohnehin nicht mehr besteht. Ohne auf linguistische Probleme detailliert einzugehen, fand ein in der ausschließlich naturwissenschaftlich orientierten Zeitschrift Nature erschienener glottochronologischer Artikel (Lit.: Gray, Atkinson 2003) in den Medien eine unkritische Beachtung. Die hier zu Grunde liegenden Wortlisten sind keineswegs auf dem aktuellen Stand der Indogermanistik oder gar der Einzelphilologien.Genetik und Indogermanistik
Populationsgenetiker wie Luigi Cavalli-Sforza versuchen den Grad der Verwandtschaft sowohl innerhalb der indogermanisch sprechenden Völker als auch deren Außenbeziehungen mit molekular-genetischen Methoden zu erhellen.Indogermanisch und andere Sprachfamilien
Über Außenverwandtschaften des Indogermanischen gibt es zahlreiche Hypothesen. Die am meisten vertretene, jedoch trotzdem stark umstrittene ist die einer Verwandtschaft mit den uralischen Sprachen. Einige Wissenschaftler haben auch versucht, Belege für die sogenannte Nostratische Sprachfamilie zu finden, zu der neben den Indogermanischen auch die Afro-Asiatischen Sprachen und die als genealogische Einheit selbst umstrittenen Altaischen Sprachen gehören sollen. Dies ist jedoch bis heute nicht gelungen.In neuster Zeit wurde vom amerikanischen Linguisten Joseph Greenberg aufgrund von lexikalischen und grammatischen Gemeinsamkeiten eine eurasiatische Makro-Sprachfamilie vorgeschlagen. Sie umfasst insbesondere die drei relativ umfangreichen indogermanischen, uralischen und altaischen Sprachfamilien sowie einige Kleinfamilien und Einzelsprachen Eurasiens, jedoch ausdrücklich nicht Afroasiatisch. Diese Makro-Sprachfamilie deckt sich somit teilweise mit dem Nostratischen, wobei auch grundlegendere Gemeinsamkeiten beiderseitig (Greenberg, Bomhard) festgestellt wurden. Allgemein ist es beim Eurasiatischen aber heute einfach noch zu früh, über die Gültigkeit dieser Hypothese definitiv entscheiden zu können.
Die noch vor 50 Jahren übliche Unterteilung der indogermanischen Sprachen nach dem Einzelkriterium der Entwicklung des 'k-' im Zahlwort *kmtom, „hundert“ hat sich mit der Entdeckung des Hethitischen und Tocharischen als zu einseitig herausgestellt (Siehe Kentumsprachen).
Die Zweige des Indogermanischen in alphabetischer Folge
Zu den indogermanischen Sprachen gehören die folgenden Gruppen lebender und ausgestorbener (†) Sprachen:
- Albanisch
- Anatolische Sprachen †
- Armenisch
- Baltische Sprachen
- Germanische Sprachen
- Griechisch
- Makedonisch † (Zuordnung nicht geklärt)
- Illyrisch †
- Indoiranische Sprachen
- Italische Sprachen
- Latino-faliskische Sprachen (mit Latein und den romanischen Sprachen)
- Oskisch-umbrische Sprachen †
- Keltische Sprachen
- Phrygisch †
- Slawische Sprachen
- Thrakisch †
- Tocharisch †
- Venetisch †
Verwandtschaftsverhältnisse
Geschichte
Seit Schleicher (s.o.) wird immer wieder versucht, die oben genannten Untergruppen auf gemeinsame Zwischensprachen zurückzuführen. Durchgesetzt haben sich nur wenige, so v.a. die Zusammenfassung der indoarischen und der iranischen Sprachen als „indoiranischen Sprachen“. Weitgehend anerkannt ist auch die „balto-slawische“ Sprachgruppe (balto-slawische Hypothese); strittig bleiben eine nähere Verwandtschaft zwischen den italischen und den keltischen Sprachen, die Zuordnung des Venetischen sowohl zum Illyrischen als auch zu den italischen Sprachen, eine „thrakisch-phrygische“ Sprachgemeinschaft, die Abstammung des Albanischen vom Illyrischen, und vieles mehr.
Daher wird bei der obigen Liste auf genauere Zuordnungen verzichtet, d. h. „Streitfälle“ stehen weiter als Einzelgruppen ohne Hinweise auf vermutete Verwandtschaftsverhältnisse.
Gegenwart
Die Archaismen des Protoindogermanischen sind heute nur in wenigen der modernen Nachfolgesprachen erhalten. Dabei können Sprachen sich in einigen Eigenschaften als konservativ zeigen in anderen aber große Veränderungen aufweisen. Meinungen, wonach eine Sprache besonders konservativ ist (z.B. oft für das Litauische vertreten - teils mit nationalistischem Flair), müssen sich also auf konkrete Eigenschaften beziehen und sind nicht zu verallgemeinern.Siehe auch
Literatur
- Robert S. P. Beekes: Comparative Indo-European Linguistics. An Introduction. Benjamins, Amsterdam 1995, ISBN 1-55619-505-2
- Michael Meier-Brügger, Hans Krahe: Indogermanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, Berlin 2002 (8. Aufl.), ISBN 3-11-017243-7
- Luigi Luca Cavalli-Sforza: Gene, Völker und Sprachen. Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation. dtv, München 2001, ISBN 3-423-33061-9
- Warren Cowgill: Indogermanische Grammatik. Bd I: Einleitung; Bd II: Lautlehre. Begr. v. Jerzy Kuryłowicz, hrsg. v. Manfred Mayrhofer. Indogermanische Bibliothek, Reihe 1, Lehr- und Handbücher. Winter, Heidelberg 1986
- John V. Day: Indo-European origins. The anthropological evidence. The Institute for the Study of Man, Washington DC 2001. ISBN 0941694755
- Bertold Delbrück: Einleitung in das Studium der indogermanischen Sprachen. Ein Beitrag zur Geschichte und Methodik der vergleichenden Sprachforschung. Bibliothek indogermanischer Grammatiken. Bd 4. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1919 (6.Aufl.).
- Thomas W. Gamkrelidse, Wjatscheslaw Iwanow: Die Frühgeschichte der indoeuropäischen Sprachen. In: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 50-57.
- Marija Gimbutas: The Kurgan Culture and the Indo-Europeanization of Europe. Selected Articles from 1952 to 1993. Institute for the Study of Man, Washington 1997. ISBN 0-941694-56-9
- Marija Gimbutas: Das Ende Alteuropas. Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas. in: Archeolingua. series minor 6. jointly ed. by the Archaeological Institute of Hungarian Academy of Sciences and the Linguistic Institute of the University of Innsbruck. Archaeolingua Alapítvány, Budapest 1994 (auch als Buch). ISBN 3851241711
- Maurice Leroy : La place de l'arménien dans les langues indo-européennes , Lovanii , Peeters , 1986 , ISBN 90-6831-049-6
- James P. Mallory: In Search of the Indo-Europeans. Language, Archaeology and Myth. Thames & Hudson, London 1991, ISBN 0-500-27616-1
- James P. Mallory, D. Q. Adams (Hrsg.): Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London 1997, ISBN 1-884964-98-2
- Georges-Jean Pinault : La langue poétique indo-européenne - actes du colloque de travail de la Société des Études Indo-Européennes , Leuven , Peeters , 2006 , ISBN 90-429-1781-4
- Colin Renfrew: Die Indoeuropäer - aus archäologischer Sicht. in: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 40-48.
- Colin Renfrew: Archaeology and Language. The Puzzle of Indo-European Origins. University Press, Cambridge 1995, ISBN 0-521-38675-6
- August Schleicher: Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen. Böhlau, Weimar 1861/62, Olms, Hildesheim 1974 (Nachdr.), ISBN 3-487-05382-9
- Reinhard Schmoeckel: Die Indoeuropäer. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1999, ISBN 3-404-64162-0
- Oswald Szemerényi: Einführung in die vergleichende Sprachwissenschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990 (4. Aufl.), ISBN 3-534-04216-6
- Eva Tichy: Indogermanistisches Grundwissen. Hempen, Bremen 2000, ISBN 3-934106-14-5
- Jürgen E. Walkowitz: Die Sprache der ersten Bauern und die Archäologie. In: Varia Neolithica. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Bd 37. Beier & Beran, Langenweissbach 3.2004. ISBN 3-937517-03-0
Weblinks
- Ernst Kausen: Die Klassifikation der indogermanischen Sprachen. (DOC)
- Ernst Kausen: Indogermanische Wortgleichungen. (DOC)
- Indogermanisch oder Indoeuropäisch?
- Mögliche Urheimat der Indogermanen (englisch, mit Kartenanimation)
- Wie Gene die Lippen spitzen
- Das große Rätsel der indoeuropäischen Sprache (neuer Disput um Alter und Herkunft)
- Stammbaum der indogermanischen Sprachfamilie
- The Ergativic Stage of Early Proto-Indoeuropean. Written by Hans-Joachim Alscher.
- Stammbaum der indogermanischen Sprachen, von Martin Braun
ang:Indo-Europisc geþéodu jbo:xinjoiro'o bangu nds:Indoeuropääsche Spraken oc:Categoria:Lengas indo-europèas
Diskussion der Autoren über den Artikel: Indogermanische Sprachen
Vermischtes
Kann nicht mal jemand die indogermanische Grammatik darstellen? Hier wird ja nur einiges angedeutet. Ich denke eine knappe strukturelle Übersicht wäre doch möglich. (z.B. Überischt über Apsekte, Modi, Kasus usf.) Ich weiß natürlich, daß da auch einiges unklar ist, aber dafür gibt es ja Anmerkungen. 1. 3. 05 - MartinWie sind die vorrömischen Sprachen Italiens wie die der Italer/Italiker, oder die Sprache der Latiner einzuordnen?
- Sie heißen italische Sprachen. Nach der englischen Wikipedia werden sie, ebenso wie Latein selbst, nicht den romanischen Sprachen zugeordnet. Inwiefern das stimmt, kann ich nicht sagen... --Zenogantner 22:38, 22. Mai 2003 (CEST)
- Alle indogermanischen Sprachen Italiens (natürlich nicht die später eingewanderten griechischen und albanischen Dialekte) fasst man als Italisch zusammen. Alle Abkömmlinge des Vulgärlateins als Romanische Sprachen.--HJJHolm11:18 13.August 2006
gehört Esperanto dazu? --Beyer 13:08, 7. Sep 2003 (CEST)
- Schwierige Frage. Würde sagen nein, aber bin mir bei der Argumentation nicht so sicher, denn Interlingua würde ich zu den romanischen Sprachen zählen ... und wenn ich das tue, dann kann ich auch Esperanto zu den indoeuropäischen zählen ... allerdings sollte reingeschrieben werden, was denn die Lehrmeinung(en) dazu ist (sind)--Zenogantner 01:53, 9. Feb 2004 (CET)
- Plansprachen, die nicht den naturalistischen Konzept folgen, werden ebenso wie Kreolsprachen, für gewöhnlich nicht genetisch (im linguistischen Sinne) klassifiziert. Martin Sell 17:06, 15. Aug 2004 (CEST)
Es gibt natürlich auch nicht-indogermanische vorrömischen Sprachen Italiens wie das Etruskische. -- Frente 13:04, 13. Aug 2006 (CEST)
Ich verweise auf die Karte, wo alle Indo-Germanischen Sprachen aufgelistet scheinen. Ich finde es komisch, das das Kurdische gar nicht aufgezeichnet ist, die Iranisch-Slavischen Sprachgebiete in Zentral Asien fehlen, die Farben sind total nicht von einander unterscheitbar. Man sollte Indo-Arisch und Iranisch trennen. Keltische Sprachgebiete fehlen in Frankreich. All in All ist die Karte für den ARSCH. Was bedenkt ihr zu tun? --Shapur 00:48, 29. Dez 2004 (CET)
- Hochgradig konstruktive Kritik, die geäußert wurde. Ob sie sachlich gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu beurteilen, der Wortlaut der Kritik ist es aber auf keinen Fall. Ich schlage dem Kritiker vor, die Verbesserung doch einfach mal selbst vorzunehmen.
- Also mal objektiver formuliert: 1) Das Kurdische fehlt in der Tat (und das in jüngster Zeit sattsam bekannt gewordene Ossetische ebenfalls); 2) was Iranisch-Slavisch sein soll, ist mir schleierhaft; 3) Ob man Indo-Arisch und Iranisch wirklich à tout prix trennen soll, ist eine m. E. akademische und absolut zweitrangige Frage; 4) das (ehemals) keltische Sprachgebiet in der Bretagne ist sehr wohl sichtbar, man muss nur genauer hinsehen. - Was mir sonst noch unangenehm auffällt: a) das Armenische ist so eingefärbt, als wäre es indo-iranisch, was ganz falsch ist; b) dass in Lateinamerika autochthone (nicht-indogermanische) Sprachen nur in Brasilien gesprochen werden, ist grob verfälschend: wo sind denn z.B. - um nur 2 zu nennen - das Quetschua und das Guaraní? c) das Verbreitungsgebiet des Russischen ist eindeutig zu groß; d) die Finnlandschweden fehlen auch; e) Singhalesisch in Sri Lanka ist indogermanisch; nur Tamilisch ist dravidisch; f) nicht in die Indogermanistik fallend: Wo ist denn die Berbersprache im Maghreb abgeblieben? - Alles in allem: Die Karte versucht so detailliert zu sein, dass man ihr m.E. allzu viele Fehler ankreiden muss. Als sehr grober Überblick für Laien ist sie gerade noch zur Not brauchbar; Zenogantner hat aber Recht, wenn er sie vorläufig rausgeworfen hat. -- Gruß, Seidl 00:21, 9. Jan 2005 (CET)
Indogermanisch oder Indoeuropäisch
Malte-Brun, 1810: "Nous nommerons en premier lieu la famille des langues indo-germaniques, qui règnent depuis les bords du Gange jusqu'aux rivages de l'Islande.", siehe hier: http://www.unibas.ch/klaphi...- Hallo Zeno, auf derselben Seite steht auch das: Sobald man erkannte, dass das Keltische ebenfalls zur Familie gehört (ab Prichard, 1831), wurde dieses eine Konkurrenz zu -germanisch im Namen der Sprachfamilie. Der Grund war eben der genannte geographische, denn die Wohnsitze der Kelten liegen im ganzen westlicher als die der Germanen - mindestens wenn man von den germanischen Bewohnern des heutigen Island und den keltischen Galatern im antiken Kleinasien absieht. Der Einbezug des Keltischen kam aber zu spät, als dass sich eine terminologische Änderung in indokeltisch, wie sie von Pott (1840) zur Diskussion gestellt wurde, noch hätte durchsetzen können. -- Gruss, Woldemar 02:09, 9. Feb 2004 (CET)
- Was nichts an dem Umstand ändert, dass Malte-Brun mit der gegenwärtigen Verteilung argumentierte, und die späteren Sprachwissenschaftler mit angenommenen früheren Siedlungsgebieten. Auf jeden Fall ist es nicht korrekt, pauschal zu behaupten, dass die keltischen Sprachen westlicher liegen als die germanischen. Man sollte auf jeden Fall einen Zeitpunkt angeben oder sagen, dass sie im Mittel weiter im Westen lagen als die der Germanen.
- Ich finde, der ganze Sachverhalt lässt sich nicht in einem Satz wiedergeben, da die Sache mit den Kelten ja auch nicht der einzige Grund war, dass der Term "indoeuropäisch" international vorgezogen wurde. "Indoeuropäisch" wurde ja schon 1814 vorgeschlagen, also (so ich es dem Dokument korrekt entnehme) vor der Entdeckung der Zugehörigkeit der keltischen Sprachen. --Zenogantner 02:16, 9. Feb 2004 (CET)
Im internationalen Sprachgebrauch hat sich aber die Bezeichnung "indoeuropäisch" durchgesetzt, um dem Missverständnis vorzubeugen, die Germanen seien die einzig wahren Indogermanen.
Diese Sätze stimmen auch nicht so, denn was ist dann mit den Indern? Die kommen ja schließlich auch noch vor. Das Problem ist dass im Englischen "German" und "Germanic" sehr ähnlich sind, und dann das Deutsche beziehungsweise die germanischen Sprachen ohne Grund eine prominentere Stelle einnehmen als andere verwandte europäische Sprachen (romanisch, keltisch, slawisch) --Zenogantner 02:16, 9. Feb 2004 (CET)
Dann arbeite die Sätze so um (oder lasse sie weg) wie du es für richtiger hältst. Gruss, Woldemar 02:20, 9. Feb 2004 (CET)
Zusammengefasst: Wir brauchen einen Abschnitt zur Geschichte der Erforschung und des Begriffs dieser Sprachfamilie. Werden mal sehen ... Gute Nacht ;-) --Zenogantner 02:24, 9. Feb 2004 (CET)
Wieso ist Keltisch als westlichste aufgeführt. Als Laie hätte ich jetzt Portugiesisch und Spanisch weiter westlich eingeordnet. Oder wonach geht der Einleitungsabsatz hier? Stern 04:03, 21. Feb 2004 (CET)
- Ich halte diese Einteilung sowieso für fragwürdig. Wenn dann sollte auch gesagt werden wann ...
- Isländisch ist übrigens noch weiter westlich.
- --Zenogantner 12:51, 21. Feb 2004 (CET)
AuAuAu Stern...usprünglich hausten die Kelten in Portugal. -- Gruss, Woldemar 14:59, 21. Feb 2004 (CET)
- Ehrlich? Ich sagte ja "Laie" :-) Stern 15:01, 21. Feb 2004 (CET)
- Naja, aber nicht in Island. Und was ist schon "ursprünglich"?
- --Zenogantner 16:33, 21. Feb 2004 (CET)
im Artikel Armenische Sprache steht richtig: "sie wurde aber lange fälschlich zur iranischen Zweig gerechnet"; deshalb habe ich "eventuell zugehörig zu den Iranischen Sprachen" hinter "Armenisch" hier gelöscht
Was ist denn ein "indoeuropäisches Genom"? In dieser vergröberten Darstellung kann man dies nicht stehen lassen. Cavalli-Sforza spricht von drei Hauptkomponenten des "genetischen Tableaus von Europa":
1) der ersten, die mit der Ausbreitung des Ackerbaus aus dem Nahen Osten zusammenhängt 2) einer zweiten, die eine Variation von Norden nach Süden zeigt (also in Korrelation zum Klima steht) und möglicherweile mit der Ausbreitung der uralischen Sprachfamilie zu verbinden ist 3) einer dritten, die eine Expansion zeigt, die von der Kurgan-Region ausgeht.
Sowohl Komponente 1) als auch 3) werden mit der Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen in Verbindung gebracht. Cavalli-Sforza schreibt in Gene, Völker und Sprachen: "Meiner Überzeugung nach sind beide Hypothesen, die von Renfrew und die von Gimbutas, richtig. Denn sie widersprechen einander nicht, sondern bestätigen sich gegenseitig. [...] Es ist klar, dass die Steppenvölker genetisch mit großer Wahrscheinlichkeit von den Neolithikern des Mittleren Ostens abstammen, die auf ihrer Wanderung nach Norden westlich oder östlich am Schwarzen Meer vorbei in die Steppenregion gelangt sind. Nach ihrer Ankunft domestizierten sie das Pferd ..., und das ermöglichte ihnen, in einer für den Ackerbau wenig geeigneten Umgebung zu überleben und zu gedeihen." (177)
So wurde dies auch vorher im Artikel dargelegt, was sollte also an diesen Formulierungen nicht neutral gewesen sein? Also bitte nicht nur einseitig einen Standpunkt hervorheben und pauschale Behauptungen ("was mittlerweile überholt ist") belegen.
- Ein Artikel der NPOV wäre würde der Anatolienthese nicht den zigfachen Raum gegenüber der Kurgantheorie einräumen (die, nebenbei bemerkt, noch dazu die meist verbreitete und in den meisten Büchern zu diesem Thema vertretene Theorie ist). -- Gruß, Woldemar 00:55, 30. Apr 2004 (CEST)
Der Kurgan-Hypothese wird in den Artikeln Kurganvolk und Urheimat sehr ausführlicher Platz eingeräumt, wobei in unzulässig vergröbernder Weise Hypothesen über erschlossene Zeiträume und Wanderzüge als feste Tatsachen dargestellt werden.
Letzlich sind alle Hypothesen über eine angebliche indoeuropäische Urheimat oder ein einheitliches "Urvolk" Spekulationen - gesichert ist nur, dass sich aus dem Material der heutigen und der historisch belegten indoeuropäischen Sprachen eine ursprüngliche Sprache in groben Umrissen rekonstruieren lässt. Möglicherweise waren es aber auch mehrere Sprachen, die über längere Zeit in Kontakt standen. Was bei dieser Rekonstruktion herauskam ist eine Sammlung von "Formeln", ob dies je so gesprochen wurde, wird nie endgültig zu belegen sein.
Ich frage mich, was gerade die Kurganhypothese so beliebt macht - vor allem bei sprach- und geschichtsinteressierten Laien. Vielleicht spielen da romantische Vorstellungen über ein heroisches Reitervolk, das sich in mehreren Wanderungszügen neues Land erobert, eine gewisse Rolle. Sprachwissenschaft und Archäologie arbeiten aber eher selten nach den Mustern eines Fantasy-Romans.
Die Kurganhypothese wird nicht nur von Renfrew kritisiert: "Bei dem, was M. Gimbutas unter Kurgankultur, später auch als Kulturen einer 'Kurgantradition' zusammengefasst hatte, handelt es sich außer der Ockergrabkultur um eine heterogene Mischung von Kulturen unterschiedlicher Genese und Zeitstellung, die von ihr nach einem einzigen formalen Merkmal, einem Grabhügel über den Bestattungen, zu einer Einheit zusammengefasst und einem Ethnos, den Idg., zugeschrieben wurden. Diesem Sammelsurium von heterogenen Kulturen hat sie bisweilen willkürlich weitere Kulturen angegliedert, darunter ausgesprochene Flachfelderkulturen wie die Aunjetitzer Kultur Mitteleuropas." (Alexander Häusler, Urkultur der Indogermanen und Bestattungsriten, in: Alfred Bammesberger, Theo Vennemann (Hrsg.), Languages in Prehistoric Europe, Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2003, ISBN 3825314499, S. 54).
Abgesehen davon, bleibt das Gesamtbild nach wie vor nicht überzeugend: welches Ereignis hätte solche Horden berittener Krieger veranlassen sollen, einen Eroberungsfeldzug (oder mehrere Feldzüge) gegen die halbe Welt zu unternehmen?
Von einem indoeuropäischen Genom ist bei Cavalli-Sforza nirgends die Rede. Letzlich lassen sich sprachliche Rekonstruktionen nur im Zusammenspiel von Sprachwissenschaft, Humangenetik und Archäologie erarbeiten. Haarmann äußert sich über solche Rekonstruktionen vorsichtig: "Die Erkenntnisse der Humangenetik haben genauere Informationen über die Chronologie und den Umfang prähistorischer Migrationen in den Regionen der Alten Welt vermittelt. Werden diese Daten mit den Ergebnissen der modernen Archäologie korreliert, so verfügt die Glottogonie über Kenntnisse der Profile von Kontaktzonen früher Populationen, deren Sprachzustände es zu spezifizieren gilt. Erste Schritte in Richtung auf eine Korrelation humangenetischer, archäologischer und linguistischer Erkenntnisse sind bereits unternommen worden. Nach Ansicht der Skeptiker sind diese Schritte zu kühn, als dass sie Fortschritte bei der Erforschung ursprachlicher Zustände bieten könnten. [...] In wieweit es möglich sein wird, die postulierten Querverbindungen zwischen den beiden Stammbäumen [das heißt Ausbreitung des Menschen und Verbreitung der großen Sprachfamilien] im einzelnen nachzuweisen ... hängt von der zukünftigen Forschung ab." (Harald Haarmann, Babylonische Welt. Geschichte und Zukunft der Sprachen, Frankfurt, New York: Campus, ISBN 3593365715, S. 245 ff.)
Mk53 13:06, 30. Apr 2004 (CEST)
An Zenogantner: An Hand der Münzen schreibe hier was die Thraker gesprochen haben und was für ein Alphabet gehabt haben!
- http://www.sixbid.com/catal... (THRAK. Münze mit korinthischen helm)
- http://www.sixbid.com/catal... (Thrak Münzen)
Vergina 23:56, 29. Apr 2004 (CEST)
- Zu den Münzen ist folgendes zu bemerken. Grundsätzlich haben mehrere nicht-griechische Völker (beispielsweise die Kelten) Münzen in griechischer Schrift und teilweise auch griechischer Sprache geprägt. Dies beweist also nichts in Bezug auf deren Volkszugehörigkeit. Zu den beiden präsentierten Münzen: Mesambria ist eine griechische Kolonie am Schwarzen Meer, die um 510 v. Chr. von Megara (Herodot 6,33) gegründet wurde. Lysimachos war einer der Diadochen und wurde noch von Alexander dem Großen zum Statthalter von Thrakien eingesetzt. Mk53 10:12, 1. Mai 2004 (CEST)
- Vergina, du kannst zig Münzen präsentieren: Fakt bleibt, dass die Sprachwissenschaft sich sicher ist, dass die Thrakische Sprache keine enge Verwandtschaft mit dem Griechischen aufweist. -- Gruß, Woldemar 00:55, 30. Apr 2004 (CEST)
Die genetische Verwandtschaft ist nicht allgemein akzeptiert: "Dabei hat nach dem Stand gesicherten Wissens als völlig offen zu gelten, ob diese Einheit das Ergebnis der Fortentwicklung auf Grund einer "Urverwandtschaft" darstellt (das heißt eine "genealogische" Sprachverwandtschaft repräsentiert) oder ob sich einander ursprünglich unähnliche Sprachzweige durch langdauernden ... Kontakt ... so weitgehend angenähert haben, dass sich daraus die nachweisbaren Übereinstimmungen als typologisch bedingt erkären ließen. Letztere Auffassung entspricht dem ... Sprachbund-Modell der Prager Linguisten-Schule aus den 30er Jahren ... In jedem Fall wäre es aber mit Sicherheit völlig falsch, sich eine ie. "Grundsprache" in den kommunikativen Parametern modernen Sprachverständnisses vorzustellen. Der wichtigste Grund dafür: Hinsichtlich der (potentiellen) Sprecher dieser "Sprache", ihrer ethnischen Organisationsformen und der soziokulturellen Rahmenbedingungen ihres Sprachhandelns ist so gut wie alles ungewiß und daher strittig." Kleine Enzyklopädie - deutsche Sprache / Wolfgang Fleischer ... (Hrsg.); Frankfurt am Main [unter anderem ] : Lang, 2001; ISBN 3-631-35310-3, S. 518. Zur Rolle der Humangenetik siehe oben Haarmann. Mk53 10:16, 11. Mai 2004 (CEST)
- Mit vielen Worten wenig gesagt, die Sprachbundtheorie kann für das Indogermanische ausgeschlossen werden.--15:38, 26. Apr 2006 (CEST)
Aus "Indogermanisch":
Ber Begriff Indogermanisch bezeichnete im deutschsprachigen Raum bis 1945 das international gebräuchliche Indoeuropäische. Diese vor über 150 Jahren von deutschen Sprachwissenschaftlern geprägte Bezeichnung bezog sich bei indo- auf die ursprünglich östlichsten, bei -germanisch auf die ursprünglich westlichsten indoeuropäischen Sprachträger.
Heute wird auch in Westdeutschland vermehrt das international übliche Indoeuropäisch verwendet, um dem germanischen Sprachzweig gegenüber den anderen keine besondere Rolle einzuräumen. In der DDR wurde der Begriff indogermanisch, auch in Abgrenzung zum Missbrauch des Begriffes zu Zeiten deutschen Nationalismus während des Deutschen Kaiserreichs und des deutschen Faschismus, vermieden.
--Zenogantner 11:31, 19. Jul 2004 (CEST)
Romanische Sprachen
"Die Bezeichnung "indoeuropäisch" ist die politisch korrekte aber inhaltlich falsche Variante, weil sie unter anderem auch die romanischen Sprachen einschließt."
Wieso ist es denn falsch, die romanischen Sprachen einzuschließen? Die gehören doch auch zur indogermanischen Sprachfamilie. Ich lösche den Satz mal. Wenn mir jemand erklären kann, welchen Sinn er haben soll, möge er das bitte tun. --Moldy 20:33, 25. Aug 2004 (CEST)
Der Satz hat keinen Sinn. Löschen war deshalb angezeigt. --Seidl 13:03, 27. Aug 2004 (CEST)
Der Satz hätte heißen müssen: "Die Bezeichnung "indoeuropäisch" ist die politisch korrekte aber inhaltlich falsche Variante, weil Europa unter anderem auch die Baskische und Finnische Sprache einschließt."--Löschfix 15:40, 26. Apr 2006 (CEST)
Mit Verlaub: indo-europäisch ist nicht sachlich falsch, sie ist nur die außerhalb Deutschlands einzig gängige und in Deutschland vor allem von Nicht-Indogermanisten benutzte Bezeichnung. Es gibt eben heute zwei koexistierende Bezeichnungen, was immer deren (im übrigen genau erforschte) Vorgeschichte sein mag. Niemand sagt doch, die französische Bezeichnung "Allemagne" für Deutschland sei sachlich falsch, bloß weil die Deutschen nicht alle Allemannen sind (und die Franzosen sind auch keine Franken). Das wird mit dem Namen gar nicht behauptet, der eben ein Name ist und keine - um einen Begriff der Logik zu gebrauchen - beschreibende Kennzeichnung. Es gibt ja auch Leute, die glauben, der Bürgersteig sei als solcher falsch bezeichnet, weil man ebendort nicht steigt, sondern geht. --Peter Hammer 20:48, 22. Jun 2006 (CEST)
Indogermanisch oder Indoeuropäisch, 2. Auflage
Wie auch immer das bessere Lemma ist, es sollte in der Wikipedia konsistent benutzt werden. Solange hier "Indoeuropäisch" im Titel steht, ist es kontraproduktiv, Links auf diese Seite in "Indogermanisch" umzubennen. Sollte die Benennung dieses Artikels fehlerhaft sein, und es wird das Lemma "Indegermanisch" bevorzugt, dann sollte das hier diskutiert werden, und nicht in einer Art Graswurzel-Bewegung von den incoming links her. -- Pjacobi 17:02, 1. Sep 2004 (CEST)
- Pjacobi, ich weiß nicht, was es hier zu diskutieren gibt. Der Begriff "indogermanisch" ist im deutschen Sprachraum sowohl unter den Fachleuten wie unter den Laien der einzig gebräuchliche. Daran hat sich die Wikipedia natürlich zu halten. Auf die Umbenennungsvorschläge von Laien, die von der Sache nun wirklich keine Ahnung haben, muss man nicht eingehen. --Seidl 16:47, 3. Sep 2004 (CEST)
- Welche Umbenennungsvorschläge von welchen Laien? Meine einzige Bitte war ein Mindestmaß an Konsistenz. -- Pjacobi 17:10, 3. Sep 2004 (CEST)
- Außerdem muss ich leider darauf hinweisen, dass durch die letzte Umbenennung jetzt circa 130 Links im Redirect-Sumpf steckenbleiben. Dachtest Du da an eine manuelle oder eine Bot-Lösung? -- Pjacobi 17:13, 3. Sep 2004 (CEST)
- Oh, Sh...! Jetzt müssen die Techniker ran! --Seidl 17:17, 3. Sep 2004 (CEST)
Indogermanisch und Indoeuropäisch, mal ein neues Argument
Als Baskologe und (im Nebenfach) Indogermanist ärgere ich mich natürlich über die Bezeichnung "Indoeuropäisch", denn das Baskische ist keine indogermanische Sprache, sondern eine europäische. Im Übrigen weiß man wenig über das Entstehungsgebiet des Indogermanischen. Nur eins ist sicher: in Europa lag es nicht. Seit der Entdeckung des Tocharischen passt der Europabezug sprachhistorisch noch weniger. All das spricht sehr für Indogermanisch, das unter den deutschen Fachleuten ("Indogermanische Gesellschaft", Indogermanistik) auch am etabliertesten ist – also warum anders? --Maha 02:27, 2. Sep 2004 (CEST)
- Das mit Europa ist leider kein Argument, denn dann müsste man auch den Begriff indo- beanstanden: schließlich sind nicht alle indischen Sprachen indogermanisch... Dass das Entstehungsgebiet, die Urheimat der Indogermanen nicht in Europa gelegen haben sollte, wäre mir neu. Sowohl die Ukraine/Südrussland wie der nördliche Kaukasus gehören doch zu Europa. --Seidl 08:27, 2. Sep 2004 (CEST)
- Neue Argumente hin und her, können wir uns darauf einigen, dass gutgemeinte (oder andere) Umbenennungsorgien von Links auf die eine oder andere Bezeichnung wenig hilfreich sind, und das die Diskussion hier stattfindet? -- Pjacobi 09:32, 2. Sep 2004 (CEST)
- Sehr neu ist das Argument in der Tat nicht, hier eine genauere Erörterung (stammt von mir in einem noch nicht publizierten Buch): Was spricht für indoeuropäisch anstelle von fachintern im Deutschen traditionell üblicherem indogermanisch? Außerhalb der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft scheint sich diese international allgemein übliche Bezeichnung nun auch im Deutschen weitgehend durchgesetzt zu haben. Dass dies in der deutschsprachigen Linguistik durch den starken Einfluss der DDR-Sprachwissenschaft und ihres Sprachgebrauchs bedingt ist, ist schon wegen der Qualität dieser Forschung kein Gegengrund und für die Beurteilung der heutigen Situation ohnehin unerheblich.), Der zweite Bestandteil -germanisch bietet immer wieder (wenn auch eigentlich zu Unrecht) Anlass für Irritationen – seltsamerweise auch für Vertreter der deutschen Philologie und ihrer Spaltungsprodukte, denen gleichzeitig ihre Selbstbezeichnung als Germanisten keine Probleme zu bereiten scheint, obwohl germanisch auf deutsch gewiss nicht einfach nur ‘deutsch’ bedeutet und sicherlich nicht weniger unerwünschte Assoziationen weckt wie seine Verwendung mit dem Vorderglied indo- (Hier steht freilich kein Alternativbegriff zur Verfügung, weshalb ich diese Bemerkung keineswegs als Aufruf zur Umbenen-nung der Germanistik verstanden wissen will, etwa in „Teutonistik“.). Zwar spricht rein begrifflich manches für indogermanisch gegenüber indoeuropäisch, so z. B., dass dadurch nicht eine Vereinnahmung ganz Europas suggeriert wird ... Freilich spricht dieses Argument noch entschiedener gegen indo-. Das hat aber offenbar in Europa noch nie jemanden gestört, obwohl eine Vereinnahmung ganz Indiens für die ie. Sprachen sicherlich noch irreführender wäre als die Europas. Strenggenommen müsste man also bei konsequenter Berücksichtigung dieses Arguments zumindest "indoariogermanisch" sagen. Doch kann Indoeuropäisch angesichts von (jüngeren) Parallelbildungen wie Afr(o)asiatisch, Austroasiatisch usw. kaum als unangemessener Begriff bezeichnet werden, denn die vorliegende Sprachfamilie kann geographisch tatsächlich am besten durch ihre Ausdehnung von Indien bis Europa charakterisiert werden. Das Festhalten an der traditionellen deutschen Bezeichnung bietet kaum Vorteile, die die dadurch verursachten sozialpsychologischen Nachteile wettmachen könnten. So spricht alles dafür, hier keinen unnötigen Anlass für Kritik zu bieten (sei sie auch noch so unpräzise und unangemessen), genauso wie es aus bekannten historischen Gründen nicht empfohlen werden kann, Begriffe wie „Arier“, „arisch“ im Sinne von ‘Indoiranier’, ‘indoiranisch’ weiterhin unkommentiert zu verwenden, auch wenn es sich hier um eine Eigenbezeichnung der betreffenden Völker handelt. ... Missverständnisse zwischen Fachsprache und Allgemeinsprache sollten auf das wirklich unvermeidliche Maß beschränkt werden. --MaJoKü 16:07, 8. Apr 2005 (CEST)
- Also @MaJoKü dieser unveröffentlichte Absatz ist reiner Journalismus. Und die ständigen Bestrebungen einen eingebürgerten Fachbegriff zu revidieren, sind Sprachpurismus. Linguistisch betrachtet ist der Name eines Begriffes nicht identisch mit seiner Wortbedeutung, denn wir sagen noch immer Zollstock (und zu recht) und nur die Neunmalklugen sagen Gliedermaßstab oder ähnlich, eben Sprachpurismus. Es heißt Indogermanistik (historisch begründet in seiner Spanne von den Germanischen zu den Indoarischen Sprachen), sachlich nicht wirklich begründet (aus heutiger Sicht), aber nichts desto weniger eingebürgert und damit definiert.--Löschfix 15:52, 26. Apr 2006 (CEST)
- Objektivität als Argument. Begriff Indogermanisch ist nichts anders als Indoeuropäisch und umgekehrt, damit sind doch alle einverstanden. Was man betonen sollte bei Begriff Indogermanisch ist, Etablierung des Begriffes nur in Deutschsprachigeraum als Volk- und Fachbegriff. Aber nicht Zitat "Von der nicht deutschsprachigen Philologie wird die indogermanische Sprachfamilie meist als „indoeuropäische“ bezeichnet. (damit meint man den ganzen Rest der Welt) Es wäre korrekter - "Nur von der deutschsprachigen Philologie wird die indoeuropäische Sprachfamilie meist als „indogermanische“ bezeichnet.
Zu den Änderungen vom 7. September
Die Formulierung "Die indogermanischen Sprachen sind nach Meinung der Indogermanistik im linguistischen Sinne genetisch verwandt; eine typologische Angleichung nach Art eines Sprachbunds kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden" gibt die Mehrheitsmeinung wieder, berücksichtigt aber auch einen Minderheitsstandpunkt. Dies entspricht durchaus den Gepflogenheiten der Wikipedia und einem neutralen Standpunkt. Eine (eventuelle) Minderheitsmeinung mit dem Pauschalargument "keine Ahnung" vom Tisch zu wischen, zeugt dagegen von Arroganz und schlechtem Stil. Ob man sich dieser Minderheitsmeinung anschließen mag oder nicht, sei einmal dahingestellt.
"Dabei hat nach dem Stand gesicherten Wissens als völlig offen zu gelten, ob diese Einheit das Ergebnis der Fortentwicklung auf Grund einer "Urverwandtschaft" darstellt (das heißt eine "genealogische" Sprachverwandtschaft repräsentiert) oder ob sich einander ursprünglich unähnliche Sprachzweige durch langdauernden ... Kontakt ... so weitgehend angenähert haben, dass sich daraus die nachweisbaren Übereinstimmungen als typologisch bedingt erkären ließen. Letztere Auffassung entspricht dem ... Sprachbund-Modell der Prager Linguisten-Schule aus den 30er Jahren ... " schreibt etwa die "Kleine Enzyklopädie - deutsche Sprache".
Sollte man deswegen den Herausgebern und Verfassern der Enzyklopädie Ignoranz unterstellen? Rezensenten sahen dies anders:
http://www.ualberta.ca/~ger...
Das Unternehmen, einen Überblick über den gesamten Wissensbestand in Bezug auf die deutsche Sprache zu geben, muss angesichts der Tatsache, dass unter Experten schon die Auffassungen über den Gegenstand des Buches divergieren, angesichts der unterschiedlichen Forschungsansätze und nicht zuletzt auch der Komplexität des Gegenstandes selber als ausgesprochen gewagt bezeichnet werden. Man kann hier schon vorwegnehmen, dass es den Verfassern der Kleinen Enzyklopädie tatsächlich gelungen ist, dem durch die Titelwahl erhobenen Anspruch gerecht zu werden.
http://punktde.ruhr-uni-boc... Somit bietet der Band Kleine Enzyklopädie Deutsche Sprache wieder eine zeitnahe und zeitgemäße, noch umfassendere Orientierung über die Wissenschaft von der deutschen Sprache an, wie es im Grunde wohl auch die meisten Beiträger der Erstausgabe beabsichtigt hatten.
Auch die Brockhaus-Enzyklopädie schließt die Sprachbundtheorie nicht völlig aus.
Alexander Häusler zitiert aus einem Aufsatz von Anton Scherer ("Scherer, A., Indogermanische Altertumskunde (seit 1956). In: Kratylos 10 (1965), S. 1-24)): "Es steht nichts im Weg, sich auch das Urindogermanische so entstanden zu denken. Ein "Sprachbund", der zur Herrschaft eines der teilnehmenden Idiome führt, wäre ja nicht mit dem 'balkanischen Sprachbund' u. dgl. in Parallele zu setzen, sondern würde die Zurückdrängung einer ursprünglichen Vielfalt zugunsten der mehr oder weniger einheitlichen 'siegreichen' Sprache bedeuten". Er führt weiter aus: "In neuerer Zeit werden die Überlegungen von Trubetzkoy häufig als ein sachlich unbegründerter Geistesblitz abgetan und die Erklärung der rekonstruierten indogermanischen Grund- und Gemeinsprache gewissermaßen als "Urzeugung" in einer "Keimzelle" als gesichert hingestellt. [...] Sprachen wie das Baskische, Etruskische, Ugrofinnische und Indogermanische wären in Europa jeweils das Ergebnis eines an isolierten Stellen, gewissermaßen "an einem Lagerfeuer", erfolgten spontanen "Schöpfungsakts", während dazwischen ein weites sprachliches Niemandsland gelegen hätte (oder eine Vielzahl von untergegangenen Sprachen). Eine solche Sicht scheint mir wenig realistisch zu sein. (A. Häusler: Zum Ursprung der Indogermanen. Archäologische, anthropologische und sprachwissenschaftliche Gesichtspunkte, in: Ethnographisch-archäologische Zeitschrift : EAZ / hrsg. ... in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, Jahrgang 39, 1998, S. 1-46).
Ganz anderes Thema!!! Klare(re) thematische Trennung
Dieser Artikel befaßt sich mit zwei Themen, die zwar miteinander eng verwandt sind, jedoch eine striktere Trennung verdienen. Einerseits haben wir die hypothetische Ursprache (bzw. die Urdialekte, falls wir eine einheitliche Sprache nicht zu postulieren wagen), andererseits haben wir die Sprachgruppen, die aus dieser entstanden sind, und diese in verschiedenen Sprachstufen. Zu beiden Themen gibt es genügend Material, um jeweils einen Artikel zu füllen. Auch wäre dann die manchmal nicht ganz nachzuvollziehende Ordnung im aktuellen Artikel vielleicht zu beheben.Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, den Artikel, wie er jetzt ist, in seine Bestandteile aufzudröseln (KEIN ganz leichtes Unterfangen, ich weiß!) und je nach Sachgebiet auf zwei neue Artikel (bspw. "Indogermanische Sprachfamilien" und "Indogermanische (Ur)Sprache") aufzuteilen. Natürlich besteht dann das Problem der Wikilinks, die alle hierher verweisen und dann einzeln umverteilt werden müßten.
Dann könnte auch das Anliegen von Martin (1.3.05, im Moment ganz oben) besser bearbeitet werden. Grundzüge der indogermanischen Grammatik, Phonologie usw. gehören auf jeden Fall in den Artikel zur Urspache.
ALso denkt mal drüber nach, beste Grüße, Netzrack.N 09.03.05
- Wie auf en.wikipedia? :en:Proto-Indo-European language? --Pjacobi 14:52, 9. Mär 2005 (CET)
Ja. Ein Artikel für die Sprachfamilie, einen für das Proto-Indogermanische.
Natürlich mit Verweisen aufeinander ... --Zenogantner 14:53, 9. Mär 2005 (CET)
Ja, genau das dachte ich. Netzrack.N
Indogermanische Sprachgruppen
ich habe aus der liste der sprachgruppen beispiele für die einzelnen gruppen wieder entfernt (vorher: nordgermanische sprachen (mit schwedisch, dänisch, norwegisch), jetzt: nordgermanische sprachen). meine begründung: 1. dies ist eine übersicht, die eben "übersichtlich" bleiben sollte. 2. man muss nicht immer alles 5mal schreiben. wenn jemand wissen will, welche sprachen nordgermanisch sind, dann kann er einfach auf den link klicken und sich im artikel darüber informieren. 3. die beispiele könnten den eindruck erwecken, dass eine gruppe ausschließlich aus den angeführten sprachen besteht, d.h. es wurde nicht deutlich, dass es sich um eine auswahl handelte. 4. es wurden nicht zu allen gruppen beispiele angeführt.
lediglich bei der latino-faliskischen gruppe der italischen sprachen habe ich den zusatz "(mit latein und den romanischen sprachen)" gelassen, weil die romanischen sprachen eine sehr prominente untergruppe bilden ("latino-faliskisch" ist kaum jemandem geläufig) und ihre einordnung sonst für laien schwer zu finden gewesen wäre. 194.242.219.51 15:24, 3. Aug 2005 (CEST)
- Ich stimme ihnen zu. Die Veränderung sollte man so lassen.--Sozialdemokrat 13:55, 6. Aug 2005 (CEST)
- Ja, das sind gute Änderungen, denen man auch vom Standpunkt der Fachleute aus zustimmen kann. --Seidl 14:02, 6. Aug 2005 (CEST)
Centum und Satem-Sprachen
Könnte jemand vielleicht mal etwas über die Unterscheidung zwischen Centum und Satem-Sprachen einbauen?
Unnötiger Relativsatz
Ich finde den, im folgenden enthaltenen, Relativsatz für unnötig: Die Bezeichnung Indogermanisch wurde im deutschen Sprachraum, der in dieser Forschungsdisziplin weltweit immer noch führend ist, beibehalten. Als Selbstbeweihräucherung würde ich den gerne entfernen. --Chrislb 05:43, 19. Nov 2005 (CET)
Sprachbund
Heute hat eine IP den Satz entferntDass ihre Ähnlichkeit nur auf typologischer Angleichung nach Art eines Sprachbunds zustande kam, kann ausgeschlossen werden.Warum wurde das entfernt? Ist die These umstritten? Falls nicht, ich halte die Aussage für relevant. Anorak 10:55, 2. Feb 2006 (CET)
- Man frage die IP. Der Satz ist zwar für Eingeweihte eine Binsenweisheit, gehört aber für Laien hinein. --Seidl 13:39, 2. Feb 2006 (CET)
- @Seidl mir ist schon merhfach aufgefallen, dass Du einen seltsamen Expertenstandpunkt einnimst, damit verrennt man sich aber gerne mal schnell, besonders in einer Enzyklopädie, wo verschiedenen Disziplinen aufeinanderstoßen. Ich denke Binsenweisheiten für den Laien sollten hier dringend hinein, dazu schreibt man eine Enzyklopädie, die in keinem Falle ein Fachreferat ist.--Löschfix 16:07, 26. Apr 2006 (CEST)
- Naja, ich halte die Aussage für ungefähr so nutzvoll wie "Dass Fledermäuse Vögel sind, kann ausgeschlossen werden" im Artikel über Fledermäuse. Nicht falsch, aber auch nicht richtig informativ. Ich finde den Artikel besser ohne den Satz. Angr/häh? 18:43, 2. Feb 2006 (CET)
- Das ist Blödsinn angesicht der heftigen Diskussin oben, darüber, ob das Indogermanische nicht auch durch Sprachbund entstanden sein könnte, dem eine Minderheit an Sprachwissenschaft anhängt.--16:07, 26. Apr 2006 (CEST)
- Stimme Benutzer Seidl zu, da Wikipedia insbesondere auch für Nicht-Fachleute gedacht ist. Viele Grüße, --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer 01:09, 9. Mär 2006 (CET)
- @Löschfix: Gewöhn dir doch bitte mal an, Diskussionsbeiträge unten anzufügen und nicht mittendrin. Wenn du wie Seidl auch denkst, dass der Satz rein soll, warum gehst du ihn dann eigentlich so an? --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 12:40, 27. Mai 2006 (CEST)
Merkwürdige Einleitung
Ich finde die Einleitung sollte mal überhohlt werden, ich als Laie versteh da nicht allzuviel. Es ist ein langer Satz mit viel zu vielen Nebensätzen, die verwirren einen völlig. Da ich nicht vom Fach bin kann ich leider keinen konstruktiven Vorschlag machen, aber evtl. findet sich ja jemand. (Ich bin aboluter wiki-neuling, ich hoffe ich hab meinen Kommentar richtig in die Diskussion eingefügt, bitte verzeiht mir falls nicht und ändert es Danke) Adrian 16. April 2006 (CET)
- Du hattest recht, der Einleitungssatz war sehr "wuselig". Ich hab versucht, ihn etwas leserlicher zu gestalten. -- Frente 13:28, 16. Apr 2006 (CEST)
Glottochronologie
Es gibt noch Überschneidungen zum Artikel Indogermanen, aber bislang kein Link darauf, habe dafür gesorgt.- "Leider fand ein in der ausschließlich naturwisenschaftlich orientierten Zeitschrift Nature erschienener glottochronologischer Artikel (Lit.: Gray, Atkinson 2003) in den Medien unkritische Beachtung."
- Harald Haarmann: Babylonische Welt. Geschichte und Zukunft der Sprachen. Campus, Frankfurt-New York 2001, S.245ff. ISBN 3593365715
gesagt wird, ist hingegen recht übezeugend. So ähnlich vorsichtig sollte es auch im Artikel formuliert werden.--Löschfix 15:23, 26. Apr 2006 (CEST)
"Nature" ist eine naturwissenschaftliche Zeitschrift, wo keiner versteht, über was da geschrieben wird. Eine 26-seitige Arbeit zu diesen linguistischen Versuchen von Bio-Mathematikern erscheint demnächst in einer internationalen peer-reviewten Spezialzeitschrift (auf englisch). Das "POV" verbitte ich mir, vor allem von anonymen Schreibern. [HJJHolm] 12:23, 3. Aug. 2006.

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