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Ingenieur

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Der Artikel Ingenieur gehört zur Kategorie: Ingenieurwissenschaft, Beruf, Berufliche Funktion, Akademische Bildung, Abschlüsse und Zertifikate
Ingenieur (Abk.: Ing.) ist die Berufsbezeichnung für Hochschulabsolventen der Ingenieurwissenschaften. Der Begriff geht auf Sebastien le Pestre de Vauban zurück, den Festungsbaumeister (Chef du Genie) von Ludwig XIV., und wird vom lateinischen Titel "ingeniarius" (Festungsbaumeister) abgeleitet, den auch Leonardo da Vinci trug.

Fachrichtungen

Bekannte ingenieurwissenschaftliche Fachrichtungen sind:

Ingenieure sind in fast allen Bereichen der Wirtschaft tätig. Die Berufsmöglichkeiten in den Unternehmen sind vorwiegend die Bereiche Beratung, Entwicklung, Planung, Fertigung, Messung (Chemische und Physikalische Untersuchungen), Gutachtenerstellung, Programmierung, Prototyping (Produktentwicklung) Vertrieb, Marketing, Steuerung (Produktions-, Prozess-)Konstruktion, Technische Dokumentation, Controlling und im Management. Ingenieure arbeiten außerdem als selbständige Unternehmer, als Angestellte in Ingenieurbüros oder bei Behörden.

Ingenieure zeichnen sich durch analytisches Denkvermögen, gute theoretische und anwendungsorientierte Fachkenntnisse, verbunden mit praxisorientierten und auf kurzfristige Umsetzung bedachte Vorgehensweisen aus; außerdem verfügen sie über eine weitgestreute gute technische Allgemeinbildung.

Die Industrie basiert hauptsächlich auf ingenieurmäßiger Umsetzung technischen Wissens wie die Telekommunikation, die KFZ-Industrie, die Computertechnik, die Energieversorgung usw.

Ingenieure sind die Berufsgruppe mit der größten Beteiligung an Erfindungen.

Länderspezifische Informationen

Deutschland

Die Ausbildung zum Ingenieur und das Führen der Berufsbezeichnung Ingenieur ist landesrechtlich geregelt. Akademisch werden Ingenieure an Hochschulen ausgebildet, nichtakademisch an Berufsakademien.

Seit 1992 verleihen Hochschulen den akademischen Grad zusammen mit der Hochschulbezeichnung Diplomingenieur (Dipl.-Ing.) bzw. Diplomingenieur (Fachhochschule) (Dipl.-Ing. (FH)). Nach einer Promotion in den Ingenieurswissenschaften wird der akademische Grad eines Doktor der Ingenieurwissenschaften (Doktor-Ingenieur, Dr.-Ing.) vergeben.

Absolventen staatlich anerkannter Berufsakademien erhalten eine staatliche Abschlussbezeichnung als Dipl.-Ing. (BA) bzw. Ingenieur (Berufsakademie).

Absolventen früherer Ingenieurschulen bzw. deren Vorgängereinrichtungen können nach landesrechtlicher Regelung die vormals verliehene staatliche Bezeichnung Ing.(grad.) weiterführen oder sich als staatliche Bezeichnung Dipl.-Ing. (FH) nennen. An staatlich anerkannten Bergakademien oder Bergschulen ausgebildete Betriebsführer (Bergbau) führen ebenfalls die Berufsbezeichnung 'Ingenieur'.

Absolventen technischer Fachrichtungen von Fach- oder Ingenieurschulen der DDR erhielten generell die Berechtigung die Berufsbezeichnung 'Ingenieur' zu führen. Diese Berechtigung ist durch Einigungsvertrag fortgeltend. Ausbildungen mit wirtschaftlichem oder pädagogischem Schwerpunkt führen die Bezeichnungen Ingenieur-Ökonom oder Ingenieur-Pädagoge.

Die Berufsbezeichnung 'Ingenieur' ist in der Bundesrepublik Deutschland erst seit Anfang der 1970er Jahre gesetzlich geschützt und wird seither nur an Absolventen entsprechender Einrichtungen verliehen. Zuvor durften (und dürfen weiterhin) auch Personen ohne eine Ingenieurausbildung, aber mit langjähriger einschlägiger Berufspraxis die Standesbezeichnung 'Ingenieur' führen.

Ingenieure sind in den jeweiligen Berufsverbänden oder auch fachübergreifend, beispielsweise im Verein Deutscher Ingenieure (VDI), organisiert.

Ein 'Beratender Ingenieur' muss bestimmte gesetzlich festgeschriebene Vorgaben erfüllen und sich in die Liste der 'Beratenden Ingenieure' der Ingenieurkammer seines jeweiligen Bundeslandes eintragen. Die Berufsbezeichnung Beratender Ingenieur für einen freiberuflich tätigen Ingenieur ist landesrechtlich geschützt.

Aufgrund des Bologna-Prozesses haben bereits heute die meisten Fachhochschulen auch ihre Ingenieurstudiengänge auf den Abschluss Bachelor oder/und Master umgestellt. Hierbei blieb die Anzahl der theoretischen Studiensemester für den Bachelor-Abschluss zumeist gleich. Der akademische Grad lautet "Bachelor of Engineering" (BEng) oder "Bachelor of Science" (BSc).

Österreich

Die Ausbildung zum Ingenieur und die Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur ist bundeseinheitlich geregelt. In Österreich werden Ingenieure mit wissenschaftlich fundierter Ausrichtung traditionell an technischen Universitäten und Ingenieure mit fachpraktisch fundierter Ausrichtung and Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) im nichtuniversitärem Postsekundärbereich ausgebildet. Im Rahmen des EU-Beitrittes wurden im Jahr 1994 die Fachhochschulen gegründet, akademisch ausgebildete Ingenieure mit fachpraktischem Schwerpunkt und wissenschaftlicher Orientierung werden seitdem an Fachhochschulen ausgebildet.

In Österreich ist der Titel Ingenieur eine Standesbezeichnung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit verliehen wird. Voraussetzung hierfür ist die Reife- und Diplomprüfung einer österreichischen Höheren Technischen Lehranstalt oder einer Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalt, sowie der Nachweis einer mindestens dreijährigen ingenieurmäßigen Tätigkeit. Ohne Reife- und Diplomprüfung, aber mit nachgewiesenen gleichwertigen Fachkenntnissen kann der Ingenieurtitel auch nach sechs Jahren Praxis verliehen werden. Es ist hierzu eine kommissionelle Ingenieurprüfung abzulegen, die Gleichwertigkeit der Kenntnis als Prüfungsvoraussetzung wird vom Ministerium für Wirtschaft- und Arbeit streng geprüft nach Maßnahme der Dinge. Dieser Weg wird in der Regel von Personen mit abgebrochenem techn. Studium (mind. 6 Semester bzw. Vordiplom), oder Personen die eine vergleichbare Ausbildung im Ausland abgeschlossen haben und in Österreich einen Ingenieurberuf ausüben, wahrgenommen. Zusätzlich gibt es auch den Diplom-HTL-Ingenieur, der sechs Jahre Praxis, sowie eine Diplomarbeit auf FH-Niveau und eine kommissionelle Diplomprüfung ablegen muss. Diese Möglichkeit der akademischen Nachqualifizierung für HTL-Ingenieure war für die Übergangsphase nach Einführung der Fachhochschulen gedacht und läuft mit 31.12.2006 aus (Ingenieurgesetznovelle 2006). Den Absolventen der technischen Diplom- bzw. Magisterstudien der Technischen (und anderer) Universitäten und der Universität für Bodenkultur Wien wird der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Abk.: Dipl.-Ing. oder DI), den Fachhochschulen der akademische Titel Dipl.-Ing. (FH) auf Master-Niveau verliehen. Die Absolventen beider Studienformen werden für ein anschließendes Doktoratsstudium zugelassen, wobei sich die Mindeststudiendauer der FH-Absolventen gegenüber den TU-Absolventen um 2 Semester verlängert.

Der reglementierte Beruf beratender Ingenieur bzw. die Zugangsvoraussetzung zum Betreiben eines Ingenieurbüros wird geregelt in der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über das BGBL. II 89/2003 (Zugangsvoraussetzungs-Verordnung für reglementierte Gewerbe Technische Büros - Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure).

Die Berufsvoraussetzung ist gegeben für Personen die a) eine technische Hochschule oder Fachhochschule und eine mindestens 3-jährige fachliche Tätigkeit im betreffenden Fachgebiet, oder b) eine dem Fachgebiet entsprechende HTL (Höhere techniche Lehranstalt bzw. entsprechende Sonderform HFL) und eine mindestends 6-jährige fachliche Tätigkeit im betreffenen Fachgebiet, und c) eine Befähigungsprüfung gemäß Gewerbeordnung 1994, BGBL. Nr. 111/2002, nachweisen. (Quelle: www.ingenieurbueros.at)

Personen die für das reglementierte Gewerbe Ingenieurbüros/Beratende Ingenieure in Österreich zugelassen sind dürfen dieses auch in den anderen EU Ländern ausüben (EU Diplomanerkennungsrichtline für geglementierte Berufe).

Als Ingenieurvereine haben sich in Österreich der VÖI (Verein österr. Ingenieure) und ÖIAV (Österr. Ingenieur- und Architektenverein) seit vielen Jahren erfolgreich etabliert. Das österreichische Ingenieurregister wird vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit geführt.

Zitate

  • "Ich war der oberste Leiter jedes Werkes, und alle Werkstätten standen unter meinem Befehl. Ich war groß über alle Begriffe, immer machtvoll und hatte keine Unglücke. Ich war der Aufseher aller Aufseher und irrte mich nie." Grabinschrift eines Ingenieurs, der beim Pyramidenbau in Ägypten beteiligt war.
  • "Dem Ingenieur ist nichts zu schwer" nach Heinrich Seidel; frei nach: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör" von Dr. Erika Fuchs, Übersetzerin des Daniel Düsentrieb (Gyro Gearloose)
  • "Die Zeichnung ist die Sprache des Ingenieurs"
  • "Ingenieure bauen Waffen. Bauingenieure bauen Ziele."
  • Motto aller Luft- und Raumfahrtingenieure: "Die Farbe gibt dem Flugzeug die Stabilität!"
  • Motto aller Kybernetiker: "Das kriegen wir schon geregelt!"
  • Motto aller Schiffbauer: "Nicht schwer ist das Schiffebauen, was nicht passt wird hingehauen!"
  • Ingenieurssprichwort: "Es gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen"
Ingenieurs-Trinkspruch: "Ein Ingenieur der nicht säuft, ist wie ein Motor der nicht läuft!"

Literatur

  • Walter Kaiser, Wolfgang König (Hrsg.): Geschichte des Ingenieurs. Ein Beruf in sechs Jahrtausenden, Carl Hanser Verlag, München, Wien, 2006, ISBN 3446404848

Siehe auch

Bauingenieur, Chemieingenieur, Maschinenbau-Ingenieur, Physikingenieur, Wirtschaftsingenieur, Liste bedeutender Ingenieure

Weblinks

simple:Engineer


Diskussion der Autoren über den Artikel: Ingenieur


Hi! Der Artikel wurde ursprünglich wohl in der Absicht geschrieben, Österreich und Deutschland zusammengefasst zu behandeln. Die Trennung DE/AT geht so nicht, auch in AT in Ingenieur nicht lediglich eine Standesbezeichung oder Berufsbezeichnung, weil auch in AT universitäre und FH-Ingenieure existieren. So kanns nicht stehenbleiben, der Artikel muss jetzt komplett umgeschrieben oder reverted werden Es ist so schlicht falsch, die HTL ist eine österreichische Schulart, die gibts in DE auch garnicht!

Rabauz 11:54, 24. Jun 2004 (CEST)

Der Ingenieur selbst ist eine Standesbezeichnung (habe ich auf der Urkunde stehen) und kein Titel. Dipl. Ing. ist ja kein Schmalspuringenieur, sondern ein akademischer Grad. In Deutschland gab oder gibt es die Ingeneurschule nach dem Abitur, die auch nur den einfachen Ing. hervorbrachte. Aber heute ist der Ing. in AT nirgends mehr anerkannt. Karl Gruber 13:49, 24. Jun 2004 (CEST)

na gut, dann schreiben wirs halt um. Die ursprüngliche Idee AT und DE zusammengefasst zu behandeln fand ich nur garnicht schlecht, weil die Unterschiede vorhanden aber gering sind. In DE gibts keine Ingenieurschulen mehr, das sind jetzt normalerweise FHen, ich hab nur den Eindruck dass sie jetzt die HTL hintenrum einführen wollen (Industrietechnologe).Das setzt dann allerdings grundsätzlich das Abitur voraus.
Ich hab jetzt den Uni bzw. FH-Ing. ergänzt bei Österreich, weil ja sonst der Eindruck entstanden wäre daß es in AT keine Ingenieure mit Hochschuldiplom gibt, die Piefkes aka Preissn hätten das sonst noch geglaubt ;)
In der ursprünglichen Version war aber klar daß der HTL Ing. nur eine besondere Spezialität ATs ist und sich der akademische Ing. sowohl auf DE als auch auf AT bezieht.

Rabauz 18:04, 24. Jun 2004 (CEST)

Doppeleintrag unter Diplomingenieur

Dort findet sich nochmal ein großer Teil der Information, die bereits hier gegeben wird. Spricht was dagegen, alles hier unter Ingenieur zusammenzuführen und von dort (Diplomingenieur) nur eine Weiterleitung hierhin einzurichten? --Birger Fricke Birger_Fricke 23:37, 28. Feb 2005 (CET)

Ingenieur-Ökonom

Ich habe diesen Titel unlängst gelesen. Was ist denn jetzt das? --Anton-Josef 10:56, 21. Mär 2005 (CET)
Ingenieur-Ökonom ist ein Abschlussgrad, der in der ehemaligen DDR nach einem wirtschaftswissenschaftlichdominierten Ingenieursstudium vergeben wurde. Den Grad gibt es heute nicht mehr; er konnte u.U., bzw. nach Qualitätsprüfung, in einen bundesdeutsche Grad "umgeschrieben" werden.217.83.104.211 20:07, 1. Apr 2005 (CEST)

Der DDR Ingenieur

ist etwas zu kurz gekommen: Zugang :
  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • oder und Abitur

Studiendauer 3 Jahre Vollzeit 6 Semester davon 1 Semester Ingarbeit

Umschreibung je nach Abschluß, Bildungseinrichtung und beruflicher Praxis sowie des Zeitpunkt des Studienabschluß zum Diplomingenieur FH nach budesdeutschern Recht auf Antrag durch die Bildungsministerien möglich...

schreibt es einer rein?

Ingenieure und Informatik

Soweit ich weiß, sind Absolventen der Informatik-Studiengänge keine Dipl.-Ing.'s mehr. Ursprünglich waren sie es wohl mal, weil sie aus den ET-Fakultäten entstanden sind. Wer IT studiert, der ist wiederum Dipl.-Ing. am Ende (aber kein Informatiker).

Gut erkannt, genauso is es zur Zeit. Hat eigentlich mal jemand überprüft, ob "Dem Ingeniör ist nix zu schwör!" wirklich von Daniel Düsentrieb ist? Dann müsste es ja auch ein engliches Original dazu geben. Kommt mir irgendwie sehr spanich vor.

Es gibt auch den Spruch "Dem Ingenieur ist nichts zu teur."

Soweit ich weiss, geht dieses Zitat auf die Übersetzerin der Mickey Mouse Comics, Frau Dr. Erika Fuchs, zurück. Leider habe ich das betreffende Comic nicht, aber es wird in Zitatsammlungen so ausgewiesen.

Stimmt nicht, jeder der in Österreich Informatik studiert ist später Dipl.-Ing. (ich hab' noch keinen Magister tech. gesehen), außerdem ist ein Absolvent einer fünfjährigen HTL in Österreich immer Ing. (vorausgesetzt sind natürlich drei Jahre Berufspraxis).

.. und dann gibt´s ja noch den MCSE, den microsoft certified software engineer, der noch nichtmal mit einer Technikerausbildung gleichzusetzen ist.

Ingenieur und Architektur

Wieso soll Architektur eine weniger technische Fachrichtung sein? Nur weil manche Architekten auch Künstler sind? Architektur ist meiner Meinung nach der älteste Ingenieur-Beruf überhaupt. In der griechischen Mythologie gibt es ja Daidalos, der wahrscheinlich einzige mythische Ingenieur. An ihm ist auch der Daedalus-Report im Magazin "Science" angelehnt. Diese Serie beschäftigt sich kuriosen Fragen ernsthaft (Neutronenbomben lassen Häuser stehen, aber zerstören Leben - kann man Bomben konstruieren, die Panzer zerstören, aber die Panzerfahrer unverletzt lassen?). Der erste bekannte Ingenieur, der wirklich existierte, war Imhotep in Ägypten. Zu ihm gibt es Wikipedia-Artikel

Bitte jetzt nicht "Architekt" und "Bauingenieur" verwechseln, da reagieren die Bau-Ings gewöhnlich sehr allergisch drauf. Architektur ist deshalb eine weniger technische Fachrichtung, weil sie von der Ausbildung her im Gegensatz zu den richtigen Ingenieuren mathematisch und statisch nur an der Oberfläche kratzt. Aus Sicht von uns Ingenieuren sind Architekten Künstler mit mathematischen und mechanischen Grundkenntnissen. MV

Na, na, so extrem ist es nicht - auch Architekten sind Ingenieure des Bauwesens.

Verkehrstechnik bzw. Transportbetriebstechnik ?

Ich bekomme den Eindruck, dass man hier erkennen kann, wie verworren dies Thema ist. Zu den Dipl.-Ing. oder Dipl.-Ing. (FH) der Verkehrstechnik oder Transportbetriebstechnik hat man sich noch nicht geäußert. Warum wird einmal Dipl. Ing und zum anderen Dipl.-Ing. abgekürzt? Vermutlich wird dies an den Hochschulen auch unterschiedlich gehandhabt. Das Thema der DDR - Ingenierschulen, die auch ohne Abitur besucht werden konnten ist nicht erwähnt. Der Abschluss erfolgte ohne Diplom, nach der deutschen Einheit erfolgte eine Nachdiplomierung nach einem erfolgten Gleichwertigkeitsnachweis.

@1)Für den Besuch einer Ingenieurschule oder Höheren Technischen Lehranstalt, einer Ingenieurakademie, usw. war das Abitur nicht notwendig, da dies keine Hochschulen waren.

2) Auf der Hochschulurkunde steht: .. Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) (heute mit Hochschulbezeichnung)

3) Thema Nachdiplomierung: Die Absolventen der früheren Ing.schulen haben ihre Nachdiplomierung politisch durchgesetzt - war anfangs nicht vorgesehen. Es wurde ihnen das Diplom allerdings nur als staatliche Bezeichnung verliehen, da sie keine akademische Ausbildung wie Hochschulabsolventen (FH, TH, TU,..) hatten. Der Unterschied zum akademischen Grad war, dass bei vielen Gelegenheiten, z.B. in Heiratsurkunden oder bei sonstigen Gelegenheiten nur akademische Grade erwähnt wurden. Die vormaligen DDRler hatten natürlich das gleiche Recht.

"Seit 1992 verleihen Hochschulen den akademischen Grad zusammen mit der Hochschulbezeichnung Diplomingenieur (Dipl.-Ing.) bzw. Diplomingenieur (Fachhochschule) (Dipl.-Ing. (FH))." Was soll denn das heißen? Auch schon vor 20 Jahren wurde der Dipl.-Ing. (FH) verliehen. Noj

Ingenieursdienstleistungen

habe gestern abend den Beitrag Ingenieursdienstleistungen geschrieben, ohne diese Seite vorher gesehen zu haben. Ein anderer Wikipedianer hat dann einen Link auf diese Seite geändert, so dass ich diese Seite gefunden habe. Redundante Inhalte auf der Seite Ingenieurdienstleistungen habe ich soeben gelöscht. Inhalte, die thematisch zu dieser Seite gehören als Ergänzung hier eingetragen. Der übriggebliebene Beitrag Ingenieursdienstleistungen ist somit vom inhaltlichem Umfang recht dürftig, wollte ihn aber noch nicht durch eine Weiterleitung ersetzen. --Personaldisponent 09:05, 4. Mär 2006 (CET)

Heisst wohl besser Ingenieurdienstleistungen (ohne Fugen-s).

Österreich: Zusatzbezeichnung (FH)

Der Zusatz ist jetzt doch gefallen, d.h. ab in Kraft treten des Gesetzes, kann der Zusatz (FH), sofern "meine" Fachhochschule diese Änderung vollzieht, entfallen. Auch wenn jemand bis jetzt Dipl.-Ing. (FH) war und der Studiengang, an dem der Titel erworben wurde, den Zusatz (FH) abschafft, kann sich dieser nun Dipl.-Ing. ohne Zusatz nennen.

Ist das korrekt so? Wenn ja, sollte der Teil mit dem (FH) Zusatz aktualisiert werden.

Bin mir nur nicht sicher, ob das jetzt so stimmt, und ab wann diese Änderung gilt. Sollte sich jemand da mit dem österreichischen Fachhochschul- bzw. Universitätsgesetz auskennen, würd ich - falls nötig - um eine Aktualisierung bitten. -- BearT 16:54, 9. Mär 2006 (CET)

Die Bezeichnung kann nur bei Bologna-konformen Studiengängen mit den akademischen Graden "Bachelor" und "Master" entfallen, nicht bei solchen mit den bisherigen Graden "Bakkalaureus", "Magister" bzw. "Diplom-Ingenieur". Insofern kann der Artikel bleiben, wie er ist. Das Gesetz ist übrigens noch gar nicht gültig, denn die Zustimmung des Bundesrates (bzw. der Beharrungsbeschluß des Nationalrats) fehlen noch. --Peter Putzer 23:43, 15. Mär 2006 (CET)

Frage: Werden Juristen und Mediziner auch auf Bachelor und Master umschwenken? Falls nein, warum nicht?

„Ingenieur, ... Absolventen von Hochschulen führen den Titel "Diplomingenieur". Während der 1. Republik konnten Abgänger einer Technischen Hochschule nach der 1. Staatsprüfung den Titel "Ingenieur" führen, in der 2. Republik erhielten Abgänger einer Höheren Technischen Lehranstalt nach 3jähriger Ingenieurstätigkeit den Titel. Im Rahmen der EU muss der Ingenieursstatus neu geregelt werden.”

Was ist mit Bachelor/Master?

Dieser Artikel ist ja gar nicht mal so schlecht, aber zumindest im Teil über Deutschland fehlen eindeutig Informationen über die neuen Bacherlor und Master-Studiengänge! Immerhin ist es ja in DE politisch gewollt, den Grad Diplom-Ingenieur abzuschaffen, so dass es ab ca. 2010 nur noch die neuen Abschlüsse geben wird. Wer hat Infos wie die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern ist. Ich habe gelesen, dass in den meisten Bundesländern die bestehenden Regelungen auch einem Absolventen eines Bachelor oder Master-Studienganges in den Ingenieurwissenschaften erlauben, die Standesbezeichnung Ingenieur zu tragen, aber in 2 Bundesländern steht in den Ingenieurgesetzen ausdrücklich, dass dazu ein Diplomgrad nötig ist. (Eines der 2 Länder ist wohl Mecklenburg-Vorpommern) In den Ländern müssten die Ing-Gesetze also erst geändert werden. Kann das jemand bestätigen oder widerlegen? Ich finde Infos über Bachelor/Masterstudiengänge gehören unbedingt auch in diesen Artikel! 213.198.84.198 21:08, 9. Mär 2006 (CET)

Kann ein Physiker -wenn er entsprechend arbeitet -ein Ingenieurbüro eröffnen? Wenn er selber kein Ingenieur ist und auch keine angestellten Ingenieure hat, wird er sein Büro auch nicht Ingenieurbüro nennen, sondern einfach Büro für ... . Es gibt nämlich Tätigkeiten, die von beiden Berufsgruppen gleichsam ausgeführt werden, z.B. im Lärmschutz,

Hat er sich dagegen als Dr.-Ing. qualifiziert, darf er. Ich habe solche Kollegen.

Da spielen halt steuerrechtliche Sachen rein. Die Arbeit in einem Ingeneurbüro gilt als freiberuflich, was steuerliche Vorteile im Vergleich mit gewerblicher Tätigkeit hat. Für Physiker scheint freiberufliche Tätigkeit nicht vorgesehen zu sein (ich hab zumindest trotz umfangreicher Internetrecherchen nichts gefunden). Wenn sich also ein Physiker selbstständig machen will (mit Arbeit, die genauso von Ingenieuren ausgeführt werden könnte), darf er ein Ingenieurbüro, ein "Physik(er)büro", ein Büro für ... oder sonstwas eröffnen?

In der Auflistung der Ingenieursorten werden Berufs- und Fakultaetsbezeichnungen durcheinander gewuerfelt, unschoen. Beispiel: Es gibt Fakultaeten f"ur Chemieingenieurwesen. Mir ist aber noch kein Chemieingenieurwesen ueber den Weg gelaufen, wohl aber ein Chemieingenieur (geschlechtsneutral). Oder soll Wesen als Oberbegriff zu Ingenieurinnen und Ingenieuren verstanden werden?

Master und Bachelor of Engineering und Diploma

Ich habe ein Master of Engineering in einer britischen Universitaet gerade gefertigt. Das dauerte 4 Jahren ohne Praktikum, aber ich habe ein Praktikum gemacht und deswegen hat es 5 Jahren gedauert. Es gibt auch ein Bachelor of Engineering und das dauert 3 Jahren ohne Praktikum und 4 Jahren mit. Kann irgendjemand mir sagen, ob ich mich in Deutschland Dipl. -Ing. XXXXXXXX nennen kann oder nicht und wenn nicht, was ich mich in Deutschland nennen soll.

Ich kann mich täuschen (Kenner verbessern mich bitte), aber lt. meines (Dipl.-Ing.-)Wissens darfst du dich auch in Deutschland nur "Master of Engineering" bzw. "Bachelor of Engineering" (so das die offiziellen Titel sind) nennen. Die in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung "Diplom-Ingenieur" darfst du nur führen, wenn du einen entsprechenden deutschen Abschluss vorweisen kannst, selbst wenn die Ausbildung gleich ist. Grüße, Alexw 10:02, 25. Aug 2006 (CEST)

Wenn Deine Abschlüsse von einer staatlichen bzw. privaten, aber staatlich anerkannten, britischen Hochschule stammen kannst Du diese in der verliehenen Form, also als das was auf der Verleihungsurkunde steht, in Deutschland führen. Eine Herkunftsangabe muss nicht mitangeführt werden, da EU-Ausland. Auf keinen Fall kannst Du diese Abschlüsse als Dipl.-Ing. führen, Du würdest Dich §132a StGB strafbar machen. 80.130.70.16 20:53, 1. Sep 2006 (CEST)

Kommunikationstechnik

Der Eintrag Kommunikationstechnologie stand hier hinter Informatik bzw. Techn. Informatik, was aber damit gar nichts zu tun hat. Dieser Studiengang ist eher der Nachrichtentechnk sehr ähnlich (oder gleichzusetzen).



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ingenieur und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).