Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Institut des Hautes Études Scientifiques

Der Artikel Institut des Hautes Études Scientifiques gehört zur Kategorie: Wissenschaft (Frankreich), Wissenschaft (Paris), Forschungsinstitut
Abbildung
IHÉS Hauptgebäude
Bildherkunft

Das Institut des Hautes Études Scientifiques (I.H.É.S.) ist ein französisches Forschungsinstitut in Mathematik und [[Theoretische Physik| theoretischer Physik]]. Es liegt in Bures-sur-Yvette südlich von Paris.

Das IHÉS wurde 1958 von dem Geschäftsmann und Mathematiker Léon Motchane mit der Hilfe von Robert Oppenheimer und Jean Dieudonné gegründet mit der Zielsetzung, führende Forscher zusammenzubringen. Es verfügt über eine kleine Zahl von Professoren, die auf Lebenszeit ernannt werden, und lädt ca. 200 Besucher jedes Jahr für einen Forschungsaufenthalt ein, durchschnittlich für drei Monate. Daneben gibt es noch einige wenige Langzeit-Besucher. Der Forschungsinhalt steht dabei dem Forscher frei.

Die Gestaltung des IHÉS soll von Robert Oppenheimer beeinflusst sein, der damals Direktor des Institute for Advanced Study in Princeton war. Die Persönlichkeit von Alexander Grothendieck und die revolutionären Ideen seiner Schule haben die Sechziger Jahre am IHÉS dominiert. Eine andere prominente Figur war René Thom.

Das Institut gibt eine mathematische Zeitschrift, die Publications Mathématiques de l'IHÉS heraus, die zu den führenden mathematischen Journalen gehört.

Direktoren des IHÉS waren in chronologischer Reihenfolge: Léon Motchane (1958–71), Nicolaas Kuiper (1971–85), Marcel Berger (1985–94), Jean-Pierre Bourguignon (1994–heute).

Zu den herausragenden Mathematikern, die dauerhaft am IHÉS gearbeitet haben, gehören Alexander Grothendieck, Jean Bourgain, Alain Connes, Pierre Deligne, René Thom, Mikhail Gromov und Maxim Kontsevich.

Weblinks



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Institut des Hautes Études Scientifiques und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).