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Der Artikel Inuit gehört zur Kategorie: Inuit, Ethnische Gruppe in Kanada, Indigenes Volk in Russland, Nomaden
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Inuk 1995 (Territorium Nunavut, Kanada) Bildherkunft |
Als Inuit bezeichnen sich diejenigen eskimoischen Volksgruppen, die im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie in Grönland leben. Die Bezeichnung Eskimo(s) wird zwar häufig im selben Wortsinn angewandt, doch handelt es sich streng genommen hierbei um einen Oberbegriff, der auch entfernter verwandte arktische Volksgruppen mit einbezieht. Hingegen ist der Begriff „Inuit“ deshalb für übergeordnete Verwendung wenig geeignet, weil er nicht im Wortschatz aller eskimoischen, zirkumpolar lebenden Volksgruppen enthalten ist.
Erklärung des Namens
„Inuit“ ist Inuktitut und bedeutet „Menschen“; die Einzahl lautet „Inuk“ (Mensch), zwei Menschen sind „Inuuk“. Die bislang noch bekanntere und auch umfassendere Bezeichnung „Eskimo“ entstammt der Sprache der Cree- und Algonkin-Indianer, die – räumlich benachbart siedelnd – immer wieder in Auseinandersetzungen mit den Inuit verstrickt waren. Üblicherweise wird das Wort als „Rohfleischesser“ gedeutet, neuerdings auch als „Schneeschuhflechter“ – doch ergibt letztere Deutung nur Sinn für Alaska-Eskimos, da die Inuit im Norden und Nordosten Kanadas vor der Kontaktzeit mit „Qallunaat“ (aus dem Süden kommende Nicht-Inuit) über keine entsprechenden Rohmaterialien verfügten. „Eskimo“ in der Bedeutung „Rohfleischesser“ wird von vielen, doch längst nicht von allen Inuit als herabsetzend angesehen. 1977 fasste deshalb die „Inuit Circumpolar Conference“ in Barrow den Beschluss, die Bezeichnung „Eskimo“ generell durch „Inuit“ zu ersetzen. In Nordamerika und ebenso in der übrigen Welt wird der Begriff „Eskimo“ zwar immer weniger oft benutzt, vor allem nachdem die Inuit seit den 1950er Jahren politisch und kulturell zunehmend ins öffentliche Interesse rückten. Dennoch hat sich „Inuit“ als alternative Vokabel im nordwestlichen Kanada, in Alaska und auf der Tschuktschen-Halbinsel bislang nicht durchgesetzt: Die dort lebenden Volksgruppen haben die Vokabel nicht in ihrem Wortschatz; sie bezeichnen sich zwar ebenfalls als „Menschen“, doch je nach Sprachgruppe mit den Wörtern „Alutiiq“, „Inupiat“, „Yupiget“ und „Yuplit“. Die Inupiat z. B. sind nach wie vor stolz darauf, „Eskimo“ zu sein, und auch die in Inuit-Besitz befindliche Kooperative von Cape Dorset (Nunavut) nennt sich unverändert „West Baffin Eskimo Cooperative“.Gesamtzahl der eskimoischen Arktisbewohner
Die Gesamtzahl der eskimoischen Arktisbewohner wird heute auf annähernd 150.000 geschätzt. Davon leben in Grönland etwa 50.000, ebenso viele in Kanada – davon im Territorium Nunavut etwa 25.000, im übrigen Kanada, vor allem in den Nordwest-Territorien, im Gebiet Nunavik (Nord-Québec) und in Labrador, zusammen ebenfalls etwa 25.000 – sowie in Alaska etwa 30.000. Eine Gruppe von 10-20.000 lebt in Tschukotka (nordöstliches Sibirien). Je nach Region führen diese Menschen unterschiedliche Bezeichnungen: „Inuit“ in Nord- und Nordostkanada, „Inuit“ und spezieller „Kalaallit“ auf Grönland, „Yupik“ (auch „Yuit“) auf der sibirischen Tschuktschen-Halbinsel und auf der St.-Lorenz-Insel vor Alaska, „Inupiat“ in Westalaska, „Inuvialuit“ (auch „Inuvialiut“) in Nordalaska und Nordwestkanada.Herkunft der Inuit
Die Herkunft der Vorfahren der Inuit ist nicht genau bekannt. Bei Inuit-Kleinkindern tritt (wie bei Indianer-Kindern) häufig der „Mongolenfleck“ auf, was durchaus auf eine Verwandtschaft mit heutigen altaischen Völkern hindeuten kann.Als sicher gilt heute, dass „Paläo-Eskimos“ etwa 3000 v. Chr. (lange nach der letzten, etwa 10000 v. Chr. endenden Eiszeit) von Asien aus über die Beringstraße nach Alaska (Nordamerika) einwanderten. Sie sind demnach deutlich später als die Indianer auf den amerikanischen Kontinent gelangt (Paläo-Indianer ca. 28000 v. Chr., Na-Dené-Indianer ca. 12000 v. Chr.).
Gegen 2500 v. Chr. (das Klima der Arktis war damals wärmer als heute) wanderte ein Teil der Paläo-Eskimos von Alaska bis nach Grönland. In dieser Zeit entwickelte sich die „Prä-Dorset-Kultur“ (mit den „Independence-Kulturen I und II“ sowie der „Saqqaq-Kultur“). Später – etwa 500 v. Chr. bis 1000 n. Chr. – folgte dann die „Dorset-Kultur“ (so nach Fundstücken nahe der heutigen Südbaffin-Siedlung Cape Dorset benannt).
Parallel dazu entwickelte sich 2000 v. Chr. bis 1000 n. Chr. im durch pazifischen Einfluss wärmeren Alaska die „Neo-Eskimo-Kultur“.
Etwa 1000 n. Chr. erfolgte bei wärmerem Klima als heute eine neuerliche Wanderung von Alaska-Eskimos über Nordkanada bis Grönland. Dabei handelte es sich um Träger der „Neo-Eskimo-Kultur“, welche den Dorset-Eskimos aufgrund ihrer weiteren Entwicklung in vielen Bereichen deutlich überlegen waren. In verhältnismässig kurzer Zeit wurde die Dorset-Kultur verdrängt, teilweise vermischten sie sich vermutlich auch gegenseitig. Die neu entstandene Kultur wird nach Fundstücken nahe der nordgrönländischen Siedlung Thule als „Thule-Kultur“ bezeichnet; die Zeitspanne der Thule-Kultur umfasst etwa 800 Jahre (1000 bis etwa 1800, also bis gegen Ende der von ca. 1550 bis 1850 dauernden „Kleinen Eiszeit“). Die „Thule-Eskimos“ sind die direkten Vorfahren der heutigen Inuit. Zeitlich bestehen fließende Übergänge: Der Zeitraum von 1500 bis 1900 wird als „Inuit-Frühgeschichte“ aufgefasst; als „Historische Periode der Inuit“ bezeichnet man die Zeit seit 1800.
Traditionelle Lebensweise
Die Inuit-Kultur ist bis heute eine relativ einheitliche Jagdkultur, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem auf dem Jagen von Meeressäugern (Robben, Walrosse, Wale, Eisbären), aber auch von Landtieren (Karibus) basierte. Wichtigste Jagdwaffe war die Harpune, doch wandten die Inuit auch Pfeil und Bogen an. Außer der Jagd betrieben sie Fischfang und sammelten Früchte. Ihre nomadische Lebensweise war durch das Verfolgen jagdbarer Tiere begründet; in Zeiten ausreichender Jagdwildvorkommen lebten sie ortsfest.
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Inuit-Familie (1917) Bildherkunft |
Die meisten Inuit lebten als Familiengruppen in Camps – während des Winters im Qarmaq (Plural: Qarmait), einer Behausung, die je nach Region und verfügbarem Material aus Stein, Gras- und Erdsoden, niedrigem Gestrüpp, gelegentlichem Treibholz und Walknochen erbaut und mit Schnee abgedichtet wurden. Schneehäuser (Iglus) dienten in der Regel nicht als permanente Winterunterkünfte, sondern wurden auf Reisen angelegt. Im Sommer lebte man im luftdurchlässigeren Zelt, das aus Fellen mit Walknochenstangen errichtet wurde. Elemente polarer Kultur waren im Übrigen u. a. das Langhaus und die mit Öl aus dem Speck von Meeressäugern betriebene Serpentin-Öllampe (Qulliq).
Kulturelle Umwälzungen
Über das Zusammentreffen der Inuit-Kultur mit der Kultur der Weißen wird im Zusammenhang mit der zunehmenden „Emanzipation“ der Inuit viel geschrieben, und das durchaus nicht immer frei von Ideologie. Häufig werden geschichtliche Zusammenhänge auch verkürzt dargestellt, um etwa ein einzelnes Faktum hervorzuheben, worunter zwangsläufig die Gesamtschau leidet.
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Zwei junge Inuit-Mütter im Amauti (Frauen-Parka mit Kapuze), Pond Inlet 1995 Bildherkunft |
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Mutter im Amauti mit Kinderwagen, Cape Dorset 2002 Bildherkunft |
Seit dem 2. Weltkrieg unterliegt die Inuit-Kultur starken Umwälzungen: Das Nomadenleben ist seit Ende der 1960er Jahre vorbei, und die Inuit bewohnen nun im Süden Kanadas vorgefertigte Siedlungshäuser.
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Inuit-Familie zu Hause, Pond Inlet 1995 Bildherkunft |
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Robbenjäger nahe Cape Dorset (1999) Bildherkunft |
Schlittenhunde (anders als in Nord-Grönland heute in Nunavut eher ein Luxus) wurden durch Schneemobile, Kajak und Umiak durch fabrikgefertigte Kanus mit Außenbordmotoren abgelöst, und Sommerreisen werden nicht mehr zu Fuß, sondern mit dem ATV (All-Terrain Vehicle, „Quad“) unternommen. Die Jagd auf Grönlandwale findet aufgrund internationaler Schutzmaßnahmen nur noch sporadisch nach strengen staatlichen, auf einer Übereinkunft beruhenden Regeln zur Aufrechterhaltung von Tradition statt (Nunavut: fünf Grönlandwale innerhalb von zehn Jahren). Traditioneller Handel mit Robben- und Fuchsfellen sowie mit Handarbeiten aus Walross- und Narwal-Elfenbein sind infolge Boykotts durch viele Staaten (aus Tierschutzgründen) praktisch zum Erliegen gekommen.
Dafür sind jedoch seit der 2. Hälfte der 1950er Jahre Inuit-Kunst und Inuit-Kunsthandwerk wichtige Quellen der Wertschöpfung geworden. Serpentin- und Marmorskulpturen, Kunstgrafik, Wandbehänge und -teppiche, Schmuck, Keramiken und Puppen geben heute einer großen Zahl von Inuit-Künstlern und -Künstlerinnen aller Generationen neben Jagen und Fischen eine wesentliche Lebensgrundlage.
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Camp von Inuit-Jägern auf dem Meereseis (Pond Inlet 1995) Bildherkunft |
Eine positive Entwicklung sowohl auf wirtschaftlichem wie auf kulturellem Gebiet erhoffen sich die Inuit im Nordosten Kanadas von der Bildung des Territoriums Nunavut, das seit 1. April 1999 besteht und von den Inuit selbst verwaltet wird. Besonderer Wert wird hier auch auf die Pflege von Inuit-Tradition gelegt.
Daneben gibt es auch staatenübergreifende Bewegungen, welche die Kultur der Inuit bewahren und ihre politischen Forderungen koordinieren sollen, z.B. die Inuit Circumpolar Conference (ICC). Als sehr bedeutsames Problem wird die globale Erwärmung angesehen, die nicht nur das traditionelle Leben der Inuit wesentlich zu verändern scheint, sondern auch Tier- und Pflanzenwelt stark beeinflusst. Die Regierung des Territoriums Nunavut, allen voran Premierminister Paul Okalik, zeigt daher essentielles Interesse daran, wie sich das Kyoto-Protokoll weiterentwickeln und seine Ziele erreichen wird.
Siehe auch: Folgen der globalen Erwärmung
Siehe auch
Literatur
- Bryan & Cherry Alexander: Eskimo – Jäger des hohen Nordens. Belser, Stuttgart 1993. ISBN 3-7630-2210-4
- Kai Birket-Smith: Die Eskimos. Orell Füssli, Zürich 1948.
- Fred Bruemmer: Mein Leben mit den Inuit. Frederking & Thaler, München 1995. ISBN 3-89405-350-X
- Ernest Burch Jr., Werner Forman: The Eskimos. University of Oklahoma Press, Norman 1988, Macdonald/Orbis, London 1988. ISBN 0-8061-2126-2
- Richard Harrington: The Inuit – Life as it was. Hurtig, Edmonton 1981. ISBN 0-88830-205-3
- Gerhard Hoffmann (Hrsg.): Im Schatten der Sonne – Zeitgenössische Kunst der Indianer & Eskimos in Kanada. Edition Cantz, Stuttgart 1988. ISBN 3-89322-014-3
- David Morrison, Georges-Hébert Germain: Eskimo – Geschichte, Kultur und Leben in der Arktis. Frederking & Thaler, München 1996. ISBN 3-89405-360-7
- Ansgar Walk: Im Land der Inuit – Arktisches Tagebuch. Pendragon, Bielefeld 2002. ISBN 3-934872-21-2
- Ansgar Walk: Kenojuak – Lebensgeschichte einer bedeutenden Inuit-Künstlerin. Pendragon, Bielefeld 2003. ISBN 3-934872-51-4
Weblinks
- Roger Uchtmann: Die Geschichte vom Erlöschen der Lampen – Die Depolarisierung einer polaren Kultur
- Regierung von Grönland (dän./inuktitut)
- Regierung von Nunavut (engl./inuktitut)
- Regierung von Kativik, Québec (engl./frz./inuktitut)
- Inuit Dörfer von Kanada (Karte, PDF)
- Inuit-Kultur – Abriß der Geschichte, Lebensweise der Inuit früher und heute im Vergleich
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Inuit
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Verschiedene Themen
Kann mir jemand was über die Traditionen der Inuit sagen? Ich muss ein Referat halten, und habe nicht viel Informationen... meine E-mail: StefanieRossmanith@gmx.de Stefanie--217.80.108.27 13:46, 19. Nov 2005 (CET)
hey kann mir jemand was über inuits in Kanada erzählen??? rexy_tierisch@web.de
...das Zusammenleben der Indianer und Inuits (oder halt die Konflikte) wäre vielleicht noch weiter zu erleuchten, wieso haben sie sich an der ganzen langen Grenze nie vermischt? Oder etwa doch? Und wie ist es heute?Ilja Lorek 06:59, 22. Apr 2003 (CEST)
- SHast du schon Inuit-Kultur gesehen? --Theredmonkey 18:57, 12. Jul 2006 (CEST)
In Island gibt es meines Wissens auch Inuit. Kann dazu jemand Informationen liefern? Ahnungsloser 13:42, 6. Aug 2003 (CEST)
- Wo denn? Im Grönländischen Konsulat? Island hatte keine Ureinwohner. Wenn heute dort Eskimos leben, dann im Zusammenhang mit der dänischen Kolonialpolitik. Saxo 20:56, 11. Okt. 2006 (CEST)
Es wäre schön, auch etwas über die soziale Organisation der Inuit zu erfahren: Sippenstruktur, politische Organisation, Machtstrukturen,.... --Katharina 13:53, 17. Dez 2003 (CET)
Diese englische Wikipedia-Seite: http://en.wikipedia.org/wik... stellt die hier gegebene Etymologie des Begriffes "Eskimo" in Frage - als weitverbreiteter Irrtum. Auch akzeptieren laut der Seite z.B. die Yupik (die keine Inuit sind) den Begriff Eskimo. Jemand, der sich gut mit der Materie auskennt, sollte das mal klarstellen! --tiktak 05:30, 31. Dez 2004 (CET)
Änderungen durch einen Anonymen
die soeben vorgenommenen Änderungen in dem Artikel leuchten mir nicht ein. Hat jemand etwas gegen Revert?--217 19:10, 3. Jan 2005 (CET)
Herkunft
Nach "Östlich der Sonne" von Klaus Bednarz sind die Inuits mit den Jakuten (Saha) als ihre "Vorfahren" verwandt. Ist jemandem dahingehend was geläufig?
http://www.wdr.de/themen/ku... --Xarus 23:24, 13. Okt 2005 (CEST)
- Bitte nicht "Inuits", sondern "Inuit" - wir sind schließlich auch keine Menschens! Was die "Jakuten" angeht: Vermutlich hat Bednarz "Jakuten" mit "Tschuktschen" gleichgesetzt. Mit denen sind die Inuit entfernt verwandt und bilden gemeinsam "eskimoische Bevölkerungsgruppen". --Ansgar Walk 23:40, 17. Okt. 2006 (CEST)
== Eskimo = Langnese ==
Wollte gerade bei der Anmerkung
(weitergeleitet von "Eskimo")
hinzufügen, dass in Österreich Produkte der Marke "Langnese" unter dem Namen "Eskimo" nach wie vor (erfolgreich, weil Marktführer) verkauft werden und dass man, sollte man diese Bedeutung meinen, auf Langnese nachschlagen soll.
Wer darf soetwas ändern? Lost Espandrillo 09:24, 15. Jun 2005 (CEST)
Eskimo - ein Schimpfwort
Ich glaub schon das Eskimo so eine Art Schimpfwort für die Inuits ist. Es heißt auf Deutsch übersetzt schließlich "Rohfleischesser" und so will ja kaum jemand genannt werden. Nach meinem wissen wurde der Name Eskimo von den Indianern weiter im Süden erfunden und die Inuits selber nennen sich auch nicht so.
Fragwürdig
Wieder mal typisch für die deutsche Wikipedia, dieses politisch korrekte Eifern. Nicht einmal der -im Gegensatz zu "Inuit"- jedem bekannte Begriff "Eskimo" ist ohne missionierende Zwangsumleitung zu haben. --84.142.158.229 21:23, 9. Nov 2005 (CET) ja...
Beleidigung
Das Wort Eskimo bedeutet Rohfleischfresser und ist eine Beleidigung, die die Iren den Inuit gegeben haben.
- Gegendarstellung: erstens kann es genausogut "Esser" heißen (nicht "Fresser"), und wo ist da die Beleidigung? Zweitens ist die Wortherkunft stark umstritten, womöglich bedeutet das Wort in Wirklichkeit "Schneeschuhmacher". Drittens: was haben denn die Iren damit zu tun, soll das Wort Eskimo etwa aus dem Gälischen stammen? Viertens bezeichnet man mit Eskimo nicht nur die Inuit, sondern auch die "Yuit". Modran 17:26, 15. Feb 2006 (CET)
Entscheidend für die enzyklopädisch richtige Bezeichnung ist diejenige, die den Betroffenen genehm ist und sich im gehobenen Gebrauch, also z.B. bei politischen Verhandlungen um Autonomie etc. durchgesetzt hat. Wir würden uns ja auch nicht schlecht wundern, wenn wir in der en.Wikipedia als "Krauts" bezeichnet würden oder die Italiener als "Spaghettis", obwohl weder Kraut noch Spaghetti per se Schimpfworte sind. Die richtige Bezeichnung ist "Inuit". - Gruß --Logograph 16:47, 17. Mär 2006 (CET)
- Unter richtigem Sprachgebrauch den von „politischen Verhandlungen“ zu verstehen, gehört hier m.E. unter die Rubrik „Fragwürdig“.--Adlonnimov 22:31, 8. Okt 2006 (CEST)
- Krauts und Spaghettis sind Spitznamen, keine Wörter aus der ernsthaften Alltagssprache. Eskimo dagegen ist Alltagssprache. Die Slawen nennen uns "nemec", das heißt "Stummer". Eigentlich müßte ich mich jetzt beleidigt fühlen und das Wort in der russischen wikipedia verbieten lassen, oder? Saxo 20:31, 11. Okt. 2006 (CEST)
- Und das jeweilige Wort für "Deutsche" in den uns benachbarten Ländern bezeichnet oft den zu ihnen in Grenznähe gelegenen germanischen Volksstamm. Dieser verrückte Bildersturm auf die natürlich gewachsene Sprache durch politisch korrekte und selbsternannte Sozialingenieure ist kaum noch zu ertragen. Ekelhaft. MV --217.224.66.84 17:01, 27. Nov. 2006 (CET)
Bild Inuit Man
So ganz ernst kann euch das mit der "Political correctness" ja auch nicht seien. Siehe z.B. Bildaufschrift zu Inuit Man (native eskimo).
- Warum ausgerechnet das Bild eines bemützten Mannes mit Sonnenbrille am Artikelanfang? Ich erkenne hier keine spezifischen Gesichtszüge mehr, die dem Bild einen Aussagewert für den Artikel geben würden. --Flac Flac 21:42, 25. Mai 2006 (CEST)
- Antwort: Meine Auswahlkriterien für das beanstandete Bild sind
- Persönlichkeitsrechte der heutigen Inuit an ihrem eigenen Bild. Für einen allgemeinen Artikel „Inuit“ stehen mir zeitgenössische Porträtfotos mit genau erkennbaren spezifischen Gesichtszügen zur Publikation nach Wiki-Regeln nicht zur Verfügung (obwohl ich natürlich viele großartige Porträts für anders gelagerte Artikel, z. B. über Personen von öffentlichem Interesse, besitze);
- ferner: Einen Austausch der bisher (und leider ebenso in der englischen Wikipedia) verwandten Artikelanfangsfotos aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts halte ich für angezeigt, da diese keinen aktuellen, sondern nur historischen Aussagewert haben (viele klischeeartige Vorstellungen über das Leben der Inuit fußen nicht selten auf derartigen Fotos – Inuit und Szenen ihres Alltag zu Anfang des 21. Jahrhunderts sehen jedoch nicht mehr so aus);
- schließlich: Die heute gebräuchlichen Attribute der Inuit wie die auf dem beanstandeten Foto abgebildete Baseballmütze mit Aufnäher, der eine politische, für Inuit wichtige Aussage demonstriert, oder die abgebildete moderne Sonnenbrille statt traditionellen (aber weniger wirksamen) Inuit-Goggles haben m. E. sehr wohl einen Aussagewert in einen Artikel, der sich grundlegend mit heutigen „Inuit“ befasst. --Ansgar Walk 17:12, 26. Mai 2006 (CEST)
Karte
Ich würde eine Karte super finden, die zeigt, wo die Inuit leben. Sowohl Grönland als auch Nunavut sind sehr groß, da wäre eine Übersicht schön.
Tip: Geh mal in die Inuit-Wikipedia. Kann man z.B. über die Spanische Wikipedia erreichen.(Leider dürfte die Inuit-Schrift auf den meisten Pc's nur als Kästchen in der Sprachenliste aufgeführt werden, denn es werden spezielle Schriftzeichen benutzt. Also die Kästchen anklicken.) Dort mal den Artikel Inuktitut suchen. Dort gibt es eine Karte, die die verschiedenen Sprachdialekte innerhalb der Inuit Population zeigt. Die würde sich hier auch gut machen, auch wenn es um Sprache geht, kann man ja auch den Besiedelungsraum gut ausmachen. Gibt vielleicht noch mehr Kartenmaterial da, aber die Kästchen machen mir die Suche etwas zu kompliziert. :D Gruß
Nochmal Eskimo
Das politisch-korrekte "Inuit" ist kein Synonym von "Eskimo" - das jedenfalls meint der Hamburger Sprachwissenschaftler Henrik Holst. In einer epd-Meldung von heute wird er mit den Worten zitiert: «Die Inuit sind nur eine Gruppe innerhalb der Eskimos. Beide Begriffe synonym benutzen zu wollen, erzeugt sachliche Fehler.» Weiß jemand näheres? - Wenn das stimmt hätte das natürlich gravierende Auswirkungen auf den Artikel! --217.66.32.2 11:13, 12. Jun 2006 (CEST)
- Henrik Holst ist unbedingt zuzustimmen (vgl. auch meine Einleitung zum Artikel "Inuit"). --Ansgar Walk 16:44, 12. Jun 2006 (CEST)
Mit anderen Worten: Es braucht einen gescheiten "Eskimo"-Artikel mit einem Unterartikel "Inuit"! Alle einverstanden? --Cesarzambrano1 15:32, 12. Jun 2006 (CEST)
- Grundsätzlich ja; ob "Inuit" allerdings dazu ein "Unterartikel" sein sollte, wird sich erst ergeben, wenn der "Eskimo"-Artikel steht. --Ansgar Walk 16:45, 12. Jun 2006 (CEST)
Ist irgendwie unsensibel den anderen Eskimogruppen gegen ihren Willen auch das Label Inuit aufzudrücken. Auch kann man sich fragen, ob eine möglicherweise latent rassistische Eigenbezeichnung "richtige Menschen" besser ist als eine etwas pauschalisierende Fremdbezeichnung. --134.102.3.20 11:46, 13. Sep 2006 (CEST)
- Ich halte Deinen Einwand für durchaus berechtigt. Eines kommt bei der Diskussion leider gar nicht zum Ausdruck: Die Inuit sprechen im Allgemeinen über dieses Thema in einer überhaupt nicht an "polital correctness" orientierten Weise (solche Korrektheit ist ihnen eigentlich gar nicht geläufig - auch z. B. nicht bei der Schreibung ihrer Namen etc.); sie akzeptieren überwiegend (sieht man von natürlich auch vorhandenen "ideologisch" orientierten Einzelfällen ab) die Bezeichnung als "Eskimo" - ich könnte eine Reihe von Institutionen aufführen, die von den Inuit selbst als "Eskimo ... Institution" geleitet oder unterstützt werden. --Ansgar Walk 18:31, 13. Sep 2006 (CEST)
Die Bezeichnung "Eskimo" in Kanada und in Alaska
In Kanada, wo es eine breite öffentliche Diskussion um das Wort "Eskimo" gegeben hat, empfinden die Inuit diese Bezeichnung heute in der Tat als beleidigend, und sie sollte in diesem Zusammenhang vermieden werden.
In Alaska stellt sich die Situation etwas anders dar. Die Natives dort bezeichnen sich als Yupik, Inupiat usw. – je nachdem, welchem Volk sie angehören. Wenn sie jemandem begegnen, der von der Sache keine Ahnung hat, bestehen bei den meisten von ihnen jedoch keine Empfindlichkeiten, sich um der Verständlichkeit willen mit Worten wie "ich bin ein Eskimo vom Volke der Yupik" vorzustellen. (Quelle dieser Information: mündliche Auskunft eines Linguisten vom Volke der Yupik). --Stilfehler 16:29, 12. Jul 2006 (CEST)
Gesamtzahl der eskimoischen Arktisbewohner
Lieber Joseph B., Du streichst „im Territorium Yukon, im Norden der Provinz Manitoba“ und begründest das mit „Weblink (Karte: Inuit Dörfer in Kanada); Kein Inuit Dorf in Yukon oder Manitoba“. Dazu scheint mir eine Klärung nötig:Der Abschnitt „Gesamtzahl der eskimoischen Arktisbewohner“ enthält folgende Formulierung: „Die Gesamtzahl der eskimoischen Arktisbewohner wird heute auf annähernd 150.000 geschätzt. Davon leben in Grönland etwa 50.000, ebenso viele in Kanada – davon im Territorium Nunavut etwa 25.000, in den Nordwest-Territorien, im Territorium Yukon, im Norden der Provinz Manitoba, im Gebiet Nunavik (Nord-Québec) und auf Labrador zusammen ebenfalls etwa 25.000 – sowie in Alaska etwa 30.000.“ D. h. – um es nochmals zu verdeutlichen - in Nunavut leben etwa 25.000 Inuit und im übrigen Kanada zusammen weitere etwa 25.000 Angehörige eskimoischer Arktisbewohner. Tatsächlich leben sowohl in Yukon als auch in Nord-Manitoba (Region Churchill) Inuit (oder Angehörige eskimoischer Arktisbewohner). In der Stadt Churchill, dem Übergang von der Subarktis zur Arktis, leben z. B. Indianer und Inuit; vereinzelt woh-nen übrigens auch in Ottawa, Toronto u. a. südkanadischen Städten Inuit. „Bewohnen“ muss ja nicht identisch sein mit Siedlungsbildung, und „Inuit-Dörfer“ sind nicht das einzige Charakteristikum für das Vorkommen von Inuit oder „Angehörigen eskimoischer Arktisbewohner“! Die Angehörigen eskimoischer Arktisbewohner leben zirkumpolar von Grönland bis zum Nordosten Russlands – und das zwischen Alaska und den Nordwestterritorien gelegene Yukon soll frei von diesen Menschen sein, weil sich dort kein „Inuit-Dorf“ befindet? --Ansgar Walk 09:43, 23. Jul 2006
Inuit - Eskimo - Verbreitungsgebiet
In dem Artikel wird faelschlicherweise gesagt, dass die Eskimo in Westalaska "Inupiat" heissen. Das ist nur teilweise richtig.
Die Eskimo in Westakaska sind von "Russion Mission" am unteren Yukon bis Alakanuk an der Yukonmuendung und dann weiter nordwerts an der Bering See vom Typ "Yupik". Es ist die selbe eskimoische Rasse wie in Tschukotka und wie auf St. Lawrenz Island. Ab Unalakleet (an der Bering-See zwischen Alakanuk und Nome) weiter nordwaerts leben die "Inupiak"-Eskimo, welche die selbe Sprache sprechen und vom selben Typ sind wie die Inuit in Kanada (sich aber eben etwas anders nennen).
(Entschuldige die falschen Umlaute, aber ich bin gerade in Arica (Chile) und dort gibts keine "aes". Gustav)
Inuit - Eskimo - was ist richtig
Der Sprachwissenschaftler hat Recht, wenn er sagt, dass die Begriffe nicht synonym verwendet werden koennen (sollen).
(1) Denn: Das Wort Inuit representiert nur die eskimoische Rasse in der kanadischen Arktis und in Groenland. Bereits die Eskimos im Norden Alaskas (die vom selben Typ sind wie die Inuit) nennen sich selbt nicht Inuit sondern Inupiat oder Inupiak (letzters bezeichnet die Sprachherkunft). Und die Yupik-Eskimos sind schon vom Typ her gar keine Inuit. (siehe auch mein Diskussionsbeitrag: "Inuit - Eskimo - Verbreitungsgebiet).
(2) Das Wort "Eskimo" ist zumindest fuer die Yupik und Inupiak kein Schimpfwort. Sie bezeichnen sich gegenueber den "gassaks" (so heissen wir "Weissen" auf Yupik) selbst als "Eskimo" in Alaska bzw. "Eskimansik" in Tschukotka.
(3) Die Yupik wissen gar nicht, dass "Eskimo" ein Schimpfwort sein soll - allein schon deshalb ist die (zwar lieb gemeinte) Vermeidung des Begriffs "Eskimo" etwas albern. Dass "Eskimo" ein Schimpfwort sei wird seit etwa 20 Jahren von wohlmeinenden (weissen) Aktivisten in Kanada gepflegt und hat sich inzwischen auch bei den Inuit in Kanada etabliert. Das heisst, dass es in der kanadischen Arktis heute "politisch inkorrekt" ist, Inuits als "Eskimo" zu bezeichen.
Trotzdem loest das nicht unser Problem: Wenn wir das Wort "Eskimo" vermeiden wollen, haben wir zur Zeit kein anderes, das eine vergleichbare Bedeutung repraesentiert. Deshalb schlage ich vor, das Schlagwort "Inuit" und das Schlagwort "Eskimo" durch das Schlagwort "Eskimo / Inuit" zu ersetzen, so lange, bis wir einen besseren Begriff haben.
(4) Es gibt noch eine weitere eskimoische Rasse, die sich selbst "Aleut" nennt und in Alaska auf den Aleuten lebt und die wohl grossen Wert darauf legt, nicht mit den Eskimo verwechselt zu werden.
Religion der Eskimos/Inuit ?
Weiß man an was oder wen die Eskimos/Inuit glauben ?
Bestattungsriten der Eskimos/Inuit ?
Wie machen das die Eskimos wenn sie einen Todesfall haben ? Hauen die einfach ein Loch ins Eis und schmeissen den Leichnam hinein ? Oder bauen die ein Beerdigungs-Iglu ? Oder wird die Leiche ans Festland gebracht und klassisch begraben ?








