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Irak

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Der Artikel Irak gehört zur Kategorie: Staat, Irak

Der Irak (Araki, Sumerisch für "Aufgang der Sonne") () ist ein Staat im südwestlichen Asien. Er grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, Iran (Persien) und den Persischen Golf und umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen "Zweistromlandes" Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden, sowie Teile der angrenzenden Berg- und Wüstenregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt.

Der Irak befindet sich seit dem Irakkrieg 2003 unter militärischer Okkupation durch Truppen einer internationalen Koalition und ist derzeit nur als teilsouverän zu betrachten. Eine Rückkehr zu gefestigten staatlichen Strukturen ist noch nicht durchgehend verwirklicht.

Geografie

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Satellitenaufnahme mit eingezeichneten Landesgrenzen
Bildherkunft

Der Irak gehört zum Orient. Zum Kulturraum des Orients werden gewöhnlich Länder Nordafrikas und Südwestasiens gezählt. Sie liegen überwiegend im Bereich des subtropischen Trockengürtels der „Alten Welt“.

Im Nordosten befindet sich eine ca. 3.000 m hohe Bergkette aus den Ausläufern von Taurus und Zagros. Diese Kette gehört zum alpinen Gebirgszug, der sich vom Balkan aus ostwärts in die Türkei, den nördlichen Irak und Iran und dann weiter nach Afghanistan erstreckt. Der höchste Berg ist der Gundah Zhur mit 3.607 m Höhe.

Landesgrenzen

Der Irak grenzt an den Iran (1.458 km gemeinsame Grenze), Kuwait (240 km), Saudi-Arabien (814 km), Jordanien (181 km), Syrien (605 km) und die Türkei (352 km). Mit Ausnahme der Grenzen zum Iran und zur Türkei wurden alle Grenzen von den Kolonialmächten festgelegt. Die Neutrale Zone zwischen Saudi-Arabien und dem Irak wurde 1975-1983 zwischen beiden Ländern aufgeteilt. Zudem besitzt der Irak einen 58 km langen Küstenstreifen.

Klima

Der Norden des Irak, bis etwa auf die geographische Breite von Bagdad, liegt im Winter im Bereich der sog. Westwindzone der gemäßigten Breiten und im Sommer unter Hochdruckeinfluss bei Temperaturen zwischen -6°C im Winter und 47°C im Hochsommer (Jahresmittel 22°C). Der Raum südlich Bagdads dagegen gehört ganzjährig zum subtropischen Hochdruckgürtel. Die Sommer sind im gesamten Land niederschlagslos und mit Ausnahme der Gebirgsregionen recht warm bei Durchschnittstemperaturen um 33 - 34°C. Mitunter starke, ganzjährige Winde aus nordwestlicher Richtung führen dazu, dass z.B. die Städte Bagdad und Basra an ungefähr 20 respektive 15 Tagen im Jahr von Staubstürme heimgesucht werden.

Die Temperaturen schwanken zwischen 50° C im Sommer und etwa dem Nullpunkt im Januar. Frost ist möglich, insbesondere im Bergland. Regen fällt etwa 10 bis 18 cm im Jahr, Hauptregenmonate sind Dezember bis April. Die an den Golf angrenzenden Gebiete sind etwas feuchter.

Flüsse und Seen

Der Irak (aramäisch. Aram Nahrain) wird von zwei wichtigen Flüssen durchzogen, dem Euphrat und dem Tigris. Sie kommen von Nordwesten aus Syrien bzw. der Türkei und durchqueren das Land bis in den Südosten. Bei al-Qurna im Süden des Iraks fließen Tigris und Euphrat zusammen. Sie bilden dort den 193 Kilometer langen Schatt al-Arab/Arvandrud, dieser mündet in den Persischen Golf. Euphrat und Tigris waren und sind die Lebensadern des Landes, da sie die Wasserversorgung eines Großteils der irakischen Landwirtschaft und der Bevölkerung sicherstellen. Im Südosten des Landes ragt die Halbinsel Faw zwischen dem Iran und Kuwait in den Persischen Golf und stellt damit den einzigen Zugang des Irak zum Meer dar.

Die Sumpfgebiete im Irak, die sog. Ahwar, wurden während der Anfal-Kampagne in der 1980er und 1990er Jahre systematisch trockengelegt. Mit internationaler Hilfe versucht die irakische Regierung seit 2003, diese Gebiete wieder zu bewässern.

Die größten Städte

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Bagdad im Jahr 1977
Bildherkunft

Die Hauptstadt Bagdad ist sowohl geographisches als auch politisches und kulturelles Zentrum des Landes und mit 5,7 Millionen Einwohnern die mit Abstand größte städtische Agglomeration. Bagdad (persisch=Gottgegeben-im Sinne von: Gottesgeschenk-) wurde im Jahr 762 von dem abbasidischen Kalifen al-Mansur als neue Hauptstadt des islamischen Reichs gegründet und 1920 zur Hauptstadt des neugegründeten Staates Irak erklärt. Besonders während dem Wirtschaftsboom der 1970er Jahre wurde die Stadt ausgebaut. Im ersten Golfkrieg war die Stadt kaum betroffen, im zweiten und dritten Golfkrieg wurde Bagdad allerdings mehrmals Ziel von Luftangriffen. In Bagdad befinden sich 3 der 6 Universitäten des Landes und der größte internationale Flughafen des Irak.

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Boot auf dem Schatt al-Arab in Basra
Bildherkunft

Die Hafenstadt Basra am persischen Golf ist mit seinen rund 2 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes und Zentrum des schiitischen Südens. Basra wurde 636 von Kalif Umar ibn al-Chattab als arabischer Militärstützpunkt und Handelsplatz gegründet und im 16. Jahrhundert von den Osmanen erbobert. 1914 marschierten britische Truppen in die Stadt ein. Während des ersten Golfkrieges wurde die Stadt aufgrund ihrer exponierten Lage und wirtschaftlichen Bedeutung stark in Mitleidenschaft gezogen. Basra besitzt den größten Umschlaghafen des Landes, über den große Teile des geförderten Erdöls exportiert werden, sowie die 1964 gegründete Universität und einen internationalen Flughafen.

Das im Norden gelegene Mosul steht mit ca. 1,7 Millionen Einwohnern an dritter Stelle. Es ist Zentrum der ostchristlichen und assyrischen Kultur im Irak. Mosul war seit dem 8. Jahrhundert ein wichtiges Wirtschaftszentrum, die gesamte Provinz Nineve wurde erst 1926 an den Irak völkerrechtlich angegliedert.

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Stadtansicht von Mosul
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Hewlêr (arabisch: Arbil) ist die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan und mit geschätzten 7000 Jahren eine der ältesten noch besiedelten Städte der Welt. Sie beherbergt etwa 1,3 Millionen Einwohner. Die Stadt wurde in den ersten beiden Golfkriegen nur leicht beschädigt. Arbil besitzt einen internationalen Flughafen. Derzeit gibt es diverse Pläne für Luxushotels und die erste Megamall des Irak.

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Blick auf die Stadt Silemani
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Silêmanî (arabisch: as-Sulaimāniyya) mit ca. 800.000 Einwohnern fünftgrößte Stadt des Landes. Die Stadt besitzt einen internationalen Flughafen und eine Universität.

Siehe auch: Liste der Städte im Irak

Flora und Fauna

Da im Irak unterschiedliche Niederschlagsverhältnisse herrschen, gibt es ebenfalls unterschiedliche Vegetationsarten. Im Nordirak gibt es Strauchvegetation und vereinzelte Waldbestände. An den Uferbereichen von Euphrat und Tigris gibt es Dattelpalmen und Schilfgürtel. Der Süden hingegen ist nur spärlich bewachsen. Projekte der Regierung, aus den Wüstengegenden fruchtbare Böden zu machen, wurden in den 1980er Jahren aufgegeben.

Diverse Vogelarten wie Geier, Bussarde, Raben und Eulen sind im Irak beheimatet, ebenso leben Säugetiere Leoparden, Gazellen und Antilopen. An Tigris, Euphrat und Shatt el-Arab herrscht außerdem ein großer Fischreichtum.

Bevölkerung und Religion

Der Irak hat nach eigenen Angaben ca. 27 Mio. Einwohner. Die zentralen Provinzen Bagdad und Babylon sind am dichtesten besiedelt. Mindestens etwa 75-80% der Bevölkerung sind Araber, 15-20% sind Kurden, und die restlichen 3% sind Turkomanen,Aramäer, Iranier und Armenier.

Über 97 % der Bevölkerung ist muslimisch. Davon sind 55% - 65% Schiiten und 32% - 35% Sunniten. Christen und andere Religionen sind mit ca. 3% vertreten.https://www.cia.gov/cia/pub... CIA World Factbook] Die Mehrheit der Kurden sind ebenfalls sunnitisch. Neben den beiden Hauptrichtungen des Islam haben sich zahlreiche altorientalische Religionen erhalten kurdische (Jesiden oder Mandäer). Es gibt Angehörige orientalisch-christlichen Glaubens: Chaldäisch-katholische Kirche, Nestorianische Kirche des Ostens, Alte-Apostolische Kirche des Ostens, Gregorianer, römische und syrische Katholiken, armenische Christen, Altsyrisch-Orthodoxe und andere. Im Irak leben außerdem nach den Vertreibungen und Massenmorden noch schätzungsweise 2.500 Juden und im Südosten 20.000 - 50.000 Marsch-Araber.

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 69,01 Jahre, wobei sie bei den Frauen mit 70,31 höher als bei den Männern (67,76) liegt. Das Durchschnittsalter beträgt bei Frauen 19,8 Jahre, bei Männern 19,6 Jahre. Das Gesamtdurchschnittsalter beträgt 19,7 Jahre. Die Bevölkerung wuchs 2005 um ca. 2,5%.

Der Alphabetisierungsgrad der Bevölkerung ist mit insgesamt 40,4% weit unter dem Weltdurchschnittsniveau. Dabei können lediglich 55,9% aller Männer lesen und schreiben, bei den Frauen sind es sogar nur 24,4% (Ende der 1980er betrug der Alphabetesierungsgrad der Bevölkerung 88-90%).

Die Bevölkerung wuchs über die Jahrzehne, 1960 lebten noch ca. 6,7 Millionen Menschen im Irak Bertelmanns Hausatlas, 1. Auflage 1960 (Seite 70), im Jahre 2006 stieg die Anzahl auf 26,8 Millionen an Irak bei ipicture.deIraq CIA World Fact Book, wobei andere Quellen auch eine Bevölkerungsanzahl von 23-24 Millionen Einwohnern angeben. Der [[Fischer Weltalmanach] - Irak] Auswärtiges Amt - Irak Seite des Auswärtigen Amtes über den Irak.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Iraks

Altertum

Der Irak liegt auf dem Gebiet des alten Mesopotamien (Aram Naharain); hier sind ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. einige der frühesten Hochkulturen der Menschheit entstanden (Sumer, Akkad, Babylonien, Mittani, Assyrien; siehe auch: Alter Orient), weshalb die Region heute von vielen als Wiege der Zivilisation gesehen wird.

Das alte Mesopotamien fällt 539 v. Chr. bei der Unterwerfung Babyloniens an das aufstrebende Perserreich unter Kyros. Unter den Achämeniden wird Mesopotamien zeitweilig in die zwei Satrapien Syria und Assyria aufgeteilt, nach der Eroberung durch Alexander den Großen nach der Schlacht bei Gaugamela 331 v. Chr. werden beide Satrapien jedoch zu einer neuen Satrapie Mesopotamien zusammengeführt. Nach der Schlacht von Gaza 312 v. Chr. gerät Mesopotamien unter die Kontrolle des Seleukidenreichs und bleibt fortan für fast zwei Jahrhunderte von weiterem Kriegsgeschehen verschont. In dieser Zeit blühen nicht zuletzt die hellenistischen Stadtgründungen auf (etwa Apameia, Dura Europos, Edessa, Seleukia etc.).

Nach dem Tod des Seleukidenkönigs Antiochos Sidetes 129 v. Chr. fällt Mesopotamien endgültig an die Parther, die zuvor schon den Iran erobert haben. Ktesiphon wird zur parthischen Hauptstadt, daneben gelangt auch Hatra zu besonderer Bedeutung. Teile Mesopotamiens gelangen zwischen 83 und 69 v. Chr. an Armenien, werden allerdings im Zuge der römisch-parthischen Einigung nach der Schlacht bei Carrhae den Parthern zurückgegeben. In der Folgezeit stabilisiert sich der Euphrat als Grenze zwischen römischer und parthischer Einflusssphäre. Versuche des römischen Kaiser Trajans, Mesopotamien zwischen 114 und 117 zu annektieren, scheitern zunächst, doch nach dem Partherkrieg des Lucius Verus von 162 bis 165 bleiben größere Teile Mesopotamiens im römischen Einflussbereich. 195 fällt Mesopotamien bis auf die strategisch wichtige Stadt Nisibis wieder an die Parther, wird von Kaiser Septimius Severus 197 aber wieder zurückerobert und befestigt.

Auch der Wechsel von der dezentral-feudalen Partherherrschaft zum stärker zentralisierten Sassanidenreich bringt zunächst keine grundlegenden Veränderungen mit sich. Erst in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts gerät Mesopotamien in den Strudel der Reichskrise des 3. Jahrhunderts und wechselweise unter römische und sassanidische Kontrolle. Während der gesamten Spätantike ist Mesopotamien Aufmarsch- und Kampfgebiet dieser beiden antiken Großmächte, wobei der arabische Stamm der Lachmiden einen wichtigen Teil der Grenzsicherung für Persien übernimmt. Dem römischen Kaiser Diokletian gelingt es 297/298 die alten Besitzverhältnisse wiederherzustellen. Erst ab 337 beginnt der bedeutende Sassanidenkönig Schapur II. große Teile Mesopotamiens zurückzuerobern. Der gescheiterte Perserfeldzug von Kaiser Julian führt 363 schließlich zum Verlust fast ganz Mesopotamiens und insbesondere von Nisibis an Persien. Trotz verschiedener Versuche von beiden Seiten, den Grenzverlauf zu verschieben, bleibt dieser im Wesentlichen unverändert, bis schließlich Mesopotamien und Syrien im Zuge der Islamischen Expansion zwischen 633 und 640 von den Arabern erobert werden.

Mittelalter

Nach der Schlacht von Kadesia 636 bemächtigen sich die arabischen Muslime des Gebietes. 636 wird Basra vom Kalifen Umar als Heerlager gegründet, 637/638 Kufa. Der Irak wird zu einem wichtigen kulturellen Zentrum des sich ausbreitenden Islams. Während in Syrien die Partei der Umayyaden die Macht ergreift, wird der bis dahin übergangene Favorit des Propheten Ali zum vierten Kalifen gewählt und macht Kufa zu seiner Hauptstadt. 680 kommt es bei Kerbala zur Entscheidungsschlacht zwischen beiden Parteien, bei der Alis Sohn Hussein von Truppen des Kalifen Yazid I. getötet wird. Der Islam spaltet sich in seine zwei wichtigsten Glaubensrichtungen, Sunna und Schia. 762 wird Bagdad von Al-Mansur als Hauptstadt des Abbasidenkalifats gegründet und entwickelt sich bald zur bedeutendsten Stadt der islamischen Welt. Die folgende Periode wird auch als Blütezeit des Islams bezeichnet, in der besonders Wissenschaft und Künste ein deutlich höheres Niveau entwickelten als etwa in Europa.

Ab 1055 erobern die Seldschuken das Land, 1258 die Mongolen (Ilchane), was einen Niedergang von Wirtschaft und Kultur bringt. Abgesehen von den massiven Verwüstungen in den Städten wird auch die Landwirtschaft, das Rückgrat der Wirtschaft, zerstört. Die schweren Kämpfe zwischen den Mongolen und den zur Verteidigung anrückenden Mamelucken führten zu hohen Sachschäden an dem komplexen Bewässerungssystem des Zweistromlandes. Ebenso stark wirken sich hier die menschlichen Verluste aus: Das mündlich tradierte Wissen über die Anwendung und Wartung der Bewässerungsanlagen geht verloren. In Folge verfällt die Provinz, denn ohne ein Bewässerungssystem kann die mesopotamische Landwirtschaft ihr volles Potential nicht mehr entfalten. 1401 wird Bagdad durch Timur Lenk verwüstet, 1534 fällt das Land an das Osmanische Reich.

Neuzeit

Der Irak ist für das Osmanische Reich vor allem als Verbindung zum Persischen Golf und als Verteidigungsbarriere gegenüber dem Iran (Persien) bedeutend; an wirtschaftlicher Entwicklung hingegen sind die Osmanen kaum interessiert. So beschränkt sich ihre Administration vor allem in den ersten Jahrhunderten weitgehend auf das Eintreiben von Steuern und der (Zwangs-)Rekrutierung von Soldaten. Der Irak ist eine vergleichsweise unbedeutende Provinz des Osmanischen Reiches, regiert von unmotivierten Beamten (teilweise regieren sich Bagdad, Mossul und Basra faktisch selbst).

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es administrative Reformen, doch die ersten wichtigen Veränderungen kamen mit Midhat Pascha (Gouverneur in Bagdad zwischen 1869 und 1872). Die ersten Krankenhäuser wurden gebaut, erste Zeitungen erschienen, Manufakturen nahmen ihren Betrieb auf. Doch er regierte zu kurz, um dem Irak einen längerfristigen Aufschwung zu bescheren. In diese Zeit fallen auch die ersten Belege für das Interesse der Briten am Irak. 1860 erwarb die britische Lynch-Company das Monopol für die Schifffahrt am Tigris. Der Irak blieb bis zum 1. Weltkrieg ein unbedeutender Nebenschauplatz, seine geostrategische Position an den Schnittrouten zwischen Europa, Britisch-Indien, Zentralasien, dem Kaukasus und Südarabien sollte ihn aber vom Ersten Weltkrieg an zum Gegenstand von weltpolitischen Interessen machen.

20. Jahrhundert

Während des 1. Weltkrieges (am 6. November 1914, einen Tag nach der Kriegserklärung an das osmanische Reich) marschierten britische Truppen und arabische Aufständische gemeinsam ein und besetzten 1917 Bagdad. Eigentliches unmittelbares Ziel war nur die Region um Basra gewesen, denn die Royal Navy war auf Öllieferungen aus dem benachbarten Iran angewiesen. 1920 löste Großbritannien aus dem ehemaligen osmanischen Reich die Provinzen Bagdad, Mossul und Basra heraus und verschmolz sie zum heutigen Irak. Die Provinz Mossul war dabei zunächst nicht mit eingeplant worden, da sie in französischem Einflussgebiet lag; nach dem Ausfall Russlands betreffend das Sykes-Picot-Abkommen und aufgrund von strategischen Überlegungen wurde sie jedoch ebenfalls eingegliedert, indem man der Türkei und Frankreich jeweils 20% der zu erwartenden Gewinne aus der Erdölförderung in dieser Region versprach. Bei der Festlegung der heutigen Grenzen war Gertrude Bell als Beraterin des Kolonialministers Winston Churchill wesentlich beteiligt. Der Völkerbund sanktionierte diese Maßnahme und übertrug Großbritannien das Mandat über den Irak. Da Großbritannien den Arabern ein souveränes Großarabien versprochen hatte, falls sie sich gegen das osmanische Reich erheben würden, akzeptierten sie den Status als britisches Mandatsgebiet nicht und begannen 1920 einen Aufstand gegen die britische Krone. Der Aufstand hatte aber auch einen sozialen Hintergrund. Um das Land unter ihre Kontrolle zu bekommen, verfuhren die Briten wie an ihrer indischen Nordwestgrenze: Sie machten lokale Autoritäten aus, denen sie eine Reihe von Privilegien gaben (z.B. Steuerfreiheit) und denen auch das früher kommunale Land übertragen wurde, so dass viele Bauern verarmten. Bei der drei Monate dauernden Revolte starben nach britischen Schätzungen 8.450 Iraker und 1.654 britische Soldaten. Der hohe Blutzoll und die Kosten, die zur Niederwerfung des Aufstandes benötigt wurden (insgesamt das Sechsfache der gesamten Kosten der britischen Militärkampagne im Nahen Osten), erschreckten die britische Regierung. Um die Kosten für die britische Präsenz zu senken und gleichzeitig die Araber von neuem Aufruhr abzubringen, setzte die britische Regierung einen arabischen König ein.

Am 23. August 1921 wurde Faisal, Sohn des Scherifen Hussein von Mekka, zum König proklamiert. Die Aufnahme des Irak in den Völkerbund erfolgte am 3. Oktober 1932. Die Rechte am Erdöl des Landes teilten Großbritannien, die Niederlande, Frankreich und die USA (je 23,75 %) unter sich auf; 5 % gingen an ein privates Unternehmen. An die irakische Regierung zahlten sie Abgaben, die jedoch nur einen geringen Prozentsatz der Gewinne ausmachten.

Dieser Zustand dauerte bis 1958. Unter General Abdel Karim Qasim schlossen sich die so genannten „Freien Offiziere“ zusammen, um die britische Kontrolle abzuschütteln. Sie stürzten am 14. Juli 1958 mit Hilfe des Volkes die pro-britische Monarchie (Faisal II. 1935-1958). Die Republik Irak wurde proklamiert. Es strömten hunderttausende Iraker auf die Straßen, um ath-Thawra (die Revolution) zu feiern. Mit Ausrufung der Republik wurden neue politische Verhältnisse geschaffen. Die Monarchie wurde abgeschafft und der Irak trat aus dem mit Türkei, Pakistan und Iran geschlossenen CENTO (Bagdad)-Pakt aus. Innenpolitisch wurde eine Bodenreform durchgeführt und der Irak trat aus dem britischen Sterling-Währungssystem aus. Die ausländischen Ölgesellschaften wurden verstaatlicht und es wurden wirtschaftliche und politische Beziehungen zu den sozialistischen Ländern eingeleitet. Ein Erlass ermöglichte es, dass politische Parteien und berufliche Organisationen gebildet werden konnten. Die Pressefreiheit wurde eingeführt. Ein historischer Schritt war aber der Artikel 3 der provisorischen Verfassung: „Araber und Kurden sind Partner im Irak“. Die Kurden wurden erstmalig ausdrücklich anerkannt. Die demokratischen Prozesse dauerten jedoch nur kurze Zeit an. Bald wurden Zeitungen verboten. Die Entwicklung der neuen Republik Irak wirkte den grundsätzlichen Interessen des Westens entgegen. Die Briten und die USA übten Druck von außen aus. Innenpolitisch wurde Druck von rechtsorientierten, panarabistischen Parteien und Nationalisten ausgeübt. Dazu gehörte auch die Baath-Partei.

Die damals kleine irakische Baath-Partei putschte mit Hilfe von Verschwörern in der irakischen Armee am 8. Februar 1963 gegen Qasim. Qasim wurde erschossen. Durch die Ramadan-Revolte geschwächt, wurde die Ba´ath Partei wenige Monate nach dem Putsch von 1963 durch den Präsidenten Abd as-Sallam Arif gestürzt. Unter seinem Bruder Abd ar-Rahman brach der Irak 1967 die diplomatischen Beziehungen zur USA ab. Nach einem zweiten Putsch am 17. Juli 1968 eroberte die Baa´th Partei wieder die Macht, Ahmed Hasan Al-Bakr wurde Staatspräsident und Vorsitzender des Revolutionären Kommandorates (RKR), Saddam Hussein Vizepräsident und Stellvertretender Vorsitzender des RKR.

Im Frühjahr 1969 brachen erneut Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den seit 1961 gegen die Zentralregierung kämpfenden Kurden aus. Zwar unterzeichneten Saddam Hussein und der Kurdenführer Molla Mustafa Barzani im März 1970 einen Friedensvertrag, der den Kurden politische Autonomie gewährleistete. Die Kämpfe dauerten allerdings bis April 1975 (als der Irak mit dem Nachbarland Iran das Abkommen von Algier über die Neuregelung der Grenze am Shatt el-Arab unterzeichnete und der Iran daraufhin seine Hilfe für die Kurden beendete, was zur Kapitulation der Kurden führte) an.

1972 wurden die ausländischen Ölfirmen verstaatlicht.

Saddam Hussein

Als die Baath-Partei an der Macht war, folgten Massenhinrichtungen und willkürliche Verhaftungen, vor allem von Kommunisten und anderen linksgerichteten Intellektuellen. Besonders nachdem Saddam Hussein nach dem Rücktritt al-Bakrs am 16. Juli 1979 an die Macht gelangt war, kam es zu massiven Menschenrechtsverletzungen denen auch viele Baʿthisten zum Opfer fielen.

Nach monatelangen Auseinandersetzungen mit dem Iran befahl Hussein der irakischen Armee am 22. September 1980 das Nachbarland mit insgesamt neun von zwölf Divisionen anzugreifen. Die Front erstreckte sich hierbei auf einer Länge von 600 km. Nach anfänglichen Erfolgen musste sich die irakische Armee ab 1982 immer weiter zurückziehen und schließlich ab 1984 den Krieg im eigenen Land führen. Dieser Erste Golfkrieg dauerte bis 1988 an und kostete schätzungsweise 250.000 Iraker das Leben. In diesem Krieg setzte der Staat auch mehrmals chemische Kampfstoffe sowohl gegen die Iraner als auch gegen die eigene Bevölkerung ein. Auch die wirtschaftlichen Schäden waren erheblich: 1979 besaß der Irak noch Geldreserven im Wert von 35 Milliarden US-Dollar, nach Ende des Krieges war das Land mit über 80 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden hoch verschuldet.

Nach einem misslungenen Attentatsversuch gegen Saddam Hussein wurden am 17. Juli 1982 148 Einwohner der Kleinstadt Dudschail verschleppt und hingerichtet. 1988 starte das Regime die sogenannte Anfal-Operation, bei der nach Schätzungen bis zu 180.000 irakische Kurden ermordet wurden. Der in der Öffentlichkeit bekannteste Fall dieser Kampagne war der Giftgasangriff auf Helepçe am 18. März 1988.

Am 2. August 1990 marschierte die irakische Armee in Kuwait ein und besezte das Land. Erst durch die Intervention internationaler Truppen unter der Führung der Vereinigten Staaten wurde das Land im Februar 1991 im Zweiten Golfkrieg befreit. Als Folge der Besetzung verhängten die Vereinten Nationen Sanktionen über das Land, was zu internationaler Isolierung und durch die Misswirtschaft mit den erlaubten Handelsgütern zur Verarmung weiter Teile der Bevölkerung führte. Die Folgen des Embargos waren dramatisch: Allein 500.000 - 1.500.000 Kinder unter 14 Jahren starben bis 2005 zum Teil an Krankheiten, die vor 1990 im Irak nahezu unbekannt waren: Leukämie (wahrscheinlich durch verstrahlten Sand und Kleinstpartikeln von DU-Munition oder zerstörtem Kriegsgerät), Unterernährung, Vitaminmangel, Typhus, Cholera und durch lokale Krankheiten. - Die hohe Sterblichkeit ergibt sich aus dem andauernden Embargo und der in den Golfkriegen 1990 und 2003 nahezu völligen Zerstörung der Trink- und Abwasser-Ver-/Entsorgung, Zerstörung der Krankenhäuser, Pharmaindustrie usw. - Zudem ist die irakische Bevölkerung/Volkswirtschaft in den Jahren seit dem Embargo völlig verarmt (1990 BSP = ~ 6000, 2005 BSP = ~3400 $). Um die Folgen des Embargos abzumildern führte die UN 1995 (Res.986) ein Öl für Lebensmittel-Programm ein, das im Januar 2003 endete.

Am 8. November 2002 beschloss der UN-Sicherheitsrat auf längeren Druck der USA die bislang 19. Irak-Resolution 1441 mit nicht näher definierten „ernsthaften Konsequenzen“.

Invasion der USA und Verbündeter

Im März und April 2003 begannen die USA und Großbritannien, sowie kleine Verbände Australiens, Italiens, Spaniens, Polens und militärisch unerheblicher Alliierter (Dänemark, Ukraine, Bulgarien, Honduras, El Salvador, Südkorea, Japan, Ungarn) den dritten Golfkrieg gegen den Irak, mit dem Ziel, Saddam Hussein zu stürzen und vermeintliche Massenvernichtungswaffen ausfindig zu machen. Ein entsprechendes Bedrohungsszenario hatten die Geheimdienste der USA und Großbritanniens entworfen; dass dies auf Druck der jeweiligen Regierung zur Legitimierung einer Invasion geschah, bleibt bestritten. Den Versuch, hierfür ein Mandat des UN-Sicherheitsrates zu erhalten, hatten die USA wegen des großen diplomatischen Widerstandes und vor einer sich abzeichnenden Abstimmungsniederlage abgebrochen. Die Iraq-Survey-Group-Kommission kam in ihrem Endbericht September 2004 zu dem Schluss, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gab. Damit fiel einer der von der US-Regierung offiziell genannten Kriegsgründe weg. Dass Saddam Hussein auch keine Beziehungen zum Terroranschlag des 11. Septembers 2001 in den USA hatte, war schon vorher klar geworden. Statt der Massenvernichtungswaffen hat man aber Massengräber gefunden: Seit Machtantritt der 2003 von US-Truppen gestürzten Baath-Partei gelten bis zu 1,3 Millionen Iraker als vermisst afhr.org,www.afhr.org. Bisher wurden circa 300 Massengräber im Irak lokalisiert. Es exisitiert bislang jedoch kein zivilrechtlicher Rahmen für die Untersuchung der Gräber. Forensische Ausgrabungen werden seit August 2004 vom US-geführten Regime Crimes Liaison Office (RCLO) durchgeführt, das direkt dem Iraqi Special Tribunal (IST) zuarbeitet. Im Mai 2006 wurde ein Gesetz zum Schutz der Massengräber vom irakischen Parlament ratifiziert. Derzeit arbeiten irakische Regierungsorgane und NGOs in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen an der Einrichtung des "National Center for Missing and Disappeared Persons". Dieses Zentrum hat die Aufgabe, dem dringenden Bedürfnis der irakischen Bevölkerung nach der Klärung des Schicksals der vermissten Personen nachzukommen und die legalen, personellen und technischen Voraussetzungen für die Untersuchungen der Massengräber im Irak zu schaffen. Die individuelle Identifizierung der Opfer aus Massengräbern wird dabei im Vordergrund stehen, sowie die Bearbeitung der rezenten Fälle von nicht-identifizierten Opfern der Terroranschläge und Kampfhandlungen seit 2003.

Die Anzahl der Opfer der Invasion ist stark umstritten in Bezug auf Zählweise, Verantwortung und Einbeziehung Opfer krimineller Straftaten. Verifizierbar sind laut iraqbodycount etwa 45.000 http://www.iraqbodycount.or... zivile Opfer der militärischen Intervention. Eine Studie des Wissenschaftsmagazins The Lancet geht sogar von bis zu 100.000 zivilen Opfern aus. Nach Angaben der USA wurden rund 1.000 Zivilisten durch alliiertes Feuer sowie etwa 7.000 Widerstandskämpfer und Terroristen getötet. Schätzungen unabhängiger Beobachter zufolge kamen bis zu 10.000 Iraker bei dem Angriff durch die USA ums Leben. Weitere 20.000 Tote werden neben dem regulärem Widerstand mehrheitlich Terrorangriffen verschiedener Gruppierungen zugeschrieben.

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Staaten mit Truppenkontingenten im Irak (blau) und ehemals beteiligte Staaten (grün) seit Sommer 2003.
Bildherkunft

Im Mai 2003 erklärte US-Präsident Bush die größeren Kampfhandlungen für beendet. Seitdem sind erheblich mehr US-Soldaten − bisher 2900 − durch Anschläge, sowohl von Widerstandsgruppen wie auch von islamistischen Terroristen, umgekommen als durch die Kriegshandlungen zuvor; täglich sterben durchschnittlich zwei US-Soldaten bei Angriffen aus dem Hinterhalt, die Zahl der Verwundeten liegt noch erheblich höher. Zahlreiche Opfer forderten die Angriffe auch unter der Zivilbevölkerung. Auch Vertretern der mehrheitlich von Schiiten und Kurden getragenen irakischen Regierung wurden wiederholt zum Ziel von Anschlägen. Schätzungen zufolge sind zwischen 25.000 und 30.000 Iraker seit Mai 2003 - dem „Ende der großen Kampfhandlungen“ - ums Leben gekommen. Einige irakische Quellen gehen sogar von bis zu 60.000 Opfern aus. Etwa 3500 Irakische Sicherheitskräfte wurden seit 2003 getötet.

Al Qaida verfolgt anscheinend die Strategie, einen Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten zu provozieren, um so zu verhindern, dass der Irak eine staatliche Ordnung findet. Todesschwadronen greifen gezielt Anhänger der gegnerischen Religionsgruppe an. Als wichtigster Kopf der irakischen Ansar al-Islam Organisation wurde seit 2003 der Jordanier Abu Musab az-Zarqawi angesehen (von US-amerikanischen Einheiten getötet am 7. Juni 2006). Die USA werfen Iran und Syrien vor, nichts gegen das Eindringen ausländischer Kämpfer zu tun. Die Situation wird zunehmend als an der Kippe zum Bürgerkrieg stehend betrachtet. Von Sunniten und Schiiten gegeneinander geführte Terrorangriffe und Gegenanschläge fordern fast schon täglich Dutzende Menschenleben. Pro Tag gibt es im Irak etwa 75-85 Anschläge, zeitweise lag die Zahl der täglichen Anschläge sogar über 120, an anderen Tagen jedoch auch "nur" bei 50-60. Es wird vermutet, dass die Mehrheit der Aufständischen irakische Sunniten sind. Allerdings wird ein Teil der Anschläge auch von nichtirakischen (sunnitischen) Islamisten verübt und zum Teil auch von einigen schiitischen Extremisten.

Nach einer im Oktober 2005 veröffentlichten geheimen Umfrage der britischen Armee lehnen 82 Prozent der Iraker die Besatzung ab, 67 Prozent fühlen sich unsicherer durch die ausländischen Truppen, 72 Prozent haben kein Vertrauen in die Besatzungstruppen, 71 Prozent verfügen nicht über sauberes Wasser, bei 70 Prozent funktionieren die Abwasseranlagen nicht oder schlecht, 47 Prozent werden nicht ausreichend mit Strom versorgt und 40 Prozent der Südiraker sind arbeitslos.

Auch wenn die Bedrohung durch Saddam Hussein schon längst gelöst wurde, ziehen die Amerikanischen Truppen nicht ab. Genau das hat zur Folge, dass sich viele Iraker sich zu Widerstandskämpfern ausbilden lassen und versuchen die Amerikanischen Truppen aus dem Land zu vertreiben.

Aufständische Gruppen im Irak
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Quelle

en:Template:Unreferenced es:Plantilla:Referencias fr:Modèle:À sourcer hu:Sablon:Nincs forrás it:Template:Senzafonti ja:Template:Unreferenced pl:Szablon:Źródła sv:Mall:Källor vi:Tiêu bản:Thiếu nguồn gốc zh:Template:Unreferenced Die Sarkawi-Terroristen, als von ausländischen Islamisten dominierte El Kaida-Ableger, betrachten den Irak als Schlachtfeld im globalen Krieg gegen den Westen. Sie sind nur eine von zahlreichen verschiedenen Gruppen.

Unter den einheimischen Milizin stellen die irakisch-sunnitischen Aufständischen bislang die mitgliederstärkste Fraktion. Dazu gehören unter anderem die "Armee Mohammeds", die "El Haq-Armee" und die "Islamische Armee des Irak", zusammen etwa 20 000 Kämpfer. Sie opponieren vor allem gegen die US-geführten Besatzungstruppen und die politische Marginalisierung der Sunniten. Der irakisch-sunnitische Widerstand soll sich zuletzt verstärkt um Distanz zu den zugereisten Gotteskriegern - ca. 1 000 bis 2 000 Mann - bemüht haben. Grund sind die von den Sarkawi-Terroristen unter irakischen Zivilisten angerichteten Blutbäder, ebenso die Selbstdarstellung des El Kaida-Ablegers als angebliche politisch-ideologische Führung des Widerstandes.

Teils mit den sunnitischen Widerständlern konkurrierend sind die schiitischen Milizen. Die "Badr-Brigaden" verfügen über etwa über 10 000 Bewaffnete, die "Mahdi-Armee" wird auf mehrere tausend Mann geschätzt. Die Badr-Brigaden sind Mitglied des regierenden Revolutionsrats Sciri. Die Mahdi-Armee untersteht dem radikalen Schiitenprediger Muktada al-Sadr. Zwischen beiden Gruppierung kam es wiederholt zu offener Gewalt. Der Revolutionsrat strebt nach einer weitgehenden schiitischen Autonomie im Süden, wo die "Badr-Brigaden" in vielen Regionen bereits die dominierende militärische Macht sind. Sadr hingegen will einen irakischen Einheitsstaat; seine "Mahdi-Armee" kooperiert mit dem sunnitischen Widerstand gegen die US-geführten BesatzungstruppenBrigaden und Milizen: Im Irak können wir beobachten, wie ein Staat zerfällt. El Kaida spielt dabei kaum noch eine Rolle Berliner Zeitung, 9. Juni 2006.

Politik

Die irakische Politik wird seit der Staatsgründung 1921 und der Aufnahme in den Völkerbund (1932) von zwei Hauptfaktoren geprägt:
  • dem Reichtum an Erdöl und den daraus folgenden Interessen des Westens und Russlands,
  • den ethnisch-religiösen Unterschieden der drei Landesteile, die den ehemaligen osmanischen Provinzen Mossul, Bagdad und Basra entsprechen: Kurden im Norden, sunnitische Araber in der Landesmitte und Schiiten im Süden.

Einigend wirkte u.a. der langjährige Widerstand gegen den britischen Einfluss, der bis zum Sturz von König Faisal II. (1958) und der Verstaatlichung der Ölfirmen bestand. Die Demokratie wurde jedoch durch heftige Machtkämpfe unterminiert, die bis heute unter Panarabisten, Schiiten und Kurden nachwirken und in denen sich 1968 die nationalistische Baath-Partei durchsetzte. Ihre Macht ging 1979 in die Alleinherrschaft von Saddam Hussein über, die durch zwei "Golfkriege" gegen den Iran (1980-88) und Kuwait (1990/91) noch gefestigt wurde.

Siehe auch: Liste der Premierminister Iraks

Politische Neuordnung seit 2003

Nach Bildung eines Übergangsrates Ende 2003 wurde der bis dahin von der Koalitions-Übergangsverwaltung ausgeübte Verwaltungsauftrag am 28. Juni 2004 einer irakischen repräsentativen Übergangsregierung übertragen. Die Truppen und Logistik der Besatzungsmächte in einer Stärke von etwa 150.000 Soldaten sollen aber vereinbarungsgemäß noch ein bis zwei Jahre im Irak stationiert bleiben. Der Irak befindet sich politisch seitdem in einem Übergangszustand: Nach diesem dritten Golfkrieg sind die früheren Machtstrukturen, insbesondere der Revolutionäre Kommandorat, nicht mehr vorhanden, aber die neuen Verhältnisse, damals noch zwischen der westlichen Besatzung, der Zivilverwaltung und dem Irakischen Regierungsrat, waren nicht endgültig etabliert.

Nach ersten Planungen sollte der ehemalige US-General Jay Garner, der 1991 die kurdische Schutzzone eingerichtet hatte, den Vorsitz einer vorläufigen Regierung im Irak übernehmen. Wenige Wochen nach seiner Etablierung änderte man jedoch die Strategie: US-Präsident George W. Bush benannte am 6. Mai 2003 L. Paul Bremer III. zum Zivilverwalter. Der Irak wird im September 2003 in vier Besatzungszonen eingeteilt: zwei amerikanische im Norden, eine polnische im zentralen Süden und eine britische im äußeren Süden des Landes. Der algerische UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi vermittelte zwischen verschiedenen Parteien für eine irakische Übergangsregierung, die am 1. Juni 2004 entstand, um ab dem 30. Juni die Macht zu übernehmen. Am 30. Januar 2005 wurden im Irak die ersten freien und allgemeinen Wahlen seit über 40 Jahren abgehalten.

Beim Aschura-Fest am 2. März 2004 kam es zu einer schlimmen Anschlagserie, es gab 271 Tote und 393 Verletzte, die meisten waren schiitische Gläubige, für die Kerbala ein Wallfahrtsort ist. Es wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Am 4. März 2004 erhoben die USA den Vorwurf, der Terrorist Abu Musab az-Zarqawi oder die Al-Qaida nah stehende Terrororganisation Ansar al Islam seien die Drahtzieher der Anschläge gewesen.

Abbildung
US-Entwurf einer neuen Flagge für den Irak, der im Lande aufgrund der Ähnlichkeit zur israelischen Flagge auf heftige Proteste stieß.
Bildherkunft

Am 11. Oktober 2006 verabschiedete das Irakische Parlament ein neues Förderalismusgesetz, das die Schaffung sogenannter weitgehend autonomer "Super-Provinzen" vorsieht. Kritiker dieses Geseztes, vornehmlich die sunnitische Minderheit, sehen darin eine Bedrohung für die irakische Einheit. Irak: Parlament verabschiedet Förderalismusgesetz Die Zeit vom 11. Oktober 2006

Übergangsverfassung

In der Zwischenzeit geht die Diskussion um eine neue Verfassung weiter. Als erster Schritt wurde am 8. März 2004 von den 25 Mitgliedern des Regierungsrates eine Übergangsverfassung feierlich unterzeichnet. Nach anfänglichen Einwänden und einer Verschiebung des Termins wurde dann aber das Werk ohne Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf verabschiedet.

Die Übergangsverfassung regelt die Geschicke des Staates seit der Machtübergabe am 28. Juni 2004. Der Irak ist laut Verfassungstext eine multi-ethnische und multi-religiöse parlamentarische Republik, die sich zur Demokratie, zum Pluralismus und zum Föderalismus bekennt. Im Text verankert sind die Menschen-, Freiheits- und Bürgerrechte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit sowie die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten.

Es besteht Religionsfreiheit, wobei der Islam als Staatsreligion festgeschrieben ist. Amtssprachen sind arabisch und kurdisch. Sprachen von anerkannten Minderheiten, wie z.B. Turkmenen und Aramäern werden in den entsprechenden Regionen ebenfalls als offizielle Amtssprachen akzeptiert.

Politische Macht geht im Rahmen von freien, gleichen und unmittelbaren Wahlen ausschließlich vom Volk aus. Der vom Volk alle 4 Jahre gewählte Repräsentantenrat ist das höchste gesetzgebende Organ des Staates. Der vom Repräsentantenrat gewählte Präsident und Ministerpräsident nehmen gemeinsam die höchste Exekutivgewalt war. Die Gesetzgebung basiert auf den Regeln des Islams (Scharia) aber auch auf den Prinzipien der Demokratie bzw. der Verfassung. Alle Iraker sind vor dem Gesetz gleich. Die Judikative ist von den anderen Gewalten unabhängig und das höchste Rechtsorgan ist der Bundesgerichtshof, der eine noch nicht bestimmte Anzahl islamischer Rechtsgelehrte umfasst (Schariarichter). Er überwacht u.a. die Verfassungskonformität der Legislative.

Die zentralstaatlichen Kompetenzen sind die Außen-, Verteidigungs-, Handels-, Einwanderungspolitik, die Währung, das Zoll- und das Messwesen. Die Regionen und Provinzen genießen eine weitreichende Autonomie. So haben die Provinzen bei Angelegenheiten, über die mit dem Bund gemeinsam entschieden wird, letztlich das letzte Wort. Provinzen sind berechtigt gemeinsame Verwaltungsbezirke mit weitreichenden Kompetenzen zu bilden, sofern dies im Rahmen eines Referendums durch das Volk bestätigt wurden. Auch sind die Provinzen berechtigt eigenen Sicherheitskräfte zu unterhalten.

Die Gleichberechtigung der Frau ist explizit in der Verfassung garantiert. So müssen mindestens 25 % der Abgeordneten des Repräsentantenrats weiblichen Geschlechts sein. Der umstrittene Artikel 39 sieht jedoch vor, dass irakische Bürger sich der Zivilgerichtsbarkeit ihrer eigenen Religionsgemeinschaft unterwerfen können, was ggf. zu einer entsprechenden Benachteiligung bei Erbschafts- und Scheidungsangelegenheiten führen kann. Bodenschätze, wie z.B. Erdgas und Erdöl, sind als gemeinschaftliches Eigentum aller Iraker festgeschrieben. Ihre gemeinschaftliche Nutzung wird von der Zentralregierung und den Provinzen gemeinsam bestimmt.

Am 30. Januar 2005 fanden die Wahlen für ein Übergangsparlament (Nationalversammlung) statt, in dem die Vereinigte Irakische Allianz (United Iraqi Alliance [UIA]), welche von Großajatollah Ali as-Sistani unterstützt wurde, mit 48,2 % der abgegebenen Stimmen fast die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament erreichte. Eine von diesem Übergangsparlament ernannte 55-köpfige Kommission muss bis 15. August 2005 die endgültige Verfassung erarbeiten, über die per Volksentscheid abgestimmt wird. 28 der Mitglieder der Kommission gehören der UIA an, die weiteren Sitze teilen größtenteils die Kurden und das Parteienbündnis des früheren Ministerpräsidenten Iyad Allawi, Irakische Liste, unter sich auf. Die Kommission wird von dem moderaten schiitischen Kleriker Hummam Hammudi geleitet, seine Stellvertreter sind der Sunnit Adnan al-Dschanabi und der Kurde Fu'ad Massum. Wegen der Unterrepräsentierung der Sunniten übte US-Außenministerin Condoleezza Rice Kritik an der Zusammensetzung der Kommission, worauf der irakische Ministerpräsident Ibrahim al-Dschafari versprach, die Sunniten mehr in den politischen Prozess mit einzubeziehen. Daraufhin wurde den Sunniten eine stärkere Beteiligung an der Ausarbeitung der Verfassung angeboten.

Am 15. Oktober wurde die neue Verfassung zu Abstimmung freigegeben. Wenn in drei Provinzen zwei Drittel der Wähler mit Nein stimmen, wäre die Verfassung nicht angenommen. Laut Ergebnis lag die Wahlbeteilung bei über 60 %. Die Verfassung wurde mit 78,59 % der Stimmen angenommen. Nur in den Provinzen Al-Anbar und Salah ad-Din stimmten mehr als zwei Drittel der Wähler dagegen, in einer dritten Provinz (Ninawa) soll die Zweidrittelmehrheit an Gegenstimmen nur knapp verfehlt worden sein.

Siehe auch: Neue irakische Verfassung, Irakische Regierung 2005

Wahlen

Laut Übergangsverfassung mussten auf jeder Wählerliste ein Drittel Frauen stehen. Ebenfalls stehen rund ein Viertel aller Sitze der neu gewählten Nationalversammlung Frauen zu.
Wahlen vom 30. Januar 2005

Bei den Wahlen am 30. Januar 2005 wurden 275 Sitze vergeben. Insgesamt traten 7.200 Kandidaten auf 111 Listen für die Wahlen der Nationalversammlung an. Eine wichtige Aufgabe des neuen Parlaments ist die Ausarbeitung einer Verfassung bis zum 15. August. Bei einer Wahlbeteiligung von 58 % der Wähler, die sich haben registrieren lassen, ergab sich folgendes Ergebnis:

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Partei Stimmen Sitze
Vereinigte Irakische Allianz (überwiegend schiitisch) 48,2 % 4,079 Mill. 132
Demokratische Patriotische Allianz Kurdistans 25,7 % 2,175 Mill. 71
Irakische Liste (Liste des ehemaligen Ministerpräsidenten Iyad Allawi) 13,8 % 1,168 Mill. 38
Die Iraker (Liste des Übergangspräsidenten Ghazi al-Yawar) 1,8 % 152.000 5
Irakische Turkmenenfront 1,1 % 93.094 3
Nationale Unabhängige Kader und Eliten 0,8 % 69.938 3
Volksunion (Liste der Irakischen Kommunistischen Partei) 0,8 % 69.920 2
Islamische Gemeinschaft in Kurdistan 0,7 % 60.592 2
Islamische Aktion im Irak - Zentralkommando 0,5 % 43.205 2
Nationaldemokratische Allianz 0,4 % 36.795 1
Nationale Rafidain-Liste (Chaldo-Assyrer) 0,4 % 36.255 1
Versöhnungs- und Befreiungsblock 0,4 % 30.796 1
Irakische Versammlung der nationalen Einheit 0,3 % 23.686 -
Rat Unabhängiger Demokraten (Liste des früheren Außenministers Adnan Patschatschi) 0,2 % 21.728 -
Irakische Islamische Partei 0,2 % 21.342 -

Es traten noch weitere Parteien und unabhängige Kandidaten an, die allesamt einen Sitz im Parlament verfehlten.

Wahlen vom 15. Dezember 2005

Das Ergebnis der ersten Wahl für ein vierjähriges Parlament wurde erst nach mehreren Wochen am 19. Januar 2006 bekanntgegeben.

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Partei Stimmen Sitze
Vereinigte Irakische Allianz 41,2 % 5,021 Mill. 128
Demokratische Patriotische Allianz Kurdistans 21,7 % 2,642 Mill. 53
Irakische Eintracht 15,1 % 1,840 Mill. 44
Irakische Nationale Liste 8,2 % 977.325 25
Irakische Nationale Dialog Front 4,1 % 499.963 11
Islamische Union Kurdistan 1,3 % 157.688 5
Aussöhnungs und Befreiungsblock 1,1 % 129.847 3
Risalyun 1,2 % 145.028 2
Irakische Turkmenenfront 0,7 % 87.993 1
Nationale Rafidain-Liste (Aramäische Christen) 0,4 % 47.263 1
Mithal al-Alusi (Unabhängiger Kandidat) 0,3 % 32.245 1
Yezidische Bewegung 0,2 % 21.908 1

Islamischer Staat

Am 15. Oktober 2006 rief die Al-Qaida im Irak einen islamischen Staat aus, der insgesamt sechs Provinzen umfassen solle. Als Hilfe zum Ausbau des Staates wurden Muslime in aller Welt aufgerufen, „Männer und Geld“ in den Irak zu senden. Die Al-Qaida kündigte an, dass in diesem Staat alleine Gottes Recht gelten werde. Al-Qaida ruft islamischen Staat aus Der Spiegel, 15. Oktober 2006.

Verwaltungsgliederung

Der Irak ist in 18 Provinzen (muhafazat, Singular muhafaza) unterteilt:
  1. Bagdad (بغداد)
  2. Salah ad-Din (صلاح الدين)
  3. Diyala (ديالى)
  4. al-Wasit (واسط)
  5. Maisan (ميسان)
  6. Basra (البصرة)
  7. Dhi Qar (ذي قار)
  8. al-Muthanna (المثنى )
  9. al-Qadisiyya (القادسية)
  1. Babil (بابل)
  2. Karbala (كربلاء)
  3. Nadschaf (النجف)
  4. al-Anbar (الأنبار)
  5. Ninawa (نينوى)
  6. Dahuk (دهوك)
  7. Arbil (أربيل)
  8. at-Ta'mim
  9. as-Sulaimaniyya (السليمانية)

Darüber hinaus gibt es eine militärische Aufteilung in amerikanische, polnische und britische Besatzungs- oder Stabilisierungszonen. Des Weiteren sind die nördlichen Provinzen Arbil, as-Sulaimaniyya und Dahuk in einer Kurdischen autonomen Region zusammengefasst. Die Schiiten im Süden wollen nach dem Vorbild der Kurden ebenfalls eine autonome Region errichten, die Basra und andere Provinzen umfassen und den Namen Sumer tragen soll.

Militär

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Die irakische Nationalpolizei sichert zusammen mit US-Soldaten einen Checkpoint in Al Shurta, August 2006
Bildherkunft

Abbildung
Soldaten der irakischen 9. Panzerdivision im Mai 2006 nahe Mushada
Bildherkunft

Am 23. Mai 2003 wurden die Streitkräfte des ehemaligen Regimes unter Saddam Hussein durch die Übergangsverwaltung aufgelöst. Eine große Anzahl der militärischen Hinterlassenschaften wurden zerstört. Die neuen irakischen Sicherheitskräfte werden mit Unterstützung der USA, Großbritanniens, Australiens und Jordaniens aufgestellt. Die NATO gewährt Ausbildungsunterstützung. Im Irak sind die „Koalitionsstreitkräfte“, weiterhin vorrangig die USA und Großbritannien als Hauptteil der Multinationalen Truppe der MNF für die innere und äußere Sicherheit im Land zuständig und arbeiten eng mit der neuen irakischen Armee zusammen.

Bemerkenswert ist, dass die Soldaten der irakischen Armee gleichzeitig Angehörige lokaler Milizen sein können; auf der Uniform wird dann das Abzeichen der Armeeeinheit neben dem der Milizeinheit getragen.

Heer

Zunächst wurde ein Zivilverteidigungskorps (engl: ICDC Iraqi Civil Defense Corps) und eine paramilitärische Polizei (engl: IPS Iraqi Police Service) aufgebaut. Das ICD-Corps bestand dabei u.a. aus der 60. ICDC-Brigade. Die Armee wurde dann als IGFC Iraqi Ground Forces in Korpsstärke weiter aufgebaut und 2005 war eine Heeresstärke von 27.000 Mann, davon 2.000 Soldaten für Spezialeinsätze, geplant. Das Heer ist wie folgt strukturiert:
  • 9 leichte Infanteriedivisionen (1.-8. und 10.) mit jeweils 3 bis 4 Infanteriebrigaden
  • 1 Panzerdivision (9.) mit 2 Panzerbataillonen, ausgerüstet mit Kampfpanzern vom Typ T-72 und Schützenpanzern vom Typ BMP-1
  • 1 motorisiertes Transportregiment zur Unterstützung der Infanteriedivisionen.
Außerdem im Aufbau eine unbestimmte Anzahl von Logistik-Bataillone und Kommunikationseinheiten.

Spezieleinsatzkräfte ISOF

Die ISOF (Iraqi Special Operations Forces) zur Terrorbekämpfung und zu Sicherungsaufgaben u.a. Flughäfen ist eine eigene Teilstreitkraft und gegliedert in ICTF Iraqi Counter Terrorism Force besteht aus Soldaten zur Terrorbekämpfung, einem Kommandobataillon, einem Unterstützungsbataillon und einer Aufklärungskompanie.

Marine

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Ein Patrouillenboot (P104) der neuen irakischen Marine am Stützpunkt Umm Qasr, Juni 2004
Bildherkunft

Im Januar 2004 wurde die neue irakische Marine, engl: Iraqi Coastal Defense Force (ICDF) gegründet, die über eigene Patrouillenboote verfügt. Am 12. Januar 2005 wurde die ICDF offiziell in irakische Marine (engl: Iraqi Navy) umbenannt, obwohl von den USA zuvor nicht vorgesehen war eine maritime Teilstreitkraft zu bilden. Sie dient vorrangig dem Schutz gegen Terroristen und soll auch die Ölplattformen sichern. Die irakische Marine umfasst ca. 600 bis 800 Soldaten und ist wie folgt gegliedert:

  • 1 Naval Squadron, Küstenverteidigungskräfte mit dem Stützpunkt Umm Qasr, bestehend aus 10 Patrouillenbooten u.a. ausgerüstet mit einer 27 mm Bordkanone. Ab 2007 erhält die Marine neue Boote vom Typ Al Faw. Der Marine soll ab 2007 über Angriffskräfte (Assault Boat Squadron) und Unterstützungskräfte (Auxiliary Support Squadron) verfügen.
  • 1 SSS-Bataillon, die irakische Marineinfanterie
  • Aufbau von Unterstützungs- und Hilfsskräften (ab 2007: Auxiliary Support Squadron)

Luftwaffe

Die Kontrolle des Luftraums obliegt vorrangig noch den Koalitionsstreitkräften. Die neue irakische Luftwaffe dient daher vielmehr als Unterstützung für das Heer. Die Struktur der Luftwaffe (Frühjahr 2006):
  • 3 Staffeln Unterstützungshubschrauber (2., 4. und 12. Staffel), u.a. mit dem Typ Bell UH-1H.
  • 1 Lufttransportstaffel (23. Staffel) mit C-130B Hercules Transportflugzeugen
  • 2 Aufklärungsstaffeln (3. und 7. Staffel)
Ihr gehören ca. 600 bis 800 Soldaten an.

Private Sicherheitsunternehmen

Zahlreiche Militärdienstleister und Private Sicherheits- und Militärfirmen sind im Auftrag des US-Militärs oder großer (Öl-)Unternehmen im Irak tätig. Deren Anzahl wird auf rund 15.000 Mann geschätzt - offizielle Zahlen werden nicht bekannt gegeben. Die größten dieser Unternehmen sind:
  • The Hart Group: Schutz von Elektrounternehmen
  • ISI Group: Schutz der Koalitionsgebäude
  • Eriny's International: Schutz der Erdölinfrastruktur
  • Custer Battles: Flughafensicherung
  • DynCorp: Ausbildung der irakischen Polizei (Auftragswert: 40 Mio. $)
  • Blackwater USA: Eskorten und Leibwache
  • Armor Group: Minenräumung
  • Kroll: Leibwache
  • Global Risk International: Leibwache

Den privaten Militärdienstleistern kommt im Irak eine Sonderstellung zu, da nicht geklärt ist, an welches Recht diese Unternehmen gebunden sind, und diese auch keine Auskunft über Mitarbeiterzahlen oder Opferzahlen abgeben müssen.

Infrastruktur

Straßen

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Expressway in der Nähe von Arbil
Bildherkunft
Das irakische Straßennetz umfasst 45.550 km, von denen 38.400 asphaltiert sind. Teilabschnitte von Überlandstraßen und Straßen in Ballungszentren (in denen bis auf private Buslinien/Sammeltaxis kein öffentlicher Verkehr existiert) sind mehrspurig, sonst sind selbst bedeutende Überlandstraßen zweispurig. Ausnahmen bilden die gerade in Bau befindlichen und zum Teil fertiggestellten Autobahnen im kurdischen Norden sowie die Straße Basra-Bagdad-Jordanien, die auf weiten Strecken autobahnähnlich ausgebaut ist. Momentan explodiert die Zahl der zugelassenen Autos, hauptsächlich wegen der sprunghaft angestiegenen Einkommen und der weggefallenen Einfuhrzölle, was vor allem in den arabischen Ballungszentren zu Problemen führt, da dort aufgrund der prekären Sicherheitslage nicht ausreichend in den Ausbau des Straßennetzes investiert werden kann.
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Expressway zwischen Amman und Baghdad in Al-Anbar
Bildherkunft

Schienenverkehr

Das irakische Schienennetz besteht aus drei in Bagdad zusammenlaufenden Hauptlinien und umfasst 2.339 km. Ein Großteil des sich in einem katastrophalen Zustand befindlichen Schienennetzes (von der Strecke Bagdad-Arbil ist z.B. oft nur noch die Trasse zu sehen, die Schwellen wurden zu Feuerholz verarbeitet und die Schienen verkauft) ist im Moment aber außer Betrieb, de facto ist nur die Strecke Bagdad-Basra in Betrieb. Benutzt wird die Bahn aber nur von Einkommensschwachen, da die Verlässlichkeit derart niedrig ist, dass Ankunftszeiten gar nicht erst angegeben werden. Eine Reisedauer von über einem Tag in die etwa 550 km entfernte südirakische Metropole ist nicht unüblich. Die neue irakische Regierung investiert jedoch viel in den Wiederaufbau, und man hofft, in einiger Zeit wieder einen regulären Bahnbetrieb aufnehmen zu können.

Flughäfen

Im Irak gibt es fünf zivile Flughäfen in Bagdad, Arbil, Basra, Mosul und Sulaimaniyya. Die Flughäfen bieten Flüge nach Amman, in die Golfstaaten, den Iran und Ägypten an, von den beiden Flughäfen im Norden gehen auch schon Direktflüge nach Frankfurt (Arbil), London (Sulaimaniyya, Arbil), Stockholm (Sulaimaniyya) und ab März 2006 Wien (Arbil). Größte Luffahrtsgesellschaft ist Iraqi Airways.

  • Bagdad: Der Bagdad International Airport (bis 2003 Saddam International Airport) ist der größte Flughafen des Landes. Er wurde zwischen 1979 und 1982 von französischen Firmen gebaut. Die Baukosten betrugen 0,9 Milliarden US-Dollar, bei voller Auslastung kann der Flughafen 7,5 Millionen Menschen befördern. Der Bagdad Int. Airport löste den Al-Muthanna Airport ab, der seit den 1950er Jahren als Internationalen Flughafen fungierte. Da der Flugverkehr inner- und außerhalb des Iraks 1991 eingestellt wurde, kam es auch zur Schließung des Flughafens. Im April 2003 eroberten amerikanische Truppen den Flugplatz, seit 2004 finden wieder regelmäßige Flüge statt.

  • Basra: Der Basra International Airport wurde in den 1960er Jahren als Regionalflughafen gebaut, und in den 1970ern zu einem Internationalen Flughafen umgebaut. Durch die Golfkriege (1980-88 und 1990/91) und die anschließenden Sanktionen konnte der Flughafen nicht in Betrieb genommen werden. Im Juni 2005 wurde der Flugbetrieb nach Bagdad und Arbil wieder aufgenommen, bisher bestehen aber keine Auslandverbindungen.

  • Arbil: Der Hewler International Airport ist der neueste und modernste Flughafen des Landes, und wurde kürzlich eröffnet. Seit dem 20. September 2005 gibt es auch eine Direktverbindung Arbil-Frankfurt, ab Ende 2006 fliegt Austrian, als erste europäische Airline, mehrmals wöchentlich von Wien nach Arbil.

Telekommunikation

Internetanschlüsse und Mobiltelefone sind im gesamten Irak verfügbar, eine staatliche Zensur findet dabei nicht statt.

Elektrizität

Die früher häufigen Stromausfällle gehören zwar noch nicht der Vergangenheit an, aber es werden laufend Kraftwerke und Stromleitungen gebaut, um die Stromversorgung zu garantieren. Die Stromprobleme resultieren auch aus der rasant gestiegenen Anzahl von stromverbrauchenden Geräten nach dem Krieg und dem Ende des UN-Embargos. Außerdem wurden nötige Investitionen in das Stromnetz in den Jahren des Regimes von Saddam Hussein unterlassen, so dass im Moment daran gearbeitet wird, die Infrastruktur zu sanieren bzw. aufzubauen, um die Energieversorgung auch vor dem Hintergrund des rapide wachsenden Stromverbrauchs des Landes zu garantieren.

Wasserstraßen

Die Binnenschifffahrt ist auf 1.015 km Kanälen und Flüssen möglich. Die einst bedeutende Binnenschifffahrt spielt jedoch heute nur mehr eine untergeordnete Rolle.

Bildung

Die Vorschule (im Irak meist staatlich, in den letzten Jahren wurden aber immer mehr kostenpflichtige Privatvorschulen gegründet) kann in der Altersklasse zwischen 4 und 5 Jahren besucht werden.

Seit 1970 gilt im Irak einen allgemeine 9-jährige Schulpflicht, die Schul- und auch Hochschulausbildung wird vom Staat übernommen. Staatlich anerkannte Privatschulen wurden erst Anfang der 1990er Jahre zugelassen.

Die Grundschulausbildung dauert 6 Jahre lang, wobei die ersten vier Klassen als Unterstufe und die Klassen 5 und 6 als Oberstufe gelten. Unterrichtet wird lediglich eine Fremdsprache (Englisch ab der 5. Klasse). Dem Besuch der Grundschule folgt ein Besuch der Sekundarschule für weitere drei Jahre. Die Sekundarschule wird nach einer einheitlichen Abschlussprüfung und dem Erwerb der Mittleren Reife abgeschlossen. Zu Erlangung des Abiturs ist ein Besuch der Mittelschule notwendig; diese erneut 3-jährige Schulform schließt mit einer zentralen Abitur-Prüfung in sechs Schulfächern (Arabisch, Englisch, Mathematik, Physik, Chemie und Biologie) ab und berechtigt zu einem Studium.

Die drei größten Universitäten des Landes (Al Mustansiria, Al-Hikma und die Baghdad University) sind in der Hauptstadt Bagdad vertreten. Weitere Universitätsstädte sind Basra, Mossul und Arbil, Dohuk und Slemani

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft des Irak

Die Wirtschaft des Landes leidet immer noch an den Folgen der Golfkriege, des UN-Embargos und an der derzeitigen instabilen Lage des Irak. Das Bruttosozialprodukt belief sich im Jahr 2005 auf 46,1 Milliarden US-Dollar, die Wirtschaftswachstumsrate betrug -3%. Die Inflationsstrate beträgt 40% (2005), die Arbeitslosenquote wird mit ca. 30-40% angegeben. 2004 exportierte der Irak Waren im Wert von 17,78 Mrd. Dollar (davon 84% Erdöl). Die Importe beliefen sich auf 19,57 Mrd. Dollar. Die wichtigesten Handelspartner sind die USA, die Länder der EU sowie die Türkei und Jordanien.

Nach der Verstaatlichung der Erdölgesellschaften (1972) und der Ölkrise (1973) erlebte der Irak in den 1970er Jahren einen Wirtschaftsaufschwung, das nach Ausbruch des Ersten Golfkrieges 1980 ein Ende fand. Durch die beiden Golfkriege (1980 - 1988 und 1990/91) sowie des UN-Embargos (1991 - 2003) wurde die Wirtschaft fast lahmgelegt. Mit 120 Milliarden US-Dollar Schulden zählt der Irak zu den am höchsten verschuldeten Ländern der Welt.

Die EU hat am 5. März 2004 für das laufende Jahr 160 Millionen Euro Wiederaufbauhilfe zugesagt. Das Geld soll vor allem in das Bildungswesen, die Wasserversorgung und die medizinischen Einrichtungen investiert werden.

Währung

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1000 Neuer-Dinar Banknote Vorderseite
Bildherkunft

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1000 Neuer-Dinar Banknote Rückseite
Bildherkunft

Die Währung des Landes ist der 1932 eingeführte Irakische Dinar zu 1000 Fils. Zwischen 1991 und 2003 gab es im Irak zwei Währungen, den sog. Schweizer Dinar, der im Kurdischen Norden verwendet wurde (Wert: 1 US-Dollar = 0,33 Dinar), und den Print-Dinar mit dem Bild Saddam Husseins, welcher nach 1991 den Schweizer Dinar ersetzte (Wert: 1 US-Dollar = ca. 3.500 Dinar). Am 15. Oktober 2003 wurde der Neue Irakische Dinar eingeführt, der beide Währungen ersetzte.

Bodenschätze/Bergbau

Wichtigster Wirtschaftszweig des Landes ist die Erdölförderung. Der Irak ist Gründungsmitglied der am 14. September 1960 gegründeten OPEC und hat nach Saudi-Arabien und Kanada die größten erkundeten Erdölvorräte (113 Mrd. Barrel). Man schätzt, dass sich die gesamten Vorräte auf bis zu 250 Mrd. Barrel belaufen könnten. Die Vereinten Nationen haben am 22. März 2003 die Sanktionen gegen den Irak aufgehoben. Die USA und Großbritannien behielten sich als Besatzungsmächte bis zur Einsetzung einer Regierung die finanzielle Verwaltung der irakischen Erdölförderung vor. Die geplante Privatisierung der bis dahin staatlichen Erdölindustrie wird wegen Zuschlag an amerikanische Konzerne von vielen Irakern kritisch gesehen.

Die Erdölförderung erreichte 1979/80 mit ca. 130,0 Millionen Tonnen ihren bisher höchsten Wert, 2001 wurden fast 98 Millionen Tonnen gefördert, 2004 wurden 102,5 Mio. Tonnen gefördert. Bei voller Leistung der Förderanlagen ist eine Förderung von bis zu 6 Mio. Barrel täglich möglich. 2000 war das Land achtgrößter Erdölexporteur der Welt (1979: zweitgrößter Erdölexporteur).

Der Irak verfügt neben dem Erdöl auch über Erdgas, Schwefel, Phosphat, Meersalz und Gips sowie über kleinere Mengen an Gold und Silber.

Landwirtschaft

Verglichen mit anderen Nahost-Staaten verfügt der Irak über reichlich Wasser; so ist auch die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig, in dem rund 40 Prozent aller irakischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. Im Norden gibt es dank Niederschläge und mildem Wetter Regenfeldbau, im süden gibt es überwiegend Bewässerungsfeldbau angebaut werden Weizen, Reis, Mais, Gerste sowie Obst und Gemüse (vorwiegend zur Selbstversorgung).

Die wichtigsten Agrarerzeugnisse sind Datteln. Im Jahr 1975 stellte der Irak 55% der Datteln auf dem Weltmarkt, aufgrund der Massenabholzungen und Trockenlegungen während des Ersten Golfkrieges und der Zweiten Anfal-Kampagne 1991 ging dieser Anteil stark zurück, im Jahr 2005 waren es nur noch 0,3%.

Industrie

Industriell ist das Land kaum entwickelt. Vorrangige Industriezweige sind Lebensmittelverarbeitung, Textilindustrie, Herstellung von Baustoffen und die petrochemische Industrie. Die meisten Industriebetrieben sind in Bagadad und im Norden angesiedelt.

Medien

Im Irak herrscht seit dem Sturz von Saddam Hussein eine große Vielfalt an Medien. Die neue irakische Verfassung garantiert die Pressefreiheit und macht die irakische Medienlandschaft zur freiesten in der arabischen Welt. Eine mit der europäischen Pressefreiheit vergleichbare ist es jedoch nicht, da trotzdem viele Themen tabu sind und nicht angesprochen werden dürfen, dies wird durch Selbstzensur geregelt. Generell ist zu sagen dass man im Irak zwischen zwei Arten von Medien unterscheiden muss: Den Parteienkontrollierten und den Unabhängigen. Jede größere Partei im Irak hat ihr Zentralorgan, nicht wenige unterhalten auch Fernsehsender. Die kurdischen Parteien unterhalten Zentralorgane sowohl in kurdischer als auch in arabischer Sprache.

Zeitungen

Die ersten irakischen Zeitungen erschienen zur Zeit der britischen Besetzung des Irak (die erste Zeitung erschien nach der Einnahme Basras durch die Briten im Dezember 1914). Die erste Irakische Verfassung von 1921 garantierte Pressefreiheit. Die irakische Presse galt bis 1958 als die freieste im ganzen Nahen Osten (die wichtigsten Tageszeitungen waren: Al-Mammlaka, Al-Watan und die Basra Times).

Nach dem Sturz der Monarchie wurden 1959 alle regierungskritischen Zeitungen geschlossen und die Vorzensur eingeführt. 1966 wurden private Zeitungen verboten. Die irakischen Kommunisten durften von 1973 bis 1979 eine eigene Tageszeitung betreiben; diese wurde aber nach der Machtübernahme Saddam Husseins ebenfalls verboten. Zwischen 1979 und 2003 befand sich die Presse vollständig in der Hand der Husseins. Udai Hussein, Saddams ältester Sohn, kontrollierte alle acht Tageszeitungen. Die drei größten des Landes waren Tamuz, Al-Thawra und Babil.

Heute sind die sechs wichtigsten Zeitungen:

  • Al-Sabah - finanziert von Iraqi Media Network, gegründet von der Coalition Provisional Authority (CPA)
  • Al-Zaman - Redaktionssitz ist London, Druckorte Bagdad und Basra
  • Al-Mada - Bagdad
  • Al-Mashriq - Bagdad
  • Al-Dustur - Bagdad
  • Iraq Today - englischsprachige Wochenzeitung
  • Al-Mudschahed, Al Schahed, Thaura Islamiyya - Bagdad, Islamistisch
Und im kurdischen Teil:
  • Peyame Kurd - Arbil, Zentralorgan der KDP
  • Kurdistani Nuwe(NWE) - Sulaimaniyya, Zentralorgan der PUK
  • Khak - PUK nahe
  • Peshmerga - PUK nahe
  • Rebazi Nuwe - PUK nahe
  • Hawlati - Unabhängig
  • Khabat - KDP nahe
  • Yekitiya - Islamistisch

Hörfunk

Im Irak gibt es eine unüberschaubare Vielzahl von Radiosendern, viele davon lokal. Praktisch jede politische Vereinigung unterhält zumindest einen Lokalradiosender. Die wichtigen Radiosender sind:

  • Republic of Iraq Radio - Nachfolger der Iraq Media Network-Radio Baghdad, gegründet von der CPA
  • Radio Nahrain - Basra, finanziert von den Briten
  • Voice of Iraq - Privatsender, Bagdad (Mittelwelle)
  • Hot FM - Privatsender, Bagdad (UKW Musiksender)
  • Radio Dijla - Privatsender, Bagdad (UKW Talk- und Musiksender)
  • Radio Dengi Nwe - von Frauen und Jugendlichen geleitetes unabhängiges Radio in Halabja [LINK]

Fernsehen

Das irakische Fernsehen begann 1956 zu senden. In den 1990er-Jahren gab es nur drei Fernsehsender: Iraq-TV, Al-Shabab TV (Eigentum von Udai Hussein) und Iraq Satellite TV. Satellitenschüsseln waren strengstens verboten, wer gegen dieses Gesetz verstieß, musste eine Geldstrafe von 1,5 Millionen irakischen Dinaren (ca. 1.500 €) bezahlen. Ab 2003 entstand eine Vielzahl von Fernsehsendern und auch Sender wie al-Dschasira und al-Arabiya sind sehr beliebt. Einige der Sender sind:

Internet

Seit dem Sturz des Regimes hat sich die Anzahl der Internetanschlüsse rasant erhöht. Auch viele politische Parteien verfügen über eigene Websites. Momentan üben Internetveröffentlichungen aber noch keinen Einfluss auf die Masse aus, das Medium wird fast ausschließlich zur Kommunikation genutzt. Die Jugendlichen benutzen häufig die in den diversen Jugendzentren zur Verfügung gestellten PCs. In den Ballungszentren sind auch Breitbandanschlüsse sowie Drahtlosverbindungen verfügbar.

Kultur

Film

„Turtles can fly“, deutsch: „Schildkröten können fliegen“ von Bahman Ghobadis. Erste internationale irakische Produktion seit 1979.

Der Irak ist in fünf Kulturräume geteilt: Die kurdische Kultur mit ihren Zentren in Arbil (Hewler) und Sulaymaniyah (Silemani), die sunnitische Kultur mit ihrem Zentrum um Bagdad, die schiitische Kultur mit ihrem kulturellen Zentrum Basra, die aramäische Kultur, in mehreren Städten des Nordens präsent und die Kultur der nomadischen Marsch-Araber, die in den Sümpfen zwischen Bagdad und Basra leben.

Theater

Seit 1880 reisten Theatertruppen aus Europa in den Irak um vor vornehmlich britischen Publikum in Schulen und Gemeindesälen zu spielen. Im 20. Jahrhundert begannen irakische Schriftsteller Theaterstücke zu schreiben. Die großen Theaterhäusser sind das Rasheed, das Mansour und das Volkstheater. Aufgeführt werden Theaterstücke irakischer, indischer, türkischer Autoren ebenso wie die großen Dramen der Weltliteratur.

Musik

Der Irak ist berühmt für die Oud (eine Art Laute) und die Rebab (ein einfaches Streichinstrument). Bekannte Musiker auf diesen Instrumenten sind unter anderem der Aramäer Munir Baschir (1928-1997), Ahmed Mukhtar (* 1967) und Nasir Shamma (* 1963). Ein in der gesamten arabischen Welt berühmter Popstar ist der Iraker Kazem al-Saher (* 1961), sein Lied "Ladghat e-Haya" war im Irak verboten. Siehe auch: Kurdische Musik.

Sport

Fußball ist im Irak die beliebteste Sportart. Die erste irakische Liga (دوري اندية الدرجة الممتازة) erfreut sich großer Beliebtheit. Die Liga wurde 1948 eingeführt, zwischen 1949 und 1962 aber eingestellt. 1962 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Allerdings nahmen bis 1973 nur Mannschaften aus Bagdad teil; erst ab 1973 war dies für Mannschaften aus dem ganzen Land möglich. Aufgrund des Dritten Golfkriegs wurde die Liga zwischen 2002 und 2004 ausgesetzt.

Wichtige Fußballvereine sind Al-Zawraa, Al-Talaba, Al-Shorta, Al-Qouwa al-Dschawiya (alle aus Bagdad), Al-Minaa (Basra) und Arbil.

Die wichtigesten Stadien sind das Al-Shaab Stadion in Bagdad (Fassungsvermögen von 66.000 Zuschauern/erbaut 1966) und das Franso Hariri Stadion in Arbil (Fassungsvermögen 40.000 Zuschauer/erbaut 1992).

Die Irakische Nationalmannschaft konnte mehrere regionale Titel gewinnen. Ihr größter Erfolg war die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Ein weiterer Erfolg war der vierte Platz bei den Olympischen Spielen 2004.

Nebenbei sind auch andere Sportarten wie Gewichtheben, Kampfsport, Futsal, Basketball oder Schwimmen beliebt. 1960 in Rom holte der Gewichtheber Abdul Wahid Aziz Bronze im Leichtgewicht, die bis heute die einzige irakische Olympiamedallie darstellt.

Literatur

  • Henner Fürtig: Kleine Geschichte des Irak. Von der Gründung 1921 bis zur Gegenwart. Beck, München 2003, ISBN 3-406-49464-1
  • Wolfgang Gockel: Irak - sumerische Tempel, Babylons Paläste und heilige Stätten des Islam im Zweistromland. Dumont Köln 2001. ISBN 3-7701-4949-1
  • Barthel Hrouda, Rene Pfeilschifter: Mesopotamien. Die antiken Kulturen zwischen Euphrat und Tigris. München 2005 (4. Aufl.), ISBN 3-406-46530-7 (Sehr knapper Überblick bzgl. Mesopotamien im Altertum mit weiterführenden Literaturangaben.)
  • Günter Kettermann: Atlas zur Geschichte des Islam. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001, ISBN 3-534-14118-0
  • Stephan Kloss: Mein Bagdad-Tagebuch. Als Kriegsreporter im Brennpunkt Irak. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2003, ISBN 3-596-16142-8
  • Hans Krech: Der Bürgerkrieg im Irak (1991 - 2003). Ein Handbuch. Mit einem Konzept für eine Golf-Friedenskonferenz in Halle/S. und in Hamburg, Berlin: Verlag Dr. Köster, 2003. (Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, Bd. 13). ISBN 3-89574-500-6
  • Kreutzer, Mary/ Schmidinger, Thomas: Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? ca ira-Verlag, Frankfurt a.M. 2004, ISBN 3-924627-85-1
  • Chris Kutschera: Le Livre noir de Saddam Hussein, Oh! éditions, 2005, Paris, ISBN|2915056269.
  • Kanan Makiya Republic of Fear. Politics of Modern Iraq University of California Press (1998)
  • Kanan Makiya Cruelty and Silence. War, Tyranny, uprising and the arab world (1991), ISBN: 0224037331
  • Christoph Reuter, Susanne Fischer: Café Bagdad. Der ungeheure Alltag im neuen Irak. Goldmann, München 2006, ISBN 3-442-15385-9
  • M. und P. Sluglett: Der Irak seit 1958 - von der Revolution zur Diktatur. Frankfurt/Main 1991 ISBN 3-518-11661-4

Weblinks

Deutsch

Andere Sprachen

Quellen

ang:Irac arc:ܥܪܩ ast:Iraq ilo:Irak nds:Irak pam:Iraq scn:Iraq simple:Iraq tpi:Irak udm:Ирак zh-min-nan:Iraq


Diskussion der Autoren über den Artikel: Irak


Wahlspruch

Mich würde interessieren seit wann der Wahlspruch: Allāhu Akbar lautet? War das unter Saddam Hussein auch so?

Ja, wurde während der Kuwait-Krise von Saddam Hussein 1991 hinzugefügt, der Schriftzug auf der alten Flagge soll seine eigene Handschrift sein. Ins Wappen wurde der Schriftzug erst 1993 aufgenommen. Brent 21:19, 15. Jan 2006 (CET)

Geschichte Mesopotamiens

Kleine Verbesserung der Geschichte Mesopotamiens zwischen c. 500 v. Chr. und 640 n. Chr., da diese Informationen weder unter "Geschichte des Irak" noch unter "Mesopotamien" zu finden sind.

OPEC

Ich finde auch, dass eine Navigationsliste (OPEC) hierher passt. Schließlich gibt es solche auch bei Bundesländern, Kaisern, etc. -- Kris Kaiser 07:28, 26. Feb 2004 (CET)

Lageeeinschätzung (Koalition, Polen)

Diese Lageeinschätzung habe ich hierher verschoben:
Polen hat sich zwar nur in sehr geringen Umfang an der Kriegskoalition beteiligt, ihm kommt aber eine Schlüsselrolle zu. In der Zeit vor dem dritten Golfkrieg hat Polen die USA im Irak diplomatisch vertreten und noch vor dem Fall des Ostblocks sehr enge Beziehungen zum Irak unterhalten. Daher haben die Polen ein relativ gutes Verständnis für die Situation im Irak. Dieses Wissen haben sie zwischen den letzten beiden Golfkriegen mit den USA geteilt und den Vereinigten Staaten so wertvolle Informationen geliefert.
--Keichwa 06:06, 16. Mai 2003 (CEST)

Wie hatte sich doch Peter Scholl-Latour eines Tages geäussert: Zitat "Die Polen, das trojanische Pferd in der Nato und EU". --CST-KGSAP 16:43, 19. Apr 2005 (CEST)

1. und 2. Golfkrieg

Evtl. sollte man, wenn schon der Irak als Beginner des 1. und 2. Golfkrieges genannt wird, auch anmerken, dass der Irak von westlicher Seite zum Krieg gegen den Iran ermutigt und unterstützt wurde. Oder gehört sowas nicht mit rein? - Ich kenne mich mit der ganzen Entwicklung nicht so sehr gut aus, bin auch kein Freund der Irakischen Führung, denke aber, das gehört unter 'Neutralität' der Darstellung dazu. -- Schewek 15:36, 23. Sep 2002 (CEST)

Beweise (Alurohre)

Zu den "Beweisen" die der Außenminister der USA vorgelegt hat, sollte man vielleicht auch noch etwas sagen, nachdem ein paar lächerliche Aluröhren wohl niemanden überführen können ...

"kurdische MInderheit"

Wieso heisst es eigentlich immer "kurdische Minderheit". Es schreibt bei der Population Deutschlands ja auch niemand: "Deutsche Mehrheit". Natürlich sind 15% eine Minderheit! Es reicht doch vollkommen, "Kurden" zu schreiben. --Imperator 09:52, 22. Mär 2003 (CET)

[LINK] 193.170.225.230 ist hier ein wiederholters Ärgernis. --Nerd 23:37, 20. Apr 2003 (CEST)

ich denke es sind mehr kurden im irak hoffe die volkzählung zeigt dann 7 millonen Also einmal sollte es schon drin stehen, dass es eine Minderheit ist, danach reicht Kurden.... --Coma 23:50, 4. Mai 2003 (CEST)

polnische Besatzungszone

Folgenden Absatz habe ich gerade entfernt:

Nach dem für die USA und Großbritannien gewonnenen Krieg wurde am 3. Mai beschlossen, daß der Irak in drei Besatzungszonen eingeteilt wird, von denen eine von den USA, eine weitere von Großbritannien und die dritte von Polen verwaltet werden soll.

Mit wievielen Soldaten war Polen noch gleich dabei? 200? :-) --Kurt Jansson 18:22, 4. Mai 2003 (CEST)

Und deswegen isses falsch? Wo issn da der Witz. Lies doch mal ne Zeitung du Clown!

Man kann sich auch anders ausdrücken. Nur weil jemand mal nicht ganz so gut informiert war ist er kein Clown. Auch wenn es nur ein dummer Sysop ist, der sich für das Projekt den Arsch aufreist. --Coma 22:38, 4. Mai 2003 (CEST)

Bleib mal locker, Euer Wichtigkeit. Clown ist nix schlechts. Freu mich immer, wenn ich einen seh. Der Oberwichtig hats ja eingesehn.

Okay, okay, ich habs jetzt ja auch gemerkt :-) Entschuldigung für's vorschnelle Löschen und Danke für die Erläuterungen im Artikel, Coma! --Kurt Jansson 23:06, 4. Mai 2003 (CEST)

Ich hoffe nur die Glotze hat bei der Begründung nicht gelogen... :-) --Coma 23:45, 4. Mai 2003 (CEST)

Geschichte...

1, 2 Absätze zur Geschichte dürfen hier schon erscheinen... --Keichwa 09:16, 24. Aug 2003 (CEST)

...

Der Text, der an dieser Stelle zuvor stand, war offensichtlich weder ein konstruktiver noch überhaupt ein Beitrag zur Diskussion/zum Artikel. Deshalb habe ich ihn entfernt. Wer wissen möchte, was zuvor hier stand, schaue in die Versionsgeschichte dieser Diskussionseite (Version von Benutzer 212.82.250.242). --HenHei 12:14, 9. Apr 2004 (CEST)

status irak völkerrechtlich

moin moin,

@thommess: ich habe deine letzte änderung nochmals leicht abgeändert und betrachte dieses als kompromissvorschlag. ich kann bisher nicht nachvollziehen, warum der bisherige offizielle name "republik irak" durch die besetzung außer kraft getreten sein soll, bzw. dass die besatzungsmächte den zusatz "republik" gestrichen hätten (abgesehen davon, dass der zusatz nur in atlanten oder lexika oder offiziellen schreiben verwendet wird). einig sind wir uns, dass der irak besetzt ist und somit keine volle souveränität mehr besitzt. einig sind wir, dass. lt. angaben der usa als hauptbesatzer, die souveränität dieses jahr wohl wieder zurückgegeben werden soll (das habe ich etwas neutralisiert, weil man bei den amis nie wissen kann, ob sie dieses datum auch einhalten können/wollen). das alles aber lässt mich nicht klar erkennen, dass der irak nun keine republik mehr sein soll. oder ist der zusatz "republik" an souveränität gekoppelt? spätestens wenn wir wissen, wie die neue regierung sich benennen wird, kann an diesem zusatz etwas geändert werden -- Erwin E aus U 12:33, 14. Apr 2004 (CEST)

@thommess: Erwin U. Aus E. bringt es auf den Punkt! Wo besteht der Zusammenhang zwischen dem offiziellen Verfaasungsstatus bzw. Namen eines Landes und einer Besetzung? Eine fehlende Souveränität durch aus was auch immer hat damit wirklich nichts zu tun. Grüße --Geschichtsfan 13:55, 14. Apr 2004 (CEST)

@geschichtsfan: erwin E aus U, soviel zeit muss sein;-) -- Erwin E aus U

@Erwin E. aus U.: Verzeihung :-) --Geschichtsfan 14:06, 14. Apr 2004 (CEST)

Hallo Erwin E aus U, hallo Geschichtsfan,

zunächst mal danke dass ihr euch an der Diskussion beteiligt.

Soweit ich es erkennen kann, geht es nur noch um den Punkt "Republik":

Zuerst möchte ich mal klarstellen, dass der Begriff "Republik" nichts mit Souveränität zu tun hat. So ist das deutsche Land Hessen verfassungsgemäß auch eine Republik, jedoch nicht souverän.

Wir sind uns einig, dass beispielsweise Frankreich und Italien STAATEN sind. Der Irak war ein STAAT, ist jetzt jedoch kein Staat mehr, da er nicht mehr alle Kriterien eines Staates erfüllt. So muss ein Staat - laut offizieller Definition - aus Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt bestehen. Die ersten zwei Punkte, Staatsvolk und Staatsgebiet sind gegeben. So gibt es ein Volk, das kulturell abgrenzt ist und offiziell als "Iraker" bezeichnet wird, und es gibt auch ein Staatsgebiet, das Gebiet des Irak, das den Irakern gehört. Der dritte Punkt der Staatsgewalt ist jedoch nicht gegeben, da die Staatsgewalt nicht durch die Iraker ausgeübt wird oder durch einen Diktator der aus dem Irak kommt, sondern von jemandem Dritten, der das Gebiet besetzt hat.

Da möchte ich zum besseren Verständnis drei Beispiel aufführen:

Wenn wir uns Französisch-Guayana näher betrachten, fehlt dort auch die Staatsgewalt (Staatvolk und Staatsgebiet sind gegeben). Sie wird von Frankreich ausgeführt, deshalb ist Französisch-Guayana keine eigener Staat, sondern nur eine Verwaltungseinheit (Departement) von Frankreich.

Das zweite Beispiel ist das Land Hessen, das alle drei Kriterien erfüllt: Eigenes Staatsgebiet und Staatsvolk (in der Verfassung festgeschrieben) und auch eigene Staatsgewalt ( Verfassung: ...alle Gewalt geht vom Volke aus). Zwar ist Hessen nicht souverän, aber dennoch ein Staat.

Das dritte Beispiel ist Frankreich , wo die Staatsgewalt auch aus dem Land selber kommt und nicht von jemandem Drittem. Nur so ist Frankreich ein Staat, sonst wäre es eine Art Kolonie, eben ein besetztes Gebiet.

Somit haben wir also gesehen, dass der Irak kein Staat indem Sinne mehr ist, wie er es vor der Besetzung war.

Zurück zur Frage nach "Republik": Laut Definition Republik ist eine Republik: "... nach der Staatsformenlehre ein Staat, in dem die Herrschaft nicht bei einem einzelnen, sondern bei einer privilegierten Minderheit oder beim Volke liegt." Wichtig ist der erste Satz: "...nach der Staatsformenlehre ein STAAT...".

Der Irak ist nunmehr kein Staat und so kann er auch keine Republik mehr sein.

Wenn der Irak wieder am Ende dieses Jahres seine Staatsgewalt zurückbekommt (Regierung, Parlament,...) kann man wieder von einer Republik sprechen

Grüße --Thommess 14:42, 14. Apr 2004 (CEST)

ups, da machst du, thommess, dir aber wirklich mühe beim recherchieren, großes lob!!! zum aktuellen fall: ja, da stimmen wir alle überein, dass der irak momentan keine volle souveränität hat. aber:

dein bsp. hessen zeigt eine ähnliche situation auf: ein staat, lt. deinen angaben eine republik, ohne volle souveränität. dass hessen teile seiner souveränität freiwillig an den bund abgegeben hat, ist ja erst mal nebensächlich. irak: ein staat, der derzeit (ob völkerwidrig oder nicht) besetzt ist, aber nicht annektiert oder einverleibt wurde in die usa oder großbritannien, wie dein bsp. französisch-guayana, wo der name schon impliziert, dass es sich um ein französisches territorium handelt.

selbst wenn alles dort zur zeit drunter und drüber geht, bleibt der irak erst mal das, was er ist, eine republik ohne staatsgewalt vom eigenen volk, bis einige iraker einen islamischen gottesstaat proklamieren oder irgendein haschemitischer prinz eine neue monarchie ausruft oder die übergangsregierung zu einer ordentlichen wird oder irgendjemand drittes es zu einem territorium seines landes deklariert -- Erwin E aus U 19:05, 14. Apr 2004 (CEST)

Hallo Erwin E aus U, zunächst mal Danke für deine Antwort!
Du sagtest, dass der Irak nicht annektiert ist, wie Franz.Guayana. Da stellt sich für mich die Frage: Muss es umbedingt eine Annektion sein? Reicht nicht nur auch die reine Besetzung?
Du sprachst von "nicht einverleibt". Da wäre ich mir nicht so sicher, denn wer etwas besetzt hält, verleibt sich das jedenfalls während der Besatzungszeit ein.

Eine klare Antwort wird es da wohl nie geben...jedoch kann uns da die Geschichte weiterhelfen:

Besetzte Gebiete hat es schon oft in der Vergangenheit gegeben, denk nur an Nachkriegdeutschland. Wie war es da von 1945-1949? Deutschland war kein eigener Staat, da Deutschland von den Kriegsgewinnern besetzt worden war und somit das Deutsche Reich automatisch aufgelöst worden war, was es auch zur Notwendigkeit machte, 1949 endlich einen neuen Staat zu gründen.

Der alte Staat, das Deutsche Reich, ist nach Kriegsende 1945 von den Siegermächten besetzt worden (wie der Irak durch die Siegermächte USA und Großbritannien nach dem Krieg). Nun hat man Deutschland in Besatzungszonen eingeteilt (wie der Irak). 1949 hat man dann auf dem Besatzungsgebiet einen Staat gegründet (wie man dies im Juni auch im Irak tun möchte). Erst dann ist der Irak wieder ein Staat, und dann kann man eine Staatsform benennen, z.B. Republik.

Ich hoffe das hat dich überzeugt.

Grüße --Thommess 21:04, 14. Apr 2004 (CEST)

zu deiner aussage, das deutsche reich sei nach dem verlorenen krieg 45 aufgelöst worden und 49 wurde aus notwendigkeit ein neuer staat gegründet, empfehle ich dir die lektüre Deutsches Reich sowie den äußerst interessanten weblink, ein urteil des bundesverfassungsgerichts über die im eignetlichen sinne fortwärende dauer des deutschen reichs bis heute. den irak mit deutschland 45 zu vergleichen ist m.e. auch nicht korrekt. deutschland war aggressor und hatte andere länder überfallen. diese erklärten somit den krieg gegen deutschland. der irak hat im dritten golfkrieg nicht begonnen, sondern wurde von einer allianz angegriffen und ist, wie du auch selber meinst, seither völkerwidrig besetzt. ich beziehe mich aber vor allem auf deine aussage, dass der begriff republik mit der souveränität eines landes nichts zu tun hat. also ist der irak faktisch nach wie vor eine republik, nur eben ohne souveränität. weder die besatzer noch irgendwelche irakischen vertreter haben die republik an sich aufgelöst -- Erwin E aus U 02:03, 15. Apr 2004 (CEST)

Hallo,

da kann ich dir leider nicht zustimmen. Die Ausgangslage war im Allgemeinen die gleiche wie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Außerdem bezieht sich das Urteil des Bverfgs auf Verträge die bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben. Du sagtst, dass somit das Deutsche Reich bis heute existiert. Jedoch galube ich zu wissen, dass wir heute in der BRD leben. D.h. nur die Verträge gelten noch, der Staat ist jedoch nicht existent. Kann es sein, dass du deine subjektive Ideologie mit in den Artikel hereinbringst? Grüße --Thommess 09:13, 15. Apr 2004 (CEST)

ich möchte meine Argumente nocheinmal untermauern mit externen Quellen, schau dir mal die folgenden Artikel der Neuen Zürcher Zeitung an: Artikel über Irak und diesen Kommentar --Thommess 09:35, 15. Apr 2004 (CEST)

moin thommess,

ob sovieler argumente gebe ich mich geschlagen, was die staatsform des irak betrifft. noch ein, zwei bemerkungen, dann sollte das kapitel irak erst mal beendet sein, bis die sich da unten geeinigt haben

bzgl. deutsches reich: ich bringe weder eine subjektive noch irgendeine ideologie in einen artikel herein, da ich das weder im irak-artikel gemacht habe, noch an den passagen zum deutschen reich mitgeschrieben habe, die das behandeln (wenn ich überhaupt daran mitgeschrieben habe). natürlich weiß auch ich, in welchem staat ich heute lebe. ich wollte damit eigentlich nur deine aussage entkräften, das deutsche reich sei aufgelöst worden, ob nun von deutschen selber (de facto nicht) oder von den alliierten, die wohl einen staat, den sie besiegt haben, formell nicht auflösen müssen, damit die bevölkerung zu einem späteren zeitpunkt wieder einen staat gründen kann.

zudem habe ich nicht an der selben ausgangslage im vergleich irak/deutschland gezweifelt, sondern bin von unterschiedlichen voraussetzungen ausgegangen, die ja auch fakt sind (deutschland = aggressor und beginner, irak = überfallener) -- gruß Erwin E aus U 12:11, 15. Apr 2004 (CEST)

ob der Irak nur ein "Überfallener" ist, wäre ich mir nicht so sicher, denk nur daran, was der Irak für Verbrechen an der Menschheit begangen hat (Kurden,...). Natürlich kann man das nicht mit dem Deutschen Reich vergleichen...aber lassen wir das, sonst müssen wir noch eine Diskussion veranstalten....
Übrigens hat mir die Diskussion viel Spaß gemacht und ich hoffe wir diskutieren bald mal wieder ...*g*

Grüße --Thommess 13:23, 15. Apr 2004 (CEST)

Quasi als Nachtrag zu eurer Diskussion: Habe den arabischen Ausdruck für "Republik Irak" hierherverschoben: جمهوريّة العراق und Dschumhuriya al-'Iraq lg Gugganij 23:41, 29. Apr 2004 (CEST)


Könnte bitte jemand alle Verweise von 'der Irak' nach 'Irak' ändern? Ist laut AA korrekter. Danke. --EBB 21:39, 29. Apr 2004 (CEST)

Also hier wird der Artikel schon verwendet. Im "Verzeichnis der Staatennamen für den amtlichen Gebrauch" steht nur etwas zur Verwendung in amtlichen Schriftstücken. Das ist hier nicht der Fall, ich denke wir können uns aussuchen, ob wir "Irak" oder "der Irak" schreiben wollen (oder beides). --Zenogantner 22:47, 29. Apr 2004 (CEST)

So sicher scheint man sich dort in der Verwendung aber nicht zu sein, mal mit, mal ohne Artikel. Wie auch immer, im Zweifel sollten wir ruhig die "offizielle" Handhabung wählen, finde ich. Stern 23:45, 29. Apr 2004 (CEST)

L. Paul Bremer oder L. Paul Bremer III.?

Auch wenn es im Amerikanischen üblich ist, aber das "dynastische" Durchzählen bei Namensgleichheit ist im Deutschen, wenn's um uns Gemeine geht, ja nicht gerade üblich (L. Paul Bremer III.). Da es soweit ich weiß (man möge mich korrigieren!) auch kein offizieller Namensbestandteil ist, wäre ich dafür wieder zum unprätentiösen L. Paul Bremer zurückzukehren! lg Gugganij 09:17, 24. Mai 2004 (CEST)

Da sich keiner gemeldet hat, hab ich die "Umtaufung" mal vollzogen. lg Gugganij 14:44, 29. Mai 2004 (CEST)

Irakische Flagge

Der offizielle Status der neuen irakischen Flagge ist ja nicht ganz klar (?st es nur ein Entwurf? Ist sie schon offiziell anerkannt? Wird sie auf irakischen Botschaften im Ausland gehisst (als Indikator ihres offiziellen Status?). Im Land selber wird sie meines Wissens von der breiten Bevölkerung nicht akzepiert. Sollten wir nicht zu einer ähnlichen Lösung wie die englische Wikipedia greifen ( ), und uns quasi vorübergehend dieser Frage enthalten? In der Box könnten wir einen Link zur Artikel Flagge Iraks setzen. lg Gugganij 10:43, 3. Jun 2004 (CEST)

Habe auf der irakischen Botschaft in Rom die alte Flagge gehisst gesehen, also man kann glaube ich davon ausgehen, dass die neue weiß-blaue nur ein Entwurf ist. Wenn ihr mir zustimmt, müsste man sie konsequenterweise aus der Ländertabelle entfernen (da die Tabelle ja jeweils nur den aktuellen Stand prägnant wiedergeben sollte). Man kann sie ja (mit dem Zusatz Entwurf) in den Detailartikel "Flagge Iraks" verschieben. Gugganij 03:14, 14. Jun 2004 (CEST)

Soviel ich aus verschiedensten Berichten gelesen habe, wurde die neue weissblaugelbe Flagge vom irakischen Regierungsrat - wenn auch nicht einstimmig - angenommen und im Irak offiziell gehisst, jedoch braucht sie noch die Absegnung vom neuen Parlament der Übergangsregierung. Da sie aber momentan die offizielle Flagge ist, würde ich die alte Flagge (vorerst?) "pensionieren". -- CdaMVvWgS 22:07, 28. Jun 2004 (CEST)

Nunja, heute bei der Berichterstattung über die Vereidigung einiger Mitglieder der neuen Übergangsregierung hab ich im Hintergrund eine ganze Reihe der "alten" Flagge gesehen. Von der neuen keine Spur. Lassen wir doch der alten noch eine Gnadenfrist, bis sich das ganze geklärt hat. lg Gugganij 00:14, 29. Jun 2004 (CEST)

Beim Einmarsch des irakischen Teams bei den Olympischen Spielen war noch die alte Flagge zu sehen. Im Logo des irakischen NOK ist sie auch noch verarbeitet.

Die auf der Artikelseite angebildete Flagge ist die falsche! Zwar enthält auch die heutige den Schriftzug Allahu-akbar, doch in einer mehr kufischen bzw. eher eckigen Schrift. Dies ist von den Arabern zur deutlichen Unterscheidung bewußt gemacht worden, Europäern aber fällt das zumeist kaum auf. Ändert also das JPG hier oder markiert sie also bis 2003 gültige Flagge. Brent 20:51, 23. Jun 2005 (CEST)

Hast du einen Link auf einer deiner Meinung nach korrekte Darstellung? -- Rainer Bielefeld Rainer Bielefeld 21:12, 23. Jun 2005 (CEST)

[LINK] Brent 08:45, 24. Jun 2005 (CEST)

Auch die englische Wikipedia hat es längst begriffen. 217.66.32.2 11:57, 28. Jun 2005 (CEST)

@Brent: Dein Einwand erscheint mir plausibel, beschaffe doch mal eine copyrightunverfängliches Flaggenbild und arbeite das zunächst auf Flagge Iraks ein, der Rest ergibt sich. -- Rainer Bielefeld Rainer Bielefeld 12:10, 28. Jun 2005 (CEST)

Übernehmt sie doch von der englischen Wikipedia! Brent 1. Jul 2005 18:46 (CEST)

Unabhängigkeit

Wir sollten das Datum der Unabhängigkeit auf den 28. Juni 2004 abändern. Das alte Unabhängigkeitsdatum von 1932 ist überholt.--Thommess 16:54, 28. Jun 2004 (CEST)

Tja, da bin ich anderer Meinung. Der Staat ist doch seit 1932 unabhängig, auch wenn er zwischendurch besetzt war/ist. Kuwait hat ja schließlich euch keinen neuen Unabhängigkeitstag. Wie ist denn so die allgemeine Meinungslage bei den anderen? Beste Grüße --EUBürger 16:57, 28. Jun 2004 (CEST)

Mit dem heutigen Tag gibt es ja im Irak einen neuen Staat, der die Diktatur ersetzt. Der Irak ist nun in die Unabhängigkeit entlassen worden. 1932 gab es ebenfalls eine Entlassung in die Unabhängigkeit, obwohl es vorher einmal auch einen unabhängigen Staat gab. Ich würde gerne noch andere Meinungen hören--Thommess 17:10, 28. Jun 2004 (CEST)

Wie bei vielen anderen Staaten auch ist es schwierig diese Frage zu beurteilen. Es hängt wohl z.T. daran ob man den heutigen Irak (trotz der "Unterbrechung" der Souveränität in den letzten 1 1/2 Jahren) in Kontinuität zum "alten" Irak sieht. Ist es ein "neuer" Staat oder schließt er an den prä-2003 Status an? Wie könnten uns natürlich wie bei vielen anderen Staaten für ein sowohl-als auch entscheiden, d.h. beide Daten finden Erwähnung. lg Gugganij 18:10, 28. Jun 2004 (CEST)

Es hat ja lediglich die Regierungsform gewechselt, sogar das Staatsgebiet ist gleich geblieben. Ein anderer Aspekt: Die USA haben immer davon gesprochen, die Regierungsgewalt "zurückzugeben". Ich denke schon, dass hier die Kontinuität gewahrt ist und das sich die Iraker sehr wohl in der Tradition des alten Iraks sehen. Aber in der Tat, sehr schwierig. Was sagen denn die Juristen? --EUBürger 18:17, 28. Jun 2004 (CEST)

Ich bin zwar kein Jurist, fange aber dieses Jahr voraussichtlich das Studium an und will mich später auf Völkerrecht spezialisieren.
Meiner Meinung nach gibt es einen Unterschied zwischen allgemeinen Annahmen, Gefühlen, Meinungen und der formellen Betrachtung.

Beispiel Deutschland:

  • nach dem Ersten Weltkrieg ist die Staatsform von der konstitutionellen Monarchie direkt zur Republik gewechselt. Zwischendurch hat D. seine Souveränität nicht verloren.
  • nach dem Zweiten Weltkrieg war D. allerdings besetzt und somit zeitweise nicht souverän. Erst später erlangten die beiden Teilstaaten die Souveränität und haben somit auch ein Unabhängigkeits- bzw. Gründungsdatum.

Da der Irak nun ebenfalls zeitweise die Souveränität an die Besatzer verlor, wäre der 28. Juni durchaus gerechtfertigt, wenn man mit "Unabhängigkeit" das neueste Datum meint. Meint man aber das Datum, zu der der Staatsname das erste Mal existiert hat, so würde 1932 eher passen.

danke für Deinen Beitrag. Wie wäre es wenn wir beide Daten in die Tabelle aufnehmen würden. Somit würde man beide Teilpunkte berücksichtigen. Zur Verdeutlichung könnte man dies auf Basis des Beitrages des anonymen Benutzers auch im Text erklären.--Thommess 11:02, 14. Aug 2004 (CEST)

Ich bin der anonyme User. Den Vorschlag finde ich gut. Könnte man auch bei anderen Länderartikeln so machen. --Prolinesurfer 12:20, 14. Aug 2004 (CEST)

Habe das jetzt mal testweise realisiert. Wie gefällt's euch? --Prolinesurfer 13:00, 14. Aug 2004 (CEST)

ist ok - wenn du das bei anderen Länderartikel auch so machen willst, nur zu! Natürlich kann man bei Deutschland z.B. nicht 1919 einfügen, aber bei ähnliche Fällen, ich denke da an Anfghanistan und solche Länder, wäre das sehr gut. Grüße -Thommess 13:36, 14. Aug 2004 (CEST)

Provokant angemerkt stellt sich aber doch die Frage, wie unabhängig der Irak heute wirklich ist (und daran werden auch die auf Gedeih und Verderb durchgeboxten "Wahlen" morgen nicht viel ändern). Unabhängigkeit vom Sadda-Regime ist mit - unbefristeter - Abhängigkeit von den USA erkauft worden... Unabhängigkeit bedeutet für mich das Ende kolonialer (also direkter, formeller) Herrschaft bzw. Besatzung. Wie lässt sich das auf den Irak anwenden? Ist hier die Angabe Unabhängigkeit überhaupt angebracht? --Philipp Hertzog 22:40, 29. Jan 2005 (CET)


Zusatz zur Geschichte: "Seit dem Beginn des US-Krieges 2003 sind etwa 100.000 Iraker getötet worden." (Quelle: http://www.wsws.org/de/2004... )

Verwaistes Bild

Unter

gibt es noch die CIA-Karte des Irak. Falls die Karte nicht mehr gebraucht wird, bitte unter Wikipedia:Löschkandidaten/Bilder eintragen. --Raymond 10:45, 12. Nov 2004 (CET)

Merkwürdige Farbstellung der Fahne

Wenn man die irakische Fahne umdreht entspricht sie exakt der Fahne des Deutschen Reiches von 1871 bis 1918. Ein sehr merk-würdiger Zufall. Ich bin gespannt, ob sich der Irak, falls sich die USA halten können, eine neue Farbe zulegen muss. --217.64.171.188 10:45, 15. Nov 2004 (CET)

Sorry, hab Eintrag weiter oben nicht gesehen. --217.64.171.188 10:46, 15. Nov 2004 (CET)

das liegt am konterlo vertrag.,

Revertiere Diederich: Team von Kollaborateuren

Zu lesen stand: ie Übergangsverfassung regelt die Geschicke des Staates seit der Machtübergabe am 28. Juni 2004 an ein Team von Kollaborateuren und soll bis zur Parlamentswahl (spätestens Anfang 2005) gelten.

Das Team von Kollaborateuren hast du entfernt.

Das war falsch. Kollaborateure von collaborare also mit dem Feind zusammenarbeiten:

Der Irak wurde wie Kofi Annan selbst sagt auf kriminelle Weise angegriffen. Ohne Kriegserklärung und ohne Friedensschluss. Also handelt es sich bei den Leuten, die die Macht von den US-Aggressoren übernommen haben um ein Team von Kollaborateuren - das sollte einleuchten. Gruß --217.64.171.188 12:35, 15. Nov 2004 (CET) Nahtrag: ich halte Saddam Hussein keinesfalls für einen sympathischen Menschen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Hallo Unbekannter,

da das Wort "Kollaborateur" im Deutschen eine deutlich wertende Bedeutung hat muss ich Dich dringend bitten, das Wort nicht wieder einzufügen. Wir verfolgen hier den NPOV-Grundsatz. Danke. Unscheinbar 12:40, 15. Nov 2004 (CET)
Dein Enpovau in allen Ehren: wie willst du dann kenntlich machen, dass es keine legitime Regierung sein KANN, noch nicht einmal eine legitime Übergangsregierung. Vorschlag? --217.64.171.188 12:41, 15. Nov 2004 (CET)

Lass Dir was einfallen; nicht ich möchte den Text ändern, sondern Du. Aber dieses Wort geht nicht. Gruß, Unscheinbar 12:44, 15. Nov 2004 (CET)
Sorry Unscheinbar, du hast das Wort rausgenommen und damit das geändert, was richtig und zutreffend ist. Du bist JETZT in der Pflicht, es besser zu machen, denn wir können nicht so tun, als sei diese Bande von Kollaborateuren die rechtmäßige Übergangsregierung. Lass dir bitte etwas einfallen, umschreibe es ODER revertiere. Danke --217.64.171.188 12:47, 15. Nov 2004 (CET)Enrico

Netter Versuch. Fruchtet aber nichts, da ich nicht vorhabe, den Artikel zu ändern. Falls Du es möchtest sei es Dir unbenommen, aber achte auf den NPOV-Charakter einer Enzyklopädie. Das gilt auch für einzelne Worte. Bitte halte Dich an die hiesigen Spielregeln. Ich möchte weder die Seite noch Deinen User sperren, um sie durchzusetzen. Unscheinbar 12:50, 15. Nov 2004 (CET)


Kriegsverbrechen im Irak: die gefilmte Ermordung eines Irakers in einer Moschee ist kein Einzelfall: "Der AP-Fotograf Bilal Hussein schließlich berichtete am Sonntag, er habe mit eigenen Augen gesehen, wie Iraker, die aus der Stadt Falludscha flüchten wollten, von US-Soldaten erschossen wurden. Er selbst habe den Euphrat durchschwimmen wollen, um aus der Stadt zu kommen. »Ich änderte meine Meinung, als ich sah, wie US-Hubschrauber auf Menschen schossen, die versuchten, den Fluß zu überqueren.« Er habe mit ansehen müssen, wie eine fünfköpfige Familie dabei erschossen wurde. Anschließend half er mit seinen »eigenen Händen, einen Mann am Flußufer zu begraben«. Bei einer Bauernfamilie habe er bis zu seiner Evakuierung durch AP Unterschlupf gefunden. " aus http://www.jungewelt.de/200... He.

Es ist halt nicht das Gleiche, ob man einen Amerikaner umlegt oder einen Araber, aber der Tag des jüngsten Gerichtes wird kommen und sie werden für ihre Schandtaten büssen. Amerikaner brennen gut wie man selbst sehen konnte, sie werden lodern wie Fackeln und ihr unheimliches Wehschrei und Klagen wird die ganze Welt erfüllen. Buch Jessica Vers 21.

Was mir spontan als Antwort einfällt, wenn ich sowas lese, möchte ich hier gar nicht hinschreiben. Geh weg. --Macador Macador 12:21, 20. Apr 2005 (CEST)

Zuallererst war ich auch zu tiefst betroffen und schockiert, als ich die obigen Zeilen las. Aber plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Haaren, nämlich die Bilder, welche kürzlich im Deutschen Fernsehen - welche Sendung es genau war, kann ich leider nicht mehr genau sagen, es könnte ZDF Reporter, Frontal 21 oder Auslands-Journal gewesen sein - wo ein Fernseh-Team eine Scharfschützeneinheit der 101. Airborne Division (101. Luftlande Division) der US-Armee irgendwo im Irak begleitete. Zuerst brachen diese Schweine in eine Wohnung ein, später erschossen sie einen Mann in einem Fahrzeug und behaupteten, er wäre bewaffnet gewesen. Als man diesen Mann später schwerstens verletzt aus dem Auto barg, wurden keine Waffen gefunden und man liess den Mann vor allen Augen der Öffentlichkeit verrecken, indem man ihm jede Hilfe verweigerte. Oder die Bilder, die man aus Palästina sah, wo ein palästinensischer Vater sein Kind vor den umherfliegenden Kugeln schützen wollte, als er uns sein Kind von israelischen Soldaten vor allen Augen der Öffentlichkeit erschossen wurden. Ebenfalls tauchten diejenigen Bilder aus Palästina auf, wo eine amerikanische Friedensaktivistin von einem israelischen Bulldozer regelrecht zermalmt wurde, oder ebenso das Bild, wo ein palästinensischer Behinderter in seinem Rollstuhl von einem israelischen Panzer zu Brei gestampft wurde. Diesen Mördern ist bis dato nichts passiert und da doch grosskotzig die Gleichheit aller Menschen kolportiert wird, gewann ich ebenfalls den Eindruck, dass es ein grosser Unterschied ist, ob ein Amerikaner, Israeli oder Araber oder „Nigger“ getötet wird. Wo waren alle diese heuchlerischen und euphemistischen Stimmen, die sich über solche Zitate so aufregen können – diejenigen Pharisäer, die sich doch so vehement für die Sache der Amerikaner und Israelis einsetzen, wo waren sie, als auf Grund falscher und getürkter Sachverhalte, 1.5 Millionen Iraker umgebracht wurden, vornehmlich Greise, Kranke und Kinder? Übrigens wurde der Soldat, welcher den verletzten und unbewaffneten Iraker im Hause Gottes vor allen Augen der Öffentlichkeit ermordete, nur zu einer mässigen Strafe verurteilt, da er behauptete den Verwundeten als Akt der Gnade erschossen zu haben. Kann man nun daraus interpretieren, dass wen einem ein verwundeter Amerikaner irgendwo auf der Welt begegnet, man ihn von seinen Leiden erlösen kann? --Iluminati 13:30, 22. Apr 2005 (CEST)

Lieber Iluminati, als Mathematiker kann ich – anhand der Formalen-Logik – Deine Frage relativ einfach beantworten, bzw. die Amerikaner haben eine grosse Gabe, solche Fragen unmittelbar selbst zu beantworten. Nachdem im Prozess gegen die Folterer und deren Vorgesetzen – im Fall der Folterungen im Gefängnis von Abu Ghraib – die Beschuldigten freigesprochen oder zu einer milden Strafe verurteilt wurden, darf man sogar noch weitergehen und die aufgefundenen Amerikaner vorher noch foltern, über sie hinweg urinieren und defäzieren, mittels einiger hundert Volt noch die Batterien laden, die Hunde auf sie hetzen usw. Die Conclusio ergibt sich nach den Regeln der Formalen-Logik wie folgt:

  1. Alle Menschen sind unabhängig der Rasse, Farbe, Religionszugehörigkeit gleich
  2. Alle Menschen haben vor dem Gesetz die gleichen Rechte
  3. Folterer und Mörder wurden vor dem hohen US-Militärgericht freigesprochen oder zu einer milden Strafe verurteilt
Conclusio: Man darf dasselbe mit Amerikanern tun.
Dein Pythagoras

--Pythagoras 12:36, 26. Apr 2005 (CEST)

Wasserversorgung Israels

Ich habe folgenden Abschnitt bis auf weiteres hierher verschoben: Dagegen belegen neuere US-Pläne, Trinkwasser auch aus Nebenflüssen im nördlichen Irak für eine nötige Fernversorgung Israels, aber auch den Irak selber mit weiteren anzulegenden Bewässerungskulturen, zu leiten, die Notwendigkeit steten Schutzes durch US-Besatzer, ähnlich wie einst beim Panama-Kanal-Bau realisiert. Vorallem Quellen zum Teil, der sich auf Israel bezieht wären interessant. lg Gugganij 11:05, 3. Dez 2004 (CET)

Wasserversorgung Türkei/Naher Osten

  • Harte Wasserkonflikte zeichnen sich längst ab. So hat die Türkei ihre gewaltigen Baustellen an Euphrat und Tigris mit Boden-Luft-Raketen bestückt, um sie vor militärischen Angriffen zu schützen. Für mehr als 50 Milliarden Mark baut das Land in Südostanatolien 21 Staudämme und 19 Kraftwerke, mit dem Atatürk-Damm als Kernstück. Als Folge des Wasser-Monopolys werden sich am Unterlauf Syrien und der Irak künftig mit weniger Wasser zufrieden geben müssen. Sie könnten sogar leer ausgehen, falls die Türkei Streit sucht. Schon vor anderthalb Jahren haben die beiden Staaten europäischen Firmen, die sich am Dammprojekt beteiligen, mit Sanktionen gedroht. Auszug aus: http://www.zeit.de/archiv/1... DIE ZEIT 1999

  • Die Abhängigkeit von auswärtigem Fluss- wasser beträgt in Ägypten: 97 %, Syrien:79%, Sudan: 70%, Irak: 66%, Jordanien: 36 %, Israel (mit besetzten Gebieten): 21%, Israel (in den Grenzen von 1967): 60%.
http://www.umweltfibel.de/l...
  • Durch den Bau des Atatürk-Staudammes hat die Türkei einen Dauerstreit mit Syrie und Irak entfacht. Die beiden am Unterlauf des Eüphrat gelegenen Staatenfürchten, dass Ankara zur "Wasser-Waffe" greift und ihnen den Hahn zudreht. Neben dem Nil ist das Wasser des kleinen Jordan besonders hart umkämpft. Hier kam es bereits zum Wasserkrieg. Die syrischen Golanhöhen wurden von Israel 1967 unter anderem deshalb eingenommen, weil dort einer der Jordan-Oberläufe entspringt. Auch im israelisch-palästinensischen Konflikt spielt das Wasser eine große Rolle. Israel bezieht einen Großteil seiner Grundwasserressourcen aus den Bergen des Westjordanlandes und will deshalb diese Gebiete nicht mehr zurückgeben. Quelle; http://www.umweltfibel.de/l...

==Widerstandsreport - Sedunia - Link => raus --- begründung!== infos über diese gruppierung zu der die widerstands homepage gehört (sedunia) gibt es hier, bericht über einen angriff auf ein Gedenken zum Novemberprogrom in Wien 2003 gibt es hier nachzulesen , ich glaub solchen antisemitischen gruppierungen sollte innerhalb der WP kein Platz gegeben werden, oder ? Subversiv-action 22:55, 27. Jan 2005 (CET)

Es geht um diesen Link:
Möchte jemand für die Beibehaltung/Wiederherstellung des Links sprechen?

Ich habe beim lesen keinen Hinweis auf die Gegenwärtige Sicherheits- bzw Kriegslage gefunden

Wenn man die Nachrichten anschauht ahnt man schon etwas, aber wir machen ja eine Enzyklopädie. Den einzigen Hinweis den es da gab war "Seit dem offiziell als beendet erklärten Irak-Krieg sind erheblich mehr US-Soldaten durch Terroranschläge umgekommen, als durch Kriegshandlungen." Den Hatte jemand gelöscht, ich habe ihn wieder reingesetzt, auch die Suche nach Massenvernichtungswaffen und Verbindungen IRAK - Al-Qāida wieder eingefugt da, ddie ja als Kriegsgründe genannt wurden.--Dirk33 00:47, 28. Jan 2005 (CET)
Den Satz hatte ich in den Artikel Dritter Golfkrieg verschoben. --Gebu 07:13, 31. Jan 2005 (CET)

Begriff Orient?

Der Begriff Orient scheint mir überholt... Den "Kulturraum" des Orients gibt es nicht. Bitte um Meinungen.

Der Orient ist eine eurozentrische zuschreibung, die noch vager aus fällt als andere geogr. Sammelbegriffe/Konstruktionen. Vorschlag: Wie wäre es einfach mit "Naher Osten"? (was im dt. zum lustigen verwirrspiel mit engl. "middle east" und arab. "maschriq" führt...) Auch "naher osten" ist eurozentrisch, aber ein klein wenig konkreter, unverbrauchter, klischeebelasteter als der gute alte "orient", der zudem gern mal bis china reicht...

Lage im Orient

Der Irak gehört zum Orient. Zum Kulturraum des Orients werden gewöhnlich Länder Nordafrikas und Südwestasiens gezählt. Sie liegen überwiegend im Bereich des subtropischen Trockengürtels der "Alten Welt". Im Sommerhalbjahr sorgt hier ein aus Nordost wehender Wind, der Nordostpassat, für lange Trockenheit und glühende Hitze. Die Feuchtigkeit des Winterhalbjahres wird vor allem durch Westwind verursacht. In dieser Zeit können auch Fröste auftreten. In den Hochländern und Gebirgen fällt Schnee. Insgesamt nehmen die Jahresniederschläge von Westen nach Osten rasch ab.

Zur Streichung des Literaturhinweises "Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?"

Die Herausgeber dieses Buches werden dem Antideutschen Lager zugeordnet, wobei vielfach ihr unwissenschaftlicher antiislamischer und kulturrassistischer Standpunkt kritisiert wird. Vgl. dazu auch: "Zynische Darstellung Standpunkt Irak 10/2004 von Peter Schmidt" in Südwind. Magazin für internationale Politik, Kultur und Entwicklung [LINK]. Schmidinger und Kreutzer sind u.a. Aktivisten der antideutschen Initiative "Ökoli", einer Gruppe, die mit offen rassistischen und antideutschen Gruppen in Wien zusammenarbeitet; ihre eindeutige Parteinahme für den völkerrechtswidrigen Irakfeldzug der USA und ihre kritiklose Befürwortung des sogenannten "Krieges gegen den Terror" gelten weithin als extremistischer Standpunkt. Die Herausgeber sind jedenfalls allem Anschein nach Teil einer Auseinandersetzung zweier extremer Standpunkte ("Antideutsche" vs. "Antiimperialisten"[LINK]), und können somit dem Anspruch von einer neutralen Position nicht gerecht werden. Vgl. auch: (http://www.krisis.org/f-sch... --JoachimLudin 13:22, 9. Feb 2005 (CET)

Es geht um diesen Literaturhinweis:
  • Mary Kreutzer, Thomas Schmidinger (Hg): Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? ça-ira-Verlag 2004. ISBN 3-924627-85-1 / Buchbespechung gibts hier (hagalil)
Möchte jemand für die Beibehaltung/Wiederherstellung des Literaturhinweises sprechen?
Das einzige war mir sicher scheint, ist, dass sich die Literaturangebane zu sehr auf die jüngste Geschichte konzentrieren.
Pjacobi 13:29, 9. Feb 2005 (CET)
naja wenn man die ip adressen die die literatur dauernd rauskicken beobachtet was die so geändert haben kommt man recht schnell auf literatur von diesem herren Norman Finkelstein was mich darauf schließen lässt, dass die menschen hinter den ips von der anderen seite zu kommen scheinen, da sie auch ständig die homepage dieser ominäsen gruppe sedunia reinstellen nehme ich an , dass sie aus deren nähe kommen bzw. von dieser gruppe. daher nehm ich an, dass es sich mehr um einen sektenkrieg handelt. ich bin für das drinlassen werde mir die vorgebrachten links aber noch anschauen. Subversiv-action 17:51, 9. Feb 2005 (CET)

Ich halte das Buch für ziemlich ordentlich und halte den Einwand, es sei aus dem "antideutschen" Lager für einen Vorwand. --Adornix 01:42, 10. Feb 2005 (CET)

Offen gestanden, hier werden meiner Ansicht nach Böcke zu Gärtnern gemacht: Bei allem Respekt, ich halte jemanden, der das Lieblingszitat der Vorfeldorganisationen der Antideutschen als sein Userzitat verwendet (Hannah Arendt "Niemand hat das Recht zu gehorchen"); und jemdanden, der sich nach dem Lieblingsideologen der Össi-Antideutschen benennt (Adorno/Adornix) nicht gerade für die objektivsten Schiedsrichter in dem Konfliktfeld Antideutsch-Antiimps. Daher - und nach eigener Prüfung der genannten Links - schließe ich mich der Forderung nach Streichung des Literaturhinweises an; denn niemand hat das Recht legislativer Exekuter zu sein. --Derdenker 15:13, 11. Feb 2005 (CET)

Zustimmung Pjacobi. Bisher mag mir noch nicht einleuchten, was an dem Buch so böse ist, insbesondere da sämtliche hier vorgebrachte Kritik sich nicht auf das Buch, sondern auf die Verfasser bezieht. Das einzig einleuchtende Gegenargument ist mir bisher die etwas starke Gegenwartsbezogenheit des Buches, aber das wird sich beim Thema Irak derzeit eh nicht vermeiden lassen. -- Southpark 15:31, 11. Feb 2005 (CET)

komisch, dass sich die IP Adressen plötzlich alle Namen geben. der eine link zu kritik kommt von der antiimperialista homepage, und kritik von gruppierungen die zum bewaffneten widerstand aufrufen und dafür auch noch geld sammeln les ich erst gar nicht. Subversiv-action 15:43, 11. Feb 2005 (CET)

Hab ein paar Rezensionen[LINK] [LINK] zu dem Buch gelesen und bin dafür den Verweis unbedingt im Artikel zu halten. Scheint eine wirklich umfangreiche Darstellung der neueren Geschichte des Iraks zu sein. --Rafl 23:45, 14. Feb 2005 (CET)

schieße mich der kritik an diesem link an und bin für die entfernung. entweder oder. kreutzer und schmidinger sind - um mit "suversiv"-action zu sprechen - bekannt als teil einer gruppierung, die für den terror der mächtigen eintritt (frei nach den großen worten sir peter ustinovs, dass terror der krieg der ohnmächtigen, krieg der terror der mächtigen sei), und ein buch solcher herausgeber sollte hier nicht beworben werden.

Da es hier eigentlich keine substantielle Kritik am Inhalt des Buches gibt, sondern nur außerst unkonkrete und für mich persönlich auch nach Lektüre der verlinkten Texte nicht nachvollziehbare Vorwürfe an die AutorInnen, habe ich mir erlaubt, den Literatur-Hinweis wieder einzufügen. Über die Seite www.antiimperialista.com habe ich beim "Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands" mehrere einschlägige Dossiers gefunden. Siehe u.a. [LINK]. Warum den BetreiberInnen dieser Homepage, die AutorInnen des kritisierten Buches nicht in den Kram passen wird nach Lektüre eines offenen Briefes an das DÖW (siehe [LINK]) auch etwas klarer. Das Buch "Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?" scheint mir hingegen eine sehr zuverlässige Quelle zu sein, was die aktuellen politischen Entwicklungen (in einem historischen Kontext betrachtet) im Irak betrifft. Die sonstigen Betätigungen der AutorInnen unterstreichen in meinen Augen ebenfalls ihre Kompetenz auf diesem Gebiet: z.B. ist Thomas Schmidinger ein wichtiger Vertreter der im Irak tätigen Hilfsorganisation Wadi E.V., die dort sehr fortschrittliche Projekte wie etwa Frauenhäuser betreibt. --Rafl 16:24, 4. Mai 2005 (CEST)

@ baba: was für belege siehst du nicht ? für mich war es nach der diskussion klar, dass das buch gute reviews hat und ein wissenschaftliches buch ist. was passt bitte nicht ? Subversiv-action 13:29, 25. Jun 2005 (CEST)

Lebensmittel nur für Wähler

Bei den Berichten zu den angeblich freien Wahlen im Irak 2005 wird in USA und BRD verschwiegen, dass Lebensmittelkarten nur an diejenigen Iraker ausgegeben wurden, die zur Wahl gingen. 213.61.210.4 01:43, 12. Feb 2005 (CET)
Quelle? Klingt ja ominös --Roger Zenner Roger Zenner 01:47, 12. Feb 2005 (CET)

In Frankreich, Spanien und den Beneluxländern habe ich davon auch nichts gelesen oder gehört. Es sei denn die Iraker haben die Wahlzettel gefuttert.JAMES BOND 14:25, 13. Feb 2005 (CET)

Massengräber

"Bisher wurden über 300 Massengräber mit mindestens 500.000 Toten im Irak gehoben."
@Mariachi, könntest du dafür eine Quelle angeben? Ich fand als einzige [LINK], nur Sekundärquelle. -- Rainer Bielefeld Rainer Bielefeld 06:02, 20. Mai 2005 (CEST)

http://www.spiegel.de/polit... & Irakisches Ministerium für Menschenrechte

--Mariachi 4. Jul 2005 12:47 (CEST)

Artikel gesperrt

warum sieht man eigentlich nicht welcher admin den artikel sperrt, ist etwas ungut irgendwie. wegen einer person die den linkhinweis rauskicken will den artikel gleich zu sperren finde ich völlig übertrieben! Subversiv-action 13:34, 25. Jun 2005 (CEST)
Das war Baba66 , wobei ich nicht verstehe warum sie sich einen unbegründeten (jedenfalls von dem was ich bisher sah) Editwar mit Brent leistet. --Obarskyr 13:40, 25. Jun 2005 (CEST)

Derzeit läuft ein Vermittlungsverfahren, deshalb kann ich leider den Benutzer nicht sperren. Wenn irgendwas dringend in den Artikel muss, gebe ich ihn gerne auf „Zuruf“ frei oder baue es ein. --Baba66 16:16, 25. Jun 2005 (CEST)

Leider kannst Du es nicht? Würdest es aber doch so gern? Es ginge Dir doch dann so viel besser, nicht wahr? Und natürlich dem Irak, der Wikipedia und dem Weltfrieden... Brent 16:36, 25. Jun 2005 (CEST)

wegen so einer kleinigkeit gleich einen user / eine userin sperren ? wegen so einer kleinigkeit gleich den artikel sperren ? findest das ncith ein bisl überreagiert? Subversiv-action 19:08, 25. Jun 2005 (CEST)
es geht dabei nicht um diesen Artikel. (Die Sperrung wegen hier editwar ist zunächst gerechtfertigt, egal wie klein die Kleinigkeit ist - aber Baba sagte ja, dass auf Zuruf umgehend aufgesperrt wird ;) ) Gruß --Rax Rax 23:50, 26. Jun 2005 (CEST)

Auch dann bleibt der Artikel nur so lange frei editierbar bis irgendjemand etwas ganz Offensichtliches ergänzt, was Baba aber nicht weiß oder nicht wissen will. Brent 09:03, 27. Jun 2005 (CEST)

interwiki io:Irak

Da die Seite leider nicht zu bearbeiten geht, wäre es möglich, einen Interwikilink anzulegen:

Danke. Tiontai 13:57, 28. Jun 2005 (CEST)

Demografie?

20% Turkmenen?Wer hat den diesen Schwachsinn verbrochen? Mir ist wohl bewusst dass niemand die genauen Zahlen hierzu weiss, aber als Halbiraker der das Land(zumindest den kurdischen Norden wo diese Minderheit nach diesen Zahlen ja fast die Hälfte der stellen müsste, denn selbst türkische Ultranationalisten glauben nicht dass man südlich von Bagdad noch viele Turkmenen findet) schon des öfteren besucht hat kann ich garantieren dass die Turkmenen niemals 20% der Bevölkerung stellen und dass mit Sicherheit mehr als 56% Araber sind...so weit ich weiss stellen die Türken nicht mal in Tamim annähernd 20%, eher die Hälfte oder noch weniger hiervon. Diesen Zahlen sind einfach nicht möglich. Werde das gleich zurechtstutzen. -gimpelinsel-Gimpelinsel 20:14, 15. Aug 2005 (CEST)

Großstädte

Werde Arbil und Sulaymaniyah am Anfang bei "Großstädte" hinzufügen. Erstere hat die Millionengrenze schon letztes Jahr überschritten und immer noch werden ganze Wohnbezirke aus dem Boden gestampft, bei der zweiten ist die Erreichung der Millionengrenze nur mehr eine Frage von Jahren. Möglicherweise trifft das auch auf Großstädte im arabischen Irak zu, hab diesbezüglich aber leider (noch) keine Inoformationen. --Gimpelinsel 20:40, 15. Aug 2005 (CEST)

turkmenen...

Ich bin kein Rassist oder kurdischer Nationalist, aber wenn 13% der Irakis Turkmenen wären müssten Kerkuk und Mosul zu einem großen Teil turkmenisch sein. Dass dies nicht der Fall ist kann jeder, der die Stadt besucht hat bestätigen...ich lass es mal stehen und warte auf Kommentare. Gimpelinsel 19:23 19. Aug 2005 (CEST)

The ethnic Turkmenen in the Iraq amount 13-15 percent of the entire population. Only speak the Turkmen language however approximately 2 percent! I am Arab and no Kurd. My mother comes from Kirkuk and she is an she-Turkmen of the trunk of the Bayat-Turkmen! Omar al-Tigriti 22:42, 11. Nov. 2006 (CET)

lösche Link

Der Link ganz unten (http://www.iraq-news.de/) wird von mir gelöscht. Das man hier auf Wikipedia auf die Website dieser geisteskranken Massenmörder verweist ist eine Zumutung für jeden, der Verwandte in diesem Land hat. --Gimpelinsel 22:35, 22. Aug 2005 (CEST)

20. Jh. - Zusammenhang mit Seite Geschichte des Irak

Ich finde es nicht so befriedigend, dass einerseits (zurecht) für eine ausführliche Darstellung auf den Artikel Geschichte des Irak verwiesen wird, andererseits dann aber in dem Artikel Irak zur Geschichte der 1. Hälfte des 20. Jhs ausführlichere Informationen zu finden sind, als im spezifischeren Artikel (s. z.B. Gertrude Bell, Winston Churchill etc.). Vielleicht könnte jmd. vom Fach hier einen Abgleich zwischen den beiden Artikeln durchführen? --Albrecht Conz 19:31, 21. Sep 2005 (CEST)

FBA

Ich schreibe ich gerade eine Fachbereichsarbeit über die Geschichte des Irak, darf ich aus der in die Wikipedia reinkopieren ohne das mir ein Plagiat vorgeworfen wird?

Irakische Hymmne

Ich habe die Nationalhymmne ersetzt, da die alte im Jahr 2003 abegeschafft wurde.

Artikel lesenswert?

Wieso trägt der Artikel einen Lesenswert Baustein? Ich kann in der Diskussion leider keinen Beitrag finden der darauf schließen lässt dass er sich jemals zur Kandidatur gestellt hat? Scheinbar hat Spazion den Artikel am 6.Oktober einfach als Lesenswert markiert. Werde den Baustein also mal entfernen Regnaron 17:25, 15. Nov 2005 (CET)

Artkel exzellent

Ich habe diesen Artikel mal zur Wahl zum exzellenten Artikel gestellt, dabei wurde klar, dass dieser Artikel doch noch mehr bearbeitet weden muss

Es Fehlen :

  • Kultur (Musik. bild. Kunst, Plastik, Literatur, Theater, Architektur, Musik)
  • Medien (Rundfunk, Printmedien, Fernsehen)
  • Seen und Landschaften und Wälder
  • Bildungssystem
  • Verkehrssystem
  • Tiere und Pflanzen
  • Nähere Ausführung der Geschichte zwischen 656 und 1917

Es wäre Klasse wenn all diese Themengebiete näher behandelt werden könnten, damit dieser Artikel auch exzellent werden kann.

PS: Die Irakische Hymne wurde 2003 durch "Mautini" ersetzt. Ardul Furtaini-Watan galt von 1981 bis 2003 als offoizele Hymne.

FAFA 16. Nov 2005, 10:41 (CET)

exzellenter Artikel

Wie schon gesagt, ich bin gerade dabei eine Wissenschaftliche Arbeit(FBA...ist klein, genügt aber Quellenmäßig allen Ansprüchen und ist ausfürhlicher als das bestehende). Ich weiss nur nicht wie das rechtlich aussieht und wie ich mich gegen Plagiatsvorwürfe sichern kann. Den gefragten Teil habe ich shcon fertig, genau genommen bin ich bei Kassems Herrschaft. Ich persönlich würde aber mit dem Vorschlag "exzellenter Artikel" noch warten, spätestens bis 2007. Da gibt es eine Volkszählung, bei der nicht nur die ethnische Zusammensetzung einzelner Gebiete(da gab es nach dem Krieg vorallem im Raum Bagdad sowie in Tamim große Veränderungen) sowie die des ganzen Landes festgestellt wird, sondern eben auch die akkuraten Bevölkerungszahlen an sich. Denn wenn man sich die hier ansieht(zb die von Sulaymaniyah, Erbil oder Basra)...da schwirren haufenweise Zahlen herum. Das einzig sichere ist dass die letzte offizielle Volkszählung in vielen Gebieten schon damals Schwachsinn war und heute erst recht. Nichts genaues weiss man nicht gilt auch für das Verkehrssystem, zb das Schienennetz. Einzelne Strecken sind offiziell wieder in Betrieb, doch alles verläuft komplett chaotisch(Verspätungen gibts keine, denn Ankunftszeiten werden prinzipiell gar nicht erst angegeben), laufend gibt es Veränderungen und oft wissen nicht mal die Bahnangestellten selbst wie es um das Bahnsystem steht. Daten zur Bildung, Einschulungsquote etc. sind inexistent. Kulturelles Leben gibt es im Moment de facto nur im Norden, in Baghdad haltet man schon die Luft an wenn mehr als 10 Leute in unmittelbarer Umgebung stehen und im Süden beschränkt sich Kultur auf religiöse Bräuche und damit Verbundenem. Zeitungen existieren in Hülle und Fülle, jede Woche werden neue gegründet und sperren andere zu. --62.218.79.180 22:20, 28. Nov 2005 (CET)

In punkto Volkszählungen hast du absolut recht, ich habe in den 1990er Jahren eine Volkszählung miterlebt. Damals wurden diejenigen, die im Ausland lebten dazu gezählt. Was den Vorschlag mit dem exzellenten Artikel habe ich ja oben eien Liste aller fehlenden Daten zusammengestellt. Damit dieser die Kriterien für exzellente Artikel erfüllt dauert das noch einige Zeit. Und übrigens der Absatz über die Geschichte des Irak ist noch teilweise unvollständig (z.B. wird nicht erwähnt, dass die Baath Partei nach dem Putsch von 1963 wieder verdrängt wurde.) FAFA 19:54, 2. Dez 2005 (CET)

exzellenz

Ja und was machen? Wie soll der Artikel über dieses Land exzellent werden wenn man nicht mal die Bevölkerungszahl weiss? Auch über die WIrtschaft ist de facto nichts bekannt. Den Zustand der Infrastruktur kann kein normaler Mensch hier in Europa abschätzen... Ob es die Stadt Falludscha überhaupt noch gibt ist auch ein Rätsel. Die Auskünfte die ich darüber habe(und das sind zum Teil sogar Augenzeugenberichte) divergieren extrem. Von "alles Paletti" bis "Zustand wie nach einem Mongoleneinfall" ist alles vorhanden. Ich werde allergrößter Wahrscheinlichkeit nach in den Weihnachtsferien dort sein, ich werd mal versuchen so viele Infos wie möglich zu sammeln. Wie gesagt, Geschichte ist absolut kein Problem. Spätestens im Juni kann ich eine gesammte FBA posten, das ist weit mehr als ausreichend und hat noch dazu eine ziemlich perfekte Quellenangabe. Ich kann das schon vorher machen, wenn mich irgendeiner mal aufklärt wie ich mich gegen Plagiatsvorwürfe schützen kann. --212.152.201.179 22:14, 6. Dez 2005 (CET)

Wie wäre es damit, wenn du dich erstmal anmelen würdest. Dies würde die Sache extrem erleichtern. Außerdem sollten wir den Artikel erstmals auf dem niveau eines Lesenswerten Artikel bringen, danach kann der Artikel zur exzellenz herranreifen. Was die Einwohnerzahl angeht müssen wir erst die Volkszählung im Jahr 2007 abwarten und auch da bin Ich mir nicht sicher ob diese Zahlen auch stimmen. Wie ich die Volkszählungen kenne werden den Menschen Formulare ausgehändigt, mit Fragen die Sie beantworten müssen und in einem Land mit einer Analphatenquote von 60 Prozent bin ich mir nicht so sicher das alle Menschen erfasst werden können (Hat ja bei den letzten Parlamentswahlen im Januar auch nicht funktioniert). Über den momentanen Stand der Infrastruktur kann ich nichts sagen, ich kann nur Angaben über die 1990er Jahre machen (ich glaube aber nicht, dass sich die Lage gebessert hat). --FAFA FAFA 17:35, 7. Dezember 2005 (CET)

bin angemeledet

Da müssen wir noch einige Lücken schließen.Über Kultur steht kaum was und auch über Sachen wie zb Landwirtschaft findet sich nichts in dem Artikel. Wie gesagt,ich werde zu Wiehnachten versuchen möglichst viel herauszukriegen. So hoch ist die Analphabetenquote auch nicht. 60% ist zwar die offizielle Zahl, doch auch die stimmt, soweit ich gehört habe, nicht. Bei der Infrastruktur kommt es darauf an...Im Süden und Norden hat sich die Situation extrem stark verbessert, im Zentrum hat sich dagegen kaum etwas verändert(zumindest erzählen mir das die Leute die dort waren, wobei die meisten sich nicht nach bagdad u. Umgebung getraut haben). Die nächste Volkszählung wird aber mti Sicherheit die exakteste seit geraumer Zeit werden. --Partigiano 16:59, 8. Dez 2005 (CET)

Wirst du zu den wenigen gehören, die sich nach Bagdad trauen? Zur Zeit Saddam Husseins war die Infrastruktur war im Sunnitischen Teil des Irak die beste im ganzen Land, während des Südliche-Schiitische Teil stark unterentwickelt war. PS: Vielleicht könntest du auch zum Bereich Medien etwas beitragen. -- FAFA 20:44, 8. Dez 2005 (CET)

@ Analphabetenquote: Laut [LINK] beträgt die Anzahlr derjenigen die lesen und schreiben können bei 40.4%, was eine Analphabetenquote von 59.6% bedeutet. -- FAFA FAFA 20:56, 8. Dez 2005 (CET)

etc...

Nein, Baghdad muss nicht unbedingt sein. Es soll eine sehr schöne Stadt sein, momentan ist es aber das wohl am dichtesten besiedelte Schlachtfeld der Welt und, so heisst es, in großen Teilen ein einziges Drecksloch. Zur Analphabetenrate: Ich war bis jetzt vier mal im Irak, ich habe noch nie einen Analphabeten getroffen. Die meisten haben mir auch gesagt die reale Analhabetenquote liege niedriger als die offizielle. Medien werde ich sicher beitragen, ich werde aber vorraussichtlich wieder einmal nur im Norden unterwegs sein, dort hat man über die brodelnde Medienlandschaft im Süden wohl keinen Überblick.(selbst in baghdad scheinen viele nicht zu wissen was für Angebote es so gibt). Was Infrastruktur angeht kenne ich Experten, dazu kann ich sicherlich viel beitragen. --Partigiano 19:34, 9. Dez 2005 (CET)

Der Norden des Irak gibt leider keinen Eindruck über die wahre Situation des Irak. Mein Vorschlag: Ich kümmere mich um die Geschichte der Medien im Irak und über die Medien zu Zeit Saddam Husseins, und du beschreibst die Lage der Medien heute. Es wäre auch Klasse wenn du dich auch über die Landschaften, Seen, etc. schlau machst. Zur Analphabetenquote noch eine allerletzte Frage: Warst du schonmal in den Bagdader- Stadteilen Sadr-City und Al-Shi´lla? -- FAFA 19:53, 9. Dezember 2005 (CET)

Irak - Mit oder ohne Artikel?

Ich habe mich schon häufiger gefragt, warum manche Zeitungen etc. "Irak" ohne Artikel schreiben, also auch "in Irak". In meinen Ohren klingt das einfach falsch, und ich halte eine (evtl. unbewusste) Anlehnung an das englische "in Iraq" für möglich. Wobei, das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie hält "Irak" für einen Eigennamen und gibt an: "Irak (auch m. (CH))". Ich verstehe jedoch nicht, wieso dann beispielsweise "die Schweiz" kein Eigenname ist und immer mit Artikel verwandt wird. Auch der Duden ("Irak -s, (auch:) der; -[s]:") hält den Ausdruck "der Irak" lediglich für eine Abwandlung.' Das deutschsprachige Google, und ich denke, das sollte ebenso stark berücksichtigt werden bei Rechtsschreibnormen, findet für "im Irak" allerdings mehr als 10x soviel Treffer wie für "in Irak". Was haltet ihr davon? Für mich jedenfalls gilt nur "der Irak". Mfg Arnewpunkt

etc.

Laut "der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" ist es sowohl mit als auch ohne Artikel korrekt, das gleiche gilt für den Iran und auch den Kongo. @FAFA: Die Aufteilung kommt mir ganz gut vor. Landschaften und Gewässer werde ich mein Bestes geben, muss aber gleich Gestehen dass ich niemanden kenne der schon mal weiter als bis Bagdad gekommen ist. Das der Norden vor allem zum jetzigen Zeitpunkt nicht das ganze Land repräsentiert ist mir klar, an und für sich dachte ich mir dass sich die Analphabetenquoten wohl nicht so unterscheiden. Die von dir angesprochenen Viertel kenne ich überhaupt nicht. Von meinem irakischen Bekanntenkreis her war auch noch niemand dort, von den Jüngeren war der überwiegenden Teil noch nicht mal in Baghdad(Wie auch?Ich hätte es mir angesehen, doch unter Saddam war ich kein Iraker, sondern wie alle anderen ein Staatsfeind), die sprechen nicht mal Arabisch. Ich persönlich würde diese Viertel sehr gerne besuchen, es ist sicherlich schockierend, doch auch faszinierend und leider viel zu gefährlich. Ist Analphabetismus dort verbreitet? Das sind doch an und für sich relativ städtische Gebiete. In Kurdistan findet man Analphabetismus an und für sich fast nur noch am Land, und man hat mir erzählt dass die Bildungs und Alphabetisiuerung in Baghdad und Umgebung am weitesten vorangeschritten ist... --Partigiano

Die von mir angesprochenen Stadtgebiete von Bagdad haben eine Analphabetenquote von 75-80% (offiziele staatliche Angaben der Irakischen Regierung, ausgestrahlt im staatl. Fernsehsender AL-Iraqia), Bagdad war nicht immer so. In den 1960er und 1970er Jahren war die Analphabetenquote im ganzen Irak mit 8-10% (ebenfalls Al-Iraqia in einem Bericht über die Geschichte des Irak) vergleichsweise niedrig, in den 1990er Jahren verfielen die Schulen und Universitäten. Der Anstige der Analaphabeten wird auch auf das 1990 verhängte Embargo zurückzuführen, als viele Kinder arbeiteten um ihren Familien zu helfen und deshalb die Schule nicht besuchen konnten. Kurdistan stellt was die Analphabetenquote auf dem Land keine Außnahme auch im Süden und im Zentralirak ist die Alphabetisierung auf dem Land auch nicht fortgeschritten. FAFA

Landwirtschaft

Habe mal den Absatz über die Landwirtschaft ein wenig korrigiert und um einige Angaben [LINK] ergänzt. --Nesehat, 12. Dez. 2005, 19:46 (CET)

Korrekturen

Ich habe einige kleinere Korrekturen vorgenommen:

a) die Beteiligung der CIA am Putsch von 1963 ist nicht erwiesen; ich habe dazu auch eine Belegstelle angegeben. Dieses Buch (der Autor gehört mit den zu den besten Kennern des Irak) habe ich auch in die Literaturliste eingestellt, die aus meiner Sicht eine einzige Katastrophe ist - im Grunde kein wissenschaftliches Werk über den Irak dabei! b) Ich habe den Begriff "Besatzungstruppen" durch die korrekte Bezeichnung "Multinationale Truppe" (MNF) ersetzt, da es völkerrechtlich im Irak keine Besatzungstruppen mehr gibt, da es kein Besatzungsregime mehr gibt. Die Truppenpräsenz beruht auf der UN-Resolution 1637 des VN-Sicherheitsrats vom 08.11.05, welche die Resolution 1546 vom 28.06.04 ersetzt und die Rechtsgrundlage der derzeitigen Truppenstationierung bildet (Quelle: AA, http://www.auswaertiges-amt...

M.O., 21.12.2005

yeziden

Die meisten Yeziden verstehen sich nicht als Kurden. Nach einer offziellen Erklärung des Oberhauptes der Yeziden in der Welt Prinz Anwar Ibn Muawia sind die Yeziden keine Kurden. Ich habe auch die Schreibweise geändert, weil "Jesiden" falsch ist. R.Toma

dieser mann ist nicht der füher der yeziden , er ist der neffe des fühers der yeziden , und auch deswegen von seinem onkel verstossen worden der füher der yeziden ist der ehrenwerte herr mir tahsen beg und er hat erklärt , dass die yeziden kurden seien ,

modifizierungen

Habe den Medienabschnitt ausgebaut und einen Infrastrukturabschnitt dazugegeben. Über Landschaften und Seen konnte ich nichts wirklich Interessantes in Erfahrung bringen...kenne keinen Geographen dort und wie gesagt, die überwiegende Mehrheit hat noch nichts südlich von Kirkuk gesehen. --Partigiano 14:28, 15. Jan 2006 (CET)

Hallo Partigiano!

Die Landschaften und Seen kannst du getrost mir überlassen, das ist kein Problem. -- Gruß FAFA FAFA 20:09, 15. Jan 2006 (CET)

Es Fehlen :

  • Kultur (Musik. bild. Kunst, Plastik, Literatur, Theater, Architektur, Musik)
  • Seen und Landschaften und Wälder
  • Bildungssystem
  • Tiere und Pflanzen
-- FAFA FAFA 20:09, 16. Jan 2006 (CET)

exzellenz....

Werde probieren was über Bildung in Erfahrung zu bringen, habe auch schon ein dementsprechendes Mail RIchtung Hewler geschickt. Kann aber dauern. Scheint mir aber nicht so ausserordentlich wichtig zu sein, da selbst einige europäische Staaten keine eigene Abteilung für Bildung haben. Aber generell scheint mir der Artikel schon ziemlich gut zu sein, viele Staaten in der Region haben auf Wikipedia weniger. Und wenn man dazu noch den Aufwand miteinrechnet, an glaubhafte Quellen zu kommen... 2007 wird alles besser...

biji komare iraqe --Partigiano 20:52, 18. Jan 2006 (CET)

Da hast du Recht, der Artikel ist wirklich besser andere Länder der Region. Mich stört stört noch der Abschnitt Geschichte, da muss noch eineges rein. PS: biji komare iraqe Was bedeutet das, ist das Kurdisch? -- Gruß. FAFA FAFA 14:26, 19. Jan 2006 (CET)

so und so...

Der Abschnitt Geschichte...werde mich dem ganzen auch mal annehmen. Sobald meine FBA bewertet ist werde ich sie hier posten(sehr Ausführlich, an die 25 Seiten, mit Quellenangaben...), aber ich hab meine Lehrer schon gefragt, die haben gemeint dass sie es nicht gerne sehen würden wenn ich dass vorher hier reinstelle(Möglichkeit des Plagiatvorwurfs). Biji komare Iraqe heisst auf kurdisch soviel(mein kurdisch ist grottenschlecht) wie "Lang lebe die Republik Irak". --Partigiano 00:59, 21. Jan 2006 (CET)

Irakisches Atomprogramm

Ich vermisse hier Informationen zum irakischen Atomprogramm. Darauf gekommen bin ich, weil ich noch dunkel wusste, dass irgendwann in den 80er Jahren die Israelis den/die Reaktoren zerstörten. Das ist gerade aktuell, da etwas ähnliches ja gerade im Iran aktuell ist.

--Metrics 20:08, 15. Feb 2006 (CET)

Atomprogramm Osirak

Sollte meiner Meiung nach in einem Artikel über Iraks Geschichte behandelt werden, auf der Irak Seite an ist es meiner Meinung nach an sich nicht bedeutend eingehender davon zu schreiben. Schließlich hat es eigentlich die Politik des Landes nicht großartig beeinflusst. --Partigiano 21:57, 15. Feb 2006 (CET)

Es könnte auch in der Geschichte des Irakisch-Iranischen Krieges untergebracht werden, weil der israelische Überfall erfolgte, während der Irak mit dem Iran beschäftigt war. Brent 02:46, 16. Feb 2006 (CET)

hinzugefügt

Kultur ausgebaut und Musik hinzugefügt. Die FBA von der ich geredet habe ist fertig. Kann sie nach meiner Matura hier posten, die Frage ist nur ob 81 Seiten Text nicht etwas überrieben sind... --Partigiano 15:49, 5. Mär 2006 (CET)

Propaganda...

Den folgenden Satz habe ich mal hierher verschoben und Bitte um Meinungen oder noch lieber Quellen:
Verbreitete Propaganda macht die USA für sämtliche Opfer seit Saddams Machtergreifung bis heute verantwortlich, also mithin über zwei Millionen. Diese Meinung muss allerdings als Propaganda extrem Anti-Amerikanischer und Anti-Westlicher Kreise bewertet werden.
Ich verfolge die Berichterstattung doch recht aufmerksam (in verschiedenen Medien), habe von einer solchen behauptung aber noch nie gehört. Wer behauptet das? Wo ist diese Propaganda verbreitet? Falls das eine vor allem im Irak gängige Ansicht sein sollte, müsste das auch erwähnt werden - vorausgesetzt es können nachvollziehbare Quellen dafür genannt werden. --Tsui 20:02, 9. Mär 2006 (CET)

Stimmt schon. Diese krude Verschwörungstheorie wurde von dem Regime nach dem wirtschcftlichen Zusammenbruch von 1991 an verbreitet. Es war nicht nur antiamerikanisch sondern vor allem auch antisemitisch.
Vgl. Phebe Marr, The modern history of Iraq, 2.ed. (Oxford 2004), ~S. 245 --Partigiano 13:43, 11. Mär 2006 (CET)

Da stellt sich für mich die Frage, weshalb gerade diese Art Propaganda im Artikel über den Irak dargestellt werden soll (noch dazu ohne den jetzt von Dir erklärten Hintergrund). Es gäbe noch sehr viele Details über die jüngere Geschichte zu ergänzen - Fakten allerdings. Mir fehlt - nur als Beispiel - eine Erwähnung der Flugverbotszonen nach dem 2. Irak-Krieg und die beinahe regelmäßigen, sich jedenfalls über gut 10 Jahre hinziehenden, Bombardements ab 1990. --Tsui 14:38, 11. Mär 2006 (CET)

Ich könnte es ohne Probleme schreiben, doch fehlt mir im Moment schlichtweg die Zeit dazu. Wenn es dir abgeht dann empfehle ich es selbst zu machen....übrigens hielten die Bombardments nicht die ganzen 90er an sondern waren immer das Produkt irakischer Provokationen, z.B. die Einmischung im innerkurdischen Bürgerkrieg von 1997 was dem Irak laut UNO Resolution verboten war.
Und welche andere Propaganda meinst du? Soll man jeden Propagandaschwachsinn des Saddamregimes aufzählen? Da könnte man einen eigenen Artikel machen. Der Propagandafeldzug gegen den Westen ist aber bedeuetend, erklärt er doch das Misstrauemn weiter Teile der irakischen Bevölkerung den Beastzungstruppen gegenüber. --Partigiano 14:57, 11. Mär 2006 (CET)

Du hast mich offenbar mißverstanden: mir geht es nicht darum jetzt all die Propaganda (egal von welcher Seite) nachzuerzählen, sondern vielmehr statt dieser Propaganda weitere Fakten zu ergänzen. Falls Propaganda erwähnt wird, sollte aber jeweils klar dargestellt werden von wo sie stammt und wo sie verbreitet ist. Der in meinem einleitenden Beitrag zitierte Satz erklärte nichts. Er schuf mehr Fragen als er beantwortete.
Was die Bombardements betrifft: ich werde, sobald ich Zeit finde, ein paar Quellen sichten. Dass sie "immer das Produkt irakischer Provokationen" waren ordne ich allerdings als Propaganda von der anderen Seite ein.
Das "Misstrauemn weiter Teile der irakischen Bevölkerung den Besatzungstruppen gegenüber" allein auf Saddams Propaganda zurückzuführen ist auch eine sehr verkürzte Sicht der Dinge. Dass Abu-Ghraib oder die Aufteilung des irakischen Öls unter US- und britischen Konzernen (um nur zwei der augescheinlichsten Beispiele zu nennen) das ihre dazu beitrugen/beitragen sollte nicht übersehen werden. --Tsui 15:20, 11. Mär 2006 (CET)

Artikel 39 der Übergangsverfassung

Hallo, im Text heisst es unter der Überschrift "Übergangsverfassung" wie folgt: Der umstrittene Artikel 39 sieht jedoch vor, dass irakische Bürger sich der Zivilgerichtsbarkeit ihrer eigenen Religionsgemeinschaft unterwerfen können, was ggf. zu einer entsprechenden Benachteiligung bei Erbschafts- und Scheidungsangelegenheiten führen kann. Nun habe ich dies im Artikel 39 der Übergangsverfassung aber gar nicht gefunden, siehe http://www.cpa-iraq.org/gov... – Ich will den Satz aber nicht gleich streichen, weil ich nicht weiß, ob die genannte Bestimmung vielleicht andernorts steht. Bitte um Hinweise! Egyptian boy 17:05, 15. Mär 2006 (CET)

Frauen gingen zum ersten mal wählen ?

Unter Wahlen steht: "Irakische Frauen gingen bei dieser Wahl zum ersten Mal in ihrem Leben wählen." Zu Saddams Zeiten sind Frauen auch schon wählen gegangen.

Stimmt. Habe es geändert.Egyptian boy 14:00, 16. Mär 2006 (CET)

Anfal-Kampagne

"Im Irak leben außerdem nach den Vertreibungen und Massenmorden u.a. im Rahmen der "Anfal-Kampagne" noch schätzungsweise 2.500 Juden und im Südosten 20.000 - 50.000 Marsch-Araber."

Wo ist der Zusammenhang zwischen den Juden und der "Anfal". Satz muss geändert werden.

Umfrage?

"Nach einer im Oktober 2005 veröffentlichten geheimen Umfrage der britischen Armee lehnen 82 Prozent der Iraker die Besatzung ab, 67 Prozent fühlen sich unsicherer durch die ausländischen Truppen, 72 Prozent haben kein Vertrauen in die Besatzungstruppen, 71 Prozent verfügen nicht über sauberes Wasser, bei 70 Prozent funktionieren die Abwasseranlagen nicht oder schlecht, 47 Prozent werden nicht ausreichend mit Strom versorgt und 40 Prozent der Südiraker sind arbeitslos."

1.) 82% der Südiraker oder Iraker lehnen die Besatzung ab? 82% der in der britischen Besatzungszone lebenden Iraker? 2.)40% sind Arbeitslos???Wie hat man das errechnet? Gab es da die Frage : "Sind sie Arbeitslos?". Es gab noch nicht mal eine Volkszählung, niemand weiß um die Höhe der arbeitsfähigen Bevölkerung. Wie hat man dann die 40% errechnet?

Nicht dass ich die Umfrageergebnisse an sich bezweifle, aber man sollte schon exakter sein und bei Ungenauigkeit diese auch angeben. --Partigiano 13:08, 16. Apr 2006 (CEST)

analphabeten und lage der bevölkerung...

zur analphabetenquote: man muss überlegen das ca 40-50% der iraker unter 14 jahren sind, der allgemein übliche standard analphabet wird erst für leute über 16 die nicht lesen und schreiben können verwendet. wahrscheinlich sind die unter 14 jährigen bzw 14-16 jährigen einfach mit einberechnet worden. vor dem US-Überfall 2003 bzw. dem UN-Embargo 1990 war der Irak die führende Industrienation der gesamten Region mit einem guten Bildungs und anderen Sozialsystemen und guter Infrastruktur von daher eher unwahrscheinlich das die Analphabetenrate dermassen hoch ist unter den jetzt über 16-jährigen. Es geistern da ja immer mal wirre Zahlen in den westlichen Medien umher, nach dem Motto: "schaut wie doof die anderen alle sind, da ist doch klar das wir uns um die "kümmern" müssen und das ganze elende blablabla..." Was mich auch sehr wundert sind diese komischen Zahlen zu zivilen Opfern, wo anscheinend nur die Opfer von Gewalthandlungen aufgezeichnet werden. Hinweise darauf das ungleich mehr (2005: ca 800.000- 1.500.000) Menschen, vorwiegend Kinder mit unzureichendem Immunsystem an Krankheiten sterben (bzw 2005 starben) an denen von ca 1960-1990 nur eine "handvoll" leute im Irak gestorben sind. Das Verschweigen bzw Löschen dieser von WHO und CIA, nachweislich einseitig "westlich" eingestellte Organisationen, indirekt veröffentlichen Zahlen zeigt doch mal wieder das "Augen-zu-vor-der-Realität-Prinzip" was auch in den westlichen Medien vorherrscht. man kann sich ja mittlerweile alles schönreden/schreiben, kein Journalist wird sich dafür die Karriere versauen wollen.

1990: Alphabetisierungsrate bei Jungen 90%, bei Mädchen 88%
2003: Alphabetisierungsrate bei Mädchen 24%
Übrigens ich bin Journalist und habe mir damit zwischenzeitlich meine Karriere versaut.
Brent 23:21, 17. Mai 2006 (CEST)

Irak hatte bis vor dem Einmarsch in Kuwait eine sehr geringe Zahl von Analphabeten. Das Problem der Analphabeten geht Hand in Hand mit einem Mangel an Aufklaerung und das foerdert den Fundamentalismus ungluecklicherweise sehr. Ich noch alte Lexika mit Bevoelkerungszahlen aufgehoben. Der Irak war frueher auch ein Land mit einem hohen Anteil von Nichtmuslemen, so um die 10%. Jetzt sind es deutlich weniger. Was ist in der Zwischenzeit dort alles passiert? 138.89.56.7 20:04, 5. Jun 2006 (CEST) Dieter

Viele nicht-muslime haben den Irak verlassen.--FAFA FAFA 14:06, 7. Jun 2006 (CEST)
"Viele" ist eine äußerst ungenaue und somit sinnlose Angabe. Es sind im Gegenzug durch die US-amerikanische Missionierung auch viele Iraker zu Christen gemacht worden - mal ganz abgesehen von den "vielen" nichtmuslimischen Besatzern und Ausbeutern, die sich im Gegensatz zu früher jetzt im Irak befinden. Brent 17:01, 7. Jun 2006 (CEST)
Ja, aber diese Ausbeuter werden ja wohl nicht in der Bevölkerungsstatistik angeführt. Nartülich ist viele eine schwachsinnige Zahl, aber genaue Zahlen aus dem Irak zu bekommen ist mehr als schwierig. Die Anzahl der nichmuslime hat sich verringert zumal Angehörige der größten nichmuslimschen Volksgruppen (Mandäer, Christen, Yeziden) den Irak seit Jahren (und nicht seit dem Irak-Krieg) verlassen.--FAFA FAFA 17:25, 7. Jun 2006 (CEST)

Stolz...

Weiss dass dies eigentlich nicht in dieser Form hergehört, aber ich muss sagen dass die Wikipediaseite über den Irak wirklich zu den qualitativ besten "dieser Region" gehört...

Was noch fehlt: Bildung (da tun meine Leute im Irak nichts weiter, sag ihnen seit 2 Monaten dass sie mir Informationen schicken sollen). Genauere Informationen über die Wirtschaft und das wichtigste, dass aber eigentlich nicht hierhin gehört: Viel bessere Seiten über einzelne irakische Städte und Provinzen...

--Partigiano 20:58, 2. Mai 2006 (CEST)

ja, hallo , ich möchte mich dagegen wehren, dass hier , angegeben wird , dass es im irak , luri und bakthiari gibt, es gibt im süden nur ein kleine persiche gemeinde , alle anderen sind kurden im iran werden sie , von der regierung bewußt dazu missbraucht, sich niocht als kurden anzusehen , aber so identifizieren sie vielöe stämme der lluren als kurden , und gerade diese sind vor allem im irak anzutreffen , außerdem sind es lek, und die lek sehen sich alle als kurden , es gibt außerdem überhaupt keine bakthiari , mir ist so etwas nie zu ohren gekommen , und es hat mich verdutzt darüberhinuas , beträgt der anteil der kurden nicht 15% sondern eher 25% , auch sehr schön an den wahlergebnissen ablesbar , wenn sie auch nicht ein wirklichen zensus bedeuten , so ist es trotzdem totaler quatsch nur von 15% kurdenanteil zu sprechen , außerdem hat der irak , mittlerweile , 27-29 millionen einwohner

@Partigiano: Ich hab einen kleinen Absatz über das Bildungssytem verfasst und micht an der Kurdisch Autonomen Zone orientiert. @IP: Bisher sind keine detaillierten Angaben über die genaue Anzahl der Bewohner und die genaue Zusammensetzung bekannt.--FAFA 21:20, 17. Mai 2006 (CEST)

Der Anteil der Kurden beträgt eher 15% als 25%, das kann man in nahezu allen neutralen Nachschlagewerken, Handbüchern usw. nachlesen. Die Wahlergebnisse sind durch den Boykott der sunnitischen Araber so zustandegekommen, schon vergessen? Brent 17:03, 7. Jun 2006 (CEST)

25% Kurdenanteil ist eine übertriebene Zahl, die kurdische Bevölkerung hat sich ja nicht schneller als die arabische "vermehrt".-- FAFA FAFA 18:04, 7. Jun 2006 (CEST)
Es ist keine übertriebene Zahl, sondern eine propagandistische Manipulation. Brent 20:06, 7. Jun 2006 (CEST)
So kann man es auch nennen, auf jeden Fall werde ich - falls soetwas nocheinmal vorkommt- einen Sperrung des Artikels für nichtangemeldete Benutzer beantragen.--FAFA FAFA 20:30, 7. Jun 2006 (CEST)

Feigheit oder doch Strategie

Hallo erstmal allen Wikipedianer! Mich interessiert in den letzten 3 Jahren die Irakische Regieren am meisten, wie könnte es so eine Riesige Regierung mit Militärische Macht einfach so Verschwinden, ich war sprachlos, sogar das Deutsche Reich unter Adolf Hitler hatte weit mehr Widerstand erwiesen als Saddam Husein Regierung es je taten. Ich wollte mich viel darüber informieren leider fand ich wenig Quellen über dieses Thema. Nun hoffe ich das einige Wikipedianer mir weiter helfen werden.

Die frage lautet ob die Bathpartei sich selbst aufgelöst hat oder war sie gezwungen sich aufzulösen um im Irak den Heiligen Krieg b.s w. Partisanen Krieg zu führen. Ich selbst vermute allerdings das hinter allem die Feigheit steckt. 62.24.109.2 21:53, 10. Jun 2006 (CEST)

Bereits 1990 war die militärische Stärke des Irak übertrieben worden, nach 1991 blieb davon faktisch nichts mehr übrig, was den US-Alliierten 2003 gleichwertig gewesen wäre, zudem 12 Jahre von der technischen Entwicklung abgeschlossen. Dennoch leistete die irakische Armee im schiitischen Süden drei Wochen lang erbitterten Widerstand - bis sie auf den bedingt genialen Einfall kam, den noch unbeschädigten sunnitischen Zentralirak mit Bagdad auszuliefern und von sich selbst so viel wie möglich zu erhalten in der Hoffnung, in eine Nachkriegsordnung aufgenommen zu werden. Doch verkalkuliert! Die politischen Erfolge des Baathismus lagen 2003 schon lange zurück, nach 12 Jahren Hunger und Seuchen hat keine Regierungspartei mehr die Macht, die Bevölkerung zum Widerstand zu begeistern. Bei Hitler waren die ersten 6-7 Jahre seiner 12 Jahre statt dessen trügerischer Aufschwung, erst nach 1943/44 war das Ende offensichtlich und schmerzhaft. Zu einem großen Anteil waren die Baath-Kader im Irak Mitläufer und Karrieristen, ernstzunehmende Idealisten hatte Saddam Hussein zwischen 1979 und 1989 ausschalten lassen. Die Sowjetunion zeigt und, daß selbst viel stärkere Regime zusammenbrechen. Die zweitstärkste Armee der Welt war zu einem einfachen Militärputsch nicht in der Lage, und auch die zweitgrößte Regierungspartei konnte den Zerfall des Sowjetimperiums (in nur drei Tagen) nicht aufhalten. Mit Feigheit hat das weniger zu tun. Zweifellos waren die meisten Generale und Regierungsmitglieder feige, irakische Soldaten aber kämpften noch Ende 2004 in Falludscha. (Nach dem Fall Bagdads standen im April 2003 nördlich der Hauptstadt bis nach Mossul noch zehn Division, mit rund 100.000 Mann etwa 40% der irakischen Armee, nur Generale und Offiziere waren geflohen.) Zudem dürfen wir nicht Izzat Ibrahim ad-Duri vergessen, der hielt den baathistischen Widerstand sogar bis Ende 2005 am Leben. Brent 22:53, 11. Jun 2006 (CEST)

Dass Stinkt nach Feigheit

Hallo Hallo``Ich wurde es so nicht Interpretieren`´ diese drei Wochen irakische widerstand geschweige von erbittetewiderstand in Südirak kann man nicht als Baatwiderstand Interpretieren. Es lag natürlich an vielen gründen weshalb dies nicht als Baatwiderstand Interpretieren werden kann zu eine hätten die Irakische Armee ein sehrschlechtes kampf Moral gehabt zum zweiten hatten die meisten Soldaten sich für Saddam Hussein oder deren Baatpartei nichtmall in Traum opfern lassen sondern nur für den Irakische Volk und das taten sie auch. (dies wird als widerstand Interpretieren) zu beachten wehre noch das währen des Krieges die meisten irakische Soldaten der Starken US-Armee und hier verbündete Koalitions-Armee einschließlich Kuwaitischen Armee freiwillig ergeben haben (zirka mehr als 100.000 sollen es gewesen sein), es folgt wie folgen soll Saddam Hussein und deren Gefolgsleute sahn ihre Untergang und haben sich rasch untertauchen lassen, wen das kein Feigheit ist? natürlich blieb ihnen nicht anders übrich desto trotz, die Bezeichnung „Mutter aller Kriege“ fehlt auf dem Irak in diesem zeit nicht an. Der heutige widerstand in Irak ist überall in Munden zu hören aber dies als Baatwiderstand zu Interpretieren ist mehr als lächerlich. Die Nahostexperten bestätigen dies, dass man mit Sicherheit sagen kann, das der heutige widerstand in Irak von Militanten Islamisten (Wahhabiten) geführt wird, es gibt auch keinerlei zweifel’ daran das sie auch in Faludscha den Aufstand geführt haben, es könnten auch einige ehemalige Baatanhänger unter ihnen gegeben haben und das was auch schon, aber dies als Baatwiederstand zu bezeichnen ist mehr als lächerlich.. Kurz und knapp gesagt die Bathanhänger können ein widerstand unter den Irakischen Bevölkerung nicht provozieren das können nur die Islamisten tun. 81.173.168.231 15:57, 19. Jun 2006 (CEST)

Das Baathregime ist deshalb so schnell zusammengebrochen, weil es im irak einfach so ziemlich niemanden mehr gab der davn profitierte, geschweige denn daran glaubte. Widerstand gab es, aber in sehr beschränktem Maße und völlig entideologisiert...das waren (teilwesie sind) Leute die in einem neuen Irak nichts zu gewinnen haben. Zur Bevölkerungsfrage: Keiner kann heute wissen wie hoch der Anteil dieser oder jener Gruppe im Irak zur Zeit ist... Erstens sind zb. in den Norden hunderttausende Kurden aus Europa zurückgekehrt, zweitens sind aus Baghdad und Umgebung Hunderttausende(vor allem besser gestellte) nach Amman, Dubai oder Damaskus geflohen. Ich würde sagen dass schon die Rede von 15-25% Kurdenanteil sein darf. Sicher sind wir erst im nächsten Jahr. --Partigiano 19:07, 28. Jun 2006 (CEST)

Provinznamen im Nordirak

Hi. Kann sich jemand mal bitte die folgenden Verschiebungen angucken? Hier wurden Namen von nordirakischen Provinzen und Städten eingekurdischt. Ich kann selbst nicht beurteilen, ob dass Sinn macht, halte es aber zumindest für überprüfenswert. [LINK] [LINK] [LINK] [LINK] [LINK]

nordirakische Ortsbezeichnungen...

...soll man kurdisieren, da dort mehrheitlich Kurden leben und kein Mensch den Namen "Erbil" für Hewler, oder noch seltener, das arabische "As Sulaymaniyah" für Silemani verwendet, zudem gibt es Bestrebungen die Ortsnahmen demnächst auch auf nationaler Ebene zu kurdisieren.(innerhalb der KRG sind diese schon längst kurdisiert). --Partigiano 23:27, 24. Aug 2006 (CEST)

da kein Mensch den Namen "Erbil" für Hewler, oder noch seltener, das arabische "As Sulaymaniyah" für Silemani verwendet - das bezweifle ich. Bzgl. Erbil: Der schnelle Googletest im deutschsprachigen Internet ergibt deutlich mehr Treffer für Erbil/Arbil als für Hewler, und ich wüsste nicht, dass deutschsprachige Medien Hewler benutzen. -- Fragwürdig Fragwürdig 19:29, 30. Aug 2006 (CEST)

Fragwürdig! bin auch der meinung das Arbil die Korrekter schreibweiser und bezeichnung für dieser Stadt ist. G Muhamed 12:53, 31. Okt. 2006 (CET)

Geschichte Iraks

Ich bin gerade über den Artikel Geschichte Iraks gestolpert! Dieser macht im Grunde nicht viel Sinn, da hier die Geschichte hier besser erklärt wird. --Zita 22:03, 1. Okt 2006 (CEST)

Parlament verabschiedet Förderalismusgesetz

Ein Artikel aus der ZEIT vom 11.10.06. Kann das in den Text eingebaut werden?

"Das irakische Parlament hat grünes Licht für eine Reform der föderalen Struktur des Landes gegeben. Die Abgeordneten in Bagdad verabschiedeten ein Gesetz, das es den 18 Provinzen grundsätzlich erlaubt, sich per Referendum zu größeren Regionen zusammenzuschließen.

Bagdad - Möglich wird die Neuordnung jedoch erst nach Ablauf von 18 Monaten. Nach der Übergangsfrist kann auf Wunsch eines Drittels der Abgeordneten oder eines Zehntels der Wahlberechtigten einer Provinz eine Volksabstimmung zur Änderung des Provinzzuschnitts stattfinden.

Die Reform war äußerst umstritten. Vor allem die Sunniten befürchteten, dass die von ihnen dominierten Provinzen vornehmlich im Westen des Landes durch die Neustrukturierung gegenüber den ölreichen neun Schiitenregionen weiter ins Hintertreffen geraten könnten. Die Furcht vor einem Auseinanderbrechen des Irak wurde laut. Mit den neuen Regelungen könnten sich "Super-Provinzen" mit einem größeren Grad an Autonomie bilden. Vor einem Jahr hatte die irakische Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich eine neue Verfassung für ihr Land befürwortet. Die Sunniten hatten sich im Vorfeld gegen die Verfassung ausgesprochen. Bei den Verhandlungen um den Verfassungstext war allerdings ausgehandelt worden, dass die genaue Ausgestaltung der föderalen Struktur des Irak dem Parlament obliegt. (tso/AFP)"

MfG KureCewlik81 01:53, 14. Okt. 2006 (CEST)

Umfrageergebnisse (?) aus dem Jahr 2004

Habe gerade den folgenden kurzen Absatz aus dem Abschnitt Politische Neuordnung seit 2003 entfernt:
Die aktuelle politische Lage ist von Unsicherheit bestimmt. Dennoch sahen 60-70 % Verbesserungen seit dem Krieg oder erwarteten weitere bis 2005. Knapp 60 % vertrauten wieder der UNO (Resolution Mai 2004) und erwarteten Aufbauhilfe durch die USA (7 % lehnten sie ab).
Leider hatte ich zuerst zu früh gespeichert - nachdem ich im Kommentar die Begründung für die Löschung geschrieben, aber den Absatz nicht entfernt hatte. Das scheint in der History nicht auf, deshalb das vielleicht merkwürdig erscheinende Kommentar sorry - so war's gemeint beim zweiten Edit.
Also hier nochmal die Begründung für die Löschung: 1. ist keine Quelle für diese Umfrage, so es denn eine war, angegeben. 2. ist diese Information völlig veraltet, stammt offenbar aus dem Jahr 2004; ist für die heutige Situation nicht mehr gültig.
Heute herrscht im Irak, zusätzlich zur Besatzung, faktisch Bürgerkrieg - mit rund 100 getöteten Irakern täglich. --Tsui 22:40, 1. Nov. 2006 (CET)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Irak und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).