Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Jacob Daniel Burgschmiet

Toplinks zu diesem Thema:
Arbeit



Der Artikel Jacob Daniel Burgschmiet gehört zur Kategorie: Deutscher, Mann, Bildhauer, Nürnberger Geschichte, Person (Nürnberg), Geboren 1796, Gestorben 1858
Jacob Daniel Burgschmiet (* 11. Oktober 1796 in Nürnberg; † 7. März 1858 ebd.) war ein bekannter Bildhauer und Erzgießer des 19. Jahrhunderts.

Leben

Burgschmiet wurde am 11.10.1796 in einer Kleinbürgerfamilie, im nürnberger Vorort Wöhrd geboren. Nachdem Burgschmiets Vater starb, musste er sich seinen Lebensunterhalt, mit 11 Jahren, selbst verdienen. Er begann eine Lehre als Drechsler, daneben Zeichnete, Malte und Schnitzte er. Er bastelte auch mechanische Spielzeuge, die er in der Adventszeit in einer eigenen Bude auf dem Nürnberger Christkindlmarkt verkaufte. Burgschmiets erste größere Bildhauerarbeit war das Melanchthon-Denkmal aus Sandstein. Nachdem die Hand der Figur zweimal abgebrochen wurde, machte Burgschmiet von seinem Wissen über das Erzgießen gebrauch. Er machte eine neue Hand aus Bronze und verankerte sie fest im Arm der Figur. Auch heute noch kann man die grünoxydierte Hand aus dem hellen Sandstein herausragen sehen. Burgschmiets erste bedeutende plastische Arbeit waren drei Figuren für das Waisenhaus in Nürnberg. Er war Lehrer des Modellierens an der Kunstschule in Nürnberg. Während seines Parisaufenthaltes 1828 wurde er in Nürnberg von seinem Freund und Schüler Georg Howaldt vertreten. Im Jahr 1827 äußerte König Ludwig I. den Wunsch in Nürnberg ein Denkmal für Albrecht Dürer zu errichten. Er dachte dabei die Figur in der Stiglmaier-Miller-Hütte gießen zu lassen, die ja durch den Guss der "Bavaria" Ruhm erlangt hatte. Die Nürnberger dagegen waren vom Können Burgschmiets überzeugt und beharrten darauf, dass er das Denkmal gießen sollte. König Ludwig stimmte schließlich zu, aber er bestand darauf bei der Errichtung der Gussormem und beim Guss der Figur dabei zu sein, um sich selbst von Burgschmiets Fähigkeiten zu überzeugen. Der Guss wurde in zwei Teilen vorgenommen und gelang auf angieb so gut, dass keine größeren Nachbearbeitungen nötig waren. Zehn Jahre nach dem Guss der Albrecht Dürer-Statue, also im Jahre 1850, wurde die Seilergasse, in der sich die Werkstatt Burgschmiets auch heute noch befindet, in "Burgschmietstraße" umbenannt. In den nächsten acht Jahren erschuf Burgschmiet noch das Beethovendenkmal für Bonn, das Monument Karls IV. für Prag und das Luterdenkmal für Möhra bei Eisenach in Sachsen. 1855 bekommt er den Auftrag des Radetzky-Denkmals für Prag. Sogleich ging er mit seinen Gehilfen an die Arbeit aber kurz vor der fertigstellung starb Burgschmiet schließlich am 07.03.1858 im alter von 65 Jahren.

Werke

Abbildung
Dürer-Denkmal auf dem Albrecht-Dürer- Platz in Nürnberg
Bildherkunft

Abbildung
Denkmal Kaiser Karls des IV. zum Jubiläum der Universität Prag
Bildherkunft

{{Personendaten|

 NAME=Burgschmiet, Jacob Daniel

|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=Bildhauer, Erzgießer |GEBURTSDATUM=11. Oktober 1796 |GEBURTSORT=Nürnberg |STERBEDATUM=7. März 1858 |STERBEORT=Nürnberg }}



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Jacob Daniel Burgschmiet und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).