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Jagiellonen-Universität

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Der Artikel Jagiellonen-Universität gehört zur Kategorie: Universität in Polen, Gotisches Bauwerk, Krakau, Coimbra Group
Jagiellonen-Universität
Abbildung
Wappen der Jagiellonen-Universität Krakau
Bildherkunft

Uniwersytet Jagielloński
Rektor: Karol Musiol
Gründungsdatum: 1364
Ort: Krakau
Trägerschaft: Polen
Budget: n/a
Fachbereiche: 13
Studiengänge: 117
immatrikulierte Studenten: 41.086 (11/2004)
Absolventen: n/a
Mitarbeiter: 6.373 (9/2004)
davon wissenschaftliche
Mitarbeiter:
3.407
davon Professoren
& Dozenten:
944
Bautyp: urbane Struktur
Anschrift des Rektorats: Uniwersytet Jagielloński
Rektorat
ul. Gołębia 24
31-007 Kraków
Website: uj.edu.pl

Die Jagiellonen-Universität (auch Jagellonen-Universität; polnisch: Uniwersytet Jagielloński) in Krakau wurde 1364 vom polnischen König Kazimierz dem Großen (Kazimierz III Wielki), als Krakauer Akademie (Akademia Krakowska) gegründet. Sie ist die älteste polnische und nach der Karls-Universität Prag zweitälteste Universität in Mitteleuropa. Zur ihren berühmtesten Absolventen zählen der Astronom Nikolaus Kopernikus und Papst Johannes Paul II..

Historie

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Innenhof des alten Hauptgebäudes
Bildherkunft

1364 wurde die Universität als zweite Universität Mitteleuropas nach der Universität Prag von König Kazimierz dem Großen ins Leben gerufen. Sie hatte von Anfang an eine für diese Zeit ungewöhnliche weltliche Prägung mit den Fakultäten Philosophie, Theologie, Rechtswissenschaften und Medizin und führte das Studium Generale ein. Zunächst wurde ein Privileg von Papst Urban V. nicht erteilt.

Im 15. und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert kamen Studenten aus vielen Ländern Europas, um in der berühmt gewordenen Universität studieren zu können. Einer der bekanntesten Studenten war der Astronom Nikolaus Kopernikus, der hier Mathematik und Astronomie studierte. Zum Ende des 17. Jahrhunderts, als mit dem Verfall des Staates auch die Universität an Renommee verloren hatte, verhalf Hugo Kołłątaj (1750–1812), Priester und Rektor der Uniwersytet Jagielloński, durch umfassende Reformen dieser Lehranstalt zu neuer wissenschaftlicher Bedeutung und Anerkennung. Er ersetzte die lateinische Sprache mit der polnischen als offizielle Lehrsprache ein. Die Universität gründete moderne Kliniken und Laboratorien, ein modernens astronomisches Observatorium wurde eingerichtet. Auch ein großzügiger botanischer Garten wurde in dieser Zeit angelegt.

Zur Zeit des Nationalsozialismus versuchten die Deutschen, die polnische Wissenschaft auszulöschen. Nach dem Ausbruch des Krieges begann die Gestapo im November 1939 mit der Verhaftung polnischer Professoren und vieler Universitätsmitarbeiter. Eine Anzahl von 183 wird in der Literatur angegeben. Die Schätze der Universität wurden konfisziert und der Lehrbetrieb untersagt. Dessen ungeachtet wurde der Lehrbetrieb im Untergrund mit ca. 800 Hörern fortgesetzt.

Siehe auch: Sonderaktion Krakau

Neuzeit

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Das Collegium Novum der Jagiellonen-Universität
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Heute ist die Krakauer Jagiellonen-Universität mit ca. 40.000 Studenten die zweitgrößte in Polen. Zeugnisse dieser langen Geschichte der Universität sind im Museum des Collegium Maius, dem ältesten erhalten gebliebenen Gebäude der Krakauer Jagiellonen-Universität, zu betrachten. Der gotische Arkadenhof, die steilen Dächer und die kleinen Details (wie die Gesichter der Regenrinnen) sind schöne Beispiele der Architektur des 14. Jahrhunderts. Der südwestliche Teil der Altstadt ist stark von der Universität geprägt. Kollegs und Verwaltungsgebäude liegen dicht beieinander. Das Collegium Novum, der heute als Hauptgebäude der Universität dient, ist ein bedeutendes neugotisches Bauwerk.

Seit dem akademischen Jahr 2005/2006 wird das neue "Auditorium Maximum" sowohl für Lehrveranstaltungen als auch für internationale Kongresse genutzt. Der hochmoderne Prestigebau wurde zum Teil mit Unterstützung der Europäischen Union finanziert.

Bis 2010 soll der "Campus der 600jährigen Erneuerung" (auch 3. Campus genannt) fertiggestellt werden. Er befindet sich 4 km südlich des Stadtzentrums. Die Nähe zum "Krakauer Technologiepark" ist hierbei bewusst gewählt, um eine ausgezeichnete Infrastruktur für Forschung auf dem Gebiet der "Zukunftstechnologien" zu etablieren. Einige Institute wie das Institut für Molekularbiologie sind bereits seit 2004 auf dem neuen Campus angesiedelt. In der nächsten Etappe werden die Institute für Mathematik und Physik umziehen.

Zusätzlich zu den zahlreichen Neubauten werden an der Jagiellonen Universität zunehmend Bachelor- und Master-Studiengänge in englischer Sprache angeboten um mehr ausländische Studenten anzuwerben. Diese sind im Gegensatz zu den polnischsprachigen Studiengängen in der Regel kostenpflichtig.

Die Jagiellonen Universität ist Mitglied der 1985 gegründeten Coimbra Group, einem Netzwerk führender europäischer Universitäten mit langer Tradition wie Oxford und Cambridge.

Sommerakademie

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Statue von Nikolaus Kopernikus vor der Jagiellonen-Universität
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Die Sommerakademie der Schule der polnischen Sprache und Kultur (polnisch Szkoła Języka i Kultury Polskiej) ist eine selbständige Einheit im Zentrum der Polnischen Sprache und Kultur in der Welt, an der Fakultät für Polonistik der Jagiellonen-Universität.

Die 1969 gegründete Akademie veranstaltet jährlich 3-, 4- und 6-wöchige Kurse der polnischen Sprache und Kultur. Im Sommer 2005 nahmen hieran knapp 600 Personen teil, zwei Drittel der Teilnehmer stammten aus den USA, hiervon viele mit polnischem familiären Hintergrund. Die zweitgrößte Gruppe stellten Deutsche mit 86.

Neben einer intensiven Einführung in die polnische Sprache zeichnet sich die Sommerakademie durch ein umfassendes kulturelles Angebot aus. Hierzu zählen Besuche von Museen und Theatern sowie Ausflüge in das Krakauer Umland, in das Salzbergwerk Wieliczka und in das ehemalige KZ Auschwitz.

2000 wurde die Sommerakademie für ihren Beitrag zur Promotion der polnischen Kultur im Ausland mit einer Auszeichnung des polnischen Auswärtigen Amtes honoriert.

Fakultäten

  • Fakultät für Rechtswissenschaften und Verwaltung
  • Fakultät für Medizin "Collegium Medicum" (seit 1993 eingegliedert, davor eigenständig)
  • Fakultät für Pharmazie
  • Fakultät für Gesundheitswesen
  • Fakultät für Philosophie
  • Fakultät für Geschichtswissenschaften
  • Fakultät für Philologie
  • Fakultät für Polonistik
  • Fakultät für Physik, Astronomie und angewandte Comupterwissenschaften
  • Fakultät für Mathematik und Informatik
  • Fakultät für Chemie
  • Fakultät für Biologie und Geologie
  • Fakultät für Management und Sozialwissenschaften
  • Fakultät für Internationale und Politische Wissenschaften
  • Fakultät für Biochemie, Biophysik und Biotechnologie

Bekannte Absolventen

Weblinks


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Quellen-Beschaffung

Ist jemand in der Lage, die Quelle „Statuta Nec Non Liber Promotionum Philosophorum Ordinis In Universitate Studiorum Jagellonica ab anno 1402 ad annum 1849“, erschienen Krakau 1849, einzusehen? Ich benötige für den WP-Beitrag Leonhard von Dobschütz (Astronom) eine genaue Abschrift bzw. besser Fotokopie der entsprechenden Einträge auf den beiden Seiten 103 und 131. --Dobschuetz 08:00, 13. Okt. 2006 (CEST)

Ich kann es nicht einsehen; aber versuch es vielleicht auch nochmal in der Wikipedia:Bibliotheksrecherche bzw. auf pl ...Sicherlich Sicherlich 09:21, 13. Okt. 2006 (CEST)
Dank für den Tipp, werde ich gern mal versuchen. Auf der polnischen Seite habe ich schon eine entsprechende Anfrage geschaltet. --Dobschuetz 19:37, 13. Okt. 2006 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Jagiellonen-Universität und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).