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Der Artikel Jugoslawien gehört zur Kategorie: Historischer Staat, Jugoslawien
Jugoslawien (»Südslawien«) war ein Staat in Südosteuropa, der in unterschiedlicher Form von 1918 bis 1992 bestand. Nach dem Zerfall Jugoslawiens bildeten die verbliebenen Staaten Serbien und Montenegro das so genannte „Restjugoslawien“. Dieses Bündnis führte von 1992 bis 2003 die offizielle Bezeichnung „Bundesrepublik Jugoslawien“.
| Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen / Königreich Jugoslawien | |||||||
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| Federativna Narodna Republika Jugoslavija Föderative Volksrepublik Jugoslawien (1946–1963) Социјалистичка федеративна република Југославија / Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija (serb./kroat.) Socialistična federativna republika Jugoslavija (slowen.) Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (1963–1992) | |||||||
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| Wahlspruch | Bratstvo i jedinstvo (Brüderlichkeit und Einheit) | ||||||
| Basisdaten | |||||||
| Amtssprachen | Serbokroatisch (offiziell eine Sprache mit mehreren Varianten), Slowenisch, Mazedonisch, eingeschränkt auch Albanisch und Ungarisch sowie auf lokaler Ebene die Sprachen weiterer Nationalitäten | ||||||
| Hauptstadt | Belgrad (Beograd) | ||||||
| Fläche | 255.804 km² | ||||||
| Einwohner | 20.522.972 | ||||||
| Währung | 1 Jugoslawischer Dinar
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| Савезна Република Југославија Bundesrepublik Jugoslawien | |||||||
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| Basisdaten | |||||||
| Amtssprache | Serbisch | ||||||
| Hauptstadt | Belgrad (Beograd), 1,8 Mio. Einwohner | ||||||
| Fläche | ca. 102.000 km² | ||||||
| Einwohner | ca. 11.000.000 | ||||||
| Nationalfeiertag | 29. November | ||||||
Besiedlung des Balkan
Bereits zwischen dem 3.Jahrhundert v.Chr. und dem Jahre 15 nach Christus eroberten die Römer den Balkan. Die dort ansässigen Stämme der Illyrer, Thraker und Daker wurden besiegt und romanisiert. Dennoch ließen diese auch ihre Spuren auf dem Balkan zurück.Für ihre hoch entwickelten Bauwerke, wie Äquädukte und Bäder sind die Römer auch heute noch sehr bekannt. Sie installierten auf dem Balkan ein technisch gut ausgerüstetes Straßensystem, da die wichtigen Handelswege zum Orient über den Balkan verliefen. Entlang dieser Handelsrouten entstanden viele neue Städte: Siscia (Sisak), Naissus (Niš) und Scupi (Skoplje). Die Stadt Singidunum (Beograd / Belgrad) allerdings ist nicht von Römern, sondern von den Illyrern gegründet worden, auch wenn sich dieses Gerücht noch im Umlauf befindet.
Die Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395, die das Reich in ein weströmisches und oströmisches (byzantinisches) Reich teilte, hat ua. bis zur heutigen politischen Instabilität geführt. Die Grenze verlief von der Stadt Sirmium (Sremska Mitrovica) an der Save an der Drina entlang bis zur adriatischen Küste bei Kotor. Das weströmische Reich wurde weiterhin von Rom regiert, das oströmische allerdings von Konstantinopel / Byzanz (dem heutigen Istanbul). Im Jahre 330 beauftragte Kaiser Konstantin den Bau der Stadt Konstantinopel nahe der griechischen Siedlung Byzanz. Es war der Beginn des Aufstieges des oströmischen Reiches, das eine Weltmacht werden sollte.
Trotz der Teilung waren beide Staaten friedlich gesinnt inklusive reger Wirtschaftsbeziehungen. Doch durch die Kirchenspaltung im Jahre 1054 gab es einen großen Bruch zwischen Rom und Byzanz. Rom blieb Hauptzentrum der katholischen Kirche, Byzanz aber wurde Zentrum der orthodoxen Kirche.
Drei Jugoslawien
- Zusammenfassender Hauptartikel: Geschichte Jugoslawiens
Während es zwischen dem ersten (Königreich 1918-1941) und dem zweiten jugoslawischen Staat (Föderative Volksrepublik 1945-1963, Sozialistische Föderative Republik 1963-1992) eine juristische Kontinuität gab, war das 1992 gegründete dritte Jugoslawien (Republik) nach vorherrschender Rechtsauffassung der Badinter-Kommission nur einer von fünf Nachfolgestaaten des zweiten Jugoslawiens (Staatenbund Serbien und Montenegro). Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien zerfiel nach Meinung der Badinter-Kommission in die folgenden souveränen Republiken, von denen die meisten daraufhin ihre Unabhängigkeit erklärten und nach und nach international anerkannt wurden: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro und Mazedonien.
Ergebnisse der Volksabstimmungen in den einzelnen Teilrepubliken Jugoslawiens
Außer in Serbien wurden in allen ehemaligen Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien nach durchgeführten demokratischen Wahlen Referenden über die staatliche Souveränität abgehalten.
Bei jeweils sehr hohen Wahlbeteiligungen stimmten für die jeweilige staatliche Souveränität:
- Slowenien: 88 Prozent
- Kroatien: 94,7 Prozent
- Bosnien-Herzegowina: 92 Prozent
- Mazedonien: 91 Prozent
- Montenegro: 55,5 Prozent
Allein Serbien und Montenegro, das sich nach 1992 als Jugoslawien betrachtete, die Staatsbezeichnung bis 2003 weiterführte (z.B. auch die Domain "yu" erwarb), wurde nach der Aufnahme der anderen Nachfolgerepubliken und langen diplomatischen Diskussionen im Jahre 2000 auch der jugoslawische UNO-Sitz übertragen. Es wurde daher von manchen als „Restjugoslawien“ bezeichnet. In Serbien und Montenegro gab es in jüngster Zeit erneute Abspaltungstendenzen, die nach einer Volksabstimmung am 21. Mai 2006 zur Unabhängigkeit von Montenegro und somit auch zur Auflösung des Staatenbundes Serbien und Montenegro führten. Am 3. Juni 2006 rief das montenegrinische Parlament in Podgorica offiziell die Unabhängigkeit Montenegros aus. Derzeit werden intensive Verhandlungen auf internationaler Ebene über die weitere Stellung der serbischen Provinz Kosovo und Metochien(serb. Kosovo i Metohija) geführt.
„Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen“ bzw. „Königreich Jugoslawien“ (1918–1941)
- Hauptartikel: Königreich Jugoslawien
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Aufteilung der österreichischen und ungarischen Reichshälfte nach den Pariser Vorortverträgen Bildherkunft |
Der jugoslawische Staat entstand nach dem Ersten Weltkrieg aus den vorher unabhängigen Königreichen Serbien und Montenegro (unter Einschluss der von Serbien in den Balkankriegen 1912/13 erworbenen mazedonischen Gebiete) und südslawisch besiedelten Teilen Österreich-Ungarns (hpts. das ehemalige Kronland Krain mit südlichen Gebieten der Kronländer Kärnten und Steiermark, Kroatien-Slawonien, Dalmatien, Bosnien und die Vojvodina).
Offizielle Bezeichnung war zunächst Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (1918–1920 Kraljevstvo Srba, Hrvata i Slovenaca, seit 1920 Kraljevina Srba, Hrvata i Slovenaca, abgekürzt auch SHS-Staat). Staatsoberhaupt wurde der serbische König Peter I..
Von Beginn an war die politische Situation des neuen Staates geprägt von dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen den nach Autonomie strebenden kroatischen Kräften und den großserbischen Nationalisten. Das Scheitern eines Ausgleichs führte schließlich zur Staatskrise: König Alexander I. setzte die Verfassung außer Kraft und errichtete die erste Königsdiktatur auf dem Balkan. In der am 3. Oktober 1929 eingeführten Verfassung wurde der Staat in Königreich Jugoslawien (Kraljevina Jugoslavija) umbenannt. Eine neue Verwaltungsgliederung (9 Banovine) wurde eingeführt, die wenig Rücksicht auf überkommene Grenzen nahm.
1941 wurde das Königreich Jugoslawien von Deutschland und Italien besetzt und aufgelöst: Während Serbien militärisch besetzt blieb, wurde Slowenien zwischen Deutschland und Italien geteilt, Kroatien (mitsamt großen Teilen Bosnien-Herzegovinas) zu einem schein-unabhängigen faschistischen Vasallenstaat namens Unabhängiger Staat Kroatien, während Montenegro und einige weitere südliche Gebiete, die zu Albanien geschlagen wurden, italienisch besetzte Vasallenstaaten wurden. Gliederung:
- 1918–1921 7 Länder (Pokrajine)
- 1921–1929
- 1929–1939 9 Banschaften (Banovine)
- 1939–1941 7 normale Banschaften und die autonome Banschaft Kroatien (Banovina Hrvatska)
Föderative Volksrepublik Jugoslawien (1945-1963) und Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (1963–1992)
Gliederung
6 Teilrepubliken (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Slowenien) und 2 Autonome Provinzen innerhalb Serbiens (Kosovo, Vojvodina)Bevölkerung
Serben, Kroaten, Slowenen, Slawische Mazedonier, Bosniaken (Muslimani, wurden 1968 zu einer eigenen Nationalität und zum sechsten konstitutiven Volk Jugoslawiens erklärt), Jugoslawische Roma und Sinti, Montenegriner, Albaner, Rumänen, Ungarn, Türken, sehr wenige DeutscheReligionen
Serbisch-Orthodoxe, Katholiken, Muslime, JudenGrößte Städte
Belgrad (Beograd) 1.500.000 Einw., Zagreb 780.000 Einw., Skopje 500.000 Einw., Sarajevo ca. 400.000 Einw.Geschichte
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Beschluss der zweiten Sitzung des antifaschistischen Rates der Volksbefreiung Jugoslawiens über die Errichtung Jugoslawiens nach dem föderativen Prinzip, 29. November 1943 Bildherkunft |
Mit den AVNOJ-Beschlüssen vom 23. November 1943 wurde während des Zweiten Weltkrieges der Grundstein für eine neue Föderation südslawischer Völker unter der Führung der Kommunistischen Partei Jugoslawiens (KPJ) gelegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jugoslawien als sozialistischer Bundesstaat aus 6 Teilrepubliken (Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien und Mazedonien) gegründet. Es hieß vom 10. August 1945 bis 29. November 1945 zunächst Demokratisches Föderatives Jugoslawien (Demokratska Federativna Jugoslavija, DFJ). Am 29. November 1945 wurde die Föderative Volksrepublik Jugoslawien (Federativna Narodna Republika Jugoslavija) proklamiert, die am 31. Januar 1946 eine nach dem Vorbild der UdSSR gestaltete Verfassung erhielt. Am 7. April 1963 wurde der Staat in Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija/SFRJ) umbenannt.
1974 wurden die Provinzen Vojvodina und Kosovo in einer neuen Verfassung zu autonomen Provinzen innerhalb Serbiens erklärt (Artikel 2). De facto wurden die Provinzen dadurch informell zu Republiken aufgewertet, die Serbien nur formell unterstanden. Doch wurde ihnen im Gegensatz zu Republiken kein Recht auf Selbstbestimmung (einschließlich des Rechts auf Sezession) eingeräumt.
Im Laufe der Jahre 1990–1992 erklärten nach den ersten demokratischen Wahlen und einem Referendum alle Teilrepubliken bis auf Serbien und Montenegro ihre staatliche Unabhängigkeit. Die Referenden in Kroatien und Bosnien-Herzegowina wurden jedoch von den Serben boykottiert, weil sie in der jugoslawischen Verfassung als „konstitutives Volk“ beider Teilrepubliken mit Kroaten bzw. bosnischen Moslems gleichberechtigt waren, aber dennoch nach ihrer Auffassung einseitig und verfassungswidrig zu Minderheiten degradiert werden sollten. Im Gegenzug organisierte die serbische Minderheit in Kroatien vom 19. August bis 2. September 1990 ein eigenes Referendum, in dem sie sich von Kroatien unabhängig erklärten, die Republik Serbische Krajina ausriefen und einen Zusammenschluss mit den an der Fortführung der Föderation interessierten Teilrepubliken Serbien und Montenegro anstrebten. Im November 1991 hielten die Serben in Bosnien ebenfalls ein Referendum ab und gründeten am 9. Januar 1992 die Republika Srpska, die das gleiche Ziel verfolgte. Diese Ereignisse führten zum gewaltsamen Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und mündeten in die so genannten Jugoslawienkriege.
„Bundesrepublik Jugoslawien“ (1992–2003) bzw. „Serbien und Montenegro“ (2003–2006)
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Die Bevölkerungsgruppen Jugoslawiens 1991 Bildherkunft |
- Hauptartikel: Serbien und Montenegro
- Gliederung: 2 Teilrepubliken (Serbien und Montenegro)
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschloss am 22. September 1992 durch Mehrheitsbeschluss (Billigung von 127 Ländern bei 26 Enthaltungen und sechs Gegenstimmen), dass die aus Serbien und Montenegro bestehende Bundesrepublik Jugoslawien nicht automatisch die Rechtsnachfolge der SFRJ als Mitgliedstaat der UN antreten könne, sondern sich ebenso wie die anderen Nachfolgestaaten der SFRJ neu um die Mitgliedschaft bewerben müsse. Die Bundesrepublik Jugoslawien dürfe deshalb den Sitz der SFRJ in der UN-Vollversammlung nicht mehr wahrnehmen. Da die Bundesrepublik Jugoslawien sich weigerte, diesen Beschluss zu akzeptieren, verlor sie de facto ihren Sitz in der Vollversammlung. Erst im Jahre 2000 wurde die Bundesrepublik Jugoslawien, nachdem sie sich wie gefordert neu beworben hatte, wieder in die UN aufgenommen und auch der frühere jugoslawische UNO-Sitz übertragen. Mit der Annahme einer neuen Verfassung im Jahre 2003 benannte sich die Bundesrepublik Jugoslawien um in „Serbien und Montenegro“. Diese Staatenunion zerfiel 2006, als sich die Bevölkerung Montenegros mit einer knappen Mehrheit von 55,5% für die Unabhängigkeit aussprach. Damit übernimmt Serbien rechtlich die Nachfolge des gemeinsamen Staatenbundes mit Montenegro, während Montenegro sich um die Mitgliedschaft in der UNO Vollversammlung neu bewerben musste.
Literatur
- Johannes Grotzky: Balkankrieg. Der Zerfall Jugoslawiens und die Folgen für Europa. Serie Piper, München 1993
- Diana Johnstone: Fools' Crusade: Yugoslavia, NATO and Western Delusions. Monthly Review Press, New York 2002. ISBN 1-58367-084-X
- Peter Radan: The Break-up of Yugoslavia and International Law. Routledge, New York/London 2002. ISBN 0-415-25352-7 [LINK] [LINK]
- Holm Sundhaussen: Experiment Jugoslawien. Von der Staatsgründung bis zum Staatszerfall. BI-Taschenbuchverlag, Mannheim 1993. ISBN 3-411-10241-1
Weblinks
- Le monde diplomatique - Sammlung von historischen Landkarten der Region
- Jugoslawien im Internet - Linkliste über die SFRJ
- Welche Dummheit war es, Jugoslawien nicht zu retten, Der Regisseur Zoran Solomun über den Verlust eines einzigartigen Staates und ein Gleichnis, das in Europa bis heute nicht begriffen wird
hsb:Južnosłowjanska
Diskussion der Autoren über den Artikel: Jugoslawien
Neutralität
Die letzten Änderungen in diesem Artikel sind, wie auch die Änderungsversuche im Artikel Republik Serbische Krajina vor der Sperrung auf eine einseitige Beschuldigung des serbischen Volkes ausgerichtet. Daher ist der Artikel alles andere als neutral!
- Artikel wurde inzwischen revertet.
Blockfreier Staat
Ich wollte nur mal fragen, warum der Artikel nicht das Phänomen behandelt, dass Jugoslawien der Anführere der Blockfreien Staaten, während des Kalten Krieges war.Anjuli 20:40, 12. Mär 2006 (CET)
alte Diskussion
Ulrich.fuchs (Erneutes revert. @Vergina, bitte hör auf, hier permanent das FYROM unterzubringen. Wir reden unter anderem von 1331, da gabs noch kein Jugoslawien, und erst recht keine ehemalige jugoslawische Rep.Mzd)
Frage:Hat es damals im Jahr 1331 Albanien gegeben ? Herzegowina ?
Wir reden unter anderem von 1331,aber es geht trotzdem um heutige "Republiken"! Und wenn du das so willst, Nordgriechenland ist auch Teil Mazedoniens und braucht nicht extra erwähnt zu werden! So wie es geschrieben ist unter 1331 (Serbien,Albanien,Mazedonien..) stimmt es sicher nicht. 1)Weil es damals noch kein Albanien gab. 2)Weil es sich um Teilgebiete Mazedoniens handelte.Mazedonien war damals eine Byzantinische Region. Vergina 16:40, 14. Sep 2003 (CEST)
Hallo Vergina,
Du hast völlig recht; das Problem ist, dass der Artikel eigentlich zu früh startet, und im Grunde eine Geschichte des Balkans, nicht Jugoslawiens zu schreiben versucht. Das kann eigentlich nur schiefgehen, wenn man mit heutigen Ländern zu operieren versucht - zu oft sind da die Grenzen neu gezogen worden. Man müsste eigentlich Dinge schreiben wie: "Teile des heutigen Jugoslawiens, Albaniens, Griechenlands und der FYROM), aber wem hilft das zum Verständnis? Keinem. Das "alte" (antike) Mazedonien kann man auch nicht vernünftig hernehmen, weil das im byzantinischen - und dann später im osmanischen - Reich aufgegangen ist. Man müsste die Geschichte wirklich mit den zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Staats/Gebietsbezeichnungen schildern, alles andere ist eigentlich nicht machbar. Ulrich.fuchs 16:53, 14. Sep 2003 (CEST)
- >>Durch die Herrschaft der Osmanen wurden die Serben 400 Jahre orientalisch-islamischen Einflüssen ausgesetzt, die Mehrheit behielt aber ihre christlich-orthodoxe Religion.<<
Also, wenn sich hier einer "orientalisch" im Sinne einer kulturellen Abwertung benimmt, dann wohl am ehesten der Verfasser dieser Zeilen:)
- Lieberf Verfasser ich habe orientalisch keineswegs abwertend formuliert. Ich wüßte gerne, wo dies steht? Wohl ein Freud´scher Fehler???
Vorgeschichte
Schlage den Admis vor, die ganze "Vorgeschichte Jugoslawiens" zu löschen. Abgesehen daß sie subjektiv ist, ist sie auch fehl am Platz.
Grüße - Carski 15:23, 23. Aug. 2003 (CEST)
Der jetzt neu eingefügte Abschnitt gehört wenn dann in den Artikel Geschichte Jugoslawiens, der aus diesem Artikel ausgelagert ist. Der Artikel Jugoslawien sollte Basisdaten enthalten, keine längeren geschichtlichen Erzählungen. 1001 15:49, 23. Aug 2004 (CEST)
- ich finde die detailliertere Geschicht wichtig, sonst versteht niemand, wieso Jugoslawien zerfiel. Aber wenn Ihr darauf besteht, dann löscht es halt wieder, ich werde es bis auf weiteres weglassen. Perun
- Jugoslawien zerfiel, weil die nationalen Interessen der jeweiligen jugoslawischen Völker zu verschieden waren und diese letztendlich nicht zusammenfinden konnten. Ein Kroate wird heute wohl 1000 Gründe gegen die Serben vorbringen können, wie auch ein Serbe 1000 Gründe gegen die Kroaten. Belassen wir es dabei, daß Jugoslawien eine gute Idee war, die aber letztendlich gescheitert ist. - Carski 11:25, 25. Aug. 2003 (CEST)
- Mann sollte es nicht vergesen wie es angefangen (in Kosovo Polje) hat und vor allem warum: [LINK] und Wer "A" sagt, muß auch "B" sagen
Bild Kgr. Jugoslawien
Habe Bild eingefügt, für die Banschaften jedoch statt serbokroatische deutsche Bezeichnungen genohmen. Auf Wunsch oder bei sonstigen Vorschlägen kann geändert werden. - Carski 13:35, 25. Aug. 2003 (CEST)
Wappen der Bundesrepublik Jugoslawien
Bezüglich der Flagge, könnte Sas die Farbtöne blau und rot optimieren (wie z.B. auf YU-Flagge 1943)? Carski 16:15, 25. Aug. 2003 (CEST)
Rechtschreibung
Warum schreibt man "Jugoslawien" in der deutschen Sprache mit einem "W"? --84.61.38.147 14:18, 12. Nov 2005 (CET)
- Weil man meistens auch die Worte Slawen und slawisch mit w schreibt (außer ein Teil der Slawisten, die sie mit v schreiben). 1001 17:42, 12. Nov 2005 (CET)
Gründung des kommunistischen Jugoslawien
Im Artikel über die Gründung des kommunistischen Jugoslawiens nach dem 2. Weltkrieg stand, dass das neue Jugoslawien aus 6 Teilrepubliken und 2 autonomen Provinzen bestand. Dies entspricht nicht der Realität. Die zwei autonomen Provinzen Vojvodina und Kosovo wurden erst im Jahre 1974 per Dekret des kommunistischen Diktators Tito und der kommunistischen Partei durch eine Teilung Serbiens erreicht. Bis dato gehörten diese neu entstandenen Landesstriche zu Serbien. Deswegen wurde dies im Artikel geändert.
Apis 15:05, 25. Feb 2006 (CET)
Blockfreie Staaten
Hier fehlt das Jugoslawien Mitglied der Blockfreien Staaten war und Tito mit eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Blockfreien Staaten hatte. -- Seader 21:01, 1. Mär 2006 (CET)
Hauptartikel - Unterartikel
Ich finde, es braucht hier dringend weitere Hauptartikel zum "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen", zur Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, wie auch zu Restjugoslawien, wie man eben Jugoslawien von 1991-2005 oder so bezeichnen konnte. Dies würde das Verständnis für unkundige erheblich erleichtern. Ein Redirect nach Jugoslawien ist meines Erachtens absolut unzureichend. --Neoneo13 00:55, 24. Apr 2006 (CEST)Schlichte Begriffsklärung oder zusammenfassender Artikel
Der Artikel bräuchte dringend eine Aufarbeitung. Wäre dafür dies dem Qualitätssicherungsdienst zu melden, falls die überhaupt was machen könnten. Weiss nicht, was es sonst noch für Möglichkeiten gäbe (Article Improvement Drive?). Wäre dafür, den Artikel mal vorerst so zu belassen und die einzelnen Jugoslawien genauer in unterschiedlichen Artikeln zu behandeln. (Man könnte auch nur eine BKL einfügen, finde ich aber nicht so gut.) Der Artikel hier sollte über alles einen sehr kurzen, prägnanten Überblick liefern, da die meisten Leser zunächst auf diese Seite stossen werden, sich aber bestimmt nicht etliche Monitorlängen nach unten durchscrollen wollen. Man müsste sich allerdings auch überlegen, ob man unterschiedliche Geschichtsseiten für die einzelnen "Jugoslawien" erstellt und wie oder ob man dies mit dem Artikel Geschichte Jugoslawiens vereint. Finde ein etwas differenziertere Betrachtung zumindest der einzelnen Staatsformen wäre angemessen und verständnisreich. Derzeit gibt es leider nahezu keine Informationen zu dem Jugoslawien, von dem so oft gesprochen wird. Man sollte also zuerst dieses Problem angehen, bevor man sich an noch komplexere Angelegenheiten in Zusammenhang mit den Jugoslawienkriegen einläßt (die nicht ohne das Vorwissen, dass hier und in den Unterseiten stehen sollte, behandelbar sind). Eigentlich sollte die "Bundesrepublik Jugoslawien" nur kurz erwähnt werden. Es gehört aber anundfürsich nicht mehr in diesen Artikel, da es Jugoslawien seitdem nicht mehr gab. --Neoneo13 11:20, 3. Mai 2006 (CEST)Trennung dieses Artikels in Unterartikel
Eigentlich wäre eine Trennung dieses Artikels in Unterartikel, wie Königreich Jugoslawien, Sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien und Bundesrepublik Jugoslawien notwendig und sinnvoll. Jede Staatsform soll in einem eigenen Artikel behandelt werden. Zunächst müssten wir aber mehr dazu schreiben und schließlich auslagern, damit nicht bloße Kopien dieses Artikels entstehen. Hier sollte alls grudlegende, eine Übersicht geliefert werden, in den Unterartikeln wird dann alles bis ins kleinste Detail versucht zu nennen. Finde, dass der Artikel hier sonst einfach zu aufgebläht wird, was man bereits an all den Grafiken und Ländervorlagen sehen kann... --Neoneo13 11:06, 20. Jun 2006 (CEST)- Super-Idee: Eine BKL Jugoslawien mit drei Links auf das Königreich, die Volksrepublik und Restjugoslawien. Wer ist noch dafür? Bar Nerb 11:16, 20. Jun 2006 (CEST)
Bosnier
Zurzeit findet eine Diskussion zur Definition von Bosnier statt, es wäre nett wenn sich so viele wie möglich beteiligen könnten. Hier ist der Link dazu. --Jado 02:21, 25. Jun 2006 (CEST)
Deutsche Fassung des Namens des Staates von 1963–1992
Die deutsche Übersetzung von "Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija" ist "Sozialistische Föderative Republik Jugosawien", NICHT "Sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien". Sämtliche offiziellen Stellen, sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR (Österreich, Schweiz etc. vermutlich genauso) haben "federativna" mit "föderativ" und nicht mit "Bundes-" übersetzt. D.h. es gab nie einen Staat, der im Deutschen amtlich als "Sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien" bezeichnet worden wäre -- deshalb ist es unsinnig, den Staat retrospektiv umzubenennen.
Richtig ist, den Staat von 1992–2003 als "Bundesrepublik Jugoslawien" zu bezeichnen. Das war die amtliche deutsche Fassung. Man beachte auch, daß der Staat auf serbisch "Savezna Republika Jugoslavija" hieß.
Auch das Argument, Jugoslawien hätte zwar 1945-1963 "Föderative Volksrepublik Jugoslawien", aber 1963–1992 "Sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien" geheißen, ist unsinnig, wie ein Blick auf die serbischen (ganz genauso wie auch die slowenischen etc.) Bezeichnungen zeigt:
- 1945-1963 "Federativna Narodna Republika Jugoslavija"
- 1963–1992 "Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija"
- 1992–2003 "Savezna Republika Jugoslavija"
Es ergibt keinen Sinn, "federativna" einmal mit "föderativ" und einmal mit "Bundes-" zu übersetzen. Genausowenig Sinn ergibt es, einmal "federativna" und einmal "savezna" der deutschen Übersetzung "Bundes-" zuzuordnen.
Hoffe die Namensdiskussion ist damit geklärt. --Informatico 01:38, 1. Jul 2006 (CEST)
- Ich weiß nicht, man müsste sich hier nach dem deutschen Sprachgebrauch richten, und zwar nach den sprachlich korrekten Bezeichnungen. Mir scheint, dass es da viel zu viele schlampige Übersetzungsfehler gab. Aber gut, derartige Fehler können sich natürlich im Sprachgebrauch festsetzen. Schätz mal, dass man bei kommunistischen Staaten einfach nicht "Bundesrepublik" sagen wollte, genauso wenig wollten dies wohl die Staaten selbt. Aber im Grunde genommen bedeutet "föderativ" oder "bundes-" dasselbe. --Capriccio 14:36, 10. Nov. 2006 (CET)






