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Als Jungenschaft bezeichneten zahlreiche Bünde der bündischen Jugend seit den 1920er Jahren die Altersstufe der 10- bis 18-Jährigen. Als Bezeichnung für eine Altersstufe wird der Begriff heute noch beispielsweise in der Deutschen Freischar und in Teilen des CVJM gebraucht.
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Eberhard Koebel, der Gründer und Führer von dj.1.11, in der von ihm entworfenen Jungenschaftsbluse Bildherkunft |
Eine zusätzliche, spezifischere Bedeutung gewann das Wort durch Eberhard Koebel, auch bekannt unter seinem Fahrtennamen tusk, der aus Ablehnung des in der bündischen Jugend verbreiteten Lebensbund-Prinzips heraus einen reinen Jungenbund gründete, die Deutsche Jungenschaft vom 1. 11. 1929 (auch: Deutsche Autonome Jungenschaft vom 1. 11. 1929), bekannter unter der Abkürzung dj.1.11.
Diese Jungenschaften sahen und sehen sich nach Wandervogel und bündischer Jugend als dritte Welle der deutschen Jugendbewegung, viele Historiker zählen sie heute aber zur bündischen Jugend.
Vorkriegsjungenschaften
Eberhard Koebel gründete am 1. November 1929 die Deutsche Jungenschaft vom 1. 11. 1929 innerhalb der Deutschen Freischar als „Aufstand der Jungen“ gegen das die Freischar prägende Bündische, das den Lebensbund zum Inhalt hatte und somit Älteren großen Einfluss auf die Jungengruppen sicherte.Koebel prägte mit dj.1.11 einen neuen Stil von Jugendbünden. Er forderte mehr Verbindlichkeit und Engagement von den Mitgliedern und wollte ihnen eindrückliche Erfahrungen vermitteln, indem die Gruppen beispielsweise die extremsten Fahrten und Lager durchführten oder die „heldenhaftesten Jungen und Führer“ hatten. Er regte die Nordland- und Russlandromantik an, die man heute noch in der Bündischen Jugend wiederfindet (insbesondere im Liedgut). dj.1.11 führte außerdem die Kohte, die Jurte und die Jungenschaftsbluse in die bündische Jugend ein.
Wichtig für das Selbstverständnis der Jungenschaft war vor allem der Anspruch, vollkommen unabhängig zu sein. Die Jungen sollten als „Selbsterringende“ handeln, also Neues selbst gestalten, und nicht als „Wiederholende“, also nur bereits Vorhandenes nachmachen. Diesem Selbstverständnis entsprechend richteten sich die Jungenschaften anders als andere Gruppen ihrer Zeit an der Moderne und ihrer Ästhetik aus, vor allem am Bauhaus.
Ab 1932 setzte eine Hinwendung erst einiger, dann einer Vielzahl von Mitgliedern zur politischen Linken einGrau: dj.1.11, S. 42. Koebel selbst wurde 1932 Mitglied der KPD, gleichzeitig gab er die Führung der Jungenschaft ab. Seine Hinwendung zum Kommunismus wurde nicht widerspruchslos aufgenommen, der Bund schrumpfte auf einige hundert Mitglieder, die „weiße“ Jungentrucht spaltete sich abFritz Schmidt: Wegmarken. Lager der alten dj.1.11 in: Ring junger Bünde: Mitteilungen 107. Dezember 1999.
Neben diesen beiden größeren Bünden entstanden Anfang der 1930er Jahre parallel zu dj.1.11 mehrere kleinere Bünde, die sich ebenfalls als Jungenschaft bezeichneten.
Exkurs: Kultur
Jungenschaften in der Prägung von dj.1.11 verstehen sich selbst als ein Milieu, das durch die in den Jungenschaftsgruppen (Horten) gepflegte Kultur stark geprägt wird. Da diese Kultur für die Beschreibung von Jungenschaften von zentraler Bedeutung ist, wird sie hier am konkreten Beispiel des zentralen jungenschaftlichen Bundes dj.1.11 kurz dargestellt.
Ein zentrales Ritual von dj.1.11. war die Fahnenwache, ein meditatives Stehen vor der aufgespannten Fahne. Typisch für dj.1.11 war auch das Einstudieren von Sprechchören. Das Stockfechten wurde als Übungsfeld der Selbstdisziplin verstanden. Banjo und Balalaika fanden über die Jungenschaft Einzug in die Jugendbewegung. Eine Besonderheit war auch das Einstudieren von Chorsätzen (besonders solchen russischen Ursprungs), wodurch die Disziplin und Gemeinschaft in den Gruppen betont werden sollte. Der szenische Tanz mit ausgefeilten Choreografien war ein fester Bestandteil von Festen und Lagern. Es gab – für Jugendgruppen der damaligen Zeit eine Ausnahmererscheinung – Ansätze für filmische Produktionen. In der Fotografie ließen die Jungenschafter sich vor allem von den modernen russischen Fotografen inspirieren. Angeregt vom Bauhaus wurde das Prinzip der Kleinschreibung verfolgt. Nach 1932 setzten sich viele Jungenschaftshorten angeregt durch Koebels Monatsschrift „Die Kiefer“ intensiv mit asiatischer Philosophie und kultureller Praxis auseinander. In dieser Auseinandersetzung ist eine der Wurzeln des jungenschaftlichen Jugendwiderstandes gegen die Nationalsozialisten zu sehen.
Die Kluft von dj.1.11. waren die blaue Jungenschaftsbluse, eine Kordel (die Farbe bezeichnete die Funktion, beispielsweise Hortenführer) und Tuchhosen. Als Bundeszeichen wurde ein Koppelschloss mit dem Wappen der Jungenschaft eingeführt. Das Wappen zeigt einen Falken über drei Wellen, ein weiteres Symbol der Jungenschaft war die Kirschblüte. Spätere Jungenschaften haben diese Kluft zumindest teilweise übernommen, beispielsweise die deutsche jungenschaft. Einige von ihnen, wie die Ordensjungenschaft, sind hier neue Wege gegangen.
Noch in den frühen 1930er Jahren erreichten die kulturellen Ideen von dj.1.11 ein größeres Publikum in der Bündischen Jugend, da dj.1.11 selbst umfangreich publizierte und durch Eberhard Koebel und einige weitere führende Mitglieder in den Redaktionen verschiedener „überbündischer“ Zeitschriften vertreten war. Als wichtigste davon sind Das Lagerfeuer, Der Eisbrecher und „Die Kiefer“ zu nennen.
Illegalität
Das aufkommende Dritte Reich mit seinem Absolutheitsanspruch in der Jugendarbeit stellte die Fortexistenz der unabhängigen Jungenbünde in Frage. Anders als andere Bünde schloss sich dj.1.11 nicht der kurzlebigen bündischen Sammelgruppierung Großdeutscher Bund an. Statt dessen versuchte dj.1.11 im Frühjahr 1933, sich mit der Reichsjugendführung (RJF) zu arrangieren und mit dem Jungvolk der Hitler-Jugend zu kooperieren, um innerhalb dieser Strukturen die Fortexistenz jungenschaftlichen Lebens zu ermöglichen. So wurde von Jochen Hene, damals Bundesführer, sicherlich im Einvernehmen mit Eberhard Koebel, der RJF vorgeschlagen, einen 1000-Mann-Jungenschaftsbund innerhalb des Jungvolks zu bilden bzw. die Jungenschaftsgruppen darin sozusagen autonom mit ihren eigenen Abzeichen zu dulden. Nachdem bereits zu Beginn des Jahres 1933 z.B. in Ludwigsburg dj.1.11-Horten daraus aus- und in die Hitler-Jugend eingetreten waren, erfolgten im Laufe des Jahres, von tusk sogar aufgefordert, Übertritte in das Jungvolk; örtlich wurde dieses von dj.1.11 dominiert. Doch solche anfänglichen Erfolge scheiterten durchwegs: Jungenschafter, die ihren Idealen treu blieben, wurden vor allem nach der Verhaftung tusks verhört, einzelne vorübergehend festgenommen. Auch Haussuchungen fanden statt, die Betroffenen wurden aus dem Jungvolk herausgedrängt oder verließen es freiwillig.
Koebel selbst wurde am 18. Januar 1934 in Stuttgart von der Gestapo verhaftet und nach Berlin in das Columbia-Haus gebracht. Am 20. Februar 1934 wurde er nach einem Selbstmordversuch wieder aus der Haft entlassen. Die genauen Haftgründe sind bisher nicht bekannt, belegt sind allerdings die schon 1932 mit Koebels Wendung zum Kommunismus begonnene polizeiliche Überwachung von dj.1.11 und eine von Koebel bei seiner Haftentlassung unterzeichnete Verpflichtung, weitere Einflussnahmeversuche auf die Hitler-Jugend zu unterlassenSchmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten, S. 48–52. Koebel emigrierte im Sommer 1934 über Schweden nach Großbritannien.
Nachdem die Jungenschaft als feste Organisation nicht mehr existieren konnte, wurde in der Zeitung „Die Kiefer“ und in Koebels Buch „Die Heldenfibel“ der erfolgreiche Versuch unternommen, die Fortexistenz von dj.1.11 als Gesinnungsgemeinschaft, als „geistiger Orden“, zu ermöglichen. Zeitschrift und Buch erschienen im Verlag Günther Wolff in Plauen, der 1938 – nach mehreren befristeten Verboten – auf Anordnung der Gestapo seine Tätigkeit wegen der herausgeberischen Tätigkeit für die bündische Jugend und insbesondere für dj.1.11 einstellen musste. Günther Wolff, der Verlagsinhaber, wurde mehrfach in Schutzhaft genommen. Er ist als Sanitätssoldat der Deutschen Wehrmacht seit September 1944 im Baltikum vermißt.Schmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten, S. 72ff; ders.: Mord droht den Männern auf der andern Seite, Kap. Wolff und Lämmermann. Edermünde 2003. Reichsführer der SS, Leitheft Verlagswesen. März 1937: II. Die Entwicklung seit 1933. e. Bündische Verlage
Nach 1933 nahm die Breitenwirkung der autonomen Jungenschaft stark zu. Angehörige anderer Bünde übernahmen Stilformen, Überzeugungen und Verhaltensweisen von dj.1.11. Neben dem Nerother Wandervogel war es vor allem der Einfluss von dj.1.11, die den Staat die Gruppen, die die verbotene Bündische Jugend fortführten, als die gefährlichsten politisch-oppositionellen Gegner ansehen ließVerlautbarung des RSHA der SS vom 17. März 1943.
Eine Vielzahl von Jungenschaftsgruppen existierte trotz mehrfacher Verbote fort, wobei als Charakteristikum anzumerken ist, daß ein Großteil der Angehörigen der unter den Begriff dj.1.11 zu subsumierenden Gruppen aus anderen, nun verbotenen Bünden kamen. Trotz in Anzahl und Intensität im Laufe der Zeit zunehmender Übergriffe durch die HJ und die Staatsgewalt gingen diese Jungenschaftshorten weiter auf Fahrt, trafen sich soweit möglich zu Gruppenstunden und pflegten ihre KulturSchmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten, passim.
Viele dieser Gruppen versuchten in einer frühen Phase des Dritten Reiches vor allem ihre Fortexistenz zu sichern. Im Zuge der Erfahrungen mit dem NS-Staat sind manche Gruppen auch zum aktiven Widerstand übergegangen: In mehreren Städten wurden, im Verein mit anderen Gruppierungen, HJ-Angehörige überfallen, teilweise gab es regelrechte Straßenschlachten mit der HJ. An einigen Orten ging der Widerstand so weit, dass Menschen außer Landes geschmuggelt wurden und sogar vor allem während des Krieges Sabotageakte vollzogen wurden. Kontakte wurden gepflegt zu verschiedenen Widerstandskreisen im In- und Ausland, unter anderem zu Karl Otto Paetel in Paris.Schmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten, S. 102ff; Arno Klönne: Jugend im Dritten Reich, S. 224f. ISBN 3-492-12045-8
Wegen ihrer Beteiligung am aktiven Widerstand wurden mehrere von dj.1.11 geprägte Angehörige von Widerstandsgruppen hingerichtet. Genannt seien hier nur Hans Scholl (ursprünglich dj.1.11 Ulm – Trabanten), Willi Graf (ursprünglich Deutschmeister-Jungenschaft) - allerdings nicht im Zusammenhang mit ihrer Jungenschaftszugehörigkeit - und Helle Hirsch (ursprünglich dj.1.11 Stuttgart – Horte Helmut Haug, schnipp). Andere saßen in Konzentrationslagern und Zuchthäusern ein oder fanden während des Krieges in so genannten Bewährungseinheiten den TodSchmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten, passim.
Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass sich einige ehemalige Angehörige von Jungenschaftsgruppen dem Nationalsozialismus zuwandten. Dies schränkt allerdings nicht die Bedeutung von dj.1.11 ein, die „wohl wichtigste Gruppe für die Herausbildung des bündischen Gegenmilieus“Breyvogel: Jugendliche Widerstandsformen, S. 435 gewesen zu sein.
Nachkriegsjungenschaften
Nach einer Verhaftungsaktion 1937/38 brach der Kontakt der noch in Deutschland bestehenden genuinen dj.1.11-Gruppen bzw. ehemaligen -Angehörigen zu Eberhard Koebel in Großbritannien ab. Dennoch verfolgte die Gestapo alles, was sich irgendwie unter dj.1.11 einordnen ließ. Nach Kriegs- und NS-Ende wurden von ehemaligen dj.1.11-Mitgliedern in Minden, Kiel und Ludwigsburg wieder Gruppen ins Leben gerufen. Außerdem gab es verschiedene Neugründungen, die meist auf einen gemeinsamen Bund zielten, aber schließlich an der unterschiedlichen Ausrichtung der Gruppen scheiterte.
Eine der ersten Nachkriegsgruppen war die 1946 von Walter Scherf (Fahrtenname tejo) gegründete Göttinger Jungenschaft. Wie bei fast allen Neugründungen bestand diese Hauptsächlich aus ehemaligen Jungvolk-Fähnlein. Eine Ausnahme bildete die von Michael Jovy in Köln gegründete Gruppe. Michael Jovy wurde während der Illegalität zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wegen Fortführung der bündischen Jungend, seine Gruppe war auch nach dem Krieg gegen jegliche Fortführung der Hitler-Jugend ausgerichtetSchmidt: Deutsche Jungenschaft. S.11.
1946 vereinigten sich Gruppen aus Bremen, Göttingen, Hildesheim, Lüneburg, Verden/Aller, Wolfenbüttel und Hannover zur Deutschen Jungenschaft. Zum Jahreswechsel 1948/1949 wurde Walter Scherf zum Bundesführer gewählt. Bereits Mitte 1949 zog er sich allerdings zurück. Der Bund wurde von Michael Jovy, Hans-Jochen Zenker und Gerhard Rasche weitergeführt. 1951 gründete Klaus-Jürgen Citron aus der Deutschen Jungenschaft heraus die Neue Deutsche Jungenschaft, diese Neugründung wurde allerdings von den meisten Führern der Deutschen Jungenschaft nicht unterstützt und bestand nicht lange.Grau: dj.1.11, S. 53; Schmidt: Neue Deutsche Jungenschaft, -schrift- 37 1951 ließen Jovy, Zenker und Rasche daraufhin den Namen deutsche jungenschaft als Verein eintragen um den Namen zu schützen.Schmidt: Deutsche Jungenschaft, S. 38
Von Johannes Ernst Seiffert wurde 1951 der dj.1.11-Bund gegründet, der sich mehr als andere Gruppen wieder auf Tusks Formen und Inhalte ausrichtete. Außerdem entstanden einige autonome Horten und Hortenringe wie das am 1.11.1959 gegründete Kartell deutscher JungenschaftenGrau: dj.1.11, S. 54 und der dj.1.11-hortenring im Rhein/Ruhr-Gebiet (1963 dem dj.1.11-Bund beigetretenGrau: dj.1.11, S. 54).
Der eher der Deutschen Freischar vor 1933 ähnliche Bund deutscher Jungenschaften entstand 1960 aus der Jungentrucht und der Jungenschaft im Bund (die aus Teilen der Deutschen Freischar, der Gefährtenschaft und der Neuen Deutschen Jungenschaft bestand und sich bereits 1945 gegründet hatte). Er verstand sich als ein gegenwartsbezogener und vielseitiger Bund und entfaltete, besonders im Zuge des Meissnerlagers 1963, großen überbündischen Einfluss* Florian Malzacher, Matthias Daenschel: Jugendbewegung für Anfänger. Zweite Auflage. ISBN 3-88258-131-X, S. 157. Der BdJ öffnete sich Mädchen und Erwachsenen. Auch in allen Gruppen des dj.1.11-Bundes gab es Mädchen, alle anderen Nachkriegsjungenschaften behielten die Idee des reinen Jungenbundes bei.Grau: dj.1.11, S. 65
Manche der neuen Jungenschaftsbünde orientierten sich nicht mehr so stark an der Vorkriegsjungenschaft, eine zentrale Figur für einige dieser Gruppen war Walter Scherf. Andere Jungenschaftsbünde, vor allem der dj.1.11-Bund, können mehr als „orthodoxe“ Erben von dj.1.11 betrachtet werden und bezogen ihre Vorstellungswelten hauptsächlich aus Koebels „Heldenfibel“.
Gegenwart
Heute gibt es immer noch einige, zahlenmäßig nicht sehr starke, Jungenschaftsbünde, die sich in unterschiedlichem Ausmaße in der Nachfolge von dj.1.11 sehen. Die Jungenschaften betonen vor allem das Ziel des „Selbsterringens“, das Koebel im „Gespannten Bogen“ programmatisch formuliert hatte. Heutige Gruppen legen in einem unterschiedlichen Maß Wert auf Aspekte vergangener jungenschaftlicher Vorstellungen: Während sich die 1990 gegründete deutsche jungenschaft (bis 1996 mit dem Namenszusatz Neubund) in ihrem Erscheinungsbild stark der Vorkriegs-dj.1.11 annähert und gedanklich mehr an die Ansätze der Nachkriegsjungenschaft von Michael Jovy und Walter Scherf anknüpft, betont die Ordensjungenschaft besonders eine modernisierte Fassung des von dj.1.11 propagierten Ordensgedankens. Die graue jungenschaft versucht eine Symbiose aus Jungenschaftsgedanken und Grauem Corps zu bilden. Wieder andere Gruppen wie die Freie Jungenschaft betonen im besonderen Maße linkes politisches Handeln, das unter anderm seinen Ausdruck in der Besetzung einer Ölplattform im Wattenmeer fand.
Auch in der kirchlichen, vorwiegend der evangelischen, Jugendarbeit und im CVJM hat sich der Begriff der Jungenschaft für Jungengruppen erhalten. Allerdings haben diese Gruppen größtenteils andere Wurzeln als dj.1.11. Daneben gibt es einige christliche (meist evangelische) Jungenschaften, die sich selbst durchaus in der Tradition der dj.1.11 sehen. Allerdings wird von Kritikern eingeworfen, dass eine konfessionelle Bindung mit dem Autonomieideal von dj.1.11 nicht in Einklang zu bringen sei.
Im Juni 1988 trafen sich in Minden ehemalige Angehörige einiger Nachkriegsjungenschaften wie der deutsche jungenschaft e.v. und dem Bund deutscher Jungenschaften und beschlossen einen offenen bündischen Älterenkreis zu gründen, den mindener kreis. Seitdem lädt der mindener kreis jedes Jahr im Juni zu einem offenen Treffen an unterschiedlichen Orten ein. Der mindener kreis arbeitet eng mit dem Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein zusammen, in dem sich auch ein Teil des Nachlasses von Eberhard Koebel befindet.
Quellen
Literatur
- Wilfried Breyvogel: Jugendliche Widerstandsformen - Vom organisierten Widerstand zur jugendlichen Alltagsopposition, in: Peter Steinbach, Johannes Tuchel (Hg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Schriftenreihe Band 323, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1994. ISBN 3-89331-195-5
- Paulus Buscher: Das Stigma. Verlag Siegfried Bublies, Koblenz 1988. ISBN 3-926584-01-7
- Paulus Buscher: dj.1.11. Der Finalbund der deutschen Jugendbewegung. in: jungenschaft 1, Sabershausen 1990
- Achim Freudenstein (Hrsg.): Die Kiefer 1933/1934, vollständiger Nachdruck. ohne Verlags- und Ortsnennung 1994
- Helmut Grau: dj.1.11. Struktur und Wandel eines subkulturellen jugendlichen Milieus in vier Jahrzehnten. dipa, Frankfurt am Main 1976. ISBN 3-7638-0213-4
- Eckhard Holler: Die Ulmer „Trabanten“. Hans Scholl zwischen Hitlerjugend und dj.1.11. Puls 22. Verlag der Jugendbewegung, Stuttgart 1999.
- Bettina Joergens: Männlichkeiten. Deutsche Jungenschaft, CVJM und Naturfreundejugend in Minden, 1945-1955. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2005. ISBN 3-935035-57-8
- Eberhard Koebel: Die Heldenfibel. Günther Wolff, Plauen 1933
- Eberhard Koebel: Der gespannte Bogen: eine Flugschrift zur deutschen Jungenschaft. Achims Verlag, Edermünde 1994
- Meino Naumann (Hrsg.): Aber am Abend laden wir uns ein. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001. ISBN 3-935035-27-6
- Fritz Schmidt: Deutsche Jungenschaft 1945–1951. Puls 19. Südmarkverlag, Witzenhausen 1991.
- Fritz Schmidt: Ein Mann zwischen zwei Welten. Eberhard Koebels politische Entwicklung, seine ersten Jahre in der Emigration und seine Wirkung auf illegale dj.1.11. Verlag Achim Freudenstein, Edermünde 1997
- Fritz Schmidt: Mord droht den Männern auf der andern Seite. Fallstudien zur Bedrohung und Ermordung jugendbewegter Menschen im Dritten Reich: Karl Lämmermann und Günther Wolff im Zusammenhang mit dem 30. Juni 1934, Helmut Hirsch und Gerhard Lascheit. Verlag Achim Freudenstein, Edermünde 2003
- Fritz Schmidt: dj.1.11-Trilogie. U.a. Das Staubfresserfest - Gründung von dj.1.11 und das erste Jahr des Bundes. Verlag Achim Freudenstein, Edermünde 2003
- Fritz Schmidt: um tusk und dj.1.11. 75 Jahre Deutsche Jungenschaft vom 1. November 1929. Verlag Achim Freudenstein, Edermünde 2006.
- Johannes Ernst Seiffert: Eberhard Köbels Entwurf. Werkstatt-Verlag, Kassel 1985
- Eckard Holler, Arno Klönne, Erich Meier, Hansmartin Kuhn, Martin Ortlieb, Jürgen Reulecke, Fritz Schmidt: Eberhard Koebel-tusk, Werke. 12 Bände. Verlag Achim Freudenstein, Edermünde 2002-2005.
Weblinks
Zur Geschichte der Jungenschaftsbewegung
- Hortenchronik von dj.1.11 schleswig – zur Nachkriegsjungenschaft
- dj.1.11 – zum Milieu der Nachkriegsjungenschaften
Heutige autonome Jungenschaftsgruppen
Konfessionelle Jungenschaftsgruppen
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Jungenschaft
"jungenschaft", jungenschaftliches milieu, autonomie, christliche jungenschaft
eigentlich existierte der begriff der jugenschaft schon vor eberhard koebels dj-1-11. der begriff bezeichnete eine altersstufe in der freischar, nach der verschwörung übernahm tusk den begriff für "seine" jungenschafteine quelle zum thema jungenschaft findet sich hier archiviert: http://web.archive.org/web/... ich habe den artikel ein bisschen gegliedert und ein paar fakten aus der quelle eingearbeitet. nachkriegsjungenschaft und gegenwart kann noch ausführlicher werden. wichtige personen der jungenschaft könnten kurzbiografisch erwähnt werden: tusk, tejo, fred, helle
- luke 84.149.233.147 - 5.Apr 2005
- danke an 217.184.131.185 für die korrekturen, waren noch ein paar grobe schnitzer dabei ;)
Ich störe mich etwas na der arroganten Art wie die Deutsche Jungenschaft 1.11. dargestellt wird. Der Autor scheint der Meinung zu sein, einzig und allein seine hoch geschätzte Gruppierung habe das Anrecht den Begriff Jungenschaft führen zu dürfen. Rund 3000 Jugendliche die sich wöchentlich in christlichen Jungenschaften vorwiegend in Nordrhein-Westfahlen, Baden-Württemberg und Bayern treffen, können wohl nicht ganz unter den Tisch gekehrt werden und durch einen kleinen Nebensatz mit distanzierendem Kommentar an den Rand gedrängt werden. Es scheint die Meinung vorzuherrschen der Begriff Jungenschaft sei von diesen Gruppen (zu unrecht?) geklaut worden... Vielleicht muss man sich da doch damit abfinden, dass ein und der selbe Begriff für Gruppen verwendet wird, die ideologisch nichts miteinander zu tun haben. Warum auch immer. Es sind trotz allem auch Jungenschaften.
- CSR - 11. April 2005
- ich fände es auch nicht verkehrt einen allgemeinen artikel Jungenschaft(mit den verschiedenen bedeutungen) zu haben, und einen extra deutsche jungenschaft artikel wo alles über die dj zusammengefasst ist
- luke 11.April 2005
eine trennung evangeliche jungenschaft - autonome jungenschaft kann sicherlich erfolgen, vielleicht findet sich ja jemand, der ahnung zu diesem thema hat. allerdings muß betont werden, daß auch die evangelische jugend sich von der jungenschaftsbewegung vor 1933 hat mitreißen lassen, worin viele der evangelischen jungenschaften ihre wurzeln haben. schaut euch evangelische jungenschaften außerhalb des cvjm an: zum teil stehen sie unter einem wappen mit falken und drei wellen!
bei aller wertschätzung des aktuellen bundes "deutsche jungenschaft" sollte man diesen allerdings keinesfalls mit dj.1.11 gleichsetzen oder die anderen jungenschaften der nachkriegszeit und der gegenwart durch eine besondere heraushebung dieser einen gruppe in ihrer bedeutung schmälen. ich halte die gewählte aufteilung vorkriegsjungenschaft - illegalität - nachkriegsjungenschaft mit gegenwart für sehr gut gewählt.
die beschriebene kultur ist stark von dj.1.11 geprägt, aber zumindest in teilen gemeingut jungenschaftlichen milieus, sodaß ich hier eine kleine veränderung vornehme.
rot, weiß
die unterscheidung "rote" dj 1.11. und "weiße" trucht erschließt sich mir nicht.(letzter absatz vorkriegsjungenschaften) - http://de.wikipedia.org/wik... "weiß" als politische bezeichnung wurde nur in der geschichte russlands verwendet. - gibt es einen beleg dafür die dj zu dieser zeit als kommunistisch zu beschreiben? schließlich war koebel alleine kpd mitglied und nicht der bund insgesamt.- -luke 30.04.2005
- Rot und weiß in diesem Zusammenhang sind Selbstbezeichnungen der Zeit. Die Spaltung war mW teilweise politisch motiviert, tw. ging es aber - wie so oft in den Bünden - um persönliche Dinge. In RjB-Mitteilungen 107 (Wegmarken - Lager der alten dj.1.11) finden sich zwei Berichte zum Pfalzlager 1932, auf dem es zur Spaltung kam, einer von tusk und einer von teut, dem Führer der jungentrucht. Beide machen klar, dass der Kern der Spaltung in der Frage der Politik lag. teut beschreibt mehr oder weniger die tusk-Anhänger als Agitprop-Gruppe mit roter Fahne, die Komsomol-Lieder sang.
- Was zur politischen Farbenlehre in der WP steht, muss nicht immer der Weisheit letzter Schluss sein. --Jergen 21:36, 30. Apr 2005 (CEST)
Rote und weiße Trucht ist nicht korrekt! Es muß rote und weiße Jungenschaft heißen: weiß für Trucht und rot für dj.1.11, obwohl, wie richtig bemerkt wurde, längst nicht alle in dj.1.11 verbliebenen Gruppen "rot" waren. Allerdings war nicht nur tusk allein KPD-Mitgled (auch das wird bestritten), sondern es gehörten schon noch einige führende dj.1.11er der KP an, woraus sie jedoch bald nach der "Machtergreifung" wieder austraten. Ausnahme: Heinz Krohn. fouché
Helle Hirsch
Sollte nicht auch noch Helle Hirsch im Abschnitt Bündische Illegalität erwähnt werden? Außerdem müsste diese Abschnittsüberschrift vielleicht verändert werden, da sich dj.1.11 ja gerade nicht als bündisch verstand. Vorschläge dazu? --Jergen 11:12, 1. Mai 2005 (CEST)- Ach ja: In der englischen Wikipedia gibt es schon einen Artikel zu helle, allerdings ist der ziemlich falsch. Bevor ich da etwas mache, werde ich erstmal einen deutschen Text erstellen. --Jergen 11:33, 1. Mai 2005 (CEST)
Personen der Jungenschaftsbewegung
Luke schrieb weiter oben:
wichtige personen der jungenschaft könnten kurzbiografisch erwähnt werden:
tusk, tejo, fred, helle
- Personen sollten nach Möglichkeit eigene Artikel erhalten und hier nur verlinkt werden; tusk gibt es schon und die drei anderen sind alle wichtig genug um separat zu erscheinen. Ob Fred aber wirklich wichtig für dj.1.11 war, kann ich momentan nicht beurteilen. --Jergen 11:12, 1. Mai 2005 (CEST)
welchen fred meint ihr? den vom grauen corps oder den von der nachkriegsjungenschaft?
- Das müsste luke verraten; ich tipp mal auf das Graue Corps wegen der Kontakte zu tusk. --Jergen 09:16, 2. Mai 2005 (CEST)
- Ps:Könntest du bitte deine Beiträge mit vier Tilden oder Fahrtennamen unterschreiben, das macht das Zuordnen von Antwort und Frage leichter. Danke --Jergen 09:16, 2. Mai 2005 (CEST)
- ich hatte den namen aus einer liste gefischt, ich glaube es ging nicht um alfred schmid(der fred der das graue corps gründete), sondern um fritz hess(dessen fahrtenname auch fred war), den gründer des nachkriegs dj 1.11. bund. ich denke aber nicht dass ich genug über ihn auftreiben könnte um einen ganzen wikip artikel zu bauen. ist wahrscheinlich auch nicht relevant genug. man kann es auf jeden fall hinter helle und tejo biografien anstellen. ---luke
- Zu dem sagt PULS 19 außer der Ortsangabe Nürnberg leider gar nichts - allerdings ist das Heft auch nur bedingt als Quelle brauchbar. Hat jemand besseres? --Jergen 23:36, 2. Mai 2005 (CEST)
- Ich fasse mal zusammen: helle und tejo sollten eigene Artikel erhalten, fred (Fritz Hess) wohl nicht. Zu helle werde ich auf Basis von PULS 15 in den nächsten Tagen was kurzes einstellen, das auf jedem Fall besser als der englische Artikel :en:Helmut Hirsch sein wird. Das darfst du dann ausbauen und korrigieren - ok?
- Ach ja, den Grau habe ich natürlich auch nicht mehr vorliegen, da wäre eine Fernleihe nötig. Die hiesige Bibliothek ist im Bereich Jugendbewegung leider schlecht ausgestattet. --Jergen 08:53, 3. Mai 2005 (CEST)
Konfessionelle Jungenschaften
weiter oben steht:ich fände es auch nicht verkehrt einen allgemeinen artikel Jungenschaft(mit den verschiedenen bedeutungen) zu haben, und einen extra deutsche jungenschaft artikel wo alles über die dj zusammengefasst ist
- luke 11.April 2005
eine trennung evangeliche jungenschaft - autonome jungenschaft kann sicherlich erfolgen, vielleicht findet sich ja jemand, der ahnung zu diesem thema hat. allerdings muß betont werden, daß auch die evangelische jugend sich von der jungenschaftsbewegung vor 1933 hat mitreißen lassen, worin viele der evangelischen jungenschaften ihre wurzeln haben. schaut euch evangelische jungenschaften außerhalb des cvjm an: zum teil stehen sie unter einem wappen mit falken und drei wellen!
- Nahezu alle ev. Jungenschaften außerhalb des CVJM berufen sich auf dj.1.11, eine ist sogar Teil der deutschen jungenschaft. Deshalb halte ich eine Trennung für nicht sinnvoll, eher müsste dieser Nachfolgegedanke noch etwas stärker betont werden.
- Wie sah und sieht das eigentlich mit kath. js aus? --Jergen 11:12, 1. Mai 2005 (CEST)
- die quickborn jungenschaft war eine katholische jungenschaft. sonst kenne ich aus der richtung nichts- -luke
- Bitte unterschreibe! Die von dir genannte Entwicklung hat einen anderen Grund - die ev. CVJM-Jungenschaften der 50er und 60er gibt es in dieser Form fast nicht mehr - mit Ausnahme Württembergs. Fast alle ev. Jungenschaften (mit Ausnahme der tyrker), die sich auf dj.1.11 berufen, sind schon in den 50ern entstanden, so zB die Berliner BK-Jungenschaften. Der BK hatte schon vor 1933 viele Ideen tusks übernommen.
- Es liegt also keine Änderung der Gedankenwelt vor, sondern ein Wandel in den Größenverhältnissen der Organisationen. --Jergen 10:13, 2. Mai 2005 (CEST)
Wenn man schon die Kirchenjungenschaften derart heraushebt, dann aber bitte schön auch die anderen Nachkriegsgruppierungen, die nur Jugendorganisationen von Erwachsenenverbänden waren und sich Jungenschaft nannten - z.B. die damals zahlenmäßig große "DJO-Jungenschaft" der Vertriebenenverbände! - julle
- Eigentlich bin ich ja zufrieden mit der momentanen Formulierung. Von mir aus können wir den Punkt als abgeschlossen betrachten. Der andere Bedeutungsgehalt ist drin, auch die Berufung auf dj.1.11 und die Kritik. --Jergen 08:41, 3. Mai 2005 (CEST)
Illegalität
dieser für jungenschaft doch nicht unwichtige zeitraum müßte noch etwas ausführlicher dargestellt werden. ich werde mich hier ransetzen, wenn ich zeit habe. -- Schwarzkönig 10:45, 5. Mai 2005 (CEST)
- Wie schon geschrieben, will ich einen kurzen Artikel zu helle schreiben, wird aber wahrscheinlich Sonntag, bis das fertig ist. Du kannst ja schon mal einen Link auf Helmut Hirsch oder Helle Hirsch einbauen. --Jergen 11:10, 5. Mai 2005 (CEST)
link nnamen fehler mit Weiterleitung zu Koerbel
bei der link weiter leitung mit dem Begriff dj.1.11. fehlt der Punkt hinter der 11 dadurch gibt es schwierigkeiten. der offizielle funktionierende link ist dj.1.11. Jakob Mitzlaff 08:16, 23. Feb 2006 (CET)
- Und das ist richtig so: die Punkte stehen in der Abkürzung nur für "Leerschritte" bzw. Sinnabschnitte; möglicherweise verwenden einige heutige Gruppen die falsche Form mit drei Punkten, historisch und von tusk entwickelt ist aber die Form mit zwei Punkten. --Jergen Jergen 10:29, 24. Feb 2006 (CET)
das bild
ich stehe gerade in emailkontakt mit david koebel, dem enkel von eberhard koebel. er will uns bilder seines großvaters zur verwendung in der enzyklopädie zur verfügung stellen. er hat mir als erstes das bekannte bild (das auch auf dem cover von den "gesammelten schriften" ist) geschickt. aber ich bin mir nicht ganz sicher ob er die alleinigen bildrechte hat.Hello Mr Koebel, [...] there are no images of your grandfather available under the public domain (GPL, means that everybody can use them). I am writing you to ask if you are in the property of a portrait foto of your grandfather of wich you have the copyright and would be willing to provide it to the encyclopedia. it would then be released under a creative commons licence, so everybody can share it. the author of the work would of course be mentionned.[...]
thank you a lot, if you have any questions feel free to ask me
die antwort: [...] Ihr Interesse an meinem Großvater freut mich sehr. Ich schicke Ihnen anbei ein Foto von Eberhard Koebel, das vielleicht nur vorläufig verwendet werden sollte, da ich noch ein besseres heraussuchen möchte. Dafür muß ich allerdings Unterlagen meines Onkels sichten, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Vermutlich sind Sie auch an Fotos der Jungenschaftsjacke und der Kohte interessiert? Ich schicke Ihnen die Fotos sobald ich sie gefunden habe.
bei dem zugesandten bild handelt es sich um das hier verwendete: http://www.payer.de/neobudd... hat hier jemand mehr erfahrung mit bildrechten in der wikipedia? reicht diese email-erklärung eines nachfahren von tusk aus? ich habe ihn nochmal angefragt, aber er hat sich seitdem nicht gemeldet. verwenden wir das bild? ich finde die zeichnung sollte auf jeden fall ersetzt werden.
Kek
- Von der Anfrage und der Anwort her klingt das ganz gut; ich sehe kein Problem, da die Anfrage sehr klar auch die mögliche Weiternutzung erwähnt, kann aber die Reaktion von anderen nur schlecht einschätzen. Die "Fachseite" für solche Fragen ist Wikipedia:Urheberrechtsfragen.
- Ich bin positiv überrascht, dass es das Bild vom Umschlag der ersten Auflage ist - ich hatte schon befürchtet, es wäre das von der zweiten.
- Hast du eventuell schon einen Account bei den commons? Wenn das Bild dort hochgeladen wäre, könnte man auch von anderen Projekten aus zugreifen. --Jergen Jergen 15:12, 30. Mai 2006 (CEST)
Lesenswert-Kandidatur: Jungenschaft (Archivierung Abstimmung 30. Mai bis 6. Juni)
Als Jungenschaft bezeichneten zahlreiche Bünde der bündischen Jugend seit den 1920er Jahren die Altersstufe der 10- bis 18-Jährigen. [...] Eine zusätzliche, spezifischere Bedeutung gewann das Wort durch Eberhard Koebel, auch bekannt unter seinem Fahrtennamen tusk, der aus Ablehnung des in der bündischen Jugend verbreiteten Lebensbund-Prinzips heraus einen reinen Jungenbund gründete, die Deutsche Jungenschaft vom 1. 11. 1929 ...
- Pro
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Bildherkunft - Stellt die Geschichte und Inhalte der Jungenschaftsbewegung umfassend dar, wenn auch stellenweise etwas knapp.Pro
Als etwas unpassend empfinde ich das Bild, holprig ist die Schreibung von dj.1.11 ohne Artikel (auch wenn dies der jungenschaftlichen Tradition entsprechen mag). Insgesamt dennoch entschieden pro - ich wäre froh, wenn unsere Gruppenleiter so viel in dieser Kürze zu diesem Thema auf ihren Schulungen lernen würden. --Jergen Jergen 09:56, 30. Mai 2006 (CEST)- Contra
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Bildherkunft - Auf jeden Fall ein guter Artikel. Aber besonders der Teil ueber den Widerstand im Dritten Reich ist mir zu wenig ueber Quellen und konkrete Ereignisse abgesichert. Auch sonst etwas duerftig. Die Literatur hingegen ist mir schon eher etwas zu viel. Wahrend Letzteres eher eine Kleinigkeit darstellt, wiegt das mit den Quellen in meinen Augen schwerer. Zudem ist das ganze schon recht deutlich aus sympathischer Perspektive geschrieben und hat so einen Hauch POV, wenn auch nicht ueberdeutlich. Hardern Hardern 15:08, 30. Mai 2006 (CEST)Contra
- Quellen im fraglichen Abschnitt sind durchgehend ergänzt, einige konkrete Ereignisse eingebunden. Mir stellt sich die Frage, wieso "zuviel" an relevanter Literatur ein Minuspunkt sein kann... --Jergen Jergen 17:07, 30. Mai 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft - einer der besten artikel im bereich jugendbewegung finde ich. der neutrale standpunkt ist gegeben, viele beispiele der unterschiedlichen ausrichtungen der jungenschaft sind herausgearbeitet. Kek 17:18, 30. Mai 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft Ich bin auch mal dafür. LARS 14:43, 31. Mai 2006 (CEST)Pro
- knappes Pro
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Bildherkunft . Teilweise doch arg knapp. Cottbus Cottbus Cottbus/Bewertung 10:43, 2. Jun 2006 (CEST)Pro
mädchengruppen, gemischte gruppen
den umgang mit mädchen könnte man noch mehr herausarbeiten, im endeffekt ein eigener unterpunkt.
- im puls heft 1945-51 gibt es einen text darüber.
- in der vorkriegs-dj gab es einzelne mädchen, tusks nachkriegs-briefe beinhalteten die forderung nach mädchen in der jungenschaft.
- In "Peitsche. Blatt des Landeskreis der Deutschen Jungenschaft e.V." von 1956 ist ein bericht über das bundeslager des dj ev., geschrieben von einer mädchenhorte(berlin XVII).
- im dj.1.11-bund (1951 gegründet) gab es auch mädchen, ebenso im bdj. die autonome jungenschaft "die jungenschaft köln" (inzwischen nicht mehr existen) hatte mädchen in ihrer gruppe.
- teilweise gibt es in der gegenwart bünde die den begriff jugendschaften [sic] für sich verwenden, jungenschaftsbezug?
- die autonomen jungenschaften der 90er jahre machen wieder vermehrt jungenarbeit.
graue jungenschaft, Freie Jungenschaft, deutsche jungenschaft neubund und dj.1.11 bochum sind rein männliche gruppen. auf dem oktoberbündelager 1996 gab es ein jungen und männerforum, diese bewusste auseinandersetzung mit der jungenarbeit fehlt auf jeden fall noch im artikel. Kek
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Jungenschaft und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
- knappes


