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Königsberg (Preußen)

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Der Artikel Königsberg (Preußen) gehört zur Kategorie: Kaliningrad, Ort in Ostpreußen
Königsberg war bis 1945 Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen. Danach wurde die im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörte Stadt von der Sowjetunion annektiert, 1946 in Kaliningrad umbenannt und die letzten deutschen Bewohner bis 1948 vertrieben. Seitdem ist sie Verwaltungssitz der russischen Exklave Oblast Kaliningrad.

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Wappen von Königsberg
Bildherkunft

Geografische Lage

Das Gebiet Königsbergs liegt zu beiden Ufern der Mündung des Flusses Pregel, der dort das Frische Haff erreicht. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Durch den Königsberger Seekanal zum 50 km entfernten Hafen Pillau besteht eine direkte Verbindung zum Meer. Auf dem Straßen- bzw. Schienenweg ist Berlin etwa 650 km entfernt. Die Halbinsel Samland mit ihren Ostseebädern Cranz, Neukuhren, Palmnicken und Rauschen wird von den Königsbergern als Naherholungsgebiet genutzt.

Geschichte

Frühzeit

Bereits seit der Steinzeit befanden sich innerhalb des späteren Königsberger Stadtgebietes Siedlungen. Im 2. und 3. Jh. n. Chr. bewohnten die Goten den Westen von Ostpreußen und später drangen die östlicher wohnenden baltische Pruzzen in das Gebiet ein. Um 1225 wandte sich Herzog Konrad I. von Masowien um Hilfe gegen die Pruzzen an den Deutschen Orden, dem er als Gegenleistung für die Zurückwerfung das Culmer Land schenkte. 1231 begann der Deutsche Orden mit der Eroberung des von den Pruzzen besetzten Landes. Zur endgültigen Sicherung der zurück eroberten Gebiete rief der Deutsche Orden Siedler aus allen deutschen Landesteilen ins Land. Die Stadtteile Königsbergs waren zuvor prussische Dörfer: Juditten (prussisch: schwarz), Kosse (pr.: kleine krüppelige Bäume), Tragheim (pr.: Lichtung und Dorf), Sackheim (pr.: Kieferharz, Dorf), Laak (pr.: Haselstrauch), Ponarth (pr.: in der Nähe der Überschwemmung). Auch der spätere Name der Dominsel Kneiphof leitet sich vom Prussischen ab und bedeutet umflutet sein, überschwemmt werden. Die Dominsel wurde erst während der Ordenszeit 1327 befestigt und besiedelt.

Deutscher Orden

Das Gebiet der späteren Stadt an der Ostsee war um das Jahr 1000 n. Chr. von den zu den Balten gehörenden Pruzzen bewohnt. 1255 errichtete der Deutsche Orden auf Veranlassung des böhmischen Königs Ottokar II. anstelle der eroberten und zerstörten prussischen Burg Tvankste zunächst eine hölzerne Burg namens Conigsberg, die 1257 durch einen Steinbau ersetzt wurde. Die Burg diente zum Schutz gegen die heidnischen Pruzzen.

Im Umfeld der Burg entstanden drei Ordensstädte namens Altstadt, Löbenicht und Kneiphof, die jeweils eine eigene Verwaltung hatten und ihre Befestigung, einen Markt und eine Kirche erhielten. Ihre Bürger waren Deutsche, die vom Orden angesiedelt worden waren. Allgemein wird das Jahr 1255 als Entstehungsjahr der Gesamtstadt angesehen. Die Altstadt wurde 1256 im Gebiet des späteren Steindammes angelegt und wurde nach der Zerstörung durch die Pruzzen im Jahre 1263 in dem Tal unterhalb des Schlossbergs wieder aufgebaut. Sie erhielt 1286 das Stadtrecht und wurde 1340 Mitglied der Hanse.

Die Kneiphofinsel war seit 1322 geistlicher Bezirk, für den zwischen 1330 und 1380 der Dom errichtet wurde. Nach dem Verlust der Marienburg 1457 wurde die Burg Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.

Preußen

1525 wandelte der Hochmeister Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach den Ordensstaat in das weltliche Herzogtum Herzogtum Preußen um und führte die Reformation im Lande ein. Da er nicht das gesamte Preußen i. S. des Ordensstaates vor 1466 regierte (seit 1466 gehörten Pommerellen und das Ermland als sog. Königliches Preußen in Personalunion und seit 1569 (Lubliner Union) in Realunion zu Polen, war er zunächst nicht Herzog von, sondern nur Herzog in Preußen.

1544 wurde die erste evangelische Universität in Königsberg („Albertina“) von Herzog Albrecht gegründet. Der Rektor des Gymnasiums in Elbing, Willem van de Voldersgraft, kam zur Königsberger Albertina und war gleichzeitig ein Rat des Herzogs. Der preußische Historiker Christoph Hartknoch beschrieb das Leben des Rates und Rektors in seiner Vita Guilielmi Gnaphei (Acta Borussica III).

Abbildung
Königsberg 1613, Stich von Joachim Bering
Bildherkunft
1618 wurde durch Erbfolge Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg Herzog in Preußen.

Wie auch seine Vorgänger musste er die polnische Lehnshoheit über das Herzogtum anerkennen. Durch geschicktes Lavieren zwischen den europäischen Mächten gelang es dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (dem „Großen Kurfürsten“), die volle Souveränität über das Herzogtum Preußen mit den Städten Altstadt, Kneiphof und Löbenicht, dem späteren Königsberg, zu erlangen (Verträge von Labiau 1656 und Wehlau 1657, Frieden von Oliva 1660). Zuvor musste er aber den Königsberger Aufstand niederschlagen, um weiter seine Steuern für sein stehendes Heer aufbringen zu können.

1701 wurde das Herzogtum Preußen zum Königreich erhoben und Kurfürst Friedrich III. krönte sich am 18. Januar in der Königsberger Schlosskirche als Friedrich I. zum König in Preußen. Erst Friedrich der Große konnte sich 1772 nach dem Erwerb der bislang polnischen Westhälfte des eigentlichen Preußens König von Preußen nennen. Mit dem Erwerb des preußischen Königstitels setzte sich für die vom brandenburgischen Kurfürsten bzw. König in Preußen regierten Territorien die Bezeichnung Königlich preußische Staaten, kurz Preußen durch, so dass 1701 Preußen i. S. des preußischen Gesamtstaates entstand. „Preußen“ ist somit aus Brandenburg hervorgegangen und verdankt Ostpreußen seinen Namen.

1708 bis 1710 hatte Ostpreußen große Bevölkerungsverluste durch die Pest. Diese wurden unter dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. durch eine forcierte Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik größtenteils wieder ausgeglichen (beispielsweise 1732 Ansiedlung der Salzburger Exulanten, den letzten im Erzbistum Salzburg noch verbliebenen Protestanten, die durch Erzbischof Firmian vertrieben wurden). In den Kriegen Friedrichs des Großen 1740 bis 1763 wurde Ostpreußen mit Königsberg wiederholt Kriegsschauplatz und 1758 von russischen Truppen besetzt.

1724 wurden am 13. Juni die drei Städte Altstadt, Kneiphof und Löbenicht zur Stadt Königsberg vereinigt.

1724 wurde in Königsberg der wohl berühmteste Sohn der Stadt, der Philosoph Immanuel Kant geboren. Kant soll in seinem Leben kaum seine Heimatstadt verlassen haben. Durch ihn wurde die Königsberger Universität zu einem Zentrum der Philosophie. Um 1800 zählte Königsberg mit etwa 60.000 Einwohnern zu den größten deutschen Städten.

1730 wurde in Königsberg Johann Georg Hamann geboren, den man den Magnus des Nordens nannte. Er war Philosoph und Schriftsteller. Der Schriftsteller, Musiker, Komponist und Jurist E.T.A. Hoffmann wurde 1776 in Königsberg geboren.

Als sich Friedrich II. 1772 an der ersten polnischen Teilung beteiligte, kam das Land an der unteren Weichsel als Westpreußen unter die Herrschaft der Hohenzollern. Seitdem unterschied man die Provinzen Westpreußen und Ostpreußen. Hauptstadt der letzteren war Königsberg.

Auch in den Napoleonischen Kriegen war Ostpreußen mit Königsberg Kriegsschauplatz, als Flucht- und Rückzugsgebiet der preußischen Armee und des Königs nach den Niederlagen gegen Napoleon 1807. Nach der Niederlage der Grande Armée Napoleons in Russland begann von Ostpreußen aus die organisierte Befreiungsbewegung gegen Napoleon, als am 30. Dezember 1812 Militärkonvention von Tauroggen zwischen dem preußischen General Yorck und dem russischen Befehlshaber Hans Karl von Diebitsch unterzeichnet wurde.

1829 wurden die beiden Provinzen Ost- und Westpreußen als „Provinz Preußen“ mit der Hauptstadt Königsberg vereinigt. Nach der erneuten Teilung 1878 war die Stadt wiederum nur Provinzhauptstadt Ostpreußens. Königsberg war auch Verwaltungssitz des gleichnamigen Regierungsbezirkes und Sitz zahlreicher Behörden. 1860 wurde der Bau der Preußischen Ostbahn, die Königsberg an Berlin anschloss und die Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt im innereuropäischen Verkehr machte, vollendet.

Am 18. Oktober 1861 ließ sich Wilhelm I. in der Schlosskirche zum König von Preußen krönen, ein Vorgang der von Adolf von Menzel in einem Gemälde festgehalten wurde.

Seit 1867 war die Stadt Teil des Norddeutschen Bundes, seit 1871 gehörte es zum Deutschen Reich. In der Folge erlebte Königsberg einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die das Wachstum der Stadt behindernden Festungsanlagen geschleift. Durch den Versailler Friedensvertrag war Ostpreußen vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt worden, was insbesondere zu großen wirtschaftlichen Problemen führte. Diese wurden durch eine gezielte Wirtschaftspolitik (siehe Ostmesse) und andere Maßnahmen (siehe Seedienst Ostpreußen) gemildert.

Im Jahr 1920 eröffnete Reichspräsident Friedrich Ebert im Königsberger Tiergarten die erste Ostmesse, die bis 1941 regelmäßig abgehalten wurde. 1919 wurde der von Hans Hopp entworfene erste zivile Flughafen Deutschlands in Königsberg-Devau in Betrieb genommen. Die Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes am südlichen Stadtrand im Jahre 1929 ermöglichte die Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsgeländes. Die ehemaligen Festungsanlagen wurden in einen Grüngürtel mit zahlreichen Parks umgewandelt, der schließlich 602 Hektar umfassten.

Drittes Reich, Zweiter Weltkrieg und unmittelbare Nachkriegszeit

Königsberg war während der Diktatur des Nationalsozialismuses Sitz der Gauleitung für Ostpreussen unter Gauleiter Erich Koch. Im Zweiten Weltkrieg kam es nach dem deutschen Einmarsch in die UdSSR zu einigen kleineren Bombenabwürfen durch sowjetische Flugzeuge auf Königsberg, die mit dem Vorrücken der deutschen Streitkräfte jedoch bald zum Erliegen kamen. Danach blieb Königsberg aufgrund seiner entfernten Lage im Nordosten des damaligen Deutschland lange Zeit von den Kriegsgeschehnissen verschont, bis es in den Nächten vom 26. zum 27. August 1944 sowie vom 29. zum 30. August 1944 von britischen Bombern stark zerstört wurde. Königsberg brannte mehrere Tage lang. Der historische Stadtkern, bestehend aus den Stadtteilen Altstadt, Löbenicht und Kneiphof war praktisch vollständig zerstört, darunter der Dom, das Schloss, sämtliche Kirchen der Innenstadt, die alte und die neue Universität sowie das alte Speicherviertel. Etwa 200.000 Königsberger waren obdachlos geworden.

Die Ende Januar 1945 abgeschnittene und zur "Festung" erklärte Stadt verteidigte sich drei Monate lang ehe sie von sowjetischen Truppen eingenommen wurde. Die Militärführung der Stadt unter General Otto Lasch ergab sich am 9. April 1945. Zu diesem Zeitpunkt standen die russischen Soldaten bereits auf dem Universitätsplatz, unter dem sich der Bunker von Lasch befand. Der vorangegangene aussichtslose Straßen- und Häuserkampf hatte auf beiden Seiten hohe Verluste gefordert und zu zahlreichen Grausamkeiten geführt.

Sowjetunion

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Quelle

en:Template:Unreferenced es:Plantilla:Referencias fr:Modèle:À sourcer hu:Sablon:Nincs forrás it:Template:Senzafonti ja:Template:Unreferenced pl:Szablon:Źródła sv:Mall:Källor vi:Tiêu bản:Thiếu nguồn gốc zh:Template:Unreferenced Auf der Potsdamer Konferenz hatten die Siegermächte beschlossen, das nördliche Ostpreußen unter die Verwaltung der Sowjetunion zu stellen. Am 17. Oktober 1945 gliederte die UdSSR dieses Gebiet der Sowjetrepublik Russland an und ernannte Königsberg zum Verwaltungssitz des neu gegründeten Kaliningradskaja Oblast (dt. „Bezirk Kaliningrad“, kurzzeitig war der Name Kenigsbergskaja Oblast gebräuchlich). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach einer Zählung im August 1945 ca. 100.000 deutsche Zivilisten, meistens Frauen, Kinder und Alte in der Stadt. Diese wurden von der russischen Besatzungsmacht festgehalten, um als Zwangsarbeiter in ihrer eigenen Heimat ausgenutzt zu werden. Als 1948 die Deutschen aus Königsberg endgültig vertrieben wurden, waren von diesen 100.000 Menschen nur noch etwa 20.000 am Leben. Die „fehlenden“ 80.000 Menschen waren Seuchen, Hungersnöten und Übergriffen zum Opfer gefallen. 1946 wurde Königsberg in Kaliningrad umbenannt.

Im Oktober 1947 wurde dann damit begonnen, die bis dahin noch in Königsberg und dem umliegenden Gebiet verbliebene deutsche Bevölkerung in Richtung Westen abzutransportieren.

Nur eine Handvoll Königsberger, die den Abtransport nach Westen verpasst hatten, verblieben in der Stadt. Sie mussten, nachdem die sowjetischen Behörden jegliche Ausreise untersagten, unter Verleugnung ihrer wahren Identität, eine sowjetische Identität annehmen. Sie konnten aber im Gebiet bleiben. Erst 1990, nach Öffnung des Rayon (Region) Kaliningrad, war es dieser verbliebenen deutschen Minderheit möglich ihre wahre Identität zu offenbaren. Ihr Schicksal war Mitte der 90er Medienereignis in russischen und deutschen Magazinen.

Bevölkerung

Parallel mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ist die Bevölkerungszahl von Königsberg kontinuierlich gestiegen. Um 1400 lebten ungefähr 10.000 Einwohner in der Stadt. 12.000 Menschen starben 1601/02 bei einer Pestepidemie. Im Jahre 1813 lebten 50.000 Einwohner in Königsberg. Im Jahr 1864 wurde Königsberg durch Überschreiten der 100.000 Einwohner-Grenze zur Großstadt. Durch zahlreiche Eingemeindungen stieg die Bevölkerungszahl bis 1910 auf 246.000 Einwohner an. Nach dem Ersten Weltkrieg verlangsamte sich das Wachstum, 1925 lebten 287.000 Einwohner in Königsberg. Bis 1933 stieg die Einwohnerzahl durch zahlreiche Eingemeindungen auf 316.000. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten 372.000 Menschen in Königsberg.

Aus dem Jahre 1925 ist eine Aufgliederung der Bevölkerung nach Konfessionen bekannt:

  • evangelisch: 92%
  • katholisch: 5%
  • jüdisch: 1%
  • andere: 2%
Im Jahre 1523 wurde die erste evangelische Predigt im Königsberger Dom gehalten. Die erste katholische Gemeinde nach der Reformation wurde 1616 gegründet. Die erste Synagoge wurde 1756 eingerichtet.

Verkehr und Wirtschaft

Als erster moderner Verkehrsweg wurde 1828 die Chaussee nach Berlin (die spätere Reichsstraße 1) nach Berlin vollendet. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Straßennetz in Richtung Tilsit (1832), Gumbinnen (1835) und Labiau (1853) verlängert.

Die erste Eisenbahn in Ostpreußen verkehrte am 2. August 1853 von Königsberg nach Braunsberg. 1857 war die Preußische Ostbahn bis Berlin durchgehend befahrbar, 1860 wurde die durchgehende Bahnstrecke nach Sankt Petersburg eröffnet. 1868 konnte die von privaten Investoren erbaute Ostpreußische Südbahn fertiggestellt werden, die auf russischer Seite weiter bis Odessa führte. Diese Bahngesellschaft wurde 1903 verstaatlicht und der staatlichen Reichsbahndirektion Königsberg unterstellt. Am 19. September 1929 konnte der neue Königsberger Hauptbahnhof eröffnet werden. Ein Jahr später wurde auch ein neuer Nordbahnhof erbaut, der dem Verkehr auf die Halbinsel Samland diente. Am 22. Januar 1945 verließ der letzte Zug vor der Kapitulation der deutschen Wehrmacht den Königsberger Hauptbahnhof in Richtung Berlin.

Am 26. Mai 1887 fuhr in Königsberg die erste meterspurige Straßenbahn. Am 15. Oktober 1943 folgte die erste Obus-Linie.

Für die Hansestadt Königsberg war der Seehandel von großer Bedeutung. Noch heute findet man in den anderen Hansestädten zahlreiche Verweise auf diese alte Verbindung, so z. B. im Hamburger Rathaus. Auch war hier eine bedeutende Fischereiflotte beheimatet. Gefischt wurde mit Segelkähnen v. a. auf dem Frischen Haff. Die Freude einiger Jugendlicher am gemeinsamen Segeln führte am 7. Februar 1855 zur Gründung des ersten deutschen Segelvereins, des SC RHE, in Königsberg.

Nachdem Ostpreußen nach dem Ersten Weltkrieg vom Reichsgebiet abgetrennt worden war, machte dies den Ausbau des Königsberger Hafens zum Hochseehafen erforderlich. Es wurden drei Hafenbecken geschaffen, ein Handels-, ein Industrie- und ein Holzhafen. Von Bedeutung für den Verkehr zum übrigen Reichsgebiet war der Seedienst Ostpreußen. Ebenfalls nach dem Ersten Weltkrieg wurde der schon bestehende Militärflugplatz 1919 zu einem zivilen Flughafen umgebaut, von dem Verbindungen nach Berlin, Stockholm und Moskau unterhalten wurden. Am 3. Dezember 1938 konnte schließlich die Autobahn Elbing – Königsberg dem Verkehr übergeben werden, von der allerdings zunächst nur eine der beiden Fahrbahnen gebaut worden war.

Das Königsberger Telefonnetz wurde 1883 eingerichtet und ist seit 1893 mit Berlin verbunden.

Von jeher war die Holzwirtschaft für Königsberg von großer Bedeutung. In ihrer Folge entstanden zwei große Zellstoff-Fabriken. Als Hafenstadt besaß Königsberg auch eine Werft und als Bahnknotenpunkt eine Waggonfabrik. Weltweit einmalig war die Bernsteinmanufaktur.

Neben der Hypothekenbank der Ostpreußischen Landschaft existierten in Königsberg außerdem die 1871 gegründete Königsberger Vereinsbank und die 1895 gegründete Norddeutsche Creditanstalt als Kreditinstitute.

Seit 2005, mit Hilfe des 750-jährigen Stadtjubiläums von Königsberg/Kaliningrad, und dem Wunsch wieder Teil Europas zu werden, zeigt sich eine rasant steigende Investitionswelle mit wirtschaftlichen Aufbauprogrammen, Stadtreparatur und Tourismusförderung. Historische Stadtzentren wie Teile der alten Innenstadt sollen historisierend aufgebaut und wiederbelebt werden, selbst der Wiederaufbau des Königsschlosses ist nicht mehr undenkbar.

Das meiste Geld dafür stellt Moskau bereit, jedoch sind Investitionen aus Deutschland sehr willkommen.

Bedeutende Personen

In Königsberg waren bis 1945 die Wallenrodtsche Bibliothek und die Prussia-Sammlung zu Hause. Aufgrund der Kriegseinwirkungen sind heute lediglich noch Fragmentare in Kaliningrad zu finden.

Weitere bekannte Personen: siehe Liste der Söhne und Töchter der Stadt Königsberg

Kulinarische Spezialitäten

Siehe auch

Literatur

  • Andrea Ajzenstejn: Die jüdische Gemeinschaft in Königsberg - Von der Niederlassung bis zur rechtlichen Gleichstellung. 2004. ISBN 3-8300-1350-7
  • Robert Albinus: Königsberg-Lexikon, Würzburg 2002 [ISBN 3-88189-441-1]
  • Richard Armstedt: Geschichte der königl. Haupt- und Residenzstadt Königsberg in Preußen. Reprint der Originalausgabe Stuttgart 1899.
  • Volker Frobath: Das Königsberger Gebiet in der Politik der Sowjetunion 1945-1990, Berlin Verlag 2001, ISBN 3-8305-0226-5
  • Max Fürst: Gefilte Fisch und wie es weiterging, Dt. Taschenbuch-Verl. 2004, [ISBN 3-423-13190-X]
  • Fritz Gause: Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen, 3 Bände Köln 1996 [ISBN
3-412-08896-X]
  • Adalbert Goertz: Mennonite Baptisms 1770 - 1820 in Königsberg, East Prussia
  • Jürgen Manthey: KÖNIGSBERG - Geschichte einer Weltbürgerrepublik, Hanser 2005, ISBN 3446206191
  • Caspar Stein: Das Alte Königsberg, Sonderschrift des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen Nr. 91, Hamburg 1998 [ISBN 3-931577-14-7]
  • Michael Wieck: Zeugnis vom Untergang Königsbergs, Beck-Verlag 2005, ISBN 3406511155
  • Königsberg 1934. Stadtplan. Reprint der Ausgabe von 1934. Pharus-Plan Verlag, Berlin. ISBN 3-86514-013-0

Weblinks



Diskussion der Autoren über den Artikel: Königsberg (Preußen)


Der nördliche Teil fiel an die Sowjetunion

Dies ist schlichtweg falsch, weiterhin gehört dieses Gebiet zum Dt. Reich und wird momentan noch von Russland verwaltet. Ein bedeutender Unterschied, da ein okkupiertes Gebiet nicht annektiert werden darf. Ich bitte das zu ändernm, da der Artikel scheinbar gesperrt ist, damit sich nicht mehr Personen Halbwissen durch Wikipedia anlesen.

Interessant, vielleicht könnte sich dazu noch jemand anderes äussern, wie die rechtliche Lage Deutschlands in Bezug auf Ostpreussen aussieht, da ich im laufe meiner Recherchen auf widersprüchliche Informationen gestossen bin.>>>>chirazi@gmx.de

Stimmt, die Formulierung ist etwas unsauber. In meinem Schulatlas stand in den 70er Jahren noch "zur Zeit unter sowjetischer Verwaltung". Dies dürfte sich aber spätestens mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag erledigt haben, auch wenn einige Rechts"experten" die Rechtmäßigkeit der Grenzanerkennung durch die Bundesrepublik Deutschland in Zweifel ziehen.
Es kursiert die "Stellungnahme des unabhängigen Völkerrechtlers Prof. Dr. jur. Bracht" z.B. [LINK], dessen Unabhängigkeit anscheinend nur von einschlägigen Webseiten so gesehen wird. Nach den ersten 7 Zeilen muss man eigentlich nicht mehr weiterlesen. Solche "Reichsbürger" dürfen meinetwegen gerne nach Ostpreußen umziehen und uns hier mit ihrem Unsinn verschonen. Habe gerade gesehen, dass Bracht nicht mehr umziehen muss. Mehr zu ihm hier --Rat 16:01, 24. Jan 2006 (CET)

Bin in Königsberg geboren, bis zum 8. Lebensjahr aufgewachsen, habe die Bombardierung und eine Flucht über Pillau/ Hela und Ostsee mitgemacht. Ich habe festgestellt, dass die Masse der Ostpreussen bis auf einen kleinen senilen und störrischen Rest Ursache und Wirkung was Kriegseinwirkungen und Flucht betrifft, auseinanderhält. Für mich ist es klar, dass der eine Teil Ostpreussen heute völkerrechtlich zu Russland gehört und der andere Teil Westpreussen zu Polen. Die meisten, die das anders sehen, haben in der Regel keinen Sinn für Realitäten und meistens auch keinen Bezug zu Ostpreussen. Oder sie machen das aus politischen und demagogischen Gründen.

Mehr Aktiv statt Passiv verwenden!

Da gerade eifrig an diesem Artikel geschraubt wird, erlaube ich mir folgende Bemerkung: Manche Teile des Artikels (beispielsweise Verkehr und Wirtschaft) sind momentan fast ausschließlich im Passiv geschrieben. Die ständige Abfolge von ... wurde ... wurde ... worden war ... ist stilistisch unschön. Die Sätze der betreffenden Abschnitte sollten zumindest teilweise in Aktiv-Konstruktionen (beispielsweise mit man) umformuliert werden.--MKI 00:48, 28. Aug 2005 (CEST)

Hallo MKI, mach das doch einfach! Gruß, --TA 08:32, 28. Aug 2005 (CEST)

Dazu habe ich grad keine Lust. Aber vielleicht interessiert meine Rueckmeldung einen der zahlreichen momentan aktiven Autoren.--MKI 14:59, 28. Aug 2005 (CEST)

Geografische Lage

Hi Leute, Ich habe ein gewisses Problem mit der Verwendung des Imperfektes im Abschnitt "geografische Lage". Denn die Lage des Gebietes hat sich mit der Umbennenung in der Nachkriegszeit ja überhaupt nicht geändert. Königsberg/Kaliningrad IST immer noch 650 km von Berlin entfernt und liegt immer noch am Pregel. Das Imperfekt ist schlicht falsch! Die Stadt Königsberg als Ort hat ja nicht aufgehört zu existieren, Gebäude wie der DOM bestehen ja fort. Hier wäre es z.B. auch falsch, zu schreiben, dass der Königsberger Dom am Pregel bzw. auf der Dominsel lag, ist ja immer noch doch, oder?

vielleicht erklärt mir jemand den tieferen Sinn des Imperfekts?!

baltarn

   Hi, kann jemand die geografischen Kordinaten hier nachtragen? Ich hoffte sie hier zu finden.

Klaus

Eingangsabsatz

Ich möchte den Feuer-Salamander noch einmal eindringlich bitten, die neutrale Formulierung des Eingangsabsatzes stehenzulassen und seine POV-Formulierung, die außer mir bereits von anderen Benutzern abgelehnt wurde, aus dem Artikel draußen zu lassen. Danke! --Hansele Hansele 21:15, 11. Jan 2006 (CET)

An meiner Aussage ist nichts auszusetzen, da die gleichen Formulierungen auch im Artikel auftauchen. Auf bildlich geschmückten POV wie "auf Trümmern aufgebaut" verzichten wir hier gerne. Das ist doch der übliche POV wie du ihn auch in der Green Party in Northern Ireland verbreitet hast. Feuer-Salamander 21:19, 11. Jan 2006 (CET)

Darf ich darum bitten, keine weiteren Änderungen an der Einleitung vorzunehmen, bis Ihr Euch auf eine Formulierung geeinigt habt? Ich würde nur ungerne den Artikel oder einen Editkrieger sperren. Danke. --Unscheinbar 21:21, 11. Jan 2006 (CET)

(mehrfacher Bearbeitungskonflikt) Eine solche Formulierung taucht eben nicht im Artikel auf. Und im Eingangsabsatz hat sie nun überhaupt nichts verloren. Einen inhaltlichen Zusammenhang dieses Artikels mit dem von dir genannten sehe ich im übrigen nicht. Wenn du persönliche Apathien in diese Diskussion ziehen willst, stehe ich dafür nicht zur Verfügung. --Hansele Hansele 21:24, 11. Jan 2006 (CET)

Mein Satz fast nur den Artikel zusammen. Was soll so ein Geschwurbel wie "auf Trümmern aufgebaut", was zudem noch sachlich falsch ist. Finde ich in anderen deutschen Städten wie Hamburg, Frankfurt oder Essen so einen Satz? Die waren nicht minder zerstört. Feuer-Salamander 21:23, 11. Jan 2006 (CET)

In meinem Satz geht es um 3 Punkte: 1) "umbenannt" 2) vertrieben 3) ermordet

zu 3) "Dabei wurden zahlreiche Grausamkeiten verübt, von denen das Massaker in der Gemeinde Metgethen vom Februar 1945 besonders bekannt ist."

zu 2 und 3) "Zu diesem Zeitpunkt waren von den ca. 150.000 Einwohnern, die sich bei Kriegsende noch in der Stadt befanden, nur noch etwa 20.000 geblieben. Viele waren durch Hunger, Krankheiten und Übergriffe von Soldaten umgekommen, andere waren unter größten Schwierigkeiten nach Westen geflohen. "

zu 2) "Im Oktober 1947 wurde dann damit begonnen, die bis dahin noch in Königsberg und dem umliegenden Gebiet verbliebene deutsche Bevölkerung in Richtung Westen abzutransportieren."

zu 1) "1946 wurde Königsberg in Kaliningrad umbenannt." Feuer-Salamander 21:32, 11. Jan 2006 (CET)

Fazit: Ich seh es ein, dass mein Einleitungssatz POV ist. *gröhl*
Mich wundert nicht, dass sich Unscheinbar dem Vandalismus von Hansele angeschlossen hat. Er legt es offensichtlich drauf an, dass wieder ein Wiederwahlantrag als Admin gegen ihn gestellt wird. Feuer-Salamander 21:34, 11. Jan 2006 (CET)

Ganz konkret und sachlich (auch wenn ich angesichts deines Textes und deiner bisherigen Aktivitäten in Wikipedia zu anderem Lust hätte): 1. Es ist eine Sache, über Massaker zu berichten, eine andere, den Begriff "Ermordung" zu verwenden. Es handelte sich hier um Kriegszustände und um Vorgänge, die ich in keiner Weise rechtfertigen möchte, aber Mord ist in dem Zusammenhang kein von Fachleuten verwendeter Begriff. Dieser hat mich an deiner Formulierung am meisten gestört. Dass von weiten Kreisen Kaliningrad als Neugründung auf den Trümmern (ich weiß nicht, was an dieser Formulierung nicht neutral sein sollte) von Königsberg verstanden wird und nicht als reine Umbenennung einer weiter existierenden Stadt, sollte eigentlich kaum umstritten sein. Zumal es sich quasi auch um eine völlig neue Bevölkerung handelte. Das passte alles so nicht zu deiner Änderung - und deshalb meine Weigerung, deine Änderungen zu akzeptieren, die nicht nur von mir so gesehen wird. --Hansele Hansele 21:43, 11. Jan 2006 (CET)

Ok, ich erkläre mich bereit ermorden umzuwandeln in "deutsche Bevölkerung vertrieben oder massakriert." Es handelt sich um eine Umbennennung, wie ja auch korrekt im weiteren Text geschrieben wird.

Es läuft wohl darauf hinaus, dass der Artikel dauerhaft gesperrt bleibt. Feuer-Salamander 21:50, 11. Jan 2006 (CET)

Wie versetehe ich diesen letzten Satz, bitte? Bei mir ist angekommen, dass Du den Artikeltext in jedem Fall auf die von Dir gewünschte Weise verändern wirst, ohne auf die Meinungen Deiner Coautoren Rücksicht zu nehmen. Könntest Du das bitte bestätigen oder korrigieren? --Unscheinbar 21:53, 11. Jan 2006 (CET)

Da hast du wohl etwas missverstanden. Feuer-Salamander 13:38, 12. Jan 2006 (CET)

(mal wieder Bearbeitungskonflikt) Sorry, nein. Die Formulierung ist nichts - die vorherige und ursprüngliche Formulierung gibt die Tatsachen sauber und eindeutig wieder und sollte bleiben. Zumal ich bei dir nicht den wirklichen Versuch erkenne, eine sachliche brauchbare Version zu finden und du deine Formulierung ja selbst als eindeutig POV bezeichnest. --Hansele Hansele 21:56, 11. Jan 2006 (CET)

Hansele, bist Du Dir sicher, dass es Konsens in der Wissenschaft ist, das Kaliningrad eine Neugründung ist und nicht der Name der Stadt Königsberg nach der Umbenennug? Zumindest der Artikel Kaliningrad legt eher letzteres nahe. Dort heisst es in der Einleitung zwar:

Die heutige Stadt Kaliningrad [...] ist nach 1945 entstanden auf dem Boden der im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstörten deutschen Stadt Königsberg"
Aber nur ein paar Absätze weiter:
"Bewegungen in Kaliningrad, die sich für die Wiederverwendung des historischen Namens Königsberg"
Und auch unter "Geschichte" heisst es: "Bis 1945 Siehe Hauptartikel Königsberg (Preußen)" Irgendwie passt da was nicht.--Nodutschke 14:43, 20. Jan 2006 (CET)

Ich bestreite die Aussage ebenfalls, sie scheint einfach nicht korrekt zu sein. Auch ich habe von dieser "kaum umstrittenen" Aussage, Kaliningrad sei eine Neugründung, noch nie gehört. Wie sehen sowjetische Stellen das ? Was heißt "auf Trümmern aufgebaut" ? Die westlichen Stadtteile blieben zum großen Teil unversehrt. Haben die Russen dann nach der Eroberung diese Viertel alle zerstört, damit sie auf Trümmern neu aufbauen konnten ? Oder haben sie nicht vielmehr die existierenden Häuser neu bezogen ?! UlrSchimke 18:19, 26. Jan 2006 (CET)

Vorschlag zur Einigung:
Der nördliche Teil Ostpreußens fiel nach Kriegsende unter sowjetische Verwaltung. Die stark zerstörte Stadt wurde unter dem Namen Kaliningrad neu aufgebaut. Infolge von Flucht, Vertreibung und Rachepogromen war der Anteil der deutschen Bevölkerung weitestgehend verschwunden
Darin ist enthalten, dass es sich zunächst nur um eine Verwaltung handelte. Es wird kein Eiertanz um Umbenennung gemacht und begründet, warum dort keine Deutschen mehr wohnen. Eigentlich dürfte sich dadurch niemand mehr auf die Füße getreten fühlen. Dass die Kaliningrader Oblast zunächst Königsberger Oblast (Кенигсбергская область, danach kann man googlen und wird oft fündig) hieß, ist IMHO ein starker Hinweis auf eine Umbenennung (Wenn die Stadt vollkommen weg gewesen wäre, hätte man wohl keinen Verwaltungsbezirk nach ihr benannt).
Man hat sich bei der Trennung der Artikel Königsberg und Kaliningrad einigen können, also sollte das auch hier möglich sein. Gesperrte Artikel sind generell unschön, das gibt denen Wasser auf die Mühlen, die behaupten, dass eine Meinung durchgedrückt werden soll. --Rat 20:01, 26. Jan 2006 (CET)

Da niemand einen besseren Vorschlag macht, habe ich das mal so eingesetzt. --Rat 21:07, 6. Feb 2006 (CET)
Ich empfinde die Formulierung so als gut gelungen. --Hansele Hansele 09:58, 7. Feb 2006 (CET)

Seitensperrung

Da trotz meines Hinweises der umstrittene Satz weiter verändert wurde, ohne zuvor eine Einigung erreicht zu haben, musste ich den Artikel in der Version ohne die strittige Änderung sperren. --Unscheinbar 21:27, 11. Jan 2006 (CET)

Kaliningrad

Wieso in 3 Teufels Namen gibt es 2 Artikel über dieselbe Stadt? Anorak 10:56, 14. Mär 2006 (CET)
siehe Diskussion Kaliningrad. Gruß, --TA 12:30, 14. Mär 2006 (CET)


Dieser Satz ist dem Artikel vorangestellt: Königsberg (Preußen) war bis 1945 Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen.

Es handelt sich also um einen geschichtlichen Artikel zu einer geschichtlichen Stadt, die heute so nicht mehr existiert, dennoch wir im Artiel fast überall der Präsenz gebraucht. Mit keinem Wort, außer im Abschnitt Sowjetunion ganz unten, wird der heutige Name Kaliningrad erwähnt. Insoweit macht der gesamte Artikel einen revangeistischen Eindruck. Das müsste doch sehr einfach zu korrigieren sein.--Löschfix 14:00, 30. Mai 2006 (CEST)

"dennoch wir im Artiel fast überall der Präsenz gebraucht" Bist Du sicher, daß Du die aktuelle Version des Artikels meinst??? Gruß, --TA 14:20, 30. Mai 2006 (CEST)

Zustand nach Einmarsch der Russen.

Ich bin gerade über diesen Satz gestolpert: Die "fehlenden" 130.000 Menschen waren den durch die Russen veursachten Seuchen, Hungersnöten zum Opfer gefallen - also ich weiß ja nichts Genaueres, aber das klingt so, als hätten die Russen die Krankheitserreger absichtlich mitgebracht. Das scheint mir jedoch ziemlich grotesk. Ich würde eher annehmen, dass die extrem ärmlichen Verhältnisse direkt nach dem Krieg Seuchen wie Typhus einfach sehr begünstigt haben. Weiß jemand dazu mehr? Es wäre schön, wenn man das etwas passender formulieren könnte. --Hansbaer 10:11, 1. Jun 2006 (CEST

Wie naiv... natürlich hatten die "Sowjiets" (nicht die Russen, denn die waren ja nur ein Teil der Roten Armee) keine Krankheiten mitgebracht. Es waren auch keine ärmlichen, kriegsbedingten Verhältnisse, die die deutsche Bevölkerung dezimiert hatten. Vielmehr hatte man die deutschen ihrem Schicksal nach Plünderungen, Vergewaltigungen usw. überlassen hatte, was von Stalin auch durchaus strategisch betrieben wurde. Medizinische Versorgung, wie in den westlichen Besatzungszonen=Fehlanzeige! Woher ich das weiß? Meine Familie mütterlicherseits kam aus Königsberg! Zu den Klugscheißern bezüglich Ursache und Wirkung: Nach Berichten Vertriebener (und auch meiner eigenen Familie) waren die schlimmsten Kriegsverbrecher auf sowjetischer Seite 1. nachrückende Truppen (also eher selten sowjetische Frontkämpfer) und 2. oft asiatische/mongolische Angehörige der Sowjetunion, die garantiert keine "Opfer" deutscher Eroberungen waren, da diese gar nicht weiter als westlich vor Moskau gekommen sind. Aber für viele linke Ideologen ist es natürlich nicht akzeptabel, daß Stalin der eigentliche Gebietsgewinner in Europe war - und da noch nach 1945. Aber: Euroipa war ja "so befreit nach 1945"... träumt weiter ihr linken Geschichtsverdreher!

Dem kann man nur zustimmen! Es gibt anscheinend traurigerweise genügend Menschen die meinen, dass NUR DEUTSCHE Kriegsverbrechen begehen konnten!!!! Dieser so genannte Akademiker betreibt meiner Meinung nach russische Kriegsverbrechenrelativierung!!! 80.109.141.202 01:03, 23. Nov. 2006 (CET)

Google Earth

In Google Earth ist Kaliningrad in einer sehr guten Auflösung enthalten. (Aufrufen: Kaliningrad Russia)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Königsberg (Preußen) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).