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Kalter Krieg

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Der Ausdruck Kalter Krieg bezeichnet den Systemkonflikt, den die Westmächte unter Führung der USA und der Ostblock unter Führung der Sowjetunion (SU) von 1945 bis 1990 mit allen verfügbaren Mitteln, aber unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges austrugen. Dabei wurden jahrzehntelang auf beiden Seiten ökonomische, politische, propagandistische und militärische Anstrengungen unternommen, den Einfluss des anderen Lagers weltweit zurückzudrängen und womöglich auszuschalten.

Der Konkurrenzkampf beider Systeme zeigte sich vor allem an ihrem Wettrüsten, erstreckte sich aber auch auf die sonstige Entwicklung in Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie - z.B. die der Raumfahrtprogramme beider Supermächte -, Kultur und Sport.

Überblick

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Nicht alle europäischen Länder gehörten einem der beiden Militärbündnisse an …
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… waren jedoch wirtschaftlich meist mit einer Seite verbunden
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Der Kalte Krieg war die Hochphase eines fundamentalen Systemgegensatzes, der auch als Ost-West-Konflikt bezeichnet wird. Ausgangspunkt der Systemkonfrontation war 1917 die bolschewistische Oktoberrevolution unter Lenins Führung, die den Russischen Bürgerkrieg mit, allerdings für den Ausgang unbedeutender, Beteiligung westlicher Kräfte auf gegenrevolutionärer Seite nach sich zog. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der diesen Gegensatz zwischen kapitalistischer und sowjetkommunistischer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im Zeichen der Anti-Hitler-Koalition überdeckt hatte, bildeten sich zwei feindliche Machtblöcke und die jeweils zugehörigen Militärbündnisse: die NATO und die Staaten des Warschauer Pakts. Diese Bündnissysteme standen sich hochgerüstet gegenüber und prägten jahrzehntelang eine vielfach als bipolare Welt bezeichnete historische Situation. Die später entstandene Bewegung der blockfreien Staaten versuchte eine neutrale Position zwischen Ost und West einzunehmen.

Zum Kalten Krieg kam es nach dem Zerfall der Anti-Hitler-Koalition im Zuge der Teilung Europas in einen von der Roten Armee beherrschten östlichen Teil und das von den westlichen Alliierten befreite übrige Europa. Den englischen Begriff cold war (auf Deutsch Kalter Krieg) prägte der US-amerikanische Journalist Walter Lippmann 1947. Aus westlicher Sicht standen dabei stets „Freiheit und Demokratie“ gegen „totalitäre Diktatur“ sowie „Marktwirtschaft“ gegen „Planwirtschaft“. Aus östlicher Sicht stand gegen die „systematische Ausbeutung“ im „dekadenten“ Kapitalismus die von der Staatspartei geleitete „allseitige Entfaltung der sozialistischen Persönlichkeit“ im Übergang zum Kommunismus.

Die Supermächte vermieden zwar den „heißen“ Krieg mit Waffeneinsatz gegeneinander, trieben aber ein beispielloses Wettrüsten voran, vor allem auf dem Gebiet der Atomwaffen. Die Drohung des Atomkriegs, den beide Seiten einkalkulierten, beschwor erstmals in der Menschheitsgeschichte die Gefahr der Selbstauslöschung herauf. Der Interessenkonflikt drohte mehrmals militärisch zu eskalieren: in der Berlin-Blockade 1948, während des Korea-Kriegs 1950 und besonders in der Kuba-Krise 1962. Dort konnte der direkte Krieg zwischen den Supermächten, der zum Einsatz von Atomwaffen geführt hätte, nur äußerst knapp vermieden werden.

Nach der Kubakrise wurde der Konflikt auf bilateraler Ebene zwar durch Krisendialog und Rüstungskontrollverträge reguliert, schwelte aber in vielen Stellvertreterkriegen weiter, so im Vietnamkrieg, in Kambodscha und Afghanistan sowie in zahlreichen bewaffneten Konflikten in Afrika (darunter speziell Angola) und in Mittel- und Südamerika. In einigen dieser Kriege oder Bürgerkriege war jeweils eine Supermacht mit eigenen Truppen offen beteiligt (so die USA in Korea und Vietnam, so die Sowjetunion in Afghanistan), während der Rivale die Gegenseite mit Geld, Waffen, Logistik und Informationen unterstützte. Vor allem in Ländern Afrikas und Lateinamerikas unterstützten beide Supermächte Rebellengruppen gegen ihnen nicht genehme Regierungen.

Ein besonders augenfälliges Produkt des Kalten Krieges war die Spaltung Deutschlands und Europas entlang des „Eisernen Vorhangs“ durch Grenzanlagen mit Stacheldrahtzäunen, Wachtürmen und Selbstschussanlagen. Zum wichtigsten Symbol und Mahnmal des Ost-West-Konflikts wurde die 1961 errichtete Berliner Mauer. Eine ähnliche Lage entstand bei der noch heute bestehenden Teilung Koreas entlang des 38. Breitengrads.

Die mit Unterstützung ihrer jeweiligen Besatzungsmächte 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten standen bis zur Auflösung der Blöcke in einem besonders prekären Verhältnis zueinander. Die Bundesrepublik Deutschland erkannte die Deutsche Demokratische Republik bis zur neuen Ostpolitik unter Bundeskanzler Willy Brandt nicht als eigenständigen Staat an und unterhielt auch nach dem Grundlagenvertrag 1972 in Ostberlin offiziell nicht eine Botschaft, sondern eine „Ständige Vertretung“. Die Zeitungen des Verlegers Axel Springers druckten die Abkürzung DDR weiterhin in Anführungszeichen. Demgegenüber wurde Ostberlin auf Betreiben der DDR-Staatsführung im gesamten öffentlichen Leben als „Hauptstadt der DDR“ bezeichnet, obwohl der Viermächte-Status von ganz Berlin dies nicht zuließ. Die unterschiedlichen Deutungsmuster blieben bis zur Wende in der DDR bestehen.

Eine bedeutende Rolle im Kalten Krieg spielten Spionage und verdeckte Operationen. (Die Glienicker Brücke in Berlin war ein wichtiger Schauplatz beim Austausch von gefangenen Agenten zwischen Ost und West.) Nachrichtendienste wie die CIA der USA, der sowjetische KGB, der Bundesnachrichtendienst (BND) der BRD, das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR u.a.m. beschafften für ihre Regierungen wichtige Informationen, verbreiteten Desinformation und Propaganda, führten Sabotage und sogar Morde an missliebigen Personen aus. Man weiß heute, dass Ostblockstaaten wie die DDR terroristische und separatistische Gruppen in Westeuropa logistisch und finanziell unterstützten. Die CIA und andere westliche Geheimdienste bauten mit Gladio eine geheime Organisation auf, die in Westeuropa ebenfalls illegale und terroristische Aktionen durchführte. Die CIA bildete außerdem Todesschwadronen in Lateinamerika aus – u. a. in physisch nicht nachprüfbaren Foltermethoden – und unterstützte über befreundete Dienste die afghanischen Warlords.

Erst 1985 mit dem Führungswechsel im Kreml eröffneten sich ernsthafte Chancen zu militärischer Abrüstung und politischer Annäherung der Blöcke. Michail Gorbatschows Verzicht auf die Breschnew-Doktrin zog ab 1989 die Selbstbestimmung der Völker Mittelosteuropas, den Zerfall des Ostblocks und 1991 die Auflösung der Sowjetunion nach sich. Damit endete die durch den Kalten Krieg begründete bipolare Weltaufteilung.

Die Epoche des Kalten Krieges wird vor allem unter US-amerikanischen Historikern kontrovers bewertet. Die traditionelle Sicht sah die Hauptverantwortung für seinen Verlauf in einem ideologisch begründeten Expansionsdrang der Sowjetunion. Die sogenannte revisionistische Auffassung machte die Politik beider Staaten gleichermaßen verantwortlich oder betonte das von ökonomischen und hegemonialen Interessen bestimmte Vorgehen der USA als treibende Kraft in dem Systemkonflikt.

Die technologische Entwicklung ist während des Kalten Krieges auf vielfältige Weise vorangetrieben worden. Durch Rüstungswettlauf und Systemgegensatz haben vor allem Nuklear-, Raumfahrt- und Raketentechnik fortlaufend Innovationsschübe erhalten. Aber auch in Biologie und Chemie sind durch die Entwicklung von B und C-Waffen neue Forschungsfelder entstanden. Nicht zuletzt für die heutige Elektronik, für die Computertechnik und für den gegenwärtigen Flugzeugbau hat der Kalte Krieg die Weichen gestellt.

Die Vorgeschichte (1917–1940)

1917 ergriffen in großen Teilen des europäischen Russlands die Bolschewiki unter Führung Lenins im Zuge der Oktoberrevolution die Macht. Eine Reihe von Mächten, darunter die USA versuchten erfolglos mit Interventionstruppen das Entstehen eines sozialistischen Gesellschaftssystems, an das die Hoffnung bzw. Befürchtung einer kommunistischen Weltrevolution geknüpft war, zu verhindern. Daran schloss sich eine erste latente Phase des Kalten Krieges an.

Erst 1933 erkannten die USA den neuen Staat UdSSR an. Ab 1934 versuchte die geopolitisch isolierte UdSSR sich den europäischen Demokratien anzunähern, was aber nicht gelang. Um sich vor einer Bedrohung durch das nationalsozialistische Dritte Reich abzusichern und eigene Eroberungspläne bezüglich Polens, des Baltikums und Finnlands umsetzen zu können, schloss die sowjetische Führung im Jahre 1939 unmittelbar vor Beginn des Zweiten Weltkriegs den Hitler-Stalin-Pakt.

Von der Anti-Hitler-Koalition zur Blockkonfrontation (1941–1949)

Nachdem Hitler die UdSSR mit der Wehrmacht und Truppen aus verbündeten Staaten 1941 angegriffen hatte, wechselte die UdSSR zur sogenannten Anti-Hitler-Koalition über und kämpfte gemeinsam mit den westlichen Alliierten gegen das Deutsche Reich und dessen Verbündete. Das Verhältnis zwischen Stalin und dem damaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt war wegen ihres gemeinsamen Ziels, Deutschland und dessen Verbündete zu besiegen, relativ entspannt. Die UdSSR wurde mit Kriegsmaterial beliefert (Lend-Lease-Abkommen) und im Luftkrieg strategisch unterstützt.

Stalin hat 1944 im Baltikum bereits zum Teil gewaltsam kommunistische Regierungen eingesetzt, aber eine mögliche revolutionäre Entwicklung in Griechenland, Italien und Frankreich, wo starke linksgerichtete Widerstandsgruppen existierten, nicht unterstützt. Er wies die Führer der dortigen kommunistischen Parteien an, eine parlamentarische Ordnung in einem kapitalistischen System zu akzeptieren, da er diese Länder als Teil der westlichen Interessensphäre ansah.

Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 zeigten sich erste Risse in der Anti-Hitler-Koalition: Roosevelt lehnte angesichts der sich abzeichnenden sowjetischen Vorherrschaft in Osteuropa konkrete Vereinbarungen mit der UdSSR für die Nachkriegszeit ab. Daraufhin änderte Stalin seinen Kurs und ging verstärkt daran, sowjetische Sicherheitsinteressen in den von ihm kontrollierten Gebieten ohne Rücksprache mit den Westalliierten durchzusetzen. Gleiches taten die Westalliierten in den von ihnen kontrollierten Gebieten.

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Potsdamer Konferenz
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Nach Roosevelts Tod am 12. April 1945 zerbrach die sogenannte Anti-Hitler-Koalition: Sein Nachfolger Harry S. Truman schwenkte auf einen strikt antisowjetischen und antikommunistischen Kurs um. Als er auf der Konferenz von Potsdam vom ersten erfolgreichen Test einer Atombombe erfuhr (16. Juli 1945), gab er den Befehl für den Einsatz der ersten Atombomben. Diese wurden am 6. August auf Hiroshima, am 9. August auf Nagasaki abgeworfen. Sie sollten die bedingungslose Kapitulation Japans beschleunigen. Zugleich wurde die Wirkungsweise zweier unterschiedlicher Bombentypen am „lebenden Objekt“ erprobt. Die Abwürfe waren u. a. nach Ansicht des US-Historikers David Horowitz auch eine gezielte Machtdemonstration an die UdSSR für die Nachkriegszeit und sollten ihrem weiteren Vorrücken in Ostasien zuvorkommen.

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Die Atombombenabwürfe auf Japan
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Das Bekanntwerden massiver Spionageaktivitäten der Sowjetunion in Großbritannien, den USA und Kanada durch Dokumente des übergelaufenen Kryptographen Igor Gouzenko bewirkte im Jahr 1945 zusätzlich eine deutlich konfliktfreudigere Haltung des Westens. Seit der Nachkriegskonferenz in London stützten sich die USA dann auch politisch gegenüber der UdSSR auf ihre wirtschaftliche Überlegenheit und auf ihr Atomwaffenmonopol, das bis 1949 bestand. In ihrer Außenpolitik begünstigten sie den westeuropäischen Wiederaufbau- und Einigungsprozess auf der Basis privatwirtschaftlicher und parlamentarischer Strukturen. In der Außenhandelspolitik zielten sie auf offene Märkte und die Durchsetzung des US-Dollars als Weltleitwährung. Die UdSSR wiederum wollte ihre vorgelagerte Sicherheitssphäre in Mittelost- und Osteuropa festigen, was von der US-Administration mit einer antikommunistischen Eindämmungsstrategie (Containment-Politik) beantwortet wurde.

Auch Deutschlands Nachkriegsordnung war in Potsdam umstritten. Das Potsdamer Abkommen enthielt zwar allgemeine Vereinbarungen über die künftige gemeinsame Verwaltung der Siegermächte und formulierte Grundsätze wie Demilitarisierung, Entnazifizierung und Demokratisierung, die aber je nach politischer Interessenlage unterschiedlich ausgelegt werden konnten und ausgelegt wurden. Damit war der weitere Konflikt vorprogrammiert. Das gegenseitige Misstrauen wuchs, als mit der Irankrise 1946 und im Hinblick auf die politische Entwicklung der Türkei weitere Konfliktherde hinzukamen. Wie Geheimdokumente des Pentagon von 1950 zeigen, ging es den USA schon früh auch darum, Mittelost- und Osteuropa unter westlichen Einfluss zu bringen und die UdSSR durch Aufrüstung zu destabilisieren.

 
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Harry S. Truman, Nachfolger Roosevelts
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Mit der Truman-Doktrin 1947, in der der US-Präsident ankündigte, „alle freien Völker zu unterstützen, die sich der Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch Druck von außen widersetzen“, gingen die USA unmissverständlich auf antikommunistischen und antisowjetischen Kurs. Anlass dafür war die Situation in Griechenland und der Türkei, die keine kommunistischen Regimes erhalten sollten. Den Anstoß für die in der Truman-Doktrin demonstrativ vollzogene außenpolitische Wende hatte das long telegram des amerikanischen Diplomaten George F. Kennan gegeben, der aufgrund seiner Beobachtungen in Moskau jedes politische Arrangement mit der UdSSR ablehnte.

Der Marshall-Plan bot allen europäischen Staaten, auch der UdSSR, Unterstützung beim Wiederaufbau an. Die Verhandlungen dazu in Paris brach diese jedoch ab, da die USA politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen vorgaben, die für die UdSSR mit ihrer staatskapitalistisch organisierten Wirtschaft inakzeptabel waren. Auch die osteuropäischen Staaten unter sowjetischer Vorherrschaft mussten auf amerikanische Wirtschaftshilfe verzichten und wurden ökonomisch eng an die UdSSR gebunden.

1948/1949 führten die Westalliierten ohne Absprache mit der UdSSR eine Währungsreform in ihren Besatzungszonen Deutschlands und in den Westsektoren Berlins durch. Die UdSSR betrachtete dies als Bruch der Potsdamer Konferenzbeschlüsse, wonach Deutschland als politische und wirtschaftliche Einheit zu wahren war, und antwortete mit der Berlin-Blockade, einer totalen Wirtschafts- und Handelsblockade der Berliner Westsektoren. Diese sollten von der Versorgung mit Lebensmitteln und Brennstoffen abgeschnitten werden, um ihre Unterstellung unter sowjetische Kontrolle oder anderweitige politische Zugeständnisse zu erzwingen. Das verhinderte der Westen mit der Berliner Luftbrücke. Dieser erste Höhepunkt des Kalten Krieges verstärkte die westliche Furcht vor einer sowjetischen Expansion in Europa.

1949 wurden die drei Westzonen zur "Bundesrepublik Deutschland" (BRD) vereint und das westliche Militärbündnis NATO gegründet. Die UdSSR antwortete mit der Gründung der "Deutschen Demokratischen Republik" (DDR). Damit war die Teilung Deutschlands und Europas besiegelt und die bipolare Weltordnung zementiert. Auch wirtschaftlich festigte sich die Teilung mit der für die Koordination der Marshallplan-Hilfen 1948 gegründeten OEEC und mit der ab 1952 bestehenden Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Westen sowie mit der Bildung des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW/COMECON) im Osten. Die wichtigsten westlich orientierten Staaten praktizierten seit 1950 gegen die Ostblockstaaten das COCOM-Embargo für Hochtechnologie und Rüstungsgüter.

Ebenfalls 1949 zündete die UdSSR ihre erste Atombombe; in China gelangten die Kommunisten unter Mao Zedong an die Macht. Daraufhin verstärkten die USA ihre Eindämmungspolitik: Sie erkannten die neue chinesische Regierung nicht an, verweigerten der Volksrepublik China die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen und unterstützten Japans Entwicklung zu einem antikommunistischen Gegenpol. Ihre auch für die NATO verbindliche Militärstrategie basierte bis 1954 auf der Drohung mit „massiver Vergeltung“ (massive retaliation) „an Orten und mit Mitteln eigener Wahl“ für jeden nicht näher definierten kommunistischen Expansionsversuch. Damit verfolgten die USA nun offen eine Politik des roll back, d.h. ein Zurückdrängen des Staatskommunismus in Eurasien.

Vom Koreakrieg bis zur Kubakrise – an der Schwelle zum atomaren Vernichtungskrieg (1950–1962)

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Koreakrieg: US-UN-Einheiten überqueren 1950 den 38. Breitengrad
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1950 eskalierte der Kalte Krieg in Nordostasien zum Koreakrieg, einem Stellvertreterkrieg vor allem zwischen den USA, die Südkorea unterstützten, und der VR China, die Nordkorea unterstützte. Vorausgegangen war 1949 der Abzug der sowjetischen Truppen aus Nordkorea und der US-Truppen aus Südkorea; beide Siegermächte des Zweiten Weltkriegs hatten das Land nach der Kapitulation Japans entlang dem 38. Breitengrad geteilt. Nun wollte der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung den südkoreanischen Diktator Syngman Rhee verdrängen und Korea unter seiner Führung vereinigen.

Nordkoreanische Truppen überschritten die Grenze und besetzten große Teile Südkoreas. Die USA intervenierten daraufhin mit eigenen Truppen und drängten die Nordkoreaner weit zurück, so dass nur das Eingreifen von inoffiziellen chinesischen Truppen Nordkorea vor US-amerikanischer Besetzung bewahrte. Weil die UdSSR den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorübergehend boykottierte, segnete dieser die US-Intervention nachträglich ab. Korea blieb weiterhin und bis heute geteilt.

In den USA nahm zu Beginn der 1950er Jahre der Antikommunismus enorm zu. Das 1938 gegründete Komitee für unamerikanische Aktivitäten wurde dafür nun zur wichtigsten Schaltstelle. Senator Joseph McCarthy leitete den Ausschuss zur Untersuchung „antiamerikanischer Umtriebe“. Er versuchte systematisch nicht nur Kommunisten, sondern auch liberale Intellektuelle als vermeintliche Spione und Systemgegner ausfindig zu machen, zu verhören, einzuschüchtern und aus ihren Ämtern zu entfernen („McCarthyism“). 1954 wurde er schließlich wegen seines unverhältnismäßigen Vorgehens gerügt und abgelöst.

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Truppenstärke der NATO-Mitgliedsstaaten inkl. Kontingente aus den USA und Kanada und der Staaten des Warschauer Paktes in Europa 1959
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In der Deutschlandpolitik hatte Stalin 1952 mit den Deutschland-Noten überraschende Akzente gesetzt, indem er den drei Westmächten die Wiedervereinigung Deutschlands anbot. Demnach sollte ein neutraler, aber zur Selbstverteidigung fähiger deutscher Staat in den von der Potsdamer Konferenz festgelegten Grenzen entstehen. Damit, so wird vermutet, wollte Stalin die sich abzeichnende NATO-Mitgliedschaft der BRD verhindern und Deutschland zur militärischen Pufferzone zwischen Ost und West machen. Dieser Vorschlag war allerdings für die Regierung Adenauer u.a. aufgrund der damit verbundenen Schutzlosigkeit gegenüber der Sowjetunion und wegen des zweifelhaften sowjetischen Demokratieverständnisses unannehmbar. Dennoch sahen einige BRD-Politiker, darunter Gustav Heinemann, die Neutralität als größeren Schutz und tragfähigere Perspektive an, weil ein abgerüstetes Deutschland ohne Bündnispflichten größere politische Handlungsfreiheit gegenüber beiden Supermächten gehabt hätte.

Die Westmächte misstrauten Stalins Vorschlägen und sahen darin überwiegend Nachteile für das eigene Lager. Zwar gestand Stalin sogar freie Wahlen zu, jedoch unter Aufsicht der vier Siegermächte. Die Westalliierten antworteten mit dem Verweis auf 1948, als Deutschlands Viermächteverwaltung gescheitert war. Damit war der Vorschlag de facto abgelehnt und eine Chance zur deutschen Wiedervereinigung, die nicht von einem vorherigen Systemwandel im Ostblock abhing, für lange Zeit aufgegeben. 1955 wurde ein ähnliches Angebot für Österreich jedoch angenommen.

Mit dem Amt Blank begann 1952 die Wiederbewaffnung der BRD, nachdem im Vorjahr schon der Bundesgrenzschutz (BGS) gegründet worden war. Die DDR verfügte mit der kasernierten Volkspolizei über paramilitärische Einheiten.

Als am 5. März 1953 Stalin starb, boten sich Chancen zur „Entstalinisierung“ der UdSSR. Sein Nachfolger Chruschtschow setzte angesichts der atomaren Pattsituation und massiver innenpolitischer Probleme auf einen Entspannungskurs und leitete die Politik der „friedlichen Koexistenz“ ein. Die kurze Phase endete mit dem Aufstand in der DDR am 17. Juni, der demonstrierte, dass die DDR-Regierung nicht das Vertrauen ihrer Bürger genoss, dass freie Wahlen sie entmachtet und die Eigenstaatlichkeit der DDR gefährdet hätten.

1954 zog die UdSSR auch bei den Wasserstoffbomben und neuen Flugzeugen mit interkontinentaler Reichweite mit den USA gleich. Damit etablierte sich das sogenannte Gleichgewicht des Schreckens. Dessen Erhaltung bestimmte fortan die Beziehungen der Supermächte und trieb den Rüstungswettlauf zusätzlich voran. Die USA begannen nun, in Westeuropa auch auf dem Boden der BRD atomar zu bestückende Kurzstreckenraketen aufzustellen. Sie hielten an der Abschreckungsdoktrin der „massiven Vergeltung“ und ihrem Entscheidungsmonopol zur atomaren Eskalation im „Verteidigungsfall“ fest.

Als Gegenorganisation zur NATO gründete die UdSSR 1955 den Warschauer Pakt. Auf die Gründung der Bundeswehr in der BRD folgte kurz darauf die Nationale Volksarmee (NVA) in der DDR. Infolge der Pariser Verträge war die BRD unterdessen Mitglied in der NATO geworden. Zur Erlangung der vollen Gleichberechtigung im Westen und zu Abschreckungszwecken gegenüber der UdSSR planten Bundeskanzler Adenauer und Verteidigungsminister Franz Joseph Strauß zeitweilig, auch die Bundeswehr atomar zu bewaffnen.

1956 kam es in Ungarn zu einem Volksaufstand: Mehrere hunderttausend Demonstranten forderten mit Rundfunkbesetzungen und einem Generalstreik demokratische Wahlen sowie eine Loslösung von der UdSSR und riefen Imre Nagy zum Ministerpräsidenten aus. Als dieser den Austritt aus der Warschauer Pakt-Organisation verkündete, schlugen sowjetische Truppen den Aufstand nieder und töteten etwa 20.000 Ungarn. Hilfe aus dem Westen, auf die Radio Free Europe Hoffnung gemacht hatte, blieb aus. Die Westmächte waren zeitgleich mit der Suez-Krise befasst, die dazu führte, dass nach der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch Ägyptens neuen Führer Nasser Frankreich, Großbritannien und Israel Ägypten vom 29. Oktober 1956 an militärisch angriffen.

1957 im April machte ein Interview Adenauers die Pläne zur Atombewaffnung öffentlich bekannt. Das „Göttinger Manifest“ von 18 Physikern (12. April) leitete die erste breite außerparlamentarische Opposition in der BRD ein: die "Kampf-dem-Atomtod"-Bewegung, die vor allem von SPD, Kirchen und Gewerkschaften getragen wurde. Sie forderte den Verzicht auf Atomwaffen und teilweise den Austritt aus der NATO.

Am 2. Oktober 1957 schlug der polnische Außenminister Adam Rapacki vor der UNO-Vollversammlung überraschend einen beiderseitigen Verzicht der Militärbündnisse auf Atomwaffen und eine Entmilitarisierung ganz Mitteleuropas vor. Damit griff er Vorschläge des britischen Premierministers Anthony Eden von 1954 auf, die eine entmilitarisierte Zone auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs vorgesehen hatten, um Erfahrungen in der Kontrolle von Abrüstungsmaßnahmen zu sammeln. Der sowjetische Außenminister Molotow hatte diese Idee weiterentwickelt. Doch seine Vorschläge verlangten den Verzicht auf atomare Bewaffnung der NATO, während der Westen die Auflösung der Warschauer Vertrags-Organisation verlangte. Als die NATO im Dezember 1957 – nach dem Sputnikschock - ihre Atombewaffnung beschloss, war der Rapacki-Plan gescheitert und das atomare Wettrüsten der Blöcke nicht mehr aufzuhalten. Die Bundeswehr erhielt jedoch keine eigenen Atomwaffen.

Ein 1960 als „Friedensgipfel“ angedachtes Treffen in Paris zwischen US-Präsident Eisenhower und Chrustschow scheiterte. Kurz zuvor war ein US-Spionageflugzeug über der UdSSR abgeschossen worden. Die USA gaben zu, die UdSSR seit 1956 unter Verletzung ihres Luftraums zu beobachten. Chrustschow verlangte vom Präsidenten das Eingeständnis, dass es sich dabei um „aggressive Akte“ gehandelt habe, was Eisenhower ablehnte. Im selben Jahr entschlossen die USA sich zu ersten wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Kuba, da die seit Anfang 1959 dort herrschende Revolutionsregierung unter Fidel Castro einen sozialistischen Kurs eingeschlagen hatte. Darauf folgten eine Reihe erfolgloser verdeckter Operationen, um das Castro-Regime zu stürzen. Daneben begann zwischen der UdSSR und der VR China der Konflikt um die Führungsrolle im Weltkommunismus.

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Berliner Mauer
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Seit 1958 hatte die UdSSR in der Deutschland-Politik mit dem Chruschtschow-Ultimatum, das den Abzug der Westmächte aus ihren Berliner Sektoren verlangte, um Berlin zur entmilitarisierten „Freien Stadt“ zu machen, massiven Druck aufgebaut. Wesentliche Ursache dafür war die steigende Anzahl von Flüchtlingen, die die DDR über die offene Sektorengrenze nach West-Berlin verließen. Nachdem die Westmächte das Ultimatum folgenlos hatten verstreichen lassen, formulierte US-Präsident John F. Kennedy „three essentials“ in Bezug auf die Lage der Stadt, die der sowjetischen Seite Möglichkeiten und Grenzen ihrer Handlungsfreiheit aufzeigten: dauerhaftes Bleiberecht und freier Zugang für die Westalliierten in und nach Berlin sowie politisches Selbstbestimmungsrecht der West-Berliner. Die Westmächte griffen daher zunächst nicht ein, als die DDR-Führung unter Walter Ulbricht am 13. August 1961mit Grenzabsperrungen begann, die in die Errichtung der Berliner Mauer mündeten. (Auf einer Pressekonferenz noch kurz zuvor hatte Ulbricht diese Absicht ausdrücklich bestritten.) Damit sollte die massive Abwanderung von Fachkräften in den Westen (ca. 2,6 Mio. Menschen seit 1949) gestoppt werden, während die offizielle Propaganda von einem antifaschistischen Schutzwall sprach. Nach wechselseitigen Provokationen standen sich dann doch für kurze Zeit sowjetische und US-amerikanische Panzer am Checkpoint Charlie in Berlin direkt gegenüber. Insgesamt kamen bis 1989 wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze mehrere hundert Menschen bei Fluchtversuchen ums Leben. Allerdings kam es im Gegensatz zur Grenze in Korea hier nur selten zu bewaffneten Zwischenfällen zwischen Grenzschützern auf beiden Seiten.

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Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba 1962
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1962 standen die Supermächte und die Welt in der Kubakrise am Rand eines neuen Weltkriegs. Nachdem die USA Zeus- und Thor-Mittelstreckenraketen in der Türkei stationiert hatten, stationierte die UdSSR ihrerseits Atomraketen auf Kuba. Diese hätten die Vorwarnzeiten für einen Angriff auf die USA extrem herabgesetzt. Daraufhin verhängte Präsident Kennedy eine Seeblockade über sowjetische Schiffe, die Kuba anliefen. Die Situation eskalierte bis zu dem Punkt, da die Kurs auf Kuba haltenden sowjetischen Schiffe abdrehten. Über geheime diplomatische Kontakte gelang es dem Bruder des Präsidenten, Robert F. Kennedy, Chruschtschow zum Verzicht auf die Raketenstationierung zu bewegen. Dabei half das der Öffentlichkeit zunächst vorenthaltene Zugeständnis des Abzugs US-amerikanischer Raketen aus der Türkei. Danach wurde ein „heißer Draht“ zwischen den Staatschefs beider Supermächte, das sogenannte „rote Telefon“, eingerichtet, um künftige Beinahe-Zusammenstöße zu vermeiden.

Zwischen Entspannungsbemühungen und Machtbehauptung (1963–1978)

Ab 1963 herrschte eine zögernde Entspannungspolitik zwischen den verfeindeten Blöcken vor, die von sowjetischer Seite unter dem Leitbegriff „friedliche Koexistenz“ firmierte, während auf westlicher Seite – und insbesondere im Hinblick auf die deutsche Teilung - die Überwindung des Status Quo auf der Basis eines „Wandels durch Annäherung“ (Egon Bahr) Wandel durch Annäherung (PDF), Rede Egon Bahrs am 15. Juli 1963 in der Evangelischen Akademie Tutzing propagiert wurde. Die Attraktivität des westlichen Gesellschaftsmodells wurde hierbei als letztlich ausschlaggebend unterstellt.

1968 versuchten reformorientierte Mitglieder innerhalb der Kommunistischen Partei der CSSR unter Alexander Dubček Maßnahmen zur Demokratisierung der Tschechoslowakei durchzuführen (Aufhebung der Zensur, Informations- und Meinungsfreiheit, Wirtschaftsreformen). Dieser sogenannte Prager Frühling war jedoch nur von kurzer Dauer. Die sowjetische Führung bewertete die Auswirkungen der Reformen als konterrevolutionär, ließ Truppen der Warschauer Vertrags-Organisation in die Tschechoslowakei einmarschieren und erzwang das Einschwenken der politischen Führung auf die von Moskau vorgegebene Linie. Antisowjetische Demonstrationen wurden blutig niedergeschlagen. Der Westen verurteilte das Vorgehen der Sowjetunion zwar, unternahm aber wie beim Ungarn-Aufstand 1956 keine weiteren Schritte. Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew rechtfertigte die Intervention nachträglich damit, dass die Souveränität der sozialistischen „Bruderstaaten“ nicht eine Abkehr von den Grundlagen des Sozialismus einschlösse, sondern dass in einem solchen Fall äußeres Eingreifen gerechtfertigt sei. Diese Breschnew-Doktrin galt bis zu der von Gorbatschow vollzogenen Wende fort.

1969 begannen bilaterale Gespräche zwischen der UdSSR und den USA zur Kontrolle und Begrenzung der Atomwaffen. Diese mündeten in die Unterzeichnung der SALT-Verträge und des ABM-Vertrags. Parallel dazu leitete die sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt mit ihrer Ostpolitik die Entspannung in Mittelosteuropa ein. Sie zielte auf menschliche Erleichterungen im geteilten Deutschland und insbesondere für Berlin, suchte dazu die Verständigung mit den östlichen Nachbarn wie mit der Vormacht Sowjetunion und garantierte in den Ostverträgen die Unverletzlichkeit der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Grenzen. Ein weiterer Schritt der Entspannung war 1973 die erste Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die 1975 zur Schlussakte von Helsinki führte.

Im Februar 1972 hatte US-Präsident Richard Nixon durch einen Staatsbesuch in der Volksrepublik China Entspannungsbereitschaft auch gegenüber der anderen kommunistischen Führungsmacht verdeutlicht und die Voraussetzungen für eine aus Sicht der US-Administration erträgliche Beendigung des Vietnamkriegs verbessert. Seit der Tongking-Resolution des US-Kongresses 1964 hatten die USA offiziell Krieg an der Seite ihrer südvietnamesischen Verbündeten gegen die von Nordvietnam unterstützten kommunistischen Vietcong geführt, nachdem die vormalige Kolonialmacht Frankreich sich nach militärischen Niederlagen zurückgezogen hatte. Trotz intensiven Bombenkriegs und Inkaufnahme bedeutender eigener Verluste an Soldaten gelang es der westlichen Supermacht nicht, die Vietcong zu besiegen. 1973 wurde ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Nordvietnam unterzeichnet und die Vereinigten Staaten zogen ihre verbliebenen Truppen aus Südvietnam zurück.

Mittelstreckenraketen und SDI – die letzte Phase des Rüstungswettlaufs (1979-1985)

1979 markierten zwei nahezu gleichzeitig stattfindende Ereignisse das Ende der Entspannungspolitik der 1970er Jahre und eine Verschärfung des Kalten Krieges: der Nato-Doppelbeschluss, der das entstandene Übergewicht sowjetischer Mittelstreckenraketen neutralisieren sollte, und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan, der auch strategische Interessen der USA an den Erdölreserven im Nahen und Mittleren Osten berührte.

Hierauf reagierten die USA unter Präsident Jimmy Carter mit einem Boykott der Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau, dem die westlichen Staaten sich anschlossen. Außerdem belieferten die USA in der Folge die gegen die sowjetische Besatzung kämpfenden afghanischen Mujaheddin mit Waffen.

Ronald Reagan als Carters Amtsnachfolger erhöhte die Rüstungsausgaben auf ein neues Rekordniveau und führte die „Strategic Defense Initiative“ (SDI) (auch Star Wars-Programm genannt) zur Abwehr strategischer Raketen ein. Damit sollte die Fähigkeit der SU zum strategischen Zweitschlag ausgeschaltet werden. Es gehörte ausdrücklich zu den Zielen dieses Vorhabens, einen uneinholbaren Vorsprung im Rüstungswettlauf zu gewinnen, um den Ostblock ökonomisch und politisch zu destabilisieren. Dieser konnte sich die Militärausgaben nach westlichen Einschätzungen nicht mehr lange leisten.

Im Herbst 1982 scheiterten die Genfer Abrüstungsverhandlungen zwischen USA und SU über den Abbau von Mittelstreckenraketen. Ein Grund dafür war, dass man sich nicht auf die Definition des Gleichgewichts einigen konnte: Die SU bezog auch die U-Boot-gestützten Raketen Frankreichs als gegen sich gerichtet in ihre Berechnungen ein, während die USA diese ausklammerten.

Damit wurde die Stationierung einer neuen Raketengeneration auch auf westdeutschem Boden absehbar. Nach der Meinung von Gegnern dieser Nachrüstung dienten die Pershing II und Cruise Missiles nicht dem Schließen einer „Raketenlücke“ (Bundeskanzler Helmut Schmidt) als Gegengewicht gegen die SS-20, sondern der Umsetzung einer auf „Sieg im Atomkrieg“ ausgerichteten Strategie der USA, die Reagans führender Militärberater Colin S. Gray 1980 öffentlich vorgestellt hatte.

1983 stimmte der Bundestag mit der neuen christlich-liberalen Mehrheit unter Bundeskanzler Helmut Kohl der Aufstellung der NATO-Raketen zu. Dagegen bezog die seit 1979 wachsende westdeutsche Friedensbewegung nun verstärkt Konzepte eines gewaltfreien Widerstands ein. Nach Umfragen waren weiterhin gut zwei Drittel der westdeutschen Bevölkerung gegen die Aufstellung. An den Blockaden an Raketenstandorten nahmen auch viele prominente Politiker, Intellektuelle und einige Bundeswehrgeneräle teil. Parallel fanden in der DDR von staatlicher Seite nicht geduldete Demonstrationen gegen die Aufrüstung auch des Warschauer Paktes statt.

In der bereits 1978 mit der Entwicklung der Neutronenbombe neu eröffneten Runde eines forciert technologischen Rüstungswettlaufs konnte die Sowjetunion nicht mehr mithalten, zumal sie ihre militärischen und ökonomischen Kräfte mit der Intervention in Afghanistan schon überdehnt hatte.

Auch die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in Mittelosteuropa waren neuerlich in Bewegung geraten. Dazu haben wesentlich die auf Gewährleistung der Menschenrechte gerichteten Vereinbarungen der Schlussakte von Helsinki beigetragen, die der Bürgerrechtsbewegung innerhalb des sowjetischen Machtbereichs Auftrieb gaben. Von ausstrahlender Wirkung waren die Streiks und zwischenzeitlichen Erfolge der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność unter Lech Wałęsa in Polen 1980/81, die - im Sinne der Breschnew-Doktrin – nur mit der Verhängung des Kriegsrechts eingedämmt werden konnten.

Von Gorbatschows Reform- und Verständigungspolitik bis zur Auflösung des Ostblocks (1986–1991)

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Michail Gorbatschow
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Wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Stagnation des Ostblocks seit Anfang der 1980er Jahre nahm auch innerhalb der politischen Führung der Sowjetunion die Einsicht in die Notwendigkeit eines Kurswechsels zu. 1985 leitete der neue Generalsekretär des Politbüros, Michail Gorbatschow, ein Reformprogramm ein, das er Perestroika (Wende in Wirtschaft und Verwaltung) und Glasnost (Offenheit und Transparenz nach innen und außen) nannte. In der Außenpolitik bestand der Kurswechsel zunächst darin, dass das gigantische Haushaltsdefizit der SU durch wechselseitige Abrüstung der Blöcke aufgefangen werden sollte. Dem standen anfangs die SDI-Pläne der US-Administration entgegen, die eher eine neue Runde im Rüstungswettlauf hätten einleiten können.

1986 legte Gorbatschow überraschend einen Plan zur Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2000 vor, um die westliche Blockadehaltung zu überwinden. Nach einigen Schwierigkeiten der Unterhändler bei den seit Herbst 1985 laufenden Genfer Abrüstungsgesprächen kam es im Oktober 1986 zu einem Gipfeltreffen zwischen Reagan und Gorbatschow in Reykjavik: Dort wurde die Halbierung der Menge aller Atomwaffen und die Abschaffung aller ballistischen Raketen binnen zehn Jahren diskutiert. Eine sofortige Einigung scheiterte daran, dass die USA am SDI-Programm festhielten, das aus Sicht der SU gegen den ABM-Vertrag über Raketen-Abwehrraketen von 1972 verstieß.

Bereits 1987 aber machte Gorbatschow nicht mehr ein Gesamtpaket einschließlich der Abkehr der USA vom SDI-Programm zur Vorbedingung konkreter Abrüstungsschritte: Es kam schließlich zum INF-Vertrag, der die Verschrottung aller Mittelstreckenraketen in Europa vorsah. Zudem wurde mit dem START-I-Vertrag die Reduzierung der strategischen Kernwaffen eingeleitet. Ferner sollten Obergrenzen bei antiballistischen Raketen und Mischungsverhältnisse von Offensiv- und Defensivwaffen festgelegt werden. Dies war der bis dahin weitreichendste Durchbruch zur Abrüstung, der das Ende des Kalten Krieges einläutete.

Nach der ausdrücklichen Abkehr Gorbatschows von der Breschnew-Doktrin begann die „Wende“ in den europäischen Ostblockstaaten. In Polen kam es bereits im April 1988 zu wilden Streiks, im August zu Gesprächen zwischen der verbotenen Gewerkschaft Solidarność und der kommunistischen Regierung, im Dezember zur Gründung des oppositionellen Bürgerkomitees unter Vorsitz Lech Wałęsas, dann zur Neubildung von Parteien und am 4. Juni 1989 zum Sieg des Bürgerkomitees bei Parlamentswahlen. Ähnlich verlief die Entwicklung in Ungarn.

In der DDR verstärkte sich im Juli 1989 die Flüchtlings- und Ausreisewelle. Der ungarische Ministerpräsident Gyula Horn veranlasste am 19. August die Grenzöffnung zu Österreich und ließ etwa 600 DDR-Bürger ungehindert passieren. Danach häuften sich die von Leipzig ausgehenden Montagsdemonstrationen, die schließlich in vielen Städten der DDR stattfanden und an denen immer mehr Menschen teilnahmen. Dabei wurden zunehmend Forderungen nach einer Demokratisierung der Gesellschaft laut („Wir sind das Volk“). Auch zum 40. Jahrestag der Republik am 7. Oktober protestierten die Bürger in Leipzig. Bei dieser Gelegenheit hat der als Gast zu den Feiern in Berlin eingeladene Gorbatschow der DDR-Führung unter Erich Honecker Reformmaßnahmen deutlich angeraten (daher die Kurzformel: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.) Die SED-Führung hatte nämlich den Reformkurs der bis dahin immer als vorbildlich propagierten Führungsmacht (Transparentlosung: Von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen!) ausdrücklich nicht übernommen. Vor einem Militäreinsatz gegen die Großdemonstrationen schreckte die nun völlig isolierte DDR-Führung aber zurück; denn anders als bei den Volkserhebungen in der DDR 1953, in Ungarn 1956 und in Prag 1968 konnte nun nicht mehr auf den Einsatz von Streitkräften der Roten Armee gegen die Demonstranten gezählt werden. So kam es im Zuge einer „friedlichen Revolution“ erst zur Absetzung Honeckers im Politibüro der SED und schließlich – nach Ankündigung eines grundlegend liberalisierten Reisegesetzes für alle DDR-Bürger - zum spontanen Massenansturm auf die Berliner Grenzübergänge und zum Mauerfall. In der Folge wandelten sich die Demonstrationslosungen und verstärkte sich der Ruf nach einer Vereinigung mit der Bundesrepublik („Deutschland einig Vaterland“).

Im Dezember 1989 folgten Massenproteste und erfolgreiche Revolutionen auch in der Tschechoslowakei und Rumänien. Während der politische Umsturz in Prag unblutig verlief und mit Vaclav Havel ein von der Bevölkerung getragener neuer Präsident bereitstand, griff in Bukarest der Geheimdienst Securitate ein. Diktator Nicolae Ceauşescu und seine Frau wurden standrechtlich erschossen; eine stabile Nachfolgeregierung kam lange nicht zustande.

Auf einem Treffen mit Bundeskanzler Kohl in Gorbatschows kaukasischer Heimat gab dieser am 15. Juli 1990 sein Einverständnis, dass ein vereintes Deutschland Mitglied der NATO sein könne und nur auf die NATO-Ausdehnung verzichten solle, solange sowjetische Truppen auf DDR-Gebiet stünden. Deren Abzug wurde in einem Sondervertrag geregelt. Die Bundesrepublik verpflichtete sich im Gegenzug, die Bundeswehr dauerhaft auf maximal 370.000 Soldaten zu begrenzen und auf ABC-Waffen auch künftig zu verzichten. Als Gegenleistung gewährte Kohl der UdSSR einen Sofortkredit in unbekannter Höhe (geschätzt werden bis zu 15 Milliarden DM).Bundeszentrale für politische Bildung: Verhandlungen mit den vier Mächten

Nach der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion vom 1. Juli wurde am 31. August der deutsche Einigungsvertrag geschlossen. Am 3. Oktober 1990 wurde die Deutsche Wiedervereinigung durch Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes vollzogen. Auf die in der ursprünglichen Fassung des Grundgesetzes in Artikel 146 vorgesehene neue Verfassung wurde anderen Auffassungen zum Trotz (u.a. Verfassungsentwurf des Runden Tisches) mit Hinweis auf die Bewährtheit des Grundgesetzes verzichtet.

Am 21. November 1990 wurde der Kalte Krieg formell beigelegt. In der Charta von Paris verpflichteten sich die 34 KSZE-Staaten zur Demokratie als Regierungsform und zur Achtung der Menschenrechte. Die offiziellen Auflösungen von RGW und Warschauer Pakt folgten Mitte 1991.

Direkte Folgeentwicklungen

1991 erreichte die Abkehr vom sowjetischen Zentralismus auch die UdSSR selbst: Da Gorbatschow das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Einflussbereich der Sowjetunion anerkannt hatte, verlangten nun auch die Staaten des Baltikums Autonomie und Rückzug der Roten Armee aus ihren Hoheitsgebieten. Dem versuchte Gorbatschow noch mit einer Verfassungsänderung zu begegnen, die mehr Föderalismus und Teilautonomie gewähren, aber die staatliche Einheit der UdSSR wahren sollte. Der gegen Gorbatschows Reformkurs gerichtete, am Volkswiderstand gescheiterte Augustputsch beschleunigte das Ende der KPdSU und das der Sowjetunion. Gorbatschow trat von seinem Amt als Generalsekretär zurück; Boris Jelzin verbot die KPdSU für den Bereich Russlands. Wenige Wochen darauf erklärten die baltischen Republiken sich für unabhängig, viele Teilrepubliken setzten ihre KP-Führer ab. Die UdSSR wurde zum Jahresende 1991 aufgelöst; aus einigen ihrer Teilstaaten bildete sich die GUS.

Der rasche Niedergang und schließlich kollapsartige Zusammenbruch des Sowjetimperiums kam für westliche Beobachter wie auch für die amerikanische Führung teilweise überraschend, da die Sowjetunion bis zuletzt den Status der hochgerüsteten Supermacht besaß, die die eigenen Interessen und Einflussgebiete kaum freiwillig preisgeben würde. Andererseits gab es westliche Analysen, die eine Zahlungsunfähigkeit und den ökonomischen Zusammenbruch der SU prognostiziert hatten.

Das Ende der bipolaren Machtstruktur hat eine neue globalpolitische Situation hinterlassen, in der die USA durch das Verschwinden der SU als direkter globaler Konkurrent den Status der „einzigen Weltmacht“ erreicht hat. Die meisten osteuropäischen Staaten, die dem Warschauer Pakt angehörten und nach 1989 ein parlamentarisches und kapitalistisches System angenommen haben, sind heute Mitglied in der NATO. Die Auflösung der sowjetischen Machtsphäre hat zudem die Globalisierung gefördert, in deren Folge heute die überwiegende Mehrheit der Staaten der Erde das Prinzip des Freihandels anerkennt.

Siehe auch

Referenzen

Literatur

  • Michael R. Beschloss/Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989–91. ECON, ISBN 3430112478
  • Jürgen Bruhn: Der Kalte Krieg oder: Die Totrüstung der Sowjetunion. Gießen 1995, ISBN 3883494348
  • John Lewis Gaddis: We now know. Rethinking Cold War History. Oxford 1997, 2. erw. Aufl. 2005
  • John Lewis Gaddis: The cold war. Allen Lane/Penguin Books, London u. a. 2005, ISBN 0713999128
  • David Horowitz: Kalter Krieg. Hintergründe der US-Außenpolitik von Jalta bis Vietnam. Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 1983, ISBN 3803110130
  • Jeremy Isaacs/Taylor Downing: Der Kalte Krieg. Heyne, München 2001, ISBN 3453197100
  • Gabriel Kolko: Das Jahrhundert der Kriege. S. Fischer, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-10-040010-0
  • Wilfried Loth: Die Teilung der Welt, Geschichte des Kalten Krieges 1941–1955. dtv München, 2000, ISBN 3423307560
  • Rolf Steininger: Der Kalte Krieg. Fischer Taschenbuch Verlag Nr. 15551, Frankfurt a.M. 2003, ISBN 3596155517
  • Bernd Stöver: Der Kalte Krieg. C. H. Beck Verlag, München 2003, ISBN 3406480144
  • Wladimir K. Wolkow, Harald Neubert: Stalin wollte ein anderes Europa. Berlin 2003, ISBN 3360010469
  • Daniel Yergin: Shattered Peace: The Origins of the Cold War and the National Security State. Boston 1978, ISBN 039527267X
  • Zbigniew Brzeziński, Grand Failure: The Birth and Death of Communism in the Twentieth Century, Collier Books 1990, ISBN 0020307306

Multimedia

  • Selling Democracy. DVD. Bonn: BPB, 27. Januar 2006 (23 propagandistische Kurzfilme aus den Jahren 1948 bis 1953, Bereitstellungspauschale: EUR 6,–; vgl. [LINK])

Weblinks

   

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Kalter Krieg


Zeittafel

Ich weiß ja nicht, wer den Text verfasst hat, aber gerade die Zeittafel ist in einer schrecklichen Verfassung: Unvollständige Sätze, falsche Abkürzungen usw. (Amis oder Honegger sind z.B. zwei Begriffe, die nicht in ein Lexikon gehören!)--Ixnay 17:32, 16. Nov 2004 (CET)

==„Kalter Krieg” = „Ost-West-Konflik”?== Vielleicht sollte man den Begriff „Kalter Krieg” etwas stärker von dem uns in Mitteleuropa vertrauten Ost-West-Konflikt trennen. „Kalte Kriege” gibt es mit Sicherheit in fast allen Kontinenten der Erde, auch wenn diese Wortkombination erstmals in Bezug auf den Ost-West-Konflikt benutzt worden sein sollte.

Immer diese vielleicht-Sätze! ;-) Das mit 'cold war' bezeichnete Ereignis ist ein konkretes historisches Phänomen. Andere Auseinandersetzungen so zu benennen, wirkt an den Haaren herbeigezogen. Falls es sie denn gäbe. Bitte Belege! --Wst

Ganz ohne „vielleicht”: „Der Kalte Krieg” war eine Phase des Ost-West-Konflikts von 1947 bis zum Tod Stalins 1953, als Ost und West sich gegenseitig mit Embargos, Unterwanderung und der Bildung offensiver militärischer Allianzen traktierten und sich mit der Berlin-Blockade und dem Korea-Krieg knapp vor einem echten, bereits atomaren Ost-West-Krieg befanden. Mit dem Tod Stalins setzte bereits die Détente ein (die durch die Kuba-Krise nur kurz unterbrochen wurde) (s. Meyers Lexikon Geschichte).
Hin und wieder wird „Kalter Krieg” synonym zu „Ost-West-Konflikt” benutzt. Das ist eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen: „Cold War” bezeichnet im Englischen die gesamte Ära der bipolaren Weltordnung von 1947 bis 1991, auf deutsch den „Ost-West-Konflikt”. Entsprechend sollte der Wikipedia-Eintrag hier „Ost-West-Konflikt” heißen und der Begriff „Kalter Krieg” nur für die korrekte Phase verwendet werden.
Am besten sollte eine Begriffsklärungsseite vorgeschaltet werden: „Kalter Krieg” = 1. Phase der Supermachtbeziehungen von 1947 bis 1953 ..., 2. auch (nach dem englischen Sprachgebrauch): Der Ost-West-Konflikt. --Wikipeder 17:08, 19. Okt 2005 (CEST)

Abkürzung „BRD”

Zum Thema „Durften westdeutsche Beamte ,BRD’ schreiben?” Ich halte diese Behauptung für unzutreffend und habe sie daher gelöscht. Grund: Ich habe gerade in einem Schulbuch von 1970 die Bezeichnung „BRD” für Westdeutschland gefunden. Wenn es eine offizielle Richtlinie dazu gegeben hätte, wäre diese wahrscheinlich auch auf Schulbücher angewandt worden.

Falls jemand der Meinung ist, die Behauptung („Beamte durften nicht ,BRD’ schreiben”) sei richtig, bitte ich um Belege bzw. Argumente dafür. --Skriptor 22:08, 13. Mär 2004 (CET)

Antwort aus einem amtlichen Brief, bezw. „urschriftliche Rücksendung” in den 80-ern: >>Ihr Schreiben vom ... enthält den Begriff „BRD” ... Ihre Anfrage können wir deswegen nicht beantworten<<
Wo ist das oben zitierte Schulbuch erschienen?
Diese Richtlinie für Amtsdeutsch gab es wirklich, ob offiziell, bundeseinheitlich oder nach den Bundesländern, offen oder heimlich ist nicht ganz klar, sie wurde aber sehr eifrig befolgt, ev. auch in vorauseilendem Gehorsam von der Presse, ein Weg in die nächste Bibliothek, die auch ältere Journale archiviert, wird es Dir bestätigen. Oder Du fragst einfach jemanden, der diese Zeit aktiv erlebt habe... ;~} Ilja Lorek 10:06, 16. Mär 2004 (CET)

Ich habe diese Zeit aktiv erlebt ...
Das fragliche Schulbuch („Hamburg”, Hirt-Verlag) ist in Kiel erschienen und war für Hamburger Grundschulen bestimmt.
Von was für einem Brief sprichst du? Von wem an wen ging er bzw. sollte er gehen und wer hat ihn zurückgewiesen?
Wenn dir nicht klar ist, ob es so eine Richtlinie gab („offen”) oder nicht („heimlich”), wäre es dann nicht besser, das erstmal zu klären, bevor es als Tatsache in ein Lexikon gesetzt wird? Einen Brief finde ich, ehrlich gesagt, als Beleg deutlich zu dünn für die Behauptung, daß (alle) westdeutschen Beamten etwas nicht tun durften. --Skriptor 10:19, 16. Mär 2004 (CET)

so wichtig ist das Thema nicht, als dass ich jetzt deswegen eine aufwändige Archivrecherche unternehmen möchte, doch ich werde mal dazu kommen. Nach diesen Deinen gestrengen Wahrheitskriterien müsstest Du 80% der Wikipedia und 90% des WWW löschen oder zumindest bereinigen, ich wünsche Dir dabei viel Spass und Erfolg, denn Du hast ja natürlich recht damit und der Schleier des Vergessens senkt sich über die Geschichte und noch nur das wird einmal zählen, was in Bronze gegossen wurde oder in Granit gemeisselt, denn die Sieger schreiben die Geschichte, nicht die Zeitzeugen. Für die oberen %-Zahlen habe ich natürlich auch kein Beweis oder Beleg, es können auch mehr oder weniger sein. Ich werde darüber nachdenken! ;~} --Ilja Lorek 13:12, 16. Mär 2004 (CET)

RdErl. vom 4. Oktober 1976, NBl. KM. Schl.-H. S. 274
»Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten, daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem Grundgesetz volle Bezeichnung „Bundesrepublik Deutschland” verwendet wird.« aus, leider wieder offline, http://www.schulrecht-sh.de... ... da aber im I-Net nichts verlorengeht ;-) text im Webarchiv

Inzwischen wurde der Begriff „BRD” öffentlichkeitstauglich, mit folgenden Artikeln: * Das Wortungeheuer BRD - Unverhofftes Glück im Staatsexamen (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.3.1989, S. 16) und * Wilhelm Grewe hat nicht den Begriff „BRD” eingeführt - seltsames Preisausschreiben einer Gesellschaft für deutsche Sprache, (Die Welt vom 2.9.1989, S. 2). Beide sind von Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Uni Regensburg.

Gorbatschow

Meines Wissens lautete der Ausspruch Gorbatschows nicht „... Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte ...”, sondern: „... bestraft das Leben ...”. Außerdem meinte er (Gorbatschow) damit nicht Honecker, sondern (nach Aussagen von Egon Krenz) sich selbst. Dieser Ausspruch fiel vor laufenden Kameras bei seinem Berlin-Besuch im Herbst ´89. Als ich damals den Fernsehbeitrag sah, verstand ich die Aussage Gorbatschows als „Fingerzeig” an die Machthaber der DDR und sowohl an sich selbst.

Gibt es das Originalzitat von Gorbatschow irgendwo niedergeschrieben? Guido Knopp zeigte am 28.08.05 in „History” Gorbatschows Satz und der war, aus dem Russischen übersetzt: „Ich denke, dass nur der sich in Gefahr begibt, der ... (das Risiko scheut) ...” oder so ähnlich. Ging mit „ja duma”, also „ich denke” jedenfalls los. Den berühmten „wer zu spät kommt”-Satz hat wohl erst Gorbatschows Pressesprecher geprägt.

WIMRE hat Gorbatschow gesagt: „ja duma, kto ne uspel, tot oposdal” ... „ich denke, wer es nicht geschafft hat, ist zu spät gekommen”. Letztlich nur eine im russischen gebräuchliche (alberne) Redewendung. Der Knackpunkt: Garbatschow hatte damit sich selbst, seine eigene Politik gemeint ... so äußerte er sich zumindest Jahre später in einem TV-Interview. Letztlich haben die Westmedien den heute gebräuchlichen Satz draus gemacht. --Peter

Stöver, Bernd: Der Kalte Krieg, Verlag C.H.Beck, München 2003, S.112: (Im Original: <>) Ich weiß aber nicht, ob Gorbatschow das gesagt hat. Zumindest steht das hier so in dem Buch.

Reihenfolge in der Zeittafel

Unterliegt die Reihenfolge in der Zeittafel irgendwelchen von mir nicht bemerkten Regeln, oder sollte diese mal überarbeitet werden?

Sinnloser Satz?

„Marshall-Plan: Bietet allen europ. Staaten Unterstützung zum Wiederaufbau. Die UdSSR und alles in ihrem Einflussbereich lehnt ab (befürchten polit. Zugeständnisse), schließen sich enger zusammen.”

Macht dieser Satz Sinn?

Ob der zitierte Satz einen Sinn ERGIBT, weiß ich nicht so recht, ich verstehe ihn ja kaum. Jedenfalls ist er schlecht formuliert. Aber die Frage: „Macht dieser Satz Sinn?” ist auch nicht viel besser. Auch wenn dieser „Beinahe-Anglizismus” recht häufig verwendet wird und nach meinem Eindruck viele Nutzer damit modern und gebildet erscheinen möchten - gutes Deutsch ist er dennoch nicht. EE

Die Sprache ändert sich halt mit der Zeit. In einigen Jahrzehnten IST das gutes Deutsch.

Nein, das ist kein gutes Deutsch und wird es auch NIE werden. Und so jemand regt sich über schlechtes Deutsch und über „nicht Sinn machende” Sätze auf.

Und wie soll er nun eigentlich heißen? Also was soll er ausdrücken? Ich versteh' ihn auch nicht. entweder: = Bietet allen europ. Staaten Unterstützung zum Wiederaufbau _der_ UdSSR? und lehnt alles in ihrem Einflussbereich ab? (befürchten polit. Zugeständnisse), schließen sich enger zusammen - äh, wer befürchtet was? oder:

Bietet allen europ. Staaten Unterstützung zum Wiederaufbau. Die UdSSR und alles in ihrem Einflussbereich lehnt er (der Plan) ab (befürchtet polit. Zugeständnisse). (Alle außer der UdSSR) schließen sich enger zusammen. Oder vielleicht so?

= Diskussion aus dem Review == steht auf der Review-Hauptseite. --Steffen Löwe Gera 14:30, 28. Feb 2005 (CET)

  • Oh Gott, wo soll man da anfangen?! Nur Liste, keine Bilder, kaum Hintergründe - wie kann es sein, dass es zu so einem wichtigen Thema noch so einen Artikel gibt?! Expertenmeinungen dazu? -- Carbidfischer 16:02, 28. Feb 2005 (CET)

  • Eigentlich ist es m.E. für den Review noch zu früh bzw. das kann nur ein erster Schritt sein, um mehr Mitarbeiter für das Ding zu finden. Bin auch kein „Experte”, aber habe trotzdem zumindest die Einleitung schon mal etwas überarbeitet und die „Liste” in sinnvolle Zeitabschnitte unterteilt. Sie müsste nach und nach in Fließtext umgeformt und vervollständigt werden. Zu den Hintergründen wäre eine sachliche Diskussion begrüßenswert, weil das Thema sonst nur kalte und heiße POV-Krieger anlockt. Wer die Bücher eingesetzt hat, sollte ihre Inhalte kennen und Informationen daraus beisteuern, soweit möglich. Ich kann das erstmal nur für ein - noch dazu veraltetes, da vor 1991 erschienenes - Buch tun (Horowitz). --Jesusfreund 02:39, 11. Mär 2005 (CET)

  • Was ist aus der Sache jetzt geworden? Kenn mich mit dem Kalten Krieg nicht wirklich gut aus, würde aber sagen, dass ziemlich viel verbesserungswürdig ist. Liegt teilweise an vermeintlichen „Argumenten”, die nicht überzeugen und so vielleicht auch nichts im Artikel zu suchen haben. Sprachlich könnte man auch einiges verbessern, bestes Beispiel ist die eine Aufzählung unter „Von Jalta bis zur Teilung Deutschlands (1944-49)”. Würde auch so Halbwahrheiten wie „Dadurch entstanden viele Technologien, die heute zivil genutzt werden, zum Beispiel auch das Internet.” vielleicht rausnehmen oder aber mehr ausführen (--> CERN, Schweiz). Liebe Grüße, --Peacy 21:27, 19. Apr 2005 (CEST)

  • Ich hab heut mal etwas an der Sprache gebastelt. Inhaltlich kann ich leider nicht viel beisteuern, da mir dazu das Hintergrundwissen fehlt. --BlackNite 17:29, 1. Mai 2005 (CEST)

Truman wurde erst 1945 Präsident, es macht daher keinen Sinn, in der Zeittafel unter 1944 die USA unter Truman als antisowjetisch zu beschreiben.

Einfach nur grauenhaft, diese unklaren Fakten. Sicher, für jemanden, der sich nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigen will, ist es eine gute kurze Informationsquelle, wenn man allerdings, so wie ich, eine mündliche Prüfung über dieses Thema halten muss und sich näher mit diesem Thema beschäftigen will, weil es auch sonst sehr interessant ist, ist dieser Arktikel vollkommen unbrauchbar! Ich werde mich dem auch noch widmen, sobald ich die Zeit dazu hab und ein bißchen Licht in dieses Gewirr bringen, um die Sätze ein wenig zu verbessern. Außerdem müssen manche Fakten definitiv klarer definiert und belegt werden! --Scarifice 14:44, 13. Jun 2005 (CEST)

Am 30.5.2005 ist eine schreckliche Verschlimmbesserung des Artikels erfolgt, wie mir erst jetzt auffiel. Es stand derart viel Unfug darin, dass ich alles auf die vorherige Version zurückgesetzt habe. Dadurch sind vielleicht ein paar sinnvolle Ergänzungen verlorengegangen. Bitte überprüfen ! --S.Mielke 14:12, 25. Jun 2005 (CEST)

Also hier steht ja noch eine ganze Menge Unfug, der von einer neutralen Darstellung weit entfernt ist: 1. 1917 haben keinesfalls „Bolschewisten” die Macht ergriffen. Entweder, es werden die politökonomischen Begriffe (Arbeiter, Matrosen etc.) verwendet oder Bolschewiki (wiki- sic!).

Bolschewisten ist deutlich negativ belastet. 2. Was 1950 Kim Il Sung wollte oder nicht wollte, wird sich wohl kaum zweifelsfrei ermitteln lassen. Fakt ist jedoch, dass die USA den Krieg maßgeblich provoziert haben (siehe Tonkin-Zwischenfall).

Also, wie du sicherlich weisst, hat der Tonking- Zwischenfall etwas mit dem Eintritt der USA in den Vietnamkrieg zu tun und nicht in den Koreakrieg, den Nordkorea übrigens „angefangen” hat.

3. 1952 wollte Stalin wohl kaum Rußland Vorteile verschaffen. Stalin war Georgier, also allenfalls Georgien, oder im Zweifelsfall der UdSSR!! 4. Das massive Eingreifen der USA im Korea/Indochina-Krieg als „Engagement” zu bezeichnen, geht weit an der Wahrheit vorbei.

Die USA haben auf Weisung des UN-Sicherheitsrates eingegriffen, dass der russische Stuhl leer war, ist Russlands Problem.

5. Es wurde ein Warschauer Vertrag abgeschlossen, keinesfalls ein Pakt. Dies wird im entsprechenden Lemma hier im Wiki auch so diskutiert. Im Zweifelsfall sollte man sich der Begriffswahl derer anschließen, die diesem Vertrag beigetreten sind und nicht das Vokabular derer übernehmen, die diesen Vertrag nur von außen kennen.

6. Auch dies ist hier schon andernorts diskutiert worden: Fidel Castro ist keinesfalls der kubanische Diktator.

BeWa 194.138.39.36 14:54, 10. Aug 2005 (CEST)

PS: 7. fehlt in der Darstellung unbedingt der Begriff der „Hallstein-Doktrin”, die wesentlicher Bestandteil des Kalten Krieges war. BeWa 194.138.39.36 09:03, 11. Aug 2005 (CEST)

Also, mit dem jetztigen Zustand des Artikels bin ich schon zufriedener und kann dort auch keinen ausgemachten Unfug mehr entdecken, sehr wohl jedoch in dem obigen anonymen Diskussionsbeitrag. So hat z.B. der Tongking-Zwischenfall gar nichts mit Korea, sondern mit Vietnam zu tun, den ganzen Rest sollte man besser schweigend übergehen, Unfug auf der Diskussionsseite nehme ich gelassen hin. --S.Mielke 15:16, 12. Aug 2005 (CEST)

Lesenswert-Diskussion

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Pro , hab ich nochmal überarbeitet, Karten gezeichnet und Fotos eingebunden. Ist IMHO lesenswert. --San Jose 15:04, 11. Aug 2005 (CEST)

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Pro --Debauchery 16:51, 11. Aug 2005 (CEST)

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Pro , es sind noch ein paar sprachliche und sachliche Unebenheiten drin (so lehnten z. B. nicht alle späteren Ostblockstaaten die Marshall-Hilfe ab, gingen erst auf sowj. Druck hin auf Distanz), aber lesenswert allemal. SemiKondukator 17:52, 11. Aug 2005 (CEST)

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Pro --Jumanji 17:03, 12. Aug 2005 (CEST)

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    Pro lesenswert. Kritik: Im Abschnitt „Die Phase der friedlichen Koexistenz und Entspannung” fehlt eine Erwähnung um den Wettkampf im Weltraum. Und evl. Olympia-Boykott von Moskau und Los Angeles erwähnen. --Atamari Atamari 02:19, 14. Aug 2005 (CEST)

    • hab Wettkampf ums All ergänzt --San Jose 13:17, 14. Aug 2005 (CEST)

    • Abwartend. Der Artikel ist auf gutem Weg, lässt aber in der Gliederung und vielen Details zu wünschen übrig. Beispiel: Unter 1955 steht der Absatz: Auf dem Genfer Gipfeltreffen bildete sich andeutungsweise Kooperation und Entspannungspolitik und ein relatives Gleichgewicht. Der „Geist von Genf” wurde beschworen. Welches Gipfeltreffen? Wo werden die Genfer Verhandlungen inhaltlich dargestellt, statt bloß einen Null-Satz über Geisterbeschwörung zu bringen? Fortsetzung: Dennoch gingen Rüstungswettlauf und ideologische Auseinandersetzungen weiter, was die Warschauer-Pakt-Staaten auch vor immer größere ökonomische Probleme stellte und manche von ihnen in bedrohliche Staatsverschuldung trieb. Das ist ein Allgemeinplatz, der sinngemäß schon im Überblick steht oder dorthin gehört und nichts mit speziell dem Datum 1955 zu tun hat. Jesusfreund 13:43, 14. Aug 2005 (CEST)

    zu viele Links

    Ich halte die Zahl der Verweise in diesem Artikel zumindest abschnittsweise für erheblich überhöht.

    Vielleicht lässt sich da ja Abhilfe schaffen. Einfach mal schauen ob wirklich jeder Link gebraucht wird!! Links sollten kein Selbstzweck sein.

    dito! Mal sehen, wie lange es hält :rolleyes:

    Ein Beitrag zur Geschichte

    Meiner bescheidenen Ansicht nach fehlt eine Darstellung der Rolle Churchills. Hier einige Angaben und Auszüge aus Quellen dazu.

    • Meine Frau, als 15-jähriges Mädel mit den Eltern von Westpreußen in das Emsland geflüchtet, erlebte den Einmarsch britischer Truppen. Ein kanadischer Soldat deutscher Abstammung: „Keine Angst, bald kämpfen wir mit Euren Soldaten gegen Rußland!”

    • Dieses Gerücht kursierte damals in der Zivilbevölkerung und auch in Teilen der Wehrmacht.

    • Aus einem Telegramm Churchills an Truman vom 11. Mai 1945:
    ... Das geplante Zurücknehmen des amerikanischen Heeres auf die Besatzungslinien, die mit den Russen und Amerikanern in Quebek (11.-16. September 1944) vereinbart wurden ... würde bedeuten, daß die Flut der russischen Herrschaft auf einer Frontbreite von 300 oder 400 Meilen 120 Meilen nach vorne brandet ... Diese Lage bedeutet in der Geschichte Europas einen Vorgang, für den es keine Parallele gibt, und der von den Alliierten in ihrem langen und gefährlichen Kampf nicht in Betracht gezogen wurde ...

    • Aus einem Telegramm Chruchills an Truman vom 12. Mai 1945
    ... Längs der russischen Front ist ein eiserner Vorhang niedergegangen ... Den Russen wäre es in sehr kurzer Zeit freigestellt, bis zu den Gewässern der Nordsee und des Atlantiks vorzurücken ...

    • Aus dem Bericht des amerikanischen Sonderbotschafters Josef E. Davies an Truman vom 12. Juni 1945 (über ein Gespräch mit Churchill über die derzeige Lage in Europa)
    Er meint ... Die augenblicklichen Grenzen in Mitteldeutschland, die der britischen und amerikanischen Armeen, sollten gehalten werden ... Als ich darauf hinwies, daß über diese Zonen eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen sei, sagte er, die Umstände hätten sich weitgehend verändert ... daß ein britischer Offizier, Mitglied der britischen Delegation bei der Konferenz (von San Franzisco) öffentlich bei einem Mittagessen mit Überzeugung erklärt habe, die britischen und amerikanischen Armeen sollten nicht stehen bleiben, sondern weiter vorrücken, die Rote Armee vernichten und die sowjetische Drohung beseitigen - da man nun schon einmal beim Kriegführen sei ... gegenüber den Sowjets war er erbittert feindselig ...

    • Aus der Konferenz von Potsdam, Neunte Vollsitzung:

    Churchill: „Weil die Bergarbeiter noch nicht demobilisiert sind, herrscht bei uns in der Kohlenindustrie ein Mangel an Arbeitskräften.”

    Stalin: „Es gibt genug Gefangene. Bei uns arbeiten die Gefangenen im Kohlebergbau, ohne sie wäre es sehr schwer. Wir bauen unsere Kohlengebiete wieder auf und verwenden dafür Gefangene. Sie haben 400.000 deutsche Soldaten in Norwegen sitzen. Sie sind nicht einmal entwaffnet, und man weiß nicht, worauf sie warten. Da haben Sie Arbeitskräfte.

    • Zu der Frage nach den deutschen Soldaten in Norwegen
    siehe unter Deutsche Wehrmacht 2.3 Die Wehrmacht nach der Kapitulation.

    Diese historischen Ereignisse sollten erhalten bleiben und einen entsprechenden Ort in WIKIPEDIA finden. --Naux 12:14, 23. Aug 2005 (CEST)

    Einseitigkeit

    Wie ich mit leichtem Schrecken feststelle, habe ich für diesen Artikel mal mit „pro” abgestimmt. Irgendwas ist inzwischen jedoch verändert worden: wenn schon - berechtigterweise - auf die „Leichen im Keller” des US-Einflussbereichs hingewiesen wird („McCarthyism”, aggressiver Antikommunismus etc.), sollte man nicht die „Gegenstücke” im Warschauer Pakt vergessen (Ungarn 1956, Prag 1968, Polen nach 1980) - oder ist das neuerdings gar kein Teil der Geschichte der „bipolaren Welt” mehr? So scheint mir der Text einseitig und nicht mehr lesenswert. Ist dies ein Beispiel für die „Wikiprawda” oder bin ich es, der hinter dem Mond lebt? Irgendwie enttäuscht: SemiKondukator 21:33, 22. Dez 2005 (CET)

    SemiKonduktor, hast schon richtig gewittert! Hier wird im verborgenen üble Politik mit Geschichte gemacht. Mit wechselnden Begründungen werden Teil-Aspekte der neueren Zeitgeschichte gestrichen, obwohl viel Mühe der daran arbeitenden drinnen steckt, andere werden unverhältnismäßig ausgewalzt. Andere - werden sofort und für den Rechercheur unnachforschbar! gelöscht. Schau mal genauer unter Historie von "Psychopolitik" bzw. Neuer Medizin nach. Alle diese Teilaspekte zusammengefaßt - ergeben eine klare, nachvollziehbare „rote” Linie. Manche erkennen das schon, können es aber noch nicht in ihrer Perfidie fassen. Ander erkennen, daß was faul ist am sinistren Wiki-System, wie es durchgezogen wird, erkennen aber nicht den Hintergrundsinn davon. Nachdenken hilft in jedem Fall weiter. Viel Glück. --84.44.139.60 02:12, 17. Feb 2006 (CET)

    Länge

    Der Artikel ist inzwischen relativ lang. Leider ist er dadurch auch unübersichtlich geworden. Ich frage mich, ob man nicht einzelne Teile auslagern sollte, damit sie für Suchende schneller gefunden werden können. Gerade lange Artikel werden häufig nicht gelesen, weil Leser mit Fachkenntnisse bereits fast alles kennen und sich langweilen, Neulinge hingegen nur eine bestimmte Information suchen, aber nicht bereit sind, den ganzen Artikel dafür zu suchen. Die Wikipedia erfüllt ja vor allem auch die Funktion, schnell Informationen nachzuschlagen. Auch andere etablierte Enzyklopädien erhalten viele kleine Artikel. Auch haben Untersuchungen gezeigt, dass eine vernetze Enzyklopädie wie die Wikipedia dann besonders beim Informationsauffinden hilft, wenn sie viele kurze, aber gut verlinkte Artikel enthält und nicht einige lange. Ich vergleiche das mit einem Gehirn: die einzelne Gehirnzelle kann für sich fast nichts, ist jedoch mit 20.000 anderen Gehirnzellen verbunden und feuert bei Bedarf. Die Verlinkung macht es hier und nicht die Größe der Zelle. Stern 22:40, 22. Feb 2006 (CET)

    Neutralität

    Folgender Abschnitt ist ohne Quellenangaben meiner Meinung nach reine Meinungsmache: "Um den Kalten Krieg gibt es seit Jahren insbesondere in den USA eine interessante Forschungskontroverse, wobei die traditionelle Sicht eine Hauptverantwortung für die Entstehung des Kalten Krieges im (ideologisch begründeten) Expansionsdrang der Sowjetunion sah. Die jüngere (so genannte revisionistische) Linie sieht hingegen eine verteilte "Schuld" oder sogar ein Übergewicht hegemonialer und ökonomischer Interessen insbesondere der USA. Mit dem Ende der Sowjetunion und der Öffnung zahlreicher Archive scheinen sich eher vermittelnde Positionen anzubahnen."

    Exzellent-Kandidatur 3. Februar 2006 (abgelehnt)

    Beginn der Kandidatur: 03. Februar

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    Contra

    Contra IMO nur knapp lesenswert. Der Arikel weist einen gefälligen Stil auf und liest sich daher flüßig. Inhaltliche Schwächen wie Mutmaßungen (das Internet sei ein Produkt des Kalten Krieges, ist mißdeutig. In der heute gebräuchlichen Form (www) mit der Hauptsprache HTML und der Verwendung von Browsern ist es mit dem Kalten Krieg nicht verknüpft. Auch dessen Vorgänger mit TCP/IP diente fast ausschließlich zur zivilen Verwendung) oder Simplifizierungen (der Abschnitt 1933 bis 1944 ist in 2 Zeilen erledigt. Die Beschreibung von Jalta ist unplausibel und teilweise widersprüchlich). Die Wandlung vom Verbündeten zum Gegner ist zu schwach ausgeleuchtet, so der erste Schießbefehl der britischen Armee gegen Bestandteile der Roten Armee (Klagenfurt, April 1945).

    Ereignisse wie der Prager Frühling oder der Budapester Aufstand 1956 finden gar keine Erwähnung, auch nicht die Folgen der Unterstützung islamischer Fundamentalisten in Afghanistan, die konkreten Umstände der Öffnung des eisernen Vorhanges 1989 sing völlig unerwähnt. Bitte mich nicht schulmeisternd zu verstehen, die Kandidatur ist sicher auch eine Chance, um Editorentätigkeit zu erzeugen.

    Bitte um Verständnis und um Fortsetzung der Arbeit am Artikel, wenn ich kann beteilige ich mich gerne.LieGrü--Greenx 13:45, 4. Feb 2006 (CET)

    Sehe ich genauso, halte die Kandidatur für verfrüht, Review wären höchstens angesagt gewesen (Aufstellung war wohl die Idee einer unbekannten IP). Die Zeit 1917-1933 ist ebenfalls unterbelichtet, wie es zum Ende des Kalten Kriegs unter Gorbatschow kam auch. Außerdem noch viele Ungenauigkeiten. Jesusfreund 13:52, 4. Feb 2006 (CET)

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    Contra

    Contra Zusätzlich zum genannten fehlen auch: Helsinki-Prozess/KSZE, die Abrüstungs- bzw. Rüstungsbeschränkungsverträge (SALT), die Weiterführung der Zusammenarbeit in Wien auch während der Berliner Blockade, der Vietnamkrieg (der ja nur ein halber Stellvertreterkrieg war, genauso wie in Afghanistan), Polen/Solidarnosc. Österreich und der Staatsvertrag ist außerhalb der chronologischen Reihenfolge nur en passant erwähnt. Die Blockfreien (Ägypten, Indien u.a.) müssten auch behandelt werden. --Griensteidl 00:11, 5. Feb 2006 (CET)

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    Pro

    Pro . Die o.g. Bedenken sind sicher gerechtfertigt, gleichzeitig würde eine erschöpfende Abhandlung zu einem 10 bändigen Werk führen. Das mit dem internet sollte raus, stammt ja auch teils aus dem CERN wo sogar DDR Wissenschaftler arbeiteten - also eher nicht kalter Krieg. B.gliwa 16:15, 11. Feb 2006 (CET)

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    Contra

    Contra Schliesse mich meinen Vorrednern an. Der Artikel sollte zuerst noch ins rv. - Nasiruddin 18:52, 24. Feb 2006 (CET)

    "UdSSR bevorzugte vereintes, neutrales Deutschland"?

    "Ab 1946 nahmen die USA ein geteiltes Deutschland in Kauf. Die UdSSR bevorzugte ein vereintes, neutrales Deutschland mit Mitspracherecht aller Sieger." Die Sowjetregierung unterbreitete am 10. März 1952 mit der "Stalin-Note" den drei Westmächten einen Entwurf für ein geeintes Deutschland. Der Historiker Gerhard Wettig konnte 1993 die Aktenbestände des ehemaligen Ministeriums einsehen. Dabei kam er zum Fazit, dass "sich kein Wille zur Verständigung mit der westlichen Seite erkennen" lässt. Zudem war erst ein weit umfangreicherer Entwurf vorgesehen, der aber von eindeutigen Formulierungen gereinigt wurde, da sie nach Gromykos nicht "zweckmäßig" waren. Man wollte also, dass die Westmächte das Angebot zur Wiederveremmdkidnfr eiottijirout9 rirk ri rir8r ) EÖER (EROR inigung ablehnen und kein "vereintes, neutrales Deutschland".

    Stimmt, in dieser Form ist die Darstellung POV. Aber es geht hier um die Haltung der SU 1946, die damals ja durchaus noch nicht taktisch motiviert gewesen sein muss.
    Und so eindeutig ist die Absicht der Stalinnote nun auch wieder nicht. Bei Horowitz las ich, dass Stalin 1952 schon die Wiederaufrüstung Westdeutschlands fürchtete und verhindern wollte, indem er lieber ein vereintes, aber keinem Militärbündnis angehörendes Gesamtdeutschland in Kauf zu nehmen bereit war.
    Wiedervereinigung anbieten, nur damit sie abgelehnt wird, bedarf ebenfalls eines klaren Beleges (nicht nur als These eines Historikers). Dabei muss auch in Rechnung gestellt werden, dass auch Adenauer kein Interesse an Wiedervereinigung hatte damals, sondern die Noten einfach verschwinden ließ, um jede öffentliche Debatte darüber im Keim zu ersticken. Jesusfreund 12:12, 11. Mär 2006 (CET)

    Löschen eines Weblinks da zu propagandistisch

    Ich hätte einen Vorschlag. Und zwar könnte man den Weblink "Zwischenfälle im Kalten Krieg" löschen. Diese Hompage hat überhaupt nichts mit Zwischenfällen zu tun, sondern ist nur reine Propaganda für die NVA. Es werden nur Zwischenfälle beschrieben, welche die NATO oder die Bundeswehr verursacht hat. Diese sogenannten Zwischenfälle werden auch nicht neutral beschrieben, sondern in einem Stil in welchem die ach so böse, böse NATO oder Bundeswehr als Aggressor dargestellt wird. Ich hab den Verdacht das diese Hompage von ein paar ewig gestrigen verlinkt wurde. Es sollte sich dann schon um eine neutrale HP handeln, in dene die Zwischenfälle beider Seiten behandelt werden. Also mein Vorschlag wäre eine Löschung des Links! 89.54.0.122 17:35, 17. Apr 2006 (CEST)

    PROBLEM: Es gab keine Zwischenfälle, die von WV oder NVA verursacht wurden (nicht an der Staatsgrenze DDR/BRD) und es gibt keine andere Übersicht als diese ... http://home.snafu.de/veith/...

    Ich finde diese Internetseite auch nicht neutral. Deswegen Sollte dieser Link nicht aufgenommen werden. 89.54.25.167 18:54, 4. Jun 2006 (CEST)

    Berliner Mauer

    Im Abschnitt über die Berliner Mauer heißt es "Bis 1989 kamen dort und an der innerdeutschen Grenze mehrere hundert Menschen bei Fluchtversuchen ums Leben." Im Artikel Berliner Mauer heißt es, "Die genaue Zahl der Opfer ist umstritten und nicht gesichert, die Angaben schwanken zwischen 86 und 238 Todesfällen." "Mehrere Hundert Menschen" ist also ein falsche Formulierung. Auch wenn es 250 gewesen wären, wäre die Forulierung schlecht. --KUrt 10:30, 27. Jul 2006 (CEST)

    Wie viele kamen denn an der innerdeutschen Grenze um? die mehreren hundert sind ja eine Summe aus mauer und Grenze. Ah, im Artikel Innerdeutsche Grenze steht gesamt 916 Tote, also mehrere hundert --Florian Adler Florian Adler 10:36, 27. Jul 2006 (CEST)

    Konflikt

    Hmmh, ich hatte eigentlich gar keine Abschwächung im Sinn. Ich dachte, mit Konflikt eigentlich eine Situation zu beschreiben, die, um es kurz zu sagen, vom Krieg gar nicht so weit entfernt ist. Als Konflikte werden ja heutzutage oft Ereignisse bezeichnet, in denen es schon längst zu kriegerischen Handlungen kommt. Deswegen habe ich auch mit allen verfügbaren Mitteln gelöscht, einfach um den Satz zu kürzen. Ich bin sogar der Meinung, dass der Begriff eine bessere Bezeichnung ist als Gegensatz (kommt mir schwammig vor). Konflikt bedeutet u.a. immerhin:
    1. a) durch das Aufeinanderprallen widerstreitender Auffassungen, Interessen o.Ä. entstandene schwierige Situation, die zum Zerwürfnis führen kann
    und sogar
    b) mit kriegerischen Mitteln ausgetragene Auseinandersetzung zwischen Gegnern: ein bewaffneter, militärischer K.; sich aus einem K. zwischen zwei Staaten heraushalten.
    © Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001 --M. Yasan 19:41, 19. Aug 2006 (CEST)

    Eben darin liegt die Verharmlosung. Es gibt fast täglich Dutzende bewaffnete und politische Konflikte. Der Kalte Krieg war viel mehr: ein jahrzehntelanger Dauerzustand der beispiellosen Hochrüstung und weltumspannenden strategischen wechselseitigen Belauerung und Eindämmung. Das Damoklesschwert der Selbstausrottung mit A- und H-Bomben. Wäre dieser "Konflikt" je eskaliert, wäre es der Weltkrieg geworden, vor dem alle Kriege wie laue Lüftchen verblasst wären und erst in Hundert Jahren vielleicht mal jemand, der nicht verglüht und an radioaktivem Fallout krepiert wäre, mit einer neuen Geschichtsschreibung hätte ganz, ganz langsam beginnen können. Jesusfreund 20:24, 19. Aug 2006 (CEST)

    Also das kommt mir jetzt ein bißchen spitzfindig vor. Konflikt ist eigentlich ein nuancierterer Begriff als Gegensatz, obwohl er im Grunde genau dasselbe meint. Erster wird aber viel öfter in politisch-historischen Zusammenhängen genannt. Ich weiß jetzt wirklich nicht, worauf du hinauswillst. Die Situation, die du da korrekt beschreibst: ein jahrzehntelanger Dauerzustand der beispiellosen Hochrüstung und weltumspannenden strategischen wechselseitigen Belauerung und Eindämmung, kommt mir doch ziemlich konfliktträchtig vor und nicht nur gegensätzlich....
    und was haben wir hier und dort?--M. Yasan 20:31, 19. Aug 2006 (CEST)

    Konflikt? Systemgegensatz mit neuer, atomarer und globaler Qualität

    Der Ost-West-Konflikt ist unter den Konflikten der Neuzeit ziemlich einmalig, s.o.. Das sollte schon in der Def auch benannt werden.

    Dabei wurden auf beiden Seiten weltumspannende politische, ideologische und militärische Anstrengungen unternommen, den Kontrahenten nicht nur „einzudämmen", sondern langfristig zu entmachten.:

    OK, "auf beiden Seiten" ist nicht ganz richtig, da die SU seit 1956 die friedliche Koexistenz statt Weltrevolution auf ihr Banner schrieb; aber strategische Überlegungen, den Einfluss der USA in der Dritten Welt zurückzudrängen gab es auch dort; wenn auch auf USA-Seite durchgehend und offensiver, die SU war eher in der Defensive, da langsamer bei der Rüstung. Was also ist falsch daran, diesen Aspekt anzudeuten? Jesusfreund 12:09, 20. Aug 2006 (CEST)

    Dass der Begriff "Konflikt" zwar verwendet wird für den Ost-West-Konflikt, aber dessen Besonderheit nicht erfasst und nicht deckungsgleich ist mit "Kalter Krieg", zeigt diese Passage aus deinem 2. Link:

    ...Aber auch Lippmann, der sich mit Swope über Jahre um das Urheberrecht des Begriffs stritt, hielt die Atombombe und ihre umfassenden Folgen für das eigentliche Merkmal des Kalten Krieges. Trotz seiner Unklarheiten macht es also durchaus Sinn, den Begriff des Kalten Krieges zu verwenden und ihn als spezifische und radikalste Phase des Ost-West-Konflikts seit 1917 zu verstehen. Der Kalte Krieg war - wie sich in den folgenden Jahren zeigte - im Gegensatz zum Ost-West-Konflikt ein permanenter und aktiv betriebener "Nicht-Frieden", in dem nahezu alles das eingesetzt wurde, was man bisher nur aus der militärischen Auseinandersetzung kannte. Durch die Atombombe kam etwas hinzu, was bisher gänzlich unbekannt war: Dieser "Nicht-Frieden" konnte schließlich binnen Stunden zu einem unbegrenzten Nuklearkrieg werden und einen Großteil der Menschheit vernichten. Der Kalte Krieg war eine politisch-ideologische, ökonomische, technologisch-wissenschaftliche und kulturell-soziale Auseinandersetzung, die ihre Auswirkungen bis in den Alltag zeigte. Nur in der Dritten Welt wurde der Kalte Krieg schließlich auch als konventionelle militärische Auseinandersetzung geführt.

    Jesusfreund 12:13, 20. Aug 2006 (CEST)

    Von mir aus kann auch der globale Systemgegensatz in die Einleitung gebracht werden, obschon er danach noch zweimal in der Übersicht behandelt wird. Ich habe ja zuächst versucht, deine Ergänzung zu respektieren, was ja wieder mal mit Pauschalrevets gedankt wurde. Aber vor allem: Es ist überhaupt nicht geklärt, ob nach 1962 (ja sogar davor) beide Seiten einander „entmachten“ wollten bzw. zum „Sieg“ strebten. Sogar im zweiten von mir angegeben Link wird angedeutet, dass viele Historiker die Situation als unerklärten Frieden interpretierten:
    Was eigentlich der Kalte Krieg war, der mit dem Zerwürfnis der Alliierten des Zweiten Weltkrieges nach dem Sieg über Hitler begann, ist trotz tausender Buchtitel ein kontroverses Thema geblieben. War er "ein Krieg anderer Art", wie es häufig hieß, oder war er "ein langer Frieden", wie der US-Historiker John Lewis Gaddis annahm?.
    Und selbst die USA haben am 17. September 2002 im National Security Statement festgestellt:
    Im Kalten Krieg und insbesondere in der Zeit nach der Kubakrise (von 1962) standen wir einem generell auf die Bewahrung des Status Quo bedachten und risikofeindlichen Gegner gegenüber.
    (Johnson, Selbstmord der amerikanischen Demokratie, S. 51). Also bring bitte nicht Dinge in die Einleitung, die kontrovers beurteilt werden, was auch am Ende in der Übersicht schon angedeutet wird.--M. Yasan 12:23, 20. Aug 2006 (CEST)

    Dass die Militärstrategen der USA ab 1979 - auch schon eher, Pentagonpapiere Nationaler Sicherheitsrat 1950 - auf "Sieg" aus waren, ist zweifelsfrei; dass sie die Politik Reagans dominierten, ist wahrscheinlich (Colin S. Gray stieg unter ihm zu einem Chefberater auf).
    Der "lange Frieden" ist nach allgemeiner Einschätzung durch das lange strategische Atompatt gewahrt worden, und eben dieses wurde zum Schluss von den USA mit der elektronischen Selbstlenkung der neuen Raketengeneration und dem SDI-Programm ausgehebelt. Das Wettrüsten ging ja die ganze Zeit während der Entspannungsphasen weiter. Der "lange Frieden" spricht also nicht gegen das militärische Siegstreben, das war gerade das Paradox des KK.
    Das Johnson-Zitat bestätigt auch nur, was ich gerade feststellte: SU war eher defensiv, USA waren eher die treibende Kraft bei qualitativen Neuentwicklungen im Rüstungssektor.
    Wenn etwas wesentlich für die Definition ist, muss es oben rein, auch wenn es umstritten ist. Dann müssen wir eben eine Formulierung finden, die die Umstrittenheit berücksichtigt, aber die Besonderheit des Themas nicht unterschlägt. Jesusfreund 12:34, 20. Aug 2006 (CEST)

    Deine Version spricht ja implizit von einer Offensivstrategie beider Seiten. Ich habe das Offensivstreben der USA auch nicht bestritten. Man kann aber auch den Kalten Krieg als unausgesprochenes Arrangement interpretieren, den eigenen Besitzstand zu verwalten und den Kalten Krieg zu nutzen, um die duale Hegemonie über Europa zu rechtfertigen, was auch schon geschehen ist. Der Atomkrieg konnte ja keinen Sieg bringen, sondern nur Vernichtung und so hatte das Wettrüsten wohl mehr symbolische Bedeutung. Ich habe überhaupt nichts dagegen, den Systemgegensatz an prominenter Stelle zu bringen (wie gesagt: ich habs anfänglich versucht zu respektieren). Nur dann wäre mal die Funktionsteilung zwischen Einleitung und Übersicht zu klären. Bevor du mir den Konflikt nicht erlauben wolltest, standen die grundlegenden und zugleich weiterführenden Interpretationen auch weitestgehend in der Übersicht.--M. Yasan 12:46, 20. Aug 2006 (CEST)

    Das Wettrüsten konnte ja keinen Sieg bringen, sondern nur Vernichtung: Genau das, was hierzulande jedem klar war, wurde in dem "Victory is possible"-Aufsatz von 1980 eindringlich bestritten - und die US-Militärstrategie wurde danach tatsächlich neu auf "Sieg" im Sinne von uneinholbarem Vorsprung im Wettrüsten zwecks politischer Destabilisierung des ganzen Ostblocks inclusive der SU selbst ausgerichtet. Nachlesbar. Darum Vorschlag:
    Dabei wurden auf beiden Seiten jahrzehntelange erhebliche politische, ideologische und militärische Anstrengungen unternommen, den Einfluss des Kontrahenten weltweit zurückzudrängen oder ihn sogar zu besiegen.
    Jesusfreund 12:55, 20. Aug 2006 (CEST)

    Ja, das finde ich angemessen. Aber gehört das jetzt in die Übersicht oder in die Einleitung?--M. Yasan 13:09, 20. Aug 2006 (CEST)

    Vorschlag gekürzt; Details - die USA versuchten seit etwa 1979, die SU ökonomisch und militärisch möglichst uneinholbar zu überrunden - können wirklich besser in der Übersicht erwähnt werden. Stimmt. Jesusfreund 13:15, 20. Aug 2006 (CEST)

    Schreiben wir die Einleitung also so („Auseinandersetzung“ klingt wischi-waschi)?

    Der Ausdruck Kalter Krieg bezeichnet den globalpolitischen Konflikt, den die USA und die Sowjetunion (UdSSR) von 1945 bis 1990 mit allen verfügbaren Mitteln, aber unterhalb der Schwelle eines offenen direkten Krieges austrugen. Dabei wurden auf beiden Seiten jahrzehntelange erhebliche politische, ideologische und militärische Anstrengungen unternommen, den Einfluss des Kontrahenten weltweit zurückzudrängen oder ihn sogar zu besiegen.

    --M. Yasan 13:27, 20. Aug 2006 (CEST)

    Ich finde "Systemgegensatz" nach wie vor besser, um diesen Konflikt von anderen, alltäglichen abzurücken. Dafür lieber unten entdoppeln. Außerdem gab es ja konventionelle Stellvertreterkriege am laufenden Band.
    Oder direkt so und dann "Systemgegensatz" dort erläutern, falls nicht schon geschehen. Sind die beiden Artikel nicht überhaupt vielfach redundant? Jesusfreund 13:48, 20. Aug 2006 (CEST)

    Ich finde, Systemgegensatz bringt die Sache nicht auf den Punkt (bei der Einleitung ja besonders wichtig). Gegensätze können sich ja schiedlich-friedlich ergänzen, so wie beim Ying-Yang. Aber die beiden Supermächte sind ja in Konflikt miteinander geraten. Wir könnten Systemkonflikt schreiben. Ja, der Ost-West-Konflikt ist als Artikel fast schon redundant und zumindest für die Einleitung sprachlich zu schwerfällig und inhaltlich zu spezifisch, weil er wieder über den Kalten Krieg hinausgeht und darum besser in der Übersicht aufgehoben ist --M. Yasan 13:58, 20. Aug 2006 (CEST)

    Die muss sowieso überarbeitet werden. Wir haben scheint's auch dasselbe Anliegen, nichts zu verharmlosen und zu verdoppeln.
    "Systemkonflikt" ist eher ungebräuchlich und unschön im Deutschen; ich wäre mit Ost-West-Konflikt als Link + Erläuterung des Systemgegensatzes dort und in der Übersicht hier einverstanden. Später Artikel eventuell zusammenführen. Jesusfreund 14:04, 20. Aug 2006 (CEST)

    Ich finde „Systemkonflikt“ gar nicht so unfein. Griechisch-Römisch, was will man mehr? „Systemkonflikt“ ist knapper und, wie du zugeben musst, zutreffender. Und es ist auch überhaupt nicht ungebräuchlich, siehe bspw. hier. Und bei globalpolitischen Systemgegensatz kommt vor lauter Silben fast ins Stolpern.--M. Yasan 14:19, 20. Aug 2006 (CEST)

    Ich muss gar nichts "zugeben" und habe es auch nicht. Beide Begriff sind gebräuchlich, aber da der Link Ost-West-Konflikt schon drin ist, muss man "Konflikt" nicht verdoppeln. Wenn du mein Angebot nicht annehmen kannst, das dir schon weit entgegenkam, dann halt erstmal EOD, ich habe keinen Bock auf sinnloses Gehacke bloß zu deiner Befriedigung. Jesusfreund 21:39, 20. Aug 2006 (CEST)

    Wozu jetzt diese Unverschämtheit? Sinnloses Gehacke bloß zu meiner Befriedigung? Der ganze Schlammasel ist entstanden, weil du so herrschsüchtig über den Artikel wachst und mir von Anfang an blödes Zeug unterstellt hast! Und du hast mir überhaupt kein Angebot gemacht, das ich annehmen könnte. Du bist mir nirgendwo entgegengekommen (wo denn?), sondern ich hab dich darauf hingewiesen, dass auch deine Version nicht ganz korrekt war und das haben wir jetzt ausgeräumt. Muss ich dir dafür noch dankbar sein? Das alles liegt darin begründet, dass du hier eine seltsame Aversion gegen den Begriff Konflikt ausagierst. Schreib von mir aus Systemgegensatz, wenn dir das Befriedigung bereitet, obwohl es der etwas unschärfere Ausdruck ist. Ich hab jedenfalls kein Bock darauf, mir von dir unlautere Motive unterstellen zu lassen, nur weil ich mir das Recht herausnehme, an diesem Artikel teil zu nehmen. Und versuche bitte demnächst weniger persönlich zu werden und die ganze Sache hier als Machtspiel aufzuziehen. solltest du dir mal dringend wieder zu Herzen nehmen oder dir einfach mal einen Urlaub von diesem Projekt gönnen. Und so auch von mir ein kopfschüttelndes EOD--M. Yasan 22:42, 20. Aug 2006 (CEST)

    Konsensfähig

    Der Ausdruck Kalter Krieg bezeichnet den globalpolitischen Ost-West-Konflikt, den die USA und die Sowjetunion (SU) von 1945 bis 1990 mit allen verfügbaren Mitteln, aber unterhalb der Schwelle eines offenen direkten Krieges austrugen. Dabei wurden auf beiden Seiten jahrzehntelange erhebliche politische, ideologische und militärische Anstrengungen unternommen, den Einfluss des Kontrahenten weltweit zurückzudrängen oder ihn sogar zu besiegen.

    Bitte einbauen. Jesusfreund 00:07, 21. Aug 2006 (CEST)

    wenn M. Yasan zustimmt (wovon ich ausgehen würde), entsperre ich den Artikel wieder. Ich würde übrigens ein "jeweiligen" zwischen "Einfluss des" "Kontrahenten" setzen, aber sowas sind klienigkeiten --Florian Adler Florian Adler 00:09, 21. Aug 2006 (CEST)

    Der Kalte Krieg kann den Ost-West-Konflikt nicht bezeichnen, denn letzterer wurde schon im Russischen Bürgerkrieg ausgetragen. Darum war nun die Aussage dieses Satzes nicht korrekt... Der Kalte Krieg liegt zwar im Ost-West-Konflikt begründet, ist mit diesem aber nicht gleichzusetzen. Das findet man ja alles im Artikel. In der Einleitung hieß es bspw.: Der Ost-West-Konflikt war Ausdruck eines fundamentalen, weltumspannenden Systemgegensatzes. Der fundamentale Systemgegensatz ist, kurz gefasst, der zwischen Kommunismus und Kapitalismus und hat eine längere Geschichte (die hier auch skizziert wird). Ich habe also diese kleine, aber seltsamerweise hoch umstrittene Änderung gemäß meines ungeliebten Vorschlags durchgeführt, um a) die Sache korrekt darzustellen und b) Wiederholungen zu vermeiden. Um mehr geht es mir dabei nicht, ich schwör'--M. Yasan 20:57, 22. Aug 2006 (CEST)

    Ursprung der Phrase

    Als Urheber der Phrase „Kalter Krieg“ wird in der englischen WP der Journalist und Pulitzerpreisträger :en:Herbert Bayard Swope genannt. --Stilfehler 18:45, 23. Aug 2006 (CEST)

    Zeitangaben

    Der Augustputsch fand 1991 statt, nicht 1990, und besiegelte das Ende der Sowjetunion. Die baltiscchen Staaten erklärten sich auch erst 1991 endgültig für unabhängig (siehe z.B. Geschichte Litauens). --TillF 16:29, 2. Sep 2006 (CEST)

    Tauwetterperiode

    Der Begriff Tauwetter-Periode, nach der die letzte Kategorie bennannt ist ("Tauwetter im Osten und Zerfall des Ostblocks (1985–1991)") ist meines Wissens nach eher für die Zeit nach Stalins Tod (also während der 50er-Jahre) zugeschnitten. Natürlich trug die Ernnenung Gorbatschows zum Generalsekretär zur Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten bei, ähnlich wie auch die Tauwetter-Periode eine entspannende Wirkung hatte, jedoch könnte der Begriff verwirren, sollte er auf diese Zeit angewendet werden. Daher ändere ich das jetzt erstmal... --OmiTs 17:02, 25. Sep 2006 (CEST)

    Exzellent-Kandidatur bis 27.09.2006, nicht erfolgreich

    Ich finde der Artikel hat das potential dazu! 89.54.2.201 12:40, 25. Sep 2006 (CEST)

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      Contra - Unschöne dem Leser gegenüber unfreundliche Auflistung nach Jahreszahlen. Übertrieben verlinkt, z. B. Sport, Kultur, Frankreich, Griechenland, und so weiter. Warum das schon 1917 angefangen haben soll bleibt irgendwie unklar und nicht ganz nachvollziehbar. Überhaupt keine Quellenangaben. Die müsste es bei dem Thema doch geben. Gruß Boris Fernbacher 14:09, 25. Sep 2006 (CEST)

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        Contra - hm...meine Argumente sind die gleichen, die Boris Fernbacher auch vorgebracht hat. Nur dass ich mit contra stimme. Habe kürzlich (das heißt am Wochenende) noch damit gearbeitet und fand es relativ schlimm. Bei anderen Geschichtsartikeln ist der zeitliche Rahmen auch nicht durch hervorgehobene Jahreszahlen dargestellt. Das stört enorm und der ganze Artikel wirkt stichpunktartig. --DerGrobi 16:41, 25. Sep 2006 (CEST)

        Sorry, natürlich auch contra. Wäre ja Quatsch angesichts meiner Argumentation. Boris Fernbacher 16:56, 25. Sep 2006 (CEST)

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          Contra für mich bleibt unverständlich, warum er Lesenswert ist. Meine Lesenswert-Ansprüche verfehlt der Artikel deutlich. Julius1990 18:03, 25. Sep 2006 (CEST)

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            Contra Interessant (und vielleicht auch "lesenswert") ist er sicherlich, aber exzellent noch lange nicht. Eine reine Aufzählung von Daten und Fakten reicht hierfür noch lange nicht aus. Außerdem stören die x-verschiedenen Formate für Jahreszahlen (mal fett, mal verlinkt, mal gar nichts, ...) --Matrixianer 22:47, 25. Sep 2006 (CEST)

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              Contra , da der Artikel zu sehr stichpunktartig wirkt--FredericII 04:48, 26. Sep 2006 (CEST)

               gemäß der 5-Kontra-Regel abgebrochen. --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 18:56, 27. Sep 2006 (CEST)

              Überarbeitete Einleitung

              Die Einleitung habe ich noch einmal modifiziert. Sie enthält im ersten Abschnitt die Kernaspekte des Systemkonflikts (darunter wie bereits vorher an erster Stelle die ökonomische!)und im zweiten Abschnitt jene Bereiche, auf die die Rivalität zum Zwecke der vermeintlich überlegenen Selbstdarstellung ausgeweitet wurde. --Barnos Barnos 13:32, 3. Okt 2006 (CEST)

              Naja, der Punkt Wettrüsten war ja drin und man muss Sätze nicht unnötig durch Parenthesen verschachteln, zumal wenn "militärisch" in der Aufzählung dann im Folgesatz mit "Wettrüsten" als Schwerpunkt des KK erläutert wird. Kein notwendiger Streitpunkt.
              Deine übrigen Änderungen finde ich sinnvoll - bis auf eine eher unübliche Periodisierung 1940-1949. Damit würde gerade der Unterschied zwischen Vorgeschichte und Hauptgeschichte des KK im Inhaltsverzeichnis verwischt. Ich habe das geändert und auch einige andere Überschriften gekürzt bzw. angeglichen, weil die Inhaltsaussagen zwar nicht falsch sind, aber zu lang und ohnehin genauer im Fließtext erläutert werden (können).
              Gegen eine weitere Präzisierung der Struktur spricht nichts. Z.B. ließe sich die Vorgeschichte durchaus unterteilen, um den Punkt hervorzuheben, an dem dir offenbar lag: dass seit Kriegseintritt der Sowjetunion ein kontinuierlicher Prozess zum KK geschah (oder was war der Grund für die Periodisierung 1940-49?).
              Auch wäre eine Kürzung des Überblicks zu bedenken:
              • die Deutschlandfrage mit den Details zu Springerpresse und Spracheigentümlichkeiten könnte innerhalb der folgenden Teile richtig eingeordnet und im Überblick nur summarisch erwähnt werden.
              • die historische Bewertung könnte in einen Schlussteil "Histor. Einordnung" verschoben und dort besser ausgeführt werden. Jesusfreund 11:20, 4. Okt 2006 (CEST)

              Wiederwahl: Kalter Krieg (Archivierung Abstimmung 27. September bis 4. Oktober 2006)

              Der Artikel ist für mich nicht lesenswert, weil er zu stichpunktartig gehalten ist. Was sollen die gefetteten Zahlen, warum werden die Abschnitte nach Jahren untergliedert? Ist das nötig? Für mich behindert das den Lesefluss. Daneben überlinkt. Außerdem wird nicht klar, warum der Artikel 1917 einsteigt und bei der Vorgeschichte so sehr ausholt. Insgesamt macht das für mich ein klares

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              Contra

              Contra aus. Julius1990 21:19, 27. Sep 2006 (CEST)

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              Contra

              Contra - Habe mich bei der gescheiterten Exzellenz-Kandidatur dazu geäußert. Schlecht gestaltet und geschrieben das ganze. Was daran LW sein soll, ist mir ein Rätsel. Boris Fernbacher 23:16, 27. Sep 2006 (CEST)

              Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn der Artikel das LW-Siegel wieder aberkannt bekommt. Aber was meint Benutzer Julius1990 denn damit, wenn er sagt, dass der Artikel „zu stichpunktartig“ ist? Das würde ich gerne genauer wissen, nur einfach mal so zur Info (kommt mir so stichwortartig vor). Die vom Benutzer beanstandete chronolgische Ordnung ist vielleicht wirlich zu starr geraten, aber ist das ein Grund, den Artikel als nicht lesenswert einzustufen? Ein LW muss ja nicht perfekt sein. Was den technisch-ästhetische Einwand (Überlinkung etc) anbetriftt, hätte der Benutzer doch einfach mal selbst dieses Ärgernis aus der Welt schaffen können... Wenn Julius1990 ein Verständnisproblem mit der Vorgeschichte hat, hätte er das in der Diskussion ruhig mal kritisch anmerken können, bevor er ein Wiederwahlverfahren in Gang setzt. Das Problem an dem Artikel ist mMn ja nicht, dass bei der Vorgeschichte zu weit „ausgeholt“ wird (wo das denn?), sondern dieser nach den doch ansehnlichen Kapiteln 3 und 4 leider sehr ausdünnt. Ich glaube aber, dass man aus dem Thema entweder nur einen exzellenten oder überhaupt nicht zu prämierenden Artikel machen kann. Wie gesagt, ich habe nichts gegen das Wiederwahlverfahren, aber so eine Maßnahme könnte man doch ein wenig sorgfältiger begründen. Gruß--M. Yasan 00:10, 28. Sep 2006 (CEST)

              Von mir aus kannst du ihn weiter für Lesenswert halten und hier auch mit Pro stimmen. Jeder darf seine eigene Meinung haben. Ich halte die chronologische Ordnung für zu starr. Wenn es einen Absatz für sagen wir 1973 und dann wieder einen für 1974 gibt, kann man meiner Meinung nach, Zusammenhänge nicht so gut darstellen wie in stinknormalen Fließtext. Dazu kommt, dass durch diese Einteilung quasi jeder Absatz mit einer gefetteten Jahreszahl beginnt, was ästhetisch und lesetechnisch nicht schön ist, da es zur Monotonie führt. Insgesamt vom Inhalt her ganz akzeptabel, aber meine Erwartungen an einen Lesenswerten erfüllt der Artikel einfach nicht. Gruß Julius1990 07:01, 28. Sep 2006 (CEST)

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              Pro

              Pro Ich habe die Überlinkung reduziert und die Fettung der Jahreszahlen entfernt. Das hat mich jetzt keine 15 Minuten gekostet und hätte imho auch gut von Julius erledigt werden können. Die Fragmentierung in die Jahre ist zwar nicht schön, aber das Thema wird umfassend behandelt, daher kann man imho darüber hinweg sehen. Vielleicht kümmert sich ja nochmal jemand darum, ggf. wenn der Artikel exzellent werden soll. Die Vorgeschichte ist ganze zwei Absätze lang, das sehe ich bei dem Thema auch als richtig an. -- iGEL·iGEL·iGEL/Bewertung 08:53, 28. Sep 2006 (CEST)

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                Pro Für lesenswert reicht´s allemal. -- Chaddy Chaddy Chaddy/Bewertung 09:20, 29. Sep 2006 (CEST)

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                  Pro . ACK Trinityfolium 11:33, 29. Sep 2006 (CEST)

                  Der Artikel war früher mal tatsächlich eine reine Jahresliste, das ist halt noch übrig davon; u.a. weil seit Jahren niemand Kundiges dran mitwerkelt außer ein, zwei Dauergästen hier. Die sich dann dem neumodischen Trend des beliebten formalistischen Abwahlverfahrens ohne eigene Mitarbeit ausgesetzt sehen. Gratuliere für dieses eindringliche Verständnis für das Wikiprinzip. Jesusfreund 11:41, 29. Sep 2006 (CEST)

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                  Pro Die Lesenswert-Kriterien sind nach meiner Meinung doch erfüllt. Der Artikel ist vielleicht ein Bisschen zu stark verlinkt. Uhr 13:36, 29. Sep 2006 (CEST)

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                    Pro Lesenswert sicherlich, wenngleich für meinen Geschmack schon in den Bereich der Überlänge reichend.--Trg 20:08, 29. Sep 2006 (CEST)

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                      Pro Man kann nicht gleichzeitig Listencharakter und Länge kritisieren, sondern muss sich entscheiden, was man will: gründliche Information oder bloße Ereignistabelle. Der Artikel informiert auch über Hintergründe und wenig bekannte Fakten. Deshalb ist er auch lesenswert. Jesusfreund 12:08, 3. Okt 2006 (CEST)

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                        Pro - in der jetzige Form durchaus lesenswert. Die Länge finde ich dem Thema angemessen. Gruß Martin Bahmann 08:49, 4. Okt 2006 (CEST)

                        Hallstein-Doktrin

                        Bei deiner letzten Bearbeitung des Artikels "Kalter Krieg" hast du u.a. die Hallstein-Doktrin entfernt - warum? --62.180.160.144 14:22, 22. Okt. 2006 (CEST)

                        Weil sie im Rahmen dieses Artikels über den Kalten Krieg keine hinreichende Bedeutung hat (anders als etwa in einer Darstellung der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland oder des Verhältnisses beider deutscher Staaten 1945-1990 oder der Vorgeschichte der sozial-liberalen Ostpolitik ab 1969...). Im gegebenen Zusammenhang aber ist der Hinweis auf die Hallstein-Doktrin nicht nur unnötig, sondern ein Fremdkörper, der den Zusammenhang stört. Deshalb gehört sie wieder entfernt. Gruß -- Barnos Barnos 19:27, 22. Okt. 2006 (CEST)

                        Ich bin nicht einverstanden. Ich kann deinen Ausführungen nicht folgen, finde sie sogar - mit Verlaub - etwas wirr. Du begründest ja gar nicht, sondern postulierst einfach nur, das sei ein "Fremdkörper", habe "keine Bedeutung", "störe" gar. Inwiefern denn? Was soll denn eine "hinreichende Bedeutung" sein, und wer definiert die, du allein? Hast du auch Quellen für deine Ansicht? Ich lese den Artikel "Hallstein-Doktrin", und gelange zu einem ganz anderen Eindruck. Ich habe durchaus den Eindruck, dass diese Doktrin in sehr engem Zusammenhang mit dem Lemma "Kalter Krieg" steht, und selbstverständlich in den Artikel gehört. Auch andere Details in Bezug auf das Verhältnis BRD-DDR kommen im Artikel ja vor. Dass die Hallstein-Doktrin auch in den von dir vorgeschlagenen Artikeln verlinkt gehört, sehe ich auch nicht als Argument gegen eine Verlinkung hier. Ich wüsste also nicht, warum man dem Leser diese Informationen vorenthalten sollte. Wie sehen denn andere Bearbeiter das? --62.180.160.19 16:04, 23. Okt. 2006 (CEST)

                        „Etwas wirr“ ist –Du musst schon gestatten – etwas daneben, zumal der Satz, so wie Du ihn im Artikel platziert hast, in der Tat einen den Darstellungszusammenhang störenden Fremdkörper darstellt, der lediglich auf einen für den unvorbelasteten Leser mysteriösen Link hinausläuft. Das kann also keinesfalls so bleiben.

                        Im Kontext der ansonsten zum Thema Kalter Krieg zu behandelnden Aspekte scheint mir die Hallstein-Doktrin nach wie vor von eher marginaler Bedeutung und nicht unbedingt erwähnenswert. Das kann man – je nach Ausdehnungsformat, das man dem Artikel zugesteht – auch anders sehen. Dann müsste aber eine sinnvolle Einbindung nebst Sachaufklärung zumindest in groben Zügen stattfinden. Daran bist Du ja einstweilen nicht gehindert; aber das bisher vorliegende klägliche Sätzchen muss erst mal wieder raus. Gruß --Barnos Barnos 20:32, 23. Okt. 2006 (CEST)

                        Einleitung, Periodisierung, Überschriften, Gesamtstruktur

                        Schön, dass mein Diskussionshinweis zur Einleitung oben doch noch aufgegriffen worden ist. Das Wettrüsten gehört als Essential mit in den ersten Abschnitt. Die Parenthese, die ja das wichtigste Element hervorkehrt, halte ich hier nicht für störend, jedenfalls deutlich weniger als in dem wieder eingestellten zweiten Abschnitt. Ich drehe deshalb noch einmal auf meine modifizierte Fassung zurück und hoffe nun, dass es dabei bleiben kann.

                        Hinsichtlich der Periodisierung stellt in der Tat der Beitritt der SU 1941 zur Anti-Hitler-Koalition den maßgeblichen Einschnitt dar: Bis dahin blieb die stalinistische SU wegen der Unverträglichkeit der Systeme isoliert (bis dahin dauerte also auch die seit der Revolutionsphase bestehende latente Spannung – die „Vorgeschichte“ an). Die Bündniskonstellationen des Zweiten Weltkriegs und die daraus sich ergebende Nachkriegssituation gehören zu den unmittelbaren Voraussetzungen und Übergangsbedingungen im Hinblick auf den Kalten Krieg. Während der Niederringung Nazi-Deutschlands war der vorherige Systemgegensatz suspendiert, nicht ausgeräumt; er musste – bei allen Vorbehalten gegenüber geschichtlichem „Müssen“ – mit Erreichung der deutschen Kapitulation erneut auftreten. Das ließe auch eine Zäsur 1944/45 sinnvoll erscheinen. Nur passt das nicht überzeugend zu den historischen Abläufen. Denn Churchills Warnung vor dem „Eisernen Vorhang“ standen die in der Koalition getroffenen Vereinbarungen aus dem Londoner Protokoll gegenüber, die 1945 noch brav von beiden Seiten umgesetzt wurden: Die Amerikaner räumten Thüringen und zogen sich auf die vereinbarten Zonengrenzen zurück, die Rote Armee räumte den Westteil Berlins für Amerikaner, Engländer und Franzosen; Alliierter Kontrollrat und Alliierte Kommandantur kamen wie vereinbart zustande und nahmen die gemeinsame Arbeit auf. Für die Folgejahre bis 1949 käme im Grunde jedes in Frage, als Beginn des Kalten Krieges ausgemacht zu werden, je nach dem, wie man die Bedeutung der jeweiligen Ereignisse gewichtet und wo man den point of no return ansetzt. Für 1949 im Rahmen dieses Artikels spricht zum einen der Teilfokus auf der deutschen Frage, die mit der doppelten Staatsgründung den Gegensatz besonders auffällig macht (auch wenn die Würfel bereits 1948 gefallen waren); zum anderen sprechen dafür die erste sowjetische Atombombe und der dann 1950 ausbrechende Korea-Krieg, der als Beginn der anschließenden Periode Sinn macht. Übrigens wurde auch da auf Seiten führender US-Militärs der Einsatz der Atombombe gefordert (insofern passt die erweiterte Überschrift).

                        Den knappen Abschnitt zu den technologischen Innovationen, der vordem unpassenderweise als eigener Gliederungspunkt den Schlussabschnitt gebildet hat, habe ich nun in leicht überarbeiteter Form an das Ende des Abschnitts „Übersicht“ platziert.

                        Die Darstellung des Augustputsches im Abschnitt 1986-1991 habe ich auf den hier sinnvollen Kern beschränkt; weitergehende Informationen darüber, die für den Ausgang des Kalten Krieges nicht von Bedeutung sind, sollten dem ja verlinkten einschlägigen Artikel vorbehalten bleiben. Stattdessen waren aber die Entwicklungen in Polen und Ungarn im Zuge der osteuropäischen Wende einzuarbeiten bzw. mindestens zu erwähnen. Zur Abrundung der Darstellung habe ich einen Abschnitt zu unmittelbaren Folgeentwicklungen und Perspektiven nach dem Ende des Kalten Krieges angefügt.

                        Allgemein habe ich die Überschriften-Gestaltung dahingehend revidiert, zu möglichst verständlich-eingängigen Aussagen zu kommen, damit der Nutzer nach Möglichkeit bereits Vorstellungen entwickelt, worum es geht.

                        Die Gesamtstruktur des Artikels ist mit dem langen Vorabresümee zweifellos ungewöhnlich und auch fragwürdig. Was von meiner Seite hier geleistet werden soll, ist aber nur eine Nachbesserung, nicht eine Neukonzeption. Es gehört mit zum Reiz dieses Arbeitsfelds, aus dem Vorgefundenen jeweils Annehmbares, etwas Gutes oder das relativ Beste zu machen. --Barnos Barnos 21:00, 4. Okt 2006 (CEST) / --Barnos Barnos 19:30, 19. Okt. 2006 (CEST) / --Barnos Barnos 15:17, 20. Okt. 2006 (CEST)

                        Ich bin mit der Gestaltung des letzten Kapitels nicht einverstanden. Es werden mir zu viele Dinge mit Hinblick auf die spätere Entwicklung frei doziert, im Sinne einer Interpretation, die mir erstens zu einseitig erscheint und zweites zu wenige fachgerechte Gewissheiten beinhalten. Aufgrund der zeitnahen Geschehnisse sollten solche Urteile doch besser unterlassen werden. Abgesehen davon, dass der Stil völlig unenzklopädisch ist. Ich habe diese Passagen gelöscht, weil sie sich schon wie programmatische Ankündigungen lesen.--M. Yasan 22:51, 20. Okt 2006 (CEST)

                        Hallo M. Yasan, Deine Kritik und die darauf aufbauende Löschaktion haben sich mir in der Sache noch nicht erschlossen, da Du mit sehr allgemeinen Formeln („zu viele Dinge… frei doziert“, einseitige Interpretation, „zu wenige fachgerechte Gewissheiten“, unenzyklopädischer Stil, „programmatische Ankündigungen“) argumentierst, ohne sie auch nur an einem einzigen Beispiel zu konkretisieren. Du wirst zugeben, dass mich Dein Vortrag und Dein Vorgehen insofern kaum überzeugen können. Selbstverständlich bin ich in meinen WP-Beiträgen stets bemüht, den üblichen Standards gerecht zu werden – so auch hier. Dass das Ende des Kalten Krieges vielfältig neue Entwicklungen hervorgebracht hat, ist ja wohl eine unbestreitbare Tatsache und darauf in einem Schlussabschnitt des Artikels zu verweisen kaum verwerflich. Die von mir aufgeführten Aspekte – man könnte zweifellos viele andere mehr benennen, wenn das nicht den Rahmen sprengte – bilden nur ab, was jeder Sachkundige m.E. mühelos nachvollziehen kann und was die Konturen der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges von dessen Epoche und ihrer weitgehend bipolaren Ausrichtung deutlich abhebt. Bei sämtlichen der von mir herangezogenen Aspekte handelt es sich – 15 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges - nun auch bereits um historische Fakten. Auf welche „programmatischen Ankündigungen“ Du Dich oben beziehen könntest, ist demnach ganz und gar rätselhaft. Bevor Du also ein weiteres Mal zur Löschaktion schreitest, solltest Du Dir die Mühe machen, mir hier zu verdeutlichen, was Du überhaupt meinst. Gruß --Barnos Barnos 20:05, 21. Okt. 2006 (CEST)

                        Dann lies dir mal bitte durch, insbesondere die Punkte 2 und 4. Was soll denn das heissen: Die deutsche Einheit und das Ende der Teilung Europas haben neue Perspektiven und Aufgaben u.a. für die Europäische Union, den Europarat und für die Vereinten Nationen hervorgebracht. Seit wann schreiben wir ein in einem enzyklopädischen Geschichtsartikel perspektivisch? Die Wikipedia ist nicht dazu da, die Sichtweise irgendwelcher einzelner Staatsorgane zu übernehmen, was du aber getan hast. Solche, mit Verlaub, Plattitüden kann man in Parteiprogrammen o.Ä. verankern, aber nicht in einer Enzyklopädie. Dieser Artikel handelt nicht von den „Aufgaben“ der EU uw., sondern vom Verlauf des Kalten Krieges; dessen Ende hat noch ganz andere Phänomene hervorgebracht, und welche Aufgaben dann den og Institutionen angeblich auferleget wurden, könnte man dann höchstens in den entsprechenden Artikel anbringen. Ich hoffe, du begreifst und anerkennst den Unterschied. Es geht nicht darum, ob es richtig oder falsch oder evident ist; es geht darum, dass es formal nicht hierhin gehört. Ich gebe dir recht, dass man noch viele andere Aspekte nennen könnte (zB Neue Weltordnung oder den Washington Consensus). Wichtig ist, dass die übliche, allgemein gehaltene Sichtweise, die die politischen Phänomene aus der Distanz sieht, berücksichtigt wird und eben nicht versucht wird, sich in bestimmte Institutionen „hineinzuversetzen“--M. Yasan 09:52, 22. Okt. 2006 (CEST)

                        Hinsichtlich Deines Linkangebots zu Theoriefindung und persönlich gefärbten Essays muss ich Dir leider mitteilen, dass sie die vorliegende Angelegenheit in keiner Weise betreffen. Auch missverstehst Du meinen Ansatz, den Artikel sinnvoll abzurunden, wenn Du mit Bezug auf den von Dir zitierten Satz meinst, es ginge darum, aus gegenwärtiger Sicht Zukunftsperspektiven zu entwerfen oder „programmatische Ankündigungen“(s.o.) zu machen. Ich muss Dich offenbar noch einmal darauf hinweisen, dass alle erwähnten Aspekte ihrerseits bereits zeitgeschichtlich in Erscheinung getreten sind.

                        Ganz und gar nebulös ist mir Deine Unterstellung, es würde die „Sichtweise irgendwelcher einzelner Staatsorgane“ übernommen. Ja was denn nun: Theoriebildung, persönlich gefärbter Essay, Übernahme von „Plattitüden“ einzelner Staatsorgane – oder alles auf einmal? - Vielleicht sollte ich Dir, weil es anscheinend nötig ist, die gedankliche Logik dieses Schlussabschnitts erläutern. Der setzt ja an bei den unmittelbaren Folgen, die das Ende des Kalten Krieges im Bereich der vormaligen Supermacht UdSSR hatte und endet mit der Verdeutlichung der Tatsache, dass die übrig gebliebene westliche Supermacht USA das Ende der vordem wesentlich bipolar wahrgenommenen Welt ebenfalls nicht folgenlos hinter sich gelassen hat (man könnte das etwas verkürzt auf die eher wiki-untaugliche Formulierung bringen: vom „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) zum „Kampf der Kulturen“ (Samuel P. Huntington).

                        Was nun den Zerfall des früheren Jugoslawien betrifft und die internationalen Verwicklungen bis hin zum Kosovo-Krieg, so verdeutlicht dies auf europäischer Ebene wohl am deutlichsten, dass das Ende des Kalten Krieges nicht nur Chancen, sondern auch gravierende Probleme freigesetzt hat. Am erstaunlichsten für mich aber ist Dein Dich Reiben an der Erwähnung der Tatsache, dass EU, Europarat und Vereinte Nationen mit dem Ende des Kalten Krieges vor neue – ich ergänze hier: sehr anspruchsvolle – Aufgaben bzw. Herausforderungen gestellt wurden (und bis heute sind): Hilfen bei der Transformation der vormals „sozialistischen“ Gesellschaften und politischen Systeme in marktwirtschaftlich und parlamentarisch-demokratisch strukturierte (Europarat); die Osterweiterung der EU um bis jetzt 10 - demnächst 12 - neue Mitglieder in Verbindung mit notwendigen Strukturanpassungen der Gemeinschaft (Europäische Union); Zweiter Golfkrieg, Kosovo-Krieg, Krieg in Afghanistan (Geschichte der Vereinten Nationen u.a.) Wenn Du das mit „programmatischen Ankündigungen“ verwechselst, hoffe ich, Dir mit diesen Erläuterungen gedient zu haben. Solltest Du mit der von mir nun wiederhergestellten Version immer noch Probleme haben, mache Dir bitte die Mühe, Deinen POV intersubjektiv prüfen zu lassen. Ansonsten wäre es mir angenehm, wenn Du die Arbeit, die ich in die Sache gesteckt habe, letztlich respektiertest. Gruß --Barnos Barnos 20:57, 23. Okt. 2006 (CEST)

                        Du begreifst den Unterschied also nicht und machst mir auch eine Menge Arbeit dir denselben zu zu verdeutlichen. Ich habe schon zuvor erwähnt, dass die Richtigkeit deiner Aussagen nicht zur Debatte steht, sondern die Form, in der du sie hier einbringst. Abgesehen davon, dass es nicht einzusehen ist, warum man sich auf Europa beschränken soll, ist einfach klar, dass du, neben einer unenzyklopädischen Sicht- und Schreibweise, mit der Einbringung der "Aufgaben" der EU das Thema verfehlst. Dies ist, grob gesprochen, ein Artikel über die Kontrahenten USA und UdSSR/Russland und kann nicht plötzlich zu den Kompetenzen anderer Organisationen überwechseln...
                        Die deutsche Einheit und das Ende der Teilung Europas haben neue Perspektiven und Aufgaben u.a. für die Europäische Union, den Europarat und für die Vereinten Nationen hervorgebracht. Noch mal, zum Mitschreiben: Wikipedia macht sich keine bestimmte (europäische) institutionelle Perspektive zu eigen. Es ist nur ein kleiner, aber gewichtiger stilistischer Unterschied. Die von dir eingebrachten Phänomene müssten außerdem in den entsprechenden Artikel behandelt werden, aber natürlich anders formuliert, nicht in der Form eines undistanzierten Nacherzählens von Regierungsstatements, wie es sich im nächsten Satz leider noch weiter herauskristallisiert:
                        Dass in der „multipolaren“ Welt, die aus der „bipolaren“ des Kalten Krieges entstanden ist, einerseits neue Chancen gegeben sind, andererseits aber auch neue Konflikte und Belastungen entstehen, zeigt sich nicht nur im Hoheitsgebiet der vormaligen Sowjetunion, sondern z.B. auch in dem bürgerkriegsartigen Zerfallsprozess des früheren Jugoslawien oder im „Krieg gegen den Terror“, in den die westliche Führungsmacht USA als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 eingetreten ist.... Essayistisch, theoriebildend. „Chancen“? Wir machen keine eigenständige Risikoanalyse bei Wikipedia, sondern geben historische Darstellungen wieder, so wie sie uns von Wissenschaftlern überliefert werden - wir machen aber keine eigenen Analysen oder erzählen sie unreflektiert nach. Ich kann nur betonen, dass es mir nicht darum geht, dir deine Beiträge madig zu machen. Ich hoffe, dass dir meine Veränderung besser verdeutlicht, worum es mir geht--M. Yasan 23:18, 23. Okt. 2006 (CEST)

                        Zu beurteilen, wer in diesem Fall was noch nicht begriffen hat, solltest Du, wie ich schon angeregt habe, wohl besser Dritten überlassen. Deine zuletzt eingestellte Version stellt als solche keine Verbesserung dar und löst schon gar nicht den Anspruch ein, enzyklopädischer formuliert zu sein als die vorherige. Zu den nachfolgenden Hinweisen beachte bitte, dass sie sich auf den Stand Deiner Ausführungen in Version 23:53, 23. Okt. 2006 beziehen, die Du heute vormittag etwas eleganter gestaltet hast, ohne dass aber meine Klarstellung dadurch hinfällig würde.

                        Hinsichtlich der Qualität Deiner Argumentation machst Du leider keine Fortschritte: statt konkreter Beweisführung lediglich Zitate, die nach wie vor nur mit disqualifizierenden Schlagworten belegt werden (essayistisch, theoriebildend, eurozentristisch). Das ist – gerade im Wiederholungsfall – einigermaßen unergiebig.

                        Was Dein POV als „essayistisch“ bzw. „theoriebildend“ fehlidentifiziert, sind kontextbezogen ausgewählte zeitgeschichtliche Fakten. Offenbar hast Du dazu noch Aufklärungsbedarf im Grundsätzlichen: Jede und jeder, der Wikipedia-Artikel schreibt, überarbeitet oder ergänzt, muss Fakten und Zusammenhänge auswählen sowie nach Bedeutung im gegebenen Kontext und nach Eignung im Rahmen des WP-Projekts sortieren. Was dieser Prüfung standhält, wird er dem Artikel zuführen. Das ist der unumgängliche POV-Anteil, den zu leugnen oder zu kritisieren albern wäre. Und je weiter die inhaltliche Spanne des abzuhandelnden Lemmas reicht, desto deutlicher ist dieser Zwang zur Auswahl gegeben. (Andernfalls gelangten wir hier zu Ungetümen, die sich als Leser kaum jemand würde zumuten wollen.) Was bei diesem notwendig individuellen Auswahlprozess herauskommt, muss hier der Nachprüfung durch andere standhalten. Zu dieser Nachprüfung sind alle eingeladen und daraus ergeben sich, wenn es modellhaft läuft, Annäherungen an eine objektive Gesamtdarstellung, wie sie Wikipedia intendiert. Selbstverständlich richtet sich diese Einladung auch an Dich; nur hast Du zu dem gemeinten Prozess bis dato wenig Modellhaftes beigetragen.

                        Beim Nachdenken über einen sinnvollen Schluss für diesen Artikel haben folgende Aspekte die Gestaltung bestimmt:

                        • Die Epoche des Kalten Krieges ist nicht spur- und folgenlos vom Erdboden verschwunden; dies ist unter gesondertem Gliederungspunkt in einem Schlussabschnitt darzulegen.
                        • Im Focus der Folgenbetrachtung stehen naheliegenderweise die beiden vormaligen Supermacht-Kontrahenten (und nicht nur einer von ihnen).
                        • Sowohl hinsichtlich der Ära des Kalten Krieges als auch bezüglich der mit ihrem Ende verbundenen Entwicklungen spielen die Teilung Europas (und Deutschlands) und ihre Überwindung im Duktus des Artikels eine gewichtige Rolle (doch wohl nicht zu Unrecht? – oder möchtest Du gleich den ganzen Artikel umschreiben?), sodass darauf auch in der Folgenbetrachtung Bezug zu nehmen ist. Und was sich im direkten Folgenzusammenhang seither in Europa getan hat ist doch wohl der Rede wert – oder etwa nicht? Meine diesbezüglichen Hinweise scheinen mir keineswegs eurozentristisch überproportioniert, sondern dienen eher als Aufhänger, sich darüber anhand der entsprechenden Links näher zu informieren. Wenn in diesem Zusammenhang - und ja auch in der Überschrift des Abschnitts - von Perspektiven die Rede ist, so handelt es sich um ein grobes Missverständnis Deinerseits, wenn Du annimmst, dies signalisiere die Übernahme der Perspektive einer oder mehrerer einzelner Institutionen. Tatsächlich verweist der Begriff lediglich (aber eben auch nicht unnötig) darauf, dass die aus dem Ende des Kalten Krieges sich ergebenden Chancen und Probleme nicht als ausgestanden und abgetan anzusehen sind, sondern fortwirken. (Manchem wird noch einiges mehr dazu einfallen, wie z.B. die gerade aktuelle Frage der atomaren Bewaffnung weiterer Staaten; auch solche individuellen Nachdenkprozesse anzuregen, scheint mir der Schlussabschnitt erstens geeignet und zweitens hinreichend)

                        Wenn Du nun meinst, Dein letzter Beitrag sei sachlich passender fokussiert und enzyklopädischer formuliert als der von mir verfasste, dann machst Du Dir leider etwas vor. Wer sind denn Deine anonymen „Beobachter“? Vermutlich handelt es sich um einen Fall von Selbstvervielfältigung. Das ist dann aber bloße POV-Verschleierung. Du musst schon zu Deiner Auswahl stehen und sie vertreten können, Dir dafür vielleicht auch mal eine Nachdenkpause gönnen.

                        Was Du an mir einleuchtenden Aspekten ergänzt hast, ist in meiner eben eingestellten Überarbeitung enthalten. Betrachte es doch einfach als Entgegenkommen im Sinne der Optimierung des Artikels, dass der nunmehrige Schlusssatz des Artikels auf Deine Urheberschaft zurückgeht. Gruß --Barnos Barnos 12:30, 24. Okt. 2006 (CEST)

                        2 Anmerkungen dazu:
                        a) ..."haben neue Perspektiven für" ... "gebracht"... doch auch, und vor allem, für die Nato , oder täusche ich mich? bitte ergänzen!
                        b) "multipolare Weltordnung" - formal vielleicht, in der Realität erleben die meisten Leute die Gegenwart doch eher als eine unipolare Weltordnung - vgl. Neokonservatismus in den USA, die zahllosen Versuche der derzeitigen Regierung Bush, die UNO zu schwächen/ihr Legitimität abzusprechen, die Rolle des "Weltpolizisten", die "Koalition der Willigen", Verhältnis zum internationalen Gerichtshof, völkerrechtlich fragwürdiger Krieg im Irak, ihre (politische/militärische/wirtschaftliche) Einflußnahme auf Regionen wie Mittel u. Südamerika, Vorderasien/Ex-Sowjetunion, ... Hier einfach von einer "multipolaren" Weltordnung zu sprechen, erschiene mir etwas blauäugig und hypothetisch. Weder EU, noch das derzeitige Russland, noch China stellen für die USA ein Gegenüber dar, das mit der SU vergleichbar wäre. Müsste man da nicht etwas genauer sein, und schreiben, dass sich die Weltordnung zukünftig absehbar in Richtung multipolar bewegt (mit dem weiteren Aufstieg Chinas, oder bald Indiens oder Brasiliens, dem Ende des Neokonservatismus in den USA, etc) derzeit (seit 2001) aber noch eher unipolare Züge trägt? --62.180.160.60 19:04, 24. Okt. 2006 (CEST)

                        a) versteht sich von selbst und ist erledigt; bei b) ist tatsächlich mindestens eine begriffliche Erläuterung und Differenzierung nötig; ich tendiere dazu, beide Varianten zu berücksichtigen, da ja die Entwicklungen erkennbar im Fluss sind. Den Alleingängen der Bush-Administration und dem Willen der "Willigen" scheinen die Fundamente bereits auf kurze bis mittlere Sicht wegzubrechen, von langfristigen Tendenzen ganz abgesehen. Danke jedenfalls für die Hinweise; ich werde morgen eine entsprechende Ergänzung vorlegen. --Barnos Barnos 20:22, 24. Okt. 2006 (CEST)

                        Ein paar Anmerkungen meinerseits:
                        "Das Ende des Kalten Krieges stellt zweifellos die wichtigste historisch-politische Zäsur in der internationalen Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg dar." - Das ist bis zu einem gewissen Grad sicher berechtigt, ist aber in seiner Absolutheit ein Standpunkt, eine Meinungsäußerung, die wir nicht aufstellen sollten. Es genügt doch festzustellen was geschehen ist. Wir brauchen bzw. dürfen den Lesern keine Bewertungen vorgeben.
                        "Die deutsche Einheit und das Ende der Teilung Europas haben neue Perspektiven und Aufgaben u.a. für die Europäische Union, den Europarat und für die Vereinten Nationen hervorgebracht." - Auch das ist an sich eine berechtigte Darstellung. Aber auch wenn die meisten Benutzer hier aus Deutschland und dem europäischen deutschsprachigen Raum kommen, sollten wir den Blick schon über diesen Tellerrand hinaus heben. Alleine an der Bevölkerungszahl gemessen ist da die Situation etwa in Asien oder in Afrika völlig unterrepräsentiert - oder genauer: wird mit keinem einzigen Wort erwähnt.
                        In der alten Fassung des Artikels stand "Gleichzeitig heben Beobachter hervor, dass die USA durch das Verschwinden der SU als direkter globaler Konkurrent den Status der „einzigen Weltmacht“ erreicht habe." Mal abgesehen von der unscharfen Formulierung mit den Beobachtern, ist der Status der USA als einziger verbliebener "Weltmacht" wesentlich. In der neuen Version ist davon keine Rede mehr, dafür steht da etwas von einer "„multipolaren“ Welt, die aus der „bipolaren“ des Kalten Krieges entstanden" sei. Das ist möglicherweise eine Zukunftsperspektive, wenn etwa die Bedeutung Chinas und Indiens, möglicherweise auch eines südamerikanischen Bündnisses anwächst, ist derzeit aber einfach nicht gegeben. Die USA sind die einzige Weltmacht, die nicht nur wirtschaftlich global agiert, sondern auch rund um die Welt Truppen stationiert hat - das fehlt völlig in diesem Abschnitt des Artikels.
                        Abgesehen von den o.g. Punkten frage ich mich, worauf sich die Behauptung zur "Vervielfachung ethnischer und religiöser Konflikte" nach dem Ende des Kalten Krieges stützt. Die großen, heute noch andauernde Konflikte haben schon lange vor 1989/90 begonnen: Indien/Pakistan (bzw. Kashmir im besonderen), Afghanistan, der Nahost-Konflikt, div. (Bürger-)Kriege in Afrika, ethnisch-religiöse Konflikte in Thailand od. auf den Philippinen usw. Während des Kalten Krieges gab es eine ganze Reihe von Kriegen, die teils Stellvertreterkriege, teils unabhängig von USA und UdSSR od. als Mischform stattfanden (Korea-Krieg, Vietnam-Krieg, Algerien-Krieg, Irak-Iran-Krieg, Falkland-Krieg, die Kriege zw. Israel und seinen Nachbarn, Bürgerkrieg in Kambodscha, Bürgerkrieg in Sri Lanka, Zypern-Konflikt, div. Putsche und (Bürger-)Kriege in Südamerika, (Südost-)Asien und Afrika und viele viele andere). Ich kann jedenfalls keinen besonderen Anstieg oder quantitativen Unterschied zwischen der Zeit vor 1989/90 und danach erkennen. Der einzige Unterschied ist, dass die kürzer zurückliegenden uns offenbar besser in Erinnerung sind.

                        Kurzum: Meiner Ansicht nach sind folgende Punkte für den Abschnitt wesentlich:

                        1. Die USA ist als einzige verbliebene Weltmacht aus dem Ende des Kalten Krieges hervorgegangen (mögliche, keineswegs gesicherte, nähere Zukunftsperspektiven sind der Einflussgewinn Chinas und die bis dato fragliche Position Russlands; Stichworte: Energie und Atomwaffen).
                        2. Die Demokratisierung der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten und der Beitritt der meisten zur NATO und zur EU.
                        3. Die globale Durchsetzung des kapitalistischen Wirtschaftsmodells.
                        4. Wenn schon die Perspektive heute dominierender Konflikte, dann in diesem Artikel konzentriert auf die Protagonisten USA und UdSSR, also: der "Krieg gegen den Terrorismus" in den die USA keineswegs "eingetreten" ist, sondern den sie ausgerufen hat, und die Darstellung der heutigen Konflikte um die jeweiligen Einflusssphären. In der Beziehung speilt die EU, so sehr uns das verletzen mag, keine Rolle. Diese Konflikte werden vor allem in Zentral- und Südwestasien ausgetragen, zunehmend auch um die Rohstoffquellen in Afrika, wobei in beiden Fällen auch China ins Spiel kommt.
                        --Tsui 00:19, 25. Okt. 2006 (CEST)

                        Ich habe mich nach Dursicht von Benutzer Tsuis oben stehenden Beitrag erst mal darauf beschränkt, die mir unstrittig erscheinenden und mE wirklich als direkte Folgewirkung zu bezeichnenden Phänomene im Text zu belassen. Dies möchte ich nicht als das letzte Wort in der Sache verstanden wissen, sondern als Basis für eine eventuelle Ausarbeitung in Zusammenarbeit mit Benutzer Barnos.--M. Yasan 01:55, 25. Okt. 2006 (CEST)

                        Hallo Tsui, der Reihe nach zu Deinen Anmerkungen:

                        • Das Ende des Kalten Krieges in der WP als wichtige zeitgeschichtliche Zäsur auszuweisen (vielleicht doch die wichtigste seit dem Zweiten Weltkrieg?), hat - auch im Sinne des bloßen Informierens - orientierende Funktion und dürfte allgemein als wenig POV-verdächtig angesehen werden. Wenn Du das als „in gewisser Weise sicher berechtigt“ ansiehst, fällt Dir bestimmt eine adäquate Aussage dazu ein.
                        • Deine Lanze gegen Germano- bzw. Eurozentrismus ist bei mir fehlplaziert. Mir ist zwar nicht klar, ob Du Artikel und Diskussion im Ganzen rezipiert hast (ich möchte hier aber auch nicht wieder von vorn anfangen); wenn Du Dich ein wenig mit Diskussion und Versionsgeschichte vertraut machen wolltest, würdest Du sehen, dass ich die Grundausrichtung des Artikels vorgefunden (und von einigen innerbundesdeutschen Exkursen entlastet) habe. Die durch den Kalten Krieg insbesondere in Asien bedingte Situation ist aus dem Artikel keineswegs ausgespart; wenn Du als in diesem Bereich speziell Interessierter dazu Substantielles nachtragen kannst: nur zu! Ich denke aber, es bedeutet keine Weigerung, „über diesen Tellerrand“ hinauszublicken, wenn man in diesem Schlussabschnitt unterstreicht, dass das Ende des Kalten Krieges in Bezug auf Deutschland und Europa in besonderem Maße verändernd eingewirkt hat.
                        • In Deiner Wendung gegen den zugestandenermaßen erläuterungsbedürftigen Begriff der Multipolarität als Beschreibung der veränderten Weltlage nach Ende des Kalten Krieges triffst Du Dich mit dem Mitdiskutanten 62.180.160.60 (ohne dass Du darauf allerdings Bezug nimmst). Meine Antwort auf seine Stellungnahme dürftest Du vor Deinem Beitrag aber doch mindestens zur Kenntnis genommen haben(?) Da Dir meine dort geäußerte Absicht offenbar nicht ausgereicht hat, solltest Du nun vielleicht Gelegenheit nehmen, Deinen Ansatz vorzustellen bzw. mit mir die Einladung an 62.180.160.60 aussprechen, Euer beider Position in den Artikel einzuarbeiten. Ich gebe nur zu bedenken, dass Multipolarität ja nicht bedeutet, dass alle Pole von gleicher Stärke sein müssen und dass unipolar so gedeutet werden könnte, als drehte sich die ganze Welt nur noch um die USA – nicht ganz Deine Absicht, oder? Was übrigens den von der US-Administration betriebenen „Krieg gegen den Terrorismus“ (der Begriff steht nicht zufällig in Anführungszeichen!) betrifft, halte ich „eingetreten“ im Sinne der POV-Problematik deutlich neutraler als „ausgerufen“. (Guck doch mal in alte Zeitungen, wer da im Blätterwald alles mitgerufen hat!)
                        • In meiner Version war die Rede von „gehäufter Austragung religiöser und ethnischer Konflikte“; das beruht nun in der Tat eher auf öffentlichkeitsgestützter Wahrnehmung als darauf, dass ich erst alles durchgezählt und dann die Differenz gebildet hätte (dazu fehlt mir auch die Datenbasis). Der Anstoß für diesen Einschub kam übrigens von M. Yasan, der nun wieder zusammengeflickt und eingestellt hat, was ihm passt. Vielleicht kann er es brauchen, einmal zur Ordnung gerufen zu werden. Was aber die öffentliche Wahrnehmung religiöser und ethnischer Konflikte betrifft (nur Stichworte: jugoslawischer Bürgerkrieg, Taliban, Ruanda, Kongo, Darfur, gravierende Terroranschläge fundamentalistischer Provenienz, Karikaturenstreit), so steht doch einiges dafür, dass ihre Bedeutung deutlich zugenommen hat. Sollte sich die besagte Parenthese gleichwohl als unhaltbar erweisen, gehört sie selbstverständlich entfernt.

                        @62.180.160.60: Meine Ankündigung einer auf unsere Diskussion bezogenen Nachbesserung ist, wie sich aus vorstehenden Diskussionsbeiträgen ergibt, vorerst erledigt. Vielleicht geht nun im Zusammenwirken der beiden „unipolar“ Orientierten etwas Sinnvolles? Gruß --Barnos Barnos 17:00, 25. Okt. 2006 (CEST)

                        Der Anstoß für diesen Einschub kam übrigens von M. Yasan, der nun wieder zusammengeflickt und eingestellt hat, was ihm passt. Vielleicht kann er es brauchen, einmal zur Ordnung gerufen zu werden
                        Weisst du, lieber Barnos, dieser Einschub von mir war fehlerhaft und darum habe ich ihn gelöscht. Der Punkt geht also an dich. Es wäre aber schön, wenn du im Verlauf der Diskussion den Versuchen, auf meine Person zu zielen, widerstehen würdest (denk dir einfach deinen Teil). Es kommt nunmal häufiger vor, dass bei der Erstellung eines Artikels um jedes Wort gekämpft und dabei auch übers Ziel hinaus geschossen wird. Deswegen muss ich nicht gleich „zur Ordnung gerufen“ werden, so als hätte ich mich des Vandalismus schuldig gemacht. Es ist doch gut, dass nun ein Vermittler dabei ist, da musst du jetzt nicht gleich autoritäre Maßnahmen andeuten, bloß weil ich es gewagt habe, dir zu widersprechen. Mit der Demokratie funktioniert das ein bißchen anders. Lass uns einfach bei der Sache bleiben, okay?--M. Yasan 23:26, 25. Okt. 2006 (CEST)
                        Mit Deinem hier etwas diffus eingebrachten Demokratie-Begriff lässst sich im gegebenen Zusammenhang wenig anfangen. Dass es sich bei und in diesem Projekt um einen Kampfplatz handele, war noch nie mein Verständnis noch das Motiv meines Engagements in der Wikipedia (und wird es auch in der Auseinandersetzung, die in Sachen Kalter Krieg mit Deinen Bemühungen zu führen ist, nicht werden). In der Sache ist ohnehin klar, dass jetzt erst einmal Tsui das Wort hat.--Barnos Barnos 08:14, 26. Okt. 2006 (CEST)

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                        -- DuesenBot 15:14, 25. Nov. 2006 (CET)

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                        -- DuesenBot 19:17, 25. Nov. 2006 (CET)

                        Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kalter Krieg und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).