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Der Artikel Kanadische Streitkräfte gehört zur Kategorie: Militär (Kanada)
| Kanadische Streitkräfte/Canadian Forces | |||
Das Wappen der drei verbundenen kanadischen Streitkräfte | |||
| Militärische Stärke nach Personen | |||
| Für den Wehrdienst verfügbare Personen: (Männer im Alter von 15–49): | 8.417.314 (Schätzung von 2004) | ||
| Wehrdiensttauglich: (Männer im Alter von 15–49): | 7.176.642 (Schätzung von 2004) | ||
| Aktives Personal | 62.200 (Rang 60) | ||
| Verteidigungsausgaben | |||
| Budget in kan. Dollar (Fiskaljahr 2006) | 13,2 Milliarden. (Rang 16)The World Defece Almanac 2006, Mönch Publishing Group, Bonn 2006 | ||
| Prozentualer Anteil am BSP (Fiskaljahr 2003/04): | 1,1 % (128. Platz im Jahre 2003) | ||
| Militärische Stärke | |||
| Land Force Command | |||
| Panzer: | 114 Leopard 1 | ||
| Schützenpanzer: | über 300 | ||
| Truppentransporter: | über 1.000 | ||
| Maritime Command | |||
| U-Boote: | 4 | ||
| Zerstörer: | 4 | ||
| Fregatten: | 12 | ||
| Coastal Defence Vessels: | 12 | ||
| Schiffe zur logistischen Unterstützung: | 2 | ||
| Air Command | |||
| Fluggerät: | Ungefähr 400 (Hubschrauber inklusive) | ||
Die Kanadischen Streitkräfte (engl. Canadian Forces (CF), frz. Forces canadiennes ) sind die verbundenen Streitkräfte Kanadas und der ihnen angeschlossenen Organisationen und Strukturen. Diese sind das Canadian Forces Land Force Command (Heer), Canadian Forces Maritime Command (Marine) und das Canadian Forces Air Command (Luftwaffe).
Organisation
Die kanadischen Streitkräfte in ihrer jetzigen Form entstanden am 1. Februar 1968, als die kanadische Regierung die bisherigen Teilstreitkräfte Royal Canadian Army, die Royal Canadian Navy und die Royal Canadian Air Force organisatorisch zusammengeführt hat. Somit stellt Kanada eine der wenigen Nationen dar, die ihre Streitkräfte so eng zusammengefasst hat. Der ursprüngliche Ansatz, sogar eine einheitliche Uniform einzuführen, hat sich jedoch nicht bewährt und wurde inzwischen revidiert.Kanada ist Mitglied der NATO seit ihrer Gründung im Jahre 1949. Die kanadischen Streitkräfte sind eng in deren Strukturen integriert und ständige Teilnehmer an ihren Übungen, und auch in gemeinsamen Verbänden präsent. Ebenso unterstützt Kanada die UNO bei ihren humanitären Einsätzen und bei ihren Friedensmissionen.
Leitung
Der Oberbefehlshaber der kanadischen Streitkräfte ist Königin Elisabeth II., Königin nach dem Recht Kanadas, vertreten durch die Generalgouverneurin von Kanada Michaëlle Jean. Der militärische Führer ist der Chief of the Defence Staff General Rick Hillier. Für die Verteidigungspolitik ist im Kabinett der Verteidigungsminister Gordon O'Connor zuständig. Das Hauptquartier der kanadischen Streitkräfte befindet sich in der Hauptstadt Kanadas, in Ottawa, Ontario.Geschichte
Hauptartikel: Militärgeschichte KanadasDie Anfänge
In der Kolonialzeit dienten kanadische Truppen in den britischen Streitkräften oder in örtlichen Milizen. Trotz der Manifestierung des kanadischen dominions im Jahre 1867 unterstanden die kanadischen Truppen bis um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts der britischen Krone. Kanadische Milizen verteidigten ihre Heimat im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, im britisch-amerikanischen Krieg von 1812 und während der Fenier-Überfälle. Ein kanadisches Expeditionskorps unterstützte die britische Krone im Burenkrieg.Die Gründung der kanadischen Streitkräfte selbst geht auf das Jahr 1812 zurück, als eine solche Organisation als Unterstützung zur Abwehr der amerikanischen Invasoren benötigt wurde. Die Royal Canadian Navy wurde 1910, die Royal Canadian Air Force im Jahre 1924 gegründet.
Ihre Identität beziehen kanadische Soldaten, Seeleute und Piloten durch ihre nicht unwesentlichen Beiträge zu den beiden Weltkriegen und dem Koreakrieg.
Einsätze
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Kanadische Soldaten im Einsatz bei Vaucelles, Frankreich (Juni 1944) Bildherkunft |
Kanadische Einheiten haben im Britisch-Amerikanischen Krieg, im Burenkrieg, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg, im Koreakrieg und im Zweiten Golfkrieg (1990/91) gedient, und Beiträge zu Friedensmissionen, schwelenden Konflikten und nichterklärten Kriegen wie z. B. der Sueskrise, auf Zypern, im jugoslawischen Bürgerkrieg oder im „Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ (Afghanistan-Krieg) geleistet. Kanada ist Mitglied der NATO und Vertragsnehmer von NORAD, dem nordamerikanischen Luftraumverteidigungsbündnis.
Als besonders traditionsstiftend werden aus Sicht des kanadischen Militärs vor allem die Schlacht von Vimy (Erster Weltkrieg) und im Zweiten Weltkrieg die Operation Jubilee, die Schlacht von Ortona, die Landung in der Normandie, die Schlacht an der Scheldemündung, die Luftschlacht um England und die Atlantikschlacht gesehen.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hin hatten kanadischen Truppen ganz Norwegen sowie das gesamte niederländische Territorium nördlich des Rhein und des Flusses Lek befreit. Sie verließen diese Gebiete nach Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung innerhalb weniger Monate.
Seit 1947 waren die kanadischen Streitkräfte an 73 Operationen weltweit beteiligt. 2002 waren insgesamt 3000 kanadische Truppen für 11 Auslandseinsätze abgestellt, wie z. B. die SFOR.
Auch in der Heimat sind kanadische reguläre und Reserveeinheiten aktiv: Allein im Jahre 2001 gingen sie 8000 Suchmeldungen nach, bei denen sie mehr als 4500 Leben retteten. Auch auf diese Art von Einsätzen gründet sich die große Beliebtheit des kanadischen Militärs.
Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
Kanada hat im Zweiten Weltkrieg die größte Berufsarmee aller Zeiten eingesetzt – die Wehrpflicht wurde erst kurz vor Kriegsende eingeführt, somit konnten nur 2.400 Wehrpflichtige noch bis zum Kriegsende eingesetzt werden. Auch nach dieser Zeit blieben die Verteidigungsausgaben und die Streitkräftegröße Kanadas auf annähernd gleichem Niveau, wurden jedoch ab Anfang der 1960er zurückgefahren, als die Bedrohung Kanadas durch die Nationen des Warschauer Pakts stetig schwand. Während der 1990er wurde dieser Trend aufgrund des Falls der Berliner Mauer und dem damit verbundene Verschwinden des Eisernen Vorhanges fortgesetzt, was zu Budget- und Personalkürzungen, Standortschließungen, aber auch zu einer Reduktion der kanadischen Kampfkraft führte (anders als z. B. in den USA, bei denen ähnliche Umschichtungen nicht automatisch zu einer geschwächten Kampfkraft führten). Kanada unterhielt ab Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die 1990er hinein, zahlenmäßig nicht geringe Luft- und Landstreitkräfte in Deutschland. Diese beiden letzten großen Stützpunkte befanden sich in Lahr/Schwarzwald/Ortenaukreis - CFB Lahr – geschlossen am 31. August 1994 – und CFB Baden-Soellingen in Rheinmünster-Söllingen/Ldkr.Rastatt – geschlossen am 31. Dezember 1993 – beide in Baden-Württemberg, in der Nähe der französischen Grenze. Verblieben sind auf deutschem Boden diverse kleinere Einheiten, welche u.a. in der mulinationalen NATO-Einheit in Geilenkirchen-Teveren bei Aachen, dem NATO Airborne Early Warning & Control Force E-3A Component im Dienst stehen, bzw. dieser fliegenden Gruppe Unterstützung leisten.Umstrukturierung
Anders als die Streitkräfte der engsten Verbündeten, wie z. B. Großbritannien, die USA, Australien oder Neuseeland, sind die kanadischen Streitkräfte eine verbundene Organisation mit einer einheitlichen Kommandostruktur. Das Weißpapier zur Verteidigungspolitik im März 1964 sah eine Restrukturierung der Streitkräfte als weiterhin getrennte Organisationen nicht vor und präferierte sie eher als „Vereinigung von Einsätzen, Personal, Versorgung und Logistik sowie der Verwaltung“.Am 1. Februar 1968 trat das Gesetz Bill C-243, The Canadian Forces Reorganization Act in Kraft, und es wurden zunächst die Royal Canadian Navy und die Royal Canadian Air Force in den Canadian Forces vereinigt. Während vorgegeben wurde, vor allem Kosten sparen zu wollen, kam der Vorwurf an den Premierminister Paul Hellyer und an seinen Verteidigungsminister auf, sie würden dem kanadischen Postmodernismus der Nachkriegszeit hinterherrennen und ihnen lästige monarchistische Traditionen abschütteln wollen. Aber auch rein fachlich wurde die Reorganisation kritisiert, wie z. B. von J. L. Granatstein, einem bekannten kanadischen Militärhistoriker, in Who Killed The Canadian Military?(zu dt. ungefähr: Wer hat das kanadische Militär unfähig gemacht?)
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Fahne der verbundenen kanadischen Streitkräfte, mit der Landesflagge und dem Wappen Bildherkunft |
Während die kanadischen Streitkräfte eine Streitmacht sind, so werden ihre Angehörigen den drei „Umgebungen“ Land, Luft oder See zugerechnet. Diese Einteilung wird von der Laufbahn der dienenden Individuen bestimmt – ein Pilot wird den Luftstreitkräften zugeordnet. Nicht umgebungsspezifische Soldaten wie Militärpolizisten oder Sanitäter werden zufällig zugeteilt. In ihrer „Umgebung“ verbleiben sie allerdings bis zum Ende ihrer Laufbahn, unabhängig von Einheit oder Dienstgrad.
Siehe auch
Einzelnachweise
Weblinks
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Kanadische Streitkräfte
Irgendwie finde ich die „fette" Infobox quantitativ in einem Mißverhältnis zum Text stehend. Meinungen erwünscht. (MARK 15:30, 14. Jun 2006 (CEST))
- Ich finde es in Ordnung. Wenn die Box brauchbare und richtige Informationen enthält, ist sie berechtigt. Außerdem ist das bei Wikipedia oft der Fall, dass Infoboxen z.T. länger sind als der Text. Sollte man auf alle Fälle bestehen lassen - die Optik/das Erscheinungsbild ist nicht immer alles -- High Contrast 11:04, 25. Jun 2006 (CEST)
- Ich selbst habe mal versucht die Info-Box im Bereich der Spezialeinheitenlemmata einzuführen und mußte feststellen, dass es nicht wenige absolut ablehnen. Siehe Diskussion:United States Navy Seals. Ich persönlich finde sie gut, nur eben nicht mehr so richtig, wenn die Infobox fast mehr Raum einnimmt, als der eigentliche Text. (MARK 16:30, 26. Jun 2006 (CEST))
- In der Tat. Aber hier trifft das m.E. nicht zu. also ich fahre ne Auflösung von 1280x1024 und bei mir is der eigentliche Text immer noch länger. Zudem steht in dieser Box, also in einer Streitkräfteinfobox, noch mehr Sachen, die entweder nicht oder nur teilweise im Text stehen (z.B. statistische Angaben), von daher finde ich sie hier vertretbar. Ansonsten bin ich der Meinung, dass sowas ausformuliert in den Text gehört, wie z.B. bei kleineren Einheiten wie den SEALs.. --GrummelJSGrummelJS 17:46, 26. Jun 2006 (CEST)
- So sei es! (MARK 10:57, 27. Jun 2006 (CEST))





