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Karl Liebknecht

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Der Artikel Karl Liebknecht gehört zur Kategorie: Lesenswert|, Lesenswert, Mordfall, Mann, Deutscher, Politiker (Deutsches Reich), SPD-Mitglied, KPD-Mitglied, Reichstagsabgeordneter, Revolutionär, Geboren 1871, Gestorben 1919
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Karl Liebknecht
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Karl Liebknecht (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin), Sohn von Wilhelm Liebknecht und Bruder von Theodor Liebknecht, war ein prominenter internationalistischer Sozialist und Antimilitarist. Er gehörte zu den radikalen Linken in der SPD vor 1914, bestimmte danach wesentlich die Linie des Spartakusbundes und war schließlich Ende 1918 einer der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands.

Leben

Im Kaiserreich vor 1914

Karl Liebknecht wurde an dem 13. August 1871 in Leipzig geboren und in der Thomaskirche getauft (seine Taufpaten waren Karl Marx und Friedrich Engels). Er war ein Sohn von Wilhelm Liebknecht, der zusammen mit August Bebel 1876 die Vereinigung zweier Vorläufergruppen zur SPD erreichte und zusammen mit Bebel und Paul Singer zu den bedeutendsten Anführern der Partei gehörte.

In seiner Jugendzeit erfuhr Karl die Auswirkungen der Bismarckschen Sozialistengesetze, während er noch ein humanistisches Gymnasium besuchte. 1890 machte er an der alten Nikolaischule in Leipzig sein Abitur und begann anschließend Rechtswissenschaften, Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie zu studieren. Als die Familie nach Berlin zog, setzte er dort sein Studium fort.

Von 1893 bis 1894 musste Liebknecht Militärdienst bei den Gardepionieren in Berlin leisten. Nach langer Suche nach einer Referendarstelle schrieb er seine Doktorarbeit, die von der Juristischen und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Würzburg mit dem Prädikat "magna cum laude" ausgezeichnet wurde. Am 5. April 1899 bestand er seine Assessorprüfung mit "gut".

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1912 sprach Liebknecht vor den Ilmenauern, woran heute ein Denkmal erinnert
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Zusammen mit seinem Bruder Theodor eröffnete er in Berlin ein Rechtsanwaltsbüro und wurde durch die Verteidigung von neun Sozialdemokraten in den so genannten Königsberger Prozessen als politischer Anwalt bekannt. In einigen aufsehenerregenden Strafprozessen prangerte er die Klassenjustiz des Kaiserreichs und die brutale Behandlung von Rekruten an.

Im Mai des Jahres 1900 heiratete er Julia Paradies, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte.

1902 wurde Liebknecht sozialdemokratischer Abgeordneter. Bekanntheit im Ausland erreichte er u.a. durch die Verteidigung von zwei russischen Revolutionären vor einem deutschen Gericht.

Liebknecht war aktives Mitglied der Zweiten Internationale und war einer der Gründer der "Sozialistischen Jugendinternationale". Für die Jugendarbeit der SPD verfasste er die Schrift "Militarismus und Antimilitarismus". Wegen dieser wurde er am 12. Oktober 1907 zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt. Seine Selbstverteidigung im Prozess brachte ihm große Popularität bei den Berliner Arbeitern ein, so dass er in einem Pulk zum Haftantritt geleitet wurde. Im nächsten Jahr wurde er in das preußische Abgeordnetenhaus gewählt, obwohl er noch nicht aus dem Gefängnis entlassen worden war.

Im Oktober 1912 heiratete er seine zweite Frau, Sophie Ryss, nachdem Julia Liebknecht ein Jahr zuvor gestorben war. Im selben Jahr zog er als einer der jüngsten SPD-Abgeordneten in den Reichstag ein. Dort trat er sofort als entschiedener Gegner einer Heeresvorlage auf, die dem Kaiser Steuermittel für die Heeres- und Flottenrüstung bewilligen sollte. Er konnte außerdem nachweisen, dass die Firma Krupp durch illegale Absprachen mit ausländischen Rüstungsfirmen Geschäfte machte.

Im 1. Weltkrieg

Am 4. August 1914 stimmte die SPD-Fraktion geschlossen für die Kriegskredite. Liebknecht blieb der Abstimmung fern, um nicht gegen die eigene Partei stimmen zu müssen. Aber am 2. Dezember stimmte er als zunächst einziger Reichtstagsabgeordneter gegen die Verlängerung der Kredite. Am 20. März 1915 schloss sich ihm Otto Rühle an, der ebenfalls bereits öffentlich gegen die Kriegskredite aufgetreten war.

Liebknecht wurde daraufhin an die Front einberufen, obwohl er eigentlich als Reichtagsabgeordneter Immunität genoss. Er erlebte als Armierungssoldat zusammen mit den einfachen Soldaten den Krieg an der West- und Ostfront. Die Militärgesetzgebung verbot ihm politische Aktivität außerhalb des Reichstages.

Bis dahin hatte Liebknecht auf verschiedene Weise versucht, eine innerparteiliche Opposition gegen die SPD-Politik des Burgfriedens zu bilden. Er reiste im Sommer und Herbst 1914 mit Rosa Luxemburg durch ganz Deutschland, um – weitgehend erfolglos – Kriegsgegner zu mobilisieren und zur Ablehnung der Finanzbewilligung für den Krieg zu bewegen. Er nahm auch Verbindung zu anderen europäischen Arbeiterparteien auf, um diesen zu signalisieren, dass nicht alle deutschen Sozialdemokraten für den Krieg seien. Mit 10 SPD-Linken war er Mitglied der von Rosa Luxemburg am 5. August 1914 gebildeten "Gruppe Internationale".

Noch vor seiner Einberufung gab er im März 1915 ebenfalls zusammen mit Rosa Luxemburg die Zeitschrift "Internationale" heraus, die nur einmal erschien und von den Behörden beschlagnahmt wurde. Es gelang ihm dennoch, die Gruppe Internationale zu vergrößern und die entschiedenen Kriegsgegner in der SPD reichsweit zu organisieren. Daraus ging am 1. Januar 1916 der Spartakusbund hervor.

Nun stimmten bereits 20 SPD-Abgeordnete gegen weitere Kriegskredite. Daraufhin schloss die SPD-Reichstagsfraktion die Kriegsgegner, darunter Liebknecht, am 12. Januar 1916 aus ihren Reihen aus.

Zur "Osterkonferenz der Jugend" sprach er in Jena vor 60 Jugendlichen zum Antimilitarismus und zur Änderung der gesellschaftlichen Zustände in Deutschland.

Am 1. Mai desselben Jahres trat Liebknecht als Führer einer Antikriegsdemonstration auf dem Potsdamer Platz in Berlin auf, wurde verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. Er wurde im Juni 1916 inhaftiert und am 23. August 1916 zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt.

In seine Haftzeit fiel die Spaltung der SPD und Gründung der USPD im April 1917. Die Spartakusgruppe trat nun in diese ein, um auch dort auf revolutionäre Ziele hinzuwirken.

In der Novemberrevolution

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Schlossportal, von dem Liebknecht die Republik ausrief (ins Staatsratsgebäude integriert)
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Im Gefolge des Kieler Matrosenaufstandes kam es seit Anfang November 1918 zu Aufständen gegen Krieg und Monarchie in allen deutschen Großstädten. Liebknecht wurde am 23. Oktober 1918 aus der Haft entlassen. Er reiste sofort nach Berlin, um dort den Spartakusbund zu reorganisieren, der nun als eigene politische Organisation hervortrat. Bei seinem Eintreffen gab die Gesandtschaft Russlands ihm zu Ehren einen Empfang.

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Karl Liebknecht als Redner einer Kundgebung während der Novemberrevolution im Berliner Tiergarten
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Am 9. November rief Liebknecht kurz nach Philipp Scheidemann vom Berliner Stadtschloss aus die "Freie Sozialistische Republik" aus und schwor die Menschenmassen zugleich auf die internationale Revolution ein. Um dieses Ziel voranzubringen, gab er gemeinsam mit Rosa Luxemburg nun täglich die Zeitung "Rote Fahne" heraus.

Bei den folgenden Auseinandersetzungen stellte sich jedoch bald heraus, dass die meisten Arbeitervertreter in Deutschland eher sozialdemokratische als sozialistische Ziele verfolgten. Eine Mehrheit trat auf dem Reichsrätekongress vom 16. bis 20. Dezember 1918 für baldige Parlamentswahlen und damit Selbstauflösung ein.

Daraufhin planten die reichsweit Zulauf erhaltenden "Spartakisten" die Gründung einer neuen, linksrevolutionären Partei, zu der es beim Jahreswechsel kam. Am 1. Januar 1919 stellte sich die Kommunistische Partei Deutschlands der Öffentlichkeit vor. Sie nahm wenige Tage darauf am sogenannten "Spartakusaufstand" Teil, der jedoch von unabhängigen Arbeiterräten ausging. Diese versuchten die Übergangsregierung Friedrich Eberts mittels eines Generalstreiks zu stürzen und besetzten dazu mehrere Berliner Zeitungsgebäude. Liebknecht trat in die Streikleitung ein und rief entgegen dem Rat von Rosa Luxemburg zusammen mit der USPD zur Volksbewaffnung auf.

Vorausgegangen war am 24. Dezember Eberts Versuch, die den revolutionären Kieler Matrosen nahe stehende Volksmarinedivision mit Gewalt aufzulösen. Dabei hatte er reguläres Militär gegen sie eingesetzt. Dies hatte am 29. Dezember zum Bruch zwischen USPD und SPD-Vertretern im "Rat der Volksbeauftragten" geführt. Seitdem war faktisch keine legitimierte Regierung vorhanden.

Ebert hatte auch seit Anfang Dezember immer mehr Militär in und um Berlin zusammengezogen. Die KPD unter Liebknecht versuchte nun erfolglos, einige Regimenter zum Überlaufen zu bewegen. Nach zweitägigen ergebnislosen Beratungen trat die KPD zunächst aus dem Führungsgremium der Aufständischen aus, dann brachen die USPD-Vertreter parallele Verhandlungen mit Ebert ab. Daraufhin setzte dieser das Militär gegen die Aufständischen ein. Es kam zu blutigen Straßenkämpfen und Massenexekutionen mit Hunderten von Opfern.

Wenige Tage nach dem gescheiterten Aufstandsversuch wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in einem Versteck in Wilmersdorf – wahrscheinlich durch eine Denunziation – von einer "Bürgerwehr" entdeckt, aufgegriffen und an die Garde-Kavallerie-Schützendivison – das weitaus größte der frisch aufgestellten "Freikorps" – übergeben. Schon bei der Übergabe wurden sie schwer misshandelt. Auch Wilhelm Pieck, ebenfalls Spartakist und Mitgründer der KPD, war festgenommen worden und konnte bezeugen, dass parallel zu Folterverhören Absprachen und Telefonate stattfanden, so dass er von einem Mordplan ausging.

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Grab Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs
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Grab Karl Liebknechts
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Am frühen Morgen des 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg dann zuerst bewusstlos geschlagen, in einen bereitstehenden PKW gesetzt und abtransportiert. Im Tiergarten hielt der Wagen, Liebknecht wurde zum Aussteigen gezwungen und dann von hinten erschossen, so dass im Nachhinein behauptet werden konnte, er sei bei einem Fluchtversuch erschossen worden. Der Tote wurde als "unbekannte Leiche" bei einer Polizeistation abgegeben. Luxemburg wurde ebenfalls erschossen und in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo man ihre Leiche erst nach Monaten auffand.

Die beiden Leichen wurde im Zentralfriedhof Friedrichsfelde bestattet, heute erinnert die Gedenkstätte der Sozialisten an sie. Der dritte Sonntag im Januar, etwa um ihr Todesdatum herum, wird alljährlich zu einem Trauerzug für die beiden Ermordeten genutzt.

Nachklang

Ein ziviler Mordprozess gegen die Täter fand nicht statt, eine Untersuchung zu den Hintergründen wurde nicht eingeleitet. Auch der Militärprozess wurde erst eingeleitet, nachdem die KPD durch eigene Ermittlungen Aufenthaltsorte einiger Täter kundgab. In zwei Fällen, gegen Otto Runge und Hauptmann Pflugk-Hartung wurden dann zwar geringe Gefängnisstrafen verhängt, die die Verurteilten aber nicht anzutreten brauchten. Bei der Berufungsverhandlung wurden sie außerdem von einem preußischen Militärgericht freigesprochen. Das Urteil trug die Unterschrift des SPD-Reichswehrministers Gustav Noske. Die Einstellung des weiteren Verfahrens ging ebenfalls auf seine Initiative zurück. Von den späteren Nationalsozialisten erhielten die Täter Haftentschädigungen.

Der Führungsoffizier Hauptmann Waldemar Pabst wurde weder verfolgt noch angeklagt. Er gab später in der Bundesrepublik zu Protokoll, dass er vor den Morden mit Noske telefoniert habe und Ebert dabei anwesend gewesen sei. Man habe ihm eine Erlaubnis zu eigenmächtigem Vorgehen gegeben, so dass er von einer Zustimmung zu den Morden ausging.

In der DDR wurde Karl Liebknecht als „Vordenker des Sozialismus“ geehrt. Dies führte zur Errichtung zahlreicher Denkmale ihm zu Ehren sowie zur Benennung von Straßen und Schulen nach Liebknecht. Teilweise wurden die Straßen und Schulen nach 1990 wieder umbenannt und teilweise blieben die Namen auch bestehen.

Denkmal in Berlin

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Denkmalssockel
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Stele zum Gedenken an die Ermordung Karl Liebknechts am Neuen See im Berliner Tiergarten
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Am Ort der Antikriegsdemonstration von 1916 enthüllte Friedrich Ebert junior, Oberbürgermeister von Groß-Berlin (Ost) und Mitglied des Politbüros der SED, am 13. August 1951 den Grundstein eines Denkmals für Karl Liebknecht. Anlass war Liebknechts 80. Geburtstag. Die Ehrung fand im Rahmen der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt und war Teil einer Kampagne gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland. Doch das Denkmal auf dem Potsdamer Platz wurde in den nächsten zehn Jahren nicht fertig gestellt. Am 13. August 1961 begann die Abriegelung der Sektorengrenze nach West-Berlin. Nach dem Ausbau der Sperranlagen stand der Sockel bis 1990 im Grenzstreifen an der vorderen Mauer. Als mit der deutschen Einheit vom 3. Oktober 1990 die Planung für die Neuanlage des Potsdamer Platzes begann, wurde der Denkmalssockel 1995 abgeräumt und eingelagert. Im Jahr 2002 setzte sich die Stadtverordnetenversammlung des Bezirks Mitte von Berlin für die Wiederaufstellung des Sockels ein – als Dokument der Stadtgeschichte und des Umgangs mit den sozialistischen und antimilitaristischen Traditionen in Deutschland.

Literatur

  • Laschitza, Annelies, Karl Liebknecht. Eine Biographie in Dokumenten, Berlin 1982
  • Engelmann, Bernt, Wir Untertanen – ein Deutsches Anti-Geschichtsbuch und Einig gegen Recht und Freiheit, Frankfurt am Main 1976
  • Flechtheim, Ossip K., Karl Liebknecht zur Einführung, 2. Auflage, Hamburg 1986
  • Haffner, Sebastian, Die Revolution 1918/19 auch erschienen unter dem Titel Der Verrat.
  • Hager, Maik, Kurzbiographie: Karl Liebknecht, TU Berlin WiSe 97/98 (www.leistungsschein.de).
  • Hannover-Drück, Elisabeth /Hannover, Heinrich (Hrsg.), Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Frankfurt am Main 1967.
  • Liebknecht, Karl, Gesammelte Reden und Schriften VIII, Institut für Marxismus-Leninismus bei ZK der SED, 2. Auflage, Berlin 1972
  • Proch, Reiner, Karl Liebknechts Positionen. Sein Kampf gegen die Burgfriedenspolitik der Sozialdemokratie 1914 – 1916 anhand der Kriegskreditsdebatte, FernUniversität Hager SoSe 02 (www.leistungsschein.de).
  • Richard Albrecht, Karl Liebknecht und Genossen - Die „Ausrottung der Armenier“ während des Ersten Weltkrieges und die deutsche politische Linke; in: ders., Völkermord(en). Genozidpolitik im 20. Jahrhundert. Aachen: Shaker, 2006 [= Beiträge zur Rechtswissenschaft: Allgemeine Rechtswissenschaft]: 95-119; auch in: Internationale Wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung/iwk (Berlin: 41. Jg. [2005] Heft 3, 310-328); kostenlose Netzfassung s. Weblinks
  • Trotnow, Helmut, Karl Liebknecht – eine politische Biographie, Köln 1980.
  • Karl Liebknecht zum antimilitaristischen Kampf, 1. Auflage, Dortmund 1977.
  • Spartacus spricht. Kampfdokumente der Spartakusgruppe aus der Zeit des ersten Weltkriegs, Berlin, 1961.
  • Karl Liebknecht, Lebt wohl, Ihr lieben Kinderchen. Briefe an seine Kinder. Hrsg. von Annelies laschitza und Elke Keller, Berlin 1992

Filme

  • Solange Leben in mir ist (1965) von Günter Reisch
  • Trotz alledem! (1971) von Günter Reisch

Weblinks

   

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|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=sozialistischer deutscher Politiker |GEBURTSDATUM=13. August 1871 |GEBURTSORT=Leipzig |STERBEDATUM=15. Januar 1919 |STERBEORT=Berlin }}

ast:Karl Liebknecht


Diskussion der Autoren über den Artikel: Karl Liebknecht


Der Satz:

Die Ermordung wurde vom Rat der Volksbeauftragten, also der SPD, befohlen.

scheint mit falsch zu sein. Gruss: Beatus

_Warum_ wurde er denn von der Reichstagsfraktion ausgeschlossen?


Liebknecht und Luxemburg wurden von Freikorpsoffizieren (es war eine Spezialeinheit) ermordet; die "Verhaftung" (es war eher eine Festsetzung, da nicht rechtsmäßig) erfolgte durch eine ominöse "Bürgerwehr". http://www.trend.partisan.n... --Olli h 16:28, 22. Jan 2004 (CET)

--Das waren die ausführenden Kräfte, es fehlt aber noch der Hinweis auf die Hintermänner. Die Führungsspitze der SPD segnete das Mordkomplott ab! --HorstTitus 20:14, 6. Nov. 2006 (CET)

In der Zusammenfassung steht, Liebkneckt habe wie Rühle 1914 gegen die Kriegskredite gestimmt. Im ausführlichen Text hingegen steht, Liebknecht habe als einziger gegen die Kriegskredite votiert? Ein Widerspruch, oder nur etwas überlesen?

--Karl Liebknecht stimmte als Einziger gegen die Kriegskredite. --HorstTitus 20:03, 6. Nov. 2006 (CET)

Es wäre vielleicht besser, wenn die kurze und die ausführliche Version des Lebenslaufes zu einer Version zusammengefasst würden. Da müsste dann auch noch ein Satz zur Zeitung "Rote Fahne" hinein. --Gebu 09:36, 15. Jul 2004 (CEST)

Überarbeitung

Habe die oben bemerkten Widersprüche aufgelöst, die Biographie ergänzt und neu gegliedert. Die vorgefundene ältere Version enthielt mehrere Fehler:

  • "Jetzt (nach seiner Freilassung, besonders nach dem - überbetonten - Empfang in der Sowjetbotschaft 24. 10. 18) war es sein oberstes Ziel, die Monarchie zu stürzen."

Nee, das war es schon immer, seit er SPD-Mitglied war.

  • "1919 führte er einen linkssozialistischen Aufstand gegen den Rat der Volksbeauftragten in Berlin an..."

Ist in doppelter Hinsicht falsch: Er führte den Aufstand nicht an, und der Rat existierte nicht mehr. Ebert war Alleinherrscher, nachdem die USPD-Vertreter am 29. 12. 18 aus dem Rat ausgestiegen waren.

  • "...und wurde zusammen mit Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919 nach der Gefangennahme von Freikorpsoffizieren ermordet."

Er wurde - wie oben richtig bemerkt - nicht von Freikorpsoffizieren festgenommen. Die Gardekavalleristen waren außerdem eigentlich noch hochoffizielles Kaisermilitär, Noske unterstellt.

  • "Häufig wird behauptet, die SPD-Führung habe den Auftrag erteilt."

Ja, und zwar dummerweise vom Befehlshaber der Mörder, Hauptmann Waldemar Pabst selber. Verschiedene Gesprächsnotizen von Hotelangestellten des "Eden" sowie Tagebucheinträge und spätere Interviews mit Pabst sprechen dafür. Das Verhalten Noskes im Prozess gegen die Mörder auch. (Klaus Dietinger, "Eine Leiche im Landwehrkanal", siehe unter Rosa Luxemburg)

  • "Die Täter wurden vom zuständigen Militärgericht freigesprochen. In zwei Fällen wurden zwar geringe Gefängnisstrafen verhängt, die die Verurteilten aber nicht anzutreten brauchten."

Hier wird der Haupttäter, eben Pabst, erst garnicht genannt. Seine Aussagen, seine Rolle in der Weimarer Republik - führend am Kappputsch beteiligt - und sein späterer Eintritt in die NPD auch nicht.

Und welche Wirkung hatte Liebknecht nach seinem Tod, in der KPD zum Beispiel? Hätte er die Wende zum Stalinismus mitgetragen?

Und Antimilitarismus - Hauptengagement Liebknechts - existiert nichtmal als Wikipediaartikel bisher. Schweigen im Walde. Schwaches Bild! --Jesusfreund 04:18, 11. Jan 2005 (CET)

Einige Details muss ich noch überprüfen. Dazu stelle ich hier einen Text aus der Reviewdiskussion von Novemberrevolution hin zum Einarbeiten: --Jesusfreund 05:06, 11. Jan 2005 (CET)

...Karl Liebknecht war damals keineswegs ein "weitgehend unbekannter SPD-Abgeordneter": Er war der Sohn des angesehenen Revolutionärs von 1848 und Mitgründers der Sozialdemokratie, Wilhelm Liebknecht. Er hatte sich als politischer Strafverteidiger in Berlin einen Namen gemacht, indem er Prozesse nutzte, um auf das allgemeine Klassenunrecht hinzuweisen, z.B. bei Misshandlungen von Soldaten. Er hatte sich für verstärkte antimilitaristische Jugendarbeit in der SPD eingesetzt und dazu eine in der Partei verbreitete Schrift verfasst. Deswegen war er schon 1907 vor dem höchsten deutschen Gericht wegen Hochverrats angeklagt und zu 1 1/2 Jahren Festungshaft verurteilt worden. Wegen seiner mutigen Selbstverteidigung erwarb er sich dabei große Popularität, so dass er beim Haftantritt von einer Menge sympathisierender Arbeiter zum Gefängnis begleitet wurde. Noch während er in Haft war, wurde er 1907 ins Preußische Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 1912 war er auch SPD-Reichtagsabgeordneter. Sofort nach seinem Einzug in den Reichstag wurde er zum Wortführer der Opposition gegen die Heeresvorlage von 1913. Er bezichtigte das deutsche Rüstungskapital der Vaterlandslosigkeit und wies nach, dass die Rüstungsindustrie mit möglichen Gegnern Waffengeschäfte machte und Militärgeheimnisse austauschte. Seine Enthüllungen über Beamtenbestechung durch die Firma Krupp lösten einen Prozess gegen Krupp-Angestellte aus. Von Unbekanntheit kann man da wirklich nicht reden.

Immunität und Wehrdienst

Im Artikel heißt es:

Liebknecht wurde daraufhin an die Front einberufen, obwohl er eigentlich als Reichtagsabgeordneter Immunität genoss.
Nun, Politische Immunität hat in erster Linie die Unangreifbarkeit von Parlamentsabgeordneten für die Strafverfolgung zum Inhalt. Von der Befreiung vom Wehrdienst sehe ich da erstmal nichts. Das sollte geklärt werden, oder der Nebensatz sollte gestrichen werden. --SKopp 06:34, 17. Mai 2005 (CEST)

Erläuterung

"In seiner Jugendzeit erfuhr Karl die Auswirkungen der Bismarckschen Sozialistengesetze, während er noch ein humanistisches Gymnasium besuchte." Welche Art von umniösen Auswirkungen erfuhr er? Wie reagierte er? Ich verstehe nichts daran, als bloss eine leere Phrase.

Lesenswert-Diskussion

Karl Liebknecht (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin) war ein prominenter internationalistischer Sozialist und Antimilitarist.

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    Pro

    Pro . --Bender235 20:43, 9. Okt 2005 (CEST)

    • pro, angesichts des Themas erfreulich NPOV und ohne unnötige verlängernde Ausschweifungen --Pischdi Pischdi 21:54, 9. Okt 2005 (CEST)
    • Pro was fehlt, ist vielleicht noch etwas dazu, wer sich heute auf ihn bezieht. Jesusfreund 22:01, 9. Okt 2005 (CEST)
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      Pro für Liebknecht, siehe Pischdi. --Debauchery 13:45, 10. Okt 2005 (CEST)

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        Pro

        Pro --Klabauter 13:52, 10. Okt 2005 (CEST)

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          Pro - schließe mich den Vorrednern an. --Kapitän Nemo 20:11, 10. Okt 2005 (CEST)

          LL-Demo

          Eine Erwähnung der jährlichen Demonstration zur Erinnerung an Liebknecht und Luxemburg in Berlin sollte noch mit rein. Im Artikel über Rosa Luxemburg wird dies bereits erwähnt. Eventuell kann man da einfach abschreiben... --Jeldrik 13:23, 22. Dez 2005 (CET)

          Gedenkstele im Tiergarten

          Kleine Korrektur: Die Stele zum Gedenken an Liebknecht befindet sich nicht am Landwehrkanal, sondern am Neuen See, vgl. auch [LINK]. Ich war einfach mal so frei, das anzupassen. --Ratatosk Ratatosk 23:08, 15. Jan 2006 (CET)

          Kleiner Fehler

          Karl Liebknecht blieb der Wahl im Reichstag um die Kriegskredite nicht fern, sondern stimmte am 2. Dezember 1914 als einziger dagegen! Quelle: Hermann Weber, Der Deutsche Kommunismus, Dokumente 1915-1945, Seite 15, 3. Aufl., Mannheim, 1973.

          Taufe? Taufpaten?

          Warum wird ein Kind von Kommunistischen Eltern getauft und dann sollen auch noch die zwei größten Kommunisten, die Gott und die Welt jemals hervorgebracht haben, die Taufpaten gewesen sein!? Unglaubwürdig, oder?

          Halte ich auch für sehr unglaubwürdig. Das würde ja wohl heißen, das Marx und Engels an diesem Tage in Leipzig waren. Sollte belegt werden, sonst kann man es streichen.



          Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Karl Liebknecht und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).