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Karl der Große

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Der Artikel Karl der Große gehört zur Kategorie: Herzog (Bayern), König (Franken), Kaiser (HRR), Karolinger, Geschichte (Deutschland), Französische Geschichte, Heiliger, Mann, Geboren 747, Gestorben 814, Fränkisches Reich
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Eine der ältesten Abbildungen von Karl dem Großen – Karl der Große zwischen den Päpsten Gelasius I. und Gregor I. aus dem Sakramentar Karl des Kahlen (um 870)
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Karl der Große und Pippin der Bucklige, darunter ein Schreiber. Kopie aus dem 10. Jh. von einem verlorenen Original aus den Jahren 821 und 836
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Karl I., der Große, lat. Carolus Magnus oder Karolus Magnus, franz./engl. Charlemagne (* wahrscheinlich 2. April 748 in Prüm; † 28. Januar 814 in Aachen) aus dem Geschlecht der Karolinger, Enkel von Karl Martell. Seit 768 König der Franken (die Krönung fand in Noyon statt) und am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. in Rom zum römischen Kaiser gekrönt. Den Beinamen "der Große" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten.

Leben und Herrschaft: Festigung und Expansion, Einheit von Kirche und Reich

Herkunft, Geburt und Jugend

Karl war der ältere Sohn des späteren Königs Pippin des Jüngeren und dessen Frau Bertrada. Sein Geburtsort ist unbekannt, sein Geburtsjahr umstritten. Wahrscheinlich ist Prüm, der Ort, an dem sich Bertrada vorwiegend aufhielt. Als Geburtsort werden ebenfalls genannt: Aachen, Düren, Quierzy-sur-Oise, Jupille (wo sein Vater geboren wurde) und Herstal in der Nähe von Lüttich in Belgien, der Region, der beide Familien, Merowinger und Karolinger, entstammen.

Sein Biograf Einhard schreibt, dass über seine Kindheit und Jugend schriftlich nichts überliefert sei und auch bei der Abfassung der Biografie (etwa 15 Jahre nach Karls Tod) keine Personen mehr gelebt hätten, die davon hätten erzählen können (cap. IV).

Karl wird Alleinherrscher: Die Lage des Reiches 771

Nach dem Tod seines Vaters 768 teilte Karl - er war 20 bis 26 - die Herrschaft mit seinem Bruder Karlmann. Nach Karlmanns Tod wurde er 771 Alleinherrscher. Zu jener Zeit fielen die früh christianisierten Franken in "barbarische" - d.h. althergebrachte - Gebräuche zurück und vernachlässigten die erworbene Bildung und Religion. Die Sachsen im heutigen Norddeutschland beharrten auf ihrem Heidentum. Im Süden stritt die katholische Kirche mit den Langobarden um Einfluss, Besitz und Macht auf der Apenninen-Halbinsel, auf der iberischen Halbinsel (s. Emirat von Córdoba) drängten die Sarazenen immer weiter nach Norden, im Osten fielen Awaren ein - kurz: Europa war in Aufruhr, und der Bestand des Frankenreiches schien bedroht. Karl I. war offenbar von Anfang an zu einer Neuordnung der Verhältnisse in Westeuropa entschlossen und scheute sich während der Zeit bis 800 nicht, an den unterschiedlichsten Fronten gleichzeitig zu kämpfen.

772: Beginn der Sachsenkriege

Hauptartikel: Sachsenkriege Karls des Großen

Bereits 772 begannen die Sachsenkriege, die 32 Jahre währten und die den "Vater Europas" (Pater Europae), wie Karl später verklärend auch genannt wird, nicht nur in bestem Licht erscheinen lassen.

774: Unterwerfung der Langobarden

Hauptartikel: Langobardenfeldzug

Im März 773 baten päpstliche Gesandten am Hof Karls um Unterstützung gegen die Langobarden. 774 eroberten die Franken Pavia. Karl setzte den letzten Langobardenkönig Desiderius ab; dessen Tochter Gerperga, die er zuvor geheiratet hatte, verstieß er bald darauf. Er ließ sich nun selbst zum König der Langobarden krönen. Papst Stephan III. († 772) hatte die Langobarden in einem Brief an die Frankenkönige Jahre zuvor als "eine treulose und stinkende Nation" denunziert, "die nicht einmal zu den Nationen gerechnet wird und von der gewiss die Aussätzigen ihren Ursprung haben". Im Süden blieb das Herzogtum Benevent bis zur Eroberung durch die Normannen im 11. Jahrhundert selbstständig, wenngleich es auch zu den Satellitenstaaten des Fränkischen Reiches gezählt werden muss. Karl bestätigte auch die Pippinische Schenkung seines Vaters an die Kirche, aus der später der Kirchenstaat hervorgehen sollte.

778: Kriegszüge gegen die Mauren

Weit geringeren Erfolg brachte ein Kriegszug nach Spanien im Jahr 778. Anlass dafür war ein Hilfegesuch des Emirs von Saragossa, der um Unterstützung gegen den Emir Abd ar-Rahman I. von Cordoba (regierte 756-788) bat: Beim Rückzug wurde ein Teil des fränkischen Heeres von den vermeintlichen "Heiden" (so zeitgenössische Quellen) in der Schlacht bei Roncesvalles aufgerieben. Dabei fiel auch der Graf der bretonischen Mark, Hruotland, der Befehlshaber der vernichteten fränkischen Nachhut. Das Geschehen wird später im Rolandslied wiederaufgegriffen. Aquitanien wurde als ein Unterkönigtum für Karls minderjährigen Sohn Ludwig eingerichtet; zusammen mit seinem zum italischen Unterkönig ernannten Bruder Pippin wurde er 781 vom Papst gesalbt und gekrönt. Die Verhältnisse im Pyrenäenraum konnten so zunächst stabilisiert werden, der Herrschaftsbereich der Franken wurde – wenn auch nur zeitweise – bis nach Girona, Cerdagne, Urgell und Barcelona erweitert. Erst als Folge späterer Auseinandersetzungen mit den Sarazenen (so nannte das spätere Mittelalter die Mauren) wurde 806 die Spanische Mark jenseits der Pyrenäen gegründet.

Eine Folge des militärischen Engagements der Franken in diesem Raum ist das Fürstentum Andorra, das seit der Zeit Karls des Großen de jure unabhängig ist. In der Nationalhymne des kleinen Landes wird Karl der Große überschwänglich besungen (vgl. [LINK]).

Die Beziehungen zur arabischen Welt scheinen trotz der Feldzüge und durch die aufgegebene, weil letztlich gescheiterte Eroberung und Rechristianisierung Spaniens nicht generell schlecht gewesen zu sein: 797, nach anderen Quellen 801, schenkte der Kalif von Bagdad, Harun al-Rashid, Karl I. den ersten in der überlieferten Geschichte nördlich der Alpen gesichteten Elefanten namens Abul Abbas. Es handelte sich um einen weißen asiatischen Elefanten.

788: Bayern verliert seine Selbstständigkeit

788 wurden auch die Baiern (so die alte Schreibweise) endgültig dem Reich einverleibt, im Osten die Awarische Mark (ab 856 Marchia Orientalis) als Grenzmark gegen die Awaren errichtet und unter fränkische Oberhoheit gestellt. Der letzte bayerische Stammesherzog Tassilo III., der sein Lehen 757 von Pippin bekommen hatte, versuchte vergeblich, die Eigenständigkeit durch ein Bündnis mit den eigentlich schon unterworfenen Langobarden zu retten. Am Aufbegehren gegen die Franken, die man durch die Auseinandersetzungen mit den Sachsen als voll ausgelastet einschätzte, war auch Herzog Arichis II. von Benevent beteiligt. Die Unbotmäßigkeiten der italienischen Koalitionäre Tassilos waren u.a. durch Belagerungen von Capua und Salerno 786/787 beendet worden. Das bayerische Gebiet, das ab 798 von Salzburg aus zu einer eigenen Kirchenprovinz ausgebaut wurde, blieb nach der Angliederung gleichwohl als politische Entität erhalten. Unter den als Präfekten bezeichneten Amtsträgern des Königs (im 9. Jahrhundert als Unterkönigtum) wahrte es durchaus eine Sonderstellung innerhalb des fränkischen Reichsverbands. Die Eingliederung der Baiern ins Frankenreich war neben der Unterwerfung der Sachsen die wichtigste Voraussetzung für die spätere Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches.

Um 800: Der neue Schutzherr Roms und der Kirche

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Königsthron im Aachener Dom
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795 wurde Leo III. zum Papst gewählt. Er versicherte sich umgehend der Unterstützung des Frankenkönigs und übersandte Karl I., dem Schutzherrn der Kirche (patricius romanorum) den Schlüssel zum Grab Petri sowie das Banner Roms. Das Papsttum war seit einiger Zeit unter den Einfluss des in diverse Fraktionen aufgesplitterten römischen Stadtadels geraten, der bei der Papstwahl ausschlaggebend war. 799 spitzte sich die Konfrontation mit dem Adel zu; das Kirchenoberhaupt war Ziel eines Attentats bzw. Absetzungsversuches. Leo III., dem u.a. ein unwürdiger Lebenswandel (darunter Ehebruch und Meineid) vorgeworfen wurde, flüchtete zu Karl nach Paderborn. Was dort und unter Umständen schon weit vorher abgemacht wurde, ist nicht geklärt: Möglicherweise wurde erst hier, vielleicht aber auch schon Jahre zuvor die Kaiserkrönung vereinbart. Denkbar wäre auch, dass es dazu überhaupt keine Absprache gegeben hat. Die historische Forschung stört sich vor allem an der Anmerkung Einhards: „Hätte Karl vom Vorhaben Leos gewusst, hätte er die Kirche nicht betreten“ (Vita Karoli Magni, cap. XXVIII). Eine andere Quelle hingegen, die Lorscher Annalen, berichtet von einer Synode der fränkischen und römischen Bischöfe, bei der man dem Frankenherrscher die Kaiserwürde angetragen habe. Möglicherweise bezieht sich die Anmerkung Einhards nicht auf die Kaiserkrönung selbst, sondern auf deren Umstände und ihren protokollarischen Ablauf (vgl. [LINK]).

Karl jedenfalls zog im Sommer 800 nach Rom. Leo III. empfing ihn Ende November weit vor den Toren der Ewigen Stadt und legte am 23. Dezember einen Reinigungseid ab, der ihn von den Vorwürfen der Verschwörer aus Kreisen des Adels entlasten sollte. Inwieweit dieser freiwillig von ihm geleistet wurde, muss freilich dahingestellt bleiben.

Am Weihnachtstag des Jahres 800 wurde Karl von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Dieser Titel war seit der Absetzung von Romulus Augustulus im Jahr 476 in Westeuropa nicht mehr geführt worden. Karls voller Titel ab 800 lautete: Karolus serenissimus augustus a Deo coronatus magnus pacificus imperator Romanum gubernans imperium, qui et per misericordiam dei rex Francorum atque Langobardorum (frei übersetzt: „Karl, allergnädigster erhabener, von Gott gekrönter, großer Frieden stiftender Kaiser, das römische Reich regierend, von Gottes Gnaden auch König der Franken und Langobarden“).

Als patronus et advocatus der Kirche hatte Karl I. nun endgültig den byzantinischen Kaiser abgelöst - wie zuvor schon den Langobarden Desiderius. Der Patriarch von Jerusalem schickte die Schlüssel des Heiligen Grabes an Karl I. als symbolische Anerkennung der Schutzherrschaft Karls I. über die Christenheit. Die Krönung zum Kaiser bedeutete somit eine Herausforderung für das byzantinische Kaisertum (Basileios), dem gegenüber Karl die Gleichberechtigung beanspruchte – wenn nicht mehr.

Karl verstand sich als Augustus Imperator Renovati Imperii Romani (Kaiser des erneuerten Römischen Reiches) und somit als direkter Nachfolger der römischen Kaiser. Sein fränkisches Reich war damit das Nachfolgereich des römischen Kaiserreiches, das er aufgrund seiner Legitimation durch die Kirche sanctus (heilig) nannte. Die Einheit von Kirche und Reich war nun ganz offiziell Staatsdoktrin. Als Beschützer des Papstes und des christlichen Glaubens war Karl der Große sehr darauf bedacht, dass in seinem Reich jeder das Pater Noster (Vaterunser) kannte. Zeitweilig standen Verunglimpfungen von Priestern oder des Christentums und seiner Symbole sogar unter Todesstrafe.

Nach 800: Die Ausweitung des Frankenreiches im Osten

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Karolingische Reiterei (aus einer Handschrift des 9. Jahrhunderts)
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Als Ersatz für deportierte Sachsen ließ Karl I. im Nordosten des Reiches (Transalbingien) elbslawische Abodriten und auch Franken ansiedeln. Ab 804 kam es zu Auseinandersetzungen mit den Dänen, deren König Göttrik (auch: Godfred) nach Friesland bzw. Sachsen ausgriff und, unterstützt von den Wilzen, die Abodriten bekämpfte. Laut dem Eintrag der Fränkischen Reichsannalen zum Jahr 808 sollte Göttrik damals das Danewerk zwischen Treene und Schlei zum Schutz vor den Franken errichtet haben; tatsächlich war es jedoch bereits 737 aus unbekanntem Anlass erbaut worden. 810 plünderten die Dänen Friesland und die friesischen Inseln. Den Abodriten im Osten Holsteins gelang es jedoch, sich mit fränkischem Beistand von dänischer Oberhoheit freizuhalten; 811 kam es zu einem Friedensvertrag mit den Dänen. Allerdings blieb das Verhältnis von Franken und Abodriten ambivalent, wie die Umstände der Errichtung des Sachsenwalls (Limes Saxoniae) um 810 belegen.

Das Verhältnis zu den slawischen Stämmen östlich von Sachsen und Thüringen war ebenfalls zwiespältig: 789 kam es zu einem Feldzug der Franken gegen die Wilzen; nach der langwierigen Unterwerfung der Sachsen wurden auch die Sorben 806 von den Franken besiegt, nachdem deren Herzog Miliduoch getötet worden war. Zeitgenössischen Quellen zufolge versuchten sie in den darauf folgenden Jahrzehnten jedoch mehrfach abzufallen. Auch scheint es hier eine oder gar mehrere Grenzmarken gegeben zu haben; die Forschungslage hierzu ist jedoch unklar (siehe auch: Limes Sorabicus).

Böhmen geriet nach einer Kampagne in den Jahren 805 und 806 in fränkische Abhängigkeit und wurde tributpflichtig. In einer Urkunde von 817, in der die Provinzen und Völker des Frankenreiches aufgelistet werden, werden die Beheimi als eines der abhängigen Völker genannt. Auch sie wurden nach und nach offenbar erfolgreich christianisiert: 845 ließen sich 14 Herzöge aus Böhmen in Regensburg taufen; der bayrische Klerus war Hauptträger der Missionierung. Ab Mitte des 9. Jahrhunderts - Karls Enkel Ludwig der Deutsche war seit 843 König (s. Vertrag von Verdun) - wurde Böhmen immer mehr zum Zankapfel zwischen dem Ostfrankenreich und dem Großmährischen Reich des Sventopluk; ab 862 wurden auch die Ungarn zum Problem. Die Expansion der Franken in diesen Raum begründete - neben den Besiedlungswellen unter den Premysliden - den politisch wie kulturell nachhaltigen deutschen Einfluss im östlichen Mitteleuropa in den folgenden Jahrhunderten (s. Deutsche Ostsiedlung; Samo, insbesondere den Abschnitt Nach Samos Tod).

806 bis 812: Auseinandersetzung mit Byzanz

Nikephoros I., byzantinischer Kaiser („Basileus“) seit 802, empfand die Kaiserwürde Karls als Anmaßung und verweigerte deren Anerkennung. Eine 803 in Konstantinopel eingetroffene fränkische Gesandtschaft musste unverrichteter Dinge wieder heimreisen. Der Konflikt verschärfte sich noch, als Karl die von Byzanz beanspruchten Regionen Dalmatien und Venetien als seinem Machtbereich zugehörig behandelte. Nikephoros entsandte daraufhin 806 die oströmische Flotte und verhängte eine Seeblockade über Venedig. Karls Sohn Pippin, König von Italien, konnte in der Folge jedoch Venedig erobern, was Nikephoros offenbar verhandlungsbereiter machte. Eine Ende 810 in Italien eingetroffene byzantinische Gesandtschaft, die eigentlich den inzwischen verstorbenen König Pippin († 8. Juli 810) hatte erreichen wollen, wurde von Karl nach Aachen bestellt und 811 mit einem freundlichen, in der Kaiserfrage allerdings kompromisslosen Schreiben zurückgeschickt. Bei deren Rückkehr war jedoch der byzantinische Kaiser Nikephoros I. auf einem Bulgarenfeldzug gefallen († 26. Juli 811). Sein Schwiegersohn Michael I. Rangabe riss bald die Macht an sich. Anders als sein Vorgänger war er an einem dauerhaften Übereinkommen mit dem Westen interessiert. Daher entsandte Kaiser Michael I. nun seinerseits eine byzantinische Gesandtschaft nach Aachen, die dort 812 eintraf. In einer öffentlichen Zeremonie huldigte diese Karl dem Großen und nannte ihn „Kaiser“. Damit war das Kaisertum Karls des Großen vom byzantinischen Reich diplomatisch anerkannt. Karl musste dafür allerdings wieder auf Venetien und Dalmatien verzichten.

Zudem sahen sich die byzantinischen Kaiser weiter als höher stehend an: Die Nachfolger Michaels I. fügten ihrem Titel „Kaiser“ bald den Genitiv „der Römer“ hinzu. Damit sollte ihr einzigartiger Rang als alleinige Nachfolger der römischen Kaiser dokumentiert werden. Die auf Karl den Großen folgenden westlichen Kaiser nannten sich dagegen zunächst nur „imperator augustus“ (erhabener Kaiser). Der Titulatur „erhabener Kaiser der Römer“ (Romanorum imperator augustus) begegnet man im Westen, d. h. im Heiligen Römischen Reich, erst seit Otto III. 996.

Karl I. als Reformer: Neuordnung des Reiches im Innern

Mit teilweise tiefgreifenden Reformen, die sein Sohn und Nachfolger Ludwig der Fromme meist weiter vorantrieb, ordnete Karl I. das Frankenreich auch im Innern neu. So schaffte er die Stammesherzogtümer ab, wobei die rechtliche Eigenständigkeit der Stämme allerdings gewahrt wurde. Karl ordnete überdies die Aufzeichnung der Stammesrechte an. In der Lex Frisionum etwa wurden den Friesen im Nordwesten und Norden des Reiches auf der Grundlage ihrer überkommenen Gesetze und Gepflogenheiten bedeutende Privilegien zugestanden. Sie wurden zu "Freien" und durften u.a. ihren Podestat selbst wählen. Auch die Einteilung Frieslands in drei klar definierte Bezirke wurde in der - hier beispielhaft angesprochenen - Lex Frisionum festgeschrieben.

Die Reichsverwaltung, die Karl I. zu vereinheitlichen trachtete, übertrug dieser im Wesentlichen seinem Hofklerus und einem neu geschaffenen Dienstadel. Die Hofkapelle war zentrales Verwaltungsorgan der weltlichen und geistlichen Ordnung im Reich. Die Ausführung der Verwaltung des Reiches lag in den Händen der Grafen. Diese fungierten im Rahmen der so genannten Grafschaftsverfassung als königliche Amtsträger bei der Ausübung der Regalien (Grafenbann) und waren in bestimmten Bereichen Stellvertreter des Königs (Mark-, Burg- und Pfalzgrafen). Besondere Bedeutung erlangten die Markgrafen: Sie waren die Regenten in den neu geschaffenen Grenzmarken und hatten in diesem Bereich weitreichende Sonderrechte, etwa als Militärbefehlshaber und Gerichtsherren. Die Landgrafen mussten Wehrpflichtige stellen.

Die Übertragung von Ämtern und Lehen an die führenden Adelsfamilien (die "Großen") sicherte deren Loyalität und begründete eine neue Reichsaristokratie. Die Grafschaftsverfassung wurde zum wichtigsten Instrument zur Wahrung der Einheit des Reiches, obgleich es an den unterschiedlichen Traditionen im Westen bzw. Osten des Reiches (römische Civitas versus germanischen Gau) seine Grenzen fand. In letzteren mögen auch die gänzlich verschiedenen Entwicklungen im Hinblick auf Staatsaufbau und Staatsrecht gründen: Sie mündeten im heutigen Frankreich als einer zentralistischen Präsidialrepublik einerseits, in dem die Regionen und Départements im Wesentlichen bloße Verwaltungseinheiten sind, und in der Verfasstheit Deutschlands andererseits – einer föderalistischen parlamentarischen Republik mit weitreichenden Hoheitsrechten der Bundesländer, die vielfach noch auf überkommene Stammesgrenzen zurückzuführen sind.

Mit den Kapitularien wurde zudem eine weitgehend einheitliche Gesetzgebung geschaffen, das Gerichtswesen und die Rechtsprechung reformiert (u.a. Einführung von Rügezeugen und von Schöffen). Die Regierbarkeit von Karls Riesenreich sollten vor allem so genannte Königsboten, die missi dominici, sichern. Diese wurden meist paarweise entsandt (ein weltlicher und ein geistlicher Vertreter), um Anweisungen und Erlasse des Königs und Kaisers durchzusetzen. Sie konnten in einem zugeteilten Bezirk ggf. auch die unmittelbare Reichsgewalt ausüben.

Eine herausragende Rolle bei der Neuordnung und Festigung im Innern spielte die Kirche, die Karl durch den massiven Ausbau der klerikalen Infrastruktur (u.a. wurden zahlreiche neue Bistümer gegründet, wobei sich Karl das Recht vorbehielt, die Bischöfe selbst zu ernennen), durch umfangreiche Schenkungen, die Bekräftigung des Zehntgebots und durch Reformen zum wahrscheinlich wichtigsten Band der Einheit seines Reiches machte. Die Benediktregel (ora et labora) wurde für die Klöster verbindlich wie auch für die Stiftsgeistlichkeit die vita communis (die zwingende „Gemeinschaft von Brüdern“, vgl. [LINK]). Die von Pippin in die Wege geleitete Liturgiereform wurde weitergeführt.

Das ehedem gänzlich uneinheitliche Geldwesen wurde ebenfalls reformiert. Die Goldbindung des Geldes wurde aufgegeben, der Silberdenar als reichsweit geltende verbindliche Währung eingeführt. Ein Solidus bzw. Schilling waren 12 Denar; ein Pfund (libra), dessen Gewicht gegenüber dem antiken Maß erhöht wurde, entsprach 20 Solidi. In Karls Münzordnung wurde festgelegt, dass aus einem Pfund Silber 240 Pfennige (Denare) geprägt werden müssen. Der angelsächsische König Offa von Mercien übernahm zur gleichen Zeit diese Regelung, die in England in der Tat bis 1971 in Kraft war.

Vorfahren

Pippin der Mittlere
(* um 635, † 714),
fränk. Hausmeier
Chalpaida
( † vor 714), sog. Friedelehe
NN NN Martin,
(* um 660, † 680), Graf von Laon
Bertrada die Ältere,
(* 660, † nach 721) Stifterin der Abtei Prüm
Childerich II.
(* um 655, † Herbst 675), merowingischer König der Franken
Bilchide, Tochter von Sigibert III.
Karl Martell
(* um 689, † 741), fränkischer Hausmeier
Chrodtrud
(* 690, † 724)
Heribert,
(* 680, † 747)
Graf von Laon
Gisele von Aquitanien
Pippin der Jüngere
(* 714, † 768), König der Franken
Bertrada die Jüngere
(* um 725, † 783)
Karl der Große (* 748, † 814),
Römischer Kaiser

Nachfolge

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Karte: Die Eroberungen Karls des Großen
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Nach altem fränkischen Brauch ordnete Karl 806 seine Nachfolge durch einen Reichsteilungsplan, die sogenannte Divisio Regnorum. Nachdem seine beiden älteren Söhne jedoch früh verstorben waren, erhob Karl 813 seinen - nach damaligem Verständnis - einzigen legitimen Erben Ludwig den Frommen zum Mitkaiser; 814 folgte er dann seinem Vater in der Herrschaft.

Nach 47-jähriger Herrschaft starb Karl der Große am 28. Januar 814 in Aachen und wurde in der Pfalzkapelle, d. h. der Marienkirche beigesetzt (weiteres siehe unten im Abschnitt 5.1 Grablege). Die Todesursache (Infekt mit Rippenfellentzündung?) ist nicht mit letzter Sicherheit geklärt, doch spricht Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 30, dazu passend von Fieber, zu welchem Schmerzen in der Seite hinzugekommen seien, so dass Karl nach siebentägigem Krankenlager verschieden sei.

Schon frühzeitig verstand sich Karl als der einzige rechtgläubige Verteidiger und Wahrer der Christenheit, und folgerichtig würdigt ihn die Grabinschrift als imperator orthodoxus, der das regnum Francorum edel (nobiliter) erweitert habe.

Ehefrauen

weitere Beziehungen hatte er zu:

  • Madelgard
  • Regina (800)
  • Adelind (806)

Nachfahren

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Karl der Große und Ludwig der Fromme (nicht zeitgenössisches Bild, ca. 14. Jhdt.)
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Bertha hatte eine Beziehung mit Karls Hofgeistlichem Angilbert, aus der die Kinder Nithard (*um 790; † 844/45) und Hartnid († 813) hervorgingen. Berthas Liaison war Vorbild für die Sage von Eginhard und Emma.

Bei Karls "Sekretär" Einhard heißt es, sowohl Rotrud als auch Bertha seien unverheiratet geblieben. Möglicherweise lebten beide Töchter jedoch in Friedelehen, die für Einhard nicht standesgemäß und somit nicht legitim waren.

  • von einer unbekannten Frau:
    • Hruodhaid (* wohl 787, † nach 800)

  • aus seiner Verbindung mit Gerswind:
    • Adalthrud

  • aus seiner Verbindung mit Adelind:
    • Theoderich (* 807, † nach 818), 818 geistlich

Karl wird zudem nachgesagt, mit diversen Konkubinen mindestens 18 leibliche Nachfahren gezeugt zu haben.

Ludwig I., der Fromme, dessen Linie historisch bedeutsam bleibt, ist seinerseits Vater von Lothar I. (* 795; † 855), Pippin I. (König von Aquitanien, † 838), Ludwig II. († 876), Karl II. (König des Westfrankenreichs, Kaiser 875, † 877) und Gisela (vermählt mit Eberhard von Friaul).

Kulturelle Bedeutung

Karolingische Renaissance

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Das Signum Karls des Großen unter einer am 31. August 790 in Kostheim (lat. Copistaino) ausgefertigten Urkunde: Eigenhändig ist nur der v-förmige sogenannte Vollziehungsstrich innerhalb der Raute
Bildherkunft

Im Geistesleben ist Karls Herrschaft als Karolingische Renaissance bekannt. Kunst, Literatur und Architektur erfuhren einen ungemeinen Aufschwung.

An seinem Hof versammelte Karl bedeutende Gelehrte seiner Zeit, unter anderem den Angelsachsen Alkuin als Leiter der Hofschule, den Langobarden Paulus Diaconus, Petrus aus Pisa, den Westgoten Theodulf von Orléans sowie Angilbert und Einhard (auch: Eginhard - im angelsächsischen Sprachraum wird er regelmäßig so genannt). Hildebold, der erste Erzbischof von Köln, war Karls Kanzler und Erzkaplan seines Hofes. Die von Karls Hof geförderte karolingische Minuskel (Carolina), eine aus Kleinbuchstaben gebildete Buchschrift, war u.a. Vorbild für die heute noch vielfach gebräuchliche Antiqua.

Nach Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29, war Karl der Große auch an der Pflege seiner Muttersprache (lingua propria) sehr interessiert, also des westgermanischen Idioms der Franken (vgl. Ripuarische Dialektgruppe, Moselfränkische Dialektgruppe, Fränkische Sprache). So gab Karl bei seinen Gelehrten angeblich eine Grammatik seiner Muttersprache in Auftrag; dabei mag es sich auch nur um eine Buchstabenkunde gehandelt haben. Außerdem ließ Karl "barbarische (d. h. germanische bzw. volkssprachliche) und sehr alte Heldenlieder, in welchen die Taten und Kriege alter Könige besungen wurden, aufschreiben". In welcher Sprache und Form diese Niederschrift zu denken ist (Latein oder Althochdeutsch; Regesten oder Liedform), ist ganz unklar. Leider ist uns diese Sammlung aus unbekannten Gründen nicht erhalten geblieben; Karls Sohn Ludwig der Fromme wurde in der Neuzeit manchmal zu Unrecht für ihren Verlust verantwortlich gemacht. Im genannten Kapitel bei Einhard wird weiter davon berichtet, dass Karl die lateinischen Bezeichnungen der Winde und die Monatsnamen selbst ins Fränkische übersetzte, z. B. nannte er den Januar Wintermonat (Wintarmanoth), den Mai Weidemonat (Wunnimanoth), den Dezember Heiligmonat (Heilagmanoth).

Kirchen und Klöster, Pfalzen und Paläste

Karls Biograph und Leiter der Hofschule Einhard (als Nachfolger Alkuins, der 796 den Hof verließ und Abt von Saint-Martin de Tours wurde, möglicherweise im Zusammenhang mit seiner offenen Kritik an des Königs Vorgehen gegen die Sachsen) berichtet auch von seiner umfangreichen Bautätigkeit, in erster Linie die "wunderbare" Pfalzkapelle in der Aachener Pfalz, die in den letzten 20 Jahren seines Lebens seine Lieblingspfalz wurde, sozusagen eine Art "Hauptstadt" nördlich der Alpen. Für sie soll er sogar Säulen und großartige Marmorteile aus Rom und Ravenna herbeischaffen haben lassen (Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 26). Außerdem hebt er eine hölzerne Rheinbrücke bei Mainz hervor (die aber leider bald wieder abgebrannt sei) und den Beginn zweier (Pfalz-) Paläste bei Ingelheim und Nijmegen (Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 17).

Die Klöster u.a. in St. Gallen (heute Schweiz) und auf der Insel Reichenau (Bodensee) (siehe auch: Kloster Reichenau), im einverleibten Bayern St. Emmeram bei Regensburg, in Freising und am Tegernsee (wichtigste Benediktinerabtei Oberbayerns; 817 zu den wohlhabendsten Klöstern im Reich Kaiser Ludwigs des Frommen gezählt), im heute österreichischen Mondsee (dort war auch Salzburg seit den Awarenkriegen 791 bis 799 ein Zentrum der Mission) wie auch in Fulda und in Trier wurden neu gegründet, zu Abteien erhoben oder erfuhren eine erhebliche Steigerung ihrer Bedeutung. Sie waren Hauptträger der Bildungsreform, die Karl in die Wege leiten ließ, und wurden deshalb vielfach ausgebaut und erweitert. Für St. Gallen z.B. war die Zeit vom 9. bis zum 10. Jahrhundert das "Goldene Zeitalter". Das dort um das Jahr 790 entstandene Lateinisch-Deutsche Wörterbuch gilt als das älteste deutsche Buch überhaupt. - Mönche waren es schließlich auch, die Anfang des 9. Jahrhunderts die Edelrose nach Mitteleuropa einführten und den Gartenbau im Allgemeinen beträchtlich professionalisierten.

Capitulare de villis

Eine berühmte Quelle für die Wirtschafts-, speziell die Agrar- und Gartenbaugeschichte ist die Landgüterverordnung "Capitulare de villis vel curtis imperii", die Karl der Große als detaillierte Vorschrift über die Verwaltung der Krongüter erlies. Im 70. Kapitel des Capitulare sind 73 Nutzpflanzen einschließlich Heilkräuter und 16 verschiedene Obstbäume beschrieben, die in allen kaiserlichen Gütern von den Verwaltern anzupflanzen waren.

Nachleben

Grablege

Karl der Große wurde noch an seinem Todestag in der Aachener Pfalzkapelle bestattet (Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 31). Der genaue Ort ist unbekannt, doch gilt heute das ehemalige Atrium (d. h. der heutige Westbau der Aachener Domkirche) als die wahrscheinlichste Stelle. Nach dem Bericht Einhards stellte man über dem Grab einen vergoldeten Arkaden-Bogen mit einem (Karls-)Bild und einer Inschrift auf. Dieses Monument wurde vermutlich kurz vor dem Normanneneinfall von 882 entfernt, damit das Grab Karls nicht gefunden und geplündert werden konnte. Bei seinem Aachen-Aufenthalt im Mai 1000 ließ Otto III. das Grab Karls des Großen suchen und öffnen. Drei Quellen zufolge (Chronik des Thietmar von Merseburg, Chronik von Novalese, Chronik des Ademar von Chabannes) wurde bei dieser Graböffnung Karls Leichnam in einer Grabkammer auf einem Thron sitzend gefunden. Die Glaubwürdigkeit dieser Angabe hat große Kontroversen ausgelöst, da eine Sitzbestattung Karls auf einem Thron im Jahre 814 sehr ungewöhnlich gewesen wäre und auch durch den archäologischen Befund nicht erhärtet wird.

Bei Karls Heiligsprechung im Jahre 1165 und der damit verbundenen Erhebung seiner Gebeine musste sein Grab ein zweites Mal gesucht werden. Nach Angabe des Kaisers Friedrich I. Barbarossa verhalf dabei eine „göttliche Eingebung“ zur Auffindung des zum Schutz vor Feinden unkenntlich gemachten Grabes („corpus [...] pro timore hostis [...] caute reconditum, sed divina revelatione manifestatum“, Urkunde für Stift und Stadt Aachen vom 8. Januar 1166, MGH D Fr. I. 502, S. 433 Z. 5f.). Barbarossas Enkel Friedrich II. überführte 1215 die Gebeine Karls des Großen in den vergoldeten Karlsschrein, der heute im Chor des Aachener Domes steht. Umstritten ist, wann Karls Gebeine in dem ebenso berühmten, heute in der Aachener Domschatzkammer ausgestellten Proserpina-Sarkophag aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. bestattet wurden. Hägermann hält eine 814 erfolgte Beisetzung Karls in diesem Sarkophag für fraglich, da für 814 die Bodenbestattung Karls sicher bezeugt ist, nicht aber der Marmorsarkophag; außerdem habe man einen so prächtigen reliefgeschmückten Sarkophag schwerlich im Kirchenboden versenkt. Hägermann vermutet daher, dass der Proserpina-Sarkophag erst 1165 nach Aufdeckung des Karlsgrabes durch Friedrich I. Barbarossa zur Aufbewahrung der Gebeine Karls benutzt wurde, bis diese dann später teils in den vergoldeten Karlsschrein, teils in ein Armreliquiar gelangten Dieter Hägermann: Karl der Große. Herrscher des Abendlandes Econ, Berlin 2000, S. 628 ff..

Sagen

Um das Leben und Wirken Karls des Großen entstanden nach seinem Tod viele Sagen, unter anderem der Karlszyklus mit dem Rolandslied. Als lateinisches Pendant zum altfranzösischen Rolandslied wurde zwischen 1130 und 1140 die Historia Karoli Magni et Rotholandi geschrieben, heute besser bekannt unter dem Namen Pseudo-Turpin, da der Text den Erzbischof Turpin (auch: Tilpin) von Reims (Amtszeit ca. 748 bis 794) als seinen Verfasser ausgibt. Neben dem Rolandstoff enthält der Pseudo-Turpin die Legende, dass Karl nach Santiago de Compostela zum Grab des hl. Jakobus gezogen sei und es von den Sarazenen befreit habe. Der historische Karl ist demgegenüber nie nach Compostela gekommen, und seine Kämpfe im Norden Spaniens im Jahre 778 verliefen nicht sehr ruhmreich, vgl. oben unter Kriegszüge gegen die Mauren Hans-Wilhelm Klein (Hrsg.): Die Chronik von Karl dem Großen und Roland. Der lateinische Pseudo-Turpin in den Handschriften aus Aachen und Andernach. Fink, München 1986. ISBN 3-7705-2326-1..

Weiter entstand im Hochmittelalter die Legende, dass Karl der Große ins Heilige Land gezogen sei, die Heiden aus Jerusalem vertrieben habe und dafür wertvolle Reliquien geschenkt bekommen habe, darunter die Dornenkrone Christi. Nachdem das Motiv der Orientreise Karls bereits in der Chronik Benedikts von S. Andrea am Ende des 10. Jhs. erscheint, begegnet die voll ausgebildete Legende erstmals in der 1053/54 im Kloster Saint-Denis verfassten Descriptio clavi et corone domini (lat.: „Beschreibung des [Kreuz-]nagels und der [Dornen-]krone des Herrn“). Der historische Karl ist jedoch niemals nach Jerusalem gereist, hatte aber tatsächlich für seine diplomatischen Bemühungen um das Wohlergehen der Christen im Heiligen Land einige Reliquien aus dem heiligen Grab erhalten Rolf Große: Saint-Denis zwischen Adel und König. Thorbecke, Stuttgart 2002, S. 42-54. ISBN 3-7995-7451-4..

Heiligsprechung

Auf Betreiben Kaiser Friedrich Barbarossas wurde Karl 1165 durch den Erzbischof von Köln, unter Billigung des Gegenpapstes Paschalis III., heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung wurde von Papst Alexander III. nicht akzeptiert, so dass sein Gedenktag (28. Januar) nie offiziell anerkannt wurde. Doch hat die Kurie danach nie Einspruch gegen diese Heiligsprechung erhoben; vielmehr wird seit 1176 die Verehrung Karls als Heiliger von der katholischen Kirche geduldet. Heute noch tragen Kirchen Karls Namen, so etwa die Pfarrkirche im westfälischen Wiedenbrück „St. Caroli Magni et beati Aegidii“.

Kein zeitgenössisches Portrait überliefert

Abbildung
Idealbild Karls des Großen mit den Reichskleinodien, gemalt 1513 von Albrecht Dürer im Auftrag seiner Vaterstadt Nürnberg
Bildherkunft

Von Karl dem Großen ist kein zeitgenössisches Bildnis überliefert. Eine der ältesten Darstellungen Karls findet sich im Sakramentar Karls des Kahlen aus der Zeit um 870, das ihn in karolingischer Kleidung zeigt und somit eine repräsentative Darstellung eines Hochadeligen der Karolingerzeit bietet (siehe oben).

Seitdem wurden jeweils dem Stil der jeweiligen Zeit entsprechende Imaginationen über Karls Aussehen produziert, die jedoch nichts mit der Realität zu tun hatten. Typisch für diese historisierenden Darstellungen ist z.B. Albrecht Dürers Bildtafel, die sich heute im Germanischen Nationalmuseum befindet.

Eine historisierende Statue Karls des Großen hat Johann Nepomuk Zwerger für die Alte Brücke (Frankfurt) 1843 geschaffen, offensichtlich in Anlehnung an das Dürer-Portrait.

Auffällig ist die wortwörtlich zu verstehende Überhöhung seiner Person schon in der Ottonenzeit.

Sprachentwicklung

In vielen slawischen Sprachen wurde vermutlich aus seinem Namen in der lateinischen Form „Carolus“ das Wort für König, so im Russischen „korol“, im Polnischen „król“.

Wiederentdeckter Karlsthron

Im Februar 2005 wurden von der Archäologin Mechthild Schulze-Dörrlamm vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz Reste des ältesten Königsthrons in Deutschland entdeckt. Sie lagen seit 1911 unerkannt in einem Magazin des dortigen Landesmuseums. Dabei handelt es sich um eine Seitenlehne des mit Ornamenten verzierten Thrones aus Kalkstein aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts. Dieser Königsthron ist damit älter als der - oben abgebildete - Marmorthron in der Aachener Pfalzkapelle aus der Zeit um 800, der bislang als ältester galt.

Statuen und Denkmale

Quellenangaben

Literatur

  • Matthias Becher: Karl der Große. Beck, München 1999, ISBN 3-40643-320-0 (Einführung mit kommentierter Kurzbibliographie)
  • Ellen J. Beer u. a.: Rudolf von Ems: Weltchronik/Der Stricker: Karl der Grosse. Faksimile- und Kommentarband. Faksimile Verlag, Luzern 1982, ISBN 3-85672-020-0 (vgl. dazu 1 und 2)
  • Arno Borst: Die karolingische Kalenderreform. (= Schriften / Monumenta Germaniae Historica; Bd. 46). Hahn, Hannover 1998, ISBN 3-7752-5446-3
  • Arno Borst: Der Streit um den karolingischen Kalender. (= Studien und Texte / Monumenta Germaniae Historica; Bd. 36). Hahn, Hannover 2004, ISBN 3-7752-5736-5
  • Wolfgang Braunfels: Karl der Große. Lebenswerk und Nachleben. 4 Bde. Düsseldorf, 1967.
  • Roberto Cassanelli, Eduard Carbonell (Hrsg.): Von Mohammed zu Karl dem Großen. Aufbruch ins Mittelalter. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-80621-580-4
  • Peter Classen: Karl der Große, das Papsttum und Byzanz. Die Begründung des karolingischen Kaisertums. Hrsg. von H. Fuhrmann und C. Märtl. (= Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters; Bd. 9). 2. Auflage. Thorbecke, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-5709-1
  • Jacques Delpierré de Bayac: Karl der Große. Leben und Zeit. Neff, Wien und Berlin 1976, ISBN 3-7014-0123-3 (Lizenzausgabe: Pawlak, Herrsching 1986, ISBN 3-88199-313-4)
  • Einhard: Vita Karoli Magni - Das Leben Karls des Großen. Reclam, Stuttgart 1995, ISBN 3-15001-996-6
  • Siegfried Epperlein: Karl der Große. Eine Biographie. 9. Auflage. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982
  • Gustav Faber: Auf den Spuren von Karl dem Großen. Paul List, München 1984, ISBN 3-471-77534-X
  • Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Anfänge Deutschlands bis 1024. Propyläen, Berlin 1994, ISBN 3-549-05811-X
  • Reinhard Friedrich (Hrsg.): Karl der Große in Ingelheim. Bauherr der Pfalz und europäischer Staatsmann. Ausstellungskatalog. (= Beiträge zur Ingelheimer Geschichte; Heft 43). Historischer Verein, Ingelheim 1998, ISBN 3-00-003290-8 (darin u.a. Matthias Becher: Das Geburtsdatum Karls des Großen, S. 19ff.)
  • Dieter Hägermann: Karl der Große. Herrscher des Abendlandes. Econ, Berlin 2000, ISBN 3-54905-826-8 (Rezensionen)
  • Friedrich Heer: Karl der Große und seine Welt. Molden, Wien u. a. 1977, ISBN 3-217-00701-8
  • Bernhard Friedrich Hummel: Bibliographie von Kaiser Karl dem Großen. In: Zusätze und Verbesserungen zu der Bibliothek deutscher Alterthümer. Grattenauer, Nürnberg 1791, S. 135-164 (Digitalisat)
  • Pierre Riché: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Reclam, Stuttgart 1999, ISBN 3-15010-463-7 (Standardwerk zur Geschichte der Karolinger)
  • Rudolf Schieffer: Die Karolinger. 3., überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17016-480-5
  • Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): 799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn. Katalog der Ausstellung in Paderborn 1999. 3 Bände. Philipp von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-80532-456-1
  • Joanna Story (Hrsg.): Charlemagne. Empire and Society. Manchester University Press, Manchester 2005, ISBN 0-7190-7088-0 (Aufsatzband zu Schlüsselthemen)

Weblinks

Siehe auch

Aachener Königspfalz, Wissenschaft zur Zeit Karls des Großen, Kunst zur Zeit Karls des Großen, Karlsgarten, Karlsgraben, Ingelheimer Kaiserpfalz, Kloster Lorsch, Corvey, Karolinische Bücher, Rabanus Maurus, Herzog Widukind, Translatio imperii, Chronologiekritik, Karlspreis

{{Folgenleiste |VORGÄNGER=Pippin der Jüngere
(bzw. Karlmann I. im südl. Reichsteil) |NACHFOLGER=Ludwig der Fromme |AMT=König der Franken |ZEIT=768814
(im südl. Reichsteil erst König ab 771) }}

{{Folgenleiste |VORGÄNGER=Tassilo III. |NACHFOLGER=Lothar I. |AMT=Herzog von Bayern |ZEIT=788814 }}

{{Folgenleiste |VORGÄNGER=– (in Westeuropa vakant seit 476/80) |NACHFOLGER=Ludwig der Fromme |AMT=Römischer Kaiser |ZEIT=800814 }}

{{Personendaten| |NAME=Karl I. |ALTERNATIVNAMEN=Karl der Große; Carolus Magnus; Charlemagne |KURZBESCHREIBUNG=König der Franken, römischer Kaiser |GEBURTSDATUM=1. April 747 |GEBURTSORT=Gauting |STERBEDATUM=28. Januar 814 |STERBEORT=Aachen }}

ast:Carlomagno nds:Karl de Grote scn:Carlu Magnu simple:Charlemagne


Diskussion der Autoren über den Artikel: Karl der Große


Karls Großmutter "Gisela"

Die Eltern der auf der Seite in der grafischen Ahnentafel angegebenen mütterlichen Großmutter Gisela können auf keinen Fall richtig sein. Da Childerich II. und seine damals schwangere Frau Bilchilde beide 675 starben, müsste sie als deren Tochter spätestens 674 geboren sein. Somit ist sie als Mutter der um 725 geborenen Mutter Karls, Berta, völlig ausgeschlossen, da sie dann bei deren Geburt über 50 Jahre alt gewesen wäre. Angeblich war Gisela eine Tochter des historisch nicht beweisbaren Sigibert von Razès, einem Sohn von Dagobert II. Allerdings ist dies sehr umstritten.

Geburtsdatum

Den folgenden Abschnitt "Geburtsdatum" setze ich aus dem Artikel mal zur Diskussion hierher:

Bis Mitte des 20.Jahrhundert wurde das Geburtsdatum Karls am 1. April 742 vermutet, aber verschiedene Faktoren führten zu einer erneuten Überprüfung dieser Annahme. Erstens wurde das Geburtsdatum im Jahr 742 aus seinem Alter und seinem Todestag, und nicht aus früheren Quellen entnommen. Zweitens fällt dies klar vor die Heirat seiner Eltern. Es gibt aber keine Hinweise das Karl unehelich geboren sein könnte. Außerdem erhielt er das Erbe seiner Eltern, was unter solchen Umständen nicht möglich gewesen wäre.

Ein anderes mögliches Datum aus Annales Petarienses wäre der 2. April 747. Der 1. April dieses Jahres war Ostern, daher ist es eher unwahrscheinlich, dass er an diesem Tag geboren wurde, da ein solcher Zufall mit grosser Wahrscheinlichkeit in der Geschichtsschreibung erwähnt worden wäre.

Andere Historiker wiederum vermuten, dass er erst ein Jahr später geboren wurde, also im Jahre 748. Zur Zeit ist es also unmöglich sicher zu sagen, wann genau er zur Welt kam. Die naheliegendsten Vermutungen sind der 1. April 747, nach dem 15. April 747 und dem 1. April 748.

Ich habe mich schon lange nicht mehr mit der Karolingerzeit beschäftigt - aber das alles hört sich sehr allgemein an. Bitte konkrete Belege mit Namensnennung beibringen. Die »Annales Petarienses« sind nur in der WP bekannt... --Keichwa 17:59, 7. Jan 2005 (CET)

  • Ich habe das Datum 2. April 748 mit "wahrscheinlich" zusammen hineingesetzt, weil ein guter Kenner der Materie, Professor Dr. Matthias Becher von der Uni Bonn, sich mit dieser Frage anlässlich einer Ausstellung zum 1250. Geburtstag Karls 1998 in Ingelheim nochmals auseinender gesetzt hat. Sein Beitrag ist nachzulesen im Katalog zu dieser Ausstellung, den man durch den Historischen Verein Ingelheim beziehen kann (www.histvereiningelheim.de): Karl der Große in Ingelheim. (= Beiträge zur Ingelheimer Geschichte, Heft 43, 1998). Seine Argumentation entspricht in etwa den oben genannten Fakten; er entscheidet sich aber - wie ich finde überzeugend - für den 2. April 748. Wenn jemand diesen Artikel lesen möchte, kann ich ihn u.U. auch abgescannt zuschicken. Hartmut Geissler 19:27, 19. Mär 2005 (CET)
  • P.S. Wenn sich Verteidiger der beiden anderen Jahre mit ebenso guten oder besseren Gründen finden, dann könnte man auch als Kompromiss schreiben: "742 oder wahrscheinlicher 747 oder 748". Ich bin auch bereit dazu einen eigenen Artikel mit der Inhaltsangabe Prof. Bechers zu schreiben. Hartmut Geissler 19:55, 19. Mär 2005 (CET)

Geboren in Aachen ist unwahrscheinlich, nicht Bertrada, sondern Karl selbst hat Aachen zur "Metropole" gemacht. Geboren ist Karl vermutlich in Prüm, wo sich seine Mutter Betrada überwiegend aufgehalten hat.

"Sein Biograf Einhard schreibt, dass über seine Kindheit und Jugend schriftlich nichts überliefert sei und auch bei der Abfassung der Biografie (etwa 15 Jahre nach Karls Tod) keine Personen mehr gelebt hätten, die davon hätten erzählen können (cap. IV)." Es steht mittlerweile fest, dass sehr wohl einige Ereignisse aus Karls Jugend bekannt sind, die Einhard wahrscheinlich absichtlich nicht beschrieben hat. Karls Geburt und Jugend fällt in die Zeit der Machtübernahme Pippins, der sich damals erfolgreich gegen seinen Bruder Karlmann durchsetzte. Auch halte ich ebenfalls den 2. April 748 für das wahrscheinlichste Datum für Karls Geburtstag. Ich werde in näherer Zeit versuchen den Artikel dahingehend zu verbessern. Hierbei werde ich mich hauptsächlich auf die Arbeiten von Prof. Dr. Matthias Becher sowie auf ein Seminar, welches ich im Winter letzen Jahres bei Prof. Dr Michael Richter besucht habe, beziehen. Anregungen und Diskussionen sind dazu natürlich sehr willkommen --Jerec 16:14, 29. Jun 2006 (CEST)

Ich möchte dieser Diskussion noch einen anderen Hinweis (auch in Wikipedia Gauting vorhanden) aus hinzufügen: Konkret erinnert das Mühlrad an die Gautinger Ortsmühle und in Verbindung mit der Kaiserkrone an die in der Gemeindeflur gelegene Reismühle, in der nach einer örtlichen Überlieferung Kaiser Karl der Große 742 geboren sein soll. Die schon früh nachweisbaren Siedlungen Königswiesen und Karlsberg unterstreichen die Vermutung, dass sich in der nächsten Umgebung von Gauting karolingisches Königsgut befand. -- WaltR 08:57, 20. Okt. 2006 (CEST)

Erfundenes Mittelalter

hallo karodde wo ist die theorie des erfundenen mittelalters überholt? Durch welche bahnbrechenden Entdeckungen?--Shui-Ta 14:09, 20. Apr 2004 (CEST)

Ok, überholt ist der falsche Ausdruck. Die Theorie ist auf jeden Fall sehr umstritten. Außerdem war der hauptsächliche Grund, dass ich den Absatz gelöscht habe der, dass IMHO diese Theorie nichts zur Person Karls d. Gr. aussagt. Sonst könnte man ja in jeden Artikel, dessen Inhalt in die fraglich Zeit fällt, etwas übers Erfundene Mittelalter schreiben. --Karodde 11:13, 29. Apr 2004 (CEST)

Nun ja, ich denke aber, gerade bei Karl dem Großen dürfte schon ein Hinweis gestattet sein. Sicher ist es umstritten, aber ganz ausschließen kann man es nicht.--Maxl 18:48, 21. Mär 2005 (CET)

Ich denke auch, dass die Diskussion selbst hier wenigstens erwähnt werden sollte. Immerhin ist Karl Dreh- und Angelpunkt dieser Theorie.

Verunstaltungen

Was ist ein "Türksachse" in Zusammenhang mit Alkuin?80.137.221.101 18:25, 14. Aug 2004 (CEST)

Anfang Juli war ein(?) Spaßvogel aktiv, der den Artikel mehrfach verunstaltet hat und - was fast noch schlimmer ist - die Wiederhersteller haben den Schaden nicht richtig erkannt... --Keichwa 18:44, 14. Aug 2004 (CEST)

Paschalis

Eine IP hat Paschalis III. durch Paschalis II. ersetzt. Ich hab von dem thema keine ahnung. aber ausgehend von den anderen artikeln in der WP ist Paschalis III. korrekt. --Guenny Guenny 15:15, 9. Dez 2004 (CET)
  • P III ist richtig -Geos 15:20, 9. Dez 2004 (CET)
  • Danke für die Bestätigung. --Guenny Guenny 15:31, 9. Dez 2004 (CET)

Artikel zusammenführen

M.E. stehen die ausgelagerteten (?) Teile etwas zusammenhanglos und schlecht verlinkt dar. Wir wäre es damit, Kunst zur Zeit Karls des Großen und Wissenschaft zur Zeit Karls des Großen (eventuell gestrafft) hier in den Hauptartikel einzuarbeiten? --Pjacobi 21:28, 20. Dez 2004 (CET)

Neubearbeitung und Bebilderung: Meinungen gefragt

Ich habe den Artikel nun überarbeitet, einigermaßen anschaulich bebildert und hoffentlich übersichtlich strukturiert. Es geht und ging hier ja nicht um irgendwen. - Gleichmaßen wurde der Beitrag Sachsenkriege (Karl der Große) praktisch neu geschrieben; es bot sich an, das als Sonderartikel zu belassen, weil die Sachsenkriege ja in der Tat sowas wie der Rote Faden in der Story von Karl I. sind. Hätte gern Meinungen zu meiner Arbeit gehört. --Wolpertinger 19:57, 19. Mär 2005 (CET)

Zum detaillierten Studium habe ich momentan keine Zeit. Die s/w Lünettenbilder sind im jeweiligen Kontext von keinerlei Bedeutung, da nicht im Ansatz zeitgenössisch. Diese Bilder sollten nach unten in den Bereich "Nachleben" verschoben werden. Kartenmaterial und Urkundenabbildungen sind natürlich gut. --Keichwa 10:09, 20. Mär 2005 (CET)
Der Artikel ist gut geworden. Ich finde aber auch, daß die Lünettenbilder raus sollten, da sie in ihrer historistischen Darstellung von Kleidung, Ausstattung und Architektur nicht korrekt sind. Oder sie sollten mit einem deutlichen Hinweis versehen werden, daß sie eine historistische Sicht der Ereignisse zeigen. Man sollte aber lieber zeitnähere Bilder einstellen. -- Bullenwächter 10:27, 20. Mär 2005 (CET)
"Zeitnähere Bilder" - Gerne, aber woher? Ich habe die Anregung hinsichtlich eines Hinweises aufgegriffen, plädiere aber dennoch dafür die Bilder - gerade weil sie die Sicht späterer Epochen dokumentieren - im Artikel zu belassen. Das Hermannsdenkmal hat ja auch so gut wie nix mit dem historischen Armin zu tun; gleichwohl kann und darf man es nicht unterschlagen: Es ist mitnichten "von keinerlei Bedeutung". --Wolpertinger 11:29, 20. Mär 2005 (CET)
Ich habe gesagt: "im jeweiligen Kontext" von keinerlei Bedeutung - oder anders gesagt: sie sagen nichts über KdGr aus. Sie sind von Bedeutung, wenn man das sog. Nachleben oder die Rezeptionsgeschichte erforschen will ("wie wurde KdGr im späteren Mittelalter, der Renaissance oder dem 19. Jh. gesehen"). Ohne gute Bildunterschriften sind die derzeitigen Bilder durchaus irreführend :) [schlechte Bildunterschriften sind bei der WP chronisch] --Keichwa 11:39, 20. Mär 2005 (CET)

Die Hinweise in den Großbildansichten sollten genügen. Die Legenden zu den Bildvorschauen sind bewusst gekürzt; weil:

Was die Anordnung von Bildern im Fließtext angeht, ist das schließlich auch eine Frage des Erscheinungsbildes und gewisser Design-Grundregeln - da ist man nicht ganz so frei, wie das manche Artikelschreiber bei der Wikipedia offensichtlich meinen (es gibt da ja regelrecht Katastrophisches). --Wolpertinger 11:45, 20. Mär 2005 (CET)

Das ist eben der Unterschied: Du machst Artikel, die in erster Linie schön aussehen sollen - andere machen Artikel, die gut und nützlich sind. Die von rechts nach links nach rechts springenden Bilder sind für mich sehr leseunfreundlich. Bei den Großbildansichten scheinst du mir auch nicht mitzuteilen, wer wann die Bilder gemalt hat. Haben wir eigentlich Artikel zu: Historisches Handwerkszeug oder Vom Umgang mit historischen Quellen - wenigstens Geschichtswissenschaft oder Historische Wissenschaften sollten weiterhelfen.
Und das dollste ist dann: die, die nach Meinungen fragen, wollen in der Regel nur Lob hören ;) --Keichwa 12:17, 20. Mär 2005 (CET)

Ich schließe mich Keichwa und Bullenwächter an. Das Layout ist unruhig und leseunfreundlich. Und woher du das hast, dass eine durchgehende rechtsbündige Anordnung eine typographische Todsünde sei, wüsste ich auch gern. Außerdem sehe ich das gleiche Problem mit den Bildern, sie bringen für den Artikel zu KdG keine weiteren Erkenntnisse, außer vll. in dem bereits erwähnten Zusammenhang mit der späteren Rezeption. Zudem sind die Bilder in s/w auch nicht besonders schön. Also bitte lieber weniger Bilder aber dann welche, die eine Aussage haben im jeweiligen Kontext. Gruss --Finanzer 14:26, 20. Mär 2005 (CET)

Ich darf vorschlagen, sich einfach in der Wikipedia oder anhand einschlägiger Lehrbücher hierzu zu erkundigen. Oder im Internet selbst - mit Beispielen: SPIEGEL ONLINE wird von Profis gemacht (Ponton Labs, Hannover - auch verantwortlich für www.deutschland.de). Hier ein Beispiel - "unruhig und leseunfreundlich":

Was dabei herauskommt, wenn der Verantwortliche sich nicht an die Regeln hält, kann man da übrigens auch gleich studieren.

(Weiterführendes)

In diesem Sinne

mit den besten Grüßen -

--Wolpertinger 16:01, 20. Mär 2005 (CET)

Springende Bilder

  • "sehr leseunfreundlich":

Für Dich, kann sein. Die von Dir offenbar gewünschte (und bedauerlicherweise notorisch in der Wikipedia praktizierte) durchgehend rechtsbündige Anordnung aller Bilder ist eine typografische Todsünde, mit der man auf das Anstreben einer Setzer- oder Druckerkarriere verzichten sollte. Offenbar liest Du keine Zeitungen oder Zeitschriften, weil die für Dich dann ja generell "leseunfreundlich" sein müssen.

Leider wird das Beabsichtigte in der Druckansicht - offenbar durch Mängel der Software - total versaut.

Damit die WP überhaupt lesbar wird, muß man die Spaltenbreite verringern - wenn aber dann linksbündige Bilder auftauchen, wird die Spaltenbreite exterm gering. Das Verringern der Spaltenbreite hat den positiven Nebeneffekt, daß rechtsbündige Bilder auf den Rand rutschen und folglich den Lesefluß nicht stören. Diese Einstellungen verwende ich: http://de.wikipedia.org/wik...

Image:Wp karl der grosse width 38em jumping pics keichwa.png|Rechts-Links-Bilder Image:Wp karl der grosse width 38em right aligned pics keichwa.png|Rechts ausgerichtete Bilder

--Keichwa 13:41, 20. Mär 2005 (CET)

Ich vermute mal, die Bildschirmaufnahme zeigt einen 15-Zoll-Monitor (Auflösung 800x600). Auf meinem 17-Zöller (1024x768 Pixel) habe ich keinerlei Probleme in der Normalansicht - ganz im Gegenteil: bei dieser (mittlerweile bei den meisten Standard) Ansicht werden die ellenlangen Zeilen auf ein leserliche Länge (weniger "Scanzwang" für Augen --> weniger Ermüdung) verkürzt.

Probleme mit der Wikipedia-Druckansicht werden und wurden auch andernorts diskutiert und auch von Admins/Verantwortlichen angesprochen.

Das Ganze sieht bei mir in der (ca.) 800x600-Ansicht (!) so aus:

Bild:Screenshot-wikipedia-15-zoeller_1.jpg|Karl der Große: 800x600-Ansicht (IE 6, Win XP, ohne spezielles CSS).

Bild:Screenshot-wikipedia-karl-der-grosse_1-1024-768.jpg|Karl der Große: 1024x768-Ansicht (IE 6, Win XP, ohne spezielles CSS etc. blabla).

Auch in der 1024x768-Ansicht als nichtangemeldeter Besucher sehe ich - gemessen an dem, was von den Vorgaben her möglich und bei Wikipedia üblich ist -ein einwandfreies Screen-Layout (Bild rechts).

Deshalb vermute ich ein Browser- oder CSS-Problem bei Dir. --Wolpertinger 14:03, 20. Mär 2005 (CET)

Nein, auch hier verhalten die Dinge sich anders; ich verwende in der Regel eine 1280er Auflösung und habe den Browser ca. 1024 pixel breit. Wie gesagt, um diese langen Zeilen zu vermeiden, muß ich im CSS eine Textbreite von ca. 38em einstellen. Vielleicht erkläre ich das später mal ausführlicher. (Ja, früher habe ich auch springende Bilder verwendet; das hat sich aber als Irrweg herausgestellt.) --Keichwa 14:18, 20. Mär 2005 (CET)

Antwort: Siehe oben - Ich gestalte leider nicht ausschließlich für Dich und Deine fürs Internet reichlich abwegige Super-Duper-Hyper-Maxi-Konfiguration. Was Du siehst auf Deinem kuriosen Monitor, ist Dein Problem - quot erat demonstrandum. Deshalb würde ich empfehlen, einfach Dein albernes Privat-CSS wegzuschmeißen! - dann klappt's vielleicht auch mit dem Nachbarn. Und mit Wikipedia. - Mein Job ist - Webdesigner. Bin gespannt auf Deine "Erklärungen".

SAKRA: Much ado about nothing! Jetzt habe ich hier zwei Stunden mit Keichwa verplempert..!

--Wolpertinger 14:29, 20. Mär 2005 (CET)

Unbekannte Bilder als Quellen

  • "wer wann die Bilder gemalt hat"

Weil ich es nicht weiß - es wird in der Quelle nicht angegeben. Das ist aber klar vermerkt. Ich zitiere mich selbst - mit Deiner geschätzten Erlaubnis:

Der Sieg Karls des Großen über die Sarazenen bei Córdoba
Aufnahme eines nicht näher bezeichneten Deckenfreskos
801 eroberten die Franken Barcelona und gründeten 806 die Spanische Mark südlich der Pyrenäen.
Anmerkung: Historisierende Bilder wie dieses Lünettenbild sind keinesfalls als Darstellungen realer Geschehnisse zu sehen, sondern dokumentieren vor allem die Sicht (und gfs. auch die Wunschvorstellungen) späterer Epochen. Dieses Foto ist wie andere auch einem populärwissenschaftlichen Werk aus der Zeit Wilhelms II. entnommen, deren offizielle Geschichtsschreibung Gestalten wie Karl dem Großen eine erhebliche Bedeutung für die Apologie der Hohenzollern-Herrschaft beimaß.
Buch-Scan von Wolpertinger - Lizenz: Public Domain
Quelle: Müller-Baden, Emanuel (Hrsg.): Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens, Bd. 2. - Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Deutsches Verlaghaus Bong & Co, 1904. - 1. Aufl.
Leistungsschutzrechte abgelaufen.

Was gibt es jetzt da noch einzuwenden?

Nun zitiere ich Dich - auch ganz ohne Deine Erlaubnis. Hier eine "Bildbeschreibung" des Nutzers Keichwa:

Beschreibung: Nürnberg, Denkmal für die am 10. Aug. 1938 zerstörte Hauptsynagoge, von W (2003-11-12), groß.
Fotograph: --Keichwa

Sic! (Rechtschreibfehler [Fotograf oder Photograph], angelsächsisches Datumsformat, keinerlei Details zum Motiv)

Und wenn Du gelernte Philologen schon auf Regelwerke verweist, sollten die gefälligst auch existieren - Zitat Keichwa: "Haben wir eigentlich Artikel zu: Historisches Handwerkszeug oder Vom Umgang mit historischen Quellen"...

Schlage vor, Du hörst jetzt auf zu motzen. Es steht Dir einfach nicht an.

--Wolpertinger 12:48, 20. Mär 2005 (CET)

Soll mir auch recht sein. --Keichwa 13:44, 20. Mär 2005 (CET)
Der Hinweis war als Frage gemeint und als Anregung, derartige Artikel zu schreiben. Zu "meinen" Bildern habe ich nun noch etwas nachgetragen. Aber auch darum ging es nicht - es geht doch darum, wie Bilder in der WP eingesetzt werden. JJJJ-MM-TT ist kein "angelsächsisches Datumsformat"; vgl. ISO 8601, von DIN 5008 aufgegriffen und auch in meinem Neuschreibduden enthalten. --Keichwa 17:17, 20. Mär 2005 (CET)

Bitte um Gegenlesen

Einige der mir geläufigen (insbesondere chronologischen) Daten scheinen denen in anderen Artikeln der Wikipedia aus dem Umfeld Fränkisches Reich bzw. Karl der Große zu widersprechen, wenn auch meist geringfügig.

Es wäre nett, wenn Fachkundige den "renovierten" Artikel gegenlesen und diesbezüglich gfs. korrigieren würden.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Formatierungsfragen o. dgl., sondern um die Stimmigkeit der Fakten, auf die ich größten Wert lege.

Wenn jemand konstruktive Anregungen und Vorschläge in anderer Hinsicht hat, sind die selbstverständlich auch jederzeit willkommen.

Danke im Voraus!

Mit besten Grüßen -

--Wolpertinger 20:23, 22. Mär 2005 (CET)

Hallo auch wenn recht spät antworte ich mal. Da ich den Artikel auch schon auf meiner TODO-Liste hatte, werde ich mal Gelengenheit meine Literatur wälzen um die Daten zu checken. Aber erst mal danke für deine sehr gute Überarbeitung. Der Artikel ist dem Herrscher zumindest jetzt würdig. Vll. kriegen wir den ja demnächst auch exzellent. Gruß --Finanzer 23:39, 16. Apr 2005 (CEST)

Danke für die Blumen. Wir müssen noch den Abschnitt über das Verhältnis zu Byzanz ausarbeiten, der wohl der komplexeste ist (geht ja bis hinein in die Christentumsgeschichte, etc). Wenn uns das gelingt, kann man das Ding so stehen lassen, denke ich mal.

Das Landesmuseum Mainz hat mir Bilder vom Fundstück des Karlsthrons versprochen; lustigerweise haben die nach eigenen Angaben selber noch keine tauglichen. - Schöne Grüße - Wolpertinger 17:08, 19. Apr 2005 (CEST)

Literaturhinweis

Andreas Kalckhoff, Karl der Große. Profile eines Herrschers. © Piper Porträt SP 5236: München (Piper Verlag) 1987 © Serie Piper SP 733: 2., durchgesehene Auflage, 7.-10. Tausend, München (Piper Verlag) 1990 © Andreas Kalckhoff 1996

Löschung in den Literaturhinweisen

Literaturhinweise - Löschung durch Finanzer (→Literatur - Illig ist doch nicht wirklich eine ernsthafte Literatur zu Karl dem Großen)

Das hatte ich mir erst auch gedacht; ich hatte den Verweis auch nicht eingestellt. Aber Illig ist eine zumindest interessante Geschichte der (Nicht-)Rezeption von Karl dem Großen und seiner Epoche - und vielleicht ein Modellfall für "Wichtigtuer" in der historischen Wissenschaft. Wenn sich sogar Alexander Kluge mit dem Hr. Illig unterhält, warum sollte dann Wikipedia kleinlich sein..?

Ich räume freilich ein: Es ist aus mannigfachen Gründen eine zweischneidige Sache. Aber es war/ist ja auch ein Link zu einer Rezension eines anderen Buchs dabei, in dem Illigs ziemlich verwegene These physikalisch-astronomisch widerlegt wird. - "Ernstzunehmen" ist ja letztlich auch nicht die lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch, nicht wahr?

Danke im Übrigen für die stillschweigende Verbesserung von Verschreibern etc.

--Wolpertinger 19:55, 29. Mär 2005 (CEST)

moderne Historiengemälde

Bild:Karl-der-grosse-kroenung_1-800x700.jpg|Die Krönung Karls des Großen in Rom im Jahre 800, Historiengemälde von Alfred Rethel (Krönungssaal des Aachener Rathauses, 1944 zerstört) Bild:Karl-der-grosse-sieg-ueber-die-sarazenen-cordoba_1-1200x980.jpg|778: Der Sieg Karls des Großen über die Sarazenen bei Cordoba, Historiengemälde von Alfred Rethel (Krönungssaal des Aachener Rathauses)

Ich habe diese zwei Historiengemälde aus dem 19. Jh. mal entfernt, da diese nicht wirklich zur Information beitragen, weil reine Phantasiedarstellungen. Das dritte mit der Kaiserpfalz sollte drinbleiben, weil wir gegenwärtig kein anderes Bild von der Kaiserpfalz haben. --Gunter.krebs Gunter.krebs 11:22, 9. Mai 2005 (CEST)

"Carolus Magnus" oder "Karolus Magnus"

Wie ist denn die korrekte lateinische Schreibweise von Karl dem Großen? Generell findet man die Schreibweise "Carolus Magnus" deutlich häufiger als die Version mit "K", was in sofern nicht weiter verwunderlich ist, da das "K" eigentlich nicht im lateinischen vorkommt. Allerding weist Anakin04 zu recht darauf hin, dass in Einhards "Vita Karoli magni" [LINK], die in Latein verfasst ist, die Schreibweise mit "K" verwendet wird. Hier in der WP allerdings wieder mit "C" (Vita Caroli Magni) --Gunter.krebs Gunter.krebs 16:44, 9. Jun 2005 (CEST)

Habe mich auch gerade damit beschäftigt - im klassischen Latein wäre sicher das C angebracht, aber zu Einhards Zeiten gabs das klassische Latein so wohl nicht mehr, sein Buch ist jedenfalls mit K geschrieben. Ich denke, dann sollte man das auch mit dem K so lassen, wenn denn ein Lateiner nicht eine andere, bessere Argumentation hat. -- Geos 17:12, 9. Jun 2005 (CEST)
Auf deutschen Seiten findet Google folgende verteilung:
  • 12500 mal "Carolus Magnus"
  • 689 mal "Karolus Magnus"
  • Die "C"-Variante ist deutlich häufiger im Gebrauch. Ich werde in den Artikel beide Versionen eintragen. --Gunter.krebs Gunter.krebs 17:28, 9. Jun 2005 (CEST)
  • Salomonische Lösung -- Geos 17:39, 9. Jun 2005 (CEST)

    Chronologie Kritik

    Bitte den Artikel nicht unter Chronologiekritik einordnen, das passt nicht wirklich, da Karl der Große weder ein Chronologiekritiker noch eine Theorie der Chronologiekritik war. Ich hab stattdessen unter "siehe auch" einen Link zu Chronologiekritik gesetzt. --Gunter.krebs Gunter.krebs 8. Jul 2005 11:34 (CEST)

    • Dem kann ich mich nicht anschließen, da Kategorie nicht nur bedeuten kann, Personen und Theorien eines Gebietes zusammeln, sondern wohl auch die einzelnen Elemente, an denen eine Person (Chronologiekritiker) eine Theorie (Chronologiekritik) festmacht. Und dies gilt eben für die Existenz oder Nicht-Existenz Karls des Großen ebenso wie für den Aachener Dom (Pfalzkapelle). Dagegen halte ich nur etwas davon, einen Link zur Chronologiekritik oder zum Erfundenen Mittelalter zu setzen, wenn dies in einen Kontext eingebunden ist und nicht nur unter "siehe auch". Ich möchte dem Artikel "Karl der Große" aber keinen Abschnitt zum Erfundenen Mittelalter zumuten. Helmut Zenz
      • Wenn der Artikel keinen Text zur Chronologiekritik bekommt (was auch nicht wirklich in den Artikel reingehört), macht die Kategorie noch viel weniger Sinn. Abgesehen davon, dass man, wenn man alle von Topper, Illig und deren Geistesverwandten erwähnten Personen und Ereignisse mit der Kategorie versehen wollte, müsste man ja fast alle Mittelalter und Antike-bezogenen Artikel damit versehen. --Gunter.krebs Gunter.krebs 8. Jul 2005 17:12 (CEST)

    Karlspreis

    der Karlspreis ist ja sozusagen eine Nachwirkung Karls in die Neuzeit, sollte vielleicht irgendwo eingefügt werden, ich weissaber nicht genau, wohin. Deshalb ist dies nur ein Vorschlag und wurde keine Änderung des Artikels

    Technische Daten

    wieso steht bei berühmten Persönlichkeiten nie wie groß und schwer sie wahrscheinlich waren? Gerade bei Karl dem Großen wäre das doch interessant?
    Weil das tatsächliche Gewicht (zumal sowiseo variabel) und die Größe im allgemeinen nicht überliefert sind. Und die "Wahrscheinlichen" Werte bestenfalls Spekulation wären, also keine feststehenden Tatsachen sind --Gunter.krebs Gunter.krebs 23:18, 3. Nov 2005 (CET)

    Natuerlich muss man bei solchen Schaetzungen die Quelle mit angeben, und schon wird es eine feststehende Tatsache. Sein Biograph Einhard beschreibt ihn als gutaussehend, blond, und ueberdurchschnittlich gross, ueber 1,80m.

    Zerbröselnder Artikel

    Je intensiver man sich mit Karl, dem so genannten Großen, beschäftigt, desto unklarer werden die Umrisse der Figur.

    Einpflegen sollte man vielleicht noch den religiösen Gesinnungsterror dieser Zeit, als den Untertanen Karls bei Todesstrafe verboten wurde, ihre angestammte Religion zu praktizieren (vgl. z.B. Artikel Julfest und Weihnachten wo der Sachverhalt bereits expressis verbis erläutert ist) und zudem alle nicht christlichen Völker für vogelfrei erklärt wurden (was sie zu Freiwild und Opfern des Sklavenhandels machte) Gruß, 172.181.79.193 09:14, 25. Dez 2005 (CET)

    Muttersprache

    War seine Muttersprache Deutsch oder Franzoesisch?

    Spontan würde ich sagen keines von beidem, da beide Sprachen noch nicht exisiterten. Was er gesprochen hat, dürfte sich mE auch kaum klären lassen. Gruß --Finanzer 02:14, 27. Dez 2005 (CET)

    Das war jetzt nicht so hilfreich. Natuerlich meine ich die jeweiligen damaligen Vorgaenger des modernen Deutsch und Franzoesisch; die eine germanisch, die andere romanisch. Warum sollen seine Biographen diese Information nicht dokumentiert haben?

    Die Muttersprache Karls des Großen war Fränkisch und damit ein germanischer Dialekt. Das ist auch in der Tat bei Karls Biographen dokumentiert, so z. B. bei Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29. Ich werde das jetzt im Artikel selbst unter "Karolingische Renaissance" noch etwas präzisieren, wo ja bereits von Karls Bemühungen um die Pflege der germanischen Sprache die Rede ist. Schöne Grüße --Kliojünger 17:04, 27. Dez 2005 (CET)

    Eine "germanische Sprache" gab es - jedenfalls zu Zeiten Karls I.) - schon längst nicht mehr; ob von einer solchen überhaupt die Rede sein kann, lassen wir mal dahingestellt ("die Gelehrten streiten sich"). Da Karl I. vermutlich in Prüm geboren wurde und in der Gegend auch aufgewachsen ist, wird sein Sprache wohl eine althochdeutsche Variante des - später sich herausbildenden - Ripuarischen (dazu gehört Kölsch, s. BAP), vielleicht auch des Moselfränkischen (heute definiert als ein Übergangsdialekt) gewesen sein. Altfranzösisch sprach der mit einiger Sicherheit nicht. Er wird wohl eine ganze Reihe von Dolmetschern gebraucht haben, um seinen Laden zusammenzuhalten, zumal er ja auch noch Slawen und Völker im heutigen Italien zu beherrschen hatte. - 84.146.235.236 20:39, 12. Jan 2006 (CET)

    Dass es überhaupt oder auch zu Lebzeiten Karls des Großen (noch) eine (einheitliche) germanische Sprache gegeben hätte, hat auch niemand gesagt, mit „germanische Sprache“ meinte ich oben nur den zusammenfassenden Oberbegriff. Und das muss man sagen dürfen, sonst dürfte man z. B. von „dem Althochdeutschen“ (das nämlich auch nur eine Dialektgruppe und keine einheitliche Sprache war) auch nicht reden (tut man aber). Gemeint sind oben also germanische Dialekte, und darauf bezogen ist Deine Formulierung „gab es schon längst nicht mehr“ auch durchaus unzutreffend: denn im Gegenteil, vom Althochdeutschen spricht man erst ab ca. 750 n. Chr., und die Durchführung der zweiten Lautverschiebung – Kennzeichen des Althochdeutschen – war erst im 9. Jh. vollständig abgeschlossen, insofern lebte also Karl der Große genau zu der Zeit, als sich verschiedene westgermanische Dialekte zu althochdeutschen wandelten.

    Und bei der Frage nach seiner Muttersprache würde ich den Schwerpunkt eher ethnisch als regional setzen. Das heißt also, dass Karl der Große vermutlich in der Gegend um Prüm aufgewachsen ist, wiegt längst nicht so schwer wie der Umstand, dass er ethnisch (West-)Franke war und seine Kontaktpersonen in der Zeit seines Spracherwerbs mit Sicherheit größtenteils auch. Denn Karls unmittelbare Vorfahren, die arnulfingischen Hausmeier, waren Westfranken, die im späteren/heutigen Frankreich lebten (wo das Westfränkische übrigens unter dem Druck des Altfranzösischen wohl noch am Ende des 9. Jahrhunderts untergegangen ist). Daher wäre ich jedenfalls mit einer Zuordnung Karls zu den späteren Regionaldialekten Ripuarisch oder Moselfränkisch (bzw. ihren althochdeutschen Varianten) sehr zurückhaltend und würde lieber dabei bleiben wollen, dass Karls Muttersprache das (West-)fränkische war, das sich zu Karls Zeit von einem westgermanischen zu einem althochdeutschen Dialekt wandelte oder gerade gewandelt hatte. Schöne Grüße --Kliojünger 14:40, 13. Jan 2006 (CET)

    Kürzen wir's ab:

    > Dass es überhaupt oder auch zu Lebzeiten Karls des Großen (noch) eine (einheitliche) germanische Sprache gegeben hätte, hat auch niemand gesagt

    DOCH. Du hattest geschrieben "ins Germanische...". Leider weiß kein Schwein, was das ist (oder sein soll bzw. irgendwann mal gewesen sein soll). Es steht noch nicht einmal fest, ob es ein "Ur-Fränkisch" (bzw. das Fränkische) gibt oder gab.

    > ...das sich zu Karls Zeit von einem westgermanischen zu einem althochdeutschen Dialekt wandelte oder gerade gewandelt hatte.

    (BEINAH) GENAU DARAUF wollte ich hinaus, und so steht's nun auch da. WHERE IS EDISON WHEN HE'S NEEDED? - Schöne Grüße, Lumpenpack 23:52, 18. Jan 2006 (CET)

    Weblinks

    Der erste Link (http://www.histinst.rwth-aa... funktioniert zur Zeit nicht - gibt es nur diese essayistischen Sachen im Web?

    Jou, schade. Man sollte schauen, ob die das nur verlagert haben (wg. Serverüberlastung womöglich; es stürmen ja viele auf die ein von der Wikipedia). - Jedenfalls waren das interessante Literaturhinweise.

    Es gibt tonnenweise Zeug über Karl I. im Web, leider aber auch ziemlich Halbseidenes. Es wird hier generell recht strikt verfahren mit Weblinks (ich sähe das etwas lockerer - gfs. kommentiert, wo erforderlich; siehe Versionsgeschichte).

    Kannst Du mal eruieren, ob unter Historisches Institut, Technische Hochschule Aachen was aufzutreiben ist? Vielleicht kann man die auch anmailen, von wegen Liste uns so...

    Grüße - Lumpenpack 23:43, 18. Jan 2006 (CET)

    Quatschbude

    Zufällig gelange ich heute auf diese Seite und lese Folgendes: „Die Eingliederung der Baiern ins Frankenreich war neben der Unterwerfung der Sachsen die wichtigste Voraussetzung für die spätere Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches und damit Deutschlands unter den Ottonen und Österreichs unter den Babenbergern.” Welcher Spaßvogel hat denn diesen Quatsch geschrieben? Vielleicht sollte er ergänzen: „und der DDR unter den Preußen”.--Kaloy 18:40, 24. Jan 2006 (CET)

    Das Leben von Karl: Er brachte eine einigermaßen staatliche Einheit zustande, dazu führte er über 40 Kriege; er reiste viel und saß die meiste Zeit seines Lebens im Sattel (zumeist auf ponygroßen Pferden); er schlief in feuchten Zelten und erkrankte an Reuma. Im heutigen deutschen Sprachraum lebten zu seiner Zeit ca. 2,5 Mio. Menschen. Kaloy 18:45, 24. Jan 2006 (CET)

    Karlsgrab

    Folgendes lese ich gerade in einem Kalender eines Lexikonverlages: Karl der Große starb während eines Winteraufenthaltes in Aachen. Man begrub ihn noch am selben Abend, in der von Karl errichteten Pfalzkapelle um. dem Kloster Saint-Denis (der eigentlichen Grabstätte der Fränkischen Herrscher) zuvor zu kommen. Bevor im Winter 881 Normannen in Aachen überwinterten wurde die Grabstätte unkenntlich gemacht. Im Jahr 1000 fand Otto III. das grab wieder. Der Kaiser saß aufrecht und mumifiziert in seinem Grab. Otto schnitt im die Nägel zog ihm einen Zahn und kleidete ihn in weiße Gewänder. Auch ließ er die Decke der Grabkammer ausbessern (alles laut der Chronik Novalese).

    Der nächste Fundbericht stammt von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der das Grab „Kraft göttlicher Inspiration“ noch einmal fand. Sein Skelett ließ er in einer Holzkiste zwischenlagern. Er ließ einen goldenen Schrein bauen in dem Barbarossa, Karl in den Aachener Dom umbetten ließ.

    Ich weis nicht ob das was für den Artikel hier ist und ich habe auf Anhieb auch keinen Punkt gefunden wo man das einflechten könnte. Wer dafür Verwendung hat kann es ja irgendwo verwenden. Grüße --2micha 22:07, 6. Feb 2006

    Hallo 2micha!
    (Du hast Deinen Beitrag zwar nicht namentlich gekennzeichnet, aber ich sehe aus der Versionsgeschichte, dass er von Dir ist). Hat sich erledigt, Signatur ist jetzt nachgetragen.
    Deine Anregung ist berechtigt. Im Artikel Karl der Große fehlte bisher ein Abschnitt „Grablege“. Heute habe ich diesen ergänzt. (Die von Deiner Quelle zitierte Chronik von Novalese reicht dafür aber allein nicht aus, man muss sich schon an weitere Quellen und die aktuelle wissenschaftliche Literatur halten.)
    Eine von Deiner Quelle erwähnte Angabe ist sicher nicht richtig, was ich nur hier noch kurz bemerken wollte: nämlich die Behauptung, dass Karl deswegen so rasch nach seinem Tod bestattet wurde, um Saint-Denis zuvorzukommen. Richtig ist, dass Karl der Große einmal in einer Urkunde für das Kloster Saint-Denis geschrieben hatte, er wolle dort bestattet werden (MGH D KdGr. 55 von 769 Januar 13: et nos, si domino placuerit, sepeliri cupimus). Aber in seinen letzten Lebensjahren war Aachen zu seinem Lebensmittelpunkt geworden, dort befand sich auch sein ganzer Hofstaat, und deshalb war Karls Bestattung in Aachen nur naheliegend. Im Kloster Saint-Denis hatte man keine Handhabe, dagegen etwas zu unternehmen. Außerdem erklärt das auch nicht die Schnelligkeit der Bestattung, denn bis die Todesnachricht nach Saint-Denis (bei Paris) gelangt wäre und man dort hätte reagieren können, wären schon ein paar Tage ins Land gegangen. Da also an dem Gerücht, man habe in Aachen dem Kloster Saint-Denis mit einem „Blitzbegräbnis“ zuvorkommen müssen, nichts dran ist, bin ich darauf im Hauptartikel in meinem neuen Abschnitt auch nicht weiter eingegangen. Schöne Grüße --Kliojünger 19:14, 13. Feb 2006 (CET)
    Hallo Kliojünger, ist schon recht so. Schön das du dich dieses Aspektes angenommen hast. Meine Quelle war ja lediglich ein kurzer Artikel auf einem Kalenderblatt. Da stand eben auch, dass man die Beerdigung in Aachen am gleichen Tag machte, um den Mönchen aus dem Kloster Saint-Denis zuvor zu kommen. Und das ist ein Kalender eines namhaften Lexikonverlages. Da mit keine anderen Quellen zur Verfügung standen habe ich das erst mal nicht hinterfragt. Grüße --2micha 16:49, 14. Feb 2006 (CET)
    Hallo 2micha, danke für Deine Nachricht. Meine Erklärungen zu Saint-Denis hier in der Diskussion sollten auch keine Kritik an Dir sein, sondern nur klarmachen, warum dieser Aspekt nicht in den Artikel übernommen werden konnte. Schöne Grüße --Kliojünger 12:19, 16. Feb 2006 (CET)

    Geburtsort

    Einer (lokalen ?) Legende zufolge wurde Karl der Grosse in oder bei der Reismuehle in Gauting geboren. Deswegen traegt diese Gemeinde die Kaiserkrone im Wappen. Ich weiss nicht wieviel da dran ist bzw. inwieweit Pruem als Geburtsort warscheinlicher/belegt ist, aber das koennte evtl. noch erwaehnt werden.

    Ich habe diese Legende in Gauting in der Grundschule gelernt, soweit ich mich erinnere ging das irgendwie so dass Karls Mutter, als sie mit ihm schwanger war, fluechten musste. Waehrend ihrer Flucht kam sie auch zur besagten Reismuehle wo sie Karl gebahr.

    Weiss jemand mehr zu dieser Legende bzw. inwieweit sie warscheinlich/unwarscheinlich ist ?

    --DarkDust 14:11, 9. Mär 2006 (CET)

    Hallo, Dark Dust! Gerade sehe ich, dass Dir noch immer keiner geantwortet hat, dann muss ich halt mal wieder ’ran.

    Also: Wenn Du die Legende im Zusammenhang nachlesen willst, empfiehlt sich die klassische Sammlung „Bayrische Sagen“ von Alexander Schöppner, dort Sage Nr. 22 „Wie Karl der Große geboren wurde in der Reismühle am Würmsee“, auch online im Projekt Gutenberg-DE hier oder hier.

    Zur Frage, wie wahrscheinlich die Sage ist: natürlich überhaupt nicht. Merkt man auch gleich beim Lesen, denn die ganze Geschichte mit Pippins vertauschter Braut ist der pure Stoff, aus dem die Legenden sind. Außerdem schreibt schon Einhard in seiner Vita Karoli Magni, Kapitel 4: „Ich halte es für sinnlos, von Karls Geburt, Kindheit und Jugendzeit zu erzählen, da bisher noch nie davon berichtet wurde und heute auch niemand mehr lebt, der Auskunft darüber geben könnte.“ Wie soll also eine Legende aus der Neuzeit klüger sein und mehr wissen als Einhard in seiner um 834 geschriebenen Karlsvita? (Die Annahme, dass Karl in Prüm geboren worden bzw. aufgewachsen sein könnte, beruht demgegenüber ja nicht auf Legenden, sondern auf der Tatsache, dass Karls Mutter Betrada dort begütert war).

    Und im übrigen ist die Legende, dass Karl in der Reismühle Gauting geboren worden sein soll, erst 1803 publiziert worden, soweit ich feststellen konnte, und zwar in einer Schrift des Johann Christoph von Aretin: Die älteste Sage über die Geburt und Jugend Karls des Großen, zum ersten Male bekannt gemacht und erläutert von J. Christ. Freiherrn v. Aretin, kurbaierischem General-Landes-Direktions-Rath, München 1803 (126 S.). Und außer ein paar Lokalpatrioten wird aus den genannten Gründen keiner wirklich an Gauting als Karls Geburtsort glauben wollen, die seriöse Geschichtswissenschaft jedenfalls nicht ... Schöne Grüße --Kliojünger 00:32, 16. Mär 2006 (CET)

    Und ich sah Anfang der 60er Jahre bei einem Schulausflug noch die Wiege Karl des Großen in der Reismühle stehen. Bavarico 01:47, 16. Jun 2006 (CEST)

    Wenn sie aus Holz ist, könnte man das Alter feststellen.--KaHe KaHe 02:45, 16. Jun 2006 (CEST)
    Sie war damals aus Holz und ziemlich karg, sprich unbemalt und nicht verziert. Ob sie heute noch da steht weiß ich nicht. Vor 20 Jahren war ich noch einmal da, aber da war zugesperrt. Bavarico 01:34, 24. Jun 2006 (CEST)

    Geburtsort

    Bitte Prüm im ersten Absatz verlinken

    Prüm ist doch verlinkt --Gunter.krebs Gunter.krebs 10:30, 5. Apr 2006 (CEST)

    place of birth

    sorry, i dont speak german.

    Charlemagne is born in Lüttich, like the rest of his familly for many many generation before him.

    Ich habe mir mal erlaubt den Hinweis auf Lüttich einzufügen. An das Thema Geburtsdatum, das ja schon ausgiebig diskutiert wurde, habe ich mich dann doch nicht rangewagt. Fridolin freudenfett 00:06, 5. Jun 2006 (CEST)

    Literaturhinweise

    Warum bringt Ihr im Artikel Illig, aber nicht Kalckhoff, mit dessen Buch sich Illig u.a. auseinandersetzt und vice versa? Andreas Kalckhoff, Karl der Große. Profile eines Herrschers. © Piper Porträt SP 5236: München (Piper Verlag) 1987 © Serie Piper SP 733: 2., durchgesehene Auflage, 7.-10. Tausend, München (Piper Verlag) 1990 © Andreas Kalckhoff 1996. Siehe dazu den Wikipedia-Artikel "Erfundenes Mittelalter".

    Karls Konkubine Gerswind

    Hallo, es gibt seit dem 14. April einen Artikel zu Karls sächsischer Konkubine Gerwind. Kann einer der Administratoren dorthin einen Link setzen? Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sie tatsächlich ein Tochter Widukinds war.

    Karl der Grosse heilig oder nicht?

    Allgemein bekannt ist, dass Karl der Grosse heilig gesprochen wurde. Mein (verstorbener) Schwiegervater war nach ihm benannt. Er sagte er hätte nun keinen Namenstag mehr, da Karl der Grosse "entkanonisiert" worden wäre. Also die Heiligsprechung wieder rückgängig gemacht. Wer kann das bestätigen? Wo kann man finden wer alles entkanonisiert wurde? --Ingosp 09:34, 2. Aug 2006 (CEST)

    steht doch eigentlich unter Karl der Große#Heiligsprechung --Gunter.krebs Gunter.krebs 09:48, 2. Aug 2006 (CEST)

    Illigs Phantomzeittheorie

    Davon abgesehen das Illigs Theorie in der Geschichtswissenschaft keine Beachtung findet, hat Karl der Grosse auch nur insofern mit ihr zu tun, als das er im fragichen Zeitraum gelebt hat. Dies würde aber bedeuten bei sämtlichen Artikeln in der WP, gleich ob zu historischen Ereignissen oder Personenartikeln, die die entsprechende Zeit behandeln, Illigs Ausführen thematisiert werden müssten. Und dies übersteigt die Bedeutung der Illigschen Theorie bei weitem. Gruss Tönjes 22:00, 31. Aug 2006 (CEST)

    Karls Nachfahren, Tochter Bertha

    Mir ist gerade aufgefallen, dass Bertha (*779/780) bei der Geburt von Sohn Nithard (*um 790), nach den Angaben her, erst 10 oder 11 Jahre alt gewesen sein soll. Ist das so korrekt oder müßten da für Nithard nicht andere Geburtsdaten stehen? kann das mal jemand überprüfen?

    Merowinger stammen aus Lüttich

    Welche Quellen gibt es hier? Ich habe mal gehört, dass die Merowinger sich aus dem germanischen Volksstamm der Sugambrer entwickelt haben. --Weissmann 21:41, 6. Okt 2006 (CEST)

    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Karl der Große und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).