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Katharina von Alexandrien

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Der Artikel Katharina von Alexandrien gehört zur Kategorie: Heiliger, Frau, Märtyrer, Christliche Mythologie, Alexandria, Christlicher Orient
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die Vierzehn Nothelfer mit ihren Attributen (Katharina von Alexandrien links mit Rad)
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Obwohl ihre Existenz historisch nicht belegt ist, war die Heilige Katharina von Alexandrien lange eine der beliebtesten katholischen Heiligen. Sie zählt zu den 14 Nothelfern und erfreut sich auch heute noch großer Popularität bei Teilen der katholischen Bevölkerung. Erstmals wurde sie im 10. Jahrhundert schriftlich erwähnt, der Legende nach lebte sie im 3. oder 4. Jahrhundert und erlitt unter Kaiser Maximian oder seinem Sohn Maxentius den Märtyrertod.

Christliche Legende

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Caravaggio: Hl. Katharina von Alexandrien (1595-1596)
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In der christlichen Legende ist die Heilige Katharina eine junge, intelligente Schönheit, die der Jungfräulichkeit geweiht ist. Sie soll eine Königstochter aus Zypern gewesen sein, die um 300 n. Chr. im ägyptischen Alexandrien lebte. Ein Einsiedler soll sie vom Glauben an Jesus Christus überzeugt haben.

Ihre Verehrung verdankt sie folgender Legende:

Als der römische Kaiser Maxentius Christen zum Märtyrertod verurteilt hatte, trat Katharina ihm entgegen und fragte ihn, weshalb nicht er zum Christentum übertrete, statt von den Christen das Götzenopfer zu verlangen. Sie bestand auf ihrem Recht, in einer Diskussion zu beweisen, dass sie die besseren Argumente habe. In einer öffentlichen Diskussion, zu der der Kaiser seine besten 50 Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte, brachte sie so einleuchtende und gelehrte Argumente für das Christentum vor, dass sich alle 50 auf einen Schlag vom Heidentum zum Christentum bekehrten. Weil sie nicht vermocht hatten, Katharina vom christlichen Glauben abzubringen, schickte der Kaiser alle fünfzig auf den Scheiterhaufen.

Von ihrer Schlagfertigkeit und Schönheit beeindruckt, bot der Kaiser Katharina mehrmals an, als „gewaltige und hochgezierte Königin“ an seiner Seite zu herrschen. Sie lehnte jedoch ab, wurde gegeißelt und ohne Nahrung 12 Tage lang in einem finsteren Verlies eingekerkert. Jedoch erhielt sie göttlichen Beistand durch Engel, welche die Wunden salbten, und eine weiße Taube, die Nahrung brachte. Auch Christus selbst kam um ihren Glauben zu stärken und sie auf die Marter vorzubereiten.

Folterwerkzeug ihres Martyriums sollte das Rad sein. Der Legenda Aurea zufolge waren es vier „mit eisernen Sägen und spitzen Nägeln“ gesäumte Räder. Zwei davon sollten nach unten bewegt werden und die andern entgegengesetzt nach oben und somit die Märtyrerin zerreißen. Auf Katharinas Gebet hin kam jedoch ein Engel und zerstörte das Folterinstrument mit solcher Wucht, dass zugleich 4000 Heiden getötet wurden. Letztendlich wurde Katharina enthauptet und aus ihren Wunden floss Milch statt Blut. Engel brachten ihre sterblichen Überreste zum Berg Sinai.

500 Jahre später wurden ihre Gebeine dort gefunden, und der Heiligen zu Ehren wurde das Katharinenkloster an der Fundstelle gebaut. Aus ihren Gebeinen fließt - so die Legende - unaufhörlich ein heilkräftiges Öl.

Mögliche Ursprünge

Auch katholische Theologen gehen heute davon aus, dass die Legende um die Heilige Katharina keinen direkten historischen Kern hat. Folgende Ansätze werden diskutiert, um die Herkunft der Heiligenfigur zu erklären:

1. Möglichkeit: Integration einer vorchristlichen Gottheit in den christlichen Glauben

Der "Tanz auf dem Feuerrad" - die Heilige wird oft so abgebildet - ist eine weltweit verbreitete, sehr alte Darstellung einer Großen Göttin. So wird zum Beispiel Kali, die Göttin des Karmischen Rades, ebenfalls auf einem Rad tanzend abgebildet.

Auf dem Berg Sinai, dem ursprünglichen Zentrum des Katharinenkultes, fanden sich Malereien, die eine unbekannte Göttin als Tänzerin auf einem Feuerrad im Mittelpunkt des Universums abbilden und die in vorrömische Zeit datiert werden. Deshalb steht zu vermuten, dass die Nonnen des griechischen Frauenklosters, das später zum Katharinenkloster wurde, diese Malereien entdeckt hatten und eine passende Märtyrerinnengeschichte dazu erfanden.

2. Möglichkeit: Christianisierung einer historischen Person

Katharinas Geschichte weist starke Parallelen zur historischen Hypatia von Alexandrien auf, einer heidnischen Lehrerin und Philosophin, die im Jahre 415 von Christen ermordet wurde. Auch Hypatia war nach christlichen Autoren Jungfrau und berühmt für ihre Tugend, Schönheit und Weisheit. Gemäß verschiedener Quellen wurde ihr die Kleidung vom Leib gerissen, und sie wurde bis zu ihrem Tod durch die Straßen geschleift und anschließend verbrannt. Der Passionscharakter dieser Geschichte und der Respekt, der Hypatia selbst von einigen christlichen Autoren gezollt wurde, könne als Motivation für eine Umdeutung in die christliche Legende gedient haben.

Verehrung

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Dieses Siegel stammt aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster von Dieburg. Es stellt die hl. Katharina dar, die an Schwert, Rad und Märtyrerpalme leicht zu erkennen ist.
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Die als Reliquie verehrten Gebeine der Heiligen Katharina befinden sich in der Verklärung gewidmeten Basilika des Katharinenklosters auf dem Sinai am Fuße des Dschebel Musa, an der Stelle ihres angeblichen Fundortes im 8. (oder 10.) Jahrhundert.

Bei den Christen ist die Heilige Katharina die Schutzpatronin des Kantons Wallis und seiner Hauptstadt Sion und der Stadt Freiburg (Schweiz). Im Volksglauben ist sie Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, der Philosophen, Theologen, Gelehrten, Lehrer, Studenten, Anwälte und Notare, sowie der Handwerksberufe Wagner, Müller, Töpfer, Gerber, Spinner, Tuchhändler, Seiler, Schiffer, Buchdrucker, Schuhmacher, Frisöre und Näher. Weiterhin schützt sie die Kirchengebäude, Universitäten und Hochschulen, Bibliotheken und Krankenhäuser. Schließlich wird ihr Beistand auch angerufen zum Schutz der Feldfrüchte, bei Migräne, bei Krankheiten der Zunge und bei der Auffindung Ertrunkener.

Die Heilige Katharina war über Jahrhunderte - nach Maria - eine der populärsten Heiligen. Sie wurde seit den Kreuzzügen verehrt.

Gedenktag

In der katholischen, evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche gilt jeweils der 25. November als ihr Gedenktag, in der katholischen Kirche in Regensburg auch der 5. Juli als Tag der "Übertragung der Gebeine".

Laut H.P. Brewster (Saints and Festivals of the Christian Church, 1909) wurden im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts von kirchlichen Würdenträgern mehrmals Anstrengungen unternommen, die Heilige Katharina aus der offiziellen Liste der Heiligen streichen zu lassen. Aufgrund des wahrscheinlich rein legendären Charakters der Heiligen wurde sie 1969 aus dem Allgemeinen Römischen Kalender gestrichen. Hingegen wird sie nach wie vor im Martyrologium Romanum von 2004 am 25. November an erster Stelle aufgeführt.

Die Symbolik

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Stadtwappen von Altena mit der Heiligen Katharina und ihren Attributen Schwert, Rad und Krone
Bildherkunft

Symbole der Heiligen Katharina sind das Rad, das Schwert, das Buch, der Palmzweig und die Krone.

  • Das Rad

In allen antiken und modernen Religionen steht das Rad für das Universum, die Zeit, das Schicksal (siehe auch Glücksrad und Fortuna) und das Ewige Leben. Es steht auch für Wiedergeburt und Verwandlung (siehe karmisches Rad). Bei Katharina steht das Rad, genau wie das Schwert, vor allem für ihr Martyrium.

  • Das Buch

Das Buch, oder weiter gefasst das Geschriebene, steht für Weisheit, Wissen, Wahrheit, Aufrichtigkeit, aber auch intellektuelle Freiheit.

  • Die Krone

Die Krone steht allgemein für königliche Autorität und Weisheit. Im Christentum ist sie das Zeichen für Martyrium (weil alle Märtyrer im Himmel eine Krone aufgesetzt bekommen). In einer älteren Bedeutung steht die Krone für die Zweigeschlechtlichkeit Gottes (zum Beispiel in der griechischen Mythologie: Hermes erhielt seine Krone der Weisheit durch die Vereinigung mit Aphrodite -> siehe Hermaphrodit).

  • Der Palmzweig

Der Palmzweig steht ebenfalls für das Märtyrertum. Er erinnert an Christi Einzug in Jerusalem (Palmsonntag)

Verwechslungsmöglichkeit

Katharina von Alexandria wird in der neuesten Zeit immer wieder mit der Heiligen Katharina von Siena verwechselt, zumal wenn der Vorname ohne die Ortsattribution bezeichnet wird. Die Verwechslung geschieht - gerade außerhalb der Volksfrömmigkeit oder theologisch versierter Kreise - auch deswegen leicht, da Katharina von Siena, die eine historische Figur ist, ebenfalls eine intellektuelle Frau mit großem Redner- und Diskussionstalent (zahlreiche theologische Werke; Rückführung des Papstes von Avignon aus Rom etc.) mit enger Verbindung zum Feld Universität und Wissenschaft ist. Hierbei ist zu beachten, daß es sich bei Bezügen auf die „Heilige Katharina“ zumal im deutschen (und generell germanischen) Sprachraum vor 1900 fast immer um die aus Alexandria handelt; der Vorbildcharakter der Heiligen Katharina von Siena als starker Frau (Kirchenlehrerin und Schutzpatronin Europas), vergleichbar der Heiligen Hildegard von Bingen, ist erst ein Ergebnis des 20. Jahrhunderts.

Für weitere Heilige dieses Namens, siehe deshalb auch Heilige Katharina.

Literatur

  • Richard Benz (Hrsg.): Legenda aurea des Jacobus de Voragine. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2004, ISBN 3-579-02560-0

Weblink

 

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Katharina von Alexandrien


Hallo Sven-Steffen,

Warum bestehst du darauf, dass >>>Katharina die Brüste ausgerissen wurden? Der Legenda Aurea zufolge, auf die ich mich beziehe, schreibt dieses spezielle 'Maryrium' wirklich der Kaiserin zu: "Das sah die Kaiserin von oben, die sich bis jetzt heimlich gehalten hatte; da stieg sie alsbald hinab und schalt den Kaiser um seine großen Grausamkeit. Der ward darob gar zornig, und da die Kaiserin nicht wollte opfern, gebot er, daß man ihr erst die Brüste sollte abzerren, und ihr darnach das Haupt abschlagen. Da sie zu der Marter geführt ward, bat sie Sanct Katherina, daß sie zu Gott möchte für sie bitten. Die antwortete ‚Fürchte dich nicht, Kaiserin von Gott geliebt, denn dir wird heute für dein vergängliches Reich gegeben das ewige Reich; du scheidest von dem sterblichen Gemahl und wirst geeint dem himmlischen Bräutigam’. Davon ward die Kaiserin gar gestärkt, und ermahnte die Henker, daß sie bald täten, was ihnen geboten wäre. Also führten die Knechte sie aus der Stadt, und rissen ihr mit eisernen Spießen die Brüste aus; darnach schlugen sie ihr das Haupt ab." (Benz, s. 923) Ich habs nicht ahnungslos und quellenlos verändert....und überhaupt warum entfernst du die Literaturangabe? Könnte diese denn nicht anderen hilfreich sein?

Nefera

p.s. wenn du dich auf die Zusammenfassung von http://www.heiligenlexikon.... beziehen solltest, lies bitte die Übersetzung von Benz. Die Zusammenfassung auf der gleichen Seite ist schlichtweg fehlerhaft...

17.Mai 2006 19:22


Ungefähr 500 Jahre später verkauften Nonnen des Katharinenklosters ein angeblich heilkräftiges Öl, das angeblich aus Katharinas Knochen gewonnen wurde.

Da hast Du aber verschlimmbessert :-) --Katharina 14:09, 27. Mai 2003 (CEST)


Einige bezeichneten diese sogar als "absurd" (siehe Attwater, Donald: The Penguin Dictionary of Saints. Baltimore. Penguin Books. 1965).

Auf welcher Seite? Nennt Attwater die Legende absurd oder sagt er, daß es einige katholische Theologen gibt, die sie absurd nennen? Im ersten Fall: Ist Attwater einige?

S. 209 in der Ausgabe von 1965. Er schreibt "more than one", nennt aber keine Namen. --Katharina 22:45, 28. Mai 2003 (CEST)

Im Glauben der mittelalterlichen Gnostiker (die sich selbst Katharer nannten), nahm ihr Symbol, das Rad, eine zentrale Rolle ein und die Heilige Katharina wurde beinahe als weiblicher Gegenpart Gottes verehrt. Nach der Vernichtung der katharischen Ketzer wurde im 15. und 16. Jahrhundert mehrmals versucht, die Heilige Katharina aus dem Kanon zu verbannen (siehe dazu Brewster, H. Pomeroy: Saints and Festivals of the Christian Church. 1909).

Das ist absurd. Hast Du das direkt aus der angegebenen Quelle (Seitenangabe?), oder indirekt über eine andere Quelle? Hätten die Katharer tatsächlich Katharina "beinahe als weiblicher Gegenpart Gottes" verehrt, wäre das modernen Historikern sicher nicht entgangen und in modernen Darstellungen dieser Bewegung müßte das erwähnt sein -- ist es aber nicht. Stattdessen wird erwähnt, daß die Katharer strikt gegen Heiligenverehrung waren. Auch das mit der Verbannung aus dem Kanon ist Unsinn. Erstens war die Heilige Katharina nie in irgendeinem Kanon (sie kann also nicht daraus verbannt werden).

was heisst denn "canonization" auf Deutsch? Brewster&Pomeroy erwähnt eine solche für das 13. JH. (unter Saint Catherine of Alexandria :-) --Katharina 22:45, 28. Mai 2003 (CEST)

Heiligsprechung

Sie war im Allgemeinen Römischen Kalender, aber wer soll (bis 1969 vergeblich!) versucht haben, sie daraus zu verbannen? Der Papst konnte sie einfach daraus streichen. Mehrere Versuch müßte dann heißen, daß mehrmals irgendjemand an den Papst herangetreten ist, mit dem Ansinnen, Katharina aus dem Kalender zu streichen. Wer soll das gewesen sein?

Auch das eingefügte "endgültig" in dem Satz über die Streichung aus dem Römischen Kalender mach keinen Sinn. Bist Du eine Profetin, daß Du weißt, daß Katharina da nicht wieder aufgenommen werden wird? Außerdem steht sie weiter in einigen regionalen Kalendern (z.B. den/dem deutschen).

und wer ist dieser katholische Poldi aus München, dass er Informationen anderer Leute einfach als Unsinn bezeichnet und kommentarlos löscht?!

Der Kommentar war: "moderne Legendenbildung entfernt"

Sehr informativer und hilfreicher Kommentar, danke. Da weiss man dann auch gerade was falsch war, kriegt eine Gegenthese, andere (vielleicht bessere?) Quellen etc. --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)


Als erste "Parfaite" bewundert und verehrt, entwickelten sie rund um die Heilige Katharina von Alexandria einen regelrechten Personenkult.

Das hört sich schon glaubwürdiger an. Aber dafür ist doch auch Brewster die Quelle. Oder? Welche Quellen gibt er an?

nein. --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)

Aus welcher Quelle kommt es dann?

Vielleicht mal kurz zu meinem Anliegen hier. Mir geht es hauptsächlich darum, daß die Wikipädia auch in historischen Fragen sachlich korrekte Information liefert. Nicht mehr und nicht weniger.

Und historisch korrekt ist, was der selbsternannte Sprecher des vatikanischen Propagandaministerium meint? Oder wie ist das zu verstehen? --Katharina 10:56, 30. Mai 2003 (CEST)

Wie persönliche Unterstellungen dieser Art zu einer sachlichen Klärung historischer Fragen beitragen können, verstehe ich nicht.

Ich halte es nun für durchaus möglich, daß die Katherer Katharina als erste parfaite verehrt haben. Aber wenn's um geschichtliche Fakten geht, kommt es nicht auf Möglichkeit an, sondern auf Tatsächlichkeit und historische Belegbarkeit. Es gibt drei Gründe, die zusammengenommen in mir noch erhebliche Zweifel zurücklassen: Erstens finde ich es an sich seltsam, daß eine solche (vorgebliche) Tatsache in den mir bekannten wissenschaftlichen Arbeiten zu den Katharern nicht erwähnt wird. Zweitens wurde die Behauptung hier und bisher noch nicht belegt - keine Quelle, geschweige denn eine wissenschaftliche. Drittens waren die Lehren und Bräuche der Katharer über die Zeiten und verschiedenen Orte doch so unterschiedlich, daß wenn diese Verehrung tatsächlich so verbreitet war, wie der Artikel jetzt naheliegt, es wirklich sehr verwunderlich wäre, daß Autoren wie Arno Borst entweder nichts davon wußten oder es nicht für erwähnenswert hielten. (Vereinbar wäre damit allerdings noch, daß es bei der - behaupteten - Katharinaverehrung um ein zeitlich oder räumlich lokales Phänomen handelte, das den mir bekannten Autoren entweder in der Tat unbekannt war, oder nicht als wichtig erachtet wurde.)

Das Thema Katharer ist hier nur eine kleine Nebeninformation. Wenn sie dir am Herzen liegen, schreib doch einen Sachartikel zu dem Thema, z.B. unter Katharer. Der Titel scheint noch frei zu sein --Katharina 10:56, 30. Mai 2003 (CEST)

Noch etwas: Die historisch Korrektheit Deiner jetzigen Formulierung (Sie verehrten Katharina als erste "Parfaite" und stellten sie als nachahmenswertes Vorbild für die Mitglieder ihrer Bewegung dar) mal unterstellt, ist mir noch unklar, wie das ein Link zu Kult oder Personenkult nahelegen sollte.

Zwei meiner Quellen zu den Katharern möchte ich nachtragen: Arno Borst, Die Katharer, 3. Aufl. Freiburg 1995 (Sehr lesenswert und gut zu lesen!) und Malcolm Lambert, Geschichte der Katharer, Darmstadt 2001

Laut Brewster & Pomeroy (Saints and Festivals of the Christian Church, 1909) wurden im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts von kirchlichen Würdenträgern aus den Reihen der Inquisition mehrmals Anstrengungen unternommen, die Heilige Katharina aus der offiziellen Liste der Heiligen streichen zu lassen.

Steht das tatsächlich so bei H. Pomeroy Brewster (H. Pomeroy scheinen doch eher die Vornamen des Autors)? Aus welchem Grund sollen im 15. und 16. Jahrhundert kirchliche Würdenträger aus den Reihen der Inquisition mehrmals Anstrengungen unternehmen, die Heilige Katharina aus der offiziellen Liste der Heiligen streichen zu lassen, nachdem die Häresie in der die Heilige (angeblich) eine große Rolle gespielt hat, schon Anfang des 15. Jahrhunderts praktisch verschwunden war?

Du bist katholisch, nicht ich. Bring doch bitte mal einen Beleg oder zwei, dass im 15. und 16 Jahrhundert nicht versucht wurde, sie zu entfernen. --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)

So funktioniert das nicht. Im Laufe der Menschheitsgeschichte sind genügend "historische Fakten" erfunden worden. Deshalb hat jemand, der eine neue bzw. von der üblichen Sicht abweichende historische Behauptung aufstellt, die Bringschuld, auch entsprechende Belege zu liefern und nicht andere dafür, daß das nicht der Fall war. (Was regelmäßig viel schwerer ist.) Ich unterstelle hier im Moment Brewster nicht, daß er irgendetwas erfunden hat, er wird sich wohl auf irgendwelche Quellen - kaum aber primäre - gestützt haben.

Da das Buch aber in wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschland nicht vorhanden zu sein scheint, wäre ich Dir dankbar, wenn Du uns mitteilen könntest, auf welche Quellen Brewster sich für seine Behauptungen stützt.

Ich stelle im übrigen fest, daß Du den Hinweis auf die Inquisition gestrichen hast, und im Kommentar zu Deiner Änderung feststellst, daß Brewster die Katharer nicht erwähnt. Bemerkenswert. Was aber sind dann nach Brewster die Beweggründe derer gewesen, die im 15. und 16. Jahrhundert sich um eine Streichung Katharinas aus der Liste der Heiligen bemüht haben?

Ueber die Beweggründe wird nichts gesagt. --Katharina 10:56, 30. Mai 2003 (CEST)

Was für eine Art Autor ist das eigentlich? Es schein, daß es sich bei dem Buch wenigstens zu einem großen Teil um eine Sammlung von Zeitungs- oder Zeitschriftenartikeln handelt, keine wissenschaftliche Publikationen. War das ein Journalist? Ein Historiker, der auch populärwissenschaftliche Artikel verfasste? Oder was?

Einer, der immerhin einen Namen hatte und Quellen nannte. Damit hat er dir etwas voraus. --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)

Nach wie vor wäre ich auch für die Angabe der Seiten dankbar, auf denen Brewster diese Dinge ausführt.

S.449 --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)

Danke.


'Legendenkritisches aus der Legendendarstellung entfernt (ist ja als Legende gekennzeichnet)' mit diesem Hinweis wurde "500 Jahre später wurden dort menschliche Knochen gefunden, die Katharina zugeschrieben wurden. Zu Ehren der Heiligen wurde das Katharinenkloster an der Fundstelle gebaut. Die Nonnen des Klosters verkauften ein angeblich heilkräftiges Öl, von dem sie sagten, es fließe aus Katharinas Gebeinen." gelöscht bez. verändert. Logisch erscheint mir das nicht. --Nerd 21:41, 29. Mai 2003 (CEST)

Jau. Ich hab's jetzt weiter unten (unter Kult) wieder eingefügt. Mir scheint die Zusatzinformation, dass da was verkauft wurde, relativ wichtig um die Geschichte besser zu verstehen. --Katharina 01:20, 30. Mai 2003 (CEST)

Aber ist es eine Information? So wie's jetzt dasteht ist's sicher falsch. Die Quelle aus der es stammt deshalb IMHO bedenklich. Ähnlich wie oben halte ich es durchaus für möglich, daß da etwas verkauft wurde. Nur ist mir bis jetzt keinerlei verlässliche Quelle dafür bekannt, wohl aber ein paar dubiose Internetseiten. (Ich überlasse es den Lesern und Leserinnen, den offensichtlichen Fehler zu entdecken. Wer ihn entdeckt oder korrigiert, kann darüber nachdenken, ob eine Quelle, die einen solchen Fehler macht noch als verlässlich gelten kann.)

Die Quelle hat wirklich nur illustrativen Character: es handelt sich um einen gewissen Jacobus de Voraigne (S. 507 der deutschen Ausgabe von 1986). --Katharina 10:56, 30. Mai 2003 (CEST)

Es wurden die Elemente, die Teil der Legende sind, übernommen, und die die es nicht sind, entfernt. Die Legende erzählt nicht, daß Knochen gefunden wurden, die dann Katharina zugeschrieben wurden, sondern daß Katharinas Gebeine gefunden wurden. Sie erzählt nicht, daß angeblich heilkräftiges Öl aus den Gebeinen fließt, sondern daß heilkräftiges Öl aus den Gebeinen fließt. Und sind erzählt nicht, daß Nonnen dieses Öl verkaufen. Durch die Überschrift, die Einleitung, wie eine Einfügung im letzten Satz ist das alles deutliche als Legende gekennzeichnet. (Es wird in keiner Weise insinuiert, daß das was da erzählt wird, sich auch so zugetragen hat.)

Aber das bringt mich auf eine gute Idee. Ein link zur Darstellung ihrer Legende in der Leganda aurea wäre nicht schlecht.


Das heilkräftige Öl, das angeblich aus den Gebeinen der Heiligen strömte, wurde von den Nonnen des Klosters an die gläubigen Pilger verkauft.

Aus Artikel hierher. So wie das dasteht ist es sicher falsch (s.o.). Auf die Frage nach der Quelle wurde Jacobus de Voragine (d.h. die Legenda Aurea) in der deutschen Ausgabe von 1986 angegeben. In der mir bekannten Übersetzung von Richard Benz (im Artikel verlinkt) fand sich nichts dergleichen. Zur Sicherheit habe ich mir die angebenen Ausgabe besorgt: Ebenfalls Fehlanzeige. (In beiden Fällen wird das Öl erwähnt, aber kein Verkauf durch Nonnen.) Übrigens: Hätte sich diese Detail in der Legenda Aurea gefunden, hätte das dann doch in den Legendenteil gehört, da ja die Legenda Aurea eben gerade eine (späte!) Fassung der Legende enthält.


Von der Seite Kandidaten für exzellente Artikel:

nicht alle erwähnten Fakten sind abgesichert (ich suche noch nach einer bestimmten Quelle). NPOV ist nicht mehr gegeben, da alle alle Punkte, die ein kritisches Bild auf die Heilige werfen könnten, von anonymen User ständig entfernt werden, obwohl Quellen angegeben wurden.

1. Falsche Tatsachenbehauptungen tragen zum NPOV nichts bei.

2. Der "anonyme User" entfernt keineswegs "ständig" "alle alle Punkte", die ein kritisches Bild auf die Heilige werfen können, sondern hat (neben einer Reihe kleinerer stilistischer und sachlicher Korrekturen) nur drei Themenkomplexe - auf einen Schlag - entfernt und, nachdem sie wieder in den Artikel zurückgesetzt wurden, nur einen davon ein zweitesmal entfernt.

3. Ein zweitesmal wurde die Behauptung entfernt, daß das "heilkräftige Öl, das angeblich aus den Gebeinen der Heiligen strömte, [...] von den Nonnen des Klosters an die gläubigen Pilger verkauft" wurde. In der Tat war für diese Behauptung eine Quelle angegeben worden - nur daß sich in der angegeben Quelle diese Behauptung nicht fand. (Dazu siehe oben.)

4. Die Behauptung, daß die Nonnen des Klosters das heilkräftige Öl verkauft haben, wirft kein "kritisches Bild" auf die (legendäre) Heilige. (Sie läßt allenfalls das Kloster in einem schlechten Licht erscheinen.)

5. Einmal wurde ein Abschnitt entfernt, in dem behauptet wurde, Katharina sei von den Katharern "beinahe als weiblicher Gegenpart Gottes verehrt" worden, da eine solche Tatsache ohne Zweifel in den Standartwerken zu den Katharern erwähnt würde - was nicht der Fall ist. Inzwischen findet sich eine abgeschwächte Form dieser Behauptung wieder im Text und der "anonyme User" hat sie dort stehen lassen, obwohl sie nach wie vor unbelegt ist, und nach mehrmaligen Nachfragen keine Quelle dafür angeführt wurde.

6. Die Behauptung, die Katharer hätten die heilige Katharina verehrt, wirft kein "kritisches Bild" auf die Heilige.

7. Einmal wurde der Satz "Selbst katholische Theologen gaben zu, dass die Legende um die Heilige Katharina absurd sei" durch den Satz "Auch katholische Theologen gehen heute davon aus, dass die Legende um die Heilige Katharina keinen historischen Kern hat" ersetzt, da er in der Auffassung des "anonymen Users" sachtlich und stilistisch einer Enzyklopädie angemessener ist. Nachdem die Geschichte mit der Absurdität in den Artikel wieder eingesetzt wurde, hat der "anonyme User" sie dort gelassen, obwohl er sein stilistisches Urteil aufrechterhält.


Äh, bescheidene Frage: Kann mir mal jemand erklären, wie diese Diskussion mit der Versionsgeschichte des Artikels zusammengeht? Ulrich.fuchs 19:28, 1. Jul 2003 (CEST)

Habs selber gefunden. Der Artikel wurde gecopypastet (statt verschoben) aus Heilige Katharina, siehe zur Versionsgeschichte also auch http://de.wikipedia.org/w/w...


Im Glauben der mittelalterlichen Katharer (von griechisch καθαροι, die Reinen) nahm eines ihrer Symbole, das Rad, eine zentrale Rolle ein. Sie verehrten Katharina als erste "Parfaite" und stellten sie als nachahmenswertes Vorbild für die Mitglieder ihrer Bewegung dar (siehe auch Personenkult).

Rausgenommen: Nach mehr als zwei Monaten gibt's noch immer keinerlei Beleg für diese Rolle Katharinas bei den Katharern. Wenn's denn mal einen solchen Beleg gibt, kann man's ja wieder reinsetzen.

Taenzerin auf dem Berg Sinai

Gibt es dazu eine Quellenangabe? Yak 14:13, 4. Mai 2006 (CEST)

Neue Dissertation zu dem Thema

Hallo,

ich will hier nicht klugscheißerisch den ganzen Artikel ändern, möchte aber dennoch auf meine kürzlich erschienene Doktorarbeit zu dem Thema hinweisen und den download-link anfügen

Viele Grüße Peter Schill



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Katharina von Alexandrien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).