Der Artikel Kathmandu gehört zur Kategorie: Ort in Nepal, Hauptstadt in Asien, Weltkulturerbe (Asien und Ozeanien)
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Karte Nepals mit der Hauptstadt Kathmandu Bildherkunft |
Kathmandu (nepali काठमांडौ, Kāthmāndau) ist die Hauptstadt Nepals. Mit etwa 850.000 Einwohnern, 1,5 Millionen im Ballungsraum (Stand 2004), ist sie die größte Stadt des Landes.
Geografie
Kathmandu (alter Name: Kantipur) liegt im größten Hochtal des Himalaya in 1350 m Höhe über NN.
Der Talkessel hat einen Durchmesser zwischen 25 und 35 km und ist von einem Gebirgsring mit Höhen von 2000 bis 2700 m umgeben. Dieser Umstand macht das Anfliegen des Flughafens relativ schwierig. Der Anflug ist nur direkt aus Richtung Süden entlang des Bagmatitales möglich. Beim Abflug müssen Flugzeuge zuerst eine enge Schleife im Talkessel fliegen, ehe sie diesen verlassen können.
Die Lage des Kathmandutales im Gebirge sorgte über die Jahrhunderte dafür, dass die Stadt nur zu Fuß erreichbar war und sich das Land von der Außenwelt abgeschlossen halten konnte. Eine erste schwierige und windungsreiche Straße durch den Mahabharat nach Kathmandu, die über mehrere Pässe führte, wurde erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut. Bis in die 70er Jahre war dies die einzige Straßenverbindung mit dem übrigen Land und Indien. Der Hauptverkehr läuft nun über die gut ausgebaute Straße, die ab Naubise dem Trisulital bis Bharatpur folgt. Trotz des Umweges ist diese Strecke deutlich schneller als die kürzere alte Gebirgsstrecke. Ein einziger Erdrutsch zwischen Naubise und Kathmandu konnte aber bis vor kurzem nach wie vor die Stadt von der Außenwelt abschneiden. Da es sich bei diesem Straßenabschnitt um den schwierigen Aufstieg zum Kathmandutal handelt, kam das praktisch in jedem Monsun vor. In den letzten Jahren wurde mit Japanischer Entwicklungshilfe eine völlig neue Straße östlich von Kathmandu von Dhulikhel nach Kamalamai (Sindhulimadi) gebaut. Dadurch hat das Kathmandutal nun zwei Anbindungen an den Terai und nach Indien.
Die auch in der 60er Jahren gebaute Straße von Kathmandu nach Tibet ist dagegen vergleichsweise von geringer Bedeutung, zumal sie im Grenzbereich sehr häufig von Erdrutschen unterbrochen ist.
Kathmandu liegt zentral in diesem Talkessel und die Ausläufer der Stadt strecken sich fast bis zum Fuße des Bergringes hin. Sternförmig fließen etwa zehn Flüsse in diesen Kessel hinein. Einer der größten ist der heilige Fluss Bagmati, der das ganze Wasser sammelt und aus dem Tal nach Süden abführt. Kathmandu erstreckt sich an der Nordseite des Bagmati. Der Kernbereich liegt zwischen den Flüssen Vishnumati und Dhobi Khola. An der Südseite des Bagmati liegt die Schwesterstadt Lalitpur (Patan).
Geschichte
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Haschisch-Geschäft in Kathmandu 1973 Bildherkunft |
Stadtbild
Kathmandu ist politisches, kulturelles Zentrum von Nepal und mit Abstand die größte Stadt des Landes. Dementsprechend finden sich hier alle zentralen Institutionen, die Vertretungen vieler Länder und Entwicklungsorganisationen sowie die repräsentativen Bauten der Regierung und des Königshauses, die das Bild der Gesamtstadt prägen. Die Altstadt ist geprägt von hinduistischen Tempeln (u. a. Durbar Marg, Pashupatinath) und buddhistischen Stupas und Heiligtümern (u. a. Bodnath, Swayambhunath, Buddhanilkantha).
Kathmandu war eine der drei rivalisierenden Königsstädte des Kathmandutales, neben Patan und Bhaktapur. Die Altstadt hat eine extrem hohe Bebauungsdichte, verfügt aber weitgehend noch über die ursprüngliche Blockstruktur mit der für die Stadt typischen Innenhofbebauung. Die ruhigen, großen Innenhöfe sind in der Regel nur durch schmale, unscheinbare Zugänge zu erreichen und bilden einen starken Kontrast zum dichten Gedränge und Lärm in den Gassen. Das Tal mit den drei Königsstädten Kathmandu, Patan und Bhaktapur wird von der UNESCO seit 1979 als Weltkulturerbe eingestuft.
Die Bausubstanz der Wohngebäude, vielfach im Newari Baustil mit kunstvoll geschnitzen Fenstern, ist meist sehr schlecht und trotz des Schutzstatus sind die meisten vom Verfall bedroht. Verfallene oder abgerissene Häuser werden, wie im ganzen Lande, mit Einfachst-Betonbauten ersetzt, denen dann gleich einige Geschosse mehr aufgesetzt werden. Diese Entwicklung schreitet schnell voran. Daher wird es das ursprüngliche Kathmandu in wenigen Jahren nicht mehr geben.
Stadtbildprägend ist auch eine große Grünfläche (Tundikhel) in der Stadtmitte, direkt östlich der Altstadt, um die der Hauptverkehr der Stadt im Uhrzeigersinn herumgeführt wird. Es gibt nur wenige ausgebaute breite Straßen im Stadtgebiet, beispielsweise vom Zentrum nach Osten zum Flughafen, der unmittelbar am Stadtrand liegt. Darüber hinaus gibt es den planerischen Glücksgriff einer um Kathmandu und Lalitpur führenden, breiten Ringstraße. Ansonsten spielt sich der ganze Verkehr bis auf wenige Ausnahmen auf schmalen, meist nur einspurigen Straßen und Gassen ab, auf denen sich gleichzeitig die Fußgänger bewegen. Bei der Stadtentwicklung hinkt die Erschließung fasst immer hinterher: zuerst entstehen planlos die Häuser; danach werden die verbleibenden Trampelpfade zu kleinen Straßen ausgebaut, die kaum Fahrzeuge und noch weniger für Notfahrzeuge zugänglich sind. Private Fahrzeuge gibt es kaum; es fahren praktisch nur Tempos, Taxis, Busse und LKW. Deren Abgase tragen dazu bei, dass Kathmandu zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung gehört, da die Kessellage einen Luftaustausch erschwert. Seit wenigen Jahren ist man dabei, wenigstens die zahlreichen Zweitakter (Tempos) durch batteriebetriebene saubere "Sapha"-Tempos zu ersetzen. Da diese einen großen Teil des Verkehres ausmachen, dürfte das Endergebnis eine spürbare Verbesserung der Luftqualität zumindest im Stadtzentrum sein.
Kathmandu war auch eine Station auf den so genannten Hippie trails. Die Stadt wurde in den 60er und 70er Jahren in einem Atemzug zusammen mit Kabul und der Khaosan Road in Bangkok genannt. Spuren davon findet man allenfalls in verschiedenen Namen von Restaurants und z. B. in dem noch gebräuchlichen Namen für eine kleine Straße in der Nähe des Durbar Marg: Freak Street. Ansonsten ist von dem Flair dieser Zeit nichts übrig geblieben und viele Touristen, die die Stadt mit der alten Mystik und dem Zauber in Verbindung bringen, erleben eine Enttäuschung.
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Kathmandu Bildherkunft |
Der Stadtteil Thamel hat sich zum Touristengebiet entwickelt und wird in der Trocken- und Reisezeit (Oktober bis April) von westlichen Touristen dominiert. Dort findet sich so ziemlich alles, was das Touristenherz nach einem Treck fern der gut versorgten und sauberen Heimat begehrt: saubere Betten, westliches Essen, Trinkwasser und Klopapier.
Weblinks
simple:Kathmandu
Diskussion der Autoren über den Artikel: Kathmandu
Ich habe das Überarbeiten-Banner in den Artikel gesetzt, weil insbesondere das, was unter "Stadtbild" zu lesen ist sehr mangelhaft ist: Der Inhalt ist recht willkührlich durcheinander gewürfelt, eine Aussagen sind sehr subjektiv wertend, andere sind schlichweg falsch oder sehr ungenau.--Devika 13:39, 28. Jun 2005 (CEST)
Diskussion allgemein
In der FAZ *1 steht, dass die Stadt 1,5 Millionen Einwohner hat, dass ist ein klein wenig mehr als 500 Tausen ;-). Ich habe leider keine genaueren Angaben gefunden. Aber das sollte auf jeden Fall geklärt werden
- Kingruedi 18. August 2004
- Die Antwort ist einfach: Manche meinen mit Kathmandu die administrative Einheit Kathmandu Municipal, manche meine die Agglomeration Kathmandu, Patan (Lalitpur) und Baktapur, die inszwischen ja so zusammengewachsen sind, das jemand ders nicht besser weis es für eine Stadt hält. Und wieder andere meinen das Kathmandutal, in dem es nich ein paar Dörfchen und kleinere Städte wie Kirtipur gibt. --Devika 17:40, 12. Nov 2004 (CET)
Es gibt alle 10 Jahre Volkszählungen, so auch 2001, auf deren Grundlage genaue Einwohnerstatistiken existieren. Leider haben sich bislang alle Nachschlagewerke und Atlanten nicht die Mühe gemacht, ihre Angaben auf neuesten Stand zu bringen. Ich habe soeben die jüngsten Daten und Hochrechnung auf 2005 für die Städte Nepals ins Wikipedia gestellt. In der Tat bilden Kathmandu und Lalitpur (Patan) eine Einheit mit z. Zt. ziemlich genau 1 Million EW, die nur durch den Bagmati getrennt wird. Der Ballungsraum dürfte annähernd 1,5 Millionen EW haben, es stimmt aber nicht, dass Bhaktapur schon mit KTM zusammengewachsen ist. Ich habe darüber relativ aktuelle Luftbilder und Karten.
Änderung zur letzten Version von "Nocturne"
"Der legale Teil der Tourismusindustrie konzentriert sich auf Trekking und Kultur, der zwar nicht legale aber offensichtlich nicht zu kontrollierende und geduldete Teil auf den Konsum von Haschisch, das regelmäßig und teilweise aufdringlich Ausländern angeboten wird." Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage. In wie fern handelt es sich um einen Teil der Tourismusindustrie? Welche Belege oder Erfahrungen gibt es dafür? Ich habe 2 1/2 Jahre in Nepal gelebt, war häufig in Thamel, wo mir in der ganzen Zeit vielleicht zwei o. drei Mal Drogen verschiedenster Art angeboten wurden, also nicht regelmäßig und schon gar nicht aufdringlich. Auch habe ich schon mal hier u. da den Duft von Marihuana wahrgenommen- ist mir aber in der Fußgängerzone von Heidelberg auch schon passiert. Deshalb von einer nicht legalen Tourismusindustrie zu reden, halte ich für reichlich übertrieben; es dient nur der Schaffung u. vielleicht Bestätigung von Vorurteilen. Möglicherweise hängt es auch von der Erscheinung einer Person ab, wie häufig sie angesprochen wird: jemand der "locker" aussieht, wird vielleicht häufiger angesprochen.
- Das ist aber eine sehr optimistische Betrachtungsweise! Wann waren denn die 2 1/2 Jahre? Vor den Maoisten? Dann mag die Aussage vielleicht stimmen. Aktuell gibt es nicht nur teilweise kreuzgefährliche tägliche Demonstrationen (Steine, brennende Reifen, brennende Autos) direkt neben Thamel (bzw. vor dem Malla-Hotel), sondern vor allem Unmengen an Arbeitslosen, die auf das Konto der von den Maoisten demolierten Betriebe der Leichtindustrie gehen. Und die rennen jetzt eben durch Thamel und drängeln ihr Tigerbalsam oder eben Haschisch/Opium jeden dritten Meter auf. Das Geflüstere kann man meilenweit hören und ist ein integralen Bestandteil von Thamel. Die diesbezügliche Darstellung in "Lonely Planet" macht daraus weder ein Drama noch ein Geheimnis.Rhaessner 19:23, 3. Sep 2005 (CEST)
KTM war in der Tat in den 60ern u. 70ern eine Hochburg des Haschischkonsums. Aber heute muss man schon Glück haben, in Thamel o. Pokhara einen (Alt-)Hippie zu treffen. Außerdem habe ich von einigen Fällen gelesen, in denen Drogenschmuggler in unwirtlichen Nepali Gefängnissen landeten. Deshalb lösche ich diese Passage. Offiziell sind Marihuana u. Haschisch verboten, obwohl in Nepal das Marihuana (Ganja)an jedem Wegesrand bis zu 3m hoch wächst. Nichts desto trotz, eine solche Erfahrung, dass einem, auch noch im Touristenviertel, Drogen angeboten wurden, hat in einer Stadtbeschreibung nichts zu suchen,
- Das ist eine sehr *wesentliche* Erfahrung, ebenso wie die extrem aggressiven Händler. Man kann es sich ja nicht einmal leisten, einen Gruß zu erwidern, ohne gleich in den Laden gebeten zu werden. Ich verstehe die schlechte wirtschaftliche Lage der extrem konkurrierenden Händler durchaus, aber das macht die Lage für den Besucher nicht einfacher und sollte folglich keinesfalls verschwiegen werden. Das ist reine Schönfärberei. Rhaessner 19:23, 3. Sep 2005 (CEST)
Die Beschreibung der Stadt, insbesondere für eine solche wie Kathmandu, ist sehr dürftig und außerdem in Teilen nicht korrekt. Deshalb habe ich mir erlaubt, sie zu korrigieren und zu ergänzen. Quellen sind meine eigenen Erfahrungen, umfangreiche Literatur und Kartenmaterial. Für Auskünfte zu Deteilfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
(liebheit@t-online.de)
Auf welchen Karten soll zusehen sein, dass Bhaktapur nicht mit Kathamndu und Patan zusammengewachsen ist? Egal ob man den Arniko Highway rausfährt oder die Straße nach Nagarkot, man wird immer im Siedlungsgebiet der Agglomeration bleiben, bis hinter Bhaktakur. Es gibt keine geschlossenen Häuserzeilen mehr, aber eine bebauung, die auf jeden Fall kompakter ist, als die eines Dorfes oder gar Streusiedlung. Auf Karten aud Nepal sollte man sich da nicht verlassen, die drucken seit Jahren die selben Karten und ändern nur jedes Jahr die Zahl hinterm (c). --Devika 09:52, 11. Apr 2005 (CEST)
Tal oder Municipal?
Es sollte hier mal verbindlich festgehalten werden auf was sich der Artikel Kathmandu bezieht. Auf das Municipal oder das Kathmandutal. Im Artikel steht z.B. das die Entwicklungshilfeorgs und Botschaften sich in Kathmandu befinden. Alle wichtigen INGOs wie ICRC, UNDP, GTZ usw sind in Patan. Ich würde vorschlagen der Artikel sollte sich auf das gesammte Tal beziehen, alles andere macht wenig Sinn. --Devika 10:04, 11. Apr 2005 (CEST)
Bilder zur freien Verwendung
Hier sind ein paar Bilder, die man bei Bedarf in den Artikel einfügen kann.
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Eine öffentliche Wasserstelle am rande des Touristenviertels Thamal. Wasseranschlüsse in den Häusern sind die Ausnahme, so daß sich an dieser Wasserstelle auch die Einwohner selbst waschen. Bildherkunft |





