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Der Artikel Keltische Sprachen gehört zur Kategorie: Sprachfamilie, Kelten, Keltische Sprache
Die keltischen Sprachen bilden einen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Sie werden heute noch im Vereinigten Königreich, in der Republik Irland und in der französischen Bretagne gesprochen.
Systematisierung
Früher wurde die keltische Gruppe der italischen Sprachgruppe (z. B. Latein, aber auch das Oskische, das Umbrische und andere) am nächsten gestellt. Man sprach deshalb vom hypothetischen „Italo-Keltischen“ als der Vorstufe von beiden. Diese Hypothese gilt mittlerweile als veraltet, da sie nicht ausreichend belegt werden konnte.
Untergruppen der keltischen Sprachen sind die festlandkeltischen Sprachen und die inselkeltischen Sprachen.
Abgrenzung und Merkmale
Ob es sich beim Keltischen um mehrere Einzelsprachen oder um Gruppen von Sprachen oder Dialekten handelte, ist umstritten, zumal es sich bei der Auftrennung in Einzelsprachen um einen Entwicklungsprozess handelte, der einen längeren Zeitraum beanspruchte. Das Keltische bildete jedoch innerhalb des Indogermanischen eine eigenständige Gruppe, die vermutlich durch eine geographische Trennung von den übrigen gesprochenen Sprachen entstanden war. Wann diese Trennung genau stattfand, ist unsicher, jedoch spätestens ab der Hallstattzeit im 8. Jahrhundert v. Chr.. Sehr wahrscheinlich wurde aber auch die La-Tène-Kultur von Kelten getragen. Jedenfalls bilden die heutigen keltischen Sprachen und ihr Verbreitungsgebiet nur noch einen kleinen Rest der Völker, die diese Sprache von der iberischen Halbinsel über Gallien, den nördlichen Alpenbogen bis Südosteuropa (Galater) im Altertum nachweisbar noch sprachen. Die Merkmale, die das Keltische von den anderen Sprachen unterschieden, sind jedoch weitgehend unumstritten, da sie aus den belegten keltischen Sprachen gut rekonstruiert werden konnten. Die heute noch belegten keltischen Sprachen können auf frühere Sprachstufen zurückgeführt werden, die alle folgenden Merkmale aufwiesen:
- Wegfall des indogermanischen Lautes */p/: altirisch athir („Vater“) aus indogermanisch *pH2tēr (jedoch Wandel zu /x/ vor Plosiven: altirisch secht („sieben“) aus indogermanisch *septm; in p-keltischen Sprachen wurde später ein „neues“ /p/ aus /kw/ gebildet, im q-keltischen Irischen ist der Laut /p/ nur in Lehnwörtern und Wörtern mit bestimmten Lautkombinationen (z. B. /b/ + /h/ > /p/) vorhanden
- Umbau des Vokalsystems (lange „Mittelvokale“ /ē/ und /ō/ wurden zu /ī/ bzw. /ā/ oder /ū/ (je nach Position im Wort): gallisch rīx („König“, „Fürst“) aus indogermanisch *rēks; /ē/ und /ō/ wurden aus ererbten Diphthongen neu gebildet
- Wandel des indogermanischen Lautes /gw/ zu /b/: altirisch bó („Kuh“) aus indogermanisch *gwous-
- Wandel der indogermanischen silbentragenden Laute /l/ und /r/ je nach Lautumgebung zu /al/, /li/ oder /lā/ bzw. /ar/, /ri/ oder /rā/.
Die typischen Merkmale der heutigen keltischen Sprachen wie die Anlautmutationen der inselkeltischen Sprachen oder auch die phonemische Palatalisierung in den goidelischen Sprachen sind auf spätere Entwicklungen zurückzuführen. In den belegten festlandkeltischen Sprachen sind diese Entwicklungen nicht (Palatalisierung) bzw. nicht eindeutig (Mutationen) nachweisbar. Diese Merkmale können daher nicht als gemeinkeltisch betrachtet werden.
Ursprüngliche Ausbreitung und Quellen
Die Verbreitung der keltischen Sprachen folgte im Großen und Ganzen der Wanderbewegung der keltischen Völker, Kultur oder Sprache und erreichte dadurch vom Kerngebiet im südlichen Mitteleuropa aus auch die iberische Halbinsel, die britischen Inseln sowie Kleinasien. Von der kontinentalen keltischen Kultur ist aus der Archäologie viel bekannt. Da die Kelten in der frühesten Zeit noch keine Schriftkultur betrieben, ist man jedoch für die Kenntnisse ihrer hypothetischen Ursprache vor allem auf überlieferte Orts- und Personennamen sowie auf Rekonstruktionen aus den überlieferten Sprachen, auch vom Kontinent selbst, angewiesen.
In späterer Zeit hinterließen keltische Sprachen sprechende Volksgruppen hingegen sehr wohl schriftliche Zeugnisse, vor allem als steinerne Inschriften und auf Münzen. Dies geschah aber stets unter dem Antrieb anderer Völker, d. h. der Iberer in Spanien, der Römer in Gallien usw. Zusätzlich liegen griechische und römische Berichte vor, auf die sich die Forschung ebenfalls stützen kann, meist aber vor allem das äußere Erscheinungsbild und die Sitten der „Kelten“ behandelten. Diese werden in solchen Berichten meist als eine ethnische Einheit behandelt, die sie wahrscheinlich nie bildeten. Zudem ist es fraglich, ob bei der Beschreibung fremder Völker immer strikt zwischen einzelnen Sprachgruppen unterschieden wurde, die wiederum mit ethnischen Gruppen nicht immer konform gingen. Die antiken Berichte sind wertvoll, aber mit Vorsicht zu lesen.
Auf dem Festland verschwanden in den ersten Jahrhunderten u. Z. sämtliche keltischen Sprachen vor allem unter dem dominierenden Einfluß des Latein des römischen Reiches sowie durch die Ausbreitung der germanischen Sprachen. Aus frühmittelalterlichen Quellen geht hervor, dass möglicherweise noch im fünften Jahrhundert in der Gegend um Trier von einem Teil der Bevölkerung ein keltischer Dialekt gesprochen wurde. Nur vier festlandkeltische Sprachen sind, zum Teil recht spärlich, überliefert: das Gallische, das Keltiberische, das Lepontische und das Galatische. Von diesen Sprachen weicht das Keltiberische am stärksten ab, die anderen drei Sprachen sind sich relativ ähnlich.
Heutige Verbreitung
Hingegen konnten sich keltische Sprachen auf den britischen Inseln halten. Diese so genannten inselkeltischen Sprachen können in zwei Gruppen unterteilt werden, die britannischen Sprachen und die goidelischen Sprachen. Diese werden häufig auch als p-keltisch und q-keltisch genannt, obwohl diese Zuordnung nicht ganz zutreffend ist. In diese Gruppierungen zerfallen nämlich alle keltischen, nicht nur die inselkeltischen Sprachen.Die östliche inselkeltische Gruppe, das Britannische oder auch Brythonische, umfasst das heutige Bretonische, das Kornische, das weitgehend unbekannte und nur mit wenigen Wörtern überlieferte Kumbrische in Nordengland sowie das Walisische (oder Kymrische). Auch die Sprache der Pikten, die nur aus Ortsnamen Nordost-Schottlands bekannt ist, gehörte möglicherweise dieser Gruppe an. Eine gemeinsame Vorstufe dieser Sprachen ist nicht belegt, doch die frühmittelalterlichen britannischen Sprachen waren sich so ähnlich, dass man sich vielleicht ohne weiteres verstanden hat. Das Bretonische, das heute noch in der Bretagne gesprochen wird, gelangte infolge der angelsächsischen Eroberung der Britischen Inseln über Fluchtbewegungen von Cornwall nach Nordfrankreich und gehört daher zu den inselkeltischen Sprachen obwohl es heute auf dem Festland gesprochen wird. Die kornische Sprache ist seit dem 18. Jahrhundert ausgestorben, wird aber mittlerweile wieder von etwa 3.000 Menschen gesprochen (davon ca. 300 fließend; Quelle: SGRÙD-Report 2000), während das Walisische mit über 500.000 Sprechern noch relativ stark verbreitet ist. Das Bretonische wird nach neuen Schätzungen (Broudig 1999) von etwa 250.000 Menschen gesprochen.
Die westliche inselkeltische Gruppe, das Goidelische, besteht aus dem Altirischen und den drei davon abgeleiteten modernen Sprachen, dem Irischen, dem Schottisch-Gälischen (selten – nach dem Scots-Begriff Erse – als „Ersisch“ bezeichnet) sowie dem Manx. Gälisch kam im frühen Mittelalter nach Schottland, im Zuge einer Expansion aus dem Norden Irlands (durch den Stamm der Dál Riata), die zum Untergang des piktischen Königreichs führte.
Heutige Sprachsituationen
Die Republik Irland bemüht sich, die irische Sprache (die wie alle goidelischen Sprachen auch „Gälisch“ genannt wird) zu erhalten. Schätzungen der Sprecherzahlen schwanken stark zwischen knapp 20.000 und 70.000. Etwa 33% der irischen Bevölkerung sprechen zumindest etwas Irisch. In Nordirland wird das Irische seit den 50er Jahren mehr als Mutter- oder Erstsprache gebraucht, jedoch besitzt es dort eine starke identifikatorische und politische Bedeutung.Weniger staatliche Unterstützung erhält das Schottisch-Gälische, das von offiziell 76.000 Personen gesprochen wird, wovon möglicherweise aber nur unter 50.000 Personen die Sprache auch täglich verwenden. Gälisch wird vereinzelt auch in Neuschottland (Kanada) gesprochen.
Der letzte traditionelle Sprecher (nicht Muttersprachler, da er die Sprache zwar als Kind, aber erst nach dem Englischen gelernt hatte) des Manx, Ned Madrell, starb in hohem Alter im Jahre 1974, doch wird die Sprache in den Schulen fakultativ unterrichtet.
Das Bretonische ist eine britannische Sprache, die traditionell bis in die 1950er Jahre von über 1 Million Menschen in Frankreich (Bretagne) gesprochen wurde. Heute wird es nur noch von 250.000 Menschen als Muttersprache und von nur 5% der bretonischen Bevölkerung als Alltagssprache gesprochen.
Das Walisische wird von über 20% der Bevölkerung Wales´ neben Englisch gesprochen. Es ist in den Schulen Pflichtfach, damit die Sprache, die als wichtiger identitätsbildender Faktor für Wales empfunden wird, nicht ausstirbt.
Allen keltischen Sprachen ist in verschiedenem Maße gemeinsam, dass die Alters- und Sozialpyramiden ihrer Sprecher sehr ungünstig gestaltet sind. Dies bedeutet, dass sie vorwiegend von älteren Leuten gesprochen werden, die zudem häufig aus niederen sozialen Schichten stammen. In Irland wird dies jedoch wenigstens zum Teil durch einen hohen Anteil von Nichtmuttersprachlern mit guten oder sehr guten Irischkenntnissen ausgeglichen, und auch in Wales trifft dieser Umstand nur bedingt zu. Gerade in Wales sorgt das Schulsystem (vielfach Unterricht auf Walisisch, nicht nur Walisisch als Fremdsprache) jedoch wieder für eine stärkere Verbreitung von Walisischkenntnissen in jüngeren Altersgruppen.
Auswirkungen auf andere Sprachen
Verschiedene europäische Sprachen wurden von keltischen Sprachen auf unterschiedliche Weise beeinflusst. Dieser Einfluss war zwar beschränkt, aber auch nicht zu unterschätzen. Dabei muss zwischen den Auswirkungen der altkeltischen Sprachen einerseits und den späteren Auswirkungen der inselkeltischen Sprachen andererseits unterschieden werden. Die Auswirkungen können zudem in reine Lehnwörter, Orts- und Gewässernamen sowie allgemeinere Einflüsse (Syntax, Phonetik usw.) unterteilt werden.Da im Laufe der Zeit weite Teile Mittel-, Süd- und Westeuropas von Volksgruppen mit keltischen Sprachen besiedelt wurden, sind Überbleibsel aus diesen Sprachen in vielen Sprachen dieser Regionen zu finden.
Ältestes keltisches Wortgut findet sich in alteuropäischen Gewässernamen. Dazu zählen z. B. in Süddeutschland die meisten maskulinen Flussnamen wie Rhein, Main, Lech, Inn und Regen und einige feminine Flussnamen wie Donau, Glonn, Iller, Isar, Isen, Loisach und Traun. Auch Ortsnamen leiten sich von keltischen Bezeichnungen ab, insbesondere solche mit den Endungen -ach, -ich und -ig (entstanden aus Gutshöfen, die nach dem ursprünglichen Besitzer aus einem Personnamen mit dem Suffix acos abgeleitet waren) bzw. -magen (von magos = "Feld, Wiese, Ebene") wie Andernach, Breisach, Kessenich, Disternich, Lessenich, Kirspenich, Zülpich, Elsig bzw. Dormagen und Remagen (= Königsfeld). Weitere Städtenamen in Süddeutschland mit keltischen Wurzeln sind vermutlich u.a. Bonn, Mainz, Worms (< Borbetomagus), Daun (von Dunum = befestigte Anhöhe), Cham, Prien und Zarten (< Taro-dunum). In Frankreich die Flussnamen Rhône und Seine (letzterer aus Gallisch *sequan-) sowie Städtenamen wie Lyon (aus *Lugu-dunom, „Festung des (Gottes) Lugos“) und Verdun (aus *ver(o)-dunom, „oben gelegene Festung“).
Direkt aus einer keltischen Sprache (wahrscheinlich dem Gallischen) entlehnt sind die deutschen Begriffe „Amt“, „Eisen“ und „Reich“ (bzw. das Adjektiv „reich“): sie stammen aus *ambaktos „Höriger, Dienstmann“ (eigentlich: „derjenige, der herumgetrieben wird“), *isarno- und *rigjom „das zum König (rix) gehörige“). Erst am Ende des Altertums wurde über das Provinzlatein Galliens die griechisch-gallische Mischform para-veredus (griech. para = neben; kelt. ve- = unter und reda = Kutsche) „Beipferd zum Postpferd“ entlehnt, vgl. dt. Pferd.
Eine interessante Entwicklung hat das keltische Wort karros („Wagen“) genommen. Zunächst gelangte es als carrus ins Lateinische, über dieses in die romanischen Sprachen, später aus diesen in verschiedene andere Sprachen, u. a. ins Deutsche („Karre, Karren, Karrosse“) und über das Englische („car, cart“) auch ins Irische, also wiederum in eine keltische Sprache (carr, „Auto“, neben der Eigenbildung gluaisteán, eigentl. etwa „Beweger“).
Die Auswirkungen auf den Wortschatz der verschiedenen romanischen Sprachen sind vergleichsweise gering. Alle in Frage kommenden Wörter gingen zunächst ins Provinzlatein Galliens über, so zum Beispiel alauda „Lerche“, vgl. franz. alouette, und ivos „Eibe“ (franz. if) und verschiedene andere Ausdrücke meistens aus Flora und Fauna.
Die Auswirkungen der heute existenten inselkeltischen Sprachen sind recht gering, werden jedoch meist auch unterschätzt. Lehnwörter in anderen Sprachen gibt es relativ wenige. Zu diesen zählen, um nur einige zu nennen, Whisk(e)y (aus ir.-schott. uisce (beatha), „Wasser (des Lebens)“; vgl. frz. eau de vie mit der gleichen Bedeutung) sowie die Ausdrücke galore („viel, massenhaft“; aus schottisch-gälisch gu leor, „viel, zahlreich“ – im Englischen wahrscheinlich das einzige stets nachgestellte Adjektiv) und smashing („großartig, toll“; wohl aus irisch is maith sin, „das ist gut“) Beleg?Kategorie:Wikipedia:Quellen fehlen. Ins Deutsche sind Ausdrücke aus inselkeltischen Sprachen nur über Vermittlung anderer Sprachen, meist des Englischen gelangt. Neben dem Whisky zählen dazu die Wörter Clan (Kind, Sippe), Slogan (Sammel-, Schlachtruf) und Flanell. Letzteres stammt ursprünglich von einer bestimmten grammatischen Form des walisischen Wortes für „Wolle“ ab: wlanen /wlanen/, von gwlân /gwla:n/, mit leniertem Initiallaut /g/ und Singularsuffix -en. Im Englischen wurden das auslautende -n und das -n- im Inlaut dissimiliert und die Endung ergab -l. Die deutschen Bezeichnung für bestimmte Megalithmonumente, nämlich Dolmen und Menhir, sind pseudobretonische Bildungen, die über das Französische vermittelt wurden (breton. taol, „Tisch“; maen, „Stein“; hir „lang“). Ebenfalls bretonischen Ursprungs sind die französischen Wörter bijou („Schmuck“ < bret. bizoù, „Finger“), balai („Besen“ < bret. balan, „Gestrüpp, Besen“) und das eigentlich zur Diskriminierung bretonischsprachiger Soldaten in der französischen Armee geprägte Verb baragouiner („radebrechen“ < bret. bara ha gwin, „Brot und Wein“).
Weiterhin hatten alle inselkeltischen Sprachen starke Auswirkungen auf die jeweilige regionale Aussprache und Syntax der größeren Nachbarsprachen. Dafür ist insbesondere das Hiberno-Englische bekannt. Durch den Einfluss des Bretonischen wurde jedoch z. B. auch die Betonung der regionalen Variante des Französischen von der letzten auf die vorletzte Silbe verschoben (also wie im Bretonischen).
Diskutiert werden weiterhin allgemeinere Einflüsse wie das auf der 20 basierende Zählsystem in den inselkeltischen Sprachen, im Französischen sowie in Ansätzen im Englischen (score, „20“). Die Vermutung liegt nahe, dass dieses System aus den keltischen Sprachen stammt, da es in allen inselkeltischen Sprachen vorhanden ist bzw. war. Der regional sehr uneinheitliche Verlauf der Umstellung aufs Vigesimalsystem in verschiedenen Varianten bzw. Dialekten des Galloromanischen sowie des Baskischen, lässt allerdings auch die Möglichkeit offen, dass es sich um eine Parallelentwicklung ohne inselkeltischen Einfluss handeln könnte. Außerdem ist die Verlaufsform des Englischen (I am a-going, I am going) ein möglicher Kandidat für einen inselkeltischen Ursprung. Diese Verlaufsform ist ebenfalls in allen inselkeltischen Sprachen vorhanden: Irisch Tá mé ag dul („bin ich am Gehen“), Walisisch Rydw i'n mynd („bin ich am Gehen“) usw. Möglicherweise sind auch parallele Bildungen im Französischen und in den rheinischen Dialekten (indirekt) auf diese Weise entstanden.
Übersicht
- Keltische Sprachen
- Festlandkeltische Sprachen alle ausgestorben
- Inselkeltische Sprachen
- Britannische Sprachen
- Bretonisch
- Kornisch ausgestorben, schwach wiederbelebt
- Kumbrisch ausgestorben
- Walisisch
- Piktisch (?: eventuell keine keltische Sprache) ausgestorben
- Goidelische Sprachen
- Irisch
- Manx ausgestorben, schwach wiederbelebt
- Schottisch-Gälisch
- Mischsprache mit goidelischem Element: Shelta Sprache vieler irischer Tinker (Travellers)
P-keltische Sprachen sind die britannischen Sprachen sowie Gallisch, Lepontisch und Galatisch.
Q-keltische Sprachen sind die goidelischen Sprachen und das Keltiberische.
Weblinks
- Deutschsprachiges Forum für Keltologie
- Keltologie an der Universität Bonn
- Keltologie an der Universität Marburg
- Keltologie an der Universität Wien
- Studienhaus für keltische Sprachen und Kulturen
als:Keltische Sprachen ast:Llingües céltiques nrm:Langue Celtique
Diskussion der Autoren über den Artikel: Keltische Sprachen
ich habe bei der übersicht am ende des artikels die verbreitungsgebiete der einzelsprachen gestrichen. erstens weil die übersicht (die ich eingefügt habe um eben mehr "übersicht" zu schaffen) durch die klammern und kurzen texte unübersichtlich wurde und zweitens weil man sich die infos über das verbreitungsgebiet im jeweiligen artikel nachlesen kann und nicht alles immer 3x dastehen muss... 212.216.208.26 19:20, 4. Feb 2005 (CET)
Ich würde nicht sagen, dass die Britannischen Sprachen die östlichen und die Goidelischen Sprachen die westlichen sind: Das könnte man - wenn überhaupt - besser mit nördlich und südlich ausdrücken. --Tolanor von Preto 15:23, 4. Aug 2005 (CEST)
- Na das erklär mir mal genauer. Britannische Sprachen wurden mindestens bis hoch nach Strathclyde gesprochen und es gibt Leute, die das Piktische unbedingt als Britannisch (oder zumindest p-Keltisch) kategorisiert wissen wollen. Grüße, Netzrack.N 13:10, 9. Aug 2005 (CEST)
- Die nördlichste keltische Sprache ist oder war Schottisch-Gälisch. Alle anderen Britannischen Sprachen liegen also weiter im Süden. Auch Manx und Irisch sind im Vergleich zu den meisten britannischen Sprachen (außer Kumbrisch) weiter nördlich. Schottisch ist aber nicht weiter westlich angesiedelt als die britannischen Sprachen; und Manx und Kymrisch liegen auf gleicher Höhe. Hinzufügen kann ich noch, dass die südlichsten inselkeltischen Sprachen, Kornisch und Bretonisch, auch Britannisch sind. Zu piktisch: Es gibt zwar allerlei Vermutungen, aber im Moment scheint es am wahrscheinlichsten, dass Piktisch weder Britannisch noch Gälisch ist, sondern eher präkeltisch (siehe auch piktisch in der WP). MfG --Tolanor von Preto 18:37, 20. Aug 2005 (CEST)
Verstößt der Inhalt des Wikipedia-Artikels "Keltische Sprachen" gegen das Urheberrecht? --84.61.34.204 17:57, 16. Nov 2005 (CET)
- Warum sollte er, Anonymus? Eine Begründung der Vermutung und ein Benutzername wären nicht schlecht, oder? Netzrack.N 09:34, 18. Nov 2005 (CET)
Auf http://schottland4fans.de/w... findet sich ein dem Wikipedia-Artikel Keltische Sprachen ähnlicher Text. --84.61.45.131 12:22, 4. Feb 2006 (CET)
- Was vermutlich daran liegen dürfte, daß sich der Verfasser der von dir angeführten Seite hier in der Wikipedia bedient hat, ohne die Quelle anzugeben. Er wäre da nicht der einzige. ---Breizhatavpilamiks 15:32, 9. Feb 2006 (CET)
- Mittlerweile (keine Ahnung, seit wann) steht dort als Quelle "Wikipedia (Deutschland)". Netzrack.N 21:14, 28. Aug 2006 (CEST)
Horrende Zahlen
Wer kommt auf solch hohe Sprecherzahlen für die einzelnen Sprachen? 1 Million Bretonen sprechen Bretonisch?? Ist mir neu. Und "offiziell" sprechen 76.000 Schotten Schottisch-Gälisch? Wo kommt diese "offizielle" Zahl her? Die Zahlen, die ich zuletzt gehört habe, sind für Schottisch etwa 40.000, Walisisch 200.000, Bretonisch unter 100.000. Falls demnächst hier keine Einwände kommen, werde ich das entsprechend ändern. Wobei ich allerdings selbst kaum Belege werde vorbringen können. Ich bitte trotzdem, diese hohen Zahlen zu belegen. Grüße, Netzrack.N 13:48, 13. Dez 2005 (CET)- Hi. Nur 200.000 Walisisch? Ich lerne gerade diese Sprache und habe über sie viel gelesen. In den meisten Quellen ist von 500-700.000 die Rede. Gruß --Kotisch 13:53, 13. Dez 2005 (CET)
- Oh, das ist schön zu hören – und ich würde es gern glauben. Was ist den das für eine Zahl (Mutter-, Erstsprachler, Lernende), und wo stammt sie her? Grüße, Netzrack.N 14:29, 13. Dez 2005 (CET)
Wenn wie hier so viele Fachleute am Werk sind, dann weiß sicherlich auch jemand was der Name Rhein, oder auch Ren, Ran vom Ursprung her bedeutet (fließen, Fluß) ?
Eisen, smashing
Laut den etymologischen Wörterbüchern von dtv, Chambers und Gyldendal ist ein keltischer Ursprung von Eisen keineswegs gesichert. Der Begriff ist im Germanischen gleichermaßen zu finden wie im Keltischen und die weitere Herkunft ist schlicht nicht gesichert, die Wörterbücher erwähnen unter anderem möglichen keltischen oder illyrischen Ursprung. Als Tatsache darf man den keltischen Ursprung jedenfalls nicht darstellen. Und die Herleitung des Begriffs smashing scheint auch etwas hergeholt. Chambers erwähnt diesen Herleitungsversuch gar nicht, sondern geht von einer normalen Ableitung vom Verb smash aus, das wiederum imitativen Ursprungs sein soll. --Slomox Slomox 19:39, 28. Aug 2006 (CEST)
Nachgestelles Adjektiv im Englischen
Vielleicht versteh ich folgenden Satz nicht richtig: "galore („viel, massenhaft“; aus schottisch-gälisch gu leor, „viel, zahlreich“ – wahrscheinlich das einzige im Englischen nachgestellte Adjektiv)". Soll das heißen, daß galore das einzige Ajdektiv ist, das in der englischen Sprache nach dem Substantiv steht? Dem würde ich entgegenhalten, daß "general" bei bestimmten Bedeutungen auch nach dem Substantiv stehen muß, etwa der Governor General, Postmaster General, Secretary General, etc. Blur4760 18:38, 11. Nov. 2006 (CET)
- Du hast den Satz schon richtig verstanden, und dein Gegenbeispiel ist auch gültig. Court martial hat auch ein nachgestelltes Adjektiv. Aber galore ist wahrscheinlich das einzige Adjektiv im Englischen, das immer nachgestellt sein muss. —AngrAngr 13:37, 12. Nov. 2006 (CET)
Alles klar. Ich hab den Satz jetzt wie folgt umformuliert: galore („viel, massenhaft“; aus schottisch-gälisch gu leor, „viel, zahlreich“ – im Englischen wahrscheinlich das einzige stets nachgestellte Adjektiv) Könnte ja sein, daß noch jemand über den Satz sonst stolpern würde. Ich hoffe du bist einverstanden. Grüße, Blur4760 18:21, 12. Nov. 2006 (CET)

