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Kernwaffe

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Der Artikel Kernwaffe gehört zur Kategorie: Lesenswert|, Lesenswert, Militärtechnik, Atomwaffe, Nuklearwaffe
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Explosion von „Fat Man“ über Nagasaki.
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Kernwaffen - auch Nuklearwaffen oder (ungenau) Atomwaffen - sind Waffen, deren Wirkung auf kernphysikalischen Prozessen beruht, insbesondere der Kernspaltung und Kernfusion. Konventionelle Waffen beziehen dagegen ihre Explosionsenergie aus chemischen Reaktionen, bei denen die Atomkerne unverändert bleiben. Zusammen mit biologischen und chemischen Waffen gehören Kernwaffen zu den so genannten ABC-Waffen, auch Massenvernichtungswaffen.

Dies ist ein Übersichtsartikel - weitere spezifische Details finden sich in folgenden Artikeln:

Einführung

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Atombombe "Little Boy" auf einem Transportwagen kurz vor dem Abflug nach Hiroshima (13 kt Sprengkraft)
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Die Entwicklung der Kernwaffen stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit dar. Bereits die ersten Kernwaffen mit nur 1%-iger Effizienz erreichten Explosionsenergien, die mehr als zehntausend Tonnen konventionellen Sprengstoffs entsprachen. Damit setzten sie genug Energie frei, um im August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki fast vollständig zu zerstören und Hunderttausende von Menschen zu töten. Während des Kalten Krieges entwickelten vor allem die USA und die Sowjetunion Kernwaffen mit teilweise mehr als 10.000 Kilotonnen (10 Megatonnen) TNT-Äquivalent. Die stärkste jemals explodierte Bombe war die sowjetische Zar-Bombe. Sie wurde am 30. Oktober 1961 bei einem atmosphärischen Kernwaffentest gezündet und setzte eine Energie von etwa 57.000 Kilotonnen (57 Megatonnen) TNT-Äquivalent frei. Zum Vergleich: die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT. Eine Bombe mit derartiger Kraft hätte im Kriegseinsatz ganze Ballungsgebiete verwüstet. Die Temperatur, die bei einer nuklearen Explosion erzeugt wird, beträgt zwischen 200 und 300 Millionen °C.

Durch ihre große Zerstörungskraft, aber mehr noch durch die bei der Explosion freigesetzten radioaktiven Rückstände, stellen Kernwaffen eine ernste existenzielle Bedrohung für die Menschheit und das Leben auf der Erde dar. Auf der anderen Seite konnte durch die gegenseitige Bedrohung über 40 Jahre ein militärischer Konflikt zwischen den Großmächten verhindert werden. Doch auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ist die Gefahr eines Atomkrieges nicht gebannt. Eine zunehmende Zahl von Staaten strebt, teilweise bereits mit Erfolg, nach atomarer Aufrüstung. Der Umgang mit dieser Gefahr wird von vielen Politikwissenschaftlern als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angesehen.

siehe auch: Atomstreitkräfte

Konstruktion

Hauptartikel: Kernwaffentechnik
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Atombombe "Little Boy" (dt. Kleiner Junge) wird kurz vor dem Start noch überprüft
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Die technische Entwicklung der Kernwaffen seit den 40er Jahren hat eine große Vielfalt unterschiedlicher Varianten hervorgebracht. Unterschieden werden grundsätzlich Atombomben nach dem Kernspaltungs- oder Fissionsprinzip (»klassische« Atombombe) und nach dem Kernfusionsprinzip (Wasserstoff- oder H-Bombe).

Bei der Kernspaltungsbombe wird eine überkritische Masse (wie viel das ist, ist geometrie- bzw. konstruktionsabhängig – die kleinste kritische Masse erreicht man mit einer Kugel) Uran 235 oder Plutonium 239 durch Sprengstoff auf engem Raum zusammengebracht. Ab einem bestimmten Verhältnis von Masse zu Oberfläche des Spaltmaterials können Neutronen, die beim spontanen Zerfall einzelner Kerne entstehen, weitere Kerne im Material spalten, wobei diese wiederum einige Neutronen liefern. Es kommt zur nuklearen Kettenreaktion, in deren Verlauf immer weitere Kerne gespalten werden.

Bei der Fusionsbombe wird zunächst eine Kernspaltungsbombe gezündet. Die dadurch im Inneren der Bombe erzeugten Drücke und Temperaturen reichen aus, um in dem in ihr enthaltenen schweren Wasserstoff (Deuterium) die Fusionsreaktion zu zünden.

Detonation von Atombomben

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Atombombe "Fat Man" (dt. Dicker Mann) wird auf Transportwagen verladen, kurz vor dem Flug nach Nagasaki (20 kt Sprengkraft)
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Um Atombomben zur Detonation zu bringen, d.h. den Kernspaltungs- oder Fusionsprozess in Gang zu setzen, wurden mehrere verschiedene Systeme entwickelt.

Explosion

Das einfachste Prinzip besteht darin, dass soviel zusätzliches spaltbares Material durch den Zünder auf den Kernsprengstoffvorrat geschossen wird, dass die spaltbaren Materialien desselben Stoffes verschmelzen und eine kritische bzw. überkritische Masse entsteht.

Einen solchen Aufbau einer Atombombe nennt man "Gun-Design". Die von den USA am 6. August 1945 auf Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy besaß dieses System und hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT.

Implosion

Eine weitere Methode ist die Implosion, wobei das spaltbare Material als Hohlkugel angeordnet ist. Diese ist von einer Schicht Sprengstoff umgeben, der bei der Explosion durch eine Anzahl elektrischer Zünder entzündet wird, sodass die entstehende Druckwelle das Spaltmaterial im Zentrum zusammen drückt. Durch diese Implosion erhöht sich dessen Dichte und ein überkritischer Zustand entsteht.

Sowohl bei der Testbombe von Alamogordo als auch bei der am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfenen Atombombe handelte es sich um Implosionsbomben. Diese hatten eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen TNT.

Kenngrößen

Die bei der Detonation einer Nuklearwaffe freigesetzte Energie wird gewöhnlich in Kilotonnen angegeben. Eine Kilotonne, abgekürzt kT, ist diejenige Energie, die bei der Detonation von 1000 Tonnen TNT freigesetzt wird (etwa 4·1012 J). Man spricht daher auch von TNT-Äquivalent. Aus diversen Gründen ist die Sprengkraft von konventionellen und nuklearen Waffen über diese Einheit aber nur ungefähr gleichzusetzen. Bei sehr starken Detonationen, etwa von Wasserstoffbomben, gibt man die Sprengkraft auch in Megatonnen, kurz MT, an. Diese Einheit entspricht der Energie einer Million Tonnen TNT.

Die reine Sprengkraft allein ist allerdings noch kein Maß für die Wirksamkeit einer Kernwaffe. Je nach Typus, Einsatzbereich und Detonationshöhe der Waffe sind verschiedene andere Faktoren von Bedeutung. Es sind unter anderem auch folgende Kenngrößen in Verwendung:

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Die amerikanische W87 MX kann bis zu zehn unabhängig steuerbare Sprengköpfe transportieren.
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  • Totaler Zerstörungsradius: der Radius um das Explosionszentrum, in dem alles tierische und menschliche Leben sowie alle Gebäude, Pflanzen usw. komplett vernichtet werden. Je nach Größe der Bombe kann dieser bis zu 10 km betragen. Die experimentelle sowjetische Zar-Bombe hatte in ihrer stärksten Version sogar einen totalen Zerstörungsradius von bis zu 20 km. Danach folgen weitere Radien, in denen die Zerstörungskraft der Bombe abnimmt, z.B. der Radius, bei dem die Überlebenschance über 50% liegt; danach der, bei dem sie über 80% liegt, und so weiter.
  • Millionen Tote: Anzahl der Getöteten bei Detonation in einem Ballungsgebiet. Diese Größe hängt sehr stark vom Detonationsort ab. Insbesondere haben die Bevölkerungsdichte und die Bauweise der Stadt einen sehr großen Einfluss auf die Zahl der Toten. Im Kalten Krieg führte man Modellrechnungen zum Einsatz starker nuklearer Waffen gegen die wichtigsten Ziele durch, unter anderem Moskau, Sankt Petersburg, Washington (D.C.) und New York. In heutiger Zeit gibt es entsprechende Simulationen, die von einem terroristischen Anschlag mit einer kleinen Kernwaffe (einige Kilotonnen) ausgehen.
  • Zahl der Sprengköpfe: viele Nuklearraketen verfügen über mehrere nukleare Sprengköpfe, die dann in großer Höhe von der Trägerrakete getrennt werden und sich auf eine große Fläche verteilen. Eine einzige Rakete kann auf diese Weise riesige Gebiete verwüsten, so kann etwa die sowjetische SS-18 Satan - je nach Bestückung - ein Areal von bis zu 60.000 km² zerstören. Bei heutigen Raketen sind die einzelnen Sprengköpfe steuerbar, so dass mit jedem Sprengkopf ein einzelnes Ziel angegriffen werden kann.

Dies sind jeweils keine festen Einheiten, sondern nur Richtgrößen, anhand derer sich der Schaden einer nuklearen Waffe abschätzen lässt. Je nach Verwendungszweck können auch andere Größen interessant sein, etwa die mechanische, thermische und elektromagnetische Leistung, oder der entstehende Fallout und Langzeitwirkungen. Manchmal sind auch einfach nur technische Größen wie Abmessungen und Gewicht von großer Bedeutung. Um sich ein genaues Bild von der Wirkung einer einzelnen Bombe zu machen, ist die detaillierte Kenntnis verschiedenster Daten notwendig.

Die stärksten als reguläre militärische Sprengköpfe konstruierten Kernwaffen sind Wasserstoffbomben mit bis zu 25 MT Sprengkraft (SS-18 Satan ICBM; stärkster regulärer US-Sprengkopf erreicht 9MT, so z.B. auf den Titan ICBMs ). Typischerweise sind es aber deutlich weniger, so 350 kT bei der amerikanischen B61 (en). Ohne Kernfusion, das heißt nur mit Spaltung von Uran- oder Plutoniumkernen, erreicht man rund 500 (amerikanischer Ivy King-Test) bis 800 kT (stärkste französische Militärwaffe). Fat Man, über Nagasaki abgeworfen, hatte demgegenüber nur 20 kT Sprengkraft.

Klassifizierung

Strategische Kernwaffen

Strategische Kernwaffen sind Kernwaffen mit großer Sprengkraft, die nicht auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden, sondern Ziele im gegnerischen Hinterland zerstören sollen, wie z. B. ganze Städte oder Raketensilos von Interkontinentalraketen. Ihre Sprengkraft reicht vom Kilotonnenbereich bis zu theoretisch über 100 Megatonnen TNT bei der Wasserstoffbombe.

Die Nukleare Triade besteht aus Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten ballistischen Raketen und strategischen Bombern. Die Verteilung der Kernwaffen auf mehreren Plattformtypen sichert ihre Überlebensfähigkeit.

Strategische Kernwaffen sind:

  • Freifallende Kernbomben, die von Flugzeugen (zumeist Langstreckenbombern) direkt auf das Ziel abgeworfen werden
  • Landgestützte Interkontinentalraketen (ICBM) mit nuklearem Sprengkopf, die in Silos oder mobil auf dem Festland stationiert sind
  • Landgestützte Mittelstreckenraketen (MRBM, IRBM) mit nuklearem Sprengkopf, die in Silos oder auf mobilen Abschussrampen montiert sind. Ein besonderes Problem dieser Waffen ist die extrem kurze Flug- und damit Reaktionszeit von nur wenigen Minuten. Sie gelten deshalb als besonders anfällig für das unbeabsichtigte Auslösen eines Atomschlages, da nach radargestützter (Fehl-)Erkennung einer solchen Rakete praktisch keinerlei Zeit bleibt, politische Entscheidungsprozesse auszulösen. Beispiele für diese Raketen sind die in den 50er Jahren von den USA in der Türkei stationierten Jupiter-Raketen und jene Raketen, die die UdSSR auf Kuba stationieren wollte – was damals die Kubakrise auslöste. Derartige Waffen werden heute lediglich noch von solchen Staaten stationiert, denen die Technik von Interkontinentalraketen fehlt, wie Pakistan oder Israel.
  • U-Boot-gestützte ballistische Raketen (SLBM) mit nuklearem Sprengkopf
  • Luftgestützte ballistische Raketen (ALBM) mit nuklearem Sprengkopf, gestartet von Flugzeugen
  • Marschflugkörper (Cruise Missiles) mit nuklearem Sprengkopf, die von Flugzeugen (ALCM), Kriegsschiffen oder U-Booten abgefeuert werden können, werden vorwiegend im taktischen Einsatz verwendet
Eine Rakete kann je nach Bauart auch mehrere nukleare Sprengköpfe transportieren (so genannte MIRV-Bauweise, Multiple Independently targetable Re-entry Vehicle).

Taktische Kernwaffen

Taktische Kernwaffen (auch nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt) werden ähnlich wie konventionelle Waffen gezielt gegen gegnerische Einheiten eingesetzt, wobei der Wirkungskreis geringer ist als bei strategischen Waffen. Ihre Sprengkraft reicht bis zu einigen hundert Kilotonnen und ist damit geringer als bei strategischen Kernwaffen. Die kleinste taktische Atomwaffe im Truppendienst hat eine Sprengkraft von circa 0,3 KT. Der geringe Wirkradius erlaubt einen Einsatz vergleichsweise nahe an den eigenen Truppen.

Taktische Kernwaffen gibt oder gab es als:

Die Bezeichnung 'taktisch' ist insofern verharmlosend, als auch diese Bomben erhebliche Radioaktivität entwickeln, die im Kriegsfall überregionale Auswirkungen hätte. Weiterhin suggeriert sie, dass der Einsatz dieser Waffen unterhalb der Schwelle zum nuklearen Krieg läge und damit das Gleichgewicht des Schreckens nicht destabilisiert würde.

Diskutiert wurden daneben auch:

  • Weltraum-stationierte Kernwaffen.
  • Torpedos zur U-Boot-Abwehr.

Spezielle Kernwaffen

Neutronenbomben

Neutronenbomben sind taktische Kernwaffen, die im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise eine geringere Sprengkraft (ca. 1 kT), aber eine stärkere Neutronenstrahlung erzeugen.

Man versprach sich davon vor allem eine erhöhte Effektivität gegen gepanzerte Streitkräfte: Für die Zerstörung von Panzern muss eine Bombe normalerweise in der unmittelbaren Umgebung detonieren, da die Panzerung einen Schutz gegen Druck und Hitze bietet. Gegen Neutronenstrahlung hingegen schützt sie kaum, da Neutronen schwere Materialien nahezu ungehindert durchdringen. Im menschlichen Körper, der zu großen Teilen aus Wasser besteht, setzen sie dagegen ihre Energie frei. Die Detonation einer Neutronenbombe könnte daher die Besatzung eines Panzers augenblicklich töten, ohne den Panzer selbst zu vernichten. Allerdings induziert die Neutronenstrahlung im Zielgebiet sekundäre Radioaktivität, so dass das Gelände und dort verbliebenes Material dauerhaft unbrauchbar gemacht werden würden.

Daneben können Neutronenbomben verwendet werden, um gegnerische Kernwaffen (z.B. anfliegende Raketen) durch Zerstören der Zünd- oder Steuerelektronik unbrauchbar zu machen.

Entwicklung und Stationierung von Neutronenbomben, auch in Deutschland, wurden anfangs so begründet, dass ein damit geführter Krieg selbst bei der größeren benötigten Anzahl von Explosionen Land und Infrastruktur weniger verwüste als herkömmliche Kernwaffen. Modellrechnungen zeigten aber bald, dass dies in der Praxis kaum zuträfe. Denn in dem wirksam bestrahlten Gebiet wäre bereits die Druck- und Hitzewirkung tödlich, auch Gebäude und Anlagen würden zerstört und das Material durch Einfang radioaktiv. Eine "saubere" Alternative zu klassischen Atombomben würde somit nicht erreicht.

Weiterhin wurde kritisiert, dass der Tod durch eine Neutronenbombe besonders unmenschlich sei. Menschen, die dem starken Neutronenfluss direkt ausgesetzt sind, würden so stark erhitzt werden, dass sie regelrecht gekocht würden. Bei nicht direkter Exposition kann die Neutronenstrahlung zu einem qualvollen und langsamen Tod führen. Opfer würden mehrere Wochen lang unter Haarausfall, Lähmung, Verlust der Sinneswahrnehmung und Artikulationsfähigkeit, Spasmen, unkontrolliertem Durchfall und Flüssigkeitsverlust leiden, bis sie schließlich sterben. Diese auftretenden Symptome wurden von der Anti-Atom-Bewegung benutzt, um das Bild der „sauberen Bombe“ öffentlich in Frage zu stellen.

Daneben wurde kritisiert, durch die Neutronenbombe werde die Einsatzschwelle von Kernwaffen herabgesetzt und damit die Wahrscheinlichkeit ihres Einsatzes erhöht.

In den USA wurden seit 1974 etwa 800 Neutronensprengsätze gebaut. Die letzten wurden 1992 verschrottet. Neutronenbomben werden heute noch in der Volksrepublik China vermutet.

Mini-Nukes

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Nuklearer Gefechtskopf W53 der USA
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So genannte Mini-Nukes sind Kernwaffen mit einer Sprengkraft unter fünf Kilotonnen. Die neue Forschung über kleine, technisch hoch entwickelte Kernwaffen ist in den USA geplant. Der US-Senat hob im Mai 2003 ein 10 Jahre altes Verbot der Entwicklung von Mini-Nukes auf. Diese Entscheidung wurde im Kongress durch eine Resolution geschwächt, die die Forschung erlaubt, jedoch ein Verbot der Entwicklung oder Herstellung neuer Atomwaffen mit geringer Sprengkraft beibehält.

Kofferbomben, beispielsweise zum Einsatz durch Geheimdienste oder Terroristen, wurden beschrieben und werden auch auf dem High Energy Weapons Archive vorgestellt; dort wird aber auch betont, dass die physikalische Umsetzbarkeit mehr als zweifelhaft ist (beispielsweise bräuchte man zu hohe Mengen an konventionellem Sprengstoff zur Zündung). Andererseits lag bereits das Gewicht des amerikanischen W-54-Gefechtskopfs zum Davy-Crockett-Leichtgeschütz bei nur 23 Kilogramm. Die eiförmige Waffe aus den 50er Jahren hatte einen Durchmesser von nur etwa 27,3 cm bei 40 cm Länge und erreichte eine maximale Sprengkraft von etwa 1 kT.

Bunker Buster

Nukleare bunkerbrechende Waffen sollen tief in die Erde eindringen, um unterirdische und gehärtete Bunker zu zerstören. Es ist ausgeschlossen, dass die Bomben, aus der Luft abgeworfen, tief genug unter die Oberfläche eindringen und die Explosion vollkommen unterirdisch abläuft. Somit wird ein Bombenkrater erzeugt und hochradioaktives Material in die Luft ausgeworfen. Ebenso sind durch die erzeugten Erschütterungen großflächige Zerstörungen um das eigentliche Ziel herum zu befürchten. Es gibt im US-Arsenal bereits eine »Bunker Buster«: die B-61-11, die laut des im Januar 2002 veröffentlichten Überprüfungsberichts (NPR = Nuclear Posture Review) der US-Atomwaffenpolitik eine Sprengkraftgröße von mehr als fünf Kilotonnen hat und damit keine »Mini-Nuke« ist. Diese Waffe dringt aus einer Höhe von gut 13.000 Metern nur bis zu sieben Meter in die Erde und 2–3 Meter in gefrorenen Boden ein. Die USA haben etwa 50 dieser Bomben zur Verfügung.

Schmutzige Bombe

Bei einer so genannten „Schmutzigen Bombe“ wird die vernichtende Wirkung der Explosion mit der großflächigen und jahrelangen Verstrahlung durch radioaktiven Fallout weiter gesteigert. Dies wird durch den Aufbau der Waffe oder durch eine Kernexplosion auf dem Erdboden erreicht (für letzteres siehe Kernwaffenexplosion). Insbesondere wurde die Kobaltbombe als schmutzige Bombe bezeichnet. In dieser Bauform wird um den eigentlichen Sprengsatz ein Kobaltmantel angebracht. Dieses Metall wird durch die Explosion in 60Co umgewandelt, ein stark strahlendes Isotop mit relativ langer Halbwertszeit, das als Staub herab regnen und das betreffende Gebiet für lange Zeit kontaminieren sollte.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde der Begriff Schmutzige Bombe umgeprägt - siehe Radiologische Waffe. Man bezeichnet damit nun einen Sprengsatz aus konventionellem Sprengstoff, dem radioaktives Material beigemischt wurde, das durch die Explosion möglichst weit verteilt werden soll. Eine Kernspaltung und somit Nuklearexplosion findet dabei nicht statt. Man vermutet, dass Terroristen derartige USBV einsetzen könnten, um Schrecken zu verbreiten.

Auch die Internationale Atomenergieorganisation warnt davor, dass Terroristen radioaktives Material, z.B. aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, erwerben könnten. Dort, ebenso wie in den USA, kommen immer wieder Substanzen aus Industrie, Forschungseinrichtungen oder Krankenhäusern abhanden. Da das Material für eine schmutzige Bombe aus der zivilen Kerntechnik gewinnbar ist, wird auch die gesamte Kerntechnik zu den Dual Use Produkten gezählt.

Als Beispiel für die Folgen einer schmutzigen Bombe wird teils der Goiânia-Unfall in Brasilien 1987 herangezogen, bei dem Obdachlose in ein leerstehendes Spital einbrachen und einen Behälter mit radioaktivem 137Cäsiumchlorid stahlen. Aus Neugier und Unwissenheit hantierten viele mit dem bläulich fluoreszierenden Material und trugen Teile der Substanz mit sich herum. Schließlich starben vier Menschen an der Strahlenkrankheit, zehn weitere brauchten intensive medizinische Behandlung.

Geschichte

Anfänge

Allgemein bekannt für ihre Arbeit bei der Entwicklung von Kernwaffen sind Robert Oppenheimer und Edward Teller. Jedoch der wohl erste Wissenschaftler, der ernsthaft über den tatsächlichen Bau einer Kernwaffe nachdachte, war der Physiker Leó Szilárd.

Bereits im September 1933 dachte er an die Möglichkeit, mittels Beschuss durch Neutronen Atomkerne zu einer Kettenreaktion anzuregen. Diese Idee war zu jener Zeit noch sehr umstritten, später auf diesem Gebiet sehr erfolgreiche Forscher wie Ernest Rutherford, Enrico Fermi und Otto Hahn glaubten damals noch nicht daran, dass Kerne sich überhaupt spalten lassen.

Nach einigen Jahren der Grundlagenforschung (u.a. von Otto Hahn, Fritz Straßmann, Lise Meitner, Frédéric Joliot-Curie, Enrico Fermi) war es im Frühsommer 1939 soweit, dass die notwendigen theoretischen Grundlagen veröffentlicht waren, um bei ausreichender Verfügbarkeit von spaltbarem Uran eine Kernwaffe zu bauen.

Schon vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 richteten die drei in den Vereinigten Staaten lebenden Physiker Leó Szilárd, Albert Einstein und Eugene Paul Wigner im August 1939 einen Brief an den damaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, um ihn vor der Möglichkeit der Entwicklung einer Atombombe in Deutschland zu warnen und ihn im Gegenzug zu der Entwicklung einer eigenen Atombombe anzuregen.

Doch es sollte noch bis zum Herbst 1940 dauern, bis Enrico Fermi und Leó Szilárd genügend finanzielle Mittel erhielten, um mit der Entwicklung eines Kernreaktors zu beginnen.

Als die amerikanische Regierung durch die Erfolge an dieser Arbeit davon überzeugt wurde, dass die Entwicklung einer Atombombe grundsätzlich möglich ist, und dass auch der Kriegsgegner Deutschland diese Möglichkeit besitzt, wurden die Forschungen intensiviert und führten schließlich zum Manhattan-Projekt.

Deutsches Kernwaffenprojekt

Hauptartikel: Uranprojekt

In Deutschland arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges Wissenschaftler wie u.a. Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker, Walther Gerlach, Kurt Diebner und Otto Hahn u.a. im Rahmen des deutschen „Uranprojektes“ an der militärischen Nutzbarmachung der Kernspaltung zur Erreichung deutscher Kriegsziele.

Die Befürchtung der USA, Deutschland könnte so einen eigenen nuklearen Sprengsatz entwickeln, war ein wichtiger Anlass, ein eigenes Atombombenprogramm zu initiieren. Viele, über das Gebiet des Deutschen Reiches verteilte (zum Teil unabhängig voneinander arbeitende) Forschergruppen arbeiteten bis zum Kriegsende an der Entwicklung einer deutschen Kernwaffe. Es endete im so genannten Atomkeller in Haigerloch. Nach dem Krieg wurde jedoch festgestellt, dass im „Uranprojekt“ keine Kernwaffen entwickelt wurden.

Allerdings gibt es Berichte, in denen von geheimen Versuchen mit strahlendem Material in Verbindung mit Explosionen gesprochen wird.

Manhattan-Projekt

Hauptartikel: Manhattan-Projekt

1942 wurde unter größter Geheimhaltung unter dem Decknamen "Projekt Y" (als Teil des Manhattan-Projekts) das Forschungslaboratorium Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico konzipiert. Von 1943 an arbeiteten dort unter der wissenschaftlichen Leitung Robert Oppenheimers mehrere tausend Menschen, vielfach Wissenschaftler und Techniker.

Am 16. Juli 1945 wurde die erste Atombombe oberirdisch bei Alamogordo gezündet (Trinity-Test). Das in der Bombe verwendete nukleare Brennmaterial war Plutonium und besaß eine Sprengkraft von etwa 20 Kilotonnen.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde ein deutsches Fern-U-Boot (U 234) nach Japan entsandt, das neben Kisten voll Dokumenten und Verfahrensanweisungen auch etwa eine halbe Tonne Uran-Oxid beförderte. Es ist unklar, wofür die Japaner dieses Uran verwenden wollten. Angeblich soll es sich um Natururan gehandelt haben, sodass auch nach technischer Anreicherung keine ausreichende Menge für eine Atombombe hätte daraus gewonnen werden können. Die Besatzung des U-Bootes ergab sich auf Anweisung von Dönitz nach der deutschen Kapitulation den Amerikanern.

Das amerikanische Atomprojekt wurde auch aufgrund Einsteins Brief an den US-Präsidenten als Gegengewicht zum vermuteten deutschen Atomprojekt begonnen. Es kam jedoch nicht gegen Nazi-Deutschland zum Einsatz. Aussagen hochrangiger amerikanischer Militärs ist zu entnehmen, dass dies vor allem aufgrund der Befürchtung nicht geschah, ein abgeworfener Blindgänger könne den deutschen Wissenschaftlern in die Hände fallen und wertvolle Hinweise liefern. Der Krieg war jedoch ohnehin gewonnen. Stattdessen wurden die ersten Luftangriffe mit Atombomben am 6. und 9. August 1945 gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki geflogen.

Die Herstellung von Atomwaffen war während des Zweiten Weltkrieges noch aufwändig und teuer. Das atomare Arsenal war nach Trinity, Hiroshima und Nagasaki bereits aufgebraucht; einer verzögerten Kapitulation Japans hätte mit dem Fortführen des konventionellen Bombardements begegnet werden müssen.

Einsatz gegen Hiroshima und Nagasaki

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"Ground Zero" in Hiroshima vor (oben) und nach der Explosion der Bombe (unten) (Zusammenstellung aus zwei Modellen im Atombombenmuseum von Hiroshima)
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Hauptartikel: Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August 1945, also 21 Tage nach dem ersten erfolgreichen Test bei Alamogordo, warf der Bomber Enola Gay die erste Atombombe (Sprengstoff: Uran-235), Little Boy genannt, über der Küstenstadt Hiroshima ab, wo sie um 8.16 Uhr Ortszeit in etwa 600 m Höhe über dem Boden detonierte. Rund 90.000 Menschen starben sofort, weitere 50.000 Menschen starben Jahre bis Jahrzehnte später an der Strahlenkrankheit.

Am 9. August 1945 sollte der Bomber Bockscar die zweite Atombombe (Sprengstoff: Plutonium-239), Fat Man genannt, eigentlich über Kokura abwerfen. Als dort auch nach drei Anflügen noch schlechte Sicht herrschte, wich der Kommandant aufgrund Treibstoffmangels auf das Alternativziel, die Küstenstadt Nagasaki, aus. Da auch dort die Wolkendecke zu dicht war, wurde das Stadtzentrum um mehrere Kilometer verfehlt. Weil zudem das Stadtgebiet hügeliger als das Hiroshimas ist, was die Ausbreitung der Druckwelle behinderte, waren dort weniger Opfer zu beklagen - obwohl Fat Mans Sprengkraft rund doppelt so stark war wie die Little Boys. Dennoch kamen bei diesem Angriff 36.000 Menschen sofort ums Leben, weitere 40.000 Menschen wurden so stark verstrahlt, dass sie Jahre bis Jahrzehnte später starben.

Die militärische Notwendigkeit des Atombombeneinsatzes ist umstritten, denn diesen drei Städten wurde der Angriff mit konventionellen (Brand-)Bomben bis zuletzt erspart, um dann den Effekt einer nuklearen Explosion auf eine Großstadt testen zu können. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der japanische Kaiser zum Zeitpunkt des atomaren Angriffs schon zu einer Aufgabe bereit war. Weiterhin muss der Atombombeneinsatz auf Hiroshima und Nagasaki mit der Bombardierung von Tokio verglichen werden. Dort starben während der Nacht vom 9. März 1945 mehr als 100.000 Menschen. Die Legitimität des Atombombeneinsatzes steht und fällt also mit jener des konventionellen Bombenkriegs.

Noch heute wird jährlich der tausenden Opfer gedacht. Als Symbol für den Frieden werden dabei einige weiße Tauben fliegen gelassen.

Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg

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Atombombentest als Teil der Militärübung Desert Rock, Yucca Flats, 1. November 1951
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Die Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg war zunächst von einer langsamen Weiterentwicklung der Atombombe geprägt. Während die USA unterschiedliche Tests wie eine Unterwasserexplosion durchführten, arbeiteten Großbritannien und die Sowjetunion an eigenen Atombomben. 1948 besaßen die USA rund 50 einsatzbereite Sprengköpfe. Die Sowjetunion wurde schon während des Zweiten Weltkriegs von Klaus Fuchs über das Atombombenprogramm informiert. Das Sowjetische Atombomben-Projekt führte zur erfolgreichen Zündung der ersten sowjetischen Atombombe am 29. August 1949, was Großbritannien erst am 2. Oktober 1952 gelang. In dieser Zeit entstand auch das nebenstehende Bild eines amerikanischen Truppenversuchs mit Soldaten in geringer Entfernung zur Atomexplosion, das den teilweise sorglosen, teilweise rücksichtslosen Umgang mit Radioaktivität in der damaligen Zeit dokumentiert.

Entwicklung der Wasserstoffbombe

Die weitere Entwicklung von Kernwaffen führte zur Wasserstoffbombe. Die erste Zündung einer Wasserstoffbombe mit dem Codenamen Ivy Mike erfolgte am 31. Oktober 1952 durch die USA auf dem Eniwetok-Atoll und setzte eine Energie von 10,4 Megatonnen TNT-Äquivalent frei. Diese Sprengkraft entspricht dem 830-fachen der Hiroshimabombe.
Ein Jahr später zündete auch die Sowjetunion ihre erste Wasserstoffbombe. Ende 1955 brachte die UdSSR die erste transportable H-Bombe zur Explosion, die USA folgte am 21. Mai 1956 durch eine über der Pazifikinsel Namu von einem Flugzeug abgeworfene Bombe. 1961 erprobte die Sowjetunion dann auf der Insel Nowaja Semlja die Zar-Bombe, mit 50 MT die stärkste jemals gezündete Kernwaffe.

Die Notwendigkeit, angereichertes Uran und Plutonium zum Kernwaffenbau herzustellen, führte zur Entwicklung von Urananreicherungsanlagen sowie den ersten Kernreaktoren. Die hierdurch gewonnenen Erfahrungen beschleunigten den Aufbau einer zivilen Nutzung der Kernenergie.

Weltweit, teilweise auch in den USA selbst, wird der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung als ungerechtfertigt verurteilt.

Die Entwicklung der Atombombe wird heute allgemein als das dunkelste Kapitel der Technik- und Wissenschaftsgeschichte angesehen. Die Atombombe ist der Inbegriff des „Fluches der Technik“.

Die Erfindung der Kernwaffen löste ein beispielloses Wettrüsten – insbesondere zwischen den USA und der Sowjetunion – aus und war die schwerste Bedrohung in der Zeit des Kalten Krieges.

Kernwaffen wurden hier wiederum auch eine hemmende Wirkung zugeschrieben, wonach gerade die Bedrohung durch eine totale Auslöschung der Menschheit das „Gleichgewicht des Schreckens“ aufrecht erhalten und damit eine direkte Konfrontation vermieden habe.

Entwicklung nach dem Kalten Krieg

Nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre bezweifeln Experten den militärischen Sinn von Kernwaffen, da jedes Ziel auch mit konventionellen Waffen der gewünschten Größenordnung zerstört werden kann. Als größte Gefahr der atomaren Bewaffnung wird daher ein Einsatz durch Terroristen angesehen, denn diese könnten bei Verwendung von Atomwaffen mit geringem Aufwand großen Schaden anrichten (siehe Hiroshima bzw. Nagasaki), während Atomwaffen im Kampf gegen den Terrorismus vollkommen ungeeignet sind.

Unabhängig von dieser Entwicklung blieben die USA und Russland als Nachfolgestaat der Sowjetunion diejenigen Staaten mit den meisten Kernwaffen. Ihr Arsenal wird auch weiterhin gepflegt, entzog sich jedoch nach Ende des Kalten Krieges mehr und mehr der öffentlichen Aufmerksamkeit. Während zunächst die Entwicklungstätigkeit in diesem Bereich erlahmte, werden in den USA seit Ende der neunziger Jahre so genannte Bunker Buster entwickelt. Diese Atomwaffen kleiner Sprengkraft dienen der Vernichtung unterirdischer Anlagen. Sie werden mit hoher Geschwindigkeit in den Boden geschossen, dringen in diesen ein und explodieren dann unterirdisch. Dadurch lösen sie eine Schockwelle im Boden aus, die die angegriffenen Anlagen zerstört. Politischer Hintergrund dieser Entwicklung sind vermehrte Anstrengungen einiger Staaten wie dem Iran, wichtige militärische Bauten unterirdisch anzulegen, um sie im Kriegsfall den Angriffen durch überlegene Luftstreitkräfte zu entziehen.

Die Entwicklung solcher kleiner Kernwaffen wird in der Fachwelt als eine Gefahr eingeschätzt, da ihr Einsatz kaum Aufsehen erregen würde. Statt zerstörter Städte und tausender Toter würde die Weltöffentlichkeit lediglich einen kleinen Krater sehen. In der Konsequenz würde die Hemmschwelle sinken, Atomwaffen einzusetzen und auf diese Weise vergleichsweise preiswert - ohne Verlust eigener Soldaten und ohne allzu negatives Image - Kriege zu führen. Auch der Atomwaffensperrvertrag würde damit in Frage gestellt werden, was unabsehbare Konsequenzen zur Folge haben könnte (Vertragsabschaffung).

Kernwaffen in Europa

Die in Europa gelagerten Kernwaffen sind nach Ende des Kalten Krieges drastisch reduziert worden. Auf den europäischen Luftwaffenstützpunkten sind von 1990 bis 1996 rund 208 Kernwaffensilos der NATO gebaut worden. Ursprünglich waren hierfür 438 NATO-Bunker vorgesehen, die aber nicht mehr benötigt wurden. Die von den US-Streitkräften kontrollierten Bunker für Bomben, die im Ernstfall den NATO-Streitkräften zur Verfügung standen, waren nicht alle bestückt worden. Bis 1998 hatte Großbritannien sein Arsenal an Fallbomben auf den Stützpunkten abgebaut. Ab 1996 wurden dann die weiteren Arsenale geleert. Die deutschen Luftwaffenstützpunkte in Memmingen und Nörvenich verfügten schon ab 1995 über keinerlei Kernwaffen mehr. Nur im Fliegerhorst Büchel trainiert die Deutsche Luftwaffe weiterhin den nuklearen Einsatz durch Jagdbomber vom Typ Tornado.

Die USA und Großbritannien lagerten während des Kalten Krieges bis zu 5.000 Kernwaffen in deutschen Bunkern. Heute existieren in Deutschland noch 150 Atombomben Otfried Nassauer: US - Atomwaffen in Deutschland und Europa http://www.bits.de/public/s... in den Bunkern der Luftwaffenstützpunkte Ramstein und Büchel; hier besteht die so genannte Nukleare Teilhabe.

Die beiden westeuropäischen Atommächte Großbritannien und Frankreich begannen bereits in den 1960ern bzw. 70ern Teile ihrer Arsenale auf seegestützte Systeme umzustellen. Beide Staaten unterhalten heute je vier ballistische Atom-U-Boote, von denen jedes mit jeweils 16 Atomraketen ausgestattet werden kann. Frankreich hält lediglich noch 60 Sprengköpfe zum Einsatz durch Bomber bereit, Großbritannien verfügt seit dem Jahr 2000 ausschließlich über seegestützte Systeme. Infolge dieser Veränderung wurde auch die Anzahl der Lagerstätten auf Luftwaffenstützpunkten reduziert. Die etwa 490 seegestützten Sprengköpfe machen heute den größten Teil der in Europa stationierten Atomwaffen aus. Die britischen Sprengköpfe werden komplett in der Marinebasis Clyde gelagert, die französischen in Brest.

NATO-Luftwaffenstützpunkte mit Kernwaffen

(Auswahl, Stand: 1997)
  • Großbritannien
    • Lakenheath
    • Marham
    • Wittering
  • Niederlande
  • Belgien
    • Kleine Brogel
  • Deutschland
    • Ramstein Air Base (54 WS3-Lagersysteme)
    • Fliegerhorst Büchel (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61)
    • Fliegerhorst Nörvenich (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61, z.Zt keine Waffen gelagert)
    • Hagen (früheres Transportdepot unter Rangierbahnhof, zeitweise 15 Bomben B-61, Zünder und Raketenteile) [nach den Unterlagen im Bundesarchiv war das Depot geplant, wurde jedoch vor der vollständigen Fertigstellung aufgelassen. Grund: Die Nähe zu einer Großstadt und von Wohngebieten]
    • Brüggen
  • Italien
    • Aviano (achtzehn WS3-Lagersysteme für 36 Bomben B-61)
    • Ghedi-Torre (elf WS3-Lagersysteme für 22 Bomben B-61)
  • Griechenland
    • Araxos (geschlossen)
  • Türkei
    • Balikesir (sechs Unterflurdepots, z.Zt keine Waffen gelagert)
    • Incirlik (nicht fertiggestellt)
    • Murted (sechs Unterflurdepots, z.Zt keine Waffen gelagert)

Aktueller Stand

Hauptartikel: Atommacht

Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats gelten als offizielle Atommächte. Sie sind im Atomwaffensperrvertrag als Staaten mit Kernwaffen aufgeführt. Über nukleare Gefechtsköpfe verfügen:

Indien, Pakistan und Israel sind nicht im Atomwaffensperrvertrag aufgeführt, besitzen aber trotzdem Kernwaffen und Trägersysteme und sind deshalb faktische Atommächte.

Obwohl nie von offizieller Seite bestätigt, gilt es als unstrittig, dass auch Israel seit den 70er Jahren im Besitz von ca. 200 Kernwaffen ist, da das Land in der Vergangenheit seinen Nachbarländern mehrfach mit deren Einsatz gedroht hat. Mordechai Vanunu hat die Welt vom israelischen Kernwaffenprojekt unterrichtet, nachdem er am Dimona-Reaktor arbeitete.

Besitz von Kernwaffen (Nordkorea)
Hauptartikel: Nordkoreanisches Kernwaffenprogramm
Nordkorea erklärte im Frühjahr 2005 ebenfalls, Kernwaffen zur Abschreckung entwickelt zu haben; die Aussage wurde jedoch von verschiedenen Seiten bezweifelt. Unstrittig war jedoch, dass Nordkorea ein ambitioniertes Programm zum Erlangen von Kernwaffen unterhält. Am 3. Oktober 2006 wurde von der nordkoranischen Regierung bekannt gegeben, Atombombentests durchführen zu wollen.

Am 9. Oktober 2006 um 10.36 Uhr Ortszeit wurde in Hwadaeri nahe Kilju ein erfolgreicher unterirdischer Nuklearwaffentest durchgeführt und später durch seismische Messungen in Russland und den USA bestätigt.Erfolgreicher Atomtest Nord-Koreas, Daten des U.S. Geological Survey vom 09. Oktober 2006 Die Sprengkraft lag nach Südkoreanischen Schätzungen bei über 800 Tonnen TNT. Russlands Verteidigungsministerium geht dagegen von 5 bis 15 Kilotonnen TNT aus.[LINK] (Zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von umgerechnet 15 Kilotonnen TNT.)[LINK] Spiegel Artikel vom 9. Oktober 2006 über den Nuklearwaffentest Nordkoreas Bis heute ist jedoch noch nicht eindeutig geklärt, ob es sich bei der Detonation vom 9. Oktober 2006 tatsächlich um eine Kernexplosion gehandelt hat. Es wäre möglich, dass die Sprengung auch mit konventionellen Mitteln durchgeführt worden sein könnte um den politischen Druck auf die internationale Gemeinschaft zu erhöhen. Es gibt durch Spionageflugzeuge der USA Hinweise auf eine sehr schwach erhöhte Radioaktivität in der Atmosphäre über dem Testgebiet, welche jedoch erst im zweiten Anlauf aufgrund ihrer Geringfügigkeit überhaupt entdeckt wurden. Derzeit verdichten sich die Hinweise auf laufende Vorbereitungen für einen weiteren Test.

Programme

Im Iran wird das Streben nach einem Kernwaffenprogramm nach westlicher Meinungen, allen voran die der USA, vermutet. Einen Nachweis gibt es allerdings nicht. Offiziell gibt das Land Iran an, an der zivilen Nutzbarmachung der Kernkraft zur Energiegewinnung zu arbeiten. Die Mittel zur Schaffung sind vorhanden. Allerdings würde die Entwicklung laut Experten bis zu 3 weiteren Jahren dauern, zudem ist allgemein unbekannt, daß die Menge an waffenfähigem Uran Laborwerte nicht übersteigen würde.

Besitz von Kernwaffen unbestätigt
Zu Zeiten des Kalten Kriegs waren u. a. in der Ukraine sowjetische Nuklearraketen stationiert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion gaben die ehemaligen Sowjetstaaten ihre Kernwaffen an Russland zurück, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Ukraine aufgrund eines Fehlers der russischen Behörden noch immer einige Kernwaffen besitzt. Fest steht, dass das Land noch sowjetische Trägerraketen besitzt, die mit nuklearen Sprengkörpern bestückt werden können.

Programme oder Besitz in der Vergangenheit

Südafrika entwickelte unter der Apartheid-Regierung mit israelischer Hilfe eine Atomwaffe und führte im September 1979 einen Test vor der Küste durch. Kurz vor dem Ende der Apartheid zerstörte Südafrika seine sechs Atomwaffen, um dem Atomwaffensperrvertrag 1991 beizutreten und sich damit wieder in die internationale Gesellschaft eingliedern zu können. Bis 1994 wurden alle südafrikanischen Atomwaffenanlagen komplett abgebaut.

Argentinien, Brasilien, Libyen, und die Schweiz verfügten in der Vergangenheit über Kernwaffenprogramme, haben diese aber aufgegeben und offiziell beendet. Kasachstan, die Ukraine und Weißrussland kamen durch den Zerfall der Sowjetunion an Atomwaffen, die auf ihrem Gebiet stationiert waren, haben diese dann später aber an Russland abgetreten. Die Regierung von Schweden diskutierte nach 1945, ob es Kernwaffen entwickeln wollte und entschied sich dagegen.

Unfälle mit Kernwaffen

Zwischen 1950 und 1980 wurden 32 Unfälle allein mit US-amerikanischen Kernwaffen bekannt. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren mussten viele Waffen bei Notlandungen von Bombern abgeworfen werden. Manche der Waffen wurden nie wieder gefunden, weil sie in den Ozeanen abgeworfen (aber nicht gezündet) wurden. Nach Schätzungen von Greenpeace gingen etwa 50 Atombomben verloren. 11 Bomben vermissen die USA offiziell. Radioaktive Verseuchung wurde nur in wenigen Fällen festgestellt.

Abstürze von Atombombern und andere Unfälle sind deshalb sehr problematisch, weil die Bombe zwar nicht zur Zündung kommt, aber durch den Aufprall das spaltbare Material in der Umgebung verstreut werden kann. Im Falle von Plutonium – bei welchem die Inhalation eines Millionstel Gramms bereits Krebs auslösen kann – ist dies äußerst gefährlich.

Eine Übersicht der Unfälle kann auf der Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen gefunden werden. Über die chemische Giftigkeit von Plutonium auch in Gift.

Abrüstung und Rüstungsbegrenzung

Aufgrund der enormen Zerstörungskraft nuklearer Bomben gab es stets Bestrebungen, sämtliche Kernwaffen abzuschaffen und generell zu verbieten, um so das Überleben der Menschheit auf Dauer zu sichern. Der Kalte Krieg und die Machtinteressen einzelner Nationen verhinderte jedoch eine schnelle Abkehr von Massenvernichtungswaffen. Dennoch wurden einige Abkommen durchgesetzt, die jeweils einen großen Schritt in Richtung einer nuklearwaffenfreien Welt signalisierten. Ob die Verträge tatsächlich so wirksam sind wie gewünscht, wird allerdings angezweifelt.

Am 10. Oktober 1963 trat das Teststoppabkommen in Kraft, worin sich einige Großmächte einigten, keine Nuklearwaffen im Wasser, im All und in der Atmosphäre zu zünden. Unterirdische Tests sollten eine bestimmte Stärke nicht überschreiten. Diesem Abkommen sind bisher 120 Nationen beigetreten.

Der Atomwaffensperrvertrag wurde am 1. Juli 1968 von den USA, der Sowjetunion und Großbritannien unterzeichnet und trat 1970 in Kraft. Mittlerweile haben 189 (ohne Nordkorea 188) Staaten den Vertrag unterzeichnet, darunter auch die Volksrepublik China und Frankreich (beide 1992). Der Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag bedeutet für die Unterzeichnerstaaten die Verpflichtung, sich in regelmäßigen Abständen den von der Internationale Atomenergieorganisation durchgeführten Kontrollen auf Einhaltung des Vertrags zu unterwerfen. Artikel VI besagt allerdings, dass die Staaten sich verpflichten "in naher Zukunft" Verhandlungen zu führen, die die "vollständige Abrüstung" garantieren. [LINK]

Seit 1996 liegt der Vertrag zum umfassenden Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) zur Unterzeichnung auf. Er tritt erst in Kraft, wenn eine bestimmte Gruppe von Ländern ihn ratifiziert hat, u.a. die USA. Die Ratifizierungen einiger wichtiger Länder stehen derzeit noch aus. Vor allem die USA lehnen Rüstungskontrollen ab.

Die Einhaltung der Verträge wird durch verschiedene Techniken verifiziert: Erdbebenmessstationen reagieren bereits auf kleinste Vibrationen und ermöglichen eine recht genaue Ortung von unterirdischen Detonationen. Sie können auch die seismographischen Signaturen von Erdbeben und Atomwaffentests deutlich unterscheiden. Hydroakustik kann Unterwasserexplosionen aufspüren und lokalisieren. Spezialmikrophone und Radionuklid-Detektoren können atmosphärische Kernexplosionen entdecken, identifizieren und lokalisieren. Die Messstationen sind über die ganze Welt verteilt. Wenn der Vertrag in Kraft tritt, wird es auch noch die Möglichkeit der Vor-Ort-Inspektion geben. Die Implementation des Vertrages wird von der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) vorbereitet.

Bilaterale Verträge zwischen den USA und der Sowjetunion beziehungsweise Russland mit dem Ziel der Begrenzung oder Abrüstung von strategischen Atomwaffen sind SALT I und II, START I und II und SORT.

Seit einigen Jahren sind russische und US-amerikanische Atomraketen nicht mehr aufeinander ausgerichtet und die Zielkoordinaten gelöscht, um die Sicherheit zu erhöhen.http://www.ippnw-hamburg.de...

Weitere Informationen/Quellen

Siehe auch

Atombombentest, Atomkoffer, Atomkrieg, Atomkriegsuhr, Budapester Memorandum, Demonstrative Use, Durchschlagskraft von Meteoriten, Geschossen und anderen Impaktoren nach Newton, EMP, Kalter Krieg, Kernwaffen-Effekt, Kernwaffenexplosion, Nukleare Basiswelle Nuklearer Holocaust, Plutoniumbombe, Radiologische Waffe (schmutzige Bombe), Robert McNamara, Strategic Defense Initiative, Uranmunition, Wettrüsten

Quellen

Literatur

Sachbücher
  • Peter Auer Von Dahlem nach Hiroshima. Die Geschichte der Atombombe Berlin: Aufbau, 1995 ISBN 3351024290
  • Florian Coulmas Hiroshima: Geschichte und Nachgeschichte, München: Beck, 2005, ISBN 3406527973
  • Klaus Fuchs, Ruth Werner, Eberhard Panitz Treffpunkt Banbury oder Wie die Atombombe zu den Russen kam 2003 ISBN 3360009908
  • Robert Jungk Heller als tausend Sonnen. 1958, ISBN B0000BJWE0
  • Rainer Karlsch, Zbynek Zeman Urangeheimnisse 2002, ISBN 386153276X
  • Edgar Mayer, Thomas Mehner Das Geheimnis der deutschen Atombombe. Gewannen Hitlers Wissenschaftler den nuklearen Wettlauf doch? 2001 ISBN 3930219360
  • Edgar Mayer, Thomas Mehner Die Atombombe und das Dritte Reich. 2002 ISBN 3930219506
  • Paul Takashi Nagai Die Glocken von Nagasaki : Geschichte der Atombombe München: Rex, 1955 - Bericht eines überlebenden Arztes ISBN 3895750565
  • Gian L. Nespoli, Giuseppe Zambon Hiroschima, Nagasaki. 1997, ISBN 3889750559
  • Richard Rhodes The Making of the Atomic Bomb 1995, ISBN 0684813785, deutsch Nördlingen: Greno, 1988; Volk und Welt, 1990 ISBN 3353007172 (Standardwerk)
  • Helmut Simon (Vorwort) Atomwaffen vor dem Internationalen Gerichtshof ISBN 3825832430
  • Wolfgang Sternstein Atomwaffen abschaffen! 2001 ISBN 3933325056
  • Mark Walker Die Uranmaschine. Mythos und Wirklichkeit der deutschen Atombombe Berlin: Siedler, 1990 ISBN 3886803597

Romane und Theaterstücke

  • Heinar Kipphardt: In der Sache J. Robert Oppenheimer ISBN 3499121115
  • Masuji Ibuse, Schwarzer Regen, Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1985, ISBN 3596258464

Weblinks

   

Link=Wikipedia:Lesenswerte Artikel} Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen.

{#if:||} Lesenswert

simple:Nuclear weapon


Diskussion der Autoren über den Artikel: Kernwaffe


Verschieben

Bitte Atomwaffe dann zur Kernwaffe od. Nuklearwaffe verschieben --Alma 07:11, 5. Aug 2005 (CEST)

Kofferbombe

Die Kofferbombe wird als "Urban Legend" abgetan. Das kann man so nicht ganz stehenlassen, denn Waffen wie die "Davy Crockett" sind doch immerhin als "Wanderrucksackbombe" tauglich, oder sehe ich das falsch?

Ich stimme zu, so ganz klar ist in der Tat nicht, dass das eine Urban Legend ist. Die englische Wikipedia hat einen recht brauchbaren Artikel zum Thema: :en:Suitcase bomb. Ich fuerchte aber, ich komme zZt nicht dazu, ihn zu uebersetzen; vielleicht kann das jemand anderes tun. Sanders muc 13:42, 3. Mär 2006 (CET)

Es gibt diese Mininukes ganz ohne Zweifel. Vergessen wird häufig (oder ist es Nichtwissen?), dass auch andere Transurane mit z.T. kleinen kritischen Massen zum Einsatz kommen. 80.228.75.72 22:59, 22. Mai 2006 (CEST)

Also Davy Crockett hat ja laut Artikel 40x27cm und 23kg. Das bringt man leicht in einem größeren Koferr unter und targen kann mans auch leicht. Ich hab den Satz, dass es sich wahrscheinlich um einer Urban Legend handelt rausgenommen.

Was die Transurane angeht: Pu-239 ist laut dem Wikippedia-Artikel über die Kritische Masse noch immer das isotop mit der geringsten kritischen Masse...

Kernwaffe, 4. August

Der letzte Artikel ging um die Technik, der hier um die Geschichte. Ich denke, die gehören fast zusammen, und halte sie beide für Exzellent. --Dingo 22:25, 4. Aug 2005 (CEST)

  1. natürlich auch dafür --Dingo 22:25, 4. Aug 2005 (CEST)
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    Contra

    Contra : Zu unübersichtlich, sollte noch gründlich überarbeitet und in form gebracht werden ... -- French.tarragon 14:31, 5. Aug 2005 (CEST)

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      Contra

      Contra : Da muß noch viel getan werden --Alma 09:13, 5. Aug 2005 (CEST)

      • contra: Noch zu unübersichtlich, erstmal in den Reviewprozess. -- Clarissa 09:39, 5. Aug 2005 (CEST)
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        Contra

        Contra : Die Gliederung des Artikels ist konfus und unlogisch. Z.B.: Statt

        2. Klassifizierung
        2.1 Strategische Kernwaffen
        2.2 Taktische Kernwaffen
        2.3 Neutronenbomben ...
        wäre eine Gliederung wie
        2. Klassifizierung
        2.1 Einsatzweck
        2.1.1 Strategische Kernwaffen
        2.1.2 Taktische Kernwaffen
        2.2 Funktionsweise
        2.2.1 Neutronenbomben ...
        usw. usf. besser. Ausserdem ist die Verbindung und Abgrenzung zu verwandten Artikeln (z.B. Kernwaffentechnik und Atomstreitkräfte) unübersichtlich. Wahrscheinlich sollten alle Artikel zum Thema aufeinander abgestimmt werden. --ThorstenNY 16:42, 6. Aug 2005 (CEST)
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        Contra

        Contra noch nicht "Exzellent!" Antifaschist 666 13:53, 11. Aug 2005 (CEST)

        Man sollte auch mal erwähnen das die Bunker Buster sowie Cruise Misiles etc. alles konventionelle Waffen sind die man lediglich auch mit Atomaren Sprengköpfem bestücken könnte. (SHEEK)

        Widerspruch

        Im Abschnitt "Einsatz gegen Hiroshima und Nagasaki" bin ich auf einen Widerspruch gestoßen:

        Als dort [in Kokura] auch nach drei Anflügen noch schlechte Sicht herrschte, wich der Kommandant aufgrund Treibstoffmangels auf das Alternativziel, die Küstenstadt Nagasaki, aus. [...] Die militärische Notwendigkeit des Atombombeneinsatzes ist umstritten, denn diesen zwei Städten [gemeint sind wohl Hiroshima und Nagasaki] wurde der Angriff mit konventionellen (Brand-)Bomben bis zuletzt erspart, um dann den Effekt einer nuklearen Explosion auf eine Großstadt testen zu können.

        Wenn die Behauptung einer bewußten Verschonung einiger Städte, um sie als Versuchsobjekte zu erhalten, überhaupt haltbar ist (was ich nicht überprüft habe), sollte man den Abschnitt noch einmal überarbeiten. --FritzG 14:34, 12. Aug 2005 (CEST)

        Lesenswert-Diskussion

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        Pro Die Exzellenz-Kriterien sind noch nicht da, die der Lesenswerten aber schon! Antifaschist 666 14:11, 11. Aug 2005 (CEST)

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        Pro Ja, lesenswert ist er. Auf einen Punkt, der mir aufgefallen ist, habe ich in der Diskussion hingewiesen. --FritzG 14:35, 12. Aug 2005 (CEST)

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        Pro --Keimzelle 18:52, 12. Aug 2005 (CEST)

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        Pro --G 19:39, 14. Aug 2005 (CEST)

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        Pro --Porschefan

        Zitat: "Die Detonation einer Neutronenbombe könnte daher die Besatzung eines Panzers augenblicklich ausschalten, ohne den Panzer selbst zu vernichten." Ich halte es für absolut abstoßend, wenn hier vom Ausschalten von Menschen gesprochen wird.
        Insbesondere würde ich gerne IP+Benutzername und Datum des Verfassers erfahren, um mir weitere Schritte vorzubehalten.
        Mag schon sein, dass diese Ausdrucksweise abstoßend ist, aber diese Ausdrucksweise ist eine, die bei militärischen Angelegenheiten durchaus üblich ist. Btw, der Zitierte Satz stammt übrigens nicht von mir. -MrBurns 03:05, 24. Jun 2006 (CEST)

        Fusion <-> in Erklärung wird von Spaltung geredet

        Hey, ich wollt mal fragen ob dieser Abschnitt:

        "Bei der Fusion wird eine überkritische Menge (wie viel das ist, ist geometrie- bzw. konstruktionsabhängig – die kleinste kritische Masse erreicht man mit einer Kugel) Uran 235 oder Plutonium 239 durch Sprengstoff auf engem Raum zusammengebracht. Ab einem bestimmten Verhältnis von Masse zu Oberfläche des Spaltmaterials können Neutronen, die beim spontanen Zerfall einzelner Kerne entstehen, weitere Kerne im Material spalten, wobei diese wiederum einige Neutronen liefern. Es kommt zur nuklearen Kettenreaktion, in deren Verlauf immer weitere Kerne gespalten werden."

        ... so stimmt, denn Fusion hat doch nichts mit Spaltung zu tun, oder? aber es steht im Abschnitt zur Erklärung "... in deren Verlauf immer mehr Kerne gespalten werden".

        Überhaupt finde ich diese Erklärung nicht sehr verständlich. *mal anmerk* Aber ich kenn mich nicht aus. :/

        --84.182.153.57 21:05, 17. Sep 2005 (CEST)

        Atommächte

        Deutschland als Atommacht ist etwas übertrieben, dann müsste man auch Italien un d andere mit Nuklearer Teilhabe hinzuzählen. Im allgemeinen kann man hier auf den NPT (Atomwaffensperrvertrag) verweisen. Dann wären da also die 5 Vetomächte des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Russland, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten von Amerika), die beiden "Atomaren Bettler" Indien und Pakistan sowie Israel, das aber (taktischerweise) nie zugegeben hat, welche zu besitzen, dies aber auch nicht bestreitet (kommt im Artikel ja auch rüber). Ob Nordkorea wirklich Kernwaffen hat, werden wir vielleicht ziemlich schnell merken. Gleiches gilt für Iran. Aber das ist nicht sicher und muss genauso angezweifelt werden wie der Verdacht bzgl. Saddams Atomwaffen vor 2002. Mein Vorschlag wäre also:

        Sanktionierte Atommächte nach NPT China Frankreich Russland UK USA

        Atommächte ausserhalb des NPT Indien Pakistan Israel (Besitz offiziell nie zugegeben)

        Unbestätigte Atomwaffenstaaten Iran Nordkorea

        Ein genaues Eingehen auf den NPT würde aber wohl den Rahmen sprengen, ein Link reicht ja.

        Wenn jemand wirklich Wert darauf legt, kann man erwähnen dass Deutschland und andere als potentielle Atomwaffenstaaten geführt werden können, weil sie technologisch und bezüglich der Verfügbarkeit von Kernmaterial in der Lage wären, diese zu bauen.

        -- Nexus767 22:19, 19. Okt 2005 (CEST)

        Der angebliche südafrikanische Atomtest im September 1979 ist doch schon lange als Artefakt entlarvt! Militärische Satelliten fingen hochenergetische Gammaquanten von extragalaktischen Objekten ein, das war dann die Geburtsstunde der Gammaastronomie. 80.228.75.72 23:04, 22. Mai 2006 (CEST)

        Doppeleintrag

        Kernwaffe und Kernwaffentechnik überschneiden sich sehr stark. Beide erklären die Funktionsweise und die Designs der verschiedenen Waffentypen (unterschiedlich gewichtet). Beispiele für Doppelung: Neutronenbombe, Explosions und Implosionsdesign uvm... Ich glaube nicht das diese Trennung so Sinn macht. Das z.B. Neutronenbombe auf Kernwaffentechnik weiterleitet ist willkürlich. Wenn ich Informationen über Neutronenbomben suche muss ich mir die Informationen zusammensuchen. Ich habe den Artikel über Samuel Cohen, den Erfinder der Bombe geschrieben und bin nur durch Zufall auf den Kernwaffenartikel gestossen weil Neutronenbombe auf den anderen Artikel führt. Es würde schon Sinn machen die Bombendesigns zu trennen und ihnen eigene Artikel zu geben. Denn wo soll man sonst das einarbeiten, was zur Neutronenbombe gehört? Es kommt niemand darauf den technischen Aspekt in einem anderen Artikel zu suchen. Das Führt im Laufe der zeit zu genau der Vermischung und Überschneidung die es jetzt gibt. Beide Artikel sind in die Reihe der lesenswerten aufgenommen (durchaus zurecht) nur dummerweise sieht das damit nach einem Haufen Arbeit beim zusammenführen aus. Eclipse 03:34, 1. Jan 2006 (CET)

        Ich bin mir nicht so sicher, ob das Zusammenführen die Sache verbessert. Kernwaffentechnik geht erwartungsgemäß sehr detailliert auf die Technik ein - die aber für alle, die an Geschichte, militärischen oder politischen Aspekten interessiert sind, wenig interessant ist. Die Alternative wäre ja, die einzelnen Typen in eigenen Artikeln zu behandeln, also etwa _Neutronenbombe_, wo dann jeweils diese Bereiche zusammen fließen. Dann wird man aber immer wieder, um Wiederholungen zu vermeiden, auf die Wasserstoffbombe usw. verweisen dürfen. Am Ende wird die Zahl der Artikel und Verweise auch nicht geringer, und die Übersichtlichkeit nicht unbedingt größer. Fazit: Ich denke man kann + sollte mit dem jetzigen Zustand leben. --Bernd vdB 23:48, 9. Jan 2006 (CET)
        Eine Überschneidung kann ich nach aufmerksamer Prüfung kaum erkennen. - sie beschränkt sich auf den vergleichweise kurzen Abschnitt zur Funktionsweise. Solche Situationen sind unvermeidlich und treten häufiger in Wikipedia auf. Habe mir daher erlaubt, das Zusammenführen-Kennzeichen zu entfernen; zu Beginn noch den Verweis auf Kernwaffentechnik ergänzt. --Bernd vdB 23:59, 9. Jan 2006 (CET)

        Widerspruch

        Hi! Unter 'Implosion' steht: "Sowohl bei der Testbombe von Alamogordo, als auch bei der am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfenen Atombombe, handelte es sich um Implosionsbomben. Diese hatten beide eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen TNT." Demgegenüber findet sich unter 'Klassifizierung' "Fat Man, über Nagasaki abgeworfen, hatte demgegenüber nur 25 kT Sprengkraft." Mind. eine der Angaben ist falsch.

        Zahlen korrekt ?

        Ich finde die Zahlen der Atomwaffen für Nordkorea für nicht belegbar.Wäre es nich besser dies in frage zu stellen ob und wie viele NK besitzt ?

         Die USA und Großbritannien lagerten während des Kalten Krieges bis zu 5.000 Kernwaffen in deutschen Bunkern.

        5000 halte ich für sehr viel, dazu müssten die ca. 20-30 orte der lagerung schon fast 200 bomben jeweils gelagert haben. qullen?

        Soweit ich weiß haben wir immernoch kanpp 700-350 von den Tommy´s in Deutschland rumliegen. Was sollen wir mit dem Schrott?! Warten bis er uns um die Ohren fliegt?! AMERIKA NIMM DEINEN SCHHEIß WIEDER MIT!!!

        17,11,2006

        NATO-Luftwaffenstützpunkte mit Kernwaffen in DL

        Hallo zusammen. Wo gibt es Belege für die Information, dass in Brüggen Kernwaffen eingelagert werden? Das Gerücht hält sich hier (wohne dort ;-)), aber 'offiziell' <-- Anführungszeichen konnte ich diese Info nirgendwo finden. Auf dem Gelände des ehem. Flughafens (was sicherlich gemeint ist, liegt btw. in Niederkrüchten und heißt nur "Brüggen") ist mittlerweile ein Fernmeldetrupp stationiert. Dg5mm 08:19, 20. Jan 2006 (CET)

        Nun, offiziell wird das vermutlich keiner bestätigen, aber ich kenne einen älteren Offizier, der mir bestätigt hat, dass er dort einmal atomare artelleriemunition eingelagert hat. Aber das nur am rande, prinzipiell könnte man überall atomwaffen lagern, man müsste nur mal auf so lustige sachen wie die lieferung von 500000 papptellern achten ;)

        aber was anderes, zu der karte der atomwaffenbesitzenden länder. blau (deutschland z.b.) wird dort in der legende mit "Besitz bzw. programm aufgegeben". deutschland hat nie ein programm gehabt, und die stationierung unter der kontrolle eines anderen staates kann man wohl kaum als "besitz" bezeichnen. Ich würde vorschlagen die legende zu ändern bzw. zu erweitern, mit "von atommächten hier stationiert"

        Vielleicht waren die Forschungen im Rahmen des Uranprojekts im Dritten Reich gemeint? Das war zwar kein richtiges Programm zum Bau einer Bombe, aber zumindest ein Vorläufer zur Nutzbarmachung der Atomenergie.--Harmonica 01:44, 8. Mai 2006 (CEST)

        Ich habe mal etwas über einen Beinaheunfall mit einer Atombombe bei den Briten in Elmpt gelesen. Leider finde ich auch nichts im Web dazu.--Harmonica 01:44, 8. Mai 2006 (CEST)

        Außerdem handelt es sich bei der Bundesrepublik nicht um einen direkten Nachfolgestaat des 3. Reiches. Selbiges wurde mit der Kapitulation vollständig aufgelöst. Die BRD ist meiner Meinung nach ein Staat, der aus den ehemaligen Zonen der westlichen Siegermächten (Bizone, später Trizone) sowie (ab 1990) der DDR hervorgegangen ist. Daher denke ich nicht, das man behaupten könne, dass die BRD jemals ein Atomwaffenprogramm gehabt hätte. Die amerikanischen Atomraketen gehören ebenfalls den Amis (das deutsche Recht verbietet ausdrücklich den Besitz von Atomwaffen), sie sollten im Krisenfall lediglich durch deutsche Bomber ans Ziel gebarcht werden.

        Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

        Nun gibt es ja einige Artikel zu diesem Thema, allerdings wird in keinem die 'Gold-Theorie' abgehandelt (zumindest habe ich beim Überfliegen nix gefunden). Vielleicht sollte auch diese Variante in die diversen Artikel eingearbeitet werden:

        [LINK] und [LINK]

        Gruß, -- Gollumbus 06:58, 25. Jan 2006 (CET)

        Vorschläge

        Der Artikel ist wirklich super gelungen, aber es fehlt noch der Vorgang einer Atomexplosion (z.B. Warum der Strom dabei ausgeht usw)

        Bei der Rubrick "Bücher und Theaterstücke" würde ich auch den "Film Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" angeben. Er wurde 2003 von der Bundeszentrale für politische Bildung in einem Filmkanon aufgenommen. (Die Rubrick sollte dann eventuell Bücher, Theaterstücke und Filme heißen)

        Schmutzige Bombe

        Hier gibt es bereits eine Weiterleitung auf die neuere Definition, nämlich die Radiologische Waffe. Die Erwähnung der früheren und der neuen Bedeutung macht hier Sinn - habe mir aber erlaubt, die ausgiebigen (teils spekulativen) Erläuterungen hier zu straffen - und bitte die Autoren, wesentliche (neuere) Fakten ggf. in Radiologische Waffe einzubauen. --Bernd vdB 14:13, 21. Feb 2006 (CET)

        asso wirklich

        diese atombomben sollte man versuchen abzuschaffen!!!--Simyar 16:06, 29. Mär 2006 (CEST)

        gehört zwar nicht in ein Lexikon, aber ich bin ganz deiner meinung--G.O.D. 17:36, 31. Jul 2006 (CEST)

        MAN SOLLTE ALLGEMEIN ALLE WAFFEN ABSCHAFFEN!!! 17,11,2006

        Iran

        Die beschriebene Formulierung, daß der Besitz von Kernwaffen im Iran möglich ist, scheint überholt. Derzeit ist nur die Anreicherung gesichert, und selbst die wohl derzeit nur für energiewirtschaftliche Zwecke. Das sollte man mal korrigieren. In ein oder 2 Jahren kann es natürlich wieder anders aussehen. Aber das wäre Spekulation. Saxo 18:17, 15. Apr 2006 (CEST)
        Also es wäre gut, wenn man bei dem Abschnitt über den Iran dann auf den Artikel Atomprogramm des Iran verweisen würde, wo dann genauer über die Problematik gesprochen wird. --134.147.119.114 17:04, 26. Apr 2006 (CEST)

        Ich habe den Absatz "Besitz ungesicher" gelöscht und einen Absatz "Programm" reingestellt. Das der Iran NOCH keine Atombombe hat dürfte eigentlich KLAR sein, die Diskussion dreht sich ja nicht um die Atombombe sondern um DAS PROGRAMM. Ich habe bis jetzt auch NIRGENDS eine Vermutung in die Richtung gehört/gelesen AUßER hier, das kann ja wohl nicht sein.

        Warum ist der Artikel gesperrt?

        Die abgebildete W87 MX konnte bis 2005 bis zu 10 steuerbare Sprengköpfe transportieren (außer Dienst gestellt). Den Artikel Peacekeeper könnte man der Einfachkeit halber verlinken oder wenigstens nennen. --139.18.1.5 15:12, 22. Apr 2006 (CEST)

        Plutonium

        Plutonium ist im Vergleich zu anderen Schwermetallen nicht "sehr giftig". Giftigkeit ist außerdem eine Chemische Eigenschaft und hat mit Radioaktivität nichts zu tun. siehe: Plutonium und Gift --Uwe W. 18:50, 14. Mai 2006 (CEST)

        Geschichte, Anfänge; Allgemeine Frage

        War das wirklich so: ...um ihn vor der Möglichkeit der Entwicklung einer Atombombe in Deutschland zu warnen und ihn im Gegenzug zu der Entwicklung einer eigenen Atombombe anzuregen.

        Kennt irgendjmd. diesen Brief (Quelle?)? Wunderte mich nur, da ich EINSTEIN anders eingeschätzt hätte... thx anton

        Anti-Amerikanistisch

        Ich bin gebürtiger Amerikaner und finde diesen Artikel zu anti-amerikanistisch. Nur weil einige Menschen Probleme mit der US-Amerikanischen Politik haben (was sie meiner Meinung nach auch gar nichts angeht, es ist schließlich "unsere" Politik"), muss man hier nicht subjektiv gegen ein Land schreiben. Ich bin dafür, dass mal jemand den Artikel überarbeitet oder die Sperre gelöst wird Jake

        Kannst du konkrete Punkte angeben, wo du den Artikel zu "anti-amerikanisch" empfindest? Ich persönlich finde den Artikel durchaus neutral geschrieben. --RokerHRO 22:08, 21. Jul 2006 (CEST)

        Dem kann ich mich anschliessen, finde den Artikel eigentlich in Ordnung so. Und bezüglich der Bemerkung "Unsere Politik" muss ich sagen, die geht sehr wohl andere was an wenn sie davon betroffen sind.

        Verhüllungswort: Kernwaffe

        Warum denn bitte "Kernwaffe", und nicht "Atombombe". M.E. trifft das Wort "Kernwaffe" nicht den eigentlich, eben, Kern der Sache. Diese Dinger haben nichts mit Steinobst zu tun. Klar ist der Atomkern das, worauf es ankommt, aber genau und treffend wäre Atomwaffe, Atombombe, Atomrakete, etc. --Dagon

        Blitzartige Strukturen

        was sind diese blitzartigen strukturen die auf einigen bildern zu sehen sind? zb hier:

        -- Darrn 09:35, 7. Sep 2006 (CEST)

        Das sind Rauchfahnen, die bei Kernwaffentests ein paar Sekunden vor der Zündung durch Raketen für Messzwecke erzeugt werden. Grund: Die Druckwelle, die bei der Explosion entsteht reißt bereits nach wenigen Millisekunden vom Feuerball ab und bleibt dann aus der Entfernung unsichtbar. Durch die (fast vertikalen) Rauchfahnen kann man die Ausbreitung der Druckwelle dennoch messtechnisch verfolgen: Passiert die Schockfront die Rauchfahnen, so ändert sich die Refraktion der Luft an dieser Stelle und die Rauchfahnen scheinen aufgrund der Änderung des Brechungsindizes an dieser Stelle hakenartig abzubrechen. Damit wird die Druckwelle sichtbar. Das ganze wird im Detail hier erklärt: http://nuclearweaponarchive...

        --Tackat 20:29, 10. Sep 2006 (CEST)

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        -- DuesenBot 16:14, 9. Sep 2006 (CEST)

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        -- DuesenBot 12:14, 10. Sep 2006 (CEST)

        Nordkorea, Ausgliederung in eigenen Artikel

        Sollte man eventuell in Betracht ziehen, so wie die Englische und Französische Wikipedia einen eigenen Artikel über den Atomwaffentest zu erstellen? Quellen und Informationen gibt es ja ansich genügend, weiters hat der Atombombentest mit dem Thema Kernwaffe nicht direkt etwas zu tun. (Weltpolitisches Event VS Generelle Informationen zu Kernwaffen)

        IRAN

        Der Satz "Beim Iran ist das Kernwaffenprogramm auch ambitioniert, der Zweck ist jedoch laut offiziellen Stellungnahmen seitens des Iran die zivile Nutzung der Kernkraft. Die Mittel zum Bau sind aktuell vorhanden. Allerdings würde die Entwicklung laut Experten bis zu 3 weiteren Jahren dauern." ist verworren, grammatikalisch zu bemängeln und ist zum Letzten überhaupt nicht bewiesen, daß der Iran ein KERNWAFFENPROGRAMM (! - WAFFEN-) anstrebt. Es wird nach westlicher Meinung, vor allem die der VSA, vermutet, ist aber nicht bewiesen. Dies ist Grund meiner Änderung.

        Ellipsoid

        Geändert in: Im Iran wird das Streben nach einem Kernwaffenprogramm nach westlicher Meinungen, allen voran die der USA, vermutet. Einen Nachweis gibt es allerdings nicht. Offiziell gibt das Land Iran an, an der zivilen Nutzbarmachung der Kernkraft zur Energiegewinnung zu arbeiten. Die Mittel zur Schaffung sind vorhanden. Allerdings würde die Entwicklung laut Experten bis zu 3 weiteren Jahren dauern, zudem ist allgemein unbekannt, daß die Menge an waffenfähigem Uran Laborwerte nicht übersteigt.

        unklar:

        Zitat: „Anders hätte es ausgesehen, wenn etwa der andauernde Einsatz von vielen Atomwaffen die Eroberung von Pazifikinseln durch die USA massiv beschleunigt hätte. “

        Das verstehe ich nicht. Wenn es jemand klar ist und er es verständlich macht, kann es ja wieder rein. Hab es erstma rausgenommen.--Ulfbastel 17:59, 17. Okt. 2006 (CEST)

        Kernwaffe vs. Atomwaffe

        In der Einleitung steht:

        Kernwaffen - auch Nuklearwaffen oder (ungenau) Atomwaffen

        Warum soll Atomwaffe ungenau sein? Ist Kernwaffe der Oberbegriff und Atomwaffe bzw. Atombombe nur eine spezielle Ausprägung (neben anderen)? Da Atombombe ein sehr verbreiteter Begriff ist, sollte das geklärt werden. --Abe Lincoln 09:50, 17. Okt. 2006 (CEST)

        Weil Kernwaffen halt ihre Energie aus Kernreaktionen (Kernspaltung/Kernfusion) gewinnen. --RokerHRO 14:46, 18. Okt. 2006 (CEST)

        Wikipedia soll keine Begriffsbildung oder -agitation betreiben, sondern sich am allgemeinen Sprachgebrauch orientieren, wenn dies der sachlichen Beschreibung nicht entgegensteht. Eine Google-Suche nach "irak atomwaffen" oder nach "irak atombomben" bringt mehr als 5 mal so viele Treffer (ca. 400.000) wie eine Suche nach "irak kernwaffen" (nur ca. 70.000), also ist Atomwaffe oder Atombombe der gebräuchlichere Begriff im Deutschen. Wenn das Gleiche gemeint ist, sollte daher Atomwaffe oder Atombombe verwendet werden. Da die Kernspaltung und Kernfusion Prozesse im Atomkern sind, ist der Begriff ja auch ebenso richtig, oder? Wenn nicht die Gefahr einer Verwechslung besteht, sollte der Artikel wieder zurückverschoben werden. --Abe Lincoln 15:04, 18. Okt. 2006 (CEST)

        Der Begriff "Kernwaffe" wurde ja nicht von Wikipedia erfunden. Er ist halt der korrekte und in der Fachwelt auch üblichere Begriff, daher sollte das Lemma auch so heißen. Man könnte sogar unterstellen, dass der Begriff "Atomwaffe" ebenso wie "Atomkraftwerk" (ab-)wertend ist und daher dem NPOV-Prinzip widerspricht. Denn in der deutschen Alltagssprache wird der eigentlich neutrale Begriff "Atom" (und die Zusammensetzungen daraus) fast immer im Zusammenhang mit Kerntechnik ("Atomtechnik") und dabei sehr häufig mit negativem Anklang verwendet. "Kernwaffe" ist daher nicht nur korrekt und fachsprachlich üblicher, es ist auch eine wertungsfreie und neutrale Bezeichnung und daher IMHO zu bevorzugen.
        Der Tatsache, dass in der Alltagssprache der Begriff "Atomwaffe" häufiger verwendet wird, wird ja dadurch Rechnung getragen, dass dieser - falsche aber halt übliche - Begriff im ersten Satz auch erwähnt wird. --RokerHRO 15:49, 18. Okt. 2006 (CEST)

        Hallo?? Welche negative Konnotation mit einem Begriff verbunden ist, ist aus meiner Sicht nun aber vollkommen irrelevant. Oder willst Du auch CDU-Spendenaffäre nach Unregelmäßigkeiten bei der Spendeneinnahme bei der CDU verschieben? Einzig ausschlaggebend sollte aus meiner Sicht sein, was der allgemeine deutsche Sprachgebrauch ist. Sorry für die Polemik, aber ich finde die Argumentation schon extrem abwegig. --Abe Lincoln 16:00, 18. Okt. 2006 (CEST)
        Abgesehen davon finde ich es sehr amüsant, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich um den "guten Ruf" der Atombombe sorgen machen...

        Gibt es Elektronenwaffen? Abgesehen davon sollte man nicht über Wissen demokratisch abstimmen, sondern Fachleute befragen.



        Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kernwaffe und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).