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Der Artikel Korsika gehört zur Kategorie: Korsika, Insel (Europa), Insel (Frankreich), Insel (Mittelmeer)
Korsika ist eine Insel im Mittelmeer und eine Region Frankreichs. Sie liegt westlich von Italien, auf der Höhe der Abruzzen, nördlich der italienischen Insel Sardinien und südöstlich des Mutterlandes. Nach Sizilien, Sardinien und Zypern handelt es sich um die viertgrößte Mittelmeerinsel.
Ihr korsischer Name ist Corsica, ihr französischer Corse [].
Korsika hat derzeit (2004) rund 250.000 Einwohner, die Hauptstadt der Region ist Ajaccio (frz. [] ausgesprochen, korsisch Aiacciu []). Das frühere Département Korsika (Nummer 20) wurde zum 1. Januar 1976 in zwei Départements aufgeteilt (Corse-du-Sud (2A, Ajaccio) und Haute-Corse (2B, Bastia)). Bereits zwischen 1793 und 1811 war die Insel in zwei Départements gegliedert (Golo und Liamone).
Geografie
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Karte von Korsika Bildherkunft |
Die Mittelmeerinsel Korsika liegt zwischen 43°01' und 41°22' nördlicher Breite und 9°34' und 8°33' östlicher Länge. Von Norden (Cap Corse) bis Süden (Capo Pertusato) misst die Insel 183 km, von Osten (Alistro) nach Westen (Capo Rosso) 83 km. Die Fläche beträgt ca. 8682 km². Aufgrund der zahlreichen Buchten hat Korsika eine über 1000 km lange Küste. Ein Drittel davon ist Strand, der Rest Felsküste. Zu großen Teilen besteht die Insel aus Hochgebirge, lediglich die Ostküste besitzt einen maximal 10 km breiten ebenen Streifen.
Die Insel liegt im Mittelmeer und wird dabei im Norden vom Ligurischen Meer, im Osten und Süden vom Tyrrhenischen Meer und im Westen vom Westlichen Mittelmeer begrenzt.
Die Entfernung nach Frankreich (Nizza) beträgt 180 km, das italienische Festland dagegen ist nur 83 km entfernt (Livorno), die italienische Insel Sardinien an der Straße von Bonifacio im Süden sogar nur 12 km.
Die Insel ist sehr gebirgig. Etwa 86 % der Insel sind Bergland und nur 14 % Küstentiefland. Korsika hat eine durchschnittliche Höhe von 568 m (Sardinien: 344 m, Sizilien: 441 m). Auf Korsika ragen 50 Zweitausender in den Himmel. Der höchste Berg ist der Monte Cinto mit 2706 m, der nur 24 km von der Westküste entfernt liegt.
Entstanden ist Korsika wie die Alpen im Tertiär. Es besteht zu zwei Drittel aus einem kristallinen Granit-Sockel, vor allem im Westen. Der Osten besteht überwiegend aus Schiefer, der sich aus Meeressedimenten gebildet hat, und aus Schwemmland.
Die Insel wird von der Korsischen Eisenbahn mit landschaftlich beeindruckenden Bahnstrecken durchquert. Der GR 20 entlang des Hauptkammes des korsischen Hochgebirges gilt als anspruchsvollster Fernwanderweg Frankreichs.
Städte
Bedeutende Städte (in Klammern jeweils der korsische Name):- Ajaccio (Aiacciu) ... Hauptstadt des Departements Corse-du-Sud, Geburtsstadt Napoleons
- Bastia (Bastia) ... Hauptstadt des Departements Haute Corse, wichtige Hafenstadt
- Bonifacio (Bunifaziu) ... südlichste Stadt Korsikas
- Calvi (Calvi) ... wichtige Hafenstadt im Nordwesten, viele Touristen
- Corte (Corti) ... alte Hauptstadt Korsikas im Zentrum der Insel
- Sartène (Sartè)
Weitere Städte und Ortschaften:
- Saint-Florent (San Fiorenzu)
- Porto-Vecchio (Porti Vechju)
- L'Île-Rousse (Isula Rossa)
- Porto
Geologie
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NASA-Satellitenbild Korsikas Bildherkunft |
Korsika ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel des Mittelmeeres. Die Insel ragt stellenweise aus 2.500 m Tiefe des Mittelmeers als eine imposante Gebirgslandschaft empor. Nur 24 km von der Westküste entfernt erreicht sie mit dem Mt. Cinto Massiv (2710 mNN) ihre höchste Erhebung. Geologisch wird die Insel durch eine Linie von der Île Rousse im Nordwesten bis nach Solenzara im Südosten in zwei völlig unterschiedliche geomorphologische Bereiche getrennt. Im Westen finden sich überwiegend Granite und Tiefengesteine, wie z.B. den Quarzporphyr aus dem Karbon. Der östliche Teil der Insel besteht aus gefaltetem Schiefer (Tonschiefer, Glanzschiefer), deren Entstehung auf die gewaltigen Landmassenbewegungen während der Auffaltung der Alpen in der geologischen Epoche des Eozän zurückgeht. Stellenweise weist der Tonschiefer fein verteilte Pyrriteinschlüsse auf. Die Glanzschieferdecke ist weniger klastisch geprägt und enthält dafür zahlreiche Radiolarite.
Das östlich gelegene Schiefergebirge bleibt mit seinen Gipfelhöhen deutlich unter 2000 m und besitzt damit den Charakter eines Mittelgebirges. Das granithaltige Grundgebirge im Westen dagegen besitzt einen von Nordwesten nach Südosten ziehenden über 2000 m hohen, meist gratförmigen Hauptkamm mit S-förmigen Verlauf und zeigt typischen Hochgebirgscharakter. Von diesem Hauptkamm aus, der gleichzeitig die Wasserscheide darstellt, laufen zahlreiche steil abfallende Seitenkämme und Seitentäler hinunter bis zur buchtenreichen Westküste. Diese Geländemorphologie ermöglicht einzigartige Ausblicke und gab Korsika das Synonym „Gebirge im Meer“. Direkt in diesem Hauptkamm bzw. unweit davon befinden sich die höchsten Berge der Insel:
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Restonica Tal, die Felswand zeigt aufgeschlossenen Quarzporphyr Bildherkunft |
- Monte Cinto (2706 m)
- Monte Rotondo (2622 m)
- Punta Minuta (2556 m)
- Paglia Orba (2525 m)
- Monte d'Oro (2389 m)
- Monte Renoso (2352 m)
- Capu Tafunatu (2343 m)
Der Hauptkamm des Gebirges wird von insgesamt vier Pässen durchquert (Col de Bavella, Col de Verde, Col de Vergio, Col de Vizzavona), von denen der Col de Vergio mit 1470 m über NN der höchste und der Col de Vizzavona (1163 m über NN) der verkehrsreichste ist. Weitere Passstraßen erschließen in über 1000 m Höhe die Seitenausläufer. Das Gebirge wird auf seiner ganzen Länge durch den GR 20 erschlossen, der als schwierigster Wanderweg Frankreichs gilt.
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Die eindrucksvollen Karstfelsen von Bonifacio Bildherkunft |
Während des Pleistozäns (vor 30.000 bis 20.000 Jahren) war auch Korsika stark vergletschert. Als Ausdruck dafür finden sich in den Bergen mehrere Karseen und zahlreiche durch Gletscher geformte Täler mit Endmoränen, wie z.B. das Restonica-Tal-|maps bei Corte. Das Moränenmaterial, das überwiegend aus Granitgrus besteht, geht häufig als Steinschlag auf die Straßen und Wege Korsikas nieder. In den Zungenbereichen der ehemaligen Gletscher liegen heute noch ausgedehnte Schutt- und Geröllhalden, die bis in die Sommermonate häufig von ablaufendem Schmelzwasser durchflossen werden.
Gegen Süden nimmt das Relief der Insel deutlich an Höhe ab. An der Südspitze bei Bonifacio finden sich im Untergrund großflächig sedimentierte Dolomit-Kalke, die vermutlich durch sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm marinen Ursprungs entstanden sind. Die Kalkfelsen von Bonifacio sind sowohl von den Gezeiten als auch von Stürmen eindrucksvoll gekennzeichnet (Verkarstung).
Erwähnenswert sind auch die schroffen Felstürme der Aiguilles de Bavella, die oft auch als die korsischen Dolomiten bezeichnet werden.
Klima
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Klimadiagramm Bastia Bildherkunft |
Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima: Heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Dabei wirkt im Winter das Mittelmeer als Wärmespeicher. Aufgrund der hohen Berge und starker Winde gibt es auf Korsika allerdings einige Abweichungen.
Die Niederschlagsmenge ist abhängig von der Höhe. Bis auf 2000 m Höhe ist der Niederschlag etwa viermal so stark wie an der Küste. Vor allem im Sommer sind die Küstenregionen besonders trocken. Sommerliche Gewittergüsse lassen nur kurz die Flüsse anschwellen. Korsika hat mit ca. 2750 Stunden mehr Sonnenschein als das französische Festland.
An den Küsten schwankt die Temperatur zwischen 5 °C im Winter und bis über 30 °C im Sommer. Frost gibt es an den Küsten selten. Im Gebirge gibt es in den höheren Regionen im Winter auch Schneefall und geschlossene Schneedecken. Auch im Sommer ist auf den hohen Bergen noch oft Schnee zu sehen.
Winde auf Korsika
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Windrichtungen im Jahresschnitt Bildherkunft |
Die in den Sommermonaten am häufigsten wehenden Winde:
- Nord: Tramontana: kalt und trocken; von jenseits der Alpen
- Nordwest: Mistral (Maestrale): kalt und trocken; bringt klare Sicht
- Nordost: Grecale: feucht und schwül
- Ost: Levante: warm und feucht; ist verantwortlich für die Dünenbildung und die Entstehung der Lagunen an der Ostküste
- Südost: Scirocco: feucht und heiß; bringt Gewitterstürme
- Südwest: Libeccio (Libeccu): weht am häufigsten; mäßig stark; große Temperaturschwankungen; sagt Regen voraus
- West: Ponente: sehr selten, heiß
Zusätzlich gibt es auch Land- und Seewinde, die sich aufgrund der unterschiedlich starken tageszeitlichen Erwärmung ergeben:
- Die Seebrise mezziornu (ab 2 - 4 Stunden nach Sonnenaufgang) ... erreicht seinen Höhepunkt zwischen 13 - 14 Uhr und endet 1 - 2 Stunden vor Sonnenuntergang
- Die Landbrise terranu (weht in der Nacht) ... in den frühen Morgenstunden, so heißt es, trägt sie den Duft der Macchia ins Meer hinaus.
Bei einer Fahrt entlang der Küste sollte man immer im Hinterkopf haben, dass der Wind von einen Kap zum anderen aus unterschiedlicher Richtung und in unterschiedlicher Stärke wehen kann. Die steil aufragenden Berge verursachen besonders dort, wo sie direkt aus dem Meer aufsteigen, einen ungeheuren Brandungsrücklauf. Bei schwerer See erreicht dieser Rücklauf enorme Ausmaße und glättet sich erst weit draußen auf offener See.
Gezeiten und Wasserstände
Im westlichen Mittelmeer treten die Gezeiten in halbtäglichen Abständen auf. Der Tidenhub an der Küste Korsikas beträgt bei Springtide 30 cm, bei Nipptide 10 cm. Abweichungen zwischen Morgen- und Abendpegel können bis zu 10 cm betragen. Winde erhöhen oder vermindern, je nach Richtung, den Wasserstand erheblich.
Flora
Macchia
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Garigue und Macchie auf Korsika Bildherkunft |
(Der Name Macchia kommt von dem Korsischen Wort "mucchia", was soviel wie "Dickicht" oder im politischen Sinn auch "Widerstandskämpfer" bedeutet. Auch das französische Wort "maquis" soll davon abstammen.)
Die Macchia ist ein immergrüner Buschwald, der rund die Hälfte der Insel bedeckt. Dieser Vegetationstyp ist typisch für das Mittelmeergebiet, aber auf Korsika ist er besonders üppig und verbreitet. Die Wachstumshöhe liegt bei etwa 2 bis 5 Meter. Die Pflanzen haben besonders kleine Blätter oder Dornen, um die Verdunstung möglichst gering zu halten. Im Frühjahr erblüht die Macchia in bunten Farben und ein intensiver Duft lässt die Insel auch vom Meer her riechen, schon Napoléon Bonaparte sagte, er könne seine Heimatinsel schon allein daran erkennen. Die verbreitetsten Pflanzen sind Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte, Baumheide und Erdbeerbaum. In den heißen Sommermonaten vertrocknet die Vegetation in vielen Bereichen gänzlich, sodass die Landschaft ein steppenhaftes Aussehen erreicht.
Nahezu alljährlich kommt es im Hochsommer zu Wald - und Buschbränden, die nicht immer auf menschliche Einflüsse zurückzuführen sind. Ein Teil dieser Brände entsteht auch durch Selbstentzündung der ausgetrockneten Vegetation - (Feuerökologie). Zum Löschen größerer Waldbrände werden spezielle Löschflugzeuge eingesetzt, die im küstennahen Bereich Salzwasser aus dem Meer aufnehmen, um es im Landesinneren direkt über den Brandherden abzuwerfen. Dies führt stellenweise zu einer Versalzung der humösen Auflage der Böden. Auf den versalzten Flächen schaffen es zunächst nur die anspruchslosen Pflanzen der Macchia Fuß zu fassen. Nach einiger Zeit, wenn die Salzkonzentration im Oberboden durch Regenwasser ausgewaschen wurde, stellen sich auch die anderen Arten der dort lebenden Pflanzengesellschaft wieder ein.
Garigue
Die Garigue ist leicht mit der Macchia zu verwechseln, allerdings erreichen die Pflanzen meist nur eine Höhe bis 1 m, und es sind andere Pflanzen zu finden. Auf besonders dünnen Böden finden sich die Kermeseiche, Montpellier-Zistrose, Wolfsmilchsarten, Ginster, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Salbei und einige Knollenpflanzen.
Bäume und Kulturpflanzen
Die am häufigsten vertretenen Bäume sind Laricio-Kiefern (26%), Steineichen (22 %), Seestrandkiefern (20 %), Buchen (18 %) und Korkeichen (5 %).
Die Laricio-Kiefer, auch Korsische Schwarzkiefer (Pinus laricio corsicanus) genannt, kann eine Wuchshöhe bis zu 50 Meter und ein Alter von nahezu tausend Jahre erreichen. Der Baum ist auf Korsika in den höheren Gebirgslagen ab etwa 800 mNN bis 1800 mNN stark verbreitet. Die Korsische Schwarzkiefer ist sehr anspruchslos. Auf den kargen, felsigen Böden der Hochlagen wächst sie naturgemäß sehr langsam. Sie übersteht ohne Probleme längere Frostperioden.
Die Edelkastanie oder auch Esskastanie bezeichnet, bedeckt im Gebiet der Castagniccia etwa eine Fläche von 30.000 ha. Diese Baumart ist wesentlich wämeliebender als die Schwarzkiefer. Sie wächst auf Korsika maximal bis zu 600 Meter über dem Meeresspiegel. Früher waren Esskastanien neben der Viehzucht (Schafe, Ziegen) die Hauptnahrungsquelle der Korsen. Im Südosten, rund um Porto-Vecchio und Figari ist die Korkeiche sehr stark verbreitet. Alle 10 bis 20 Jahre kann der Baum zur Gewinnung von Naturkork geschält werden.
Der Eukalyptusbaum wurde auf Korsika eingeführt, damit sein Duft die Malariamücken vertreibt. Dies tat er dann auch, allerdings indem er sumpfige Gegenden trockenlegte. Der Eukalyptus wird bis zu 40 m hoch, hat eine silbrige Rinde, die meist in Fetzen am Stamm hängt. Die Blätter sind lang und gebogen und verströmen den typischen Eukalyptus-Duft, ebenso die Früchte.
Soweit die Bodenverältnisse es zulassen, gedeihen bis auf eine Höhe von etwa 400 Meter weitere typische Mittelmeerpflanzen, wie Zypressen, Ölbäume, Oleander, Platanen, Mimosen und Dattelpalmen. Wichtige Kulturpflanzen sind in diesen Bereichen Zitrusfrüchte (Zitronen, Orangen, Limonen), Feigenbäume, Mandel- und Pfirsichbäume sowie der Anbau von Wein.
Fauna
Korsika beherbergt unter anderem mehrere endemische, also ausschließlich auf dieser Insel vorkommende Tierarten. Unter den Amphibien sind als Endemiten beispielsweise der Korsische Gebirgsmolch, der Korsische Feuersalamander und der Korsische Scheibenzüngler zu nennen. Der Tyrrhenische Laubfrosch bewohnt neben Korsika auch noch einige Nachbarinseln. Im folgenden werden die bisher bekannten Amphibienarten aufgelistet.
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Griechische Landschildkröte, eine auf Korsika eingeführte Art Bildherkunft |
- Korsischer Gebirgsmolch (Euproctus montanus)
- Korsischer Feuersalamander (Salamandra corsica)
- Korsischer Scheibenzüngler (Discoglossus montalenti)
- Sardischer Scheibenzüngler (Discoglossus sardus)
- Wechselkröte (Bufo viridis)
- Tyrrhenischer Laubfrosch (Hyla sarda)
- Italienischer Wasserfrosch (Rana bergeri)
Unter den Reptilien gehören folgende Arten zur Fauna Korsikas:
- Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni)
- Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)
- Europäischer Halbfinger (Hemidactylus turcicus)
- Europäischer Blattfinger (Phyllodactylus europaeus)
- Mauergecko (Tarentola mauritanica)
- Zwerg-Kieleidechse (Algyroides fizingeri)
- Tyrrhenische Gebirgseidechse (Archaeolacerta bedriagae)
- Ruineneidechse (Podarcis sicula)
- Tyrrhenische Mauereidechse (Podarcis tiliguerta)
- Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis viridiflavus)
- Ringelnatter (Natrix natrix)
Da Korsika eine wichtige Zwischenstation des europäischen Vogelzugs ist, lassen sich in den Lagunen der Ostküste zwischen Oktober bis März große Schwärme von Wasser- und Watvögel beobachten, darunter sehr seltene Arten wie z.B. Großer Brachvogel, Bekassine, Knäkente, Rotschenkel, Trauerente und Zwergseeschwalbe. Die meisten Arten sind durch die EG-Vogelschutzrichtlinie geschützt und dürfen auch in Korsika nicht bejagt weden. Der Triel (Burhinus oedicemus) wurde in Korsika stellenweise auch als Brutvogel festgestellt.
Die Küstengewässer sind fischreich, man kennt hier etwa 290 Brack- und Salzwasserarten. In den Süßgewässern leben vorwiegend Forellen und Aale, die z.T. durch Angelvereine vor Ort eingesetzt werden. Eine Besonderheit der Süßgewässer Korsikas sind Süßwassergarnelen, die in den Unterläufen kleinerer Flüsse stellenweise häufig anzutreffen sind. Die Tiere sind sehr unauffällig und nur für die geschulten Augen eines naturbeobachtenden Menschen erkennbar.
Die wildlebende Säugertierfauna ist aufgrund der steilen Topografie der Insel und der früheren sehr intensiv betriebenen Bejagung nicht sehr artenreich. Der auf Korsika dominierende Säuger ist das Wildschwein, hier als Unterart Sus scrofa meridionalis definiert, wobei man heutzutage vermutlich nur noch sog. Blendlingen (= Kreuzungen zwischen Wildschweinen und Hausschweinen) im Gelände begegnet. Sehr selten ist das Mufflon inwischen geworden, das durch starke Bejagung in ganz Europa ausgerottet war und einzig auf Korsika und Sardinien überleben konnte. In den Heide- und Steppenlandschaften stößt man nach Sonnenaufgang vereinzelt noch auf Hasen und Marder. Ob sie als ursprüngliche Faunenelemente Korsikas gelten, ist unklar.
Unter der großen Gruppe der auf Korsika verbreiteten Insekten ist sicherlich die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) mit am eindrucksvollsten. Die Fangschrecke ist in tieferen Lagen während der Sommermonate häufig im Begleitgrün von Wegen und Strassen sowie in hohen Trockenrasenbeständen anzutreffen.
Bis in die 1950-er Jahre war die Malaria auf Korsika noch ein großes Problem, insbesondere an den ausgedehnten Brackwasserflächen der Ostküste. Vor der durch die Stechmücken der Gattung Anopheles übertragenen Krankheit zogen sich die Korsen regelmäßig während des Hochsommers in höhere Lagen zurück. Ab 1944 bekämpft die amerikanische Luftwaffe im Mündungsdelta des Stabiacco (Porto-Vecchio) erfolgreich die Malariamücke Anopheles aus der Luft durch die Versprühung von DDT und macht somit den späteren Massentourismus auf der Insel erst möglich. Über die schwerwiegenden, langfristigen Auswirkungen dieser Chlorkohlenwasserstoffe auf Mensch und Tier war man sich seinerzeit noch nicht bewußt. Immer wieder aufkeimende Malaria gab es auf Korsika bis in die 1970-er jahre. Heute gilt die Insel als malariafrei. Teile der Brackwassersümpfe der Ostküste wurden inzwischen entwässert und in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Korsikas und Korsika im Altertum
Die korsische Urbevölkerung, Jäger und Sammler, wurde um 6.000 v. Chr. von einwandernden Neolithikern der Impresso-Kultur verdrängt. Im Süden der Insel entwickelte sich etwa 3.000 v. Chr. eine mehrphasige Megalith-Kultur (Filitosa), die auch zahllose Menhire errichtete und um 1.800 v. Chr. von der Kultur der Torreanern abgelöst wurde, die Torren, nuraghenartige Turmbauten eigener Prägung errichteten. Zuletzt waren Teile Korsikas unter griechischer (Alalia) und römischer (Aleria) Herrschaft. Auch Vandalen, Oströmer und Goten suchten die Insel heim. Nachdem Korsika zunächst den römischen Päpsten untertan war, gehörte es ab 1300 zu Genua. Nach Aufständen der Bevölkerung gegen die Genuesen wurde 1755 die Unabhängigkeit ausgerufen. Zuvor, am 15. April 1736, machten korsische Rebellen den deutschen Abenteurer Baron Theodor von Neuhoff (1694 - 1756) im Kloster von Alesani in der Castagniccia zu ihrem König. König Theodor I. von Korsika war der einzige König, den Korsika je hatte. Unter Führung des als Vater der Nation (Babbu di a Patria) bezeichneten Pascal Paoli schufen die Korsen eine demokratische Verfassung und ein relativ fortschrittliches Staatswesen. Daraufhin verkaufte Genua die Insel an Frankreich, das 1769 die korsischen Truppen in der Schlacht bei Ponte Nuovu besiegte. Korsika ist - abgesehen von einem kurzen Zeitraum während der Französischen Revolution, in welchem die Insel zu England gehörte - bis heute französisches Staatsgebiet.
Ajaccio auf Korsika ist der Geburtsort Napoléon Bonapartes, dessen Eltern dem niederen korsischen Adel angehörten. Korsika war damals unter französischer Besatzung, und korsischen Adeligen wurde angeboten, französische Adelstitel anzunehmen, wenn sie ihre Herkunft lückenlos nachweisen konnten. Um dem nachzukommen, reisten seine Eltern nach Frankreich und schickten den jungen Napoleon dort zur Schule.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfolgte eine stetige Einwanderung von Festlandfranzosen. Vor allem nach dem Algerienkrieg wurden gezielt aus Algerien vertriebene und geflohene Franzosen (frz. 'pieds noirs') angesiedelt, so dass die Korsen zur Minderheit auf der eigenen Insel wurden. Gleichzeitig wurde die korsische Sprache durch ihre Verbannung aus Schule und öffentlichem Leben zielstrebig ausgelöscht, um die korsische Identität der Bewohner zu zerstören.
Auf der Insel gibt es seit langer Zeit eine Bewegung für die korsische Unabhängigkeit. Die französische Regierung lehnt diese strikt ab, in der Befürchtung, sie würde die französische Einheit bedrohen. Einige Unterstützer der korsischen Unabhängigkeit versuchen, durch Bombenanschläge und Mord die Regierung zur Gewährung der Unabhängigkeit zu zwingen (siehe auch: FLNC). Im Jahr 2000 stimmte Ministerpräsident Lionel Jospin im Rahmen des Prozesses von Matignon einer größeren Autonomie Korsikas im Gegenzug zu einem Ende der Gewalt zu. Dem stand die gaullistische Opposition in der französischen Nationalversammlung entgegen, die befürchtete, dass andere Regionen (Bretagne, Provence, Elsass, etc.) ebenfalls Autonomie fordern würden, und dies in einer Aufspaltung Frankreichs enden würde.
Die vorgeschlagene Autonomie für Korsika würde einen größeren Schutz der korsischen Sprache (corsu), der traditionellen Sprache der Insel, beinhalten. Frankreich lehnt traditionell den Gebrauch von regionalen Sprachen oder Minderheitensprachen ab, da das Vorherrschen der französischen Sprache als Absicherung für die Existenz des französischen Staates angesehen wird. (siehe Edikt von Villers-Cotterets) Im Juli 2003 stimmten knapp 51 % der Korsen in einer Befragung gegen den Prozess von Matignon. Obwohl diese keinen politisch bindenden Charakter besaß, respektierte die französische Regierung das Votum und stoppte die weitere Umsetzung des Vorhabens. Die Gründe für das Scheitern werden vor allem im Vorwurf gegen Jospin gesehen, er habe durch die Verhandlungen mit Vertretern der Unabhängigkeitsbewegung die von Teilen derselben ausgeübte Gewalt legitimiert.
Herkunft des Namens
Der Name der Insel Korsika oder französisch Corse geht wohl auf den phönizischen Begriff Korsai zurück, was in etwa „mit Wäldern bedeckt“ bedeutet. Die griechische Bezeichnung für die Insel lautete Kyrnos (griech. Κύρνως).Das korsische Wappen
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Das korsische Wappen am Portal eines Tunnels der Chemins de fer de la Corse Bildherkunft |
Das korsische Wappen zeigt einen schwarzen Männerkopf mit krausem Haar und weißem Stirnband. Dieses Wappen ist eigentlich ein Freiheitssymbol der Korsen, allerdings ist nicht sicher, wer dargestellt ist. Selbst Experten schwanken zwischen Mohr und Maure. Es gibt zahlreiche Legenden um die Entstehung und Bedeutung des Symbols.
Der einen Legende nach entführte im 13. Jahrhundert ein maurischer Herrscher eine junge Korsin nach Spanien. Deren korsischer Verlobter reiste hinterher, um sie zu befreien, woraufhin der Maure einen seiner tapfersten Getreuen gegen ihn in den Kampf schickte. Der Korse schlug jedoch dem Mauren den Kopf ab und hielt diesen hoch als Zeichen des Triumphs.
Ein weiterer Erklärungsansatz geht in Richtung der Reformen von Pascal Paoli: Ähnlich wie bei der Nachbarinsel Sardinien zeigte das korsische Wappen ursprünglich einen Mohrenkopf mit verbundenen Augen. Pascal Paoli verschob die Binde in Richtung Stirn und entfernte auch den Ohrring, denn beides galt als Zeichen der Sklaverei, von der sich die Korsen durch seine Reformen befreit hatten.
Musik
Paghjella ist der polyphone Männergesang der traditionellen korsischen Volksmusik.
Dabei trägt die mittlere Stimme die Melodie; die zweite, tiefere bildet die Begleitung; die dritte, höchste singt die Koloratur.
In dieser Tradition steht u.a. die Gruppe I Muvrini.
Kulinarisches
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freilaufende, z.T. verwilderte Hausschweine auf Korsika Bildherkunft |
Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige Küche. Eine Spezialität sind die freilaufenden Schweine, die sich von Kastanien, Eicheln und Bucheckern ernähren und deren Fleisch dann über Kastanienholz geräuchert wird.
- Lonzu - In Pfeffer gerolltes Schweinefilet
- Coppa - geräucherter Schweinekamm
- Figatellu - Leberwurst mit Kräutern
Käse:
- Brocciu - topfenähnlicher Frischkäse
Getränke:
- Kastanien- und Myrtenbier
Weinbau auf Korsika
siehe Hauptartikel: Weinbau auf Korsika
Auf Korsika wird eine große Vielfalt an Weinen produziert: Rotwein, Rosé, Weißwein, still und schäumend, trocken und süß. Das Relief sowie unterschiedliche Böden sind für diese Vielfalt verantwortlich. Reben werden bis in einer Höhe von ca. 300 m kultiviert. Traditionell verwendet man die Rebsorten Cinsaut, Carignan, Grenache, Ugni Blanc und Syrah. Inzwischen sind Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Viognier, Merlot sowie Pinot Noir hinzugekommen. Regionale Bedeutung haben die Sorten Niellucciu, Sciaccarellu und Vermentinu. In Korsika gibt es 8 Weinbaugebiete deren Weine das Prädikat AOC tragen dürfen. Diese Appellationen sind
- Cote orientale - AOC Vin de Corse: die Ostküste zwischen Bastia und Solenzara. Hauptrebsorten: Niellucciu und Vermentinu
- Cap Corse - AOC Coteaux du Cap Corse: die schroffe Felshalbinsel nördlich von Bastia, Hauptrebsorten: Niellucciu, Grenache, Malvoisie, Vermentinu, Muscatellu
- Patrimonio - AOC Patrimonio: Gegend zwischen Cap Corse und der Désert des Agriates, schiefrige Sand- und Tonböden, Hauptrebsorten: Nielluciu, Grenache, Vermentinu
- Balagne - AOC Calvi Balagne: zwischen Calvi und der Désert des Agriates, sandige Tonböden, Hauptrebsorten: Syrah, Sciaccarellu, Vermentinu, Ugni Blanc
- Ajaccio - AOC Coteaux d'Ajaccio: Westküste nördlich von Sartène bis Ajaccio, Hauptrebsorten: Sciaccarellu, Grenache, Verentinu
- Sartène - AOC Sartène: um Sartène im Südwesten von Korsika, ton- und kieselhaltige Böden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Barbarossa, Cinsault, Vermentinu
- Figari - AOC Figari-Pianottoli: Südspitze Korsikas, Hauptrebsorten: Carcajolo, Barbarossa, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
- Porto-Vecchio - AOC Porto-Vecchio: Gegend um Porto-Vecchio, Granitböden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
Tourismus und Wirtschaft
Korsika ist trotz des idealen Naturpotentials touristisch bisher relativ wenig erschlossen. Von der korsischen Bevölkerung wird auch befürchtet, dass eine weitere Erschließung durch den Massentourismus die Eigenständigkeit der korsischen Kultur gefährden könnte. Nach korsischer Tradition ist der Strand überall allgemein zugänglich; es gibt kaum größere Hotelkomplexe (wie in Mallorca oder an der türkischen Küste) oder Hotels mit ausländischen Eigentümern.
Im Jahr 1995 waren 73 % aller Touristen, die Korsika besuchten, Festlandfranzosen.
Besonders beliebt ist Korsika bei den Fahrrad- und Motorradfahrern, nicht zuletzt wegen der Kombination von Bergstraßen und Blick aufs Meer. Die Rennradfahrer schätzen an der Insel den Trainingseffekt der anspruchsvollen Passstraßen. Der umfangreiche Fernwanderweg GR 20 mit kürzeren Kletterpartien zieht zahlreiche Wanderer an. An der Ostküste gibt es südlich von Phare d´Alistro und südlich von Porto Vecchio zahlreiche FKK-Urlaubsanlagen und Strände.
Trotz der südlichen Lage kann im Winter ein Skibetrieb aufrecht erhalten werden. So befinden sich am Col de Vergio, sowie bei Haut Asco kleinere Skigebiete.
Eine echte Großindustrie gibt es auf Korsika so gut wie gar nicht. Das produzierende Gewerbe beschränkt sich im wesentlichen auf landwirtschaftliche Produkte, Bau- und Dienstleistungen. Die meisten auf der Insel hergestellten Produkte werden an Ort und Stelle an die Touristen verkauft. Dies gilt im besonderen Maße für die heimischen Taschenmesser, die in handwerklicher Tradition produziert werden.
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Korsika einen Index von 87.5 (EU-25:100) (2003). Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25[LINK]
Verkehr
Straßenverkehr
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Typische Bergstraße Bildherkunft |
Die Straßen in Korsika sind sehr unterschiedlich in ihrer Breite und Qualität. Im felsigen Gebiet der Westküste und im Gebirge findet man teilweise sehr enge Straßen in schlechtem Zustand, die nur von einem Auto befahren werden können. Teilweise ist eine Befahrung mit Wohnmobilen nicht möglich. Ein wenig besser ist die Verkehrssituation an der flachen Ostküste. Zwischen den größeren Städten gibt es teilweise gut ausgebaute Schnellstraßen. Manche Touristen mögen den korsischen Fahrstil als ungewöhnlich rücksichtslos empfinden, was durch eine hohe Unfallrate belegt wird. Wer sich jedoch auf der Straße nicht aus der Ruhe bringen lässt und die vorgeschriebene Tempolimite einhält, hat kaum etwas zu befürchten. Eine Regel empfiehlt sich aber unbedingt einzuhalten: Nimm nie einem Korsen die Vorfahrt.
Schienenverkehr
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Moderner Triebwagen der Chemins de fer de la Corse Bildherkunft |
Die Chemins de fer de la Corse (CFC) ist die einzige Eisenbahngesellschaft in Korsika und muss deshalb sämtliche Infrastrukturen selber bereitstellen. Da es nur zwei Linien gibt, ist die Insel mittels des Eisenbahnverkehrs nur wenig erschlossen.
Luftverkehr
Korsika verfügt über Flughäfen in den vier wichtigsten Städten:- Aéroport de Bastia-Poretta, 20 km von Bastia entfernt
- Aéroport de Campo dell'Oro, 12 km von Ajaccio entfernt
- Aéroport de Figari, 24 km von Porto-Vecchio entfernt
- Aéroport de Ste Catherine, 7 km von Calvi entfernt
Wichtige Fluggesellschaften, die Korsika anfliegen:
- Air France
- CCM Airlines
- Corsairfly
- Germanwings
Seeverkehr und Schifffahrt
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Autofähre von Corsica Ferries Bildherkunft |
Die Fährhäfen Ajaccio, Porto-Vecchio, Propriano und Bonifacio bedienen Süd-Korsika, während jene in Bastia, Calvi und Ile Rousse den Anschluss für Nord-Korsika bereitstellen.
Fährverbindungen gibt es von Marseille, Nizza und Toulon (Frankreich), Savona, Livorno, La Spezia, Piombino und Porto San Stefano (Italien). Auf allen Linien werden Autofähren eingesetzt.
Haupt-Schifffahrtsgesellschaften:
Bootspapiere
Von Booten unter deutscher Flagge, die auf französischen Binnen- und Küstengewässern fahren, verlangen die Behörden als Bootsdokument das Flaggenzertifikat des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Es wird auf Antrag ausgestellt. Segel- und Motoryachten mit mehr als 15 m Rumpflänge müssen in Frankreich den Eintrag in ein Schiffsregister nachweisen und dies mit dem Schiffszertifikat belegen können.Bootsführerschein
Ausländische Bootsführer müssen in Frankreich den Bootsführerschein besitzen, der im Heimatland zum Befahren vergleichbarer Gewässer vorgeschrieben ist. Charterboote, die auf den französischen Binnenwasserstraßen angeboten werden, sind durchweg führerscheinfrei.Entfernungen und rechtweisende Kurse nach Korsika
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d'Agnello in Hintergrund die Insel Giraglia Bildherkunft |
| Von - bis Giraglia | Seemeilen | Kurs |
|---|---|---|
| Antibes | 110 | 108° |
| Monaco | 102 | 116° |
| San Remo | 90 | 123° |
| Imperia | 82 | 130° |
| Genua | 86 | 166° |
| Rapallo | 81 | 175° |
| La Spezia | 70 | 198° |
| Livorno | 50 | 232° |
| Capraia | 18 | 275° |
| Portoferrairo | 44 | 288° |
| Von - bis Bastia | Seemeilen | Kurs |
|---|---|---|
| Capraia | 24 | 220° |
| Marciana | 34 | 258° |
| Giglio | 70 | 289° |
| Montecristo | 43 | 301° |
| Von - bis Vecchio | Seemeilen | Kurs |
|---|---|---|
| Marina di Campo | 83 | 209° |
| Punta Ala | 100 | 216° |
| Giannutri | 90 | 224° |
Seefunkfeuer (ununterbrochen)
| Name | Frequenz (kHz) | Kennung | Reichweite in sm | Position |
|---|---|---|---|---|
| Porquerolles | 314,0 | PQ | 200 | |
| Genua | 310,5 | GV | 130 | |
| Livorno | 298,0 | LI | 130 | |
| Capo Ferro | 291,0 | CF | 130 | |
| La Giraglia | 305,0 | GL | 100 | |
| La Revellata | 295,0 | RV | 100 |
Wetterberichte
|
In Deutsch
- Deutsche Welle: 6075 und 9545 kHz: 17:50 (Montag bis Freitag) 17:35 (Samstag) 17:10 Sonntag und Feiertage)
- Radio Österreich International: 6155, 13730 und 21490 kHz: 05:45 und 15:45 (Montag bis Sonntag)
In Französisch
- France Inter: 162 kHz:6:55 (Montag - Freitag) 10:05, 20:05 (Samstag, Sonntag)
- Ajaccio: 1404 kHz: 06:55, 10:05, 20:05 (Montag - Sonntag)
- Bastia: 1494 kHz:06:55, 10:05, 20:05 (Montag - Sonntag)
- Marseille: 1906 und 3795 kHz: 06:33, 11:33 (Montag - Sonntag)
- Monte Carlo: 218 und 1466 kHz: 09:00, 20:00 (Montag - Sonntag)
Siehe auch
- Liste der Präsidenten der Regionalversammlung (seit 1982) bzw. der Territorialversammlung (seit 1991) und des Exekutivrates von Korsika
- Transkorsische Eisenbahn
Literatur
- Hannes Mayer: Die Wälder Korsikas. Wanderungen durch ein Waldparadies. Fischer, Stuttgart und New York 1988, ISBN 3-437-30586-7
Weblinks
- Übersicht
- University of Corsica
- Agence du Tourisme de la Corse (offizielles Tourismus-Portal)
- Korsika - Das virtuelle Reisemagazin
Quellen
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Korsika
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Das Wappen fehlt noch: Der Menschenfresser mit dem Kopfverband :-) Weede 02:00, 10. Mai 2004 (CEST)
Folgender Text wurde im Wiktionary erstellt, gehört dort aber nicht hin (Sacherklärung)! Ich kopiere den Inhalt des dortigen Artikels mal hierher, weil ich hoffe, dass fachkundige Autoren den Inhalt überprüfen und an den passenden Stellen einbauen werden. -- Mit besten Absichten Melancholie, 13:45, 5. Okt 2004 (CEST)
Allgemeines über Korsika
Der Name Korsika oder Corse geht wohl auf das phönizische Wort Korsai zurück, das „mit Wäldern bedeckt“ bedeutet. Korsika ist die drittgrösste Insel im Mittelmeerraum. Bitte nehmt den Atlas zur Hand und schlagt Seite xx auf. Die ganze Insel ist in zwei Teile aufgeteilt. In Haute-Corse mit der Hauptstadt Bastia und Corse du Sud mit der Hauptstadt Ajaccio. Ajaccio ist gleichzeitig auch die Hauptstadt Korsikas und Geburtsort von Napoleon Bonaparte.
Lage und topographische Übersicht
Korsika gehört zu Frankreich und liegt unmittelbar nördlich von Sardinien und südlich vom Golf von Genua. Sie ist ein Teil der Gebirgskette von den Alpen, die vom Festland abgerissen wurde. Ein mit vielen Tälern durchzogenes Gebirge erstreckt sich von Norden nach Süden. Viele der hohen Berge sind auch im Sommer mit Schnee bedeckt. Der höchste Gipfel Korsikas ist der Monte Cinto mit 2706 Metern.
Bevölkerung
Insgesamt leben cirka 250’000 Einwohner auf Korsika, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 30 Einwohnern pro km2. Die erwerbsfähige Bevölkerung liegt bei fast der Hälfte, davon sind 12 % arbeitslos. Fast drei Viertel der Arbeitsplätze befinden sich im Dienstleistungssektor, davon ungefähr die Hälfte im Tourismus.
Sprache und Währung
Die Insel-eigene Sprache Korsisch wird nur noch sehr wenig gesprochen, zwar besteht auf einigen korsischen Schulen die Möglichkeit diese Sprache zu erlernen, doch sind es meist die ältesten die sie noch beherrschen. Korsisch klingt wie eine Mischung aus Italienisch und Französisch, besitzt jedoch eigene Regeln zur Aussprache. Die Korsen sprechen meist französisch, lassen jedoch Korsische Worte und Sätze mit einfließen. Die Amts- und Verkehrssprache ist Französisch. Die offizielle Währung ist der Euro. Vor der Einführung des Euros wurde mit französischen Franc bezahlt.
Klima
Das Klima Korsikas ist nicht einheitlich. Die starken Gegensätze, welche das Relief der Insel charakterisieren, werden auch in ihrem Klima deutlich. Wie auch auf den übrigen Mittelmeerinseln, durchläuft es je nach Höhenlage sämtliche Stufen von mediterranem bis zum alpinen Klima. An den Küsten herrscht Mittelmeerklima. Es ist durch milde, niederschlagsreiche Winter und heiße trockene Sommer gekennzeichnet. Auf den Bergen Korsikas herrscht alpines Klima mit niedrigen Temperaturen und reichen Schneefällen im Winter.
Wirtschaft und Tourismus
Die korsische Wirtschaft wurde für lange Zeit von Landwirtschaft und Viehzucht bestimmt. Noch heute wird vor allem Wein in großen Mengen auf der Insel produziert. Heutzutage dominieren die Dienstleistungen für Privatleute und Unternehmen. Eine wenig produktive Konsumwirtschaft, die in hohem Maße vom Ausland abhängig ist. Tourismus ist eine der wichtigsten Industrien der Insel. Die Anzahl der Touristen vervierfachte sich in zwanzig Jahren. Die Inselbevölkerung verdoppelt sich im August. Mehr als die Hälfte der Touristen besuchen die Insel zwischen Juli und August. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf ist das Niedrigste im Ganzen französischen Staat.
Der korsische Mohr
Auf vielen Rückseiten von Automobilen und Motorrädern sieht man ihn als Aufkleber. Doch nur Insider wissen, dass es sich dabei um das Freiheitssymbol der Korsen handelt: ein schwarzer Männerkopf mit krausem Haar und weißem Stirnband.
Woher stammt das Symbol? Wer ist dargestellt, ein Mohr oder ein Maure? Was hat es mit dem charakteristischen, weißen Stirnband auf sich? Die Experten kommen zu keiner eindeutigen Aussage. Es ranken sich etliche Legenden um seine Entstehung, jedoch eines steht fest: im Jahr 1762 wurde der Mohrenkopf mit dem Stirnband zum offiziellen Wappen und Symbol für den Freiheitskampf der Korsen bestimmt.
Einer Legende nach entführte ein arabischer Herrscher eine junge Korsin im 13. Jahrhundert nach Spanien als Sklavin. Ihr korsischer Verlobter reiste hinterher und holte sie wieder zurück nach Korsika, was wiederum dem arabischen Fürst nicht passte. Also schickte er einen seiner Getreuen wieder nach Korsika. Es kam zum Kampf zwischen dem Araber und dem Verlobten, der schließlich als Sieger hervorging. Als Zeichen des Triumphes schlug der junge Korse dem Mauren den Kopf ab, spießte ihn auf eine Lanze und reckte ihn hoch in den Himmel.
Eine andere Legende befasst sich vor allem mit dem Stirnband. Nachdem die Pisaner zusammen mit den Genuesern die Mauren besiegt hatten, sollte ein Gefangener hingerichtet werden. Dazu verband man ihm die Augen mit einem weißen Tuch. Der Araber wollte jedoch sehenden Auges sterben. Dazu schob er das Tuch hoch zur Stirn und symbolisierte damit Mut und Stolz; Attribute, mit denen sich die Korsen heute noch gerne identifizieren.
Zur Frage, ob Maure oder Mohr gibt es auch nur Vermutungen. Demnach geht man überwiegend von einem braunhäutigen Araber aus. Im Lauf der Zeit verfärbten sich die Darstellungen ins Schwarze, dann noch ein Ring ins Ohr und fertig war er, der korsische Mohr.
Die korsische Unabhängigkeit
Die Stimmung von Frankreich und Paris unabhängig sein zu wollen, zieht sich fast durch alle Gesellschafts- und ALtersgruppen. Es mag mit dem Stolz der Korsen zusammenhängen, mit Ihrer eigenen mentalität oder schlichtweg aus dem Umstand herraus entstehen, dass Korsika eine Insel ist. Wahrscheinlich ein wenig von allem. Zwar sind die meisten Einwohner den Franzosen, und auch den Touristen gegenüber aufgeschlossen und sehen die korsische Unabhängigkeit auch als unrealistische Träumerei, doch einige unter Ihnen sind radikale Seperatisten. FLNC (nationale korsiche freiheits front). Bereits eine Vielzahl von Anschlägen auf französische Amtsträger aber auch touristische Ballungszentren gehen auf Ihr Konto.
Ich möchte folgenden Vorschlag zur Diskussion stellen: Wäre es möglich, die Stadt Bonifcio zu den bedeutenden Städten zu stellen ? Begründung: Ihre exponierte Lage an der Steilküste im Süden der Insel ! --Corse-calvi 14:50, 23. Feb 2005 (CET)Corse-calvi
- Salute. Freilich. Wegen so einer Kleinigkeit brauchst wirklich nicht zu fragen. It's a wiki! Ahh im Mai bin ich wieder auf der Insel *freu* mfg --Tigerente 08:40, 24. Feb 2005 (CET)
Eutrophierung
Ich habe den an sich recht interessanten Beitrag über den Vergleich der Eutrophierung von Ostsee und Mittelmeer wieder aus dem Artikel entfernt, weil er dort nicht hingehört. Er ist meines Erachtes besser in Eutrophierung aufgehoben. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 12:46, 9. Jun 2005 (CEST)
- Wegen der wiederholten Einstellung des nicht passenden Themas durch eine IP habe ich den Artikel kurzfristig sperren müssen. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 13:00, 9. Jun 2005 (CEST)
Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)
Der Vorschlag wurde bereits Mitte Mai gemacht, jedoch wurde es vergessen ihn hier einzutragen. Ich hole es daher an dieser Stelle nach. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 15:45, 10. Jun 2005 (CEST)- abwartend - Kultur und Sehenswürdigkeiten, Politik und Wirtschaft fehlen noch. --Kapitän Nemo 20:18, 10. Jun 2005 (CEST)
- contra:ich habe den Artikel Heute zum zweiten mal gelesen, weil ich mir zunächst keine Meinung bilden konnte.
- Der Abschnitt Klima scheint mir noch unstrukturiert. Poltik fehlt (fast) ganz, das wenige ist im Abschnitt Geschichte versteckt. Dabei sollte doch mehr über die Autonomie-Bestrebung zu lesen sein. Abschnitt Herkunft des Namens sollte direkt hinter der Einleitung stehen. Das korsische Wappen(+) schön ausführlich. Zur Musik, gibt es nicht mehr zu schreiben als dieser Halbsatz? Kulinarisches wirkt ähnlich wie Klima unstrukturiert, übrigens was ist Kastanien- und Myrtenbier?. Bei dem Weinbau auf Korsika werde ich mit dem Begriff Appellationen im Regen gelassen, wer kennt diesen Begriff? Ein paar Bilder, die typisch für die Insel sind - wäre nett. --Atamari 19:24, 13. Jun 2005 (CEST)
- Servus. Ebenfalls contra. Zu unstrukturiert, die Formatierungen sind nicht optimal und in jedem Reiseführer gibt es fast bessere Infos. soz. mfg --Tigerente 15:37, 15. Jun 2005 (CEST)
Bilder ragen in Text hinein
Hallo, wenn ich eine kleinere Schriftart verwende rutscht das erste Bild "auf die Tabelle" daruf und schiebts dich deswegen weiter in die Mitte. Gibt es da eine bessere Lösung, als jedes Bild einzeln weiter nach unten zu verschieben? --BirgitLachner 19:42, 25. Jun 2005 (CEST)
- Ja, gibt es:
Das ist zwar etwas komplizierter, empfiehlt sich aber so ab etwa 3 Bildern pro Spalte. Bei Chemins de fer de la Corse habe ich es so ausgeführt. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 20:04, 25. Jun 2005 (CEST)
Les nuits bleu
Ich finde, daß noch viel mehr über die FLNC in den Artikel gehört... Leider ist mein Wissen darüber zu bruchstückhaft, sodaß ich nicht in dem Artikel 'rumpfuschen möchte. Aber die "nuits bleu" müssen auf alle Fälle erwähnt werden, genau wie die Vendetta...
Weblinks
Könnte ein angemeldeter (und somit berechtigter ?) Wikipedia-Nutzer folgenden Weblink hinzufügen:
- Agence du Tourisme de la Corse (offizielles Tourismus-Portal)
- Erledigt und Artikel nebenbei wieder frei geschaltet. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 15:33, 17. Mär 2006 (CET)
Welches volk bewohnt Korsika, welche Religion haben sie.
Ich schlage vor, den Abschnitt über die Edelkastanie wie folgt zu ergänzen:
Früher waren Esskastanien neben der Viehzucht (Schafe, Ziegen) die Hauptnahrungsquelle der Korsen - deshalb auch die ortsübliche Bezeichnung als "Brotbaum".




















