Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Kreidfeuer

Der Artikel Kreidfeuer gehört zur Kategorie: Militär (Österreich), Alarmierung, Signalgerät
Kreidfeuer (von lateinisch creare, schreien), manchmal auch Kreitfeuer, sind Warnfeuer, die im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit verwendet wurden, um das Herannahen von Gefahren zu signalisieren. Die einzelnen Stationen waren exponiert gelegene Burgen oder Berggipfel. An jedem Standort standen immer zwei Holzstöße bereit, einer mit trockenem und einer mit feuchtem Holz. Wenn eine Nachricht weitergegeben werden musste, wurde tagsüber der feuchte Holzstoß entzündet (Nachrichtenübertragung durch den aufsteigenden Rauch), nachts der trockene (Übermittlung durch den Feuerschein).

Große Systeme von Kreidfeuern wurden verwendet zur Zeit der Türkeneinfälle im Südosten Österreichs. Unter anderem waren folgende Burgen Standorte für dieses Nachrichtensystem:

Lokal wurden Kreidfeuer auch zur Alarmierung oder Mobilmachung der Bevölkerung verwendet.

Heute wird der Name Kreidfeuer vom Österreichischen Bundesheer für das Echtzeit-Luftbildsystem verwendet, welches den aktuellen Zustand des österreichischen Luftraums mit Hilfe des Radarsystems Goldhaube erfasst.

Siehe auch: Hochwachten



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kreidfeuer und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).