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Krieg

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Der Artikel Krieg gehört zur Kategorie: Wehrrecht, Militärtheorie, Ethische Handlung, Krieg, Aggression
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Begriffsklärungshinweis

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Kopf eines sterbenden Kriegers im Zeughaus Berlin. Die barocke Allegorie symbolisiert menschliches Leid, das stets mit dem Krieg einhergeht
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Krieg ist ein unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffengewalt ausgetragener Konflikt unter Beteiligung von mehreren Staaten oder planmäßig vorgehenden, bewaffneten nichtstaatlichen Kollektiven. Die Formen des Krieges sind vielfältig und nicht unbedingt an Staatssysteme gebunden: Er kann beispielsweise als Bürgerkrieg, Unabhängigkeitskrieg oder bewaffneter Konflikt auch innerhalb von Staaten stattfinden, zum Weltkrieg oder zum Völkermord werden.

Begriff

Das Wort "Krieg" bedeutet ursprünglich „Hartnäckigkeit“, „Anstrengung“, „Streit“. Das Verb „kriegen“ heißt einerseits „Krieg führen“, andererseits „bekommen, erhalten“: Dies kann Herkunft und Charakter dieser kollektiven Gewaltanwendung anzeigen. Auch wo andere Kriegsanlässe im Vordergrund stehen, fehlt selten ein ökonomischer Hintergrund. In der Sprache Sanskrit bedeutet Krieg "Wunsch nach mehr Kühen".

Während individuelles oder kollektives Rauben und Töten von Menschen heute generell als Verbrechen gilt und in einem Rechtsstaat strafbar ist, wird „Krieg“ nicht als gewöhnliche Kriminalität betrachtet, sondern als bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Kollektiven, die sich dazu legitimiert sehen. Damit hebt ein Krieg die zivilisatorische Gewaltbegrenzung auf eine Exekutive, wie sie der Rechtsstaat als Regelfall voraussetzt, partiell oder ganz auf: Es stehen sich bewaffnete Armeen gegenüber, die ganze Völker oder Volksgruppen repräsentieren. Diese sind damit Kriegspartei.

Kriegsparteien beurteilen ihre eigene Kriegsbeteiligung immer als notwendig und gerechtfertigt. Ihre organisierte Kollektivgewalt bedarf also einer Legitimation. Krieg als Staatsaktion erfordert daher ein Kriegsrecht im Innern eines Staates sowie ein Kriegsvölkerrecht zur Regelung zwischenstaatlicher Beziehungen. Dieses unterscheidet vor allem Angriffs- von Verteidigungskrieg.

Typen

Kriege lassen sich in verschiedene Grundtypen einordnen:

Ein zwischenstaatlicher Krieg findet in der Regel zwischen zwei oder mehreren Staaten statt. Dazu gehört der Koalitionskrieg: Mehrere Staaten verbinden sich zu einer gemeinsam agierenden Kriegspartei. Ist ein Land bereits besetzt und seine Regierung entmachtet, kann der Kampf zwischen Staaten als Partisanen- oder Guerillakrieg zwischen Bevölkerung und feindlicher Staatsarmee fortgesetzt werden: Nichtreguläre Streitkräfte kämpfen militärisch gegen die Armee einer Besatzungsmacht.

In einem Bürgerkrieg dagegen kämpfen verschiedene Gruppen innerhalb eines Staates, teilweise auch über Staatsgrenzen hinweg, oft nicht staatlich organisiert. Auch dieser kann mit nichtregulären Streitkräften, "Privatarmeen" und/oder Söldnern gegen die Armee der eigenen Staatsregierung geführt werden.

In einem Unabhängigkeitskrieg kämpft ein Volk um einen eigenen Staat: z. B. als Dekolonisationskrieg gegen eine Kolonialmacht, als Sezessionskrieg für die Loslösung eines Teilgebiets vom Staatsverband oder als Krieg um Autonomie für eine regionale Autonomie innerhalb eines Staates. Bei diesen Arten handelt es sich oft um die Folge eines Nationalitätenkonflikts.

Diese Typologie ist nicht eindeutig, da real zahlreiche Misch- und Übergangsformen vorkommen. Der heutige „Krieg gegen den Terror“, den die USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ausgerufen haben, ist darin ein Sonderfall. Er lässt sich weder als zwischenstaatlicher Krieg noch als Bürgerkrieg einordnen, sondern gilt als asymmetrischer Konflikt: Eine Staatenkoalition (Koalitionskrieg) kämpft gegen eine als weltweite Kriegspartei auftretende terroristische Gruppierung (Partisanen- oder Guerillakrieg, wobei die Eigensicht - Kriegspartei - der Außensicht - Gruppenkriminalität - widerspricht). Dabei verfolgen beide Parteien auf strategischer, taktischer und operativer Ebene unverkennbar bestimmte Ziele: politische Hegemonie, ideologische Vorherrschaft, wirtschaftliche Vorteile.

Weitere Sonderformen sind unter Anderem die Fehde, Bandenkriege und Wirtschaftskriege.

Ebenen der Kriegsführung

Kriege werden immer auf drei Ebenen mit unterschiedlicher Entscheidungsgewalt organisiert und geführt:
  • die strategische Ebene: Die strategische Ebene ist nach westlichen Verständnis der Politik zuzuordnen. Die Politik formuliert die Zielsetzung in einem Interessenkonflikt. Sie legt das grundsätzliche Vorgehen fest und bedient sich dabei im Hinblick auf die Zielerreichung aller zur Verfügung stehenden Machtmittel wie Diplomatie, Wirtschaft, Information und Militär. Dabei wird zwischen direkter und indirekter Strategie unterschieden. Direkter Strategie versucht der Gegenseite unter hauptsächlichem Einsatz bzw. Androhung des Machtmittels "Militär" den eigenen Willen aufzuzwingen. Die indirekte Strategie dagegen versucht unter hauptsächlichem Einsatz anderer Machtmittel als dasjenige der Streitkräfte seinen eigenen Willen durchzusetzen. Indirekte und direkte Strategie schließen einander nicht aus, sondern sind vielmehr komplementär. Sie harmonisieren im Zusammenspiel. Die Wahl der Machtmittel und Vorgehensweisen zur Zielerreichung - also die Gewichtung von indirekter und direkter Strategie - hängt sowohl von der Verwundbarkeit der Gegenseite als auch von den eigenen Möglichkeiten ab.
  • die operative Ebene: Die operative Führung setzt politische Absichten und militärstrategische Vorgaben in Befehle an die taktische Führung um. Sie definiert operative Ziele, fasst diese in operative Konzepte, Operationspläne sowie Operationsbefehle und koordiniert die Gesamtheit der dazu erforderlichen taktischen und logistischen Maßnahmen.
  • die taktische Ebene: Unter taktischer Ebene sollen alle Dinge subsumiert werden, die in die Sphäre des Gefechts fallen. Die taktische Ebene setzt die Zielsetzungen der operativen Stufe um, indem sie ihre Mittel im bestmöglichen Zusammenwirken auf dem Gefechtsfeld einsetzt.

Hauptursachen

Beim Krieg sind die vordergründigen Kriegsanlässe von den tieferen Kriegsursachen zu unterscheiden. Die meisten Kriege lassen sich auf einige Hauptursachen zurückführen. Dazu gehören vor allem:

Krieg ist jedoch selten monokausal zu erklären: Viele der hier genannten ökonomischen, politischen, ideologischen, religiösen und kulturellen Kriegsgründe spielen in der Realität zusammen, bedingen sich gegenseitig und gehen ineinander über. Darum lässt sich der Kriegsbegriff auch nicht auf militärische Aggressionshandlungen einengen. Diese durchlaufen fast immer eine Vorbereitungsphase: Krieg beginnt in der Regel im "Frieden". Wirklicher Frieden ist also mehr als die Abwesenheit von Krieg.

Geschichte

Antike und europäisches Mittelalter

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„Alexanderschlacht“ (Mosaik, Pompeji, ca. 150-100 v. Chr.)
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Raubkriege begleiten die menschliche Kulturgeschichte seit jeher. Für vorstaatliche Stammesgesellschaften war ein bewaffneter Raubzug oft Mittel des Überlebens und Machterwerbs zugleich. Die Frühzeit dieser Stammesfehden entsprach in etwa dem, was heute als Bewaffneter Konflikt gilt: Kleinere lokale Gruppen bekämpften sich in oft spontaner, ungeplanter Form und mit ständig wechselnden Allianzen.

Erst mit dem Aufkommen von staatsähnlichen Gebilden, die im Altertum fast immer Monarchien waren, entstanden speziell zum Kämpfen abgestellte Heere. Die Machthaber bedienten sich der Heere in Konflikten, die von ihnen als persönliches Duell verstanden wurden.

Die herrschenden Oberschichten der Zeit sahen den Krieg als Normalzustand an. Der darauf folgende Friede bedurfte besonderer Vertragsschlüsse. Im Griechenland des 4. vorchristlichen Jahrhunderts gab es infolge der Entwicklung nach dem Peloponnesischen Krieg, der die Polis-Ordnung Griechenlands destabilisiert hatte, dagegen mehrere Versuche, durch die Idee des Allgemeinen Friedens eine dauerhafte Friedensordnung zu begründen.

Antike Großreiche entstanden oft aus organisierten Raubzügen. Sie stellten die eroberten Gebiete unter Tributzwang, versklavten oder deportierten Teile der Bevölkerung. Sie setzten militärische Siege in eine dauerhafte Herrschaft um. Auch das römische Reich besetzte die eroberten Gebiete und nutzte sie ökonomisch aus. Die Pax Romana der römischen Kaiserzeit beruhte auf ständiger militärischer Präsenz.

Kriege und Bürgerkriege stellten auch später weiterhin einen Normalzustand dar. Dabei durchlief die Kriegführung unterschiedliche Phasen. Die Waffentechnologie entwickelte sich dort am schnellsten weiter, wo Herrscher über Mittel und Absichten zum Krieg verfügten.

Neuzeit bis 1914

Im Gefolge der Reformation zerfiel die relativ stabile Einheit des Mittelalters, das Heilige Römische Reich unter Führung von Kaiser und Papst. Die Verbindung von konfessionellen und machtpolitischen Gegensätzen führte schließlich zum Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648. Dabei gingen angekündigte Feldschlachten oft mit Raubzügen, Plünderungen und Massakern an der Zivilbevölkerung einher. Im Verlauf starb etwa ein Drittel der mitteleuropäischen Bevölkerung, sei es durch unmittelbare Kriegswirkungen, sei es durch Kriegsfolgen wie Missernten und eingeschleppte Seuchen.

Diese Geschehnisse bewirkten einen Gesinnungswandel. Der Westfälische Frieden 1648 brachte zum ersten Mal das Prinzip der Nichteinmischung in die Angelegenheiten fremder Staaten in die Diskussion. Der Krieg entwertete den Anspruch, religiöse Standpunkte mit Waffengewalt durchzusetzen. Der Westfälische Friede leitete in Europa die Trennung von Politik und Religion ein.

Die darauf folgende vergleichsweise friedliche Periode begünstigte die Aufklärung. Aus der Idee der allgemeinen Menschenrechte entwickelte sich die Idee des gehegten Krieges im zivilen Rahmen. Hatte seit Augustinus von Hippo die kirchliche Lehre vom gerechten Krieg die Kriterien zur Legitimation geliefert, so übernahmen dies nun aufgeklärte Juristen wie Hugo Grotius. Machthaber folgten den Kriterien vor allem aus pragmatischen und finanziellen Gründen. Frieden als Ziel der Politik wurde denkbar und streckenweise auch erreicht: etwa in der Epoche nach dem Wiener Kongress 1815.

Die moderne Form des Krieges setzte Nationalstaaten voraus, die über ein Steueraufkommen und Militärbudget verfügen und damit eine stehende Armee aufstellen können. Die Entwicklung führte zu immer größeren Armeen mit immer stärkeren Waffen und entsprechend höheren Opferzahlen.

Im 19. Jahrhundert finden sich auch erste Ansätze zur Begrenzung und Regulierung von bewaffneten Konflikten, die sich als modernes Völkerrecht etablierten. Daraus abgeleitet wurde auch das kodifizierte Kriegsrecht und das Kriegsvölkerrecht (siehe hier). Seine bedeutendsten Errungenschaften vor 1914 waren:

Die Kriegsgründe blieben bei dieser Kodifizierung des Kriegsverlaufs ausgeklammert, und die Wahl der Mittel wurde ebenfalls noch nicht verbindlich geregelt.

Das Zeitalter der Weltkriege

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Die im Ersten Weltkrieg zerstörte Stadt Ypern, 1919
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London, Anfang der 1940er Jahre (siehe auch Luftschlacht um England)
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Atomwaffentest mit Soldaten, USA 1951
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Im Ersten Weltkrieg führte der Einsatz von Panzern, U-Booten, Schlachtschiffen, Giftgas sowie die totale Kriegswirtschaft zu einem neuen Gesicht des Krieges. Feld- und Seeschlachten forderten Millionen Todesopfer und Abermillionen von Schwerverletzten.

Die bisherige europäische Bündnis-, Gleichgewichts- und Vertragspolitik mit ihrer Doppelstrategie von Hochrüstung und Diplomatie war nicht zuletzt am Konkurrenzkampf um Kolonien gescheitert. Darum wurde vor allem auf Initiative des US-Präsidenten Woodrow Wilson nach 1918 versucht, eine internationale Konfliktregelung zu institutionalisieren. Die Gründung des Völkerbunds stellte den Frieden als gemeinsames Ziel der Staaten heraus und gab dem Völkerrecht eine organisatorische Basis.

Der Briand-Kellogg-Pakt zur Ächtung des Angriffskrieges war ein weiterer Schritt, um nicht nur den Kriegsverlauf, sondern die Staatssouveränität bei der Entscheidung zum Krieg zu begrenzen und den Verteidigungskrieg international akzeptierten Kriterien zu unterwerfen.

Angesichts der neuen Kriegsqualität, die die Massenvernichtungsmittel bedeuteten, wurde ferner versucht, bestimmte als unnötig grausam verstandene Waffen zu ächten und zu verbieten. Dies gelang bis 1939 jedoch noch nicht, obwohl die prinzipielle juristische Handhabe dafür mit der Haager Landkriegsordnung gegeben war.

Der Aufstieg des Nationalsozialismus beendete diese Bemühungen. Systematisch ignorierte Adolf Hitler von 1933 bis 1939 die völkerrechtlichen Obligationen Deutschlands und bereitete seinen Eroberungs- und Vernichtungskrieg vor. Die Appeasement-Politik Großbritanniens scheiterte 1938 mit der deutschen Besetzung von Tschechien. Der Weg in den Zweiten Weltkrieg war damit frei.

Dieser begann wie der erste als konventioneller Krieg, wurde aber rasch und unaufhaltsam zum totalen Krieg. Staatlich gelenkte Kriegswirtschaft, Kriegsrecht, allgemeine Wehrpflicht und Propagandaschlachten an der Heimatfront bezogen die Völker ganz und gar in die Kampfhandlungen ein. Die Mobilisierung aller nationalen Reserven für Kriegszwecke hob die Unterscheidung zwischen beteiligten Zivilisten und Kombattanten auf. Die Kriegsführung ignorierte das Völkerrecht.

So kam es im Kriegsverlauf

  • zum immer weiter eskalierenden Bombenkrieg auch auf Ziele in dicht besiedelten Gebieten, beginnend mit dem Bombenangriff auf die polnische Kleinstadt Wieluń durch die deutsche Luftwaffe am 1. September 1939 . Später wurde vor allem von britischer Seite auch gezielt die Zivilbevölkerung des Feindes zur Brechung der Kampfmoral angegriffen (sog. "moral bombing"),
  • zur Verbindung von territorialer Eroberung und Massentötungen von Zivilisten an der Ostfront. Dabei wurden nach der Besetzung Polens durch Deutschland und die Sowjetunion zunächst gezielt die polnischen Eliten (Intellektuelle, Klerus, Adel und höhere Staatsbedienste) durch deutsche Einsatzgruppen und den sowjetischen NKWD interniert oder ermordet, um die beiderseits geplante Kolonisierung Polens zu erleichtern. Beispielhaft steht dafür die Ermordung der Professoren der Universität Krakau durch deutsche Einsatzgruppen und das Massaker von Katyn durch den NKWD. Mit dem Beginn des Russlandfeldzugs ab 1941 wurden die Einsatzgruppen vorwiegend zur Ermordung von sowjetischen Juden, Kommunisten und höheren Staatsbediensteten eingesetzt. Begründet wurde dies zwar in erster Linie mit der "Befriedung" der eroberten Gebiete, da oben genannte Gruppen besonders verdächtigt wurden Widerstand gegen die Besetzung zu leisten, die unterschiedslose Ermordung der jüdischen Bevölkerung ist jedoch auf die antisemitischen Verschwörungstheorien der Nazis und ihren von vornherein feststehenden Vernichtungswillen zurückzuführen. Die Wehrmacht unterstützte, die als "Partisanen- oder Bandenbekämpfung" verharmlosten Massentötungen logistisch, da sie sich davon eine Verringerung der Partisanenaktivitäten im Hinterland versprach. Auch lieferte sie gefangengenommene Politkommissare und jüdische oder kommunistische Kriegsgefangene den Einsatzgruppen aus, die diese fast immer ermordeten. Die Wehrmacht stellte ebenfalls eigene "Bandenbekämpfungseinheiten" auf, die zumeist aus nichtdeutschen Freiwilligen rekrutiert und von deutschen Offizieren geleitet wurden und sich bei Vergeltungsaktionen für Partisanenangriffe zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig machten,
  • zum massenhaften und zum Teil gezielt herbeigeführten Zugrundegehen sowjetischer, polnischer und deutscher Kriegsgefangenen,
  • zur Strategie der „verbrannten Erde“, zunächst durch die Rote Armee und später durch die Wehrmacht
  • zu massenhaften Vergewaltigungen und Morden an deutschen Zivilisten durch Rotarmisten nach der Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee gegen Kriegsende,
  • und schließlich zu den US-amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945.

Die Nürnberger Prozesse schufen den neuen Straftatsbestand des „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“: dies war der erste Versuch Menschen nach dem Völkerrecht aufgrund von Kriegsverbrechen zu verurteilen.

UNO und Kalter Krieg (1945–1990)

Die ungeheure Steigerung der Vernichtungskapazitäten und Verselbstständigung der Kriegführung verstärkte nach 1945 die Bemühungen, Kriege generell zu vermeiden. In Europa, besonders in Deutschland herrschte bei weiten Teilen der Zivilbevölkerung die Einstellung vor: Nie wieder Krieg!

Erneut wirkten nun vor allem die USA auf die Einrichtung einer Weltorganisation zur diplomatischen Konfliktlösung und Kriegsverhütung hin: die UNO. Die Erfahrung der Ohnmacht des Völkerrechts in den Weltkriegen fand ihren Niederschlag in ihrer Charta, hier vor allem in Kapitel II, Absatz 4:

Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Dies verbot erstmals allgemeinverbindlich jeden Angriffskrieg und jede militärische Erpressung. Die Charta bekräftigt das Prinzip der Nichteinmischung und das natürliche Recht zur Selbstverteidigung im Fall eines feindlichen Angriffs. Sie verpflichtet alle Mitglieder zu gemeinsamen friedenserhaltenden oder wiederherstellenden Maßnahmen und machte diese von einem Mandat des UN-Sicherheitsrats abhängig. Dabei stand auch die Sorge vor einem neuen weltumspannenden Konflikt Pate, die durch den Zerfall der Anti-Hitler-Koalition bereits auf der Konferenz von Potsdam im Juli 1945 am Horizont auftauchte.

Auch die Bemühungen zur Ächtung bestimmter Waffengattungen wurden seit 1945 verstärkt. Doch während das Verbot von B- und C-Waffen weithin akzeptiert wurde, misslang das universale Verbot der Atomwaffen. Bis 1949 besaßen die USA das Atommonopol; bis 1954 erreichte die Sowjetunion ein strategisches „Atompatt“, das vor allem auf der Bereithaltung von Wasserstoffbomben und Fernlenkwaffen beruhte. Beide weltpolitischen Kontrahenten waren von nun an zum atomaren Zweitschlag mit unkalkulierbaren Folgen im Feindesland fähig.

Seit dem Beinahe-Zusammenstoß der Supermächte in der Kubakrise von 1962 wurden ergänzend aber erste Schritte zur gemeinsamen Rüstungskontrolle gemacht. Die KSZE wurde 1973 eingerichtet und erlaubte den Europäern gewisse eigenständige Abrüstungsinitiativen mit der Sowjetunion. Hinzu kam die seit 1979 wachsende Friedensbewegung, die den innenpolitischen Druck zu Abrüstungsvereinbarungen vor allem in Westeuropa und den USA verstärkte. Mit Gorbatschows Angeboten gelang 1986 in Reykjavík ein Durchbruch zum vollständigen Rückzug aller Mittelstreckenraketen aus Europa, der eine Reihe Folgeverträge nach sich zog.

Unterhalb der Atomkriegsschwelle fanden jedoch zwischen 1945 und 1990 laufend so genannte konventionelle Kriege vor allem in Ländern der so genannten Dritten Welt statt. Eine Reihe davon waren Stellvertreterkriege, z.B. der Koreakrieg (1950 bis 1953), der Vietnamkrieg (1964-1975) sowie zahlreiche Konflikte in Afrika und Lateinamerika. Dort verhinderte der Blockgegensatz des Kalten Krieges und das gegenseitige Abstecken von Einflusszonen der Supermächte häufig regionale Konfliktlösungen und begünstigte verlängerte Bürgerkriege mit vom Ausland finanzierten Guerillakämpfern.

Tendenzen seit 1990

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 endete der Kalte Krieg. Die Auflösung der Sowjetunion und Jugoslawiens führte Anfang der 90er Jahre zu einem starken Anstieg der Zahl der Kriege. Seit 1992 hat sich die Zahl der laufenden Kriege (pro Jahr) jedoch nahezu halbiert [LINK]. Es kam jedoch auch zu neuen Kriegen, die nun auch im Westen zunehmend wieder als legitime Mittel zum Erreichen politischer Ziele wie der Durchsetzung von Menschenrechten oder als Prävention gegen tatsächliche oder vermutete Rüstungspläne und Angriffsabsichten des Gegners angesehen werden.

Die UNO nahm ihre kriegsvermeidende Rolle nicht immer wahr, sondern legitimierte einige militärische Eingriffe, die zuvor als illegale Angriffskriege galten. Durch dieses Schaffen neuer Fakten veränderte sich die Auslegung des geltenden Völkerrechts: Das Prinzip der Nichteinmischung in die Angelegenheiten fremder Staaten wird immer öfter aufgegeben.

Offenbar wird – zumindest in der westlichen Welt – die Vorstellung von Krieg als Kampf „Staat gegen Staat“ oder „Volk gegen Volk“ allmählich abgelöst von der Idee, dass Kriege eine Art Polizeiaktion der Weltgemeinschaft gegen aus den Regeln ausscherende Mitglieder sind oder sein sollten. Dabei besteht jedoch über die Auslegung der Regelverletzung, die einen Krieg rechtfertigen kann, bisher in der UNO keine Einigkeit. Das dort bisher zur Feststellung legitimer Selbstverteidigung gültige Verfahren im UN-Sicherheitsrat wurde zuletzt 2003 von der einzigen verbliebenen Supermacht, den USA, unterlaufen und missachtet. Damit wurde die Allgemeingültigkeit des Völkerrechts erneut in Frage gestellt.

Die Unzulänglichkeit der bisherigen völkerrechtlichen Kriterien, Entscheidungs- und Kontrollmechanismen wird zunehmend erkannt: etwa gegenüber ethnischen Völkermorden ohne offenkundige staatliche Lenkung, neueren asymmetrischen Konflikten; sich auflösenden oder mit Privatarmeen verbindenden Staatsgebilden, der Strategie der „preemptive strikes“ (dt. Präventivschlag oder vorbeugender Angriff) und dem internationalen Waffenhandel. So hat die UNO bisher weder die Überprüfung der tatsächlichen Kriegsgründe noch die Kontrolle der Waffentechnologie noch die Einhaltung von Abkommen zur Ächtung und Nichtverbreitung von ABC-Waffen wirksam geleistet.

Ferner wurde mit der neueren Legitimation von Angriffskriegen ein neues Wettrüsten eingeleitet. Dabei wird seitens der USA und anderer Staaten wie Nordkorea oder der Volksrepublik China auch der Ersteinsatz von Atomwaffen eingeplant und vorbereitet. In Russland ist ebenfalls eine neue Hinwendung zur auch atomaren Hochrüstung zu verzeichnen. Die Schwelle zum Atomkrieg wurde mit so genannten „mini nukes“ deutlich gesenkt.

Krieg und Politik

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bestimmt im Artikel 26 (1): „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“

Seit der Neuzeit wird Krieg eng mit der Politik souveräner Nationalstaaten verknüpft, die innenpolitisch über ein Gewaltmonopol verfügen. Der preußische Militärtheoretiker Clausewitz sah Krieg als „Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen“. Weil diese Gewalt von einem souveränen Staatswesen ausgeht, definierte er sie als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“: „So sehen wir also, dass der Krieg nicht bloß ein politischer Akt, sondern ein wahres politisches Instrument ist, eine Fortsetzung des politischen Verkehrs, ein Durchführen desselben mit anderen Mitteln. Was dem Kriege nun noch eigentümlich bleibt, bezieht sich bloß auf die eigentümliche Natur seiner Mittel.“

Eine politische Orientierung, die Krieg für natürlich, unvermeidbar, sogar fortschrittsfördernd hält und Rüstungsanstrengungen prinzipiell bejaht, nennt man Militarismus. Der griechische Philosoph Heraklit drückt diese Haltung mit dem geflügelten Wort aus: „Krieg ist der Vater aller Dinge.“

Die entgegengesetzte Haltung will Kriege nicht nur vermeiden, sondern langfristig als Mittel der Konfliktaustragung ausschließen, abschaffen und überflüssig machen: Der Pazifismus (von Lateinisch pacem facere: „Frieden schaffen“). Für ihn ist Krieg „eine Geißel der Menschheit“ (UN-Charta).

Zwischen diesen Polen bewegt sich die so genannte „Realpolitik“ des Großteils aller Staaten, die militärische Gewalt als ultima ratio – „letztes Mittel“ – nie ganz ausschließt und von Fall zu Fall als unvermeidlich anwendet. Dabei ist in heutigen westlichen Gesellschaften vor, in und nach einem Krieg meist heftig umstritten, ob und wann dieses Mittel tatsächlich das letzte, der Krieg also wirklich unvermeidbar war und ist.

Auslöser

Hierzu werden mitunter kriegsauslösende Einzeltaten inszeniert (Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg) oder wirtschaftliche Konflikte provoziert (Zoll, Patentrecht, Einfuhrbeschränkungen). Allerdings kann sich ein bestehender Konflikt auch an profanen Dingen wie einem Fußballspiel entzünden.

Da sowohl Attentate als auch Terrorakte die moralische Rechtfertigung für einen Krieg bilden können, kommt der Inszenierung eines Krieges oft höhere Bedeutung zu als der späteren Durchführung. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Kriegsführung neben logistischen und humanitären Gesichtspunkten vor allem ökonomische Zwänge birgt.

Besondere regierungspolitische Motive

In ärmeren Ländern dienen Kriege oft innenpolitischem Kalkül. Dabei rechnet die Regierung eines solchen Landes damit, dass das Volk durch das durch den Krieg erzeugte Härteklima mit unmittelbaren Lebensfunktionen wie Nahrung, Kleidung, Wohnung so beschäftigt ist, dass es keine Zeit mehr hat, sich Themen wie Regierung, Politik oder Wirtschaft zu widmen. Eine Regierung kann so versuchen, Kritik zu unterdrücken.

Wohlstandsnationen führen Kriege meist abseits der eigenen Heimat. Eine drastische Einengung der Lebensgrundlage ist in diesen, eher höher gebildeten Bevölkerungen meist nicht vermittelbar und würde nicht breit akzeptiert. Dennoch wird in der Heimat eine „psychologische Militarisierung“ auf das gesamte Volk übertragen, welche auf Patriotismus und Duldung der Beschneidung von Grundrechten, beispielsweise im Wege der Terrorismusbekämpfung, abzielen.

In beiden Fällen handelt es sich um eine Art Flucht nach vorn, im Zusammenhang mit bereits unabhängig vom Krieg bestehenden Strukturproblemen im eigenen Land beziehungsweise drohendem Machtverlust der Regierung. Der Krieg kann als Rechtfertigung für unterschiedliche Einschränkungen (zum Beispiel der Menschenrechte oder der Sozialversorgung) verwendet werden.

Da eine Bevölkerung sich zumeist in relativer Akzeptanz mit ihrer Regierung befindet (gestützt durch staatlich gelenkte Medien oder durch echte Akzeptanz von aggressiven Expansionsabsichten beziehungsweise durch stillschweigendes Erdulden der Staatsführung), stellt die Wechselwirkung zwischen der Volksmeinung einerseits und der Legitimation einer Regierung Krieg zu führen andererseits, ein besonders wichtiges Instrument der Militarisierung im Vorfeld der Kriegsführung dar.

Ausnahmezustand

Zu diesen kleinen Kriegen zählen Krawalle, Aufstände, der Staatsstreich, Bürgerkriege usw. Sie bilden die überwältigende Mehrzahl aller Kriege; die „regulären“ Kriege zwischen Staaten und regulären Truppen demgegenüber die Ausnahme. Einige Autoren (Agamben, Hardt und Negri) hinterfragen diese Ansicht mittlerweile, so werde Ausnahmezustand zum Normalzustand erklärt:
  • Aktionen, die man früher in einem Krieg durchführte, werden nun als so genannte „Polizeimaßnahmen“ durchgeführt
  • Die Bekämpfung des Terrorismus steht in einem Spannungsverhältniss zu Demokratie, etwa durch die Beschneidung von bürgerlichen Freiheiten.
Die Politik sehe Krieg nicht mehr als letztes Mittel, sondern als Werkzeug zur Kontrolle und Disziplinierung.

Ressourceneinsatz

Wegen der extremen Belastung, die der Krieg den beteiligten Parteien auferlegt, ist eine positiv gestimmte eigene Öffentlichkeit für eine kriegführende Institution oder Nation von kriegsentscheidender Bedeutung.

Militärstrategie

Die militärische Strategie ist der Plan, um den Zweck des Krieges zu erreichen. Zweck des Krieges ist nach Clausewitz immer der Friede, in dem die eigenen Interessen dauerhaft gesichert sind.

Militärische Strategien ändern sich mit der Waffenentwicklung. In der Geschichte wurden häufig dominante Mächte zurückgeworfen, weil neuere, wirksamere Waffen entwickelt wurden. Aber auch ohne Neuentwicklung von Waffen können bessere strategische Planungen einen Krieg entscheiden, u. U. auch aus der Unterlegenheit heraus.

In der Militärstrategie geht es immer darum, durch geschickte räumliche und zeitliche Anordnung der Gefechtssituationen den Erfolg herbeizuführen. Als Krönung gilt es allgemein, wenn man ohne einen Kampf den Sieg davonträgt. Kriegslisten sind daher ein wesentliches Element des Krieges. Die wohl berühmteste Kriegslist der Geschichte ist die des trojanischen Pferdes.

Militärstrategie lässt sich nach Edward Luttwak in zwei Dimensionen aufspannen. Einer Horizontalen und einer Vertikaklen. Die Horizontale Ebene entspricht der temporären Abfolge jeder strategischen Operation inklusive Clausewitzs Kulminationspunkt. Die Vertikale Dimension gliedert sich in mehrere Ebenen. Die unterste ist die technische Ebene, diese umfasst die Effektivität, als auch die Kosten von Waffensystemen, und damit auch den Ausbildungsstand und Leistungsfähigkeit der einzelnen Soldaten. Als nächstes folgt die taktische Ebene. Sie umfasst die untere Militärische Führung also alles bis Bataillons- oder Brigadeebene, sowie die Moral der Truppe und beinhaltet vor allem die Geländeausnutzung. Als nächstes folgt die operative Ebene. In dieser findet sich die militärische Strategie von Divisionsebene und aufwärts. Hier werden größere militärische Manöver unter anderen Gesichtspunkten wie in der taktischen Ebene geplant und ausgeführt. Hier entscheiden weniger das Gelände als beispielsweise die zur verfügungstehenden Ressourcen inklusive die Einbeziehung wirtschaftlicher Kapazität. Als oberste Ebene gilt die Gefechtsfeldstrategie. In ihr entscheiden einzig und alleine die politischen Ziele und Eigenheiten der kriegführenden Parteien. Auf einem Kriegsschauplatz wird die Strategie im Rahmen von Feldzügen durch Operationen umgesetzt. Für Operationen werden Weisungen und Operationspläne erstellt, die die übergeordneten strategischen Ziele in praktische, militärische Aufträge und Handeln umsetzen.

Zu den berühmtesten strategischen Denkern gehören Sun Tzu (Die Kunst des Krieges) und Carl von Clausewitz (Vom Kriege).

Ethische Aspekte

Wirkungen

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Wereschtschagin: Apotheose des Krieges (1871)
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Jeder Krieg ist, neben dem Verlust von Infrastruktur oder Arbeitsplätzen, immer auch mit Tod und furchtbarem Leid verbunden. Diese entstehen einerseits als zwangsläufige Nebenfolgen des Waffeneinsatzes gegen Menschen, andererseits aus strategischen Gründen (zum Beispiel beim Sprengen von Brücken oder durch Vergiftung von Grundnahrungsmitteln), zum Teil wird die Zerstörung von Gebäuden, ja der ganzen Infrastruktur des Kriegsgegners aber auch bewusst herbeigeführt, um die Zerstörungskraft einer Armee zu demonstrieren und den Gegner einzuschüchtern (zum Beispiel „Shock and awe“-Strategie im Irak-Krieg).

In vielen Kriegen wurden (und werden) Kriegsverbrechen begangen (beispielsweise Folterungen, Übergriffe auf die Zivilbevölkerung, etc.). Das große Machtgefälle in Kriegsgebieten und die weitgehende Freiheit vor Strafverfolgung können in Verbindung mit der Allgegenwart des Todes natürliche Hemmschwellen abbauen.

Bedeutung

Viele Kriege waren von entscheidender historischer Bedeutung. Durch die Römischen Kriege wurde die „Zivilisation“ in Europa verbreitet und durch Kriege im Rahmen der Völkerwanderung das Ende des Römischen Reiches herbeigeführt. Die Auswirkungen hiervon waren so stark, dass 1000 Jahre Chaos folgten, die aus heutiger Sicht als Mittelalter bezeichnet werden. Durch die Revolutionskriege wurde der demokratische Gedanke in Europa verbreitet, durch die Bauernkriege der Protestantismus. So wurde das Aufstreben des Faschismus im Zweiten Weltkrieg beendet oder zumindest so stark zurückgedrängt, dass Faschisten nunmehr eine Randstellung einnehmen.

Neben den politischen Auswirkungen hat ein Krieg immer eine Vielzahl an negativen Folgen. So dezimiert er die Bevölkerung eines Landes extrem, durch den Zweiten Weltkrieg wurden ganze Jahrgänge nahezu ausradiert. Ebenso drastisch sind die wirtschaftlichen Folgen.

Alternativen

Da als eine der rationalen Kriegsursachen der Kampf um Ressourcen gilt, werden Kriege umso unwahrscheinlicher, je günstiger Ressourcen einer Region für eine andere Region verfügbar werden, ohne in einer kriegerischen Auseinandersetzung unter Lebensgefahr erobert werden zu müssen. Damit sind Kriege wirtschaftlich um so uninteressanter, je besser die bestehenden Ressourcen im Wege von Vereinbarungen genutzt werden.

Alternativen zum militärischen Widerstand („Krieg“) sind, wenn man angegriffen wird, die Konzepte des „zivilen Widerstands“.

Da Volkswirtschaften (ebenso wie Regionen, Städte und Familien) in erster Linie ihre eigenen Interessen vertreten und Ressourcen zurückhalten, erscheint dieses „Idealbild“ der Welt utopisch.

Abwertung des Krieges

Nach verlorenen Kriegen neigen die Menschen besiegter Länder dazu, Krieg generell zu verdammen. So kamen in Deutschland nach 1945 Formeln wie „Nie wieder Krieg“ auf (bekannt ist das Plakat von Käthe Kollwitz mit diesem Titel). Nach Siegen hingegen wird der Krieg verherrlicht. So ist die Welt voll von Siegesdenkmalen, Triumphbögen und anderen Erinnerungen an große militärische Erfolge.

Die menschliche Sehnsucht nach einem Frieden, der die „Geißel der Menschheit“ überwindet, ist uralt. Politische Friedensarbeit kann sich daher auf breite und heterogene Traditionen stützen.

  • In der chinesischen Kosmologie des Taoteking und der Philosophie des Laotse spielte die Kriegsvermeidung durch harmonischen Interessenausgleich eine wichtige Rolle.

  • In der griechischen Philosophie der Antike stellten Sokrates und die Skeptiker die Selbstverständlichkeit in Frage, mit der Wahrheitsbesitz beansprucht und angeblich ewige Rechte gegen andere verteidigt werden. Die Stoiker Zenon und Chrysippos wandten sich gegen das Kriegführen und stellten Überlegungen an, ob Kriege notwendig seien oder wie man sie vermeiden könne.

  • Das Gottesbild des Judentums hat den weithin üblichen Einsatz der eigenen Religion zur Rechtfertigung der eigenen Kriege erschwert. In den Visionen der Heilsprophetie erscheint Gott als kommender Weltrichter, der die Völker zu endgültiger Abrüstung anweist: Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth (der Heerscharen) hat es geredet. (Buch Micha 4,2-4).

  • Der klassische, konservative und fundamentalistische Islam sieht Frieden nach der Eroberung des gesamten Dar al-Harb (Gebiet der Nichtmuslime) vor. Danach soll die gesamte Erde unter der Scharia in einer "pax islamica" leben. Die Welteroberung geschieht mittels kriegerischem Dschihad mit dem Ziel eines „Paradieses unter dem Schwert des Islam“.

  • Im Zeitalter der europäischen Nationalkriege gewann das Völkerrecht, nach der verheerenden Erfahrungen des 1. Weltkriegs der Gedanke eines Völkerbunds zur Kriegsverhinderung Akzeptanz. Der Briand-Kellogg-Pakt galt der Ächtung des Krieges als eines Mittels der Politik. Die UNO hat den Angriffskrieg verboten, den Weltfrieden zum Ziel aller Politik erhoben und erstmals ansatzweise wirksame Formen der Konfliktvermeidung und Konfliktlösung ermöglicht.

Diese Tendenzen wurden durch die ungeheure Steigerung der Vernichtungsmöglichkeiten im Krieg notwendig und gestärkt. Die UNO konnte Kriegsursachen wie ökonomische und politische Interessengegensätze jedoch nicht aufheben und viele Kriege nicht verhindern. Auch die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ließ sich bis heute nicht wirksam stoppen. Der am Ende des Kalten Kriegs eingeleitete Abrüstungsprozess kam seit den „neuen Kriegen“ zum Erliegen und wurde durch neue Aufrüstungstendenzen abgelöst. Internationaler Terrorismus und Antiterrorkrieg lassen die Gewaltbereitschaft weltweit noch weiter wachsen.

Eine Alternative zum Frieden gibt es im Zeitalter der Massenvernichtungsmittel nicht mehr. Spätestens seit Erfindung der Atombombe ist er „die Überlebensbedingung des technischen Zeitalters“ geworden (Heidelberger Thesen der EKD 1959).

Aufwertung des Krieges

Oft wird der Krieg heroisiert. Kant beispielsweise schreibt: Selbst der Krieg, wenn er mit Ordnung und Heiligachtung der bürgerlichen Rechte geführt wird, hat etwas Erhabenes an sich und macht zugleich die Denkungsart des Volks, welches ihn auf diese Art führt, nur um desto erhabener, je mehreren Gefahren es ausgesetzt war und sich mutig darunter hat behaupten können: da hingegen ein langer Frieden den bloßen Handelsgeist, mit ihm aber den niedrigen Eigennutz, Feigheit und Weichlichkeit herrschend zu machen und die Denkungsart des Volks zu erniedrigen pflegt. (Kritik der Urteilskraft, § 28. Von der Natur als einer Macht.)

Als Kriegsfetischismus bezeichnet man eine übersteigerte Begeisterung für den Krieg. Der Krieg wird dabei zumeist idealisiert. Kriegsfetischismus fand sich beispielsweise im 1. Weltkrieg wie auch später im Nationalsozialismus. Der Krieg wurde dort als ehrenvoll, männlich und bewundernswert stilisiert.

Die Instrumentalisierung religiöser Ideale für politische Interessen fand einen Höhepunkt mit den Kreuzzügen des Mittelalters, die die heiligen Stätten „befreien“ und christliche Staaten errichten wollten. Die Kreuzzugs-Ideologie des ewigen Kampfes des „Guten“ gegen das „Böse“ spielt noch heute eine bedeutende Rolle.

Einordnung, Kontrolle und Kriegsrecht

Immer wieder wurde in der Geschichte versucht, die Kriegführung bestimmten Regeln oder moralischen Vorgaben zu unterwerfen, also zu einer Art Verhaltenskodex zu finden. Die sich im Krieg Bahn brechende Aggression wird „höheren Werten“ unterworfen – und letztlich damit in Augen vieler Kritiker auch relativiert.

In der europäischen Literatur wird häufig so zwischen dem „geordneten“ und dem nicht geordneten Krieg unterschieden. Auf der anderen Seite stehen die, die im Prinzip mit der gleichen Grundüberlegung wirtschaftlichen Wohlstand als beste Kriegsprävention ansehen. Hier neigt man dazu, die Perversionen des ungehegten Krieges als Normalzustand des Krieges darzustellen. Daraus folgen Überlegungen, wie Krieg vermieden werden kann und Versuche, einen ewigen Frieden zu erreichen. Der Krieg wird so als das absolute Böse angesehen, als das Werk von moralisch verkommenen Machthabern, die aus niederen Motiven ihr Land in einen Krieg stürzen.

Es gibt auch Ansichten, dass sich der Charakter des Krieges geändert habe und folglich heute ein „gehegter Krieg“ nicht mehr möglich sei. Dass sich die Formen des Krieges ändern, ist aber eine Feststellung, die so alt ist wie die Geschichte der Menschheit. Neue Kriegsformen wurden zu allen Zeiten als ordnungswidrig geachtet, häufig als Verstöße gegen eine göttliche Ordnung. Heute werden in der abendländischen Kultur bestimmte Kriegsformen als zulässig dargestellt (etwa Bombenabwürfe auf Städte, die Militär treffen sollen, aber auch Zivilpersonen gefährden), während andere Kriegsformen (etwa Selbstmordattentate, die nicht militärische Einrichtungen treffen) als unzulässig interpretiert werden, während in der islamischen Welt oft die gegenteilige Ansicht anzutreffen ist.

Krieg ist nicht nur ein Mittel staatlich organisierter und gelenkter Politik. Neben den Staaten, die als kriegführende Seite ein Heer hatten, spielten offenbar zu allen Zeiten die ,nicht regulären' Gruppen im Krieg eine erhebliche Rolle: Kosaken, Jäger, Husaren, Rōnin, Partisanen, in der neuerer Zeit die Guerilla, Freischärler, Milizen und Taliban. Was nicht regulär ist, wird politisch diskutiert. Bei noch genauerem Hinsehen allerdings merkt man, dass die Theorie des irregulären Kämpfers (Partisanen) eine Weiterentwicklung der Clausewitzschen Theorie ist, wie sie die Clausewitz-Kenner Lenin und Carl Schmitt vorgenommen haben.

Somit scheitert auch der Versuch, zwischen einem Konflikt und einem formal erklärten Krieg zu unterscheiden und die Bezeichnung „Krieg“ auf jene Konflikte einzuschränken, die mit einer formalen Kriegserklärung einhergehen.

Völkerrecht

Das moderne Völkerrecht versucht, zwischenstaatliche Kriege von anderen Formen gewaltsamer Konfliktaustragung, Angriffs- und Verteidigungskrieg, Zivilisten und Militärpersonal und damit legitime von illegitimen Kriegshandlungen zu unterscheiden.

Der zwischenstaatliche Krieg soll gemäß seinen Regeln mit einer Kriegserklärung beginnen. Diese war im Mittelmeerraum schon seit der Antike vorgesehen. Sie wird seit der Neuzeit aber sehr oft übergangen und durch den Angriff selbst ersetzt.

Ein erklärter Kriegszustand, bei dem jedoch die Waffen schweigen, heißt Waffenstillstand, ein formales Eingeständnis der Niederlage Kapitulation. Diese beendet regulär die Kriegshandlungen, aber noch nicht den Krieg selbst.

Gegenbegriff zum „Krieg“ ist der „Frieden“. Dieser setzt völkerrechtlich wiederum einen wie auch immer gearteten Friedensabschluss zwischen ehemaligen Kriegsgegnern voraus. Wird eine Kriegspartei im Krieg jedoch weitgehend oder vollständig zerstört, so dass sie nicht mehr Vertragspartner sein kann, spricht das Völkerrecht von Debellation (Lateinisch: „Besiegung“).

Historisch häufiger aber sind Zwischenzustände wie der einer dauerhaften Besetzung ohne gültigen Friedensvertrag oder ein Zustand, bei dem sich die Gegner ständig auf einen offenen Krieg vorbereiten, dessen Verlauf planen und einüben. Paradebeispiel dafür ist der Kalte Krieg.

Der organisierte Einsatz von Waffen bedeutet immer die massenhafte Tötung von Menschen. Schon die ständige Rüstung zum Krieg erfordert Aufwendungen und verschlingt Mittel, die für andere Aufgaben fehlen. Auch wenn eine kriegführende Partei Todesopfer nicht anstrebt, werden sie immer als unvermeidbar in Kauf genommen. Wer diese Wirkung betrachtet, nennt diese Form der gewaltsamen Konfliktaustragung daher meist „staatlich organisierten Massenmord“ (Bertha von Suttner, Karl Barth). Darin kommt zum Ausdruck, dass das Phänomen des Krieges kaum wertneutral zu betrachten ist, weil es dabei immer auch um das Leben vieler und die langfristigen Perspektiven aller Menschen geht.

Zugleich zeigt die Verbindung von Staat und Krieg sowie die Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von Krieg, Raub und Mord das Fehlen einer allgemein akzeptierten Rechtsinstanz an. Die UN-Charta und der Internationale Strafgerichtshof können als Schritte zur verbindlichen Durchsetzung des Völkerrechts angesehen werden. Ob sie eher zur Rechtfertigung oder Reduktion neuer Kriege beitragen, ist noch nicht entschieden.

Psychologischer Aspekt

Durch einen Krieg erleiden viele Menschen körperliche und seelische Traumatisierungen. Die seelischen Traumatisierungen können den Charakter eines Menschen für das restliche Leben von apathisch bis aggressiv prägen. Bleiben sie unverarbeitet, weil sie nicht in Worte gefasst und dann wiedergegeben werden können, werden sie dennoch unausgesprochen (durch Introjektion) auf die Nachkommen übertragen. Den so geprägten Nachkommen fehlt aber oft Wissen, wodurch Leid entsteht. Diese unbewusst anerzogene Prägung wird dann in verschiedensten Lebensbereichen ausgelebt. (So wird das „Böse“ sozusagen mystifiziert, bzw. auf eine neurotisch-metaphysische Ebene verlagert.) Ist die Masse an Bevölkerung dieser Prägung groß genug und auch im politischen Bereich tätig, entstehen Bestrebungen Konflikte mit Krieg zu klären. Somit entstehen immer wieder neue Kriege. Wegen schlimmer Folgen, die der Krieg nach sich zieht, geschieht es, dass viele Menschen so stark an Leib und Seele verletzt werden, dass sie es kaum verarbeiten können was alles geschah. Deshalb entstehen Probleme darüber zu reden und den Kindern und Enkeln davon zu erzählen, was für bittere Folgen ein Krieg hat. Dieses Wissen wird somit vielen Menschen der nachfolgenden Generation nicht mitgeteilt, aufgrund der (posttraumatischen) seelischen Verletzungen. Es besteht dann die Möglichkeit, dass ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt und das Unglück seinen Lauf nimmt: Die vom Krieg traumatisierten entwickeln Bewusstseinszustände, von apathisch bis aggressiv, was aber irgendwie unerklärlich bleibt. Das Verhalten überträgt sich durch Introjektion unbewusst auf die Kinder. Sind zu wenig positive Einflüsse im Erziehungsumfeld, öffnen sich die Tore zur Gewaltbereitschaft. Falls dann die Masse an Bevölkerung mit mangelhafter Menschenliebe und Einfühlungsvermögen überhand nimmt, öffnen sich auch die Tore zum Krieg.

Siehe auch

Literatur

  • Capa, Robert: Slightly Out of Focus. New York: The Modern Library 1999.
  • Clausewitz, Carl von: Vom Kriege. Ullstein, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-548-36413-6, deutsche Online-Version
  • Clouse, Robert: Der Christ und der Krieg: Vier Standpunkte. Nürnberg: VTR 2003, ISBN 3-933372-82-8.
  • Creveld, Martin L. van: Die Zukunft des Krieges. Gerling Akademie Verlag, München 1998, ISBN 3-932425-04-9
  • Creveld, Martin L. van: Frauen und Krieg. Gerling Akademie Verlag, München 2001, ISBN 3-932425-33-2
  • Einstein, Albert; Freud, Sigmund : Warum Krieg? Diogenes, Zürich 1996, ISBN 3-257-70044-X
  • Evans, Harold: War Stories: Reporting in the Time of Conflict. Arlington: The Freedom Forum Newseum 2001.
  • Friedrich, Ernst: "Krieg dem Kriege", 1924
  • Held, Karl; Ebel, Theo: Abweichende Meinungen zur »Nachrüstung«. Der Westen will den Krieg. Acht Beweise und ein Schluß. München, 1983, ISBN 3922935168 Kostenlose Online-Version
  • Knieper, Thomas; Müller, Marion G. (Hrsg.): War Visions: Bildkommunikation und Krieg. Köln: Herbert von Halem, 2005
  • Mies, Maria: Krieg ohne Grenzen. Die neue Kolonisierung der Welt. (mit einem Beitrag von Claudia von Werlhof) 2004, ISBN 3894382864 Besprechung
  • Münkler, Herfried: Die neuen Kriege. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61653-X
  • Münkler, Herfried: Über den Krieg. Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion. Velbrück Wiss., Weilerswist 2003, ISBN 3-934730-54-X
  • Paul, Gerhard: Bilder des Krieges – Krieg der Bilder: Die Visualisierung des modernen Krieges. München, Paderborn: Ferdinand Schönigh Verlag / Wilhelm Fink Verlag 2004
  • Paul, Gerhard: Der Bilderkrieg: Inszenierungen, Bilder und Perspektiven der Operation Irakische Freiheit. Göttingen: Wallstein 2005
  • Perlmutter, David D.: Visions of War: Picturing Warfare from the Stone Age to the Cyber Age. New York: St. Martin’s Press 1999
  • Seeßlen, Georg; Metz, Markus: Krieg der Bilder – Bilder des Krieges: Abhandlung über die Katastrophe und die mediale Wirklichkeit. Berlin: Verlag Klaus Bittermann 2002
  • Sontag, Susan: Regarding the Pain of Others. New York: Farrar, Straus and Giroux 2003
  • Steinmetz, Rudolf: Soziologie des Krieges. Barth, Leipzig 1929
  • Sun Tsu: Die Kunst des Krieges. Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-66645-6
  • Taylor, John: Body Horror: Photojournalism, Catastrophe and War. New York: New York University Press 1998
  • Tolstoj, Lew Nikolajewitsch : Das Königreich Gottes ist in Euch englische Online-Version
  • Virilio, Paul: Krieg und Fernsehen. Frankfurt/M.: Fischer 1997
  • Irmela Wendt (Text), Antoni Boratynski (Bilder): Der Krieg und sein Bruder. Patmos-Verlag. 1991 und 3. Auflage-ISBN 3491790565 - (Online-Fassung © 2001 beim Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.). Als Kinderbuch 2005 5. Auflage.

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Krieg


Diskussion:Krieg/Archiv

Gliederung und Artikelaufbau

Der Artikel krankt an einem unklaren Aufbau und viel Durcheinander innerhalb der Teile. Darum liest er sich noch nicht schön und ist IMO noch weit von Exzellenz entfernt.

Ich habe erstmal Einleitung und Geschichtsteil etwas ergänzt und zu ordnen versucht. Aber der Geschichtsteil ist zu unstrukturiert. Dort erscheinen schon viele Details, die dann in einem Unterabschnitt ausgeführt werden und dorthin verschoben werden könnten. Heraklit wiederum gehört in die Geschichte oder sogar in die Einleitung.

Vielleicht kann man "Kodifizierung der Aggression" - scheußlicher Titel! - besser in "Entstehung des modernen Völkerrechts" umbenennen und die Details aus "Geschichte", die dazu gehören, auch dorthin verschieben. Ich denke weiter mit drüber nach. Bitte feedback! --Jesusfreund 00:16, 15. Jan 2005 (CET)

Idee mit dem Völkerrecht finde ich gut - Sava 19:10, 15. Jan 2005 (CET)

Bildvorschlag

Abbildung
Explosion von „Fat Man“ über Nagasaki.
Bildherkunft

ohne Kommentar. Zeigt das Bild denn Krieg? Ich würd eher sagen das ein Bombenpilz gezeigt wird, mehr nicht... Wand.

Gliederung

Ich habe eine Idee, um den Artikel etwas weniger umfangreich zu machen. Man sollte alles was mit Miltärgeschichte zu tun hat, auch in einem separaten Artikel Militärgeschichte beschreiben. Das ist tatsächlich ein real existierendes Feld der Geschichtsforschung und es gibt auch die Berufsbezeichnung Miltärhistoriker. Damit ist der Artikel nur noch halb so groß und schon wesentlich besser lesbar.

Was aber tatsächlich ein Problem darstellt, ist die Formulierung des Abschnitts "der Begriff Krieg". Moma hat völlig recht, die Einleitung als einen verworrenen Essay zu bezeichnen. Die enthaltenen Fakten sind I.O., soweit ich das beurteilen kann, aber die Frage ist einfach, an welcher Stelle jeder dieser Fakten in welcher Form in den Text aufgenommen wird.

Hat jemand dazu irgendwelche Ideen ?

--kl833x9 00:41, 23. Jan 2005 (CET)

Zu "Gliederung und Artikelaufbau" haben (siehe oben) Jesusfreund und Sava am 15.Jan.05 auch detailliert schon vieles gesagt, dem ich ebenso wie Deinem heutigen Vorschlag auf Auslagerung vieler geschichtlicher Details in einen separaten Hauptartikel zustimmen möchte. Ich schlage vor, die Abschnitte des ganzen Artikels dann (ohne Geschichte) so zusammenzufassen:

1. Begriff (incl. Strategie)

2. (Kriegs)völkerrecht und Ächtung des Krieges (incl.Codifizierung,Ausnahmezust.)

3. Krieg und Politik (incl. Alternativen,Ressourcen)

Sehr viel kann ja wegfallen, da doppelt und dreifach oder unklar...

--Moma 02:19, 23. Jan 2005 (CET)

Ich habe erstmal Zwischentitel in den - da ist man sich ja einig - unstrukturierten Abschnitt 'Der Begriff Krieg' eingefügt. Das 'Völkerrecht' würde ich mit dem Abschnitt 'Codifizierung' zusammenführen - Jesusfreund hat das ja schon vorgeschlagen. Der Abschnitt 'Organisation und Ablauf' scheint doch mit dem Abschnitt 'Militärstrategie' eng verwandt. Die Auslagerung der militärischen Aspekte in einen eigenen Artikel erscheint sinnvoll. Frage allerdings: wieso Miltärgeschichte - scheint doch alles durchaus gegenwartsbezogen !? - Sava 23:13, 23. Jan 2005 (CET)

Es fehlen: Hauptursachen bzw. Gründe für Kriege, Legitimationsmöglichkeiten und -prozesse, mittelbare und unmittelbare Auswirkungen, langfristige Konsequenzen. Die ganzen soziologischen Aspekte halt. --Katharina 00:18, 24. Jan 2005 (CET)


Hallo Sava: Das Kapitel 'Krieg in der Geschichte Europas' ist Militärgeschichte, da hier doch eindeutig von der Vergangenheit berichtet wird. Der Begriff Militär'geschichte' entsteht daher, das die Entwicklung von Taktik, Strategie und Bewaffnung im Laufe der Zeit betrachtet wird. Das vieles von dem natürlich heute angewendet wird und das man leicht zur Gegenwart einen Bezug herstellen kann ist klar.

Der Abschnitt 'Organisation und Ablauf' ist die allgemeinste Beschreibung von dem, was speziell mit 'Militärstrategie' und 'Militärtaktik' gemeint ist. (Die mir persönlich einfällt. Kürzer ginge es mit Prädikatenlogik.) Für die Einleitung 'Der Begriff Krieg' reicht das wirklich aus.

In der Einleitung sollten die gesamten Aspekte dieses Begriffs wirklich nur kurz erklärt werden um dem Leser ein Gesamtbild des Begriffs Krieg zu ermöglichen. Das macht ja gerade die Einleitung so schwierig, da es zu Krieg extrem viele Aspekte gibt, die womöglich nicht deutlich genug hervorgehoben oder vergessen werden (-> siehe letzte Anmerkung von Katharina). Wenn du diese Aspekte aber ohne eine Einleitung der Reihe nach sofort ausführlich erläutern willst, dann ließt den Artikel später mit Sicherheit kein Mensch mehr. Die Leser würden dann einfach das Problem bekommen, die ganzen Fakten an irgendeiner Stelle einzuordnen und beim Lesen durcheinander geraten. Ich persönlich lese nur ungern Texte, die mich nur verwirren. Deshalb wird hier dieses Gesamtbild des Begriffs Krieg benötigt, das dem Leser dann sozusagen einen roten Faden bietet, wo all die folgenden Details einzuordnen sind.

Man muss aber noch einen Link von 'Organisation und Ablauf' zu dem Abschnitt 'Militärstrategie' herstellen, damit diejenigen die dieser Teilaspekt besonders interessiert, sich sofort diesen Teil durchlesen können. (Übrigens: Militärstrategie und -taktik sind ein so umfangreiches Thema, das man darin über ein Jahr lang ausgebildet werden kann. -> Da ist dann eigentlich schon ein eigenständiger Artikel fällig.). Mit allen anderen in der Einleitung angesprochenen Aspekten muß das genauso getan werden.


Zum Schreibstil:

Ein weiteres Hauptproblem gerade an diesem Artikel ist, das man alles was mit Krieg zu tun hat, man aber auch nicht scheinbar so banal formulieren darf, das man hinterher womöglich noch als unmenschliches Wesen dasteht.


Hallo Katharina: Meintest du jetzt, das die Erweiterung in das Kapitel (6.2. Auslöser), (6.1. Kriegsursachen) und (7. Wirkungen) geschrieben werden sollte oder war die Einleitung gemeint?

--kl833x9

Definition

Weshalb wurde die Definition eigentlich eingeengt auf zwischenstaatliche Kriege? Es gibt eine allgemein (Universitäten u.ä.) weitgehend anerkannte Definition der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) an der Universität Hamburg, die den Begriff umfassender beleuchtet:

In Anlehnung an den ungarischen Friedensforscher István Kende (1917-1988) definiert die AKUF Krieg als einen gewaltsamen Massenkonflikt, der alle folgenden Merkmale aufweist:
(a) an den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen es sich mindestens auf einer Seite um reguläre Streitkräfte (Militär, paramilitärische Verbände, Polizeieinheiten) der Regierung handelt;
(b) auf beiden Seiten muß ein Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation der Kriegführenden und des Kampfes gegeben sein, selbst wenn dies nicht mehr bedeutet als organisierte bewaffnete Verteidigung oder planmäßige Überfälle (Guerillaoperationen, Partisanenkrieg usw.);
(c) die bewaffneten Operationen ereignen sich mit einer gewissen Kontinuierlichkeit und nicht nur als gelegentliche, spontane Zusammenstöße, d.h. beide Seiten operieren nach einer planmäßigen Strategie, gleichgültig ob die Kämpfe auf dem Gebiet einer oder mehrerer Gesellschaften stattfinden und wie lange sie dauern.
Kriege werden als beendet angesehen, wenn die Kampfhandlungen dauerhaft, d.h. für den Zeitraum von mindestens einem Jahr, eingestellt bzw. nur unterhalb der AKUF-Kriegsdefinition fortgesetzt werden.

Als bewaffnete Konflikte werden gewaltsame Auseinandersetzungen bezeichnet, bei denen die Kriterien der Kriegsdefinition nicht in vollem Umfang erfüllt sind. In der Regel handelt es sich dabei um Fälle, in denen eine hinreichende Kontinuität der Kampfhandlungen nicht mehr oder auch noch nicht gegeben ist. Bewaffnete Konflikte werden von der AKUF erst seit 1993 erfaßt.

(aus: [LINK]) Die Einleitung des Artikels folgte bis vor kurzem im Grunde dieser Definition. Aus welchem Grund wurde sie geändert? Und worauf beruft sich diese Änderung? --Tsui 19:37, 15. Jan 2005 (CET)

Also bewusst eingeengt habe ich nichts, da ich mich bisher nur am Vorhandenen orientiert habe. Dieses beruhte auf der gängigen Unterscheidung Krieg zwischen Staaten und Bürgerkrieg - wobei die Differenz ähnlich wie in Deiner Definition relativiert wird. Deren wesentliche Punkte scheinen mir auch sonst vorzukommen: mindestens eine Zentralgewalt ("Staat") muss beteiligt sein, die Gewalt muss organisiert und dauerhaft sein. Die Differenz Krieg-bewaffneter Konflikt, der Partisanenkrieg und der Sonderfall Antiterrorkrieg kommen auch in der Einleitung vor, um Krieg genauer zu bestimmen. Kann man eventuell noch präzisieren. Schlag vor wie!

Heute habe ich erstmal die Geschichte zu ergänzen, zu präzisieren und zu ordnen versucht. Da fehlt aber noch einiges, besonders zwischen römischem Reich und Neuzeit. Von da aus erübrigen sich vermutlich eine Reihe kleinerer Unterabschnitte, die jetzt noch da stehen, ohne dass ein roter Faden erkennbar ist. Andererseits soll die Geschichte auch nicht überdimensioniert und detailverliebt werden.

Bin für weitere Hinweise und Verbesserungsvorschläge wie die oben von Sava dankbar, möchte auch gar nicht alles allein machen. Gruß, --Jesusfreund 23:12, 15. Jan 2005 (CET)

Sava hat, wie ich gerade gesehen habe, die Einleitung bereits ein wenig überarbeitet. Danke! Ich glaube, dass eine Definition in dieser Form den Vorteil hat das "Phänomen" Krieg in umfassenderer Form betrachten und beschreiben zu können. Spezielle Formen wie Bürgerkrieg oder "Krieg gegen den Terror" sind da inbegriffen, können aber natürlich in eigenen Artikeln noch vertieft werden
Inhaltlich kann ich eher wenig zum Artikel beitragen, dazu müsste ich mich erst einarbeiten. Ein paar Details fielen mir auf:
    • Die Einleitung ist sehr lang. Könnte die nicht auf die Definition beschränkt und die weiteren Aspekte in eigenen Abschnitten behandelt werden?
    • Die geschichtliche Betrachtung ist sehr euro(und US-)zentrisch. Kriege gab und gibt es auf der ganzen Welt. Das müsste wohl in Zukunft mal von jemandem eingearbeitet werden, der da einen Überblick hat.
    • Unter "Besondere regierungspolitische Motive" ist zu lesen: Vor allem in ärmeren Ländern ist zu beobachten, dass durch innenpolitisches Kalkül begonnene Kriege ein Klima der Härte erzeugen. Dabei rechnet die Regierung eines solchen Landes damit, dass das Volk durch eine Kriegshandlung hauptsächlich mit unmittelbaren Lebensfunktionen wie Nahrung, Kleidung, Wohnung so beschäftigt sein wird, dass es keine Zeit mehr hat, sich mit Themen wie Regierung, Politik oder Wirtschaft zu beschäftigen. Eine Regierung kann versuchen, auf diese Weise Kritik zu unterdrücken. Wieso ist das ein Merkmal von Kriegen ärmerer Länder? Diese Motive/Auswirkungen sind doch in jedem kriegführenden Land zu beobachten.
Der Abschnitt am Ende, "individuelle Bedeutung", ist schon gut und richtig - aber er passt eher in ein Essay als eine Enzyklopädie. Alleine der erste Satz (Ein Artikel über das Thema Krieg kann nur mit einem Abschnitt enden...) ist nichts als die persönliche Meinung des Autors. Auch wenn ich den moralischen Appell unterstütze, ist er mir doch zu missionarisch und moralisierend und hier meiner Meinung nach fehl am Platz. --Tsui 14:41, 16. Jan 2005 (CET)

Die obenstehende (AKUF) Definition ist eine methodische Arbeitsdefinition zur Abgrenzung des Forschungsgegenstandes für die an diesem Institut ablaufende Friedensforschung. Der allgemeine Artikel "Krieg" muss auch Formen des K. in der Vergangenheit, in indigenen Kulturen, Somalia, Sudan, zwischen Befreiungsorganisationen, "warlords" etc. abdecken.

-- Moma 21:02, 16. Jan 2005 (CET)

Also ich wäre sehr einverstanden mit einer Definition, die "Krieg" möglichst umfassend betrachtet. Die oben von mir zitierte, wie Du richtig feststellst, Arbeitsdefinition der AKUF erschien mir eine brauchbare - und eben allgemein weitgehend anerkannte - Basis zu sein. Zuvor war die Einleitung des Artikels auf rein zwischenstaatliche Kriege eingeengt. Die einzige Einschränkung, die die von Dir genannten Beispiele teilweise ausschließt, ist wenn ich es richtig sehe der Ansatz, dass mindestens eine der beteiligten Kriegsparteien einer Regierung unterstehen muß. Wenn das umformuliert wird sollte die Definition auch auf Kriege zwischen nicht-regierungs Milizen oder historische Kriege u.ä. zutreffen, die ja ansonsten alle Merkmale von Kriegen aufweisen können (organisiert, über längeren Zeitraum, die Beteiligten haben militärische Strukturen/Hierarchien etc.) --Tsui 22:51, 16. Jan 2005 (CET)

Die Arbeitsdefinition der AKUF ist genau richtig und deckt einen recht grossen Bereich ab. Nicht jede Art aggressiver Handlungen zwischen Gruppen sind Kriege. Was beispielsweise den im Artikel erwähnten "Raubkriegen" (richtiger: repetitive bewaffnete Überfälle) fehlt, ist die institutionelle Komponente. --Katharina 00:01, 24. Jan 2005 (CET)

Krieg und Politik

Der Absatz Regierungspolitische Motive bedarf einer "Neutralisierung". Dass in der Heimat eine "psychologische Militarisierung" auf das gesamte Volk übertragen wird, welche auf Patreotismus und Duldung der Beschneidung von Grundrechten, z.B. im Wege der Terrorismusbekämpfung abzielen. ist nun wirklich keine Allgemeinbildung zum Thema Krieg, sondern eher bevorzugtes Argument gegen die amerikanische Irakpolitik.

Alles imho ;-) -Benedikt 10:44, 26. Aug 2003 (CEST)

Full ACT! Vielen Dank dafür. Ich halte mich da erst mal raus. Wiska Bodo

Ja, da ist in der Tat vieles unausgegoren und zum Teil irreführend. An manchen Stellen habe ich begonnen, etwas zu korrigieren. Aber rausgelöscht habe ich (noch) nichts. Ich halte es auch nicht für akzeptabel, daß im Abschnitt "Krieg und Politik" so einfach einer der bedeutendsten Kriegstheoretiker (Clausewitz) vom Tisch gewischt wird mit der Bemerkung "Bei genauerem Hinsehen wird ... (seine Definition) der realen Kriegsführung nicht gerecht." Clausewitz hat mit Sicherheit genauer hingesehen als derjenige, der diese arrogant-oberflächliche Bemerkung schrieb. --WKr 09:40, 27. Aug 2003 (CEST)

Mir ist das nicht ganz klar, mit Clausewitz. Da kenne ich mich nicht so aus, deswegen ist es mir nicht aufgefallen. Gut wäre, anerkannte Theoretiker auf jeden Fall drin zu haben! Kannst Du das reparieren? Wiska Bodo 17:45, 27. Aug 2003 (CEST)

OK, ich werde demnächst mal drüber gehen. Aber mit "reparieren" ist da nicht viel. Clausewitz ist nach wie vor hochaktuell; folglich kann ein Satz "... wird nicht gerecht" eigentlich nicht stehen bleiben. Das ist eine Aussage der Art "Bei genauem Hinsehen ist Dürer ein schlechter Künstler." --WKr 22:16, 27. Aug 2003 (CEST)

Ausnahmezustand

"zu diesen kleinen Kriegen" - welchen ? Bürgerkrieg als kleiner Krieg? Spannungsverhältnis Bekämpfung des Terrorismus und Demokratie (besser: Freiheit) ist sicherlich ein sehr interessantes Thema, gehört meiner Einschätzung nach aber in den Bereich Innenpolitik. - Sava 19:10, 15. Jan 2005 (CET)

selektive Überbevölkerung

erscheint mir als Begriff/Theorie nicht akzeptiert. Ich schlage vor, Autor liefert eine seriöse Quelle und definiert den Begriff "überhohe Bevölkerungsdichte", bis dahin bleibt der Abschnitt draussen. Sava 20:14, 16. Jan 2005 (CET)
Gaston Bouthoul. --Katharina 23:55, 23. Jan 2005 (CET)

Feministischer Unsinn

Claudia von Werlhof, Carola Meier- Seethaler, Marija Gimbutas und Andere setzen den Beginn der Geschichte des Krieges zum Zeitpunkt des Übergangs vom Matriarchat zum Patriarchat an und nennen eine Zeitpanne von nur maximal 7000 Jahren, seit der es kriegerische Auseinandersetzungen gibt. Dies wäre im Vergleich zur Dauer der Existenz der Menschen recht kurz. Als Beleg für ihre These ziehen sie u.A. die Abwesenheit von Kriegswaffen und Verteidigungsanlagen in den für die damalige Zeit recht großen und reichen spätneolithischen Städten Kleinasiens und des Mittleren Ostens hinzu (siehe z.B. Catal Hüyük). Sie argumentieren, dass wenn diese reichen und kulturell hochstehenden Städte das Phänomen des Krieges gekannt hätten, auch entsprechende Schutzmassnahmen hätten gefunden werden müssen.

Ist eine gültige und bisher nicht falsifizierte Theorie neben Anderen zur Entstehung des Krieges, aufgestellt von anerkannten Kulturanthropologinnen. Der Absatz ist mitnichten missionarisch geschrieben und erlaubt dem geneigten Leser, sich ein eigenes Bild zu machen. Auch wenn heftig darüber gestritten wird, ob diese Völker matriarchal waren oder nicht, sind sich Kriegsforscher in einem Punkt heute einig: die erwähnten Kulturen haben tatsächlich keinen Krieg geführt. d.h. im Klartext: Krieg ist kein globales Phänomen der Menschheit. Der Verdienst dieser - und anderer - AutorInnen war die Hypothese vom globalen Phänomen Krieg zu falsifizieren. Und das gehört sehr wohl in diesen Artikel!

Wenn keiner der beteiligten Herren hier überzeugend erklären kann, was a) an diesem Abschnitt nicht NPOV ist und b) weshalb dieser Absatz unwichtig ist, werde ich ihn wieder reinnehmen. --Katharina 13:09, 14. Jan 2004 (CET)

Ich habs nicht helöscht, von mir aus gerne wieder rein.--Nerd 13:36, 14. Jan 2004 (CET)

Ich hab den gelöscht. Meines Wissens kam er urspr. von Nerd, es ging damals um's Thema, wie alt Krieg im eigentlichen Sinne ist - bin da ja mittlerweile von meiner Position abgewichen (seit Anbeginn der Menschheit). Wir müssen da nochmal genauer hinschauen, des gibt bspw. Felszeichnungen von sich bekaämpfenden Bogenschützen, aber deren Alter weiß ich nicht genau. Ich bin da aber dran. Der Hinweis mit den nicht befestigten Anlagen ist aber gut. Besondere Probleme mit der Passage habe ich insebsondere mit dem "Übergang vom Matriarchat zum Patrairchat", weil das wie eine allgemein anerkannte Sachinformation daher kommt, was es mitnichten ist. Ulrich.fuchs 14:09, 14. Jan 2004 (CET)
Nö, die Anmerkung stammt von letztem Frühjahr oder so, ist also viel älter als Nerd :-) Zu den Felszeichnungen: nicht jede Auseinandersetzung zwischen Gruppen ist gleich ein Krieg. Die Sache mit dem "Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat" bezieht sich klar auf die Aussage der genannten Autorinnen (und stützt deren Argumentation). Wie soll ich sagen: die von ihnen zusammengetragenen Fakten sind eindeutig - ihre Interpretationen hingegen sind heftigst umstritten. Auch andere Autoren (Engels z.B.) setzen den Zeitpunkt der Entstehung von "richtigen" Kriegen ähnlich - begründen diesen jedoch mit der Entstehung des Privateigentums (oder mit der Entstehung von Herrschaft). Das scheint aber sowieso alles Hand in Hand gegangen zu sein - nur die Kausalitäten ändern sich je nach Perspektive.
Vielleicht sollten wir zwei Dinge klarer trennen: a) Seit wann gibt es überhaupt Kriege (diese Frage ist bisher nicht klar beantwortet und es gibt widersprüchliche Thesen dazu, wobei die Widersprüche oft von unterschiedlichen Definitionen herrühren); und b) ist Krieg etwas, "das im Menschen drin ist", also etwas, das alle Menschen und alle Kulturen kennen und tun. Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden (wofür die erwähnten Autorinnen einiges beigetragen haben). --Katharina 14:46, 14. Jan 2004 (CET)


Noch ne Anmerkung: Der Artikel war - bevor ich vorgestern mit umarbeuten angefangen habe - unter aller Sau. Bitte nicht nur irgendwo irgendwelche Satzfragmente hinschreiben und kein Argumente-Ping-Pong machen (die einen sagen, die andern, aber wieder die einen...). Bei ner Änderung überlegen, wo sie in den Kontext passt, und lieber größere Passagen umarbeiten (und auch mal was löschen), als immer noch ein Argument für irgendeine Position einzufügen. Ulrich.fuchs 14:13, 14. Jan 2004 (CET)
Am besten sollte der Artikel erst mal in Ruhe gelassen werden und wir sollten uns in der Diskussion auf eine klare Struktur (Inhaltsverzeichnis) einigen. Sonst wird das ein ewiges Gebastel. --Katharina 14:46, 14. Jan 2004 (CET)

Krieg und Kulturgeschichte

Im Geschichtsabschnitt ist gleich zu Beginn zu lesen: "Raubkriege begleiten die menschliche Kulturgeschichte seit jeher. Sie waren ein integraler Bestandteil der Herausbildung von dauerhaften Staatssystemen."

Ist das tatsächlich eine immer noch gültige Theorie? Ich bin kein Historiker, Ethnologe, Soziologe o.ä. und gehe da vielleicht einer populärwissenschaftlichen Ansicht auf den Leim, aber gerade gestern war mal wieder die TV-Dokumentation über Caral zu sehen. Dort war etwa 2600 v. Chr. die bislang älteste bekannte Stadt auf dem amerikanischen Kontinent entstanden. Die Archäologen waren - und sind - überrascht dort weder Waffen noch Befestigungsanlagen vorzufinden. Die Kultur - eine Stadtkultur vor mehr als 4000 Jahren! - war offenbar friedlich und auf Basis von Landwirtschaft und Handelsbeziehungen entstanden. Abgesehen davon, dass das eine schöne Sache ist, ist die Theorie vom Krieg als kultur- oder zivilisationsstiftenden Phänomen damit doch eigentlich widerlegt?! --Tsui 23:06, 16. Jan 2005 (CET)

Das ist richtig. Auch einige Alteurpäische bzw. Kleinasiatische Kulturen kannten weder Angriffs- noch Verteidigungssysteme was extrem stark darauf hinweist, dass sie keinen Krieg führten. Aber das Vorurteil, Kriege hätte es immer und überall gegeben, sie seien sozusagen ein menschlicher Charakterzug, hält sich leider sehr hartnäckig - auch bei vielen Wissenschaftlern. --Katharina 17:03, 17. Jan 2005 (CET) Nachtrag: hier ein interessanter Text dazu. --Katharina 22:57, 18. Jan 2005 (CET)

Du hast sicher Recht: Die Verallgemeinerung von Krieg = Entstehungs- und Stablisierungsfaktor von Staat ist so nicht haltbar. Aber für die Kulturen des Vorderen Orients, Akkadien, Sumer, Ägypten, Babylonien, Griechenland, Rom gilt das teilweise schon. Die erste Pharaonendynastie z.B. entstand aus gewaltsamer Einung von Ober- und Unterreich. Bald gab es dann auch schon regelrechte Wettrüsten und Hegemonial-Kämpfe zwischen Großmächten. - Vorher begann der Geschichtsteil mit Griechenland, auch ein sehr kriegerischer Städte- und Stämmebund. Und diese Reiche haben unsere europäische Geschichte ja maßgeblich mitbestimmt. - Vielleicht sollte man die Geschichte viel allgemeiner anlegen, dann wird sie aber eventuell zu überdimensioniert und unkonkret bezogen auf die späteren Entwicklungen, Völkerrecht, Weltkriege usw. --Jesusfreund 14:59, 17. Jan 2005 (CET)

Diese Kulturen sind aber nicht "die menschliche Kulturgeschichte", so leid es mir tut. Vielleicht sollte man den Abschnitt nicht allgemeiner, sondern im Gegenteil spezifischer formulieren, damit er richtig wird. Es gibt bis heute keine Belege für Kriege vor den ersten so genannten Zivilisationen. Der Krieg begann - nach aktuellem Forschungssstand - mit der Bildung der ersten so genannten Hochkulturen. --Katharina 22:57, 18. Jan 2005 (CET)

Darin sind wir ja völlig einig. Mit diesen Hochkulturen begann leider der vorgefundene Artikel, so dass der Eindruck entstehen konnte, als sei Krieg quasi der Geburtshelfer der Staaten gewesen. Was eben so allgemein nicht gesagt werden kann, wenn man nicht nur die spezifische Kultur(vor)geschichte Europas betrachtet. Aber um diese Relativierung einfügen zu können, bräuchte ich ein paar konkretere Fakten zu friedliebenden archaischen Kulturen.--Jesusfreund 02:21, 21. Jan 2005 (CET)

Das Problem mit prähistorischen Kulturen ist, dass sie prähistorisch sind - d.h. vor der Geschichtsschreibung. Die Geschichtsschreibung kam erst mit den Kulturen, die über ein ausgeprägtes Herrschaftssystem - und somit den entsprechenden Instrumentarium zur Herrschaftssicherung und -ausweitung - verfügten. Was diese Geschichtsschreiber über die von ihnen eroberten Menschen und Völker schrieben, muss nicht zwangsläufig der Realität entsprechen sondern ist - mit hoher Wahrscheinlichkeit - Propaganda. --Katharina 23:45, 23. Jan 2005 (CET)

I. Das Problem eine Antwort auf die Frage zu finden, wann das Phänomen Krieg eigentlich entstand, sehe ich an mehreren Stellen:

a) Die Stadt Catal Hüyük (ich hoffe ich habs richtig geschrieben, ich meine aber auf jeden Fall eine 7000 Jahre alte Stadt, deren Reste in der Türkei gefunden wurden) ist sehr alt: Was ist, wenn die Gegenstände, ie damals zum Kriegführen verwendet worden sind

  • 1. verwittert, vergammelt und deshalb auch für einen geübten Archäologen nicht mehr auffindbar sind
  • 2. auch gleichzeitig Werkzeuge darstellten (Ein Messer kann zum Schneiden von Wurst, aber auch zu anderen Dingen dienen) und somit nicht eindeutig als Waffe identifizierbar sind??

b) Wenn das Haus schon als eine Befestigung betrachtet wird: Nach einer Abbildung die ich jetzt recht undeutlich in Erinnerung habe, waren die Hauseingänge aller Häuser in Catal Hüyuk auf dem Dach. Wer in eines der Häuser (die übrigens ohne dazwischenliegende Straßen direkt aneinander gebaut wurden) wollte, mußte eine Leiter benutzen. Ich sehe das schon als eine (wenn auch primitive) Abwehrmaßnahme an.

Die Meinung b) kann natürlich wiederrum mit Argumenten widerlegt werden, aber ...

... wie auch Meinung a) nicht mit einem Argument, das sich zu GÄNZE nur auf FAKTEN stützt, weil aus dieser Zeit mangels Schrift leider jegliches Schriftzeugnis fehlt und weil die Archäologen auch ersatzweise salopp gesagt noch nicht weit und gründlich genug gegraben haben. Artikelteile, die sich mit dieser Frage auseinandersetzen, sollten daher diesen Mangel an FAKTEN nicht unerwähnt lassen. Ich fürchte auch , das man bis zu dem Zeitpunkt, an dem Zeitreisen erfunden werden, keine wirklich exakte Antwort darauf finden kann.

Für die Behauptung ,das ganz alte Kulturen ganz friedliebend waren, fehlt natürlich auch so ein Beweis.

II.: Die Frage, warum so etwas wie Krieg entstanden ist, kann NICHT seriös am Geschlecht festgehalten werden: Ich bin der Meinung das Frauen und Männer gleichermaßen gut Krieg führen können. Die Tatsache das die weiblichen Kombattanten kaum erwähnt wurden, ist freilich der Ausdruck des kulturellen Problems der Unterdrückung der Frau, das sich über viele Jahrtausende entwickelt hat (und mindestens genauso alt wie der Krieg ist). Ich bin davon überzeugt, das ohne diese Entwicklung die Namen bedeutender Feldherren etc. zwischen beiden Geschlechtern gleichverteilt wären.

Beweise:

  • a) Jeanne d'Arc hätte bestimmt noch viel länger Krieg geführt
  • b) Lynndie England ist grausam
  • c) Einige Bilder aus dem kambodschanischen Bürgerkrieg, die ich aber wegen unklarem Copyright und auch einer gewissen Ekelhaftigkeit nicht zeigen möchte
  • d) wer jetzt richtig suchet, der findet bestimmt noch viel mehr (und bessere) Beispiele (hab nur das aufgeschrieben, was mir jetzt grad so eingefallen ist ohne irgendwo nachzulesen.)

--kl833x9 01:47, 22. Jan 2005 (CET)

Ich weiss nicht genau, worauf Du mit Deinen Spekulationen hinauswillst. Aber in der Wissenschaft ist das so: Wenn es keine Beweise für etwas gibt, dann heisst das nicht automatisch, dass es zutrifft oder dass das Gegenteil zutrifft. Die einzig wissenschaftlich haltbare Aussage ist: Es gibt keine archäologischen Beweise für Kriege vor XXXXX v. Chr. Alles andere ist Spekulation. Deinen Argumenten wegen Jeanne d'Arc etc. kann ich leider nicht folgen. Auf was beziehst du dich? --Katharina 23:45, 23. Jan 2005 (CET)

  • Zu "Aber in der Wissenschaft [...] ist Spekulation.": Genau das meinte ich damit auch.
  • Zu "Deinen Argumenten [...] du dich?": Allgemein inhaltlich auf die Tatsache, das alle Menschen Arme und Beine und einen Kopf zum denken haben. So groß sind die Unerschiede zwischen den Geschlechtern nun wieder nicht, das man nur die Männlein für Krieg verantwortlich machen kann.
In Bezug zu dieser Diskussion beziehe ich mich auf etwas was du in "Feministischer Unsinn" geschrieben hast: "Wie soll ich sagen: die von [den Feministinnen] zusammengetragenen Fakten sind eindeutig." Die Fakten der Autorinnen stammen aber auch aus der Zeit von XXXXX v. Chr. Was für den Krieg gilt, gilt demnach auch für "den Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat". Von diesem kann nämlich auch niemand sagen kann wann er stattgefunden hat. Die Behauptung, das Kriege erst nach diesem Übergang entstanden sind und aufgrund dieser Vermutung darauf zu schließen, das Männer aufgrund ihres Geschlechts für allein für die Existenz von Krieg verantwortlich sind, ist nicht wissenschaftlich und außerdem diskriminierend.

--kl833x9

Weshalb ziehst Du denn diesen Schluss? KeinE ernsthafteR und ernstzunehmendeR WissenschafterIn behauptet, Männer wären aufgrund ihres Geschlechts für die Existenz von Krieg verantwortlich. --Katharina 09:58, 24. Jan 2005 (CET)

Weil du " Claudia von Werlhof, Carola Meier- Seethaler, Marija Gimbutas und Andere" so energisch in "Feministischer Unsinn" zur Untermauerung deiner These heranziehst und sie als bedeutende Kulturanthropologinnen bezeichnest. Die Bezeichnung 'bedeutende Kulturanthropologinnen' impliziert ja wohl, das es sich hier um (in dieser Frage) ernstzunehmende Wissenschaftlerinnen handelt [siehe dazu Anmerkung] (oder handeln soll). Dummerweise vertreten diese ernstzunehmenden Wissenschaftlerinnen in dieser Frage leider die nicht zu falsifizierende aber auch nicht zu trueifizierende (was für ein Wort) (Anmerkung eines Dritten: wie wärs mit verifizieren?) These, das Kriege zusammen mit dem Patriarchat (also der Männerherrschaft) entstanden sind. Von dieser These aus ist es wirklich nur noch ein infinitesimal kleiner Schritt bis hin zu der Behauptung: "Männer sind aufgrund ihres Geschlechts für die Existenz von Krieg verantwortlich." Was ich davon halte, habe ich bereits gesagt.
Anmerkung: Ich wehre mich nur gegen diese These und stelle die Bezeichnung bedeutender Kulturanthropologe für Claudia von Werlhof, Carola Meier- Seethaler, Marija Gimbutas ansonsten nicht in Frage. --kl833x9

Wir halten fest: a) du bist mit den genannten Autorinnen nicht vertraut. b) du bist mit wissenschaftlichem Arbeiten nicht vertraut. c) du kannst nicht zitieren und d) du ziehst aus Unkenntnis der Materie unzulässige Schlussfolgerungen.
Für's Protokoll: Ich habe die genannten Autorinnen als "anerkannt" bezeichnet und nicht als "bedeutend". Ich habe keine These "aufgestellt", sondern eine existierende These wiedergegeben. Die wissenschaftlich nicht haltbare Meinung, "Männer seien aufgrund ihres Geschlechts für die Existenz von Krieg verantwortlich" ist eine persönliche, wissenschaftlich nicht nur unzlässige, sondern auch unhaltbare Schlussfolgerung von kl833x9.
Können wir jetzt wieder über den Artikel diskutieren? --Katharina 12:33, 24. Jan 2005 (CET)

Fein. Damit hast du mir in unzulässiger Weise das Wort im Mund herumgedreht. Die meisten Leute machen das, wenn es unangenehm wird (weil es so aussieht als ob man nicht recht hat). Wir halten auch fest, das es unbedingt notwendig ist, in einem solchen Fall den Diskussionspartner erstmal persönlich anzugreifen. Unter diesen Umständen ist eine Fortsetzung der Diskussion auch nicht wirklich erforderlich. (Da sie dann kriegsähnliche Zustände annehmen könnte. *grins*). --kl833x9 Dipl.Inf.

Ich möchte mich nicht in diesen Streit einmische, da ich gerade mal über eine Matura verfüge. Es nimmt mich aber Wunder, ob jemand von euch das Buch "Demonic Males - Apes and the Origin of Human Violence" von Richard Wrangham und Dale Peterson gelesen, oder schon einmal davon gehört hat. Offensichtlich gibt es Beobachtungen, die darauf hindeuten, dass regelrechte Kriege schon bei Schimpansen stattfinden. Diese konflikte enden in der Vernichtung einer Schimpansengruppe durch eine andere, ohne das die Siegreiche irgendeinen Vorteil aus dem Besiegen der anderen ziehen könnte. Dies weist darauf hin, dass Krieg ein sehr altes, nich einmal rein menschliches Phänomen ist. Vieleicht gab es zu einer bestimmten Zeit Völker, die keinen Krieg führten (wobei die Quellenlage dabei wohl auch nicht immer sehr unfangreich ist), Fakt ist aber, dass der Krieg bei den Menschen und seine Verwandten immer vorgekommen ist und desshalb als natürlich bezeichnet werden muss. Was natürlich nicht dazu verpflichtet, ihn zu rechtfertigen. Feministinnen würden meine Argumente wohl mit den Beobachtungen über Bonobos kontern... Gruss: Samuel

ps: entschuldigt mein Deutsch...ist ja kein Artikel...da kann ein "dass" auch mal ein "das" sein...

kriegen - rauben - bekommen

<"Krieg" stammt im Deutschen von "kriegen", ein Synonym für "rauben": Das zeigt Herkunft und Charakter dieser kollektiven Gewaltanwendung an.> "Kriegen" wird doch immer noch im deutschen verwendet und heißt "bekommen"? Ich kenne nicht die historischen Ursprünge der Worte, finde diese schlichte Übersetzung jedoch immernoch zutreffend. Raub impliziert automatisch einen Schuldigen am Krieg. Vorschlag: "Krieg" stammt im Deutschen von "kriegen", ein Synonym für "bekommen": der Ursprung des Krieges ist ein Streit über Besitz, der den Charakter einer kollektiven Gewaltanwendung annimmt.

Diskussion aus dem Review

  • Dieser Artikel hat das Zeug zum exzellenten Artikel, ist m.E. jedoch noch ausbaufähig. Besonders fehlt es ihm noch an Bildern (evtl. auch erschreckende). Vielleicht sollte an ihm etwas gefeilt werden!

    • Ich habe vom Thema (Baal sei Dank) überhaupt keine Ahnung und den Text auch nur überflogen. Was mir jedoch auffiel ist die extrem trocken-sachliche Darstellung des Krieges als politisches Konstrukt. Ein Krieg ist somit ein Streit, in der zumindest eine der beteiligten Kriegsparteien ihre Ansprüche (z.B. Macht, Territorium, wirtschaftliche Vorteile) gegenüber der anderen durch eine massive Anwendung von physischer Gewalt, inclusive der Tötung von Menschen, geltend zu machen sucht Der Abschnitt "Bedeutung" reflektiert nicht ansatzweise die Folgen eines Krieges für Staaten, Regionen und auch der Abschnitt "individuelle Bedeutung" wird seinem Titel nicht gerecht. Ich weiß ehrlich gesagt aiuch nicht wirklich, wie man ein solches Thema angehen sollte, die Version gefällt mir jedoch (weitgehend subjektiv) überhaupt nicht. Gruß aus einem Berliner Bezirk, wo die "Kriegslücken" des 2. Weltkriegs noch heute das Straßenbild und die Einschußlöcher die Fassade der Grundschule meines Sohnes prägen -- Achim Raschka 08:50, 10. Jan 2005 (CET)

    • Nach dem lesen und mal im Handwörterbuch internationale Politik zum Vergleich schauend. Fachlich ist der Artikel im Großen und Ganzen wesentlich besser als ich erwartet hätte. Aber: Geschichte ist sehr kurz und sehr abstrakt, also ohne die Tatsache, dass eben Menschen betroffen sind. Der Abschlusssatz: Krieg beraubt junge Menschen ihres Rechts auf ein ordentliches und würdevolles Leben - haben alte Menschen seit neuestem kein Recht mehr auf ein würdevolles leben? was ist ein ordentliches leben? und hat krieg nicht den nebeneffekt, menschen die chance auf jegliches nehmen (egal wie unwürdevoll und unordentlich) zu nehmen? Die Maria Mies-Abschnitte wirklen teilweise seher unverbunden. Über die Meinzng, dass "heißer Krieg" zwischen 1945 und 1990 kein akzeptables Mittel der Politik war, haben die Menschen in Korea, Angola, Vietnam, im Kongo, Algerien, Iran/Irak etc. sicher eine etwas andere Meinung... Die Definitionsschwierigkeit was Krieg, Bürgerkrieg, etc. ist, wird so gut wie gar nicht deutlich. Die Globalisierungskritik ist teilw. sehr oberflächlich da auch bürgerkriege wie zB Kongo durchglobalisiert sind, indirekt hat an denen eben auch die halbe welt teil. -- Southpark 15:08, 10. Jan 2005 (CET)

Spanische Erbfolgekriege

Ich vermisse Angaben zum Spanischen Erbfolgekrieg/den Spanischen Erbfolgekriegen. Weiß jemand mehr darüber? Im Artikel [Sendling wird darauf Bezug genommen...Zerohund Zerohund 04:49, 20. Feb 2005 (CET)

lesenswerte-Diskussion

  • PRO: IMO sogar exzellent, dort jedoch sicherlich häufiger dem Vandalismus ausgesetzt ... --Steffen85 15:17, 15. Mai 2005 (CEST)
  • PRO - Zu Beginn wird das OOEH-Schema angesprochen, was noch einer Erläuterung bedarf. Einer Exzellenzkandidatur sollte Vandalismus aber nicht entgegenstehen; da muss er dann halt durch. Gruß von --W.wolny - W.wolny 19:30, 15. Mai 2005 (CEST)
Pro: Man wird gut informiert, der Einleitungssatz ist gelungen. Antifaschist 666 21:03, 20. Mai 2005 (CEST)

Propaganda

Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ein weiteres Thema das man noch einarbeiten könnte wäre Propaganda.--G 16:33, 21. Mai 2005 (CEST)

Bilder

Ich finde die Bebilderung des Artikels ziemlich dürftig. Es sollten entweder weniger oder mehr Bilder rein. Zur Zeit sind ja nur ein paar 1./2. Wk Bilder vorhanden. Außerdem sollten die Bilder den Krieg besser illustrieren. Die Landenden Kanadier finde ich persönlich nicht ideal als Hauptbild für den Artikel. --Kingruedi 14:04, 25. Mai 2005 (CEST)

Was das (Haupt-)Bild der Landung in der Normandie betrifft stimme ich Dir zu. Was Du mit den Krieg besser illustrieren meinst verstehe ich nicht. Die Bilder zu erstem und zweiten Weltkrieg zeigen die Zerstörungen, die mit Krieg einhergehen. Bilder zu früheren Kriegen sind meist heroisierende Gemälde, Statuen oder ähnliches (zumindest die, die ich bisher finden konnte) und mMn nicht wirklich geeignet "Krieg" zu illustrieren, eher "Propaganda" o.ä. --Tsui 14:57, 25. Mai 2005 (CEST)

Was mich am Bild "Schatten eines Menschen und einer Leiter" sehr stört ist, dass es sich offensichtlich um eine Holzwand handelt, auf die der Schatten eingebrannt ist. Hitze, bei der Leitern und Menschen einfach verdampfen und nur noch einen Schatten zurücklassen, hält keine Stein- und erst recht keine Holzwand aus.

apropos Propaganda

Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ein weiteres Thema das man noch einarbeiten könnte wäre Propaganda.

Was wollt Ihr denn - der Artikel beinhaltet doch schon jede Menge Propaganda.

Ich bin der Ansicht, die Seite sollte sich auf eine nackte empirische Definition des Wortes konzentrieren - für die übrige Prosa ist das Thema zu politisch heikel.

Man kann aber gerne Nebenthemen wie Psychologie, vermutete Ursachen, Theorien zu Gründen und Entstehung von Krieg verlinken. Die dann einen Querschnitt von Krieg als Bestandteil männlicher Natur über Krieg als Unterdrückungsmittel der herrschenden Klasse bis zu Krieg als Rache der unterdrückten oder wasweißichwas alles mal auflisten können. Dann gibts auch keinen Streit.

Und bitte nix truefizieren - verifizieren genügt völlig... :-)

Ach, ist es Ziel bei Wikipedia, dass die Artikel möglichst so verfasst werden sollten, dass es keinen Streit gibt? Ich dachte immer, dass man sich möglichst an den belegbaren Fakten orientieren soll, unabhängig, ob diese mit irgendeiner "political correctness" kollidieren. MV --217.224.0.122 17:40, 16. Okt. 2006 (CEST)

Abwahl des Krieges aus den lesenswerten Artikeln, 27. Mai

  • pro Sorry, ist gerade erst gewählt, aber nachdem ich mir den Artikel im Review angesehen habe, geht der gar nicht. Der Eimleitungssatz ist mit seiner Staatsfxierung schon mal kritisch (ausführliche Begründung steht in der Diskussion), er ist sprachlich eine einzige Stolperei, Artikelstruktur ist bestenfalls rudimentär vorhanden. Die historischen Beispiele sind nur Europabezogen, fast alle Fachbegriffe fehlen, mehr als einmal findet Theoriebildung statt, bzw. werden anerkannte Theorien mehr oder weniger entstellt wiedergegeben ohne auf sie zu verweisen. Der Artikel ist POV, da er die Idee eines allgemeinverbindlichen Kriegsvölkerrechts irgendwie als einzige Methode zulässt, Krieg zu verhindern und sich dann immer über sich selbst wundert, dass das nicht klappt. Historisch ist jede Menge unpräzise. -- Southpark 15:02, 27. Mai 2005 (CEST)

  • pro - siehe meine Kritik im Review (Sätze wie den angegebenen lassen sich leider noch eine ganze Menge aufspüren).--Elian Elian 15:16, 27. Mai 2005 (CEST)

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso der überhaupt schon lesenswert gekürt wurde, bevor er im Review war. Gut Ding will Weile haben. Wer sich Zeit nimmt, das Ding aufzumöbeln - und nötig ist das zweifellos..., der kriegt seine Punkte am Ende mühelos und ohne Reibungsverluste. Jesusfreund 15:22, 27. Mai 2005 (CEST)

Hallo Jesusfreund; nun er war/ist doch im Review ... übrigens sind eine Menge der lesenswerten Artikel nie im Review gewesen! Trotzdem für Abwahl --Steffen85 21:28, 27. Mai 2005 (CEST)

  • pro. Siehe Southpark und Elian. -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 11:58, 28. Mai 2005 (CEST)

Diskussion aus dem Review (Mai)

Wurde gestern zu den lesenswerten Artikeln gewählt, nachdem er zuvor bei den exzellenten gescheitert ist. IMO ist der Artikel jedoch exzellten ... --217.247.66.232 11:44, 22. Mai 2005 (CEST)

Ein ordentlicher Artikel, allerdings - insbesondere was die Geschichte angeht - zum Teil zu eurozentrisitsch. --Aineias Aineias 10:27, 25. Mai 2005 (CEST)
Die Artikelstruktur ist etwas unüberschaubar: Nach der Geschichte kommt nochmal Krieg und Politik, wo auch nochmal Ursachen verahndelt werden, die unter "Allgemeines" schon abgehandelt wurden...Das könnte man klarer gliedern und straffen. Übrigens sind wir hier im Review, nicht bei der Exzellenz-Kür. Jesusfreund 00:17, 26. Mai 2005 (CEST)

Wer diesen Artikel sauber ent-ungt, bekommt von mir nen Orden ;-) Das ist doch ne Herausforder-ung... Ansonsten, wie schon gesagt: Struktur unübersichtlich (hab grade noch nen doppelten Heraklit rausgeschmissen, Wirk-ung und Bedeut-ung sind unter ethischen Aspekten vielleicht nicht richtig aufgehoben, auch das Völkerrecht sollte besser als eigene Sektion "Kriegs- und Völkerrecht" abgehandelt werden), abundzu a bißerl Phrasen- und Platitüdenlastig (ja, ist ein heikles Thema, zugegeben). Und die -ungs *heul*... Das soll jetzt nicht entmutigen - hier wurde IMO ein schwieriges Thema recht gut gemeistert. --Elian Elian 06:05, 26. Mai 2005 (CEST)

Da eine Bevölkerung sich zumeist in relativer Akzeptanz mit ihrer Regierung befindet (gestützt durch staatlich gelenkte Medien oder durch echte Akzeptanz von aggressiven Expansionsabsichten beziehungsweise durch stillschweigendes Erdulden der Staatsführung), stellt die Wechselwirkung zwischen der Volksmeinung einerseits und der Legitimation einer Regierung Krieg zu führen andererseits, ein besonders wichtiges Instrument der Militarisierung im Vorfeld der Kriegsführung dar. - bei solchen Sätzen verläßt mich mein Geschick als Redakteur. Was will uns der Autor damit sagen? Ungefähr kann ich's mir ja vorstellen, aber... --Elian Elian 06:19, 26. Mai 2005 (CEST)

Ne, sorry das geht gar nicht. Sprachlich ein einziges vor-sich-hin-gestolper. Jede Menge Fachbegriffe fehlen, teilweise Privattheorien, teilweise werden verbreitete Theorien in ihrer Verwendung nicht kenntlich gemacht (der Mangel an Fachbegriffen erlaubt die Vermutung, dass die Autoren das selbst nicht so genau wussten), ein Großteil ist themaverfehlt, das geht es weniger um Krieg als vielmehr um Kriegsvölkerrecht und mehr oder weniger sinnige Überlegungen warum sich niemand dran hält, der Artikel ist extrem eurozentrisch, historisch mehr als einmal reichlich unpräzise, und ne, das geht gar nicht. -- Southpark 14:39, 27. Mai 2005 (CEST)

Kriegsverhinderung/Waffenversicherung

Ein möglicher Weg den Frieden zu erhalten und Krieg zu vermeiden, ist ein Zwang zu einer Waffenversicherung für alle Waffenproduzenten. Jeder Waffenproduzent muß in eine globale , nicht kommerzielle Waffenversicherung nach Gefährlichkeit seiner Waffen einen Beitrag zahlen. Die Waffenversicherung muß dann für alle Schäden, die durch Waffen verursacht werden aufkommen. Auf ähnliche Weise konnte das Problem der Berufskrankheiten sehr erfolgreich angegangen werden. Die Berufsgenossenschaften zogen Geld ein und entschädigten die Krankheiten. So kam es , daß viele Berufskrankheiten heute bereits präventiv sehr erfolgreich verhindert werden. rho

Spitzenidee!!! Damit wäre dann wohl in den dreißigern jemand aus dem Völkerbund bei Rheinmetall aufgeschlagen und hätte die Konzernführung eine Zwangsversicherung unter die Nase gehalten und mit den Konsequenzen gedroht. Daraufhin wären die Konzernbosse zu Hitler gerannt und von ihm gefordert, entweder für die Versicherung zu bürgen, oder auf die Lieferungen zu verzichten. Dieser währe zu schreien angefangen, alle seine Kriegsziele wären unerreichbar geworden, die Menschheit hätte sich an den Händen gefasst, und alle lebten glücklich un zufrieden, bis zu ihrem seligen Ende... --84.167.193.253 14:43, 13. Dez 2005 (CET)

Kriegsziele

Aus meiner Sicht fehlt ein kompletter Abschnitt 'Ziele'. Was machen die eigentlich? Was heisst das eigentlich 'Krieg führen'? Menschen töten, verletzen, bekehren oder versklaven, Schätze rauben, Industriegüter, Land erobern, um darauf zu siedeln, usw. Teilweise finden sich Hinweise darauf versteckt im ganzen Artikel, aber ich denke das meiste wird irgenwie beim Leser als bekannt vorausgesetzt. Dabei könnte man mit so einer Strukturierung vieles hier verständlicher und 'zusammenhängend' machen. -- Thomas M. 20:04, 10. Okt 2005 (CEST)

Auslöser

Ich war auf der Suche nach dem Fußballkrieg und finde deshalb, dass man diesen doch schön unter den Auslösern unterbringen könnte, oder nicht? StefanLinke 14:25, 11. Okt 2005 (CEST)

BKL

Die Begriffsklärung Typ II oben bitte drin lassen. Natürlich besteht keine Verwechslungsgefahr für den, der wissen will, was ein Krieg ist. Aber für den, der wissen will, wie nochmal dieser deutsche Leichathlet mit Namen Krieg mit Vornamen hieß durchaus. Solche allgegenwärtigen Wörter mittels Volltextsuchen zu finden ist ebenfalls sehr schwierig, wenn eine ganz spezielle Bedeutung gesucht wird. --AndreasPraefcke AndreasPraefcke 21:30, 25. Okt 2005 (CEST)

Da jetzt noch der kürzlich verstorbene Maler Dieter Krieg in der Wikipedia vorhanden ist sowie in diesem Artikel – was man eigentlich nicht machen sollte – eine zweite BKL II eingebaut wurde (zu einem Roman mit rotem Link), habe ich die BKL ausgelagert in Krieg (Begriffsklärung). So verschwindet endlich auch die Leichtathletik aus dem ersten Satz des wichtigen WP-Artikels zum Thema Krieg... --AndreasPraefcke AndreasPraefcke 09:40, 29. Nov 2005 (CET)

v.a. zur Begriffsklärung

Einige Dinge bei der Begriffsklärung sind mir aufgefallen, die ich hier zur Diskussion stellen möchte:

- eine Formulierungsfrage: "Krieg ist ein >militärisch< ausgetragener Konflikt" - zutreffender wäre wohl, wenn eng gefaßt, ein "bewaffneter Konflikt";

- eine Definitionsfrage: was ist mit Formen der Auseinandersetzung wie zB dem "Handelskrieg" - sollte "Krieg" in der Definition weiter gefaßt werden? (solche werden weiter unten als Typen ja auch erwähnt)

- der Bereich "Ethische Aspekte" bedarf mM dringend als gesamtes einer Überarbeitung;

Begriffsklärungshinweis heraus

Habe mir erlaubt, den Begriffsklärungshinweis heraus zu nehmen. - Wenn wir zu jedem Begriff, zu dem es auch gleichnamige Personen wie Sportler, Autoren etc. gibt, vorne eine Begriffsklärung einführen, haben wir viel zu tun. Das ist auch nicht der Sinn einer "Begriffsklärung". Bei dem Wort Krieg denken 99,99 % an das in diesem Artikel beschriebene - anderes ist sehr gut am Ende aufgehoben. Habe den Link daher nach "siehe auch" verschoben. --Bernd vdB 16:26, 21. Jan 2006 (CET)

fehlt mir: Kosten der Kriege früher heute neue Strategie mit Söldnerfirmen, ...

Erster Satz

Auf den hab ich mich erstmal beschränkt. Aber der hat auch die größte Bedeutung. Daher hier eine kurze Stellungnahme. Ich denke, dass der erste Satz so schon erheblich gewonnen hat. Sowohl die Formulierungen "unter Einsatz erheblicher Mittel" als auch "unter Beteiligung" statt "zwischen" sind mit Bedacht gewählt. Eines erfasst die mögliche Assymmetrie, das andere die äußerste Anstrengung und äußerste Anwendung der Gewalt im Sinne Clausewitz', die aber relativ ist. Das bisherige "militärisch" halte ich für Kinderbuchniveau. --Lax 19:40, 21. Mär 2006 (CET)

Fazit Abwertung des Krieges

"So ist der Frieden nach wie vor eine äußerst bedrohte, verletzliche Pflanze und eine Utopie, die des täglichen Einsatzes bedarf, um eines Tages wirklich werden zu können." Dieser Satz ist IMHO: a) unsachlich, pathetisch (bedrohte verletzliche Pflanze ist eine hübsche Metapher, aber kein Enzyklopädie-Stil) b) logisch widersprüchlich. Eine Utopie hat die Eigenschaft (auch laut Wikipedia) zwar denkbar, aber nicht durchführbar zu sein. Der Halbsatz "um eines Tages wirklich werden zu können" passt somit nicht. c) Müsste es nicht "Wirklichkeit werden zu können" heißen? d) Ist er ziemlich inhaltsleer, und IMHO überflüssig e) Passt er nicht zu dem ansonsten schon ziemlich guten Stil des Artikels. :-)

Werde ihn daher erst einmal löschen. --The Philosoph 15:16, 4. Apr 2006 (CEST)

Übersetzung "preemptive strike"

preemptive strike ist falsch übersetzt: muss mit präventiver Angriff o.ä. heißen aber defintiv NICHT Entwaffnung. Darauf läuft es vielleicht nach Ansicht einiger (optimistischer) Leute hinaus ist aber in jedem Falle falsch übersetzt und gibt nicht die korrekte englische Bedeutung wieder. 4.174.168.128 Unterschrift nachgetragen von --TriggerhappyTriggerhappy 13:13, 25. Mai 2006 (CEST)

Sehe ich eigentlich auch so. Entweder präventiver Angriff oder Präventivschlag. Die Übersetzung ist da eigentlich eindeutig. --TriggerhappyTriggerhappy 13:13, 25. Mai 2006 (CEST)

Strategie, Operativ, Taktisch

Moin, leider habe ich keine Erfahrung mit Wiki, ich denke es ist inhaltlich falsch, wenn taktisch vor operativ eingeordnet wird.

Strategie - alles richtig Operativ - Umsetzng der Strategie in Form der militärischen Operationen Taktisch - Handlungen unterhalb der "kriegsentscheidenden" Ebene i.d.R. BTL oder Kampfgruppe

Quellen diverse Handbücher / Anweisungen der Wehrmacht und der US Streitkräfte

Soll ich jetzt einfach ändern oder wie???

Grüße JC 84.134.66.213 Unterschrift nachgetragen von --TriggerhappyTriggerhappy 09:25, 29. Mai 2006 (CEST)

Vor allem solltest Du nicht Deine Kommentare einfach so mitten in den Text eines anderen setzen. Ich habe es mal hier runter verschoben. Generell sollst Du das einfach ändern, wenn Du entsprechende zuverlässige Quellen hast. Das ist das Grundprinzip der Wikipedia. Hier gaht :das aber leider nicht, da die Seite Halbgesperrt ist und unangemeldete Benutzer nichts ändern können.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand hier mit Fachwissen, der etwas dazu sagen kann. --TriggerhappyTriggerhappy 09:25, 29. Mai 2006 (CEST)

Antike und europäisches Mittelalter

Im Abschnitt Kriege in der Antike und im europäischen Mittelalter steht übers Mittelalter fast nichts drin...

Aus Krieg wird bewaffneter Konflikt

Der Krieg ist aus der Sprache von Juristen weitgehend verschwunden. Völkerrechtler sprechen inzwischen eher von bewaffneten Konflikten. Vergangenheit sind auch die Formalien, mit denen militärische Auseinandersetzungen einst begonnen wurden. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine einzige Kriegserklärung mehr, die nach früherem Verständnis am Anfang eines Krieges stehen musste, sagt Völkerrechtsprofessor Ulrich Fastenrath.

Aus Kriegsrecht wird humanitäres Völkerrecht "Von einem bewaffneten Konflikt spricht man dann, wenn sich zwei Staaten mit militärischen Mitteln bekämpfen", erklärt Fastenrath. In Afghanistan sei dies spätestens mit Beginn der US-Luftschläge der Fall gewesen. Ab diesem Zeitpunkt gilt das Kriegsrecht oder wie man heute sagt, humanitäres Völkerrecht; das sind vor allem die Haager Abkommen und Genfer Konventionen, die den Schutz der Zivilbevölkerung und das Verbot bestimmter Waffen regeln.

Kollateralschäden werden in Kauf genommen Allerdings dürfen die Kriegsparteien bei ihren Angriffen auch zivile Opfer in Kauf nehmen - das Völkerrecht verbietet die so genannten Kollateralschäden nicht generell. Zwar lautet der oberste Grundsatz, dass nur militärische Ziele angegriffen werden dürfen. "Wenn ein Staat jedoch seine Kasernen mitten in die Innenstadt baut, dann muss er auch mit Zivilopfern rechnen", sagt Fastenrath.

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Hier gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Der Angreifer muss abwägen, wie er Zivilisten nach Möglichkeit schonen und trotzdem seine militärischen Ziele erreichen kann. "Ein Angriff auf ein Militärhauptquartier rechtfertigt sicherlich ein größeres Risiko für Zivilpersonen als eine Attacke gegen ein einzelnes Geschütz", erläutert Fastenrath.

Kaum Folgen bei Verstößen Ein Krieg wird heute durch Einstellung der Kämpfe beendet, der Friedensvertrag ist nach Fastenraths Worten aus der Mode gekommen. Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht sind bisher meist ohne Folgen geblieben.

Konflikt ist ein Krieg Für Fastenrath ist der aktuelle bewaffnete Konflikt zwischen Israel und Libanon ein Krieg. Dagegen sei der Einmarsch in den Gaza-Streifen kein Krieg, da der kein eigener Staat sei. "Wenn Bomben abgeworfen werden, ist das klar eine militärische Auseinandersetzung, die unter den alten Begriff Kriegsrecht fällt."

Angriff auf Staat fällt unter Kriegsrecht Auch Terrorakte könnten ein Mittel der Kriegsführung sein, allerdings seien sie meist keine zwischenstaatliche Auseinandersetzung, sondern eine zwischen Gruppierungen. "Aber wenn Israel gegen das Territorium eines anderen Staates vorgeht, fällt das unter das Kriegsrecht nach alter Art und die entsprechenden Regelungen sind anwendbar."

Länder in denen Krieg herrscht

Unter "Bürgerkrieg" findet man eine Liste mit Ländern in denen Bürgerkriege geführt werden oder wurden. Ich würde eine Liste mit Ländern in denen im Moment Krieg geführt wird sinnvoll finden. Ich würde eine solche Liste auch selbst anfangen, bin aber leider wiki-unbewandert. Wo würdet ihr eine solche in den Artikel denn am ehesten hineisetzen damit es vom Kontext her passt? Wand.

Antwort: Aktuelle Kriege sind hier zu finden. --Klaus Bertram 22:11, 25. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Krieg und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).