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Libanon

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Der Artikel Libanon gehört zur Kategorie: Staat, Libanon, Naher Osten, Mittelmeer

Die Libanesische Republik () ist ein Staat in Vorderasien und wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Libanon bezeichnet. Der Libanon grenzt an Syrien, Israel und das Mittelmeer und wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet.

Geografie

Da der Libanon für die letzten 50 Jahre eine sehr starke Landflucht aufweist, lebt der Großteil der Bevölkerung in Städten, vor allem in der Hauptstadt Beirut und Vororten. Dort leben mehr als die Hälfte der Libanesen, und noch ein größerer Anteil arbeitet hier.

Größte Städte mit Einwohnerzahlen (geschätzt; seit 1932 gab es keine offizielle Volkszählung):

Das Land gliedert sich in vier Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen:

  1. Der 200 km lange, schmale steile Küstenstreifen, welcher sich nur im Norden und Süden ausweitet.
  2. Das stark zerklüftete Libanon-Gebirge, das bis zu 3.000 m hoch ist.
  3. Die fruchtbare Bekaa-Ebene, die im Regenschatten des Libanon-Gebirges liegt, jedoch aufgrund von künstlicher Bewässerung sehr fruchtbar ist (Weinanbau, Hanf, zur Herstellung von Haschisch).
  4. Der trockene Antilibanon-Gebirgszug und der Hermon, der die Grenze zu Syrien bilden.
Der Litani ist mit 140 km der längste Fluss des Libanon, dessen Lauf vollständig innerhalb des Staatsgebietes liegt.

Klima

Entsprechend den Unterschieden in der Landschaft des Libanon, ist auch das Klima sehr unterschiedlich. An der Küste herrscht mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und feuchten, regenreichen Wintern. Im Gebirge herrscht ausgesprochenes Gebirgsklima, wobei auch hier der Hauptniederschlag im Winter fällt und dann hauptsächlich in Form von Schnee. An der Grenze zu Syrien herrscht ein trockenes Steppenklima, welches den Übergang zum Wüstenklima des südlichen Syriens und Jordaniens bildet. In Beirut liegen die Temperaturen am Tag bei durchschnittlich 18° C im Januar und bei 30° C im Juli und August. Im Dezember und Januar gibt es durchschnittlich 11 Regentage in Beirut, während der August im Allgemeinen völlig trocken bleibt.

Bevölkerung

Der Libanon hat ca. 3,8 Millionen Einwohner (Stand 2005, geschätzt). Davon sind etwa 95 % arabischer, 4 % armenischer Abstammung, 1 % anderer Abstammung. Im Land verteilt leben kurdische sowie etwa 360.000 palästinensische Flüchtlinge und assyrische Christen verschiedener Konfessionen.

In den ersten Jahren des Bürgerkriegs verließen vermutlich mehr als eine halbe Million Menschen das Land - da offizielle Zahlen nicht verfügbar sind, handelt es sich um Schätzungen.

  • Geburtenziffer 2005 (geschätzt): 1,8 %
  • Sterberate 2005 (geschätzt): 0,6 %
  • Kindersterblichkeit 2005 (geschätzt): 0,2 %
  • Alphabetisierungsgrad Erwachsene (> 15 Jahre) 2003 (geschätzt): 87,4 %

Sprachen

Abbildung
Beirut Corniche
Bildherkunft

Abbildung
Beirut Place d'Etoile
Bildherkunft

Die große Mehrheit der Libanesen spricht Arabisch (libanesische Dialekte), Minderheiten sprechen Armenisch, Kurdisch und Aramäisch, das auch die Liturgiesprache der maronitischen Kirche und anderer syrischer Kirchen ist. Neben Arabisch ist auch Französisch als Verkehrs- aber auch Elitesprache verbreitet, und in letzter Zeit auch Englisch als Drittsprache.

Religion

Es gibt im Libanon 17 anerkannte Religionsgemeinschaften, darunter:

Siehe auch: Konfessionelle Parität, Maroniten

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte des Libanon

Der Libanon erklärte am 26. November 1941 seine Unabhängigkeit, vorher war es seit 1920 französisches Mandatsgebiet. Der politische Vorläufer des Libanon war eine bis 1916 von einem christlichen Armenier als Gouverneur geführte autonome Provinz innerhalb des Osmanischen Reiches. Direkt nach der Unabhängigkeit des Libanon wurden etwa 20.000 Mann Freiwillige unter dem Kommando des späteren Präsidenten Fouad Chehab in die Freifranzösische Armee unter Charles de Gaulle eingegliedert, wo sie in Bir Hakeim und bei Monte Cassino wesentliche Beiträge zum Erfolg der Alliierten im mediterranen Kriegsschauplatz leisteten. Der unabhängige Libanon war somit Teil der "Anti-Hitler-Koalition" und später auch Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, bei dessen Gründungsversammlung in San Francisco im Februar 1945 der libanesische Delegierte Charles Malik neben Eleanor Roosevelt eine dominierende Rolle spielte und wesentliche Teile der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mitverfasste. Am 22. November 1943 fand die Wiedereinsetzung durch libanesische Amtsträger statt, dies ist zugleich auch der offizielle Unabhängigkeitstag. Wegen seiner wirtschaftlichen Stabilität und politischen Neutralität (1949–1969) wurde der stark westlich bzw. französisch geprägte Libanon in den 1950er und 1960er Jahren auch als „Schweiz des Orients“ bezeichnet. Die Hauptstadt Beirut galt bis zum Bürgerkrieg 1984 sogar als „Paris des Nahen Ostens“.

Bürgerkrieg im Libanon

Von Mitte der 1970er Jahre bis 1990 wurde das Land von einem Bürgerkrieg heimgesucht (siehe dazu: Libanesischer Bürgerkrieg). Der Bürgerkrieg nahm im April 1975 mit dem Ausbruch offener Gefechte zwischen der maronitischen Phalange-Miliz und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) seinen Anfang. Vorausgegangen war eine Reihe wechselseitig verübter Anschläge und kleinerer Massaker zwischen diesen Gruppierungen.

Ursache des Bürgerkrieges war der Verlust des ethnischen Gleichgewichts nach der Ankunft der im Schwarzen September 1970 aus Jordanien vertriebenen bewaffneten Kräfte der PLO. Diese errichteten mit Billigung muslimischer libanesischer Gruppen einen bewaffneten Staat im Staate.

1976 marschierten syrische Soldaten im Libanon ein und griffen auf Seiten der christlichen Fraktion in den Krieg ein.

1978 griff Israel das erste Mal in den Konflikt ein, besetzte 1982 den Süden des Landes und zwang die PLO in diesem Libanonfeldzug am 21. August zum vollständigen Rückzug aus dem Libanon. Dieser wurde unter Aufsicht durch eine multinationale Schutztruppe, überwiegend amerikanische und französische Soldaten, durchgeführt. Am 17. September 1983 beschießt die US Navy erstmals Stellungen der Syrer in der Nähe von Beirut. Die multinationale Friedenstruppe verließ allerdings 1983 den Libanon, nachdem am 23. Oktober 1983 bei zwei Bombenanschlägen auf die multinationalen Hauptquartiere, die der Hisbollah zugeschrieben werden, 241 US-Soldaten und 58 Franzosen getötet wurden. 1985 richtete Israel eine Schutzzone im Vorfeld der israelischen Grenze ein.

Das Abkommen von Taif schuf erst 1989 die Grundlage für die Beendigung des Bürgerkrieges. Der Bürgerkrieg forderte 90.000 Todesopfer, 115.000 Verletzte und 20.000 Vermisste. 800.000 Menschen flohen ins Ausland. Mit dem syrisch-libanesischen Vertrag (Mai 1991) konnte Syrien seine Funktion als Ordnungsmacht (Besatzungsmacht) im Libanon festigen.

Nach dem Bürgerkrieg

1994 und 1995 bombardierte die israelische Armee wiederholt Stellungen der paramilitärischen, schiitischen Hisbollah im Südlibanon, um gegenüber der libanesischen Regierung der israelischen Forderung nach Entwaffnung der pro-iranischen Miliz Nachdruck zu verleihen. Die israelische Armee zog sich am 24. Mai 2000 vollständig aus dem Libanon zurück.

Hariris Ermordung und Neuwahlen 2005

Der syrienfreundliche Präsident Lahoud konnte Ende 2004 sein abgelaufenes Mandat vom Parlament durch Verfassungsänderung um drei Jahre verlängern lassen. Dies führte rasch zum Rücktritt Rafiq Al-Hariris, nachdem sich dieser darüber hinaus auch mit seiner Forderung nach einem Abzug der syrischen Truppen nicht durchsetzen konnte. Am 14. Februar 2005 wurde Al-Hariri durch einen Anschlag getötet, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen.

Der Tod Al-Hariris wurde zum Ausgangspunkt einer gefährlichen innenpolitischen Eskalation. Eine breite oppositionelle Bewegung forderte vehement den Rückzug der syrischen Truppen. Diese Bewegung stützte sich vor allem auf die Christen, Drusen und Sunniten, wurde aber auch von nennenswerten Teilen der schiitischen Bevölkerung mitgetragen. Auch die USA und Frankreich übten seit Ende Februar immer mehr Druck auf Syrien aus. Es wurde mit militärischen Aktionen gedroht, vielmehr stand eine derartige Drohung seit dem Irak-Krieg im Raum. Am 28. Februar trat die syrienfreundliche libanesische Regierung zurück. Syrien verständigte sich am 7. März mit dem Libanon seine Truppen als ersten Schritt bis zum Ende des Monats ins östliche Bekaa-Tal zurückzuziehen. Ende April waren dann bereits alle 14.000 syrischen Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt.

Seit der Ermordung Al-Hariris gab es beinahe täglich Demonstrationen. Fast alle wurden von oppositionellen Gruppen organisiert. Zu diesen Demonstrationen kamen Zehntausende. Am 8. März rief die syrienfreundliche Hisbollah zu einer Demonstration auf, um gegen die UN-Resolution 1559 (die eine Entwaffnung dieser Gruppe fordert) zu protestieren. Viele Teilnehmer an der Demonstration dankten aber auch den Syrern und wandten sich gegen die USA und Israel). An diesem 8. März kamen ca. 500.000 Menschen. Dies gab der prosyrischen Fraktion genug Kraft, um den wenige Tage zuvor zurückgetretenen Premier Karami am 10. März neuerlich mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Am 14. März versammelten sich bei einer weiteren Demonstration der Opposition 300.000 Menschen im Zentrum Beiruts.

Nachdem Karami letztlich doch scheiterte, wurde Nadschib Miqati am 15. April Ministerpräsident einer Übergangsregierung. Im Juni fanden Parlamentswahlen statt. Sie wurden von Saad Al-Hariris „Zukunftsbewegung“ gewonnen. Saad Al-Hariri ist der Sohn des ermordeten Rafiq Al-Hariri.

Ende Juli einigte man sich auf eine Regierung. Ihr gehört erstmals ein Minister (Energieminister) der schiitischen Hisbollah an. Michel Aouns Bewegung FPM (Free Patriotic Movement), die seit 1990 gegen die Syrische Besetzung friedlich gekämpft und demonstriert hat, konnte jedoch keine Minister stellen, da sie sich aus den "14. März-Kräfte" ausschloss. Dies war für Beobachter überraschend, da die Zukunftsbewegung eine Regierung der nationalen Einheit bilden wollte.

Im Juni 2006 gelang es dem libanesischen Geheimdienst, Mahmoud Rafeh, den Chef einer Gruppe von Terroristen, zu verhaften. Rafeh soll seit Jahren im Libanon tödliche Anschläge im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad durchgeführt haben. Nach Aussagen des libanesischen Verteidigungsministers Elias Murr, der selbst einem Mordanschlag am 12. Juli 2005 entgangen war, hielt man es für sehr wahrscheinlich, dass israelische Militärflugzeuge an der Auslösung von Autobomben beteiligt gewesen seien. Der libanesische Staatspräsident Émile Lahoud erklärte, die Ermittlungen der libanesischen Behörden würden fortgesetzt und deren Ergebnisse dem UN-Ermittler, Serge Brammertz, übergeben, dessen Untersuchungskommission beauftragt ist, den Mord an dem ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri am 14. Februar 2005 zu untersuchen.

Vom 12. Juli bis zum 14. August 2006 führte Israel einen de-Facto Krieg gegen die Hisbollah, nachdem diese zwei israelische Soldaten im Israelisch-Libanesischen Grenzgebiet entführt hatte (Libanonkrieg 2006). Die Hisbollah reagierte mit von libanesischem Territorium abgefeuerten Raketen auf Ziele im Norden Israels. Die israelischen Luftangriffe und Bodenoffensiven verursachten massive Zerstörungen in den südlichen Landesteilen, südlichen Teilen Beiruts und auch vereinzelten Zielen im Norden des Landes. Bei dem Krieg starben über 1100 Libanesen, davon laut libanesischen Quellen die Mehrheit Zivilisten. Der Süden des Landes ist im Rahmen der UNO-Resolution 1701 der internationalen Friedenstruppe UNIFIL und der libanesischen Armee unterstellt.

Am 21. November 2006 wurde der maronitisch-christiche Minister Pierre Gemayel junior Opfer eines Mordanschlags.

Politik

Der Libanon ist seit 1926 eine Republik und die einzige parlamentarische Demokratie im arabischen Raum. Der Libanon ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen seit 1945, der damalige libanesische Delegierte Charles Malik verfasste wesentliche Teile der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Verfassung von 1926 wurde zuletzt 1999 geändert. Das Parlament (Nationalversammlung) mit 128 Mitgliedern (je zur Hälfte Christen und Muslime) wird alle 4 Jahre gewählt.

Die vier höchsten Staatsämter sind Mitgliedern bestimmter religiöser Gruppen vorbehalten:

  • Das Staatsoberhaupt muss maronitischer Christ sein,
  • der Regierungschef muss sunnitischer Muslim sein,
  • der Parlamentspräsident muss schiitischer Muslim sein,
  • der Oberbefehlshaber der Armee muss Christ sein.
Die Wahl des Staatsoberhauptes erfolgt alle 6 Jahre durch das Parlament (keine unmittelbare Wiederwahl). Das Wahlrecht besteht ab 21 Jahre.

Verwaltung: 5 Provinzen

Staatsoberhaupt: Émile Lahoud, seit 1998

Regierungschef: Fouad El Sanioura, seit 2005

Parlamentspräsident: Nabih Berri seit 1999

Parteien:

LF Lebanese Forces: eine christliche politische Organisation, die im Jahre 1978 von dem ermordeten gewählten Präsidenten Bachir Gemayel gegründet. Unter den pro-syrischen Regierungen litten die LF unter starken Beschränkungen. Erst die "Zedernrevolution" Anfang 2005 und der darauffolgende Abzug der syrischen Truppen brachte auch der LF die lang erstrebte Bewegungsfreiheit. Die LF stellen die Vertretung der meisten Christen dar.

FPM (Free Patriotic Movement): Eine Bewegung, die seit 1990 gegen die syrische Besetzung des Landes protestiert hatte und noch bis zum Abzug der syrischen Armee verboten war, ca. 16.000 Verhaftungen durch die syrische Besatzung und die Polizei musste die Bewegung hinnehmen.

Amal-Bewegung: Pro-Syrische Bewegung, hat auch gegen die Besetzung des Landes durch Israel gekämpft.

Politik und Wahlen seit 2000

Abbildung
Attentat auf Rafiq Al-Hariri, Tatort aufgenommen 8 Monate nach dem Anschlag.
Bildherkunft

Wahl am 27. August/3. September 2000:

Neuwahlen 2005

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Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
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Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

en:Template:Prettytable

Allianzen Sitze Parteien Stimmen % Sitze
Rafik-Hariri-Märtyrer-Liste 72 Future Movement (Tayyar Al Mustaqbal)   36
Progressive Sozialistische Partei (Al-Hizb at-taqadummi al-ischtiraki)   16
Lebanese Forces   5
Qurnat-Schahwan-Sammlung   6
Tripoli-Block   3
Demokratische Erneuerung   1
Demokratische Linke   1
Unabhängige   4
Widerstands- und Entwicklungsblock 35 Amal-Bewegung (Harakat Amal)   15
Hisbollah (Hizb Allah)   14
Syrische Soziale Nationalistische Partei (al-Hizb al-Qawmi al-souri al ijtima'i)   2
Andere   4
Aoun-Allianz 21 Freie Patriotische Bewegung (Tayyar Al-Watani Al-Horr)   14
Skaff-Block   5
Murr-Block   2
Gesamt 128

Diese Zuordnung der Parlamentarier zu Parteien entspricht nicht ihrer Zugehörigkeit zu einer der verschiedenen Gruppen im Libanon.

Seit Februar 2006 tagen in unregelmäßigen Abständen 12 ranghohe Politiker aller großen libanesischen Parteien und religiösen Gruppen an einem „runden Verhandlungstisch“ im Beiruter Regierungsviertel um über wichtige nationale Fragen zu verhandeln. So hat man sich bisher darauf geeinigt, dass die Shebaa-Farmen überhaupt libanesisches Gebiet seien. Offen sind bis heute Fragen des Rücktritts des Präsidenten Émile Lahoud und der Entwaffnung der Hisbollah und der im Libanon ansässigen palästinensischen Milizen.

Militär

Hauptartikel: Streitkräfte des Libanon

Die Streitkräfte des Libanon bestehen aus den drei Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine und bestehen aus ca. 75.000 Soldaten.

Alle drei Teilstreitkräfte werden vom Zentralkommando der libanesischen Streitkräfte in Jarzeh, im Osten von Beirut gelegen, kommandiert.

Das Militär des Libanon setzt sich aus Wehrpflichtigen zusammen, die ab dem 4. Mai 2005 einberufen wurden. Der Wehrdienst dauert sechs Monate und die verpflichtende Reservezeit endet nach zwei Jahren.

Verwaltungsgliederung

Der Libanon ist in sechs Gouvernements unterteilt, die sich aus insgesamt 25 Distrikten zusammensetzen:

  1. Beirut
  2. Libanonberg (Distrikte: Jbeil, Kesrouan, El Metn, Baabda, Aley, Chouf)
  3. Nord-Libanon (Akkar, Tripoli, Zgharta, Minnieh-Dinnieh, Koura, Bscharre, Batroun)
  4. Bekaa (Hermel, Baalbek, Zahle, West-Bekaa, Rashaya)
  5. Nabatäa (Nabatäa, Hasbaya, Marjayoun, Bent Jbeil)
  6. Süd-Libanon (Jezzine, Saida (Sidon), Sour (Tyros))

Siehe auch: Liste der Städte im Libanon

Wirtschaft

Währung

1 Libanesisches Pfund, Kürzel oder LBP, auch LL (livres libanais) (ISOcode) = 100 Piaster
1 € = 1.840 L£; 1 USD = 1.440 L£ (Stand: 13. Juli 2006)
Überall wird US-Dollar (USD), der im Land Zweitwährung ist, angenommen. Es kommt vor, dass man in Dollar zahlt und in Pfund herausbekommt und umgekehrt.

Import

18,2 % Ernährungsgüter, 21,8 % Maschinen und Elektroausrüstung, 8,9 % Transportmittel, 12,0 % chem. Erzeugnisse, 17,6 % mineralische Rohstoffe, 6,1 % Metalle und Metallprodukte, 5,7 % Textilien, 6,8 % Edel- und Halbedelsteine

Export

18,8 % Ernährungsgüter, 17,8 % Schmuckwaren, 14,9 % chem. Erzeugnisse, 10,5 % Maschinen und Elektrogeräte, 8,8 % Metalle und Metallprodukte, 7,4 % Papier und -produkte.

Das strenge Bankgeheimnis des Libanon bringt ihm auch den Beinamen "Schweiz des Ostens" ein.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Verkehr

Der Libanon besaß im 20. Jahrhundert ein für die Region beispielgebendes Schienenverkehrsnetz. In Beirut bestand eine elektrische Straßenbahn. Das normalspurige Bahnnetz war mit dem syrischen Netz und über das türkische Netz mit dem europäischen Normalspurnetz verbunden. Kurzzeitig bestand auch eine normalspurige Netzverbindung mit dem Bahnsystem des britischen Protektoratsgebietes Palästina, das wiederum mit dem ägyptischen Normalspurnetz in Verbindung stand. Der Libanon hatte daher im Schienenverkehrswesen eine Schlüsselposition zwischen dem europäischen und dem nordafrikanischen Normalspurnetz inne. Darüber hinaus bestand eine schmalspurige Zahnradbahn von Beirut nach Damaskus die auf syrischem Gebiet teilweise noch vorhanden und befahrbar ist. Seit dem libanesischen Bürgerkrieg ist das gesamte Schienenverkehrssystem stillgelegt. Der Betrieb wurde nicht mehr wieder aufgenommen, auch sind keine Wiederaufnahmepläne bekannt.

Kultur

Medienlandschaft

Aufgrund seiner konfessionellen Vielfalt und der politischen Pluralität hat Libanon trotz seiner relativ kleinen Einwohnerzahl eine große Medienlandschaft. Die Fernsehsender gliedern sich dabei größtenteils nach konfessionellen bzw. politischen Strömungen. LBC steht der Lebanese Forces sehr nah, Al-Manar-TV steht der Hisbollah nahe, Future TV wird den Politikern um Saad Hariri zugesprochen, NBN der Amal-Bewegung. Viele weitere Sender wie New-TV wären noch zu nennen. Eine Ausnahme unter den Sendern bildet der staatliche Sender TV-Liban, welcher ein eher kulturelles Programm ohne direkte politische Stellungnahmen hat.

Trotz der vielfältigen Medienlandschaft wurden von Reporter ohne Grenzen Einschränkungen in der Pressefreiheit berichtet Reporter ohne Grenzen: Jahresbericht 2006 (PDF) . So kamen einige Journalisten bei Anschlägen ums Leben, beispielsweise Samir Kassir oder auch Gebran Tueni. Aus diesem Anlass wurde am 10. Oktober 2005 der Samir Kassir Preis für Pressefreiheit durch die europäische Kommission gegründet Samir Kassir Preis für Pressefreiheit .

Feiertage

Aufgrund der konfessionellen Vielfalt im Libanon gelten sowohl muslimische als auch christliche Feiertage für die ganze Bevölkerung. So haben libanesische Schüler sowohl am Opferfest wie auch zu Ostern schulfrei.

Libanesische Küche

siehe: Libanesische Küche

Einreisebestimmungen

Für die Einreise in den Libanon benötigt man ein Visum, das vor der Reise oder am Tag der Einreise am Beiruter Flughafen beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Abreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (Einreisestempel o. ä.), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde. Deutsch-libanesische Doppelstaater und Doppelstaater anderer arabischer Herkunft riskieren zusätzlich eine Festnahme, da für diesen Personenkreis ein Israel-Aufenthalt einen Straftatbestand darstellt. Ein direkter Grenzübertritt von Israel nach Libanon oder umgekehrt ist nicht möglich, da die Grenze zwischen Israel und Libanon geschlossen ist. (Auswärtiges Amt, 5. Oktober 2004)

Bei Einreise aus Syrien oder per Flugzeug wird ein einmonatiges, kostenloses Touristen-Visum an der Grenze erteilt. (Stand, Feb 2006)

Literatur

  • H. Ostry: Die Kunst der Machtverteilung – der Libanon nach den Wahlen. in: KAS-Auslands-Informationen. Konrad-Adenauer-Stiftung, Amman 2005, S.93.
  • Dar al Janub (Hrsg.): ... und wo ist Palästina? Eine Reise in die palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon. Wien 2006. ISBN 3-9502184-0-8
  • Georges Corm: Le Liban contemporain - histoire et société. Éd. La Découverte, Paris 2003. ISBN 2-7071-3788-X
  • Raoul Assaf: Atlas du Liban - géographie, histoire, économie. Pr. de l'Univ. Saint-Joseph, Beyrouth 2003. ISBN 995-39015-5-4
  • Robert Fisk: Pity the Nation. Lebanon at War. University Press, Oxford ³2001. ISBN 0192801309 (Das Standardwerk zum libanesischen Bürgerkrieg vom damaligen Reporter der TIMES)
  • Issam A. Halifa: Des étapes décisives dans l'histoire du Liban. Beyrouth 1997.

Weblinks

Fußnoten

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Libanon


Aramäische Christen

Ich habe "Aramäische" gelöscht, weil sich der Libanon als konfessionelles Land versteht und sich die Verteilung der Volksgruppen außer den palästinensischen Flüchtlingen rein Konfessionell stattfindet.
    • Wenn der Libanon sich als konfessionel versteht, so müssen wir die Verteilkung der Volksgruppen löschen, oder wir einige uns auf die Erwähnung aller Volksgruppen. Ich verstehe, wenn es dazu keine zuverlässige Quellen gibt, die gerade mit der Auswanderung nie zuverlässige Angaben machen können. Für den Fall, wenn ich bis Ende der nächsten Woche nichts von Ihnen höre, so werde ich die Volksgruppen erneut bearbeiten und gehe davon aus, dass du mindestens mit der Wiederherstellung einverstanden bist. Der libeanesische Maronitrische Patriarch (Patriarch der syrischen Kirche von Antiochien und des gesamten Osten der Maroniten) rief zur Re-Syriesierung der maronitischen Kirche. Die marnoitische ist zur die Bewahrererin der syrischen Sprache. Diese Sprache ist allles andere als Arabisch und hat mit der Ursprung der Mehrheit der Christen (Ostchristen) im Libanon zu tun.
R.Toma 00:22, 20. Aug. 2006 (CET)

Namen: Ich bin der Meinung, dass die Namensdilema nicht auch hier Platz findet. R.Toma

  • Ähnlich ist es im Fall der Libanesen als "Phönizier". Dass ein paar hundert rechtspopulistische Libanesen sich als Phönizisch bezeichnen, ist kein Grund den Großteil der Libanesen als von einem vor tausende von Jahren ausgestorbenem Volk abstammend zu bezeichnen. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Völker nunmal so gemischt, dass sie mitlerweile nachweislich überwiegend Araber sind, sowohl die Christen, als auch die Moslems. Dass ich eine Quelle die ich vor einigen Jahren in diversen libanesischen Tageszeitungen gelesen und von einem Proffesor für Geschichte der Levante gehört habe, hier nichtmehr angeben kann ist schade, aber es ist dennoch klar und offensichtlich, dass eine Bezeichnung der Libanesen als Phönizier oder Aramäer fehlgreift. Wer glaubt, dass sich die Mehrheit der Christen im nach wie vor so bezeichnen, sollte in den Libanon gehen und sich selbst vom Gegenteil überzeugen. Das wäre als ob man die Briten alle als Kelten bezeichnen würde.
Abgesehen von den Armeiniern (nicht Aramäer!) welche im letzten Jahrhundert erst eingewandert sind, und den Kurden (ebenfalls im letzten Jahrhundert), sind die Libanesen nunmal Araber. MfG Manfred

    • Ich weiss nicht, wie sie es beweisen wollen, dass die Phönizier und ihre Vorfahren ausgestorben sind. Können Sie Quellen nennen. Nun das die Urbevölkerung des Landes nicht arabisch ist werden sie mir bestimmt zustimmen, die ersten nennenswerte arabischen Einsiedler sind erst mit der islamischen Eroberung in das Land Eingedrungen. In dem Buch Frankreich, die Maroniten und der Libanon übersetzt und zusammengestellt von General-Dr. Yasin Swid aus "Corps Expeditionnaiere des Syrie, Repports et Correspondance" sind viele Schiiten im Libanon perischer Abstammung, somit kann der arabischstammiger Anteil der Bevölkerung Libanons weit geringer sein. Sicherlich sind viele arabisiert worden. Entscheidend ist jedoch, dass die Mehrheit der Libanesen sich als libanesisch bekennt und dem auch Loyal sind, soweit sie nicht panarabistisch sind und ihre Loyalität eher dem Arabertum ist oder extremistische Muslime die eher muslimische Loyalitäten haben, die vor der nationalen libanesischen steht. --R.Toma 16:50, 14. Juli 2006 (CET)

Hi, du brauchst mich nicht siezen, duzen ist hier gängig. Schau in die Verfassung des Libanons und du wirst feststellen, dass der Libanon sich selbst als arabisch definiert. Und die einzige direkt verfügbare Quelle (https://www.cia.gov/cia/pub... sagt aus, dass díe libanesische Bevölkerung zu 93% arabisch ist. Wozu also der Unsinn? Natürlich sehen die Mehrheit der Libanesen sich als libanesisch. Ist doch klar. Aber sie sehen sich trotzdem als arabisch. Die Bürger der DDR waren auch immernoch Deutsche obwohl sie gleichzeitig DDR-Bürger waren. Geh am besten hin (aber nicht jetzt) und frag die Libanesen (ich habe es getan), die Mehrheit der Libanesen sieht sich als arabisch. Da brauch man nicht islamistisch oder panarabisch für zu sein. --Manfred-Manuel 01:00, 8. Aug 2006 (CEST)

    • Lieber Manfred, der Libanon ist ein Gründungsmitglied der arabischen Liga. Doch dies muss nicht bedeuten, dass die Bevölkerung Libanons sich als arabisch versteht. Ich zitiere den ermorderten Präsidenten Bachir Gmayil, " lasst us wir sind keien Araber". Professor und Philosoph Jousef Alhaj, sieht das arabische im Libanon nur im Bezug auf die Sprache, dabei nennt er den Pan-Arabismus, eine politische Bewegung. Nun die Mehrheit der Libanesen, sehen in dem Libanon eine nationale Integrität, die nichts zu tun mit den pan-arabisch Ideale. Die Bezeichnung der Libanesen als Araber, ist nur im sprachlichen bezug (und auch da nicht alle richtig) Ansonsten ist es ein historischer und wissenschaftlicher Fehler. R.Toma 00:17, 20. August 2006 (CET)

Ach übrigens, du wolltest eine Quelle haben dafür, dass die Phönizier ausgestorben sind. Guck dir einfach eine gängige Schrift (z.B.) den Wiki-Artikel über die Phönizier an. Und dann, frag dich warum dort immer steht, die Phönizier waren ein Volk in.... ;) --Manfred-Manuel

Sorry, aber eine Quelle, die nicht zur Verfügung gestellt werden kann, ist keine Quelle. Ich habe dennoch den gesamten Abschnitt "Bevölkerung" auf diesen Einwand hin jetzt überarbeitet, ihn entschlackt um nicht belgte Angaben und die Zahlen geprüft und ggf korrigiert nach den Angaben hier. Denn die Angaben die zuvor drin standen, waren auch einfach nur so reingerutscht und - nicht belegt ;) Gruß --Rax Rax 22:50, 17. Mär 2006 (CET)

Ich denke die aktuelle Version über die Bevölkerung ist so am besten, danke. MfG Manfred

Man. Irgendwer hier scheint es nicht zu verstehen. Die Libanesen sind zu über 90% Araber, das sagen alle seriösen Quellen aus die man dazu findet. Ich reverte --Manfred-Manuel 07:50, 19. Aug 2006 (CEST)

Kurden im Lebanon

Die Kurden im Libanon sind nich alle Flüchtlinge Syrien u.s.w. Viele kamen wegen religiösen Verfogungen oder durch Völkerwanderungen hier(z.b Canpolat)

Geburtenziffer

die geburtenziffer ist gleube ich nicht so niedrig..?

Hallo 82.212..., wenn (wenn!) du dafür Belege hast, dass die Geburtenziffer eine andere sein sollte, dann kannst du das ändern. - Aber (sorry fd Wiederholung, aber in diesen Artikel werden immer wieder lustige Dinge eingefügt): Bitte nur mit Quellenangabe. Gruß --Rax Rax 09:16, 7. Apr 2006 (CEST)

Zahlen Religionsgemeinschaften --> Überarbeiten-Baustein

Ich hätte gerne gewußt, woher die Zahlen zu den diversen Religionsgemeinschaften kommen; bzw. wie der/die AutorIn auf 39% Christen kommt (nach meiner Rechnung müssten dies 41% sein - vielleicht liege ja ich falsch???)

Hallo 88.73..., woher die Zahlen kommen, wüsste ich auch gern, wirklich gezählt hat ja wohl schon lange keiner mehr. Das CIA-Factbook schätzt hier lediglich: "Muslim 59.7% (Shi'a, Sunni, Druze, Isma'ilite, Alawite or Nusayri), Christian 39% (Maronite Catholic, Greek Orthodox, Melkite Catholic, Armenian Orthodox, Syrian Catholic, Armenian Catholic, Syrian Orthodox, Roman Catholic, Chaldean, Assyrian, Copt, Protestant), other 1.3% - note: 17 religious sects recognized"
Ich nehme deine Anfrage mal zum Anlass, einen Überarbeiten-Baustein einzusetzen - mal sehn, ob sich was tut. Wenn nicht, sollten die Zahlen angepasst werden. Gruß --Rax Rax 18:00, 30. Apr 2006 (CEST)

Super! Es gibt viele verschiedene Schätzungen, aber mangels einer Volkszählung keine sicheren Zahlen. hier einige mögliche Quellen: http://www.libanon-info.de/... Herr Ratzke gibt allerdings auch keine genauere Quelle an. Libanon Länderinformationen von UNHCR: http://www.unhcr.org/cgi-bi... US-Department of State: International Religious Freedom Report. Released by the Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor: http://www.state.gov/g/drl/...

Vielleicht hat jemand noch eine bessere Informationsquelle??? Danke

Unpassend gesetzte Bilder

Hi, Ich finde die Bilder sind teilweise sehr unpassend gesetzt. Bilder von römischen Säulen bei der Libanesischen Geschichte sind okay. Aber die andern, ich weiss nicht, Libanon ist ja wirklich ein schönes Land, aber neben den Themenkomplex Politik ein Bild vom Alpenglühen im Libanongebirge und beim Thema Religion Bilder vom Place d'etoile oder von der Küste zu posten finde ich irgendwie unangebracht. LG --Lalamoon

Habe die unpassenden Bilder vorerst herausgenommen. Vielleicht möchte sie ja jemand in eine Galerie oder ähnlichem am Ende des Artikels machen, das wäre besser. LG --Lalamoon 13:53, 22. Mai 2006 (CEST)

Libanesisches Pfund, Lira

Das libanesische Pfund nennen die libanesen "Lira" und auf den Scheinen steht das einmal auf arabisch und einmal auf französisch "livres libanais". Ich meine, dass international dennoch Pfund verwendet wird, so wie es hier steht. Aber ich denke es sollte dennoch die arabische Bezeichnung hinzugefügt werden. Kann das jemand mit arabischen Buchstaben machen? Die französische Bezeichnung schaffe ich auch noch wohl --129.70.102.67 15:27, 30. Mai 2006 (CEST)

Änderungen vom 19. Juli

Da ich einen Edit-War vermeiden möchte, stelle ich hier ein Problem zur Diskussion. Die Änderungen der IP 193.99.214.134 im Artikel halte ich für nicht weiterführend. Sie unterschlagen Informationen, sie bringen eine Wertung (POV) in den Artikel, die nicht einmal sonderlich gut formuliert ist ("verhältnismäßig sehr ungerechtfertigt"), sie enthalten einen nicht-enzyklopädischen Versuch, Opfer gegeneinander aufzurechen, der noch dazu (so, wie er angelegt ist) täglich auf den neuesten Stand zu bringen wäre. Das Problem ist auch Xristoph schon aufgefallen, der ebenfalls bereits revertiert hat. Für weitere Meinungen wäre ich dankbar, bevor ich erneut revertiere. Schöne Grüße --WAH 16:36, 19. Jul 2006 (CEST)

Ich stimme zu, hier vandalisieren enorm viele anonyme IPs herum, deren Unsinn man hinterher herausrevertieren muß. Ich wäre dafür, im Falle fortgesetzten Vandalismus eine Vandalen-Sperre für unangemeldete Nutzer zu beantragen. Stephan Georges 18:45, 19. Jul 2006 (CEST)
Ich danke; warten wir vielleicht noch ab, ob es sich nur um einen "vorübergehenden Gast" gehandelt hat. --WAH 19:36, 19. Jul 2006 (CEST)
Auch wenn der User meines Erachtens mit seiner politischen Analyse Recht hat, gehoert sie leider nicht in eine Enzyklopaedie. Hier einen Bodycount reinzusetzen, halte ich fuer unangemessen und auch die Streichung der Raketenangriffe Hisbollahs auf Israel geht nicht. Daher muss da wohl kraeftig weiter revertiert werden. --Xristoph 8:28, 20. Juli 2006 (CEST)

Der Vandalismus geht fröhlich weiter...
Stephan Georges 18:37, 20. Jul 2006 (CEST)

Die gleichen andauernden Veraenderungen gibt es nun leider auch auf der Seite Geschichte des Libanon... --Xristoph 19:25, 20 Juli 2006 (CEST)
Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich denke, daß ein Antrag auf Sperre der Artikel für IPs vorerst noch eine etwas zu harsche Maßnahme wäre, da von den IPs nicht nur Vandalismus kommt. Aber es ist jedenfalls nötig, die Artikel im Auge zu behalten. --WAH 12:08, 21. Jul 2006 (CEST)

zudem besteht doch auch die möglichkeit, bestimmte IPs zu sperren mfg eine IP--84.135.109.85 01:37, 22. Jul 2006 (CEST)

Ich stimmte definitiv nicht zu! Von Vandalismus kann hier gar nicht die Rede sein...! Warum sollte es enzyklopädisch nicht hinnehmbar sein die Opferzahl eines weiteren sinnlosen Libanon-Israel Krieges, welcher sowieso in die Geschichte beider Länder eingehen wird, einzupflegen? Spätestens wenn dieser schreckliche Konflikt vorbei ist, macht es sinn eine ungefähre Opferzahl zu benennen um zumindest außenstehenden Personen und jungen Menschen zu zeigen wie sinnlos ein Krieg ist. Außerdem und ganz wichtig -> Die Aussage, dass erst nach wiederholtem Beschuß israelischer Orte mit Raketen und anschließender Gefangennahme israelischer Soldaten der Militärschlag der Anstoß war, stimmt nicht! Die Tatsache der Entführung war der Anlass. Drei Artikel zum durchlesen:

Spiegel-Online Stern-Online FAZ-Online

Du hast Recht, was den Kriegsverlauf angeht, und ich habe mir die Freiheit herausgenommen, den Artikel dahingehen zu korrigieren. --141.3.161.210 19:02, 25. Jul 2006 (CEST)
Nun, ganz so einfach ist es nicht. Ich zitiere aus dem oben angegebenen Spiegel-Artikel: „Zuvor hatten Hisbollah-Kämpfer nach Angaben aus Sicherheitskreisen beider Länder Dutzende Raketen und Granaten auf einen israelischen Grenzposten und eine Stadt abgefeuert. Bei den Angriffen soll die israelische Armee schwere Verluste erlitten haben.“ Aber die Darstellung läßt tatsächlich Fragen offen. Zum Problem vgl. auch das Handelsblatt ([[LINK]): „Am Morgen flammten an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon heftige Artilleriegefechte auf. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, zuerst geschossen zu haben. Nach israelischen Berichten griff die Hisbollah mehrere Siedlungen im Norden Israels mit Raketen an, woraufhin die israelische Artillerie Stellungen der Hisbollah im Südlibanon angriff. Bei den Gefechten wurden nach Berichten israelischer Sanitäter mindestens vier Menschen verletzt. Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira berichtete von sieben getöteten Soldaten. Ein Sprecher der islamistischen Hisbollah-Miliz in Beirut sagte hingegen, die israelischen Streitkräfte hätten mehrere Dörfer im Süden Libanons angegriffen, daraufhin habe die Hisbollah das Artilleriefeuer erwidert.“
Und noch aus einem Artikel über die Gefangennahme der beiden Soldaten (verfaßt vor der Invasion): „Israeli reports also say four people were wounded by projectiles fired from Lebanon.“ [LINK]
Ein Vorschlag zur Güte: Daß der Beschuß mit Raketen den Hintergrund der israelischen Invasion bildete, dürfte schwer zu bestreiten sein; allerdings kann man nur Mutmaßungen darüber anstellen, inwieweit er als "Anlaß" gelten kann. Ich schlage daher vor, nur die Entführung der Soldaten als Anlaß anzugeben. Definitiv nicht akzeptabel ist die Version von Fair peace. Eine Wertung wie "verhältnismäßig sehr ungerechtfertigt" ist nicht nur höchst verquer formuliert, sie ist schlicht völlig deplaziert. Ganz allgemein: Hier ist mitnichten der richtige Ort, um "außenstehenden Personen und jungen Menschen, zu zeigen, wie sinnlos ein Krieg ist". Dies liegt einfach daran, daß die Wikipedia eine Enzyklopädie ist. Eine Meinung soll sich jeder selber bilden - hier geht es nur um Informationen. --WAH 11:11, 26. Jul 2006 (CEST)
Ach ja: De facto bedeutet dies, daß ich die Version von 141.3.161.210 wiederherstelle - Sie scheint mir die bislang beste Darstellung zu sein. Andere Meinungen? --WAH 11:16, 26. Jul 2006 (CEST)
Du machst es dir aber auch einfach WAH. Da in den heutigen Kriegen sehr stark auf die Medien zugegriffen wird um die Sache auf sich zu lenken und als positiv zu verkaufen (jeder weiß wen ich damit meine) glaube ich, dass wir in diesem Fall keine vernünftige Lösung finden werden. Klar das Israel behauptet, dass Hizbollah angefangen hat und umgekehrt. Aus dem Grund sollten wir uns für einen neutralen Beitrag entscheiden oder gleich die ganze Libanon-Site mittel bis langfristig sperren lassen. Also ich wäre für eine Sperrung wie bei Isral, Italien und z.B. USA - um nur einige Beispiele zu nennen.

Gruß Sch Is

P.S.Deplaziert finde ich die Aussage "verhältnismäßig sehr ungerechtfertigt" von fair peace nicht jedoch kann man auch darauf verzichten da sowieso die halbe Welt (abgesehen von USA) weiß das das so ist. Ausserdem finde ich die aktuelle Version relativ neutral und ein Kompromissbereit. Also nichts wiederherstellen sondern so lassen wie es aktuell ist!

Ich sehe nicht, daß wir hier einen Dissens hätten, da ich die derzeitige Version ebenfalls für neutral halte (genau deshalb habe ich sie ja auch, wie oben erwähnt, wiederhergestellt). Eine Sperrung des Artikels sollte die allerletzte Maßnahme sein; mir scheint dafür momentan kein Grund vorzuliegen. Schöne Grüße --WAH 14:39, 26. Jul 2006 (CEST)
Ein Konflikt weniger - meinetwegen kann der Artikel vorerst so bleiben. Hoffentlich ist dieser sinnlose Krieg bald vorbei.

Was haltet ihr eigentlich von diesem Kriegsgeschehen? Gerechtfertigt ist der Krieg ja nicht. Vorallem aufgrund der hohen Opferzahl auf libanesicher Seite. Ist es klug in der heutigen Zeit mit Krieg seinen Willen durchzusetzen? Gruß --fair peace

Militär?

wie sieht das militär des libanon aus, truppenstärke, art der waffen, befehlshaber usw? --84.135.109.85 01:34, 22. Jul 2006 (CEST)

Überarbeitung

angesichts der derzeitigen politik sollte dieser artikel mal dringend überarbeitet werden, da dieser wohl in nächster zeit häufiger benutzt, besucht wird. und ein ziemlich schwaches gesamtbild abgibt.--84.135.109.85 01:34, 22. Jul 2006 (CEST)

"Der Libanon ist seit 1926 eine Republik und die einzige parlamentarische Demokratie im arabischen Raum."

Halte ich für stark diskussiondrüftig und schlage daher als Ersatz "Der Libanon ist seit 1926 eine Republik und parlamentarische Demokratie." vor. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wik... -- Hagbard 04:59, 24. Jul 2006 (CEST)

Die Türkei befindet sich nicht im "arabischen Raum" sondern grenzt an ihm. Sie ist nämlich "türkischer Raum" --Manfred-Manuel 05:02, 29. Jul 2006 (CEST)

Den Libanon als Demokratie zu bezeichnen ist doch mehr als lachhaft!

Israelisches Terrornetz im Libanon

Ich habe die Informationen um die Geschehnisse im letzten Monat in den Artikel eingearbeitet. Dabei habe ich mich auf diese seite bezogen: [LINK] --141.3.161.210 14:30, 25. Jul 2006 (CEST)

Sperren der Libanon Seite

Hallo zusammen - warum ist es überhaupt möglich die Seite zu bearbeiten? Ich finde, dass die Seite zum bearbeiten gesperrt sein sollte. Bei Israel, Italien, USA, Ägypten, um nur ein paar Beispiele zu nennen, ist dies auch der Fall.

Wo kann man sowas beantragen?

Sonnige Grüße Sch Is 12:55, 26. Jul 2006

Löschung des letzten Blockes in der Spalte "Geschichte"

Habe aufgrund hohem Vandalismus den letzten Absatz der Geschichte Libanons komplett gelöscht. Ausserdem werde ich einen Antrag stellen die Seite Libanon komplett zum bearbeiten zu sperren da anscheinend viele nur Ihre Ansichten niederschreiben! Fear Peace

Mord an Hariri

Der folgende Abschnitt wiederspricht saemtlichen bisherigen Erkenntnissen der UN-Untersuchungsorganen.Als Drahtzieher des Mordes wird der syrische Geheimdienst vermutet. Die Quelle, worauf sich der Verfasser bezieht, ist absolut unserioes. Dort wird eine unbewiesene Verschwoerungstheorie und anti-israelische Polemik von 1988 heraufbeschworen! Zitat des beanstandeten Abschnittes:Im Juni 2006 ist es dem libanesischen Geheimdienst gelungen, Mahmoud Rafeh, den Chef einer Gruppe von Terroristen, zu verhaften. Rafeh soll seit Jahren im Libanon tödliche Anschläge im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad durchgeführt haben. Nach Aussagen des libanesischen Verteidigungsministers Elias Murr, der selbst einem Mordanschlag am 12. Juli 2005 entgangen war, hielt man es für sehr wahrscheinlich, dass israelische Militärflugzeuge an der Auslösung von Autobomben beteiligt gewesen seien. Der libanesische Staatspräsident Émile Lahoud erklärte, die Ermittlungen der libanesischen Behörden würden fortgesetzt und deren Ergebnisse dem UN-Ermittler, Serge Brammertz, übergeben, dessen Untersuchungskommission beauftragt ist, den Mord an dem ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri am 14. Februar 2005 zu untersuchen.

Neutralität

Mich interessiert das Thema zwar nicht sonderlich, allerdings finde ich, daß der Absatz

"Seit dem 14. Juli 2006 führt der Israel-Libanon-Konflikt 2006 zu massiven Zerstörungen im Lande. Israel zerstört nicht nur Hisbollah Einrichtungen, sondern das ganze Land. Die Opfer sind unschuldige Zivilisten."

nicht wirklich eine neutrale Aussage ist. Vielleicht kann ein Themen-Interessierter das mal ein wenig abändern. Medic-M 11:55, 7. Aug 2006 (CEST)

Warum? Ich finde es in Ordnung! Kann man so lassen.... Fear Peace 15:06, 08. August 2006

Anmerkung

Ich bin auch nicht äusserst informiert über die aktuellen Kämpfe, aber WENN man schon einen sideletter zu diesem Thema einfügt, sollte dieser zumindest ein wenig über die Hisbollah, ihre Schattenregierung im Südlibanon und die mehrwöchigen Raketenangriffe zuvor erzählen.

Heute sind anscheinend wieder eine ganze Reihe Experten unterwegs. Welche "mehrwöchigen" Angriffe bitte?



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Libanon und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).