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Der Artikel Ludolph van Ceulen gehört zur Kategorie: Mathematiker (16. Jh.), Deutscher, Niederländer, Mann, Hildesheim, Geboren 1540, Gestorben 1610
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Ludolph van Ceulen Bildherkunft |
Ludolph van Ceulen (* 28. Januar 1540 in Hildesheim, † 31. Dezember 1610 in Leiden) war ein deutscher Fechtmeister und Mathematiker, der in die Niederlande auswanderte.
Um den Verfolgungen durch die Inquisition im katholischen Bistum Hildesheim zu entgehen, emigrierte er schon in Kinderjahren nach Delft, wo er Fechten und Arithmetik unterrichtete. 1594 gründete er eine Fechtschule in Leiden. Pieter Bailly, ein Profoss an der Schule, schrieb 1602 ein Manuskript über das Fechten nur mit einem Rapier für Prinz Moritz von Oranien, der die Schule gefördert hat.
1600 wurde er zum ersten Professor für Arithmetik, Vermessungskunde und Festungsbau an die der Universität Leiden angeschlossenen Ingenieurschule berufen. Die Lehrer an der Ingenieurschule hatten ein geringes Ansehen an der Universität da sie oft aus der Praxis kamen und z.B. wie van Ceulen keine Universitätsausbildung hatten. Überdies unterrichteten sie in der Landessprache und nicht in Latein. Van Ceulens Werke wurden erst nach seinem Tode von seinem Schüler Willebrord Snell in Latein übersetzt.
Er ist noch heute berühmt durch die auf 35 Dezimalstellen genaue Berechnung der Kreiszahl [Formel], den ersten Fortschritt nach der Berechnung auf 16 Stellen durch den persischen Mathematiker Jamshid Masud Al-Kashi um 1430. Er verbrachte einen Großteil seines Lebens mit diesen Berechnungen und ließ die 35 Stellen in seinen Grabstein eingravieren. Bis ins 19. Jahrhundert bezeichnete man [Formel] auch als Ludolphsche Zahl. Sein Schüler Snellius, der Übersetzer ins Latein und Herausgeber seiner Werke, bemerkte 1621, dass diese Genauigkeit auch mit der Hälfte des Rechenaufwands hätte erreicht werden können. Den mathematischen Beweis erbrachte dann Christiaan Huygens.
Van Ceulens Berechnungen
Archimedes ging bei seinen Forschungen zur Kreiszahl von regelmäßigen Vielecken aus, die einem Kreis mit dem Durchmesser [Formel] einbeschrieben bzw. umschrieben sind, die sogenannte Exhaustionsmethode. Je höher die Eckenzahl dieser Vielecke ist, umso mehr nähern sie sich von innen und außen dem Kreis an. Archimedes begann beim regelmäßigen Sechseck, setzte mit dem Zwölfeck fort, dann mit dem 24-, 48-, 96-Eck usw. Jedesmal ist die Seitenlänge [Formel] des [Formel]-Ecks neu zu berechnen. Archimedes fand mit Hilfe des Strahlensatzes und des Satzes von Pythagoras folgenden Zusammenhang zwischen zwei aufeinanderfolgenden Seitenlängen [Formel] und [Formel]:- [Formel]
Der zugehörige Vielecksumfang [Formel] unterscheidet sich mit wachsendem [Formel] immer weniger vom Kreisumfang [Formel]. Also ist der Zahlenwert von [Formel] ein immer besserer Näherungswert für [Formel]. Van Ceulen rechnete nach diesem Prinzip bis zum einbeschriebenen 262-Eck und gewann damit im Laufe von 30 Jahren den Näherungswert 3,141 592 653 589 793 238 462 643 383 279 502 88.
Werke
- Ludolph van Colen: Proefsteen Ende Claerder wederleggingh dat het claarder bewijs : (so dat ghenaempt is) op de gheroemde ervindingh vande quadrature des Cirkels een onrecht te kennen gheuen / ende gheen waerachtich bewijs is ;Kort claar bewijs dat die nieuwe ghevonden proportie eens cirkels iegens zyn diameter te groot is ende ouer zuler de quadratura circuli des zeluen vinders onrecht is; Amsterdam, 1586
- Ludolf van Ceulen: Van den circkel. Daer in gheleert werdt te vinden de naeste proportie des circkels-diameter tegen synen omloop, daer door alle circkels (met alle figueren, ofte landen met cromme linien besloten) recht ghemetem kunnen werden. ... Noch de tafelen sinum, tangentium, ende secantium ... Ten laetsten van Interest, met alderhande tafelen daer toe dienende, met het ghebruyck, door veel constighe exempelen gheleerdt,...; Tot Delf : ghedruckt by Ian Andriesz Boeckvercooper woonende aen't Maret-Veldt in't Gulden ABC, 1596
- Ludolf van Ceulen:De arithmetische en geometrische fondamenten. Met het ghebruyck van dien in veele verscheydene constighe questien, soo geometrice door linien, als arithmetice door irrationale ghetallen, oock door den regel coss, ende de tafelen finuum ghesolveert; Leyden, Ioost van Colster, Iacob Marcus, 1615
- Fundamenta arithmetica et geometrica cum eorumdem usu in variis problematis geometricis, partim solo linearum ductu, partim per numeros irrationales et tabulas sinuum et algebram solutis, authore Ludolpho a Ceulen,... e vernaculo in latinum translata a Wil. Sn. [Willebrordo Snellio], 1617
- Ludolphi a Ceulen de Circulo et adscriptis liber, in quo plurimorum polygonorum latera per irrationalium numerorum griphos, quorumlibet autem per numeros absolutos secundum algebricarum aequationum leges explicantur..., Omnia e vernaculo latina fecit et annotationibus illustravit Willebrordus Snellius, 1619
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{{Personendaten|
NAME=Ceulen, Ludolph van
|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Mathematiker |GEBURTSDATUM=28. Januar 1540 |GEBURTSORT=Hildesheim |STERBEDATUM=31. Dezember 1610 |STERBEORT=Leiden }}
Diskussion der Autoren über den Artikel: Ludolph van Ceulen
Er war so stolz....
Der Satz "Er war so stolz auf seine Berechnung, dass er diese auf seinem Grabstein verewigte." erscheint mir unzulänglich: erstens hat er verewigen lassen, denn er war vermutlich weder Steinmetz noch dazu tot. Und zweitens enthält der Satz IMHO eine Wertung. Ich habe ihn deshalb umformuliert.Auf der Jagd nach π
--82.33.204.120 13:36, 27. Jan 2006 (CET) Sollte dieser Abschnitt wirklich hier stehen? Genügt es nicht, dass man ihn in Kreiszahl schon findet? Ich habe den Abschnitt also entfernt. --St-fl 19:09, 20. Feb 2005 (CET)Niederländischer?
Look at the English version, it says he was a German --82.33.204.120 13:36, 27. Jan 2006 (CET)
Ausserdem ist er in Hildesheim geboren. Das spricht IMHO für "deutscher". --172.183.122.231 00:22, 29. Jan 2006 (CET)
- Gleiche Streitigkeit wie beim "deutschen" Papst Hadrian VI.. Da die Niederlande erst mit dem Westfälischen Frieden 1648 gegründet wurden, ist er Deutscher, obwohl er durchaus auf dem Gebiet der heutigen Niederlande gelebt haben könnte, und von daher irrtümlich als Niederländer bezeichnet werden könnte. --84.56.37.190 10:55, 14. Jul 2006 (CEST)


