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Der Artikel Müllverbrennungsanlage gehört zur Kategorie: Abfall, Kommunalpolitik, Kraftwerk, Dampfkessel
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Müllverbrennungsanlage Nord in München Bildherkunft |
Eine Müllverbrennungsanlage ist die technische Einrichtung zur Müllverbrennung.
Sie wird auch Müllheizkraftwerk (MHKW), Müllkraftwerk (MKW) oder Müllheizwerk (MHW) genannt, je nach abgegebener Energieform. Die in der Schweiz übliche Bezeichnung lautet Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).
Die bei der Verbrennung freiwerdende Wärme wird in der Regel zur Stromerzeugung oder auch zur Fernwärmebereitstellung genutzt. In diesem Fall spricht man von einem Müllheizkraftwerk.
Aufbau
Eine Müllverbrennungsanlage (MVA) besteht beispielsweise aus
- einer Wiegestation, zur Ermittlung des Abfallgewichts durch eine Eingangs- und Ausgangswiegung
- einer Müllentladehalle, in der der Müll über Rutschen in den Müllbunker befördert wird
- einem Müllbunker, der zur Zwischenlagerung und Homogenisierung des Mülls dient
- einem Greifkran, über den der Müll in den Aufgabetrichter gegeben wird
- einem Verbrennungsraum, in dem der Müll verbrennt
- einem Verbrennungsrost, über den sich der Müll bewegt und verbrennt
- einem Entschlacker, in den die Schlacke fällt und in den Schlackebunker transportiert wird
- einem Dampferzeuger, in dem mittels der heißen Rauchgase Dampf erzeugt wird, der die Turbine antreibt und über einen Generator elektrischer Strom erzeugt wird oder der als Fernwärme zum Heizen von Haushalten genutzt wird.
- einem Gewebefilter, in dem Staub abgeschieden wird
- einem HCl-Wäscher, zum Auswaschen von Salzsäure.
- einem SO2-Wäscher, in dem durch Zugabe von Kalkmilch das im Rauchgas enthaltene Schwefeldioxid ausgewaschen wird.
- einem Elektrofilter, in dem noch eventuell vorhandener Staub entfernt wird
- einem Schornstein, durch den die gereinigten Rauchgase, an die Außenluft abgegeben werden.
Die Temperatur im Verbrennungsraum kann je nach System mehr als 1000 °C betragen, wobei eine Temperatur von mindestens 850 °C eingehalten werden muss. Um die Freisetzung von Dioxinen und anderen unerwünschten toxischen Verbindungen zu verhindern, werden die Rauchgase nochmals „nachverbrannt“, so dass eventuell entstandene Dioxine zerfallen.
In Müllverbrennungsanlagen für Haus- und Gewerbemüll werden ausschließlich Rostfeuerungen verwendet. Diese Feuerungen haben den Vorteil, dass keine Aufbereitung des Mülls erforderlich ist. Es werden Walzenroste, Vorschubroste oder Rückschubroste eingesetzt. Aus dem Bunker wird der Müll in den Aufgabeschacht gefüllt und über eine Schleuse auf den Rost geleitet. In der ersten Zone findet eine Ausgasung des Mülls statt. Wasser und leichter siedende Stoffe gasen aus. Es folgt die Verbrennungszone, die sich durch starke Flammenbildung auszeichnet. Den letzten Teil des Rostes bildet die Nachverbrennungszone. Die von unterhalb des Rostes zugeführte Primärluft und oberhalb zugeführte Sekundärluft haben einen wesentlichen Einfluss auf die Verbrennung und die Bildung der Reaktionsprodukte. Mit der Primärluft wird eine unvollständige Verbrennung auf dem Rost eingeleitet. Die Luftmenge wird so optimiert, dass ein guter Ausbrand bei geringer Stickoxidbildung erreicht wird. Die Nachverbrennung der Radikale (Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe) findet in der Nachverbrennungszone durch Zuführung der Sekundärluft statt. Die Verbrennungsluftmengen können zonenweise geregelt und die Mengen werden entsprechend der Rauchgasanalyse (CO, NOx, Luftüberschuss) geregelt. Der gesamte oder untere Abschnitt des erste Zug des Dampfkessels wird ausgemauert, um den Wärmeübergang zu begrenzen und die Rohrwände vor Korrosionen bei hohen Temperaturen zu schützen. Durch den reduzierten Wärmeübergang hat das Rauchgas über eine längere Zeit eine hohe Temperatur, und somit findet eine Nachverbrennung und Zersetzung der Dioxine statt. Stützbrenner (Gas- oder Ölbrenner) werden nur in seltenen Fällen beim Anfahren oder bei schlechten Müllheizwerten gezündet.
Für die Verbrennung von Sondermüll, für die hohe Temperaturen notwendig sind, werden Drehrohrverbrennung eingesetzt. Bei der Technik wird der Müll in das obere Ende eines schräg stehenden sich langsam drehenden Rohres gegeben. Die Länge eines solchen Drehrohrofens kann bis zu 120 m betragen, der Durchmesser zwischen vier und fünf Metern. Dieses Rohr ist mit feuerfesten Steinen ausgekleidet (Analogie zum Töpferofen). Der Müll wandert langsam durch das Rohr an das untere Ende und wird dabei bei Temperaturen von 1000–1300 °C verbrannt.
Bei der Wirbelschichtverbrennung wird in den Boden des Ofens ein Düsenbett eingebaut (also eine Platte, die mit vielen Luftdüsen bestückt ist). Durch diese Düsen wird Verbrennungsluft nach oben geblasen. Dazu kommt Sand, der durch die Luft nach oben gewirbelt wird und ein so genanntes Wirbelbett bildet (Fluidisierung des Sandes). Nach Aufheizen des Ofens mittels Zündbrennern wird der Müll aus einigen Metern Höhe von der Seite aus auf das Wirbelbett geworfen und dort verbrannt. Bei einer guten Steuerung von Luft- und Müllzufuhr wird der Müll in der Schwebe gehalten (ebenfalls fluidisiert) und bei Temperaturen von etwa 800°C verbrannt. Der Austrag der Asche erfolgt je nach Gewicht über den Ofenabzug nach oben oder durch Schächte nach unten. Durch die geringen Temperaturen entstehen relativ wenig Stickoxide.
Emissionen
Da bei der Verbrennung des Mülls nicht bekannt ist, welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen zu einem bestimmten Zeitpunkt verbrannt werden (kritisch sind beispielsweise PVC, Batterien, Lacke etc.), ist eine Prognose der entstehenden chemischen Verbindungen im Detail sehr schwierig und erschöpfend sicherlich unmöglich. Bei der Verbrennung entstehen neben Kohlendioxid und Wasser auch Kohlenmonoxid, Schwefeloxide, Stickoxide, aber auch Chlorwasserstoffsäure und Fluorwasserstoff sowie schwermetallhaltige Stäube. In sehr geringen Konzentrationen entstehen auch hochtoxische Stoffe wie polychlorierte Dioxine und Furane. Um sicherzustellen, dass diese Stoffe nicht emittiert werden, verfügen Müllverbrennungsanlagen über eine umfangreiche Rauchgasreinigungsanlage, die aus einer ein- oder zweistufigen Entstaubung, einer nassen oder trockenen Wäsche zur Entfernung saurer Bestandteile, einer Entstickung und einem Filter für Dioxine und Quecksilber bestehen.
Jedes Abgas setzt sich aus zwei Anteilen zusammen:
Sehr viele der in Verbrennung entstehenden Gifte, so auch Chlor- und Fluor-Dioxine, sind hydrophobe Substanzen. Der Wasserdampfanteil im Verbrennungs-Abgas verhindert deren Ablagerung. Die Moleküle setzen sich auf den Oberflächen der Ruß-, Staub- und Feinstaubpartikel des Abgases fest. Die Kontrollen erfolgen laut Gesetz jedoch gaschromatographisch, also in der Gasphase, weil für diese Messtechnik alle Partikel zuvor abgeschieden werden müssen. So kommen niedrige Messwerte zustande.
Wir nehmen diese Gifte auf über Atemluft und Wasserkreislauf, welcher die mit Schadstoffen angereicherten Abgaspartikel auf Erdboden, Nutzpflanzen, Garten- und Feldfrüchte zurück transportiert. Die allermeisten der giftigen Verbrennungsprodukte in der Umwelt gelten als äußerst stabil. Es dauert Jahrzehnte, ehe beispielsweise nur die Hälfte der ausgebrachten „Seveso“-Dioxine abgebaut worden sind.
Die Problematik der Müllverbrennung beschränkt sich nicht auf die Chlor-Dioxine. In Feuerstätten von der Größe einer Müllverbrennungsanlage ereignen sich etwa 10 hoch 26 - 28 chemische Reaktionen pro Sekunde. Die in der Hitze thermolytisch zu Molekülbruchstücken (sogenannte Radikale) zerrissenen Stoffe reagieren in chaotischen Radikal- und Radikalkettenreaktionen zu unübersehbar vielen Verbrennungsprodukten. Viele davon sind ungiftige Oxidationsprodukte, viele aber auch flüchtige Metallverbindungen oder giftige Chlor-, Fluor- oder Bromverbindungen. Der Input bestimmt den Output! MVA sind also keine Gift-„Beseitigungsanlagen“, sondern „chaotische Syntheseanlagen“.Prof. Dr. H. Rosin, Vortrag am 30. November 2000, Universität Göttingen auf Einladung der GDCh, VDI und VDE und Göttinger Colloquium
Für Müllverbrennungsanlagen gilt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und seine Verordnungen. Speziell die Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (kurz: 17. BImSchV) macht vielerlei Vorgaben zu Betrieb, Technik, Messung/Überwachung etc.. So werden insbesondere die Emissionen kontinuierlich überwacht und die Messergebnisse online an die zuständigen Behörden übertragen.
Die 17. BImSchV nennt in ihrem § 5 und im Anhang auch Grenzwerte und zugehörige Berechnungsmethoden für Emissionen.http://www.gesetze-im-inter... Seit dem Inkrafttreten der europäischen Verbrennungsrichtliniehttp://www.bmu.de/files/pdf... gelten für Müllverbrennungsanlagen und Mitverbrennungsanlagen (z. B. Kraftwerke, Zementwerke) die gleichen Emissionsgrenzwerte und die 17. BImSchVhttp://217.160.60.235/BGBL/... musste entsprechend überarbeitet werden. Gleichwohl werden die gesetzliche Gleichbehandlung und auch die grundsätzlichen Vor- und Nachteile des Mülleinsatzes in Mitverbrennungsanlagen von Befürwortern und Gegnern kontrovers diskutiert, wobei unter anderem auch Ökobilanzen zur Bewertung herangezogen werden.
Aschen, Schlacken und Stäube
Zu den festen Rückständen von diesen Anlagen, ca. 30% der zu verbrennenden Abfallmenge, zählen Aschen und Schlacken der Abfallverbrennung sowie Abfälle aus der Rauchgasreinigung und der Abwasserreinigung und Filterstäube, 70% werden über den Rauchfang in die nähere und weitere Entfernung als Gase, Stäube und Rauchpartikel verteilt. In Österreich lagen die maximale Behandlungskapazität der großen Abfallverbrennungsanlagen zur Verbrennung von Siedlungsabfällen und der heizwertreichen Fraktion bis Ende 2004 bei rund 1,6 Mio. t/pro Jahr. 2003 fielen aus der Verbrennung von Siedlungsabfällen (ohne Anlagen zur Verbrennung von gefährlichem Abfall) rund 190.000 t Grobasche (Schlacke) und 88.000 t Flugasche an. Diese Mengen dürften sich bis zum Jahr 2010 auf rund 314.000 t/a Grobasche (Schlacke) und rund 170.000 t/a Flugasche erhöhen.
Eine große Menge als "gefährlich" eingestufter Abfall, der in Österreich wegen der Vielzahl an Schadstoffen und dem Ab- oder Herauslösen derselben durch Wasser, nicht als Baumaterial verwendet werden darf, sondern entsprechend der Deponieverordnung nachbehandelt oder untertage deponiert werden muss. Umweltbundesamt Österreich: Abfallvermeidung und Verwertung: Aschen, Schlacken und Stäube in Österreich, Wien 2005
In Deutschland werden die Verbrennungsschlacken mit den aufkonzentrierten Schadstoffen teilweise deponiert, jedoch häufiger als Füllmaterial in Straßenbau und Salzstöcken verwendet. Filterstäube und die getrockneten Rückstände aus der chemischen Rauchgasreinigung werden in Deutschland fast ausschließlich in Salzbergwerken eingelagert
Anlagen in Deutschland
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Die erste MVA Deutschlands, Hamburg, 1895 Bildherkunft |
Die erste Müllverbrennungsanlage Deutschlands wurde ab 1893 am Hamburger Bullerdeich errichtet. 1894 begann der Probebetrieb, 1896 wurde der reguläre Betrieb aufgenommen.
Bis 1998 wurden in Deutschland 53 Müllverbrennungsanlagen errichtet. Die Zahl stieg bis 2003 auf 61 an. Die Planung sieht in naher Zukunft vor, weitere 14 Anlagen zu bauen, hauptsächlich in Ostdeutschland (insgesamt dann 75).
Anlagen in der Schweiz
In der Schweiz gibt es momentan 28 Kehrichtverbrennungsanlagenhttp://www.vbsa.ch/index.ht... Im italienischsprachigen Kanton Tessin fehlt eine Anlage, weshalb der Kehricht entweder in andere Kantone gebracht oder vorübergehend abgelagert wird. Aufgrund ungenügender Kapazitäten in Süddeutschland wird ein Teil des dort anfallenden Mülls an die Ostschweizer Kehrichtverbrennungsanlagen geliefert.
Anlagen in Österreich
In der Hauptstadt Wien existieren drei große Müllverbrennungsanlagen, Spittelau, Simmeringer Haide und Flötzersteig. Die von Wien Energie betriebenen Werke produzieren neben rund 116 GWh elektrische Energie rund 1.220 GWh an Fernwärme, wobei 550.000 t Hausmüll, 180.000 t Klärschlamm und 90.000 t Sondermüll verbrannt werden. Dabei entstehen 190.000 t Asche, Schlacke, Schrott und Filterkuchen. Weitere Anlagen befinden sich in Wels, Zwentendorf/Dürnrohr, Lenzing, Niklasdorf und Arnoldstein (Stand 2005).
Siehe auch
Literatur
- Heuel-Fabianek, B.: Standortsuche für Abfallbehandlungsanlagen in Ballungsräumen. in: Umweltverträglichkeit in der Abfallwirtschaft (Hrsg.: Heuel-Fabianek, B., Schwefer, H.-J., Schwab, J.), S. 71 - 87 (2005), Springer-Verlag, ISBN 3-540-63732-X
- Stormanns, B.: Bewertungsmaßstäbe zur Umweltverträglichkeit von thermischen Abfallbehandlungsanlagen. in: Umweltverträglichkeit in der Abfallwirtschaft (Hrsg.: Heuel-Fabianek, B., Schwefer, H.-J., Schwab, J.), S. 89 - 110 (2005), Springer-Verlag, ISBN 3-540-63732-X
Weblinks
- Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V.
- Verband der Betriebsleiter und Betreiber Schweizerischer Abfallbehandlungsanlagen
- Confederation of European Waste-to-Energy Plants
Quellen
Diskussion der Autoren über den Artikel: Müllverbrennungsanlage
Neutralität ist etwas anderes, siehe "Emissionen". Da sollte man dringend etwas ändern. --Mahwa 18:11, 8. Nov. 2006 (CET)
- Insbesondere diese Änderungen sind widersprechen teilweise dem Grundsatz der Neutralität. Ausserdem entspricht der eingefügte Text an einigen Stellen nicht enzyklopädischem Niveau (z.B. „Wohin damit? Denn eins steht fest:“). --Leyo 19:02, 8. Nov. 2006 (CET)
Der Artikel widerspricht sich selbst. Auf der einen Seite "werden die Rauchgase nochmals „nachverbrannt“, so dass eventuell entstandene Dioxine zerfallen" auf der anderen Seite sollen die Dioxine noch vorhanden sein und "sich auf den Oberflächen der Ruß-, Staub- und Feinstaubpartikel des Abgases fest[setzen]". Auf der einen Seite wird Staub am Gewebefilter und am Elektrofilter abgeschieden, auf der anderen Seite sind die "Bürger und die Garten- sowie Feldfrüchte ... dagegen durch die giftbeladenen Abgaspartikel gefährdet". Ja was denn nun? Die letzten Änderungen machen einen wenig neutralen Eindruck auf mich. Es soll eher eine MVA-sind-böse-und-gefährlich-Stimmung verbreitet werden. Die Angaben zu den angeblichen systemimmanenten falschen Messergebnissen sind dann die Spitze. Die Partikel werden vorher Emmission abgeschieden, natürlich wird dann nur der Gasteil untersucht. Der nicht-enzyklopädische Stil ist nur noch der krönende Abschluss. --Zombi 11:46, 10. Nov. 2006 (CET)
ja, ich stimme dir zu. dieser artikel ist äußerst kontrovers und für mich bei diesem thema eine notwendigkeit. entspricht der ursprüngliche artikel einer pro MVA rede, so zeigen letzte ergänzungen die gefahren. für beide gibt es entsprechende studien. beide haltungen sind belegbar. ich sehe genauso wenig veranlassung hier auf dieser seite lobbying zu betreiben, wie du, dass eine mva-ist-böse-stimmung aufgebaut wird. also was tun.
so. ich hab noch einmal probiert mich eurem verständnis von einem enzyklopädischen Stil anzunähern. die kritik von dir, leyo, finde ich somit zum teil überholt. was meint ihr dazu? -- deindra
dem, wer immer, der das (.....abgase setzen sich immer....)so schön geändert hat, danke.--deindra
- Ich habe im Abschnitt Emissionen die für Laien unverständlichen Wörter verlinkt und einige kleinen Änderungen gemacht. Auch wenn Deindra schon etliches verbessert hat, gibt es meiner Ansicht nach noch einiges zu optimieren. Die Aussage, dass der Abbau von Dioxinen an der Erdoberfläche ca. 150 Jahre dauert, müsste beispielsweise mit einer Quelle belegt werden. Falls der Vortrag von Prof. Rosin auf dem Netz zu finden ist, wäre ein Weblink schön. Teilweise vertritt er meiner Meinung nach schon etwas extreme Ansichten (jedenfalls erweckt der mit dieser Quelle belegte Abschnitt diesen Eindruck). --Leyo 21:56, 13. Nov. 2006 (CET)
ich schau, dass ich den vortrag bekomme. online weiß ich noch nix. was ich weiß ist folgendes:
1994 erschien die 2000 Seiten umfassende Studie der US-Umweltschutzbehörde Enviromment Protection Agency (EPA) über die Gesundheitsgefährdung durch Dioxin: Dioxin wirkt auch in den allerkleinsten Dosen gefährlich. Besonders belastend erweist sich die Langzeiteinwirkung winzigster Mengen.Es gibt keine Wirkungsschwelle, unter der keine Gefährdung besteht! Dioxin wirkt vielfältig: auf das Immunsystem, auf das Hormonsystem, auf das Fortpflanzungssystem, Zentralnervensystem, auf den Stoffwechsel, usw., usw. Embryos und Säuglinge (belastete Muttermilch) reagieren besonders empfindlich, Wachstumsstörungen, Immunschäden, neurophysiologische Störungen, Intelligenzdefizite können auftreten.
2001 im Mai wurde die Stockholmer Konvention über Persistent Organic Pollutants (POPs) von 127 Ländern, darunter auch Österreich, unterzeichnet: Die Konvention bezeichnet alle Arten von Müllverbrennungsanlagen einschließlich Zementöfen mit Sondermüll-Mitverbrennung als wesentliche Quellen von Dioxin- und Furanemissionen, PCB-Emissionen (polychlorierte Biphenyle).Die ratifizierte Konvention zielt auf die Abschaffung der meisten wissenschaftlich bekannten langlebigen organischen Schadstoffe einschließlich der krebserzeugenden Dioxine und Furane abund fordert den Gebrauch anderer Techniken, um die Erzeugung dieser ungewollt entstehenden Schadstoffe zu verhindern.
2003 berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), dass Müllverbrennung für 69% der Gesamtdioxinemissionen weltweit verantwortlich ist.
also wenn dir das enzyklopädisch genug ist, kann ichs damit ergänzen. --deindra
- Ja, natürlich ist Dioxin eine sehr Ernst zu nehmende Problematik! In dieser Ausführlichkeit würde sie aber dennoch nicht in den Artikel über MVAs gehören. Damit meine ich Dinge wie die Toxizität oder Infos über die Stockholmer Konvention. Diese sind in den Artikeln Dioxine, Stockholmer Konvention und Langlebige organische Schadstoffe bzw. dirty dozen besser aufgehoben. MVA-spezifische Informationen zu Dioxinemissionen sollen hingegen natürlich im Artikel drin stehen. Nur müsste unbedingt zwischen modernen Anlagen (z.B. in Westeuropa) und nicht dem neuesten Stand der Technik entsprechenden MVAs, Zementöfen, usw. in Entwicklungs- und Schwellenländern unterschieden werden. An der diesjährigen Dioxin Conference haben mir zwei namhafte Experten (die eher auf der Seite von Umweltaktivisten stehen) bestätigt, dass Dioxine bei unsern MVA kein ernsthaftes Problem mehr seien und sie bedenkenlos die gereinigten Abgase von modernen MVAs einatmen würden. In Afrika sei aber der Handlungsbedarf gross.
- Konkret habe ich übrigens auf die 150 Jahre angesprochen, die der Dioxinabbau gemäss dir dauern soll. Diese Zahl oder Schätzung müsste doch irgendwie zu belegen sein, oder? --Leyo 23:54, 13. Nov. 2006 (CET)
das ist mir neu. willst du sagen, dass es jetzt eine gesamtanalyse der emissionen bei MVA's gibt? --deindra.
- Die mündlichen Aussagen kann ich nicht belegen. Aber es gibt dafür andere Quellen, beispielsweise UBA Dioxine, Dioxin Conference 2006 Zusammenfassungs-Datenbank, Dioxine. Auch die US EPA hat entsprechende Studien veröffentlicht. --Leyo 16:10, 14. Nov. 2006 (CET)
- Es gibt auch noch die Angaben der ITAD, wo MVAs mit anderen Kraftwerken verglichen werden. Emissionsfrachten --Zombi 08:13, 15. Nov. 2006 (CET)
ja, es gibt sehr viel. und eben sehr viel kontroverses. in jedem fall gibt es keine gesamtanlayse der schadstoffe. es gibt nur einmal 15 - 17 definiert und auch zu messende stoffe. ich nehme die 150 jahre raus, weil langlebig mir eh schon lange genug, besser gesagt zu lange ist. und darüber gibt es ja bereits einträge, hier in wickipedia. und dann leyo und alle anderen, was brauchts dann noch, dass der balken weg kommt?--deindra
- Ich kann dir erst nach meinen 2,5 Wochen Ferien antworten. Jetzt reicht die Zeit leider nicht mehr, sorry. Mit deiner letzten Änderung bin ich jedenfalls einverstanden. --Leyo 15:01, 15. Nov. 2006 (CET)
du leyo, wikipedia ist doch kein forum;-) aber schönen urlaub und ich hoffe, dass der balken doch irgendwann noch überflüssig wird. und @zombi. warum antwortest du nicht. was machen wir denn nun damit, dass dieses thema derart kontroverse bietet?--deindra
- Ich habe auch noch ein Leben außerhalb der Wiki. Mir gefällt der Text weiterhin nicht. Wenn deine Angaben stimmen würden, frage ich mich, wie ein Staubwert gemessen werden kann. Denn der Staub wäre ja nicht in der gaschromatografischen Untersuchung enthalten. Auch der Stil ist weiterhin fragwürdig. Bsp.: "Viele davon sind ungiftige Oxidationsprodukte, viele aber auch flüchtige Metallverbindungen..." "Der Input bestimmt den Output!" Außerdem fehlt mir noch eine Quelle zu den systematisch niedrigen Meßwerten. -Zombi 07:15, 16. Nov. 2006 (CET)
entschuldige, da war ich doch ein wenig ungeduldig. aus den jeweiligen messberichten von MVA's sind neben den ergebnissen auch die art und weise wie und wo die messung durchgeführt wurden zu entnehmen. und da steht unter anderem, dass an ganz bestimmten stellen messungen durchgeführt werden.wie häufig. und welche werte einzig berechnet werden. das mit dem imput ist fakt. und dioxine sind wasserscheue moleküle. wobei bereits wenige moleküle reichen um eine zelle in eine krebszelle umzuwandeln. --deindra
- Messungen finden im Abluftstrom statt, dort wo Messungen repräsentativ durchgeführt werden können. Daran ist nichts zu bemängeln. Die entscheidenden Werte, dazu zähle ich die Dioxinkonzentration, werden gemessen. Dioxine werden im wesentlichen am Staub adsorbiert und somit abgeschieden (Smolka, A.: Untersuchung polychlorierter Dibenzodioxine und polychlorierter Dibenzofurane im Rauchgas von Abfallverbrennungsanlagen, Dissertation Uni Duisburg, 1996). Bezüglich der Schädlichkeit von Dioxinen reicht ein Verweis auf den entsprechenden Fachartikel. --Kickof 20:52, 21. Nov. 2006 (CET)
die sogenannte isokynetische messung am schornstein durchgeführt, um die turbulenzen mit zu erfassen, kommt auf eine fülle von substanzen.durch bestimmte absorbenzien saugt man luft durch, also pulver, die das bindet. sieben verschiedene absorbenzien wurden verwendet, um aus dem schornstein die abgase zu sammeln, die dann im labor analysiert wurden. sieben verschiedene ergebnisse wurden festgestellt in der zusammensetzung des schadstoffspekturms! welches ist nun verbindlich? --deindra
- Die Frage verstehe ich nicht so ganz. Isokinetische Messungen werden durchgeführt, um Partikelfrachten zu erfassen. Die gasförmigen Schadstoffe werden von einer hyper- oder hypokinetische Probenahme nicht tangiert (siehe z. B. Vincent, J. H.: Aerosol Sampling - Science and Practice, Wiley & Sons, Chichester 1989). Tatsache ist, dass es keine integrale Messung gibt, die alle Messergebnisse enthält. Stattdessen wird mit verschiedenen Messmethoden auf bestimmte Parameter untersucht, wie es in der Emissionsmesstechnik nun mal üblich ist. Um sicherzustellen, dass keine wesentlichen Schadstoffgruppen übersehen wurden, gibt es Summenparameter. --Kickof 19:59, 26. Nov. 2006 (CET)
verbrennungsabgase von MVA's setzen sich wissenschaftlich untersucht wie folgt zusammen: verschiedensten strukturen bis hin zu phosporsäureesthern oder weichmachern und dioxinen. substanzen die praktisch unverändert durch die müllverbrennunganlage gehen und im abgas erscheinen. die chlorchemie ist fast vollständig vertreten. die zusammensetzung der abgase ändert sich außerordentlich schnell, je nach dem was verbrannt wird und wie die betriebsbedingungen einer solchen Anlage sind. d.h. es gibt gar keine kontiniuerliche abgasfahne, die man wissenschaftlich bewerten kann.
für den größten teil der analysierten strukturen gibt es gar keine toxikologischen daten.
PCB's wurde nachgewiesen, darunter einige dutzende dioxine. ringstrukturen wurden zusammengestellt. das sind nur grundstrukturen, da sitzen noch chlor oder nitrogruppen oder sonstige reste von molekülgruppen und niemand weiß etwas über die toxikologie.
das schlimme daran ist, dass in der analytik immer nur einzelne ausgewählte von diesen einigen hunderten dioxinähnlichen substanzen überhaupt bestimmt werden.(www.itas.fzk.de/deu/Itaslit/acri96a.pdf)
die bewertung des gesamtrisikos wird abgeleitet, wie du richtig sagst. --deindra
- So kommen wir nicht weiter. Du schreibst zwar wissenschaftlich untersucht, nennst dann aber wieder keine Quelle. Oder soll ich stieglitz/ karlsruhe als solche werten. Bei google gibt das schlappe 30.000 Treffer. Welcher ist der Richtige?
- Ich kann micht nicht erinnern, dass ich gesagt/geschrieben hätte, dass die Bewertung des Gesamtrisikos abgeleitet wird. Zitierst Du immer so unscharf?
- --Kickof 19:47, 27. Nov. 2006 (CET)
zitat kickof: "Tatsache ist, dass es keine integrale Messung gibt, die alle Messergebnisse enthält. Stattdessen wird mit verschiedenen Messmethoden auf bestimmte Parameter untersucht, wie es in der Emissionsmesstechnik nun mal üblich ist." üblich bedeutet für mich wie gewohnt. und in zusammenhang mit deiner aussage, dass noch nichts genaueres am markt ist. (vgl. Max Daunderer, Handbuch der Umweltgifte, Kapitel Müllverbrennungsemissionen, Ecomed-Verlag).--deindra
- Etwas vorneweg: die nachträgliche Änderung von Diskussionsbeiträgen (wie z. B. hier) oder das falsche Zitieren (die bewertung des gesamtrisikos wird abgeleitet, wie du richtig sagst) erhöht nicht Deine Glaubwürdigkeit. Das stundenlange Nacheditieren der eigenen Beiträge (siehe hier) ist für die anderen Beteiligten eher lästig und verbraucht unnötig Ressourcen. Die Vorschaufunktion der Wiki-Software ist Dir bekannt?
- mit deiner aussage, dass noch nichts genaueres am markt ist. Schon wieder eine zumindest schlampige Art und Weise zu zitieren. Die organischen Substanzen findet man nicht einfach, sie müssen gesucht werden. So haben z. B. Fructose und Formaldehyd das selbe Verhältnis C:H:O. Vielleicht solltest Du Dich ein wenig mehr mit Analyseverfahren und Messtechnik auseinandersetzen, bevor Du Dich hier weiter äußerst. Aber es gibt Verfahren, den organisch gebundenen Gesamtkohlenstoff zu messen; und dieser ist als Grenzwert gegeben und somit einzuhalten.
- Die von Dir nachträglich eingeführte Quelle (mittlerweile auch schon zehn Jahre alt) sagt übrigens: Die PCDD/PCDF sind für den Verfahrensvergleich von geringerem Interesse und werden daher nicht berücksichtigt. Dann sind wir uns also einig, dass die entsprechende Passage aus dem Artikel gestrichen werden kann.
- --Kickof 09:59, 28. Nov. 2006 (CET)
nein, wir sind uns überhaupt nicht einig. PCDD- und PCDF-Untersuchung: Verbindungen wie polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF) entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei Prozessen der chemischen Produktion, in der Metallverarbeitung und anderen Industriezweigen sowie bei nahezu allen Verbrennungsvorgängen; eine absichtliche Herstellung dieser Stoffe erfolgt nicht. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene chlorierte Dioxine und Furane, von denen sich einige durch hohe Toxizität auszeichnen.
und ein netter versuch die studie unglaubwürdig zu machen, mittlerweile auch schon zehn Jahre alt, wenn man weiß, dass sich betreiber von müllverbrennungsanlagen mit ihrer "wir haben die modernste rauchgasreinigung" brüsten, welche, wie im fall kempten, 1992 eingebaut worden ist. das relativiert einiges. findest du nicht? --Deindra
- Verbindungen wie polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF) entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei Prozessen der chemischen Produktion, in der Metallverarbeitung und anderen .... Nicht das ich was anderes behaupten würde. Aber wie lautet die Quelle?
- und dein netter versuch die studie unglaubwürdig zu machen .... Es gibt halt neuere Studien, wie z. B. diese vom Bundesumweltministerium aus dem Jahr 2005, und dort steht klar und deutlich: Kamen 1990 ein Drittel aller Dioxinemissionen aus Müllverbrennungsanlagen, waren es im Jahr 2000 weniger als 1 %. ... Die höchsten Dioxinemissionen kamen allerdings aus der Metallgewinnung und -verarbeitung. Also: falscher Kriegsschauplatz, denn in der Rauchgasreinigung hat sich so einiges getan (seit 1996). --Kickof 14:25, 28. Nov. 2006 (CET)
ein ANGEBOT in güte: alle seiten, welche nur irgendwie "müllverbrennung" behandeln, werden ergänzt mit der rubrik "GEFAHREN" - ungelöst, ungeklärt, offen, vgl. beipackzettel und nebenwirkungen - denn, soll eine enzyklopädie seriös angelegt werden, dann ist verschweigen und kopf-in-den-sand-syndrom fehl am platz.--Deindra 06:09, 29. Nov. 2006 (CET)
Emissionen
Als das BMU noch von Herrn Trittin geführt wurde, hat es ein Papier herausgegeben, was Müllverbrennungsanlagen als Schadstoff- und Dioxinsenken bezeichnet (Ohne Müllverbrennungsanlagen wäre mehr Gift in der Luft). Zumindest zu diesem Zeitpunkt konnte dem BMU nicht vorgeworfen werden, dass es auf Biegen und Brechen die Müllverbrennung durchsetzen wollte. --Kickof 17:15, 21. Nov. 2006 (CET)
@kickof: was sagt denn der BUND nordrheinwestfalen dazu? --deindra
@80.109.149.45 bzw. deindra: Vielleicht möchtest Du mir etwas dazu sagen? Schließlich habe ich mit dem Bundesumweltministerium eine Quelle genannt, die erst einmal unverdächtig bzgl. POV ist.
Andere Frage: handelt es sich bei der von Dir zitierten Quelle Prof. Dr. H. Rosin um den Mediziner Harry Rosin? Wenn ja, bist Du der Ansicht, dass dieser sich in dieser Thematik als Experte äußern kann? --Kickof 09:45, 23. Nov. 2006 (CET)
@kickof: halten wir doch zuerst einmal inne, bevor wir uns in weitere diskussionen begeben: du findest quellen, welche sich für müllverbrennung aussprechen. die gibt es, keine frage. für viele ist müll gleichzusetzen mit cash. und ich halte mich an veröffentlichungen, welche die auswirkungen von müllverbrennung auf mensch und umwelt in den vordergrund stellen. nachhaltig, für uns, unsere kinder und kindeskinder. also kickof, bei uns beide wird es diesbzgl. nie eine mitte geben, einen kompromiss. NUR und darauf kommt es mir an, muss hier in wikipedia beides platz haben. die menschen haben ein recht auf information. einverstanden?--deindra
- Um Deine letzte Frage zuerst abzuhandeln: Nein, ich bin nicht einverstanden. Der Artikel Müllverbrennung hat aufgrund der von Dir vorgenommenen Änderungen ein massives Neutralitätsproblem und widerspricht somit .
- Du schreibst für viele ist müll gleichzusetzen mit cash. Es gibt neutrale wissenschaftliche Studien aus der Grundlagenforschung, nicht nur Studien von Interessengruppen.
- Du schreibst ich halte mich an veröffentlichungen, welche die auswirkungen von müllverbrennung auf mensch und umwelt in den vordergrund stellen. Hast Du die schon genannt? Was ich bisher gelesen hatte, war die Aussage eines Mediziners über einen Verbrennungsprozess.
- Du schreibst bei uns beide wird es diesbzgl. nie eine mitte geben, einen kompromiss. NUR und darauf kommt es mir an, muss hier in wikipedia beides platz haben. Auf den Diskussionsseiten ja, bei den Fachartikeln sollten jedoch die Fakten sprechen. Wenn dabei anerkannte wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Verfügung stehen, sollte auch darauf zugegriffen werden. Ansonsten kann ich nur noch einmal auf verweisen.
- Du schreibst die menschen haben ein recht auf information. Stimmt. Darin sind wir uns einig.
- Um irgendwelchen Vermutungen entgegenzuwirken: für mich ist die Verbrennung von Abfällen auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber auch kein Teufelswerk. Bezüglich der Auswirkungen auf meine Kinder (Kindeskinder habe ich noch nicht) steht die Angst vor Schadstoffen aus der Müllverbrennung eher an hinterer Stelle, da ich mich mit der Thematik intensiv (auch wissenschaftlich) auseinandergesetzt habe.
--Kickof 19:59, 26. Nov. 2006 (CET)
gut. ich mag, dass du auf alles geantwortet hast. danke. und an den wissenschaftlichen abhandlungen fehlt es mir nicht;-) du hast dich intensiv und auch wissenschaftlich mit müllverbrennung auseinander gesetzt. sehr gut. bitte beantworte mir folgende fragen: 1. gibt es eine gesamtanalyse der schadstoffe? und wenn nicht, warum nicht? und wenn ja, bitte, literatur angabe zum nachlesen.
2. wohin geht der verbrannte müll?
und um obige deine frage zu beantworten: ja, herr prof. dr. h.rosin ist nicht nur als umweltmediziner ein anerkannter experte. --deindra
- zu 1.: dazu hatte ich mich schon gestern geäußert (siehe weiter oben).
- zu 2.: das steht doch unter Aschen, Schlacken und Stäube im Artikel.
- Du schreibst herr prof. dr. h.rosin ist nicht nur als umweltmediziner ein anerkannter experte. Sondern auch als ...?
- Schau bitte auch auf Deine Diskussionsseite, sofern Du identisch mit deindra bist. Dort hatte ich auch was hinterlassen, was nicht diese Fachdiskussion betrifft.
- --Kickof 19:47, 27. Nov. 2006 (CET)
prof. rosin ist arzt für mikrobiologie, infektionsepidemiologie, sowie arzt für hygiene und umweltmedizin.
ad1: ich stimme mit dir überein: es gibt keine gesamtanalyse. ad2: das bedeutet 100% bleiben erhalten - luft, abwasser, verbrennungs- und filterrückstände.
....neutral, einer der 4 grundsätze... ich habs mir angeschaut. möchte auch sagen, dass kritik für die erste form meiner ergänzungen gerechtfertigt war. aufgerafft zum ergänzen habe ich mich, weil der ursprüngliche artikel ganz und gar nicht dem neutralen standpunkt der wikipedia entsprochen hat. entschuldigung, aber mich wundert, dass zuvor die neutralität nicht beeinsprucht worden ist. erst mit zunahme von fakten, welche risiko und gefahren aufzeigen. --deindra
- prof. rosin ist arzt für mikrobiologie, infektionsepidemiologie, sowie arzt für hygiene und umweltmedizin. ... und Experte in Sachen Müllverbrennung?
- zu 1.: es werden alle wesentlichen Größen über Einzelmessungen oder Summenparameter erfasst. Das solltest Du vielleicht mal in dieser Form akzeptieren. Die Messtechnik einer Müllverbrennung ist extrem aufwendig. zu 2.: Es gibt nun mal das Prinzip der Massenerhaltung. Dass Müllvermeidung vor Müllverbrennung gehen sollte, darin sind wir uns vermutlich einig. Aber Du wirst es mit keinem Verfahren schaffen, Müll spurlos zu beseitigen.
- mich wundert, dass zuvor die neutralität nicht beeinsprucht worden ist. erst mit zunahme von fakten, welche risiko und gefahren aufzeigen und die noch immer unbelegt, wenn nicht gar widerlegt, sind.
- --Kickof 09:59, 28. Nov. 2006 (CET)
Der Ausspruch von dem Herrn Rosin zu der Zusammensetzung von Emissionen eine Müllverbrennungsanlage Der Input bestimmt den Output! MVA sind also keine Gift-„Beseitigungsanlagen“, sondern „chaotische Syntheseanlagen“ ist eine inhaltslose und auch falsche Floskel. Schau mal unter Chaostheorie nach: Die Chaosforschung ... befasst sich im Wesentlichen mit Systemen, deren Dynamik unter bestimmten Bedingungen empfindlich von den Anfangsbedingungen abhängt, so dass ihr Verhalten nicht langfristig vorhersagbar ist. Die Emissionen in einer Müllverbrennungsanlage hängen von den eingegebenen Stoffen, den Verbrennungsbedingungen, dem Luftverhältnis, den Strömungsbedingungen, den Temperaturen und den jeweiligen Verweilzeiten ab. Somit ist die Verbrennung kein chaotisches System. Der Satz gehört in den Papierkorb. --Rasi57 11:32, 28. Nov. 2006 (CET)
nicht so schnell mit den jungen pferden. wenn z.B. wie in spandorf passiert, damals 1986 nach Tschernobyl, ein abfallhändler sämtliche luftfilter der PKW`s aus drei landkreisen zusammengefahren hat und auf einen ruck verbrannte, dann gab es eine schöne radioaktive wolke, denn die waren hoch radioaktiver sondermüll. das wurde nicht gemessen. aber es ging trotzdem in die nahrungsmittel und in die lungen der betroffenen menschen. ganz zu schweigen von störfällen und problemen, die mit diesen anlagen zusammen hängen, den explodierenden preisen, die den bürgern übergestülpt wurden, und den bestechungen, die dann nach und nach ans Licht gekommen sind.--Deindra
- ... und wieder keine Belege! --Kickof 14:25, 28. Nov. 2006 (CET)
- ein abfallhändler sämtliche luftfilter der PKW`s aus drei landkreisen zusammengefahren hat und auf einen ruck verbrannte, dann gab es eine schöne radioaktive wolke, ... . Gehen wir das gedanklich doch einmal durch:
- ein abfallhändler: er hatte also ein Monopol!
- sämtliche luftfilter der PKW`s: alle Luftfilter auf einmal; da wird ein schöner Engpass an neuen Luftfiltern entstanden sein!
- aus drei landkreisen: sozusagen eine marktbeherrschende Stellung!
- auf einen ruck verbrannte: MVA-Betreiber hüten sich normalerweise davor, den Abfall nicht zu durchmischen.
- dann gab es eine schöne radioaktive wolke: also mit Verlaub, das klingt mir in der Summe sehr nach Urban legend.
- ganz zu schweigen von störfällen und problemen, die mit diesen anlagen zusammen hängen, den explodierenden preisen, die den bürgern übergestülpt wurden, und den bestechungen, die dann nach und nach ans Licht gekommen sind. Jetzt wird ein wenig diffus, oder? --Kickof 19:00, 28. Nov. 2006 (CET)
danke, kickof, das genügt, es reicht wirklich aus, wie ihr gefahren und auswirkungen, sekundäre begleiterscheinungen, wie beispielsweise preisgestaltung oder bestechung - REALITÄT - runter spielt und betroffenen frech ins gesicht lacht. der einzige punkt, den ich lernen werde ist, links und dergleichen einzufügen, übers wochenende. da muss ich dir recht geben, quellenangaben brauchts. aber das ist dann alles. und dann würde ich empfehlen übt euch im akzeptieren von anderen meinungen. runterputzen und verarschen können sich die leute selber.--Deindra 05:49, 29. Nov. 2006 (CET)
- gefahren und auswirkungen sind mit jeder technischen Neuerung verbunden. Es geht nur darum, diese richtig zu beurteilen.
- begleiterscheinungen, wie beispielsweise preisgestaltung oder bestechung werden immer dann zum Tragen kommen, wenn mit etwas Geld zu verdienen ist. Da ist der Bereich der Bio-Lebensmittel genauso wenig vor gefeit wie die Entsorgungsbranche.
- quellenangaben brauchts und zwar ordentliche, und nicht Meinungen von Privatleuten wie H. Rosin.
- --Kickof 10:00, 29. Nov. 2006 (CET)
ein ANGEBOT in güte: alle seiten, welche nur irgendwie "müllverbrennung" behandeln, werden ergänzt mit der rubrik "GEFAHREN" - ungelöst, ungeklärt, offen, vgl. beipackzettel und nebenwirkungen - denn, soll eine enzyklopädie seriös angelegt werden, dann ist verschweigen und kopf-in-den-sand-syndrom fehl am platz.--Deindra 06:09, 29. Nov. 2006 (CET)
- DAS soll ein Angebot in Güte sein? Konsequenterweise müsstest Du die Themenbereiche Männer, Autos, Medikamente im allgemeinen, Cortison, Zytostatika und Acetylsalicylsäure im besonderen, Waffen (die sowieso), Technik, Sportarten, etc. mit der Rubrik "GEFAHREN" versehen. Meiner Ansicht nach ist die Thematik im Bereich Emissionen gut aufgehoben.
- Mein Vorschlag lautet: Streichung des Bereichs Emissionen von Jedes Abgas setzt sich aus zwei Anteilen ... bis ... chaotische Syntheseanlagen", da das darin enthaltene entweder in diesem Artikel nichts verloren hat (dafür gibt es Wikilinks), oder gänzlich unbelegt ist. Sofern Du 2003 berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), dass Müllverbrennung für 69% der Gesamtdioxinemissionen weltweit verantwortlich ist belegen kannst, kann das gerne aufgenommen werden, es sollte allerdings darauf hingewiesen werden dass vom Bundesumweltministerium folgendes stammt (auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen): Kamen 1990 ein Drittel aller Dioxinemissionen aus Müllverbrennungsanlagen, waren es im Jahr 2000 weniger als 1 %. --Kickof 10:00, 29. Nov. 2006 (CET)
so. ich nehme mir eine auszeit. auch zum nachdenken. eins will ich bereits heute klarstellen, bzgl. deiner aussage ..quellenangaben brauchts und zwar ordentliche, und nicht Meinungen von Privatleuten..., welche quellenangabe ordentlich ist, oder nicht, liegt nicht in deinem ermessen und übersteigt bei weitem deine kompetenz. ich fordere dich hiermit auf, andere meinungen zu akzeptieren. deine ständigen subjektiven bewertungen nerven. irgendwo steht in wikipedia auch, dass man ordentlich miteinander umgehen soll. dazu gehört für mich ein funken respekt.--Deindra 12:33, 29. Nov. 2006 (CET)
- welche quellenangabe ordentlich ist, oder nicht, liegt nicht in deinem ermessen und übersteigt bei weitem deine kompetenz. Hat Herr Rosin etwas zum Thema Müllverbrennungsprozess geschrieben, was einen Peer-Review durchlaufen hat? Wenn ja, bitte ich um Entschuldigung und nehme meine Äußerungen zurück. Wenn nein, handelt es sich hier um einen Mediziner, der als Privatmann seine Meinung äußert. So etwas zu beurteilen traue ich mir durchaus zu.
- deine ständigen subjektiven bewertungen nerven. Der von mir zur Streichung vorgeschlagene Abschnitt strotzt vor subjektiven Bewertungen.
- irgendwo steht in wikipedia auch, dass man ordentlich miteinander umgehen soll. dazu gehört für mich ein funken respekt. Diesbezüglich ist ganz interessant. Gute Absichten sollten auch den anderen unterstellt werden. Wie bewertest Du die beispielsweise die Unterstellung, die aus für viele ist müll gleichzusetzen mit cash herauszulesen ist? In diesem Zusammenhang gehört das nachträgliche Ändern von Diskussionsbeiträgen im Übrigen auch nicht zum guten Ton.
- --Kickof 13:57, 29. Nov. 2006 (CET)



