Der Artikel MG 151 gehört zur Kategorie: Maschinenkanone
Das MG 151 war eine für den Einsatz in Militärflugzeugen konstruierte automatische Waffe, die ab 1934 im Kaliber 15,1 mm von der Firma Mauser entworfen wurde und 1940 in Produktion ging. Die Einführung in die Luftwaffe begann Anfang 1941 mit der Bf 109 F-2.
Als starr in Jagdflugzeugen eingebaute Waffe wurde das MG 151/15 bereits bis Ende 1941 durch das MG 151/20 ersetzt, das mit einem kürzeren Lauf im Kaliber 20 mm ausgestattet war. In Abwehrständen von Bombern blieb das MG 151/15 als Verteidigungswaffe in beweglicher Lafettierung länger im Gebrauch. Während beim MG 151/20 die Schussfolge annähernd gleich blieb, sank durch die niedrigere Mündungsgeschwindigkeit der Rohrverschleiß erheblich. Durch Verwendung der im Kaliber 15,1 mm nicht vorhandenen Minengranate konnte die Sprengstoffmenge je Geschoß von 2,8 g auf 18,7 g erhöht werden. Die Bezeichnung MG 151/15 wurde nach Einführung des MG 151/20 zur Unterscheidung der beiden Versionen benutzt. Nach Ausmusterung und der darauf folgenden Umarbeitung aller MG 151/15 auf das Kaliber 20 mm, das erfolgte bis etwa 1943, wurde nur noch MG 151 benutzt.
Die überwiegende Masse der produzierten MG 151/20 wurden als Bordwaffe für Jagdflugzeuge verwandt, z.B. in der Bf 109 oder der Fw 190. Bei der Fw 190 wurde das flügelinnere paar MG 151/20 für das synchronisierte Schießen durch den Propellerkreis eingerichtet, dazu wurde eine spezielle Version mit elektrischer Zündung geschaffen, das MG 151/20E.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das MG 151/20 mit mässigem Erfolg auch als Behelfsflak auf Halbkettenfahrzeugen eingesetzt. Zu diesem Zweck wurden die MG 151/20 in Drillingsgruppen auf Sd.Kfz 251/21 montiert.
Technische Daten
MG 151/15
- Kaliber: 15,1 mm
- Lauflänge: 1250 mm
- Hersteller: Mauser
- Länge: 1960 mm
- Gewicht: 42,7 kg
- Schussfolge (pro min): 700
- Mündungsgeschwindigkeit: 960 m/sek (Spr.Gr.'L)
MG 151/20
- Kaliber: 20 mm
- Lauflänge: 1100 mm
- Hersteller: Mauser
- Länge: 1767 mm
- Gewicht: 42,5 kg
- Schussfolge (pro min), je nach Variante: synchronisiert: 550-750 , unsynchronisiert: 780-800
- Mündungsgeschwindigkeit: 810 m/sek (M.Gr.)
Diskussion der Autoren über den Artikel: MG 151
leicht inkorrekt
Im Text steht:
Das MG 151 war eine für den Einsatz in Militärflugzeugen konstruierte automatische Waffe, die 1935 im Kaliber 15 mm von der Firma Mauser entworfen und 1937 zur 20-mm-Maschinenkanone weiterentwickelt wurde.
Obige Aussage ist meines Erachtens leicht irreführend.
Wenn ich mich nicht irre, dann waren die ersten deutschen 20 mm-Kanonen vom Typ MG FF und zeichneten sich dadurch aus, daß diese einen relativ kurzen Lauf und somit eine sehr geringe Mündungsgeschwindigkeit hatten. Die überarbeitete 20 mm Maschinenkanone, die dann unter dem Begriff MG 151/20 zum Einsatz kam, dürfte nicht vor 1942 im Masseneinsatz gewesen sein. Insofern ist obiger Einleitungssatz irreführend, da im restlichen Text des Artikels die technischen Daten des MG 151/20 aufgezeigt werden und gleichzeitig der Eindruck erweckt wird, diese Waffe sei bereits 1937 zur Verfügung gestanden.
Rainer E. 22:41, 5. Jul 2006 (CEST)
- Gut daß Du mich darauf gestoßen hast, da waren nämlich auch Unschlüssigkeiten, die das MG FF betrafen.--Senfmann2 14:28, 8. Sep 2006 (CEST)

