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Der Artikel Marokko gehört zur Kategorie: Staat, Marokko, Mittelmeer, Monarchie (Staat)
Das Königreich Marokko ( al-Mamlaka al-Maghribīya) liegt im Nordwesten Afrikas und ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der drei Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines VN-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.
Landesname
Während sich das Land in der eigenen offiziellen Staatsbezeichnung „al-Mamlaka al-Maghribīya“ als „Maghrebinisches Königreich“ bezeichnet (bis in die 1960er übrigens „Scherifisches Maghrebinisches Königreich“), hat sich international die europäische Ableitung des Namens der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch für das gesamte Königreich Marokko durchgesetzt.
Geographie
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Blick von Spanien nach Marokko Bildherkunft |
Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten ist Marokko flächenmäßig kein großes Land, in seiner Oberflächenform zeigt es jedoch ein überaus wechselvolles Bild. Im Wesentlichen lassen sich folgende natürliche Einheiten unterscheiden: die Küstenregionen im Norden und Westen; die atlantische Region mit der Marokkanischen Meseta; die montane Region mit dem Hohen und Mittleren Atlas und dem Rifgebirge; schließlich die transmontane Region mit den Plateaus im nordöstlichen Grenzgebiet, dem Antiatlas und den Beckenlandschaften im Randbereich der Sahara.
Die Mittelmeerküste ist überwiegend steil und felsig und weist viele Kaps und Buchten auf. Nur im Mündungsbereich des Moulouya nahe der algerischen Grenze erweitert sich die mediterrane Küstenlandschaft zu einem Becken. Im Westen läuft der gebirgige Küstenabschnitt in der sichelförmig nach Europa gerichteten Nordwestspitze Afrikas aus.
Die Atlantikküste dagegen ist eine flache, kaum gegliederte Ausgleichsküste mit starkem Sandtransport und deshalb nur schlecht für Häfen geeignet. Landeinwärts folgen hier breitere Küstenebenen wie die Niederung des Sebou bei Kenitra und die weitläufige Küstenmeseta von Casablanca. Weiter zum Innern steigt das Gelände auf etwa 450 m ü. M. zum zentralen Teil der Marokkanischen Meseta an, einer weiten Tafellandschaft, die auch als Binnenmeseta oder Hochebene von Marrakesch bezeichnet wird. Sie besteht hauptsächlich aus schwach gewellten, steppenhaften Hochflächen, über die vereinzelt Inselberge aufragen.
Im Süden und Osten wird die Meseta von den markanten Gebirgszügen des Hohen und Mittleren Atlas umrahmt. Dieses gewaltige Faltengebirge wurde im Tertiär beim Zusammenstoß der afrikanischen mit der eurasischen Krustenplatte aus dem damaligen Sedimentationsbecken herausgehoben. Erdbeben wie das von Agadir im Jahre 1960 zeugen davon, dass die gebirgsbildenden Vorgänge in diesem Raum bis heute nicht abgeklungen sind. Das Atlasgebirge bildet gleichsam das morphologische Rückgrat des Landes und stellt sowohl eine naturräumliche als auch eine wirtschaftlich-kulturelle Barriere dar. Als wichtige Klimascheide trennt der Gebirgswall das atlantisch-mediterrane Marokko vom saharisch geprägten Landesteil.
Der Hohe Atlas erstreckt sich in leichtem Bogen über rund 800 km von Südwesten nach Nordosten. Mit seinen schroffen, gratigen Gebirgsformen und den steilen Gipfeln hat er Hochgebirgscharakter. Hier liegen die höchsten Erhebungen des gesamten Atlas-Gebirgssystems, ja ganz Nordafrikas, darunter auch der höchste Berg Marokkos, der Jabal Toubkal (4.167 m).
Nach Nordosten setzt sich der Hohe Atlas im niedrigeren algerischen Sahara-Atlas fort; im zentralen Marokko schließt sich, nördlich versetzt, auf über 300 km der Mittlere Atlas an. Dieser besitzt in seiner östlichen, steil zur Moulouya-Senke abfallenden Kette ebenfalls über 3.000 m hohe Gipfel, weist ansonsten jedoch eher Mittelgebirgsformen auf. Den nördlichen Abschnitt des marokkanischen Atlasgebirges bildet das bis zu 2.456 m hohe Rif, ein wildzerklüfteter Gebirgsbogen, der sich von der Straße von Gibraltar parallel zur Mittelmeerküste bis zur Mündungsebene des Moulouya erstreckt. Die Längsfurche zwischen dem Rif und dem Mittleren Atlas, die "Pforte von Taza", ist das wichtigste west-östliche Durchgangstal Marokkos.
Östlich des Moulouya-Tals, das im nördlichen Marokko die montane von der transmontanen Region trennt, steigt das Gelände allmählich zu weiten, steppenhaften Plateaus an, die zum Hochland des Schotts in Algerien überleiten. Die Gebirgszüge südöstlich des Atlashauptkammes, der Anti-Atlas und seine östliche Fortsetzung Jabal Sarhro sowie der südlich parallel ziehende Jabal Bani, gehören ihrem Aufbau nach nicht mehr zu den tertiären Faltengebirgen, sondern sind Teil der alten afrikanischen Masse. Im Süden davon erstrecken sich Randlandschaften der Sahara, zu denen auch die Beckenregion des Tafilalt und die Senke des Draa gehören.
Im Gebiet der Westsahara folgen auf eine breitere Küstenebene bis über 350 m ansteigende, von Wadis zerschnittene und mit Dünen überzogene Sandsteinplateaus, die gleichfalls der Sahara zuzurechnen sind.
Größte Städte
Die größten Städte sind (Stand: Volkszählung vom 2. September 2004):- Casablanca: 2.933.684 Einwohner
- Rabat: 1.622.860 Einwohner
- Fès: 946.815 Einwohner
- Marrakesch: 823.154 Einwohner
- Agadir: 678.596 Einwohner
- Tanger: 620.400 Einwohner
- Siehe auch: Liste der Städte in Marokko
Klima
Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als eigener Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Der nordwestliche Landesteil hat trockenheiße Sommer mit einer mittleren Augusttemperatur von 23°C und mittleren Temperaturmaxima zwischen 26°C (Casablanca) und 29°C (Tanger). Die Winter sind mild (Januarmittel 12°C) und regenreich, wobei die Niederschlagsmengen nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm Jahresniederschlag). Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab, so dass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29°C) können im Sommer 45°C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm. Dagegen bringen Steigungsregen an der Westabdachung der Gebirge zum Teil mehr als 1.000 mm Niederschlag pro Jahr, der über 1.000 m Meereshöhe in den Wintermonaten gewöhnlich als Schnee fällt. In den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima. Es fallen nur unregelmäßig Niederschläge, die selten 200 mm im Jahr erreichen, so dass Ackerbau lediglich in Oasen mit Bewässerung betrieben werden kann. Während der Sommermonate weht zeitweise der Schirokko, ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara.
Flora und Fauna
Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt: Nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Geschlossene Waldbestände mit Stein- und Korkeichen, Thujen, Atlaszedern und Aleppokiefern finden sich noch in den regenreichen Gebirgszonen und den westlichen Ebenen; sie bedecken nur etwa ein Zehntel der Landesfläche. Im südlichen Küstenbereich wachsen Eisenbäume und Jujuben. Im übrigen hat der jahrhundertelange Raubbau die Mittelmeervegetation - soweit sie nicht Kulturflächen weichen musste - auf Baumheiden, Erdbeerbäume, Pistazien, Wacholderarten und Zwergpalmen reduziert. Oberhalb der Waldgrenze (bei 3.100 m) gibt es eine Stufe von Polsterpflanzen. Jenseits des Atlasgebirges ist Trockensteppenvegetation mit Büschelgräsern und Dornsträuchern vorherrschend; in der nordöstlichen Hochsteppe wächst das widerstandsfähige Halfagras. In den wenigen Oasen werden Dattelpalmen kultiviert.
Die wildlebenden Tiere haben sich in die dünnbesiedelten Gebiete Marokkos zurückgezogen; einige Arten, wie etwa der Wüstenluchs, sind vom Aussterben bedroht. Noch relativ häufig sind Berberaffen (Magots), Gazellen, Hyänen, Schakale und Wüstenfüchse (Feneks); auch Reptilien (Eidechsen, Chamäleons, Schildkröten, Schlangen) kommen zahlreich vor. Vogelarten gibt es sehr viele, unter ihnen Storch, Zwergadler, Geier, Bussarde und Milane. Das Gebiet um den Jabal Toubkal im Hohen Atlas wurde 1942 zum Nationalpark erklärt.
Bevölkerung
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Marokkaner beim Tee, 2003 Bildherkunft |
Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Die Berber (etwa 80 % der Bevölkerung, davon knapp 60% arabisierte Berber) sind heute zumeist sesshafte Bauern. Nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden oder halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den Hochplateaus im Osten des Landes. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch (30 % der Bevölkerung Berber) geprägt. Es leben rund 60.000 Ausländer im Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier. Im Gegenzug leben über eine Million Marokkaner in Frankreich und sind somit wichtige Vertreter des Islam in Frankreich.
Die Bevölkerungsverteilung Marokkos ist sehr ungleich. Zwei Drittel der Einwohner leben auf etwa einem Zehntel der Landesfläche im Nordwesten oder Westen. Ballungsgebiete sind die Küstengebiete im Norden und Nordwesten und das Sebou-Tiefland. Obwohl Marokko eine alte Stadtkultur besitzt, leben nur 57,4 % (2003) der Bevölkerung in Städten. Die Verstädterung schreitet langsamer voran, als in anderen afrikanischen Ländern. 32,9 % der Einwohner sind jünger als 15 Jahre (2003); die Gruppe der über 65jährigen beträgt lediglich 4,4 %. Die Lebenserwartung beträgt 69 Jahre (2003). Das Bevölkerungswachstum liegt (2003) bei 1,6 %.
Marokko liegt vom Pro-Kopf-Einkommen her in der mittleren Gruppe der afrikanischen Länder. Die Sozialversicherung umfasst Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten. Auch Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft sowie Familienbeihilfen werden gewährt. Versichert sind allerdings nur Arbeitnehmer in Industrie und Handel, beziehungsweise Genossenschaftsmitglieder. Die Arbeitslosigkeit (2004 durchschnittlich 10,8 %) ist besonders unter Jugendlichen hoch. Viele männliche Jugendliche wandern daher in europäische Staaten aus. Um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen, gehen staatliche Maßnahmen in Richtung "Marokkanisierung", das heißt Verdrängung ausländischer Fachkräfte. Die Inflation lag 2004 durchschnittlich bei 1,4 %. Das Gesundheitswesen ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten recht gut entwickelt. Die medizinische Versorgung der Stadtbevölkerung ist allerdings wesentlich besser als die der Landbevölkerung. Knapp die Hälfte aller Ärzte praktiziert in Casablanca und Rabat. Hauptprobleme der Gesundheitsvorsorge sind die Bekämpfung der Durchfall- und Parasitenkrankheiten, der Malaria und teilweise noch der Mangelernährung. Allgemeine Schulpflicht besteht für 7- bis 13jährige, jedoch werden nur 55 % aller Kinder eingeschult. 37 % aller Männer und 62 % aller Frauen sind Analphabeten (2002). Das Schulsystem ist dreistufig: auf fünf Jahre Grundschulausbildung folgen in der Sekundarausbildung eine vierjährige Unterstufe und eine dreijährige Oberstufe. Daran schließt die Hochschulausbildung an. Universitäten befinden sich in Rabat, Casablanca, Oujda, Marrakesch und in Fes. Auf eine lange Tradition kann die islamische Al-Qarawiyin-Universität in Fes zurückblicken, die bereits 859 gegründet wurde.
Sprache
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair und heute auch noch Judeo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Handels- und Bildungssprache benutzt. Im Norden Marokkos, der Westsahara und um Sidi Ifni wird zusätzlich Spanisch gebraucht.
Religion
Staatsreligion ist der Islam. Rund 99 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 69.000 Einwohner bekennen sich zum Christentum (meist Katholiken) und 8.000 zum Judentum.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte MarokkosBereits im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelten Berber-Stämme das Gebiet des heutigen Marokko. Vom 12. Jh. v. Chr. an gründeten die Phönizier an der Küste Handelsniederlassungen, darunter auch Karthago im Gebiet des heutigen Tunesien, das seit dem 8. Jh. v. Chr. Stützpunkte im Mittelmeerraum errichtete. Im Innern des Landes bildete sich wahrscheinlich schon im 4. Jh. v. Chr. das Königreich Mauretanien heraus, das durch den Zusammenschluss mehrerer Berber-Stämme entstanden war.
Nach der Zerstörung Karthagos im Dritten Punischen Krieg 146 v. Chr. gerieten die Handelsniederlassungen an der Küste wie auch das Königreich Mauretanien unter römischen Einfluss. 33 v. Chr. wurde das Gebiet römisches Protektorat und schließlich 42 n. Chr. als Mauretania Tingitana mit der Hauptstadt Tingis (heute Tanger) und Mauretania Caesariensis mit der Hauptstadt Caesarea (heute Cherchell in Algerien) zu römischen Provinzen. Rom errichtete in der Folge zum Schutz gegen die im Gebirge und in der Sahara lebenden Berber-Stämme im Süden einen Grenzwall (Limes).
429 fielen die Vandalen in Nordafrika ein, konnten sich jedoch nur bis 477 in Tanger und Ceuta behaupten. Unter Kaiser Justinian I. (527-565) stießen oströmische Truppen bis zur Straße von Gibraltar vor, beschränkten aber ihre Herrschaft im heutigen Marokko ebenfalls auf diese beiden Städte und befestigten sie.
Um 700 erreichten die Araber bei ihren Vorstößen nach Westen die Gegend, begannen mit der Islamisierung der unterworfenen Bevölkerung und benannten sie nach dem arabischen Wort für Westen, Sonnenuntergang "Maghreb": Al-Maghrib ist heute der offizielle Name Marokkos. Ein islamisierter Berber, Tariq ibn Ziyad, setzte dann 711 mit einer Reitertruppe von Ceuta über die Meerenge nach Spanien über und eroberte das Westgotenreich. Der Ort der Landung, der "Felsen des Tarik" (arabisch: Jabal Tariq), trägt seinen Namen: Gibraltar.
Die Araber konnten den Widerstand in Nordafrika zunächst jedoch nicht brechen; gegen die Herrschaft der Kalifen kam es um 750 zu zahlreichen Berber-Aufständen. 789 begründete schließlich Mulay Idris als Idris I. die Dynastie der Idrisiden mit der Hauptstadt Fès. Das Reich war bis Ende des 10. Jh. Zentrum des Islam in Nordafrika. Die von 1062 bis 1147 herrschenden Almoraviden, Angehörige einer Berber-Sekte aus dem Süden verlegten die Hauptstadt nach Marrakesch. Die Almohaden (1147 bis 1269) machten Marokko zum Herzstück eines Reiches, das sich von Sizilien im Osten über das Atlasgebirge bis weit nach Spanien hinein erstreckte. Die Herrschaft der folgenden Dynastie, der Meriniden, währte etwa 150 Jahre; die Hauptstadt Fès wurde zu einem Zentrum von Kunst und Wissenschaft. 1420 ergriffen die Wattasiden die Macht, gerieten in der Folge aber immer mehr unter den Druck europäischer Mächte. 1492 wurde die Rückeroberung Spaniens durch die Christen (Reconquista) mit der Einnahme Granadas abgeschlossen.
Vom Beginn des 16. Jh. an hatten Portugiesen und Spanier begonnen, an der marokkanischen Küste Stützpunkte anzulegen; Spanien hatte bereits unmittelbar nach Abschluss der Reconquista Sidi Ifni und Melilla besetzt. Um 1520 kontrollierte Portugal alle wichtigen Atlantikhäfen des Landes. Unter der mächtigen Dynastie der Saditen entwickelten sich im 16. und 17. Jh. Handelsbeziehungen zu den europäischen Staaten. Frankreich errichtete in den wichtigen Hafenstädten Konsulate. Um 1669 ergriffen die Alawiten, die noch heute in Marokko herrschende Dynastie, die Macht. Sie befreiten in der Folge die meisten der von Spanien und Portugal besetzten Küstenstädte. Nur Ceuta, Melilla und Sidi Ifni blieben spanisch. Marokko war das erste Land, welches die jungen USA im Jahre 1777 offiziell anerkannten. Der „Moroccan-American Treaty of Friendship“ von 1783, welcher von US-amerikanischer Seite von John Adams und Thomas Jefferson unterzeichnet wurde, ist somit auch der längste ungebrochene Freundschaftsvertrag der USA mit einem anderen Staat. Nach der Eroberung Algeriens ab 1830 versuchte Frankreich, seinen Einfluss auf Marokko weiter auszudehnen. 1843/44 kam es zum Krieg, der mit einer Niederlage der marokkanischen Truppen endete. In der Folge wurde Marokko zum Zankapfel der miteinander konkurrierenden europäischen Mächte.
Siehe auch: Liste der französischen Generalresidenten für Marokko
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Um einen reibungslosen Postverkehr mit Deutschland zu ermöglichen wurde ein deutsches Auslandspostamt in Marokko errichtet. Dieses war von 1899 bis 1914 im französischen und bis 1919 im spanischen Gebiet aktiv. Bildherkunft |
Zu Beginn des 20. Jh. kam es im Zuge dieser Entwicklung zu einer Konfrontation Frankreichs mit dem Deutschen Reich: Dieses versuchte, gegen den wachsenden französischen Einfluss in Marokko eigene wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. 1905 stattete Kaiser Wilhelm II. dem Sultan in Tanger einen demonstrativen Besuch ab. Dennoch stand das Deutsche Reich in der Konferenz von Algeciras 1906 mit seinen Ansprüchen isoliert da, und im Berliner Marokko-Kongo-Vertrag von 1911 musste es Marokko als französisches Einflussgebiet anerkennen. Bereits ein Jahr später wurde das Land aufgeteilt in die Protektorate Französisch-Marokko und Spanisch-Marokko im Norden; die Stadt Tanger erhielt 1923 internationalen Status. Formal blieb der Sultan Herrscher Marokkos.
Nach dem Ersten Weltkrieg erhoben sich immer wieder die Berber. Unter der Führung von Abd al-Karim brach 1921 in der spanischen Zone der Aufstand der Riff-Kabylen aus. Die Unruhen erfassten auch das französische Protektorat. Erst 1926 gelang es Frankreich und Spanien gemeinsam, den Aufstand niederzuschlagen. Unter Sultan Muhammad V. (1927 bis 1961), der im Zweiten Weltkrieg auf seiten Frankreichs stand, konnte die arabisch-nationalistische Unabhängigkeitsbewegung an Einfluss gewinnen. 1944 konstituierte sich die "Partei der Unabhängigkeit" (Al-hizb al-istiqlal).
Anfang der 50er Jahre kam es aufgrund der wachsenden Unabhängigkeitsbestrebungen zu Spannungen zwischen dem Sultan und der französischen Protektoratsverwaltung. Im August 1953 verbannten ihn die Franzosen nach Madagaskar und setzten seinen Onkel Muhammad Mulay ibn Arafah als Sultan ein. Daraufhin wurde das Land von einer Welle nationaler Empörung gegen die Fremdherrschaft erfasst. Frankreich und Spanien konnten ihre Protektoratsmacht nicht mehr aufrechterhalten. Muhammad V. kehrte zurück.
Siehe auch: Liste der Könige Marokkos
Siehe auch: Liste der Ministerpräsidenten von Marokko
Die volle Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte das Land 1956. Lediglich die Enklaven Ceuta, Melilla und Sidi Ifni (bis 1969) blieben in spanischem Besitz. 1957 nahm Muhammad V. den Königstitel an. Nach seinem Tode 1961 folgte ihm sein Sohn als Hassan II. auf den Thron, der von Anfang an einen Kurs der Westorientierung mit starker Anlehnung an Frankreich und das Europa der späteren EG anstrebte. In der gesamtarabischen Politik bemühte er sich um eine Mittlerrolle. 1971/72 und 1983 misslangen Versuche, eine Republik zu errichten.
Siehe auch: Westsaharakonflikt
1976 entließ Spanien seine Provinz Spanisch-Sahara (Westsahara) in die Unabhängigkeit. Mauretanien und Marokko teilten das Land kurzerhand unter sich auf. Kurz danach setzten die Kampfhandlungen zwischen der marokkanischen Armee und Einheiten der Frente Polisario (Volksbefreiungsbewegung der Westsahara) sowie Truppenteilen Algeriens ein, das die Polisario unterstützte. Diese rief die "Demokratische Arabische Republik Sahara" aus und gründete eine Exilregierung. 1979 schloss Mauretanien einen Friedensvertrag mit der Polisario und räumte seinen Anteil an der Westsahara. Daraufhin okkupierte Marokko das ganze Territorium. Seither tobte in der Westsahara ein blutiger Krieg, der Marokko stark belastete. Im August 1988 stimmten das in der Westsahara-Frage international zunehmend isolierte Marokko wie auch die Polisario dem Westsahara-Plan der Vereinte Nationen zu, der einen Waffenstillstand vorsah, sowie die Durchführung einer Volksabstimmung über das zukünftige Schicksal des okkupierten Territoriums. 1991 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Das Referendum wurde seither aber immer wieder verschoben, weil beide Seiten keine Einigung über die genaue Zahl der Stimmberechtigten erzielen konnten. Unterdessen betreibt Marokko eine umfassende Besiedlungspolitik in der Westsahara. Ein Großteil der westsaharischen Bevölkerung lebt in Flüchtlingslagern in Algerien.
Mit Spanien existieren noch ungelöste Territorialstreitigkeiten über die Exklaven Ceuta und Melilla sowie über die küstennahen Inseln Isla Perejil, Chafarinas, Alhucemas und Vélez de la Gomera. Die Souveränität Spaniens über die genannten Gebiete wird von Marokko nicht anerkannt. Der Streit eskalierte 2002, als ein winziges Kontingent marokkanischer Truppen die Isla del Perejil besetzte. Ein spanisches Armeekommando überwältigte die marokkanischen Soldaten unblutig und repatriierte sie. Der Streit wurde dabei diplomatisch durch die Vermittlung der USA und der EU entschärft. Ungeachtet dieses kleinen Zwischenfalles gestaltet sich die praktische Zusammenarbeit spanischer und marokkanischer Behörden vor Ort ausgezeichnet, was beide Seiten stets offiziell beteuerten. Die US-amerikanisch-marokkanischen Beziehungen sind dagegen so gut, dass die USA Marokko im Juni 2004 den Status eines hauptverbündeten Alliierten außerhalb der NATO zuerkannten. König Muhammad VI. setzt im April 2004 eine unabhängige nationale Kommission für Gleichheit und Versöhnung ein, die sich mit der Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen aus der Regierungszeit König Hassans II. befasst. Ab Dezember 2004 fanden öffentliche Anhörungen ehemaliger Gefangener statt, die auch im Radio und Fernsehen übertragen wurden. Um die Idee der nationalen Versöhnung nicht zu schädigen, wurden die Beschuldigten nicht beim Namen genannt. Hauptziel ist nicht die strafrechtliche Verfolgung der Täter, sondern die moralische Wiedergutmachung für die Opfer und ihre Familien. Die Lage der Menschenrechte bot dennoch Anlass zur Kritik. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" erhob zur selben Zeit schwere Vorwürfe gegen die Regierung wegen der Inhaftierung und Folterung von Journalisten. Außerdem waren im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sowie von Casablanca und Madrid zwischen 2.000 und 7.000 Personen verhaftet worden. Deshalb startete im Mai 2005 ein neues Programm zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Slums, die als Hauptnährboden für islamistische Gewalt gelten.
Politisches System
Siehe auch: Politisches System Marokkos
Gemäß der Verfassung von 1992, zuletzt geändert 1996, ist Marokko eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt seit dem 24. Juli 1999 König Mohammed VI. ist, der der Dynastie der Alawiden angehört. Er ist nicht nur weltliches, sondern auch geistliches Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der König ernennt nicht nur den Ministerpräsidenten, der in der Regel von der stärksten politischen Partei des Parlamentes vorgeschlagen wird, sondern auch das gesamte Kabinett. Außerdem verfügt er über das Recht, jederzeit das Parlament auflösen zu können und den Ausnahmezustand zu verhängen. Im Vergleich zu europäischen Monarchen hat der marokkanische König weitergehende Kompetenzen, wobei jedoch in der Praxis der Ministerpräsident die politischen Tagesgeschäfte führt.
Derzeitiger Ministerpräsident ist seit dem 7. November 2002 der parteilose Driss Jettou. Marokko verfügt seit der Verfassungsreform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Die Nationalversammlung besteht aus 325 alle fünf Jahre direkt gewählten Mitgliedern; 30 Sitze sind für Frauen reserviert. Es kann dem Ministerpräsidenten mit Zweidrittelmehrheit das Misstrauen aussprechen. Wahlberechtigt sind alle Marokkaner im Alter ab 20 Jahren. Der Senat besteht aus 270 alle neun Jahre indirekt gewählten Mitgliedern. Die vom Parlament verabschiedeten Gesetze bedürfen der Zustimmung des Monarchen. Dieser kann auch Gesetze zur Volksabstimmung vorlegen.
Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 2002 gewann die Union Socialiste des Forces Populaire (USFP) 50, die Parti Istiqlal (PI) 48, die Parti de la Justice et du Developpement (PJD) 42, der Rassemblement National des Independants (RNI) 41, der Mouvement Populaire (MP) 27, der Mouvement National Populaire (MNP) 18, die Union Constitutionelle (UC) 16, die Parti National Democratique (PND) 12, die Front des Forces Democratique (FFD) 12, die Parti du Progres et du Socialisme (PPS) 11, die Union Democratique (UD) 10, die Mouvement Democratique et Social (MDS) 7, die Parti Socialiste Democratique (PSD) 6 und Sonstige 25 Sitze. Bei den Wahlen zum Senat 1997 gewann der RNI 42, die MDS 33, die UC 28, die MP 27, die PND 21, die PI 21, die USFP 16, die MNP 15, die Gewerkschaften 27 und Sonstige 40 Sitze.
Darüber hinaus gewährt die Verfassung des Landes eine unabhängige Judikative. Das Rechtswesen orientiert sich weitgehend am französischen Vorbild. Im Familien- und Erbrecht gilt islamisches Recht, das modifiziert auch auf Andersgläubige angewandt wird. Für Juden gilt talmudisches Recht. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof in Rabat. Dessen Richter werden vom König ernannt.
Marokko ist Mitglied der Vereinten Nationen (VN), der Arabischen Liga und der Welthandelsorganisation (WTO). Wegen der Aufnahme der Arabischen Demokratischen Republik Sahara in die Afrikanische Union (AU) hat Marokko sich als einziger afrikanischer Staat dazu entschlossen, nicht Mitglied der AU zu sein.
Verwaltungsgliederung
Im Rahmen eines Dezentralisierungsprogrammes wurden 1997 die Provinzen zu Regionen zusammengefasst. An der Spitze jeder Region steht ein vom König ernannter Gouverneur.
| Region | Fläche (in km²) | Einwohner (2. Sep. 2004) | Provinz | Einwohner (2. Sep. 2004) |
|---|---|---|---|---|
| Chaouia-Ouardigha | 7.010 | 1.655.660 | Ben Slimane | 199.612 |
| Khouribga | 499.144 | |||
| Settat | 956.904 | |||
| Doukala-Abda | 13.285 | 1.984.039 | El Jadida | 1.103.032 |
| Safi | 881.007 | |||
| Fès-Boulemane | 19.795 | 1.573.055 | Boulemane | 185.110 |
| Fès | 977.946 | |||
| Moulay Yacoub | 150.422 | |||
| Sefrou | 259.577 | |||
| Gharb-Chrarda-Béni Hsen | 8.805 | 1.859.540 | Kénitra | 1.167.301 |
| Sidi Kacem | 692.239 | |||
| Grand Casablanca | 1.615 | 3.631.061 | Casablanca | 2.949.805 |
| Médiouna | 122.851 | |||
| Mohammedia | 322.286 | |||
| Nouaceur | 236.119 | |||
| Guelmim-Es Semara | 122.825 | 462.410 | Assa-Zag | 43.535 |
| Es Semara | 60.426 | |||
| Guelmim | 166.685 | |||
| Tan-Tan | 70.146 | |||
| Tata | 121.618 | |||
| Laâyoune-Boujdour | 139.480 | 256.152 | Boujdour | 46.129 |
| Laâyoune | 210.023 | |||
| Marrakesch-Tensift-El Haouz | 31.160 | 3.102.652 | Al Haouz | 484.312 |
| Chichaoua | 339.818 | |||
| El Kelaâ des Sraghna | 754.705 | |||
| Essaouira | 452.979 | |||
| Marrakesch | 1.070.838 | |||
| Meknès-Tafilalet | 79.210 | 2.141.527 | El Hajeb | 216.388 |
| Errachidia | 556.612 | |||
| Ifrane | 143.380 | |||
| Khénifra | 511.538 | |||
| Meknès | 713.609 | |||
| Oriental | 82.900 | 1.918.094 | Berkane | 270.328 |
| Figuig | 129.430 | |||
| Jerada | 105.840 | |||
| Nador | 728.634 | |||
| Oujda-Angad | 477.100 | |||
| Taourirt | 206.762 | |||
| Oued ed Dahab-Lagouira | 50.880 | 99.367 | Aousserd | 20.513 |
| Oued ed Dahab | 78.854 | |||
| Rabat-Salé-Zemmour-Zaer | 9.580 | 2.366.494 | Khémisset | 521.815 |
| Rabat | 627.932 | |||
| Salé | 823.485 | |||
| Skhirate-Témara | 393.262 | |||
| Souss-Massa-Daraâ | 70.880 | 3.113.653 | Agadir-Ida ou Tanane | 487.954 |
| Chtouka-Aït Baha | 297.245 | |||
| Inezgane-Aït Melloul | 419.614 | |||
| Ouarzazate | 499.980 | |||
| Taroudannt | 780.661 | |||
| Tiznit | 344.831 | |||
| Zagora | 283.368 | |||
| Tadla-Azilal | 17.125 | 1.450.519 | Azilal | 504.501 |
| Béni Mellal | 946.018 | |||
| Tanger-Tétouan | 11.570 | 2.470.372 | Chefchaouen | 524.602 |
| Fahs-Anjra | 97.295 | |||
| Larache | 472.386 | |||
| Tanger-Asilah | 762.583 | |||
| Tétouan | 613.506 | |||
| Taza-Al Hoceïma-Taounate | 24.155 | 1.807.113 | Al Hoceïma | 395.644 |
| Taounate | 668.232 | |||
| Taza | 743.237 | |||
Oued ed Dahab-Lagouira, der größte Teil von Laâyoune-Boujdour und Teile von Guelmim-Es Semara bilden die Westsahara, deren Zugehörigkeit zu Marokko jedoch international nicht anerkannt ist.
Wirtschaft
Allgemeines
Die Stützen der marokkanischen Volkswirtschaft sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Von größter Bedeutung ist die Phosphatgewinnung. Die zunehmende Verarbeitung der Rohphosphate in der eigenen Düngemittel- und Chemieindustrie steigert den Ausfuhrwert. Um die Industrialisierung auch in anderen Bereichen voranzutreiben, bemüht sich Marokko um die Ansiedlung ausländischer Investoren. Eine weitere Öffnung des Marktes wurde bereits angekündigt.
Marokko verfügt über eine marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung, welche den Schutz des Eigentums, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit und Wettbewerb vorsieht. Zu Zeiten Hassans II. stellte Marokko einen Antrag zur Aufnahme in die EG, welcher jedoch abgelehnt wurde. Marokkos Ziel einer engeren Anbindung an die EU ist mit der Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens mit der EU im Jahr 1996 (in Kraft getreten im Jahr 2000) ein Stück näher gerückt. Seit den späten 1980er Jahren bemüht sich das Königreich, seine Staatsbetriebe zu privatisieren, wobei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weniger als ein Viertel dieser staatlichen Unternehmen diesen Prozess durchlaufen hat. Erst vor Kurzem erlaubte Marokko ausländischen Kreditinstituten den Erwerb von Minderheitsbeteiligungen an marokkanischen Banken.
Mit den USA wurde eine Freihandelszone vereinbart. Das US-amerikanisch-marokkanische Freihandelsabkommen wurde im Juli 2004 vom US-Senat ratifiziert und wird, sobald es in Kraft tritt, den Handel für 95 % der Industrie- und Konsumgüter ohne Zölle ermöglichen und den Handel mit Agrargütern für beide Länder erheblich erleichtern. Für das Jahr 2010 ist auch die Verwirklichung einer Freihandelszone mit der EU geplant.
Zwischen 1999 und 2002 lag der Anteil der Staatsausgaben für das Gesundheitswesen bei 3 %, für das Bildungswesen bei 18 % und für das Militär bei 13 % des BIP.
Bodenschätze und Energie
Marokko ist reich an Phosphat, etwa 75 % des weltweit geförderten Phosphats stammen aus Marokko. Daneben gibt es Vorkommen von Phosphor, Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Kobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko jedoch nur zu rund 13 % aus eigenen Mitteln decken. In der umstrittenen Westsahara sind ebenfalls große Mengen an Phosphat vorhanden, darüberhinaus wird das Vorkommen größerer Mengen an Erdöl und Erdgas vermutet.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft Marokkos machte 2003 17 % am BIP aus, kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden, da hier 43,6 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Landwirtschaftlich genutzt werden vor allem der Westen und Nordwesten Marokkos; rund 18 % der Landesfläche sind Ackerland. Umfangreiche Bewässerungskulturen finden sich in den Küstenebenen Rharb (Sebou-Niederung) und Sous sowie bei Marrakesch und Fès; um weitere Flächen bewässern zu können, werden zusätzlich Staudämme gebaut. Die ungleiche Landverteilung zwischen den kleinen Bauern und den Großgrundbesitzern, die den größten Teil des Bodens bewirtschaften, konnte auch durch mehrere Agrarreformen kaum verändert werden. Angebaut werden Getreide (Weizen, Gerste, Mais, Hirse, Reis), Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Datteln, Sonnenblumen, Erdnüsse, Oliven, Zitrusfrüchte (v.a. Orangen), Baumwolle, Wein, Mandeln, Aprikosen, Erdbeeren, Frühkartoffeln, Spargel, Artischoken und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Dromedare, Pferde, Geflügel). Rund 10 % des Waldbestandes sind Korkeichen; Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Welt. Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste (Sardinen und Schalentiere) sind bedeutend für den Export.
Haschisch-Produktion
Auf einer Fläche von ca. 250.000 Hektar wird Hanf angebaut, um Haschisch zu erzeugen, welches in Europa einen Marktanteil von etwa 70 % besitzt. Vom Export, der etwa 3.000 Tonnen Haschisch pro Jahr umfasst, leben schätzungsweise 200.000 Bauern mit Familien, das heißt eine Million Marokkaner.
Industrie
Im Industriesektor, dem Bergbau und der Bauwirtschaft wurden 2003 insgesamt 30 % des BIP erwirtschaftet, dort beschäftigt sind aber nur 19,7 % aller Erwerbstätigen. Die Industrie ist stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet; ausländische Märkte gewinnen jedoch an Bedeutung. In der Nahrungsmittelindustrie herrschen die Zucker- und Ölerzeugung sowie die Herstellung von Obst-, Gemüse- und Fischkonserven vor. Günstig entwickelt haben sich Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Kraftfahrzeugindustrie und Montage von Elektrogeräten. Es gibt ferner eine bedeutende chemische Industrie, Zementproduktion und Erdölverarbeitung. Ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftszweig ist das traditionelle Handwerk (Teppiche, Leder-, Kupfer-, Gold- und Silberarbeiten).
Das größte Unternehmen Marokkos ist die Firma OCP mit Hauptsitz in Casablanca. OCP ist Weltmarktführer in der Phosphat- und Düngelmittel-Produktion.
Dienstleistungen
Im Dienstleistungsbereich wurden 2003 54 % des BIP erwirtschaftet, wobei 36,7 % der Erwerbstätigen in diesem Sektor arbeiten. Marokko ist eines der bedeutendsten Reiseziele Nordafrikas und erwirtschaftet 10 % seiner Devisen durch den Tourismus. Etwa 80 % der Touristen, die Marokko besuchen, sind Europäer. Außer der vielfältigen Landschaft und den kulturellen Gegensätzen bietet Marokko eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten seiner orientalischen Geschichte.
Außenhandel
Exportiert wurden 2004 Güter in einem Gesamtwert von 9,6 Mrd. US-$. Hauptexportgüter Marokkos sind Konsumgüter, welche 37 % des Exportvolumens (davon 31 % Textilien) ausmachten. 27 % waren Halbwaren (8 % Phosphorsäure, 6 % Transistoren, 5 % Düngemittel), 16 % Nahrungsmittel, 8 % Investitionsgüter und 7 % Rohstoffe. Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (33 %), Spanien (17 %), Großbritannien (8 %), Italien (5 %), die USA (4 %), Indien (4 %) sowie Deutschland und Brasilien (jeweils 3 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von 14,9 Mrd. US-$. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbwaren (23 %), Konsumgüter (23 %), Investitionsgüter (21 %), Rohöl (9 %), Nahrungsmittel (9 %), Brennstoffe (7 %) sowie Tiere und Pflanzen (5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (18 %), Spanien (12 %), Italien (7 %), Deutschland(6 %), Russland (6 %), Saudi-Arabien (5 %) und die VR China (4 %).
Seine defizitäre Handelsbilanz kann das Land durch Überweisungen der im Ausland tätigen Marokkaner sowie durch steigende Einnahmen aus dem Tourismus teilweise ausgleichen. Allein in Europa leben ca. eine Million marokkanische Arbeitsemigranten, die durch ihre Überweisungen für eine Devisenzufuhr von etwa 2,2 Milliarden Euro sorgen, eine Summe, welche die Einnahmen aus dem Tourismus oder dem Export von Phosphaten übersteigt und somit unerlässlich für Marokko ist.
Verkehr
Die Verkehrswege sind vor allem im Nordwesten gut ausgebaut, während südlich und östlich des Atlasgebirges Sandpisten vorherrschen. Das Straßennetz umfasst 62.000 km, ca. die Hälfte ist asphaltiert. Über 400 km sind Autobahnen. Im Bereich der Großstädte ist es z.T. schon überlastet. Das Rückgrat des Eisenbahnnetzes (Streckenlänge etwa 1.800 km) bildet die Strecke von Oujda an der algerischen Grenze über Fes und Casablanca nach Marrakesch, von der mehrere Stichbahnen abzweigen. Über 1.000 km Eisenbahn sind elektrifiziert. Die wichtigsten Häfen liegen am Atlantik. Führender See- und internationaler Flughafen ist Casablanca. Daneben gibt es Flughäfen in Tanger, Rabat, Tétouan, Al Hoceïma, Fès, Oujda, Marrakesch, Ouarzazate, Essaouira und Nador. Der für den Tourismus wichtigste Flughafen ist Agadir. In Tanger entsteht 2006-2007 eines der größten Hafenprojekte des Mittelmeerraumes, unter anderem ein Tiefwasser-Containerterminal.
Kultur
Film
Marokko gilt bis heute als beliebter Schauplatz für Historien- und Bibelverfilmungen. Viele namhafte Regisseure, darunter Ridley Scott (Gladiator, Königreich der Himmel) und Franco Zeffirelli (Jesus von Nazareth) haben hier ihre Filme gedreht. Auch wurde hier zwischen 1993 und 2001 die 13teilige TV-Serie Die Bibel produziert. Viele der Einwohner von Ouarzazate und der unmittelbaren Umgebung sowie deren Familien existieren allein durch diese Filmindustrie, da sie bei der Produktion oft für die authentische Komparserie sorgen.
Sonstiges
Liste der zum Weltkulturerbe gehörenden Stätten in Marokko
Nationalfeiertag ist der 30. Juli (Thronbesteigung des Königs).
Weblinks
- Historische und aktuelle Beziehungen zwischen Marokko und den Vereinigten Staaten von Amerika (auf Englisch)
- Morocco, aus dem CIA World Factbook (auf Englisch).
- Städte in Marokko in lateinischer und arabischer Schrift.
- Webseite der marokkanischen Botschaft in Deutschland
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Marokko
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Generalüberholung
hallo, Das Bildungssystem ist (nach der Reform) zwar noch dreistufig, aber auf sechs Jahre Grundschulausbildung (nicht fünf)danach folgen in der Sekundarausbildung eine dreijährige(nicht vierjährige) Unterstufe und eine dreijährige Oberstufe. was die Universitäten betrifft sie befinden sich nicht nur in rabat, casa, oujda,Marrakesch und Fes, sondern in vielen anderen Städte (Meknes, Tetouan, Eljadida, Agadir...) Vielleicht wäre besser wenn es "etc." am ende des satzes steht. kann jemand bitte diese Änderungen eintragen. Vielen DankIch habe mich mal an eine Generalüberholung gemacht und dabei Einiges, was auf der Diskussionsseite steht, berücksichtigt. Gruß!
- danke dir dafür,
- aber welche quellen hast du denn benutzt ? eine arbeitslosigkeit von 10 % widerspricht eklatant den zahlen im world fact book, das wir ja immerhin unten als externen link anführen.
- bei den zahlen der lesekundigen hast du wahrscheinlich analphabeten und lesekundigen verwechselt.
- die bedeutung der haschischproduktion kannst du nicht einfach rausnehmen, dazu gibt es hier einen eigenen disk-punkt.
- und die westsahara wurde in zählungen bisher noch nie einbezogen, dann sollten wir das auch seinlassen.
- danke und gruss --3ecken1elfer 10:43, 2. Jul 2006 (CEST)
Hallo! Laut Fischer Weltalmanach lag die Arbeitslosenquote 2004 im Durchschnitt bei 10,8 %. Die Alphabetisierung (!) srate stammt aus selbiger Quelle: 63 % Männer und 38 % Frauen im Jahre 2002. Das ergibt im Umkehrschluß die Analphabetenrate. Ebenso ist die Westsahara in selbiger Quelle bei Marokko untergeordnet. Da Marokko dort faktisch seit Langem die Herrschaft ausübt, sollte der Marokkoartikel dem auch gerecht werden. Daß Wikipedia zu der Frage eine neutrale Stellung einnimt, beweisen ja auch die Existenz eines eigenen Westsahara-Links und die Karte. Deutschland erkennt die Westsahara zumindest NICHT an! Die Haschischproduktion habe ich einfach mal der Landwirtschaft zugeschlagen, aber ich ändere es gerne auch wieder. Viele Grüße!
- jo, den fehler mit den analphabeten habe ich gemacht, sorry.
- bitte aber in der zeile zusammenfassung und quellen den weltalmanach als quelle angeben. die änderungen sehen zwar nicht so aus, als ob da jemand wild rumfantasiert, aber eine änderung in der grössenordnung ohne quellenangabe kann ohne angabe von gründen rückgängig gemacht werden, und du hast dir ja schliesslich ganz schön mühe gemacht.
- und ich gehe davon aus, dass du nicht 1:1 abschreibst, das wäre nämlich eine urv :-)
- die geschichte mit der westsahara wird ja im artikel m.e. ausführlich beschrieben, tatsache ist, dass die vorige formulierung neutraler ist und nur relativ selten jemand daran herumpfuscht.
- schönen gruss --3ecken1elfer 14:54, 2. Jul 2006 (CEST)
also bei aller liebe, aber unter einbezug der west-sahara hat marokko eine grenze mit mauretanien....
wir schreiben auch nicht : würde deutschland noch irgendwelche verlorenen ostgebiete hinzurechnen, ginge seine ostgrenze bis nach schlesien pommern könichsberch oder was weiss ich wohin. das ganze am besten noch vorgetragen mit selbstverständlicher nonchalance.
ich weiss selber, dass der vergleich ganz erbärmlich hinkt , aber die änderung sehe ich als veschlechterung an. natürlich wird die westsahara nur von ein paar staaten anerkannt, aber das eigentum marokkos an der westsahara nur von marokko , soviel ich weiss. wir sollten in der einleitung schon stehen haben, dass die geschichte umstritten ist, und nicht, dass unter bestimmten umständen die grenze anders verliefe. danke und gruss--3ecken1elfer 10:00, 3. Jul 2006 (CEST)
- Der Vergleich hinkt in der Tat ganz erheblich... Mir ging es darum, mit einer Neuerung einen Kompromiß zu finden: Einerseits werden Daten der Westsahara auch bei Marokko mitbehandelt, andererseits gibt es eine separate Westsahara-Page. Als Spanien die Westsahara verließ entstand ein Vakuum, in das Marokko und Mauretanien eingriffen. Diesen Vorgang nennt man völkerrechtlich Okkupation. Über die Jahre hinweg hat Marokko dort ein de-facto-Regime geschaffen und sich das Gebiet quasi "ersessen". Das ist völkerrechtlich zwar nicht ganz koscher, aber nicht so verwerflich, wie eine Annexion (Kuwait durch den Irak). Deshalb bin auch ich gegebenenfalls für eine neue Karte, die sich am Maßstab des Auswärtigen Amtes richtet, wie unten gefordert. Wohlgemerkt: Das ist meine völkerrechtliche Beurteilung, keine moralische!
hallo ip mit dem fischer-weltalmanach, bist du´s ?
sei doch so nett und unterschreib mit vier tilden, danke. ich denke, wir beiden kriegen uns nicht darüber in die haare. hat aber den guten grund, dass keiner eine politische meinung durchdrücken will.
bin absolut deiner meinung, es sollte die realität abgebildet werden unabhängig von moralischer position.
ich würde allerdings den ersten absatz so stehen lassen wie er jetzt steht. kurze begründung:
ein satz wie: wenn man die westsahara als dem marokkanischen staatsgebiet zugehörig betrachtet oder ähnliches , impliziert eben, dass man diese sichtweise genauso übernehmen könnte. und das fände ich nicht in ordnung, weil marokko halt wirklich der einzige staat der welt ist, der diese sichtweise hat. und das soll hier auch seinen platz haben, aber eben als minderheitenvotum und nicht an prominenter stelle.
mal ein vorschlag: schau dir mal die seite in der französischen wikipedia an [LINK], die haben zwei karten drin, eine "offizielle" und die obere mit den beanspruchten/okkupierten gebieten. in der englischen[LINK] version werden bei "regions" sogar drei parallel angezeigt ( und sogar gemeinfrei, bei den franzosen bin ich mir nicht sicher)
hätte ich nicht zwei linke hände, hätte ich die beiden karten schon längst in den deutschen artikel eingebunden.
aber danke, dass du meine änderung nicht gleich rückgängig gemacht hat.
schönen gruss --3ecken1elfer 15:10, 3. Jul 2006 (CEST) Hallo, wer kann mir Angaben machen, wie hoch das monatliche Durchschnittseinkommen (oder auch Monatseinkommen) von einzelnen Berufsgruppen) in Marokko ist? H.Schmidt aus Bremen
Zur Wirtschaft Marokkos
Ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor Marokkos ist zweifelsohne der hier nicht erwähnte Cannabisanbau und die Haschischherstellungen. Mindestens 15.000 Tonnen Jahresproduktion, Ärger mit den anderen Staaten deswegen, usw. Das sollte integriert werden.- Habe ich getan. Quelle: http://www.guardian.co.uk/i... $$$ 12:42, 3. Jan 2006 (CET)
Hallo! ich hab da mal ne frage!! 16% BIP durch Landwirdschaft, 39% durch Verarbeitung, bau, usw.. ud 53% durch dienstleistung? da wären wir schon bei 102%! da passt doch was nicht oder :)
Als Monarchie sollte Marokkos Staatsoberhaupt der König sein, der Ministerpräsident dagegen nur Regierungschef. Joerch
Natuerlich ist der Koenig das Staatsoberhaupt, und zwar das absolute. Zudem ist er auch noch das religioese Oberhaupt. --Rfboell 02:51, 26. Feb 2004 (CET)
Schade eigentlich dass ein diktatorisches System hier nicht so nennen darf, von wegen "neutraler Standpunkt" usw. blabla...sei ruhig du vogel
Eine Enzyklopaedie soll Wissen vermitteln, vermittelt hier aber bekannt falsche Informationen.--Rfboell 22:02, 2. Mär 2004 (CET)
- Da bist Du wohl falsch informiert.
- Hier steht nichts falsches. Marokko ist eine Monarchie, und es gibt eine Verfassung. Also konstitutionelle Monarchie.
- NPOV hindert Dich nicht daran, im Artikel zu schreiben, dass ai die Menschenrechtslage in diesem Land kritisiert, dass der König laut Verfassung weitgehende Befugnisse hat usw.
- Sei mutig, und schreibe einen Abschnitt zur Politik dieses Staates.
- --Zenogantner 11:31, 4. Mär 2004 (CET)
- Marokko ist der demokratischste aller arabischen Staaten.
- Der Menschenrechtsbericht für Marokko des U.S. State Department aus dem Jahr 2004 zeigt ein recht gutes Gesamtbild der dortigen Lage. Von "diktatorischem System" kann schon lange nicht mehr die Rede sein. --213.146.115.42 15:06, 1. Mai 2005 (CEST)
Verteilung nach Religionen: In der Übersicht stimmen die Zahlen mit denen des CIA World Factbook überein. Im Artikel selbst steht aber, daß 0,6% Juden in Marokko leben (statt 0,2%). Widerspruch? Gibt's eine andere Quelle? --213.146.115.42 11:19, 14. Okt 2005 (CEST)
Zum Namen des Königs: Der jetztige König heisst Mohammed VI, nicht Muhammad VI. Sein Grossvater hiess Mohammed V. Dies steht so in deren Carnet d'Etat Civil. Die Schreibweise "Muhammad" ist nicht nur völlig falsch, sie ist in Marokko unüblich und äusserst selten anzutreffen. Der Artikel zu Mohammed VI trägt leider den falschen Namen im Titel. Falls jemand weiss wie's geht, bitte entsprechend umbenennen und darauf verweisende Links anpassen. --213.146.115.42 20:29, 5. Mai 2005 (CEST)
Der König heisst Mohamed VI, nicht Mohammed VI (mit ein m). --217.254.72.64 23:55, 3. Aug 2005 (CEST)
- Ja, stimmt. Mit nur einem 'm'. Danke für die Korrektur. --213.146.115.42 16:48, 17. Feb 2006 (CET)
[[ Wikipedia:Qualitätsoffensive/Themenabstimmung/Thema#Bebilderung von Artikeln]]
"Bilderkandidat" --Bummler 15:03, 10. Nov 2004 (CET)
Hallo, mehr Informationen auch unter www.maroczone.de. Viele Grüße ö
!! Karte / Artikel nicht neutral !!
Hallo,
Im Artikel steht u.a.:
"Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten."
Nur am Rande, die Lösung hängt nicht definitiv von einem Referendum ab. Auch eine politische Lösung, wie sie Marokko vorschlägt, könnte, wenn algerien beispielsweise akzeptieren würde, zur Beendigung des Konflikts führen. Das ist aber nicht Gegenstand der Diskussion in diesem Posting.
Wenn die Südgrenze umstritten ist, warum ist sie in der Karte im Artikel klargezogen? Die Karte zeigt Marokko ohne die Sahara. Dies ist jedoch nicht neutral, sondern entspricht einer bestimmten politischen Position. Die Kommentare in Textform helfen nicht. Ich finde diese Karte muss durch eine alternative ersetzt werden.
Wie kann dies geändert werden?
Es ist von grösster Bedeutung für diese Enzyklopädie, dass das Prinzip der absolut neutralen Informationsvermittlung bewahrt bleibt.
Danke
Anmerkung von Thomas: Ich war gerade in Marokko und in der dortigen Geschäftswelt werden solche Karten (ohne Westsahara) als Angriff auf Marokko gewertet. In der Realität des Landes gehört die Westsahara zu Marokko. Unser Streit in dieser Diskussionsrunde ist rein theoretisch und nicht objektive. Wir denken uns eine Grenze, die es in der Realität nicht gibt. Ich bin daher für eine neue Karte.
hallo thomas,
bitte mit vier tilden unterschreiben. die karte findest du so auf der seite des auswärtigen amts,
http://www.auswaertiges-amt...
daher sollten wir die dort drinlassen. schönen gruss 3ecken1elfer 15:14, 26. Mai 2006 (CEST)
Hallo Nutzer "3ecken1elfer",
da ich nur ein sporadischer Schreiber bin: könntest Du mir bitte erklären, wie ich die vier Tilden 194.138.39.140 19:03, 17. Jul 2006 (CEST) benutze? (Thomas 194.138.39.140 19:03, 17. Jul 2006 (CEST)??) Danke für Deine Unterstützung. >>> kurze Zeit später: ich glaube begriffen zu haben, wie es funktioniert Thomas 194.138.39.140 19:05, 17. Jul 2006 (CEST) Danke.
By the way, hast Du das letzte Mal den Satz mit OCP (Absatz Industrie) gelöscht, oder war es jemand anders? Normalerweise könnte ich noch viel mehr über OCP schreiben, wenn es nicht wieder gelöscht wird. Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.
Thomas 194.138.39.140 19:03, 17. Jul 2006 (CEST)
- hallo thomas,
- na klappt doch:-) , fein.
- ob ich opc gelöscht habe, müsste ich nachschauen, ist aber im moment irrelevant: ein verweis auf einen nichtexistierenden artikel finde ich unbefriedigend.
- andersrum: wenn dies die grösste firma marokkos ist, dann verdient sie einen eigenen artikel als ocp und sollte dann auch im artikel marokko erwähnung finden.
- also ist echte pionierarbeit gefordert, wenn du dich schon auskennst:
- vorschlag dazu: nimm dir ein ähnliches unternehmen, für das bereits ein artikel in der wikipedia existiert (phosphatabbau, oder ?) und orientiere dich beim aufbau daran.
- schreib den artikel und hinterlass hier oder auf meiner disk-seite eventuelle fragen, wenn du unterstützung brauchst.
- viel spass wünscht --3ecken1elfer 19:31, 17. Jul 2006 (CEST)
Menschenrechtslage in Marokko
Im Spiegel-Online-Newsletter war am 10. Oktober zu lesen:
"Nach ihrem gescheiterten Fluchtversuch in die spanische Exklave Melilla droht 400 Afrikanern ein grausamer Tod in der marokkanischen Wüste. Die marokkanischen Behörden hätten die Elendsflüchtlinge zusammengetrieben und ohne Wasser oder Nahrung in der Wüste ausgesetzt, berichtet die Organisation Ärzte ohne Grenzen."
Sollte da nicht ein Abschnitt "Menschenrechte" o. ä. zum Artikel hinzugefügt werden?
Marokko kann ja noch so pro-westlich und pro-europäisch sein, aber wenn das Obige stimmt, dann ist es mit den Menschenrechten nicht weit her.
Nach neuesten Informationen sollen die Flüchtlinge von Marokko via Flugzeuge in ihre Heimatländer ausgeflogen worden sein.
Wenn bei anderen Ländern auch ein Abschnitt "Menschenrechte" steht, warum nicht? Man könnte ja dann z.B. die Einschätzung Marokkos (und anderer Länder) durch ai, hrw, und dem US state department (Link dazu steht schon weiter oben) einfügen.
links
hallo Sven-steffen arndt, du hattest schonmal einen link von mir revertiert beim al-bashir. das war völlig korrekt und danke auch dafür - fehler von mir.
ich hab jetzt hier bei marokko die links rausgenommen, weil ich die zumindest grenzwertig finde: bei imurig (berberische musik) muss ich mich registrieren, um zur musik zu kommen - sollte raus
beim nächsten: linksammlung forum - kann man drüber reden, finde ich persönlich ohne mehrwert
bei der lateinisch-arabischen seite bin ich wohl zu schnell runtergescrollt,unten sind arabische, nicht marokko-spezifische begriffe übersetzt. -- sorry, sollte man drinlassen
und der unterste link ist der, den ich auf eine arabische seite setzen würde, wenn überhaupt. da wird afghanistan und die al-kuds moschee übersetzt. das hat gar keinen marokko bezug, ist übrigens vom selben menschen wie die darüber genannte.
kannst du nochmal nachschauen und die ohne marokko-bezug wieder rausnehmen ? danke und gruss 3ecken1elfer 13:35, 28. Apr 2006 (CEST)
habe die links jetzt nach drei tagen selber rausgenommen und den link auf die mineralien in marokko dazu. gehört ja wohl überhaupt nicht hier hin . 3ecken1elfer 17:05, 1. Mai 2006 (CEST)
Islam in Marokko - Frauen
weibliche Imane in Marroko werden inzwischen ausgebildet. Jedenfalls habe ich es in einem Artikel gelesen. Dummerweise kann ich dazu nix mehr finden. Sie sollen an der Hochschule ausgebildet werden und dann als Beraterinnen dienen, da das koranwissen, vieler Imane in den Dörfern, doch geringer sein soll, als man dachte. Wenn wer dazu vielleicht ein paar Quellen finden könnte. --134.147.116.96 15:23, 7. Jun 2006 (CEST)- Siehe zB diesen Artikel der Konrad-Adenauer-Stiftung. grüße, Hoch auf einem Baum 01:31, 27. Jun 2006 (CEST)
Eine Anmerkung zum folgenden Abschnitt Der Islam in Marokko ist durchaus liberaler als in anderen arabischen Staaten. Nicht mehr alle Frauen tragen ein Kopftuch oder Schleier. Besonders in den Städten kleiden sich immer mehr Frauen nach europäischen Vorbild betont modisch. Auch alleine Ausgehen ist für Frauen zumindest in den Städten kein Problem mehr. Die Ansichten über die Bekleidung der Frauen erscheint mir hier eher subjektiv. In anderen arabischen Ländern (Syrien, Libanon (durch die höhere Christenquote) evtl. auch Algerien) tragen auch nicht mehr alle Frauen diese Kopfbedeckung, und Alleine Ausgehen ist auch in diesen Ländern auch kein problem. Ich stimme zu, dass es da sicherlich Unterschiede zw. Großstädten und Dörfern geben könnte. Aber diesem Absatz fehlt evtl. eine statistische Belegbarkeit oder ähnliches, um es so belassen zu können.
@hoch auf einem baum: ich weiss nicht, woher die einschätzungen kommen und wieso die ip das geändert hat, aber die kürzere version scheint mir neutraler und enzyklopädischer zu sein. (frauen können auch alleine ausgehen....) setze das jetzt also mal zurück.
schönen gruss --3ecken1elfer 18:31, 26. Jun 2006 (CEST)
- Du findest es also OK, dass jemand eine inhaltliche Aussage ohne Belege signifikant ändert? Darf ich dich auf Wikipedia:Quellenangaben hinweisen?
- Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, ob der ursprüngliche Autor der (von dem anonymen Benutzer entfernten) Sätze
- Der Islam in Marokko ist durchaus liberaler als in anderen arabischen Staaten. Nicht mehr alle Frauen tragen ein Kopftuch oder Schleier. Besonders in den Städten kleiden sich immer mehr Frauen nach europäischem Vorbild betont modisch. Auch alleine Ausgehen ist für Frauen zumindest in den Städten kein Problem mehr.
- dafür Quellen angegeben hatte (oder selbst welche recherchiert). Es ist aber allgemein üblich, dass man den vorhandenen Artikelinhalt zumindest soweit respektiert, dass man eine kurze Begründung angibt, wenn man Teile davon löscht - deswegen mein Revert. Da du und der Diskussionbeitrag eins weiter oben Bedenken darlegen, stelle ich die Sätze jetzt nicht wieder her, aber ich bin schon der Ansicht, dass eine fundierte, NPOV-gemäße Darstellung dieses Themas nicht darin besteht, zu sagen (paraphrasiert) "Der Islam in Marokko ist halt so wie in den anderen islamischen Ländern", weil das so schön neutral klingt. Die von dir (bzw. 84.185.186.30) eingefügte Aussage
- Der Islam in Marokko ist im Vergleich zu anderen arabischen Ländern durchschnittlich liberal.
- entferne ich jedenfalls zunächst, bis du sie belegt hast. grüße, Hoch auf einem Baum 01:31, 27. Jun 2006 (CEST)
hallo,
danke für den hinweis auf die quellenangaben. habe mir mal die ursprüngliche einschätzung rausgesucht, das ist genausowenig belegt. [LINK] was viel übler ist, die zahlen stimmen nicht mit dem world fact book [LINK] überein. irgendwo unterwegs sind wohl die zahlen für juden und christen umgetauscht worden.
aber du sagst ganz zu recht, das ist nicht das thema. mir ging es ausschliesslich darum, einen absatz, der praktisch keine information enthält, durch eine gelungenere formulierung zu ersetzen.
nicht alle frauen tragen ein kopftuch - das trifft auf fast alle nordafrikanischen länder zu
alleine ausgehen ist in den städten kein problem mehr - das gilt ebenfalls für syrien, tunesien und noch ein paar andere länder
und natürlich gilt das nicht für saudi-arabien oder den jemen.
ich fand das eben überhaupt nicht enzyklopädisch und habe nicht die absicht, hier irgendetwas neutral klingen zu lassen.
im vergleich zu anderen ländern durchschnittlich liberal ist sogar richtig schlechtes deutsch, sehe ich gerade, aber selbst das gefiel mir besser als das vorher.
unter dem gesichtspunkte ist dein vorschlag wohl der beste.
schönen gruss --3ecken1elfer 02:45, 27. Jun 2006 (CEST)
- Hallo!
- Ich schließ mich 3ecken1elfer bei der Argumentation an. Ich fand den ursprünglichen Absatz relativ subjektiv und klischeebehaftet, und leider ohne Belege. Ich wollte smit etwas passenderes schreiben, und dabei das Schlagwort "liberal" beibehalten.
- Belegen kann ich es nur mit den Argumenten, die bereits von mir (z.B. höhere Christenquote im Vorderen Orient) und 3ecken1elfer kamen.
- Entschuldigt mein schlechtes Deutsch ;) aber vielleicht findet jemand einen besseren Ausdruck, wenn doch noch was hinzugefügt werden soll.
- Die 84erin vorstehender nicht signierter beitrag stammt von 139.18.144.87 3ecken1elfer 19:11, 3. Jul 2006 (CEST)
Literatur
Die Tatsache, dass es Hunderte von Büchern über Marokko gibt, rechtfertigt nicht, hier KEINE anzugeben. Ich sehe, dass da ein Experte, seine Ansicht undiskutiert schon mehrfach revertiert hat. Ich finde, Expertentum artikuliert sich in Vorschlägen für eine Auswahl von aktuellen, greifbaren, erschwinglichen etc. Büchern. Es gibt auch eine Menge von Artikeln im Internet zu entsprechenden Themen, soll deshalb auf Wikipedia verzichtet werden ? Ich denke hier sollte der Anspruch, wir machen es besser herrschen, und nicht lassen wir es besser sein ! Oder ? , der nicht Marokko-Experte G-Michel-Hürth 08:56, 10. Aug 2006 (CEST)
- hallo g-michel-hürth,
natürlich soll für den interessierten leser auch weiterführende literatur genannt werden. ich erlaube mir dazu folgende frage: hast du vor einstellen der liste dieses gelesen und beherzigt?
- Für Literaturangaben gilt in Wikipedia das Gleiche wie für Weblinks: Bitte vom Feinsten! Literaturhinweise sollen keine beliebige Auflistung von Büchern sein, die zufällig zum Thema passen, sondern sich auf die zentralen, in der Fachwelt maßgeblichen und richtungsweisenden Werke beschränken. Die Angaben sollten insoweit vollständig sein, als jeder daraus eine gezielte Suche danach in Katalogen oder im Web starten kann. Längere Literaturlisten sollten kommentiert sein, um dem Leser eine Orientierung zu ermöglichen.
- Deutschsprachige Literaturangaben sind grundsätzlich zu bevorzugen. Aufgenommen werden können auch hochwertige bibliographische Angaben in den für den Artikelgegenstand relevanten Wissenschaftssprachen bzw. in Fremdsprachen, die mit dem Thema des Artikels in direktem Zusammenhang stehen. Auf Veröffentlichungen in Sprachen, auf die dieses nicht zutrifft, sollte nur in sorgfältig begründeten Einzelfällen verwiesen werden, und zwar ausschließlich dann, wenn gleichwertige Literatur sonst nicht zur Verfügung steht...
- ich unterstelle dir lauterste absichten und handeln nach bestem wissen und gewissen, halte aber die von dir genannten bücher nicht für in der fachwelt massgebliche werke. darum meine unkommentierten reverts. solltest du anderer meinung sein, könntest du bitte zu jedem der vorgeschlagenen bücher zwei sätze hier auf der disk-seite schreiben ? wir könnten dann um die meinungen von echten experten bitten. vielen dank für dein verständis und deinen freundlichen ton. schönen gruss vom anderen nicht-marokko-experten --3ecken1elfer 17:53, 10. Aug 2006 (CEST)
- Ich habe nur die Literaturliste beim Artikel Taroudannt (Provinz) mit der von Marokko vergleichen wollen, und dort das Fehlen jeglicher Literatur- und damit Quellenangaben festgestellt. Da ich einige Angaben durchaus für seriös halte (KfW, Studienkreis etc) habe ich "besser als gar nichts" die Liste kopiert. Ich kenne nur noch sonst die Kunst-Reiseführer von Dumont (auch sehr seriös, ich hatte ihn vor 20 Jahren nach Agadir mit). der von Marokko in der Liste aber fehlt. Gruß, G-Michel-Hürth 13:28, 11. Aug 2006 (CEST)




