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Der Artikel Messerschmitt Bf 110 gehört zur Kategorie: Militärischer Flugzeugtyp, Flugzeugtyp des Zweiten Weltkrieges, Messerschmitt
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Messerschmitt Bf 110 Bildherkunft |
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Messerschmitt Bf 110 E Bildherkunft |
Die Messerschmitt Bf 110 war ein zweimotoriges, zweisitziges Militärflugzeug in Tiefdeckerauslegung und Ganzmetallbauweise der 1934 neugeschaffenen Gattung des Zerstörers, das im Auftrag der deutschen Luftwaffe unter Leitung von Willy Messerschmitt konstruiert und von der Firma Bayerische Flugzeugwerke AG produziert wurde. Der Erstflug des Typs erfolgte am 12. Mai 1936 mit der Bf 110 V1.
Die Typbezeichnung
Die vom Reichsluftfahrtministerium (RLM) für den neuen Zerstörer vergebene Typnummer lautete 110. Das für die Flugzeugbeschaffung zuständige Technische Amt des RLM kombinierte die Typnummer entsprechend seines offiziellen Bezeichnungssystems mit dem Kürzel des Herstellers Bayerische Flugzeugwerke AG zu Bf 110. Der Konstrukteur Willy Messerschmitt als Anteilseigner der Herstellerfirma gab dem Typ jedoch die seinem Namen entsprechende Typbezeichnung Me 110.Erst nachdem das RLM die Zusammenarbeit mit den Bayerischen Flugzeugwerken vorübergehend einstellte, übernahm auch der Hersteller die vom Technischen Amt geforderte Typbezeichnung.
Trotzdem wurde der Typ in der vom RLM herausgegebenen, offiziellen Propaganda-Illustrierten Der Adler sowie in den vom RLM genehmigten, zum Beispiel für den NSFK bestimmten Flugzeugerkennungsbüchern weiterhin Me 110 genannt. Auch in anderen Zeitschriften und im täglichen Sprachgebrauch der Luftwaffe war diese Bezeichnung üblich.
Da die Herstellerfirma zunächst die Bayerische Flugzeugwerke AG war, die 1938 dann in der Messerschmitt AG aufging, lautete die Bezeichnung des Technischen Amtes zunächst BFW Bf 110, dann - unter Beibehaltung des ursprünglichen Herstellerkürzels - Messerschmitt Bf 110.
Einsatz
Einsatz zu Kriegsbeginn
Aufgrund ihrer überlegenen Flugleistungen konnte sich die Bf 110 im Luftkrieg über Polen, Norwegen und Frankreich erfolgreich gegen die wendigeren einmotorigen Jäger der gegnerischen Luftwaffen behaupten.Auch im Vergleich zur Bf 109 der Luftwaffe war die Bf 110 zu Kriegsbeginn ein leistungsstarkes Muster, denn die eingesetzte Bf 110 C wurde bereits von den modernen DB 601-Motoren angetrieben, während die Bf 109 teils noch den schwächeren Junkers Jumo 210-Motor nutzten.
Die Luftschlacht um England
Als Begleitjäger in der Luftschlacht um England bewährte sich die Bf 110 jedoch nicht. Obwohl ihre Reichweite für ihren geplanten Haupteinsatzweck ausreichend war, waren ihre Flugleistungen inzwischen hinter denen der einmotorigen Feindjäger zurückgeblieben.Besonders im Vergleich zur schnellen Spitfire waren die Flugleistungen der Bf 110 nicht ausreichend, abhängig von der Flughöhe war aber auch die etwas langsamere Hurricane überlegen. Da sie als zweimotoriger schwerer Langstreckenjäger ausgelegt war, war die Wendigkeit der 110 zwangsläufig schlechter als die von einmotorigen Flugzeugen, sodass sie aus der defensiven Position, in die sie durch ihre unterlegene Leistung, aber auch durch die deutsche Taktik, Nahbegleitschutz für die Bomberformationen zu fliegen, gedrängt worden war, nicht erfolgreich kämpfen konnte. Auch die aus einem einzelnen MG 15 bestehende Abwehrbewaffnung konnte diese Nachteile nicht wettmachen.
Einsatz als Jagdbomber
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Bf 110 G-4 - Beutemaschine mit RAF-Abzeichen, FuG 220/202; gut zu sehen sind die Flammvernichterrohre seitlich am Motor Bildherkunft |
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Bf 110 G-4 mit zusätzlichem Waffenbehälter und FuG 220/202 Bildherkunft |
1941 wurde das Muster in großer Zahl im Mittelmeerraum und in Russland vor allem als Jagdbomber und Erdkampfflugzeug eingesetzt; die Produktion wurde aber schon in Erwartung des Nachfolgers Me 210 heruntergefahren. Nachdem jedoch die Produktion der Me 210 aufgrund ihrer Mängel gestoppt wurde, stellten die für die Me 210 vorgesehenen Fertigungsstätten wieder die Bf 110 her.
Einsatz als Nachtjäger
Bis zum Kriegsende war die Bf 110 neben der Ju 88 der Standardnachtjäger. Die Nachtjägerversionen unterschieden sich vor allem durch den Einbau diverser Radaranlagen, die wiederum ein drittes Besatzungsmitglied, den Radarbeobachter, erforderlich machten. Zusammen mit der manchmal eingebauten Schrägen Musik herrschte anfangs im Cockpit der eigentlich zweisitzigen Maschine eine drangvolle Enge, was ab der Bf 110 F-4 kurzfristig durch eine leichte Verlängerung des Cockpits gelöst wurde. Das dritte Besatzungsmitglied wurde bald wieder aufgegeben.Bei Ausrüstung der Nachtjäger mit Flammdämpfern, die die Blendwirkung der Auspuffflammen für den Piloten verhindern sollten und die das Flugzeug nachts schwerer ausmachen ließen, traten anfangs Motorprobleme ungeklärter Ursache auf, die die Lebensdauer des damals verwendeten Motors vom Typ Daimler-Benz DB 601 F [3] auf 20 bis 50 Stunden reduzierten. Modifizierten Flammvernichter hoben die Lebensdauer dann wieder auf ein etwas normaleres Maß von ca 60 Stunden an. Die wichtigste Nachtjägervariante, die Bf 110 G-4, wurde mit dem stärkeren DB 605 B [4] ausgerüstet. Der ansonsten sehr zuverlässige Motor trat anfangs durch viele Motorbrände negativ in Erscheinung, dies führte fast das ganze Jahr 1943 hindurch zu einem Verbot der Maximalleistung. Auch war die Bf 110 ob der drangvollen Enge im Cockpit im Nachteil, weitere elektronische Ausrüstung wie das FuG 350 Naxos oder das FuG 227 Flensburg konnten nicht mitgeführt werden mangels Platz für die Bedienelemente und Anzeigen.
Einsatz als Schleppflugzeug
In Dreiergespannen diente die Bf 110 auch als Schleppflugzeug für den Lastensegler Me 321 “Gigant“. Dieses Troika-Verfahren barg jedoch erhebliche Gefahren in der Startphase. Zum Beispiel konnte ein Triebwerksausfall bei einem der Schleppflugzeuge in der Startphase zum Absturz des Gespanns führen. Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, wurde die He 111 Z als einzelnes fünfmotoriges Schleppflugzeug konstruiert und später die Me 321 durch Einbau von sechs Gnome-Rhône-Motoren zu der Me 323 weiterentwickelt.Bewertung
Als "Zerstörer" konzipiert, erfüllte die Bf 110 nicht alle Erwartungen, die an einen solchen Mehrzwecktyp gelegt worden waren. Insbesondere als schwerer Langstreckenjäger war die Bf 110 ein Fehlschlag, da der vorhandene Heckschütze und die durchaus beeindruckende Vorwärtsbewaffnung die mangelnde Wendigkeit nicht ausgleichen konnte und das Flugzeug im klassischen Kurvenkampf ("Dogfight") den wendigen einmotorigen Kurzstreckenjägern deutlich unterlegen war.In der ursprünglich nicht vorgesehenen Rolle des Nachtjägers, die sich erst durch die Entwicklung von Bordradars egab, war die Bf 110 hingegen erfolgreich. Da die von Messerschmitt entwickelten Nachfolgetypen (Me 210 und Me 410) auf den Tageinsatz als Zerstörer und sturzkampffähiger Schnellbomber ausgelegt waren, eigneten sie sich nicht als Ersatz für die Bf 110 in der Rolle des Nachtjägers, so dass die Bf 110 bis Anfang 1945 in Produktion blieb.
Als die Produktion in den ersten Wochen des Jahres 1945 auslief, waren von der Bf 110 nahezu 5.800 Stück - davon 3.028 Tagjäger, 2.240 Nachtjäger und 492 Aufklärer - gebaut worden.
Technische Daten
Bf 110 C-4 (1940/1941)
- Einsatzzweck: Zerstörer/Langstreckenbegleitjäger
- Besatzung: 2 Mann
- Spannweite: 16,29 m
- Länge: 12,11 m
- Höhe: 3,51 m
- Tragfläche: 38,36 m²
- Tragflächenbelastung: 176 kg/m²
- Motoren: zwei Daimler-Benz DB 601 B-1 [1] mit je 1.020 PS in 4.500 m Höhe, Startleistung 990 PS
- Flugmasse: 6.750 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 560 km/h
- Gipfelhöhe: 10.000 m
- Steigfähigkeit: ca. 11 m/s
- Reichweite: 1.300 km
- Bewaffnung: Vier 7,92 mm-MG 17 und zwei 20 mm-MG FF/M in der Nase, ein bewegliches 7,92 mm-MG 15 im Kanzelheck
Bf 110 G-2 (ab 1943)
- Einsatzzweck: Zerstörer/Langstreckenbegleitjäger
- Besatzung: 2 Mann
- Spannweite: 16,25 m
- Länge: 12,1 m
- Höhe: 3,5 m
- Motoren: zwei Daimler-Benz DB 605 B-1 mit je 1.475 PS Startleistung
- Höchstgeschwindigkeit (unbewaffnet in 7.000 m Höhe): 633 km/h
- Bewaffnung: Zwei 30 mm-MK 108 im Rumpfbug oben, darunter zwei 20 mm MG 151, ein bewegliches 7,92-mm-Zwillings-MG MG 81 Z im Kanzelheck, optional unter dem Rumpf zwei weitere MG 151, eine 3,7-cm-Flak 18 oder unter den Tragflächen 21-cm-Werfer (Luft-Luft-Raketen).
Bf 110 G-4 (1943-1945)
- Einsatzzweck: Nachtjäger
- Besatzung: 2 Mann
- Spannweite: 16,29 m
- Länge: 12,68 m
- Höhe: 3,98 m
- Tragfläche: 38,36 m²
- Tragflächenbelastung: 244 kg/m²
- Triebwerk: zwei Daimler-Benz DB 605 B [4] mit je 1.475 PS Startleistung
- Flugmasse: 9.800 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 585 km/h (mit Radar ca. 550 km/h)
- Gipfelhöhe: 8.000 m
- Steigfähigkeit: ca. 11 m/s
- Reichweite: 850 km (ohne die Zweimal-300-Liter-Zusatztanks)
- Bewaffnung:
- Vier 7,92-mm-MG 17 und zwei 20-mm-MG 151/20 in der Nase, ein bewegliches 7,92-mm-Zwillings-MG MG 81 Z im Kanzelheck.
- Optional Waffenbehälter WB 151Z unter dem Rumpf mit zwei zusätzlichen 20-mm-MG 151/20
- Optional Ersatz der vier oben in der Nase liegenden MG 17 durch zwei 30-mm-Kanonen MK 108
- Optional/später Serie Einbau von zwei MG FF/M im hinteren Cockpit, 72 Grad nach vorne oben feuernd (Schräge Musik)
- Typische Bewaffnung 1944: zwei MK 108 und zwei MG 151/20 in der Nase, zwei MG FF/M als Schräge Musik und das MG 81 Z
- Radar (Aktiv):
- Frühe Versionen ohne Radar oder mit Infrarotsichtgerät "Spanner"
- FuG 202 Lichtenstein B/C (ab Ende 1942)
- FuG 220 Lichtenstein SN-2 mit FuG 202 für den Nahbereich (ab Ende 1943) - FuG 220 alleine ab ca. Mitte 1944
Andere Versionen
- Bf 110 C-4/B: Jagdbomber für 500 kg Bombenlast, später umgerüstet und umbenannt in C-7
- Bf 110 C-5: Aufklärer, DB 601 P
- Bf 110 C-7: Umbennennung der C-4/B nach Umrüstung auf Motoren vom Typ DB 601 P [2], Bombenlast bis 1.000 kg
- Bf 110 D-Serie: Zerstörer/Jagdbomber für extreme Reichweiten, basierend auf der C-Serie - sehr oft in Norwegen eingesetzt
- Bf 110 E-Serie: basierend auf der C-Serie, fast nur Jagdbomber, Bombenlast bis zu 1.200 kg, DB 601 B,Ba und P
- Bf 110 F-Serie: fast nur Jagdbomber analog zur E-Serie, bessere Panzerung und höhere Masse, mit der F-4 erster richtiger Nachtjäger, DB 601 F [3]
- Bf 110 G-2: Zerstörer, Jagdbomber oder Schnellbomber, variable Waffenausstattung, bis zu 1.000 kg Bomben, DB 605 B
- [1] Der DB 601 B-1 ist eine Abwandlung des DB 601 A-1 mit geänderter Propelleruntersetzung, die nur für eine Minute zugelassene Maximalleistung ist 1.100 PS, die normale Startleistung 990 PS. Alternativ wurde auch der 1.045 PS (maximal 1.175 PS) leistende DB 601 Ba verwendet (Abwandlung des DB 601 Aa mit geänderter Propelleruntersetzung).
- [2] Der DB 601 P ist eine Abwandlung des DB 601 N mit geänderter Propelleruntersetzung. Startleistung 1.020PS
- [3] Der DB 601 F ist eine Abwandlung des DB 601 E mit geänderter Propelleruntersetzung. Startleistung 1.350 PS (bis Ende 1941/Anfang 1942 auf ca 1.200 PS limitiert)
- [4] Der DB 605 B ist eine Abwandlung des DB 605 A mit geänderter Propelleruntersetzung. Startleistung 1.475 PS (bis Mitte 1943 auf 1.310 PS limitiert)
Literatur
- J. L. Campbell, Me 110 Zerstörer in Action. Friedberg 1977.
- K. Kaus, Zwei Messerschmitt 110 - Zeugen des Luftkrieges über dem Burgenland. In: Karl Kaus, Burgenland. Archäologie und Landeskunde, Opera selecta. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland (WAB) 114, 2006, S. 263 - 266. ISBN 3-85405-153-0
- H. Mankau und P. Petrick, Messerschmidt Bf 110, Me 210, Me 410. Die Messerschmitt-Zerstörer und ihre Konkurrenten. 2001. ISBN 3-925505-62-8
- H. Nauroth und W. Held, Messerschmitt Bf110-Zerstörer an allen fronten 1939-1945. Stuttgart 1978.
- T. Wood - B. Gunston, Hitlers Luftwaffe. New York - London, 1977.
Siehe auch
Weblinks
- Lexikon der Wehrmacht
- Luftarchiv.de
- Luftwaffe Resource Group
- Lemairesoft
- Es gibt noch 2 erhaltene Flugzeuge. Seit 2005 steht eine in im Deutschen Technikmuseum Berlin. Hier die Medieninfo als PDF
Diskussion der Autoren über den Artikel: Messerschmitt Bf 110
==Zerstörer=Mehrzweckflugzeug==
...es mag ein mehrzweckflugzeug GEWESEN sein (wie letztlich die meisten), wurde aber sicher nicht als solcher ENTWORFEN.
- Kahlfin, Dein Arbeitsstil, Sachen, die Dir nicht gefallen, kommentarlos überzubügeln, auch wenn Du nicht den Hauch eines Beleges hast, ist mir schon länger negativ aufgefallen. Nimm Dich bitte mal ein bißchen zurück und
- integriere die Beiträge anderer, statt sie zu ignorieren, und
- mach Dich schlau, bevor Du einen Edit-War anfängst.
- Jetzt bringe ich hier mal Fakten, auch wenn das eigentlich Deine Pflicht gewesen wäre:
- Die Anforderungen an den "Mehrzweckkampfzerstörer" wurden vom Technischen Amt im RLM festgelegt. Ich zitiere Hermann/Petrick ("Focke-Wulf Fw 187"):
- "Bei der damaligen Auftragsvergabe des Kampfzerstörers fand ein eigentlicher direkter Wettbewerb wie bei der Standardjäger-Ausschreibung nicht statt. Dem RLM schwebte zunächst eine Flugzeugkonstruktion vor, die zweimotorig war und über eine starke Abwehrbewaffnung verfügen sollte. Die Kampfzerstörer sollten als Mehrzweckflugzeug sowohl als Bomber, Bomberbegleitschutz sowie als Bomberbekämpfungsflugzeug eingesetzt werden können. Aber sie mußten auch als Aufklärer und Nahunterstützungsflugzeug einsatzbar sein. [...]"
- "Sehr bald wurde aber klar, daß diese geforderte Waffengattung zu schwer ausfiel und militärisch zu unbeweglich war. [...] Das RLM ließ die Idee des schweren Kampfzerstörers wieder fallen und forderte jetzt einen leichten, zweisitzigen Zerstörer mit entsprechend hoher Geschwindigkeit. Die Bayerischen Flugzeugwerke, die zunächst wenig Erfolgsaussichten mit ihrem Entwurf der leichten Messerschmitt Bf 110 für die ursprüngliche Ausschreibung hatten, gingen erfolgreich und quasi konkurrenzlos aus dieser Situation hervor. Die Fw 57 und die Hs 124 waren damit aus dem Rennen."
- GANZ SICHER wurde die Bf 110 als Mehrzweckflugzeug entworfen. Sie taugte sicher besser zum schweren Jäger als die Fw 57 und die Hs 124, die mit 3 Mann Besatzung und schwerer Abwehrbewaffnung eher an Bomber erinnerten, aber entworfen wurde die Bf 110 für die Mehrzweckkampfzerstörer-Spezifikation, bei der "schwerer Jäger" nur eine von mehreren Aufgaben war.
- Da Dir der Artikel ja sehr am Herzen zu liegen scheint, überlasse ich es erstmal Dir, diese Informationen in geeigneter Form einzubringen. Wenn Du noch Fragen hast, frag einfach - ich helfe Dir gern. --HoHun 21:51, 21. Nov 2004 (CET)
- ...also, ich lese das so: es wurde zuerst ein kampfzerstörer verlangt, das auch als mehrzweckflugzeug eingesetzt werden konnte; diese anforderung konnte aber nicht erfüllt werden. ich kann sonst nirgendwo etwas von einem mehrzweckflugzeug lesen; ich habe auch sonst nirgendwo von einer gattung »mehrzweckflugzeug« gelesen (einsatzzweck vielleicht). so betrachtet, kann man fast jedes muster als mehrzweckflugzeug bezeichnen. ach ja, und komplette absätze einfach zu löschen, ist auch nicht die feine englische. ----Kahlfin 22:11, 21. Nov 2004 (CET)
- Kahlfin, wenn Du selbst kommentarlos löscht, mußt Du damit umgehen können, daß man Deine Absätze genauso kommentarlos löscht. Ich gehe nur selten so vor - wenn Du das nicht magst, brauchst Du in Zukunft nur ein paar hilfreiche Stichworte in die Kommentarfelder zu tippen, das wirkt Wunder.
- Und Dein "also, ich lese das so" ist nicht gut genug - wenn Du nichts über das Thema gelesen hast, solltest Du Deine Meinung nicht über die von Historikern wie Hermann und Petrick stellen, die sich intensiv mit der Frage beschäftigt haben. Hermann und Petrick sagen, die Bf 110 wurde für eine Spezifikation für ein Mehrzweckflugzeug entwickelt, und Du gibst selbst zu, daß sie als Mehrzweckflugzeug eingesetzt wurde.
- Wenn Du jetzt behauptest, sie wäre ausschließlich als schwerer Jäger entworfen worden, ist das kein Problem - Du brauchst bloß ein Buch zu finden, daß diese Behauptung unterstützt, und wir können das als gleichberechtigte Expertenmeinung in den Artikel aufnehmen.
- Da sehe ich aber nicht viel Hoffnung - die Bf 110 war längst im Serienbau, als Göring den Schwerpunkt der Verwendung auf Jäger-Rolle legte - das geschah mit einem vom 20.09.1938 datierenden Befehl an Udet, der ihn an Milch weiterleitete (David Irving, "Die Tragödie der deutschen Luftwaffe").
- Die Behauptung, daß die Bf 110 von Anfang an als schwerer Jäger konstruiert wurde, ist also kaum haltbar, und solange Du keine Belege bringst, ist das ohnehin nur Deine persönliche Meinung, die in einem NPOV-Artikel nichts zu suchen hat, schon gar nicht, wenn Du andere Meinungen einfach löschst. --HoHun 23:10, 21. Nov 2004 (CET)
Was soll eigentlich der Quark mit dem Hin und Her ?
Kann man nicht einfach schreiben das die Me 110 als Mehrzweckflugzeug konzipiert wurde d.h Langstreckenjäger/Zerstörer und Schnellbomber/Jagdbomber ?
Außerdem - was soll der Unsinn mit den Flammdämpfern und der 20-Std Lebensdauer ?
Die DB605A oder genauer DB605B (605A mit anderer Untersetzung) wurden erst ab der G-Serie eingesetzt da die stärker waren und die vorherigen DB601 nicht mehr gebaut wurden .
Die Me 110 wurde ab 1944 zu großen Teilen von den 210/410 (Zerstörer/Bomberkiller) und auch von Fw 190F/G (Jagdbomber/Schlachtflieger) abgelöst so daß fast nur noch der Nachtjäger übrigblieb .Denniss 22:39, 22. Nov 2004 (CET)
- Denniss, ich sehe es genauso, daß die Me 110 als Mehrzweckflugzeug konzipiert wurde :-)
- Der ursprüngliche Definitionssatz, den Kahlfin ohne Begründung aus dem Artikel gelöscht hat: "Die Messerschmitt Bf 110 wurde von Messerschmitt als zweimotoriger, zweisitziger Zerstörer, d. h. als Mehrzweckflugzeug mit Eignung zum schweren Jagdflugzeug, konzipiert." --HoHun 23:35, 22. Nov 2004 (CET)
Flammendämpfer
Darf man fragen woher der Unsinn mit den Flammdämpfern kommt ?
-> Bitte Quelle angeben !
Jeder Nachtjägerpilot mit Selbstmordabsichten entfernt die Flammdämpfer damit ihn die feindlichen Nachtjäger noch einfacher finden können denn die Flammen aus den Auspuffrohren sind mehrere 100 Meter zu sehen. Außerdem sind die Nachtjäger dann vom Heckschützen des eigentlich zu jagenden Bombers gut zu erkennen. Denniss 17:10, 8. Dez 2004 (CET)
- Du hast recht, es ist offenkundiger Unsinn. Pilot und Bordschütze würden nachts von den Auspuffflammen geblendet werden und blind durch die Gegend fliegen, aber gleichzeitig ein prächtiges Ziel für jeden Feind darstellen. Ich nehme den Satz sofort aus dem Artikel. --HoHun 20:54, 8. Dez 2004 (CET)
Tach auch, mir ist aufgefallen, daß bei dem ganzen hin und her um den Artikel etliche Fakten zu kurz kommen. Es fehlen zum Beispiel Erstflugs- und Einsatzdaten , gebaute Stückzahlen, Betreiber (woher soll ein Unkundiger wissen, daß das ein deutscher Typ war?) und an welchen Fronten der Typ eingesetzt wurde. Das ist doch erstmal wichtiger als irgendwelche Flammdämpfer-Diskussionen. Frohe Weihnachten wünscht Billyhill 12:13, 18. Dez 2004 (CET)
- du hast völlig recht - und ich habe auch schon etwas dagegen unternommen...----Kahlfin 14:07, 18. Dez 2004 (CET)
- Bitte nicht nur Stückzahlen sondern auch Herstllerwerke erwähnen (wurde viel in der Gothaer Waggonfabrik in Lizenz gebaut) Frohes Fest Hegen 00:19, 19. Dez 2004 (CET)
- ja, dann erwähn es doch - du weisst doch, wie man artikel ändert, oder?---Kahlfin 00:34, 19. Dez 2004 (CET)
Edit-War - Lösungsvorschlag
Ich habe wegen des laufenden Edit-Wars gerade einen Antrag auf Vandalensperrung gestellt.
Es wäre mir aber lieber, wenn Ihr hier konstruktiv mitarbeiten würdet, Eure Quellen nennt und für Eure Änderungswünsche argumentiert. Wenn Eure Argumente gut sind, bin ich durchaus bereit, mich überzeugen zu lassen. --HoHun 00:28, 21. Aug 2005 (CEST)
- Hallo, HoHun, fangen wir doch erst einmal beim Einfachsten an: Schreibweise - Bf 110 C-4 u.s.w., DB 601 A u.s.w. mit Leerzeichen sind offiziell richtig - willst Du das bestreiten?
- Bisher völlig verschwiegen wurden die BFW, oder willst Du die leugnen! - welch großartiger Artikel, den Du da so beharrlich hochgehalten hast.
- Und du schreibst, ...schlecht recherchierte Version von HerBert.... Worauf bezieht sich denn Deine Kritik?
- Ich habe den Text nur zu einem kleinen Teil verändert bzw. ergänzt - viel mehr wäre nötig! - gerade der Anfang war völlig unbrauchbar - was soll den der Adler hier? Zeitungen waren Öffentlichkeit - mein unter (5) geschriebender Zusatz gibt klar Auskunft über den allgemeinen Sprachgebrauch. Zudem gibt er Auskunft über die Umwandlung der BFW in die Messerschmitt AG 1938 und die damit verbundene Kürzeländerung in Me. So, nun bist Du dran - bin ich ja mal gespannt! --HerBert 01:43, 21. Aug 2005 (CEST)
Du beschreibst nur die Theorie des vom RLMs angewandten Systems. In der Praxis hat Messerschmitt selbst aber die Bf 110 so lange beharrlich und gegen den Willen des RLM als "Me 110" bezeichnet, bis das RLM seine Sachbearbeiter angewiesen hat, alle Schreiben von Messerschmitt, in denen von der "Me 110" gesprochen wird, unbearbeitet zurückzuschicken. Das ist der im Artikel angesprochene "Zwang" - wenn das RLM als einziger großer Kunde Messerschmitts die Firma ignoriert (und Rechnungen nicht mehr bezahlt), muß auch ein Professor Messerschmitt einknicken. Die ursprünglich verwendete Bezeichnung "Me" war nicht "umgangssprachlich", sondern die offizielle BFW-Werksbezeichnung, die auch in der Geschäftskorrespondenz verwendet wurde (sonst hätte das RLM kaum so massiv reagiert). Auch Der Adler war nicht irgendeine öffentliche Zeitung in einem Staat mit freier Presse, sondern eine offizielle Propaganda-Publikation des RLMs. In der Propaganda wurde im Dritten Reich nichts dem Zufall überlassen - die Benennung "Me 110" in der Propaganda war mit Sicherheit offiziell vorgeschrieben und keineswegs "Umgangssprache". (Mankau/Petrick "Schwere Jäger und Zerstörer", "Der Adler", Mayer/Tokoi). Wenn Du BFW ergänzen möchtest, bin ich damit einverstanden, solange die von mir angesprochenen Punkte ebenfalls drinbleiben.
Deine Änderungen am Abschnitt über Taktik sind nicht haltbar. Wie in Zerstörer (Flugzeug) dargestellt war die Bf 110 nicht als "zweimotoriger Langstreckenjäger" konzipiert, sondern als Mehrzweckflugzeug großer Reichweite. Taktisch entscheidend war allein der Leistungsvorsprung der Bf 110, den sie Anfang des Krieges gegenüber den wendigen einmotorigen Jägern mit hoher Steigleistung und guter Beschleunigung noch hatte, in der Luftschlacht um England aber nicht mehr. Die "hohe Geschwindigkeit", die Du erwähnst, gab es im Vergleich zur Hurricane und vor allem zur Spitfire schon nicht mehr. Der Einsatz der Bf 110 als Nahbegleitschutz, den Du gestrichen hast, hat ebenfalls zur Niederlage der Zerstörer-Einheiten beigetragen und sollte erwähnt werden. Das Auftreten "in geringer Stückzahl" ist vielleicht für die Gesamtstärke der Luftwaffen richtig, verschleiert aber, daß im Einsatz stark schwankende Kräfteverhältnisse, bei denen auch die Luftwaffe in der Unterzahl sein konnte, normal sind. Vor allem täuscht es einen Unterschied zur Luftschlacht um England vor, den es nicht gab - die RAF ist aufgrund von Dowdings Anweisungen oft nur in relativ geringer Zahl aufgestiegen und befand sich der Luftwaffe gegenüber deutlich in der Unterzahl.
Die Leerzeichen sind nicht der Grund für meinen Revert gewesen, sondern die beiden oben aufgeführten Abschnitte. Wenn Du die Formatkorrekturen einzeln einfügst, werde ich nicht widersprechen! --HoHun 02:43, 21. Aug 2005 (CEST)
- Hallo, habe den Artikel eben gesperrt. Sagt bitte einem Admin Bescheid, falls ihr zu einer Einigung gekommen seid. Gruß Darkone (¿!) 07:58, 21. Aug 2005 (CEST)
Danke sehr! Wir melden uns dann :-) --HoHun 10:54, 21. Aug 2005 (CEST)
- Zwar kann ich Deinen Ausführungen folgen, doch Fakt ist schlicht und einfach, dass die 110 im Luftkampf mit modernen Einmot-Jägern insgesamt den Kürzeren zog - genau wie später Lockheeds P-38. Ob da wenige RAF-Jäger oder viele auftauchten, spielt hier nicht die Rolle. In der BofB probierten auch die Briten verschiedene Taktiken aus - egal wie, die Bf 110 blieb unbrauchbar, die Bomber zu schützen.
- Über Frankreich herrschten andere Verhältnisse - die Armée de l'Air war sehr schlecht organisiert, die über Frankreich ausgefochtenen Luftkämpfe sind insgesamt nicht mit denen über GB vergleichbar. Auch die M.S.406, Hawk 75A und besonders die D.520 hätte den Bf 110-Besatzungen weitaus heftiger zusetzen können, wenn, wenn, wenn........
- In einem kurzen Lexikontext geht es doch um das Wesentliche! Ob Messerschmitt mit dem RLM Streitigkeiten hatte oder nicht, hat nur indirekt mit dem Flugzeug zu tun - sowas gehört in eine Randbemerkung - mehr aber auch nicht. Was ich dort geschrieben habe ist in diesem Rahmen vollkommen ausreichend, informativ und richtig. Wer Näheres dazu wissen möchte sollte weiter nachschlagen. Natürlich war der Adler ein geleitetes Organ des RLM, was aber doch die Öffentlichkeit zu lesen bekam. Und es gab genügend andere Zeitschriften, die auch Me 110 schrieben! Umgangssprache ist, wie die meisten Leute etwas benennen - die siegreichen Vögel wurden logischerweise nach Messerschmitts Namen, Me, genannt. Schau mal in Flugbücher rein - Bf 109 u.s.w. ist da zu lesen. Schau in persönliche Notizen - Me wirst Du da meist finden. Die Streitereien um die Bezeichnung scheinen Dir wichtiger zu sein, als Informationen über Erstflugdatum und die BFW - sehr seltsam. Ich weiß nicht, wie wir da zusammenkommen können - ich finde meine Änderungen sinnvoll und richtig. Vor allem auch hinsichtlich eines Lexikontextes. --HerBert 22:11, 22. Aug 2005 (CEST)
Über das Ergbnis der Luftkämpfe sind wir uns schon einig. "Egal wie" würde ich aber auf keinen Fall sagen - da ist gerade in einem Lexikon Präzision gefordert. Mangel an Manövrierfähigkeit ist kein echtes Problem, solange man den Vorteil der besseren Leistungsfähigkeit hält - und den hatte die Bf 110 zu Anfang des Krieges, aber in der Luftschlacht um England nicht mehr.
Wenn man die Geschichte der Bezeichnung überhaupt bringt, dann sollte man nicht nur die Perspektive des Technischen Amtes im RLM bringen. Messerschmitt hatte seine eigenen Perspektive, und die Geschichte ist nur vollständig, wenn man beide Seiten bringt. Du hast mehr Details zur Perspektive des RLMs gebracht, und ich würde es gut finden, wenn wir diese Details zusätzlich in den Artikel bringen könnten.
Auch die Informationen über Erstflugdatum würde ich gern wieder im Artikel sehen. Es sind wirklich nur die beiden Punkte "Willy M. gegen das (gespaltene?) RLM" und "Taktische Einschätzung", bei denen ich nicht mit Deinen Änderungen einverstanden war.
Leider ist der Artikel wegen Kahlfins kindischem Benehmen gesperrt, aber ich würde anbieten, daß wir auf einer Unterseite der Diskussion eine Arbeitsfassung dieses Artikels erstellen, die wir dann zu einer Fassung entwickeln, die uns beiden zusagt :-) Zum Glück ist die Wikipedia ja kein Papierlexikon: Wir können an Stellen, wo es uns nötig erscheint, auch mal ein bißchen ausführlicher werden.
Wollen wir so weiter vorgehen? --HoHun 22:56, 22. Aug 2005 (CEST)
- Können wir machen. --HerBert 23:53, 22. Aug 2005 (CEST)
- OK! Ich fange mal hier an: Diskussion:Messerschmitt Bf 110/Entwurf. Eines habe ich schon gesehen: Ich würde vorschlagen, in der Kategorie ausschließlich die Bezeichnung "Bf 110" zu verwenden. Das paßt besser in die Gesamtsystematik. --HoHun 00:30, 23. Aug 2005 (CEST)
Unter - Neu - habe ich die ersten Neufassungen geschrieben. --HerBert 04:52, 24. Aug 2005 (CEST)
- Ich frage wegen der Möglichkeit der Typbezeichnung "BFW Bf 110" mal bei http://www.luftwaffe-expert... an. Die Bezeichnung scheint logisch korrekt, vielleicht weiß einer der Experten, ob sie tatsächlich verwendet wurde. --HoHun 17:08, 3. Sep 2005 (CEST)
Staffelabzeichen
Das von mir entfernte Bild mag Fans von Wehrmachts-Memorabilien erfreut haben, steuerte aber wohl keine relevanten Informationen bei. Es hätte auch von der Customized-Motorhaube eines tiefergelegten Golf II stammen können. Between the lines 21:25, 7. Jun 2006 (CEST)
Die Löschung dieses Bildes ist OK. Allerdings haben auch Golf II-Fahrer ihren Stolz und würden keinen dermaßen hässlichen Dackel auf ihrer Motorhaube anbringen.
zu ungenau
Insbesondere als schwerer Langstreckenjäger war die Bf 110 ein Fehlschlag, weil sie leistungsmäßig nicht mit den einmotorigen Kurzstreckenjägern, auf die sie bei Begleiteinsätzen traf, mithalten konnte.
Mir gefällt die Aussage leistungsmäßig nicht mithalten konnte so nicht, da dies zu ungenau ist. Der Durchschnittsmensch verbindet mit "leistungsmäßig" tendenziell den Aspekt Geschwindigkeit. Und zumindest 1939 - 1940 war das nicht zwingend das Hauptproblem der Me 110. Ich glaube sogar mich erinnern zu können, daß die Me 110 im Zeitraum 1939 -1940 sogar noch schneller war als die britische Hurrikan. Das Hauptproblem der Me 110 war meines Erachtens der größere Wendekreis, den dieses zwei-motorige Flugzeug im Vergleich zu einem einmotorigem Jäger hatte. Dementpsrechend konnte sich nach einigem "herumgekurve" der einmotorige Feindjäger hinter die Me 110 setzen und diese oftmals abschiessen.
Rainer E. 22:28, 5. Jul 2006 (CEST)
- Wendigkeit/Kurvenkampf, Beschleunigung (aufgrund der hohen Masse trotz der Bf 109 vergleichbaren Triebwerke) und die schlechte Abwehrbewaffnung nach Hinten waren wohl die größten Probleme der Bf 110. Mit Geschwindigkeit hatte sie anfangs eher wenig Probleme. --Denniss 23:12, 5. Jul 2006 (CEST)





