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Minirechner

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Der Artikel Minirechner gehört zur Kategorie: IT-Architektur
Minirechner (engl. minicomputer) ist eine Bezeichnung für eine Klasse von Computern. Der Begriff entstand Ende der 1960er Jahre, als die ersten 'kleinen' Computer gebaut wurden. Klein bedeutete damals, dass der Rechner nicht mehr Säle füllte, sondern nur noch aus einem oder mehreren Schränken bestand. Manche Minicomputer waren auch so klein, dass man sie auch auf einen stabilen Schreibtisch hätte stellen können.

Vom technischen Aspekt her sind Minicomputer der zweiten und dritten Rechnergeneration zuzuordnen.

Um eine kleinere und preislich günstigere Variante zu den Großrechnern zu schaffen, entwickelte die amerikanische Firma Digital Equipment Corporation (DEC) in den 1960er Jahren den PDP-1. Dieser erste Minirechner hatte in etwa die Größe eines Schrankes.

Am 22. März 1965 wurde in New York der sehr viel kleinere PDP-8 vorgestellt. Er kostete zirka 16.000 Dollar, und lief mit einer Taktfrequenz von 1 Megahertz.

Ab 1970 gesellte sich die PDP-11-Familie hinzu.

Die erste PDP8-Reihe war vollständig mit diskreter Halbleitertechnik aufgebaut (2. Generation). Die erste PDP11 baute bereits auf Integrierten Schaltkreisen auf. Beide Rechnerfamilien wurden mehrmals erweitert und auch in neueren Technologien reimplementiert. Es existieren PDP8- und PDP11-Mikroprozessoren. Deswegen kann gesagt werden, dass die letzten Modelle der PDPs keine wirklichen Minicomputer mehr waren.

Benutzt wurde die PDP-Reihe vor allem in Hochschulen, sowie größeren Unternehmen und Behörden, die nun endlich die Möglichkeit sahen, Rechnertechnik in Forschung, Lehre und sonstige Tätigkeiten zu integrieren.

In den 1980er Jahren wurden die Minicomputer von den auf Mikroprozessor-Technologie aufbauenden Maschinen der 4. Generation verdrängt, was zu erheblichen Einbußen bei den jeweiligen Herstellern führte. Man nahm nicht an, dass private Anwender Personal Computer im großen Umfang nutzen würden. Doch es kam anders, und besonders DEC und IBM verschliefen diese Entwicklung, worauf Gewinneinbrüche von bis zu mehreren Milliarden Dollar keine Seltenheit waren.

Bis zum Anfang der 1990er Jahre musste der Markt umstrukturiert werden. Viele Firmen wie Philips, Nixdorf, Data General und Wang orientierten sich neu oder verschwanden komplett.

Auswahl an Minirechnern

Siehe auch: Superminicomputer


Diskussion der Autoren über den Artikel: Minirechner


Ach, eigentlich ist doch der Begriff "minicomputer" aus den 60er Jahren, als DEC und co. anfingen Rechner zu bauen, die nicht gleich ganze Räume füllten. Minicomputer sind m.E. Computer der zweiten (Transistor) und dritten (simple ICs) Generation. Außerdem läßt sich der Begriff ohne Weiteres auch auf noch für die Mikrocomputer anwenden, die nur Reimplementierungen älterer Systeme sind. So z.B. bei der PDP8, die es am Anfang aus Transistoren und später aus einfachen ICs gab. Und irgendwann auch als single chip Lösung.....

Windows 2000 als Minicomputer-Betriebssystem

Zitat: "Das genutzte Betriebssystem ist meistens vom Hersteller festgelegt (wie OS/400 von IBM), aber auch UNIX oder Windows 2000 kommen häufig zum Einsatz."

Die Aussage bezüglich Windows 2000 ist schlichtweg falsch.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Minirechner und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).