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Der Artikel Mittelalter gehört zur Kategorie: Mittelalter, Zeitalter
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Romanische St. Michaeliskirche in Hildesheim Bildherkunft |
Der Begriff Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit, die christliche und antike sowie keltische, germanische und slawische Entwicklungen zusammenführt.
Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache. Daneben ist die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild kennzeichnend für diese Epoche. Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform des Mittelalters ist der Feudalismus.
Geschichte des Begriffs „Mittelalter“
Das christliche Mittelalter sah sich selbst noch nicht als ein „Mittelalter“, sondern verstand sich heilsgeschichtlich als eine im Glauben allen anderen Zeitaltern überlegene „aetas christiana“ (christliches Zeitalter), die mit der Geburt Christi begann und erst mit dem Jüngsten Tag enden sollte. Während die voraufgegangenen Weltalter der Heilsgeschichte gemäß der Lehre von den drei, vier oder sechs Weltaltern („aetates mundi“) noch weiter unterteilt wurden, gab es für die interne Periodisierung der „aetas christiana“ kein fest etabliertes Epochenschema, sondern lediglich Ansätze wie die Lehre von den sieben Perioden der Kirche (abgeleitet aus der Johannesapokalypse) oder die von Joachim von Fiore begründete Einteilung in eine Zeit des „Sohnes“ (von der Geburt Christi bis etwa 1260) und eine darauffolgende Zeit des „Geistes“.
Die Vorstellung, dass auch innerhalb der „aetas christiana“ geschichtliche Entwicklung im Sinne von Fortschritt oder Verfall stattfinden könnte, war dem christlichen Mittelalter dabei keineswegs fremd, war aus der Sicht der römischen Kirche jedoch prekär, weil diese einerseits eine Weiterentwicklung oder Überbietung der christlichen Lehre seit der Zeit des Evangeliums und der Kirchenväter nicht zulassen oder zugeben und andererseits auch die eigene Entwicklung nicht unter dem Gesichtspunkt des Verfalls betrachten lassen wollte. Soweit sich entsprechende Geschichtsvorstellungen mit kirchenkritischen Reformkonzepten und eschatologischen Berechnungen der Endzeit verbanden, wurden sie deshalb, wie die Lehre Joachims und seiner Nachfolger, von der römischen Kirche bekämpft.
In der politischen, dabei gleichfalls heilsgeschichtlich ausgerichteten Geschichtsbetrachtung traten Periodisierungsvorstellungen besonders in Form der Lehre von der Translatio imperii auf, wonach die römische Kaiserwürde zunächst auf die oströmischen Kaiser von Byzanz, dann in der renovatio imperii Karls des Großen auf die Franken und schließlich mit der Kaiserkrönung Ottos des Großen auf die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches übertragen wurde. Die Translatio-Lehre war mit der christlichen Weltalterlehre im Ansatz vereinbar, da sie die Vorzugsstellung und dogmatische Einheit der „aetas christiana“ nicht in Frage stellte und ihr Konfliktpotential stattdessen in der Beziehung zwischen Papst und Kaisertum lag. Ein Periodensystem für die Geschichtsschreibung zur christlichen Epoche ergab sich jedoch aus dieser Vorstellung nicht.
Der Begriff Mittelalter wurde in der Form „medium aevum“ (mittleres Zeitalter) erstmals im 14. Jahrhundert von italienischen Humanisten eingeführt, die damit dann in den beiden folgenden Jahrhunderten zugleich auch das Verständnis der eigenen Epoche als Epoche der Wiedergeburt (Renaissance) begründeten. In der humanistischen Geschichtsbetrachtung wurde der christliche Glaube nicht in seiner allgemeinen Verbindlichkeit, sondern in seiner Gültigkeit als Maßstab für die Bewertung der weltgeschichtlichen Entwicklung entthronisiert und durch ein profangeschichtliches, nicht mehr primär von Theologen, sondern von Dichtern und Philologen konstruiertes Ideal der griechisch-römischen Antike ersetzt. Aus humanistischer Sicht war das Mittelalter ein dunkles Zeitalter („aetas obscura“), eine Epoche des Zerfalls und des Niedergangs, in der der sprachliche, literarische, technologische und zivilisatorische Entwicklungsstand der griechisch-römischen Antike bedingt durch den Einfall germanischer Völker und das dadurch herbeigeführte Ende des Weströmischen Reiches verloren ging, um erst in der eigenen Zeit durch die Wiederentdeckung antiker Quellen und die Wiederbelebung antiker Stilnormen zum Gegenstand der Nachahmung („imitatio“) oder sogar Überbietung („aemulatio“) zu werden.
Der Begriff des Mittelalters hat sich in der Folgezeit dann als Epochenbegriff mit tendenziell abwertender Bedeutung etabliert, wobei die Epochengrenzen meist einerseits mit dem Ende des Weströmischen Reiches im Jahr 476 und andererseits mit der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 durch die Osmanen angesetzt wurde, letzteres speziell im Hinblick darauf, dass byzantinische Gelehrte bei ihrer Flucht in den Westen wichtige griechische Handschriften mitbrachten, die dem lateinischen Mittelalter unbekannt geblieben oder nur durch arabische Übersetzungen bekannt geworden waren.
Eine dezidiert positive Neubewertung, zum Teil verbunden mit nostalgischer Verklärung und mit dem Bedürfnis nach Bestimmung der eigenen christlichen oder nationalen Wurzeln und Identität, kam erst in der Zeit der ausgehenden Aufklärung und besonders dann in der Romantik auf und war seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts ein wesentlicher Antrieb für die verstärkte philologische und historische Beschäftigung mit dem Mittelalter. In der modernen Forschung werden die originären Leistungen des Mittelalters und dessen eigene Kontinuation antiker Überlieferung nicht mehr wertend an der humanistischen Elle antiker „Größe“ gemessen, sofern Fortschritt, Verfall oder Wiedergeburt überhaupt noch als geeignete Kategorien wissenschaftlicher Geschichtsforschung angesehen werden, und an die Stelle nationalistischer tritt häufig eine europäisch ausgerichtete Rückbesinnung, die die Geburt Europas im Mittelalter (Jacques Le Goff) betont.
Mit dem humanistischen Begriff der „aetas obscura“ verwandt, aber in der Bedeutung abweichend ist der besonders in der englischsprachigen Geschichts- und Frühgeschichtsforschung etablierte Begriff der Dunklen Jahrhunderte (Dark Ages), worunter allgemein Perioden fehlender oder in der Forschung noch nicht aufgearbeiteter schriftlicher bzw. archäologischer Überlieferung, meist als Zwischenphasen gegenüber voraufgegangenen, vergleichsweise besser dokumentierten Perioden verstanden werden. In der Geschichte Englands zum Beispiel bezeichnet man so speziell den Zeitraum nach dem Ende der römischen Besatzung bis etwa zur Zeit König Alfreds von Wessex, also die Zeit der Einwanderung der Angeln, Sachsen und Jüten.
Umgangssprachlich werden heute Denk- oder Verhaltensweisen oder ganze Kulturen als „mittelalterlich“ bezeichnet, um ihnen einen besondere Rückständigkeit und Mangel an Aufklärung und Humanität zuzuschreiben.
Zeitliche Einordnung
Die Bezeichnung „Mittelalter“ bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation, denn der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet. Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis etwa 1500 ein. Wesentlich genauer sind jedoch folgende Merkmale:
Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderung (375-568) bzw. vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. (Bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Ende der Antike und Spätantike.)
Die Datierungen sind nicht immer einheitlich, es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund, kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion ab 632 als Beginn sehen. Ebenso gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450), die Eroberung von Konstantinopel 1453, die Entdeckung Amerikas 1492 oder auch der Beginn der Reformation (1517). Fokussiert man einzelne Länder, so kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So endete die Antike am Rhein oder in Britannien aufgrund der dortigen Entwicklungen während der Völkerwanderung sicher früher als etwa in Syrien. Auf der anderen Seite war zum Beispiel zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England noch vom Mittelalter spricht.
Untergliederung des Mittelalters
Seit dem 19. Jahrhundert ist es im deutschsprachigen Raum üblich, das Mittelalter grob in drei Phasen zu gliedern:
- Frühmittelalter (Mitte 6. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert)
- Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250)
- Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500)
Frühmittelalter
Hauptartikel: Frühmittelalter
Die Völkerwanderung wird von der Forschung als Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter angesehen und der Spätantike zugerechnet. Mit dem Ende der Völkerwanderung beginnt das Frühmittelalter.
Im Frühmittelalter fanden viele einschneidende Entwicklungen statt. So wird Europa bis etwa 600 weitgehend christianisiert, hauptsächlich durch die Tätigkeit irischer Missionare. Etwa um 500 beginnt unter König Chlodwig, der mit seinem Volk geschlossen zum Christentum übergetreten war, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, das sehr bald auf den Überresten des Weströmischen Reiches und der Reiche der anderen germanischen Völker seine Vorherrschaft in West- und Mitteleuropa begründet. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt die Krönung Karls des Großen zum römischen Kaiser durch den Papst an Weihnachten des Jahres 800 dar. Nach seinem Tod 814 zerfällt das fränkische Reich allmählich. Aus seiner westlichen Hälfte entsteht das spätere Frankreich, während sich aus der Osthälfte später das „Heilige Römische Reich deutscher Nation“ entwickelt. Daneben erhält der Papst durch die sogenannte Pippinische Schenkung 754 neben seiner geistlichen auch nun auch weltliche Macht, was in Zukunft des Öfteren zu Spannungen zwischen den Königen und dem Papst führen sollte.
Ebenfalls in diese Zeit fallen die Einfälle der Wikinger sowie der Magyaren zwischen 800 und 1100 bzw. 900 und 950. Zusammen mit der Eroberung Nordafrikas und eines Großteils der iberischen Halbinsel von ca. 650 bis 720 durch die Moslems bewirken sie die Auslöschung der letzten spätantiken Strukturen – sofern sie noch vorhanden waren – und setzen eine Entwicklung in Gang, die die Bauern im Frankenreich ihrer Freiheit beraubt und die staatliche Autorität zersplittert, da die Verteidigung der einzelnen Gebiete den dortigen Grundherren auferlegt wurde. Dies führt letztendlich zum Entstehen des feudalistischen Wirtschaftssystems. Die britischen Inseln und Nordfrankreich haben am meisten unter den Angriffen der Wikinger zu leiden, wobei die Angreifer in Britannien einige Königreiche errichten, aus denen später England entsteht.
Wirtschaftlich stellt das Frühmittelalter hauptsächlich eine Zeit der Naturalwirtschaft dar, wobei besonders das System der Grundherrschaft herauszustellen ist. Wesentliche Kulturträger sind das Byzantinische Reich, die Klöster, insbesondere die des Benediktinerordens, sowie die Gelehrten des arabisch-muslimischen Kulturkreises. Vor allem durch letztere kann ein wesentlicher Teil der antiken Literatur und Wissenschaften bewahrt werden.
Hochmittelalter
Hauptartikel: Hochmittelalter
Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Man kann diese Ära auch als Zeitalter der Wiedererstarkung Europas bezeichnen, denn die europäischen Staaten entwickeln seit etwa 900 immer mehr Macht. Die Bevölkerung beginnt zu wachsen, Handwerk und Handel werden gefördert und auch die Bildung ist nun nicht länger ausschließlich ein Privileg des Klerus.
In diese Epoche fallen als wahrscheinlich bekanntestes Ereignis die Kreuzzüge, in denen sich der massive Einfluss der seit 1054 gespaltenen Kirche zeigt (siehe hierzu auch Morgenländisches Schisma). Während der Kreuzzüge ziehen immer wieder Heere aus West- und Mitteleuropa in den Nahen Osten um die Stätten des neuen Testamentes von den Moslems zu „befreien“, doch gelingt es den Europäern nicht, sich dauerhaft dort festzusetzen. Später treten die einstmals religiösen Ziele der Kreuzzüge oftmals zugunsten von Machtgelüsten oder Profitgier in den Hintergrund.
Im Laufe der Kreuzzüge entwickelt sich auch ein Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten profitieren. Mit dem Handel, der dort die Geldwirtschaft an Bedeutung gewinnen lässt und so zum Entstehen einer frühen Form des Kapitalismus führt, finden auch neue oder wiederentdeckte Ideen nach Europa, so wird zum Beispiel Aristoteles zur wichtigsten nicht-christlichen Autorität innerhalb der Scholastik. Vor allem in Mitteleuropa entsteht das Zunftwesen, das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge in den Städten stark prägt.
Es ist auch die Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit, welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Die wichtigsten Orden des Hochmittelalters sind neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner. Allerdings werden viele Menschen durch die neuen Ideen aus dem Orient beeinflusst und gründen neue christliche Sekten wie die Bogomilen oder die Katharer, die jedoch von der katholischen Kirche als ketzerisch angesehen werden und deshalb ausgelöscht werden.
In Nord- und Osteuropa hatten sich im Zuge der fortschreitenden Christianisierung neue Königreiche wie England, Norwegen, Dänemark, Polen, Ungarn und Böhmen gebildet. Ebenso entstanden noch weiter im Osten unter dem Einfluss der Wikinger und orthodoxer Missionare aus dem byzantinischen Reich weitere Staaten wie das Kiewer Reich. Während Byzanz durch den vierten Kreuzzug im Jahre 1204 eine entscheidende Schwächung seiner Macht erfährt, wird das Reich der Kiewer Rus im Zuge des Mongolensturms 1223 zerstört; weitere osteuropäische Staaten (vor allem Polen und Ungarn) entgehen nur knapp dem Untergang. Daneben beginnen ab 1000 die nach der islamischen Eroberung verbliebenen christlichen Staaten der iberischen Halbinsel mit der sogenannten Reconquista, also der Rückeroberung des späteren Staatsgebietes von Spanien und Portugal von den Mauren.
Spätmittelalter
Hauptartikel: Spätmittelalter' '
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Original-Doppelseite aus dem Reiner Musterbuch, Anfang 13. Jh., seit 16. Jh. in der Österreichischen Nationalbibliothek Bildherkunft |
Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. Während das Byzantinische Reich nach der Eroberung Konstantinopels 1204 während des Vierten Kreuzzuges langsam aber sicher seinem Untergang entgegengeht, gewinnen die christlichen Staaten auf der iberischen Halbinsel nach dem Sieg bei Las Navas de Tolosa im Jahre 1212 immer weiter an Boden.
Dennoch erlebt Europa ab etwa 1300 eine tiefgreifende Krise: Im Jahre 1291 fällt Akkon, die letzte Festung der Kreuzfahrer im Nahen Osten, die Autorität des Papstes schwindet im Zuge von Intrigen und dem sogenannten Abendländischen Schisma. Die schlimmste Katastrophe in der sogenannten Krise des 14. Jahrhunderts stellt jedoch die Pest, der „Schwarze Tod“, dar, die ab 1347 von Südrussland kommend die Länder Europas verheert und fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung das Leben kostet. Die Entvölkerung führt zu Aufständen und einem Wandel der Sozialstrukturen, die das Rittertum zugunsten des Bürgertums schwächen und in der katholischen Kirche einige Reformbewegungen auslösen.
Etwa zur gleichen Zeit wie die Entvölkerung beginnt aufgrund von Erbstreitigkeiten um die französische Krone der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England. Von 1340 bis etwa 1420 behalten die Engländer die Oberhand, bis Jeanne d'Arc, heute als die Jungfrau von Orleans bekannt, den Franzosen wieder Kampfesmut einflößt und ihnen bei Orleans zum Sieg verhilft. Obwohl sie schon 1431 von den Engländern zum Tode verurteilt wird, kann Frankreich den Krieg 1453 siegreich beenden, in demselben Jahr, in dem Konstantinopel an die osmanischen Türken fällt und in Deutschland der Buchdruck erfunden wird.
Kunst und Wissenschaften befinden sich im Spätmittelalter im Aufbruch. Die Gründung der ersten Universitäten, vor allem in Italien, verhilft den Wissenschaften und der Philosophie zu einem neuen Aufschwung, denn sie verbreiten die Lehren antiker Gelehrter und ebnen so den Boden für die Epoche der Renaissance. Auch Künstler erkennen neue Möglichkeiten: Die bisher auf kirchliche Motive beschränkte Malerei wird nun auf andere Bereiche ausgeweitet, auch die Dreidimensionalität wird von den Malern entdeckt. Außerdem lehnt sich die Architektur infolge der Renaissancebewegung wieder an alte römische und griechische Vorbilder an.
Auch die Wirtschaft erlebt trotz dem Massensterben der Pest eine Blüte. Hier wären vor allem wieder die italienischen Stadtstaaten zu nennen, aber auch der in der Nord- und Ostsee entstehende Städtebund der Hanse. Die Hanse bewirkt durch den schwunghaften Handel eine weitere Besiedelung Nord- und vor allem Osteuropas durch hauptsächlich deutsche Kolonisten (siehe hierzu den Artikel Ostkolonisation). Durch die Handelskontakte entstehen daneben in Russland eine Reihe neuer Fürstentümer, die nach und nach das mongolische Joch abschütteln. Aus dem mächtigsten von ihnen, dem Fürstentum Moskau, wird sich später das russische Zarenreich entwickeln.
Ende des Mittelalters
Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, oder auch den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle rund um die Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert anzusiedeln. Im selben Zeitraum könnte man das Ende des Mittelalters in Deutschland auch mit der Reichsreform als dem verfassungrechtlichen Ende des klassischen Feudalismus lokalisieren.
Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht nur eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, da mit dem Untergang des Byzantinischen Reiches das letzte lebendige Staatsgebilde der Antike unterging. Des weiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Handelswege erkundeten. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt; zumindest war es das erste Mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde.
Auf musikalischem Gebiet ist das Ende des Mittelalters am besten mit der Umstellung von Quint-Oktavklängen zu terzhaltigen Harmonien zu bestimmen. Die englischen Komponisten waren hier sehr früh (Anonymus 4 spricht bei dieser Entwicklung auf dem Kontinent sogar direkt von englischem Einfluss); vor allem Dunstable ist hier zu nennen. Ab ca. 1430 lässt sich dieser Wandel in Italien dingfest machen, wobei terzhaltige Klänge nicht sofort die reinen Intervalle als Ruhepole der Komposition ablösten und vor allem am Schluss einer Komposition das ganze 15. Jahrhundert hindurch noch der Klang ohne Terz bevorzugt wurde.
Trivia
In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ca. 1200 bis ca. 1600 als Mittelalter bezeichnet. Diese Epoche zeichnete sich durch eine starke Dominanz des Buddhismus und des Feudalismus aus.
Die kleine Körpergröße der Menschen im Mittelalter ist eine weit verbreitete, heute jedoch weitgehend widerlegte Annahme. Untersuchungen an Skeletten in den letzten Jahrzehnten haben ergeben, dass die durchschnittliche Körpergröße des mittelalterlichen Menschen vergleichbar ist mit der durchschnittlichen Größe der Menschen zu Beginn des 20. Jhd. Europa erlebte im Hochmittelalter eine ausgeprägte Wärmeperiode, im Süden Englands wurde Wein angebaut. Erst im 14., 15. Jhd. verschlechterte sich das Klima zur sogenannten „kleinen Eiszeit“, die damit verbundene Nahrungsumstellung und teilweise Mangelernährung wirkte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten auf die durchschnittliche Körpergröße aus.
Literatur
Wichtige Quellen sind im großen Umfang gesammelt in der Monumenta Germaniae Historica. Siehe auch die dt.-latein. Ausgaben der Freiherr-vom-Stein Gedächtnisausgabe (FSGA). Wichtige Quellen stellen u. a. neben der Geschichtsschreibung auch Constitutionen und andere Aktenquellen sowie Regesten dar.
Eine hervorragende Bibliographie findet sich hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Bonn) sowie hier (Uni. Tübingen; umfangreiche Liste mit Quellen- und Literaturangaben). Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters oder den Bibliographien der unten aufgeführten Werke verwiesen.
Nachschlagewerke und Handbücher
- The New Cambridge Medieval History, Cambridge 1995ff. Hervorragende und aktuelle Gesamtdarstellung; jeder Band bietet eine umfassende Bibliographie.
- Lexikon des Mittelalters, 9 Bde., Ausgabe des dtv-Verlags, München 2002 (in Hardcover München-Zürich 1980–1998). Grundlegendes Werk
Sekundärliteratur
- Hartmut Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters. Mehrere Neuauflagen, München 2001. Wohl die beste strukturelle Einführung ins Mittelalter, mit guten bibliographischen Angaben.
- Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter. Frankfurt am Main/Berlin 1988, ISBN 3-548-34004-0.
- Arno Borst: Barbaren, Ketzer und Artisten: Welten des Mittelalters. München 1988, ISBN 3-492-03152-8.
- Fischer Weltgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit. 4 Bände, ISBN 3596507324.
- Horst Fuhrmann: Einladung ins Mittelalter. Verlag C. H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-32052-X.
- Horst Fuhrmann: Überall ist Mittelalter: von der Gegenwart einer vergangenen Zeit. Verlag C. H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40518-5
- Friedrich Heer: Mittelalter. Von 1100 bis 1350. Kindlers Kulturgeschichte, Parkland-Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89340-060-5
- Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte. Siedler, Berlin 1987, ISBN 3886802795.
- Ernst Schubert: Alltag im Mittelalter – Natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, ISBN 15999-3
- Elisabeth Vavra (Hrsg.): Bild und Abbild vom Menschen im Mittelalter (= Schriftenreihe der Akademie Friesach, Band 6). Wieser Verlag, Klagenfurt 1999. ISBN 3-85129-269-3
Weblinks
- Virtuelle Bibliothek – Geschichte / Mittelalterliche Geschichte (Internet-Ressourcen der Erlanger Historikerseite)
- Historisches Seminar der Universität Tübingen, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte (zahlreiche Links und Materialsammlungen)
- Mittelalter – SUSAS Netzwerk für Wissensweitergabe – Ausführliche Texte und zahlreiche Erklärungen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Ereignisgeschichte
- Genealogie Mittelalter Mittelalterliche Genealogie im Deutschen Reich bis zum Ende der Staufer
- DER SPIEGEL: Wie die Erde zur Scheibe wurde – das Bild vom rückständigen Mittelalter als moderner Mythos
- Mittelalter-Presseschau und -Newsletter der Bremer Arbeitsgruppe Wissenschaft
Siehe auch
- Portal:Mittelalter
als:Mittelalter ast:Edá Media nds:Middelöller nds-nl:Middeleeuwn nrm:Mouoyen Âge scn:Mediuevu simple:Middle Ages
Diskussion der Autoren über den Artikel: Mittelalter
Link zum allemanischen Wikipedia
Könnte ein Admin den Link zum Allemanischen Wiki noch in diesen Artikel einbauen. Ist ja für Bearbeitung gesperrt.
wäre sehr nett.
-> als:Mittelalter
- Gemacht! Bin zwar kein Admin, aber der Artikel unterliegt ja nur einer Halbsperrung. KarlNapf 15:01, 15. Nov. 2006 (CET)
gesperrt
Wieso kann man die seite nicht mehr bearbeiten??? MFG Siekermann- geht wieder, war gesperrt. -- D 00:27, 24. Aug 2006 (CEST)
- Die Sperre hatte schon ihren Sinn, denn dieser Artikel wird sehr gerne von Schülern beschmiert und der Unfug steht dann manchmal einen halben Tag drinne. Herr Siekermann bitte melden sie sich an bei Wikipedia und nach 4 Tagen können Sie den Artikel problemlos bearbeiten, da er nur gegen anonyme Änderungen gesperrt ist. Gruß --Finanzer 00:36, 24. Aug 2006 (CEST)
ältere Diskussion
wie waere es mit einer zusatzunterteilung in frueh/hoch/spaet-m.a.? die unterschieden sich massiv voneinander: kulturell, wissenschaftlich, .... Kku 19:57, 5. Mär 2003 (CET)
Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit, welche christliche, antike und germanische (auch slawisch-keltische) Überlieferungen vereint.
- Wie kann das Mittelalter "antike Überlieferungen" "vereinen", wo es doch die Phase nach der Antike war?
- --Zenogantner 08:43, 13. Jan 2004 (CET)
- Es vereint das, was aus der Antike überkommen ist; das kann man durchaus so ausdrücken. Je nach Land sieht die Vereinigung bekanntlich unterschiedlich aus. --Keichwa 09:01, 13. Jan 2004 (CET)
Ich wollt mal besprechen, ob die Bezeichnung "Epochen des Mittelalters" nicht etwas eigenartig ist. Das Mittelalter ist ne Epoche, nicht die einzelnen Phasen. Sollte man da nicht vielleicht was ändern? --Karodde 11:46, 18. Apr 2004 (CEST)
Sollte man, meine ich. Und zwar gründlich. Oswald Spengler hat nicht viel Gescheites geschrieben, aber was er über Altertum, Mittelalter, Neuzeit zu Papier gebracht hat, kann man nicht einfach ignorieren. "Altertum - Mittelalter - Neuzeit: das ist das unglaubwürdig dürftige und sinnlose Schema, dessen unbedingte Herrschaft über unser geschichtliches Denken uns immer wieder gehindert hat, die eigentliche Stellung der kleinen Teilwelt, wie sie sich seit der deutschen Kaiserzeit auf dem Boden des westlichen Europa entfaltet, in ihrem Verhältnis zur Gesamtgeschichte (des höheren Menschentums - Ausklammerung von mir) nach ihrem Rang, ihrer Gestalt, ihrer Lebensdauer vor allem richtig aufzufassen. Es wird künftigen Kulturen kaum glaublich erscheinen, daß dieser Grundriß mit seinem einfältigen geradlinigen Ablauf, seinen unsinnigen Proportionen, der von Jahrhundert zu Jahrhundert unmöglicher wird und eine natürliche Eingliederung der neu in das Licht unseres historischen Bewusstseins tretenden Gebiete gar nicht zuläßt, gleichwohl in seiner Gültigkeit niemals ernstlich erschüttert wurde... Es beschränkt den Umfang der Geschichte, aber schlimmer ist, daß es auch ihren Schauplatz begrenzt. Hier bildet die Landschaft des westlichen Europa den ruhenden Pol (mathematisch gesprochen, einen singulären Punkt auf einer Kugeloberfläche) - man weiß nicht warum, wenn nicht dies der Grund ist, daß wir, die Urheber dieses Geschichtsbildes, gerade hier zu Hause sind - , um den sich Jahrtausende gewaltigster Geschichte und fernab gelagerte ungeheure Kulturen in aller Bescheidenheit drehen. Das ist ein Planetensystem von höchst eigenartiger Erfindung. ... Ihr verdankt man die uns längst zur Gewohnheit gewordene ungeheure optische Täuschung, wonach in der Ferne die Geschichte von Jahrtausenden wie die Chinas und Ägyptens episodenhaft zusammenschrumpft, während in der Nähe des eigenen Standortes, seit Luther und besonders seit Napoleon, die Jahrzehnte gespensterhaft anschwellen." So viel muss man/frau zur Kenntnis nehmen, wenn auch die Spenglersche Diktion hier und da seine indiskutable Weltanschauung durchschimmern lässt. Ernst zu nehmen ist seine weltgeschichtliche Perspektive, besonders in dieser weltumspannenden Enzyklopädie, statt weiter so zu tun, als existierte der Rest der Welt nur am Rande. --Yuren 07:34, 28. Mai 2004 (CEST)
mir gefällt diese zeitliche eingrenzung: "das mittelalter begann, als mit der ausbreitung des islam die europäischen staaten vom orient abgeschnitten wurden. es endete mit kolumbus, als die europäer ein neues tor in die welt öffneten."
Artikel vorerst gesperrt wegen editwar um linkliste ...
... zuvor revertiert auf die Version, die die umstrittenen links nicht mehr enthalten hatte (Version vom 17:42, 25. Mär 2005) - bitte hier in Ruhe einigen, welche links in den Artikel gehören. Gruß --Rax Rax 16:51, 28. Mär 2005 (CEST)
- Hallo Rax, endlich mal eine vernünftige Lösung dieses elenden Problems, aber du hättest die Seite auch sperren können, bevor du sie wieder änderst, insofern war dies nicht ganz anständig von dir. Aber ich bin froh, dass man hier in einer vernünftigen Diskussion endlich zu einer Einigung kommen kann.
Debauchery 20:12 (CET), 28.03.2005
- (nach Bearbeitungskonflikt) :
- also zunaechst mal ne Klarstellung :
- ich hab nichts mit igrndeinem der links zu tun (auch nicht mit dem Open Directory link, wie in der Versionsgeschichte einmal vermutet wurde).
- ich hab auch nicht zu diesem Artikel beigetragen.
- Das ist auch ein nachvollziehbares Argument, dem ich so nichts entgegensetzen kann und will. Ich habe da selbst mehrmals den Link zu Porta Praehistorica und ähnlichem rausgehauen, die hier mit Gewalt versuchen, ihre Seite zu publizieren (Google wäre da effektiver). Wäre schade, wenn man wegen diesen Leuten auf so wertvolle Links wie Tempus Vivit verzichten müsste. Und ich finde, damit die Liste nicht ins unendliche auswuchert, sollten bestimmte Links nach demokratischem Recht eingebaut werden und (diese Möglichkeit gibt es sicher), dann durch einen Administrator geschützt werden, dass diese weder entfernt noch ergänzt werden können. Dies wäre nicht ganz der Sinn von Wikipedia, aber ich glaube, sobald der Beitrag wieder geöffnet werden würde, würde der Edit-War wieder losgehen.
- Wie ich oben schrieb, kann ein so umfassender und großer Artikel wie "Mittelalter" ruhig 20 - 25 Links aufweisen.
- Desweiteren fände ich es äußerst sinnvoll, wenn man dieses Riesenthema, dass über 1.000 Jahre Menschheitsgeschichte auf drei Kontinenten umfasst, splitten würde. Mann kommt z. B. auf "Mittelalter" und findet dort interne Wikilinks zu "Frühmittelalter", "Hochmittelalter" und "Spätmittelalter", ggf. noch einige andere Unterkategorien. [[Benutzer:Debauchery|Debauchery] 21:06, 28. Mär 2005 (CET)
- Also welche links jetzt wirklich gut und vor allem wichtig sind, kann ich nicht beurteilen (allerdings faende ich eine demokratische Auswahl hier problematisch : ich wollte einen "Unwissenden" wie mich nicht in der Abstimmung haben ;-) ...). Aber mal (bewusst ohne die links mir mal naeher angesehen zu haben) grundsaetzlich : die links sollten halt Informationen ueber das Mittelalter an sich lieferen. Nicht ueber die Mittelalterszene, wie es sie heute gibt. Und nicht ueber das Mittelalter einzelner Staedte oder Regionen (das wuerde besser in die Geschichte derselbigen Staedte passen). Ob die links ueber das Leben (und z.B. das Kochen) im Mittelalter informieren : hmmmm, vielleicht.
- Und um mich zu verteidigen :-) ... so ganz verloren gingen die links ja nicht. Auf der Seite "Lebendiges Mittelalter" vom Open Directory ist Tempus Vivit aufgefuehrt (diese Kategorie scheint z.Zt. keinen Editor zu haben ... :-) ...).
- Dein zweiter Punkt : es gibt doch schon Artikel ueber die drei Phasen. Man sollte die links dazu vielleicht etwas prominenter gestalten. Nach dem jeweiligen Absatz vielleicht eine Zeile: "Siehe Hauptartikel: Hochmittelalter". Dabei wuerde ich uebrigens noch ein weiteres Kapitel "Ende des Mittelalters" zwischen den ersten und zweiten Absatz des Kapitels "Spaetmittelalter" einfuegen. Sig11 21:40, 28. Mär 2005 (CEST)
- Da hast du es auf den Punkt gebracht. Das Mittelalter wird nämlich nicht nur zeitlich unterschieden, sondern auch geografisch. Das Mittelalter von der Elbe nordwärts bis hoch zu Skandinavien war ein ganz anderes, als jenes im Zentrum und Süden Europas und wenn man im Allgemeinen vom Mittelalter redet/schreibt, dann bezieht sich dies meistens auf die "Hochburgen" im Süden und Zentrum. Daher finde ich es besonders wichtig, dass z. B. der Link zu meiner Seite "Mittelalter Lübeck" erscheint, denn er zeigt ein ganz anderes Mittelalter, nämlich jenes im Norden.
- Wenn man nun also sagen würde, dass man auf den ellenlagen, ziemlich allgemeingehaltenen Mittelalterartikel in dieser Form verzichten würde und einen kurzen Absatz stattdessen verfassen würde, darunter dann die internen Wiki-Links zu zeitlichen und geografischen Einteillungen des Mittelalters aufführen würde, darunter auch das Mittelalter in Nordeuropa, welches eine eigene, ganz besondere Geschichte hat, dann würde ich z. B. darauf verzichten, den Link zu Mittelalter Lübeck an dieser Stelle zu setzen. So erscheint er mir aber unbedingt notwendig, denn diese Region wurde in dem Text nicht berücksichtigt. Ich weiß, dass das viel Arbeit wäre, aber nur dann wäre der Artikel komplett, insofern der Link auf MA Lübeck entfernt bliebe.Debauchery 22:36 (CET), 28.03.2005
@debauchery ganz oben: Ok, dann werde ich mal noch etwas unanständiger ;) Ich habe jetzt die übrigen weblinks gesichtet und allein zwei übrig gelassen, deren Relevanz IMHO bei euch außer Diskussion sein wird. Vorerst rausgeflogen sind dabei eine Werbeseite für Faksimiles, eine Hobbyseite, die sich da eingeschlichen hatte, eine englischspr. Mailingliste und ein englischspr. Quellenverzeichnis (beide nicht unseriös, aber unnötig im Sinne von Wikipedia:Verlinken#Weblinks (Externe Links)) und die SUSA-Projektseite, die zwar gut ist, aber nicht besser als die WP selbst und nicht mehr bietet. Außerdem habe ich die Unterteilung selbst entfernt, denn bieten die Seiten wertvolle Zusatzinfos im fachwissenschaftlichen Sinne, dann gehören weblinks her, oder eben nicht, dann gehören keine her.
Und zur Version, auf die ich deiner Ansicht nach zu Unrecht zurück gegangen bin: Ich sagte schon, ich habe eine genommen, auf der keiner der umstrittenen Links zu finden war - Admins stellen bei Seitensperrungen immer, konsequent und absichtlich die falsche Version her ;). (So, und nun lese ich, was ihr geschrieben habt, kann aber nicht versprechen, dass ich heute damit fertig werde) Gruß --Rax Rax 22:49, 28. Mär 2005 (CEST)
Ich hatte vor Monaten beispielsweise meine Seite Mittelalter-Spectaculum.de in die Linkliste eingetragen. MS ist ein aktuelles und unabhängiges Magazin mit Berichten über historisch korrekte Reenactment-Veranstaltungen, als auch Veranstaltungen aus dem Marktmittelalter-Bereich. Wir arbeiten ehrenamtlich für Deutschland, österreich und Schweiz. Stutzig wurde ich, als zunächst Tempus Vivit aufgenommen wurde und mein Eintrag vom selben Editor ganz unten in der Liste wieder auftauchte. Eine Korrektur führe dann dazu, dass zunächst der Inhalt des Linktextes gnadenlos für den eigenen Link kopiert wurde, um dann den Text meines Links gänzlich zu ändern. Das ganze führte dann schnell zu wilden Änderungen. Ich bin solche Kinderspielchen wirklich Leid. Meine Meinung: Entweder werden alle (!) Seiten aufgenommen und alphabetisch (!) gelistet, oder es wird eben keine (!) Seite aufgenommen. Von mir aus sind auch Verweise auf auf Linklisten (nicht privater Natur) sehendwert. Ich möchte aber ebensowenig ausschliesslich die TempusVivit-Seite sehen, als auch der unbekannte und feige o.g. Autor nur MS sehen möchte. Ich hoffe, einer von euch setzt sich mal hier die Admin-Mütze auf und entscheidet etwas sinnvolles mit dem jeder (!) Leben kann. Einsetige Verlinkungen bei gleichzeitigen Ausschluss von anderen oder willkürliche Reihenfolgen ist wahrlich keine sinnvolle Lösung. --Macx 12:15, 29. Mär 2005 (CEST)
- @Rax: In Ordnung mit der Version.
- @Macx: Ich glaube, dieser Link wäre hier wirklich zu viel. Informationen über mittelalterliche Darstellung ist etwas anderes, als die Weitergabe von direkten Fachinformationen. Daher sollte der Link zu Mittelalter Spectaculum draußen bleiben. Passen würde er in diesem Artikel: Mittelaltermarkt.
- Hier mal eine Liste von Links, von denen ich der Meinung bin, dass sie reingehören.
- http://www.lehnswesen.de/
- http://www.tempus-vivit.de/
- http://www.mittelalter-lueb...
- http://www.mittelalterarcha...
- http://www.ottonenzeit.de/ (evtl., vielleicht aber auch nicht)
- Das wären erstmal fünf Links, dann die beiden, welche drin sind und noch drei gute von Universitäten oder dergleichen. Dabei sollte aber darauf wert gelegt werden, dass diese Seiten nicht zu wissenschaftlich abgefasst sind, denn niemand liest im Internet gerne Texte, wo der halbe Text aus Quellen besteht, die den Lesefluss unterbrechen. --Debauchery 13:50, 29. Mär 2005 (CEST)
- Ich finde, ganz offen gesagt, Ihr Überall-Setzen des http://www.mittelalter-lueb... (+ Artikel, Legenden 1:1 zitiert usw.) mächtig penetrant - es gibt recht viele Projekte, die sich mit dem Mittelalter befassen. Keine Mäßigung in Sicht? :-( AN 13:58, 29. Mär 2005 (CEST)
Ich hab es dahingesetzt, wo es passt und das ist Mittelalter und Lübeck. Woanders wirst du diesen Link nicht finden, andere hingegen, die ich gesetzt habe schon, weil sie umfassender sind >> Tempus Vivit, etc. Nenne eine Seite, die das selbe Spektrum erfüllt wie MA Lübeck und ich verzichte darauf. Hat nichts damit zu tun, dass es gerade meine ist. --Debauchery 15:08, 29. Mär 2005 (CEST)
- "Ich hab es dahingesetzt, wo es passt und das ist Mittelalter und Lübeck." - Ach was! Im Artikel Software setzen ständig kleine Softwarefirmen ihre Weblinks rein - und es wird schnell wechrevertiert. AN 15:16, 29. Mär 2005 (CEST)
Kommt darauf an, ob sie GUTE Informationen bieten, was ok wäre, oder ob sie werben und was verkaufen wollen. Zugegeben, was kaufen kann man bei mir auch, doch der Großteil der 284 Seiten enthält Informationen. Vorschlag: Wir nehmen ihn hier raus und du stimmst den anderen zu? Dummerweise sind wir die einzigen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, ich denk Wikipedia wird so gut besucht? :-/ --Debauchery 15:50, 29. Mär 2005 (CEST)
tempus-vivit beschäftigt sich mit Reenactment und nach eigener Aussage ist es Veranstaltungskalender, Informationszentrum und Treffpunkt für alle Freunde und Besucher historischer Veranstaltungen, also hat es mit dem Mittelalter allgemein zwar zu tun, aber ist keine fachwissenschaftliche Seite wie Mittelalterarchaeologie. mittelalter-luebeck diskreditiert sich schon selbst mit Sätzen wie Die dunkle Zeit, die der Antike folgte und der Neuzeit vorausging (ehrlich: weiter klicke ich da gar nicht. Solchen Stuß findet man im Netz zu Hauf!) und auch lehnswesen ist sowas. ottonenzeit ist schlicht zu speziell vom Thema her und auch noch ein Schülerprojekt *seufz*. Ein ganz hervorragende Seite ist mediaevum: Die ist wissenschaftlich und bringt den Leser wirklich weiter. --Henriette Fiebig 20:06, 29. Mär 2005 (CEST)
ACK --Historiograf 22:31, 29. Mär 2005 (CEST)
- Blüte aus Mittelalter-Lübeck: Nun war im Mittelalter aber nicht ständig Krieg und daher lernten die Ritter als erste Nichtgeistliche das Lesen und Schreiben. Nur schrieben sie nicht in Latein, sondern in ihrer jeweiligen Landessprache. Sie schrieben Gedichte über besondere Heldentaten und da sie schworen, die schwachen zu beschützen, worunter man an den Fürstenhöfen in erster Linie die adeligen Frauen verstand, viele Lieder über hübsche Frauen. Viele der Lieder über diese Frauen sind so entstanden und wem wundert es da, wenn man heute ein verromantischtes Bild von dem Ritterleben hat. Wie sagt Debauchery so schön: "Kommt darauf an, ob sie GUTE Informationen bieten". Exakt, und deswegen gehört diese Site hier nirgendwo verlinkt. Was das lebendige Mittelalter angeht, scheint mir der Vorschlag von Sig11 am vernünftigsten: es sollte einen Link auf eine vernünftige externe Linkliste geben, schon wegen der enormen Nachfrage, aber keinesfalls Links auf einzelne solche Projekte und Websites. Man verlinkt unter Fußball ja auch nicht die Erst- und Zweitligisten-Websites einzeln. --Sigune 00:10, 30. Mär 2005 (CEST)
- @Henriette: Wie schade, dass du dir nicht die Mühe gemacht hast, wesentlich über die Startseiten hinauszugehen. Dann hättest du beispielsweise auch gesehen, dass sich diese Seite ganz fachwisschenschaftlich mit Mittelalterarchäologie beschäftigt (http://www.tempus-vivit.net...
- Ottonenzeit ist sicherlich zu speziell, aber eben auch dieses ist ein Teil des Mittelalters. Da gebe ich dir Recht, wenn du sagst, es gehört hier nicht rein, aber genauso auch Unrecht. Ich weiß es selber nicht, es war ein Vorschlag, einer guten Seite. Der Webmaster sieht für mich allerdings so aus, als wenn er schon seit 40 Jahren mit der Schule fertig wäre. Außerdem sollte man mal einen Blick auf die Sitemap werfen, um einen Überblick über die zu bietenden (auf das Frühmittelalter bezogenen) Informationen zu erhalten (http://www.ottonenzeit.de/s...
- Was du und Sigune an Mittelalter Lübeck und Lehnswesen auszusetzen haben, kann ich nicht verstehen. Ich sehe zwei Zitate und euren Kommentar (der sachlich bleiben sollte) dahinter. Vielleicht kannst du es ja in Worten fassen.
- Was mediaevum anbelangt, so entnehme ich der Startseite den Textauszug "• Das Internetportal zur deutschen und lateinischen Literatur im Mittelalter •" Wenn ich der Seite dann weiter folge, stelle ich fest, dass es ein Verzeichnis ist, noch dazu ein recht kleines (aber nicht minder schlechtes). Ist das deine Seite oder wie kommst du jetzt auf die? ;-) Die gehört wohl eher hier rein: Literatur im Mittelalter.
- Zum Thema Linkliste. Ich finde den Vorschlag grundsätzlich schon einmal gut, nur ist hier zu beachten, dass die Leute nach Wikipedia kommen, um sich Informationen zu holen. Wenn sie diese vertiefen möchten, dann gehen sie auf die sorgfälltig ausgesuchten Links am Ende der entsprechenden Seite. Es wäre nicht sonderlich user-freundlich, würde man dort ledigilich eine Linkliste angeben, welche sich der Kontrolle der Wiki-Autoren entzieht und somit nicht gewährleistet ist, dass es sich hier auch auf allen Seiten um entsprechende Informationen handelt. Das, was bei Wikipedia unter Mittelalter fällt, muss bei Webverzeichnissen nicht auch darunter fallen. Das wäre in etwa vergleichbar, als wenn man den Usern sagen würde: Seid ihr hier nicht schlaug geworden, dann sucht euch den Kram doch selbst bei Google raus, denn wir wollen hier keine Leute, die ihre eigenen Seiten empfehlen, auch wenn diese als einzige vernünftige Linkvorschläge geben.--Debauchery 09:35, 30. Mär 2005 (CEST)
- @Debauchery: Nun sag mir doch bitte, wieso du "Literatur im Mittelalter" für ein engeres Spektrum hältst als "Mittelalter in Lübeck"? In der Tat ist Mediaevum nur ein Linkverzeichnis, und es kann mit seinem literarischen Spektrum ein rein historisches Linkverzeichnis wie die VL gut ergänzen. Gäbe es eine Seite mit Inhalten (Begriffserklärungen, Fachessays oder dergl.), die gut lesbar und trotzdem fachlich korrekt und auf angemessenem Reflexionsniveau sind, dann glaube ich, würde ich sie kennen. Am ehesten nehme ich da noch dem Magister Rother ein gewisses Niveau ab. P.S.: Damit möchte ich jetzt nicht für die Aufnahme dieses Links plädieren, sondern nur einen Vergleich angeben (etwa dort die "Historischen Personen") als Muster, wie man flott (nun ja, für meinen Geschmack etwas zu flott) und zugleich historisch sattelfest schreiben kann.
- Daß ich das inkriminierte Zitat nur genannt und nicht im einzelnen kommentiert habe, liegt daran, daß es in seiner Kürze etwa 10 Fehler enthält, von der Grammatik (die schließlich als ein Signal für die Ernsthaftigkeit der Wissensvermittlung gelten darf) bis zur völligen Unkenntnis der elementarsten Begriffe der Literaturgeschichte. Reicht es nicht, wenn ich als promovierte Altgermanistin sage, daß es sich hier offensichtlich um unhistorische Fiktionen handelt und eine Verlinkung rein fachlich nicht in Frage kommt, weil wir eben diese Märchen nicht propagieren wollen? --Sigune 21:53, 30. Mär 2005 (CEST)
Hallo Debauchery! Nein, so vermessen bin ich nicht, daß ich hier meine eigenen Internetseiten protegieren würde. Ich bin Altgermanist und heilfroh, daß es Seiten wie mediaevon gibt, weil ich dort verläßliche Informationen finde und nicht nur naive Schwärmereien über das Mittelalter und Reeenactment-Gruppen. Vielleicht bist Du mal so gut und schaust in das Impressum von mediaevum? Da steht nämlich
"Mediaevum.de versteht sich als ein Internetportal für Studenten und Wissenschaftler der germanistischen und latinistischen Mediävistik. Sie finden auf dieser Homepage demzufolge Links und Informationen zur deutschen und lateinischen Literatur des Mittelalters, die nach dem Kriterium wissenschaftlicher Verläßlichkeit ausgewählt wurden. Ziel des 1999 gestarteten, privaten Projekts ist es, aus der Masse an Internetseiten unterschiedlichster Provenienz und Qualität diejenigen Angebote, die als fachlich nützlich und inhaltlich zuverlässig erscheinen, herauszufiltern und in Form von Verweisen ("Links") an einer zentralen Stelle im Internet zusammenzustellen. Das laufend aktualisierte Portal ist mittlerweile die umfangreichste altgermanistische Meta-Seite im deutschsprachigen Raum; sie umfaßt derzeit mehr als fünfhundert Internetverweise, die in ausführlichen Beschreibungen vorgestellt und kommentiert werden, und wird täglich von mehr als 2.500 Besuchern aufgerufen (siehe Statistik)." (Hervorhebungen durch mich)
Wir können hier natürlich jede aufgehübschte Seite eines Schülerprojektes aufnehmen, jeden Mittelaltermarkt, jede liebevoll gemachte Seite einer Privatperson und jede absurde Seite über den Templerorden...Allein, was bringt das? Angegebene Links können wir kommentieren und meinetwegen einen Warnhinweis anbringen ("Achtung: Diese Seite ist fachwissenschaftlich und könnte aufgrund fehlender blumiger Phantastereien zu Langeweile führen") ;) Mal abgesehen davon, daß ich es ausgesprochen lächerlich finde sich wg. vier oder fünf Links hier einen Edit-War zu liefern, frage ich mich wirklich, was Du glaubst, was Wikipedia ist? Meiner Meinung nach ist Wikipedia ein Projekt zur Erstellung einer Enzyklopädie und eine Enzyklopädie sollte wissenschaftlichen Anforderungen genügen. Veranstaltungskalender für Mittelalteraltermärkte gehören in den Artikel Mittelaltermarkt oder Reenactment, nicht in einen historischen Überblicksartikel. Gruß --Henriette Fiebig 17:54, 30. Mär 2005 (CEST)
Wir beobachten hier einmal mehr die Aufmerksamkeits-Falle: Ein Benutzer zwingt hochkarätige Experten dazu, sich mit seinen kruden Ansichten auseinanderzusetzen und zieht wertvolle Energien ab. Mein Vorschlag: Ende der Debatte, den Artikel sperren, wenns nicht anders geht. Würde man auch so geduldig jemandem erklären, dass 1 und 1 2 ist, wenn der dabei bleibt, dass 1 und 1 3 ist? --Historiograf 22:29, 30. Mär 2005 (CEST)
- Lassen wir ihn erst mal gesperrt. Wenn die Diskusssion sich beruhigt hat, dann können wir ihn ja wieder freigeben (lassen). --Henriette Fiebig 03:24, 31. Mär 2005 (CEST)
- Hallo. Nur, dass hier keine Missverständnisse aufkommen, ich habe keinen Edit-War geführt. Wenn man sich mal die Versionen anschaut, dann sieht man, dass häufit unbekannte User, welche nur durch ihre IP zu erkennen sind, sämtliche Links gelöscht und ihren eigenen dahingesetzt haben. Als Sig11 dann alle Links entfernt und einen zu einem Verzeichnis gelegt hat, habe ich das für die gleiche Aktion gehalten und die Versionen drei Mal zurückgesetzt, woraufhin der Artikel vorerst gesperrt wurde. Bitte beim nächsten Mal mit dem Artikel beschäftigen, bevor in der entsprechenden Diskussion darauf Bezug genommen wird.
- Was die historischen Personen bei Magister Rother angeht, so darfst du dort übrigens im Mai d. J. den Artikel "John of Gaunt" aus meiner Feder lesen. ;-) Danke für die Blumen, ist nicht der erste, den ich für Mag schreibe.
- Was die Grammatik auf Mittelalter Lübeck angeht, so wirst du nie erraten, WER den oben zitierten Artikel über die Ritter geschrieben hat. Ich würde ihn einen "hochkarätigen Experten" nennen, der nichts mit "kruden Ansichten" zu tun hat. Die Startseite wurde mir mehrmals schon als grammatisch Mangelhaft ausgewiesen, wobei ich (Deutsch 15 Punkte) diesen Text meinem damaligen Deutschlehrer vorlegte, der ihn als richtig auswies.
- Und das Seitenthema ist nicht Mittelalter in Lübeck (dieses nimmt einen Großteil ein und die Seite beschäftigt sich ausgiebig mit der Geschichte der Stadt), sondern Mittelalter in Norddeutschland, welches durch die zu große Veralgemeinerung des Artikels hier bei Wikipedia keine Beachtung findet. Hab ich aber schon weiter oben ausgiebig erklärt, bitte nachlesen.
- Und Historiograf, ich bitte darum sachlich zu argumentieren, solcherlei Texte senken nur das Niveau einer Diskussion. Ich habe meine Meinung hier kundgetan, andere auch, denn genau DAS ist Wikipedia und ich würde mich freuen, wenn auch du dich daran halten würdest.
- Sicherlich sollte hier beraten werden, ob MA Lübeck als Link hier rein gehört oder nicht, aber weitere interne Anspielungen auf diese Seite sollten vielleicht nicht hier geklärt werden. Dazu hat diese ein Forum oder auch eine dazugehörige eMail-Adresse (author@mittelalter-luebeck.de). Danke. --Debauchery 09:11, 31. Mär 2005 (CEST)
Verlinkung Heraldik
Mir ist völlig unverständlich, warum auf dieser Seite "Mittelalter" immer wieder ein Weblink auf die Kategorie "Heraldik" bei Wikipedia entfernt wird. Das Wappenwesen ist doch nun wirklich eine Kulturerscheinung des Mittelalters und als solche unverdächtig!(HERM)- Hallo Unbekannter, offenbar ist mehreren anderen (u.a. mir) unverständlich, warum du die Heraldik so prominent verlinkst. Das Wappenwesen war Kulturerscheinung des europäischen MA, aber nicht nur dieser Epoche und auch nicht die einzige und auch nicht die bedeutendste. Ein Satz wie Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums, der Heraldik, des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. (Erster Satz unter HochMA) war IMHO von der Zusammenstellung der Begriffe her einfach falsch, Heraldik daher wieder rausgenommen. Ob sich für diesen Artikel ein übergreifender Abschnitt "mittelalterliche Kultur" (o.ä.) empfiehlt, in dem ein Verweis auf Heraldik möglich wäre, will ich damit nicht bewerten. Gruß --Rax Rax 21:20, 25. Sep 2005 (CEST)
Dieser Artikel ist äußerst mangelhaft.
Die Zeitangaben sind sehr mangelhaft, weil sie sich ausschließlich auf einige Historiker beziehen. Auch wäre "Lateinisches Mittelalter" korrekt, Eurozentrismus ist höchst fragwürdig für eine internationale Enzykopädie. Die Wortdefinition ist deplaziert und ein etymologischer Fehlschlag. Dies sind einige Fehler die beim überfliegen des Artikels auffallen.
Dieser Schlüsselbegriff sollte so mangelhaft nicht existieren.
eine Überarbeitung ist zwingend notwendig.
Dem stimme ich unbedingt zu. Es fehlen so viele Bereiche des Mittelalters, die nicht mal im Ansatz aufgeführt werden. Hier ein paar Beispiele: Beschreibung der Zünfte und Gilden,Rolle der Frau, erste Klassenkämpfe in den Städten, Emanzipation der Zünfte und deren (Mit)Herrschaft, Befreiung der Städte vom Adel, Wirtschaftsweise, Alltag, Frondienste, mangelnde Hygiene sowie Seuchen und Ratten, Strafen, Badekultur und Drogen, Kleider(ordnungen) typische Speisen, Flagellantentum, Architektur, Technik, Arbeit, Lebensstandard, Bildungsstand, Fahrendes Volk, Minne etc. Das alles zu bringen, würde vielleicht "den Rahmen sprengen", jedoch ein Teil dessen stünde dem Artikel schon gut an! Auf jeden Fall bleibt bis jetzt der Artikel ein bloßer Torso. --HorstTitus 23:00, 12. Sep 2006 (CEST)
- Auch ich stimme zu: Punkt a) fehlt die Auffassung, dass das MA mit der Reformation beendet wird (1517) bzw. der Schluss, dass ein ganzer Kontinent im Aufbruch war, in allen Facetten. b) ist es falsch, im Hochmittelalter von der Blütezeit des römischen-deutschen Reichs zu sprechen. c) ist es falsch, davon zu sprechen, dass den Menschen nicht selbst den Begriff des Mittelalters benutzten: Sie waren der Meinung, dass sie sich in der Zeit zwischen dem Messias und dem jüngsten Tag befinden. Im Jahr 1500 wurde die Apokalypse gesehen. Ich schließe mich also an und nörgle einfach mal drauf los. Denn helfen kann ich vorerst nicht, dazu fehlt mir die Zeit. KarlNapf 00:35, 13. Sep 2006 (CEST)
Vandalismus
Warum nur zieht dieser Artikel die Vandalen nur so an?? -- Oliver H. 00:39, 3. Dez 2005 (CET)
- ich tippe mal, dass die Lehrer im Unterricht sagen, "Sucht mal was zum MA im Internet" und da der Artikel sehr weit oben bei Guggle steht, haben wir anschließend den Salat. Gruß --Finanzer 10:41, 5. Dez 2005 (CET)
Seitensperrung
Da es mich nervt, dass in diesem Artikel seit Monaten nichts anderes passiert als Vandalismus von pubertierenden Schülern, habe ich die Seite zugesperrt. Die letzten 200 Edits sind nicht anderes als Vandlaismus und reverts. Wenn jemand den Artikel bearbeiten möchte gebe ich den selbstverständlich sofort wieder frei. Gruß --Finanzer 10:39, 5. Dez 2005 (CET)
Prekäre Sicherheiten
Ich lese im Abschnitt zur zeitlichen Eingrenzung:
- So endete die Antike am Rhein oder in Britannien sicher früher als etwa in Syrien. Und so war zum Beispiel um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England mit gutem Grund noch vom Mittelalter spricht.
Nie macht sich jemand klar, was das bedeutet haben muß. Es gibt Reisende und Handelshäuser, die hier mit Epichengrenzen umgehen. Da geraten Menschen aus der einen Epoche in alltäglichem Umgang in die andere, gleichzeitige (und merken es meist nicht einmal). An dieser Stelle von "sicher" zu sprechen ist höchst übertrieben. Wenig sollte so unsicher sein wie das Epochendenken des 19. und 20. Jahrhunderts. --Olaf Simons 11:49, 13. Jan 2006 (CET)
- Vielleicht sollte man den Artikel noch einmal neu aufsetzen. Ideen unter Olaf Simons/Mittelalter
- Den muss man sogar komplett neu aufsetzen, so ist der eher als mittlere Katastrophe zu bezeichnen. Allerdings habe ich mich in der Vergangenheit auch davor gedrückt, hier Hand anzulegen. Außerdem sollte man sehr genau über die Konzeption nachdenken. Im Moment habe ich nicht mal ansatzweise eine Idee was reingehört und was nicht. Gruß --Finanzer 16:49, 13. Jan 2006 (CET)
Weblink
zu einer kleinen Gruppe, die sich sowohl in der Forschung als auch in der Darstellung um das (Spät-) Mittelalter bemüht: tempora-nostra.de Nicht-signierter Beitrag stammt von Stephan-Zoellner --Henriette Fiebig 23:00, 15. Mai 2006 (CEST)
Semiotik
Ich besetzt in der Schule das Schwerpunktfach Latein und da behandeln wir zur Zeit das Mittelalter. Nun ist hier, wie ich leider feststellen musste, ziemlich Flaute was die Semiotik angeht. Es ist nötig dass man mindestens schreibt: "Semiotik war im MA (Mittelalter) sehr wichtig." und das Wort "Semiotik" als Interner Link blau macht. Leider versteh ich nich viel vom bearbeiten solcher Texte und wenn das eh gesperrt ist wird das komplizierter für mich. Doch muss das im zusammenhang mit dem MA erärtert werden. Ebenso dass die Leute sehr Gläubig waren, also dass Gott über allem stand. Ich finde dass diese zwei Pnkte ziemlich ausführlich beschrieben werden sollten (nein, müssen) und ich würde mich auch zur verfügung stellen konkrete Beiträge zu schreiben. e-mail: e-t@sags-per-mail.de Benutzername: E_T --83.173.230.16 20:13, 15. Mai 2006 (CEST)
- "Semiotik war im MA sehr wichtig" ist genausoviel wert, wie gar kein Wort über Semiotik. Weils es nämlich nichts erklärt und jeder sich sofort fragt, wieso das wichtig war und in welchen Fällen. Was meinst Du überhaupt mit Semiotik? Eine "Lehre von den Zeichen" oder der Zeichenhaftigkeit der Dinge gab es natürlich im MA und sie spielte auch gewiss eine große Rolle, aber eine Semiotik im modernen Sinn einer eigenständigen Wissenschaft gab es noch nicht. Man würde das wohl eher unter Philosophie des Mittelalters behandeln - jedenfalls würde ich das so machen. --Henriette Fiebig 23:15, 15. Mai 2006 (CEST)
Einen vernünftigen einführenden Text für ein anderes Geschichtsverständnis
gibt es hier! Nicht-signierter Beitrag stammt von Stephan-Zoellner --Henriette Fiebig 23:00, 15. Mai 2006 (CEST)
- Aha. Schön: Eine Reenactment-Gruppe also. Und wie oft möchtest Du diesen Link jetzt noch posten? Ich finde da übrigens nichts von einem "anderen Geschichtsverständnis", sondern nur Allgemeinplätze. In wieweit soll das jetzt den Artikel voranbringen? Und unterschreibe deine Beiträge bitte mit . Danke. --Henriette Fiebig 23:00, 15. Mai 2006 (CEST)
Ich hätte wohl nicht nur Überfliegen sondern gleich alles lesen sollen ... dann hätte ich die Finger komplett davon gelassen mich überhaupt zu beteiligen, denn um mich mit Historikern zu streiten ist mir der notwendige Aufwand doch etwas zu groß ... Die Diskussion um die Links verstehe ich dabei durchaus und ziehe meinen Vorschlag zurück - da ist Tempus Vivit besser geeignet ...
Ich verstehe in diesem Zusammenhang allerdings auch das Dilemma, daß die Artikelqualität vernünftig sein soll (Anspruch) und gleichzeitig viele Autoren (Beteiligung) benötigt werden, damit es vernünftig vorwärts geht. --Stephan-Zoellner 12:27, 16. Mai 2006 (CEST)
- Wieso? Es gibt doch eigentlich kein Problem, solange die Artikel, die besser aus der rein historisch-wissenschaftlichen Sicht geschrieben werden sollten, auch von Historikern oder sehr gut informierten Laien geschrieben werden. Ich habe durchaus nichts gegen Reenactment und da gibt es sicher auch Gruppen, die einige interessante Erkenntnisse beizusteuern haben. Aber das kann dann auch gut im Artikel Reenactment untergebracht werden, der übrigens noch gar nicht speziell aufs Mittelalter eingeht. Da sehe ich einen schönen Betätigungsbereich, wenn Du dich mit solchen Sachen befasst/auskennst. --Henriette Fiebig 14:24, 16. Mai 2006 (CEST)
Dein Vorschlag gefällt mir - werds mir überlegen ... Bei den nächsten Themen werde ich erst mal ein paar Tage lesen bevor ich mir wieder einen "dumen Kommentar" einfange ;-) denn ich bin zu spontan "aufgesprungen" ... --Stephan-Zoellner 11:45, 17. Mai 2006 (CEST)
- Also "dumm anmachen" wollte ich dich nicht :) Ich kriege immer nur leichte Pickel, wenn jemand mit Reenactment-Seiten als Beweis für "so war das im Mittelalter" ankommt. Auf vielen Seiten, die ich mir so angesehen habe, wimmelt es von Halbwahrheiten... daher die Vorbehalte. Ich fänd das jedenfalls Klasse, wenn Du was im Artikel Reenactment schreiben würdest, vermutlich kann ich da auch noch eine Menge dazulernen ;) --Henriette Fiebig 14:25, 17. Mai 2006 (CEST)
Es gibt einige Reenacter, die auch sogenannte "experimentelle Archäologie" betreiben und auf diese Weise ein "So könnte es gewesen sein" rekonstruieren. Gerade Temora-Nostra hat da schon einiges getan, darum lohnt sich die Seite bestimmt. Außerdem war ich Mitbegründer der Truppe bin allerdings vor ca. 8 Jahren ausgeschieden weil ich einfach zu weit weg war und nicht mehr so viel Zeit hatte. --Stephan-Zoellner 08:20, 18. Mai 2006 (CEST)
- Ich würde das eher als Versuche von Einführen von Bräuchen definieren bzw. auf die Auratiesierung und Historisierung von Überlieferungen aus denen Traditonen werden sollen. KarlNapf 00:41, 13. Sep 2006 (CEST)
Ende des Mittelalters
Der letzte Absatz über das Ende des Mittelalters in der Musik passt ja wohl nicht in diesen Artikel. WolfgangRieger 10:38, 7. Jul 2006 (CEST)Versuch einer Verbesserung
Ich habe jetzt mal den Versuch gewagt, den Abschnitt "Die Einteilung in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter" etwas großflächiger mit Stoff auszufüllen. Wenn keine Einwände bestehen, werde ich in den nächsten Tagen damit fortfahren. Minalcar 15:52, 7. Jul 2006 (CEST)
Bitte entfernen
Kann bitte jemand den Kommentar unter Sekundärliteratur beim Büchlein vom Boockmann entfernen? Wohl die beste strukturelle Einführung ins Mittelalter, mit guten bibliographischen Angaben. ?? Hat hier gar nix zu suchen!--87.160.185.170 20:33, 28. Aug 2006 (CEST)



