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Muscimol

Der Artikel Muscimol gehört zur Kategorie: Chemische Verbindung, Alkaloid, Halluzinogen, Gift

Muscimol , systematischer Name: 5-Aminomethyl-isoxazol-3-ol bzw. 5-Aminomethyl-2H-isoxazol-3-on, kommt in Pilzen der Amanita-Familie vor, vor allem im Fliegenpilz, Pantherpilz und Amanita regalis.

Ibotensäure ist der im Pilz vorliegende Ausgangsstoff, aus dem Muscimol duch Decarboxylierung gebildet werden kann, z. B. bei fachgemäßer Trocknung des Pilzes. Muscimol ist deutlich besser verträglich als sein Ausgangsstoff und seine halluzinogenen Wirkungen sind fünf- bis sechsfach stärker.

Die Wirkung ist allerdings nicht nur halluzinogen, sondern beinhaltet womöglich auch Tobsuchtsanfälle und gesteigerte Aggressivität. Muscimol kann deswegen nicht vollständig den Halluzinogenen zugeordnet werden. Die letale Dosis ist höher als volkstümlicherweise vermutet wird. Da aber die in Fliegenpilzen zu findende Menge stark variieren kann, sind Unfälle nicht auszuschließen.

Muscimol durchläuft den Körper fast vollständig unverändert, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, den Urin wieder zu verwenden. Aufgrund seiner Nachteile, vielleicht aber auch wegen der Tatsache, dass sich Fliegenpilze nicht züchten lassen, ist der Gebrauch als Droge nicht sehr verbreitet.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Muscimol und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).