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Der Artikel Neuseeland gehört zur Kategorie: Neuseeland, Staat, Monarchie (Staat), Polynesien, Inselgruppe (Australien und Ozeanien), Inselgruppe (Pazifischer Ozean), Lesenswert|, Lesenswert
(englisch)
* (maori)
Neuseeland |BILD-FLAGGE = Flag of New Zealand.svg |BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja |ARTIKEL-FLAGGE = Flagge Neuseelands |BILD-WAPPEN = Coat of arms of New Zealand.png |BILD-WAPPEN-BREITE = 120px |ARTIKEL-WAPPEN = Wappen Neuseelands |WAHLSPRUCH = keiner
früher: („Vorwärts“) |AMTSSPRACHE = Englisch, Maori, NZSL (Gebärdensprache) |HAUPTSTADT = Wellington |STAATSFORM = Parlamentarische Monarchie im |STAATSOBERHAUPT = Königin Elizabeth II.
vertreten durch Generalgouverneur Anand Satyanand |REGIERUNGSCHEF = Premierministerin Helen Clark |FLÄCHE = 270.534 |EINWOHNER = 4.151.600 (Schätzung 30. September 2006) |BEV-DICHTE = 15,35 |WÄHRUNG = Neuseeland-Dollar (NZD) |UNABHÄNGIGKEIT = 6. September 1907 (Dominion), 25. November 1947 (volle Souveränität) |GRÜNDUNG = 6. Februar 1840 (Vertrag von Waitangi) |NATIONALHYMNE = , |NATIONALFEIERTAG = (6. Februar) |ZEITZONE = NZST** = UTC+12 (April–September)
NZDT** = UTC+13 (Oktober–März) |BIP = 108,547 Milliarden US-Dollar |BIP-ERWEITERT = (nominal) |BIP/EINWOHNER = 26.464 US-Dollar |HDI = 0,933 |KFZ-KENNZEICHEN = NZ |INTERNET-TLD = .nz |TELEFON-VORWAHL = +64 |ANMERKUNGEN = *De facto, de jure nur .
**Chatham-Inseln: + 45 Minuten. |BILD-LAGE = Neuseeland-Pos.png |BILD1 = new zealand map.png }}
Neuseeland (englisch: '; maori üblicherweise: ') ist ein Inselstaat. Er liegt geographisch isoliert im südlichen Pazifischen Ozean, die nächsten größeren Landmassen sind das ungefähr 1.500 km nördlich gelegene Neukaledonien, das durch die Tasmanische See getrennte Australien, etwa 1.600 km nordwestlich, und südlich das knapp 3.000 km entfernt liegende antarktische Festland. Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, der Nord- und der Südinsel, sowie zahlreichen kleineren Inseln. Die größten darunter sind , und .
Weder geographisch noch kulturell lässt sich Neuseeland eindeutig einem bestimmten Kontinent zuordnen. Das Land liegt teils auf der Australischen, teils auf der Pazifischen Platte, und die Bevölkerung wurzelt überwiegend in zwei verschiedenen Kulturräumen: die Nachfahren der größtenteils britischen Kolonisten im europäischen, die indigenen Maori im polynesischen Kulturkreis Ozeaniens.
Neuseeland ist ein Königreich im Commonwealth of Nations. Zum Königreich Neuseeland, dessen Staatsoberhaupt der britische Monarch ist, gehören auch die in freier Assoziierung mit Neuseeland selbstverwalteten Gebiete der Cookinseln und von Niue sowie die neuseeländische Kolonie Tokelau. Neuseeland erhebt außerdem Anspruch auf das Ross-Nebengebiet in der Antarktis, das demnach fünfter Teil des Königreichs wäre.
Neuseeland wird vielfach als „grüne Insel“ betrachtet, was vor allem an der relativ dünnen Besiedlung, der damit verbundenen Unberührtheit der Natur sowie der äußerst vielfältigen und bedingt durch die isolierte Lage einzigartigen Vegetation liegt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie NeuseelandsGeographische Lage und Topographie
Neuseeland ist der Staat, der am weitesten von Mitteleuropa entfernt ist: Teile des Landes liegen auf der Erdkugel exakt gegenüber von Spanien, sind also dessen Antipoden.Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, die durch die Cookstraße voneinander getrennt werden, und zahlreichen kleineren Inseln. Dabei liegen zum Beispiel die Stewart-Insel und die Great-Barrier-Insel noch direkt vor der Küste von , also den beiden Hauptinseln. Während die über 1.000 km nördlich der Nordinsel gelegenen Kermadecinseln den nördlichsten Außenposten des Landes bilden, stellen die über 700 km von der Nordinsel entfernten Chatham-Inseln nahe der Datumsgrenze den östlichsten Punkt des Landes dar. Außerdem befinden sich noch zahlreiche Inseln, wie zum Beispiel die Auckland-Inseln, die Campbell-Insel oder die Antipoden-Inseln, im subantarktischen Gebiet. 1998 wurden alle subantarktischen Inseln Neuseelands zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.
Die gesamte Landfläche Neuseelands beträgt 270.534 km² und ist damit etwas kleiner als die Italiens, aber etwas größer als die des Vereinigten Königreichs oder Westdeutschlands. Während die Inseln in Ost-West-Richtung teilweise nicht breiter als 200 km sind, erstreckt sich das Land in Nord-Süd-Richtung über 1.600 km.
Die 113.729 km² große Nordinsel ist von ausgedehnten Tiefebenen geprägt, vor allem in der Region . Das Zentrum der Insel wird von der Zentralen Hochebene dominiert, deren Vulkane , und den von der UNESCO zum ersten kombinierten Weltkultur- und Weltnaturerbe erklärten Tongariro-Nationalpark bilden. Der ist mit 2.797 m die höchste Erhebung der Insel. Nördlich von ihm liegt, genau im Zentrum der Nordinsel, der Tauposee, der größte See des Landes. Der östliche Teil der Nordinsel wird von Nordosten nach Südwesten von zahlreichen Mittelgebirgsketten durchzogen, während im Westen der Insel der als kreisrunder Berg aus der Ebene bis auf 2.518 m emporsteigt.
Die mit 151.215 km² etwas größere Südinsel wird dominiert von den parallel zur Westküste verlaufenden Neuseeländischen Alpen, auch Südalpen genannt. Dieses Hochgebirge ist die höchste Bergkette Australasiens und Ozeaniens. Ihre höchste Erhebung ist der 3.754 m hohe , gefolgt vom 3.498 m hohen . Insgesamt haben 17 Gipfel eine Höhe von über 3.000 m. Sowohl die nördlichsten als auch die südlichsten Gebiete der Insel bestehen aus Mittelgebirgen, die teilweise auf über 1.000 Meter Höhe ansteigen. Die Region zwischen Südalpen und der Tasman-See ist äußerst schmal und gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. Aufgrunddessen schieben sich einige Gletscher der Südalpen, wie der Fox- und der Franz-Josef-Gletscher, durch sämtliche Vegetationszonen bis in die Regenwälder in Küstennähe; der äußerste Südwesten bildet reich gegliederte Fjordlandschaften. Weite Teile des Südwestens stehen als Nationalparks unter Schutz; gemeinsam bilden diese die . Östlich der Südalpen befinden sich die , eine große Schwemmebene, die sich gut für landwirtschaftliche Zwecke, etwa für die Viehzucht, eignet.
Geologie
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Tektonische Karte Neuseelands Bildherkunft |
Bis vor etwa 200 Millionen Jahren gehörte Neuseeland – wie die meisten heutigen Landmassen der Südhalbkugel – zum Urkontinent Gondwana. Der genaue Zeitpunkt steht nicht fest, aber spätestens vor 85 Millionen Jahren, also in der oberen Kreidezeit, trennte sich das heutige Neuseeland von der Landmasse, die jetzt Antarktika bildet, bevor sich auch das heutige Australien von diesem Urkontinent loslöste. Seitdem konnte sich somit in Neuseeland eine von allen anderen Landflächen unabhängige Flora und Fauna entwickeln. Nach dieser ereignisreichen Zeit kehrte in der geologischen Geschichte des Landes Ruhe ein, die fortwährende Erosion ließ die geformten Gebirgszüge allmählich verschwinden, es entstanden große, tief gelegene Sumpfgebiete, aus denen im Laufe der Zeit die heutigen Kohlevorkommen hervorgingen. Erst vor weniger als 30 Millionen Jahren endete die ruhige Epoche in der Geologie des Landes und es wurden tief liegende Gebiete aus dem Meer angehoben. Seine Küstenlinie bekam der Pazifikstaat in der Miozän-Epoche erst in Grobform, bevor Inseln in den letzten paar Millionen Jahren ihre heutige Form erhielten; viele der Berge und Täler wurden sogar erst in den letzten 100.000 Jahren gebildet.
Heute befindet sich Neuseeland an der Grenze zwischen Australischer und Pazifischer Platte. Obwohl sich die beiden Platten nicht frontal aufeinander zu bewegen, üben sie doch einen großen Einfluss auf das Land aus. Es entstehen nämlich zwei Kräfte: eine frontal wirkende sowie eine seitlich wirkende. Die frontale Kraft bildet Verwerfungen, die Druck auf verschiedene Gesteinsschichten ausüben und somit den Boden stetig anheben. Die zweite – seitlich wirkende – Kraft, führt zu so genannten Transform-Störungen. Letztere können mitunter Erdbeben hervorrufen.
Neuseeland gehört – wie alle anderen Länder, die an der Grenze zur Pazifischen Platte liegen – zum Pazifischen Feuerring (englisch ). Diese Tatsache führt zu Erdbeben, Verwerfungen und zu erhöhter vulkanischer Aktivität. In Neuseeland liegen einige der aktivsten Vulkane der Erde. Diese befinden sich ausschließlich in der nördlichen Hälfte des Landes, ein Großteil von ihnen ist in der konzentriert, die sich im Zentrum der Nordinsel befindet: So sind zum Beispiel alle drei Vulkane der Zentralen Hochebene noch aktiv, die letzte Eruption des Stratovulkans ereignete sich im Jahr 1997. In der Gegend der ist die Erdkruste dünn wie kaum anderswo auf der Welt, so dass hier geothermische Aktivitäten jeglicher Art anzutreffen sind. Ein bekannter Vulkan in diesem Gebiet ist , dessen letzte große Eruption im Jahr 2000 stattfand. Neben den Vulkanen zeigen sich die Kräfte der Erde in Form der Geothermie, die als Geysire oder heiße Quellen (insgesamt 67 in Neuseeland) zu Tage treten. Neben dem geothermalen Gebiet um Taupo existieren noch 29 weitere solcher Bereiche in Neuseeland, hauptsächlich auf der Nordinsel, zum Beispiel , die und die , aber auch auf der Südinsel, ein bekanntes Beispiel sind die heißen Quellen in .
Klima
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Schnee auf der Südinsel, Juni 2006 Bildherkunft |
Neuseeland liegt in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Die nördlichen Teile der Nordinsel werden von einem subtropischen Klima geprägt, während im Rest des Landes ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Im Flachland schwanken die durchschnittlichen Temperaturen im Norden zwischen etwa 15 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Auf der Südinsel liegen die Temperaturen etwa 5 bis 10 °C darunter. Die höchste offiziell bestätigte Temperatur Neuseelands betrug 42,4°C und wurde im Februar 1973 sowohl in Rangiora, als auch in Christchurch gemessen. Die niedrigste jemals bestätigte Temperatur des Landes wurde im Juni 1995 in Ophir (Central Otago) erreicht und betrug − 21,6°C.
Neuseeland liegt in einer Zone starker westlicher Winde, den Brüllenden Vierzigern (englisch ). Diese Winde treffen in ihrer Bahn auf dem 40. Grad südlicher Breite nur dreimal auf Land: einmal auf die Südspitze Südamerikas, später teilweise auf Tasmanien und das dritte Mal auf Neuseeland. Dadurch bedingt regnen sich die hauptsächlich über der Tasmanischen See angesammelten Wassermassen an den Bergen der Südinsel ab. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt an der Westküste der Südinsel bei 7.000 mm pro Jahr, auf der Ostseite der Berge ist es erheblich trockener.
Insgesamt ist das Klima dank der großen das Land umgebenden Wassermassen zu großen Teilen maritim geprägt. Einzig die östlich der Hochgebirge gelegenen Gegenden, wie zum Beispiel das Mackenzie-Becken und Central Otago auf der Südinsel oder die Rangipo Desert auf der Nordinsel, sind kontinental geprägt. Hier liegen die Sommertemperaturen nicht selten über 30 °C, und in den Wintermonaten fällt regelmäßig Schnee.
| Temperatur Durchschnitt in °C | Ort | Niederschlag Durchschnitt in mm | ||||||
| März | Juni | Sept. | Dez. | März | Juni | Sept. | Dez. | |
| 19 | 12 | 13 | 18 | Auckland | 80 | 135 | 105 | 80 |
| 15 | 7 | 10 | 16 | Christchurch | 50 | 60 | 50 | 55 |
| 13 | 7 | 9 | 14 | Dunedin | 75 | 80 | 70 | 85 |
| 17 | 10 | 11 | 16 | Wellington | 80 | 120 | 95 | 90 |
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Vegetationszonen
Aus mehreren Gründen weist Neuseeland eine hohe Zahl an unterschiedlichen Vegetationszonen auf. Zum einen sind über 1600 km Nord-Süd-Erstreckung im Vergleich zur relativ kleinen Landfläche extrem lang. Deutschland ist zum Vergleich bei einer Landfläche von 357.000 km² nur etwa 880 km lang. Ein weiterer wichtiger Grund für die Vielzahl an Vegetationszonen sind die großen Höhenunterschiede in Neuseeland. Obwohl zum Beispiel Australien über 28-mal größer als sein „kleiner Nachbar“ ist, ist dessen größte Erhebung, der Mount Kosciuszko, nur 2.228 Meter hoch. Zu guter Letzt sorgt auch die ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge bedingt durch die Lage der Gebirge für eine Vielfalt an Vegetationszonen.Während fast die gesamte Westküste der Südinsel von dichtem endemischem Regenwald bewachsen ist, gehören die Südlichen Alpen zur alpinen Vegetationszone. Die Nähe dieser völlig unterschiedlichen Zonen ist ungewöhnlich. So reichen zum Beispiel an keinem anderen Ort der Erde Gletscher so nahe an Regenwald heran wie in Neuseeland. Die bekanntesten Gletscher sind der Franz-Josef-, der Fox- und der Tasman-Gletscher. In den Ebenen wird intensive Landwirtschaft betrieben, während an vielen anderen Orten extensive Weidewirtschaft vorherrscht. Östlich der Zentralebene ist die Landschaft aufgrund des geringen Niederschlags steppenartig geprägt. Die nördlichen Teile der Nordinsel liegen in der subtropischen Vegetationszone und sind an weniger besiedelten Orten großteils mit Regenwald bewachsen.
Gewässer
Neuseeland umfasst eine große Zahl an großen und kleineren Seen. Der durch den in der Zentralen Hochebene entspringenden gespeiste Tauposee (englisch: ) im Zentrum der Nordinsel ist mit Abstand der größte See des Landes. Mit einer Fläche von 616 km² ist er größer als der Bodensee. Der See befindet sich in der Caldera eines Supervulkans mit gewaltigen Ausmaßen und ist folglich vulkanischen Ursprungs. Die nächstgrößeren Seen liegen allesamt auf der Südinsel und wurden von Gletschern ausgeschoben. Der größte dieser Gletscherseen ist der Lake Te Anau mit einer Fläche von 344 km², gefolgt vom 80 km langen und 291 km² großen Lake Wakatipu nahe Queenstown sowie dem 192 km² großen Lake Wanaka. Ein interessanter Aspekt dieser als bezeichneten Region ist, dass viele der Gletscherseen tiefer sind, als ihre Höhenlage, somit befindet sich der Grund der einzelnen Seen unterhalb des Meeresspiegels.Neuseeland wird außerdem von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen. Der längste Fluss des Landes ist der auf der Nordinsel gelegene Waikato River mit einer Länge von 425 km, der aus dem Tauposee entspringt und bei Port Waikato südlich von Auckland die Tasmanische See mündet. Der Clutha River im Süden der neuseeländischen Südinsel bildet mit 340 km den zweitlängsten Fluss des Landes. Er entspringt aus dem Lake Wanaka und mündet etwa 75 km südlich von Dunedin in den Südpazifik. Der drittlängste Fluss des Landes, der 290 km lange Whanganui River, befindet sich wiederum auf der Nordinsel und mündet bei Wanganui in die Cookstraße.
Flora und Fauna
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Baumkronen zweier Kauri-Bäume Bildherkunft |
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Blüte eines Rata-Baumes Bildherkunft |
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Ein ausgestopfter Streifenkiwi Bildherkunft |
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Ein männlicher Kea Bildherkunft |
Die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands gehört zu den außergewöhnlichsten der Erde, da die Inselgruppe schon seit sehr langer Zeit von allen anderen Landmassen getrennt ist und sich die Vegetation unabhängig entwickeln konnte. Die größten Gemeinsamkeiten in der Entwicklung der Flora und Fauna weist Neuseeland mit Neukaledonien und der Lord-Howe-Insel auf.
Flora
Hauptartikel: Flora NeuseelandsEtwa 85 % der neuseeländischen Pflanzenarten sind endemisch. Waren vor der Ankunft der Maori noch etwa 80 % des Landes mit Wäldern bedeckt, so wachsen heute noch auf gut 24 % der Landesfläche einheimische Wälder, von deren Fläche rund 77 % unter Schutz steht. Auf rund 5 % der Landesfläche werden von der neuseeländischen Forstwirtschaft schnellwachsende, nicht-einheimische Baumarten wie die Monterey-Kiefer (Pinus radiata) und der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) angebaut.
Die beiden wichtigsten einheimischen Waldtypen des Landes sind einerseits Nadelwälder, beispielsweise aus Steineibengewächsen (Podocarpaceae) oder Kauri-Bäumen (Araucariaceae) zusammengesetzt, sowie Laubwälder, die hauptsächlich aus Südbuchen (Nothofagus) bestehen. Die meisten neuseeländischen Bäume sind immergrün. Vor allem die Nadelwälder werden durch Epiphyten wie zum Beispiel dem Rata (Metrosideros robusta) in ihrer Erscheinung geprägt, aber auch einige wenige, mit unseren Misteln verwandte Arten leben hemiparasitisch auf Südbuchen. Unterhalb des dichten Walddaches kommen zahlreiche, meist endemische Farne vor. Am imposantesten sind zweifellos die Baumfarne (Cyatheales), die bis über zehn Meter hoch werden. Der bekannteste unter den Farnen ist der Ponga oder Silberfarn, er stellt die neuseeländische Nationalpflanze dar. Des Weiteren konnten sich in Neuseeland verschiedene Palmenarten wie zum Beispiel die Nikau-Palme (Rhopalostylis sapida) entwickeln. Besonders auffällig sind schließlich noch der Pohutukawa (Metrosideros excelsa) und der sogenannte (Cordyline australis).
Ungefähr 10 % der Landesfläche sind mit einheimischer Offenlandvegetation bedeckt. Dazu gehören unter anderem Tussockgrasländer sowie Busch- und Heideland.
Wesentliche Teile der einheimischen Vegetation (circa ein Drittel der Landesfläche) stehen unter Naturschutz, zu guten Teilen in Nationalparks und so genannten .
Fauna
Aufgrund der verhältnismäßigen Isolation hat sich in Neuseeland ein einzigartiges Ökosystem entwickelt, dessen herausragendstes Merkmal vor der polynesischen Kolonisation das Fehlen jeglicher Art von Landsäugetieren war, ausgenommen von drei Fledermausarten (die zwei Arten der Neuseelandfledermäuse und ).Viele der Nischen, die normalerweise von Säugetieren besetzt würden, sind von Vögeln belegt worden. So spielen hier flugunfähige Vögel eine besonders wichtige Rolle. Zu ihnen gehören der Kakapo (Strigops habroptilus), der Kiwi (Apterygidae), der Takahe (Porphyrio mantelli), der Weka (Gallirallus australis) und der ausgestorbene Moa (Dinornithiformes). Die Vögel wurden von Greifvögeln gejagt, von denen der größte, der Haastadler (Harpagornis moorei), eine Spannweite von bis zu drei Metern und ein Gewicht von bis zu 14 Kilogramm hatte. Einige der flugunfähigen Arten kommen heute nur noch auf raubtierfreien Inseln vor der Küste Neuseelands vor. Weniger Probleme haben die kräftigen Papageienarten Kea (Nestor notabilis) und Kaka (Nestor meridionalis). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vögel, die über die riesigen Weiten des Pazifiks fliegen, um Teile des Jahres in Neuseeland zu verbringen, wie der Westlandsturmvogel (Procellaria westlandica). Auch Königsalbatrosse (Diomedea epomophora) und Australtölpel (Morus serrator) nisten hier. Die Küsten teilen sich verschiedene Pinguin-Arten wie der Dickschnabelpinguin (Eudyptes pachyrhynchus), der Gelbaugenpinguin (Megadyptes antipodes) und der Zwergpinguin (Eudyptula minor) mit Neuseeländischen Seebären (Arctocephalus forsteri), Elefantenrobben (Mirounga) und Neuseeländische Seelöwen (Phocarctos hookeri). Vor den Küsten schließlich sind Delfine und Wale anzutreffen, wo es außerdem eine seltene Kleindelfinart gibt, die Hector-Delfin (Cephalorhynchus hectori) genannt wird. In etwa zehn Generationen wird sie wahrscheinlich ausgestorben sein. Des Weiteren ist Neuseeland die Heimat des Tuatara (Sphenodon punctatus), einer uralten Reptilienart, und des Weta (Anostostomatidae), eines Insekts, das bis zu 10 cm lang werden kann. Neuseeland ist eines der wenigen Länder dieser Erde, in dem es keine Schlangen gibt.
Die Ankunft erst der Maori und später auch der Europäer hat aufgrund der Eingriffe des Menschen in die Natur und wegen absichtlich und unabsichtlich mitgebrachter Tiere (Neozoen), vor allem von Ratten, aber auch von Hunden, Katzen, Igel, Hermeline und anderer Wieselarten sowie dem australischen Fuchskusu zu zwei spektakulären Aussterbewellen geführt. Die neuseeländische Regierung versucht mit verschiedenen Maßnahmen, die durch importierte Tiere in ihrer Existenz bedrohten endemischen Arten, allen voran die vielen unterschiedlichen Vögel, vor dem Aussterben zu bewahren. Zum einen wird durch Kastration, zum Beispiel von Katzen, deren Vermehrung verhindert, und zum anderen ist Neuseeland weltweit führend in der Ausrottung eingeführter Tiere und hat damit begonnen, kleinere Inseln vor der Küste wieder in ihren Zustand vor der Kolonisierung zu versetzen und dort wieder einheimische Arten anzusiedeln, um in der nächsten Stufe das Projekt auch auf die beiden Hauptinseln auszudehnen.
siehe auch: Nationalparks in Neuseeland
Bevölkerung
Demographie
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Bevölkerungsentwicklung x1000 Bildherkunft |
Bei der Volkszählung im Jahr 2001 lebten zum Stichtag 6. März 3.820.749 Menschen in Neuseeland. Am 17. Juli 2006 betrug die geschätzte Einwohnerzahl 4.141.766 Personen. Die endgültigen Ergebnisse der alle fünf Jahre stattfindenden Volkszählungen sind im Juli 2006 noch nicht bekanntgegeben. Die Bevölkerungsdichte beträgt ungefähr 15 Menschen pro km² (Deutschland: 231 pro km²). Damit gehört Neuseeland zu den dünner besiedelten Ländern der Erde, wenn es auch um ein Vielfaches dichter besiedelt ist, als das Nachbarland Australien (2,6 Einwohner pro km²). Dabei verteilt sich die Bevölkerung ungleichmäßig auf die verschiedenen Landesteile: Während auf der größeren Südinsel nur gut eine Million Menschen leben und große Landesteile − wie zum Beispiel Fiordland − so gut wie unbewohnt sind, haben etwa 1,3 Millionen Personen alleine im Ballungsraum Auckland, der größten Stadt des Landes, ihren Wohnsitz. Insgesamt leben über drei Millionen Menschen auf der kleineren Nordinsel.
Das Durchschnittsalter liegt (2002) bei 33,1 Jahren. Die Geburtenrate liegt bei 14,14 pro 1000 Einwohner (2003), während im gleichen Zeitraum 7,54 Todesfälle pro 1000 Menschen zu verzeichnen waren. Durch Migration wuchs die Bevölkerung um weitere 4,26 Personen pro 1000 Einwohner. Die Kindersterblichkeitsrate lag 2005 bei 5,85 pro 1000 Einwohnern, während pro Frau durchschnittlich 1,79 Kinder geboren werden (Fertilitätsrate). Die Lebenserwartung liegt bei der Geburt bei 78,32 Jahren (2003). Während Männer durchschnittlich 75,34 Jahre alt werden, erreichen Frauen im Schnitt ein Alter von 80,44 Jahren.
Neuseeland gehört mit einem Urbanisierungsgrad von 86 % im Jahr 2005 zu den Ländern mit der prozentual höchsten Stadtbevölkerung der Erde. Dabei lebt alleine in der Stadt Auckland fast ein Drittel (32 %) der Gesamtbevölkerung des Landes.
Ethnische Zusammensetzung
Den größten Teil der Bevölkerung machen Neuseeländer europäischer Abstammung, genannt , aus. Diese Volksgruppe, die mindestens in der dritten Generation in Neuseeland lebt und großteils von den Britischen Inseln, aber auch aus Deutschland, Italien, Polen, den Niederlanden und zahlreichen weiteren europäischen Staaten stammt, macht etwa 75,0 % der Gesamtbevölkerung aus. Dazu kommen etwa noch 5,0 % Europäer, die entweder in der ersten oder zweiten Generation in Neuseeland leben. Die mit Abstand zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden die polynesisch-stämmigen indigenen Einwohner Neuseelands, die Maori, denen sich 14,7 % der Bevölkerung zugehörig fühlt. Zwischen 1996 und 2001 stieg der Anteil an Asiaten mit insgesamt 6,6 % zur drittgrößten ethnischen Gruppe auf. Dabei bilden Chinesen mit 2,8 % vor Indern mit 1,7 % die Mehrheit. Die asiatische Bevölkerungsgruppe überholte bis 2001 die Gruppe von Menschen von den Pazifischen Inseln, die noch etwa 6,5 % der Landesbevölkerung stellen. Die meisten der Pazifischen Insulaner stammen aus Samoa, gefolgt von den Cookinseln sowie Tonga. Insgesamt ist etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung nicht in Neuseeland geboren.(Stand: jeweils Volkszählung 2001, Anmerkung: Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass es in Neuseeland einer Person möglich ist, sich mehreren ethnischen Gruppen zuzuordnen.)
Religionen
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Die größten Konfessionen Neuseelands pro Distrikt Bildherkunft |
In Neuseeland leben vergleichsweise viele Atheisten – über 24 % der Gesamtbevölkerung fühlen sich keiner Religion zugehörig. Die vorherrschende Religion ist das Christentum. Die größte christliche Konfession ist die Anglikanische Kirche mit etwa 24 %, darauf folgt die Presbyterianische Kirche mit etwa 18 %. Die drittgrößte christliche Konfession schließlich ist die Römisch-Katholische Kirche mit etwa 15 % Anteil an der Bevölkerung. Kleinere christliche Gruppierungen schließen die Methodisten mit weniger als 5 % sowie die Baptisten mit etwa 2 % ein.
Unter den Maori ist die neuseeländische Ratana-Kirche sehr beliebt. Weitere kleinere Religionsgruppen sind der Buddhismus, dicht gefolgt vom Hinduismus sowie vom Islam. Es gibt auch einige jüdische Gemeinden.
Während die anglikanische sowie die presbyterianische Kirche in den letzten Jahren an Mitgliederschwund leiden, verzeichnen die meisten anderen Kirchen Mitgliederzuwächse, meistens durch Einwanderer. Die Zahl der Moslems zum Beispiel erhöhte sich von 1996 bis 2001 um 74 %. Die katholische Kirche ist in den Großstädten der Nordinsel bereits größte Konfession. Durch den ausgeprägten Anteil an Presbyterianern im Süden der Südinsel kann man heute noch erkennen, dass dieses Gebiet vornehmlich durch schottische Einwanderer besiedelt wurde. Die katholische Bevölkerungsmehrheit in manchen ländlichen Distrikten ist zum Beispiel in Waitakere auf starke Zuwanderung von Dalmatiern und Kroaten zurückzuführen.
Sprachen
In Neuseeland genießen drei Sprachen den Status einer Amtssprache: Englisch, Maori und die Neuseeländische Gebärdensprache.Während sowohl Maori als auch die Neuseeländische Gebärdensprache nur von einem relativ geringen Anteil der Bevölkerung verstanden oder gar aktiv verwendet werden, ist das neuseeländische Englisch die wichtigste Umgangssprache, die von 96,1 % (2001) der Bevölkerung gesprochen wird. Dieser englische Dialekt ist sehr nahe mit dem Australischen Englisch verwandt, zeichnet sich aber durch viele, der Maori-Sprache entlehnte Wörter aus. So ist zum Beispiel in Neuseeland der Gruß mittlerweile genauso weit verbreitet, wie das klassische (von Englisch: ).
Die Zweite Amtssprache, Maori (Eigenbezeichnung: ), verlor bis in die 1990er Jahre immer mehr an Bedeutung, und die Anzahl der Maori-Sprecher nahm kontinuierlich ab. In den letzten zehn Jahren wird aber an immer mehr – öffentlichen wie privaten – Schulen Maori als Wahlfach unterrichtet, so dass auch Neuseeländer europäischer Abstammung Zugang zu dieser Sprache erhalten. Seitdem nimmt die Zahl derer, die Maori sprechen und verstehen, besonders in der Altersgruppe der drei- bis 25jährigen, wieder leicht zu. Insgesamt beherrschten 2001 4,5 % der Bevölkerung die Sprache flüssig.
Die Neuseeländische Gebärdensprache (englisch: ; NZSL) ist seit dem 10. April 2006 ebenfalls offizielle Amtssprache und bildet damit die weltweit erste Sprache für Gehörlose, die diesen Status besitzt. Obwohl sie bereits seit 1994 an speziellen Schulen unterrichtet wird und 1998 das erste Wörterbuch für die Sprache veröffentlicht wurde, beträgt die Zahl der Menschen, die NZSL flüssig beherrschen, nur 0,8 % (2001).
Zusätzlich zu den drei Amtssprachen werden noch zahlreiche andere Sprachen in Neuseeland gesprochen, die von den vielen Einwanderen ins Land gebracht wurden. Die meisten Sprecher verzeichnet das Chinesische, gefolgt von Samoanisch, Französisch sowie Deutsch, das immerhin noch 1,0 % (2001) der Bevölkerung flüssig beherrscht.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte NeuseelandsBesiedlung durch Polynesier
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Ein Maori mit Gesichtstätowierung Bildherkunft |
Neuseeland wurde vermutlich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, spätestens aber in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und in mehreren Einwanderungswellen besiedelt. Die Nachkommen dieser ersten Einwanderer begründeten die Maori-Kultur. Aus der Besiedlung der Chatham-Inseln östlich von Neuseeland ging die Moriori-Kultur hervor. Ob diese Besiedlung eigenständig oder von Neuseeland aus erfolgte, ist umstritten, aber die Gemeinsamkeiten in der Sprache sind beispielsweise eindeutige Anzeichen für eine Besiedlung vom Festland aus. Viele der eingewanderten Maori – vor allem auf der Nordinsel – gaben dem Land den Namen Aotearoa, was meistens als „Land der langen weißen Wolke“ übersetzt wird.
Da sich die ersten Maori, die das Land erreichten, nicht durch Säugetiere ernähren konnten, waren sie zu Beginn Moa-Jäger. Diese flugunfähigen Vögel hatten entfernte Ähnlichkeit mit dem afrikanischen Strauß und waren binnen weniger Jahre ausgerottet. Ebenso gab es wahrscheinlich ab 1700 kein lebendes Exemplar des Haastadlers, des größten neuzeitlichen Greifvogels der Erde, mehr. Die erstmalige Besiedlung des Landes durch die Maori führte so zum Aussterben vieler Tierarten. Später ernährten sich die Maori durch die Kultivierung der Kumara (einer Art Süßkartoffel) sowie vom Cabbage Tree. Kannibalismus war in Neuseeland – im Gegensatz zu anderen Gebieten des Südpazifiks – nicht üblich.
Entdeckung und frühe Besiedlung
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Eine Nachbildung der Endeavour, Schiff von James Cook Bildherkunft |
Der erste Europäer, der Neuseeland erblickte, war der niederländische Seefahrer Abel Tasman. Die Aufgabe seiner Reise war es, das „Große südliche Land“ zu entdecken, in dem eine große Anzahl an wertvollen Rohstoffen vermutet wurde. Auf seiner Reise entdeckte er im Jahr 1642 schließlich ein „großes, hoch gelegenes Land“ - die heutige Region West Coast auf der Südinsel. Auch wenn er nicht sicher war, vermutete er, dass er ein weiteres Stück Küste von entdeckt hatte. Als er in der Golden Bay in der heutigen Region Tasman das Land aus der Nähe erkunden wollte, kam es zur ersten blutigen Begegnung zwischen den „Ureinwohnern“ und den Europäern, bei der vier niederländische Seeleute getötet wurden. Der „Entdecker Neuseelands“ setzte folglich niemals einen Fuß auf neuseeländischen Boden. Als eine Expedition unter Hendrik Brouwer ein Jahr später feststellte, dass der von Tasman besuchte Küstenstreifen nicht zu gehörte, wurde das Land in das Lateinische ' umbenannt und später als ' (niederländisch) bezeichnet.
Erst 1769/70 wurden wieder Expeditionen in die Gewässer um die auf Englisch ' genannten Inseln gestartet. Der englische Kapitän James Cook sollte – ebenso wie Tasman – einen vermuteten südlichen Kontinent finden. Im Oktober 1769 traf Cooks Schiff Endeavour am südwestlichen Punkt der Poverty Bay genannten Bucht von Tahiti kommend auf Neuseeland. Nach ersten feindseligen Begegnungen, aber auch gelungenen Annäherungsversuchen mit Maori umsegelte Cook zunächst die Nordinsel sowie nach einem längeren Aufenthalt in den Marlborough Sounds die Südinsel und konnte so nachweisen, dass es sich bei Neuseeland um Inseln und nicht einen Teil eines Kontinents handelte. Cook und die ihn begleitenden Wissenschaftler kartographierten das Land gründlich, erkundeten ausgiebig die Flora und Fauna des Landes, und sammelten Informationen zu den Maori.
Nur wenige Wochen nach Cook entdeckte auch Jean-François-Marie de Surville Neuseeland. In den folgenden Jahren wanderten großteils Walfänger, Robbenfänger und später auch Missionare nach Neuseeland ein. Diese hatten mitunter ausgeprägte Kontakte zu den Maori. Beide Parteien handelten miteinander, und einige wenige Europäer lebten direkt unter den Maori.
Die Geburt der Nation
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Die Flagge der United Tribes of New Zealand Bildherkunft |
Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts führte die ungleichmäßige Verteilung von Schusswaffen, die die Maori durch Tauschgeschäfte von den Europäern bekamen, zu den von 1829 bis 1835 gipfelnden Musketenkriegen (englisch: '), bei denen sich zahlreiche Stämme untereinander bekämpften und − Schätzungen der Regierung zufolge − etwa 20.000 Menschen zu Tode kamen. Durch die Europäer eingeschleppte Krankheiten, gegen die die Maori nicht resistent waren, dezimierten die Zahl der autochthonen Bewohner des Landes nachhaltig. In den 1820er Jahren schließlich kam es außerdem noch zu den ersten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Maori und Weißen. Im Jahr 1832 schickte die britische Regierung den Gesandten James Busby nach Neuseeland und ernannten ihn zum Residenten. Er sollte den britischen Handel überwachen und kontrollieren und zwischen streitenden Weißen und Maori eine Vermittlerrolle einnehmen, war jedoch bei der Durchsetzung seiner Ziele weitgehend auf sich gestellt. Nachdem ein neuseeländisches Handelsschiff wegen fehlendem Herkunftssymbol im Hafen von Sydney beschlagnahmt worden war, aber nicht unter britischer Flagge fahren durfte, da Neuseeland noch nicht zu Großbritannien gehörte, wählten am 20. März 1834 mehrere Dutzend Maori-Anführer unter seiner Aufsicht eine offizielle Flagge aus, die später offizielle Flagge der (deutsch: Vereinigte Stämme Neuseelands) wurde. Aufgrund der in Neuseeland herrschenden Gesetzlosigkeit und der damit verbundenen Probleme sowie der Angst, dass Frankreich an der Banks-Halbinsel eine eigene Kolonie gründen könnte, setzte Busby einen Vertrag auf, der am 28. Oktober 1835 von über 30 Maori-Anführern unterzeichnet wurde und als Unabhängigkeitserklärung (englisch: ') sowie Gründung der „Vereinigten Stämme“ in die Geschichte einging.
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Die Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi Bildherkunft |
Die Souveränität des Landes hatte jedoch schon wenige Jahre später, genauer gesagt 1840, ein Ende. Zu diesem Zeitpunkt nämlich gab es in Frankreich tatsächlich konkrete Bestrebungen, auf der Südinsel des Landes eine Kolonie zu gründen. Die britische Krone wollte dies unter allen Umständen verhindern. Da man den neuen Staat der „Vereinigten Stämme“ als zu schwach ansah, seine Interessen zu wahren, wurde das Land im Januar 1840 offiziell vom Britischen Imperium annektiert. Um dieses Vorgehen für rechtmäßig erklären zu können, beeilte sich der damalige Generalgouverneur des Landes, William Hobson, zahlreiche Maori-Häuptlinge nahe dem Ort Waitangi zu versammeln, die am 6. Februar des gleichen Jahres den Vertrag von Waitangi unterzeichneten. Dieses Dokument gilt als „Geburtsstunde“ des modernen Neuseelands. Der Vertrag selbst band Neuseeland an die britische Krone. Auf der einen Seite gaben die Maori ihre Souveränität auf, auf der anderen Seite bekamen sie aber Bürgerrechte zugesichert. Außerdem durften sie alle Ländereien behalten, die sie vor der Unterzeichnung des Vertrages besaßen. 1975 wurde das Waitangi-Tribunal eingesetzt, um Unstimmigkeiten und Verletzungen des Vertrages wieder gutzumachen.
Kolonialzeit
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Ein Hinterhalt in den Maorikriegen Bildherkunft |
Die 1839 gegründete New Zealand Company warb um neue Einwanderer. Diese errichteten zahlreiche Städte und Dörfer und besiedelten große Teile des Landes. Sie lebten oft als Bauern in Frieden mit den Maori und kultivierten die Landschaft. Als aber mehr und mehr Einwanderer das Land erreichten und immer größere Landflächen benötigt wurden, kam es zu Zwistigkeiten zwischen Siedlern und Maori. Als die Missstände immer größer wurden, kam es schließlich zu offenen bewaffneten Konflikten, die in Northland bereits im Jahr 1840 zu einer kriegerischen Auseinandersetzung anwuchsen. Bis 1860 hatten sich die Kämpfe, die als Maorikriege in die Geschichte eingingen, auf das ganze Land ausgedehnt. Nach diesen Auseinandersetzungen betrug die Zahl der Maori 1891 nur noch 44.000 im Vergleich zu über 120.000 vor dem Jahr 1820.
Nach der Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi wurde Neuseeland als Teil von New South Wales verwaltet, bis das Land ab 31. Mai 1841 eine eigene Kolonie bildete. Die Europäer besiedelten in den folgenden Jahrzehnten beinahe das gesamte Land und gründeten insgesamt neun Provinzen.
1861 wurden auf der Südinsel große Goldvorkommen entdeckt. Um separatistische Bewegungen auf der aufstrebenden Südinsel zu verhindern, wurde die ursprünglich in Russell gelegene Hauptstadt von Auckland im hohen Norden nach Wellington in die Mitte des Landes verlegt.
Noch vor der Jahrhundertwende deuteten sich erhebliche Verbesserungen für benachteiligte Teile der Bevölkerung an: Als sich Neuseeland ab 1852 aufgrund des relativ selbständig verwaltete, bekamen auch Maori Sitze im Parlament, und 1893 wurde in Neuseeland – als erstem Land der Welt – das Frauenwahlrecht eingeführt.
Das moderne Neuseeland
Das Land entschied sich 1901 gegen einen Beitritt zum und blieb bis 1907 eine Kolonie, als Neuseeland den Status einer Dominion erhielt und folglich fast unabhängig von Großbritannien wurde. Insgesamt pflegte Neuseeland nicht nur während des gesamten 19. Jahrhunderts sondern auch zu großen Teilen des 20. Jahrhunderts äußerst enge Beziehungen zum „Mutterland“ Großbritannien. So beteiligte sich das Land an der Seite des Vereinigten Königreiches am zweiten Burenkrieg (1899–1902), dem Ersten sowie dem Zweiten Weltkrieg.Die Frage, seit wann Neuseeland ein eigenständiger Staat ist, ist nicht leicht zu klären, da das Land nach angelsächsischer Tradition keine geschriebene Verfassung besitzt. Neben 1840 (Vertrag von Waitangi) und 1907 (Entstehung der Dominion) gibt es weitere Zeitpunkte auf Neuseelands Weg zur Unabhängigkeit: 1931 wurde von der englischen Regierung das Statut von Westminster erlassen, das den Dominions die Möglichkeit zur Unabhängigkeit gab. Am 25. Dezember 1947 wurde es schließlich von Neuseeland unterzeichnet. Andererseits gab sich Neuseeland erst 1986 eine vom neuseeländischen Parlament abgesegnete Verfassung, bis dahin galt die Verfassung des – noch vom britischen Parlament ausgearbeiteten – von 1852.
1951 verbündeten sich die drei Staaten Australien, die USA und Neuseeland zum ANZUS-Sicherheitspakt, um im Hinblick auf den gerade vorübergegangenen Zweiten Weltkrieg zukünftige Konflikte gemeinsam verhindern zu können. Wegen Differenzen über Neuseelands Anti-Atompolitik erfolgte die Suspendierung des Pakts durch die USA im Jahr 1984. Im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen das französische Atomwaffen-Programm in Französisch Polynesien wurde das Greenpeace-Flaggschiff „Rainbow Warrior“ 1985 im Hafen von Auckland von französischen Geheimagenten versenkt. Zwei Jahre später erklärte sich Neuseeland zur atomfreien Zone.
Politik
Hauptartikel: Politisches System NeuseelandsStaatsorganisation
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Das neuseeländische Parlament, genannt „Beehive“ (deutsch Bienenstock) in Wellington Bildherkunft |
Neuseeland ist eine unabhängige parlamentarische Monarchie, die sich am britischen Vorbild orientiert, aber nur eine Kammer hat, es gibt also kein Oberhaus. Nach dem ist das Staatsoberhaupt der König beziehungsweise die Königin von Großbritannien und Nordirland in seinem/ihrem Amt als König/in von Neuseeland. Das Staatsoberhaupt wird, wie in jedem Commonwealth Realm, von einem Generalgouverneur repräsentiert, der jedoch keine Macht auf das Parlament ausüben kann. Regierungssitz und Sitz des Parlaments ist Wellington.
- Exekutive – Regierungschef ist der Premierminister. Das aus 20 Personen bestehende Kabinett wird vom Premierminister geleitet. Alle Kabinettsmitglieder müssen zugleich Mitglieder des Parlaments sein.
- Legislative – Das Parlament besteht normalerweise aus 120 Abgeordneten, die alle drei Jahre gewählt werden; durch Überhangmandate können aber in das Parlament über 120 Mitglieder einziehen (2005: ein Überhangmandat). Eine kleine Anzahl von derzeit sieben Sitzen im Parlament ist dabei für Maori-Abgeordnete reserviert. Seit 1996 wird nach dem personalisierten Verhältniswahlrecht gewählt, das das zuvor angewandte Mehrheitswahlrecht nach englischem Vorbild ablöste.
- Judikative – Die Judikative in Neuseeland wird durch den Obersten Gerichtshof Neuseelands (englisch ), weitere hohe Gerichte (das und der ) sowie durch zahlreiche regionale Gerichte (englisch ) ausgeübt. Des weiteren existieren für bestimmte Verhandlungen besondere Gerichte, so zum Beispiel das Jugendgericht (englisch ), ein Gericht für Maori-Fragen (englisch ) oder das Familiengericht (englisch ). Außerdem gibt es noch besondere Strafgerichte, wie zum Beispiel das .
- Das neuseeländische Gesetz basiert auf drei wichtigen Säulen: dem englischen Common Law, sehr vielen im Vereinigten Königreich beschlossenen Gesetzen, zum Beispiel der Bill of Rights von 1689, sowie allen Beschlüssen des neuseeländischen Parlaments. Das großteils auf dem Gewohnheitsrecht basierende Common Law wird fast immer genau so wie in Großbritannien angewandt, auch, weil das Oberste Gericht bis zum Jahr 2004, als der in Wellington seine Arbeit aufnahm, das Gericht des Privy Council in London war.
Siehe: Premierminister Neuseelands; Generalgouverneure Neuseelands
Parteienlandschaft
Hauptartikel: Parteien NeuseelandsVor der Bildung von politischen Parteien, gab es im neuseeländischen Parlament nur einzelne Kandidaten zu wählen. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden zunehmend stärker werdende lose Interessengruppen gebildet, die sich zu Beginn meist nach geographischer Herkunft der Kandidaten, später dann aber nach politischer Einstellung – Konservatismus oder Liberalismus – zusammenfanden. Generell wird die von John Ballance gegründete und später von Richard Seddon geprägte Liberal Party als erste wirkliche politische Partei Neuseelands angesehen. Sie stellte von 1890 bis 1912 die Regierungsmehrheit. Ab 1903 begannen zahlreiche Parlamentarier damit, sich zu einer konservativen Alternativbewegung zusammenzuschließen, die seit 1909 offiziell als Reform Party bezeichnet wurde und sich deutlich von der liberalen Partei unterscheiden sollte. Mit dem Zusammenschluss von zahlreichen sozialistischen Gruppierungen zur Labour Party im Jahr 1916 begann der Niedergang der liberalen Partei, die in den folgenden Wahlen keinen Rückhalt mehr aus der Arbeiterklasse hatte und schließlich auch noch auf ihre zweite Wählerbasis, Geschäftsleute und Arbeitgeber, die über den Aufstieg der sozialdemokratischen Partei besorgt waren und sich geschlossen der Reform Party mit ihrem „Anti-Sozialismus“-Programm anschlossen, verzichten mussten. Letztere politische Vereinigung war bis 1928 an der Macht, bis sie von einem Bündnis aus Labour Party und United Party, der Nachfolgepartei der Liberal Party, abgelöst wurde. Als die Arbeiterpartei 1935 ohne Koalitionspartner die Regierung bilden konnte, fusionierten United und Reform Party zur konservativen National Party, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der größte und einzige Konkurrent der Labour Party war. In den frühen 1990er-Jahren wurden zahlreiche kleinere Parteien gegründet, die bekanntesten sind die Green Party of Aotearoa (1990), Alliance (1991) sowie New Zealand First (1993). Diese konnten wegen des Mehrheitswahlrechts trotz großer Stimmenanteile nur wenige Parlamentssitze erringen. Erst nach der Einführung des personalisierten Verhältniswahlrechts zu den Wahlen im Jahr 1996 waren kleinere Parteien in größerem Umfang in der Lage, die Politik in Neuseeland mitzubestimmen.
Nach den Wahlen von 2005 dominieren zwar weiter die Labour Party unter ihrer Vorsitzenden Helen Clark und die National Party unter ihrem Vorsitzenden Don Brash die neuseeländische Parteienlandschaft und liefern sich bei Wahlen regelmäßig ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch neben diesen beiden Parteien sind noch sechs weitere im Repräsentantenhaus vertreten: die rechtsgerichtete, nationalistische und häufig als populistisch beschriebene Partei New Zealand First, die linksgerichtete, grüne Green Party of Aotearoa, die 2004 vom ehemaligen Labour-Kabinettsmitglied Tariana Turia gegründete Māori Party, die sich insbesondere für die Interessen der Maori einsetzt, die christdemokratische Mitte-Rechts-Partei United Future, die wirtschaftsliberale ACT New Zealand und die demokratisch-sozialistische Jim Anderton’s Progressive Party (eine Abspaltung der sozialdemokratischen Alliance).
Politische Entwicklung
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Helen Clark, 37. Premierministerin von Neuseeland Bildherkunft |
Mit Jenny Shipley wurde 1997 das erste Mal eine Frau zur neuseeländischen Premierministerin gewählt. Aber bereits zwei Jahre später, im Jahr 1999, musste die Politikerin der National Party das Amt an ihre Konkurrentin von der Labour Party, Helen Clark, abgeben. Diese wurde bereits zweimal (2002 und 2005) in ihrem Amt bestätigt. Zur Zeit bildet sie eine Minderheitsregierung mit der nur einen Abgeordneten stellenden Jim Anderton's Progressive Party, die von zwei weiteren Parteien – der New Zealand First Party sowie von United Future New Zealand – unterstützt wird. Diese beiden Parteien stellen Minister außerhalb des Kabinetts. Ein zusätzliches Abkommen mit der Green Party garantiert deren Unterstützung in Vertrauensfragen. Die größte Oppositionspartei ist die New Zealand National Party.
| Wahlergebnisse 2005 | |||
|---|---|---|---|
| Partei | Stimmenanteil | Sitze | |
| Labour Party | 41,10 | 50 | |
| National Party | 39,10 | 48 | |
| New Zealand First Party | 5,72 | 7 | |
| Green Party | 5,30 | 6 | |
| Maori Party | 2,12 | 4 | |
| United Future New Zealand | 2,67 | 3 | |
| ACT New Zealand | 1,51 | 2 | |
| Jim Anderton's Progressive | 1,16 | 1 | |
Staatsoberhäupter von Neuseeland
| Staatsoberhäupter | |||
|---|---|---|---|
| Regierungszeit | Name | Dynastie | Lebensdaten |
| 1837–1901 | Victoria | Sachsen-Coburg-Gotha | 1819–1901 |
| 1901–1910 | Edward VII. | Sachsen-Coburg-Gotha | 1841–1910 |
| 1910–1936 | George V. | Windsor * | 1864–1936 |
| 1936 | Edward VIII. | Windsor * | 1894–1972 |
| 1936–1952 | George VI. | Windsor * | 1895–1952 |
| seit 1952 | Elizabeth II. | Windsor * | seit 1926 |
* 1917 wandelte der damalige König George V. den Namen seines Hauses von Sachsen-Coburg-Gotha in House of Windsor um, um das britische Königshaus vom im Ersten Weltkrieg feindlichen Deutschen Reich abzugrenzen.
Außenpolitik und Militär
Die neuseeländischen Streitkräfte gliedern sich in drei Zweige: Die Seestreitkräfte (), die Luftstreitkräfte () sowie die Landstreitkräfte (), die aus 4.500 regulären Soldaten und 2.500 weiteren Beschäftigten besteht. Außenpolitisch hat sich Neuseeland einerseits durch seine regelmäßige Beteiligung an Kriegen auf Seiten Großbritanniens profiliert. So beteiligte sich Neuseeland unter anderen am Burenkrieg, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, dem Koreakrieg, dem Vietnamkrieg, dem Zweiten Golfkrieg und dem Krieg in Afghanistan. Des Weiteren stellte beziehungsweise stellt Neuseeland Truppen für verschiedene Friedensmissionen, zum Beispiel in Zypern, Somalia, Bosnien und Herzegowina, im Sinai, in Angola, Kambodscha, an der iranisch-irakischen Grenze sowie in Osttimor bereit.Das militärische Verteidigungsbündnis ANZUS mit den USA und Australien war zwischenzeitlich wegen der strikten Anti-Atom-Politik Neuseelands, in deren Rahmen sich das Land auch gegen die französischen Atomtests im Südpazifik stark machte, ausgesetzt.
Neuseeland ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und des Commonwealth. Weiterhin ist es seit der Gründung am 6. Februar 1947 Mitglied des Sekretariats der Pazifischen Gemeinschaft, der Organisationen der Weltbankgruppe (außer der MIGA), seit der Gründung 1966 der Asiatischen Entwicklungsbank, seit der Gründung am 17. April 1973 des , seit dem 29. Mai 1973 der OECD, seit der Gründung 1980 des Pacific Economic Cooperation Council, seit der Gründung 1989 der APEC sowie seit dem 1. Januar 1995 der Welthandelsorganisation.
Verwaltungsgliederung
Im Vergleich zum föderal gegliederten Australien ist Neuseeland sehr zentralistisch organisiert. Seit einer großen Verwaltungsreform im Jahr 1989 gibt es im Allgemeinen zwei Stufen der Verwaltungsgliederung, die jedoch nur über wenige Ressorts entscheiden können. Die erste Stufe bilden die Regionen (englisch ); die zweite Stufe stellen die Distrikte dar, die entweder als (also „Stadtrat“), (also „Rat des Distrikts“) oder – bei den Chatham-Inseln – als (also „Inselrat“) bezeichnet werden. Vier der 16 Regionen sowie die Chatham-Inseln sind zusätzlich für die Aufgaben eines Distriks verantwortlich, diese werden als bezeichnet. Offiziell agieren die Distrikte unabhängig von den Regionen, so kommt es auch vor, dass sich ein Distrikt in mehreren Regionen befindet. Alle drei Jahre werden die Räte je Region beziehungsweise je Distrikt entweder durch Mehrheitswahl oder durch eine übertragbare Einzelstimmgebung bestimmt. Zahlreiche kleinere Außengebiete des Landes, wie zum Beispiel die Kermadecinseln und die zu Neuseeland gehörigen Subantarktischen Inseln, unterstehen verwaltungstechnisch direkt dem .Regionen
Hauptartikel: Regionen NeuseelandsDie wichtigsten Zuständigkeitsbereiche der Regionen sind die Gebiete Umweltschutz und Transport (zum Beispiel ÖPNV).
| Region | Verwaltungssitz | Fläche (km²) | Einwohner(2) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Northland | Whangarei | 13.941 | 147.600 | |||
| 2 | Auckland | Auckland | 16.140 | 1.316.900 | |||
| 3 | Waikato | Hamilton | 25.598 | 381.800 | |||
| 4 | Bay of Plenty | Tauranga | 12.447 | 257.600 | |||
| 5 | Gisborne (1) | Gisborne | 8.351 | 44.900 | |||
| 6 | Taranaki | Stratford | 7.273 | 105.500 | |||
| 7 | Manawatu-Wanganui | Wanganui | 22.215 | 227.100 | |||
| 8 | Hawke's Bay | Napier | 14.164 | 149.100 | |||
| 9 | Wellington | Wellington | 8.124 | 456.900 | |||
| 10 | Marlborough (1) | Blenheim | 12.484 | 42,300 | |||
| 11 | Nelson (1) | Nelson | 445 | 45.200 | |||
| 12 | Tasman (1) | Richmond | 9.786 | 45.800 | |||
| 13 | Canterbury | Christchurch | 45.845 | 520.600 | |||
| 14 | West Coast | Greymouth | 23.000 | 30.600 | |||
| 15 | Otago | Dunedin | 31.476 | 195.000 | |||
| 16 | Southland | Invercargill | 30.753 | 93.600 | |||
| 17 | Chatham-Inseln (3) | Waitangi | 963 | 750 | |||
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(1) Diese Regionen sind , nehmen also zugleich Aufgaben von Region und Distrikt wahr. (2) Bevölkerungsschätzung basiert auf der Volkszählung von 2001. (3) Die Chatham-Inseln liegen circa 800 Kilometer östlich von Neuseeland und sind nicht auf der Karte eingezeichnet. Sie haben den besonderen Status eines mit den Befugnissen einer . | |||||||
Distrikte
Hauptartikel: Distrikte NeuseelandsDie lokale Ebene des Staatsaufbaus stellen 16 Stadt- (englisch: ) und 57 Bezirksverwaltungen (englisch: ) sowie die Verwaltung der Chathaminseln (englisch: ) dar. Sie sind für Straßenbau, Kanalisation, Baugenehmigungen und sonstige lokale Angelegenheiten zuständig.
Städte und Ballungsräume
Hauptartikel: Städte NeuseelandsIn Neuseeland gibt es offiziell 16 Städte (). Die größten unter ihnen sind Auckland City mit etwa 420.000, Christchurch mit 345.000 und Manukau mit etwa 330.000, North Shore mit etwa 210.000, gefolgt von Waitakere und Wellington mit je etwa 190.000 Einwohnern.
Wenn in Neuseeland im allgemeinen Sprachgebrauch die Rede von Städten ist, sind meist Ballungsräume gemeint. Offiziell bezeichnet der von der Statistikbehörde Neuseelands festgesetzte Begriff eine städtische Agglomeration, die gesondert statistisch erfasst wird, obwohl sie nicht mit den Grenzen der oben erläuterten Verwaltungseinheiten übereinstimmt. Der bei weitem größte Ballungsraum ist die Metropole Auckland mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern. Somit lebt circa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung in der Stadt, die sich aus den vier größten City Councils der Nordinsel (Auckland City, Manukau, North Shore und Waitakere) zusammensetzt und fast so viel Landfläche einnimmt wie ganz London (sieben Millionen Einwohner). Den zweitgrößten Ballungsraum des Landes bildet schließlich die Hauptstadt Wellington mit etwa 370.000 Einwohnern, die sich aus den Wellington City, Porirua, Upper Hutt und Lower Hutt zusammensetzt. Drittgrößte Agglomeration des Landes und mit Abstand größter Ballungsraum der Südinsel ist die „Gartenstadt“ Christchurch mit etwa genauso vielen Bewohnern, der Teile des Selwyn-Distrikts und des Waimakariri-Distrikts zugerechnet werden.
Infrastruktur
Im Hinblick auf die dünne Besiedlung ist Neuseeland verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Aufgrund seiner isolierten Insellage sind die Küstenschifffahrt, der Flugverkehr sowie der Straßenverkehr die wichtigsten Transportmittel. Für seine geringe Einwohnerzahl gibt es in Neuseeland sehr viele Flughäfen und Flugplätze.Flugverkehr
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Eine Boeing 747 der Air New Zealand Bildherkunft |
Neuseeland gehört zu den Ländern mit den meisten Flughäfen pro Kopf. Im Jahr 2002 gab es im Land 113 asphaltierte und nicht asphaltierte Flugplätze. Der Flughafen Auckland ist mit über 11 Millionen Passagieren pro Jahr bei weitem der größte Flughafen des Landes. Darauf folgen die internationalen Flughäfen von Christchurch und Wellington, die je etwa vier Millionen Passagiere pro Jahr transportieren. Die 1940 gegründete Air New Zealand ist mit Abstand die wichtigste Fluggesellschaft des Landes. Pacific Blue, eine Tochtergesellschaft von Virgin Blue, hat sich auf billige Verbindungen zwischen Neuseeland und Australien spezialisiert, während Freedom Air, eine Tochter der Air New Zealand, als Billigfluggesellschaft Ziele im Inland, nach Australien sowie nach Fidschi anbietet.
Straßenverkehr
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Nur teilweise asphaltierter Abschnitt des SH 43. Bildherkunft |
Die Ära des neuseeländischen Straßenbaus begann während der Maorikriege mit der südlich von Auckland im Jahr 1861. Inzwischen stellt der Straßenverkehr das wichtigste Transportmedium des Landes dar. Er genießt eine eindeutig höhere Priorität als der Schienenverkehr. Das Rückgrat des Straßennetzes bilden die , durch die das Land zu großen Teilen erschlossen wird. Abgesehen von etwa 150 Kilometern an Autobahnen, die sich nahe der drei großen Städte Auckland, Wellington und Christchurch befinden, bestehen selbst die wichtigen Überlandstraßen nicht aus mehr als zwei Fahrspuren. Die State Highways sind nicht höhenfrei und führen durch Ortschaften, wenig befahrene Teilstücke der Highways sind sogar nur Schotterstraßen, und insbesondere über Brücken finden sich immer wieder einspurige Streckenabschnitte. Das gesamte Netzwerk umfasst 92.200 Kilometer, von denen etwa 54.000 asphaltiert sind. In Neuseeland gilt Linksverkehr mit Rechtsvorrang. Das bedeutet, als Linksabbieger muss man dem Rechtsabbieger von der gegenüberliegenden Fahrbahn Vorfahrt gewähren. Innerorts gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, außerorts üblicherweise 100 km/h.
Schifffahrt
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Eine Interislander-Fähre in den Marlborough Sounds Bildherkunft |
Die Schifffahrt in Neuseeland ist sowohl für den Personentransport als auch für den Gütertransport wichtig. Die bedeutendste Schifffahrtslinie für den Personentransport ist der Interislander, eine Fährverbindung, die die Nordinsel (Wellington) mit der Südinsel (Picton) verbindet und pro Jahr etwa eine Million Menschen transportiert. Sie überquert auf ihrer drei Stunden langen Fahrt die nur 35 Kilometer breite Cookstraße (diese Zeit wird benötigt, da das Schiff nicht nur die Cookstrasse, sondern auch den Tory Channel und die Marlborough Sounds durchqueren muss, insgesamt circa 70 km). In Neuseeland existieren 1609 Kilometer an Binnenschifffahrtswegen, die aber in der heutigen Zeit keine Bedeutung mehr haben.
Schienenverkehr
Hauptartikel: Eisenbahn in Neuseeland
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Ein Wagen der ADL-Klasse der Vorortbahn Auckland Bildherkunft |
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde im großen Stil damit begonnen, ein ausgedehntes Eisenbahnnetz zu errichten. Dabei wurden neben den drei Hauptstrecken (auf der Nordinsel: und ; auf der Südinsel: ) zahllose private sowie öffentliche Nebenbahnen gebaut, die vom verwaltet wurden. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in vielen größeren Städten des Landes unzählige Kilometer an Straßenbahnen gebaut, von denen nur noch die in Christchurch als Touristenattraktion besteht.
Bis in die 1950er Jahre waren zumeist Dampflokomotiven im Einsatz, außerdem bestanden einige elektrifizierte Abschnitte. Sukzessive wurden Nebenbahnen geschlossen, zweispurige Linien zu einer Spur zurückgebaut, vorhandene Elektrifizierungen wieder entfernt und Passagierverbindungen eingestellt. Von den 3.900 Streckenkilometern sind etwa 500 km vor allem entlang der North Island Main Trunk elektrifiziert. Im Jahr 2006 bestehen nur noch drei Personenfernverkehrsverbindungen, die hauptsächlich touristische Bedeutung besitzen: Von Auckland nach Wellington (fährt von Montag bis Sonntag im Sommer, doch nur von Freitag bis Sonntag von Herbst bis Frühling), von Picton nach Christchurch und die Überquerung der Neuseeländischen Alpen von Christchurch nach Greymouth. Die Bedeutung des Schienenverkehrs für den Gütertransport nimmt in den letzten Jahren wieder zu. Fast das gesamte Netz wurde in der Kapspur, also einer Breite von 1067 mm erstellt. Nach einer Phase der vollständigen Privatisierung der Eisenbahn befindet sich die Eisenbahninfrastruktur seit 2004 wieder in staatlichem Besitz und ist im Unternehmen zusammengefasst.
In den beiden größten Ballungsräumen, Auckland und Wellington, existieren S-Bahn-ähnliche Nahverkehrsnetze, wobei das System in Wellington besser ausgebaut und als einzige Vorortbahn des Landes elektrifiziert ist. Signifikante Verbesserungen für Auckland sind aber geplant. So soll diese bis 2011 vollständig elektrifiziert sein, der unter dem Stadtzentrum verlaufende fertiggestellt sein und der Flughafen besser an das System angebunden werden.
Bildungssystem
Für das Bildungssystem in Neuseeland ist das erst seit dem Jahr 1989 bestehende zuständig. In Zukunft soll die zentrale Verwaltung der Schulen und Universitäten gelockert werden, und diese sollen sich zunehmend selbst verwalten. Des Weiteren existiert mit der (TEC) eine Einrichtung, die über alle tertiären Bildungseinrichtungen wacht.
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Die Universität von Otago in Dunedin Bildherkunft |
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Die Universität Waikato in Hamilton Bildherkunft |
Die Kindererziehung bis zum fünften Lebensjahr ist privat. Trotzdem besuchen 60 % der Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren eine vorschulische Bildungsanstalt, wie zum Beispiel Kindergärten (') oder Spielgruppen ('). Dabei beträgt diese Prozentzahl bei dreijährigen Kindern 90 % und bei vierjährigen sogar 98 %. Ab Vollendung des fünften Lebensjahres kann das Kind in eine Grundschule (') wechseln. Schulpflicht besteht von 6 bis 16 Jahren. Die Ausbildung in der Grundschule erfolgt im Regelfall von Jahr eins bis Jahr acht, wobei das siebte und das achte Jahr alternativ auch in einer ' abgeleistet werden können. Ab der neunten Jahrgangsstufe wird man an einer weiterführenden Schule (') unterrichtet. Mit Vollendung der 11. Klasse kann das ' (NCEA) nach einem Punktesystem erworben werden, was in etwa dem britischen GCSE entspricht. Im darauf folgenden Jahr ist man dazu berechtigt, das dieses Abschlusses zu erhalten, und mit Vollendung des 13. Schuljahres, in der Regel mit etwa 18 Jahren, kann man schließlich den höchsten Schulabschluss erlangen, das des NCEA, oder die ', wie der Abschluss seit 2004 heißt. Dieser entspricht dem deutschen Abitur oder dem britischen . Ein Schuljahr in Neuseeland beginnt normalerweise Ende Januar, dauert bis Mitte Dezember und ist in vier Quartale eingeteilt. Je nach Region schwankt die Klassengröße durchschnittlich von 19 bis 24 Schüler (2004).
In den PISA-Studien der OECD schneidet Neuseeland regelmäßig relativ gut ab. So kamen die 15jährigen Schüler des Landes in allen drei Testgebieten im Jahr 2000 unter die ersten sechs Plätze.
Zum Tertiärbereich des neuseeländischen Ausbildungssystems gehören alle Bildungseinrichtungen, die sich um die nachschulische Ausbildung bemühen. Insgesamt gibt es in Neuseeland 36 tertiäre Ausbildungseinrichtungen, darunter acht Universitäten ('), 21 Fachhochschulen ('), vier Pädagogische Hochschulen ('}) und drei (eine Art Universität, die auf die Kultur der Maori ausgerichtet ist). Ein akademisches Jahr dauert in Neuseeland von Februar bis November und ist normalerweise in zwei Semester aufgeteilt. Manche Bildungseinrichtungen bieten auch ein Sommer-Trimester (') an. Die älteste Universität Neuseelands ist die 1869 gegründete Universität von Otago. Erwähnenswert ist die Universität Waikato wegen ihrer weltweit einzigartigen Fakultät für Maoriwissenschaften. Von 1870 bis 1961 war die University of New Zealand die einzige Universität des Landes, die zu einem offiziellen Abschluss führte. Nach ihrer Auflösung entstanden aus den einzelnen Campus (') die heutigen Universitäten.
Siehe auch: Universitäten in Neuseeland
Wirtschaft
Offizielle Währung des Landes ist der Neuseeländische Dollar (auch „Kiwi-Dollar“; NZD, NZ$), der in 100 Cent (ct) unterteilt wird. Dieser ersetzte im Jahr 1967 das britische Pfund Sterling. Ab diesem Zeitpunkt werden in Neuseeland Einheiten im Dezimalsystem verwendet. Seit 1999 ist der Kiwi-Dollar nach dem Australischen Dollar die zweite Währung der Erde, die Kunststoffgeld verwendet; alle Scheine bestehen aus Polypropylen. Im August 2006 wurden wegen steigender Materialkosten und Verwechslungsgefahr kleinere Münzen eingeführt; die bis dahin gültige 50-Cent-Münze zum Beispiel zählte mit einem Durchmesser von 3,2 Zentimetern zu den größten Münzen der Erde.Wirtschaftsentwicklung
Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Neuseeland ein Agrarstaat, in dem der Großteil der Einwohner im primären Sektor tätig war. Mit Abstand wichtigster Handelspartner war das Vereinigte Königreich, in das etwa die Hälfte der in Neuseeland produzierten – meist landwirtschaftlichen – Güter exportiert wurde. Mit dem EU-Beitritt Großbritanniens im Jahr 1973 änderte sich die wirtschaftliche Situation des Landes grundlegend. Im gleichen Jahr schließlich traf Neuseeland auch noch die weltweite Ölkrise von 1973. Als Folge dieser äußerst negativen Einflüsse stürzte das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise. Es dauerte bis 1984, bis die Regierung größere Maßnahmen ergriff.Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich Neuseeland von einer gelenkten Volkswirtschaft mit Betonung auf der Landwirtschaft zu einer liberalisierten Industrienation mit einem freien Markt, die mit anderen westlichen Nationen konkurrieren kann und zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt zählt. Es wurden zahlreiche Subventionen – auch die Landwirtschaft betreffend – gestrichen, des Weiteren wurde der gesamte Warenverkehr liberalisiert und das Mitspracherecht des Staates in Bezug auf Löhne, Zinsen sowie Preise für Güter und Dienstleistungen aufgegeben. Durch eine sparsame Finanzpolitik und große Bemühungen, das Haushaltsdefizit zu verringern, konnte die Inflationsrate von 18 % im Jahr 1987 auf 3,9 % im Jahr 2005 reduziert werden. Zusätzlich wurden in den 1980er und 1990er Jahren fast alle Staatsbetriebe umstrukturiert und privatisiert. Ein Beispiel dafür sind der gesamte Zugverkehr, der seit 1995 von Tranz Rail betrieben wird (wegen des schlechten Zustands der Gleise und Bahnhöfe wurde zumindest das Schienensystem 2004 aber wieder renationalisiert), oder die neuseeländische Telekom. Durch die intensive Liberalisierungspolitik stieg die Arbeitslosigkeit im Land auf neue Höchststände, was wiederum die Notwendigkeit eines Wohlfahrtsstaates erhöhte. Die Arbeitslosenquote stieg aufgrund verschiedener Maßnahmen kurzfristig zwar bis auf 15 %, Ende 2004 betrug sie allerdings nur noch 3,6 %, der niedrigste Wert innerhalb der OECD. Die Inflationsrate lag bei 2,4 %, das Wirtschaftswachstum betrug von Juli 2003 bis Juni 2004 4,4 %. Da viele Reformen wegen der geringen Einwohnerzahl des Landes schnell umgesetzt werden konnten, führten diese zu einem ungeahnten Wirtschaftsboom in Neuseeland. Einer der Gründe, die den Wirtschaftsaufschwung dämpfen, sind infrastrukturelle Defizite (Schienenverkehr, Energieversorgung).
Bodenschätze
Neuseeland ist relativ arm an Bodenschätzen. An Metallen werden lediglich Eisensand, Gold und Silber abgebaut. Obwohl das Land auch über Bauxit-, Kupfer-, Chromeisenstein-, Cinnabarit-, Zinnstein-, Titaneisen-, Scheelit- und Uranvorkommen verfügt, werden diese nicht oder nicht mehr abgebaut, entweder weil die Vorkommen zu gering sind oder weil der Import günstiger ist. An fossilen Energieträgern verfügt Neuseeland über Braun- und Steinkohlevorkommen, wobei auf der Nordinsel Steinkohle dominiert, die Südinsel verfügt über beide Formen. Insgesamt verfügt das Land über 8,6 Milliarden Tonnen Braunkohle, von denen sich etwa ein Drittel in existierenden Minen hauptsächlich auf der Südinsel befindet. Die Braunkohle stellt mehr als drei Viertel der Gesamtressourcen. Die bedeutendsten Erdöl- und Erdgasfelder befinden sich im Taranaki-Becken in der Tasmanischen See nahe der Stadt New Plymouth. Etwa die Hälfte des Erdgases fließt in den petrochemischen Sektor und wird zum Beispiel zur Erzeugung von synthetischem Benzin verwendet, ein Viertel wird zur Energieerzeugung benutzt, und der Rest geht an Privathaushalte und Firmen. Darüber hinaus werden noch Tonmineral und Kalkstein abgebaut.Landwirtschaft
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Neuseeland ist der zweitgrößte Kiwi-Produzent der Erde Bildherkunft |
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Schafe spielen in der neuseeländischen Landwirtschaft immer noch eine große Rolle Bildherkunft |
Seit Beginn der europäischen Besiedlung ist die Landwirtschaft in Form der Schafzucht ein wichtiges Standbein der neuseeländischen Gesellschaft. Zunächst dienten Schafe ausschließlich als Wolllieferant, seit den 1880er Jahren, als der Export per Kühlschiff möglich wurde, zusätzlich als Fleischlieferant. Zwischenzeitlich hatte Neuseeland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch auf der Südinsel und eine Wirtschaftskrise wegen einbrechender Wollpreise miterlebt. Dennoch blieb die Landwirtschaft über lange Zeit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Neben der Schafzucht spielen auch Obst- und Gemüsebau eine große Rolle in der neuseeländischen Landwirtschaft. Innerhalb des 20. Jahrhunderts wurde in Neuseeland der Anbau von vier Kulturpflanzen gestartet, die mit unterschiedlichem Erfolg auf den Weltmarkt gebracht wurden: Macadamiapflanzen, Heidelbeer- und Kiwisträucher sowie Avocadobäume. Unter ihnen war zweifellos die Kiwifrucht am erfolgreichsten. Die ursprünglich aus China stammende Pflanze wird seit den 1980er Jahren auch in anderen Teilen der Erde im großen Stil angebaut. So ist heute (2005) Italien der mit Abstand größte Produzent der Kiwifrucht und verdrängte Neuseeland auf Platz zwei. Wichtigster Handelspartner für Molkereiprodukte, Obst und Früchte war trotz der großen Entfernungen Großbritannien. Ein Großteil der abgeholzten Gebiete dient als Weideland.
Siehe auch: Weinbau in Neuseeland
Tourismus
Von besonderer Bedeutung für die neuseeländische Wirtschaft ist auch der Tourismus. So gaben im Jahr 2002 nach offiziellen Angaben des neuseeländischen Tourismusministeriums ausländische Touristen über 6,1 Milliarden NZ-Dollar im Land aus. Direkt oder indirekt hängt nach Schätzungen der neuseeländischen Regierung jede zehnte Arbeitsstelle im Land vom Tourismus ab.Die Grundlage des neuseeländischen Tourismus bilden die Vielfalt der Landschaften – Küsten, Seen und Fjorde, Hochgebirge und Gletscher, Vulkane und heiße Quellen –, die ebenso üppige wie fremdartige Vegetation im Bush- wie im Tussockgrass-Country, die Nationalparks auf Nord- und Südinsel, in den Waldgebieten wie im Hochgebirge, die gut ausgebaute Infrastruktur und die aufgeschlossenen Bewohner Neuseelands.
Neuseeland zählt mehr als zwei Millionen Touristen pro Jahr und wird oft als sauberer und grüner Abenteuerspielplatz (englisch: ) bezeichnet. Bis vor einigen Jahren war der durchschnittliche Neuseeland-Urlauber Rucksacktourist oder Bungeespringer. Obwohl der Abenteuertourismus immer noch eine extrem bedeutende Rolle einnimmt, bemüht sich die neuseeländische Reiseindustrie seit einiger Zeit auch verstärkt um Kurzurlauber mit hohem Budget, die sich als „interaktive Reisende“ sehen. Die Tage der europäischen Abenteuertouristen sind nicht gezählt, aber es gibt eine klare Tendenz zu einem „luxuriösen Neuseeland“. Bislang wurden von Qualmark, Neuseelands offiziellem Bewertungsservice für Unterkünfte, über 160 Hotels mit fünf Sternen ausgezeichnet.
Die meisten Touristen kommen an den internationalen Flughäfen in Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown an. Die beliebtesten Reiseziele sind Rotorua, die Waitomo Caves, die Coromandel Peninsula, das Fiordland mit dem Milford Sound, Queenstown, Auckland, die Bay of Islands, Dunedin und die Hawke's Bay.
Außenhandel
Nach dem EU-Beitritt Großbritanniens und der damit gesunkenen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten musste Neuseeland nach neuen Märkten Ausschau halten. Mittlerweile sind Australien, China, Japan sowie die ostasiatischen Tigerstaaten die wichtigsten Handelspartner des Landes. Die Wirtschaftskrise in Ostasien 1998/99 hat daher auch Neuseeland einigermaßen schwer getroffen. Neuseeland weist schon seit langer Zeit ein negative Handelsbilanz auf, die etwa 8 % des gesamten BIP darstellt. Alle Exporte Neuseelands beliefen sich im Jahr 2005 auf 29,2 Mrd. US-Dollar, die gesamten Importe auf 35,8 Mrd. US-Dollar. Die wichtigsten Ausfuhrindustrien des Landes sind die Agrarwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und die Forstwirtschaft. Weiterhin besitzt Neuseeland nennenswerte produzierende Tourismus- und Dienstleistungsindustrien. Wichtige Einfuhrprodukte sind Automobile, Traktoren, sonstige technische Geräte sowie medizinische Produkte. Deutschland nimmt als Importpartner mit einem Anteil von 5,2 % den fünften Rang ein.Australien ist vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht der wichtigste Partner Neuseelands. So besteht zwischen beiden Ländern seit 1983 eine 24 Millionen Menschen umfassende Freihandelszone mit dem Namen Closer Economic Relations, die in den darauf folgenden Jahren immer weiter geöffnet und auf fast alle wirtschaftlichen Bereiche ausgeweitet wurde. In Zukunft soll ein gemeinsamer Binnenmarkt Realität werden und zum Beispiel auch Steuern vereinheitlicht werden.
Seit 2000 existiert auch mit Singapur eine Freihandelsvereinbarung. Diese wurde 2005 um Chile und Brunei erweitert und ist nun unter dem Namen P4 Agreement (P4-Abkommen) bekannt. Neuseeland sucht weiter nach ähnlichen Abkommen im pazifischen Raum. Seit 2005 werden Verhandlungen über eine Freihandelszone mit China geführt.
Energieversorgung
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Das Manapouri-Kraftwerk ist das größte Kavernenkraftwerk Neuseelands Bildherkunft |
Über 75 % des Elektrizitätsbedarfs Neuseelands wird durch erneuerbare Energien gedeckt. Während der bei 67 % (1998) liegende Anteil der Wasserkraft vornehmlich auf der Südinsel produziert wird, ist die Energieerzeugung durch die Geothermie, die bei etwa 6,5 % (1998) liegt, ausschließlich auf die Nordinsel begrenzt. Den größten fossilen Brennstoff bildet Erdgas, das etwa 22 % (1998) des Stromverbrauchs des Pazifikstaates deckt. Weitere wichtige Brennstoffe sind Kohle (hauptsächlich Braunkohle) und Grubengase. Obwohl das Land über eigene Gasfelder verfügt, ist Neuseeland nicht unabhängig von anderen Fördergebieten der Erde, da das meiste Öl als Kraftstoff für Autos importiert werden muss. Eine immer wichtiger werdende Rolle spielt neben der Solarenergie und der Energiegewinnung aus Biomasse die Windenergie.
In den 1960er Jahren bestanden zwar Pläne zum Bau von Atomkraftwerken in Neuseeland, die aber nach der Entdeckung großer Kohlelagerstätten und Gasfelder 1972 schließlich verworfen wurden. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Wasserkraft immer mehr ausgebaut, und Neuseeland wurde zu einem „Vorzeigeland“ mit einem grünen, sauberen Image. Der gestiegene Verbrauch wurde über Jahre hinweg mit dem Ausbau von Gaskraftwerken kompensiert. Da aber Neuseelands Erdgasvorräte endlich sind, die Wasserkraft relativ ausgenutzt ist und aus Umweltschutzgründen nur ungern noch mehr Kohle verwendet wird, werden Überlegungen laut, den für Neuseeland geltenden, im Gesetz seit 1987 festgeschriebenen Status einer „nuklearfreien Zone“ zu überdenken und über die Errichtung eines kleinen Atomreaktors nördlich von Auckland, das zum Teil schon unter Energiemangel leidet, zu errichten.
Der gesamte Stromverbrauch Neuseelands liegt bei etwa 37 Terawattstunden. Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Kopf beläuft sich auf relativ hohe 9088,00 kWh (zum Vergleich Deutschland: 6742,00 kWh; Stand: jeweils 2002), was sich zum Teil auf die – für mitteleuropäische Verhältnisse – sehr niedrigen Strompreise (13,5 NZct/kWh; zum Vergleich Deutschland: 24,3 NZct/kWh; Stand: jeweils 1998) zurückführen lässt.
Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für- das Gesundheitswesen bei 17 %
- das Bildungswesen bei 16 %
- das Militär bei 3 %
Kultur
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägten größtenteils die europäischen Einwanderer die Kultur Neuseelands. Die meisten Immigranten wanderten aus dem „Mutterland“ Großbritannien ein. Dabei gibt es bedeutende regionale Unterschiede: Der Südteil der Südinsel zum Beispiel ist vornehmlich schottisch geprägt. So soll es in Neuseeland mehr Dudelsäcke geben, als im Ursprungsland dieses Instruments. In den letzten Jahrzehnten erlebte schließlich auch die Maori-Kultur einen Aufschwung. Außerdem verzeichnete das Land große Einwanderungsströme von den Pazifischen Inseln und – vor allem in den letzten Jahren – aus Süd-, Ost- und Südostasien. Diese ethnischen Gruppen leben hauptsächlich im Süden des Großraums Auckland. Folglich treffen in Neuseeland verschiedenste Kulturen aus dem pazifischen Raum auf die westliche Lebensweise Großbritanniens, zu dem das Land immer noch eine starke Bindung hat.In Neuseeland gilt das metrische System.
Feiertage
| Datum | Englische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1. Januar | New Year's Day | Neujahr | Falls der 1. Januar auf ein Wochenende fällt, findet der Feiertag am folgenden Montag statt. |
| 2. Januar | Day after New Year's Day | Tag nach Neujahr | Falls der 2. Januar ein Samstag oder Sonntag ist, findet der Feiertag am folgenden Montag oder Dienstag statt. |
| 6. Februar | Waitangi Day | Waitangi Day | Der Nationalfeiertag des Landes (seit 1960) erinnert an die Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi 1840 |
| Freitag vor dem Ostersonntag | Good Friday | Karfreitag | |
| Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Äquinoktium | Easter Sunday | Ostersonntag | |
| Tag nach Ostersonntag | Easter Monday | Ostermontag | |
| 25. April | ANZAC Day | ANZAC Day | Feiertag zur Ehrung der gemeinsamen Streitkräfte Australiens und Neuseelands im 1. Weltkrieg |
| Erster Montag im Juni | Queen's Birthday | Geburtstag der Queen | |
| Vierter Montag im Oktober | Labour Day | Tag der Arbeit | Gedenktag zur Einführung des 8-Stunden-Tages im Jahr 1840, deswegen teilw. auch Eight-Hour Demonstration Day |
| 25. Dezember | Christmas Day | Weihnachten | Entspricht dem 1. Weihnachtsfeiertag, Falls der 25. Dezember auf ein Wochenende fällt, findet der Feiertag am folgenden Montag statt. |
| 26. Dezember | Boxing Day | Boxing Day | Entspricht dem 2. Weihnachtsfeiertag, Falls der 26. Dezember ein Samstag oder Sonntag ist, findet der Feiertag am folgenden Montag oder Dienstag statt. |
Neben diesen landesweiten Feiertagen wurden 1981 die eingeführt, deren Datum jede (historische) Region Neuseelands selbst festlegen kann. Mit diesen Feiertagen wird an die Gründung der Provinz oder die Ankunft der ersten Siedler in dem bestimmten Gebiet erinnert.
Medien
Am 18. April 1840 wurde mit der New Zealand Gazette die erste neuseeländische Zeitung veröffentlicht. Heute beherrscht der zur australischen APN News & Media-Gruppe gehörige New Zealand Herald aus Auckland mit einer täglichen Auflage von etwa 200.000 Exemplaren den neuseeländischen Zeitungsmarkt. Dieser wird gefolgt von der erst im Jahr 2002 aus einer Fusion entstandenen Dominion Post mit Sitz in Wellington (tägliche Auflage: 100.000 Exemplare) sowie von The Press aus Christchurch mit etwa 90.000 Exemplaren täglich. Letztere gehören beide zur auch in Australien tätigen Fairfax Group.Seit 1925 wurde an der Entwicklung eines landesweit empfangbaren Radiosenders gearbeitet. Dieses Vorhaben war bis etwa 1936 abgeschlossen. Seit 1962 war nicht mehr direkt die Regierung, sondern die New Zealand Broadcasting Corporation (NZBC) für die Verwaltung der öffentlichen Sendestationen des Landes zuständig. Seitdem wurden die Zuständigkeiten oft neu gegliedert, doch ein unkommerzielles Sendeschema blieb integraler Bestandteil von Radio New Zealand, das seit 1995 ein eigenständiges Unternehmen ist, jedoch weiterhin eine Crown Entity darstellt. Neben Radio New Zealand, das zahlreiche landesweite Radiosender betreibt, existieren zahllose private Sendestationen.
Im Fernsehbereich war Neuseeland ein Spätzünder. Nachdem die BBC in Großbritannien schon im Jahr 1936 ihren Betrieb aufnahm, folgten die USA nur drei Jahre später mit der NBC. Das erste offizielle Fernsehprogramm in Neuseeland wurde ab dem 1. Juni 1960 ausgestrahlt und nur in Auckland empfangen. In den folgenden Jahren wurde der Empfang auf den größten Teil des Landes ausgeweitet. Weitere Meilensteine im neuseeländischen Rundfunkbereich folgten 1971, als das Land erstmals Zugang zu Satelliten hatte und somit in der Lage war, Live-Sendungen aus allen Teilen der Erde zu empfangen, und 1974, als das Farbfernsehen wegen der in Christchurch stattfindenden Commonwealth Games eingeführt wurde. Neben den beiden nationalen Sendestationen TV One und TV2 wurden seit der Deregulierung 1989 einige private Sender eingeführt: Die zum CanWest-Konzern gehörigen TV3 und C4 und zu guter letzt Prime TV. Des Weiteren gibt es zwei Pay-TV-Anbieter. Seit 2004 gibt es einen nationalen Sender, der nur in Maori sendet. Das auf der digitalen DVB-Technik basierende, frei empfangbare FreeView soll Platz für 18 Sender bieten und das analoge Fernsehen bis spätestens 2016 ablösen. Die 1960 eingeführten Rundfunkgebühren wurden 1999 abgeschafft.
siehe auch: Liste neuseeländischer Hörfunkprogramme
Film
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Peter Jackson ist der bekannteste neuseeländische Regisseur Bildherkunft |
In den letzten Jahren ist Neuseeland, nicht zuletzt durch den weltweiten Erfolg der mit siebzehn Oscars prämierten Trilogie „Der Herr der Ringe“ (; Regie: Peter Jackson), zu einem bekannten Filmland geworden. Neuseeländische Regisseure sind jedoch bereits seit vielen Jahren auch international tätig: So wurde in Cannes bereits 1984 das Erstlingswerk „Vigil“ von Vincent Ward gezeigt. Im Jahr 1986 lief der Science-Fiction-Film „Quiet Earth – Das letzte Experiment“ (Regie: Geoff Murphy) in deutschen Kinos.
In den 1990er Jahren erzielten erstmals auch Filme, die neuseeländische Themen zum Gegenstand haben, internationale Erfolge. Herausragend war dabei das mit drei Oscars und der Goldenen Palme preisgekrönte Drama „Das Piano“ der Regisseurin Jane Campion. Etwa zur gleichen Zeit erschienen auch Peter Jacksons Film „Heavenly Creatures“ sowie Lee Tamahoris Romanverfilmung „Die letzte Kriegerin“ („“). Zu den bekanntesten Filmen der letzten Jahre gehört der ebenfalls auf einem Roman basierende Film „Whale Rider“ (Regie: Niki Caro). Zwei weitere Filme, die neuseeländische Themen zum Gegenstand haben, sind „Mit Herz und Hand“ („“) von Roger Donaldson und „River Queen“ von Vincent Ward.
Die international sehr erfolgreiche Fantasy-Serie „Xena – Warrior Princess“ (1995–2001) wurde in Neuseeland gedreht. Die Hauptdarstellerin Lucy Lawless ist gebürtige Neuseeländerin.
Zu den neuesten Filmen neuseeländischer Regisseure zählen „King Kong“ (Regie: Peter Jackson) und „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ (Regie: Andrew Adamson). Für die Spezialeffekte in zahlreichen internationalen Produktionen sorgt der in Wellington ansässige Weta Workshop. Neuseeland dient auch in verschiedenen Filmen als Kulisse, so beispielsweise in Vertical Limit und Last Samurai.
Literatur
Hauptartikel: Neuseeländische LiteraturDie Maori besitzen eine ausgeprägte Erzählkultur mit zahlreichen Sagen und Geschichten, die rein mündlich weitergegeben wurden. Seit der Verschriftlichung der Sprache wurden viele von ihnen niedergeschrieben; sie sind teilweise auch in deutscher Übersetzung erschienen. Wichtige Motive der Mythen sind unter anderen die Entstehung der Welt sowie Neuseelands. Letztere ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des Halbgottes Maui, der Neuseeland aus dem Meer angelte. Andere Geschichten erzählen von der Reise Kupes, der Neuseeland für die Menschen aus Hawaiki entdeckte, und der Besiedlung des Landes, aber auch vom Leben der Maori im modernen Neuseeland. Einer der bedeutendsten Maori-Autoren der Gegenwart ist Witi Ihimaera. Weitere bekannte Autoren, die Maori-Themen verarbeiten, sind Keri Hulme, Patricia Grace und Alan Duff.
Auch wenn Veröffentlichungen in der Sprache Maori zunehmen, ist ein Großteil der neuseeländischen Literatur in Englisch geschrieben. Die frühesten Schriftstücke über Neuseeland sind die Berichte der europäischen Entdecker, insbesondere die Tagebücher von James Cook, die er bei seinen drei Reisen in den Pazifik führte, sowie der Reisebericht von Georg Forster, der Cook auf dessen zweiter Pazifik-Reise begleitete. Als neuseeländische Autoren werden häufig auch Einwanderer, die im Ausland geboren wurden, und Staatsbürger, die ausgewandert sind, miteingerechnet. Zu letzteren zählt unter anderen Katherine Mansfield. Eine der bekanntesten englischsprachigen Autorinnen Neuseelands ist Janet Frame.
Sport
Hauptartikel: Sport in NeuseelandIn Neuseeland spielt Sport eine sehr große Rolle. Durch seine gemeinsame Geschichte mit Großbritannien gehört Neuseeland in den wichtigsten Sportarten des Commonwealth – Rugby, Cricket, Softball und Netball – zur Weltspitze.
Nationalsportart des Landes ist Rugby Union. Die neuseeländische Nationalmannschaft heißt aufgrund ihrer durchgehend schwarzen Spielkleidung All Blacks. Sie sind für den Haka bekannt, einen auf die Maori zurückgehenden Kriegstanz, der vor jeder Partie zelebriert wird, um so dem Gegner Furcht einzuflößen. Traditionell wird der Haka von einem Spieler maorischer Abstammung geführt. Auch in anderen Sportarten wird der Haka gezeigt, so zum Beispiel beim Basketball oder beim Softball. Die „All Blacks“ spielen zusammen mit den Wallabies (Australien) und den Springboks (Südafrika) um den Tri Nations Cup. In der Super 14-Liga spielen die vierzehn besten Rugby-Mannschaften aus diesen drei Ländern um den Sieg. Die neuseelandweite Rugby Union-Liga heißt National Provincial Championship. Trotz der geringen Einwohnerzahl des Landes stehen die „All Blacks“ zur Zeit (2006) auf Platz Eins der Weltrangliste. In diesem Jahr haben sie unter anderem den Tri-Nations-Cup, alle drei Spiele gegen die British & Irish Lions (All-Star Auswahl der Länder der britischen Inseln) auf deren Tour nach Neuseeland und zudem den Grand Slam, also auf der traditionellen Europatour im Herbst alle Spiele gegen die Länder der britischen Inseln, gewonnen.
Eine immer beliebter werdende Mannschaftssportart des Landes ist Fußball. Mit den New Zealand Knights stellt das Land sogar einen Verein der neu geschaffenen australischen A-League. Ansonsten wird diese Sportart zwar oft im Amateur-Bereich gespielt, doch nicht professionell. Darüber hinaus gehört Neuseeland zu den führenden Nationen beim Segeln. 1995 und 2000 gewann das Team New Zealand unter Skipper Russell Coutts den America's Cup. Des Weiteren gehören zahlreiche verschiedene Wassersportarten, zum Beispiel Surfen oder Rudern, Golf, Tennis sowie eine Vielzahl an Wintersportarten, zum Beispiel Curling, Ski fahren oder Snowboarden, zu den in Neuseeland beliebten Freizeitaktivitäten.
Neuseeland hat zusammen mit Australien eine erstaunlich lebendige Motorsportszene und stellt mit Denis Hulme einen Formel-1-Weltmeister. Bekannter jedoch ist wahrscheinlich der Neuseeländer Bruce McLaren, der im Jahr 1966 das bis heute in der Formel 1 bestehende McLaren-Team gründete. Außerdem gewinnt Neuseeland regelmäßig eine – für seine geringe Einwohnerzahl – relativ hohe Anzahl an Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen sowie bei den Commonwealth Games.
Deutschsprachige Persönlichkeiten in Neuseeland
Hauptartikel: Deutsche in NeuseelandDie Entwicklung Neuseelands haben immer wieder deutschsprachige bzw. deutschstämmige Personen entscheidend mitgestaltet.
Bereits im Zuge der ersten Besiedlung Neuseelands erreichten zahlreiche Deutsche, Österreicher und Schweizer das andere Ende der Welt. Die Auswanderer wurden von der New Zealand Company vor allem in Norddeutschland geworben. Während des 19. Jahrhunderts bildeten deutschstämmige Menschen nach Briten die zweitgrößte ethnische Gruppe, die in den Pazifikstaat immigrierte. Sie ließen sich zunächst in der Region um Russell im Norden Neuseelands, auf der Banks Peninsula („German Bay“) im Südosten des Landes, später auch in der Nähe von Nelson im Zentrum des Staates nieder. Viele Ortsnamen zeugen noch heute aus der Zeit der frühen deutschen Einwanderung nach Neuseeland. Der Begriff „Neudorf“ zum Beispiel steht heute für ein weltweit anerkanntes Weingut nordwestlich von Nelson.
Wichtige Einzelpersonen deutschstämmigen Ursprungs sind unter anderen:
- Julius von Haast (1822–1887): Mineraloge und Geologe, kartografierte als Regierungsgeologe weite Teile des Landes. Benannte 1865 den Franz Joseph Glacier nach dem damaligen österreichischen Kaiser Franz Joseph I.. Der Haast Pass, die südlichste Überquerung der Südalpen, ist nach ihm benannt, ebenso der Haastadler.
- Ferdinand von Hochstetter (1829-1884): Geologe und Naturforscher, fertigte erste geologische Karte des Landes an, eine Art der Neuseeländischen Urfrösche, der Leiopelma hochstetteri sowie der Berg Hochstetter Peak wurden nach ihm benannt.
- David Lange (1942–2005): ehemaliger Premierminister (1984–1989)
- Friedensreich Hundertwasser (1928–2000): verbrachte seine letzten Lebensjahre im Northland, in Kawakawa existiert eine öffentliche Toilettenanlage im Hundertwasser-Stil
- Georg Wilhelm von Zedlitz (1871–1949): erster Professor für moderne Sprachen an der Victoria-Universität Wellington; heute ist dort ein Gebäude nach ihm benannt
- Ernst Dieffenbach (1811–1855): Erstbesteiger des Taranaki
- Gustavus Ferdinand von Tempsky (1828–1868): ehemaliger preußischer Offizier; Gründer der „Forest Ranger“ und einer der rücksichtslosesten Verfolger der Maori
Literatur
- Tom Brooking (Hg.) The history of New Zealand. Westport, Conn.: Greenwood Press 2004, ISBN 0-313-32356-9
- Michael King The Penguin History of New Zealand. Penguin Books, Auckland 2003, ISBN 0-143-01867-1
- Paul Smitz und andere New Zealand. Lonely Planet Publications, Footscray (Victoria), Australien 2004, ISBN 1-740-59766-4 - Englischsprachiger Reiseführer, der oftmals als der Standard für Neuseeland beurteilt wird
- Dr. Jane Kelsey The New Zealand Experiment: A World Model for Structural Adjustment Auckland University Press, Auckland 2004, ISBN 1-869-40179-4 - Kritische Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung Neuseelands
Weblinks
- Neuseeländisches Regierungsportal (Englisch, Maori)
- Neuseeländische Botschaft in Berlin
- Offizielles Wirtschafts- und Tourismusportal (Englisch, Tourismus auch Deutsch)
- Offizielle Enzyklopädie Neuseelands (Englisch, Maori)
- Länder- und Reiseinformationen des AA
- Reiseinformationen des BMaA
- Reiseinformationen des EDA
- Neuseeland Journal – Viele aktuelle Informationen zum Land
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Neuseeland
Wirtschaftsentwicklung
Zu folgendem extrem wertenden Abschnitt habe ich eine Neutralitätswarnung gesetzt:"In den folgenden Jahren wurde der Wohlfahrtsstaat verschlankt, so dass Neuseeland mittlerweile ein nach neoliberaler Vorstellung modernes industrialisiertes Land ist, das zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt zählt. Subventionen wurden radikal gestrichen, die Sozialsysteme stark zurückgebaut. Außerdem wurden zahlreiche staatliche Einrichtungen wie die Eisenbahngesellschaft privatisiert. Die Arbeitslosenquote stieg aufgrund dieser Maßnahmen kurzfristig zwar bis auf 15 %, Ende 2004 betrug die Arbeitslosenquote allerdings nur noch 3,6%, der niedrigste Wert innerhalb der OECD. Die Inflationsrate lag bei 2,4% , das Wirtschaftswachstum betrug von Juli 2003 bis Juni 2004 4,4 %. Letztlich führten die Reformen zu einem ungeahnten Wirtschaftsboom im Land, der bei den Wahlen 2005 Amtinhaberin Helen Clark zu einer zweiten Amtszeit verhalf, Neuseeland zu dem Industrieland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote machte und Kritiker der Deregulierung im Land verstummen ließ."
Erstens ist das zumindest ungenau ("In den folgenden Jahren" -seit 1970, oder seit wann?, "Subventionen wurden radikal gestrichen", -achja, welche denn genau? Und wieso war das "radikal"?), zweitens hat die seit 97 amtierende Labour-Regierung einen Teil der Reformen wieder zurückgenommen, drittens ist die Kausalität zwischen Reformen und Boom umstritten -andere Länder wie Großbritannien, die ähnlich "neoliberale" Wege versucht haben, haben einen derartigen Boom während der konservativen Regierung (1979-97) nie erreicht, sondern gleich mehrfach Rekordarbeitslosenquoten aufgestellt. Vielleicht findet sich ja mal ein Volkswirt, der eine etwas neutralere Beschreibung der neuseeländischen Wirtschaftsentwicklung abgeben kann, ohne dass das hier noch eine weitere Kampfzone für den Streit zwischen neoliberaler Jubelpropaganda und linker Kapitalismuskritik aufgemacht wird.
217.247.170.217 00:52, 17. Mai 2006 (CEST)
Wellington
Hat die Stadt nun 300.000 Einwohner (dieser Artikel), 190.000 (Artikel zu Wellington) oder 165.000 (SPIEGEL-Artikel kürzlich)? --84.155.17.143 14:23, 10. Feb 2006 (CET)- Das Problem liegt wohl in der Abgrenzung des Begriffs „Stadt“ und in unterschiedlichen Fortschreibungen. Statistics New Zealand schätzt die Einwohner zum 30. Juni 2005 im Wellingtion City Council auf 185.100 und in der Urban Area auf 370.000. (Die entsprechende Excel-Datei findet sich hier, allerdings ist in dieser Tabelle von einer Bevölkerungsprojektion und nicht von einer -schätzung die Rede, vielleicht liegen mittlerweile aktuellere Zahlen vor, ich konnte dazu leider nichts finden.) Die Internetseite des Wellington City Councils wiederum gibt die Einwohner des City Councils mit 163.824 an, dabei kann es sich aber auch um ältere Zahlen handeln. Habe jetzt gerade noch mal in den Versionsgeschichten nachgeschaut, die Angaben im Artikel Wellington stammen von Guntscho mit Verweis auf citypopulation.de, die in diesem Artikel, wenn ich es richtig gesehen habe von Tzzzpfff (ohne Quellenangabe). --Alexander Sommer 15:32, 14. Feb 2006 (CET)
- Laut der Neuseeländische Volkszählung von 2001 hat Wellington als Stadt 163.824 Einwohner, hingegen der Großraum Wellington stattliche 423.765. --Kolja Schlütter 21:52, 28. Mai 2006 (CEST)
Reisetipps
Wenn ihr über Australien nach Neuseeland reist, und in Australien im Hotel übernachten wollt braucht ihr ein Visum für Australien das ihr unter http://www.fastozvisa.com innerhalb von 24 Stunden für 10 Euro erhaltet. Wir haben es auf dem Flughafen Sydney innerhalb von 2 Stunden gehabt, sonst hätten wir im Transit festgesessen!
- Kommentar: Für Neuseeland braucht man als deutscher Tourist kein Visum. Für die Einreise nach Australien dagegen schon. Die oben angegebene Website verkauft dementsprechend (wie man dem Namen schon entnehmen kann) auch nur Visa für Australien. Wer den Flughafen nicht verläßt, also nur für einen Transfer in Australien zwischenlandet, braucht ebenfalls kein Visum. Die Info ist also bestenfalls irreführend, eher schlichtweg falsch.
Nein, nicht falsch, wir mussten auf dem RÜCKFLUG in Sydney übernachten, dafür brauchten wir das Visum. Wir standen vor der skurrilen Situation, daß wir auf der HINREISE nicht nach Neuseeland gelassen wurden (von den australischen Behörden) OBWOHL wir auf der Hinreise den Transit nicht verließen, weil wir für die Rückreise über Australien das Visum brauchten. Auf dem Flughafen gibt es aber keine Gelegenheit, das Visum zu bekommen, weil wir, um zum Konsulat zu kommen ein Visa bräuchten. Das Angebot war, einen anderen Flug, nicht über Australien, zu buchen, das wäre aber sehr teuer geworden. In Neuseeland wiederum wäre das Visum einfacher zu kriegen gewesen. Da durften wir aber nicht hin. Das Büro sagte, dass es nicht die Engstirnigkeit der Australier gewesen wäre, sondern die Neuseeländer hätten uns nicht reingelassen, weil nicht sicher gewesen wäre, dass wir wieder raus kämen weil wir ja kein Einreisevisum für Australien vorweisen könnten u.s.w. Alles klar?? Wir haben auch geflucht!!!
Die Info dient dazu, euch vor dieser Falle zu bewahren, in die ein erfahrener Vielflieger sicher kaum reintapst. Wir waren aber drin und wollen euch zeigen, wie man wieder raus kommt.
Bei der Ausreise müsst ihr an den Flughäfen 25 NZ Dollar Gebühren zahlen. Das kann durch die Reisebüros meist nicht im Vorhinein gebucht werden.
Falls ihr Vegetarier seid, solltet ihr vegetarisches Essen mindestens 24 Stunden vorher bei der Fluggesellschaft beantragen.
Nehmt wasserdichte Sachen mit, gibt es aber auch überall zu kaufen.
- Kommentar: Die "departure tax" gibt es zwar, ist aber bei weitem nicht auf Neuseeland beschränkt. Dasselbe gilt für die Information für besondere Speisewünsche bei Flugreisen. Das hat alles herzlich wenig mit Neuseeland zu tun...
Ist ja richtig, aber das sind die Sachen, über die wir gestolpert sind...
NZSL
Es heißt "geplant" NZSL. Da auf der Maori-Wiki-Site neben Maori und Englsich nun auch die NZSL als Sprache angegeben wird, sollten wir das im Deutschen vielleicht auch ändern, oder?
- Da war das Maori-Wiki aber ein wenig voreilig, das Gesetz ist seit genau heute in Kraft. --Alexander Sommer 17:29, 6. Apr 2006 (CEST)
Sollten wir nicht die Abkürzung NZSL für die Neuseeländsche Gebärdensprache verwenden? -- NewAtair 15:21, 20. Aug 2004 (CEST)
- Also ich musste ziemlich lange Nachdenken, bevor ich drauf gekommen bin, dass NZSL New Zealand Sign Language bedeutet. Und dank ein wenig Zivierfahrung behaupte ich mal, dass mir das Thema nicht ganz fremd ist (habe sogar in NZ Gehörlose getroffen und so immerhin ein wenig was über die eigene Gebärdensprache erfahren). Solange kein Link existiert, würde ich es weiterhin ausschreiben. Alexander Sommer 18:23, 20. Aug 2004 (CEST)
- OK, hast recht, mir ist halt dieses Thema nicht besonders fremd, auch wenn ich die NZSL nicht kann. Aber dafür bin ich lausiger Anfänger in einer anderen Gebärdensprache ;-) -- NewAtair 01:21, 21. Aug 2004 (CEST)
Seeland
Ist Neuseeland nach dem dänischen Seeland benannt? Wenn ja, warum? Stern Stern 15:10, 29. Sep 2004 (CEST)
- Nach allen Geschichten die ich gehört habe, den Informationen zweier Reiseführer (APA Guide Neuseeland, 1999 und Dumont Reisetaschenbuch Neuseeland, 2002) und der offizielle Tourismusseite ist Neuseeland (englisch: New Zealand) nach dem niederländischen Zeeland benannt und geht mehr oder weniger auf Abel Tasman zurück. Der dachte wohl bei der europäischen Entdeckung er wäre an der Westküste Südamerikas und nannte das Gebiet zunächst "Staten Landt" (oder "Statenlandt"; holländische Bezeichnung für Südamerika). Zwei Jahre später wurde der Irrtum aber entdeckt und Neuseeland in "Nieuw Zeeland" umgetauft. --Alexander Sommer 17:15, 29. Sep 2004 (CEST)
Derzeit heißt es im Abschnitt zu Entdeckung und frühere Besiedlung: "Er [Tasman] nahm das Land für die holländische Krone in Besitz und nannte es Staten Landt." Meines Wissens hat er, wie Alex hier in der Diskussion auch schreibt, geglaubt, in Südamerika zu sein, das zu diesem Zeitpunkt eben jenen Namen trug. Demzufolge hat er das Land weder benannt noch hat er es meines Wissens in Besitz genommen, da er ja glaubte, ein längst entdecktes Stück Land vor sich zu haben. Mir ist auch keinerlei Beleg bekannt, dass Neuseeland je von der niederländischen Krone (oder einem ihrer Untertan für dieselbe) beansprucht wurde. Brouwer hat wohl lediglich erkannt, dass es sich bei Nova Zeelandia nicht um Staten Landt, sprich: Südamerika, handelte. Denn er hat Staten Landt umsegelt; in der Nähe Neuseelands war er nie. Den Verweis auf das dänische Seeland halte ich für mindestens irrelevant, mutmaßlich sogar für falsch. Denn die Namensgebung dürfte nicht auf Cook zurückzuführen sein, da bereits in seinem Auftrag der Name des Landes in anglisierter Form vorkam - in welcher Schreibweise genau (entweder New Zeland oder New Zealand) ist mir ebenso unklar wie die exakte Schreibweise, die Cook in seinen Büchern tatsächlich verwendet hat. Hase 20:50, 31. Okt. 2006 (CET)
Konvention zu Maori/Māori
Angesichts der letzten Änderung denke ich, dass es vielleicht sinnvoll wäre sich in der deutschsprachigen Wikipedia auf eine einheitliche Schreibweise von Maori/Māori-Namen zu einigen. Neben Groß- und Kleinschreibung, fällt vor allem der Einsatz des Tohutō auf. Ich bin selber recht unschlüssig, insbesondere was das Wort "Maori"/"Māori" selbst angeht. Auch in der englischsprachigen Wikipedia gibt es dazu noch eine Diskussion (unter :en:Talk:Maori und :en:Talk:Maori language). Vorschlag: wenn etwas auf maori geschrieben wird, dann mit Tohutō, ansonsten wird eingedeutscht. Bin für alle Anregungen dankbar. --Alexander Sommer 22:32, 29. Sep 2004 (CEST)- Folgende Schreibweise würde ich verwenden: Māori. --NewAtair 10:34, 30. Sep 2004 (CEST)
- Wie spricht man das aus (diesen Strich über dem a)? -Rollo rueckwaerts 13:47, 21. Mai 2006 (CEST)
- Als langes „A“ (in IPA vermutlich ). Generell ist das Tohutō in der maorischen Sprache ein Dehnungszeichen, siehe auch Makron --Alexander Sommer 01:59, 24. Mai 2006 (CEST)
Neuseelandseite
Sehr umfangreiche Seite über Neuseeland, z.B. eine Liste von Museen u.a. (leider enl.)
Neuseelandforen
- neuseelandforum.de ist ein recht bekanntes Diskussionsforum - als ich in NZ war, kannte das jeder zweite deutsche Tourist, und alle per Mund-zu-Mund-Propaganda. Ich finde, das Forum hat eine Erwähnung am Artikelende verdient. Was meint Ihr? Natürlich bin ich selbst kein nicht mit den Betreibern des Forums assoziiert. --Yogibear 16:28, 17. Apr 2005 (CEST)
- Soweit ich weiß stand es mal im Artikel drin und wurde dann gelöscht. Finde es auch recht interessant, bin mir allerdings nicht sicher, ob es den heren Kriterien der Wikipedia genügt. --Alexander Sommer 13:24, 1. Mai 2005 (CEST)
Also persönlich finde ich das Forum von NZvillage um weiten besser. http://www.nzvillage.com/nz...
Das ist sicher Geschmackssache. Es gibt einige Foren zu Neuseeland, von denen ich nicht ein einziges herauspicken würde. neuseelandforum.de ist jedenfalls weitestgehend vereinsamt, seit dort anscheinend Sabotage betrieben wurde. --Hase 01:57, 1. Juli 2005 (CEST)
Es gibt mit Sicherheit einige gute Neuseelandforen (viele sind über google zu finden). Allerdings gibt es ein neues Neuseelandforum, das sich aus einem vereinsamten Forum neu gebildet hat. Dieses neue Neuseeland Forum ist für alle unter http://forum.neuseeland.be bzw. über http://www.kostenloses-foru... zu erreichen. Es ist eine Community die innerhalb kürzester Zeit großen Zulauf bekommen hat und sich nur mit einem Thema beschäftigt - Neuseeland und alles was dazu gehört! Das Forum ist in jedem Fall einen Besuch wert. --msku 01:02, 12. Juli 2005 (CEST) Nachtrag: Das Forum ist nun auch unter http://www.neuseelandforum.be zu erreichen --msku 18:04, 31. Juli 2005 (CEST)
- Ein Neuseelandforum, das sich v.a. mit dem Studium in Neuseeland befasst, ist das Forum von studieren-in-neuseeland.de: http://www.studieren-in-neu...
http://www.teara.govt.nz/
Da gibts u.a. Hinweise auf wichtige deutsche Einwanderer nach Neuseeland. --Historiograf 04:02, 10. Mai 2005 (CEST)
Neuseeland-Portalbaustein
Warum wurde der Portalbaustein rausgenommen?
Bis dato hat er sich überall wohlwollend etabliert!
Aotearoa in Einleitung
Ich habe gerade mal wieder die Übersetzung von Aotearoa aus der Einleitung entfernt. Zum einen bin ich der Meinung, dass das an der Stelle einfach fehl am Platze ist. (Die englische Bezeichnung, auch wenn sie „gleich“ der Deutschen ist, wird ja dort auch nicht erklärt.) Zum anderen mag die wörtliche Übersetzung ja durchaus Wolke weiße lange sein, die Bedeutung ist damit meiner Meinung nach aber noch nicht geklärt. Es gibt einen englischen Artikel zu dem Thema (der das ganze auch nur anreißt), meiner Meinung nach sollte es so was auch in der deutschen Wikipedia geben (wenn ich Langeweile habe, kümmere ich mich mal drum). Natürlich sollte eine kurze Erwähnung auch in diesem Artikel stehen, vielleicht in einem Unterabschnitt zur Geschichte (Entstehung des Landesnamens oder so) oder in einem Abschnitt, der sich mit dem Verhältnis der Maori und Europäer oder nur den Maori beschäftigt. --Alexander Sommer 22:49, 15. Jan 2006 (CET)
URV
Also hier [LINK] der Abschnitt Wirtschaft gleicht doch sehr dem Aufbau des hiesigen Wirtschaftsabschnittes. Die anderen habe ich nicht gelesen. Bitte mal überprüfen, wer hier von wem abgeschrieben hat... --FGodard FGodard 18:08, 18. Jan 2006 (CET)
- Es ist eigentlich relativ eindeutig, dass hier bei uns abgeschrieben worden ist. Gruß, J budissin - J budissin 18:11, 18. Jan 2006 (CET)
- Das ist korrekt. Gute Teile des Textes dort (und beispielsweise auch die Klimatabelle) stammen aus meiner Feder. Es handelt sich um Texte, die ich für meine eigenen (leider völlig veralteten) Neuseeland-Seiten in den Jahren 1999-2002 geschrieben habe. Sie wurden von mir in die Wikipedia am 14.05.2004 eingestellt. --Hase 00:04, 23. Jan 2006 (CET)
Hey neuseeland's cool,he?
auf deren Tour nach Neuseeland und zudem den Grand Slam gewonnen (Auf der traditionellen Europatour im Herbst alle Spiele gegen die Länder der britischen Inseln gewinnen).
HM????? check ich grad nicht...
- Ja, ist grammatikalsiche Kauderwelch. Vielleicht hilft :en:Grand Slam (Rugby Union). --Alexander Sommer 19:19, 22. Mär 2006 (CET)
Geschichte
1948 erlangte Neuseeland volle Souveränität????- War das nicht schon 1931?, steht so jedenfalls in meinem Lexikon! --Edroeh 18:57, 25. Apr 2006 (CEST)
- Die Daten sind in der Tat widersprüchlich. In der Tabelle ist ja zum Beispiel der 25. November 1947 als Tag der vollen Unabhängigkeit genannt. Laut dem Artikel Geschichte Neuseelands wurde 1947 das Statut von Westminster anerkannt und ein Jahr später eine eigene Staatsbürgerschaft eingeführt. 1947 als Jahr der Unabhängigkeit deckt sich auch mit dem Brockhaus. Die Angabe 1931 in Deinem Lexikon (nur aus Neugier: welches ist das denn?) dürfte ein Irrtum sein, der sich vermutlich davon ableitet, dass das Statut von Wstminster in diesem Jahr erlassen wurde, siehe dazu auch Statut von Westminster (1931). Habe aber auf die schnelle zu der Thematik keine Primärquellen gefunden. --Alexander Sommer 19:18, 25. Apr 2006 (CEST)
- P.S.: Der ganze Abschnitt bräuchte wohl mal eine Überarbeitung, Du hast nicht zufällig Lust? (-; Alexander Sommer
- Nachtrag: Zwar nur Sekundärquelle, aber vielleicht bringt das ein wenig Licht ins Dunkel: :en:Talk:New Zealand/Archive01#Independence. --Alexander Sommer 19:23, 25. Apr 2006 (CEST)
- Mein Kenntnisstand ist der folgende: 1852 (nicht 1952!) erließ das Britische Parlament den New Zealand Constitution Act, der regelte, dass Neuseeland ein Parlament erhielt. In praktisch allen inneren Angelegenheiten war Neuseeland ab 1856 de facto eigenverantwortlich. Ab 1935 war Neuseeland auch in der Außenpolitik eigenständig, nachdem die damalige Regierung dies beanspruchte. Ab 1907 war Neuseeland Dominion, 1947 nahm das neuseeländische Parlament das (1931 vom britischen Parlament beschlossene) Statut von Westminster an, demzufolge nur das neuseeländische Parlament Gesetze für Neuseeland erlassen darf. 1986 schließlich beendete ein neuer Constitution Act alle britischen Gesetzgebungskompetenzen, so dass Neuseeland nun auch de jure die eigene Regierungsform bestimmte (was sie de facto schon länger taten). Im Jahr 2003 dann wurde das Recht einer Berufung vor dem Privy Council des Vereinigten Königreichs abgeschafft, so dass nun auch die Jurisdiktion vollständig unabhängig ist.
- Ernsthaft als Unabhängigkeitsdatum würde ein Neuseeländer eigentlich nur 1947 ansehen, zumal kurz darauf auch eine neuseeländische Staatsbürgerschaft eingeführt wurde. Tatsächlich aber ist diese Frage für Neuseeländer eher von untergeordneter Bedeutung; das wirklich wichtige Datum ist der 6. Februar 1840. --Hase 00:48, 24. Mai 2006 (CEST)
Einige Anmerkungen zum Geschichtsteil: Derzeit ist die Gewichtung im Abschnitt "Entdeckung und frühe Besiedlung" etwas eigenartig. Zu Tasman, der nie einen Fuß an Land gesetzt hat, gibt es einen relativ langen Abschnitt, zu Cook dagegen, der das Land ausführlich erforscht hat, nur sehr wenig. Entweder müsste der erstere Teil gekürzt oder der letztere erheblich erweitert werden. Was tun? Auch die zwei letzten Sätze finde ich wenig hilfreich. Sollte man die nicht einfach streichen? Im Abschnitt "Die Geburt der Nation" halte ich den kausalen Zusammenhang zwischen Schusswaffenverteilung und Musketenkriegen für fragwürdig; Grund waren wohl eher die auch ohne diese Waffen vorhandenen Feindseligkeiten. Busby wurde meines Wissens nach Neuseeland (1833) geschickt, um die dort herrschenden Kriege zu beenden und den eingewanderten britischen Bürgern Sicherheit zu gewähren und möglicherweise auch um den Franzosen zuvor zu kommen, die allerdings erst über ein halbes Jahr nach der Unterzeichnung des Treaty of Waitangi eine erste Siedlung gründeten (vgl. auch http://www.teara.govt.nz/Ne... Im Abschnitt "Das moderne Neuseeland" gibt es einige Doppelungen zu anderen Abschnitten; ich habe keine Idee, wie man die am besten beseitigt - außer, indem man diesen Abschnitt komplett auflöst und in andere Abschnitte (Kolonialzeit, Politik) verteilt. Hase 21:51, 31. Okt. 2006 (CET)
- Hallo, der Abschnitt zu James Cook ist wirklich etwas kurz im Moment, ich würde vllt dort noch etwas ergänzen, wenn noch etwas bedeutendes fehlt. Im nächsten Abschnitt ...„führte die ungleichmäßige Verteilung von Schusswaffen“ zu den Musketenkriegen, dass es auch vorher schon kleinere Streitigkeiten gab, ist nur logisch und natürlich, oder? Zur Rolle Busbys in "die Geburt der Nation" werd ich gleich noch versuchen, was zu schreiben (was zum Beispiel ist aber ein "Resident" auf Deutsch - Residentur (Kolonialgeschichte) bezieht sich ja nur auf deutsches Kolonialrecht...). Der Abschnitt "Das moderne Neuseeland" ist meiner Meinung nach schon wichtig. Der Ausschluss aus dem ANZUS-Pakt wird aber mehrmals genannt. Man sollte vllt auch noch am Abschnitt "Außenpolitik und Militär" in "Politik" arbeiten, um beides besser abzugrenzen... -- 2000 17:50, 1. Nov. 2006 (CET)
- Was den Abschnitt zum modernen Neuseeland angeht, habe ich mich blöde ausgedrückt. Für wichtig halte ich den auch; nur was da im Moment drinsteht, gehört da meiner Meinung nach nicht rein. Eventuell könnte man den letzten Absatz der Kolonialzeit mit den ersten beiden des "modernen Neuseeland" zu einem neuen Abschnitt "Der Weg in die Unabhängigkeit" (oder mit einem weniger essayistischen Titel) zusammenfassen. Der Teil zum ANZUS-Pakt ist beim Militär besser aufgehoben, das denke ich auch. Der Abschnitt zum modernen Neuseeland wäre, wenn man diesem Vorschlag folgt, komplett neu zu schreiben. Inhaltlich müsste es dort dann um die Geschichte Neuseelands seit der Unabhängigkeit gehen, wo es aber starke Überschneidungen zu den anderen Abschnitten (Politik, Wirtschaft &c.) geben könnte.
- "Resident" scheint mir ok zu sein; in Residentur (Kolonialgeschichte) wird ja auf die englischen Protektorate verwiesen. Den Absatz finde ich jetzt insgesamt sehr gut; die Geschichte mit dem Handelsschiff kannte ich noch gar nicht - man lernt nie aus... Lediglich an meiner Kritik an der Schusswaffen-Argumentation möchte ich festhalten (auch wenn sie kleinlich sein mag): Mir geht es um die durch die Formulierung ausgedrückte Kausalität. Die Tatsache, dass eine Gruppe mehr Schusswaffen besitzt als eine andere, führt für sich genommen sicher nicht zu einem Krieg. Aus meiner Sicht interessanter ist die Frage, was tatsächlich der Grund für diese Kriege war, denn mehr als kleinere Streitigkeiten müsste es da schon gegeben haben, denke ich. Die Schusswaffen haben meiner Ansicht nach lediglich dazu geführt, dass der Krieg derart viele Tote zur Folge hatte. Hase 13:12, 2. Nov. 2006 (CET)
Kontinent
Geografisch gehört Neuseeland aber nicht zum australischen Kontinent, da sich zwischen beiden Landmassen eine Tiefseezone befindet. Gesellschaftlich zählt sich Neuseeland selbst zum Gebiet (aber nicht zum Kontinent) Ozeanien.
Und zu welchem Kontinent gehört NZ dann demnach? Zur Antarktis? --Rollo rueckwaerts 13:46, 21. Mai 2006 (CEST)
- Hallo Rollo rueckwaerts,
Du hast Recht, die Formulierung ist in der Tat ungünstig (und in der Einleitung deplaziert). Es ist aber wohl auch nicht ganz eindeutig, was genau denn nun ein Kontinent ist. Wenn ich :Bild:Pazifische platte.png und :Bild:Tectonic plates de.png richtig deute, liegt Neuseeland sowohl auf der australischen wie auf der pazifischen Platte, aber zwischen der australischen und neuseeländischen Landmasse ist in der Tat viel Wasser. Kulturell gibt es sicherlich Gemeinsamkeiten mit Australien. Und dann gibt es wie erwähnt noch das Konstrukt des kulturellen Kontinents Ozeanien. Das sich Neuseeland als polynesicher Staat definiert dürfte aber auch ein wenig etwas mit der Anerkennung der Maori zu tun haben. --Alexander Sommer 02:14, 24. Mai 2006 (CEST)
Vegetationszonen und Flora vereinen?
Ich finde man sollte Vegetationszonen und Flora in einem einzigen Unterpunkt vereinen. Ist irgendwie doppelt gemoppelt und gehört zusammen. Am besten würde mir ein Punkt "Vegetationszonen und Flora" unter "Flora und Fauna" gefallen. Was meint ihr??? Tanemahuta 22:14, 24. Jul 2006 (CEST)
- Hallo Tanemahuta, du hast Recht, irgendwie gehören diese beiden Punkte schon zusammen, wenn du eine Möglichkeit findest, die Vielfalt des Landes, vllt auch mit den Gletschern, Regenwald, Grasland, ... (ggf. auch mit den Bildern) in den Themenpunkt "Flora" einzubauen, dann wär' das sicher nicht falsch... Grüße - 2000 14:46, 25. Jul 2006 (CEST)
Staatsoberhaupt
Aufgrund seiner Zugehörigkeit zum britischen Commonwealth ist das offizielle Staatsoberhaupt des Königreiches Neuseeland die Königin bzw. der König von England, zur Zeit Elizabeth II? Dieser Automatismus stimmt doch so sicher nicht. Es gibt mehrere Länder im Commonwealth deren Staatsoberhaupt nicht die Königin ist. --DAJ 11:54, 10. Aug 2006 (CEST)Lesenswert-Disk. 8.-15. August 2006
Neuseeland (englisch New Zealand, maori Aotearoa) ist ein Inselstaat im südlichen Pazifischen Ozean. Er liegt etwa 2.000 km südöstlich von Australien, gut 1.500 km südlich von Neukaledonien und knapp 3.000 km nördlich des antarktischen Festlandes.- pro - ich denke, diesen Artikel kann man ohne Zweifel in unsere High-End-Gallerien einordnen. Inhaltlich sehr ausführlich, zugleich mit einer Verlinkung zu vertiefenden Artikeln und ergänzenden Listen, und strukturell sehr übersichtlich gestaltet. -- Achim Raschka 16:33, 8. Aug 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft - schließe mich Achim Raschkas Meinung an. --FAFA FAFA 10:58, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft Ein gut geschriebener Artikel, der die wichtigsten Bereiche abdeckt. Auf alle Fälle lesenswert. --Voyager 12:31, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft , aber sicher. Mit ein wenig Feinschliff gerne auch exzellent. Gibt es sowas wie einen Hauptautor? --BishkekRocks 13:13, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft , auch wenn die Galerie am Ende des Artikels besser bei den Commons aufgehoben sein würde. --Michael82 13:30, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - ich habe mir den Artikel größten Teils durchgelesen und finde ihn gut. --Alec 41 15:30, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - Sprachlich sollte man noch ein wenig feilen, aber lesensewert mit der Tendenz zu exzellent ist der Text inn jedemn Fall Delos 15:40, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - ein guter und ausführlicher Artikel, bei dem mich lediglich die in einigen Teilen fehlende Verlinkung und die monochromen Tabellen, die dadurch farblich ein wenig aus dem Rahmen fallen, stören. --Herrick 15:55, 9. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - Bis auf ein paar Kleinigkeiten (z.B. Staatsoberhaupt wg. Commonwealth - Mitgliedschaft?? und dass sämtliche Filme die einen neuseeländischen Regisseur haben gleich als neuseeländisch gelten) sehr informativ und absolut lesenswert --DAJ 12:01, 10. Aug 2006 (CEST)Pro
- absolutes Pro
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Bildherkunft - ich dachte erst bei einer Exzellenz-Kandidatur zu sein, die man eigentlich auch bald anschließen könnte. - Gancho 16:14, 10. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft auf jeden Fall lesenswert. Für mich eher exzellent. Die Galerie am Ende stört mich nicht, passt insgesamt zu diesem tollen Artikel. Julius1990 07:15, 11. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - Schließe mich meinen Vorrednern an, bin voll des Lobes. Allerdings würde mich noch etwas zur Exekutive und Judikative interessieren, aber das sind nunmal meine persönlichen Interessen, sollte einem "Lesenswert"-Stempel nicht im Wege stehen. Großes Lob an alle Autoren. Lg Plani 18:42, 11. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft – ich habe beim Lesen richtig Lust bekommen, da mal hinzufahren. Vor allem die Bilder sind super! -- Sdo 13:55, 12. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft - Mehr als lesenswert. --The Rain Man The Rain Man 06:09, 14. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro. Die Galerien enthalten zwar hübsche Bilder, machen den Artikel aber unnötig groß. So sie nicht zur Texterläuterung dienen, sollten sie entfernt werden. Die Landwirtschaft beschränkt sich auf die Schafzucht und ist damit viel zu eng. Dass Neusseland der größte Kiwifruchtproduzent ist erfährt man nur aus einer Bildunterschrift. Für lesenswert sollte es aber reichen. --Uwe Gille Uwe Gille 12:16, 14. Aug 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft Sicher lesenswert, wenn nicht gar exzellent 217.194.49.178 17:10, 14. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft siehe Vorredner. --Radiowecker 21:50, 15. Aug 2006 (CEST)Pro
Diese Disk. ist beendet. --JHeuser 10:25, 16. Aug 2006 (CEST)
Bodenschätze
Danach wurde in der KEA gefragt und ich war so frei, ein paar Sätze zu schreiben. Bitte an die Autoren, kontrollieren und ggf. korrigieren/erweitern. Meine Angaben stammen vorwiegend von hier: http://www.stats.govt.nz. - Gruß, Gancho 00:54, 18. Aug 2006 (CEST)
Deutsche in Neuseeland
Ich würde den neu eingefügten Unterabschnitt „Deutsche in Neuseeland“ (unter „Kultur“) gerne wieder löschen. Die Informationen sind ja an sich durchaus interessant (wenn meiner Meinung nach auch etwas diffus dargestellt), können aber eigentlich problemlos in andere Abschnitte eingebaut werden. Selbst wenn man mal von den inhaltlichen Schwächen und dem Fehlen des Hauptartikels absieht, sehe ich einfach keinen Vorteil eines isolierten Abschnitts an der Stelle. Gegenstimmen? --Alexander Sommer 23:44, 24. Aug 2006 (CEST)Exzellenz-Kandidatur August/September 2006 - nicht erfolgreich
Diese Kandidatur läuft vom 16. August bis zum 05. September.
Ist mir beim Auswerten der KEA heute morgen untergekommen, mit beeindruckendem Echo ausgezeichnet. Hab' ihn (leider) erst daraufhin gelesen und kann mich der Meinung einiger KLA-Juroren nur anschließen, dass er auch "exzellent" ist, darum jetzt von mir
- pro, weil er sehr abgerundet, gut formuliert und illustriert alles beantwortet, was ich zu diesem Land würde wissen wollen. Von der Länge ideal, rundum gelungen. JHeuser 15:14, 16. Aug 2006 (CEST)
- Kleiner Tipp vorweg, keineswegs als Urteil gedacht: ich habe mir auf die Schnelle ausschließlich das kurze Sport-Kapitelchen angesehen. Wenn das für den Gesamtartikel repräsentativ ist, sollte da dringend noch mal jemand wegen Sprache und Typos drübergehen: ich fand alleine dreimal "weitere" in einem Mini-Absatz. --Wahrerwattwurm Wahrerwattwurm 16:06, 16. Aug 2006 (CEST)
- Kontra Der Artikel verrät nichts über Bodenschätze und Industrie, die Landwirtschaft ist reduziert auf Schafzucht. Die unkommentierte Galerie unter Bilder hängt wie ein Wurmfortsatz am Artikel, die Bildchenleiste bei Städten hängt ebenso in der Luft. Ich würde sagen knapp lesenwert, aber zur Exzellenz ist er zu dünn. --Uwe Gille Uwe Gille 15:04, 17. Aug 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft - fand ihn schon in der KLA exzellent, daran hat sich nichts geändert. Die Galerien sind Geschmackssache, mich stören sie hier nicht, im Gegenteil. Die Bilder sind ja auch sehr präsentabel. Nennenswerte und exportrelevante Bodenschatzvorkommen gibt es kaum, ein paar Sätze dazu werde ich gleich nachtragen. - Gancho 00:26, 18. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft wie schon in der Lesenswert-Kandidatur gesagt. Julius1990 07:11, 18. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft toller Artikel, tolle Bilder, schön abgerundet, absolut PRO --Spazion 23:31, 20. Aug 2006 (CEST)Pro
- So leid es mir tut (auch wegen des Themas): kontra. Der Artikel ist sicherlich weit fortgeschritten, wohl vollkommen zurecht lesenswert und man merkt ihm auch an, dass viele Arbeit drin steckt. Den Autoren gehört mein voller Respekt. Allerdings finde ich zumindest die Abschnitte Geschichte und Politik so lückenhaft, dass es meiner Meinung nach noch nicht zu einem exzellenten Artikel reicht. Auch die darauf folgenden Abschnitte finde ich zu einem großen Teil noch nicht ausreichend (kann aber auch sein, dass da meine Konzentration langsam abgenommen hat). Da die konkrete Kritik wohl den Rahmen dieser Seite sprengen würde, habe ich sie mal auf einer Alexander Sommer/Neuseeland gespeichert. Mein Vorschlag: ab in den Review und dann noch mal schauen. --Alexander Sommer 23:59, 20. Aug 2006 (CEST)
- definitiv pro: eine sehr umfassene Darstellung, gut illustriert und sehr vielseitig. Ergänzungsmöglichkeiten gibt es immer, aber das ändert nichts an der Exzellenz der Darstellung.
- Pro Der Artikel gibt mir als Laien einen umfassenden, aber nicht zu langen Überblick und ist angenehm zu lesen. Auch die Bebilderung finde ich sehr schön. Bei der sehr ausführlichen Kritik von Alex (Respekt für die Arbeit!) handelt sich größtenteils um Kleinigkeiten, die zwar noch berücksichtigt werden sollten, aber meiner Meinung nach kein Hindernis für die Exzellenz sind. Ein Teil ist ja auch schon eingearbeitet worden. -- Sdo 00:03, 26. Aug 2006 (CEST) Nachtrag: es wäre noch schön, wenn die Einleitung den Artikel etwas mehr zusammenfassen würde. -- Sdo 14:14, 26. Aug 2006 (CEST)
- Contra
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Bildherkunft Es fehlen detallierte Quellenangaben. Stefanwege 18:16, 28. Aug 2006 (CEST)Contra
- Pro
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Bildherkunft Ein wirklich toller Artikel. Hier erhalte ich umfassende Informationen die gut aufbereitet und nicht zu langatmig sind. Die Bilder finde ich hervorragend, da sie gleich einen Eindruck von dem gerade gelesenen vermitteln. In dem Artikel steckt bestimmt jede Menge Arbeit, deshalb kann ich nur sagen:absolut exzellent! - 213.54.220.38 23:23, 31. Aug 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft Dieser Artikel ist schön ausführlich. Er enthält gute Darstellungen und Grafiken und behandelt alle relevanten Themen. Maria H 15:30, 5. Sep 2006 (CEST)Pro
Das ausfuehrlich auf seiner Benutzerunterseite dargestellte Contra von [Benutzer:Alexander Sommer|Alex]] ist aufgrund der Summe vieler Details schwerwiegend. In Kombination mit dem Voten von Uwe Gille und Stefanwege ganz klar nicht erfolgreich. --Kantor.JH Kantor.JHQuellenpflicht now! 21:38, 5. Sep 2006 (CEST)
Sport
Neben dem Hinweis auf Dennis Hulme als F1 Weltmeister beitet sich ggf. die Info an, dass das zweiterfolgreichste Team der F1 -McLaren- von dem Neuseeländer Bruce McLaren gegründet wurde. Das ist zwar nur eine Kleinigekeit aber unterstützt die These, wonach in NZ der Motorsport eine gewisse (auch schon taditionelle) Beudeutung hat. Quellen hierfür sind in der einschlägigen Fachpresse sicherlich zu finden (Saisonrückblicke, "Das Jahrhundert des Motorsports; Adriona Cimarosti", etc.)
- Hab ich jetzt ergänzt; danke für den Hinweis... -- 2000 21:20, 29. Okt. 2006 (CET)
Bildwarnung
Die unten genannten Bilder, die in diesem Artikel verwendet werden, sind auf Commons gelöscht oder zur Löschung vorgeschlagen worden. Bitte entferne die Bilder gegebenenfalls aus dem Artikel oder beteilige dich an der betreffenden Diskussion auf Commons. Diese Nachricht wurde automatisch von CommonsTicker erzeugt.-- DuesenBot 07:13, 13. Nov. 2006 (CET)- {{TickerEntry
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Neuseeland und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
- absolutes

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