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Der Artikel New York Stock Exchange gehört zur Kategorie: New York City, Börse, Unternehmen (Vereinigte Staaten), National Historic Landmark
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Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die größte Wertpapierbörse der Welt. Sie befindet sich an der Wall Street in New York, USA.
Geschichte
18. Jahrhundert
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Den Grundstein für die New Yorker Aktienbörse wurde am 17. Mai 1792 gelegt, als 24 Broker und Händler das Buttonwood-Abkommen unterzeichneten. Damals wurden gerade einmal fünf Wertpapiere in New York gehandelt: die Aktien von zwei Banken und drei Staatsanleihen, die im Jahr 1790 ausgegeben worden waren.
19. Jahrhundert
Am 8. März 1817 wurde zum ersten Mal ein Börsenreglement festgelegt und eine formelle Organisation gegründet: das New York Stock & Exchange Board (NYS & EB), das sich in der Wall Street einquartierte. Im selben Jahr sind auch die Prozeduren für den Handel neu festgelegt worden. Es entstand ein sogenannter Call Market. Die von der Börse in Philadelphia abgedruckten Regeln bestimmten die Satzung. Nach drei Testjahren sind diese jedoch überarbeitet worden, und am 21. Februar 1820 wurde eine neue Satzung beschlossen.
Im Jahre 1830 ist erstmals eine Eisenbahngesellschaft gelistet worden: Mohawk & Hudson. Weitere Gesellschaften folgten bald, und so wurden Eisenbahnaktien zur ersten Sorte von Boom-Aktien, die das Handelsgeschehen für den Rest des Jahrhunderts prägten.
Der 16. März 1830 ging als der Tag mit dem geringsten Umsatz in die Annalen von Wall Street ein. 31 Stück von 80 Millionen damals gelisteter Aktien wurden an dem Tag gehandelt. Doch es gab auch Tage wie den 14. und 17. März 1821 und den 8. Januar 1829, wo trotz geöffneter Börse laut dem Journal of Commerce überhaupt kein Handel stattfand, und den 19. September 1828, wo ein einziges Stück einer sechsprozentigen Staatsanleihe umgesetzt wurde.
1835 zerstörte ein Großbrand über 700 Gebäude in New York, und auch die Wall Street blieb nicht verschont. Es fanden sich jedoch schnell andere Orte, an denen der Handel fortgesetzt werden konnte. Ein Jahr später wurde der Aktienhandel in den Straßen von New York verboten. Bis dahin war es durchaus üblich, auf der Straße Aktien angeboten zu bekommen.
Durch die Erfindung des Telegrafen 1844 konnten erstmals Händler und Investoren außerhalb von New York am Handel teilnehmen. Den ersten Börsencrash erlebte New York 1857, als der Zusammenbruch der Ohio Life Insurance & Trust Company eine Massenhysterie und Panikverkäufe auslöste. Ihren heutigen Namen „New York Stock Exchange“ erhielt die Börse am 29. Januar 1863. Am 15. November 1867 sind zum ersten mal Ticker im Handel eingeführt worden. Am 8. Mai 1869 kam es zum Zusammenschluss der NYSE mit dem Open Board of Brokers.
Der erste US-amerikanische Aktienindex erschien am 3. Juli 1884 im Customers´ Afternoon Letter. Er bestand aus 11 Werten. Ein Jahr später wurde ein Index daraus, der auf 14 Aktien basierte. Bezeichnend für die damalige Zeit war, dass zwölf Werte davon Eisenbahnaktien und nur zwei Industrieaktien waren. Am 26. Mai 1896 wurde der Dow Jones Industrial Average Index gegründet, der bis heute der Leitindex der NYSE geblieben ist.
20. Jahrhundert
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1903 zog die NYSE in ein neues Gebäude mit der Adresse: 11 Wall Street, New York NY 10005, USA. Dies ist bis heute der Standort der NYSE. Bei einer Bombenexplosion am 16. September 1920 außerhalb des Gebäudes der Börse starben 33 Menschen, mehr als 400 wurden verletzt.
Den größten Börsencrash erlebte die Welt am 24. Oktober 1929. Dieser Tag ist als Black Thursday („Schwarzer Donnerstag“) bekannt. In Europa kennt man den Tag wegen der Zeitverschiebung als „Schwarzen Freitag“, da es hier bereits nach Mitternacht war. Auf Grund dieser Ereignisse kam es am 6. Juni 1934 zur Einsetzung der Securities and Exchange Commission (SEC), der Börsenaufsicht.
Am 14. Juli 1966 ist der NYSE Composite Index eingeführt worden. Im Jahre 1979 wurde eine Tochtergesellschaft gegründet: die New York Futures Exchange (NYFE). Hier werden Termingeschäfte abgewickelt. Der erste Tag an dem über 100 Millionen Aktien gehandelt wurden (132.681.120) war der 18. August 1982.
Den schlechtesten Handelstag verzeichnete die NYSE am 19. Oktober 1987 (Schwarzer Montag), als der Dow Jones Industrial Average innerhalb von wenigen Stunden 22,6 Prozent einbüßte (508 Punkte). Ursache war die Computertechnik der damaligen Zeit. Durch das große Handelsvolumen an diesem Tag kam es zur Anzeige falscher Preissignale, was zu massiven Aktienverkäufen führte. Um eine Wiederholung auszuschließen, wurde beschlossen, den Handel nach einem Rückgang der Kurse von über 350 Punkten für eine halbe Stunde und von mehr als 550 Punkten für eine Stunde auszusetzen. Am 27. Oktober 1997 wurde der Handel an der Börse nach einem Rückgang der Kurse um 554,26 Punkten zum ersten mal in der Geschichte unterbrochen.
Seit 28. August 2000 werden die Aktien am NYSE in Dezimalzahlen bewertet. Bis dahin war es üblich den Preis einer Aktie in Brüchen anzugeben.
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21. Jahrhundert
Auf Grund der Terroranschläge in New York war die Börse zwischen dem 11. und 17. September 2001 geschlossen.
Im Jahre 2003 startete die NYSE eine Kooperation mit der NASDAQ, die bis dahin der größte Konkurrent war. Im November 2004 waren an der NYSE circa 2.800 Firmen gelistet, circa 460 dieser Firmen haben ihren Sitz außerhalb der USA. Das Handelsvolumen betrug im Durchschnitt etwa 45 Milliarden USD pro Tag.
An der NYSE werden täglich über 3 Milliarden Aktien (Einfachzählung) gehandelt (3.411.760.091 am 16. November 2006). Am 6. März 2006 ging die NYSE selber nach 213 Jahren an die Börse. Der DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE Index notiert am 17. November 2006 mit über 12.300 Punkten.
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