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Nigeria

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Der Artikel Nigeria gehört zur Kategorie: Nigeria, Staat

Die Bundesrepublik Nigeria [] (Federal Republic of Nigeria [], deutsch auch Nigerien) ist eine ehemalige britische Kolonie in Westafrika und grenzt an Benin, Niger, Tschad und Kamerun. Es ist mit Abstand das bevölkerungsreichste Land Afrikas und versucht sich nach Jahren der Militärdiktatur an seiner Demokratisierung und wirtschaftlichen Entwicklung. Nigeria konnte bisher seine reichen Erdölvorkommen nicht zur erfolgreichen Armutsbekämpfung nutzen. Korruption, Gewalt und ethnische Konflikte zwischen dem muslimischen Norden und dem christlich-animistischen Süden sind die Haupthemmnisse, um Nigerias Bevölkerung ein besseres Leben zu ermöglichen.

Geographie

  • Ausdehnung: W-O 1.200 km, N-S 1.100 km
  • 12 % Wald und Buschland, 34 % Ackerland, 23 % Wiesen und Weiden
  • Geographische Lage: zwischen 4° und 14° nördlicher Breite sowie 2° 40' und 14° 40' östlicher Länge
  • Oberflächenstruktur (von Süd nach Nord):
  • Geologische Merkmale: Der Chappal Waddi ist mit 2.419 m höchster Berg, der insgesamt 4.184 km lange Niger längster Flussteil.
  • Landesgrenzen: 4.047 km (Benin 773 km, Kamerun 1.690 km, Tschad 87 km, Niger 1.497 km)
  • Küste: 853 km
  • Größte Städte (Stand 1. Januar 2005): Lagos 8.789.133 Einwohner, Kano 3.626.204 Einwohner, Ibadan 3.565.810 Einwohner, Kaduna 1.582.211 Einwohner, Port Harcourt 1.148.753 Einwohner, Benin-Stadt 1.125.511 Einwohner und Maiduguri 1.112.511 Einwohner; siehe auch die Liste der Städte in Nigeria

Vegetation

Abbildung
Vegetation 1979
Bildherkunft

(von Süd nach Nord)

Etwa entlang des 9° nördl. Breite verläuft die Niederschlagsgrenze. Südlich dieser Grenze herrscht doppelte Regenzeit, nördlich davon einfache Regenzeit.

Bevölkerung

Abbildung
Ethnien in Nigeria 1979
Bildherkunft

Die vorletzte Volkszählung hat 1991 stattgefunden und eine Einwohnerzahl von 88,9 Millionen ergeben. Bei einer (wie etwa von der CIA) angenommenen Wachstumsrate von 2,7% läge die Einwohnerzahl heute bei 130-135 MillionenWorld Factbook, bei einer (wie von der Weltbank) angenommenen Wachstumsrate von 2,9% bei 150-160 MillionenThe African Symposium, Vol. 2 No.4 December 2002. Die letzte Volkszählung fand vom 21. - 28. März 2006 stattBBC, 21. März 2006, die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Oktober 2006 angekündigt.This Day (Lagos), 30. Juni 2006

  • 50% der Gesamtbevölkerung sind Muslime (insbesondere im Norden des Landes);
  • rund 40% der Bevölkerung sind Christen, davon 2% Kopten;
  • knapp 10% sind Animisten, also Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen.

Die Zahl unterschiedlicher Ethnien wird auf 260-380 geschätzt. Die Hauptethnien sind

Dahinter folgen Hausa (11%), Fulbe (8,2 %), Kanuri (5,2 %), Ibibio (4,2 %), Nupe (3,2 %), Edo (2,4 %), Ijaws (1,8 %), Bura (1,7 %), Tiv (1,6 %), Ambai (0,9%) und andere (7,2 %).

Die Lebenserwartung beträgt 51,3 Jahre bei den Männern und 51,7 Jahre bei den Frauen. Die Geburtenrate je 1000 Menschen ist 45,4. Die Todesrate je 1000 Menschen liegt bei 15,4.

Gesprochen werden vor allem Yoruba, Hausa und Igbo und eine dreistellige Zahl anderer Sprachen (insgesamt 434 Sprachen). Amtssprache ist Englisch, der Alphabetisierungsgrad in Englisch beträgt 53,3% (Männer: 61,3%, Frauen: 45,3% / Stand 2006 National Bureau of Statistics, laut The Punch (Lagos), 20. Juni 2006)

Wegen des aus religiösen Gründen verhängten Impfverbots in Teilen Nigerias waren 2004 fast zwei Drittel der weltweit über 1.250 Polio-Fälle (Kinderlähmung) in Nigeria anzutreffen. Damals hatten die Behörden die Impfungen ausgesetzt, nachdem muslimische Geistliche das Gerücht verbreiteten, der Impfstoff mache unfruchtbar. Auch in die angrenzenden Länder wurde Polio durch dieses Verbot transportiert.

Geschichte

Hauptartikel Geschichte Nigerias

1861 begann die Kolonisierung Nigeria durch Großbritannien. In vorkolonialer Zeit existierten auf dem Gebiet des heutigen Nigeria verschiedene Staaten, so z. B. die Yoruba-Königreiche Oyo und Ife, das Königreich Benin, das Sokoto-Kalifat und die Emirate der Hausa, aber auch Gesellschaften ohne eine zentrale politische Autorität.

1960 erhielt Nigeria mit einer föderalen Verfassung die Unabhängigkeit. Bis zum Jahre 1966 regierte Premierminister Tafawa Balewa das Land, während der Unabhängigkeitspräsident Benjamin Nnamdi Azikiwe nur zeremonielle Funktionen innehatte.

Nach zahlreichen inneren Unruhen, Wahlmanipulationen und Gewaltausbrüchen übernahm das Militär die Macht und beendete die I. Republik. Am 30. Mai 1967 wurde im Südosten Nigerias die Republik Biafra proklamiert, die mit dem Biafra-Krieg 1970 endete. Im Jahre 1975 wurde der Militärdiktator Yakubu Gowon unblutig durch General Murtala Mohammed gestürzt, der selbst sechs Monate später bei einem gescheiterten Putschversuch getötet wurde. Sein Nachfolger wurde General Olusegun Obasanjo, der das Demokratisierungsprogramm seines Vorgängers fortsetzte und 1979 die Regierungsgewalt an den zivil gewählten Präsidenten Shehu Shagari übergab.

Die 70er Jahre waren ökonomisch durch einen massiven Ölboom gekennzeichnet, Nigeria wurde der größte Erdölexporteur Afrikas. Ende 1982 wurde die II. Republik unter Shagari gestürzt, General Muhammadu Buhari putschte sich an die Macht, wurde aber kurz darauf 1985 durch seinen Kameraden General Ibrahim Babangida in einem Palastcoup abgelöst.

Babangida regierte bis 1993. Korruption und Repression stiegen während seiner Regierungszeit permanent an, ein Demokratisierungsprozess zur Gründung einer III. Republik endete als Fehlschlag, Babangida ließ die abschließenden Präsidentschaftswahlen annullieren. Nach dem Mordprozess des innenpolitischen Vertreters "Marcus L´Hoste" trat er daraufhin die Macht an eine kurzzeitige Übergangsregierung ("III. Republik") ab, die schließlich dem Militärdiktator Sani Abacha im Jahr 1995 weichen musste. Es folgte eine der brutalsten Militärdiktaturen in der nigerianischen Geschichte, die u.a. durch die Hinrichtung der "Ogoni Nine" (Ken Saro-Wiwa) gekennzeichnet wurde.

Abacha starb im Jahre 1998, sein Nachfolger Abdulsalami Abubakar zog innerhalb eines Jahres ein eilig zusammengestelltes Demokratisierungsprogramm durch, das vor allem zum Ziel hatte, Nigeria wieder als gleichberechtigtes Mitglied in die internationale Staatengemeinschaft zurückzuführen. 1999 wurde der ehemalige Militärpräsident Olusegun Obasanjo als erster Präsident der IV. Republik vereidigt und 2003 in umstrittenen Wahlen für eine zweite Amtszeit bestätigt. Die IV. Republik war durch eine aktive Außenpolitik in der Lage, die Schäden der Abacha-Diktatur zu beseitigen, sah sich jedoch starken innenpolitischen Unruhen ausgesetzt, die bis heute andauern.

Politik

Gemäß der nach amerikanischem Vorbild entworfenen Verfassung von 1989, welche jedoch erst im Zuge der 4. Republik 1999 in Kraft trat, verfügt Nigeria über ein präsidiales Regierungssystem mit einem Senat und einem Abgeordnetenhaus. Darüberhinaus gewährleistet die Verfassung ein Mehrparteiensystem und alle 4 Jahre stattfindende Wahlen.

Gesundheit/Soziales

Kranke, Arme und Alte sind auf Familienhilfe angewiesen, nur Regierungsbedienstete kommen in den Genuss öffentlicher Fürsorge. Niedrige Einkommen, die schnell wachsende Bevölkerung und die leere Staatskasse führten zum Scheitern aller Pläne, ein Gesundheits- und Rentensystem zu schaffen. Epidemien fordern unter der unterernährten und schlecht versorgten Landbevölkerung oft Tausende von Opfern.

Armee

Berufsarmee mit 77.100 Mann (Heer 80,4%; Marine 7,3%; Luftwaffe 12,3%).
Anteil des Militärbudgets am Staatshaushalt: 0,8% (2005).

Soziale Bewegungen

  • Frauenbewegung: bereits vor 150 Jahren entstand in Nigeria die Yan'Taru Bewegung, eine islamisch religiöse Bewegung, die sich die Weitergabe von religiösem sowie alltäglichen Wissen von Frauen an Frauen zum Ziel gesetzt hatte. Heute gibt es eine Anzahl säkularer sowie religiöser Frauen, die sich als Aktivistinnen oder Akademikerinnen für Frauenrechte einsetzen. Zu den wichtigsten Frauenorganisationen gehören u.a. Women In Nigeria (WIN), dem National Council of Women's Societies, der Women's Aid Collective und der Federation of Muslim Women's Association in Nigeria. Wichtige Namen der Frauenbewegung sind z. B. Ayesha Imam und Joy Ezeilo.

Militante Bewegungen

Insbesondere seit dem Ende der Militärdiktatur 1999 haben sich in Nigeria zahlreiche Bürgerwehren, Schutztruppen, Milizen, Geheimbünde und Gangs formiert, die sich teils als ethnische, teils als religiöse, teils als politische Bewegungen verstehen.

Im Nigerdelta sind das etwa die Egbesu Boys, die Iduwini Volunteer Force (IVF), die Niger Delta People’s Volunteer Force (NDPVF), die South-South Liberation Movement (SSLM) und die Bewegung für die Emanzipation des Nigerdeltas | MEND (siehe: Konflikte im Nigerdelta);

in den nördlichen, islamischen Bundesstaaten die Hisbah Gruppen;

im Südwesten der O’odua People’s Congress (OPC);

im Südosten die Bakassi Boys, die Bewegung für die Verwirklichung eines souveränen Staates Biafra (MASSOB), der Anambra Vigilance Service (AVS), die National Association of Road Transport Owners (NARTO) und die National Union of Road Transport Workers (NURTW);

an den Universitäten magische Geheimbünde wie die Black AxeImmigration and Refugee Board of Canada, February 2005: The Black Axe Confraternity sowie

in den Großstädten eine Vielzahl von Jugendbanden, die allgemein als Area Boys bezeichnet werden.

Kriminalität

Neben den allgemeinen Kriminalitätsformen treten drei Kriminalitätsfelder immer wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses:

  1. Kriminelle Banden zapfen Öl-Pipelines an und verkaufen die abgezapften Ölmengen auf dem Schwarzmarkt. Da dies sehr oft unter Billigung der Bevölkerung geschieht, kommt es häufig zu Menschenansammlungen an den illegalen Entnahmestellen. Ausgelöst durch Funkenbildung, hat es schon eine Vielzahl von Explosionen gegeben, die teilweise mehrere Hunderte Menschenleben gefordert haben.
  2. Eine weiter bekannte Kriminalitätsform ist der Vorschussbetrug, der auch als Nigerianische Betrugsmasche bekannt ist.
  3. In Nigeria sind Entführungen keine Seltenheit. Dahinter stehen in der Regel kriminelle Banden oder Rebellenorganisationen. Während kriminelle Organisationen sich von der Entführung ein Lösegeld versprechen, kämpfen Rebellenorganisationen oft für politische Forderungen. Die meisten Geiseln kommen nach Zahlung eines Lösegeldes nach einigen Tagen wieder frei.

    Siehe auch Konflikte im Nigerdelta.

Außenpolitik

Trotz der vielen innenpolitischen Probleme ist Nigeria der mächtigste Staat Westafrikas. Entsprechend hat es den Vorsitz der ECOMOG, des Sicherheitsapparats der ECOWAS inne. Darüberhinaus ist es Mitglied zahlreicher internationaler Organisationen. Außerdem strebt Nigeria einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an, in welchem bisher kein afrikanisches Land dauerhaft vertreten ist.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Verwaltungsgliederung

Abbildung
Nigeria mit 36 Bundesstaaten
Bildherkunft

Siehe auch: Verwaltungsgliederung von Nigeria

Seit 2000 gilt in folgenden zwölf Bundesstaaten die Schari'a als RechtssystemNigeriafirst (9.4.2003): Ethnic militia groups of Nigerian societies:

Hinweis: Die Summe der für die einzelnen Bundesstaaten angegebenen Bevölkerungszahlen ergibt eine Gesamtbevölkerungszahl von etwas mehr als 159 Mio., was jedoch weit über den Schätzungen vieler Statistiker von 130-135 Mio. Einwohnern liegt (Stand 2006).

Infrastruktur

Straßennetz

  • Im Straßennetz sind von 193.198 km 37.000 km befestigt.

Eisenbahn

Das Schienennetz beläuft sich auf 3.505 km. Es ist in Kapspur (1067 mm) errichtet. Es befindet sich in einer allgemein guten Verfassung, nachdem es mit chinesischer Hilfe instandgesetzt wurde. Die Zahl der einsatzfähigen Eisenbahnfahrzeuge ist allerdings sehr beschränkt.

Die nigerianische Regierung will nun 8,3 Mrd. US$ in die Modernisierung der Schienenwege investieren. Dazu zählt auch das Vorhaben, alle Hauptstrecken auf Normalspur (1435 mm) umzustellen, was nicht teurer sein soll, als die Kapspur auf das entsprechende technische Niveau anzuheben. Geplant sind Höchstgeschwindigkeiten von 120 - 150 km/h für Personenzüge, 80 km/h für Güterzüge. Erstes Projekt ist die Strecke Lagos - Kano. Auch eine grenzüberschreitende Strecke nach Niger ist vorgesehen. Eisenbahningenieur 11/2006, S. 66

Luftfahrt

Seehäfen und Wasserwege

Telekommunikation

  • Auf 1.000 Einwohner kommen 66 Fernseher, 3,8 Telefone, 6,1 Rechner und 0,01 Internet-Zugänge.
  • Seit Mitte der 1990er Jahre ist ein Aufschwung im Mobilfunkbereich mit einer stetig wachsenden Zahl an Mobiltelefonen zu verzeichnen. Drei Netzbetreiber haben eine zunehmende Flächendeckung und Roaming-Verträge mit allen wichtigen europäischen Netzen.

Presse

Bildung

In Nigeria herrscht eine 9jährige Schulpflicht vom 6. bis zum 15. Lebensjahr. Die Einschulungsquote von 93% ist im Vergleich zu den Nachbarstaaten relativ hoch. Allerdings befinden sich Schulen und besonders Hochschulen in außerordentlich schlechtem Zustand. Hinzu kommt die geringe Motivation der Lehrkräfte und die enorme Zahl an Streiks, weswegen der Unterricht zuweilen vollständig unterbleibt, bedingt durch ausbleibende Gehaltszahlungen. Betrug der Bildungsetat 1985 noch 12,2% des BIP, so sanken die Ausgaben 2003 auf 4,6%. Da der Besuch öffentlicher Schulen schon längst nicht mehr gewährleistet, Rechnen, Schreiben oder Lesen zu lernen, wächst vor allem in den Städten Lagos und Abuja die Zahl privater Bildungseinrichtungen, welche versuchen den Erwartungen der aufstrebenden Mittelschicht gerecht zu werden. Dennoch besuchen nur etwa 50% aller Kinder im Schulalter eine Schule. In einigen Provinzen des Nordens sind alle Schulen geschlossen. Es finden sich hier nur noch Koranschulen.

Kultur

  • Nationalfeiertag: 1. Oktober (Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1960)
  • Sehenswürdigkeiten: Reiches künstlerisches Erbe, insbesondere Skulpturen und Holzschnitzereien aus Benin und Ife
    • Die Terrakotten der eisenzeitlichen Nok-Kultur sind weltweit bekannt, jedoch bei weitem nicht die ältesten Hinterlassenschaften nigerianischer Vorgeschichte.
  • Kulturelle Einflüsse: Die nigerianische Kultur ist nicht nur von Traditionen der zahlreichen Ethnien durchsetzt, sondern auch durch islamische Einflüsse im Norden und europäische Einflüsse im Süden geprägt.
  • Alphabet: Pannigerianisches Alphabet
  • Literatur: Der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka erhielt 1986 den Nobelpreis für Literatur. Mit Chinua Achebe erhielt im Jahr 2002 ein weiterer wichtiger nigerianischer Autor den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Eine in Afrika sehr erfolgreiche Autorin ist Buchi Emecheta, die sich in ihrem Werk kritisch mit der Situation der Frauen im zeitgenössischen Afrika auseinandersetzt.
  • Musik: Der vielleicht berühmteste Musiker Nigerias ist der Erfinder des Afrobeat Fela Anikulapo Kuti, der mit seiner Band "Africa 70" im "Shrine" in Lagos legendäre Konzerte gab. Weitere charakteristische Musikstile sind etwa Jùjú, Apala, Fuji oder Sakara.
  • Film: Aus Nollywood werden Filme und Soaps nach ganz Afrika ausgestrahlt. Einige nigerianische Drehbuchautoren konnten ihre Scripte nach Hollywood verkaufen auf Grund der hohen Dramatik in den Schriftstücken.
  • Sport: Sportlich international bekannt wurde das Land vor allem durch die Nigerianische Fußballnationalmannschaft.

Umwelt

Schwerste Schäden im Nigerdelta durch die seit 37 Jahren andauernde Erdölförderung. Pipelines verlaufen durch Dörfer und über Äcker; Wasser und Luft sowie Nahrungsmittel sind verseucht. Geschützte Gebiete: 3,22 % der Landesfläche.

Fußnoten

Literatur

  • Fatima L. Adamu: Women's struggle and the politics of difference in Nigeria. 2006 (PDF)
  • Heinrich Bergstresser, Sibylle Pohly-Bergstresser: Nigeria. (= Aktuelle Länderkunden; Beck'sche Reihe; Bd. 839). Beck, München 1991, ISBN 3-406-33185-8
  • Kenneth Onwuka Dike: Trade and politics in the Niger Delta, 1830-1885. An introduction to the economic and political history of Nigeria. Clarendon Press, Oxford 1956 (Inhaltsverzeichnis)
  • Wolfgang Gieler: Nigeria zwischen Militär- und Zivilherrschaft. Eine Analyse der politischen Entwicklung seit der Unabhängigkeit 1960–1990. Lit, Münster 1993, ISBN 3-89473-975-4 (zugl. Diss., Universität Münster, 1991)
  • Sani Musa: The Nigerian Political Economy in Transition. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2006 (PDF)
  • Eberhard Stahn: Nigeria. Reiseführer mit Landeskunde. 4. Auflage. Mai, Dreieich 1995, ISBN 3-87936-220-3
  • Nigeria-Jahrbuch. Politische und ökonomische Entwicklungen in der Bundesrepublik Nigeria. Duehrkohp und Radicke, Göttingen 2000–2003 ()

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Nigeria


Zahlenangaben

ist jetzt schon der 2. artikel wo ich die zahlen zB bei religionszugehörigkeit etwas eigenartig finde, auf was berufen sich die meisten menschen die bei geographischen artikeln zahlen angaben machen ? im fischer weltalmanach stehen andere (aber bei nigeria schon von 1992) verlasst ihr euch da mehr auf das cia factbook ??? Subversiv-action 19:00, 26. Jan 2005 (CET)


12 % Wald und Buschland, 34 % Ackerland, 23 % Wiesen und Weiden

und was ist mit den uebrigen 31%? 82.172.68.233 10:09, 27. Jan 2006 (CET)

Religionen

JEHOVAH'S WITNESSES:In 2005 there were about 276 000 Witnesses of Jehovah in the country according to the world report found on the following link: [LINK]

Wer hier immer wieder Kopten nennt, sollte doch mal sagen woher er die Angaben hat. Christen und Muslime haben nach Ansicht der Islamwissenschaft etwa gleich große Bevölkerungsanteile, siehe etwa hier. Vinicius oder da 13:21, 18. Sep 2005 (CEST)

Schari'a in Nigeria

Irgendein Wikipedianer sollte vielleicht einmal eine Bemerkung einfügen, daß im Norden Nigerias die Schari'a gilt.

URL: <http://mccoy.lib.siu.edu/jm...

While Southern Nigeria is largely Christian, The Northern states are predominantly Muslim. In October of 1999, the governor of the northwestern state of Zamfara, Alhaji Ahmed Sani adopted Sharia law. He banned prostitution and the selling and drinking of alcohol. He also encouraged men to grow beards and demanded the segregation of men and women in public transportation system. In this poster, the rules and of Sharia law are laid out on the left hand side and on the right are the consequences for breaking these rules.

URL: <http://mccoy.lib.siu.edu/jm...

In March of 2000, just two months before we traveled to Nigeria, a man, known as a notorious cow thief in Zamfara state became the first amputee since the state government formally introduced Islamic Sharia law in January of that year.
--Mjk 18:18, 14. Jan 2006 (CET)

Umwelt

"Schwerste Schäden im Nigerdelta durch die seit 37 Jahren andauernde Ölförderung." heißt es dort. Die Angabe des Jahres wäre wohl sinnvoller. Kann jemand das konkretisieren: 1967, 1968, 1969 ? --Brisbard 12:56, 18. Jan 2006 (CET)

Fundstück Bakassi Boys

Hi, ich habe zufällig den verwaisten Artikel Bakassi Boys entdeckt. Vielleicht könnte den mal jemand verifizieren und mit diesem hier vernetzen? Das wäre nett. --Jpp Jpp 16:24, 20. Feb 2006 (CET)

ethnozentrische Geschichtswahrnehmung

Leider keine Seltenheit, aber Mal für Mal eine traurige Feststellung, dass 66 Jahre nach dem Ende der Kolonisierung durch die Europäer die Geschichte Afrikas für die meisten Europäer erst mit ebendieser dreisten Annektierung beginnt! B. Bois

Bekannte Entführungsfälle

Diese Aufzählungen sollte man auslagern. Wohin?
  • Die englische Wikipedia versucht sie den Tätergruppen zuzuordnen, vor allen Dingen ist es dort MEND.
  • Eigener Artikel Entführungen im Nigerdelta
  • Die englische Wikipedia hat einen ausführlichen Artikel :en:Conflict in the Niger Delta
  • Es ist witzlos, die Entführungsfälle ohne Quellenangaben aufzuführen. Überall gibt es massenweise Entführungen (im Irak, ...). Die Aufzählung will ja wohl auf das Konfliktpotental hinweisen, das nicht (nur) auf ethnischen oder religiösen Motiven basiert, sondern auf der Ausbeutung (ungerechte Verteilung der Gewinne) und/oder Umweltzerstörung durch die Ölförderung.--Hablu 22:09, 4. Sep 2006 (CEST)

Befreiungsbewegungen / Militante Gruppen

Die Überschrift "Militante Gruppen" erscheint mir treffender; als Befreiungsbewegung, die tatsächlich einen unabhängigen Staat anstrebt, kann man ja nur die MASSOB bezeichnen. Dem Papier von Nigeriafirst kann man meines Erachtens nicht trauen; die Hisbah-Gruppen etwa sind - anders, als dort gesagt - sehr wohl und sehr gut organisiert (insbesondere in Kano und Zamfara; ich will zusehen, daß ich das demnächst nachtrage), und die MOSOP mag zwar auch militante Wurzeln haben, ist aber längst eine anerkannte und friedliche Bürgerrechtsbewegung. Ich habe einige weitere militante Gruppen, die in der nigerianischen Presse immer wieder genannt werden (zum Beispiel hier), hinzugefügt. Ergänzungen folgen.--Eigentlich 12:54, 7. Sep 2006 (CEST)

Falsche Angaben

Eine IP fügt hier wohl regelmäßig falsche, wohl witzig gemeinte Angaben ein ("Diktaturpflicht", "poppen").

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Nigeria und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).