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Der Artikel Nobelpreis gehört zur Kategorie: Nobelpreis
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Alfred Nobel, Stifter des Nobelpreises Bildherkunft |
Der Nobelpreis [] wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen. Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, der allerdings von der schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, gestiftet wurde.
Die Nobelpreise
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Stockholmer Konzerthaus am Heumarkt, in dem die feierliche Überreichung der meisten Nobelpreise stattfindet. Bildherkunft |
Der Nobelpreis ist heute die höchste Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. Er wird seit 1901 jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Die Preisträger werden auf Basis der eingesandten Nominierungen und der Empfehlungen des Nobelkomitees, die jedoch nicht berücksichtigt werden müssen, von verschiedenen Gremien ausgewählt und Anfang Oktober bekannt gegeben:
- Der Nobelpreis für Physik und Nobelpreis für Chemie von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften
- Der Physiologie oder Medizin von der Nobelversammlung des Karolinska Institutet in Stockholm
- Der Nobelpreis für Literatur von der Schwedischen Akademie
- Der Friedensnobelpreis vom fünfköpfigen norwegischen Nobelkomitee, das vom norwegischen Parlament gewählt wird.
- Neben den von Nobel gestifteten Preisen wird seit 1969 der von der Schwedischen Reichsbank gestiftete Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Die Preisträger werden ebenfalls von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften bestimmt. Strittig ist allerdings, ob die Auszeichnung zu Recht im Einklang mit den übrigen Nobelpreisen genannt wird, da sie als einzige nicht auf das Testament Nobels zurückgeht.
Einen Nobelpreis für Mathematik gibt es nicht (siehe dazu auch den Abschnitt: Vergleichbare Preise). Dies liegt wahrscheinlich daran, dass der Praktiker Nobel diese „Hilfswissenschaft“ nie besonders leiden konnte; sie gehörte für ihn wohl nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Eine Anekdote besagt, dass Alfred Nobel einst von seiner Verehrten zugunsten eines Mathematikprofessors zurückgewiesen wurde und Nobel in Verbitterung einen geplanten Preis für Mathematik nachträglich aus dem Testament strich. Historisch belegt ist das allerdings nicht. Ein späteres Angebot des Nobelkomitees auf Einrichtung eines Nobelpreises für Mathematik ist von führenden Mathematikern abgelehnt worden, wohl um die Konkurrenz unter den Wissenschaftlern nicht zusätzlich zu steigern.
Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm. Es ist nicht genau bekannt, welche Gründe den Schweden Alfred Nobel dazu bewogen haben, einem Komitee des norwegischen Parlaments diese ehrenvolle Aufgabe zuzuweisen. Norwegen und Schweden waren zur Zeit der Stiftung des Preises noch in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden und die Außenpolitik lag beim schwedischen Reichstag. Es wird vermutet, dass Nobel dem Stortinget eher die für die Auswahl notwendige Neutralität zugetraut hat. 1905 löste sich die Union auf und Norwegen wurde ein selbstständiges Königreich. Dafür und für die Formulierung, dass »Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten« gehen sollten, war Nobels Testament zu Anfang äußerst unbeliebt beim schwedischen König.
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Die Nachbildung der Medaille für Wolfgang Paul ist im Deutschen Museum Bonn ausgestellt Bildherkunft |
Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag. Dieser ist vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängig. Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800 Kronen dotiert. Er steigerte sich seit 1970 von umgerechnet 288.000 DM auf ca. 1,1 Mio. Euro (entspricht 10 Millionen Kronen) im Jahr 2004. Etwas problematisch ist inzwischen Nobels Verfügung, dass der Preis in einer Kategorie an nicht mehr als drei Personen verliehen werden dürfe. In vielen Bereichen der Wissenschaft gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus, sondern werden oft international in großen Gruppen erarbeitet. Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie). Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis. Seine Vorgängerorganisation, das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge (Hochkommissariat des Völkerbundes), wurde 1938 mit diesem Preis ausgezeichnet, sein Leiter Fridtjof Nansen 1922. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Friedensbemühungen sogar dreimal (1917, 1944, 1963) ausgezeichnet, 1963 zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Der Gründer des IKRK und der Rotkreuz-Bewegung, Henry Dunant, erhielt 1901 zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
Von 1937 bis 1945 war Deutschen die Annahme des Nobelpreises "für alle Zukunft" untersagt; ersatzweise wurde der Deutsche Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft eingeführt, der nur 1937 und 1938 verliehen worden ist.
Die Verfügung Nobels, die Preisträger aufgrund ihrer Leistungen in der jeweilig jüngsten Vergangenheit zu ehren, wird oft missachtet und der Nobelpreis eher als Würdigung eines Lebenswerkes verliehen.
Der Frauenanteil ist weit unter dem der Männer und wird oft als zu niedrig angesehen - ein prominentes Beispiel ist Lise Meitner, deren Kollege Otto Hahn mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, sie selbst aber nicht - obwohl die dem Nobelpreis zugrunde liegende Leistung in einer auf Leistungen beider beruhenden Gemeinschaftsarbeit erbracht wurde.
Über einzelne Entscheidungen wird gelegentlich sehr kontrovers diskutiert - ein Beispiel sind Henry Kissinger und Le Duc Tho, die den Nobelpreis dafür zugesprochen bekamen (nur Henry Kissinger nahm den Preis an), dass sie - nach Millionen von Opfern - den in eigener Mitverantwortung begonnenen Krieg beendeten.
Der Nominierungsprozess
Um für einen Nobelpreis in Frage zu kommen, muss man nominiert werden, wobei nur lebende Personen nominiert werden können. Bis 1974 war es möglich, eine Person mit dem Nobelpreis auszuzeichnen, die nach dem Stichdatum der Nominierung (Ende Januar) verstarb. So wurden Erik Axel Karlfeldt 1931 und UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1964 postum geehrt. Mahatma Gandhi hingegen wurde 1948 noch vor dem Stichdatum erschossen, weswegen er den Preis nicht bekam. 1948 wurde der Friedensnobelpreis daher nicht vergeben. 1974 wurden die Statuten dahingehend geändert, dass eine Person nur noch dann posthum geehrt werden kann, wenn sie zwischen Bekanntgabe (Oktober) und Verleihung (10. Dezember) stirbt, so geschehen 1996 in Bezug auf William Vickrey.Das Recht, eine Nominierung auszusprechen, haben je nach Preiskategorie unterschiedliche Personen:
- Grundsätzlich frühere Preisträger der jeweiligen Kategorie
- Für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Wirtschaftswissenschaften sind die Mitglieder des jeweiligen Nobelkomitees, der Akademie der Wissenschaften, Professoren der jeweiligen Fachrichtung an bestimmten skandinavischen Universitäten und weitere ausgesuchte Individuen und Lehrkräfte an ausgewählten weiteren Universitäten nominierungsberechtigt.
- Für den Nobelpreis in Literatur können Vorschläge von Literatur- und Linguistikprofessoren, Mitgliedern der Schwedischen Akademie und ähnlicher Institutionen, und den Präsidenten repräsentativer Schriftstellervereinigungen eingereicht werden.
- Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann jedes Mitglied einer Regierung oder eines internationalen Gerichts machen, außerdem Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen.
Gemäß den Statuten der Stiftung werden Informationen über Nominierte und Nominierende sowie diesbezügliche Meinungen und Untersuchungen seitens des Komitees für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.
Bekanntgabe
Da es keine öffentliche Nominierung gibt und die Preisträger schon vor der Preisverleihung bekanntgegeben werden, ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht der Tag der Übergabe des Preises ausschlaggebend, sondern der Tag der Bekanntgabe. Auch hier gibt es festgelegte Traditionen. Die Bekanntgabe der Preise ist für die Öffentlichkeit zugänglich und findet traditionell Anfang bis Mitte Oktober statt. Die Preise werden üblicherweise in folgender Reihenfolge bekanntgegeben:
- Medizin: Die Bekanntgabe findet an einem Montag Anfang Oktober im Wallenberghörsaal des Karolinska Institutet statt. Die Veranstaltung ist normalerweise so gut besucht, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz finden. Die Bekanntgabe wird in zahlreichen Sprachen verlesen, im Jahr 2006 in Schwedisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch. An die Bekanntgabe schließt sich eine Präsentation der Arbeit der Preisträger sowie eine Pressekonferenz an. Unterdessen werden die offiziellen Pressemitteilungen ausgegeben.
- Physik: Die Bekanntgabe findet im Gebäude der Akademie der Wissenschaften statt, wobei üblicherweise deutlich weniger Besucher zugegen sind als beim Medizinpreis. Sie wird eher im Stile einer Pressekonferenz abgehalten. Die Bekanntgabe erfolgt auf Schwedisch und auf Englisch. Im Anschluss wird die Arbeit des bzw. der Preisträger präsentiert. Sofern möglich, wird eine Telefonverbindung zu einem der Preisträger hergestellt, damit er vor der anwesenden Presse einige Fragen beantworten kann. Sollte einer oder mehrere der Preisträger nicht aus einem englisch- oder schwedischsprachigem Land kommen, sind die Pressemitteilungen auch in deren Sprache verfügbar. Als Termin wird üblicherweise der Tag nach der Bekanntgabe des Medizinpreises gewählt.
- Chemie: Der Ablauf ist im Wesentlichen derselbe wie bei Physik. Der Termin ist üblicherweise der Tag nach der Bekanntgabe des Physikpreises.
- Frieden: Einige Tage später wird der Preisträger des Friedenspreises in Oslo bekanntgegeben. Üblicherweise wird hierfür ein Freitag gewählt.
- Literatur: Während die Termine der Pressekonferenzen für die anderen Preise schon Wochen vorher feststehen, wird der Termin der Bekanntgabe für den Literaturpreis erst kurz vor deren Stattfinden öffentlich gemacht. Der Literaturpreis ist häufig der letzte, der bekanntgegeben wird, gelegentlich aber wird er vor dem Friedenspreis verkündet. Ort der Bekanntgabe ist ein Saal im oberen Stockwerk der Schwedischen Akademie in der Altstadt Stockholms. Zur Zeit der Bekanntgabe tritt der Vorsitzende der Akademie aus einer Tür und verliest stehend den Preisträger sowie die Preisbegründung in mehreren Sprachen, derzeit Schwedisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch. Anschließend gibt er eine kurze Pressekonferenz. Eine weitere Vorstellung des Preisträgers findet nicht statt. Die Veranstaltung ist üblicherweise gut besucht.
- Wirtschaft: Der Preis in Wirtschaft hat keinen festen Platz in diesem Ablauf, da er auch kein vollwertiger Nobelpreis ist. Teilweise findet die Bekanntgabe vor dem Friedenspreis statt, teilweise danach, in der Regel aber nach den drei naturwissenschaftlichen Preisen. Das Prozedere ist ähnlich wie bei Physik und Chemie, jedoch findet die Pressekonferenz üblicherweise am frühen Nachmittag statt, während die anderen beiden Pressekonferenzen am späten Morgen stattfinden.
Alle Termine sind mit dem Hinweis „at the earliest“ (frühestens) versehen, so dass es theoretisch auch deutliche Verzögerungen geben kann.
Die Preisträger werden üblicherweise noch vor der Öffentlichkeit telefonisch informiert, auch um sie auf den zu erwartenden Ansturm der Presse vorzubereiten.
Preisvergabe
Um die Verleihung der Preise ist seit 1901 eine Reihe von Traditionen gewachsen.
Stockholm
Die Preisträger sind Mittelpunkt einer ganzen Nobelwoche, die einige Tage vor dem 10. Dezember beginnt und am 13. Dezember endet. Sie sind im Grand Hotel nahe der Altstadt in Stockholm untergebracht.
Ein Pflichtteil des Programms ist nach den Statuten der Nobelstiftung das Halten einer Vorlesung. Diese findet in der Regel zwei Tage vor der Preisverleihung statt. Die Vorlesungen sind öffentlich und werden u.a. in den Vorlesungssälen des Karolinska Institutet (Medizin) und der Stockholmer Universität (Physik und Chemie) abgehalten. Kann der Preisträger aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen nicht anwesend sein, so kann er ersatzweise auch eine Vorlesung schreiben oder per Video schicken. Dies tat beispielsweise Harold Pinter, Literaturnobelpreisträger 2005, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen konnte.
Höhepunkt der Nobelwoche ist der 10. Dezember, an dem zunächst am frühen Abend die Preisverleihung durch den schwedischen König erfolgt. Dies findet seit 1926 im Kulturhuset statt. Es werden Ansprachen über die von den Preisträgern geleistete Arbeit gehalten. Der König übergibt darauf die Preismedaille und eine Urkunde.
Anschließend fahren die Preisträger zum Nobelbankett, das seit 1930 mit wenigen Ausnahmen im Stadshuset abgehalten wird. Ursprünglich wurde hierzu der Goldene Saal genutzt. Da dieser zu klein wurde, findet es nun im Blauen Saal im unteren Stockwerk statt. Der Goldene Saal dient als Küche und wird später für den Tanz freigegeben.
Am Ehrentisch des Banketts sitzen die Preisträger, die königliche Familie, hohe Repräsentanten der Nobel-Gremien sowie ausländische Ehrengäste, z.B. die Botschafter der Länder, aus denen die Preisträger stammen. Diese besonderen Ehrengäste marschieren zu Beginn in einer Prozession ein. Weitere Gäste der Nobelbanketts sind am Preisvergabeprozess Beteiligte sowie Ehrengäste aus aller Welt. Weiterhin darf eine begrenzte Anzahl Studenten schwedischer Universitäten teilnehmen. Das Recht, diese Eintrittskarten zu erwerben, wird hierbei in einer jährlichen Lotterie verlost. Studenten haben darüber hinaus zeremonielle Aufgaben als Begleitpersonen bei der Prozession sowie als Ordner. Insgesamt nehmen über 1000 Menschen am Bankett teil.
Das mehrgängige Menü wird bis zuletzt geheim gehalten und ist, im Gegensatz zu allen anderen offiziellen Dokumenten des Nobelpreises, ausschließlich auf Französisch verfügbar. Die Bewirtung der Gäste führen mehrere Hundert Angestellte durch, die dies teilweise schon lange vorher geprobt haben.
Der König sowie der Vorsitzende der Nobelstiftung bringen zum Gedenken an Alfred Nobel einen Toast aus. Nach dem Essen halten die Preisträger kurze Dankesansprachen. Gibt es in einer Kategorie mehrere Preisträger, so hält einer stellvertretend für seine Mitpreisträger die Ansprache.
Hinzu kommt ein aufwändiges musikalisches Begleitprogramm zwischen den Gängen sowie Tanz nach dem Ende des Essens. Dort sind dann auch die Preismedaillen in Vitrinen ausgestellt zu sehen.
Nach dem Ende des Banketts richtet traditionell die Studentenvereinigung einer der Stockholmer Hochschulen ein aufwändiges Fest aus, das unter einem bestimmten Thema steht. Die meisten Preisträger nehmen auch hier noch teil, wobei sie dazu angehalten sind, ihre Gesangskünste zum Besten zu geben.
In den Tagen vor und nach der Preisverleihung nehmen die Preisträger an zahlreichen Veranstaltungen teil. Beispielsweise besuchen sie Schulen.
Am 13. Dezember ist in Schweden das Luciafest, zu dem Kinder frühmorgens eine Prozession mit Kerzen veranstalten. Die Nobelpreisträger werden dabei von einer solchen Prozession geweckt. Dies ist das traditionelle Ende der Nobelwoche.
Oslo
Die Verleihung in Oslo findet seit 1990 im Rathaus statt. Von 1926 bis 1946 wurde sie im Nobelinstitut abgehalten, ab 1947 dann im Auditorium der Universität Oslo. Die Übergabe selbst findet in Anwesenheit des norwegischen Königs statt und wird vom Vorsitzenden des norwegischen Nobelkommitees durchgeführt. Anschließend hält der Preisträger seine Vorlesung in Form einer längeren Rede.
Im Anschluss findet auch in Oslo ein Bankett statt.
Vergleichbare Preise
- Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis)
- Frieden: Balzan-Preis, Albert-Einstein-Friedenspreis, Gandhi-Friedenspreis
- Wissenschaft: Balzan-Preis
- Kunst und Wissenschaft: Wolf-Preis
- Journalismus und Literatur (nur US): Pulitzer-Preis
- Architektur: Pritzker-Preis
- Mathematik: Fields-Medaille, Abelpreis
- Mathematik, Geowissenschaften, Biologie, Astronomie: Crafoord-Preis
- Informatik: Turing-Preis
- Religion: Der Templeton-Preis
- Kunst: Praemium Imperiale
- Musik: Polar Music Prize
- Ramon Magsaysay Award, der asiatische Friedensnobelpreis
- Preis Prinz von Asturien
- Africa Prize
- The World's Children's Prize for the Rights of the Child - der Kinder-Nobelpreis
- Kyoto-Preis
- Grawemeyer Award
Siehe auch
Literatur
- Der Brockhaus Nobelpreise – Chronik außergewöhnlicher Leistungen. 2. Auflage. Mannheim, Leipzig 2004, ISBN 3-7653-0492-1
- Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger. Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1
- Harenberg-Lexikon der Nobelpreisträger – Alle Preisträger seit 1901, ihre Leistungen, ihr Leben, ihre Wirkung, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Harenberg, Dortmund 2001, ISBN 3-611-00612-2
- Kenne Fant: Alfred Nobel – Idealist zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Birkhäuser, Basel 1995, ISBN 3-7643-5059-8
Weblinks
- Offizielle Seite mit Biographien aller Nobelpreisträger (engl.)
- Nobelmuseum Stockholm
- Privates Projekt aus München
- Eine Auflistung aller Nobelpreisträgerinnen
- Jährliche Nobelpreisträgertagung auf der Insel Lindau im Bodensee
- Bernhard Fritscher, Nobelpreisträger, in: Historisches Lexikon Bayerns
als:Nobelpreis ast:Premiu Nobel ilo:Premio Nobel nds:Nobelpries nov:Nobel Premie scn:Premiu Nobel simple:Nobel Prize wuu:诺贝尔奖 zh-min-nan:Nobel Chióng zh-yue:諾貝爾獎
Diskussion der Autoren über den Artikel: Nobelpreis
Folgende interessante Frage wurde an info@wikipedia.de gerichtet:
- Ich hätte zum Friedensnobelpreis eine generelle Frage. Warum wird dieser in Oslo vom norwegischen König verliehen und nicht, so wie die anderen Nobelpreise auch, in Stockholm? Alfred Nobel war ja auch ein Schwede. Können Sie mir da vielleicht weiterhelfen?
- Die kurze Antwort: Weil Alfred Nobel es in seinem Testament bestimmt hat. Das norwegische Parlament wählt die Kommission, die den Friedensnobelpreis vergibt.
- Zitat: Nobels Testament löste vor über 100 Jahren wenig Begeisterung aus. Der schwedische König Oscar II. meinte, dass «Nobel von Friedensfanatikerinnen verblendet» worden sei und forderte die testamentarischen Verwalter auf, das Geld an Nobels Familie übergehen zu lassen. Besonders Nobels Anweisung, den Friedenspreis von einem norwegischen Komitee in Oslo vergeben zu lassen, sorgte in Stockholm für rote Köpfe. Norwegen gehörte damals nämlich noch zum schwedischen Königreich, strebte aber nach mehr Unabhängigkeit, was später - 1905 - durch die Auflösung der schwedisch-norwegischen Union auch gelang. Schliesslich missfiel dem schwedischen Monarchen die Formulierung in Nobels Testament, dass die «Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten» gehen sollten. Postum wurde Alfred Nobel von nationalistischen Kreisen in Schweden deshalb als «Verräter am Vaterland» gebrandmarkt. aus http://www.tages-anzeiger.c... --193.47.104.32 11:41, 11. Dez 2003 (CET)
Vorlage:Nobelpreisträger
Ich habe die Vorlage:Nobelpreisträger angelegt. Vielleicht findet das ja jemand nützlich.
Verwendung:
Und warum gibt es eigentlich Listen für Nobelpreisträger, wenn es Kategorien gibt? Nobelpreisträger
--Webmaster@sgovd.org 17:47, 26. Jan 2005 (CET)
- zu der Vorlage: AFAIR wurde die Medaille schon mal gelöscht, da ihre Nutzung nicht WP-konform ist.
- die Kategorie listet die vorhandenen N.-Artikel alphabetisch auf - die Liste bietet dagegen eine chronologische Übersicht aller N. -- Srbauer Srbauer 20:05, 26. Jan 2005 (CET)
Außerdem ist es dahingestellt bzw. eine Frage der Bearbeitungsdisziplin, ob eine Kategorie einen vollständigen Überblick bietet, was umgekehrt natürlich auch für Listen gilt. Bei manchen Kategorienverschachtelungen erscheinen zudem thematisch gleichrangige Einzelartikel mal in der Überkategorie, mal in der Unterkategorie .... -- WHell 10:11, 27. Jan 2005 (CET)
- Was ist nun mit dieser Vorlage? Kann man denn nicht eine neue erstellen und dann jedem Nobelpreisträger hinzufügen? Wäre sehr sinnvoll... --Neoneo13 23:42, 2. Jan 2006 (CET)
Vergleichbare Preise
Die Aufteilung in andere Nobelpreise und vergleichbare Preise finde ich ziemlich willkürlich und z.T. auch falsch. So gilt in der Mathematik, so viel ich weiß, eher die Fields-Medaille als Pendant zum Nobelpreis (wie es ja auch dort im Artikel steht). Und unter den "vergleichbaren Preisen" finden sich welche, die dort sogar als Nobelpreis bezeichnet werden. Da mir kein sinnvoller Grund für diese Zweiteilung einfällt (und der aus dem Artikel auch nicht hervorgeht), fasse ich das mal zusammen. -- Lley 16:34, 15. Jan 2005 (CET)
- Da hat sich ja eine ganze Latte an Preisen angesammelt - sind die tatsächlich alle in ihrer Bedeutung mit dem Nobelpreis vergleichbar? Da sollte vielleicht mal wieder aufgeräumt werden. -- Srbauer Srbauer 16:55, 3. Okt 2005 (CEST)
- Ich schließe mich dem an. Es mag zwar sein, dass jeder dieser Preise auf seinem Gebiet sehr angesehen ist, aber an den internationalen Stellenwert eines Nobel-Preises kommen einige bei weitem nicht heran. Wenn über einen Preis nur ein sehr kurzer oder gar kein Wikipedia-Eintrag besteht, kann dieser nicht so bedeutend sein. Außerdem bezweifle ich z.B. die internationale Bedeutung des "Bruttosozialpreises". Vielleicht geht das nur mir so, aber ich glaube nicht, dass viele Menshen von diesem jemals gehört haben. Deswegen bevorzuge auch ich eine Kürzung der Liste. Nur Preise, die auf ihrem Gebiet absolut unangefochten sind und denen international große Beachtung geschenkt wird (wie z.B. der Pulitzer-Preis) sollten unter "vergleichbar" aufgeführt werden. Welche Preise das sind, sollte natürlich diskutiert werden. --Mmtm 20:25, 4. Okt 2005 (CEST)
- Bevor hier weiter die zum größten Teil sinnvolle Liste gelöscht wird, sollten wir uns auf Kriterien einigen. Beispielsweise: Benennung; Ansehen (u. a. in den Medien); Ideeller Wert; Materieller Wert; kein Thema beim offiziellen Nobelpreis, also wichtige Ergänzung; usw. Ich bitte 212.254.168.130 von weiteren Löschungen abzusehen (und vor allem nicht auch gleich noch die Literaturliste mit wegzuputzen), wirkt wie Vandale. --Albrecht1 20:47, 20. Nov 2005 (CET)
- Den Bruttosozialpreis lösch' ich mal; das scheint n Jux zu sein. --Albrecht1 21:08, 20. Nov 2005 (CET)
- Um vergleichbar zu sein, muss ein Preis renommiert sein und international vergeben werden. (Grade der Pulitzerpreis erfüllt das letztere Kriterium eben nicht!) Ich schlage deshalb eine Zweiteilung vor: Vergleichbare Preise und Weitere renommierte Preise. --w-alter 08:59, 7. Mai 2006 (CEST)
Nobilierung?
Im Absatz zur Verleihung des Freidensnobelpreises findet sich folgender Satz: "...Nobel dem norwegischen Stortinget eher die für die Nobilierung notwendige Neutralität zugestanden.." Muss das nicht eher 'Nominierung' oder einfach 'Auswahl' heißen?
kein Nobelpreis für Mathematik
Sollte man den Passus über den fehlenden Nobelpreis für Mathematik nicht sehr viel weiter unten anfügen, etwa vor den "vergleichbaren Preisen"? Die Information steht jetzt an zentraler Stelle direkt unter der Überschrift "Die Nobelpreise". Ich halte es für etwas merkwürdig, einen solchen Absatz mit dem Hinweis auf einen Nobelpreis zu beginnen, den es nicht gibt. Beste Grüße --WAH 14:40, 6. Dez 2005 (CET)bin der gleichen meinung. zusaetzlich finde ich den ausdruck "boese zungen behaupten" etwas irritierend und nicht passend. -- 8. Jan 2005
Im Artikel wird eine Hypothese verfälscht, um sie widerlegen zu können: Die Mathematikerin Sofja Kowalewskaja gab Nobel einen Korb, soviel ist sicher. Ob dies eine plausible Begründung dafür ist, dass Nobel keinen Preis für Mathematik stiftete, sollte jeder für sich entscheiden. Mit Meinungen sollten Wikipedia-Autoren sich beim Artikelschreiben zurückhalten.
Geldpreis
Ich hätte da ne fragen
wiso der Wert des Gelpreisen stehen noch in DM und es sind gibt keine aktuellen werte
könnte man vieleicht ändern danke
abgelehnt?
wie oft wurde die annahme des nobelpreis schon abgelehnt? und von wem? im text ist nur eine person erwähnt. gibt es noch mehr?habe grade was gefunden:
- Der Nobelpreis für Literatur wurde bereits zweimal abgelehnt, 1964 von Jean Paul Sartre, der die Werte der bürgerlichen Gesellschaft ablehnte und seine Integrität als Autor gefährdet sah sowie 1958 von Boris Pasternak unter dem Druck der sowjetischen Regierung.
Two winners have declined the Nobel Prize!
Jean-Paul Sartre, awarded the 1964 Nobel Prize in Literature, declined the prize because he had consistently declined all official honors.
Le Duc Tho, awarded the 1973 Nobel Peace Prize jointly with US Secretary of State Henry Kissinger. They received the Prize for negotiating the Vietnam peace accord. Le Doc Tho said that he was not in a position to accept the Prize, giving as his reason the situation in Vietnam. Pasternak
- Four winners have been forced by authorities to decline the Nobel Prize!
Adolf Hitler forbade three German Nobel Prize Winners, Richard Kuhn, Adolf Butenandt and Gerhard Domagk, to receive the Nobel Prize. All of them could later receive the diploma and the medal, but not the prize amount.
Boris Pasternak, the 1958 Nobel Prize in Literature, accepted at first but was later caused by the authorities of his country (the Soviet Union) to decline the Prize.
Als "Lesenswerten A." vorbereiten
Laßt uns doch mal nachdenken, was noch getan werden müßte, um den Artikel als "Lesenswert" vorzuschlagen.Meine Idee, nach nochmaliger Durchsicht: für die einzelnen Kategorieen je einen Abschnitt "Bedeutung des Preises in der Fachgeschichhte". Also eine Art Summary wer hat den Preis wann bekommen und welcher Entwicklungsabschnitt wird in dem Fach damit markiert.
Kann jemand sagen (Belege?), dass die Preise bereits für Kids, Jugendliche, Jungforschende ein Ansporn sind, sich in ihrer Disziplin anzustrengen? (Vielleicht jüngere Besucher der Veranstaltungen in Lindau, der Mainau befragen). Bei Friedensbemühungen (also da die Politiker) sehe ich das ja eher nicht. Obwohl die Preisträger vielfach respektiert sind. Hitlers Ablehnug der Preise ist ja auch eine Anerkennung der Preisidee. (IMHO) Gruesse --Asdfj 23:03, 14. Sep 2006 (CEST)




