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Der Artikel Norwegische Sprache gehört zur Kategorie: Einzelsprache, Norwegische Sprache
Die norwegische Sprache (Eigenbezeichnung: norsk, sprich: [norsk] bzw. [noschk]) gehört zum nordgermanischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Sie wird von etwa 5 Millionen Norwegern als Muttersprache gesprochen, von denen der größte Teil in Norwegen lebt, wo die norwegische Sprache Amtssprache ist.
Norwegisch wurde in drei Formen standardisiert, wovon heute zwei offiziellen Status haben:
- Bokmål (wörtl.: Buchsprache)
- Nynorsk (wörtl.: Neunorwegisch)
- Riksmål (wörtl.: Reichssprache; ohne offiziellen Status).
Bokmål/Riksmål, oft in fehlerhafter Vereinfachung Norsk („Norwegisch“) genannt, wird von rund 85-90 Prozent der Bevölkerung geschrieben und ist linguistisch gesehen keine ursprüngliche Einzelsprache, sondern ein teilweise norwegisiertes Dänisch und somit eine Tochtersprache desselben. Das Riksmål ist eine nicht-offizielle Variante, die dem moderaten Bokmål ähnlich ist. Es ist der dänisch-norwegischen literarischen Tradition verpflichtet und daher zum Teil weniger „norwegisiert“.
Nynorsk hingegen hat einige Gemeinsamkeiten mit den westskandinavischen Sprachen Färöisch und Isländisch. Trotz der Vorsilbe Ny- (für „Neu“) ist Nynorsk („Neu-Norwegisch“) nicht die jüngere, sondern die ältere der offiziellen norwegischen Sprachvarianten.
Beide Varianten haben im Weiteren jeweils Elemente, die sie mit dem Schwedischen teilen. Norweger, Dänen und Schweden verstehen sich gegenseitig relativ gut, wobei Norweger beide Völker sprachlich besser verstehen als diese sich untereinander. Auch haben Norweger bessere Voraussetzungen, Färöisch oder Isländisch zu erlernen.
Geschichte
In Norwegen gab es immer eine Vielzahl verschiedener Dialekte. Wegen der komplizierten Topographie mit vielen Gebirgen und Tälern und schlechten Verkehrswegen über Land konnten sich die Dialekte sehr unterschiedlich voneinander entwickeln, auch wenn die Abstände zwischen zwei Orten oft nur relativ gering waren.
Aus diesem Grunde, aber auch wegen der dänischen Vorherrschaft mit Dänisch als Amtssprache über Jahrhunderte hinweg, konnte sich nie eine einheitliche Aussprache etablieren, die dem Hochdeutschen vergleichbar wäre. Das macht heutzutage in Norwegen die Verständigung nicht unbedingt einfacher, gibt dem Norwegisch Lernenden aber auch eine gewisse Freiheit im Erlernen der korrekten Aussprache, da das norwegische Ohr gewisse Schwankungsbreiten gewöhnt ist. Was die norwegische Schriftsprache betrifft, so muss von zwei norwegischen Sprachen gesprochen werden.
Der Ursprung der norwegischen Sprache liegt im Altnordischen, das dem Isländischen sehr ähnlich ist. In der Hansezeit war Mittelniederdeutsch (Plattdeutsch) die Verkehrssprache des Nordens. Viele niederdeutsche Wörter wurden als Fremdwörter und Lehnwörter integriert. Von 1380 bis 1814 war Norwegen mit Dänemark vereinigt, anfangs noch als Personalunion. Während dieser Zeit wurde die alte norwegische Schriftsprache immer schwächer und 1450 offiziell durch das Dänische ersetzt.
Die ursprünglichen Dialekte wurden aber auf dem Lande weiterhin gesprochen. Nach der Trennung von Dänemark 1814 entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts wie in anderen jungen Staaten Europas eine national-romantische Welle, die hauptsächlich an die norwegische Vergangenheit des Mittelalters (also vor der Vereinigung mit Dänemark) anknüpfen wollte. Dies betraf auch die Sprache: Die Anhänger dieser Bewegung forderten, dass zum Zeichen der Emanzipation Norwegens die ursprüngliche norwegische Sprache des Mittelalters wieder zum Leben erweckt werden solle.
Schließlich wurde in den 1850er Jahren von dem Dichter und Sprachwissenschaftler Ivar Aasen das Landsmål entwickelt, das seit 1929 offiziell Nynorsk heißt. Seit 1885 ist Landsmål/Nynorsk offiziell anerkannte Schriftsprache. Die Grundlage für diese neue Sprache bildeten vor allem die westnorwegischen Dialekte, die am altertümlichsten sind. Von einer Plansprache unterscheidet sich Nynorsk durch seine Verankerung in engverwandten, lebendigen Dialekten.
Allerdings hatte sich das Dänische inzwischen als Amtssprache und auch allgemeines Kommunikationsinstrument breiter Schichten vor allem in der Hauptstadt Oslo schon so weit durchgesetzt, dass das neue Landsmål das Dänische nicht mehr verdrängen konnte.
So manifestierte sich die norwegische Sprache in zwei Varietäten:
Die Erste war bis Anfang des 20. Jahrhunderts nahezu reines Dänisch, später passte es sich aber immer stärker an das Landsmål an (dano-norwegisch).
Seit 1929 heißt Riksmål offiziell Bokmål und Landsmål wird als Nynorsk bezeichnet.
Die sogenannte Samnorsk-Bewegung beansprucht weiterhin den Namen Samnorsk für eine inoffizielle, gemein-norwegische Sprachform.
Aufgrund des erstarkten Nationalbewusstseins konnte Nynorsk bis 1944 immer mehr Anhänger gewinnen und hatte seinerzeit knapp ein Drittel der Norweger auf seiner Seite. Inzwischen ist deren Anteil bevölkerungsmäßig auf etwa 10–15 Prozent geschrumpft. Dies hat mehrere Gründe: In den urbanen Gebieten, also vor allem in der Region Oslo, wird Nynorsk als befremdlich empfunden. Das städtische Bürgertum hat das auf ländlichen Mundarten basierende Nynorsk ohnehin stets abgelehnt. Folglich fehlt dem Nynorsk bis heute eine wirkliche Verankerung in den wirtschaftlichen und politischen Zentren. Zum anderen wird von manchen Landbewohnern besonders Ostnorwegens Nynorsk eher als Kunstprodukt angesehen, da es eben nur so etwas wie ein kleinster gemeinsamer Nenner der Dialekte ist. Und schließlich ist die Grammatik des Nynorsk schwieriger als die des Bokmål.
Trotzdem muss gesagt werden, dass dennoch die meisten norwegischen Dialekte dem Nynorsk näher stehen als dem Bokmål, das einige dem Norwegischen zum Teil ganz fremde phonologische, morphologische und sonstige grammatische Züge aufweist. Nynorsk ist Amtssprache für 27 Prozent der Gemeinden mit ca. 10-15 % der Bevölkerung. Es handelt sich dabei um die allerdings dünn besiedelten Täler des fjordreichen Westens und des gebirgigen Landesinnern. Seitens des Staates sind beide Sprachformen offiziell anerkannt; gemäß Sprachengesetz darf keine Behörde eine der beiden zu mehr als 75 % gebrauchen (was in der Praxis allerdings oft nicht befolgt wird), und Anfragen müssen in der gleichen Sprachform beantwortet werden.
Das Sprachabkommen im Nordischen Rat garantiert zudem, dass Dänisch und Schwedisch im offiziellen Schriftverkehr erlaubt sind. Das gilt gegenseitig.
Es wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrere Rechtschreibreformen durchgeführt mit dem Versuch, beide Schriftsprachen einander anzunähern. So wurde in der Reform von 1917 auf Druck der Nynorsk-Bewegung eine Reihe spezifisch „norwegischer“ Ausdrücke propagiert, die traditionelle dänische Begriffe ersetzen sollten. Da dies nicht in dem Maße geschah, wie man es sich vorgestellt hatte, wurde 1938 eine weitere Reform verabschiedet: zahlreiche traditionelle dänische Elemente durften nicht mehr gebraucht werden. Diese Sprache wurde aber von keiner der beiden Seiten angenommen. Es kam zu großen Streitigkeiten, Eltern korrigierten beispielsweise die Schulbücher ihrer Kinder, weil der Konflikt sehr stark von Gefühlen geprägt war und auch nach wie vor ist. 1959 und 1981 fanden weitere Reformen statt, die dann auch wieder die traditionell dänischen Begriffe zuließen. Ergebnis ist die Existenz von „moderaten“ und „radikalen“ Formen in der Rechtschreibnorm, zwischen denen man wählen kann, wobei beide Sprachen offiziell unterrichtet werden.
Modernes Norwegisch
Bokmål und Nynorsk
Ein Beispiel für den Unterschied zwischen Bokmål und Nynorsk:B: Jeg kommer fra Norge. (wie im Dänischen: Jeg kommer fra Norge)
N: Eg kjem frå Noreg.
D: Ich komme aus Norwegen.
B: Hva heter du? (dänisch: Hvad hedder du?, wobei das d in hvad kaum hörbar ist)
N: Kva heiter du?
D: Wie heißt du?
Riksmål
Gegner der Sprachreformen, die Bokmål näher an Nynorsk bringen sollten, benutzen den Namen Riksmål weiter.Høgnorsk
Es gibt noch eine weitere inoffizielle Form des Nynorsk, das sog. Høgnorsk (etwa Hochnorwegisch); eine Sprache, die dem originalen Landsmål von Ivar Aasen ähnlich ist. Die Høgnorsk-Bewegung missachtet die Reformen des Nynorsk nach 1917.Diese Sprache wird nur von einer sehr kleinen Gruppe Norweger verwendet und wird, weil sie sehr archaisch wirkt und sich von den heutigen Mundarten sehr unterscheidet, von der Mehrheit der Norweger als unverständlich bzw. seltsam empfunden. Sprachsoziologisch kann man die Høgnorsk-Bewegung als sektiererisch charakterisieren.
Phonologie
Vokale
Das Norwegische besitzt 18 Monophthonge und 7 Diphthonge.| vorne | zentral | hinten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ungerundet | gerundet | |||||||
| lang | kurz | lang | kurz | lang | kurz | lang | kurz | |
| geschlossen | ||||||||
| mittel | ||||||||
| offen | ||||||||
Die Diphthonge des Norwegischen sind .
Konsonanten
Das Norwegische hat 23 Konsonanten, darunter 5 retroflexe Laute, die als Allophone anzusehen sind.| bilabial | labio- dental | alveolar | post- alveolar | retroflex | palatal | velar | glottal | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Plosive | ||||||||
| Nasale | ||||||||
| Trills/Flaps | ||||||||
| Frikative | ||||||||
| Laterale |
Quelle: SAMPA für Norwegisch (englisch)
Grammatik
Geschlecht (Genus)
Die norwegische Sprache kennt offiziell die drei Genera: maskulin, feminin und neutrum. Riksmål und konservatives Bokmål kennen aber wie die dänische Sprache nur das männlich-weibliche (utrum) und das sächliche Geschlecht (neutrum). Die Substantive geben in der Regel aber keinen Hinweis darauf, welches Geschlecht sie haben.
Auch kennt das Norwegische den unbestimmten Artikel, für jedes Geschlecht existiert eine eigene Form:
Bokmål: Nynorsk: Deutsch: en dag ein dag ein Tag ei/en flaske ei flaske eine Flasche et hus eit hus ein Haus et minutt eit minutt eine Minute
Weibliche Substantive werden im Bokmål aber oft auch wie männliche behandelt. Anstelle von:
ei flaske = en flaske – eine Flasche
In der unbestimmten Mehrzahlform enden männliche, weibliche und (im Bokmål) mehrsilbige sächliche Substative auf -er (im Nynorsk gibt es die Endungen -ar und -er), einsilbige sächliche bleiben endungslos. Ausnahmen bestätigen die Regel:
Bokmål: Nynorsk: Deutsch: dager dagar Tage flasker flasker Flaschen hus hus Häuser minutter minutt Minuten
Im Gegensatz zum Deutschen gibt es den bestimmten Artikel nicht als eigenständiges Wort vor dem Substantiv, sondern es wird ein Flexionssuffix angehängt, an dem auch das Geschlecht des Substantivs zu erkennen ist:
Bokmål: Nynorsk: Deutsch: dagen dagen der Tag flaska/flasken flaska die Flasche huset huset das Haus minuttet minuttet die Minute
Bei den weiblichen Substantiven besteht im Bokmål somit auch die Möglichkeit, statt des männlichen -en ein weibliches -a anzufügen; im Nynorsk ist dies obligatorisch:
flaska = flasken – die Flasche.
Um die Mehrzahl der bestimmten Formen zu bilden, wird im Bokmål geschlechtsübergreifend ein -ene angefügt. Nynorsk kennt -ane, -ene, -o und -a. Natürlich gibt es auch hier einige Ausnahmen:
Bokmål: Nynorsk: Deutsch: dagene dagane die Tage flaskene flaskene die Flaschen husene (seltener: husa) husa die Häuser øynene augo/auga die Augen minuttene minutta die Minuten
Konjugation (Beugung von Tätigkeitswörtern)
Das Norwegische hat die ursprünglich verschiedenen Personalendungen vereinfacht, so dass heute alle Personen die gleiche Endung haben.
Der Infinitiv (Die Grundform)
Einsilbige Verben haben keine besondere Infinitivendung:
Bokmål: Deutsch: å gå gehen å se sehen: å gi geben:
Mehrsilbige Verben haben die Endung -e:
Bokmål: Deutsch: å komme kommen å diskutere diskutieren: å åpne öffnen
Ausnahme ist z. B.:
å misforstå missverstehen
Das Verb endet nicht auf -e, weil es vom einsilbigen stå "stehen" abgeleitet ist.
Der Imperativ (Die Befehlsform)
Es gibt nur eine Imperativform für die 2. Person Singular (du). Sie wird gebildet, indem die Infinitivendung weggelassen wird, doppeltes 'm' wird dabei vereinfacht:
Infinitiv: Befehlsform: Deutsch: å gå gå! gehen - geh! å komme kom! kommen - komm!
Das einfache Präsens (Die einfache Gegenwart)
Das einfache Präsens wird gebildet, indem man an den Infinitiv ein -r anhängt:
å gå -> går å komme -> kommer å åpne -> åpner
Die vollständige Konjugation lautet:
jeg kommer ich komme du kommer du kommst han kommer er kommt hun kommer sie kommt den/det kommer es kommt vi kommer wir kommen dere kommer ihr kommt de kommer sie kommen
Die einzigen Ausnahmen sind:
Grundform: Präsens: Deutsch: å være jeg, du... er sein (ich bin, du bist...) å gjøre gjør tun å si sier sagen å spørre spør fragen å vite vet / veit wissen
Sowie die Modalverben:
Grundform: Präsens: Deutsch: å kunne kan können å måtte må müssen å ville vil wollen å skulle skal werden (Futur), sollen å burde bør sollen å tøre tør wagen
Das Passiv
Im Norwegischen gibt es zwei Arten, das Passiv zu bilden. Die eine funktioniert genau wie im Deutschen mit dem Hilfsverb å bli "werden, bleiben" und dem Partizip Perfekt Passiv:
jeg blir sett = ich werde gesehen han ble funnet = er wurde gefunden
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit für das Präsens und die einfache Vergangenheit: Man ersetzt Präsens-Endung -r einfach durch -s bzw. hängt -s an die Vergangenheitsform an:
jeg ser → jeg ses = ich sehe -> ich werde gesehen han finner → han finnes = er findet -> er wird gefunden vinen drikkes av faren = der Wein wird vom Vater getrunken
Diese Form wird vor allem in der Umgangssprache und in Bedienungsanleitungen als unpersönliche Aufforderung verwendet. Zusammen mit Modalverben kann diese Form auch als Infinitiv verwendet werden:
det kunne ikke selges = es konnte nicht verkauft werden vannet kan drikkes = das Wasser kann getrunken werden
Das Präteritum (Die Vergangenheit)
Im Norwegischen kann man ebenso viele Vergangenheitszeiten wie im Deutschen bilden (kam[Imperfekt], bin gekommen [Perfekt], war gekommen [Plusquamperfekt], werde gekommen sein [Futur II oder Perfekt-Futur]) und das auf fast genau dieselbe Weise - man verwendet immer das Hilfsverb ha "haben" für die zusammengesetzten Zeiten:
(jeg kommer ich komme) (jeg skal komme ich werde kommen)jeg kom ich kam jeg har kommet ich bin gekommen jeg hadde kommet ich war gekommen jeg skal ha kommet ich werde gekommen sein
Am häufigsten verwendet man aber die einfache Vergangenheit (kam sah, wusste...). Wie im Deutschen kennt auch das Norwegische eine Menge starker und unregelmäßiger Verben, zum Beispiel dra, dro, dratt "ziehen, zog, gezogen" (vgl. englisch draw, drew, drawn). -> Das Partizip (Perfekt) der Vergangenheit endet übrigens immer auf -t und nie auf en (Ausnahmen: dødd "gestorben", ledd "gelacht" und slåss "gekämpft): drikke, drakk, drukket, im Deutschen aber: "trinken, trank, getrunken".
Etymologische Anmerkungen
Zum Infinitiv
Schon im Altnordischen ist -n am Wortende weggefallen, daher endet der Infinitiv nur auf -e und nicht wie im Deutschen auf -en. Ursprünglich waren alle Verben mindestens zweisilbig; bei mehreren Verben ist allerdings der letzte Stammkonsonant mitsamt der Infinitivendung ausgefallen: englisch give "geben" aber norwegisch nur noch gi (in der einfachen Vergangenheit gav "gab" ist das v allerdings noch erhalten).
Zum Präsens
Das -r im Präsens entspricht der alten du/er-Form, die auf alle anderen Personen übertragen wurde. Bei starken Verben liegt im Nynorsk allerdings nicht die du/er-Form, sondern die ich-Form zugrunde: Bokmål jeg kommer "ich komme", aber Nynorsk unregelmäßig eg kjem. Im Bokmål ist auch dieser letzte Rest einer Personalkonjugation (unter dänischem Einfluss) weggefallen. (→ Im Färingischen und vor allem im Isländischen sind die Personalendungen noch heute erhalten).
Sonstiges
Der Sprachcode nach ISO 639 ist für bokmål nb beziehungsweise nob (früher no) und für nynorsk nn beziehungsweise nno. Für die norwegische Sprache insgesamt gibt es die Codes no beziehungsweise nor.
Siehe auch
Weblinks
- http://www.sprakrad.no/ – Rat für Norwegische Sprache (norwegisch, auch Information in: englisch, deutsch, französisch)
- http://odin.dep.no/odin/tys... Norwegisches Außenministerium: Wenige Einwohner – zwei Schriftsprachen
- http://www.heinzelnisse.info – Deutsch-Norwegisches Wörterbuch inklusive Vokabelspiele, Sprachführer-Wiki und Forum
- Learn Norwegian online auf Englisch
- Podcast-Feed der Sendung Språkteigen des Norwegischen Rundfunks (NRK) über die norwegische Sprache und Sprachpflege
- Are Kalvø Absolutt Oslo (Buch und Hörbuch, das sich an vielen Stellen mit dem Sprachgebrauch der nach Oslo zugezogenen Nordnorweger und mit den stereotypischen Vorstellungen der Osloer über Nynorsk beschäftigt)
nds:Norwegsche Spraak scn:Lingua norviggisa simple:Norwegian language zh-min-nan:Norge-gí
Diskussion der Autoren über den Artikel: Norwegische Sprache
Schriftbild
Schriftlich sind Norwegisch und Dänisch fast identisch - da ich selbst Norweger bin (und auch Dänisch spreche), kenne ich die Unterschiede.zum Beispiel:
- Deutsch: Ich komme aus Norwegen.
- Norwegisch: Jeg kommer fra Norge.
- Dänisch: Jeg kommer fra Norge.
Wolfram 02:57, 4. Jan 2004 (CET)
- Das ist aber sehr vereinfacht ausgedrückt. Auch schriftlich sind die die Unterschiede klar zu erkennen, z. B. gate-gade, veg-vej, vann-vand, ...vik-...vig usw., somit teilweise noch klarer zu unterscheiden als in der Aussprache. Ich bin zwar kein Muttersprachler, verstehe aber geschriebenes Bokmaal, Nynorsk und Dänisch ganz gut. Saxo 02:44, 5. Aug 2005 (CEST)
language code?
auf Wikipedia:Babel ist von "no", nicht von "nb" die rede. was ist denn nun richtig? --Joni2 Joni2 13:17, 14. Jul 2005 (CEST)
- "no" und "nb" stehen für bokmål, "nn" für nynorsk. hab ansonsten noch keinen unterschied zw. "no" und "nb" ausmachen können --Sjoehest 21:34, 7. Aug 2005 (CEST)
- Ich nehme stark an, dass "no" die ältere Bezeichnung ist, die man in den Anfängen der WP dem "Norwegischen" zugeteilt hat, ohne daran zu denken, dass es ja auch Nynorsk gibt. Später hat man dann, so spekuliere ich weiter, aus Gründen der PC dem Bokmål das Kürzel "nb" verpasst, ohne aber das alte "no" zu ersetzen. --Seidl 22:07, 7. Aug 2005 (CEST)
NorwegerINNEN???
Müssen wir uns lächerlich machen um jeden Preis? Ich habe mal eben etwas geblättert: es gibt weder Däninnen noch Polinnen noch Russinnen in Wikipedia. Weibliche Norweger unterscheiden sich außer im Geschlecht durch nichts von männlichen Norwegern - könnte also auf diese "feministic correctness" nicht verzichtet werden? Saxo 02:52, 5. Aug 2005 (CEST)Was meinen die Deutschinnen dazu? --To.sch 10:19, 6. Aug 2005 (CEST)
1) Natürlich kann man's wikipediagemäß ändern. Was ich auch gleich tue.
2) Warum macht man sich lächerlich, wenn man weibliche Formen gebraucht? Machen sich nicht auch Leute lächerlich, die sich so echauffieren, sobald sie eine solche Form lesen?
3) Darum: Kriegt euch wieder ein. --Seidl 12:53, 6. Aug 2005 (CEST)
- Lächerlich macht man sich, weil die weibliche Form durch diese Konstruktion im selben Satz zweifach existiert. Denn Norweger impliziert auch die weiblichen norwegischen Staatsangehörigen. Norweger und Norwegerinnen bedeutet also letztlich "Norweger und Norwegerinnen, und Norwegerinnen". Angebracht wäre allerdings ein Satz wie z. B. "Norwegerinnen haben bereits ab 60 einen Anspruch auf Altersrente". So, und nun krieg ich mich wieder ein :-) Verfolgst Du mich eigentlich, Seidl? :-)) Saxo 16:40, 6. Aug 2005 (CEST)
- Schön, dass du dich schon wieder eingekriegt hast! (War froh, dass ich endlich mal diesen Teutonismus verwenden konnte.) Aber mit Verlaub, ist dann dir zufolge auch "Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer" ein Unding? Das ist hier offensichtlich ein sprachlicher Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz (hier ist es nachgerade unmöglich, sich aufs Maskulinum zu beschränken) und überhaupt gehört das Thema ja eher unterm generischen Maskulinum ausdiskutiert. - Punkto Verfolgung: Vergleiche den Werbespruch der Treufuß-Gruppe in der Serie "Die Dinos" (müsste mal 'n Artikel dazu her!):Wir wissen, was Sie brauchen; wir wissen, wie Sie heißen; wir wissen, wo Sie wohnen. ;-) --Seidl 19:34, 6. Aug 2005 (CEST)
Verschiedenes, was nicht beachtet wurde
In diesem Arikel fehlen ja eine ganze Menge Sachen...
1. Linguistisch gesehen sind sich die skandinavische Sprache so ähnlich, daß man ruhig von "skandinavischen Dialekten" sprechen könnte. Es sind hautpsächlich politsch- geschichtliche Gründe, wieso es eigentlich diese drei Sprachen gibt.
2. Im Grunde genommen gibt es kein norwegisch. Die Wahlfreiheit sowohl im schriftlichem wie auch im mündlichem Norwegisch ist so groß, daß man kaum von einer Standardsprache sprechen kann. Und etwas ganz, ganz Wichtiges: gesprochenes nynorsk gibt es nicht!!!
- Dann gibt es z.B. Absolutt Oslo (sehr empfehlenswert) ebenfalls nicht. Oder er spricht einfach eine nicht existierende Sprache, er hat das Buch auf Nynorsk verfasst, und auf dem Hörbuch (Er liest sein eigenes Werk selbst vor) spricht er auf einer nicht existierenden Sprache.
- Also wenn eine Sprache geschrieben wird, dann wird es auch gelesen, oder wie stellst du dass dir vor: Es gibt einen Text auf Nynorsk, und wenn man es vorlesen muss, dann lest man es auf Bokmål vor? Oder auf Schwedisch? Oder Afghanisch? Imre 15:50, 8. Jul 2006 (CEST)
3. Klassisch gesehen teilt man die nordischen Nationalsprachen in westliche und östliche ein. Zu den westlichen gehören isländisch, farøyisch und norwegisch, zu den östlichen Schwedisch und Dänisch. Dies galt aber nur bis ca 1550. Dann nahm die Entwicklung seinen Lauf, Schwedisch, Dänisch und Norwegisch wurden sich immer ähnlicher, Isländisch und Farøyisch entwickelten sich unabhängig von Schwedisch, Dänisch und Norwegisch. Deswegen gibt es in Isländisch und Faröyisch bis heute noch Kasus, in den skandinavischen Nationalsprachen gibt es nur noch Reste in Dialektidiomen.
4. Überhaupt fehlt hier die sprachgeschichtliche Einteilung in Urnordisch, Norrønt, das zwischenorwegische Zeitalter und die Neuzeit.
5. Der Hauptgrund, wieso die norwegische Schriftsprache ausstarb, war nicht die Personalunion mit Dänemark. 1349 kam die Pest nach Norwegen und alle, die schreiben konnten, starben; somit starb dann auch die norwegische Schriftsprache. Und dann, als in verschiedenen europäischen Ländern dank der Bibelübersetzung die Standardisierung der jeweiligen Landessprachen stattfand, gab es kein Norwegen und somit wurde in Norwegen die dänische Übersetzung benutzt. Zur ungefähr gleichen Zeit wurde in Dänemark (also auch in Norwegen) Schulpflicht eingeführt, da aber Norwegen unter dänischer Herrschaft stand, wurde an norwegischen Schulen dänisch gesprochen. Dazu kam außerdem noch, dass Norwegen seine erste Universität erst Mitte des 19. Jahrhunderts bekam. Zu fragen ist also nicht, wieso die norwegische Schriftsprache verschwand, sondern, wieso eine Standardisierung der norwegischen Nationalsprache nie stattgefunden hat.
6. Ganz schlecht ist das 19. Jahrhundert beschrieben. Gut, Ivar Aasen hat Dialekte gesammelt, aber wer hatte die Idee? Nein, nicht Aasen, sondern Henrik Wergeland war der erste Norweger, der den Wunsch nach einer rein norwegischen Schriftsprache, die auf den norwegischen Dialekten basierte, aussprach. Er wird aber mit keinem einzigen Wort im Artikel erwähnt. So wie andere wichtige Leute wie P.A. Munch, Knud Knudsen, Asbjørnsen und Moe ect. Auch nichts über die Vernorwegisierungslinie und die Spracherschaffungslinie. Was ist mit 1878, als es Kindern erlaubt wurde, in der Schule ihren Dialekt zu sprechen und 1885, als Riksmaal und Landsmaal gleichgestellt werden?
7. Das 20. Jahrhundert ist noch schlimmer. Ja gut, die Reformen sind erwähnt, aber es fehlt immer noch die Antwort auf die wichtigste Frage, um die norwegische Sprachgeschichte zu verstehen: Wieso fand eine Standardisierung der norwegischen Sprache nie statt? Und wie kam es, daß die Norweger über sich vier Rechtschreibreformen ergingen lassen, die zum Teil komplett idiotisch und inkonsequent waren? Man muß sich nur in Deutschland umsehen: Bei uns verursachte nur eine blödsinnige Rechtschreibreform ein ernormes Chaos; wieso geschah das nicht in Norwegen? Man muß sich eben im klaren sein, daß die demokratischen Ideale und der Nationalismus für die norwegischen Nationalsprachen (ganz besonders für die Schriftsprachen) eine viel größere Bedeutung haben als der Wunsch nach einer einhaltlichen Nationalsprache. Norwegen versuchte in der Zeit des Nationalismus und der Demokratisierung seine Sprache zu standardisieren und somit kam man auf die Idee, das "echte" Norwegisch zu finden und alle Reformen vom Staat anerkennen zu lassen. Das führte natürlich zu einem Chaos, daß bis heute in der norwegischen Nationalsprache herrscht.
Weblinks
Bitte bei Gelegenheit hinzufügen. Danke --WIKImaniac 15:22, 18. Okt 2005 (CEST)
Bokmål/Riksmål
Gut, dass sich die Seite hier nicht widerspricht. Im Text wird richtig erwähnt, dass Riksmål 1929 offiziell in Bokmål umbenannt wurde. In der Einleitung wird Riksmål als eigenständige dritte Sprachform dargestellt.
Es gibt zwar Norweger, die die Reform von 1929 immer noch nicht anerkennen (vermutlich wird es noch in 80 Jahren Leute geben, die die dt. Rechtschreibung von 1901 verwenden). Aber es gibt auch Deutsche, die immer noch von der Ostmark reden (hoffentlich nur aus Senilität).
Aus http://no.wikipedia.org/wik...
I 1929 vedtok Stortinget at et nytt navn på riksmål: bokmål.
Daran ist nicht zu rütteln.
standartisiert
ist Norwegisch übrigens auch nicht, wie schon „Boheme“ anführte. Die nächste Fehlinformation im gleichen Satz. Man kann hier nur von den zwei Schriftsprachen sprechen. Im gesprochenen Norwegisch existiert keine Standardsprache wie im Deutschen. Gesprochen werden weiterhin Dialekte, und auch die Aussprache der Schriftformen variiert stark, ohne dass eine die „Hochsprache“ ist. Funk und Fernsehen rücken die Osloer Sprechweise etwas in eine solche Rolle.
:ar:نروجية (لغة)
wenn mal wieder entsperrt. -- Martin-vogel Martin-vogel 14:44, 30. Nov 2005 (CET)- Erledigt. -- Grapelli 10:36, 5. Jan 2006 (CET)
+ interlink it:
Bitte einfügen, Manutius 20:12, 31. Dez 2005 (CET)
- Erledigt. -- Grapelli 10:36, 5. Jan 2006 (CET)
Norwegisch-Schwedisch-Dänisch
Mich würde interessieren, in welcher Beziehung die Sprachen Norwegisch, Schwedisch und Dänisch stehen. Handelt es sich um ein Kontinuum, bei dem die eine Sprache den einen Pol, die andere den anderen Pol und die dritte in der Mitte zwischen den "Polsprachen" steht? Oder ist die Ähnlichkeit bzw. der Abstand bei jeder der 3 möglichen Sprachenkombinationen gleichgroß?Subjektive Absicht eines Norwegers: Die Schweden verstehen Norwegisch besser als sie Dänisch verstehen. Die Dänen verstehen auch Norwegisch besser als sie Schwedisch verstehen. Die Norweger verstehen die Dänen und Schweden besser als die Schweden und Dänen Norwegisch verstehen. Die Norweger verstehen besser gesprochenes Schwedisch als gesprochenes Dänisch, aber bevorziehen es, Dänisch zu lesen. Die Dänen hören den Unterschied zwischen Norwegisch und Schwedisch nicht. Diejenigen die am wenigsten verstehen (diesmal nur sprachlich gemeint) sind die Schweden, die gerne die Norweger beim Antreffen von für sie schwierigen Wörtern gerne den Norwegern fragen "Wie sagt mas das auf Schwedisch?". --80.212.89.57 01:32, 27. Nov. 2006 (nachgetragen von --Sjoehest 05:57, 27. Nov. 2006 (CET))
- gute zusammenfassung. genauso habe ich es auch erlebt. --Sjoehest 05:57, 27. Nov. 2006 (CET)
Noch was vom subjektiven Norweger: Es gibt tatsächlich sprachliche Übergänge. Die schwedischen Dialekte im Gebiet Skåne (Schonen), das früher dänisch war, haben lautlich viel mit dem Dänischen gemeinsam. Die Dialekte im schwedischen Värmland hören sich wie Schwedisch mit norwegischem Akzent an. In einem Streifen von Østfold über Østerdalen zum östlichen Trøndelag fehlen die für die norwegischen Dialekten karakterischen Diphtonge. Jämtska, der Dialekt im schwedischen Jämtland hat doch viel mit den norwegischen Dialekten im Trøndelag gemeinsam. Die Dialekte im westlichen Norwegen deuten aber in eine ganz andere Richtung: Der Laut å wir ao ausgesprochen, wie á im Isländischen! Skaol!
Niederdeutsche Einflüsse
"In der Hansezeit war Niederdeutsch (Plattdeutsch) die Verkehrssprache des Nordens."
Hier muß es korrekterweise "Mittelniederdeutsch" heißen.
- Es fällt mir schwer daran zu glauben, nicht dass ich irgendwie die Rolle und Einwirkung des (Nieder)Deutschen auf die nordischen Sprachen leugnen wollte, also dass die Norweger, Dänen und Schweden in der Hansezeit untereinander Niederdeutsch sprachen, es sei denn "Niederdeutsch - die Verkehrsprache des Nordens" etwas anderes bedeutet. Imre 21:08, 17. Jun 2006 (CEST)
Norsk - sprich: norsk?
Norsk wird auf norwegisch nicht mit einem stimmlosen s-Laut sondern eher mit einem dunklen sch-Laut ausgesprochen, etwa "nosch:k" Imre 18:03, 8. Jul 2006 (CEST)
- Das stimmt aber nicht für alle Teile des Landes. Im Vestland sagt man überwiegend "norsk". --Sjoehest 23:47, 8. Jul 2006 (CEST)
- Dann sollten beide Formen angegeben werden. Imre 15:04, 9. Jul 2006 (CEST)

