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Der Artikel Osmanisches Reich gehört zur Kategorie: Osmanisches Reich, Türkische Geschichte, Turksprachige Ethnie
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Osmanische Tughra Bildherkunft |
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Ausdehnung des Osmanischen Reiches zwischen 1481 und 1683 Bildherkunft |
Osmanisches Reich (auch Ottomanisches oder Türkisches Reich; türkisch:Osmanlı İmparatorluğu, amtliche osmanische Bezeichnung 1907 Memalik-i Osmaniye) ist die Bezeichnung für das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1923. In Europa wurde das Land auch damals als "Türkei" bzw. "Türkisches Reich" bezeichnet. Es war mehrere Jahrhunderte lang die entscheidende Macht in Kleinasien, im Nahen Osten, auf dem Balkan, in Nordafrika und auf der Krim. Im Laufe des 18. und vor allem 19. Jahrhunderts wurde es in der Auseinandersetzung mit den europäischen Mächten auf Kleinasien zurückgedrängt und fand in der Türkei seinen Nachfolgestaat. Die Osmanen waren sunnitische Muslime und folgten der Hanefitischen Rechtsschule.
Die Entstehung des Osmanischen Reiches
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Historiogramm zum Osmanischen Reich Bildherkunft |
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Osmanische "20 Para" Münze aus dem Jahre 1906 Bildherkunft |
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Osmanische "20 Para" Münze aus dem Jahre 1906 (Rückseite) Bildherkunft |
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Veränderung des osmanischen Herrschaftsgebiets im Laufe der Geschichte Bildherkunft |
Die Überlieferungen über die Anfangszeit der Osmanen (Osmanlı, Osmanisches Reich = Devlet-i Âliye, Osmanlı Devleti) sind nur spärlich, wohl weil es sich um ein kleines unter vielen Fürstentümern handelte, die es nach der Zerschlagung des Seldschuken-Reiches (Selçuklu Devleti) in Kleinasien gab. Der Namensgeber Osman I. war zu Anfang des 14. Jahrhunderts der Herrscher über einen nomadischen Stamm, den Klan der Kynyk vom Stamm der Kayi bei Söğüt im nordwestlichen Anatolien, der turkmenischer Herkunft und islamischen Glaubens war. Um 1299 erklärte Osman die Unabhängigkeit seines Beyliks vom Reich der Rum-Seldschuken. Dieses Jahr wird daher traditionell als das Gründungsjahr des Osmanischen Reiches angesehen. Osman gewann nach und nach die Oberhand über die benachbarten türkischen Stämme und erweiterte seinen Herrschaftsbereich auch auf Kosten des Byzantinischen Reiches. Schließlich belagerte er Brussa (Bursa) und Nicaea (Iznik), die beiden größten byzantinischen Städte in Anatolien. Bursa fiel kurz vor seinem Tod im Jahre 1326, Iznik wurde 1331 von seinem Sohn Orhan erobert. Orhan erbte ein Fürstentum, das fast halb so groß wie die heutige Schweiz war. Er machte Bursa zur Hauptstadt, und bis zur Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 blieb es die Grablege der osmanischen Sultane.
Das Byzantinische Reich wurde massiv bedrängt und befand sich zu dieser Zeit im Niedergang, sodass die Eroberung der europäischen Seite des Marmarameers (Marmara Denizi) nicht schwer fiel, angefangen mit Gallipoli (Gelibolu) 1354. Auch in Kleinasien gab es im gleichen Jahr mit Ankara (griech. Angora) Zugewinne. Bei Orhans Tod 1360 war das Reich mehr als dreimal so groß wie beim Tode seines Vaters. Im folgenden Jahr gelang die Einnahme Adrianopels (Edirne), der zweitgrößten byzantinischen Stadt, nach der Schlacht an der Maritza folgte der Übergriff auf Mazedonien (1371). 1389 gelang Murad I. in der Schlacht auf dem Amselfeld ein Sieg über die verbündeten christlichen Fürsten aus Serbien und Bosnien.
Wenn auch gleichzeitig in Kleinasien sowohl durch Krieg als auch durch Heirat Zugewinne stattfanden, war inzwischen der europäische Teil des Reiches der wichtigere geworden. So wurde ab 1385 die militärische Führung einem "Beylerbey von Rumelien" (Rumelien bezeichnete den europäischen Teil) und einem "Beylerbey von Anatolien" überantwortet, wobei ersterer den Oberbefehl hatte. Viele der charakteristischen Merkmale des Osmanischen Reiches hatten sich zu dieser Zeit schon herausgebildet. Aus den eroberten Gebieten wurden den Kriegern Pfründen – Timar genannt – gegeben; im Gegenzug mussten sie als Sipahis in der Kavallerie des osmanischen Heeres dienen. Dieses System ähnelte zunächst dem europäischen Lehnswesen des Mittelalters, allerdings gab es auch große Unterschiede, so entwickelte sich beispielsweise keine Leibeigenschaft. Als stehendes Heer wurde die wichtige Infanterie von den Janitscharen (türk. Yeniçeri) gestellt, die vor allem aus der sogenannten Knabenlese auf dem Balkan und dem Kaukasus gewonnen, zum Islam bekehrt wurden und eine Ausbildung erhielten, die sie zu fähigen Instrumenten der Machtpolitik des Reiches machte.
Auf Sultan Murad I., der auf dem Amselfeld durch einen Attentäter getötet worden war, folgte Bayezid I. (manchmal auch Beyazıt oder Bayezıt geschrieben), der sich bald daran machte, Konstantinopel (Byzanz) zu erobern, was allerdings zu dieser Zeit noch nicht gelang; Byzanz wurde aber zu Tributzahlungen verpflichtet. 1396 mussten sich die Osmanen einem Kreuzfahrerheer unter dem ungarischen König und späteren Kaiser Sigismund stellen, das in der Schlacht von Nikopolis vernichtend geschlagen wurde.
Eine erste Existenzkrise musste das Osmanische Reich durchstehen, nachdem sein Heer in der Schlacht bei Ankara gegen Timur Lenk 1402 vernichtend geschlagen wurde und Bayezid in Gefangenschaft geriet. Der Gründer der Timuriden-Dynastie hatte innerhalb kurzer Zeit ein riesiges Reich von Nordindien über Georgien und Persien bis Anatolien erobert, das aber nach seinem Tod 1405 schnell zerfiel. Die Verwaltung der Gebiete des Osmanischen Reichs hatte er an die Söhne Bayezids, Süleyman (Rumelien), Mehmed (Zentralanatolien mit Amasya) und İsa (anatolischer Teil um Bursa) gegeben. Diese kämpften im Folgenden sowohl um die an Timur verloren gegangenen Gebiete als auch gegeneinander um die Vorherrschaft. In den Kämpfen zwischen den Brüdern wurde Süleyman von einem weiteren Bruder, Musa, 1410 geschlagen, dem wiederum Mehmed 1413 mit Unterstützung von Byzanz eine Niederlage beibrachte (siehe auch Osmanisches Interregnum). Mehmed stellte sich als Sultan des wiedervereinigten Reichs in den folgenden Jahren der Herausforderung, das Land zu konsolidieren und gleichzeitig die alte Größe wiederherzustellen.
Auch die Thronbesteigung Murads II. lief nicht reibungslos ab. Kurz vor Mehmeds Tod machte ein Mustafa als angeblicher Sohn Bayezids Ansprüche geltend. Wahrscheinlich war er ein echter Sohn, er wurde aber von Mehmed als "falscher Mustafa" diffamiert. Sowohl er als auch ein Bruder Murads (der auch als "kleiner Mustafa" (Küçük Mustafa) bezeichnet wird), der von Byzanz als Thronprätendent aufgebaut worden war, wurden hingerichtet. Bei dieser Gelegenheit musste wiederum ein Versuch der Belagerung Konstantinopels abgebrochen werden.
In Südosteuropa war Ungarn zum Hauptgegner geworden. 1440 konnte es die Einnahme der wichtigen Festung in Belgrad abwenden. Vor allem Johann Hunyadi gelangen immer wieder militärische Erfolge, obwohl seine und die Versuche des Papstes, ein Kreuzfahrerheer zur Vertreibung der Osmanen aus Europa zusammenzurufen, in West- und Mitteleuropa kaum Gehör fanden. Drei Jahre später konnte Hunyadi sogar nach Bulgarien vordringen. Auch die Albaner unter Skanderbeg führten einen Unabhängigkeitskampf gegen die Osmanen. Aufgrund der Situation schloss Murad 1444 in Szeged einen zehnjährigen Friedensvertrag, der jedoch sogleich von Ungarn gebrochen wurde, um einen vom Papst initiierten Feldzug durchzuführen. Murad hatte gerade erst die Macht an seinen Sohn Mehmed abgegeben und sich zurückgezogen, trat nun aber wieder an die Spitze des Heers, das die Kreuzfahrer unter dem polnisch-ungarischen König Wladyslaw I. (Ungarn) in der Schlacht bei Warna vernichtend schlug. Abermals musste er 1446 die Macht für den unerfahrenen Nachfolger übernehmen, um einen Janitscharenaufstand niederzuschlagen, und fügte 1448 den Ungarn unter Hunyadi im Kosovo (nach 1389 die zweite Schlacht auf dem Amselfeld) eine schwere Niederlage zu.
Mehmed II. bestieg 1451 endgültig den Thron und bereitete sofort die Einnahme von Konstantinopel, dem "goldenen Apfel" (bei den Osmanen hatte der goldene Apfel große mythologische Bedeutung und galt als Objekt allen Strebens und Glück, später trug Wien diese Bezeichnung), vor. Dieses Ereignis ist oft als Zäsur in der Geschichte verstanden worden, als Ende des Byzantinischen Reichs und Ende des Mittelalters. Tatsächlich hatte Byzanz jedoch zu dieser Zeit kaum noch Macht und beschränkte sich auf kaum mehr Gebiet als das der (wenn auch wichtigen) Stadt Konstantinopel. Byzanz war Mehmed aber auch deswegen ein Dorn im Auge, weil es mit Orhan einen osmanischen Thronprätendenten aufstellte. Im Fall des "falschen" Mustafa hatte ein ähnliches Verhalten zum Bürgerkrieg geführt. Konstantinopel fiel nach 54-tägiger Belagerung am 29. Mai 1453. Nach den für diese Zeit üblichen Plünderungen wurde die Stadt die neue Hauptstadt des osmanischen Reichs, und man versuchte, die alte Bevölkerung – wie Griechen und Juden – zum Bleiben zu bewegen und neue dort anzusiedeln. Die Hagia Sophia wurde zur Moschee Ayasofia. Als letztes Überbleibsel byzantinischer Staatlichkeit wurde 1460 das Kaiserreich Trapezunt unterworfen.
Auf dem Balkan taten die Osmanen sich schwerer. 1456 konnte Hunyadi die Eroberung Belgrads abwenden und sicherte die Unabhängigkeit Ungarns für die nächsten siebzig Jahre. Allerdings eroberte Mehmed bis 1459 die Peloponnes und den Rest Serbiens. 1470 kam Albanien, 1475 die Krim dazu.
1481 bestieg den Thron Bayezid II., unter dem sich der Expansionsdrang des Reichs abschwächte. Eine Rolle spielte dabei sein Bruder Cem, der zuerst vom Johanniterorden und später vom Papst als Geisel gegen ihn eingesetzt wurde. Bayezid selbst wurde 1512 von seinem Sohn Selim abgesetzt und wohl vergiftet. Selim setzte vor allem im Osten die Eroberungsfeldzüge fort. 1514 gelang ein Sieg gegen die Safawiden in Persien, 1516 gegen Syrien. Schließlich wurde 1516/17 das Mamelucken-Reich in Ägypten zerschlagen. Damit übernahm das osmanische Reich das Protektorat über die heiligen Städte Mekka und Medina (d.h. Schutz der Pilgerwege und Versorgung der Städte) und der osmanische Sultan erhielt mit dem Titel Kalif die eindeutige Vormachtstellung im islamischen Kulturkreis.
Süleyman der Prächtige
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Porträt Süleymans I. Bildherkunft |
Die Ära von Süleyman I. (1520-1566) kann man als den Höhepunkt der Macht des Osmanischen Reichs betrachten. In der osmanischen und türkischen Geschichtsschreibung erhielt er wegen seines Gesetzbuches über die Landes- und Finanzverwaltung den Beinamen „Kānūnī“ („der Gesetzgebende“), in Europa wird er „der Prächtige“ genannt. Er gilt auch als einer der größten Kunstförderer unter den Osmanischen Herrschern. Unter seiner Regentschaft fallen etwa die architektonischen Meisterleistungen von Mimar Sinan. Durch viele Feldzüge erweiterte Süleyman das Reich Richtung Westen, Osten und Südosten.
1521 eroberte er innerhalb von nur 3 Wochen Belgrad. Die Festung galt damals als die stärkste auf dem Balkan. 1522 landete er mit seinen Truppen auf Rhodos und nahm die Festung im Dezember 1522 ein. Er ließ die Verteidiger aushungern, welche entkräftet aufgeben mussten. Vier Jahre später wurde in der Schlacht von Mohács, in der Ludwig II. getötet wurde, das Schicksal Ungarns besiegelt. Zwar zog das osmanische Heer noch vor Jahresende vorläufig ab, aber um die Thronnachfolge gab es einen Streit zwischen dem Habsburger Ferdinand I. und dem Ungarn Johann Zápolya, der die Osmanen um Hilfe ersuchte. Letztlich fiel das westliche Ungarn an Österreich, während Zápolya im Frieden von Großwardein als König Restungarns unter osmanischer Oberhoheit anerkannt wurde. Nach seinem Tod 1540 besetzte die Pforte das mittlere Drittel des einstigen Ungarns und ließ Zapolyas Sohn das Fürstentum Siebenbürgen.
Unterdessen nutzte Süleyman I. 1529 die Lage, um erstmals Wien zu belagern, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Nach nur 19 Tagen war Süleyman I. aufgrund eines zu frühen Wintereinbruchs gezwungen, die Belagerung abzubrechen. Dennoch wurde Österreich als Folge dieses Konflikts langfristig tributpflichtig. Durch drei Feldzüge gegen die Safawiden gelang es dem Osmanischen Reich den Osten Kleinasiens endgültig zu erobern. Auch an anderen Fronten gab es Expansionen: 1534 Mesopotamien mit Bagdad, 1534 Aserbaidschan, 1540 Teile Dalmatiens, 1547 große Teile des Jemen.
1566 brachen die Osmanischen Truppen erneut Richtung Wien auf, um die österreichische Hauptstadt zu erobern. Süleyman I. starb kurz vor dem Erreichen des Ziels. Auf dem Sterbebett befahl er seinen Generälen den geordneten Rückzug, um eine geregelte Thronfolge zu gewährleisten.
Die Zeit Süleymans leitete auch engere Beziehungen zu den europäischen Mächten ein. 1536 wurde die erste so genannte "Kapitulation" mit Frankreich unterzeichnet, die freien Handel vereinbarte und Frankreich die Gerichtsbarkeit über seine Untertanen auf dem Boden des Osmanischen Reichs übertrug.
Der Beginn des Niedergangs
Bei der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 konnten die christlichen Großmächte mit Spanien an der Spitze den ersten Sieg gegen das Osmanische Reich erzielen. Die Auseinandersetzung vor Lepanto führte zu einer Bereinigung der Einflusssphären im Mittelmeer. Die Türken beschränkten sich jetzt auf ihre Vormachtstellung im östlichen Teil, während spanische, maltesische und italienische Flotten das westliche Mittelmeer unter sich aufteilten.1683 unternahm die Pforte nochmals einen Versuch, Wien zu erobern (siehe Zweite Türkenbelagerung). Was aber schon in der Blütezeit des Osmanischen Reiches 150 Jahre vorher nicht gelang, wurde nun im Feldzug Kara Mustafas gegen Jan III. Sobieski von Polen zum Desaster und zum Wendepunkt der Auseinandersetzung mit den europäischen Staaten. Nachdem in dieser Niederlage die militärischen Schwächen der Osmanen offenbar geworden waren, begann im folgenden Jahr eine vom Papst initiierte Heilige Allianz aus Habsburg, Venedig und Polen einen Angriff auf das Osmanische Reich an mehreren Fronten. In mehreren schweren Niederlagen bei Slankamen (1691), Mohács (1687) und Senta (1697) mussten im Frieden von Karlowitz der Verlust von Ungarn, Dalmatien, Podolien und der Peloponnes festgeschrieben werden. Als neuer Gegner an der Nordgrenze kam Russland ins Spiel. Ein wichtiges Ziel von Zar Peter I. war ein Zugang zum Schwarzen Meer, den er 1695 mit Asow bekam. 1699 musste das osmanische Reich Podolien an Polen-Litauen zurückgeben.
Die äußeren Schwierigkeiten zogen Probleme im Inneren nach sich. 1687 war Mehmed IV. wegen der militärischen Niederlagen abgesetzt worden. 1703 kam es zum blutigen "Vorfall von Edirne", in dem Aufständische den Scheichülislam Feyzullah Efendi ermordeten und Sultan Mustafa II. absetzten.
Obwohl das Osmanische Reich zunehmend in die Defensive geriet, war es noch immer militärisch sehr potent. 1711 umschloss die Armee des Sultans das russische Heer am Pruth, nachdem das Osmanische Reich auf Bitte des flüchtigen Schwedenkönigs Karl XII. in den Krieg eintrat. In den folgenden Verhandlungen musste Peter der Große den Osmanen Asow überlassen. Nachdem der moldauische Woiwode Dimitrie Cantemir zu Russland übergelaufen war, besetzten die Osmanen die Hospodaren-Ämter in Moldau und der Walachei bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Griechen aus dem Phanar-Viertel in Konstantinopel, die schon lange Zeit als Übersetzer in der Politik eine wichtige Rolle gespielt hatten. In den Donaufürstentümern wird diese Epoche als Phanarioten-Herrschaft bezeichnet. Auch gegen Venedig war man erfolgreich und erlangte 1715 den Peloponnes zurück.
Weil die Krimtataren mit ihren Raubzügen die Ukraine bedrohten, begann Russland in einem Bündnis mit Österreich 1736 einen Krieg gegen das Osmanische Reich. Die Russen marschierten auf der Krim ein und schwächten den osmanischen Vasallen erheblich. Unter der Führung von Christoph Burkhard von Münnich schlug die russische Armee die Türken bei Otschakow und Stawutschany und nahm die wichtige Festung Chotin ein. Die Österreicher erlitten gegen die Türken eine Niederlage. Im Frieden von Belgrad mussten sie den Osmanen Nordserbien und die kleine Walachei zurückgeben. Russland gewann Asow. In diesem Krieg hatte eine Rolle gespielt, dass die Osmanen ihre Artillerie mit französischen Beratern wie Ahmed Pascha, dem Comte de Bonneval modernisiert hatten. Im ganzen war in den teuren und verlustreichen Kriegen der vergangenen drei Jahrzehnten keine wesentliche Änderung des Territoriums zu verzeichnen. Danach folgte eine vergleichsweise lange Friedensperiode.
Russisch-osmanische Kriege
Im Russisch-Türkischen Krieg 1768-1774 musste das Osmanische Reich endgültig erkennen, dass es seine Großmachtstellung verloren hatte. 1770 verlegte Russland seine Flotte aus der Ostsee ins Mittelmeer und vernichtete die bei Çeşme vor Anker liegende osmanische Flotte. Im Frieden von Küçük Kaynarca mussten die Osmanen das Krim-Khanat in die Unabhängigkeit entlassen (es wurde aber schon nach wenigen Jahren eine russische Provinz); Teile des Nordkaukasus gingen an Russland, die Bukowina an Österreich.Keine der beiden Seiten hatte die Absicht, es lange dabei zu belassen. Zarin Katharina II. entwarf ihr so genanntes "Griechisches Projekt", in dem das Byzantinische Reich als russischer Vasall wiederauferstehen sollte und die übrigen Teile des Osmanischen Reichs zwischen Österreich, Venedig und Russland aufgeteilt werden sollten, woran diese Alliierten jedoch wenig Interesse zeigten. 1783 annektierte Russland die Krim und begann mit deren wirtschaftlichem Aufbau. Die Osmanen, die ohnehin darauf aus waren, ihre Verluste aus dem vorigen Krieg rückgängig zu machen, erklärten im gleichen Jahr nach verschiedenen Streitigkeiten Russland den Krieg. Nach Anfangserfolgen der Schwarzmeerflotte mussten sie jedoch 1791 im Frieden von Jassy abermals Gebietsverluste hinnehmen, darunter Gebiete zwischen Dnjepr und Bug.
Reformen
Selim III. zog aus den Niederlagen seine Lehre und führte umfassende Reformen in der Verwaltung und im Militär durch. Parallel zu den Janitscharen versuchte er mit Hilfe europäischer Berater eine neue Truppe, die nizam-ı cedid, aufzubauen. Seine geplante allmähliche Überführung der Janitscharen in das neue Korps führte jedoch zu Aufständen, die 1807 in seiner Absetzung gipfelten. Es folgten dramatische Ereignisse. Sein Cousin Bayraktar Mustafa marschierte mit seinen Truppen in Konstantinopel ein und plante, Selim wieder als Sultan einzusetzen. Er kam jedoch zu spät, da Selim bereits erdrosselt worden war. Es blieb ihm also nur, den von den Janitscharen eingesetzten Mustafa IV. durch Mahmud II. zu ersetzen, der einer Ermordung nur knapp entkommen war. Mahmud setzte Bayraktar Mustafa als Großwesir ein und folgte einem Reformkurs, wobei er vermied, mit den Janitscharen direkt in Konflikt zu kommen. Schon im nächsten Jahr kam es wieder zu Aufständen. Um zu verhindern, dass er wieder zugunsten Mustafas gestürzt würde, ließ Mahmud seinen Bruder ermorden. Der in Bedrängnis geratene Großwesir sprengte sich in einem Pulvermagazin in die Luft.Der kranke Mann am Bosporus
In Ägypten riss der Statthalter Muhammad Ali Pascha allmählich die Macht an sich und ließ die einflussreichen Mamelucken-Emire systematisch liquidieren. Mit Hilfe von Reformen war Ägypten bald in vielerlei Hinsicht der Zentrale in Istanbul überlegen. Muhammad Ali begründete die Chediven-Dynastie, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts ein Ende fand. Nachdem sich der osmanische Sultan Mahmud II. geweigert hatte, Muhammad Ali Pascha auch als Statthalter in Syrien einzusetzen, besetzten ägyptische Truppen unter Ibrahim Pascha 1831 Palästina und Syrien und stießen nach einigen Siegen über die Osmanen bei Homs und Konya 1832 nach Anatolien vor. 1838 fühlte sich das Osmanische Reich stark genug, den Kampf gegen die ägyptischen Truppen unter Ibrahim Pascha in Syrien wiederaufzunehmen. Die ägyptischen Truppen besiegten aber die osmanische Armee unter Hafiz Pasha in der Schlacht von Nisibis am 24. Juni 1839. An dieser Schlacht nahm der spätere deutsche Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke, als Militärberater bei der türkischen Armee, teil. Erst durch die Intervention Großbritanniens, Russlands, Preußens und Österreichs (1840) wurde Muhammad Ali Pascha 1841 gezwungen, Syrien und Palästina wieder zu räumen.Ein das ganze 19. Jahrhundert durchziehendes Problem der Osmanen war der Nationalismus der von ihnen besetzten Staaten. Zunächst erhoben sich 1804 die Serben; bis 1830 erhielten sie eine weitgehende Autonomie. Auch die Phanariotenherrschaft in den Donaufürstentümern fand 1826 ihr Ende.
In den 1820er Jahren gewann die von einigen Europäern unterstützte Unabhängigkeitsbewegung in Griechenland an Dynamik. Ein besonderes osmanisches Problem in diesem Falle stellten die einflussreichen Griechen in der Verwaltung dar, die teilweise mit der Unabhängigkeitsbewegung sympathisierten. Im Krieg von 1826 war Mahmud gezwungen, die Truppen des gehassten Muhammad Ali Pascha von Ägypten zu Hilfe zu rufen. Trotzdem wurde das Osmanische Reich 1830 gezwungen, Griechenland in die Unabhängigkeit zu entlassen.
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Die Zerstörung der osmanischen Flotte bei Sinope im Krimkrieg, von Ivan Aivazovsky Bildherkunft |
An diesem Beispiel zeigte sich, wie das Osmanische Reich, das von den Medien der Zeit als Kranker Mann am Bosporus persifliert wurde, immer mehr zum Spielball der europäischen Mächte wurde. Russland sah darin eine Chance, seinen Machteinfluss in Europa stärker geltend zu machen und insbesondere einen Zugang zum Mittelmeer und auf den Balkan zu bekommen. Die osmanische Herrschaft auf dem Balkan schien gefährdet und Russland drängte darauf, die Kontrolle über die wichtigen Meerengen des Bosporus und der Dardanellen zu erhalten. Auf dem Balkan brachte sich Russland als Schutzmacht der dortigen orthodoxen Christen ins Spiel. Bereits früher hatte der russische Zar vergeblich versucht, die Regierungen Österreichs und Großbritanniens für eine Aufteilung des Osmanischen Reiches zu gewinnen. England und Frankreich sperrten sich aber gegen diese russische Expansion. Sie wollten nicht, dass die Schlüsselpositionen in russische Hände fielen und unterstützten die Osmanen, um den Status quo zu erhalten und damit ihre eigene Machthoheit in Südosteuropa an den osmanischen Grenzen zu sichern. In der sog. Orientalische Frage über Sein oder Nichtsein des Reiches waren sie der Meinung, dass das Osmanische Reich, das in jener Zeit noch immer eine gewaltige Ausdehnung besaß, erhalten werden musste. Sein Zusammenbrechen hätte ein Machtvakuum verursacht. Für Großbritannien, den zu der Zeit wichtigsten Handelspartner des Osmanischen Reiches, ging es außerdem darum, die Verbindungswege nach Indien zu kontrollieren und die Vormachtsbestrebungen Russlands in Asien zu unterbinden (The Great Game).
Das führte dazu, dass die Bündnisse sich je nach Situation neu zusammenfanden. Im Krimkrieg (1853-1856), der durch die russische Besetzung der Fürstentümer Walachei und Moldau ausgelöst wurde, kämpften England, Frankreich und später auch Piemont-Sardinien auf Seiten der Osmanen. Im Frieden von Paris ging ein Teil des 1812 von Russland gewonnenen südlichen Bessarabiens im Bereich der Donaumündung (etwa ein Viertel der Gesamtfläche) mit den Kreisen Cahul, Bolgrod und Ismail wieder zurück ans Fürstentum Moldau das ein autonomer Staat unter Oberhoheit der Pforte war und das Schwarze Meer wurde entmilitarisiert. Zugleich wurde die territoriale Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit des Osmanischen Reichs garantiert.
Tanzimat
Eine erneute Reformperiode (1838-1876) begann, die eng mit dem Namen der Großwesire Mustafa Reşid Pascha und später Ali Pascha und Fuad Pascha verknüpft ist. Die Maßnahmen wurden unter dem Namen "Tanzimat-ı Hayrire" (Heilsame Neuordnung) bekannt und fallen mit der Regierungszeit von Abdülmecid und Abdülaziz zusammen. Sie stellten die Nichtmuslime im Reich auf die gleiche Stufe wie die Muslime und führten ein neues Justizsystem ein, organisierten das Steuersystem neu und legten eine allgemeine Dienstpflicht in der Armee fest. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden auch die Steuerpachten abgeschafft. Die zerrütteten Staatsfinanzen führten am 13. April 1876 zur Erklärung des Staatsbankrotts.Die wichtigsten Reformedikte waren in diesem Zusammenhang das "hatt-i sherif (imperialer Erlass) von Gülhane" (1839), das "hatt-i hümayun" (1856), sowie die Verfassung von 1876, in denen schrittweise und mit Einschränkungen (1839 lauten diese "im Rahmen der Scheriatgesetze") die Gleichheit und Gleichbehandlung aller Untertanen unabhängig von ihrer Religion eingeführt wurde.
Mit den von den Mächten eingeforderten Reformen gingen – auch bedingt durch die industrielle Rückständigkeit – zunehmend wirtschaftliche Probleme einher. In den "Kapitulationen" genannten Handelsverträgen wurde der Markt im Osmanischen Reich für die Europäer geöffnet, und die Einfuhrzölle lagen unter den Ausfuhrzöllen. Durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des osmanischen Handwerks wurde das Osmanische Reich zum Exporteur von Rohstoffen und Importeur von europäischen Waren.
Unterdessen fanden die Unruhen auf dem Balkan kein Ende. Nach einem Krieg gegen Serbien 1876 wurde in Istanbul eine internationale Konferenz einberufen, um die Zukunft des Balkan zu diskutieren. Um seine Reformbereitschaft zu demonstrieren, kündigte der durch einen Staatsstreich an die Macht gekommene Abdülhamid II. eine Verfassung an, die ein parlamentarisches System einführen würde. Eine wichtige Rolle bei deren Entwurf spielte der Großwesir Midhat Pascha.
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Abdülhamid II. Bildherkunft |
Als Ergebnis der Konferenz fassten die Mächte Autonomie sowohl für zwei Provinzen auf bulgarischem Gebiet als auch für Bosnien und Herzegowina ins Auge. Als die Pforte dies ablehnte, erklärte Russland den Krieg, besetzte Edirne und rückte auf Istanbul vor. Da die anderen europäischen Mächte wiederum ihre Interessen bedroht sahen und ein europaweiter Krieg drohte, wurde 1878 der Berliner Kongress organisiert, dessen Hauptinitiator Bismarck war. Hier erhielten Serbien und Montenegro ihre Unabhängigkeit, und die schon vorher in Personalunion regierte Walachei mit der Moldau schlossen sich zu dem selbständigen Staat Rumänien zusammen.
Innenpolitisch machte Abdülhamid II. seine Regierungsreformen wieder rückgängig. Midhat Pascha wurde abgesetzt und das Parlament aufgelöst. Abdülhamids Regierungszeit wurde durch Despotie und Spitzelei geprägt, und als Sultan hatte er de facto die alleinige Macht. Finanziell geriet die Pforte nun vollends in die Abhängigkeit der europäischen Großmächte. Nachdem der Staatsbankrott erklärt worden war, übernahm die Dette publique einen Gutteil der Finanzverwaltung. Das europäische Kapital konnte ungehindert in den Staat eindringen. Seine Interessen konzentrierten sich auf die Rohstoffquellen im Irak, aber auch Großprojekte wie den Bau der Bagdadbahn. Dabei kam das Deutsche Reich zum Zuge, das spätestens seit dem Berliner Kongress zum guten Partner für das Osmanische Reich geworden war.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts erstarkten wieder die inneren Oppositionskräfte, insbesondere die Bewegung der Jungtürken, die ihren Ausgangspunkt vor allem in Saloniki hatte. 1908 musste angesichts der Bedrohung durch aufständische Truppen die Verfassung wieder in Kraft gesetzt werden.
Die Bewegung der Jungtürken
Die Verwirrung machte sich Bulgarien zunutze, um zusammen mit Ostrumelien einen unabhängigen Staat zu gründen. Bosnien und die Herzegowina wurden von Österreich-Ungarn annektiert, das faktisch bereits 1878 angegliedert worden war und nur noch nominell türkisch war (Bosnische Annexionskrise). Die enormen Gebietsverluste legten die reaktionären Kräfte der Jungtürkischen Führung zur Last und versuchten 1909 einen Staatsstreich. Dessen Misslingen führte dazu, dass Abdülhamid durch seinen Bruder Mehmed V. (Mehmed Reşat) ersetzt wurde. Der Sultan hatte von da an im wesentlichen nur noch Repräsentationsfunktionen, während die Regierung vom Großwesir eingesetzt wurde. Dieser wiederum wurde unter wesentlichem Einfluss der Jungtürken ernannt. Durch eine veränderte Verfassung wurde ein parlamentarisches System etabliert.
Die Jungtürken verfolgten einen Reformkurs, der allerdings durch die angespannte außenpolitische Lage gehemmt war. Ein folgenschweres Element ihrer Politik war der türkische Nationalismus. So wurde etwa in den arabischen Provinzen die türkische Sprache als Amtssprache eingesetzt. In den nachfolgenden Kriegen verlor die Regierung so den Rückhalt der Bevölkerung in den nichttürkischen Gebieten.
Das Jahrzehnt der Jungtürken-Regierung war durch eine Reihe von schweren Kriegen geprägt. Zunächst ging 1911 Tripolis an Italien verloren. Im Ersten Balkankrieg schlossen Albanien, Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro 1912 den Balkanbund gegen das Osmanische Reich, das dadurch fast alle europäischen Besitzung einschließlich der Stadt Edirne verlor. Schon im nächsten Jahr griff Bulgarien seine ehemaligen Verbündeten an, die von den Osmanen unterstützt wurden. Nach der Niederlage Bulgariens wurde der Grenzverlauf so festgelegt, wie er noch heute zwischen Bulgarien und der Türkei verläuft.
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Ismail Enver Bildherkunft |
Im 1914 beginnenden Ersten Weltkrieg versuchte man zunächst, sich in einer "bewaffneten Neutralität" aus den Kampfhandlungen herauszuhalten. Es war vielen klar, dass man sich an eine Großmacht anlehnen müsste, um militärisch überhaupt standhalten zu können. Traditionell hatte man oft mit dem Deutschen Reich kooperiert, aber auch mit den Entente-Mächten gab es enge Beziehungen und einen regen Handel. Auf Betreiben Enver Paschas kam es schließlich zu einem Kriegsbündnis mit Deutschland und Österreich-Ungarn, das allerdings im Kabinett umstritten war.
Die Folgen des Krieges waren katastrophal. In Arabien hatte man den britischen Kräften nichts entgegenzusetzen. Schon 1916 schüttelte der Emir von Mekka, Husain Ibn Ali die osmanische Oberhoheit ab und rief sich zum König von Arabien aus. Er wurde schließlich als König des Hedschas anerkannt, während der übrige Teil des Reichs gemäß dem Sykes-Picot-Abkommen in Interessensphären aufgeteilt wurde. Ein Teil Palästinas wurde 1917 in der Balfour-Deklaration als "nationale Heimstatt" für die Juden versprochen. Wegen der Oktoberrevolution in Russland schied dieses zwar mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk aus dem Krieg aus, aber die Siegermächte besetzten im November 1918 einen Großteil des einstmaligen Osmanischen Reiches. Das Jungtürkische "Triumvirat" aus Kemal Pascha, Talat Pascha und Enver Pascha wurde entlassen und flüchtete. Nachdem im gleichen Jahr Mehmed V. gestorben war, rückte sein Bruder Mehmed VI. (Mehmed Vahideddin) nach, der aber den Siegermächten politisch völlig ausgeliefert war, und der nach Abschaffung des Sultanats im November 1922 Istanbul verließ.
Entstehung der modernen Türkei
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Gazi Mustafa Kemal Bildherkunft |
Es entstand eine Widerstandsbewegung gegen das Besatzungsregime. Die herausragende Rolle spielte dabei der General Mustafa Kemal Pascha (später wurde Mustafa Kemal vom türkischen Parlament der Beiname Atatürk („Vater der Türken“) verliehen). Schon bald bildete die kemalistische Bewegung in den nicht besetzten Gebieten eine Art Gegenregierung.
Bei den im Dezember 1919 durchgeführten Wahlen errang die Befreiungsbewegung eine Zweidrittelmehrheit und zog nach Angora (heute Ankara) als Sitz um. Im April 1920 konstituierte sich hier die „Große Türkische Nationalversammlung“. Die neue Regierung pflegte gute Beziehungen zum mittlerweile bolschewistischen Russland und wurde von Frankreich, das das Mandat für das südliche Zentralanatolien hatte, faktisch anerkannt.
Der 1920 von der Hohen Pforte unterzeichnete Vertrag von Sèvres, der dem türkischen Staat die Souveränität aberkannte, wurde von Ankara nicht anerkannt. Es kam zum nationalen Befreiungskrieg. Bei der Gelegenheit wurden zunächst die griechischen Truppen vertrieben, dann auch der ganz überwiegende Teil der seit Jahrtausenden ansässigen griechischen Zivilbevölkerung in der so genannten „Kleinasiatischen Katastrophe“ v.a. in Smyrna (von da an dann türkisch İzmir) vertrieben.
Die Erfolge der Kemalisten sorgten für einen herben Prestigeverlust für die Regierung Sultan Mehmeds VI. In den Verhandlungen um den Vertrag von Lausanne 1923 war diesmal eine Delegation der Kemalisten aus Ankara vertreten, was einer internationalen Anerkennung gleichkam.
Am 23. Oktober 1923 wurde Ankara zur Hauptstadt erklärt und am 29. Oktober offiziell die Republik ausgerufen; Mustafa Kemal Pascha wurde Staatspräsident, Ismet Pascha, dem später aufgrund der Siege bei Inönü der Nachname „Inönü“ verliehen werden sollte, Ministerpräsident der neu gegründeten Republik. Der letzte Sultan, Mehmed VI., und alle Angehörigen der Dynastie Osman mussten das Land für immer verlassen.
Siehe auch
- Liste der Sultane des Osmanischen Reichs
- Liste der Großwesire des Osmanischen Reichs
- Geschichte der Türkei
- Türkenkriege
- Byzantinisches Reich
- Osmanische Sprache
- Islam in Europa
- Ulama
Literatur
- Suraiya Faroqhi: Geschichte des Osmanischen Reiches. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-46021-6
- David Fromkin: „A Peace To End All Peace“. The fall of the Ottoman Empire and the creation of the modern middle east. Phoenix Press, London 2000, ISBN 1-84212-043-3
- Bodo Guthmüller, Wilhelm Kühlmann (Hrsg.): Europa und die Türken in der Renaissance. Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-36554-4
- Halil Inalcik: The Ottoman Empire. The Classical Age 1300-1600. Phoenix Press, London 2003, ISBN 1-8421-2422-0
- Nicolae Jorga: Geschichte des osmanischen Reiches. Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-8218-5026-4 (5 Bde., Repr. d. Ausg. Gotha 1913)
- Klaus Kreiser: Der osmanische Staat 1300-1922. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-53711-3
- Patrick B. Kinross: The Ottoman Empire. Folio Society, London 2003 (aktuelle, englische Ausgabe)
- Maurus Reinkowski: Das Osmanische Reich – ein antikoloniales Imperium?. In: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, 3. Jg. 2006, Heft 1 (Volltext)
Weblinks
- DAS OSMANISCHE REICH 1/2
- DAS OSMANISCHE REICH 2/2
- Osmanisches Reich
- Die erste türkische Verfassung von 1876 KANUN-I ESASI
- Homepage des türkischen Staatsarchivs mit vielen Dokumenten im Original und in der lateinischen Umschrift
ast:Imperiu Otomanu simple:Ottoman Empire
Diskussion der Autoren über den Artikel: Osmanisches Reich
I did the upgrade to this article with my limited knowledge of German, a student's dictionary from 1996, and Alta-Vista Babel Fish. Please, accept my apologies and change anything that's wrong.
- Thanks for trying to help us, but I think for a native German speaker it's nearly the same effort to translate articles from scratch. Babel Fish is even worse when translating English to German than the other way round. But thanks for trying :-) --Kurt Jansson 23:50, 26. Apr 2003 (CEST)
- auch an dieser stelle möchte ich die frage stellen, mit welcher relevanz vor der mitte des 19. jhd. von den "türken" gesprochen werden kann ? auch wenn viele geschichtsbücher diesen begriff benutzen, so ist er doch schlichtweg falsch, denn die idee einer türkischen nation und eines türkischen volkes kam erst mit dem pan-turkismus abdülhamid II. und der später erfolgreichen jung-türkischen bewegung auf. diese bewegung nannte sich bezeichnender weise noch in den 80er jahren des 19. jhd. "jung-osmanisch". ich würde also gerne die "russisch-türkischen" kriege in die "russisch-osmanischen" kriege umbenennen. --till grallert 00:45, 23. Sep 2004
Hi till grallert,
du hast schon recht wenn du bemerst das die Idee der türkischen Nation spät aufkam. Aber zu bedenken ist das das Osmanische Reich eine türkische Dynastie war und die erben der Osmanen die Türken sind.
Zu bedenken ist das umgangssprachlich früher auch das Osmanische Reich als Türkei bezeichnet (entsprechend europäische, asiatische und afrikanische Türkei) wurde.
Ich habe nichts dagegen das du die Veränderung vornimmst. Aber eine Gegenüberstellung Osmanen vs Türken ist aus meiner Sicht falsch. Gründungsvolk des Osmanischen Reiches sind nun mal die Türken.
mfg
- zu bestreiten,daß die osmanen eine turkstämmige dynastie waren, liegt mir fern. doch waren die seldjuken türken und wer lebte vorher auf dem balkan ? meiner meinung nach, läßt sich im 14. jhd. gar nicht von türken sprechen. --till grallert 21:21, 13. Nov 2004
- das man Osmanen und Tüken keinesfalls gleichstellen kann, geht schon allein aus der Tatsache hervor das das Osmanische Imperium ein Vielvölkerstaat war, der seine grundlegende politische Idee vom universellen Anspruch des Byzantinischen Reiches als Übergeordneter Staat ererbt hat. Selbst die höchsten Staatsämter wurden mit Nichttürken besetzt. Beispielsweise ist der Architekt Sinan Armenischer oder Griechischer Herkunft und der bedeutende Großwesir Mehmed Pasa Sokolovic (Sokullu) war serbisch-bosnischer Abstammung. Auch die Elite Truppe der Janitscharen waren durch die Knabenlese rekrutiert in der es daher keine Türken gab.
Da hast du schon recht, doch war das Habsburgerreich auch ein Vielvölkerreich, galt trotzdem als deutsches Reich. Hast du was von Umsiedlungen gehört. Das heisst, das bei neugewonnenen Gebieten türkisch-stämmige Einwohner umgesiedelt wurden, um das Gebiet zu stabilisieren. Das bedeutet, das die Türken das Kernvolk im Reich waren. Auf sie gab es auch keine Kopfsteuer wie auf Ausländer. Die Herrscher waren Türken, die Amtssprache eine Mischung aus türkisch, arabisch und persisch und das Kernland Anatolien. Die Janitscharen waren keine Türken, doch sie machen einen kleinen Teil der Bevölkerung aus. Eigentlich hättest du noch sagen können, dass die Sultane Kinder aus dem Harem waren, d.h. sie hatten meist ausländische Mütter, die dem Sultansvater übergeben worden sind. Das ursprüngliche Gebiet der Türken liegt weiter östlich im Gebiet zwischen Aralsee und dem Altaigebirge. Im 10.Jhdt gab es eine Wanderung vieler Stämme westwärts, wobei sie mit Hilfe von Derwischen zum Islam übergetreten sind. Die Seldschuken waren darunter. Mit weiteren Zuströmungen aus dem Osten bedrängte man das byzantinische Reich und wurde allmählich sesshaft. Eine dieser Nomaden war Ertugrul, Vater des Osman. Sein Herrschaftsbereich war in Anatolien, eigentlich etwas nordwestlich der Türkei. Da kann man nun verstehen, warum das osmanische Reich trotz der vielen Völker der Provinzen als ein türkisches Reich gilt. Man sprach in der Anfangszeit von zwei Großprovinzen Rumelien ( europäische Gebiete ) und Anatolien.
Von Nichttürkisch zu sprechen wäre ohne auf den Sachverhalt einzugehen (west-)politisch nicht möglich. Die Türkei muss sich schließlich für die Osmanen überall verantworten, mit einem Schlag wäre das dann vorbei. Insbesondere die Armenierthematik wäre dann ja wohl erledigt. --Xarus 01:49, 27. Nov 2005 (CET)
Völkermord an den Armeniern
Warum wird hier kein Link zu Völkermord an den Armeniern geduldet? --Pjacobi 14:52, 2. Dez 2004 (CET)- Ach ich sehe schon, ist "nur" ein Edit-War. --Pjacobi 14:53, 2. Dez 2004 (CET)
Weil man den auch komplett weglassen könnte... 21:50, 2. Dez 2004 Pai Mei
- Gerade, weil eines der Argumente der offiziellen türkischen Seite ist, der Völkermord sei vor Gründung der Türkei geschehen, sollte die Erwähnung in Osmanisches Reich doch sehr passend sein. --Pjacobi 22:33, 2. Dez 2004 (CET)
Nein, so etwas ist gar nicht geschehen. Und danke an Admin Crux, das er die Seite gesperrt hat.21:50, 2. Dez 2004 Pai Mei
- Damit würde Du fast überall auf der Welt bei einer Prüfung in Geschichte glatt durchfallen. --Pjacobi 22:50, 2. Dez 2004 (CET)
- Gewisse Leute sind halt einfach unbelehrbar. --Voyager 22:56, 2. Dez 2004 (CET)
allerdings
- Ich meinte damit nicht Pjacobi. --Voyager 23:02, 2. Dez 2004 (CET)
Ja, ich erst recht nicht.
- Pai Mei, es kann schmerzlich sein, das zuzugeben, was die eigenen Vorfahren getan haben, aber es zu verleugnen, ist ziemlich peinlich - Deutsche, auch ÖsterreicherInnen haben diese Peinlichkeit schon zur Genüge ausgereizt - bedenke: immerhin wirft man bisher ja nicht Dir, Pai Mei, persönlich vor, ein schlechter Mensch zu sein, sondern "nur", einen vor vier Generationen (recht "erfolgreich" versuchten) Genozid zu leugnen... (Sollte ich eigentlich bei der Gelegenheit nach Deiner Meinung zur Kleinasiatischen Katastrophe fragen, wobei ich übrigens eine persönlich Betroffene kenne?)
- Es gibt hundertfache Belege dafür und kaum was Stichhaltiges dagegen (bin aber für alle Gegenbeweise offen). Immerhin leugnest Du nur und bist wenigstens nicht stolz auf die Geschehnisse - oder im Geheimen etwa doch? - "herzlichst", Dein Marilyn.hanson 23:15, 2. Dez 2004 (CET)
Glaub mir, ich verleugne nichts. "hunderfache Belege dafür" welche denn? Es ist für mich nicht schmerzlich sondern ärgerlich, aber warum seit IHR so fest davon überzeugt? Wie kann das sein? Habt ihr so einen Hass auf Türken oder besser auf den Islam? Naja, ich denke diese Disskusion hier bringt auch nichts. Pai Mei
- Und übrigens: Ich finde weder Türken noch den Islam an sich hassenswert (ja, genau, ich habe auch türkische Freunde und MitstudentInnen), aber Gegenfrage: Woher willst Du so genau wissen, was damals passiert ist? Bist doch bestimmt kein Zeitzeuge von damals, oder? Kannst Du die angegebenen Quellen entkräften? Sind das alles Fälschungen? Wollen wir uns verabreden und anfangen, in Archive zu gehen, Leute von damals aus der Gegend ausfindig machen, um sie zu interviewen? Sollten wir uns aber beeilen, gibt bestimmt nicht mehr so viele, die noch leben... -- Marilyn.hanson 23:03, 14. Dez 2004 (CET)
Die Leute reden von Völkermord wissen aber nicht was damals passiert ist. Das auch Türken von armenischer Seite getötet wurden ist nicht bekannt. Auch nicht das die französische Fremdenlegion Armenier zum Krieg/Morden ausgebilded hat.
- Dass man sich (auch gewaltsam) wehrt, wenn Pogrom-artige Zustände eine Bevölkerungsgruppe bedrohen und sich nicht tatenlos (wie z.B. mehrheitlich die Juden im Dritten Reich) gängeln und abschlachten lässt, heißt leider noch lange nicht, dass man vor Völkermord sicher wäre! Es ist doch für die Debatte über den Völkermord an den Armeniern und auch die kleinasiatische Katastrophe ziemlich unerheblich, ob es vorher gewaltsame oder sogar quasi-militärische Auseinandersetzungen gab, sondern viel wichtiger, dass alles, was ethnisch (nicht bloß militärisch!) nicht den relativ neuen Kriterien der Jungtürken entsprach, gnadenlos ausgemerzt werden sollte, egal, ob sich diese Gruppen wehren wollten oder nicht (ich sage nur: Todesmärsche, Zwangsarbeit)! Bloßes militärisches Vorgehen der Türken wird ja nicht kritisiert, sondern der Wille, ganze Völker (nicht nur Armeen) auszumerzen, der (natürlich auch bei anderen Völkern) auf dem Balkan leider immer wieder zu hunderttausendfachem Leid führte und führt. -- Marilyn.hanson 23:03, 14. Dez 2004 (CET)
- Und? Schon mal ein bißchen drin gestöbert? Oder persönlich beleidigt gewesen? Wahrscheinlich gar nicht erst angeschaut, oder? Weißt Du, kleine Kinder verschließen manchmal ihre Augen und denken, sie könnten sich verstecken, und andere könnten sie dann nicht sehen; allerdings ist es dann so, dass man nur die Augen des Kindes nicht mehr sieht, dafür aber ein Kind, welches sich die Augen zuhält...
- Davon, dass man unliebsame Dinge (z.B. Dokumente, Artikel, auch andere Meinungen etc.) nicht anschaut und sich ihnen nicht stellt, gehen sie leider auch nicht weg oder werden ungeschehen. Leider gibt es in der Geschichte keine "Revert"-Funktion wie in der Wikipedia! Alle Völker, auch fast alle anderen menschlichen Gruppen überhaupt, "sogar" die Armenier, haben im Laufe der Geschichte schlimme Taten begangen, die Menschen sind ja schließlich alle gleich; insofern brauchst Du nicht persönlich gekränkt zu sein, wenn vergangene Generationen Deines Volkes kritisiert werden, das passiert allen anderen ja schließlich auch. Aber wie soll man "den Anfängen wehren" heute, in unserer Zeit, wenn man noch nicht mal Vergangenes akzeptieren kann? In so einem Klima wird's, vor allem für Minderheiten und Andersdenkende, dann schnell auch heutzutage ganz ungemütlich - doch zum Glück scheint sich das momentan innnerhalb der Türkei ja radikal zu verbessern (nicht, dass man z.B. in Deutschland die Hände in den Schoss legen könnte)... -- Marilyn.hanson 23:39, 15. Dez 2004 (CET)
- Hallo Marylin, lass dich nicht täuschen. Betrachte dir lieber die Versionsgeschichte Osmanisches Reich. Kommentar hier von Pai Mei am 15.12.04, 19:34, und die Änderung im Artikel am 15.12.04, 19:40. Der Gesinnungswandel hat maximal 6 Minuten gedauert. MfG Martin-vogel [[Benutzer_Diskussion:Martin-vogel|[Formel]]] 00:39, 16. Dez 2004 (CET)
- Und am 16.12.04, 01:44 -- Martin-vogel [[Benutzer_Diskussion:Martin-vogel|[Formel]]] 05:24, 16. Dez 2004 (CET)
An die Redakteure dieser Seite: Bitte korrigieren sie "eis tin poli"(griechisch ausgesprochen / stimboli/) Es bedeutet in diesem Fall sowohl "in Konstantinopel" als auch "nach Konstantinopel".Mit Poli(s) ist für einen griechisch-sprechenden nicht nur "die Stadt" sondern auch Konstantinopel/ Istanbul gemeint. danke Primus 13:21, 28. Apr 2005 (CEST)
ich denke, sie sollten sich alle ernsthaft und unparteiisch die Geschichte betrachten. Da werden sie sehen, dass die Armenier zuertst einen Aufstand gemacht haben und Tausende Osmanen umgebracht haben, und danach auf einmal vom Täter zum Opfer werden und sich so der Welt darstellen, die das auch noch blauäugig glaubt.
Bezeichnung
im artikel stehen leider mehrere bezeichnungen für das osmanische reich. wobei in keiner fachliteratur der begriff memalik-i osmanije, der im artikel angegeben wird eine rolle spielt. vielmehr sind die weiter unten angeführten bezeichnungen devlet-i ... (Staat) die korrekten versionen.ich würde das gerne ändern--Till grallert 02:01, 19. Jul 2005 (CEST)
Die im Artikel genannte Bezeichnung "Memalik-i-Osmanije" ist die in den zeitgenössischen Lexika angegebene, etwa Encyclopaedia Britannica und "Meyers Konversationslexikon" 1907. Warum sollte da eine nicht zutreffende Bezeichnung verwendet worden sein. Im übrigen ist in dieser Zeit der Begriff "Osmanisches Reich" praktisch nicht verwendet worden. Er mag ja die offizielle Bezeichnung des Staates gewesen sein, in Zeitungen, Abhandlungen etc. wurde fast immer die Bezeichnung "Türkei" verwendet. Die Bewohner waren "Türken",einerlei ob es sich um eigentliche Türken, Bosnier, Araber oder sonst eines der Völker des Reiches gehandelt hat, wie ja auch z.B. im Falle des Römischen Reiches die Bürger als "Römer" bezeichnet wurden, auch wenn sie ethnisch aus Thrakien, Spanien oder sonstwoher stammten. Im Falle des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn wird ja auch durchwegs von Österreichern gesprochen, auch wenn es sich um Angehörige der anderen Völker der Monarchie gehandelt hat.
Kreuzigung
Im Artikel Kreuzigung steht dass diese Strafe noch im 19. Jahrhundert im Osmanischen Reich benutzt wurde. Ist es wahr? (natürlich möchte ich solide Beweise)--Arado 21:56, 10. Dez 2005 (CET)
Nein, das ist ein großer Irrtum. Weshalb sollte ein islamisches Reich so eine europäisch und christlich geprägte Strafe vollziehen? Kayserli
Die Kreuzigung ist keine christlich geprägte Strafe, daß Kreuz wird nur deshalb im Christentum verehrt, weil Jesus Christus an ihm hingerichtet wurde - aber es wäre ein Frevel für einen Christen, das Kreuz selbst als Hinrichtungsinstrument zu verwenden! Logischer wäre eine Verwendung durch Muslime, um Christen "standesgemäß" zu bestrafen. In dem Buch "The Shield and Sword" von Ernle Bradford (das Buch beschäftigt sich mit der Geschichte des Johanniter-Ordens) wird davon berichtet, daß nach der Eroberung von Fort St. Elmo bei der großen Belagerung von Malta mehrere gefangennommene Ritter geköpft und gekreuzigt wurden. Also wurde eine Art von Kreuzigung zumindest zur Demoralisierung des Gegners verwendet. (Die so gekreuzigten Ritter wurden in den Grand Harbor geworfen und waren damit eine gut sichtbare Warnung an die Besatzungen der verbliebenen Festungen auf Malta.)Bitte unterschreiben!
- tja, nach diesem Prinzip der angstmachenden Greul verfuhren vor nicht zu langer Zeit auch
Gibt es Belege dafür das die Osmanen Gekreuzigt haben? ansonsten spamt hier nicht voll.Enten 22:29, 12. Sep 2006 (CEST)
Gugst du: http://www.osmanli.org.tr/y... "Burada salb yani asma ile katli beraber zikrettik. Çünkü Osmanlı uygulamasında hem kılıç ile baş vurarak katletme ve hem de asma şeklindeki idam cezası uygulanmıştır. Her iki şekliyle de idam cezasının meşrûiyet kaynağı, Hz. Pegamber’in fiili tatbikatıdır." Ist von http://www.kimkimdir.gen.tr...
Kultur
Ich finde in diesen Artikel sollte auch ein Teil zum ethnischen und kulturellen zusammenleben der Völker des Osmanischen Reichs eingefügt werden, da dies viele Auswirkungen auf die Entwicklung der Völker des Balkan hatte.Kreuzigung
Die Kreuzigung war die schlimmste Strafe gewesen. Und diese war sowohl im Römischen Reich als auch im europäisch-christlichen Bereich üblich!!!!!!!!!!!!!!!
Entwicklung der Völker des "Balkan"
Das türkische Wort Balkan beduetet Gebirge oder so ähnlich. Die osmanische "Kultur" hat die 5oo Jahre lang unterjochten Völker Südosteuropas eher in ihrer gesamten Entwicklung um 200 Jahre Fortschritt gebracht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Der Islam ist nicht tolarant und war es auch nie!!!!!!!!!!!!!! Nicht mal in der Minderheit. Das was in Bosnien-Herzegowina stattfand ist auch ein Beispiel von historischer Mitschuld der Türken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
- Na, wie willst du denn das beweisen? Dass du behauptest, Islam sei nicht tolerant und die Türken wären von den Geschehnissen in den Balkan verantwortlich, ist vorurteilig! Wikipedia ist nicht da um seinen Hass dermaßen rauszuspucken, sondern es sorgt dafür, wissenschaftlich/historisch bewiesene Geschehnisse zu erläutern. Deine Islam-Angstneurose kannst du in "deiner Welt" erleben, aber wohl nicht hier! Cetinkaya 15:16, 12. Mai 2006 (CEST)
- Ist doch kein Wunder, dass er, sie Angst hat. Wenn die "moderne" Türkei immer noch heutzutage den Genozid an den Armeniern (dadurch deren 2000jährige Geschichte in der heutigen Türkei ausgelöscht wurde und ist) durch ihre islamistischen Politiker leugnet aber sich gleichzeitig "europaoffen" zeigt, stimmt da was nicht. Wenn, römisch-katholische Priester umgebracht werden weil ihnen Mission vorgeworfen wird, stimmt da etwas nicht (Mission ist nicht mal gesetzlich strafbar in der heutigen Türkei). Wenn Christen eine extra Nummer im türkischen Personalausweis oder PASSPORT haben, damit mann sie als solche kennzeichnet (wie im Osmansichen Reich mit dem Tragen von Armbändern), dann stimmt etwas nicht. Wenn türkische Politker, Wirschaftsleute drohen französische Waren zu boykotieren oder Verträge nicht einzuhalten, weil die Leugnung des Genozids an den Armeniern in Frankreich bald unter Strafe stehen wird, dann stimmt etwas nicht. Wenn christlichen Familien aus Westeuropa die 4 Jahre lang in der Türkei gelebt und gearbeitet haben und sich als Christen eingebracht hatten, die Wiedereinreise verweigert wird mit der Behauptung dadurch mögliche Staatsfeinde geworden zu sein, dann ist da was nicht in Ordnung.
- Du solltest mal lernen, deine Beiträge zu unterschreiben - wie alle andere zivilisierte Menschen hier. Was du da erzählst, hat doch nichts mit dem Islam zu tun, das hat was mit der laizistischen türkischen Regierung zu tun. Wenn du das nicht mal unterscheiden kannst kann ich dir nicht mehr weiter helfen mein Lieber! Die türkische Regierung ist und kann nicht ein Abbild des Islams darstellen, denn sie ist laizistisch! Deine restliche Beiträge finde ich recht lustig, denn sie haben wohl weniger was mit unserem Thema zu tun! Eins als Beispiel: Die Umbringung der Priester hat doch nichts mit dem Staat oder Islam zu tun! Das sind irgendwelche Vorfälle des Einzelnen, du kannst doch damit nicht den Staat oder Islam beschuldigen! Außerdem war doch dies eine offene Provokation des Westens, der den Prophet Muhammed mit Charikaturen als ein Terrorist verflucht hat! Zweitens, ob der Völkermord an den Armeniern ein Teil der türkischen Geschichte ist oder ob die Türkische Geschichte von den Armeniern verleumdet wird, ist immer noch umstritten. Es ist bedauerlich, dass Westen nur auf die armenische Seite zuhorcht und die Behauptungen der türkischen Historiker unter dem Tisch verschwinden lässt. Die türkische Regierung hat schon oft angeboten, das ganze in einem Kongress zu diskutieren, aber die armenische Seite hat darauf immer negativ reagiert. Warum wohl? Dass Frankreich die Leugnung des Genozids unter Strafe stellen will, ist doch wohl ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, oder ist die Meinungsfreiheit des Westens doch beschränkt? Die Drohungen, die Französiche Waren zu boykottieren ist doch ein Recht aller Staaten, oder? Wieso rufen dann die Europäer ein Embargo gegen Palastina aus? Oder, warum will die USA dem Iran ein Embargo ausrufen? Mehr zu deinen Beiträgen will ich nicht mehr viel sagen, denn sie sind einseitig und entsprechen nicht die Tatsachen! Cetinkaya 18:28, 17. Mai 2006 (CEST)
Das reicht jetzt aber langsam, das sind doch halbdurchdachte Vorurteile. Toleranz war ein wichtiger Bestandteil in der Strategie der Osmanen. Was denkst du warum die höchsten Positionen mit Juden und Griechen besetzt wurden. Ohne Glaubensfreiheit gäbe es unzählige Aufstände und Krisen, wobei das Reich nicht lange sich halten könnte. Immerhin war sie bis ins 19. Jhdt. vollends selbstständig. Juden und Andersgläubige, die bei euch auf Marktplätzen, neben Äpfeln und Tomaten verbrannt oder aufgehängt wurden sind zu den Osmanen geflüchtet, weil sie in Europa die Toleranz spürten. Ich will gar nicht weiter drauf eingehen, denn das ist bei solchen Leuten Zeitverschwendung. Ich fordre dich nur auf, dass wenn ihr uns Armenien vorwirft, du allen versklavten und geschändeten Menschen, die ihr wie Tiere behandelt und im günstigsten Falle sie als niedere Menschen betrachtet habt ( Sozialdarwinismus ), alle die aus religiösen Gründen vertrieben worden sind und die Menschen, die Opfer des kranken Kolonialismus waren oder sind, ich fordere dich auf jedem Einzelnen den Hintern zu küssen und dich zu entschuldigen für all die Jahre Leid. Und noch was: wir haben Armenien, ihr habt den 2.Weltkrieg und den Holocaust. --Ergenekon 16:16, 30. Mai 2006 (CEST)
könnt ihr lesen ? da oben steht balkan
- ich habe meinen Beitrag unterschrieben "arkadaschem" / "Freund". Der türkische Staat ist so "laizistisch", dass er der Armenierfrage immernoch ausweicht, wo er kann und mit fast allen "Wahrheiten" und Mitteln (Drohungen gegenüber den westlichen Staaten) die sich nicht mal "Daniel Düsentrieb ausdenken" könnte. Du drückst Dich übrigens auch hier herum. Lustig ist dies auf keinem Falle. Wo ist Deine Erklärung zu den Personalausweisen / Reisepässen die Christen mit einer Nummer kennezeichnen??? Da es Missionfreiheit gibt, wieso dürfen Christen Kirchen, Priesterseminar nicht renovieren, gründen usw. nur weil die Türkei "laizistisch" ist?. Aber Moscheen gibt es millionenfach. Ach so, da ist die Türkei nicht so laizistisch eingestellt. Wenn ich so im Unrecht sein sollte, wieso verehrt ihr Jesus Christus als "Propheten" aber sträubt euch die Bibel in türkischer Sprache öffentlich in der Türkei herausgeben zu lassen? (es ist doch Missionsfreiheit gestattet). Ach so, "verflucht" haben sie Deinen Propheten, aber Du darfst hier öffentlich dazu beitragen den Genozid an den Armeniern zu leugnen (Meinungsfreiheit gilt also nur für Dich). Schade *delija*, bist kein großer *Held*. Zoran Malkovich 19:30, 18. Mai 2006 (CEST)
Zuerst einmal erst gibt die Bibel auf türkisch. Ich frage mich, woher du das überhaupt weisst. Zum zweiten ist Jesus für uns ein Prophet, somit ist die Bibel für uns unbedeutend, d.h. aber nicht, dass es sie nicht auf türkisch. Das sind alles Hirngespinste und dumme Vorurteile von Menschen, die zu faul sind, sich ausreichend zu informieren. Du bist vom Balkan nehm ich an. Und du sprichst von Toleranz, wo die Türken osmanischer Herkunft vertrieben werden, als ob sie was dafür können. Ich brauch Kosovo gar nicht erwähnen, da sprichst du von Toleranz. Und ausserdem bedeutet Laizismus die vollständige Trennung Kirche/Staat und ist die politische Trennung. Nicht, dass die Bevölkerung nicht ihre Moscheen und Kirchen bauen dürfen. Zu den Persos kann ich grad nichts sagen, da ich nichts davon gehört habe und nicht irgendwas schreiben will wovon ich keine Ahnung habe. Solltest du auch bedenken.--Ergenekon 16:27, 30. Mai 2006 (CEST)
- Zuerst einmal, gibt es die Bibel für Christen auf türkisch in der Türkei, jedoch nicht in der Türkei von türkischen Verlagshäusern gedruckt, sondern aus dem Ausland importiert. Da der Sohn des lebendigen Gottes Jesus Christus für Euch ein Prophet ist, ist mir klar. Er ist es nicht für die Christen in der Türkei und die Christen weltweit. Ich sprach vom Verbot die Bibel öffentlich zu in der Türkei zu kaufen. Wenn ich mich da irren sollte: nenn mir eine Buchhandlung und ich bestell mir eine echte türkisch übersetzte Bibel aus der Türkei;O) "Balkan" ist ein türkisches Wort für Gebirge, ich komme aus Südosteuropa und von Toleranz kann ich auch nur, leider die sogennante "tolerante" Osmanenzeit nennen. Da konnten meine Vorfahren auch nichts dafür, dass sie vertrieben, umgebracht, versklavt oder vergewaltigt wurden. Die Türkei ist nicht so laizistisch wie sie sich der Welt präsentiert. Momentan wollt "ihr" Eure Politiker das Kopftuch durchkriegen, ist Euer Bier geht mich nichts an. Mich geht das nichts an. Mir geht es darum, dass auch die christliche Minderheit bei Euch die gleichen Rechte haben, die ihr in Eurpa geniesen dürft. Zoran Malkovich 21:19, 3. Jun 2006 (CEST)
In Bosnien gibt es ein Kloster in der ein Mönch ein original von Sultan Mehmet dem zweiten verfasstes Dokument aufbewahrt.Dieses Dokument bestätigt,dass alles Christen und Menschen eines anderen Glaubens absolute Religionsfreiheit im Osmanischen Reich hatten.
- es heißt Bosnien-Herzegowina und nicht "Bonsnien". Ja, mann musst Jahrzehnte betteln um einen Kirchenraum zu bauen und heute ist es wieder so, dass 8 Jahre lang die römisch-katholische Kirche auf Dokumente warten muss (in Sarajewo) um eine Baugenehmigung für eine Kirche zu erhalten. Soviel von Deiner alle Christen und Menschen anderen Glaubens (was für ein anderer Glaube in Bosnien-Herzgowina zur Türkenzeit????) ABSOLUTE Religionswahrheit. Kannst andere verarschen, nicht mich;-)Zoran Malkovich 10:21, 15. Jul 2006 (CEST)
- Menschen haben sich immer gestritten und sie werden es immer tun. Nur hier geht es nicht um Streit, sondern um das sich als Gutmensch verkaufende Prinzip intoleranter und auf Lügen bestrebender Menschen wie DichZoran Malkovich 10:21, 15. Jul 2006 (CEST)
- Welche Intoleranz eher der Islamistischen Intoleranz von den Molukken über Indonesien bis zu den USA:-)Zoran Malkovich 10:21, 15. Jul 2006 (CEST)
Hallo, bitte keine Theorien aufstellen. Beachtet bitte die geschichtlichen Fakten Selanik 18:25, 18. Jul 2006 (CEST)
Zoran Leckmic, ich habe gemerkt, dass du ein sehr unreifer und unwissender Idiot bist, vollgepackt mit Vorurteilen, daher gehe ich auf deine naive, von den Medien beeinflusste Meinung erst gar nicht ein, sonst endets im Schreib-Krieg. Toleranz fordern wir eben, vor allem hier. Doch nur als Ausländer, muss nicht mal Moslem sein, sammelst du schlechte Erfahrungen. Deswegen könnnen die Menschen denken was sie wollen, erlebt haben sie es dann bestimmt nicht. Das schweift aber alles vom Thema ab. Wir können stolz auf die Osmanen sein und viele Freunde aus den Balkan Ländern hegen auch keinen Hass auf die Türken deswegen, weil sie wissen, dass die Türken keine grausamen Besatzer waren.--Ergenekon 00:08, 3. Aug 2006 (CEST) MONTAG 18.09.2006 An den von Vorurteilen festhaltenden Trottel von Zoran...also erst einmal sind deine Vorurteile auf Neid zurückzuführen,nur weil euer Land Jahrhunderte lang eine beteutungslose kleine Provinz von uns war, brauchst du dich mit deinen Lügen hier nicht aufzuspielen. Wenn du dich richtig informiert hättest wüsstest du das jeder einzelne seine Religion im Osmanischen Reich FREI ausüben durfte.Falls du weisst was Kreuzzüge sind müsstest du auch wissen das es die Christen waren deren Intoleranz keine Grenzen hatte.Anders gläubige wurden von den Christen abgeschlachtet und trotzdem haben die Türken diesen Verbrechern freies Geleit in ihre Heimat versichert.Warum wohl du Hohlkopf??? Vielleicht weil wir so intolerant sind?? -(BESTIMMT NICHT)- Auf deine Bemerkung das wir Jesus Chr.anbeten,will ich sagen ein Moslem betet nur ALLAH an. Und wir sehen in Jesus nicht den Sohn Gottes, sondern er ist ein Prophet genau wie Muhammed der der letzte Prophet war.Mein Freund hätten wir alle Länder die wir erobert haben lieber unterdrückt, denn dann wären uns vielleicht so naive und unwissende Idioten wie du einer bist erspart geblieben.Aber der Sultan war nun mal Tolerant.Wenn die ex-jugo Staaten so fortschrittlich waren warum haben sie die Türken dann nicht besiegt und fort gejagt?? ich kann dir die Antwort nennen die Menschen ob Moslem,Christ oder Jude lebten frei und zufrieden im damals Tolerantesten Reich der Welt.Ob dir das gefällt oder nicht die Realität und Geschichte kannst du nicht verändern.DAS wird sich auch nicht ändern wenn du noch tausende von Lügen verbreitest.......Ist hoffentlich in deinem hohlen Hirn angekommen...!!!! SEZ.AKIN
Link Frauen im Osmanischen Reich
Am Anfang des Textes vom Link Frauen im Osmanischen Reich wird behauptet, dass es in der Sure 4, Vers 38 heißen soll: “Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat und weil sie von ihrem Geld [für die Weiber] auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit [ihrer Gatten], wie Allah für sie sorgt. Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnet sie, verbannt sie in ihre Schlafgemächer und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so sucht keinen Weg wider sie; siehe, Allah ist hoch und groß.“ Dem ist aber nicht so. Verschiede Übersetzungen des Korans Die Behauptung verfälscht das Bild der Frauen im Orient, vor allem handelt es sich hier um eine nicht korrekte Übersetzung und Interpretation der Sure 4, Vers 38. Somit finde ich diesen Link nicht ganz angebracht. ---memo- 18:19, 22. Jul 2006 (CEST)Nur Geschichte und Reform!
Ich finde es sehr schade, dass dieser Artikel nur die Geschichte und Reformen des Osmanischen Reichs beinhaltet, da man auch etwas über die Gebäude, wie Moschen und Bäder, berichten könnte, die man damals gebaut hat.Aber auch wäre die tragende Mode der Bevölkerung in den jeweiligen Jahunderten auch nicht uninteressant. Deshalb bitte ich diesen Artikeln etwas mehr zu beschmücken, d.h. Bilder der Osmanen zum Beispiel zu setzten.












