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Ostindienfahrer

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Der Artikel Ostindienfahrer gehört zur Kategorie: Geschichte (Seefahrt)
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East Indiaman Repulse (1820)
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Nachbau Ostindienfahrer Amsterdam der V.O.C. im Amsterdamer Hafen
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Ostindienfahrer (engl. East Indiamen, niederländisch: Oostindiëvaarder) wurden Schiffe genannt, die im Auftrag der Ostindischen Kompanien regelmäßig zwischen den europäischen Staaten und Indien kreuzten, um Waren auszutauschen. Sie konnten auf eigene Hand Krieg führen oder waren Bestandteil der jeweiligen Kriegsflotte.

Zwischen dem ersten Drittel des 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts galt der Schiffstyp als weit verbreitete und anerkannte Sonderform.

Dieser Vollschifftypus war von besonders stabiler Bauweise, bei der man nur besonders haltbare Hölzer, die ausreichend abgelagert waren, beste Takelage und besondere Baupläne verwendete, um auch bei schweren Stürmen die kostbare Ladung von Gewürzen, Stoffen und Tee sicher an den Bestimmungsort zu bringen. Auch ihre Bestückung war einem normalen Handelsschiff jener Epoche weit überlegen, um sich gegen Piraten verteidigen zu können. Die größten Ostindienfahrer lagen in Größe und Bewaffnung zwischen einer Fregatte mit bis zu zwei Geschützdecks und einem Linienschiff vierter Ordnung. Mannschaften und Offiziere gehörten zu den bestbezahlten Seeleuten ihrer Zeit.

Dass es dennoch Piraten und Korsaren gelang, Schiffe dieses Typs zu entern und auszurauben, lag meist daran, dass Ostindienfahrer in der Regel allein und nicht im Konvoi segelten. Gegenüber mehreren kleineren Piratenschiffen, die manövrierfähiger waren, hatten sie durch das Fehlen von Marineinfanteristen zahlenmäßig und bei Flaute auch einen taktischen Nachteil. Im 18. Jahrhundert gelang es auf diese Weise, dem französischen Korsaren Robert Surcouf derartige Schiffe zu kapern, da die Mannschaft des britischen Ostindienfahrers so weit unterbesetzt war, dass sie ihre volle Bewaffnung überhaupt nicht einsetzen konnte.

Die Briten und Holländer (Niederländische Ostindien-Kompanie) bauten die bedeutendsten Schiffe dieser Art. Bei Lelystad ist eine segelfähige Rekonstruktion des Ostindienfahrers Batavia des späten 17. Jahrhunderts beheimatet. In Amsterdam liegt ein im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch arbeitslose Handwerker erstellter Nachbau, der jedoch weder mit der korrekten Takelage ausgestattet ist, noch die originale Abmessung (etwa 75% der Orignalgröße) aufweist.


Diskussion der Autoren über den Artikel: Ostindienfahrer


Kommentar zum Überarbeiten-Baustein vom 17.08.2005

Der Inhalt ist äußerst dürftig und geht über die Erläuterung der Wortbedeutung kaum hinaus. --Frank Schulenburg 13:56, 17. Aug 2005 (CEST)

originale Abmessung

In Amsterdam liegt ein ..... erstellter Nachbau (der Batavia), der jedoch weder mit der korrekten Takelage ausgestattet ist, noch die originale Abmessung (etwa 75% der Orignalgröße) aufweist. Wo kommen diese Angaben her?? Das müßte irgendwie belegt werden. Andererseits kommt mir die vorher als segelferiger Nachbau erwähnte Batavia mit 56,60 m Länge zu groß geraten vor und Ihr Spiegelheck wird oben unrealistisch schmal - auch wenn es z.B. bei Fleute heißt: Das schmale Deck hatte finanzielle Gründe, da in vielen Häfen die Gebühren nach der Breite des Hauptdecks berechnet wurden. Mit einer nach innen gezogenen Bordwand wurde das Deck bei fast gleichem Volumen des restlichen Rumpfes deutlich schmaler und damit die Gebühren entsprechend niedriger. Bei dem im Artikel verwendeten Bild des kleineren Nachbaues finde ich das Heck wiederum zu breit geraten. Der englische East Indiaman auf dem oberen Foto läßt sich hier nicht als Verleich nehmen. Dieses Schiff ist im Ganzen viel moderner, und wurde fast 200 Jahre später gebaut. --Botaurus 18:40, 3. Jul 2006 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ostindienfahrer und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).