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Verlag, Vergleich
Der Artikel Panzerkampfwagen IV gehört zur Kategorie: Mittlerer Panzer
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Finnischer Panzer IV Ausf. J Bildherkunft |
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Syrischer Panzer IV Ausf. G Bildherkunft |
Der mittelschwere Panzerkampfwagen IV (Sd.Kfz. 161) war der deutsche Standardkampfpanzer des Zweiten Weltkrieges und wurde, in verschiedenen Versionen, von 1936 bis 1945 hergestellt.
Von etwa März 1942 an, bis zum Eintreffen leistungsfähigerer Kampfpanzermodelle, wie beispielsweise Panther und Tiger, welche in größeren Stückzahlen erst ab Sommer 1943 zur Verfügung standen, kann man den Panzer IV – auch auf Grund der relativ hohen Produktionszahlen (8.523 Stück) – als "Rückgrat der deutschen Panzertruppe" bezeichnen. Sein Stützrollenlaufwerk-Fahrgestell wurde als Basis für viele andere gepanzerte Kampffahrzeuge genutzt (Sturmgeschütz IV u.a.).
Entwicklung
Grundkonzept
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Panzer IV Bildherkunft |
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Panzer IV (Siehe auch: Heckansicht) Bildherkunft |
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Turm eines Panzer IV, wahrscheinlich Ausf. D Bildherkunft |
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Panzer IV Ausf. G (Siehe auch: weitere Ansicht) Bildherkunft |
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Rechte Seite (Siehe auch: linke Seite) Bildherkunft |
Als ursprünglicher Einsatzzweck des Panzer IV galt die Nahunterstützung der eigenen Infanterie, weshalb auf eine besonders hohe panzerbrechende Wirkung der Hauptwaffe anfangs kein großer Wert gelegt wurde. Wichtiger war den Planern vielmehr eine hohe Wirkung gegen weiche Ziele, wie zum Beispiel MG-Nester oder Mörserstellungen, was man durch ein für die damalige Zeit relativ großes Kaliber von 75 mm erreichte. Als Konsequenz daraus wurden Panzer IV der Ausführungen A bis F mit der 7,5 cm KwK 37 L/24 als Hauptwaffe ausgerüstet. Dieses Geschütz mit seiner kurzen Rohrlänge von 24 Kalibern (24 x 75 mm) verhalf dem Panzer IV dann auch zur Bezeichnung "Stummelrohr".
Kriegsanpassungen
Schon 1940 zeigte sich aber, dass der Panzer IV mit den stärker gepanzerten alliierten Kettenfahrzeugen (wie beispielsweise Matilda I und bestimmten französischen Panzerfahrzeugen) deutliche Probleme hatte. Dies fiel im Frankreichfeldzug jedoch nicht stärker ins Gewicht, da solche Gegner durch andere Panzertypen, wie beispielsweise durch den Panzer III, aber auch durch eigene Luftunterstützung ausgeschaltet werden konnten. Da nach der damaligen deutschen Panzerkampfdoktrin die Vernichtung von Feindpanzern dem Panzer III zugedacht war, machte sich deutscherseits niemand Gedanken und die Bewaffnung des Panzer IV wurde vorerst nicht weiter verstärkt. Als jedoch im Laufe des Russlandfeldzugs die deutsche Panzertruppe mit dem überraschenden Auftreten der überlegenen russischen T-34, KW-1 und KW-2 konfrontiert war und schwere Verluste hinnehmen mussten, wurde rasch eine Kampfwertsteigerung aller Hauptmodelle (Panzer III und Panzer IV) angestrebt. So wurde beim Panzer III die Panzerung verstärkt und eine längere Hauptwaffe (5 cm KwK 39 L/60) eingebaut. Bezüglich des Panzer IV bedeutete die Kampfwertsteigerung vor allem den Austausch der Hauptwaffe, sodass ab März 1942 die Ausführung F statt der bisherigen 7,5 cm KwK 37 L/24 nun die längere 7,5 cm KwK 40 L/43 erhielt. Panzer IV der Version F mit ursprünglicher kurzer Kanone wurden nun als Version F1 bezeichnet, während für diejenigen Panzer IV die bereits die leistungsfähigere längere Kanone erhielten, die Bezeichnung F2 gewählt wurde. Soweit möglich wurden auch bereits an der Front befindliche Panzer IV auf die neue Kanone umgerüstet bzw. nachgerüstet. Dies geschah durch die divisionseigenen Panzerinstandhaltungseinheiten, d.h. die umzurüstenden Panzer wurden im Normalfall nicht in die Heimat zurückgeführt. Nachdem ab Sommer 1942 geringe Konstruktionsänderungen vorgenommen worden waren, wurden die nun fertiggestellten Exemplare als Ausführung G bezeichnet. Auch wurden alle noch existierenden Ausf. F2 nun offiziell in Ausf. G umbenannt. Zusätzliche Panzerung, eine nochmals längere Hauptwaffe 7,5 cm KwK 40 L/48 und Seitenschürzen gab es ab 1943 in den letzten Produktionsmodellen der Ausf. G und der dann in Produktion gehenden Ausf. H.Noch existierende ältere, mindestens der Ausführung D entsprechende, Panzer IV wurden oft mit einer der beiden längeren Kanonen, Zusatzpanzerung und Schürzen nachgerüstet. Wie bei fast allen deutschen Panzern wurde ein dünner "Betonüberzug" (Zimmerit) angebracht, welcher das Anbringen magnetischer Hafthohlladungen verhindern sollte. Ab Mitte 1944 wurde diese Neuerung aus produktionstechnischen Aspekten jedoch wieder verworfen. Den Höhepunkt der Entwicklung bildete die ab Frühjahr 1943 gebaute Ausführung H. Die letzte Ausführung J stand im März 1944 dann ganz unter dem Einfluss der Materialknappheit: Die elektrische Schwenkvorrichtung wurde zugunsten einer rein manuellen Vorrichtung eingespart, die Auspuffanlage wurde auf sog. Flammvernichter reduziert, außerdem wurden die Stahlseitenschürzen durch Drahtgeflechtschürzen (sog. "Thoma-Schilde") ersetzt. Die Motorisierung wurde niemals wesentlich verbessert, worunter Beweglichkeit und Reichweite litten, da das Fahrzeuggewicht stetig zunahm.
Kriegsende
Ab dem Jahr 1944 geriet der Panzer IV zunehmend ins Hintertreffen auf dem Schlachtfeld, aber im Vergleich zu den schwereren Tigern und Panthern überzeugte er immer noch durch seine höhere Zuverlässigkeit. Ferner konnte er aufgrund seiner weiten Verbreitung in der Panzertruppe relativ leicht und schnell instand gesetzt werden. Er war, in den Händen seiner oft weit erfahreneren Besatzungen, vor allem für die Panzer der Westalliierten weiterhin ein gefährlicher Gegner. Oftmals hilfreich war dabei auch die optische Ähnlichkeit der späten Versionen mit dem Tiger I und die daraus resultierende abschreckende psychologische Wirkung.An der Ostfront erwies sich der Panzer IV hingegen in den letzten Kriegsjahren gegenüber den deutlich besser gepanzerten und bewaffneten russischen Panzern der Typen KV-85, IS sowie SU/ISU als unterlegen, konnte aber mit den zahlreicheren T-34 aufgrund seiner präziseren Kanone weiterhin mithalten. Selbst im Jahre 1945 war er aufgrund seiner Stückzahl immer noch das "Rückgrat" der deutschen Panzertruppe.
Abwandlungen
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Jagdpanzer IV Bildherkunft |
Der Panzer IV war für die Wehrmacht insbesondere deshalb von so hoher Bedeutung, weil seine robuste Grundkonstruktion lange Zeit das Potenzial für Anpassungen und Verbesserungen bot und das Fahrgestell die Konstrukteure in die Lage versetzte, neue Spezialfahrzeuge für die verschiedensten Verwendungszwecke zu produzieren bis bessere Entwicklungen abgeschlossen waren. Entsprechend viele Varianten gab es auf Basis des normalen oder modifizierten Fahrgestells des Panzer IV:
- Beobachtungspanzer IV Auf. J, Modifizierung von etwa 90 Ausf. J, zusätzliche Funkgeräte und optische Sichtgeräte
- Befehlspanzer IV Ausf. H/J, zusätzliche Funkgeräte zur Kommunikation mit Luftwaffeneinheiten und anderen Bodentruppen
- Sturmgeschütz IV, modifierter Aufbau des StuG III auf Fahrgestell Panzer IV Ausf. H/J
- verschiedene Panzerjäger (z.B. Jagdpanzer IV)
- verschiedene Flakpanzer ("Möbelwagen", "Wirbelwind", "Ostwind", "Kugelblitz")
- Sturmpanzer IV "Brummbär" (Sd.Kfz. 166)
- Panzerabwehrgeschütz, Selbstfahrlafette Nashorn (Sd.Kfz. 164)
- gepanzerte Artillerie, Selbstfahrlafette Hummel (Sd.Kfz. 165)
- Bergepanzer
- Munitionspanzer, u.a. für den 54/60 cm-Mörser KARL
- Brückenleger (nur wenige Prototypen)
Nach dem Krieg befanden sich noch einige Panzer IV im Besitz der tschechischen Armee, die diese an verschiedene arabische Armeen verkaufte, welche dieses Fahrzeug erneut einsetzten (z.B. 1967 in Syrien), wenngleich sich nun deutlich zeigte, dass er nicht mehr auf der Höhe der Zeit und daher gegnerischen Panzern auch gänzlich unterlegen war. Interessant ist, dass ein syrischer Panzer IV von den Israelis erbeutet, dann den USA geschenkt wurde und heute in einem Museum in den USA zu besichtigen ist.
Ausführungen
- Panzer IV Ausf. A (1937-38, 35 produziert)
- Panzer IV Ausf. B (1938, 42 produziert)
- stärkere Panzerung
- stärkerer Motor
- Panzer IV Ausf. C (1938-39, 138 produziert)
- kleine Verbesserungen
- Panzer IV Ausf. D (1939-40, 229 produziert)
- stärkere Seitenpanzerung
- Panzer IV Ausf. E (1940-41, 223 produziert)
- stärkere Front- und Seitenpanzerung
- Panzer IV Ausf. F1 (1941-42, 462 produziert)
- Vereinfachungen bei der Herstellung
- Panzer IV Ausf. F2 (1942, 175 produziert)
- stärkere KwK (PAK 40 L/43)
- Panzer IV Ausf. G (1942-43, 1687 produziert)
- stärkere Turmpanzerung
- außerdem Verbesserungen für den Einsatz im Winter
- Panzer IV Ausf. H (1943-44, 3774 produziert)
- geringfügig länger
- längere Kanone (nun L/48 anstatt L/43) und Verstärkung der Panzerung
- zusätzliche senkrechte Panzerplatten, die den Turm eckiger erscheinen ließen. Daraus resultierte die häufige Verwechselung mit dem Tiger.
- erstmals 5 mm dicke Panzerschürzen als Abstandspanzerung zur Abwehr von Haftholladungen bzw. Holladungsgeschossen.
- Panzer IV Ausf. J (1944-45, 1758 produziert)
- Ersatz des Motors zum Drehen des Turmes durch Einbau eines zusätzlichen Treibstofftanks
- Panzerschürzen teilweise aus einem Drahtgeflecht, aber genauso effektiv
Im März 1945 waren noch folgende Panzer IV vorhanden: 1491 Stück mit der L/48-Waffe, 80 mit der kurzen Kanone L/24, 70 Beobachtungs- und 88 Befehlspanzer, 18 Bergefahrzeuge und 42 Munitionsschlepper und Instandsetzungsfahrzeuge.
Technische Daten
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Maybach 12-Zylinder Panzermotor HL 120 Bildherkunft |
- Bewaffnung:
- 7,5 cm KwK 37 L/24 [1] bei Ausf. A bis F1
- 7,5 cm KwK 40 L/43 [1] bei Ausf. F2 bzw G (1942)
- 7,5 cm KwK 40 L/48 [1] bei Ausf. G (1943), H und J
- in allen Versionen immer mind. zwei 7,92 mm MG 34
- Motor:
- Maybach HL108 V12 Ottomotor mit 230-250 PS bei Ausf. A
- Maybach HL120 V12 Ottomotor mit 265-320 PS ab Ausf. B
- Gewicht:
- Ausf. A bis C: 18 bis 20 t
- Ausf. D bis F1: 20 bis 22 t
- Ausf. F2 bis J: 23 bis 25 t
- Panzerung:
- bis 35 mm bei Ausf. A bis D
- bis 60 mm bei Ausf. E und F
- bis 80 mm bei G bis J
- Besatzung: 5
Durchschlagsleistung der Hauptwaffen
Auf 500 m bei einem Auftreffwinkel von 30° betrug die Durchschlagsleistung:
- 7,5 cm KwK 37 L/24 38 mm (panzerbrechende Munition), 70/75/100 mm mit verschiedenen Hohlladungsgranaten
- 7,5 cm KwK 40 L/43 91 mm (Panzergranate 39), 108 mm (Pzgr 40 mit Wolframkern, nur in geringen Stückzahlen vorhanden)
- 7,5 cm KwK 40 L/48 96 mm (Panzergranate 39), 120 mm (Pzgr 40 mit Wolframkern, nur in geringen Stückzahlen vorhanden)
Literatur
- F. Senger und Etterlin & F. M. von Sen Etterlin: Die deutschen Panzer 1926-1945, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-76375-988-3
- Walter J. Spielberger: Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten, Motorbuchverlag, ISBN 3-87943-402-6
- Horst Scheibert: Waffen-Arsenal - Panzerkampfwagen IV, Band 14, Podzun-Pallas Verlag, ISBN 3-790-90025-7
- Horst Riebenstahl / Horst Scheibert: Waffen-Arsenal - Kampfpanzer IV (Lang) im Einsatz, Sonderband S-35, Podzun-Pallas Verlag, ISBN 3-79090-501-1
- Armin Böttger: Im Panzer - Ich kam durch, Flechsig-Verlag, ISBN 3-88189-590-6
Siehe auch
Weblinks
- Panzer IV im Lexikon der Wehrmacht
- Panzer IV bei Achtungpanzer.com (engl.)
- Techn. Daten / AFV Database (engl.)
- Panzer IV Universe (engl.)
- WWII Vehicles (engl.)
Diskussion der Autoren über den Artikel: Panzerkampfwagen IV
Artikelname
Warum nicht "Panzerkampfwagen IV" bzw. "PzKpfW IV"? -- Presroi 10:33, 24. Feb 2004 (CET)
Fragen zum Artikel
Im Artikel wird erwähnt, dass der Panzerkampfwagen IV Ausf. G bis 1967 in Syrien eingesetzt wurde. Handelte es sich um Wehrmachtsbeuteexemplare oder um Nachbauten. Wenn es sich um Panzer aus deutscher Produktion handeln sollte, wie fanden sie ihren Weg nach Syrien? Die Wehrmacht war ja nie in Syrien bzw. in Nachbarstaaten... Bitte um AntwortAlso ich bin zwar nicht der Webmaster der Page, aber ich habe in den Memoiren von Winston Churchill gelesen, dass die Wehrmacht teilweise im Irak zugegen war um den probritischen Emir Abdul-Ilah zu sürzen und mit dem Neu gewählten Ministerpräsidenten Raschid Ali eine Marionetten-Regierung zu bilden. Doch habe auch ich keine stichaltigen Beweise das tatsächlich Panzer im Irak waren. Ich wollte bloß mit dem Vorurteil aufräumen das die Wehrmacht in keinem Nachbarstaat Syriens war.
Wie dem auch sei... Reguläre größere Wehrmachtsverbände mit Großgerät waren meinen Recherchen zu Folge nicht im Irak bzw. im Nahen Osten (bis auf Ägypten). Kleinere Wehrmachtseinheiten waren im Irak mit dem oben genannten Ziel. Trotzdem ist es interessant, wie Syrien zum Panzerkampfwagen IV kam.^
Soweit ich weiß wurden 1943 bei der Kapitulation der deutsch-italienischen Streitkräfte in Tunesien relativ viel deutsches Militätmaterial ( auch viele Panzer und Sturmgeschütze ) seitens Großbritanniens erbeutet. Nun ist Tunesien zugegebenermaßen nicht der unmittelbare Nachbar von Syrien, allerdings war Syrien 1943 unter englischer Besatzung ( vormals französiche Kolonie ). Somit ist es am wahrscheinlichsten, daß die Tommies ihre Beute tttttiiiiiiiieeeeeeffffff ins Hinterland schafften und die Fahrzeuge dort auch nach dem Ende des WK-2 verblieben.
- Na, ich denke, dass es sich eher um sowjetische Kriegsbeute handelte, die an das verbündete Syrien geliefert wurde. Wehrmachtswaffen waren im sowjetischen Einflussbereich nach '45 relativ weit verbreitet (s.a. http://www.achtungpanzer.co... --217.237.48.66 15:57, 4. Jun 2006 (CEST)
Gesamtbewertung
Ich finde es gelinde gesagt ziemlich gewagt (indirekt) zu behaupten der PzKw IV wäre bis 1944 einer der besten Panzer gewesen. Zuverlässig ja, aber schon ab 1943 waren ihm ALLE neueren aliierten Panzer in der Summe ihrer Eigenschaften überlegen. Ab 1944 wurde er nur noch durch die verzweifelte Not der Produktionsengpässe gefahren. Das er, richtig eingesetzt, für die Panzer der Westmächte immer noch ein ernstzunehmnder Gegner war sehen nicht alle experten so. Das er im Westen trotzdem immer noch erfolgreich war, lag vor allem daran, dass die Mehrzahl der deutschen Panzertruppen wesentlich erfahrener waren. Im übrigen ist - bei richtigem Einsatz - auch eine benzingefüllte Colaflasche für einen Panzer eine ernst zu nehmende Gefahr.
Ich denke die Formulierung er sei ab 1944 nicht mehr unter den Besten gewesen sollte ins Gegenteil geändert werden, etwa:
"Ab 1944 war der Pzkw IV allen allierten Panzern unterlegen, bildete aber aufgrund der katastrophalen Nachschubsituation bei moderneren deutschen Panzermodellen bis Kriegsende das Rückgrad der deutschen Panzerwaffe."
Ich finde es auch enttäuschend, wenn bei den technischen Daten die Panzerung nur mit einem Wert angegeben wird. Bei dem Umfang des Artikels wäre eine Differenzierung der Panzerung sicher zumindest exemplarisch in einer Ausführung angebracht.
(werwil)
Es würde mich mal interessieren wie man behaupten kann der Panzer IV wäre auch 1944 den alliierten Panzern noch ebenbürtig gewesen.
Wenn wir mal die Hauptmodelle vergleichen. also T34 und Sherman M4, dann liegt der Panzer IV in ALLEN Werten hinter diesen (was beim Gewicht ja noch der einzige Vorteil ist).
...........................Panzer IV-H------Sherman M4A3-------T34/85
Geschwindigkeit: -------38--------------------42---------------------55 km/h
Leistung:------------------350-------------------475--------------------500 PS
Frontalpanzer:------------80--------------------90---------------------90 mm
Kaliber:---------------------7,5-------------------7,62--------------------8,5 cm
Sicher war der PzKw IV nicht fahrender Schrott, aber er lag in allen Bereichen hinten. Allein beim Sherman konnte er in der Bewaffung ungefähr mithalten. Das er sich gegen diesen oft durchsetzte lag, aber an der katastrophalen Einsatzdoktrin der Amerikaner. Wenn wir dazu aber noch den britischen Sherman Firefly mit betrachten würden, wäre auch die artilleristische Unterlegenheit klar gegeben. Also was bleibt von der Aussage er sei bis Mitte 1944 unter den Besten Ganzern gewesen? Ich würde mich noch einigen können darauf dass er bis dahin den Anforderungen im Wesentlichen gewachsen war. Was aber weniger auf seine technischen Eigenschaften zurückzuführen war als viel mehr auf die Leistung seiner Besatzungen.
(werwil 28.03.06)
- Lächerliche Argumente, bei der Geschwindigkeit nahmen sich Sherman und IV nicht viel, der T-34 war schneller aber nur auf der Straße. Die Leistung war für den IVer vollkommen ausreichend. Die Kanone war der 75er des Sherman weit überlegen und der 76,2 mindestens gleichwertig wenn nicht einen Tick besser. Die 85mm vom T-34 hatte bessere Durchschlagskraft aber auch schlechter Möglichkeiten ein Ziel über größere Entfernungen korrekt anzuvisieren und zu treffen. Der Frontalpanzer vom Sherman scheint mir leicht zu hoch ggriffen. Ich sehe da nicht das der IV massiv unterlegen gewesen wäre außer der Panzerung im Schrankwand-Stil. --Denniss 17:13, 28. Mär 2006 (CEST)
Wieso lächerlich?
Er war von den dreien am schwächsten Motorisiert(auch relativ zum Gewicht), hatte die geringste Fahrreichweite, die schwächste Panzerung, und seine Waffe war höchstens gleichwertig.
Hört sich für mich nicht wie ein ebenbürtiger Gegner an.
- Zu den tecnischen Daten des M4A3 habei ich sehr unterschiedliche Informationen gefunden, sowohl was Motorisierung angeht (450 - 500 PS), als auch bei der Frontalpanzerung (64 - 108 mm).
- Die Anmerkung der T34 sei nur auf der Straße 55 Km/h schnell gewesen ist ja wohl ein bisschen albern, schließlich hat der PzKw IV 38 Km/h auch nur auf der Straße geschafft.
Hhhmmmm.....also zuerst einmal sollte man sachlich feststellen, daß der Panzer IV ein Standard-Panzer war, der in relativ großer Zahl hergestellt worden ist. Insofern ist es sinnvoll und zulässig diesen mit den ( ebenfalls in großer Stückzahl ) hergestellten allierten Standard-Panzern zu vergleichen. Ein Vergleich mit T34 und Sherman macht dabei also grundsätzlich Sinn. Allerdings stelle ich mir die berechtigte Frage, ob der Sherman in der Version M4A3 wirklich der Standard-Sherman war, oder aber ob es sich bei dieser Version, von der gerade mal 3071 Stück hergestellt wurden, nicht doch eher um eine seltenere Ausführung handelt. Insbesondere die angegebene Panzerungsstärke macht mich da etwas stutzig, da ich meine mich erinnern zu können, daß der Standard-Sherman eine relativ schwache Panzerung ( ca. 5 cm ) hatte. Ferner ist die Dicke der Panzerplatte nur ein Aspekt. Die Schrägung der Panzerplatte, die maßgeblich die Beschoßempfindlichkeit beeinflußte ist hierbei viel wichtiger. In euerer Kurzübersicht geht ihr darauf gar nicht ein. - - - Soweit ich mich erinnern kann, war in Westeuropa aufgrund Bewuchs und Bebauung die gängige Kampfentfernung bei Panzerkämpfen bei etwa 300 m. Auf diese Distanz waren Panzer IV und Sherman jeweils in der Lage die Frontalpanzerung des jeweiligen anderen glatt zu durchschlagen. Es kam also nur darauf an, wer zuerst schoß bzw. wer zuerst traf.
Die Durchschlagsleistung der 7,5 cm KwK L 43 mit welcher der Panzer IV Version F2 und G ausgerüstet waren durchschlug auf 500 m bei einem Auftreffwinkel von 30 Grad 89 mm Panzerstahl.
Die Durchschlagsleistung der 7,5 cm KwK L 48 mit welcher der Panzer IV Version H und J ausgerüstet waren durchschlug auf 500 m bei einem Auftreffwinkel von 30 Grad 104 mm Panzerstahl.
Da aber die gängige Kampfentfernung in Westeuropa nicht 500 m sondern nur 300 m war, lag auf diese kürzere Distanz die Durchschlagskraft noch höher und dürfte somit ausgereicht haben die angegebenen 90 mm des Shermans zu durchschlagen insbesondere auch deshalb, da die meisten Shermans ( abgesehen von solchen Exoten wie dem Jumbo-Sherman ) sicherlich nicht 90 mm Frontalpanzerung hatten.
Bildergalerie
Leider sind einige der Aufnahmen qualitativ nicht geeignet. Vo allem die Museeumspotos haben einen sehr geringen Informationswert. Ich würde Vorschlagen die letzten 3-4 Photos zu entfernen. (werwil 28.03.06)- Du willst also ganz alleine beurteilen welche Bilder geeignet sind und welche nicht? Ich sehe da nicht das geringste Problem mit den Bildern. --Denniss 14:44, 28. Mär 2006 (CEST)
- Natürlich beurteile ich das alleine, aber ich stelle mein Urteil ja hier zur Diskussion, wie es sich gehört. Ich präzisiere aber meine Argumente gerne noch mal: zu einen vermitteln einige der Bilder durch die sehr ungleichmäßigen Lichtverhätnisse nur einen sehr schlechten Eindruck, zum Anderen Zeigen mehrere Bilder praktisch das gleiche , also jeweils einen sehr geringen zusätzlichen Informationswert haben. Sollten auf den Fotos noch wichtige Details erkennbar sein, die mir entgangen sind, so sollte dies durch den Text herusgestellt werden, ansonsten haben die bilder eher den Charme von Urlaubsfotos.
Der Artikel enthält extrem viele Bilder. Ich bitte nochmal darum sich die Bilder im Artikel kritisch daraufhin anzusehen, welchen zusätzlichen Informationswert sie bieten. Bis jetzt gibt es eine Pro- und eine Contrastimme zu den Bilder. Meine Argumente stehen oben. --WerWil 14:10, 2. Mai 2006 (CEST)
Warum wurden jetzt die Alten Abbildungen rausgenommen? Stimmte was nicht mit den Lizenzen?
Ich fand das darauf die Charakteristika des panzers noch am Besten zu erkennen waren. Die Bilder die jetzt noch da sind haben zum Teil sehr ungünstige Lichtverhältnisse und geben nur über Details auskunft.
--WerWil 19:06, 26. Mai 2006 (CEST)
Ersatz durch PzKw III
Die Aussage es hätte eine geplante Aufgabenteilung zwischen Panzer III und IV gegeben ist mir völlig neu. Beide Muster gingen aus der gleichen Ausschreibung mit den gleichen Einsatzkennzeichen hervor. Der Ganze Absatz hierzu ist m. E. falsch. Der Panzer III war genauso zur Nahünterstützung der Infanteri konzipiert wie der IV (wer würde selbst 1936 einen Pnazerjäger mit einer 3,7 ausrüsten?).
Zu der Behauptung der Panzer IV wurde zur Unterstützung der Infanterie vom Panzer III abgelÖst, empfehle ich auch den Artikel zu diesem Panzer hier im Wiki. Ich kann das genaue Datum nicht mehr finden, aber irgendwann ende 43 wurde die Produktion des Panzer III komplett eingestellt. Dann wurden nur noch einige Hundert alte Modelle aufgerüstet Die 700 N waren ja kein Neuzulauf, darum kann man sie auch nicht zu den bestehenden Stückzahlen hinzurechnen, sondern sie waren praktisch der Restbestand der nach Mitte 43 überhaupt noch in der Truppe vorhanden waren, an sonsten wurden nur noch StuG III gefertigt (allein von der Ausführung G des StuG III wurden 10 mal mehr produziert als vom Panzer III N). Ab 44 wurde der Panzer III, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur noch in der Rückraumssicherung und Schulung eingesetzt.
--WerWil 17:28, 6. Apr 2006 (CEST)
...Die Aussage es hätte eine geplante Aufgabenteilung zwischen Panzer III und IV gegeben ist mir völlig neu....
Ich zitiere aus dem Buch "Das große Buch der Deutschen Heere im 20. Jahrhundert" auf Seite 196 : Aufgrund ihrer Studien entschieden die Deutschen, daß zwei verschiedene Typen von Kampfpanzern nötig seien, einer davon in der 20-Tonnen-Klasse mit einer panzerbrechenden Hochleistungskanone und einer in der 25-Tonnen-Klasse mit einer Waffe größeren Kalibers, die zur Unterstützung der Infantrie Sprenggranaten verschießen sollte.
Die Aufgabenteilung zwischen Panzer III und Panzer IV war also von Anfang an vorgesehen. Grüsse Rainer.
Hallo, ich weiss nicht, ob diese Diskussion schon zu Ende ist, aber meines Wissens nach wurde der Panzer III für die Bekämpfung gegenerischer Panzer entwickelt, während der Panzer IV mit seiner großkalibrigeren Kanone für Unterstützungsaufgaben vorgesehen war. Insofern ist dieser Artikel hier richtig. Der Panzer III war zudem von Anfang an für eine Kanone des 50 mm-Kalibers vorgesehen und mit einem entsprechenden Drehring ausgestattet. Da diese Mehrzweckkanone (die dann später tatsächlich Spreng- und panzerbrechende Geschosse verfeuern konnte) zu Beginn der Produktion des Panzer III noch nicht zur Verfügung stand, griff man zunächst als Hauptwaffe auf die 37 mm KWK 36 zurück, die ihrerseits aus der damals üblichen Standardwaffe der Panzerjägerabteilungen der Infanterie entwickelt worden war. Dies erklärt auch, weshalb diese erste Hauptwaffe auf den Verschuss panzerbrechender Geschosse spezialisiert war. Zwar wurde auch eine Sprenggranate entwickelt, doch blieb diese aufgrund ihrer geringen Wirkungsladung nur beschränkt gegen Weichziele nutzbar. Zudem war bei Ausbruch des Krieges der größte Teil der Panzer III bereits auf die neue 50mm-Waffe umgerüstet. Das Problem einer Hauptwaffe, die sowohl Spreng- als auch panzerbrechende Geschosse verfeuern konnte, hatten übrigens nicht nur die Deutschen. Auch die Briten statteten ihre frühen Panzer (Matilda II, Crusader, Valentine) mit dem 2-Pfünder (40mm-Kaliber) aus, einer Waffe, die ebenfalls aus einer Standardpanzerabwehrkanone entwickelt worden war.
Grüsse
B. Huber (24. Mai 2006, 14:13)
bitte erklären oder ändern
Hinsichtlich der Stückzahlen (8.523) und seiner taktischen Bedeutung war der Panzerkampfwagen IV wichtiger als die Panzertypen Panther und Tiger.
Mit obenstehendem Satz bin ich grundsätzlich einverstanden, allerdings ist nicht gleich ersichtlich, was der Autor denn mit taktischer Bedeutung meint.
Ich hab mal Clausewitz ausgegraben, was der zum Thema TAKTIK meint:
Zitat Clausewitz: Die Taktik ist die aktuelle Aktivität, um ein kurzfristiges Ziel zu erreichen. Sie beinhaltet zum Beispiel die Führung der Truppen in das Gefecht, d. h. die unmittelbare Art der Verwendung von Streitkräften im in einem Gefecht. Die "kurzfristige" Taktik ist Teil einer Strategie.
Also was will der Autor mit dem Passus "seiner taktischen Bedeutung" denn nun ausdrücken ? (anonym)
Tja, gute Frage. Bezogen auf den Tiger würde ich auch sagen der Panzer IV hatte ein anderes tatkisches Profil. Im Vergleich zum Panzer V war es eher eine strategische Frage - nämlich die der verfügbarkeit von Panzern überhaupt.--WerWil 16:03, 29. Mai 2006 (CEST)
Überarbeitung
Ich habe die vier Bilder in der Mitte des Artikels ein wenig verschoben, da die "Bearbeitenlinks" mitten im Fließtext standen.Ein kleiner Wikipedianer 19:13, 10. Juli 2006 (CEST)
Minen
Wie bei fast allen deutschen Panzern wurde ein dünner "Betonüberzug" (Zimmerit) gegen Hafthohlladungen und Magnetminen angebracht,
hhhmmm....also zumindest deutscherseits waren die Hohlladungsminen gleichzeitig auch magnetisch. Eine Unterscheidung zwischen Hafthohladungen einerseits und Magnetminen andererseits mach nur dann Sinn, wenn die Allierten ( und hier vornehmlich die Russen ) einerseits Hohlladungsminen hatten, die auf nichtmagnetische Weise hafteten und andererseits Magnetminen hatten, die keinen Hohlladungssprengkopf ( sondern eine andere Form einer Sprengladung ) hatten. Sollte dem nicht so sein, dann sollten wir den Satz abändern.
Vorschlag: Wie bei fast allen deutschen Panzern wurde ein dünner "Betonüberzug" (Zimmerit) gegen magnetische Hohlladungsminen angebracht,
Rainer E. 13:00, 30. Sep 2006 (CEST)
Eine Hafthohlladung, ist doch ein Sprengkörper, der auf der Oberfläche des Panzers plaziert wird und dann die Panzerung mir einer Hohlladung durchschlägt. eine Magnetmine ist dagengen ein Sprengkörper der in oder auf der Erde plaziert ist und hier nicht durch Druck, sondern durch eine Störung des Magnetfeldes gezündet wird. Oder ist hier was anderes gemeint?--WerWil 15:07, 30. Sep 2006 (CEST)
Eine Hafthohlladung, ist doch ein Sprengkörper, der auf der Oberfläche des Panzers plaziert wird und dann die Panzerung mir einer Hohlladung durchschlägt.
Korrekt, und damit der Sprengkörper an der Oberfläche des Panzers nicht nur plaziert werden kann, sondern dort auch dann noch bleibt, wenn sich der Feindpanzer bewegt, wurde ( zumindest seitens der Deutschen ) die Hafthohlladung mit Magneten versehen. Die Magneten hielten die Hafthohlladung solange am Panzer bis nach wenigen Sekunden die Hohlladung zündete und den Panzer knackte ( Denk mal an die abgeschrägte Formgebung des T-34, ohne Magnethaftung hält da nichts ).
Bei Zimmerit handelt es sich um eine nichtmagnetische Substanz, welche das Anbringen von Haftminen mit Magnethaftung verhindern soll. Nachdem nun der deutsche Panzerkampfwagen IV mit einem Zimmerit-Überzug ausgestattet war, muß angenommen werden, daß die Russen entweder magnetische Haftminen einsetzten oder aber man ein solches Vorgehen als wahrscheinlich ansah und man sich deutscherseits entsprechend vorbereitete.
Ob während des Zweiten Weltkriegs auch Anti-Panzer-Verlege-Minen eingesetzt wurden, die auf eine Veränderung des umgebenden Magnetfeldes reagierten, kann ich nicht mit 100-prozentiger Sicherheit sagen. Ich vermute aber mal schon, da deutscherseits einige Ju-52 dergestalt umgerüstet wurden, daß sie mittels eines riesigen Metallrings ein Magnetfeld erzeugten und somit im Tiefflug Magnetminen zur Explosion bringen konnten ( Afrikafeldzug ).
Nachdem der Zimmerit-Überzug aber nicht an den Ketten des Panzers angebracht wurde ( dort wäre er vermutlich nach wenigen Metern Fahrerei wieder abgebröckelt ), sondern an den Außenflächen der Wanne und des Turms, muß davon ausgegangen werden, daß die Zimmerit-Behandlung deutscher Kampfpanzer ausschließlich gegen magnetische Haftminen gerichtet war.
Rainer E. 17:27, 1. Okt 2006 (CEST)
Meine Anmerkung zielte eher darauf, ob die Bezeichnung Hafthohlladung nicht die Korrekte ist und Mine in diesem Zusammenhang (z. B. als "magnetische Haftminen") nicht ohnehin falsch bzw. Umgangsprachlich ist.
Das mit den Ju 52 habe ich allerdings so in Erinnerung, dass damit Seeminen geräumt werden sollet, das ganze hat aber nicht geklappt.--WerWil 22:14, 1. Okt 2006 (CEST)
Ich kann mich an ein Foto erinnern, welches aus einem solchen Minen-Räum-Flugzeug heraus aufgenommen worden war und den Explosionsstaub zeigte, der in der Wüste aufgewirbelt wurde, nachdem die Magnetmine angesprochen hatte. Das mit den Seeminen wiederum halte ich für eher unwahrscheinlich, da magnetische Seeminen immer sogenannte Grundminen waren, daß heißt auf dem Meeresgrund lagen. Somit waren einige Meter Meerwasser ( und noch ein paar Meter Luft ) zwischen Mine und Räumflugzeug, sodaß es ( wie Du ja auch gesagt hast ) nicht funktionieren konnte. Die oberflächennahen See-Minen ( = sogenannte Ankertau-Minen ) wiederum waren mit Aufschlagzündern ausgerüstet, womit Veränderungen des umgebenden Magnetfelds bedeutungslos waren.
Rainer E. 17:09, 3. Okt 2006 (CEST)
Da bin ich wirklich kein Fachmann, darum dürft ihr das gerne ignorieren, aber das mit den Minen am Grund kann auch keinen so gewaltigen unterschied machen, da das Flugzeug ja über land auch nicht auf Höhe 0 fliegt, wenn es also aus 30 m höhe eine Landmine zünden soll, kann es über see ja vielleicht auf 10 m runtergehen (dort eher möglich als über unebenem Boden) und dann Minen in 20 m Wassertiefe zünden. Aber eigentlich gehört das hier auch nicht hin. Ich denke echte Magnetminen waren nicht der Gegenstand von Zimmerit. Es geht eher darum ob Magnetmine nicht ein Umgangsprachlicher Begriff für magnetische Haftladung ist.--WerWil 21:33, 3. Okt 2006 (CEST)
Ich weiß, die Diskussion ist schon etwas angestaubt, nichtsdestotrotz einige Anmerkungen zur Thematik: Die von euch angesprochenen Ju 52-Maschinen gehörten zu den sog. "Mausi"-Sondereinheiten und wurden zur Räumung von Seeminen verwendet, die über eine magnetische Zündpistole verfügten (sog. "Magnetminen"). Dazu waren die Maschinen mit einer riesigen Spule unter Rumpf und Tragflächen ausgerüstet, die ein starkes Magentfeld erzeugte, wenn Strom durch sie hindurchgeleitet wurde. Auch die Aliierten verwendeten solche Systeme zur Zündung von Magnetminen und das durchaus erfolgreich (wie übrigens auch auf deutscher Seite). Die Magnetminen sprachen auf die Veränderung im Erdmagnetfeld an, die durch das Magnetfeld des metallenen Rumpfes eines Schiffes entstanden. Aus diesem Grunde baute man Minenräumboote mit hölzernen Rümpfen, bzw. stattete man auf aliierter Seite Schiffe mit Spulen in Längs- und Querrichtung aus, die das Magnetfeld eines Schiffes stark reduzierten. Die zur Zündung einer Magnetmine nötige Feldveränderung lag dabei in einem Bereich, der durch entsprechend große Spulen auch durch ein Flugzeug erzeugt werden konnte, das sich in sicherer Höhe über dem Meeresspiegel bewegte (nichtsdestotrotz waren die Einsätze gefährlich, vor allem, da die Minen vor dem anfleigenden Flugzeug zur Explosion gebracht wurden). Die Räumtiefe war aber auch von Faktoren wie z.B. dem Salzgehalt des Wassers etc. abhängig. Grundsätzlich gilt dabei, dass Magnetminen zwar Grundminen waren, die effektive Verlegetiefe aber begrenzt ist durch die Tatsache, dass Wasser inkompressibel ist (auch Wasserbomben werden mit zunehmender Tiefe ineffektiver - allerdings muss beachtet werden, dass Magnetminen natürlich nach oben wirken sollten, also in jene Richtung, in der die Wassersäule der Explosion den geringsten Widerstand entgegenbringt). Panzerminen und Hafthohlladungen (nur unter diesem Namen kenne ich sie) verfügten über keinen magentischen Zündmechanismus. Dieser wäre zu teuer und komplex gewesen für die Verwendung in einem solchen Massenprodukt - zudem hätten auch leichtere Fahrzeuge als Panzer die Panzerminen zur Explosion bringen können, ein unerwünschter Effekt z.B. beim Aufbau eines Panzersperrgürtels. Aus diesem Grunde verfügte z.B. die Tellermine 40 (eine der häufigsten Panzerabwehrwaffen der Wehrmacht vor 1943) über einen Druckzünder (bei welchem Druck er ansprach, müsste ich erst nachschauen). Die Hafthohlladungen wurden magnetisch gehalten, aber ähnlich wie eine Handgranate zeitverzögert gezündet. Neben den Tellerminen und den Hafthohlladungen gab es außerdem flügelstabilisierte Panzerwurfgranaten (PzWfGr. 43), die von den Russen später nachgebaut wurden (weiterentwickelte Varianten dieser Waffe waren bis vor etwa zehn Jahren in Ägypten noch in Produktion). Außerdem gab es meines Wissens nach Versuche mit einer kugelförmigen Panzerabwehrwaffe, die über einen Trageriemen verfügte und komplett mit Klebstoff imprägniert war. Vor Gebrauch musste der Schütze zwei Halbschalen entfernen, die durch einen Reißverschluss zusammengehalten wurden. Danach konnte er die Waffe an den Feindpanzer "ankleben", dort wirkte sie dann wie eine gewöhnliche Hafthohlladung. Genaueres dazu müsste ich aber noch einmal nachschlagen.
Grüße:
B. Huber 15:15, 20. Nov. 2006 (CEST)
- Sag mal warum legst du mit diesem schönen Material nicht einen Artikel Hafthohlladungen an? oder auch gleich einen Erweiterung des Artikels Seemine!? Das könnten wir dort alles gut gebrauchen. Sei mutig!--WerWil 15:23, 20. Nov. 2006 (CET)










