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Der Artikel Paul von Hindenburg gehört zur Kategorie: Mann, Deutscher, Militärperson (Deutsches Reich), Reichspräsident (Deutschland), Politiker (Weimarer Republik), Erster Weltkrieg (Person, Deutsches Reich), Ehrenbürger, Geboren 1847, Gestorben 1934
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Paul von Hindenburg Bildherkunft |
Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Westpreußen) war ein deutscher Generalfeldmarschall und Politiker. Er war der zweite Reichspräsident der Weimarer Republik. Am 30. Januar 1933 ernannte er Adolf Hitler zum Reichskanzler.
Leben
Eltern
Seine Eltern waren der preußische Offizier und Gutsbesitzer Robert von Beneckendorff und von Hindenburg und dessen Frau Luise, eine Arzttochter.
Familie
Am 24. September 1879 heiratete er Gertrud von Sperling (*1860), welche am 14. Mai 1921 starb. Aus dieser Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor.
Beginn der militärischen Laufbahn
Als Sohn eines preußischen Offiziers wählte er ebenfalls die militärische Laufbahn. Von 1859 bis 1866 besuchte er, nach jeweils zweijährigem Besuch der Bürgerschule (Grundschule) und des evangelischen Gymnasiums in Posen, die Kadettenanstalt in Wahlstatt (heute Legnickie Pole, Polen) im damaligen Landkreis Liegnitz und ab Ostern 1863 in Berlin. Im Jahre 1865 wurde er Königin Elisabeth, der Witwe des verstorbenen preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., als Page zugeteilt. Dies war eine besondere Auszeichnung und er war sehr stolz darauf.
1866 nahm er bereits als Leutnant am Deutschen Krieg teil, ebenfalls am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Am 18. Januar 1871 wohnte er als Abgesandter seines Garderegiments der Kaiserproklamation im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles bei. 1888 zählte er zu den Offizieren, die den aufgebahrten Leichnam des verstorbenen Kaisers Wilhelm I. als Totenwache flankierten. In den 1890er Jahren war er u.a. im preußischen Kriegsministerium in Berlin tätig. 1903 wurde er Kommandierender General und nahm 1911 im Alter von 64 Jahren seinen Abschied aus dem aktiven Dienst. 1912 hatte er auf Anfragen Kaiser Wilhelms II. seine Bereitschaft erklärt, im Falle eines Krieges das Kommando über eine Heeresgruppe zu übernehmen.
Stationen seiner militärischen Laufbahn
- 1859 Eintritt als Kadett in das Kadettenhaus Wahlstatt/Liegnitz
- 1863 Kadett in der Hauptkadettenanstalt Berlin-Lichterfelde
- 7. April 1866 Leutnant im 3. Garde-Regiment zu Fuß und Teilnahme an der Schlacht von Königgrätz 1866
- Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und an der Reichsproklamation in Versailles
- 13. April 1872 Oberleutnant und abkommandiert zur Kriegsakademie
- 1. Mai 1877 abkommandiert zum Großen Generalstab
- 18. April 1878 Beförderung zum Hauptmann
- 5. Mai 1881 im Generalstab der 1. Division in Königsberg
- 12. November 1885 Beförderung zum Major
- 25. November 1890 Chef der II. Abteilung im Kriegsministerium
- 14. Februar 1891 Beförderung zum Oberstleutnant
- 17. Juni 1893 Kommandeur des Oldenburgisches Infanterieregiment Nr. 91
- 17. März 1894 Beförderung zum Oberst
- 14. August 1896 Chef des Generalstabes des VIII. Armeekorps Koblenz
- 22. März 1897 Beförderung zum Generalmajor
- 9. Juli 1900 Beförderung zum Generalleutnant und Kommandeur der 28. Division, Karlsruhe
- 22. Juni 1905 Beförderung zum General der Infanterie und Kommandierenden General des IV. Armeekorps Magdeburg
- 18. März 1911 unter Verleihung des Schwarzen Adlerordens in den Ruhestand verabschiedet. Ruhesitz in Hannover.
- 22. August 1914 Oberbefehlshaber der 8. Armee, am nächsten Morgen Abreise nach Ostpreußen
- 26. August 1914 Schlacht bei Tannenberg und Beförderung zum Generaloberst
- 2. September 1914 Verleihung des Ordens Pour le mérite
- 1. November 1914 Oberbefehlshaber Ost
- 27. November 1914 Beförderung zum Generalfeldmarschall
- 23. Februar 1915 Eichenlaub zum Pour le mérite
- 30. Juli 1916 Chef des Generalstabes des Feldheeres
- 25. März 1918 Großkreuz des Eisernen Kreuzes mit goldenen Strahlen
- 25. Juni 1919 Rücktritt als Chef des Generalstabes des Heeres
- 3. Juli 1919 Aufhebung der Mobilmachungsbestimmung
Hindenburgs Aufstieg während des Ersten Weltkrieges
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Paul von Hindenburg an seinem 70. Geburtstag im Großen Hauptquartier des Westens in Bad Kreuznach, 2. Oktober 1917 Bildherkunft |
Drei Jahre später, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, wurde er aus dem Ruhestand zurückgeholt und zum Oberbefehlshaber der 8. Armee an der Ostfront ernannt. Der Sieg über die russische Armee bei Tannenberg Ende 1914 machte ihn berühmt und brachte ihm die Ernennung zum Generalfeldmarschall. Seitdem war er von dem Mythos „Sieger von Tannenberg“ umgeben. Im August 1916 übernahm er mit Erich Ludendorff die Oberste Heeresleitung, die schnell an Einfluss gewann. Ein großes Rüstungsprogramm ("Hindenburgprogramm") trug seinen Namen.
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Das Führungsduo Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff Bildherkunft |
1918 versuchte er, die Monarchie zu retten, indem er Kaiser Wilhelm II. riet, das Land zu verlassen. Durch die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung versuchte er, den Unruhen innerhalb der Bevölkerung entgegenzuwirken. Mit Abschluss des Versailler Vertrages im Juli 1919 trat Hindenburg zurück. Vor dem Untersuchungsausschuss der Weimarer Nationalversammlung verbreitete er die „Dolchstoßlegende“, wonach das deutsche Heer unbesiegt geblieben und von den Novemberrevolutionären durch einen Waffenstillstand „von hinten erdolcht“ worden sei.
1919–1925 Ruhestand in Hannover
Am 25. Juni 1919 trat Hindenburg von seinem Posten als Chef des Generalstabes des Heeres zurück und verließ seinen letzten Dienstort Kolberg. Er wählte Hannover zu seinem Alterssitz. Von dort unternahm er in den folgenden Jahren viele Reisen durch das ganze Reich, besonders durch Ostpreußen, wo er sich als Befreier Ostpreußens einer ungeheuren Popularität erfreute. Er bewohnte im hannoverschen Zooviertel ein Haus in der Seelhorststraße, welches heute noch steht und mit einer Gedenktafel versehen ist. Als Adjutant arbeitete in diesen Jahren der Oberstleutnant Wilhelm von Kügelgen für Hindenburg. Nachdem beim ersten Wahlgang zur Reichspräsidentenwahl am 29. März 1925 kein Kandidat eine absolute Mehrheit erreichte, drängten die Rechtsparteien den parteilosen Hindenburg zur Kandidatur.
Die Reichspräsidentenschaft Hindenburgs
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3er Briefmarken Bildherkunft |
Am 26. April 1925 wurde Hindenburg im zweiten Wahlgang im Alter von 77 Jahren als Nachfolger Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten gewählt (siehe: Reichspräsidentenwahl 1925) und am 12. Mai vereidigt. Trotz seiner monarchistischen Überzeugung und der daraus folgenden skeptischen Haltung gegenüber der Weimarer Republik versuchte er, sein Amt verfassungsgerecht auszuüben.
Beginn der Präsidialkabinette
Wegen seiner Unterschrift unter den Young-Plan, der von den rechtsradikalen Parteien als Verpflichtung zu jahrzehntelanger Versklavung des Volkes hingestellt wurde, rückten seine ehemaligen politischen Freunde immer mehr von ihm ab. Daher beschloss Hindenburg, die derzeit regierende Große Koalition unter Kanzler Hermann Müller (SPD) durch eine antimarxistische und antiparlamentarische Regierung zu ersetzen. Die Gelegenheit hierzu ergab sich, nachdem die Große Koalition an der Frage des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung zerbrochen war. Am 29. März 1930 berief er Heinrich Brüning (Zentrum) zum Reichskanzler eines Minderheitskabinetts, ohne das Parlament zu konsultieren. Damit begann die Zeit der Präsidialkabinette, in denen der jeweilige Kanzler vom Vertrauen des Präsidenten, nicht des Reichstags abhängig sein sollte. Ganz gelang die geplante Ausschaltung des Parlaments indes nicht, da der Reichstag die von der Regierung gemäß Artikel 48 der Reichsverfassung erlassenen Notverordnungen jederzeit aufheben konnte. Als er das im Juni 1930 tat, löste Hindenburg ihn kurzerhand auf - ein verhängnisvoller Fehler, denn dieser Reichstag war der letzte mit einer demokratischen Mehrheit. Durch die beginnende Weltwirtschaftskrise radikalisiert, gaben die Bürgerinnen und Bürger zunehmend den republikfeindlichen Parteien KPD, DNVP und nicht zuletzt der NSDAP ihre Stimme. Damit war die politische Notlage, die nach dem Sinn der Verfassung durch die Anwendung der Artikel 48 und 25 doch eigentlich behoben werden sollte, durch die Politik Hindenburgs erst herbeigeführt worden.
Um weitere Parlamentsauflösungen zu verhindern, beschloss daraufhin die SPD, künftig die Regierung Brüning zu tolerieren, das heißt gegen weitere Anträge der extremistischen Parteien auf Aufhebung der Notverordnungen zu stimmen. Damit war auch der zweite Teil von Hindenburgs Plan gescheitert: Die Regierung blieb weiter abhängig vom Parlament und von den verhassten Sozialdemokraten. 1932 wurde Hindenburg für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass sich alle demokratischen Parteien, einschließlich der Sozialdemokraten und des Zentrums, hinter den überzeugten Monarchisten stellten, um so Hitler als Reichspräsidenten zu verhindern (siehe: Reichspräsidentenwahl 1932).
Der Osthilfeskandal und die Steuersache Neudeck
Im Zusammenhang mit dem Osthilfeskandal gab es Korruptionsvorwürfe gegen Hindenburg. Historiker vermuten, dass dies die Entscheidung Hindenburgs für Hitler beeinflusst haben könnte. Für eine Argumentation siehe den Osthilfe-Artikel.
Das Gut Neudeck hatte Hindenburg zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen. Um Erbschaftssteuern zu sparen, wurde es gleich auf seinen Sohn Oskar überschrieben.
Von Papen zu Hitler
Nach der Wahl geriet Hindenburg noch stärker als zuvor unter den Einfluss der Kamarilla, eines Kreises von Freunden und Weggefährten der politischen Rechten. Dieser gehörten unter anderen sein, wie es ironisch hieß, in der Verfassung nicht vorgesehener Sohn Oskar von Hindenburg an, ferner sein Nachbar auf Neudeck Elard von Oldenburg-Januschau sowie Generalleutnant Kurt von Schleicher und schließlich auch Franz von Papen. Diese überredeten Hindenburg, Brüning zu entlassen und stattdessen von Papen zum Reichskanzler zu ernennen, der mehr nach Rechts regieren sollte. Als dies nicht zum Erfolg führte, erwog der Kreis kurzfristig einen Staatsstreich, um ein autoritäres Regime zu errichten, doch weigerte sich Schleicher, dafür die Reichswehr zur Verfügung zu stellen. Der neu zum Reichskanzler ernannte Schleicher versuchte noch, Teile der NSDAP um Gregor Strasser von Hitler loszubrechen, doch dies misslang. Am 19. November 1932 erhielt er eine Eingabe von führenden Industriellen mit der Aufforderung, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen.Ernennung Hitlers und politisches Ende
Am 30. Januar 1933 berief Präsident von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler (die so gen. Machtergreifung). Trotz seiner persönlichen Abneigung gegen den Führer der Nationalsozialisten, den er abschätzig den "kleinen Gefreiten" nannte, geriet er immer stärker in deren Einflussbereich. Er unterzeichnete die unter dem Begriff Reichstagsbrandverordnung bekannt gewordene Verordnung Zum Schutz von Volk und Staat, welche alle Grundrechte aufhob und so der Willkür freien Lauf ließ. Bei der von Propagandaminister Joseph Goebbels am 21. März 1933 (dem so genannten Tag von Potsdam) inszenierten Begegnung mit Hitler vor der Garnisonskirche wurde durch eine symbolische Verneigung des Reichskanzlers vor dem Reichspräsidenten eine symbolträchtige Kontinuität zwischen der Kaiserzeit und dem so genannten Dritten Reich hergestellt und Hindenburgs hohes Ansehen für das neue Regime instrumentalisiert und vereinnahmt. Das am 24. März 1933 verabschiedete Ermächtigungsgesetz setzte dann mit Hindenburgs Zustimmung die Weimarer Verfassung faktisch außer Kraft und ermöglichte es Hitler, im Zuge der Gleichschaltung die totale Kontrolle über die politischen Verhältnisse in Deutschland zu erlangen.
Tod und geschichtliche Einordnung
Hindenburg verfiel seit längerer Zeit geistig und körperlich. Am Vorabend seines Todes in Neudeck hielt er Hitler für den Kaiser und sprach ihn mit Majestät an. Er sollte eigentlich an seinem Sterbeort, auf Gut Neudeck, begraben werden. Hitler organisierte jedoch eine Beerdigung im Denkmal der Schlacht bei Tannenberg. Nach dem Tod des Reichspräsidenten war für Hitler endgültig das letzte Hindernis für die nationalsozialistische Diktatur aus dem Weg geräumt.
Das Kabinett Hitler setzte schon am 1. August, also dem Tag vor Hindenburgs Tod, eine Volksabstimmung über die Zusammenlegung des Amtes des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten in der Person des "Führers" Hitler für den 19. August 1934 an. Am Tag davor warb Oskar von Hindenburg, der Sohn des verstorbenen Reichspräsidenten, in einer Rundfunkrede für Hitler als einzig legitimen Nachfolger Hindenburgs. Angeblich sollte Hindenburg in seinem Testament Hitler als seinen Nachfolger benannt haben.
Im Januar 1945 wurden sein Sarg und der seiner Frau bei Anrücken der Roten Armee von der Wehrmacht aus dem Tannenberg-Denkmal entfernt und mit dem Leichten Kreuzer Emden von Königsberg nach Pillau und von dort mit dem Passagierschiff Pretoria nach Stettin abtransportiert und anschließend nach Marburg verbracht, wo sie in der Elisabethkirche in deren Nordturmkapelle heute noch liegen. Sie werden allerdings, nach einer Entscheidung des Kirchenvorstandes der Gemeinde, nicht mehr beleuchtet.
Über siebzig Jahre nach seinem Tod beschäftigen sich noch heute einzelne Städte und Gemeinden mit der Umbenennung von Straßen und Plätzen, die jahrzehntelang seinen Namen trugen. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Kasernen tragen noch heute seinen Namen, nicht zu vergessen der 1927 durch ihn eingeweihte Eisenbahndamm vom Festland nach Sylt. Dies veranschaulicht die noch heute zwiespältige Bewertung Hindenburgs - einerseits der Held des Ersten Weltkriegs und der einzige vom Volk gewählte Reichspräsident der Weimarer Republik, andererseits der Mann, der Hitler zum Reichskanzler machte.
Paul von Hindenburg war Ehrenbürger vieler Städte wie Berlin, Dresden, Frankfurt am Main oder Hamburg.
Siehe auch
Weblinks
- http://www.dhm.de/lemo/html...
- http://www.preussen-chronik...
- http://www.nrw2000.de/koepf...
- Filmaufnahmen von Hindenburg mit Ludendorff beim Kartenstudium während des Ersten Weltkriegs
- Paul von Hindenburg
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NAME=Hindenburg, Paul von
|ALTERNATIVNAMEN=Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg |KURZBESCHREIBUNG=deutscher Generalfeldmarschall und Reichspräsident Deutschlands während der Weimarer Republik |GEBURTSDATUM=2. Oktober 1847 |GEBURTSORT=Posen |STERBEDATUM=2. August 1934 |STERBEORT=Gut Neudeck (heute poln. Ogrodzieniec), Kreis Rosenberg i. Westpr. (heute poln. Susz) }}
Diskussion der Autoren über den Artikel: Paul von Hindenburg
Man muß ja nun nicht jeden Mist wörtlich übernehmen. Habe mir erlaubt, den dummen und unsachlichen Satz von der "Rücksichtslosigkeit" gegenüber menschlichen Verlusten zu streichen. Der mag zwar zutreffend sein; aber den Militär möchte ich sehen, der darauf im Krieg "Rücksicht" genommen hat, weder auf deutscher noch auf irgendeiner anderen Seite! Hat also in einer Biografie, die ja auf spezifische Eigenarten der behandelten Person eingehen soll, nichts zu suchen!
Erlaubnis von [LINK]:
Zu der Frage des Urheberrechts möchte ich mich gern an der Diskussion beteiligen:
Der o.g. Artikel stammt aus dem Webprojekt www.nrw2000.de. Der Wikipedia-Autor hat uns zur Verwendung unseres Artikels nicht gefragt. Natürlich wären wir mit der Verwendung bei Wikipedia einverstanden. Allerdings sollte man/frau die Urheberrechte soweit wahren, dass keine Artikel ohne Wissen der "wahren" Autoren eingestellt werden. Da ich nicht mit den Verfahren bei Wikipedia vertraut bin, schlage ich vor, den Artikel nicht zu löschen, wäre m.E: schade, aber die Autorenschaft durch Verweis auf www.nrw2000.de deutlich zu machen.
Uwe Pöhls
- Vielen Dank für die Erlaubnis. Nur zur Sicherheit (weil das Voraussetzung ist für eine Veröffentlichung in der Wikpedia): Stellen sie uns die Texte zu den Bedingungen der GNU FDL zur Verfügung? D.h. (grob gesagt): Dürfen die Texte damit auch von anderen Quellen veröffentlicht und/oder modifiziert werden, ohne dass sie explizit davon in Kenntnis gesetzt werden? --Tkarcher 15:21, 3. Dez 2003 (CET)
- Herrn Pöhls nochmal über www.nrw2000.de web-interface angeschrieben und informiert, dass wir Artikel am 15.12. löschen, falls er hier nicht nochmal ausdrücklich unter GNU FDL freigegeben wird. Ulrich.fuchs 10:36, 11. Dez 2003 (CET)
- Mail von heute, Herr Pöhls an mich:
- Lieber Ulrich Fuchs,
- mit der Nutzung des Hindenburg-Artikels unter den GNU FDL bin einverstanden.In der Tat kannte ich diese Vereinbarung nicht, halte sie aber für sehr sinnvoll.
- Mit freundlichen Grüßen - Uwe Pöhls
- Ulrich.fuchs 13:16, 11. Dez 2003 (CET)
Doppelte Einträge
Der ganze Artikel war zweimal hintereinandergehängt vorhanden. Da ich nicht sicher bin, ob die beiden Versionen zu 100 % identisch sind, schieb ich den zweiten Teil hier rein. Wär nett wenn das jemand prüfen und dann löschen könnte. --Derbrain 22:15, 12. Mai 2005 (CEST)
Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck (heute Ogrodzieniec), Kreis Rosenberg in Westpreußen (heute Susz in Ostpreußen)), war ein deutscher Generalfeldmarschall und zweiter Reichspräsident Deutschlands während der Weimarer Republik.
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Paul von Hindenburg Bildherkunft |
Beginn der militärischen Laufbahn
Als der Sohn eines preußischen Offiziers wählte er ebenso eine militärische Laufbahn. Von 1859 bis 1866 besuchte er, nach einem kurzen Besuch des Gymnasiums, eine Kadettenanstalt in Wahlstatt im Landkreis Liegnitz und später in Berlin. 1866 nahm er bereits als Leutnant am Deutsch-Deutschen Krieg teil. Am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 nahm der Offizier ebenfalls teil. 1903 wurde er kommandierender General und zog sich 1911 im Alter von 64 Jahren aus der Armee zurück.
Hindenburgs Aufstieg während des Ersten Weltkrieges
Drei Jahre später, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, wurde er aus dem Ruhestand zurückgeholt und zum Oberbefehlshaber der 8. Armee an der Ostfront ernannt. Der Sieg über die russische Armee bei Tannenberg Ende 1914 brachte ihm Ruhm und Ehre sowie die Ernennung zum Generalfeldmarschall. Seitdem war er von dem Mythos „Sieger von Tannenberg“ umgeben. Im August 1916 übernahm er mit Erich Ludendorff die Oberste Heeresleitung, die schnell an Einfluss gewann. 1918 versuchte er die Monarchie zu retten, indem er Kaiser Wilhelm II. riet, das Land zu verlassen. Durch die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung versuchte er die Unruhen innerhalb der Bevölkerung zu bekämpfen. Mit Abschluss des Versailler Vertrages im Juli 1919 trat Hindenburg zurück. Vor dem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung verbreitete er die „Dolchstoßlegende“, wonach das Heer im Felde unbesiegt geblieben und von den Novemberrevolutionären durch einen Waffenstillstand „von hinten erdolcht“ worden sei.
Die Reichpräsidentenschaft Hindenburgs
Die Rechtsparteien drängten den parteilosen Hindenburg, bei der Reichspräsidentenwahl zu kandidieren. Im April 1925 wurde Hindenburg als Nachfolger Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten gewählt (siehe: Reichspräsidentenwahl 1925) und am 12. Mai vereidigt. Trotz seiner monarchistischen Überzeugung und der daraus folgenden skeptischen Haltung gegenüber der Weimarer Republik, versuchte er sein Amt verfassungsgerecht auszuüben.
Beginn der Präsidialkabinette
1930 berief Hindenburg Heinrich Brüning zum Reichskanzler, ohne das Parlament zu konsultieren. Damit begann die Zeit der Präsidialkabinette, in denen der jeweilige Kanzler ganz dem Präsidenten, nicht dem Reichstag, verpflichtet war. 1932 wurde Hindenburg für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt. Dies ist jedoch nur dem Umstand zu verdanken, dass sich alle demokratischen Parteien, einschließlich der Sozialdemokraten und des Zentrums, hinter den überzeugten Monarchisten stellten, um so Hitler, den Gegenkandidaten, als Reichspräsident zu verhindern (siehe: Reichspräsidentenwahl 1932).
Von Papen zu Hitler
Nach der Wahl geriet Hindenburg noch stärker als zuvor unter den Einfluss der "Kamarilla", eines Kreises von Freunden und Weggefährten der politischen Rechten. Dieser gehörten unter anderen sein, wie es ironisch hieß, "in der Verfasung nicht vorgesehener" Sohn Oskar von Hindenburg an, ferner sein Nachbar auf Gut Neudeck Ewald von Oldenburg-Januschau sowie Generalleutnant Kurt von Schleicher und schließlich auch Franz von Papen. Diese überredeten Hindenburg, Brüning zu entlassen und stattdessen von Papen zum Reichskanzler zu ernennen, der mehr nach Rechts regieren sollte. Als dies nicht zum Erfolg führte, erwog der Kreis kurzfristig einen Staatsstreich, um ein autoritäres Regime zu errichten, doch weigerte sich Schleicher, dafür die Reichswehr zur Verfügung zu stellen. Der neu zum Reichskanzler ernannte Schleicher versuchte noch, Teile der NSDAP um Gregor Strasser von Hitler loszubrechen, doch misslang dies.Bei diesem Absatz möchte ich Bedenken anmelden. Ich weiß, dass kaum eine Darstellung über Hindenburg mit dem Bild von der Kamarilla und dem kranken Hindenburg auskommt. Allerdings gibt es keine Beweise, dass der Mann bei seinen Entscheidungen nicht mehr wußte was er tat. Worin sollte auch der Einfluss der "Kamarilla" bestanden haben? Werner Maser hat in seiner Hindenburg-Biographie klar dargelegt, dass Hindenburg bis auf die letzten beiden Lebenstage völlig klar im Kopf gewesen ist, und er den Nazi-Terror auch deutlich verurteilt hat. Dass er Hitler zum Reichskanzler gemacht hat, lag wohl an den mangelnden Alternativen. Jemand anderer Meinung? --Aristhot
Ernennung Hitlers und eigenes politisches Ende
Am 30. Januar 1933 berief Präsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Immer mehr geriet er, trotz seiner Abneigung gegen diese, in den Einflussbereich der Nationalsozialisten. Er unterzeichnete die unter dem Begriff „Reichstagsbrandverordnung“ bekannt gewordene Verordnung „Zum Schutz von Volk und Staat“, welche alle Grundrechte aufhob und so der Willkür freien Lauf ließ. Das am 24. März 1933 verabschiedete, so genannte Ermächtigungsgesetz setzte dann die Weimarer Verfassung faktisch außer Kraft und ermöglichte Hitler die totale Kontrolle.
Tod Hindenburgs und der "Führer" Adolf Hitler
"Am Vorabend seines Todes in Neudeck hielt er den eingetroffenen Hitler für den Kaiser und sprach ihn mit „Majestät“ an."Gibt es dafür beweise? Ich halte diesen Satz für unerträglich und für Überflüssig. Azazin
Das ist bei mir momentan zu lesen: "Das Kabinett Hitler setzte schon am 1. August, also dem Tag vor Hindenburgs Mord, eine Volksabstimmung über die Zusammenlegung des Amtes des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten in der Person des "Führers" Hitler für den 19. August 1934 an. Am Tag davor warb Oskar von Hindenburg, der Sohn des ermordeten Reichspräsidenten, in einer Rundfunkrede für Hitler als einzig legitimen Nachfolger Hindenburgs erschossen und von hitler in die puperze vergewaltigt worden. Angeblich sollte Hindenburg in seinem Testament Hitler als seinen Nachfolger benannt haben.Leider verstarb er an schweren blutungen aus dem hinterleib"
Keine Ahnung, wer sich das aus dem Kopf gedrück hat, aber abgesehen von der schlechten Grammatik und Rechtschreibung ist das geschmacklose Geschichtsverdrehung (oder eher Lüge), auch wenn beie Charaktere, Hitler und von Hindenburg, äußerst negative (vorsichtig ausgedrück) Kapitel der Geschichte sind. Weiß leider nciht, wie man den Teil abändert... Vielleicht kriegt das jemand hin...
- Keine Sorge, das ist ganz gewöhnlicher Vandalismus, wie er täglich tausendfach passiert. Meistens wird er nach wenigen Sekunden rückgängig gemacht. Das heißt, du hattest eben gerade Pech. Gruß, J budissin-J budissin 19:46, 11. Nov. 2006 (CET)
Umbau
den Satz Schon seit längerer Zeit waren 1934 Hindenburgs geistige und physische Kräfte im Schwinden begriffen. würde ich anstelle des Verantwortlichen für die Seite rein vom Satzbau her noch einmal überdenken.
Etwas mehr Neutralität
Ich habe die leicht durchschimmernde heldenverehrung etwas auf den boden geholt. Einer der Links ist nicht haltbar, die große Tafel am Ende war völlig überflüssig, da sie nur noch einmal wiedergab, was im Text sowieso schon steht. Das mit dem röhmputsch ist Spekulation, da nicht belegbar ist, ob H. diesen auch bei geistiger Frische hätte verhindern wollen oder können. Was fehlt: gute literaturhinweise.--Coolgretchen 12:22, 6. Sep 2005 (CEST)coolgretchenAbtransport der Särge aus dem Tannenbergdenkmal
"...Januar 1945 wurden sein Sarg und der seiner Frau bei Anrücken der Roten Armee von der Wehrmacht aus dem Tannenberg-Denkmal entfernt und mit dem Leichten Kreuzer Emden nach Marburg verbracht..." Der Kreuzer Emden mag ja ein leichter solcher gewesen sein - so leicht das er bis nach Marburg gekommen wäre, war er aber sicherlich nicht! ;-) Irgendwo fehlen da noch Details, die den Satz sinnig werden lassen. Gruß, --TA 18:31, 31. Okt 2005 (CET)
Totale Kontrolle
Zitat aus dem Artikel: Das am 24. März 1933 verabschiedete Ermächtigungsgesetz setzte dann die Weimarer Verfassung faktisch außer Kraft und ermöglichte Hitler die totale Kontrolle.
Ist das so richtig? Meiner Meinung nach spricht man von der „totalen Kontrolle“ erst nach dem Tod Hindenburgs bzw. der Vereinigung der Ämter des Reichskanzlers und Reichspräsidenten in der Person Hitler. --Daniel Mex 17:29, 28. Mai 2006 (CEST)
--Also soweit ich weiß, hast du recht mex. War es nicht Hindenburg, der das letzte wirkliche Hinderniss darstellte? Nach seinem Tod vereinigte Hitler doch beide Ämter und war der Alleinherrscher. Davor war er nur Reichskanzler unter Hindenburg. Oder?
- Es geht um die faktisch vollständige Kontrolle über das politische Geschehen in Deutschland nach der "Machtergreifung" durch das neue Regime. Diese Kontrolle wurde mit der Reichtagsbrandverordnung und dann mit der Ausschaltung des Parlaments durch das von Hindenburg unterzeichnete Ermächtigungsgesetz ermöglicht und im Zuge der Gleichschaltung immer "totaler". Die formelle Stellung des Reichspräsidenten als Staatsoberhaupt hinderte die Nationalsozialisten nicht an der Ausübung der alleinigen Regierungsgewalt und der totalen Kontrolle von Staat und Gesellschaft. Durch das Ermächtigungsgesetz bekam die Regierung unter Adolf Hitler die Ermächtigung, ohne Zustimmung von Reichstag und Reichsrat sowie ohne Gegenzeichnung des Reichspräsidenten Gesetze zu erlassen (s. Artikel Ermächtigungsgesetz). "Bereits am 22. April hatte Goebbels in seinem Tagebuch notiert: Im Kabinett ist die Autorität des Führers jetzt ganz durchgesetzt. Abgestimmt wird nicht mehr. Der Führer entscheidet. Alles das geht viel schneller, als wir zu hoffen gewagt hatten." (Quelle) -- Jordi 13:39, 3. Sep 2006 (CEST)





