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Der Artikel Pfingstrosen gehört zur Kategorie: Pfingstrosengewächse
| Pfingstrosen | ||||||
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| Systematik
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Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Gattung der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Die Gattung umfasst 33 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also mehrjährige krautige Pflanzen; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen. Pfingstrosen, die man als Zierpflanzen in Parks und Gärten findet, sind fast immer Hybridsorten und keine reinen Arten.
Kulturformen
Von zwei Arten aus dieser Gattung werden viele Sorten in Mitteleuropa sehr häufig kultiviert: Die Echte Pfingstrose (P. officinalis) wird auch als Gemeine Pfingstrose oder Bauern-Pfingstrose bezeichnet, weil sie fester Bestandteil des traditionellen Bauerngartens ist. Nach wie vor ist diese Art in vielen mitteleuropäischen Gärten zu finden, wo sie ab Mai mit ihren großen Blüten die Pflanzenfreunde erfreut. Als Zierpflanze für Parks und Gärten hat sie jedoch zunehmend Konkurrenz durch die Chinesische Pfingstrose (P. lactiflora) erhalten, die im asiatischen Raum beheimatet ist und die auch in der westlichen Welt inzwischen mit zahlreichen Zuchtsorten erhältlich ist. Insgesamt wurden 3.000 Sorten in dieser Gattung gezüchtet. Strauch- oder Baumpäonien werden nur in klimatisch begünstigten Regionen kultiviert. Strauch-Pfingstrosen werfen im Herbst ihre Blätter ab. Ihre verholzten Triebe verwelken im Gegensatz zu denen der Stauden-Pfingstrosen nicht.
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Verbreitung der Paeonia/Paeoniaceae Bildherkunft |
Verbreitungsgebiet
Bis auf zwei von der Westküste Nordamerikas heimische Arten stammen alle Arten der Pfingstrose aus den gemäßigten Klimazonen Eurasiens. Der Verbreitungsschwerpunkt ist Südeuropa und Ostasien. Um Blütenknospen ausbilden zu können, benötigen die meisten Pfingstrosen-Arten eine kalte Ruhezeit im Winter. Junge Blätter und Blütenknospen können dagegen durch Spätfröste geschädigt werden. Dies gilt insbesondere für die Strauch-Päonien, die besonders früh austreiben.Die Echte Pfingstrose, die aus den Bergregionen Südeuropas stammt, gilt in Bayern und zwar vor allem in Franken als stellenweise eingebürgert. Aufgrund ihrer langen Kultivierungsgeschichte in Mitteleuropa würde man sie den ethelochor verschleppten Archäophyten zurechnen.
Namensherkunft
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Knospe einer Pfingstrose mit Ameise Bildherkunft |
Der botanische Name dieser Gattung ist „Paeonia“. Der Name ist auf das griechische Wort „paionia“ zurückzuführen, das für den Götterarzt Paian steht.
Einer griechischen Sage nach heilte dieser mit Hilfe dieser Pflanze Pluto, den Gott der Unterwelt, nachdem Herakles diesen im Krieg um Pylos verwundet hatte. Auch die alten römischen Dichter wissen ähnliches von dieser Pflanze zu berichten. Vergil behauptet im 7. Gesäng der Äneis, dass die Göttin Artemis den Virbios, der von den Pferden seines Vaters Theseus getötet worden war, mit Hilfe einer Pfingstrose wieder zum Leben erweckte.
Erscheinungsbild
Die Pflanze
Alle Päonien sind sommergrün, haben langlebige, ziemlich holzige „Wurzelstöcke“ mit verdickten Wurzeln und tragen große, zusammengesetzte Blätter, deren Fiedern normalerweise gezähnt oder gelappt sind. Es handelt sich meist um mehrjährige, krautige Pflanzen, die im Herbst ganz einziehen. Sie werden daher den Stauden zugerechnet. Es gibt jedoch auch eine kleine Gruppe chinesischer Arten, bekannt als „Strauch-“ oder „Baum-Päonien“, deren bis etwa 2,5 Meter lange Triebe verholzen. Pfingstrosen haben wechselständige, doppelt dreiteilige Laubblätter. Die Blüten entwickeln sich am Ende der aufrechten Stängel.Die Blüte
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Gelbe Baum-Pfingstrose (Paeonia lutea) Bildherkunft |
Unter der Blüte sitzen ein bis sechs Hochblätter (Brakteen). Die zwittrigen Blüten variieren stark in der Anzahl ihrer Blütenorgane. Es sind zwei bis neun Kelchblätter und vier bis 13 Kronblätter vorhanden. Die Blüten sind groß und rosenartig, in ihrer Mitte befinden sich viele (bis zu 230) kurze Staubblätter, die beinahe die zwei bis fünf (bis acht) großen Fruchtblätter verdecken. Es werden Balgfrüchte entwickelt, die die dunklen, großen (bis 1,3 cm Durchmesser) Samen enthalten.
Die Blüten erscheinen meist in Rosa- oder Rottönen, es existieren jedoch auch Arten mit weißen und gelben Blüten. Die Sorten dieser Strauch- und Baumpäonien tragen die größten und prächtigsten Blüten aller Pfingstrosen. Sie sind zumeist gefüllt, manchmal bis über 20 Zentimeter groß und besitzen gerüschte oder gekräuselte Kronblätter. Die Blüten der Pfingstrose verbreiten einen intensiven Duft.
Pfingstrosen in der Medizin
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Die Korallen-Pfingstrose (P. mascula) ist eine der zwei Arten, die man bereits in der Antike als Heilpflanze schätzte Bildherkunft |
Bereits Theophrast, Plinius und Dioskurides verweisen auf die medizinische Wirkung der Pfingstrose, wobei sie sowohl die Korallen- als auch die Echte Pfingstrose bezogen. Allerdings gab es bestimmte Regeln beim Sammeln der Pflanze einzuhalten, die der 1488 geborene Otto Brunfels folgendermaßen zusammenfasste:
- Und spricht Plinius, desgleichen Theophrastus, wann sie diese Wurzel haben wöllen graben, so mussst es bei Nacht geschehen, etlicher Gefährlichkeiten halben die sie bei Tag hätten müssen darüber bestehen, von wegen des Spechtes, Pici Martii genannt, dieser sticht nämlich bei Helligkeit dem Menschen die Augen aus. (zitiert nach Gallwitz, S. 196f)
Der Ruf der Heilkräftigkeit der Pfingstrosen hatte sich von der Antike bis ins 19. Jahrhundert erhalten, als die Droge Radix Paeoniae im Jahre 1860 auch offiziell aus den Arzneibüchern gestrichen wurde. Im Mittelalter galt sie als wirksames Mittel gegen die Gicht, sie sollte bei Kinder- und Frauenkrankheiten helfen.
Hildegart von Bingen schrieb in ihrer Physica über die Pfingstrose;
- Die Paeonie (beonia, Dactylosa) ist feuerfarben und hat gute Wirkung. Sie hilft sowohl gegen die dreitägigen wie die viertägigen Fieber... Unt wenn ein Mensch den Verstand verliert, so als ob er nichts wüßte und gleichsam in Ekstase läge, tauche Päoniensamen in Honig und lege sie auf seine Zunge, so steigen die Kräfte der Päonie in sein Gehirn empor und erregen ihn, so dass er rasch seinen Verstand wiedererlangt … Aber nimm auch Päoniensamen und tauche sie in das Blut eines Blutegels und hülle dann die übelriechenden Samen in einen Teig aus Weizenmehl, und wenn jemand durch die Fallsucht zu Fall kommt, lege sie in seinen Mund, während er so daliegt, und tue dies, so oft er durch diese Krankheit zu Fall kommt, und endlich er geheilt werden. (Zitiert nach Krausch, S. 323)
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Pfingstrose als Mittel gegen Epilepsie eingesetzt. In der Volksmedizin wurde auch der Rauch aus den Samen zur Behandlung von „Besessenen“ verwendet.
In der Volksmedizin kannte man noch eine andere Verwendung der Pfingstrose. Die Samen der Pfingstrosen wurden auf Ketten aufgereiht und zahnenden Kleinkindern zum Kauen gegeben. In Bayern nannte man die Samen deshalb auch Appoloniakörner – zu Ehren der Heiligen Appolonia, der Patronin der Zahnleidenden.
Heutzutage werden Pfingrosen in China großflächiger Anbau zur Gewinnung des Mudan pi, einem wichtigen Stoff der chinesischen Heilkunst, dafür auf Hunderten Hektar Anbau der Sorte Fen Dan Bai (Hybride von Paeonia ostii).
In Europa Import von Päonienwurzeln im großen Stil durch die Pharma-Industrie aus Ost-Europa und Vorderasien, wo Naturstandorte radikal geplündert werden.
Symbolik
In China gilt die Päonie als Symbol für Vornehmheit und Reichtum, aber auch die Vagina. Als weiße Päonie bezeichnet man ein schönes und kluges junges Mädchen. Zu den zentralen Werken der chinesischen Literatur zählt das vielfach ausgeführte und bearbeitete Drama Der Päonienpavillon.Die Geschichte der Pfingstrosen als Gartenpflanze
Pfingstrosen in China
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Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa) Bildherkunft |
Die Pfingstrosen werden in der chinesischen Gartenkunst bereits seit mehr als tausend Jahren als Zierpflanze kultiviert. Die Strauchpfingstrose ist in Nordwestchina, in Tibet und in Bhutan beheimatet und wächst dort in Bambusdickichten, im Unterholz der Wälder und auf Wiesen. Chinesische Gärtner hatten aus der ursprünglich rot blühenden Art bereits eine Palette unterschiedlicher Sorten mit Blütenfarben von Weiß über Gelb bis hin zu Schwarzviolett gezüchtet, als gegen Ende des 18. Jahrhundert Europäer die ersten lebenden Pflanzen nach England mitbrachten. Die Royal Horticultural Society sendete 1834 sogar eigens den Pflanzensammler Robert Fortune nach China, um dort weitere Pfingstrosen-Sorten zu erwerben.
Auch eine zweite Art, die Chinesische Pfingstrose wird seit über 1.000 Jahren in China als Zierpflanze geschätzt. Bereits zur Zeit der Sung-Dynastie (961 bis 1278) hatte man aus der Art 39 verschiedene Sorten gezüchtet, die sich vor allem durch dicht gefüllte, ballähnliche Blüten auszeichneten.
Die Pfingstrose ist die Nationalblume Chinas.
Pfingstrosen in Europa
Bereits in der Europäischen Antike war die Pfingstrose als Gartenpflanze bekannt. Zwei der Arten, die im Mittelmeergebiet heimisch sind, die Korallen-Pfingstrose und die Echte Pfingstrose, wurden im Mittelmeerraum bereits in der Antike gepflegt. Beide Arten standen in dem Ruf, Heilpflanzen zu sein. Es sind vor allem die Benediktinermönche gewesen, die die Echte Pfingstrose von jenseits der Alpen nach Mitteleuropa brachten, um sie als Heilpflanze in ihren Klöstern zu kultivieren. Gelegentlich bezeichnete man daher die Echte Pfingstrose auch als Benediktinerrose. Von den Klostergärten aus gelangte sie in die Bauerngärten, wo sie neben ihrer Heilwirkung auch wegen ihrer Anspruchslosigkeit und Langlebigkeit geschätzt wurde.Die Tatsache, dass die Pfingstrosen auf dem um 1410 entstandenen Gemälde „Paradiesgärtlein“ auftauchen, wird von Autoren wie etwa Heinz-Dieter Krausch dahingehend interpretiert, dass sie bereits im ausgehenden Mittelalter nicht nur als Heilpflanze, sondern bereits auch als Zierpflanze angesehen wurden. Auch auf einem 1473 entstandenen Gemälde von Martin Schongauer, dem Bild Maria im Rosenhag, ist eine Pfingstrose zu entdecken. Im 16. Jahrhundert waren Pfingstrosen in den Gärten bereits weit verbreitet, die Pfingstrose galt als „Königsblume“. Die zwei aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa gelangten Pfingstrosenarten wurden von damaligen Botanikern jedoch aus heutiger Sicht kurios eingeteilt. Die Echte Pfingstrose galt als weibliche Blume, die Korallen-Pfingstrose als die männliche Pflanze. 1561 erwähnt der Zürcher Arzt und Naturforscher Konrad Gessner erstmals gefüllte Pfingstrosen der Art Paeonia officinalis. Diese fanden so schnell Verbreitung, dass bereits im frühen 19. Jahrhundert Friedrich Gottlob Hayne festhalten konnte, dass man die ungefüllte Art nur noch selten in den Gärten fände. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden mit Paeonia peregrina mindestens eine weitere Päonienart kultiviert. Der Hortus Eystettensis kannte von den drei Arten insgesamt elf verschiedene Sorten.
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Die Feinblättrige Pfingstrose zählt bis heute in Mitteleuropa nicht zu den häufigen Gartenpflanzen Bildherkunft |
1757 erwähnte der Botanische Garten in Göttingen erstmals die Feinblättrige Pfingstrose, die man offenbar über den Botanischen Garten in Sankt Petersburg erhalten hatte. Sie wurde von Göttingen aus an andere Botanische Gärten abgegeben und bereits 1779 auch von einer Hamburger Gärtnerei als Zierpflanze angeboten. Sie ist bis heute eine in Gärten selten gepflegte Pflanze geblieben, da sie kälteempflindlicher als ihre Schwesterarten ist.
Pfingstrosen im Garten
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verschiedene Blütenstadien Bildherkunft |
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Nahaufnahme einer gefüllten Pfingstrosenblüte Bildherkunft |
Insbesondere die Echte Pfingstrose ist eine verhältnismäßig robuste Gartenpflanze und das gilt auch für viele der Zuchtsorten der Chinesischen Pfingstrose. Die anderen Arten stellen an ihren Standort höhere Anforderungen und können vor allem durch Spätfröste Schaden an Blättern und Trieben nehmen. Sinnvoll ist es, Pfingstrosen möglichst lange an einem Standort stehen zu lassen, da der Blütenansatz von Jahr zu Jahr zunimmt. Pfingstrosen können über Jahrzehnte am selben Ort gedeihen, ohne dass sie je ausgegraben und geteilt werden müssen. Empfehlenswert ist es, die Pflanzen im Frühjahr vor dem Austrieb sowie nach der Blüte im Sommer mit organischem Dünger wie Knochenmehl oder Hornspäne zu versorgen, damit die Pflanzen ihre Blühwilligkeit behalten. Auf mineralischen Dünger reagieren Pfingstrosen gelegentlich mit gelben Blättern und dürftigem Wachstum. Der Blühfähigkeit der Pflanze dient es auch, wenn verblühte Blüten abgeschnitten werden, da die Samenbildung der Pflanze viel Kraft kostet, die zu Lasten des Blütenansatzes im nächsten Jahr geht.
Pfingstrosen gedeihen an besten an einem etwas windgeschützten Standort in voller oder leicht gefiltertem Sonnenlicht. Pfingstrosen gedeihen am besten in nährstoffreichem, durchlässigem Gartenboden wie beispielsweise einem lockeren Lehmboden. Pfingstrosen sind sogenannte Starkzehrer, das heißt sie benötigen einen nährstoffreichen Boden. Bei den meisten Gärtnern hat es sich bewährt, sie nach dem Austrieb zu mulchen und mit gut verrottetem Mist zu düngen.
Staudenpfingstrosen werden so tief gepflanzt, dass ihr Wurzelstock etwa drei bis vier Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen. Die ideale Pflanzzeit ist in der Regel der Herbst, wenn die Sortenauswahl im Gartenfachhandel in der Regel auch am größten ist. Die beste Pflanzzeit für Strauch-Pfingstrosen fällt gleichfalls in diese Zeit. Sie werden jedoch so tief gepflanzt, dass die Veredelungsstelle etwa 10 bis 15 Zentimeter unterhalb der Oberfläche liegt.
Strauch-Pfingstrosen stehen am besten allein oder in Gesellschaft mit anderen Sträuchern. Ideale Begleitpflanzen der Stauden-Pfingstrosen sind beispielsweise Frauenmantel, Katzenminze oder die Arten und Sorten der Storchschnäbel.
Symbolik
Aufgrund ihrer langen Kultivierungsgeschichte wird den Päonien ein hoher symbolischer Gehalt zugewiesen. Pfingstrosen tauchen in den mittelalterlichen Tafelgemälden bereits auf, da sie in der christlichen Symbolsprache Reichtum, Heil, Heilung und Schönheit symbolisierten.In der chinesischen Gartenkunst symbolisiert die Päonie Reichtum, Liebespfand, ein in Liebe erfülltes Frauenleben und die Sanftmut Buddhas.
Ein japanisches Sprichwort sagt:
- 立てば芍薬、座れば牡丹、歩く姿は百合の花
- tateba shakuyaku, suwareba botan, aruku sugata wa yuru no hana
- Im Stehen wie eine Chinesische Pfingstrose, im Sitzen wie ein Strauch-Pfingstrose, und die Art wie sie läuft die Blüte einer Lilie.
Das Sprichwort beschreibt die drei unterschiedlichen Schönheitsideale, denen eine Frau entsprechen soll: Wenn sie steht, soll sie einer chinesischen Pfingstrose gleichen, mit ihrem kräftigen Stängel und der vollen Blüte. Wenn sie sitzt, soll sie dagegen zerbrechlich wirken wie die Strauch-Pfingstrose. Und wenn sie geht, soll sie anmutig sein wie eine Lilie.
Pfingstrosen in der Kunst
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Édouard Manet, Weiße Pfingstrosen Bildherkunft |
Die Pfingstrose wird in der chinesischen Kunst sehr häufig dargestellt, aber auch in der europäischen Kunst spielt sie eine große Rolle. Eines der ersten Gemälde, auf denen Pfingstrosen zu entdecken ist, ist „Das Paradiesgärtlein“, das um 1410 von einem unbekannten Oberrheinischen Meister geschaffen wurde. Dieses Bild gehört heute zu einem der Hauptwerke im Besitz des Museums Städel in Frankfurt. Die sogenannte „Marienblume“, wie man die Pfingstrose auch nannte, ist auf diesem Bild in der Mitte des unteren Bilddrittels abgebildet. Nicht unweit davon liegt tot der kleine Drache, der das Unheil symbolisiert und damit das Gegenstück zu dieser Blume bildet, die das Heil symbolisiert.
Zu den Künstlern der jüngeren Geschichte, die die Pfingstrose zum Motiv wählten, zählen Édouard Manet, Delacroix und Pierre-Auguste Renoir.
Die Pfingstrose in der Literatur
Ferdinand von Saar
Der Dichter Ferdinand von Saar hat der Pfingstrose ein Gedicht gewidmet, das auch den Titel „Pfingstrose“ trägt.
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Blüte einer Sorte der Echten Pfingstrose, die auch Bauernpfingstrose genannt wird Bildherkunft |
- Verhaucht sein stärkstes Düften
- Hat rings der bunte Flor,
- Und leiser in den Lüften
- Erschallt der Vögel Chor.
- Des Frühlings reichstes Prangen
- Fast ist es schon verblüht –
- Die zeitig aufgegangen,
- Die Rosen sind verblüht.
- Doch leuchtend will entfalten
- Päonie ihre Pracht,
- Von hehren Pfingstgewalten
- Im tiefsten angefacht.
- Gleich einer späten Liebe,
- Die lang in sich geruht,
- Bricht sie mit mächtgem Triebe
- Jetzt aus in Purpurglut.
Joseph Freiherr von Eichendorff
- Der alte Garten
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Samenstände der Fremdartigen Pfingstrose (Paeonia peregrina) im Botanischen Garten Berlin Bildherkunft |
- Kaiserkron und Päonien rot,
- Die müssen verzaubert sein,
- Denn Vater und Mutter sind lange tot,
- Was blühn sie hier so allein?
- Der Springbrunnen plaudert noch immerfort
- von der alten schönen Zeit,
- eine Frau sitzt eingeschlafen dort,
- ihre Locken bedecken ihr Kleid.
- Sie hat eine Laute in der Hand,
- als ob sie im Schlafe spricht,
- mir ist, als hätt ich sie sonst gekannt
- still geh vorbei und weck sie nicht!
- Und wenn es dunkelt das Tal entlang,
- streift sie die Saiten sacht,
- da gibt's einen wunderbaren Klang
- durch den Garten die ganze Nacht.
Arten (Auswahl)
Man unterscheidet unter anderem folgende Pfingstrosen-Arten Paeonia):
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Pfingstrosenblüte Bildherkunft |
- P. anomala, China:
- P. anomala subsp. anomala
- P. anomala subsp. veitchii
- Kalifornische Pfingstrose (P. californica)
- Mallorca-Pfingstrose (P. cambessedesii), Staude
- P. clusii
- Krim-Pfingstrose (P. daurica), Staude, mit sechs Unterarten; Auswahl:
- Krim-Pfingstrose (P. daurica ssp. daurica)
- Kaukasische Pfingstrose (P. daurica ssp. corifolia)
- Wittmanns Pfingstrose (P. daurica ssp. wittmanniana)
- P. decomposita, China:
- P. decomposita ssp. decomposita
- P. decomposita ssp. rotundiloba
- Delavays Pfingstrose (P. delavayi), China
- P. emodi, China
- P. intermedia, China
- Japanische Pfingstrose (P. japonica)
- P. jishanensis, China
- Chinesische Pfingstrose (P. lactiflora). Ihre Hybriden werden gelegentlich auch als Edelpfingstrose bezeichnet, Staude, China
- P. ludlowii, China
- Portugiesische Pfingstrose (P. lusitanica)
- Gelbe Strauch-Pfingstrose (P. lutea), Halbstrauch
- Großblättrige Pfingstrose (P. macrophylla)
- P. mairei, China
- Korallen-Pfingstrose (P. mascula), Staude
- Türkische Pfingstrose (P. mascula ssp. arietina)
- Gelbe Kaukasus-Pfingstrose (P. mlokosewitschii), Staude
- P. obovata, China
- P. obovata subsp. obovata
- P. obovata subsp. willmottiae
- Echte Pfingstrose (P. officinalis), Staude
- P. ostii, China
- Fremdartige Pfingstrose (P. peregrina), Staude
- Paeonia qiui, China
- P. rockii, China:
- P. rockii subsp. linyanshanii
- P. rockii subsp. rockii
- P. rockii subsp. taibaishanica
- P. sterniana, China
- Strauch-Pfingstrose (P. suffruticosa), Strauch, China:
- P. suffruticosa subsp. suffruticosa
- P. suffruticosa subsp. yinpingmudan
- Feinblättrige Pfingstrose (P. tenuifolia), Staude
Literatur
- Ivo Pauwels, Guy Vervoort. Pioenen, in volle glorie, 2006 Impressum, Tielt : Lannoo, Collatie, 143 p. : ill. ISBN, ISBN 90-209-6507-7
- Mcgeorge, Pamela, Peonies (2006) ISBN 1-55407-168-2, Publisher: Firefly Books Ltd, Canada, Series: Firefly Gardener's Guide.
- Giguère, Rock: Les pivoines. ISBN 2-7619-2224-7
- McLewin, Will , Chen Dezhong (2006) Peony rockii and Gansu Mudan , ISBN 0-9614088-3-9
- Cheng Fangyun 2005 Chinese Flare Mudan 166p. ISBN 7-5038-3968-6
- Li Jiajue (Ed.) 2005, Chinese Tree Peony Cultivar Groups [Northwest, Southwest, Southern Yangtse] (English Edition) China Forestry Publishing House, 2005. ISBN 7-5038-4040-4
- Page, Martin: The gardener's peony: herbaceous and tree peonies, 2005, Timber Press 267p. ISBN 0-88192-694-9
- Irmtraud Rieck & Friedrich Hertle 2002 Strauchpfingstrosen, Eugen Ulmer Verlag Stuttgart, ISBN 3-8001-3657-0, 168 Seiten, 150 Farbfotos.
- Jean-Luc Rivière: Pivoines: comment les choisir et les cultiver facilement. ISBN 2-84138-152-8, 2002, Ulmer
- Marianne Beuchert: Symbolik der Pflanzen - Von Akelei bis Zypresse. Frankfurt am Main 1995
- Esther Gallwitz: Kleiner Kräutergarten - Kräuter und Blumen bei den Alten Meistern im Städel. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-458-33518-8
- Heinz-Dieter Krausch: Kaiserkron und Päonien rot... - Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-93-554923-7
- Angelika Lüttig & Juliane Kasten: Hagebutte & Co - Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen. Fauna Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-93-598090-6
Weblinks
}}- Webseite von Walter Good, Schweiz
- Päonien-Datenbank
- Deutsche Päonienfreunde
- Rockii Päonien
- Beschreibung der Familie/Gattung in der Flora of China. (engl.)
Diskussion der Autoren über den Artikel: Pfingstrosen
der Artikel ist offensichtlich eine Dublette zu Pfingstrose. Wie geht man damit um? Fehlende Inhalte nach dort übernehmen und dann Artikel hier löschen ?? Aki52 08:55, 26. Jul 2004 (CEST)
Dublette?
Nein, es handelt sich nicht um eine Dublette: Unter Pfingstrosen wird die Gattung der Pfingstrosen beschrieben, unter Pfingstrose (auch "Echte Pfingstrose oder Bauernpfingstrose) eine Art dieser Gattung, die im Deutschen namensgleich ist. Also auf keinem Fall löschen. BS Thurner Hof 21:30, 26. Jul 2004 (CEST)
Pfingstrosen
Die Gattung der Pfingstrosen (Paeonia), die als einzige in der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) steht, umfasst 33 Arten von Stauden und Sträucher.- Pro
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Bildherkunft kein exzellenter aber ein lesenswerter Botanik-Artikel --Atamari Atamari 02:43, 31. Jul 2005 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft --TomK32 WR Digest 16:14, 4. Aug 2005 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft Antifaschist 666 20:36, 5. Aug 2005 (CEST)Pro
Aus Art-Artikel Gemeine Pfingstrose
Diese jetzt Stoffsammlung befand sich im Art-Artikel Gemeine Pfingstrose und gehört da nicht hin. Daraus kann sich jeder bedienen und in den Gattung-Artikel Pfingstrosen einbauen: ... Neben den Stauden-Arten, von denen es etwa 30 Arten und 5000 Kulturformen gibt, auch Strauch-Pfingstrosen, fälschlicherweise auch als Übersetzung aus dem Englischen als "Baumpäonien" (von tree peony) bezeichnet, die 1 bis 2,5 m hohe Sträucher bilden. Weitere wichtige Arten: Paeonia lactiflora: In tausenden Sorten in unseren Gärten vertreten, stammt aus Sibirien, Nordchina, Korea, Japan, in Europa seit ca. 1800 eingeführt und sehr beliebt wegen ihres wunderbaren Duftes. Tausende Sorten, von der klassischen voll gefüllten über anemonenförmige Sorten bis hin zu einfach blühenden (ungefüllten).
Paeonia rockii
BildherkunftPaeonia tenufolia (Netzblatt-Päonie): kleinwüchsig, mit fein zerteiltem Laub (wie Dill), einfach rot oder rosa bzw. rot gefüllt blühend, sehr früh.
Paeonia mlokosewitschii (Mlokosiewicz's Kaukasus-Päonie): Sehr beliebte gelbblühende Wildart, war bei allen Umfragen der Fachgruppe Päonien der GdS unter den Siegern, sehr früh, schön.
Paeonia rockii (Rocks Päonie): Sehr winterharte Strauchpfingstrosen-Wildart, von der es mittlerweile Hunderte Hybriden gibt, vor allem aus China, wo sie in der Provinz Gansu heimisch ist. Aufgrund der schönen Blüten, des starken Duftes und der Robustheit für Deutschland am besten geeignete Strauchpäonie.

Blüte von Paeonia ludlowii mit den Staubgefäßen, die die Pollen enthalten
BildherkunftVorkommen
Die natürliche Heimat ist die gesamte Nordhalbkugel, von Nordafrika (Marokko und Algerien) über Portugal und Spanien bis nach Japan und Korea sowie die Westküste der USA (10 Bundesstaaten). Nördlichste Ausdehnung bis zur Kola-Halbinsel in Nord-Russland und Mittelsibirien, südlichste bis Tibet und Yunnan in China sowie Marokko und Israel. In Europa südlich der Alpen.Die Standorte sind sehr verschieden. Manche Arten wachsen auf Meereshöhe, manche sind in Hochgebirgen bis 4000 Meter beheimatet.
Wichtige Kultivar-Gruppen: Ausführliche Erläuterung der einzelnen Kultivargruppen siehe http://www.paeo.de/deutsch/...
--BotBln 16:59, 27. Dez 2005 (CET)Lesenswert Abwahl 5.-12.7.2006
Die Gattung der Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, die als einzige in der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) steht, umfasst 33 Arten. Die bekannstesten Sorten sind Stauden, also mehrjährige krautige Pflanzen; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, das sind meisten Halbsträucher, seltener Sträucher. Zu beachten ist, dass wenn man Pfingstrosen in Parks und Gärten findet es fast immer Sorten (Hybriden) sind und keine reinen Arten.
ich finde schon die einleitung dieses artikels für einen lesenswerten zu "krautig", inhaltlich kann ich es schwerer beurteilen, aber sprachlich und formal scheint mir dieser artikel den kriterien, wie sie inzwischen an lesenswerte artikel angelegt werden, nicht mehr zu entsprechen.---Poupou l'quourouce 13:05, 5. Jul 2006 (CEST)
- contra s.o.--Poupou l'quourouce 13:05, 5. Jul 2006 (CEST)
- contra Da fehlt es noch weit. Ich habe begonnen von oben her zu bearbeiten, aber da waren schon im oberen Drittel soviele Änderungen erforderlich, dass ich erstmal abgespeichert habe. Da brauche ich sicher noch mehrere Edits. Bisher ging es den Bearbeitern wohl um Masse statt Qualität. Da es aber bei einer Wertung wie Lesenswert um die Qualität geht - ganz entschieden contra. --BotBln 15:05, 5. Jul 2006 (CEST)
- contra Stil und Ausdruck sind von lesenswert weit entfernt. --Sigune 20:35, 7. Jul 2006 (CEST)
- Hilfe! Tut mir schrecklich leid, aber mir ist gerade beim Speichern was gründlich schiefgegangen. Weiß aber nicht, wie ich Sigunes letzte Version wiederherstellen kann. Sorry vielmals --Wildfeuer 22:25, 7. Jul 2006 (CEST)
- Neutral
Symbol neutral vote.svg
BildherkunftNeutral : Stil gehört verbessert, Bilder bei Pfingstrosen im Garten --> besser anordnen; generell etwasüberarbeiten. --Hufi2404 10:28, 10. Jul 2006 (CEST)- Contra
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Bildherkunft - Es fehlt überhaupt ein einziges Wort zu Inhaltsstoffen, Pharmakologie und Ethnobotanik, wo es mindestens für P. officinalis etwas zu schreiben gibt. -- Ayacop 12:53, 10. Jul 2006 (CEST)Contra
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Pfingstrosen und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).














