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Pilocarpin

Der Artikel Pilocarpin gehört zur Kategorie: Parasympathomimetikum, Arzneistoff, ATC-S01, Alkaloid, Chemiebox fehlt

Pilocarpin ist ein Arzneistoff der anregend auf den parasympathischen Anteil des vegetativen Nervensystems wirkt (sog. Parasympathomimetikum). Es ist ein Alkaloid, welches natürlich in Jaborandiblättern (Rutakraut, Pilocarpus sp.) vorkommt.

Wirkungen

Pilocarpin steigert die Sekretion exokriner Drüsen (Schweiß-, Speichel-, Tränen-, Magen-, Bauchspeichel- sowie Darmdrüsen) und die Schleimproduktion durch die Becherzellen in den Atemwegen. Außerdem erhöht es den Tonus der glatten Muskulatur und des Pupillenverengers (Musculus sphincter pupillae).

Verwendung

Pilocarpin wird vor allem in der Augenheilkunde bei einer Erhöhung des Augeninnendruckes (Glaukom) angewendet. Es wirkt direkt erregend auf den Musculus sphincter pupillae (Pupillenverenger) und löst somit eine Verkleinerung (Miosis) der Pupille aus. Der Abfluss des Kammerwassers wird dadurch erleichtert, wodurch der Augeninnendruck sinkt. Pilocarpin wird dabei direkt am Auge angewendet, wodurch die Wirkung des Mittels lokal auf dieses begrenzt bleibt.

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Gesundheitshinweis



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Pilocarpin und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).