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Der Artikel Polen gehört zur Kategorie: Polen, Staat
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Begriffsklärungshinweis
Die Republik Polen (polnisch Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Das Land grenzt im Norden an die russische Exklave Kaliningrad (210 km) und an Litauen (103 km), im Osten an Weißrussland (416 km) und die Ukraine (529 km), im Süden an die Slowakei (539 km) und Tschechien (790 km) sowie im Westen an Deutschland (467 km). Des Weiteren hat das Land eine 528 km lange Ostseeküste. Insgesamt sind Polens Grenzen 3.582 km lang. Die längste Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 790 km, die längste Ost-West-Ausdehnung 680 km.
Der Name Polen kommt vom westslawischen Stamm der Polanen (Polanie), die sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Wojewodschaft Großpolen um Posen (Poznań) und Gniezno (Gnesen), zwischen den Flüssen Oder und Weichsel, niederließen.
Geographie
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Topographie Polens Bildherkunft |
Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der Pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das Stettiner- und das Frische Haff sowie die Pucker Bucht unterbrochen. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformte Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, in dem vier große Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) liegen, deren zahlreiche Gewässer in die hügelige Moränenlandschaft des Baltischen Landrückens eingebettet sind (vgl. Kaschubische Schweiz). Südlich des Tieflandes liegen die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägten Landschaften Schlesiens und Masowiens. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge, des Krakauer-Tschenstochauer Jura, das Heiligkreuzgebirge, die Beskiden, die Waldkarpaten und die Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge.
Siehe auch: Großpolen, Masowien, Ermland-Masuren, Pommern (Hinterpommern und Pommerellen), Schlesien, Kleinpolen, Podlasien.
Flüsse
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Die Weichsel bei Graudenz Bildherkunft |
Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1.047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warthe mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleinere Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Angerapp fließen über den Pregel und die Czarna Hańcza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Iser in den Sudeten, über die Elbe in die Nordsee. Die Orava aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleinere Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnjestr ins Schwarze Meer.
Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffahrt genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder. Im Mittelalter und der Neuzeit, als Polen-Litauen die Kornkammer Europas war, gewann die Verschiffung von Agrarprodukten auf der Weichsel Richtung Danzig und weiter nach Westeuropa eine sehr große Bedeutung, wovon noch viele Renaissance- und Barockspeicher in den Städten entlang des Flusses zeugen.
Für eine Übersicht über die wichtigsten Flüsse siehe die Fluss in Polen.
Geologie
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Granitfelsen in der Hohen Tatra Bildherkunft |
Die geologische Struktur Polens wird geprägt durch die Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen einerseits sowie durch die Vergletscherung von Skandinavien während der Eiszeiten andererseits. Beide Prozesse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden aufweisen. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra bestehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzen. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Erde.
Berge
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Pieniny in den Karpaten Bildherkunft |
Polen hat 21 Berge mit über 2000 m Höhe, die sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet aus Hoher und Westlicher Tatra bestehend, stellt die höchste Bergkette Polens sowie der gesamten Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem Meerauge (Morskie Oko), einem Bergsee, steht dort. Die zweithöchste Gebirgskette in Polen sind die Beskiden mit der Babia Góra (1.725 m) als höchstem Gipfel. Gefolgt werden sie vom Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1.602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchster die in der Polonina gelegene Tarnica mit ca. 1.300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden (ca. 1.000 m), die Gorce (ca. 1.300 m), und die Pieniny (ca. 1.000 m) bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind.
Der mit 2 m unter Normalnull am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elblaskie in der Nähe von Elbląg (Elbing) im Weichseldelta.
Eine Liste der wichtigsten Gebirgszüge befindet sich in der Gebirge in Polen.
Seen
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Ein Bergsee in der Hohen Tatra nahe der polnisch-slowakischen Grenze Bildherkunft |
Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen Hektar überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro km² als Polen auf. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) in Masuren sowie das Jezioro Łebsko (Leba-See) und das Jezioro Drawsko (Dratzig-See) in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge (poln. Morskie Oko) der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hańcza-See in der Seenplatte von Wigry, östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra-Bergsee „Großer Polnischer See“ im „Tal der fünf polnischen Seen“.
Zu den ersten Seen, deren Ufer besiedelt wurden, gehören die der Großpolnischen Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1.000 Menschen bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Angehörige der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (poln. „Ostrów“). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Goplo-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf einer Wartheinsel in Posen.
Die wichtigsten Seen Polens finden sich in der See in Polen.
Küste
Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wolin im Westen bis nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichselnehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dünen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B. das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wollin. Die größten Hafenstädte sind Gdynia, Danzig, Stettin und Świnoujście. Die bekanntesten Ostseebäder sind Sopot, Międzyzdroje, Kołobrzeg, Łeba, Władysławowo und Jurata.
Für einen Überblick über die Inseln Polens siehe Polnische Inseln.
Bodennutzung
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Nationalpark Heuscheuergebirge Bildherkunft |
28 % des Landes sind von Wald bedeckt. Über die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei allerdings die Gesamtfläche der Äcker zurückgeht und gleichzeitig die verbliebenen intensiver bewirtschaftet werden. Die Viehzucht ist insbesondere in den Bergen weit verbreitet. Über 1 % der Fläche Polens - 3.145 km² - werden in 23 Nationalparks geschützt. In dieser Hinsicht nimmt Polen den ersten Platz in Europa ein. Drei weitere sollen in Masuren, im Krakauer-Tschenstochauer Jura und in den Waldkarpaten neu geschaffen werden. Die meisten polnischen Nationalparks befinden sich im Süden des Landes. Zudem werden Sumpfgebiete um Flüsse und Seen in Zentralpolen geschützt, sowie Küstengebiete im Norden. Hinzu kommen zahlreiche Reservate und Schutzgebiete.
Flora und Fauna
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Ein Wisent im Nationalpark von Białowieża Bildherkunft |
In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Białowieża und in Podlachien sowie der Braunbär in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den verschiedenen Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Białowieża. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien.
Polen ist das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel, die im Sommer nach Europa kommen, brütet in Polen, insbesondere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, des Narew und der Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer, in denen mehr Störche als Menschen wohnen.
Liste der Nationalparks in Polen
Klima
Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. Die Sommer sind allgemein mäßig warm bis warm mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 19 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um 0 °C im Nordwesten und bis zu -5 °C im Südosten. Niederschlag fällt das ganze Jahr über, wobei der Winter insbesondere im Osten trockener als der Sommer ist.
bild:Klima_gdynia.png|Klimadiagramm Gdynia
bild:Klima_warschau.png|Klimadiagramm Warschau
bild:Klima_krakau.png|Klimadiagramm Krakau
bild:Klima_zakopane.png|Klimadiagramm Zakopane
Größte Städte
Die größten Ballungszentren sind das Oberschlesische Industriegebiet, die Ballungsräume um Warschau und Łódź (Lodz/Lodsch) sowie das Weichseldelta um die sogenannte Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen. Eine Übersicht gibt die Liste der Städte in Polen sowie die Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte.
Bevölkerung
Polen hat mit knapp 40 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa und die sechstgrößte in der Europäischen Union. Die Bevölkerungsdichte beträgt 127 Einwohner pro Quadratkilometer. Polen ist ethnisch betrachtet ein äußerst homogener Staat, was ein Novum in der polnischen Geschichte darstellt: Die Polen stellen mit 99,3 % die Mehrheitsbevölkerung (inkl. der Schlesier und Kaschuben). Die verbleibende Minderheitsbevölkerung in Polen setzt sich nach einer Volkszählung von 2002 aus Deutschen (152.897), Weißrussen (ca. 49.000) und Ukrainern (ca. 30.000) sowie Tataren, Litauern, Roma, Lemken, Russen, Karäern, Slowaken und Tschechen zusammen. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern. Die Zahl der Auslandspolen wird auf 20 Millionen geschätzt.
Religion
[[Bild:Jasna_Góra.jpg|thumb|200px|right|Tschenstochau ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Polen]]
[[Bild:Stary kosciol w Haczowie.jpg|thumb|200px|right|Spätgotische Holzkirche im Karpatenvorland Haczów]]
Seit dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist das Land fast einheitlich katholisch - ca. 90 % römisch-katholisch, davon ca. 70 % praktizierend; 1,3 % Polnisch-Orthodox; 0,3 % Zeugen Jehovas; 0,2 % Griechisch-Katholisch; 0,2 % Evangelisch-Lutherisch; kleinere Minderheiten bilden unter anderem die Altkatholischen Mariaviten, die Polnisch-Katholischen, Pfingstler, Adventisten, Juden und Moslems (unter anderem die Tataren bei Białystok). Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus (Ost-Brandenburg), Westpreußen, Hinterpommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Die ab 1945 aus Oberschlesien und dem Ermland ausgesiedelten deutschen Bevölkerungsteile waren demgegenüber ebenso wie die dort neuangesiedelte polnische Bevölkerung mehrheitlich katholisch.
Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt Papst Johannes Paul II. (1920-2005), der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte.
Die polnischen Stämme waren ursprünglich Heiden und hatten - ähnlich wie andere Westslawen - ein polytheistisches Religionssystem, dessen Hauptgott der vierköpfige Swietowit war, dessen Statuen zwischen Pommern (z.B. bei Kap Arkona auf Rügen) und der Ukraine (z.B. der "Antichrist aus dem Zburz") gefunden wurden. Diese Religion konnte sich teilweise bis ins 14. Jahrhundert behaupten. Insbesondere im Nordosten wurde auch ein Ahnenkult gepflegt, der teilweise bis ins 19. Jahrhundert überdauerte und in der Romantik u.a. von Adam Mickiewicz in seinem Drama Dziady wieder aufgegriffen wurde.
Die polnischen Stämme kamen wahrscheinlich im 9. Jahrhundert über das Großmährische Reich mit dem christlichen Glauben zum ersten Mal in Kontakt. Die Wislanen in Kleinpolen wurden zur Zeit der byzantinischen Slawenaposteln Kyrill und Method von den Herrschern des Großmährischen Reiches unterworfen. Mährischen Chronisten zufolge soll bereits zu dieser Zeit das Christentum nach slawischem Ritus in der Region um Krakau eingeführt worden sein. Im Jahre 965 heiratete der Herzog von Polen, Mieszko I., die böhmische Prinzessin christlichen Glaubens Dubrawka und ließ sich im folgenden Jahr nach lateinischem Ritus taufen. Damit hatten auch seine Untertanen den neuen Glauben anzunehmen. Polen war jedoch im Mittelalter nie religiös homogen. Noch bevor sich der christliche Glaube endgültig durchsetzen konnte, wanderten in den nächsten Jahrhunderten, begünstigt durch das Toleranzedikt von Kalisz von 1265 Juden aus Westeuropa und Hussiten aus Böhmen nach Polen ein. Durch die Union mit Litauen 1386 und 1569 kamen viele weißrussisch- und ukrainischsprachige orthodoxe Christen unter die Herrschaft der polnischen Könige. Das Luthertum fand seit dem 16. Jahrhundert besonders bei der deutschen Bevölkerung in den nordpolnischen Städten viele Anhänger, während der Kalvinismus beim Kleinadel, der Szlachta, beliebt war. Es bildete sich auch eine polnische Sekte der arianischen Polnischen Brüder unter der Leitung von Fausto Sozzini, die in Raków sogar eine eigene Universität gründete. Der Sejm von 1555 debattierte über die Einführung einer protestantischen Nationalkirche in Polen. Diese wurde zwar nicht eingeführt, doch die Warschauer Konföderation und die Articuli Henriciani von 1573 sicherten die individuelle Glaubensfreiheit in der polnischen Verfassung, daher kam es in Polen nie zu Religionskriegen. 1596 wurde in der Kirchenunion von Brest die griechisch-katholische Kirche gegründet. Im 17. Jahrhundert vermochte die Gegenreformation jedoch die meisten "Andersgläubigen" auf die katholische Seite zu ziehen.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelte der polnische König Jan Sobieski moslemische Tataren in Podlachien an. Eine relativ große moslemische Minderheit lebte auch um Kamieniec Podolski in Podolien, das zwischen 1672 und 1699 zum Osmanischen Reich gehörte.
Die polnischen Juden sind seit dem 18. Jahrhundert in zwei dominierende Glaubensrichtungen getrennt, die aufgeklärten Haskalen und die orthodoxen Chassiden.
Siehe auch: Konfessionen in Polen
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Polens
Vorhistorische Zeit und Gründung
[[Bild:Slavic peoples 9c map.jpg|thumb|300px|right|Westslawische Stämme in Mitteleuropa im Frühmittelalter ]] Bereits während der Eiszeiten lebten Jäger und Sammler auf dem Gebiet des heutigen polnischen Staates, soweit die Vergletscherung ihnen Lebensraum zurückließ. Zentren dieser frühen Kulturen waren z. B Höhlen und Felsen in den südlichen Bergen. So wurde z. B. der Wawelhügel mitsamt Grotte in Krakau schon vor 20.000 Jahren bewohnt. In der Bronze- und Eisenzeit dominierte die Lausitzer Kultur und Przeworsker Kultur. Als bekanntestes Beispiel gilt die Pfahlbausiedlung in Biskupin, die um 700 v. Chr. gegründet wurde und um 400 v. Chr. von Skythen zerstört wurde. Während der Antike unterhielt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Polen über die Bernsteinstraßen Handelsbeziehungen mit Rom und Griechenland. Die Römer erwähnten bereits um Christi Geburt die Städte Kalisz und Truso. Germanische Stämme, die seit etwa 1000 v. Chr. in Nord- und Westpolen siedelten (Goten, Vandalen und Burgunder) zogen während der Spätantike ins heutige Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Tunesien und vermischten sich mit den dortigen Bevölkerungen. Gleichzeitig kamen während der Völkerwanderung andere Völker, darunter die Hunnen, Slawen und Awaren in das heutige Polen. Dauerhaft siedelten seit dem 5. Jahrhundert die Westslawen im polnischen Gebiet. Vor der Staatsgründung unternahmen die Wikinger, Ungarn und Mährer Raubzüge nach Polen. Mit dieser Zeit verbindet man auch die Sagen um die ersten Urfürsten Polens Popiel, Piast, Lech und Siemowit.Polen, dessen Name sich vom westslawischen Stamm der Polanen ableitet, ist als Herzogtum im frühen 10. Jahrhundert von Posen und Gnesen aus gegründet worden. Es wurde von 960 bis 992 vom Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten regiert, der nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug unterwarf.
966 ließ sich Mieszko I. nach römisch-katholischem Ritus taufen. Das Territorium erreichte durch Eroberungen unter Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw dem Tapferen Grenzen, die den heutigen Staatsgrenzen sehr nahe kamen. Um 997 schloss Polen ein enges politisch-militärisches Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich, während des Staatsakts zu Gnesen im Jahr 1000 wurde die Übereinkunft vom polnischen Herrscher Boleslaw I. und Kaiser Otto III. bestätigt. Mit der Krönung Boleslaws im Jahr 1025 wurde Polen in den Stand eines Königreiches erhoben.
Mittelalter und Neuzeit
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Die polnisch-litauische Adelsrepublik 1569 - 1795 Bildherkunft |
Während der Regentschaft des Piasten Kasimir I., wurde die Hauptstadt 1040 von Gnesen nach Krakau verlegt. Nach dem Tod von Boleslaw III. 1138 wurde die Senioratsverfassung eingeführt, nach welcher die Söhne Boleslaw III. als Juniorherzöge unter dem Seniorat des jeweils Ältesten der Dynastie die ihnen unterstehenden einzelnen Landesteile regierten. Bis 1295 dauerte die feudale Zersplitterung, der sogenannte Partikularismus, in Polen an, der zu einer starken politischen Schwächung Polens im 13. Jahrhundert führte. Polen zerfiel 1138 in sechs unabhängige Herzogtümer: Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Pommerellen, Schlesien und Masowien, das sogenannte "Seniorat Polen". Die Jahre bis zur Wiedervereinigung waren durch feudalistische Territorialzersplitterung geprägt. Das im Osten gelegene Gebiet Kleinpolens zerfiel in das Adelsterritorium Sandomierz, das östliche Großpolen in die Herzogtümer Łęczyca und Sieradz, das westliche Masowien in das Herzogtum Kujawy. Zwei lehnsabhängige Fürstentümer trennten sich unter einheimischen Herrscherhäusern ganz vom Reichsverband und gingen ihre eigenen Wege, so Pommern 1181 unter den Greifen und Pommerellen 1227 unter den Samboriden. Schlesien wurde 1348 im Vertrag von Namslau endgültig ein Teil Böhmens und damit des Heiligen Römischen Reiches. Hinzu kamen in den folgenden Jahrhunderten Eroberungen verschiedener Staaten (Kgr. Böhmen, Mgf. Brandenburg, Deutscher Orden). Auch der Mongolensturm des Jahres 1241, und die nachfolgenden großen Plünderungszüge der Tartaren ließen die Bevölkerungszahl in den polnischen Teilfürstentümern schrumpfen.
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Polen unter der Regentschaft von Wladyslaw I. wiedervereinigt. Sein Sohn, Kasimir der Große, setzte den väterlichen Kampf um die Einheit fort und leitete erfolgreich soziale und wirtschaftliche Reformen ein, die Polen zu einer machtvollen Position in Mitteleuropa verhalfen. 1386 heiratete der litauische Großfürst Jagiello die polnische Königin Jadwiga. Er, Wladyslaw II. Jagiello, nunmehr zugleich litauischer Großfürst und polnischer König, schuf den mächtigen Doppelstaat Polen-Litauen, der für die nächsten 300 Jahre die Geschicke Mittel- und Osteuropas entscheidend beeinflusste. Im 15. Jahrhundert, nach der politischen Ausschaltung des Deutschen Ordens in Preußen, stieg das aus Polen und Litauen hervorgegangene Großreich zu einer der führenden Kontinentalmächte und war lange Zeit der größte Staat Europas mit Einflußsphären vom Baltischen- zum Schwarzen Meer und von der Adria bis an die Tore Moskaus. Auf Betreiben des letzten polnischen Königs aus der Jagiellonen-Dynastie, Sigismund August, wurde die Personalunion zwischen Polen und Litauen in Lublin im Jahr 1569 in eine Realunion umgewandelt. Polen und Litauen bildeten seit 1569 die sogenannte Adelsrepublik und damit den ersten modernen Staat Europas mit einem adelsrepublikanischen System und einer Gewaltenteilung.
Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit
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Polen in den Grenzen von 1772 und spätere Teilungen in den Jahren 1772, 1793, 1795 Bildherkunft |
Die Adelsrepublik stürzte im 17. und 18. Jahrhundert in dauerhafte Krisen, die durch zahlreiche Kriege (mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen und Siebenbürgen), fehlenden politischen Reformen und inneren Unruhen, die sich durch Bildung von Magnaten (=Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs), Kosakenaufstände und dauerhafte Konfrontationen mit den Krim-Tataren in den südöstlichen Wojewodschaften kennzeichneten. Besonders die Wahl ausländischer Dynasten zu polnischen Königen (sie verfügten über keine Hausmacht in Polen und waren vom Wohlwollen des Hochadels abhängig) und die Uneinigkeit innerhalb des polnischen Adels, der Schlachta und Oligarchen, schwächten den Staat beträchtlich.
In den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde Polens innere Schwäche von seinen Nachbarn Preußen, Österreich und Russland ausgenutzt, welche Polen gleichzeitig überfielen und am Ende rechtswidrig unter sich aufteilten. Polen wurde damit seiner Freiheit beraubt und in drei unterschiedliche Staaten zerrissen.
Auf Drängen des französischen Kaisers Napoleon entstand 1807, im Rahmen des Friedens von Tilsit, aus den preußischen Besatzungszonen der Zweiten- und Dritten Teilung ein relativ kleines Herzogtum Warschau, als Vasallenstaat des revolutionären Frankreichs, dem es 1809 gelang Teile Kleinpolens (1795-1809 Provinz Westgalizien genannt) von Österreich zurückzuerobern. Aufgrund der Niederlagen der polnisch-französischen Allianz im Russlandfeldzug von 1812 und in der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813, wurde aus dem Herzogtum, ohne die Provinz Posen und Krakau, auf dem durch die Teilungsmächte dominierten Wiener Kongress das „Königreich Polen“ 1815 geschaffen, welches als Kongresspolen in Personalunion formal nur durch die Person des russischen Zaren als König von Polen mit dem Russischen Reich verbunden war. Bis 1831 genoss dieses polnische Staatswesen weitgehende Autonomie. Mit dem Aufkommen des Nationalismus beim Übergang von der Feudalgesellschaft zum Kapitalismus wurde durch die zaristische Verwaltung versucht, diese Autonomie Schritt für Schritt abzuschaffen.
Dadurch kam es zum fehlgeschlagenen Novemberaufstand von 1830, in dem die Polen versuchten die russische Fremdherrschaft und Dominanz abzuschütteln. Mit der Niederlage wurde die polnische Bevölkerung seit 1831 in den preußischen und russischen Besatzungszonen einer verstärkten Germanisierung - zufolge den preußischen Volkszählungen ohne größere Auswirkungen auf die Bevölkerungsverhältnisse - und Russifizierung unterzogen, die nach dem zweiten, gescheiterten Aufstand, dem Januaraufstand von 1863, besonders forciert wurde. Die Bezeichnung Polen wurde verboten und das Land durch die russische Obrigkeit in Weichselland umbenannt. Ähnlich verfuhren auch die Hohenzollern in Pommerellen und Großpolen, obgleich in preußischen Schulbüchern und Volkszählungen die Bezeichnung Polen weiterhin gebräuchlich blieb. Nur im von Österreich besetzten polnischen Galizien, konnten die Polen durch die politischen Reformen des Hauses Habsburg-Lothringen in der Donaumonarchie seit 1867 der geistig-nationalen Knechtschaft in den von Preußen und Russland dominierten Teilen Polens entkommen, das von da ab das Fundament der Wiedergeburt Polens nach dem Ersten Weltkrieg bildete.
Unabhängigkeit und die Zweite Republik 1918-1939
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Polen nach dem Frieden von Riga mit Sowjetrussland am 18. März 1921, administrative Aufteilung in Wojewodschaften Bildherkunft |
Während des Ersten Weltkriegs beschlossen die Kaiserreiche Deutschland und Österreich-Ungarn die Gründung eines polnischen Staates. Dies war aber eher eine gegen Russland gerichtete Maßnahme als eine Anerkennung des Rechts der Polen auf Eigenstaatlichkeit. Durch die Kriegsereignisse bedingt hatte dieser Beschluss denn auch keine praktischen Auswirkungen. 1916 wurde dennoch auf dem Boden des nach dem Wiener Kongress genannten Kongresspolens das Königreich Polen durch das Deutsche Reich ausgerufen.
Aufgrund der Niederlage der Teilungsmächte nach dem Ersten Weltkrieg erlangte Polen 1918 seine Souveränität zurück. Im Vertrag von Versailles wurde die Unabhängigkeit Polens 1919 auch im internationalen Rahmen bestätigt, während die Teilungsverträge der Jahre 1772, 1793 und 1795 für illegal erklärt und anschließend annulliert wurden.
Durch die Siegermächte wurden in Osteuropa Grenzen nach Bevölkerungsmehrheiten vorgesehen. Federführend war dabei der britische Außenminister Lord George Nathaniel Curzon. Die Weimarer Republik war gezwungen, die preußischen Provinzen Westpreußen und Posen aufzugeben, die im Rahmen der Polnischen Teilungen vom Königreich Preußen annektiert wurden. Unmittelbar danach verließen 200.000 Deutsche die der Republik Polen zugesprochene Gebiete. Es waren in den Jahren 1919 - 1926 insgesamt etwa 700.000 Menschen.
Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien kam es während der ersten Konsolidierungsphase des neuen Staates zu Konflikten mit den Nachbarstaaten. Zum Beispiel mit Deutschland um Oberschlesien in der Schlacht um St. Annaberg oder um die Stadt Vilnius im heutigen Litauen. Bereits im August 1920 überrannten die Bolschewiken, während des Polnisch-Sowjetischen Krieges, weite Gebiete des neuen Staates. Nach dem Sieg Marschall Pilsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze im Vergleich zur Curzon-Linie um etwa 250 km nach Osten verschoben.
Die Curzon-Linie markierte die östliche Grenze des geschlossenen polnischen Siedlungsgebietes, während die östlichen Gebiete eine gemischte Bevölkerungsstrukur aus Polen, Ukrainern, Weißrussen, Litauern, Juden, Deutschen aufwiesen, wobei Polen in vielen Städten und die anderen Bevölkerungsgruppen auf dem Land dominierten. Während die Bevölkerungsmehrheit der Städte meist katholisch bzw. jüdisch war, war die Landbevölkerung überwiegend orthodox. Gleichwohl verfehlte Pilsudski sein Ziel, die Ukraine als unabhängigen "Pufferstaat" zwischen Polen und Sowjetrussland zu etablieren. In Riga erkannte Polen die Ukraine als Teil der späteren Sowjetunion unter Mykola Skrypnyk an. In den von Sowjetrussland Polen zugesprochenen Gebieten, östlich des Westlichen Bugs, bildeten die Polen 1919 25 % der Bevölkerung, 1939, nach einer Ansiedlungspolitik mit Bevorzugung von Polen während der Amtszeit Pilsudskis, waren es bereits etwa 38 %. Polnische Sprachinseln im je nach Region mehrheitlich ukrainisch, weißrussischen oder litauischen Umland, waren die Regionen Vilnius (poln. Wilno) und Lemberg (poln. Lwów). Insgesamt waren in dem Gebiet 1939 von 13,5 Millionen Einwohnern etwa 3,5 Millionen Polen
Die innere Konsolidierung des neuen Staates wurde erschwert durch die politische Zersplitterung der Parteien, die in der Teilungszeit entstandenen unterschiedlichen Wirtschafts-, Bildungs-, Justiz- und Verwaltungssysteme sowie durch die Existenz starker ethnischer Minderheiten (31 % der Gesamtbevölkerung). Außenpolitisch war Polen zunächst in das französische Allianzsystem einbezogen. Eine restriktive Politik gegenüber der deutschen Minderheit, die zur Emigration etwa 1 Mio deutschsprachiger Staatsbürger führte, die Weigerung der Regierung Stresemann, die neue deutsche Ostgrenze anzuerkennen, ein "Zollkrieg" um die oberschlesische Kohle sowie der politisch-weltanschauliche Gegensatz zum Sowjetsystem schlossen eine Kooperation Polens mit seinen beiden größten Nachbarn aus.
Am 12. Mai 1926 gewann Marschall Pilsudski nach einem Staatsstreich die Macht (1926-1928 und 1930 als Ministerpräsident, 1926-1935 als Kriegsminister). Zur außenpolitischen Absicherung wurden Nichtangriffsverträge mit der Sowjetunion (1932) und Deutschland (1934) geschlossen. Außenminister Józef Beck strebte den Aufstieg Polens zur ostmitteleuropäischen Hegemonialmacht im Rahmen eines neuen Europa von der Ostsee bis zur Adria an, seine Pläne scheiterten jedoch aufgrund der geopolitischen Lage.
Kurz bevor Polen selbst vom nationalsozialistischen Deutschland überfallen wurde, stellte es im Zuge des Münchener Abkommens territoriale Forderungen an die Tschechoslowakei. Im Oktober 1938 annektierte Polen, gegen den Willen der tschechischen Regierung, das Olsagebiet, welches 1919 von der Tschechoslowakei besetzt und mehrheitlich aber von Polen bewohnt wurde. Am 1. September 1939 wurde Polen vom Dritten Deutschen Reich und dem deutschen Vasallenstaat Slowakei, unter Jozef Tiso, überfallen. Zuerst besetzten Truppen des Deutschen Reichs und der Slowakei die westlichen Teile des Landes und am 17. September folgte, unter dem Vorwand des "Schutzes" der weißrussisch-ukrainischen Bevölkerung, der Überfall durch die Truppen der Sowjetunion im Osten. Die Annexion und Aufteilung des polnischen Staatsgebietes war zuvor in einem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt von den Diktatoren beschlossen worden. Damit nahm der Zweite Weltkrieg seinen Anfang, in dem sechs Millionen polnische Staatsbürger, darunter fast die Hälfte jüdischen Glaubens, ihr Leben verlieren sollten.
Zweiter Weltkrieg 1939-1945
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Die nach dem Zweiten Weltkrieg von der UdSSR erzwungene Abtretung der 1921 von Pilsudski im Rahmen des Friedensvertrages von Riga erworbenen Gebiete bis zur Curzon-Linie Bildherkunft |
Mit dem Überfall Deutschlands am 1. September und der Sowjetunion am 17. September 1939 auf Polen, begann der Zweite Weltkrieg. Noch vor dem Zusammenbruch der polnischen Front, floh die polnische Regierung über das neutrale Rumänien nach Paris, später nach London und organisierte von dort aus die Streitkräfte und den Widerstand neu. Der Krieg gegen Polen sollte nach dem Willen der NS-Führung Züge eines rassistischen Verdrängungs- und Vernichtungsfeldzugs annehmen. Anders als im Westen machte Hitler schon vorher klar, dass er die "Liquidierung des führenden Polentums" (Reinhard Heydrich) ins Auge fasste. Allein in den ersten vier Monaten der deutschen Besatzungsherrschaft wurden mehrere 10.000 Personen erschossen. Dabei ist noch einmal zu betonen, dass es sich hier nicht um einzelne Exzesse handelte, die aus dem Klima des Hasses und den Zufälligkeiten des Krieges heraus entstanden, sondern um einen durchorganisierten Massenmord. Bereits Anfang der 1940er Jahre errichteten die Nationalsozialisten mehrere Konzentrationslager auf dem Gebiet Polens, u.a. Auschwitz, Majdanek, Treblinka. Die Besatzungszeit hatte für große Teile der polnischen Zivilbevölkerung katastrophale Folgen. Anderseits beteiligte sich in manchen Fällen die polnische Bevölkerung auch an der Unterdrückung und Ausrottung der polnischen Juden.
Zu den übergreifenden Zielen der Besatzungspolitik im gesamten Gebiet gehörte 1.) die Ausschaltung und Vernichtung der polnischen Juden und der polnischen Intelligenz, 2.) die Vorverlegung der deutschen Ostgrenze und die Erweiterung des "Lebensraums im Osten" und 3.) die Stärkung der deutschen Kriegswirtschaft durch rücksichtslose Ausbeutung des Arbeitskräftepotenzials der Zwangsarbeiter und der materiellen Ressourcen Polens. Großpolen, die 1919 an Polen abgetretenen Teile Westpreußens sowie Ostoberschlesien wurden direkt von Deutschland annektiert. Kleinpolen, Masowien und Galizien mit etwa 10 Millionen Menschen wurden als so genanntes "Generalgouvernement" dem Reichsminister Hans Frank unterstellt, der vom Königssitz der frühen polnischen Könige, dem Wawel in Krakau, die Vernichtungspolitik leitete.
Auch die Polen, die unter sowjetische Herrschaft geraten waren, waren von Gewaltmaßnahmen betroffen. Man schätzt, dass ungefähr 1,5 Millionen ehemalige polnische Bürger deportiert wurden. 300.000 polnische Soldaten gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nur 82.000 von ihnen überlebten. Ein Großteil der Offiziere - ca. 40.000 Personen - wurde durch sowjetische Truppen 1940 bei Katyn und in den Lagern von Starobielsk, Kozielsk und Ostaszków ermordet.
1941 entstand im Hinterland der Sowjetunion aus polnischen Soldaten die Andersarmee in Stärke von 6 Divisionen, kam aber nicht zum Fronteinsatz gegen die Ostfront der Wehrmacht, sondern wurde zum Schutze Indiens verlegt und kam später in Italien zum Einsatz.
Polnische Soldaten kämpften auf den Seiten der Alliierten an allen Fronten des Weltkriegs von der Luftschlacht um England, in Afrika, der Sowjetunion, bis zu den Invasionen in der Normandie und Italien. Die polnischen Soldaten stellten damit noch vor den Franzosen die viertgrößte Armee der Alliierten. Polnische Partisanengruppen, die die größte Widerstandbewegung im besetzten Europa darstellten, leisteten auch in Polen selbst Widerstand. Nachdem die Rote Armee im Januar 1944 die polnische Grenze von 1939 überschritten hatte, wurden die Truppen der Heimatarmee vom NKWD entwaffnet, ihre Offiziere erschossen oder in einen Gulag geschickt. Der Kampf einzelner Untergrundeinheiten gegen die sowjetische Besatzungsmacht dauerte jedoch bis Ende 1949 an.
Am 1. August 1944 begann auf Befehl der Londoner Exilregierung der Warschauer Aufstand, ohne dass man sich mit der Führung des Bündnispartners Sowjetunion konsultiert hatte. Die Sowjetunion, deren Truppen nach einer ununterbrochenen Offensive über rund 600 km am Ostufer der Weichsel standen, setzten ihren Marsch Richtung Westen und damit Warschau nicht fort. Dadurch konnten sie die Heimatarmee nicht unterstützen. Eine Hilfe der Westalliierten machte die große Entfernung unmöglich. So konnten deutsche Truppen die größte europäische Erhebung gegen die Okkupanten brutal niederschlagen. Die Zahl der Toten wird auf 180.000 bis 250.000 geschätzt. Dabei wurde die Innenstadt Warschaus unter großem Einsatz an Sprengmaterial akribisch Haus für Haus dem Erdboden gleichgemacht.
Volksrepublik, Sozialismus und die Gewerkschaftsbewegung Solidarność 1945-1989
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden die Grenzen des ehemaligen polnischen Staatsgebietes gemäß dem Potsdamer Abkommen nach Westen verschoben: Polen verlor das ethnisch gemischte, mehrheitlich von Ukrainern und Weißrussen bevölkerte Drittel seines bisherigen Staatsgebietes an die Sowjetunion. Es handelte sich dabei in etwa um das Gebiet, das Polen 1919-1921 von Russland und der Ukraine erobert hatte.Die dort ansässige polnische Bevölkerung, ca. 2,5 Millionen Menschen, wurde vertrieben. Aus dem heutigen Ostpolen wurden etwa 1 Millionen Ukrainer in die Sowjetunion vertrieben. Bereits in den Jahren 1943-44 waren Zehntausende Polen in den Massakern in Wolhynien ermordet worden, viele mussten flüchten. Im Westen und Norden wurden Polen die zuvor deutschen Gebiete östlich der Oder und Neiße ("Oder-Neiße-Linie") als "Wiedergewonnene Gebiete", die ein Drittel des Deutschen Reichgebiets darstellten und seit etwa 700 Jahren deutschsprachig besiedelt waren, zugesprochen. Etwa 5 Millionen Deutsche waren gegen Kriegsende von dort geflohen und wurden durch Einreiseverbot an einer Rückkehr gehindert (Schließung der Oder-Neiße-Übergänge für Rückkehrende am 30. Juni 1945). Aus den Ostgebieten wurden nach dem Krieg weitere 5 Millionen Menschen vertrieben. Die Gebiete wurden später überwiegend mit Bürgern aus Zentralpolen (3 Millionen), darunter etwa 0,5 Millionen von Polen zwangsumgesiedelte Ukrainer, und mit Vertriebenen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten (etwa 2 Millionen) besiedelt. Einige Oberschlesier, Masuren und Deutsche blieben als Minderheit zurück. Die neuen Grenzen wurden mit dem Potsdamer Abkommen vom August 1945 geregelt. Im Widerspruch zu den Regelungen in diesem Abkommen, die bis zum Abschluss eines Friedensvertrages die Grenzziehung westlich von Swinemünde und dann entlang von Oder und Neiße festschrieben, besetzte Polen auf Bestreben Stalins auch die westlich der Oder gelegene Stadt Stettin und westlich angrenzende Gebiete, um sich diesen wichtigen Ostseehafen als Verbindung Oberschlesiens zum Meer zu sichern. Mit dem Görlitzer Abkommen zwischen der neu entstandenen DDR und Polen vom 6. Juli 1950 wurde diese Grenzziehung dann auch vertraglich zumindest von der DDR akzeptiert.
Auf die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges folgte nun die kommunistische Diktatur. Das Land kam in den Einflussbereich der Sowjetunion und wurde als Volksrepublik dessen Satellitenstaat. Polen wurde bis 1989 in den Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe und den Warschauer Pakt eingebunden. Durch mehrere Aufstände äußerte die polnische Bevölkerung immer wieder ihren Unmut gegenüber der kommunistischen Führung (z. B. im Posener Aufstand).
Erst die Gründung der Gewerkschaft Solidarność führte schließlich zu einem gesellschaftlich-politischen Umschwung im Land und zu den revolutionären Ereignissen von 1980 bis 1989, die in den ersten freien Wahlen im Ostblock am 4. und 18. Juni 1989 mündeten und an deren Ende mit der Auflösung des sogenannten Ostblocks und der Sowjetunion das kommunistische Regime durch eine demokratische Regierungsform ersetzt wurde.
Das freie Polen und die Dritte Republik seit 1989
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Wolkenkratzer als Wahrzeichen der Dritten Republik Bildherkunft |
Seit 1989 wurde die polnische Wirtschaft nach dem Balcerowicz-Plan mit schnellen Schritten in eine funktionierende Marktwirtschaft umgewandelt. Nach nur einer Amtszeit wurde der ehemalige Solidarność-Vorsitzende Lech Wałęsa von dem postkommunistischen Aleksander Kwaśniewski als Präsident abgelöst, dessen doppelte Amtszeit am 23. Dezember 2005 zu Ende ging. Unter ihm trat Polen am 1999 der NATO und 2004 der EU bei.
Unter dem Premier Leszek Miller entwickelte sich Polen während des Dritten Golfkrieges und in der Nachkriegszeit neben Großbritannien, Italien und Spanien zum wichtigsten Verbündeten der USA in Europa. Es unterstützte, gegen finanzielle Zusagen der Amerikaner, mit eigenen Soldaten die multinationale kriegsführende Koalition von 35 Staaten. Aufgrund der unterschiedlichen Haltungen der polnischen sowie der deutschen Regierung während des Irak-Konflikts kam es zu schweren Misstönen zwischen den beiden Staaten. Zu weiteren Verstimmungen führten Äußerungen der Verbände Heimatvertriebener, die ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin errichten wollen bzw. Eigentumsansprüche an Polen stellen.
Am 1. Mai 2004 wurde Polen, zusammen mit neun weiteren Staaten, Mitglied der Europäischen Union. Polen ist unter den neuen Mitgliedstaaten das bevölkerungsreichste und flächenmäßig größte Land. Nur einen Tag nach dem EU-Beitritt trat der von 2001 an amtierende Ministerpräsident Leszek Miller nach einer Serie von Korruptionsskandalen und Kritik im Bereich der Innenpolitik zurück. Als Nachfolger für das Amt des Regierungschefs wurde Marek Belka ernannt und am 26. Juni 2004 vereidigt.
Während des Konfliktes um die Präsidentschaftswahlen im Nachbarstaat Ukraine im November und Dezember 2004 engagierte sich der polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski als Vermittler zwischen den Konfliktparteien, während die polnische Öffentlichkeit und die Medien in besonders hohem Ausmaß Solidarität mit der Ukraine und ihrem neuen Präsidenten Wiktor Juschtschenko übten.
Im Herbst 2005 konnte die nationalkonservative Partei Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit) die Sejm- und ihr Kandidat Lech Kaczyński die Präsidentschaftswahlen gewinnen. Einer Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz wurde am 10. November 2005 das Vertrauen des Sejm ausgesprochen.
Am 7. Juli 2006 kündigte Marcinkiewicz jedoch seinen Rücktritt als Ministerpräsident Polens an, welcher am 10. Juli 2006 erfolgte. Die Hintergründe des Rücktritts sind unklar. Das politische Komitee der PiS hat Jarosław Kaczyński für die Nachfolge empfohlen, der neuer Ministerpräsident Polens ist.
Politik
Politisches System
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Der Vier-Jahres-Sejm 1788-1792, bei der Verabschiedung der ersten freiheitlichen Verfassung Europas, der Verfassung vom 3. Mai Bildherkunft |
Die Republik Polen ist eine parlamentarische Demokratie. Zwei Kammern, Sejm (460 Abgeordnete) und Senat (100 Abgeordnete), bilden mit Unterbrechungen seit 1493 das Parlament. Der polnische Sejm gehört zu den ältesten Parlamenten der Welt. Er hat die Legislative inne. Die im Parlament vertretenen polnischen Parteien gruppieren sich als Fraktionen in eine Regierung und die Opposition. Die Exekutive wird von einem Ministerpräsidenten und einem Ministerrat ausgeführt, die vom Sejm gewählt und vom Staatspräsidenten ernannt werden und mit diesem gewisse Kompetenzen (Landesverteidigung, Außenpolitik) teilen, aber dem Parlament verantwortlich sind. Die Innenpolitik war in den 1990er Jahren von einem sich dynamisch verändernden Parteienwesen geprägt. Mittlerweile haben sich feste Parteistrukturen aus den zerfallenden politischen Kräften der Solidarnosc-Bewegung und der kommunistischen Partei herausgebildet. Das Augenmerk der Innenpolitik fokusiert auf den Reformen, die notwendig sind, um das Land im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu machen und zu erhalten. Enttäuscht von einer dramatisch angestiegenen Arbeitslosigkeit und Verarmung eines großen Teils der Bevölkerung sowie einer übermäßigen Vetternwirtschaft der alten kommunistischen Eliten in Politik und Wirtschaft, demonstrierten viele polnische Bürger ihren Unmut mit einer Wahlenthaltung bei Europaparlament-, Sejm- und Präsidentschaftswahlen.
Zu den im Sejm vertretenen Parteien gehören auf der rechten Seite die katholisch-konservative LPR (Liga Polskich Rodzin - Liga polnischer Familien), die Regierungspartei PiS Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit) und die liberal-konservative Platforma Obywatelska (bürgerliche Plattform). Auf der linken politischen Seite haben sich postkommunistische SLD Sojusz Lewicy Demokratycznej (Bündnis der demokratischen Linken) und die links-populistische Samoobrona (Selbstverteidigung) herausgebildet. Daneben gibt es noch die älteste durchgängig existierende Partei Polens, die bereits im 19 Jh. und in der Zweiten Republik eine wichtige Rolle spielte, die PSL Polskie Stronnictwo Ludowe (Polnische Bauernpartei). Alle anderen Parteien sind bei der Parlamentswahl im September 2005 an der 5 % Hürde gescheitert.
Siehe auch: Parteien in Polen, Außenpolitik Polens
Verfassungssystem
Die polnische Verfassungsgeschichte hat eine lange Tradition. Als Staat mit einer kontinentaleuropäischen Rechtsordnung hat sich in Polen im Gegensatz zu den auf dem Common Law basierenden Rechtssystemen die geschriebene Verfassung durchgesetzt. Die ersten schriftlich niedergeschriebenen Verfassungsgesetze, die die Macht des Monarchen einschränkten, wurden bereits nach der Wiedervereinigung im 14. Jahrhundert erlassen. In einem dynamischen Prozess entwickelte sich das Königreich Polen zu einer Adelsrepublik mit demokratischer Willensbekundung.
Königreich Polen und die Adelsrepublik (Erste Republik)
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Hugo Kołłątaj wird nach der Verabschiedung der Verfassung vom 3. Mai 1791 durch die Straßen von Warschau getragen (Gemälde von Jan Matejko 19. Jh.) Bildherkunft |
Das erste polnische Gesetz, das man als Verfassung, Konstitution, bezeichnen kann, ist das Statut von Kaschau im Jahr 1374, in dem der polnisch-ungarische König Ludwig von Anjou für die Wahl seiner Tochter Jadwiga der Heiligen zum König von Polen dem wahlberechtigten Adel Privilegien zugestandt. Insbesondere wurde den Königen verboten weitere Steuern ohne die Zustimmung der Regionalparlamente (Sejmiki), in denen der lokale Adel vertreten war, zu erheben oder die Adeligen zu irgendwelchen Diensten zu bestellen. Diese Rechte des Adels wurden von den nachfolgenden Königen, um die Wahl ihrer Nachkommen zu begünstigen oder die Adeligen für einen Kriegszug zu gewinnen, bestätigt und erweitert. Władysław Jagiełło gestand in den Statuten von Petrikau 1388, Czerwińsk 1422, Warta 1423 und Krakau 1433 die Unantastbarkeit der Freiheit "neminem captivabimus nisi iure victum" und des Eigentums ohne Gerichtsurteile, Mitspracherechte bei der Fiskalpolitik, Preisbindungen für Agrarprodukte u.a. Rechte zu. Kasimir der Jagiellone weitete diese Privilegien im Statut von Wilna 1447 auf den litauischen Adel aus und stellte ihn der polnischen Schlachta gleich. Im Statut von Nieszawa 1454 bekam der Adel de facto das Recht über Krieg und Frieden zu entscheiden und die Regionalparlamente konnten die Verleihung von Rechten an andere Stände verhindern. Deswegen nehmen einige Verfassungsrechtshistoriker an, dass dieses Datum bereits den Beginn derAdelsrepublik darstellt. Die herrschende Meinung geht jedoch davon aus, dass als Geburtsstunde der Adelsrepublik das Statut von Petrikau vom 27. Februar 1493 anzunehmen ist, in dem sich König Jan Olbracht verpflichtete ein ganzpolnisches Zweikammerparlament Sejm und Senat in Petrikau einzurichten und der Kirche verboten wurde, sich in die weltliche Judikative einzumischen. Damit war praktisch der Adelsstand (Szlachta), der ca. 10 - 15 % der polnischen Bevölkerung ausmachte, der Souverän im Staat, der seit 1497 auch keine Zölle zu bezahlen hatte. Gleichzeitig wurde es den Leibeigenen verboten, die Dorfgemeinschaft zu verlassen, bevor sie nicht alle Schulden an den Gutsbesitzer abgezahlt hatten, und den Stadtbürgern, Grundstücke zu erwerben. Der König wurde faktisch zum vom Sejm (ab)berufenen "Repräsentant" der Republik. 1501 wurde im Statut von Mielnik die Exekutive auf den Senat übertragen, dessen Vorsitzender zwar der König (damals Alexander) war, der jedoch abgesetzt werden konnte, wenn er sich der Mehrheitsentscheidnung nicht beugen sollte. Im zweiten Statut von Petrikau von 1504 wurde die Kontrolle über die Vergabe von Grundbesitz und Ämtern auf den Sejm übertragen, wobei die Ämterhäufung in einer Person verboten wurde. Die wichtigste Konstitution der Adelsrepublik gab sich der Sejm 1505 in Radom dann schon selbst, namentlich die Nihil Novi-Verfassung, die allgemein als "Nichts über uns ohne uns" übersetzt wurde und dem König auch die Legislative entzog. Untereinander sollte der Adel ohne Rücksicht auf Vermögen rechtlich gleichgestellt sein. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass die Staatsbeamten in freien Wahlen gewählt werden sollten. Auch die Judikative wurde dem König schrittweise entzogen. 1518 verzichtete Sigismund der Alte auf die Entscheidung von Streitigkeiten zwischen Adeligen und Nichtadeligen. 1520 wurde den Stadtgerichten verboten. über Adlige zu urteilen und 1523 wurde eine zweite Gerichtsinstanz eingeführt. Ab 1563 gab es zeitlich begrenzte höchste Gerichte, die jedoch nur für einzelne Rechtsstreitigkeiten Ad hoc gebildet wurden. Nach der Unionsakte von Lublin von 1569, die auf den größten polnischen Juristen der Renaissance Jan Zamoyski zurückgeht, wurde 1578 ein ständiges höchstes vom König unabhängiges Gericht, das Krontribunal, eingerichtet. Damit war die moderne Gewaltenteilung im polnisch-litauischen Commonwealth des 16. Jahrhunderts verwirklicht. Die Legislative lag beim Sejm, die Exekutive beim Senat und die Judikative bei dem Krontribunal. In der Konföderation von Warschau von 1573 wurde es dem König und anderen staatlichen Organen verboten, in die Religionsfreiheit der Adeligen einzugreifen. All diese Bestimmungen wurden ab 1573 in den so genannten Pacta conventa zusammengefasst und mussten von jedem Anwärter auf den polnischen Königsthron vor seiner Wahl unterschrieben werden. Das erste Staatsbudget Polens verabschiedete der Sejm 1768.
Der Rechtszustand der Pacta conventa dauerte bis zur 1791 mit kleineren Änderungen fort. Insbesondere ist erwähnenswert, dass sich Mitte des 17. Jahrhunderts das Liberum veto entwickelte, dass es jedem Abgeordneten ermöglichte, einen Gesetzentwurf zu Fall zu bringen. Dies förderte die Stellung der mächtigen Magnaten innerhalb des Adels, die regelmäßig Änderungen ihrer goldenen Freiheit verhindern konnten. Im Aufklärung wurde jedoch erkannt, dass die privilegierte Stellung des Adels nicht mehr zeitgemäß war. Der Vierjährige Sejm (1788 - 1792) arbeitete eine Verfassung aus, die am 3. Mai 1791 verabschiedet wurde und als die Verfassung vom 3. Mai in die Historie einging und als erste moderne Verfassung Europas gilt. Einer der wichtigsten Autoren dieser Verfassung war Hugo Kołłątaj, eine der größten Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung. Mit ihr wurden auch den anderen Ständen weitgehende Privilegien zugesichert.
Herzogtum Warschau
Mit der Wiederherrstellung eines Rumpfpolens durch Napoleon nach den drei Teilungen Polens entstand 1807 das Herzogtum Warschau. Am 22. Juli 1807 erhielt es eine eigene Verfassung und den Code Napoleon. Mit der Einführung dieser beiden Gesetze wurden die Ständegesellschaft aufgehoben, alle Bewohner rechtliche gleichgestellt und eine einheitliche Gerichtsordnung eingeführt. Mit der Niederlage der polnisch-französischen Truppen bei dem Russlandfeldzug 1812 wurden das Herzogtum Warschau und seine Rechtsordnung auf dem Wiener Kongress aufgehoben.
Kongresspolen, Großherzogtum Posen, Galizien und Lodomerien
In der Teilungszeit unterlagen die verschiedenen polnischen Gebiete unterschiedlichen politischen Systemen. Das Großherzogtum Posen, die Republik Krakau und Kongresspolen hatten seit 1815 eigenen Verfassungen. Die Bedeutendste unter ihnen war die von Adam Czartoryski entworfene Verfassung des Königreichs Polen, die am 27. November 1815 vom Zaren Aleksander I. unterzeichnet wurde. Sie galt als eine der Liberalsten in dem damaligen Europa. Der Sejm in Warschau hatte weitgehende Befugnisse gegenüber dem Zaren. Gleichwohl wurden diese Rechte vom Zaren nicht respektiert. Nach dem Novemberaufstand 1830 wurde die Verfassung durch ein reaktionäres Grundgesetz ersetzt. Auch der Krakauer Aufstand von 1846 führte zur Annexion dieser Republik durch Österreich und der Aufhebung der Verfassung. Nach dem Aufstand im Großherzogtum Polen im Rahmen des Völkerfrühlings 1848 wurde auch dieses aufgelöst. Dafür erhielt Galizien und Lodomerien 1867, nach der Schwächung der Habsburger im Deutschen Bund und Italien, die volle Autonomie mit eigener Verfassung und einem Parlament in Lemberg.
Zweite Republik
Nach der Erlangung der Unabhängigkeit im Herbst 1918 wurde am 20. Februar 1919 die provisorische Kleine Verfassung verabschiedet, die den zusammenwachsenden Staat vorläufig regeln sollte. Bereits im März 1921 wurde eine Verfassung im parlamentarischen Stil erlassen, d.h. der Souverän war der Sejm und Senat, der gegenüber dem Präsidenten eine herausgehobene Stellung in der Legislative und Exekutive (Ministerrat) inne hatte. Der Präsident dagegen hatte eine eher repräsentative Funktion ohne faktische politische Macht. Nach dem Pilsudski-Staatsstreich 1926 wurde im August dieses Jahres eine Novelierung aufgenommen, die dem Präsidenten eine stärkere Stellung gegenüber dem Ministerrat verschaffte. Schließlich beschloss der Sejm im April 1935 eine neue Verfassung im präsidialen Stil, d.h. der Souverän war der Präsident, er hatte die Aufsicht über den Sejm, Senat und den Ministerrat. Die beiden ersten Organe konnte er auflösen und Neuwahlen ausschreiben, die Mitglieder des Ministerrat konnte er ernennen und absetzen.
Volksrepublik
Im Jahre 1947 wurde eine provisorische Verfassung erlassen, die noch zum großen Teil demokratische Elemente der Märzverfassung von 1921 beinhaltete. Doch bereits 1952 trat eine von der UdSSR oktroyierte, auf die sozialistische Diktatur zugeschnittene Verfassung in Kraft, in der die Unterwerfung gegenüber der Sowjetunion und die Führung der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei festgeschrieben wurden. Das wichtigste Amt war das des Parteivorsitzenden, gegenüber dem der Präsident und das Parlament nur symbolische Rechte hatten. De facto wurden die relevanten Entscheidungen in Moskau getroffen und von der Parteiführung durchgeführt. Diese Verfassung überdauerte mit kleinen Änderungen bis 1989.
Dritte Republik
Nach den ersten freien Wahlen im Ostblock (Frühjahr 1989) wurde eine Änderung der Verfassung von 1952 überfällig. Diese wurde vorerst nicht vollständig aufgehoben, sondern durch die kleine Verfassung von 1992 ergänzt. Darin wurde die Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative wieder eingeführt. Gleichwohl wurde das Bedürfnis nach einer neuen Verfassung immer deutlicher. Die Arbeiten wurden bereits 1989 aufgenommen. Die Verabschiedung einer neuen Verfassung für die Dritte Republik erfolgte im Frühjahr 1997 durch die Approbation durch den Sejm und Senat, sowie in einem Referendum durch die Bevölkerung. Sie trat am 17. Oktober 1997 in Kraft. In der Präambel wird in einer Kompromisslösung zwischen einem Gottesbezug und den Bevölkerungsteilen, die die demokratischen Werte aus anderen Quellen herleiten, geschlossen. In den 13 folgenen Büchern werden die Republik, die Grundrechte und -pflichten, die Rechtsquellen, die Staatsorgane (Sejm und Senat, Präsident, der Ministerrat), die territoriale Selbstverwaltung, die Judikative, die übrigen Verfassungsorgane (Ombudsman etc.), die Finanzverfassung, der außerordentliche Zustand und die Verfassungsänderungen sowie Referenden definiert werden. Diese Verfassung folgt der parlamentarischen Tradition der Märzverfassung von 1921, in der der Sejm und Senat der Souverän sind.
Nach dem Sieg in den Parmalentswahlen (für Sejm und Senat) sowie den Präsidentschaftswahlen im Herbst 2005 hat die PiS angekündigt durch eine Verfassungreform die Vierte Republik auszurufen. Darin soll dem Präsidenten wieder eine mächtigere Stellung zukommen. Zudem wird im Rahmen des Bürokratieabbaus überlegt, die Zahl der Sejmmitglieder zu reduzieren, von der Verhältniswahl zur Mehrheitswahl zu wechseln und den Senat abzuschaffen. Einige Verfassungsorgane sollen ebenfalls abgeschafft werden. Der Begriff "Vierte Republik" ist hierbei allerdings nur als Teil der Wahlkampagne der PiS anzusehen und wird selbst von Historikern nicht als offizielle Bezeichnung für eine neue, etwaige Etappe im Werdegang Polens nach der Wende gesehen.
Feiertage
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Am 11. November wird der Erlangung der Unabhängigkeit Polens nach dem Ersten Weltkrieg durch Józef Pilsudski gedacht Bildherkunft |
| 1. Januar | Neujahr |
| Tag nach Ostern | Ostermontag |
| 1. Mai | Tag der Arbeit/Maifeiertag |
| 2. Mai | Tag der Staatsflagge (nicht arbeitsfrei) |
| 3. Mai | Tag der Verfassung vom 3. Mai 1791 |
| 8. Mai | Tag des Friedens (nicht arbeitsfrei) |
| (bewegliches Fest) | Fronleichnam |
| 15. August | Tag der polnischen Armee, gleichzeitig Mariä Aufnahme in den Himmel |
| 1. November | Allerheiligen |
| 11. November | Tag der Unabhängigkeit im Jahr 1918 |
| 25. Dezember | Weihnachtsfeiertag |
| 26. Dezember | Weihnachtsfeiertag |
Der 22. Juli war in der Volksrepublik ein nationaler Feiertag zur Erinnerung an das am 22. Juli 1944 publizierte Manifest des Polnischen Komitees der nationalen Befreiung (PKWN).
Bildungswesen
Schulbildung
Nach der Bildungsreform 1999 besteht in Polen Schulpflicht bis zum 18. Lebensjahr. Das neue Schulsytem hat drei Stufen.
Obligatorisch und für alle Kinder gemeinsam sind:
| Szkoła podstawowa | Grundschule | sechs Jahre | vergleichbar mit Volksschule |
| Gimnazjum | Gymnasium | drei Jahre | vergleichbar mit Mittelstufe |
Danach werden die Schüler getrennt. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Wahl:
| Szkoła zawodowa | Berufsschule | zwei-drei Jahre | Berufsausbildung |
| Liceum ogólnokształcące | Allgemeinbildendes Lyceum | drei Jahre | Abitur |
| Technikum | Berufliches Lyceum | vier Jahre | Abitur und Berufsausbildung |
| Liceum profilowane | Profil Lyceum | drei Jahre | Abitur und beruflich orientierte Grundbildung |
Nach dem Ablegen des Abiturs ist man zum Besuch einer Hochschule berechtigt.
Weit verbreitet ist auch die berufsbegleitende Ausbildung am Wochenende. In Polen gibt es ein Notensystem mit Noten von 6 bis 1. Die 5 ist dabei die beste Note, die 1 die schlechteste. Eine 6 wird äußerst selten an Schüler vergeben, die sich Kenntnisse über den Unterrichtsstoff hinaus aneignen und reproduzieren. Dies soll sie dazu anregen, selbstständig das erlernte Wissen durch Eigenstudium zu vertiefen, um sie so auf die universitäre Ausbildung vorzubereiten. Die polnischen Schüler schnitten beim PISA-Test mittelmäßig ab, wobei allerdings eine deutliche Steigerung nach der Reform 1999 zu verzeichnen war. Dies vermag allerdings nicht über den qualitativen Einbruch der polnischen Schulbildung in den 1990ern hinwegzutäuschen, wenn man bedenkt, dass Polen bei dem PISA-Test für Erwachsene weltweit Platz eins belegt hat.
Hochschulbildung
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Aula Leopoldina der Breslauer Universität Bildherkunft |
In Polen studieren fast zwei Millionen Studentinnen und Studenten. Die staatlichen Hochschulen haben dabei in den letzten 10 Jahren vermehrt Konkurrenz durch private Universitäten bekommen. Der Zugang zu den Universitäten wird fast überall durch eine Eingangsprüfung geregelt. Bachelor- und Magisterstudiengänge gibt es in letzter Zeit immer mehr. Neben dem kostenlosen Tagesstudium gibt es auch das kostenpflichtige Abend- und Fernstudium. Ausländern steht die universitäre Ausbildung und Forschung in Polen offen. Die polnischen Universitäten sind Mitglieder in den Programmen Erasmus-Sokrates und Go East. Polnische Jurastudenten haben die Elsa mitbegründet und an der Jagiellonen Universität in Krakau gibt es eine deutschsprachige Polnische Rechtsschule, die von den Universitäten in Heidelberg und Mainz mitgetragen wird. Stipendien werden von polnischen und ausländischen Stiftungen vergeben, z.B. Sniadecki Stiftung, DAAD oder Robert-Bosch-Stiftung.
Landesverteidigung
Der Präsident ist oberster Befehlshaber über die Streitkräfte (Wojsko Polskie). Unmittelbar unterliegt das Militär jedoch dem Verteidigungsministerium und besteht aus den Landstreitkräften (Wojsko Ladowe), der Marine (Marynarka Wojenna) und der Luftwaffe (Sily Powietrzne). In der Adelsrepublik bestand die Wehrpflicht nur für die Szlachta zum Verteidigungskrieg (Pospolite Ruszenie). Bekannt sind in der Geschichte besonders die polnischen Husaren und Ulanen die sich in den Schweden- und Türkenkriegen auszeichneten.
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Eine polnische Einheit im Irak im Rahmen einer Civilian Military Cooperation (CIMIC), Oktober 2006 Bildherkunft |
In der Zweiten Republik entstand das moderne polnische Militär mit anfangs über 800.000 Soldaten. Die Heeresstärke wurde jedoch kontinuierlich reduziert und erst vor dem Zweiten Weltkrieg wieder durch die vielen Partisanenverbände der Polnischen Heimatarmee erhöht. In der Volksrepublik unterstanden die polnischen Streitkräfte im Rahmen des Warschauer Paktes der sowjetischen Führung. Nach 1989 wurde das Militär reformiert, die Zahl der Soldaten von über 500.000 auf 150.000 Soldaten (plus 450.000 Reservesoldaten) reduziert und die Ausrüstung modernisiert. Die polnischen Streitkräfte verfügen über neuestes Waffenmaterial, wie z.B. die amerikanischen F-16, die israelischen ATGM und die finnischen Patria AMV 8x8. Daneben wurden die polnischen Waffenproduzenten durch Offset Investitionen der Amerikaner auf den neuesten Stand gebracht und exportieren erfolgreich schweres Kriegsgerät weltweit. Eine neue Eliteeinheit, die GROM, wurde in den 1990er Jahren eingeführt. In Polen besteht die Wehrpflicht für Männer. Seit 1999 ist Polen Mitglied der NATO. Polnische Militäreinheiten im Ausland sind derzeit im Irak (1.700-2.500 Soldaten), im Kosovo (800), im Libanon (632), in den Golanhöhen in Syrien (355), im Balkan (300) und in Albanien (140) tätig.
Im Oktober 2006 hat die polnische Regierung die Entsendung von 1.000 Soldaten zur Verstärkung der NATO-Truppen in Afghanistan für Februar 2007 beschlossen.
Am 13. November 2006 wurde gemeinsam mit Deutschland, Lettland, Litauen und der Slowakei ein Abkommen zur Bildung einer gemeinsamen EU-Einsatztruppe unterzeichnet. Polen soll dabei das Oberkommando übernehmen und 750 Soldaten zur Verfügung stellen.
Außenpolitik
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Deutsch-Polnische Beziehungen
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Hambacher Fest von 1832, Polen und Deutsche vereint im Kampf für Frieden, Freiheit und nationale Einigkeit Bildherkunft |
Wechselhafte deutsch-polnische Beziehungen reichen (mindestens) bis ins 10. Jh. zurück. Im Mittelalter - insbesondere nach der Entvölkerung weiter Teile Polens im Tatarensturm 1241 - kennzeichnete besonders, dass polnische Herrscher deutsche Bauern, Handwerker, Kaufleute, Künstler und Ordensleute einluden, in Polen zu siedeln. Neben der friedlichen Ostsiedlung spielte sich auch eine auf Eroberung polnischer Gebiete gerichtete Politik einzelner deutscher Staaten ab. Am bekanntesten ist der Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und Polen um Pommerellen, in erster Linie ein Konflikt zwischen den jeweiligen Machthabern. In den Armeen des Deutschen Ordens kämpften auch polnische und litauische Söldner. Die Magistrate vieler damals mehrheitlich deutschsprachiger Städte - u. a. Graudenz und Thorn - unterstützten den polnischen König im Kampf gegen den Deutschen Orden. Unbeachtet dynastischer Territorialkonflikte waren "deutsch-polnische Beziehungen" (Nationalstaaten im heutigen Sinne kannte das Mittelalter nicht) nicht schlecht. Polen und Deutsche lebten in Städten und Dörfern friedlich miteinander. Polen-Litauen war die einzige europäische Großmacht, die nicht in die deutschen Religionskriege - insbesondere den Dreißigjährigen Krieg - eingriff. Das polnische Lehen Preußen erhielt sogar von König Sigismund I. (Polen) die Erlaubnis als erster Staat auf der Welt 1526 zum Protestantismus überzutreten. Die Hohenzollern, Habsburger und Wittelsbacher waren mit den polnischen Jagiellonen durch Eheschlüsse verbunden. Mit der polnisch-sächsischen Personalnion 1696-1764 unter den Wettinern kamen viele Sachsen nach Warschau und Bamberger nach Posen.
Mit den von Friedrich II von Preußen initiierten Teilungen Polens und den napoleonischen Kriegen verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Brandenburg-Preußen und Polen. Gleichwohl verband viele deutsche und polnische Intellektuelle eine innige Freundschaft, z.B. die zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Adam Mickiewicz, sowie zwischen letzterem und Heinrich Heine. Auch viele, vor allem süddeutsche Liberale unterstützten im Vormärz den Freiheitskampf der Polen. Der Höhepunkt dieser Freundschaft war das Hambacher Fest 1832. Im Völkerfrühling 1848 kämpften polnische und deutsche Liberale gegen die metternichsche Restauration. Der Berliner Prozess gegen die "polnischen Verschwörer" war Mitauslöser der Märzereignisse in der preußischen Hauptstadt. Der Hauptangeklagte, Ludwik Mierosławski, befehligte 1848 den Posener Aufstand und leitete 1849 die Verteidigung der letzten Festung der Märzrevolution Rastatt in Baden.
Mit der von Bismarck eingeleiteten und vom Deutscher Ostmarkenverein fortgesetzten Politik des Kulturkampfes und der Germanisierung polnischer Gebiete wurde die deutsche Polenpolitik jedoch aggressiver. Die polnische Sprache wurde verboten und Polen von ihrem Land verwiesen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zwischen Deutschland und Polen zu mehreren Grenzstreitigkeiten in Oberschlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Danzig. Die polnische Regierung verfolgte gegenüber den deutschen Bevölkerungsteilen in den an Polen abgetreteten Gebieten eine restriktive Politik: 1925 wurde ein Großteil des deutschen Grundbesitzes enteignet, Polen wurde bei Landverkäufen durch Deutsche ein Vorkaufsrecht gewährt. Deutschsprachigen Gewerbetreibenden wurde z. T. die Gewerbekonzession entzogen. Etwa eine Million deutschsprachiger Staatsbürger emigrierten, vor allem aus den größeren Städten. Die deutsche Außenpolitik der Zwischenkriegszeit war in der Weimarer Republik auf Grenzänderungen gerichtet (Vertrag von Rapallo 1922).
Den Tiefpunkt der deutsch-polnischen Beziehungen machte der Zweite Weltkrieg und die Vernichtungspolitik der deutschen Nationalsozialisten aus. Hitler strebte die Annexion Polens in das Deutsche Reich an. Die mit der von den Alliierten beschlossenen Westverschiebung Polens einhergehende Vertreibung der meisten Deutschen aus Schlesien, Pommern, Danzig und dem südlichen Ostpreußen verhärtete die Fronten im Kalten Krieg. Mit der Annäherung der deutschen und polnischen Kirchen und dem deutsch-polnischen Vertrag von 1970 begann sich diese Verhärtung zumindest bei einigen Teilen der Gesellschaften in der BRD und Polen zu lösen.
Nach 1989 entwickelten sich die deutsch-polnischen Beziehungen zunächst sehr positiv. Derzeit werden sie jedoch aufgrund des von Erika Steinbach geforderten Zentrums gegen Vertreibungen, der Entschädigungsansprüche der Preußischen Treuhand und des Baues der Nordeuropäischen Gasleitung überschattet. Der neue polnische Staatspräsident Lech Kaczynski wurde in Teilen der deutschen Presse kritisiert, er habe im Wahlkampf 2005 deutschfeindliche Ressentiments geschürt.
Am 30. April 2005 haben Bundespräsident Horst Köhler und sein polnischer Kollege Aleksander Kwasniewski offiziell das Deutsch-Polnische Jahr eröffnet. In dessen Rahmen sollen bis zum Frühjahr 2006 mehr als 1.000 Veranstaltungen in beiden Ländern stattfinden, darunter Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Filmaufführungen sowie wissenschaftliche Tagungen. Einen besonderen Stellenwert sollen dabei Begegnungen von Jugendlichen aus beiden Ländern haben. Auch die Buchmesse Warschau, ein wichtiges Drehkreuz für Buchvermittlung aus westlichen in östliche Länder, hat 2006 Deutschland als Gastland auf 300 zusätzlichen Quadratmetern (18. - 21. Mai). Polen liegt als Abnehmer deutscher Lizenzen auf Platz drei.
Österreichisch-Polnische Beziehungen
Die polnisch-österreichischen Kontakte haben ihren Ursprung in den guten Beziehungen der Dynastien der Jagiellonen und Habsburger, die durch mehrere Eheschlüsse im 15. und 16. Jh. untermauert wurden. Schließlich erbten die Habsburger von den Jagiellonen 1526 Böhmen und Ungarn. Seit dieser Zeit hatten die Habsburger Lande eine gemeinsame Grenze mit Polen in Schlesien sowie den Beskiden und Karpaten. Aus diesen dynastischen Verbindungen leitete Maximilian I. seinen Anspruch auf den polnischen Thron nach dem Tod des letzten polnischen Jagiellonen Sigismund II. August 1572 ab. Diesen konnte er jedoch nicht durchsetzen, nachdem er vom Hetmanen Jan Zamoyski 1576 besiegt und in Gefangenschaft genommen wurde. Beide Staaten verband auch die jeweils relativ erfolgreiche Gegenreformation. Obwohl polnische Truppen auf der Seite der Habsburger in der Schlacht am Weißen Berg 1619 teilnahmen, blieben die polnischen Könige Sigismund III. Wasa und Wladislaus IV. Wasa im Dreißigjährigen Krieg neutral. 1683 rettete der polnische König Jan Sobieski Wien in der Schlacht am Kahlenberg vor den osmanischen Truppen Kara Mustafas. Die Beziehungen verschlechterten sich 1772 mit der Ersten Teilung Polens, in der Maria Theresia Galizien und Lodomerien besetzen ließ. Gleichwohl hat sie bekundet, dass sie die Teilung als Unrecht ansehe, das noch großes Unheil bringen würde. Auch an der Dritten Teilung Polens beteiligten sich die Habsburger. Nach dem Wiener Kongress 1815 behielt Österreich Galizien und Lodomerien und erhielt 1846 die Republik Krakau. Nach 1867 bekam dieses Gebiet eine gewisse Autonomie mit einem eigenen Parlament in Lemberg. Auch die polnische Sprache wurde an den Universitäten und den Ämtern wieder eingeführt, nachdem sie 1850 dort verboten wurde. Polnische Politiker, Künstler und Gelehrte machten oft Karriere in Wien bis hin zum Parlamentspräsidenten. Insgesamt stellten die Polen mit über 10 % die viertgrößte Bevölkerungsgruppe Österreich-Ungarns. Die kulturellen Beziehungen zwischen Südpolen und Österreich sind bis auf den heutigen Tag von dieser Zeit geprägt. Während des Ersten Weltkriegs kämpften viele Polen sowohl auf Seiten der K.u.K. Monarchie als auch von Russland gegeneinander in Galizien und den Karpaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Beziehungen der Volksrepublik Polens zu dem neutralen Österreich besser, als zu allen anderen Staaten des Westens. Auch heute sind die österreichisch-polnischen Beziehungen enger als zwischen Polen und anderen EU-Staaten, trotz Differenzen über die Freizügigkeit polnischer Arbeitnehmer im Rahmen der EU-Erweiterung 2004.
Schweizerisch-Polnische Beziehungen
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit bestanden die schweizerisch-polnischen Kontakte vor allem im wissenschaftlichen Austausch, der durch das Studium der Schweizer Oberschicht an der Krakauer Akademie (vor allem Mathematik und Astronomie) und polnischer Magnaten an der Basler Universität (vor allem humanistische Fachbereiche) begann. Schweizer Künstler, Baumeister, Ärzte und Soldaten wurden von den polnischen Königen und Stadträten angeworben. So errichtete z.B. Bernardo Quadro aus Lugano das Rathaus von Posen. Die Schweizer Reformatoren standen in regem Briefkontakt zu den polnischen Humanisten, vor allem Jan Łaski und König Zygmunt II. August, die offene Ohren für die Ideen der Reformation hatten. Der letzte polnische König Stanisław August Poniatowski beschäftigte besonders viele Schweizer Ärzte und Architekten an seinem Hof. Nach den Teilungen Polens und insbesondere nach dem Novemberaufstand 1830 emigrierte ein großer Teil der polnischen Intelligenz in die Schweiz. Tadeusz Kościuszko verbrachte seinen Lebensabend in Solothurn und Graf Plater in Rapperswil, wo er auf dem Schloss das Schweizer Polenmuseum gründete, das bis heute besteht und das lange Zeit von Stefan Zeromski geleitet wurde. Die großen Romantiker Adam Mickiewicz und Juliusz Słowacki priesen die Landschaft der Schweiz in ihren Gedichten, ersterer war auch Professor in Genf. Die bedeutendsten polnischen Politiker der Zweiten Republik kamen aus dem Schweizer Exil, wie z.B. Józef Piłsudski (Zürich), Ignacy Jan Paderewski (Morges), Gabriel Narutowicz (Zürich) etc.. Viele von ihnen gehörten der Front von Morges an, die sich mit der Unterstützung vieler Schweizer für die polnische Unabhängigkeit einsetzte. Der Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz gründete in der Schweiz eine karitative Organisation, die sich polnischer Verwundeter im Ersten Weltkrieg annahm. Auch während des Zweiten Weltkrieg gelang vielen Polen die Flucht in die Schweiz. Ein ganzes Regiment ließ sich in der Schweiz internieren und half danach bei dem Ausbau vieler Schweizer Großprojekte mit. Auch während des Kalten Krieges emigrierten viele Polen in die Schweiz, wo sie zumeist sehr freundlich aufgenommen wurden. In einem Referendum im Jahre 2005 entschlossen sich die Schweizer, ihren Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer aus Polen zu öffnen.Menschenrechte
Nach Ansicht des Menschenrechtsbeauftragten der deutschen Bundesregierung Günter Nooke ist die Meinungsfreiheit in Polen in massiver Gefahr. Es drohe eine regelrechte Gleichschaltung der Presse. So lägen glaubhafte Berichte vor, dass auf polnische Unterstützer einer Ausstellung zum Thema Vertreibung in Deutschland massiver Druck ausgeübt werde. Journalisten würden eingeschüchtert, wenn sie über Geschichte berichten. Man muss jedoch dazu sagen, dass die größten Privatsender des Landes (zB. TVN oder Polsat) völlig eigenständig agieren und für unabhängige Berichterstattung sorgen.
Es ist teilweise die Rede von Einschränkung der Demonstrationsfreiheit, da die "Gleichheitsparade" (poln. Parada Równości), ein Umzug im Zentrum von Warschau, bei dem hauptsächlich Homosexuelle für ihre Rechte demonstrieren, im Jahr 2005 nicht genehmigt wurde. Anders als im Jahr 2006 wo sie die Genehmigung erhielt und abgesehen von ein paar kleinen Gegendemonstrationen, ohne ernstere Zwischenfälle stattfand. http://derstandard.at/?url=...
Verwaltungsgliederung
Seit dem 1. Januar 1999 ist Polen in 16 Woiwodschaften, eingeteilt. Sie haben alle ein eigenes Parlament, ein von der Zentralregierung ernanntes Oberhaupt (Wojewoda), der die von der Zentralregierung in Warschau den Woiwodschaften zugeteilten Finanzen verwaltet, und einen vom Parlament gewählten Woiwodschaftsmarschall (Marszalek), der einer Regierung vorsteht.
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Polnische Wojewodschaften Bildherkunft |
| Nr. | Deutscher Name | Polnischer Name | Nr. | Deutscher Name | Polnischer Name |
|---|---|---|---|---|---|
| 01. | Ermland-Masuren | Warmińsko-Mazurskie | 09 | Lublin | Lubelskie |
| 02 | Großpolen | Wielkopolskie | 10 | Masowien | Mazowieckie |
| 03 | Heiligkreuz | Świętokrzyskie | 11 | Niederschlesien | Dolnośląskie |
| 04 | Karpatenvorland | Podkarpackie | 12 | Oppeln | Opolskie |
| 05 | Kleinpolen | Małopolskie | 13 | Podlachien | Podlaskie |
| 06 | Kujawien-Pommern | Kujawsko-Pomorskie | 14 | Pommern | Pomorskie |
| 07 | Lebus | Lubuskie | 15 | Schlesien | Śląskie |
| 08 | Lodsch | Łódzkie | 16 | Westpommern | Zachodniopomorskie |
Infrastruktur
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Die polnische Fluggesellschaft Lot ist Mitglied der Star Alliance Bildherkunft |
Siehe auch den Artikel Verkehr in Polen
Polen ist ein wichtiges Transitland von Nordeuropa nach Südeuropa und von Westeuropa nach Osteuropa. Bereits in der Antike und im Mittelalter führten wichtige Handelsstraßen durch das heutige Polen, wie z.B. die Bernsteinstraßen, der europäische Abschnitt der Seidenstraße, die Handelsroute von Westeuropa nach Asien.
Bahn
Die polnische Eisenbahngesellschaft PKP gehört zu den größten europäischen Eisenbahngesellschaften mit über 23.420 km Schienennetz. An der polnischen Ostgrenze trifft das europäische Normalspurnetz auf das breitere russische Gleissystem, was Polen zum Drehkreuz des Ost-West-Schienenverkehrs macht. Auch Verbindungen mit Deutschland sind gegeben. Eine Kooperation im grenzübergreifenden Nahverkehr erlaubt beispielsweise die Reise mit dem Schönes-Wochenende-Ticket von Deutschland aus nach Stettin.
Straße
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Geschwindigkeitsbegrenzungen in Polen Bildherkunft |
Flugverkehr
Polen hat zehn internationale Flughäfen, den Frédéric-Chopin-Flughafen in Warschau, den Internationalen Flughafen Johannes Paul II. in Krakau, den Flughafen Katowice, den Lech Wałęsa Flughafen Danzig, den Flughafen Posen-Lawica, den Flughafen Breslau, Flughafen Stettin-Goleniów, den Flughafen in Rzeszów, den Flughafen in Bydgoszcz und den Flughafen in Zielona Góra (Flughafen Zielona Góra), 123 nationale Flugplätze und drei Helikopterbasen. Die Anzahl der Fluggäste steigt seit der Öffnung des polnischen Luftverkehrs für die Niedrigpreisfluglinien rasant.
Seeverkehr
Polen besitzt fast 4.000 km schiffbare Flüsse und Kanäle. Die Überseehandelsflotte besteht aus über 100 Schiffen. Wichtigste Seehäfen sind Stettin/Szczecin, Gdingen/Gdynia, Danzig/Gdańsk, Swinemünde/Świnoujście, Stolpmünde/Ustka, Kolberg/Kołobrzeg sowie im Binnenland Warschau/Warszawa, Gleiwitz/Gliwice und Breslau/Wrocław.
Wirtschaft
Das polnische Bruttosozialprodukt betrug 2004 laut der Weltbank 491.549 Mio. USD, was Polen den 22. Platz unter den größten Volkswirtschaften der Welt beschert. Für 2005 wurde ein Wert von 512,9 Mrd. USD prognostiziert. Umgerechnet auf den BSP-Wert pro Einwohner wuchs dieser von 12.000 USD im Jahr 2004 auf 13.275 USD im Jahr 2005, womit sich Polen relativ im Vergleich zu anderen Staaten um sechs Plätze verbessert hat. Das Wirtschaftswachstum war in letzter Zeit im ersten Quartal 2004 (also unmittelbar vor dem EU-Beitritt) mit 6,9 % am höchsten. Nach der Akzession fiel es zunächst beständig, so dass für das Jahr 2004 ein Gesamtwert von 5,3 % zu verzeichnen war. Mittlerweile ist die vorläufige Talsohle wieder durchschritten und die polnische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2005 mit 3,5 %, was voraussichtlich zu einem Gesamtwachstum von 3,3 % führen wird. Für das nächste Jahr wird mit einem Gesamtwachstum von 4 bis 5 % gerechnet.
Die Inflation wird 2005 voraussichtlich 1,8 % betragen, womit sie wahrscheinlich niedriger wäre als die in der Eurozone. Der polnische Zloty ist im Jahresvergleich zum Euro und USD um ca. 20 % stärker geworden. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei 15,7 % (Juni 2006), was ca. 2,4 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter ausmacht, und ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2 Prozentpunkte gefallen. Gleichwohl hat Polen offiziell die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Andererseits dürfte aufgrund der nicht unerheblichen Schattenwirtschaft die faktische Arbeitslosenquote weit niedriger und die Reallöhne höher liegen, da viele Arbeitnehmer und Selbstständige ihre faktischen Einnahmen entweder überhaupt nicht oder zu einem geringeren Betrag dem Fiskus angeben. Eine Studie des Magazins Wprost hat ergeben, dass die Gesamtausgaben der polnischen Bevölkerung die Gesamteinnahmen beträchtlich übersteigen, gleichzeitig aber ihre Kapitalersparnisse stetig wachsen. Dies ist nur damit zu erklären, dass viele Bürger ihre Einnahmen nicht den Finanzämtern melden. 2004 waren etwa 0,5 Mio. polnische Staatsbürger in der westlichen EU beschäftigt, 324.000 davon als Saisonarbeiter in der deutschen Landwirtschaft und verarbeitenden Industrie, 73.000 in Großbritannien, 14.500 in Irland und 9.800 jeweils in Spanien und Frankreich.
Der Export 2004 umfasste 73,78 Mrd. USD und der Import 88,16 Mrd. USD. Das hohe Außenhandelsdefizit ist jedoch im Fallen begriffen. Mit 30,1 und 24,4 % stellte Deutschland den größten Handelspartner dar, obwohl auch dieser Anteil zurückgeht und der Handel mit der Ukraine und Russland überdurchschnittlich zunimmt. Weitere wichtige Handelspartner sind die anderen EU-Staaten Italien, Frankreich, Großbritannien und die Tschechische Republik sowie sie USA und die Volksrepublik China. Bei den Direktinvestitionen sind Frankreich und Großbritannien führend. Der Anteil der Bundesrepublik ist erstaunlicherweise kleiner. Polen exportiert landwirtschaftliche und industrielle Produkte und zunehmend auch Dienstleistungen, z.B. im Rahmen des Outsourcing von Geschäftsbereichen (Buchführung, Marketing, Kundenbetreuung) ausländischer Unternehmen. Ausländische Investoren investieren vor allem in den Finanzsektor, der in den letzten Jahren jeweils ein zweistelliges Wachstum verzeichnen konnte. Ende 2004 wurde die größte polnische Bank PKO privatisiert. Ein möglicher Zusammenschluss von ank Pekao SA und BPH PBK im Rahmen der Übernahme der HVB durch Unicredito würde jedoch eine noch größere Bank entstehen lassen. Andererseits versuchen immer mehr ausländische Unternehmer sich polnisches Kapital auf der Warschauer Börse (GPW) und dem Warschauer Aktienindex (WIG) zu verschaffen. Seit dem 1. Mai 2004 haben bereits 13 ausländische Emittenten den Antrag auf Eintragung bei der GPW gestellt und sieben sind dort bereits notiert. 2004 sank die Zahl der registrierten Unternehmen um 4.600, wobei hauptsächlich Ein-Mann-Unternehmen schlossen. Insgesamt waren Ende 2004 3,5 Mio. Unternehmen registriert.
Primärer Sektor (Landwirtschaft)
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Lemken-Kleinbauernhof (uk.Chyza) in Przyslup (Karpatenvorland) Bildherkunft |
Der primäre Sektor war bis ins 19. Jh. der Hauptwirtschaftszweig in der Adelsrepublik, die bis zu den polnischen Teilungen als Kornkammer Europas galt. Die Agrarerzeugnisse aus den riesigen Magnatengütern Kleinpolens und der Ukraine mit ihren Schwarzerde- und Lößböden wurden über die Weichsel und Danzig nach Westeuropa verschifft. Die Bedeutung des Agrarsektor ist heute im Schrumpfen begriffen. Er machte 2004 nur noch 4 % des BSP aus. Gleichwohl sind noch ca. 15 % der Erwerbstätigen in diesem Sektor beschäftigt. Dies liegt vor allem daran, dass es in Polen noch viele Kleinhöfe gibt. In keinem anderen Staat Europas ist der Anteil der Einwohner, die ein eigenes Grundstück besitzen, so hoch, wie in Polen. Die polnischen Landwirte haben den EU-Beitritt größtenteils befürwortet und profitieren von der Öffnung des europäischen Marktes und den EU-Subventionen, die jedoch pro m² nur 25 % dessen betragen, was ihre Kollegen in der alten "EU der 15" bekommen. Die Getreideproduktion stieg 2004 um 26,7 % auf 29,6 Mio. Tonnen (2000 betrugen sie 22,3 Mio. t) was vor allem an guten Witterungbedingungen lag. Die gesamte pflanzliche Produktion stieg um 17 % und die landwirtschaftlichen und Lebensmittelexporte stiegen 2004 im Vergleich zu 2003 um 30 % auf 4,9 Mrd. Euro. 3,5 Mrd. gingen davon in die EU.Der Konkurrenz der großen industrialisierten Agrarbetriebe aus Westeuropa (vor allem Frankreich) begegnen viele polnische Kleinlandwirte weiterhin mit der Spezialisieung auf Bioprodukte, bei deren Erzeugung Polen in der EU führend ist. Führende auf Börsen kotierte polnische Agrarverarbeitungsunternehmen sind Wedel, Wawel, Jutrzenka, Zywiec und Indykpol.
Sekundärer Sektor (Industrie)
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Orlen-Tankstelle in Deutschland Bildherkunft |
Der industrielle Sektor spielte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die führende Rolle. Nach 1989 musste er jedoch diese an den Dienstleistungssektor abgeben. Die Industrieproduktion ist aufgrund der Schließung von vielen großen Industriebetrieben in den 1990er Jahren beachtlich geschrumpft. Die bestehenden Betriebe wurden modernisiert und konkurrieren mittlerweile erfolgreich mit den Produzenten aus aller Welt. Die Investitionen im sekundären Sektor waren besonders in den 1990er Jahren sehr hoch, vor allem in der Automobil- und Elektroindustrie. Viele ausländische Unternehmen haben in Polen, wegen der relativ niedrigen Kosten (Löhne, Lohnnebenkosten und Steuern) sowie des hohen Angebots an hochqualifizierten Arbeitskräften (in Polen studieren ca. 2 Mill. Menschen) und nicht zuletzt wegen des großen Absatzmarktes mit fast 40 Mio. Einwohnern immer mehr konsumfähigen Verbrauchern, Produktionsstätten eröffnet.
Die führenden börsennotierten Industrieunternebmen sind PKN Orlen und Lotos (beide Erdölverarbeitung und Tankstellenbetreiber) sowie KGHM (Kupferabbau und -verarbeitung), Kęty (Aluminiumabbau und -verarbeitung) und Budimex (Bauunternehmen). Daneben gibt es eine Reihe von großen industriellen Staatsunternehmen, die demnächst über ein Going Public privatisiert werden sollen, wie z.B. das Gasunternehmen PGNiG. Einige polnische Industrieunternehmen haben auch in Deutschland investiert und dort Arbeitsplätze geschaffen, allen voran PKN Orlen mit über 500 Tankstellen (Orlen- und Star-Tankstellen).
Tertiärer Sektor (Dienstleistung)
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Messegelände in Posen Bildherkunft |
Der Dienstleistungssektor dominiert seit 1989 die Wirtschaft in Polen und macht weit über die Hälfte des BSP aus. Er ist der sich am schnellsten entwickelnde Bereich der polnischen Wirtschaft. Das größte Dienstleistungszentrum ist die Finanzmetropole und Hauptstadt Warschau, wo die meisten Unternehmen aus dem tertiären Sektor ihren Sitz haben. Aber auch die Messestadt Posen und die südpolnischen Metropolen Krakau und Breslau sind wichtige Dienstleistungsstandorte. Im letzten Jahr konnte die ehemalige Textilindustriedtadt Łódź aufgrund zahlreicher Investitionen in Dienstleistungen an diese Städte aufschließen. Dies hat sie vor allem der zentralen Lage und dem Anschluss an das neue Autobahnnetz (A1 von Cieszyn nach Danzig und A2 von Kostrzyn nach Białystok) zu verdanken.
Dreizehn der im Aktienindex WIG20 notierten 20 finanzkräftigsten Unternehmen des Landes stammen aus dem tertiären Sektor, namentlich die Banken PKO BP, Pekao, BPH PBK, BRE (Bank) und BZ WBK, die Telekommunikationsunternehmen Telekomunikacja Polska SA und Netia sowie die IT-Gesellschaften Computerland, Prokom und Softbank als auch die Medienkonzerne Agora (Radio) und TVN sowie die Hotelkette Orbis (Unternehmen). Zu den großen noch zu privatsierenden Dienstleistungsunternehmen gehört das Versicherungsunternehmen PZU (Unternehmen), die Eisenbahngesellschaft PKP, die Fluglinie Lot die staatliche Post Poczta Polska sowie die Trägergesellschaft der Warschauer Börse GPW SA.
Kapitalmarkt
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Im Danziger Artushof befand sich eine der ersten polnischen Börsen Bildherkunft |
Die Entwicklung des polnischen Kapitalmarktes begann im Mittelalter aufgrund der Einwanderung von Kaufleuten aus Norditalien und den Niederlanden in den Gilden der großen Handelsstädte. So stammt das polnische Wort für Börse gielda von gilda, was im Mittelhochpolnisch dem Mittelhochdeutschen Gilde entsprach. Der börsenmäßige Handel mit Wechseln und anderen Schuldscheinen entstand um ca. 1300. In der polnisch-litauischen Adelsrepublik erhielten die Kaufleute bestimmte Handelsprivilegien für den Börsenhandel, die man als erste Börsenordnungen ansehen kann. Börsenplätze bestanden in Danzig (Artushof), Krakau, Posen, Zamość und Warschau. Seit dem 18. Jh. haben z.B. die Warschauer Kaufleute ihre zwei mal pro Woche stattfindenden Börsentreffen protokolliert. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten polnischen Aktiengesellschaften, wobei die älteste erhaltene polnische Aktie die der Kompania Manufaktur Welnianych w Warszawie aus dem Jahr 1768 ist. Die ersten modernen polnischen Wertpapierbörsen wurden 1817 und 1818 in Warschau und Krakau gegründet. Handelsgegenstand waren Schuldverschreibungen und Aktien. In der Zweiten Republik bestanden bereits sieben Wertpapierbörsen in Warschau, Krakau, Posen, Łódź, Kattowitz, Lemberg und Wilna. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden alle von den Deutschen und den Sowjets geschlossen. Erst nach 50 Jahren entstand der polnische Kapitalmarkt 1989 erneut. 1991 wurde die Warschauer Wertpapierbörse [LINK] (pl. Giełda Papierów Wartościowych w Warszawie - GPW, en. Warsaw Stock Exchange - WSE) neu errichtet. 1996 kam die Handelsplattform CeTO (Centralna Tabela Ofert) als regulierter nichtbörslicher Markt hinzu, die ihren Sitz ebenfalls in Warschau hat.
Die WWB ist die größte Börse in Mittelosteuropa und eine der schnellstwachsenden auf der Welt. Im Jahre 2005 hat die WWB die Wiener Börse in Bezug auf die Börsenkapitalisierung überholt. Die Kapitaliesierung der WWB beträgt fast 300 Mrd. USD. 2004 fanden an der WWB fast 40 IPOs (Initial Public Offer - Börseneinführung einer AG) statt, was ihr nach der LSE den zweiten Platz in Europa brachte, wobei die IPO der PKO BP mit fast 2 Mrd. USD zu den fünf größten in Europa im Jahr 2004 zählte. In diesem Jahr wird die Anzahl der IPOs noch höher sein undd der WWB voraussichtlich den dritten Platz im europäischen Vergleich nach der LSE und der Euronext einbringen. Auch sechs ausländische Emittenten und mehrere ausländische Maklerhäuser sind seit 2004 Mitglieder der WBB, wie z.B. die MOL, Credit Austria, Skyeurope, Reiffeisenbank, etc. Die Gesamtzahl der kotierten Gesellschaften beträft fast 300.
Die Entwicklung des Finanzplatzes Warschau wurde 2000 in der Agenda Warsaw City 2010 geplant. Neben dem going-public der WWB und einer strategischen Partnerschaft mit (wahrscheinlich) der Euronext, wurde festgesetzt, dass bis 2010 die Börsenkapitalisierung 50 % des Bruttosozialproduktes betragen soll. Mittlerweile ist die WWB ihren dort gefassten Prognosen voraus, und wird das Ziel wahrscheinlich früher erreichen. Das Anlegerpublikum teilt sich in drei ca. gleichgroße Teile: polnische Privatanleger, polnische institutionelle Anleger und ausländische instutionelle Anleger (von diesen kommen 76 % aus Großbritannien, 5 % aus den USA, 3 % aus Italien, 2 % aus der BRD, 1 % aus Frankreich, etc.) Am schnellsten im Wachstum begriffen ist der Anteil der polnischen institutionellen Anlager, da ein Drittel der Rentenbeiträge der polnischen Arbeitnehmer über Rentenfonds auf den Kapitalmarkt treffen. Nach der weltweiten Baisse in den Jahren 2000-02 befindet sich die WWB seit 2003 in einer Haussephase. In den letzten Monaten wurden stets neue Allzeithochs des WIG (Warszawski Indeks Gieldowy - Hauptindex) und des WIG20 (Index der 20 großen Golden Shares) erreicht. Der erste befindet sich derzeit bei ca. 33.000 und der zweite bei 2.500 Punkten. Weitere Indizes der WWB sind der MIDWIG (mittelgroße AGs), WIRR (kleine AGs), TechWIG (technische AGs), WIG-PL (große und mittlere AGs mit Sitz in Polen), NIF (Investmentfonds) sowie die Branchenindizes WIG-Banken, WIG-Bau, WIG-IT, WIG-Medien, WIG-Lebensmittel und WIG-Telekommunikation.
Tourismus
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Schwarzer See in der Hohen Tatra bei Zakopane Bildherkunft |
Hauptartikel: Tourismus in Polen
Der Tourismus in Polen befindet sich im Aufschwung, was zum einen Teil an der Öffnung des polnischen Luftraums für Low-Cost-Airlines und dem allmählichen Ausbau des Autobahnnetzes sowie zum anderen an einer Wiederentdeckung Polens durch Touristen aus aller Welt liegt. Auch die im Europavergleich niedrigen Preise in Polen dürften eine wichtige Rolle spielen. Für Touristen sind einerseits die Städte, andererseits die unberührte Natur sehr attraktiv. Die ehemalige Königsstadt Krakau wird oft als schönste Stadt Polens angesehen, sie wurde 2005 von bisher ca. 12 Mio. Touristen besucht. Das Kulturangebot in den polnischen Metropolen ist abwechslungsreich und auch für den weniger betuchten Besucher erschwinglich. Die Kneipenkultur und das Nachtleben sind insbesondere in den großen Studentenstädten Krakau, Warschau, Breslau und Posen sehr attraktiv für junge Gäste. Insgesamt gibt es 13 Weltkulturstätten der UNESCO in Polen.
Viele Städte, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, wurden von den polnischen Restauratoren mustergültig wieder aufgebaut. Hierzu zählen vor allem Warschau, Posen, Breslau und Danzig. Erholungsgebiete und Kurorte finden sich im Süden und Norden Polens, in Ermland-Masuren, Westpommern, Pommern, Kujawien-Pommern, Kleinpolen, dem Karpatenvorland und Niederschlesien. Wassersport kann man an der Ostsee, den Seenplatten und einigen Gebirgsflüssen, v.a. Dunajec, San, Poprad, Bobr und ihren Stauseen betreiben. Die Bergregionen Tatry, Beskiden, Krakau-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzgebirge, Sudeten mit dem Riesengebirge an erster Stelle laden zu Ski- und Wanderferien ein. Als Wintersporthauptstadt Polen gilt Zakopane. Viele attraktive Naturschätze werden in 23 Nationalparks geschützt.
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Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Polen: die Marienburg, mittelalterliche Festungsanlage des Deutschen Ordens Bildherkunft |
Staatsausgaben
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für- das Gesundheitswesen bei 1%
- das Bildungswesen bei 5%
- das Militär bei 4%
Kultur
Hauptartikel: Kultur in Polen
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Adam Mickiewicz, einer der größten unter den polnischen "Dichterfürsten" Bildherkunft |
Die polnische Kultur ist sehr vielfältig und resultiert aus der wechselvollen Geschichte des Landes. Im Mittelalter und der Neuzeit war die multikulturelle Adelsrepublik ein Schmelztigel verschiedener Kulturen und Religionen, die alle ihren Einfluss auf das polnische Kulturerbe hatten und noch immer haben. Nach den Teilungen Polens versuchten polnische Künstler immer wieder den Kampf um die Unabhängigkeit Polens unter dem Schlagwort "Zur Hebung der Herzen" zu unterstützen. Als Beispiele hierfür können die Gedichte und Epen von Adam Mickiewicz, die Prosawerke eines der ersten Literaturnobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz, die Historienmalerei von Jan Matejko oder die Mazurkas, Polkas, Krakowiaks und Polonaisen von Fryderyk Chopin genannt werden.
Heute ist die breit gefächerte Kultur Polens, ähnlich wie aller westlicher Staaten, von Globalisierungstendenzen und der Amerikanisierung betroffen, andererseits kann sie, gerade in der Kulturszene größerer Städte und auf dem Land eine eigene Identität erhalten. Besonders bedeutend ist der polnische Symbolismus und die polnische Plakatmalerei. Plakate polnischer Künstler mit ihren sehr spezifischen Eigenschaften sind auf der ganzen Welt bekannt. Auch der polnische Film mit hervorragenden Regisseuren, wie Roman Polanski, Andrzej Wajda, Krzysztof Kieślowski, Krzysztof Zanussi, Agnieszka Holland und Jerzy Hoffman findet weltweit Anerkennung.
Literatur zur über 1000-jährigen Kunstgeschichte von Polen: Stefan Muthesius: Kunst in Polen / Polnische Kunst 966 - 1990. Eine Einführung, Königstein i. Ts. 1994 ISBN 3-7845-7610-9 (deutsch) und ISBN 3-7845-7611-7 (englisch: Art, Architecture and Design in Poland 966 - 1990)
Siehe auch: Polnische Literatur - Comic in Polen - Polnische Küche
Bräuche
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Ikone des Hl. Nikolaus aus dem 15. Jh. Bildherkunft |
Nationale und regionale Bräuche werden vor allem auf dem Land aufrecht erhalten. Sie sind mit den verschiedenen Religionen, besonders der römisch-katholischen, verbunden.
Wichtig sind die Feste der verschiedenen religiösen Gemeinschaften: weihnachtliche Sternsinger, Friedhofsfeiern an Allerheiligen, das Fronleichnamsfest in Lowicz, der Palmsonntag, die Mysterienspiele in Kalwaria Zebrzydowska, das kaschubische Bootsfest, der Danziger Dominikanerjahrmarkt, aber auch das orthodoxe Jordanfest in Drohiczyn und das muslimisch-tatarische Kurban Bajram in Bohoniki. Pilgerfahrten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, etwa die katholischen Wallfahrten nach Tschenstochau, Heiligelinde, Licheń Stary, Kalwaria Zebrzydowska, Łagiewniki und zum St. Annaberg, aber auch die jüdischen Grabbesuche der chassidischen Mystiker Elimelech aus Lezajsk und Moses Remuh aus Krakau und die orthodoxe Wallfahrt nach Garbarka. Viele der lokalen Bräuche und Riten stehen in Zusammenhang mit den Jahreszeiten (z.B. die Zuwasserlassung der Wianki, die Versenkung der Mazenna und der Lajkonik).
Kunstwerke, die mit den Bräuchen verbunden sind, umfassen die Ikonenmalerei vor allem in Podlachien, Lublin und dem Karpatenvorland, Schnitzereien mit religiösen (Jezus Frasobliwy) und weltlichen Motiven sowie die religiösen Koronki und erotischen Stickereien. Bekannt sind auch Trachten, insbesondere die aus Krakau und die der Goralen. Daneben gibt es viele traditionelle Bräuche der Lebensmittelherstellung, wie z.B. der Schafskäse Oscypek, die Krakauer Brezel Obwarzynek und Würste. Von den traditionellen Bräuchen in der Architektur sind die Wegkapellen zu nennen, vor allem in den Beskiden und Masowien.
Verbunden mit dem polnischen Brauchtum sind auch die traditionelle Musik (jüdische Klezmer, Kammermusik, Mazurkas, Polonaisen, Krakowiaks und Polkas) sowie der Tanz (u.a. die Tanzensembles Mazowsze, Slask, Slowniki), das traditionelle Theater sowie die Mundartdichtung der Goralen, Kaschuben und Schlesier.
Architektur
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Gotische Marienkirche in Danzig Bildherkunft |
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Renaissance-Arkadenhof des Wawel in Krakau Bildherkunft |
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Bürgerhäuser mit Polnischer Attika in Kazimierz Dolny Bildherkunft |
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Barocker Wilanowpalast in Warschau Bildherkunft |
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Klassizistisches Lazienki Schloss Bildherkunft |
Die ersten erhaltenen Architekturdenkmäler Polens sind Hügelgräber (poln. Kopiec) und kultische Steinzirkel. Die christliche Architektur kam als Vorromanik im 9. Jh. nach Polen. In diesem Stil wurden die Burgen und Kirchen der Polanen gebaut. In der Romanik wurden die ersten Kathedralen in Gnesen, Krakau, Breslau, Kolobrzeg und Posen, Rotunda (z.B. Cieszyn, Krakau), Wehrkirchen (z.B. Strzelno) und Zisterzienser-Klöster errichtet (z.B. Tyniec). Im Zeitalter der Gotik dominierte in Polen die Backsteingotik im Norden und eine gemischte Backstein-Kalksteingotik im Süden, insbesondere in Krakau. Der größte gotische Backsteinbau der Welt ist die Marienburg am Nogat und die größte Backsteinkirche der Welt ist die Marienkirche in Danzig.
Das goldene Zeitalter Polens begann in der Spätgotik und reichte über die Renaissance und den Manierismus bis in den Frühbarock. Aus dieser Zeit (ca. 1350-1650) stammen die bedeutendsten Bauwerke Polens, allen voran das königliche Wawelschloss in Krakau. Dieses wurde von den Adeligen in ganz Polen hundertfach mehr oder weniger originalgetreu nachgebaut. Zu den bedeutendsten Renaissance-Schlössern zählen Baranów Sandomierski, Krasiczyn, Łańcut, Janowiec, Krzyszopór, Pieskowa Skała, Sucha Beskidzka, Brzeg, Nowy Wiśnicz, Ogrodzieniec. Das Zentrum der Renaissance war Südpolen, insbesondere die Region um Kleinpolen und die Gegenden um Lemberg. Gleichzeitig entwickelte sich am Übergang zwischen Spätgotik und Renaissance auch die bürgerliche Architektur in den Städten, die viele schöne Kirchen und Rathäuser sowie Gebäude anderer öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. das Collegium Maius der Krakauer Universität, hervorbrachte. Vor allem in Krakau kann man die typisch polnische Renaissancearchitektur an der polnischen Attika erkennen. In dieser Zeit kamen bedeutende italienische Architekten und Künstler aus Italien (insbesondere Florenz) nach Polen, z.B. Bartolomeo Berrecci, Santi Gucci, Francesco Florentino, Bernardo Monti, Giovanni Quadro, Mateo Gucci, die die italienische Renaissance den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas anpassten und so einen eigenen polnischen Renaissancestil schufen, der jedoch mit seinen beliebten Arkaden der florentinischen Renaissance am nächsten kam. Viele dieser Bauwerke haben die Zeit der schwedischen Kriege im 17. Jh. nur als Ruinen überdauert.
In der Zeit des reifen Barocks trat die neue Hauptstadt Warschau als Mittelpunkt hervor. Der bedeutendste Architekt dieser Zeit war der aus den Niederlanden stammende Tylman van Gameren, der Hunderte von Schlössern in ganz Polen projektierte. Große Paläste im Versailler Stil entstanden in Warschau (z.B. das Königsschloss, Schloss Wilanów, das Radziwiłł-Palais, das Krasicki-Palais) sowie in und um Masowien (z.B. Białystok, Puławy, Rogalin, Kozlówka, Nieborów) sowie in Ostpolen. Der Spätbarock und das Rokoko sind von der Zeit der Sachsenkönige und des letzten polnischen Königs Stanisław Poniatowski geprägt. Damals entstanden in Warschau zahlreiche Kirchen (Visitantinnen-Kirche), St.-Anna-Kirche, Heilig-Kreuz-Kirche), Gärten (Łazienki-Park, Sächsischer Park, Krasiński-Park, Ujazdowski-Park) und Paläste.
In den letzten Jahren der Regentschaft des letzten polnischen Königs Stanisław Poniatowski begann die Epoche des Klassizismus. In diesem Stil wurde das damals größte Theatergebäude der Welt von Antonio Carozzi in Warschau errichtet. Dazu kamen die Gebäude der Warschauer Börse und der Polnischen Nationalbank. Im Łazienki-Park entstanden viele Schlösser und Villen in diesem Stil. Die Zentren der polnischen Architektur des 19. Jh. waren Warschau und Łódź, wo viele Bürgerhäuser und Schlösser im Stil des Historismus und später der Sezession errichtet wurden. Auch in Südpolen gibt es viele Baudenkmäler aus dieser Zeit, wie z.B. das neogotische Collegium Novum der Jagiellonen-Universität in Krakau. Eine eigene Spielart der Sezession Junges Polen entwickelte sich ebenfalls dort. Der Erste Weltkrieg brachte viele Zerstörungen in Südpolen. Viele öffentliche Gebäude wurden im Art Deco Stil wiederaufgebaut oder neu gebaut. Hierzu zählt z.B. das neue Sejmgebäude oder die Nationalmuseen in Warschau und Krakau.
Die bisher größte Zerstörung der polnischen Bausubstanz brachte der Zweite Weltkrieg. Warschau wurde systematisch zerstört, die Baudenkmäler in Ostpolen kamen an die Sowjetunion und alle größteren Städte Polens bis auf Krakau wurden durch Kriegshandlungen erheblich beschädigt. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit wurde mustergültig aufgenommen - die polnischen Restauratoren genießen Weltruhm - und ist aber auf absehbare Zeit nicht abzuschließen. Die Altstadt und die Neustadt von Warschau sowie das Weichselviertel Mariensztat wurde in den 70er Jahren und das Königsschloss in den 80er Jahren wiederaufgebaut. Einige Paläste sind in den 90er Jahren wieder erstanden. Demnächst soll mit dem Wiederaufbau der Sächsischen und Brühlschen Paläste und der Wiedererrichtung der Gärten des Königsschlosses begonnen werden. Die Bausubstanz des 19. Jh im Zentrum um die Marszałkowska-Straße, die Aleje Jerozolimskie und die Heilig Kreuz-Allee scheinen aber für immer verloren. An ihrer Stelle entstanden monumentale Gebäude im Stil des Sozrealismus, allen voran der Kulturpalast, der Platz der Verfassung und das Vorzeigeviertel MDM. In den 90er Jahren begann ein Bauboom von Wolkenkratzern, die von namhaften Architekten wie z.B. Norman Foster, Daniel Libeskind projektiert wurden. Insbesondere die Johannes Paul II.-Allee ist von moderner Architektur umgeben. Zur Zeit werden die Goldenen Terrassen fertiggestellt, die die größte gewölbte Glaskuppel der Welt tragen.
Bildende Kunst
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Veit Stoß, Krakauer Hochaltar (1488) Marienkriche in Krakau Bildherkunft |
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Bernardo Bellotto genannt Canaletto, Warschau, von der Terrase des Königsschlosses aus betrachtet (Ausschnitt) (1773), Warschau, Muzeum Narodowe Bildherkunft |
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Jan Matejko, Schlacht bei Tannenberg (1410), 1878, Warschau Muzeum Narodowe Bildherkunft |
Zur heidnischen Zeit schufen die westslawischen Künstler Steinfiguren von Światowit und anderen Gottheiten. Mit dem Übergang zum Christentum behielt die Kunst zunächst ihren rituellen Charakter. Zu den ersten bedeutenden und erhaltenen Kunstwerken gehören die monumentalen Bronzentüren der Kathedralen von Gnesen und Płock im Stil der Romanik. Die erst stellt die Lebensgeschichte des hl. Adalbert (Wojciech) dar. Die zweite wurde später an die Stadt Nowgorod in Russland geschenkt. Daneben waren in den romanischen Kirchen Steinfiguren und Reliefs sehr beliebt. In der Gotik entwickelte sich die Holzschnitzerei, die Bronzegießerei, die Bildhauerei und die Malerei. Bedeutende Künstler aus dem deutschen Raum, wie Veit Stoß, Hans Dürer, Peter Vischer kamen an den Hof der polnischen Könige auf dem Wawel in Krakau. Der Krakauer Hochaltar von Veit Stoß ist das größte gotische Schnitzwerk der Gotik. In Krakau selbst entwickelte sich in der Malerei und Schnitzerei um 1400 eine eigene Schule, die von einheimischen Künstlern vertreten wurde, wie z.B. dem Meister der Dominikanerpassion. Zudem kamen orthodoxe Künsler aus Ostpolen und brachten ihre Freskenmalerei mit, die noch heute in der Wawelkathedrale und in der Kapelle im Lubliner Schloss bewundert werden kann.
In der Renaissance kamen viele Künstler aus Florenz, Padua und Mailand (mit Bona Sforza) nach Polen. Sie gründeten ihre eigenen Schulen in Krakau. Auch polnische Renaissancekünsler wie Stanisław Samostrzelnik waren in Krakau aktiv. Hervorzuheben gilt es die Sigismund-Kapelle an der Wawelkathedrale mit den Grabmälern der letzten Jagiellonen, die als formtreustes Beispiel der italienischen Renaissance außerhalb Italiens gilt. In der Zeit des Manierismus waren ebenfalls die italienischen Künstler in Polen führend, allen voran Paolo Romano, der in Lemberg tätig war. Aber auch Danzig war ein Zentrum des wiederum niederländisch geprägten Manierismus. Auch der Barock kam aus Italien nach Polen. Hier ist insbesondere Giovanni Trevano hervorzuheben, der am Wawel und dem Königsschloss in Warschau wirkte. Als bedeutendster Maler des Barock in Polen gilt Karol Dankwart. In der sächsischen Zeit kamen viele Künstler aus Sachsen nach Polen, wie z.B. der Italiener Bernardo Bellotto. In Ostpolen entwickelte sich zu dieser Zeit eine eingene Form des ukrainischen Barock und der Ikonenmalerei. Der wichtigste Vertreter des Klassizismus in Polen war Däne Bertel Thorvaldsen, der viele Denkmäler in Warschau und Krakau schuf.
Die romantische Malerei entwickelte sich in Polen nach den Teilungen und behandlete meist politische oder mystische Themen. Im Zeitalter des Positivismus dominierte die Historienmalerei, deren bekannteste Vertreter Juliusz Kossak, die Brüder Gierymski und Jan Matejko sein dürften. Seine Schüler Józef Mehoffer und Stanisław Wyspiański entwickelten die sezessionistische Richtung Junges Polen. In der Zwischenkriegszeit entwickelten sich verschiedene Kunstrichtungen. Bekannte Vertreter dieser Epoche sind Bruno Schulz und Wojciech Weiß. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von Hitlerdeutschland und der Sowjetunion sehr viele Kunstschätze aus den polnischen Museen geraubt. Viele von ihnen, wie z.B. der Jüngling von Rafael sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. In der Volksrepublik war der Sozrealismus vorherrschend. Gleichwohl entwickelten Künstler wie Tadeusz Kantor, Władysław Hasior oder Nikifor Krynicki eigene Kunstrichtungen. Mittlerweile ist die Kunst wieder entpolitisiert.
Musik
Der erste namentlich bekannte Musiker Polens ist der Dominikaner Wincenty aus Kielce, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte und u.a. die Hymne "Gaude mater Polonia" schrieb. Dagegen ist der Autor des ältesten bekannten polnischen Liedes Bogurodzica unbekannt. Neben Hymnen zeichnete sich die mittelalerliche polnische Musik durch Tänze aus. Mikołaj aus Radom schrieb diese am Anfang des 15. Jahrhunderts auf. In der Renaissance kamen viele italienische Musiker an den polnischen Königshof. Mikołaj Gomólka war der bekannteste polnische Komponist des 16. Jahrhunderts. Er schrieb Kompositionen unter anderem zu den Gedichten von Jan Kochanowski ("Melodie na Psalterz polski"). Andere wichtige Renaissancekomponisten am polnischen Königshof waren Wacław z Szamotul und Mikołaj Zieleński.
1628 wurde in Warschau die erste Oper außerhalb Italiens aufgeführt - Galatea. Die italienischen Opernkomponisten Luca Marenzio, Giovanni Francesco Anerio, and Marco Scacchi waren zur Barockzeit in Warschau tätig. Während der relativ kurzen Regentschaft von Władysław IV. von 1634 bis 1648 wurden in Warschau mehr als zehn Opern aufgeführt, womit Warschau zu dieser Zeit zum wichtigsten Opernzentrum außerhalb Italiens wurde. Die erste Opernkomponistin der Welt, Francesca Caccini, schrieb ihre erste Oper La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina für den polnischen König, als dieser noch ein Prinz war. Die polnischen Barockkomponisten komponierten vor allem Kirchenmusik, allen voran ihr bekanntester Schöpfer Adam Jarzębski. Zu dieser Zeit entstand auch die Polonaise als Tanz an polnischen Höfen, während die bäuerliche Gesellschaft regional unterschiedliche Tänze wie die Mazurkas, Krakowiaks und Chodzony und die auch in Tschechien bekannten Polkas entwickelte. Die wichtigsten Polonaise-Komponisten im 18. Jahrhundert waren Michał Kleofas Ogiński, Karol Kurpiński, Juliusz Zarębski, Henryk Wieniawski, Mieczysław Karłowicz und Joseph Elsner. Gleichwohl sollte erst Fryderyk Chopin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert diese Musikart zur Vollendung bringen. Er gilt als einer der größten polnischen Komponisten.
Im 19. Jahrhundert entwickelte Stanisław Moniuszko die moderne polnische Oper, deren berühmtestes Werk Halka ist. Oskar Kolberg begann zu dieser Zeit die polnische Folkloremusik zu sammeln und niederzuschreiben. Seinen Werken verdanken die Folkloreensembles Mazowsze, Słowianki und Sląsk ihr Entstehen. Karol Szymanowski, der sich in Zakopane niederließ, entdeckte die traditionelle Musik der Goralen in Podhale, die er im 19 Jh. weiter entwickelte. Berühmte Komponisten der Zwischenkriegszeit waren Arthur Rubinstein, Ignacy Jan Paderewski, Grażyna Bacewicz, Zygmunt Mycielski, Michał Spisak and Tadeusz Szeligowski. Die zeitgenössische polnische Musik wird von Stanisław Skrowaczewski, Roman Palester, Andrzej Panufnik, Tadeusz Baird, Bogusław Schaeffer, Włodzimierz Kotoński, Witold Szalonek, Krzysztof Penderecki, Witold Lutosławski, Wojciech Kilar, Kazimierz Serocki, Henryk Mikołaj Górecki, Krzysztof Meyer, Paweł Szymański, Krzesimir Dębski, Hanna Kulenty, Eugeniusz Knapik und Jan A. P. Kaczmarek repräsentiert.
Literatur
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Adam Mickiewicz Denkmal in Warschau Bildherkunft |
Das älteste erhaltene polnische Schriftstück ist das Dagome Iudex-Regest aus dem Jahr 991. Wie fast alle polnischen Werke des Mittelalters ist es in Latein geschrieben. Zu diesen gehören vor allem die Chroniken von Gallus Anonymus, Wincenty Kadłubek, Janko z Czarnkowa, Jan Długosz und Jan Łaski sowie die Heilig Kreuz Jahrbücher als auch die Adelsprivilegien (siehe oben Verfassungsgeschichte) und religiöse Texte der Heilig Kreuz Predigten (die ältesten Schriftstücke auf Polnisch), die Königin Zofias Bibel (erste Bibelübersetzung ins Polnische), der Puławy-Psalter, der Davidspsalter, die erste polnische Nationalhymne Bogurodzica sowie diverse Gebete und Heiligengeschichten. 1488 wurde die welterste Dichterbruderschaft Nadwiślańskie Bractwo Literackie von dem Deutschen Conrad Celtis und dem Italiener Kallimachus an der Universität in Krakau gegründet, wo sich bereits die erste polnische Druckerei befand.
Die polnische Sprache setzte sich in der Renaissance durch, obwohl viele Autoren auch noch in Latein oder beiden Sprachen veröffentlichten. Der erste nur polnischschreibende Dichter war Mikołaj Rej, der als Vater der polnischen Sprache gilt. Der größte polnische Renaissancedichter war jedoch Jan Kochanowski, der mit dem ersten polnischen Drama "Die Abfertigung der griechischen Gesandten" und zahlreichen Gedichten Weltruhm erlangte. Gleichzeitig galt Klemens Janicki als talentiertester lateinischschreibender Poet der Renaissance in Europa. Andere wichtige Renaissanceschriftsteller waren Andrzej Frycz Modrzewski, Szymon Szymonowic, Łukasz Górnicki, Piotr Skarga, Andrzej Krzycki, Mikołaj Hussowski Hussowczyk, Biernat aus Lublin, Mikołaj Sęp-Szarzyński und Johannes Dantiscus. Der polnische Barock ist aufgrund der vielen vernichtenden Kriege dem Motto memento mori treu und bringt im Gegensatz zum Harmoniebestreben der polnischen Renaissance die Unruhe der damaligen Zeit zum Ausdruck. Hervorzuheben sind hier die Liebesbriefe des Dichterkönigs Jan Sobieski sowie die Kriegsmemoiren von Jan Chryzostom Pasek. Weitere wichtige Vertreter dieser Epoche waren Wacław Potocki, Jan Andrzej Morsztyn, Daniel Naborowski, Krzysztof Zawisza und Benedykt Chmielowski.
Die Aufklärung brachte vor allem politische Literaten, die mit den Reformen König Poniatowskis verbunden waren. Viele engagierten sich für die Verfassung vom 3. Mai 1791. Insbesondere Ignacy Krasicki, Adam Naruszewicz, Wojciech Bogusławski, Franciszek Bohomolec, Franciszek Salezy Jezierski, Franciszek Karpiński, Franciszek Dionizy Kniaznin, Hugo Kołłątaj, Stanisław Konarski, Julian Ursyn Niemcewicz, Stanisław Staszic, Stanisław Trembecki und Franciszek Zabłocki sind hier zu nennen.
Nach der letzten Teilung Polens entstanden zwei gegensätzlich poetische Richtungen, die Klassik und die Romantik. Das Jahr 1822, als Adam Mickiewicz seinen ersten Gedichtband herausbrachte, gilt als endgültiger Sieg von letzterer. Die polnische Romantik, die in der Zeit zwischen dem Novemberaufstand 1830 und Januaraufstand 1863 ihren Zenit erreichte, hat sehr viele hervorragende Poeten hervorgebracht. Neben Mickiewicz allen voran Juliusz Słowacki, Zygmunt Krasiński undCyprian Kamil Norwid. Nicht unerwähnt bleiben dürfen aber auch Stanisław Bogusławski, Adam Jerzy Czartoryski, Aleksander Fredro, Klementyna Hoffmanowa, Józef Ignacy Kraszewski, Wincenty Pol, Henryk Rzewuski und Kornel Ujejski. Viele Literaturkritiker sehen in der polnischen Romantik die Epoche, die den polnischen Nationalgeist am meisten beeinflusst hat und am meisten auf die anderen Richtungen einwirkte. Nach der Ernüchterung der Niederlage von 1864 kam die Zeit des Positivismus, die sich von der Dichtung zur Prosa wandte, insbesondere dem realistischen Roman. Ihre wichtigsten Vertreter waren Eliza Orzeszkowa, Bolesław Prus, Maria Konopnicka, Adolf Dygasiński, Wiktor Gomulicki, Maria Rodziewiczówna, Henryk Sienkiewicz, Gabriela Zapolska, Stefan Zeromski und Adam Asnyk. Als neoromantische Reaktion entwickelte sich ab 1890 das Junge Polen, deren wichtigste Dichter Tadeusz Boy-Zelenski, Jan Kasprowicz, Kazimierz Przerwa-Tetmajer, Mieczysława Przybylska-Luczyńska, Stanisław Przybyszewski, Władysław Reymont, Leopold Staff und das Allroundgenie Stanisław Wyspiański. Das Junge Polen zeichnete sich durch eine dem Symbolismus folgende Mystifizierung der Wirklichkeit aus. Das wichtigste Werk ist Wyspiańskis "Hochzeit";.
In der Zwischenkriegszeit hatte Polen eine Reihe von hervorragenden Literaten, die in verschiedenen Richtungen experimentierten und verscheidene Dichtervereinigungen (Salamander, Grüner Ballon, etc.) bildeten. Zu diesen gehörten Jan Brzechwa, Zofia Charszewska, Józef Czechowicz, Bruno Jasieński, Jarosław Iwaszkiewicz, Maria Kuncewiczowa, Bolesław Leśmian, Kornel Makuszyński, Czesław Miłosz, Stanislaw Młodożeniec, Zofia Nałkowska, Maria Pawlikowska-Jasnorzewska, Bruno Schulz, Andrzej Strug, Julian Tuwim, Stanisław Ignacy Witkiewicz und Aleksander Wat. Während des Zweiten Weltkriegs schuf die junge Generation der sogenannten Kolumbusse Krzysztof Kamil Baczyński, Tadeusz Borowski und Tadeusz Gajcy, die alle sehr jung starben und diese Vorahnung in ihren Gedichten thematisierten.
Die polnische Nachkriegsliteratur ist sehr mannigfaltig. Sie reicht vom Sozrealismus (Jerzy Andrzejewski) bis zur Science Fiction (Stanisław Lems). Zunächst war Hauptthema die Verarbeitung des Zweiten Weltkriegs, später wandten sich die Kulturschaffenden der neuen Wirklichkeit zu. Viermal erhielten bis jetzt polnische Schriftsteller den Literaturnobelpreis: 1905, 1924, 1980 und 1996. Wichtige Vertreter der Nachkriegsliteratur sind Witold Gombrowicz, Sławomir Mrożek, Miron Białoszewski, Kazimierz Brandys, Ernest Bryll, Zbigniew Herbert, Marek Hłasko, Paweł Huelle, Ewa Lipska, Jan Parandowski, Jerzy Pilch, Julian Przyboś, Tadeusz Różewicz, Andrzej Szczypiorski, Wisława Szymborska, Władysław Terlecki, Jan Twardowski, Ryszard Kapuściński, Stefan Chwin, Leszek Kołakowski, Andrzej Stasiuk, Olga Tokarczuk, Dorota Masłowska und Jerzy Prokopiuk, sowie auch der als Papst Johannes Paul II. bekannte Karol Wojtyła.
Wissenschaft
Bereits mit der Gründung der Bistümer im Jahre 1000 wurden nach und nach Kirchenschulen an den Bischofssitzen eröffnet. Mit dem Zisterzienser-Orden kam auch die abendländische Wissenschaft nach Polen. Bereits 1364 gründete der Große die Krakauer Universität, die die zweitälteste Alma Mater in Mitteleuropa ist. Sie war die erste Universität, die eine eigenständige Professur für Mathematik und Astronomie hatte. Ihr Rektor Paweł Włodkowic - einer der wichtigsten Völkerrechtler jener Zeit - stellte auf dem Konzil von Konstanz 1415 die These auf, dass heidnische Völker ein Recht auf einen eigenen Staat hätten und nicht mit dem Schwert christianisiert werden dürften. Dass er nicht das Schicksal seines Prager Kollegen Jan Hus teilen musste, verdankte er der zahlreichen polnischen Ritterschaft, die beim Konzil anwesend war.
Die polnische Wissenschaft erreichte in der Zeit des Humanismus ihre Blüte. Einer der Krakauer Absolventen war der Astronom, Ökonom, Theologe, Jurist und Mediziner Nikolaus Kopernikus, der das heliozentrische Weltbild erschuf. Wichtige Astronome und Mathematiker jener Zeit waren auch Marcin Król, Marcin Bylica, Marcin Biem, Jan z Głogowa und Wojciech z Brudzewa. In der (Al)Chemie und Medizin waren damals Adam z Łowicza und Maciej Miechowita führend. Neue Universitäten wurden in Zamość, Raków, Vilnius, Posen und Lemberg gegründet, zudem kamen die zahlreichen Schulen der Jesuiten. Nach den Kriegen des 17. Jh. verfiel die polnische Wissenschaft jedoch zusehends und erreichte in der sächsischen Zeit ihren Tiefpunkt. Eine Ausnahme bildete das 1740 von den Piaristen in Warschau gegründete Collegium Nobilium.
Mit dem Amtsantritt Stanisław August Poniatowskis begann in der Aufklärung die Neuorganisation der polnischen Universitäten durch Hugo Kołłątaj im Rahmen der Kommission für nationale Erziehung, dem ersten Bildungsministerium der Welt. Als einer der wichtigsten Wissenschaftler und Industrieller dieser Zeit gilt Stanisław Staszic, der um 1800 in Warschau eine Akademie der Wissenschaft ins Leben rief. 1817 wurde die Warschauer Universität gegründet. Auf dieser Grundlage konnte sich die polnische Wissenschaft im 19. Jh. entwickeln. Um 1850 entdeckte Ignacy Łukasiewicz eine Methode zur Destillation von Erdöl und schuf damit die Ölindustrie, die ihren Ausgangspunkt in Galizien nahm, wo heute noch die ältesten Ölfördertürme der Welt stehen. Napoleon Cybulski und Władysław Szymonowicz schufen die moderne Endokrinologie. Zygmunt Wróblewski und Karol Olszewski gelang es erstmals, Sauerstoff und Nitrogen zu verflüssigen. Stefan Banach und Hugo Steinhaus begründeten die Funktionalanalyse in der Mathematik. Der Arzt Kazimierz Funk entdeckte die Vitamine. Marie Curie-Skłodowska entwickelte die Radiologie und entdeckte u.a. das Polonium und das Radium. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt, und gleichzeitig der erste Mensch dem zwei zuerkannt wurden (Physik) und (Chemie). Eugeniusz Kwiatkowski entwickelte die polnischen Wirtschaftswissenschaften, die er nach der Unabhängigkeit Polens als Wirtschaftsminister in die Praxis umsetzten konnte.
In der Zweiten Republik wurde die polnische Sprache an den polnischen Universitäten wieder eingeführt und die Lehre und Wissenschaft florierten. Einer der größten polnischen Juristen Roman Longchamps de Berrier vereinheitlichte das polnische Zivilrechtssystem, dass 1918 noch aus fünf Rechtsordnungen bestand. Sein Schuldrechtgesetzbuch gilt als eines der besten der Welt. Der Zweite Weltkrieg war ein Desaster für die polnischen Wissenschaftler, denn die Nationalsozialisten wollten die polnischen Kulturschaffenden vernichten. Bereits in den ersten Kriegswochen wurden hunderte polnischer Professoren ermordet oder in Konzentrationslager deportiert. Insoweit erlagte die Sonderaktion Krakau traurige Berühmtheit. Im Weltkrieg wurden auch die polnischen Universitätsbibliotheken ausgeraubt und ihre Bestände zielgerichtet vernichtet, so dass 1945 ein völliger Neuanfang bevorstand. Zudem flohen viele der überlebenden Wissenschaftler vor den Kommunisten ins westliche Ausland und die überlebenden polnischen Juden emigrierten nach Israel. Die polnische Wissenschaft erholte sich nur langsam. Die polnischen Restaurateure schon bald wieder Weltruhm genießen, doch den anderen Wissenschaften fehlte der Austausch mit den bereits führenden US-amerikanischen Universitäten. Dies änderte sich erst nach 1989. Mittlerweile verzeichnet die polnische Wissenschaft wieder Erfolge, wie z.B. die Entdeckung des Blauen Lasers in der praktischen Medizin.
Freizeit und Sport
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Dunajec-Durchbruch in Südpolen Bildherkunft |
Aufgrund der vielen Seen und der langen sandigen Meeresküste sind Wassersportarten wie Segeln (v.a. Große Masurische Seen), Surfen (v.a. Hela), Tauchen (v.a. Danziger Bucht), Kajak (v.a. auf den Flüssen Krutynia, Czarna Hancza, Drawa), Schwimmen und Angeln in Polen sehr beliebt. Die Polen nutzen die vielen Wälder auch gerne zum Pilzesammeln. In den Bergen wird viel gewandert und Alpin Ski und Snowboard gefahren (v.a. Hohe Tatra, Beskiden, Riesengebirge). Rafting ist auf dem Gebirgsflüssen, vor allem dem Dunajec im Pieniny-Durchbruch, sehr beliebt. Auch Segel- und Ballonfliegen ist in den Beskiden populär. Skispringen (v.a. Zakopane, Wisla) erfreut sich in Polen großer Beliebtheit. Langlauf und Hundeschlittenfahren bzw. Eissegeln wird in den Waldkarpaten und Masuren praktiziert. Gleichwohl stehen beim polnischen Sportfan Fußball, Volleyball und Schwimmen am höchsten im Kurs. Das Schachspiel hat in Polen eine lange Tradition. Polen bemüht sich zusammen mit der Ukraine um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2012.
Medien
Neben den drei öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen von Telewizja Polska (TVP) gibt es TVN und Polsat. Die öffentlich-rechtliche polnische Hörfunkanstalt Polskie Radio hat durch die Programme Radio Zet und RMF Konkurrenz bekommen. Ein katholischer Sender ist Trwam, der zu Radio Maryja gehört. Überregionale Tageszeitungen sind die Gazeta Wyborcza und die Rzeczpospolita. Wöchentliche Magazine sind Wprost und Polityka. Die bekanntesten Internetportale sind Onet, Interia und Wirtualna Polska. Eine wichtige polnische Presseagentur ist die PAP. Für englischsprachige Ausländer erscheinen die Warsaw Voice und das Warsaw Business Journal. Dagegen ist die deutschsprachige polen-rundschau noch nicht sehr weit verbreitet.
Weitere Themen
- Portal:Polen
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- Polnische Küche
- Polonia
Literatur
- Davies, Norman: Im Herzen Europas. Geschichte Polens. Warschau 2002. ISBN 3406467091
- Krzysztof Wojciechowski „Knigge für deutsche Unternehmer in Polen“, IHK Frankfurt (Oder), 2004
- Muthesius, Stefan: Kunst in Polen – Polnische Kunst 966 - 1990. Eine Einführung. Mit ausführlichem Literaturverzeichnis. Königstein i. Ts. 1994 ISBN 3-7845-7610-9
- "Grösste Härte ...". Verbrechen der Wehrmacht in Polen, September/Oktober 1939 Ausstellungskatalog. [eine Ausstellung des Büros für Öffentliche Erziehung des Instituts des Nationalen Gedenkens, Kommission zur Verfolgung von Verbrechen gegen die Polnische Nation und des Deutschen Historischen Instituts Warschau] Hg. Deutsches Historisches Institut Warschau; Jochen Böhler (siehe vom gleichen Autor im nächsten Absatz unter "BpB") Körperschaft: Biuro Edukacji Publicznej
Osnabrück: fibre, 2005 ISBN 3938400072
- Informationen zur politischen Bildung, Heft 273
- Jäger-Dabek, Brigitte, Polen
- Becher, Ursula A. J.; Borodziej, Wlodzimierz; Maier, Robert, Deutschland und Polen im 20. Jahrhundert
- Jochen Böhler Auftakt zum Vernichtungskrieg. Die Wehrmacht in Polen 1939 Bonn, BpB 2006 (Schriftenreihe Bd. 550) Zugl.: Köln, Univ. Diss., 2004 ISBN 3893316795 (auch als Fischer TB: ISBN 9783596163076)
Anmerkungen
Weblinks
- Deutsch-Polnisches Jahr - offizielle Website
- Fragen und Antworten zu Polen und mehr
- Daten & Fakten zu Polen
Regierung/Ämter
- Seite der polnischen Regierung (mehrsprachig)
- Informationsseiten des Polnischen Fremdenverkehrsamtes (deutsch)
- Gemeinsame Website des Auswärtigen Amts und des Polnischen Außenministeriums
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Abschnitt Mittelalter-Neuzeit Jahreszahlen falsch?
In dem Abschnitt widersprechen sich die Zahlen zur Polnischen Adelsrepublik, insbesondere die Bildunterschrift und die Angaben im Text. Kenn mich leider nicht aus (wollte genau das nachschlagen), bitte korrigieren.
Germanische Stämme in Polen
Bevor meine Einträge zu den germanischen Stämmen in Polen geändert werden, bitte ich die Änderungen zu überdenken. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese bereits 1000 v. Chr in Polen siedelten. Ebenso gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass zu dieser Zeit bereits Slawen in Polen siedelten. Diese beiden Theorien lassen sich nicht belegen, feilich auch nicht widerlegen. Es handelt sich um reine Spekulationen. Um Chr. Geburt erwähnten einige römische Autoren die Städte Calisia (Kalisch) und Turso (bei Danzig) und beschrieben die Völker dort sehr oberflächlich. Die Römer nannten alle Gebiete nörtlich ihres Reiches Germanien, was nicht heisst, dass dort überall (nur) Germanen waren. Als historisch weitgehend unstreitig ist nur anerkannt, dass aus Skandinavien kommend die Goten für kurze Zeit in Nordpolen und die Vandalen in Westpolen für ca. 100-200 Jahre siedelten bevor sie weiter in Richtung Krim bzw. Süduropa/Afrika zogen. Dies dürfte in den Jahrhunderten vor Attila gewesen sein. Die "Germanenvergangenheit" der polnischen Gebiete wurde im Zweiten und Dritten Reich erfunden, um die angeblichen deutschen Gebietsansprüche im Osten zu rechtfertigen. Wissenschaftlich ist dies freilich lächerlich, da weder Goten noch Vandalen etwas mit Deutschland zu tun haben. Deren Nachkommen leben heute in Spanien und Nordafrika.- Nun ja. Es finden sich bespielsweise in Schlesien und Pommern durchaus Artefakte, die von der Wissenschaft als germanisch erkannt wurden. Meines Wissens verließen die germanischen Stämme erst mit der Völkerwanderung die heutigen z. T. polnischen Gebiete, in die slawische Völker aus dem Osten einwanderten. Das Argument, das Goten und Vandalen mit Deutschland nichst zu tun haben, zählt hier nicht. Wenn die Nationalsozialisten die germanische Vergangenheit der Länder beweisen wollten, dann kann man durchaus mit den genannten Stämmen argumentieren, da es sich bei Ihnen unbestritten um Germanen handelte. Ich halte die ganze Diskussion freilich für überflüssig. Diese Gebiete gehören heute zu Polen und dort wohnen Polen. Ein Hinweis auf die Anwesenheit germanischer Stämme in der Frühzeit dieser Gebiete tut dem gleichzeitig keinen Abbruch.
Flagge
Wieso ist unter der Flagge eigentlich kein Verweis zu Flagge Polens? 213.6.5.50 22:04, 24. Nov 2004 (CET)- vermutlich, weil du vergessen hast ihn reinzusetzen? *grins* ...Sicherlich 09:13, 25. Nov 2004 (CET)
- Spaßvogel. Ich will nicht in einer Tabelle herumpfuschen, weil ich zwei linke Programmierhände habe.
Allgemeine, ungeordnete Diskussion
Geschichte kennt keine debatte sondern Fakten, ich vermisse etwas die ausgewogenheit. Es wird von flüchtenden Deutschen gesprochen, nicht von Vertrieben und diese seltsame Legende gestützt nachdem es sich um ein "Widergewonnenes Land" handeln würde von dem die Deutschen auf übelste weise vertrieben wurden. Das hat nichts mit den Verbrechen der Nazis zu tun und ist ein eigenes Kapitel, daher würde ich mir hier etwas mehr ausgewogenheit wünschen!
Vielleicht sollte man den ganzen Abschnitt "Geschichte" neufassen. Er ist sprachlich zumindest unglückliche gefasst und inhaltlich unausgewogen. Es ist völlig irrelevant, ob irgendein unbekannter Schlesier gegen Tataren gekämpft hat, wenn dieser Schlesier in diesen Auseinandersetzungen keine wichtige Rolle gespielt hat. Ebenso gehört der ganze Teil zum polnischen Engagement im Irak und die Vertriebendiskussion eher in einen Abschnitt aktuelle Politik oder besser aktuelle Außenpolitik, aber nicht zur Geschichte der letzten 60 Jahre. Auch wird der Zweite Weltkrieg, der sicherlich das zentrale Ereignis in der polnischen Geschichte der letzten 250 Jahre war, gerade einmal mit einem Satz abgetan. Daher denke ich, dass man den Gesamten Abschnitt neuschreiben sollte. Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich den Geschichtsteil neufassen.
Ich finde, man sollte bei Städtenamen und geografischen Bezeichnungen nicht so tun, als ob der Krieg noch nicht zu Ende wäre. Viele Einwohner der betreffenen Städte und Regionen kennen wahrscheinlich nicht einmal diese deutschen Namen, die wiederum vielfach von Deutschen benutzt werden, die selbst noch noch nie einen Fuß dorthin gesetzt haben.
diese Argumentation entbehrt jeglicher Logik: es gibt deutsche Namen für Städte, was nicht heißt, dass diese Städte deutsch sind. Wir sagen Rom und nicht Roma, Kopenhagen und nicht Kobenhavn, Lissabon und nich Lisboa usw. Kattowitz statt Katowice z.B. ist deshalb völlig normal, genauso wie Genf statt Genève.
- Die Empfindungen kann ich verstehen. Es muss aber auch berücksichtigt werden, dass die de:WP nicht für deutschsprechende Polen, sondern für alle deutschsprechenden Menschen geschrieben wird. So, wie http://www.wikipedia.org/wi... der englische Artikel zu "München" ist, muss "Gnesen" auch der Artikel zu "Gniezno" sein. Wie ein Amerikaner "Nürnberg" nicht aussprechen kann, weiß ich auch leider nicht, wie ich "Pozna'n" richtig aussprechen muss. --Keichwa 11:34, 9. Feb 2003 (CET)
- Naja, dann scheint wikipedia auch nicht für polnischsprechende Deutsche dazusein, zu denen ich zufäligerweise gehöre ;-) Was macht eigentlich der Amerikaner mit Regensburg? Kann man das auch auf Englisch schreiben? (Rainsboro?). Wenn man in den englischsprachigen lonely planet Reiseführer Polen schaut, stellt man fest, dass nur die Hauptstadt Warszawa zu Warsaw verändert wurde. Das entspricht den Regeln für die Namensgebung, aber um die kümmert sich hier ja ohnehin kaum einer.
- "man sollte nicht so tun, als ob der Krieg noch nicht zu Ende wäre" Das ist ja wohl eine der albernsten Aussagen die ich je gehört habe. Überhaupt ist der komplette Satz hirnrissig. Im deutschen Sprachgebrauch gibt es eben viele deutsche Namen für polnische Orte und die werden auch allgemein benutzt. Und so ist es auch in Polen, man hat für deutsche Orte ebenso polnische Namen. Komisch, oder? Obwohl die Orte nie in Polen lagen. Ob Krieg hin oder her, diese Handhabung gibt es auf beiden Seiten der Oder schon seit Jahrhunderten und jetzt ist es aufeinmal verboten es so zu machen? In Polen werden fast ausschliesslich die Begriffe: Monachium(München), Nyrembergia (Nürnberg), Akwizgran (Aachen), Moguncja (Mainz), Drezno (Dresden) benutzt und hier wird es gleich zu einer Politdiskussion gemacht, wenn man Breslau benutzt. In Polen wird selbst aus New York Nowy Jork gemacht, aus Washington Waszyngton, usw. Und die Polen wissen sehr wohl wie ihre Heimatorte einst mal hießen, sofern sie früher zu Deutschland gehörten. Die Leute dort wissen meist nicht nur den deutschen Namen ihres Heimatortes, sondern auch gleich die gesamten deutschen Namen der Nachbarsorte, so klein sie auch sein mögen. Und das sagt schon was aus. Die Leute haben auch Geschichtsunterricht. Und wenn man als Tourist nach Polen kommt und man deutschsprechende Reise-/Stadtführer nutzt, benutzen die Polen auch gerne die deutschen Titel. Wieso auch nicht? Man möge auch nur einmal auf www.gdansk.pl oder www.um.warszawa.pl gehen. Unter der deutschen Sprachversion wird man herzlich mit Warschau und Danzig begrüßt. Und für die Polen selbst ist es sowieso völlig normal ihre ehemaligen Städte Lwów und Wilno weiterhin so zu nennen. Obwohl sie heute L´viv und Vilnius heißen. Was das Englische angeht: Im Englischen gibt es sowieso auch nur eine Bezeichung für Warschau (Warsaw) und Krakau (Cracow). Für alle anderen polnischen Orte gibt es keinen englischen Begriff/Bezeichnung. Ich verstehe diese ganze unnötige Diskussion nicht. Da machen manche Panik, wo es keinen Grund gibt, eine zu haben.
Was macht man, wenn man nicht weiß, wie man die Ortsnamen richtig ausspricht? Einfache Antwort: Man deutscht sie ein. Wo ist da der aufklärerische Akzent einer Enzyklopädie? Poznań (Posen) kannst Du eindeutschen, aber wie geht das dann weiter östlich weiter? Was machst Du z.B. mit Zamość? Wie sprichst Du das aus? Bei google kann ich einfach keine deutsche Schreibweise dafür finden. Die Nazis hatten auch schon dieses Problem. Sie haben dann einfach die Bevölkerung ausgerottet und den Ort "Himmler-Stadt" genannt. Ich unterstelle hier keinem ähnliche Motive. Vielmehr glaube ich, dass sich hier einige in eine ignoranten Art einer Systematisierung widersetzen. Und das in einer Enzyklopädie, die doch per definitionem eine Systematisierung sein sollte. (Klärt mich auf, wenn ich eine falsche Auffassung von Enzyklopädie habe!) Die Lösung kann also wohl kaum darin bestehen, dass man alles eindeutscht, sondern eher darin, dass man gemeinsam überlegt, wie man die korrekte Aussprache zu den aktuellen Ortsnamen verständlich angeben kann. Nur komme ich langsam aber sicher zu der Überzeugung, dass sich für so einen Quatsch hier keiner interessiert. Ohne diese Bemühung lebt es sich halt doch viel leichter. --Benutzer:xxxxx 13:18, 9. Feb 2003 (CET)~
- Bitte empirisch vorgehen. Wir werden auch die Chinesischen Städte- und Flussnamen nicht mit chinesichen Schriftzeichen schreiben wollen; kyrillisch für russische geht auch nicht und einen Akzent auf dem "n" haben wir auch nicht. Im Brockhaus von 1908 (also vor dem Nationalsozialismus) werden deutsche Bezeichnungen verwendet und das muss so bleiben. Ja, es ist mir bekannt, dass die Praxis in der DDR anders war. Wenn ich "Warschau" sage, denke ich nicht, dass es sich dabei um eine deutsche Stadt handelt. Auch "Elfenbeinküste" ist für mich ein akrikanisches Land und "Die Niederlande" wird man für unseren westlichen Nachbar auch weiterhin sagen können. Künstliche Umbenennungen aus anationalsozialistischer Zeit muss man freilich heute nicht mehr befolgen. Das versteht sich von selbst. --Keichwa 13:48, 9. Feb 2003 (CET)
- Ich habe den Eindruck, dass Du die Mehrheitsmeinung vertrittst. Aber in das "wir" in Deiner ersten Zeile möchte ich lieber nicht eingeschlossen werden. Ich würde die chinesischen Städtenamen viel lieber in chinesischen Schriftzeichen sehen mit einer korrekten Aussprache in Klammer. Diese Schriftzeichen enthalten nämlich bildhafte Elemente, die als Bild (ohne Aussprache) einen Sinn ergeben. Solange unsere Serversoftware fremdsprachliche Zeichen nicht darstellen kann, sollte man sich mit der deutschen Umschrift begnügen. Ich gebe Dir Recht, was Ländernamen und evtl. Hauptstädte betrifft. Wenn man aber an kleinere Verwaltungseinheiten geht, wird die Sache ohne eine Einigung auf bestimmte Regeln chaotisch.--Benutzer:xxxxx 14:27, 9.
- Ich würde das bei Polen einfach so machen wie bei anderen Ländern auch: Wie in einem Beitrag unten erwähnt, spricht man im Deutschen ja auch von "Florenz", "Neapel" oder "Venedig". Die Polen sagen doch auch "Hanower", die Russen "Gamburg" und die Tschechen "Mnichov" oder "Bremy", ganz zu schweigen von "Aix-la-Chapelle" oder "Cologne" für Aachen und Köln. Es gibt einfach Bezeichnungen für diese Städte in der Deutschen Sprache, wo sie vielleicht auch im Deutschen ungebräuchlich geworden sind, kann man ja dann die heute gebräuchlichere Variante angeben (Daugavpils in Lettland). Man sollte das viel entspannter und emotionsloser sehen...
Im Gegenteil, wenn man in dem heutigen Polen ist, findet man ,dass alle Einwohner mit den historischen Deutschen Namen bekannt sind und diese auch gebrauchen.
- Wirklich Alle? Und welche Namen werden in der polnischen Wikipedia benutzt? -- Schewek
- Ich hatte gemeint, dass wenigstens die polnischen (das sind nämlich die jetzt realen) Namen mit dastehen sollten. Aus diesem Grunde habe ich ja auch die deutschen Städtenamen zumindest in Klammern stehengelassen. Ausserdem reden Polen mit Deutschen sicher anders, als untereinander. Ich glaube kaum, dass zwei Polen aus Wroclaw in einem Gespräch untereinander die Bezeichnug "Breslau" für ihre Stadt benutzen. Wenn sich Polen mit Dir unterhalten, ist es wohl eher so, als wenn ein Bayer einem Amerikaner seine Stadt "Munich" zeigt. Das ist Gastfreundschaft, aber man sollte sie nicht über Gebühr strapazieren. Angelika Lindner 21:52, 27. Dez 2002 (CET)
- schließ ich mich an. Ich meine auch, dass in ehemals deutschsprachigen Gebieten, die jetzt zu Polen oder Tschechien etc. gehören, zumindest jeweils einmal der Name in der aktuellen Landessprache und - v.a. im historischen Zusammenhang - der deutsche Name stehen sollten. -Hunne
Ist das nicht ein bisschen lächerlich, da jetzt hin- und herzuschieben? Hauptsache, es steht beides da, oder? Und das Argument mit Florenz und Firenze hat schon seine Richtigkeit, bei ehemals deutschen Gebieten könnte man aber doch von solchen prinzipiellen Positionen abgehen und auch ein wenig sensibel sein. Wenn man sich nämlich allzusehr auf die deutschen Namen versteift (was nicht heißt, dass man sie nicht verwenden darf), ist es zumindest alles andere als eine freundliche Geste den Polen, Tschechen oder wem auch immer gegenüber. Und mit einer solchen Geste vergibt man sich doch nichts... -Hunne
- Tatsächlich ist es lächerlich, die Seite ständig nach Lust und Laune zu ändern. "Hauptsache, es steht beides da" - Diese Aussage finde ich aber genauso lächerlich. Einer systematischen Darstellung widerspricht es vollkommen auf einer Seite einmal die polnische, dann wieder die deutsche Bezeichnung voranzustellen und schließlich deutsche Bezeichnungen ganz ohne die polnischen zu verwenden (Wojwodschaften). Im Moment herrscht hier kein einheitliches, übersichtliches Verfahren. Aus pragmatischen Gründen plädiere ich dafür, ausschließlich polnische Bezeichnungen voranzustellen und die deutschen Bezeichnungen in Klammern hinzuzufügen. Jemand, der Polen nicht kennt und dorthin reisen will, wird mit den alten deutschen Namen insofern Probleme bekommen, als diese innerhalb Polens offiziell nicht verwendet werden. Daher sollte man die offiziellen (derzeit gültigen) Bezeichnungen in erster und historische Bezeichnungen nur in zweiter Linie verwenden. Wenn ich es recht sehe, ist hier in dieser Diskussion nur eine Person anderer Meinung. Wenn sich daran in absehbarer Zeit nichts ändert, werde ich die Seite konsequent in dem von mir und anderen unterstützten System ändern. --Benutzer:xxxxx 19:13, 22. Dez 2003 (CET)
Also ich hab da sicher nichts dagegen. Wenn ihr das durchsetzen könnt. Mein Statement war eine Reaktion auf jemanden, der die Namen von polnisch (deutsch) in deutsch (polnisch) verändert hat. Ich glaube nur, dass das eine ideologisch sehr stark aufgeladene Frage ist und dass es schwierig sein wird, da mit allen auf einen grünen Zweig zu kommen, wenn die wikipedia verschiedenen Ideologien gegenüber möglichst offen sein will. Und ich finde es nach wie vor nicht schlimm, wenn man einem Gemeinschaftsprojekt auch anmerkt, dass es ein solches ist. Solange jeder findet, was er sucht. Und das ist mit redirects und zweisprachiger Nennung sicher zu erreichen. Systematisierung als Selbstzweck halte ich nicht für besonders wichtig. -Hunne
- Schaut Euch einmal Zoppot und Sopot an. Genau deswegen bin für Systematisierung als Selbstzweck . --Benutzer:xxxxx 21:19, 6. Feb 2003 (CET)
- Ich habe entsprechend der (kaum erfolgten) Diskussion unter http://de.wikipedia.org/wik... begonnen, die Polen-Seite hinsichtlich der Verwendung von polnischen und deutschen Bezeichnungen zu systematisieren. Die Links auf die alten deutschen Bezeichnungen sollten - angesichts des dort gesammelten Materials - vorläufig (bis zur Überarbeitung der entsprechenden Unterseiten) erhalten bleiben.--Benutzer:xxxxx 22:10, 25. Jan 2003 (CET)
Es dürfte ja nun wirklich kein Problem sein, bei Doppelungen zwei Artikel zusammenzuführen.
Was die Sprachfrage Deutsch-Polnisch angeht: Müssen wir dann auch die in der Hitlerzeit künstlich eingeführten "deutschen" Bezeichnungen für immer schon polnische, russische oder ukrainische Orte benützen (auch, wenn im Mittelalter irgendwann mal auf einer Landkarte diese, oder eine andere, deutsche Bezeichnung auftaucht)?
- Es geht hier doch überhaupt nicht um die Zwangsumbennungen im 2. WK. Das ist schlicht falsch. Hier käme keiner auf den Gedanken Lodz als Litzmannstadt zu titeln, hingegen aber als Lodsch. Danzig oder Kattowitz sind keine zwangseingedeutschten Namen sondern die tatsächlichen Namen bevor sie Polen angehörten und auch die deutschen Varianten zu den Namen Gdansk und Katowice. Genauso wie Rom die deutsche Variante zu Roma ist. Genauso wie man Chleb zu Brot übersetzen kann, kann man genauso Orte wie Kraków in Krakau übersetzen oder Dresden in Drezno. Weil es eben schon immer einen Begriff gab der dem polnischen entspricht. Wir titeln ja auch Katowice nicht als Stalinogród, wenn man Kattowitz ins polnische übersetzt, also. Und auch ebenso gegengesetzt benutzt man in Dtl. eben Zamosc, so wie in Polen Berlin, weil es eben für diese Wörter keine (gleichbedeutende/entsprichende) nationale Variante gibt.
Dann sollte man doch lieber alle Namen aufführen und mit redirects arbeiten (und sich ansonsten auf den am meisten gebräuchlichen Namen einigen).
Gaga
--- Viele polnische Staedte wurden frueher als in 1945 zerstoert, z.B. Warschau - 1944 (teilweise auch 1939).
Jerzy
Bei der Beschreibung der Fauna in Polen werden auch Elche erwähnt, korrekter müsste es heissen Elchwild, zumal der Link für Elche zu der spanischen Stadt Elche führt.
Peter 2,1,2004
In der Versionsgeschichte ist die Frage aufgetaucht, ob Ojczyzna (im Wahlspruch) Heimat oder Vaterland bedeutet. Laut meinem Wörterbuch ist beides richtig, wobei Vaterland zuerst aufgeführt ist. — Matthäus Wander 23:39, 1. Feb 2004 (CET)
Soso, Polen bewirbt sich also um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2012. Im HalleHockeyPingpongHalma oder eher doch Fußball? Sollte entweder geklärt oder rausgenommen werden. Zur Namengebung der Städte noch ein Zusatz: Es gibt einige polnische Städte, die von Deutschen gegründet wurden (z.B. Torun/Thorn). Hier wurde kein Deutscher Name erfunden, weil der polnische nicht aussprechbar war, sondern der deutsche Name war schlicht zuerst da. Zudem kennt meine polnische Verwandtschaft sehr wohl die deutschen Namen der polnischen Städte, deren Benutzung mich allerdings auch manchmal verwirrt hat (Stichwort Landkarte/Ortsschilder) Ich meine also auch, die deutschen Namen sollten mit genannt werden, aber auch die polnischen.
Lars
- europmeisterschaft --> weiß eh nicht ob das unbedingt in den artikel muss
- polnische vs. deutsche namen .. weiß nicht genau was du sagen willst; aber guck doch mal bei Wikipedia:Namenskonventionen ..jedesmal beide namen zu erwähnen (falls das dein ziel ist?! ) fände ich extrem nervig beim lesen und bringt IMO auch keinen mehrwert ...Sicherlich 14:54, 5. Dez 2004 (CET)
Homosexualität
Wie wichtig ist denn die Tatsache, dass es in Polen Schwulenbars, Schwulenpensionen und dergleichen gibt? Ich finde das zwar grossartig, da ich ein gesellschaftspolitisch sehr liberal eingestellter Mensch bin, halte es jedoch für ziemlich irrelevant. Ich schlage daher vor, dass man den Abschnitt "Homosexualität" ersatzlos löscht.
Christoph 2,11,2004
finde ich auch völlig egal; und da nicht wirklich was interessantes berichtet wird, sehe ich nichts, was einer Löschung entgegensteht ...Sicherlich 08:57, 2. Nov 2004 (CET)
also WENN ihr den Homosexualitätsteil wieder reinstellt, dann schafft bitte auch wieder eine eigene Überschrift dafür. Momentan steht es unter "Tourismus" und das kann es ja nicht wirklich sein.
Christoph, 2.11.2004
- yoh, ich habe es rausgeworfen, auch die falsche Behauptung der Regierung würde demos nicht zulassen --> ein bisschen googlen beweist das Gegenteil ... ansonsten Kirche ist dagegen; wo ist sie das nicht? ;o) ... und radikale sind auch dagegen --> na wie unerwartet *grins* ... und das die Regierung die Eleminierung der Homosexuellen fordert ist ja auch etwas ganz neues...Sicherlich 17:45, 11. Nov 2004 (CET)
Zur Zulassung von Demos: Der Bürgermeister von Warschau hat eine Schwulen-Demo verboten. Und in Krakau konnte eine entsprechende Demo gegen massive Widerstände im Stadtrat durchgeführt werden - mit dem Ergebnis, daß die schwulen und lesbischen Demonstranten mit Steinen beworfen wurden.
Warum müssen diese Leute auch auf die Straße gehen? Das ist doch nur zur Provokation, oder nicht!? Es reicht doch, wenn diese Leute zu Hause hinter ihrer verschlossenen Türe so sind!
Größe von Polen
Ich finde den Satz Die Republik Polen ist etwas kleiner als Deutschland(356.000km²). in der Einleitung zu Polen ziemlich albern: Erstens steht die Größe von Polen gleich daneben in der Tabelle, zweitens ist der Satz so mißverständlich, weil unklar ist, auf welches der beiden Länder sich die Zahl bezieht, und drittens ist es doch wohl kein entscheidendes Merkmal von Polen, etwas kleiner als Deutschland zu sein, was durch die Angabe in der Einleitung suggeriert wird. Wenn es keinen Widerspruch gibt, werde ich den Satz daher demnächst löschen. --Skriptor 12:04, 29. Apr 2004 (CEST)
- Ja selbstverständlich ist die Größe Polens ein ganz entscheidendes Merkmal Polens, und sie sollte in einer Enzyklopädie auch verständlich dargestellt werden - und mit einer Größenangabe in m² weiß 98 % der Bevölkerung erst mal nicht das Mindeste anzufangen! Da ist eine Vergleichsangabe bzgl. einer (zumindest vage) bekannten Größe gold wert!
- Also wieder rein damit!
- (So eine Vergleichsangabe sollte für JEDES Land genannt werden!) -Yog-S
- Da steht, dass Polen der neuntgrößte Staat Europas ist und nicht der Welt. Genau lesen. --NilsKruse 15:30, 3. Jan 2006 (CET)
Minderheiten in Polen
150 000 Deutsche 49 000 Weißrussen 30 000 Ukrainer (auszählung 2002)
Die Zahlen die jetzt angegeben sind, sind falsch. Sowas wie "Deutschpolen" gibt es nicht, genauso wenig wie "Polnischdeutsche" in Deutschland.
- Sie, wie es jetzt da steht, ist es auch missverständlich: Was ist mit in Polen lebenden Deutschen genau gemeint? Ethnisch Deutsche mit polnischer Staatsbürgerschaft oder deutsche Staatsbürger? --Zenogantner 12:59, 4. Mai 2004 (CEST)
- Bei den Auszählungen gibt jeder Bürger seine Nationalität an - 150 000 haben die Nationalität Deutsch angegeben. Es sind ethnisch Deutsche mit polnischer Staatsbürgerschaft.
die Volkszählung hat ergeben, dass die Schlesier mit 170.000 die größte Minderheit in Polen sind - das wird einfach ignoriert....
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Die deutsche Minderheit in Schlesien beträgt allein 300.000 Angehörige (Quelle: Oberschlesien heute), daneben gibt es Minderheiten in Ostpreussen und Pommern, insgesamt dürft die Zahl der Deutschen bei ca. 300.000- 500.000 liegen (siehe auch Fischer Weltalmanach 2006).
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5. Mai 2004
Zur folgenden Bevölkerungsgruppe konnte ich mit Google absolut nichts finden: Karamäer. Und der Wikipedia-Link ist leider auch leer... Ist das eine slawische oder prussische oder ??? Volksgruppe?
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Karamäer sind tatarischer Abstammung und jüdischen Glaubens. Ihre Heimat liegt/lag in der südlichen Ukraine am Schwarzen Meer.
Laut offizieller Zählung 2002 waren 96,7% (und nicht 99,3%) Polen. Bei 2% (774.900) konnte die enthnische Zugehörigkeit nicht festgestellt werden. Darum sollte man nicht willkürlich diese Leute als ethnisch polnisch bezeichnen. Das gleiche gilt für Schlesier (173.200) und Kaschuben (5.100). Die Frage während der Volkszählung lautete, ob man polnischer Nationalität ist. Diese musste zuerst verneint werden und erst dann wurde nach der eigenen Nationalität gefragt. So gesehen, konnte sich bei all den Leuten ja nicht um Fehler handeln, da sie ja die polnische Zugehörigkeit bewusst abgelehnt hatten.
http://www.ceo.org.pl/dokum... (leider nur auf polnisch)
Gebiet Swinemünde
Handelte es sich nun 1950 um eine polnische Annexion (hier so beschrieben) oder um eine Abtretung der DDR an Polen (so geschrieben unter Usedom). Vielleicht finden sich noch mehr Versionen... Hat einer einen seriösen link? Saxo 00:04, 22. Mai 2005 (CEST)
Löschung
Ich habe soeben eine großflächige kommentarlose Löschung rückgängig gemacht. Der Autor möge fortan bitte solche Aktionen ausführlich auf dieser Seite begründen. Stern 23:29, 17. Mai 2004 (CEST)
Polnische Verwaltungsreform 1999
Wo finde ich hier eigentlich weitere Infos über die neue Struktur der territorialen Selbstverwaltung vom 1. Januar 1999?
Zitat: Nach der 1999 in Kraft getretenen zweiten Reform umfasst die territoriale Gliederung der Selbstverwaltung in Polen nun drei Ebenen: 2.489 Kommunen, 308 Kreise bzw. 65 kreisfreie Städte und 16 regionale Verwaltungsbezirke, die sogenannten Wojewodschaften. Auf diesen Ebenen können (und müssen) gewählte politische Entscheidungsgremien und eine entsprechende Exekutive nun in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen selbstbestimmt Entscheidungen treffen und durchsetzen. Dabei sind sie eigenständige Rechtseinheiten mit eigenen Haushalten. aus: Nationale und transnationale Vernetzung polnischer Städte und Regionen einem, wie ich finde, recht interessanten Dokument. --Peter Littmann 23:18, 6. Jul 2004 (CEST)
Die Besiedlung der Ziemie Odzyskane
"Dafür erhielt Polen die meisten von Deutschland verlorenen Ostgebiete, wobei die deutsche Bevölkerung größtenteils vertrieben wurde und diese Gebiete wurde mit Vertriebenen der ehemaligen polnischen Ostgebiete besiedelt." - es stimmt eigentlich nicht ganz - soweit ich mich erinnere, sehr viele Siedler (es könnte sogar sein, daß es über 50% waren) sind aus Zentralpolen bzw. Wartheland/Wielkopolska usw. gekommen. AN 15:08, 3. Aug 2004 (CEST)Portal:Polen
Ich habe soeben das Portal als Unterportal von Portal:Ostmitteleuropa angelegt und würde mich über Mitarbeit, Ergänzungen und Korrekturen sehr freuen. Krtek76 13:28, 20. Sep 2004 (CEST)News zu News...
...und Asche zu Asche, so steht es schon in der Bibel geschrieben, und da sollte man sich in der Wikipedia durchaus dran halten! Klar ist ein Ziel der Wikipedia, so aktuell wie möglich zu sein, d.h. aber nicht, dass Neuigkeiten, die nur sehr entfernt zu dem Artikel gehören, sofort einzubauen, schon gar nicht, wenn man vorhat, sie ein, zwei Tage später wieder rauszunehmen. Das schafft erstens eine unnötig lange Versionsgeschichte, zweitens verbraucht es Server-Ressourcen und drittens ist es völlig unnötig, vor allem wenn man es wie gesagt nach ein paar Tagen wieder rausnehmen will! -- KL47 23:49, 28. Okt 2004 (CEST)- öhm .... die Frau ist Polin; aber arbeitet für die USA sorry das Bild zu der Geisel und auch der Text haben hier nix zu suchen; in der Geschichte von Polen gab es viele Geisel und viele Totel usw. .. sollen die hier alle rein? ... dann brauchen wir ein eigenes wiki ... und das ist dann keine enzyklopädie mehr ...Sicherlich 00:12, 29. Okt 2004 (CEST)
- Also mit dieser Einstellung kann man die Geisel und alle Polen die noch im Irak arbeiten, wirklich abhaken, auch wenn sie ja noch leben...
- Seid wann bitte rechnet man eine aktuelle Geiselnahme nur mit den Opfern von damals auf? Das ist doch kein Ding das passiert ist, sondern Tagespolitik genau wie der Irakkrieg selber. Ich hatte nicht vor die Meldung wieder rauszunehmen. Asserty
- genau ... "Tagespolitik" --> ab zu wikiniews ... und wieviele geiseln gab es die noch nicht getötet wurden? sollen die auch alle in den artikel hier rein?? ... sorry; aber das sehe ich ja gar nicht ...Sicherlich 11:27, 29. Okt 2004 (CEST)
Einige Bemerkungen zum Abschnitt Geschichte:
1) Polen hatte 1920 Sowjetunion nicht angegriffen, weil diese damals einfach nicht existierte (UdSRR wurde erst im Dezember 1922 gegründet). Wir dürfen also nur über den Krieg mit Rußland reden. Außerdem ist es umstritten, ob es Polen damals Agressor war oder Sowjetunion. Die Gebiete zwischen Bug und Dnjepr waren nach der Oktoberrevolution, sozusagen, eine graue Zone zwischen Polen und Rußland. Die Bolschewiki haben sich im Brest-Vertrag mit der Deutschen und Osterreicher für Verzicht auf diese Gebiete geeinigt. Die Lenins-Regierung hat doch auch Teilungen Polens anuliert (1918). Polens Ostgebiete waren erst seit 1772/1795 russisch und in 1919 nicht von der Russen, sonder von Ukrainer, Polen und Weißrussen besiedelt. Rußland hatte also kein Recht auf Kresy den Anspruch zu erheben.
2) Im Vertrag von Riga (1921) konnte nicht polnische Grenze 200 km nach Osten verchoben werden, weil 1914 Polen über keine Grenze verfügte, es war einfach eine Provinz des Zarensreichs. Wir könnten sagen:
- Polens Grenze wurde um 200 km nach Osten verschoben (...) im Vergleich zur Grenze der russischen General-Gouvernement Warschau (so hieß Polen am Anfang 20. Jahrhunderts) - Polens Grenze wurde um 200 km nach Westen verschoben im Vergleich zu 1772
Wir können auch doch nichts darüber schreiben:)
3) Zum Münchner Abkommen: ich fand es wichtig zu sagen, welche Gebiete Polen 1938 erobern hat. Außerdem ist es nenneswert, daß man damals mit Ungarn zusammenarbeitete. Der letze Satz kann aber meiner Meinung nach gestrichen werden.
4) Vertreibung bzw. Umsiedlung (ich glaube, daß es klar ist, man ist sich nicht einig, ob. das Vertreibung oder Umsiedlung war)
5) Sg. wiedergewonnene Gebiete wurden nicht nur von der Ostpolen besiedelt, sondern auch von Menschen aus Großpolen bzw. Wespreußen oder Kleinpolen.
6) Deutsche Minderheit lebt vor allem im Oberschlesien, in Niederschlesien ist es schwer, einen Deutschen zu begegnen. Die Sache hat aber keine größere Bedeutung.
7) Es ist nicht wahr, daß Polen eine der engsten Verbündeten der USA ist (in Osteuropa - doch). Viel wichtiger sind Länder wie Italien, Australien oder Israel. Ich habe auch den Zitat von Bush jr. gestrichen, ich halte es für überflüssig. Wir könnten hier auch Zitate von Chirac, Schröder, Blair usw. publizieren. Das bringt nichts.
8) Ich habe auch viele Sätze betreffend Irak weggeschmissen. Obwohl das Thema wichtig und trendy ist, finde ich es überflüssig im jeden Satz über polnisches Engagement an Tigris und Eufrat zu sprechen.
9) Ich habe auch Juschtchenko-Thema gelöscht, weil es ist noch zu früh um das alles zu bewerten und in Wikipedia zu bringen. Das ist doch nicht die Zeitung, sondern Enzyklopedie.
10) Europäische Verfassung ist nicht kontrovers unter polnischer Bürger, sondern eher unter Politiker. Laut Umfragen sind 54% Bürger für Ratifizierung. Das ist viel im Vergleich zu anderer Staaten, von Großbritannien geschweige.
Gruß.Ich freue mich auf Anregungen anderer Teilnehmer.
--Warschauer 14:31, 1. Dez 2004 (CET)
Ich habe den Artikel mit der Tatsache hinzugefügt, das nach dem Zweiten Weltkrieg ca. 1,8 Millionen Deutsche durch die polnische Bevölkerung ums Leben gekommen sind. Ich finde diese TATSACHE in der Nachkriegszeit wichtig und finde das diese nicht ausser Acht gelassen werden kann.
- Polen griff die Sowjetunion 1920 an. Die Polen rückten mit Truppen unterstützt von ukrainischen Nationalisten gegen die Sowjetunion vor. Es ist überhaupt nicht umstritten, daß Polen Agressor war, umstritten ist das allenfalls noch in polnischen Historikerkreisen. --Warum 10:06, 25. Dez 2004 (CET)
Trotzdem kann man ja nicht leugnen das damals 1,8 Millionen Deutsche durch die Polen ums Leben gekommen sind und das Anno 1930 Polen drei mal Frankreich anbot gegen das DR einen Zweifrontenkrieg zu führen ... was jedoch abgelehnt wurde.
- Ja schon, aber die Täter waren keine DEUTSCHEN, was natürlich ein fundamentaler Qualitätsunterschied in der ethischen Beurteilung des Verbrechens ausmacht, oder etwa nicht? --84.167.140.75 13:13, 21. Dez 2005 (CET)
- Vielleicht hätte man ja zustimmen sollen. 1930 war Polen militärisch betrachtet stärker als das Deustche Reich. Als 1933 Hitler an die Macht kam wären die deutschen Truppen nicht mal für einen Verteidigungskrieg gewappnet gewesen, hätten die Alliierten nicht diese Zurückhaltungspolitik angewandt, wäre es vielleicht niemals zum 2. Weltkrieg und dem Holocaust gekommen und die Zustände in Europa hätten sich anders und womöglich besser entwickelt. Vorallem ungünstiger für den Kommunismus, der anschließend Ende der 40er und Anfang der 50er das halbe Europa ins Verderben gestürzt hat. --Cekay 23:55, 17. Jan 2005 (CET)
- Vielleicht hätte sich das machtbesoffene Polen einfach nur etwas weniger expansionistisch aufführen sollen, dann wäre es nämlich AUCH nicht zum zweiten Weltkrieg gekommen. --84.167.140.75 13:10, 21. Dez 2005 (CET)
Wow! Toller Kommentar Kollege! Als Deutscher würd ich allerdings vorsichtig sein, wenn ich anderen Nationen vorwerfe, in der Vorkriegszeit sich zu machtbesoffen und zu expansionsionistisch verhalten zu haben. SEHR VORSICHTIG... Zum polnisch - russ. Krieg 1920. Es stimmt zwar, daß Polen Rußland zuerst angriff, doch wenn man das den Polen schon unbedingt vor die Nase halten möchte, sollte man sich vielleicht über die Gründe die zu diesem Preventionskrieg geführt haben im klaren sein! Hätten die Polen die Gunst der Stunde nicht genutzt (russ. Bürgerkrieg), dann hätten wir jetzt keinen Abschnitt zur II Rep. in userer geliebten Wiki gehabt... Und dass Polen der Agressor in diesem Krieg war, wird auch in Polen von semtlichen Historikern überhaupt nicht in Frage gestellt (woher diese Unterstellung?)! Und was die polnischen "Vorschläge" anbelangt, DR bereits Anfang der 30-ern anzugreifen (interessante Information, ne Quelle wäre nicht schlecht), nun, ich weiß nicht, ob es nicht besser wäre (auch und vor allem für Deutschland), wenn die Franzosen mitgemacht hätten. Ansonsten bin ich allen Verantwortlichen dankbar für ein ganzes Stück toller Arbeit, die ihr mit dieser Seite geleistet habt. Welch ein Kontrast zu den üblichen Infos aus und über Polen, die man sonst im dt. Netz und Fernsehen findet. FG
Navi-leiste Nato-Mitglied
findet ihr die eigentlich notwendig? ich wäre für entfernen; wer wissen will wer noch dabei ist guckt bei NATO?! ...Sicherlich Sicherlich 10:06, 13. Mär 2005 (CET)
- Also, wenn du mich fragst... unnötig, wie alle Navleisten. Mehrwert tendiert gegen Null, das eigentlich dafür gedachte Prinzip ist der Wikilink (hier NATO), wenn das interessiert, klickt auf NATO. Aber offensichtlich brauchen wir die ganzen Navigationsleisten um die Wikipedia praktischer, toller und übesichtlicher zu machen (vgl. auch http://www.digibarn.com/col... -- Sansculotte - Sansculotte 18:01, 13. Mär 2005 (CET)
Sperrung 25. April 2005
da der artikel in den letzten Tagen ständig hin und her reverted wurde habe ich ihn vorläufig gesperrt. Änderungswünsche einfach hier reinschreiben! ich oder ein anderer Admin werden sie dann (ggf.) eintragen ...Sicherlich Sicherlich 00:16, 25. Apr 2005 (CEST)
Änderungswünsche
Unter der Kategorie Wirtschaft wird noch davon gesprochen, dass der Agrarsektor nach dem EU-Beitritt unter hohem stehen wird. Nach folgendem Artikel [LINK] unter Backwaren als Export-Hit hat der Agrarsekter eher davon profitiert. Hier ist also noch Bearbeitungsbedarf. Zudem sind die ganzjährlichen Wachstumsraten des BIP verfügbar (2003-2004: 5,8 %).
Unter Exportartikeln sollten Backwaren hinzugefügt werden.
Also statt zu reverten könnten alle hier mal kräftig mit anpacken und vielleicht entstehen ja sogar eigene Artikel für die Kategorien. PaulePanter 16:56, 29. Apr 2005 (CEST)
- habe es eingebaut und gleich noch ein paar mehr erweiterungen vorgenommen ... hoffe ist alles korrekt!? bitte prüfen!! ...Sicherlich Sicherlich 18:47, 29. Apr 2005 (CEST)
Unter Wirtschaft müssten die Argrarzölle in Agrarzölle geändert werden, desweiteren sankd in sank.
Christian
- danke Christian! habe es geändert; inzwischen ist der artikel auch wieder frei, ich hoffe das kann so bleiben; fröhliches ausbauen allerseits ;) ...Sicherlich Sicherlich 17:43, 9. Mai 2005 (CEST)
Verkehr in Polen
habe einen eigenständigen Artikel gebaut .. bisher nur ein kleiner anfang; hoffe auf Hilfe ;) ...Sicherlich Sicherlich 21:28, 29. Apr 2005 (CEST)
Deutsch-Polnisches Jahr
Am 30. April 2005 haben Bundespräsident Horst Köhler und sein polnischer Kollege Aleksander Kwasniewski offiziell das Deutsch-Polnische Jahr eröffnet. Beide Länder seien sich in ihrer langen Geschichte noch nie so nah gewesen, erklärte Köhler bei einem Festakt in Berlin. Das erste Jahr Polens als Mitglied der Europäischen Union sei ein großer Erfolg gewesen. Die Deutschen wüssten immer noch nicht genug von den polnischen Nachbarn, so Köhler. Mit Blick auf die Geschichte hob Polens Staatschef Kwasniewksi hervor, das gegenseitige Kennenlernen sei das beste Mittel gegen alte Traumata und Stereotypen.
Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres sollen bis zum Frühjahr 2006 mehr als 1000 Veranstaltungen in beiden Ländern stattfinden, darunter Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Filmaufführungen sowie wissenschaftliche Tagungen. Einen besonderen Stellenwert sollen dabei Begegnungen von Jugendlichen aus beiden Ländern haben.
- Vielleicht am Schluß des Artikels (und bei den Weblinks) als gesonderten Absatz einstellen? --84.146.248.223 08:28, 1. Mai 2005 (CEST)
- habe es eingestellt, aber verkürzt; IMO ist es nur ein poltitisches "Blub" wo man sich die Hände schüttelt und nicht viel mehr. Relevanz ist IMO daher nur gering. Habe es als unterüberschrift zu Kultur gemacht ...Sicherlich Sicherlich 08:48, 1. Mai 2005 (CEST)
Bemerkenswert: Das Jahr ist noch nicht einmal 24 Stunden alt, und Du weißt schon, was es sein und was sein Ergebnis ausmachen wird. Bitte den eingearbeiteten Absatz dann wenigstens grammatisch korrigieren (Cut-and-Paste-Verschreiber). --84.146.248.223 10:51, 1. Mai 2005 (CEST)
- war als meine Meinung gekennzeichnet; meinung ist ungleich wissen; sollte sich herausstellen, dass dieses ereignis eine unglaubliche geschichtlich und/oder kulturelle bedeutung haben sollte so kann man es einarbeiten sobald dies erkennbar ist; alles andere wäre eh hellseherei ;) .. grammatik korrigiert ...Sicherlich Sicherlich 11:01, 1. Mai 2005 (CEST)
Madagaskar
Ich weiß jetzt nicht wann , aber ich denke gegen Ende des 18. Jhd.oder Anfang des 19. Jhd. , wollte die polnische Untergrundregierung , Madagaskar von Frankreich abkaufen , leider fehlt dieser Artikel in dem Artikel über Polen völlig. Wenn jemand vielleicht mehr Informationen , darüber hätte könnte man vielleicht einen neuen Artikel darüber verfassen ? --D.K 13:28, 21. Mai 2005 (CEST)
- Völliger Unsinn. Es gab in dieser Zeit keine "polnische Untergrundregierung", schon gar niemanden, der irgendein ein Interesse an Madagaskar gehabt hätte. --80.145.52.138 10:06, 23. Mai 2005 (CEST)
Weißt du , dass wissen auch nicht alle;-) Ich weiß auch nicht was Polen dort wollte , vielleicht die anderen Staaten nachahmen um z.B die Staatskasse zu füllen oder so . Jedenfalls bin ich mir sehr sicher , dass , ich kann es nicht anders nennen , die poln . „Untergrundregierung“ , da was anfangen wollte. --D.K 21:48, 24. Mai 2005 (CEST)
Es war in der Vorkriegszeit, in den 1930-ern genauer gesagt. Die Gespräche mit Frankreich über den Kauf Madagaskars waren recht fortgeschritten und käme der II WK den Polen nicht dazwischen, dann hätten sie wahrscheinlich ihre erste Kolonie gehabt... Das selbe gilt übrigens für Liberia, dessen Regierung bereits 1937 die Polen um Staatsbeamte und Minister gebeten hatte. Zudem hatte die polnische LMiK (Meeres - und Kolonialliga) ebenfalls Pläne für die Übernahme von Porto Alegre usw. Gruß [IP]
- Und - sofern ich nicht auf Propaganda reinfalle - es ging wohl (mal wieder) darum, die Juden loszuwerden. Vgl. da: Madagaskarplan --CKA 17:42, 23. Feb 2006 (CET)
- Das mit den Juden stimmt, das andere waren aber nur Kolonialträume einiger polnischer Imperialisten um die Liga Morska i Kolonialna, deren vermeintliche Enkel dann im 21. Jh. von einem polnischen Protektorat in Teilen Iraks geträumt haben. --Historyk 17:45, 23. Feb 2006 (CET)
Religion
Könnten diejenigen, die die Zahlen ändern, bitte eine Quelle angeben?
Klarstellung zum Jahr 997 ff
Der Kaiser des HRR, welches den Anspruch hatte, das römischen Imperium fortzusetzen, war oberster Lehensherr vieler Fürsten und Völker. Das HRR umfasste u.a. Burgund, das Königreich Italien, und weitere Territorien mit sehr unterschiedlichen Ethnien. Der deutsche König konnte sich nach kurfürstlichem Entscheid, das heißt im wesentlichen nach Billigung durch die Herzöge, vom Papst offiziell zum Kaiser des HRR krönen lassen. Er war dann Oberherr all dieser Länder. Eine "Rangstufe" der Völker des Reichsverbandes war damals nicht vorgesehen. Auf die Idee, Burgunder, Ungarn oder Polen schlechter zu stellen als die deutschsprachigen Bewohner wäre damals im Mittelalter niemand gekommen, da der Nationalismus noch gar nicht "erfunden" war. Das HRR war der klassische Vielvölkerstaat, was sehr viel später auch daran ersichtlich wird, dass die Beamten Kaiser Karls mehrheitlich Böhmen waren. Uuu 2. Jul 2005 06:52 (CEST)Hallo Uuu, du hast natürlich Recht, ich hätte etwas auf die Diskussionsseite schreiben und nicht einfach revertieren sollen. Ich habe mich allerdings schon kundig gemacht und festgestellt, dass die angebliche kurzzeitige Eingliederung ins HRR nicht einmal in dem Standardwerk "Eine kleine Geschichte Polens" vorkommt, und dann fand ich, dass sie nicht in den Kurzüberblick im Artikel Polen gehört (es gibt schließlich auch noch den Artikel Geschichte Polens. Dort würde eher die berühmte und gleichzeitig umstrittene Information hingehören, nach der Mieszko I. sein Reich kurz vor seinem Tod dem Papst unterstellte. Deiner Beschreibung des HRR würde ich übrigens voll und ganz zustimmen, nur ist eben die Frage, ob man gerade für die Zeit am Ende des 10. Jahrhunderts, wo sich das Verhältnis zwischen dem HRR, Böhmen und Polen ständig änderte, mit Kategorien wie "Unabhängigkeit verlieren" oder "Eingliederung" beschreiben sollte. Ich lasse deine Formulierung zunächst stehen, werde sie aber vermutlich in den nächsten Tagen noch einmal umarbeiten, denn in der jetzigen Form wird schlicht ein Faktum unter vielen gleichwertigen fokussiert, und das halte ich für unzweckmäßig. Gruß --Tilman Berger 2. Jul 2005 07:53 (CEST)
- Hallo Tilmann, es ist ja schon wieder überarbeitet als enges politisches Bündnis. Das trifft die Sache immerhin zu dreiviertel. Es liegt mir übrigens fern zu behaupten, dass Ungarn und Polen nach 997 gegen ihren Willen in den Reichsverband gezwungen wurden; vielmehr war es damals vorübergehend wohl besser und sicherer für diese Länder und unterm Strich wohl sogar eher ein "Kompliment" gemeinsam mit Böhmen, Italien und Burgund im "Club" mit dabei sein zu dürfen. Gruß Uuu 2. Jul 2005 13:20 (CEST)
- Da fällt mir ein: ein anderer Boleslaw hat - viel später - im August 1135 auf einem Hoftag in Merseburg erneut die Oberhoheit anerkannt und dem Sachsenkaiser Lothar von Supplinburg 6000 Pfund Silber als Tribut gezahlt und sich und sein Reich vollständig unterworfen. vgl. Deutsche Könige und Kaiser des Mittelalters, herausgegeben von Evamaria Engel und Eberhard Holz, 1989, S. 145 - 146 ; Uuu 3. Jul 2005 07:59 (CEST)
Danke für die beiden Nachrichte, die gestrige hatte ich schon gesehen. Mit dem Text, der jetzt im Artikel steht, kann ich leben und werde mich da nicht einmischen, trotzdem ein kurzer Kommentar zu der zweiten Meldung, die natürlich eine typisch deutsche Sicht darstellt. In der oben schon erwähnte "Kleinen Geschichte Polens" (die von drei deutschen Historikern verfasst ist), heißt es hierzu auf S. 71 "Er (d.h. Bolesław) war gezwungen, dem Kaiser als Vasall einen Treueeied zu schwören, Rügen, das er als seine Einflußsphäre beanspruchte, aber noch gar nicht unterworfen hatte, sowie Pommern als Lehen aus der Hand des Kaisers entgegenzunehmen" u.a.m. Nur wenn du dann weiterliest, ist nie von einer Zugehörigkeit vom Reich die Rede, sondern nur immer wieder vom Eingreifen des Reichs in den inneren Angelegenheiten Polens, wo in dieser Zeit mehrere Teilfürstentümer im Dauerstreit lagen - so steht es übrigens auch in dem Artikel Geschichte Polens, auf den ich schon oben verwiesen hatte. Gruß --Tilman Berger 3. Jul 2005 09:04 (CEST)
- Nunja. Zu bemerken ist noch, dass Lothar von Supplinburg nach der Unterwerfung Boleslaws welcher diese zunächst als kränkend empfand, dem Boleslaw auf dessen Rückweg nach Polen entgegenritt, ihm einen königlichen Empfang bereitete und Boleslaw versöhnte. Lothar wird nicht umsonst von Historikern als "Friedenskaiser" bezeichnet. Boleslaw und Lothar hatten in der Folge ein sehr gutes persönliches Verhältnis. Gruß Uuu
@uuu Man muß hierbei anmerken, dass sich die polnischen Herrscher zur persönlicher Tributpflicht und Treueiden nur einzelnen Kaisern verpflichtet fühlten, gemäß der aktuellen politischen Sachlage. Wie sah denn die Situation aus, wenn der Kaiser und/oder der polnische Lehnsmann starb, und ein neuer Herrscher an seine Stelle kam, der möglicherweise noch aus einer ganz anderen Ecke des Reiches oder Dynastie stammte. Auch mußten mehrere Kaiser in Polen militärisch intervenieren, um ihren Machtanspruch Nachdruck zu verleihen, siehe Heinrich V. oder Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert, auch wurden diese wie z.B. bei Heinrich V. sogar erfolgreich abgewehrt. Die Lehnsherrschaft der römisch-deutschen Kaiser im Mittelalter in Polen war daher eher oberflächlicher (formeller) Natur, und sehr lose, daher war Polen de facto und de jure nie ein Teil des soge. HRR, im Gegensatz zu den Tschechen, die zwar ihren eigenen Staat hatten, sogar unter eigener einheimischer Dynastie bis 1306, aber stets im Rahmen des sog. HRR und unter starker kultureller Dominanz und Bevormundung durch die Deutschen, und das faktisch ununterbrochen bis 1918. Das hat bei den Tschechen tiefe Narben im Selbstbewußtsein gerissen (!), und das nicht nur in der Neuzeit sogar bereits im Spätmittelalter (siehe die Hussiten), die des "ewigen deutschen Elements" in Böhmen überdrüßig waren, und mit Adolf Hitler ihren Höhepunkt, und mit der Vertreibung der Sudetendeutschen ihr de facto Ende fand. Andere slawische Völkerschaften, sind im Rahmen der Ostkolonisation (deutscher Klerus und Landadel, Recht und Sprache, auch durch Verbote des "Wendischen" im öffentlichen Leben durch die deutsche Obrigkeit), und weil sie nicht rechtzeitig eigene "nationale" kirchliche sowie staatliche Organe schufen im Gegensatz zu Böhmen oder Polen, kulturell sogar ganz untergegangen , zum Beispiel die (Elb-)slawen in Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen und Pommern. Im Freistaat Sachsen konnten nur einige Tausend Sorben ihre kulturelle Eigenart in die Neuzeit "hinüberretten", was eigentlich einem "Wunder" gleichkommt, während die Reste der "slawischen Pommern", die Kaschuben darstellen.
Die Einlassungen der IP waren inhaltlich richtig
Die Einlassungen der IP waren inhaltlich richtig obwohl sie nicht zum derzeit aktuellen Trend der Aussöhnung passen. Unter Geschichte Polens wären die Einlassungen schlecht aufgehoben. Ich rege an, die Einlassungen der IP die von Sicherlich revertiert wurden, in leicht gekürzter Form in den Hauptartikel aufzunehmen, da sie fundamentale Bedeutung haben. Stimme aus dem Off 12:18, 18. Jul 2005 (CEST)- P.S.: Mir ist durchaus klar, dass die Äußerungen aus einer Ecke kommen, der nicht die Symphathie der Mehrheit der Benutzer gehört. Dennoch muss man das verkraften können, wenn es enzyklopädisch zutreffend ist. Stimme aus dem Off 12:20, 18. Jul 2005 (CEST)
- du schreibst: "Unter Geschichte Polens wären die Einlassungen schlecht aufgehoben." .. warum? ...Sicherlich Sicherlich 12:31, 18. Jul 2005 (CEST)
- Ich hätte besser schreiben sollen: Ausschließlich dort wären sie schlecht aufgehoben. Wenn ich an eurer Stelle wäre, würde ich ein Kurzversion der Vorgänge im Hauptartikel erstellen und es dann lang und ausführlich in dem Geschichtsartikel schreiben. Freundlicher Gruß Stimme aus dem Off 12:34, 18. Jul 2005 (CEST)
- nach bearbeitungskonflikt: :ah und der absatz war genausolang wie der zum widerrechtlichen angriff der deutschen (bei Kriegen von rechtlich und widerrechtlkich zu sprechen find ich immer etwas augenwischerei; im Krieg gibts IMO nur das recht des stärkeren; das war so und das ist so (siehe Guantanamo) im vergleich zum angriff der deutschen und den entsprechenden ermordungen usw. finde ich den teil viel zu unwichtig ... ansosnten müssen noch die ganzen KZs, Ghettos, hinrichtungen, kämpfe usw. während der deutschen besetzung hier rein; das macht IMO keinen sinn; das soll einen Überblick geben ...Sicherlich Sicherlich 12:38, 18. Jul 2005 (CEST)
- na wie schon gesagt; IMO absolut nicht ausgewogen wenn das hier reinkommt ...Sicherlich Sicherlich 12:39, 18. Jul 2005 (CEST)
Also ich sehe das alles relativ leidenschaftslos:
- du hast recht, dass im Krieg das Recht des Stärkeren gilt
- dennoch haben die Beteiligten allesamt die Haager Konvention und andere Konventionen unterzeichnet gehabt die Vertreibungen ausdrücklich verbieten
- die von den Russen vertriebenen Bewohner Ostpolens hatten an dem Transfer sicher auch keinen Spaß, das nur nebenbei
- KZs, Ghettos und so weiter können (müssen aber nicht zwingend) kurz erwähnt werden mit entsprechenden Links in die Hauptartikel. Das ist aber ein anderes Thema
- Die Erwähnung der völkerrechtwidrigen Vorgänge ist ausgewogen dann, und nur dann, wenn daraus NICHT abgeleitet wird, dass jetzt eine Gegenvertreibung einzusetzen hätte. Aber als historisches Faktum halte ich es für unentbehrlich.
Ich bin ganz froh, dass ich nicht in den Artikel verwickelt bin und mich nicht zwischen politischer Korrektheit und den enzyklopädisch wichtigen Fakten entscheiden muss. Gruß Stimme aus dem Off 12:47, 18. Jul 2005 (CEST)
- Haager Konv. ja grundsätzlich ;) ... russen-vertreibung ja Sicherlich, KZs, hmm ja vielleicht ... ausgewogenheit; verstehe deinen Punkt nicht; für mich ist es halt zu detailiert im vergleich zu der zeit davor .. auch mit der erwähnung der KZs ist das für mich zu detailiert .. im übrigen steht sogar schon eine Grobfassung im nächsten absatz ...Sicherlich Sicherlich 12:57, 18. Jul 2005 (CEST)
Übrigens liest sich der Artikel derzeit so, als seien die Sowjets die Ursache allen Übels. Kein Wort über Churchill, der Stalin erst auf die Idee brachte, die Polen zu verschieben und Millionen Ostpolen zu entwurzeln und in der Folge Millionen Preußen, Schlesier und Pommoraner zu verjagen. Auch kein Wort über den Churchill, der Stanisław Mikołajczyk mit der totalen Zerschlagung Polens gedroht hatte, falls sich Polen nicht wie gewünscht verschieben lässt. Ich gebe aber auch zu, dass es ein extrem kompliziertes Lemma ist. Stimme aus dem Off 13:08, 18. Jul 2005 (CEST)
- naja .. da laß ich erstmal die Finger von ;) ... zum einen weil mir dazu ordentliche umfassende literatur fehlt (und die braucht man wohl um das thema wirklich gut zu bearbeiten) und zum anderen weil Geschichte Polens gerade fleißig bearbeitet wird ... und ich hoffe, wenn es da mal besser aussieht kann man auch hier was für ableiten ... ist halt auch schwierig da wirklich NPOV-Literatur zu finden (bzw. die wahrheit wirklich zu bestimmen ;) ) ...Sicherlich Sicherlich 13:39, 18. Jul 2005 (CEST)
- Sehe ich ähnlich. Immerhin gibt es unter Stanisław Mikołajczyk - einem übrigens sehr schätzenswerten aufrechten Mann - einen Literaturapparat mit Werken von Mikołajczyk in denen er die Vorgänge autobiografisch schildert. Gruß Stimme aus dem Off 13:41, 18. Jul 2005 (CEST)
2 Karten sind nötig: kleiner Anfang, große Blütezeit
Zwei Karten (siehe Versionsgeschichte) erscheinen unbedingt nötig, um auf den ersten Blick zu sehen, zu welch vergessener Größe und Bedeutung Polen aus kleinen Anfängen aufgestiegen ist. Der Hauptartikel weist 6 oder 7 Karten auf, was hier zuviel wäre. Zwei Karten aber braucht man immer, damit der Leser die Entwicklung Polens hin zu einem Hauptmachtfaktor in Mitteleuropa begreifen zu kann und vielleicht sogar so neugierig auf den Hauptartikel wird. Gruß Stimme aus dem Off 13:20, 19. Jul 2005 (CEST)Rubrik: Ungesühnte, ungewürdigte Verbrechen Polens: Die Todesfahrten der Volksdeutschen in die polnischen KZs
URV von [LINK]] entfernt wurde eingestellt von Spanier den selben Text gab es auch auf www.volksmacht.de/bromberg.htm ...Sicherlich Sicherlich 21:35, 10. Aug 2005 (CEST)
Habe dort nachgeguckt, Sicherlich, er hat geschwindelt! Dort gibt es diesen Text nicht. Geschickt ausgedacht, aber doch beim Pfuschen erwischt! Für wie blöde hält Sicherlich die Leser? 84.44.136.253 10:54, 11. Aug 2005 (CEST)
- der Sicherlich hat da mal geguckt und da war es trotzdem zu finden; vielleicht brauchst du einen anderen Browser? ...Sicherlich Sicherlich 13:25, 11. Aug 2005 (CEST)
- Die Verlinkung war falsch - richtig. Das sieht man aber gleich - und findet die Webseite.
- BTW: Soll ich jetzt mit einem Spanier über die Ereignisse in Bromberg diskutieren? Mein Vater hat sie als Kind erlebt. AN 09:36, 12. Aug 2005 (CEST)
Einstellung einer URV
leider wurde wiedermal eine URV eingestellt, URV von hier oder auch http://www.volksmacht.de/br... ...Sicherlich Sicherlich 13:24, 11. Aug 2005 (CEST)
Nationalfeiertag
Ist in Polen der 3. Mai nicht auch ein Nationalfeiertag? 213.6.151.60 02:25, 27. Aug 2005 (CEST)
- 1. Mai, 3. Mai, und den früheren kommunistischen Feiertag 22. Juli habe ich ergänzt (und nach hinten verschoben -- für den ersten Absatz sind die Feiertage nicht wichtig genug, denke ich). -- Österreicher 01:56, 29. Aug 2005 (CEST)
Das Drittel
Polen hat mehr als ein Drittel des Landes verloren.
Artikel - Abtei Tyniec
Hallo, hat jemand mit Polnischkenntnissen Interesse bei dem Artikel Abtei Tyniec, der sich auf den unter Wikipedia:Qualitätssicherung/10._Oktober_2005#Abtei_Tyniec befindet mitzuhelfen? Danke & Gruß -- WikiCare 11:37, 11. Okt 2005 (CEST)Rechtschreibung
Heisst es
Das Schulsystem ähnelt dem französischen.
oder
Das Schulsystem ähnelt dem Französischen.
?
--Kirschblut 10:09, 1. Nov 2005 (CET)
- IMO ganz klar kleingeschrieben, da es sich auf Schulsystem bezieht ...Sicherlich Sicherlich 10:13, 1. Nov 2005 (CET)
ja, klein; großgeschrieben wäre die französische Sprache gemeint
Notensystem
@Sicherlich bist du sicher, dass es keine "6" mehr gibt? --Kirschblut 12:58, 1. Nov 2005 (CET)
- ja, ich glaube es gab auch "nie" eine ...Sicherlich Sicherlich 14:07, 1. Nov 2005 (CET)
- Glaubst du oder weißt du? ich hab vorhin eine web seite gefunden auf der auch von einer "6" gesprochen wurde --Kirschblut 14:11, 1. Nov 2005 (CET)
Es gibt sie definitiv.
- habe mit Wojciechowski gesprochen; muss mich korrigieren; es gibt sie, aber sie wird nicht so verwendet wie die deutsche 1 ... sondern eher eine 1+ .. also sie zu bekommen ist eher unwahrscheinlich .. werde das im text mal entsprechend darstellen ...Sicherlich Sicherlich 19:10, 13. Nov 2005 (CET)
Ich muss dich korrigieren. Man schreibt in Polen gimnazjum, nicht gimnasjum. Und noch uber die Noten: Lehrer sollen 6 fur Tests geben, aber sie machen es selten. 6 fur Jahr kann Schuler manchmal bekommen, aber nur fur grosse Erfolge. Ich hoffe, dass ich wenig Fehler mache (ich komme aus Wroclaw (Breslau) und kann auf Deutsch gut sprechen nicht). Hania - Polin
In polnischem Schulsysyem haben wir folgendes Notensystem: 1-6, wo 1 die niedrigste und schlechteste Note ist. 6 bekommen diese Schüler, die sehr gut lernen und größte Wissenschaft als die anderen haben :) [Majkel aus Polen]
Ich bin eine Polin die zwar schon studiert aber mehr oder weniger noch weiss wie das mit den Noten aussieht. Also wie schon geschrieben, gibt es in Polen 1-6 Notensystem. Mit der Note 6 gab es aber immer die Probleme. obwohl sie existieren, moechten manche Lehrer sie gar nicht stellen. Zum Beispiel um eine 6 auf der Zeugnis zu bekommen, muss man sich schon sehr anstrengen z.B. ein polnischer Wetkaempf in Mathematik gewinnen. WEnn es aber um die Abitur geht, gibt es jetzt ueberhaupt keine Noten, sondern die Prozente. An den Universitaeten gibt es auch normaleweise keine 6 Noten...na, ja, aber wie geschrieben, ist es schon ein bischen kompliziert mit dieser Note ;)...v.g. aus Danzig, Agnieszka
Vierte Republik
Findet ihr es wichtig, dass hier Parteipolitik die wirklich noch nicht aus den Zeitungen heraus ist geschweige denn umgesetzt ist erscheint? Mit gleichem Recht könnte man dann auch die politischen Äußerungen der anderen Parteien hier unter einem eigenen Abschnitt wiedergeben. Aeggy 15:35, 6. Dez 2005 (CET)
- nö, IMO kann das raus ...Sicherlich Sicherlich 23:26, 6. Dez 2005 (CET)
es gibt keine Vierte Republik...
Musik
Stanislaw Skrowaczewski ist einer der bedeutesten ponischen Komponisten und weltweit anerkannter Dirigent. Sollte eine Erwähnung wert sein.
Rechtschreib- und Formatfehler
Ich habe einige der Format- und Rechtschreibfehler, bzw. hoffentlich alle, berichtigt. Mir scheint, als hätten sich an manchen Stellen einige Polen mit nur schwachen Deutschkenntnissen versucht. Zudem habe ich Alle Mill. in Mio. verändert, da zweite Abkürzung am häufigsten verwendet wurde und ich eine einheitliche Nutzung für besser halte, als wenn ständig gewechselt wird. Auch habe ich andere Kürzel überall gleich angebracht und falsche Abstände korrigiert. Cekay
Zahlungsmittel
Gilt nicht in Polen nun auch der Euro? Oder täusche ich mich ..
Nein, dort gilt es noch nicht. Die Einführung ist erst in zwei oder drei Jahren geplant. --Tilman Berger 17:09, 8. Jan 2006 (CET)
- Allerdings wird der Euro, wie in fast allen osteuropäschen Ländern, als Zahlungsmittel gern akzeptiert. --Anton-Josef 17:25, 8. Jan 2006 (CET)
- naja also ich glaube wenn du in Lodz oder Ketrzyn oder so versuchst mit Euro zu bezahlen musst du dir schon mühe geben einen akzeptanzstelle zu finden die nicht bank heißt ...Sicherlich Sicherlich 17:38, 8. Jan 2006 (CET)
- Größere Supermärkte akzeptieren den Euro als Zahlungmittel (z.B. Géant). Diese haben auch am Eingang den Kurs angegeben (nicht immer übereinstimmend mit dem Kurs der Banken, meinchmal sogar vorteilhaft in Géant "umzutauschen"). Die Rückzahlung erfolgt jedoch ausschließlich in Złoty! Ich hoffe, das konnte helfen! Mit freundlichem Gruß --Plk 11:25, 14. Jan 2006 (CET)
- könntest du sagen wo? ich kann mich nicht erinnern dass das in Lodz möglich war ...Sicherlich Sicherlich 12:21, 14. Jan 2006 (CET)
- Klar kann ich es sagen: In Gdingen (nah bei Danzig), In Stettin und in Warschau! Das sind die Städte, von denen ich 100%-ig weiß, dass das geht! In Lodz war ich nicht... weiß deswegen auch nicht! MfG --Plk 23:20, 14. Jan 2006 (CET)
- okay also Touriststädte bzw. Stettin an der Grenze ;) ...Sicherlich Sicherlich 11:08, 15. Jan 2006 (CET)
- hmm... ich würde Gdingen nicht unbedingt als Touristenstadt bezeichnen!? Ich bin im März in Polen, dann kann ich mich in Pommern umschauen! Vielleicht find ich noch mehr in kleinen Städten.. --Plk 17:16, 15. Jan 2006 (CET)
- ebenfalls ist es möglich in allen Orsay Fillialen mit dem Euro zu zahlen - Krz 16:49, 4.Sept.2006
In den touristischen Städten ist das ganz normal, dass man in Euro bezahlt (sowohl in den kleinen Geschäften als auch im Pub oder Restaurant). Polen ist kein Russland! Wir haben auch Kühlschränke :) Wenn jemand Probleme mit Euro in Polen hat, kann man das Geld einfach in der Wechselstube wechseln. x&y
ausserdem, stettin ist auch eine touristische stadt!!!
ich finde Elbing ist so schön wie Stettin :) und hier kann man auch mit Euro zahlen [Majkel aus Polen]
Gesamteindruck des Artikels
Der Artikel "südlich" von Außenpolitik ist in keiner guten Verfassung. Er enthält eine Reihe inhaltliche Fehler, Vereinfachungen, falsche Interlinks und ist sprachlich grausam. Ich werde ihn auf dem Portal:Polen in den Review stellen und rufe alle zur gemeinsamen Verbesserung auf. --Historyk 11:35, 22. Jan 2006 (CET)
Abgeschlosse Lesenswert-Kandidatur (gescheitert)
Polen
Bin zufällig über diesen Artikel gestolpert und habe mich gleich gewundert, dass er noch kein "Bapperl" trägt... Inhaltlich vollständig, gut strukturiert, schöne Bilder, stilistisch gut... für mich lesenswert und für exzellent fehlt imho auch nicht mehr viel.
- Pro
Symbol support vote.svg
Bildherkunft -- Cordobes Cordobes 04:53, 19. Jan 2006 (CET)Pro
- Ich habe den Artikel erst teilweise durchgelesen, aber einiges ist mir aufgefallen: er ist sehr geschichtslastig; nicht nur Geschichte ist sehr ausführlich, auch Verfassung besteht fast nur aus Geschichte, Landesverteidigung ist zur Hälfte Geschichte und sogar das Kapitel Kapitalmarkt beginnt im Jahr 1300. Im Wirtschaftsteil sind sehr viele externe Links. Bei Kultur sind sind mir falsche, rote Links aufgefallen (Apollinaire, Lem), wo es durchaus Artikel gibt. Das müsste systematisch gecheckt werden. Inhaltlich: Arthur Rubinstein wird als Komponist genannt, im Artikel ist keine einzige Komposition angeführt. Worin besteht die Bedeutung Wojtylas für die polnische Literatur? Muss bei Büchern das Erscheinungsjahr verlinkt sein? Was hat die Seidenstraße mit Polen zu tun (im Artikel wird nichts erwähnt)? Die vielen roten Namensaufzählungen sollten sich vielleicht auf die bedeutendsten beschränken. Zudem ist der Text wirklich voller Tippfehler, da sollte sich jemand erbarmen und korrekturlesen. Literatur: Drei von fünf Titeln sind Weblinks? Eine Einleitung wäre auch ganz nett. Wegen der vielen Information, die hier zusammengetragen wurde, kann ich mich jedoch nicht zu einem contra durchringen. --Griensteidl 14:45, 19. Jan 2006 (CET)
- Abwartend; hebt sich durchaus hervor; zusätzlich zu den Anmerkungen des Vorredners aber noch folgendes: mir ist die Einleitung zu kurz geraten, ein bißchen mehr Einführungstext darfs schon sein; die vielen (vielleicht tlw. auch überflüssigen?) roten Links stören sehr; die Nummerierung ist nicht in Ordnung: wenn es kein 2.2 (7.3.2; 8.9.2) gibt, braucht´s auch kein 2.1 (7.3.1; 8.9.1); sind die außenpolitischen Beziehungen unter Kultur korrekt einsortiert? --Omi´s Törtchen 15:02, 19. Jan 2006 (CET)
- Die Einleitung habe ich erstmal an den üblichen Standard angepasst, bis morgen nehme ich mir mal die stilistischen/strukturellen Mängel und die Rechtschreibung vor. -- Cordobes Cordobes 23:21, 19. Jan 2006 (CET)
- So, das technische wäre erledigt. Leider kann ich an den roten Links als Polen-Laie nicht erkennen, wer es verdient hat, zu bleiben - dasselbe Lied bei den externen Links im Wirtschaftsteil, A. Rubinstein, K. Wojtila und der Seidenstraße. Da müsste ein Experte ran. -- Cordobes Cordobes 22:02, 20. Jan 2006 (CET)
- Pro
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Bildherkunft --Plk 10:06, 20. Jan 2006 (CET)Pro
- Pro
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Bildherkunft Ich find, daß es ein guter Artikel ist! Lesenswert auf jeden Fall! --JagielloXXwieku 10:52, 20. Jan 2006 (CET)Pro
- Contra
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Bildherkunft Mir missfällt die rot-blaue Namensanhäufung. Vergeblich gesucht habe ich Informationen zum nicht immer ungetrübten polnisch-jüdischen Verhältnis. (Pogrome 1941 / Kielce 1946 (Schreibweise der Stadt mir nur phonetisch möglich), Wolhynien Vorfall 1947, Stalinzeit, 1968, Außenpolitik Israel) Holgerjan 18:05, 20. Jan 2006 (CET)Contra
- Contra
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Bildherkunft Mich stört die fehlende Objektivität. Zum einen steht hier wenig zu den schweren Störfällen im deutsch-polnischen Verhältnis - der Artikel ist massiv deutschbetont geschrieben - und nichts über die noch nicht oder nur wenig verarbeitete Minderheitenpolitik (Juden, Weißrussen, Ukrainer, Kaschuben, Litauer und Deutsche) der Vergangenheit. --Observator 12:39, 21. Jan 2006 (CET)Contra
- contra extremst geschichtslastig, so dass teilweise kaum auffällt wie wenig in einzelnen rubriken zur gegenwart steht. dafür könnte es vom umfang her wahrscheinlich, wenn umgearbeitet ein guter Geschichte Polens Artikel sein. -- Southpark Southpark 21:12, 21. Jan 2006 (CET)
- Geschichte ist nun mal ein sehr wichtiger Bestandteil der polnischen Gegenwart! Wenn mal über Polen etwas erfahren möchte, muss man sich mit der Geschichte Polens befassen. Das sieht nicht nur ein Pole so! Auch Dokumentationen und Bücher, die Polen beschreiben, haben einen ausführlichen Teil an Geschichte mit drin. Und die "wenig verarbeitete Minderheitenpolitik (...) der Vergangenheit" ist nichts besonderes in diesem politischen System gewesen. Erst seit 16 Jahren holt Polen alles nach. So seh ich das jedenfalls... --Plk 02:06, 22. Jan 2006 (CET)
- Contra
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Bildherkunft Der Artikel befindet sich in seinem unteren Teil in einem so katastrophalen Zustand, dass ich ihn um das Überarbeitenschild ergänzt habe. Er ist von lesenswert so weit entfernt, dass ich gar nicht weiß, wie man ihn vorschlagen kann, wenn man ihn ganz gelesen hat... --Historyk 11:46, 22. Jan 2006 (CET)Contra
- Ich finde trotz der angesprochen Mängel, die zweifellos existieren, besser als den Artikel Uruguay, der ja schon als "lesenswert" ausgezeichnet wurde und den ich bei der Vorschlagung als Vergleich hergezogen habe. Inhaltliche Fehler wären aber wirklich ein Grund, eine Auszeichnung abzulehnen. Nur kann ich diese selber als "Nur-Leser" und "Nicht-Experte" bei dem Thema nicht einschätzen. Zur Geschichtslastigkeit: Die stört mich eigentlich nicht, da die wirklich wichtigen Aspekte imho alle im Artikel stehen. Dennoch wäre eine Auslagerung, wie Southpark oben vorgeschlagen hat, eine sehr gute Idee - der Artikel ist nämlich extrem lang. -- Cordobes Cordobes 21:09, 23. Jan 2006 (CET)
Deutsch-polnische Beziehungen
Ich habe den Satz "Hitler strebte die Zerschlagung Polens und Aufteilung unter dem deutschen Reich und der Sowjetunion an (Hitler-StalinPakt)" in "Hitler strebte die Annexion Polens in das Deutsche Reich an" geändert. Hitler mag zwar eine Zeit lang mit der Sowjetunion mehr oder weniger gut zusammengearbeitet haben, aber daher zu sagen, dass er eine Aufteilung Polens zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion wollte, geht für mich etwas zu weit. Das klingt ja gerade so, als ob es sein letztes Ziel gewesen wäre, Polen zwischen den beiden Staaten aufzuteilen. Aus seinen eigenen Schriften (Mein Kampf) und aus seiner späteren Politik (Bruch des Hitler-Stalin-Pakts und Angriff auf die Sowjetunion kann man aber sehr gut erkennen, dass Hitler letzten Endes diese Zusammenarbeit mit Stalin nur als kurze Übergangsfrist betrachtete, um danach ganz Polen (und natürlich noch mehr) zu erobern.
Ach ja, uns sollte es statt "Deutsch-Polnische/Österreichisch-Polnische/Schweizerisch-Polnische Beziehungen" nicht "Deutsch-polnische etc. Beziehungen" heißen? Im Gegensatz zum Englischen schreibt man im Deutschen von Nationen abgeleitete Adjektive klein. Nur das erste Wort in einem Satz wird groß geschrieben, daher das große "Deutsch/Österreichisch/Schweizerisch". Außerdem meine ich, dass man (da der Artikel ja von Polen handelt) die Reihenfolge umdrehen sollte, also "Polnisch-deutsche/Polnisch-österreichische/Polnisch-schweizerische Beziehungen" schreiben sollte. Asha Vahishta
Bitte um Hilfe: Kroaten ursprünglich in Polen gesiedelt?
Hallo. Hab eine Frage zu einer Theorie bzw. möglichen Utopie ???: Ist in der polnischen Geschichte (Fußnoten mit berücksichtigt) irgendwo erwähnt worden, dass das heutige Volk der Kroaten aus einem südlichen Gebiet des heutigen Polens Richtung Südosteuropa abgewandert sind?? Wenn ja, ist auch zu erwähnen, dass die Polen trotz der weiten Entfernung sprachlich gesehn unerwartet mehr Ähnlichkeiten mit Kroaten aufweisen als letztere mit Tschechen zum Beispiel haben. Bitte um mögliche Aufklärung, herzlichen Dank
-- Tin
- An der Legende ist was dran! Siehe Kroaten#Herkunft des kroatischen Volkes, speziell unter der Bezeichnung "Weisse Kroaten" (welche ich auch schonmal in historischen Atlanten gesehen habe). Die Frage ist nur: Welche Relevanz hat das im Artikel Polen? Es gibt viele Völker und Stämme, die im Laufe der Geschichte durch dieses Land zogen, dort Kriege führten und sich zeitweise niederließen. Natürlich ist es schon eine interessante Information... Vielleicht können ja einige andere Leute die Sache mit abwägen. (Übrigens: Ebenso interessant ist die zumindest mal offenbare sprachliche Verwandschaft und Serben und Sorben. Letztere bezeichnen ihr Land sogar als "Serbja"!) -- Hierakares 15:04, 8. Sep 2006 (CEST)
Toter Weblink
Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!
- http://www.polen-am-morgen....
- In Medien in Polen on Thu Jan 12 11:26:30 2006, Socket Error: (-2, 'Name or service not known')
- In Polen on Thu Feb 9 13:14:55 2006, Socket Error: (-2, 'Name or service not known')
--Zwobot 13:18, 9. Feb 2006 (CET)
Diskussion aus dem Review (Januar 2006)
Umfangreicher, informativer Artikel, der allerdings gerade bei den "Lesenswerten" gescheitert ist. Als Kritikpunkte wurden genannt: stilistische Schwächen im unteren Teil (Abschnitte "Wirtschaft" und "Kultur"), viele rote Links im Kulturteil, bei denen ein Experte abschätzen sollte, welche Personen relevant für einen eigenen Artikel sind, und Objektivitätsmängel (stellenweise liest sich der Artikel etwas nach Lobhudelei auf das Land). Ausserdem inhaltliche Fehler, die leider nicht präzisiert wurden und die ich als Nicht-Experte auch nicht abschätzen kann. Und dann das Problem der Geschichtslastigkeit - auslagern oder nicht? Kurz und gut: Ich sehe im Artikel viel Potenzial, es fehlt eben noch ein systematisches Durch-Checken. Gruß -- Cordobes Cordobes 04:25, 26. Jan 2006 (CET)
Layout Schulbildung
Das Layout mit den zwei Tabellen ist ziemlich verwirrend. In der ersten Tabelle handelt es sich um Schulen die nacheinander besucht werden und in der zweiten um Alternativen. Finde ich in der jetzigen Form nicht intuitiv und nicht konsistent. --Kirschblut 15:51, 19. Feb 2006 (CET)
Geschichte Polens seit 1918
Die Darstellung liest sich mittlerweile so, als ob die Landsmannschaften mit ein paar Ukrainern ihr nationalistisches Geschichtsbild durchsetzen wollten. Die Auswahl der Fakten ist selektiv. Ich habe deshalb den POV-Button hineingesetzt und würde generell angesichts des Vandalismus vorschlagen, die Seite für IP's zu sperren. --Historyk 20:55, 17. Mär 2006 (CET
Ich bin der gleichen Ansicht, finde jedoch, dass Wikipedia mir immer sehr hilfreich ist und JEDEM eine Information geben kann!!!! Rosenrot- Informationen geben ja; aber im ; also kein nationalistisches geschichtsbild ...Sicherlich Sicherlich 18:21, 7. Apr 2006 (CEST)
Link
der link polnische-rundschau.pl führt ins Leere und muss heißen polnische-rundschau.deAntisemitismus
Gibt es in Polen wieder einen starken Antisemitismus oder nicht? Ich habe mal gelesen, dass die Polen sich seit der Wende sehr stark für Judentum und auch für Deutschland interessieren. Stimmt das? Simon MAYER
- Sieh dir doch die Nazis von der Allpolnischen Jugend an, dann weißt du, dass es neben einem starken Schwulenhass und der verstärkten Fremdenfeindlichkeit auch Antisemitismus in Polen gibt. Ob man ihn als "stark" bezeichnen sollte, ist eine andere Frage. Gruß, J budissin - J budissin - J budissin/Bewertung 12:45, 6. Mai 2006 (CEST)
- Natürlich, wie überall, aber nicht von solchem großen Ausmaß wie in Westeuropa~oder Russland.
- Das halte ich für eine Untertreibung. Man sehe sich einmal die letzten Wahlergebnisse an, bzw. welche Parteien darunter antisemitischem Gedankengut ein Forum bieten. Gruß, J budissin - J budissin - J budissin/Bewertung 06:59, 9. Mai 2006 (CEST)
Verteidigung
Wie sieht es eigentlich mit der Militärpflicht für Frauen aus? Gibt es da schon etwas konkretes? Jonny84 03:05, 21. Mai 2006 (CEST)
- ziemlich konkret gibt es keine ;) .. oder was meinst du? ...Sicherlich Sicherlich 08:37, 21. Mai 2006 (CEST)
Seitensperre 7. Juni 2006
habe die Seite wegen editwars gesperrt; bitte hier diskutieren ...Sicherlich Sicherlich 17:41, 7. Jun 2006 (CEST)
- Die Fassung von Benutzer Interrex ist
1.) nicht belegt
2.) meine Fassung war belegt
3.) herausgelöscht aus der vorhergehenden Fassung wurde von Interrex - unbegründet - : "Bereits 1919 begannen kämpferische Auseinandersetzungen zwischen polnischen, ukrainischen und bolschewistisch-russischen Kräften, weil die polnischen Kräfte über die als Ostgrenze Polen vorgesehene Curzon-Linie hinaus Gebiete mit Ukrainischer und Weissrussischer Bevölkerungsmehrheit erobern wollten. Im August 1920 eroberten die Bolschewiken während des Polnisch-Sowjetischen Krieges die Gebiete bis zur Curzon-Linie, darunter auch weite Teile Galiziens."
Es wurde auch gelöscht : "Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, versuchte die neue polnische Führung in alle Richtungen größere Gebiete zu erobern, zum Beispiel von Deutschland Oberschlesien, wodurch die polnischen Truppen am 21. Mai 1921 in der Schlacht um St. Annaberg durch Freikorps zurückgeworfen wurden."
Stattdessen kam : "Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, kam es während der ersten Konsolidierungsphase des neuen Staates zu Konflikten mit den Nachbarnstaaten. Zum Beispiel mit Deutschland um Oberschlesien in der Schlacht um St. Annaberg oder um die Stadt Vilnius im heutigen Litauen. - In Richtung Litauen, wo Polen am 9.Oktober 1920 die heutige Hauptstadt Vilnius besetzte. Bereits im August 1920 überranten die Bolschewiken, während des Polnisch-Sowjetischen Krieges, weite Gebiete des neuen Staates."
Es wird also in Interrex`Fassung verschleiert, daß Polen Gebiete erobern wollte.
4.) Ich hatte die vorherige Fassung erläutert und belegt. Über eine Kürzung meiner erläuternden Erweiterungen kann diskutiert werden, aber es kann ja wohl nicht sein, daß eine Fassung geschützt wird, die n i c h t b e l e g t ist! Und die Fassung, die belegt war, entfernt wird.
5.) Wenn der unheimlich lange Artikel "verschlankt" werden soll, dann so, daß keine Verfälschungen dadurch entstehen, indem Teile gelöscht und verdreht werden, die Interrex nicht gefallen.
6.) Was bitte ist der "Hauptartikel", Interrex?
7.) Wenn Seitensperrung erfolgt, dann doch wohl eigentlich üblicherweise in der Fassung, die vor der Fassung von Interrex und vor meiner Fassung da war. Warum diesmal nicht?
8.) Ich hoffe, daß eine Einigung erzielt wird. Wenn nicht, bleibt eine Fassung, die in keiner Weise belegt ist, während eine belegte Fassung gelöscht wurde. Das kanns ja wohl im Sinne WPs nicht sein.
--Init 20:13, 7. Jun 2006 (CEST)
Was heißt denn bitte schön "belegt"? Wodurch denn? Die Formulierung, dass alleine Polen "in alle Richtungen größere Gebiete erobern wollte" ist nicht nur polemisch, sondern historisch schlicht und ergreifend falsch. Eroberungsbestrebungen hatten alle Beteiligten, man denke nur an die imperialen Pläne der deutschen Militärführung während des Ersten Weltkrieges, nur dass sie Polen 1918ff. aufgrund der militärischen Lage etwa in Oberschlesien und in Litauen besser in die Tat umsetzen konnte. Das könnte man natürlich etwas deutlicher formulieren als in der aktuellen Version. Man kann gerade über die neue polnische Ostgrenze ja sehr geteilter Meinung sein, doch entsprach sie in etwa den alten polnisch-litauischen Grenzen vor den Teilungen. Zum Formalen. Die Darstellung zur Geschichte im Detail gehört in den Artikel Geschichte Polens und da steht sie auch bereits. Im Übersichtsartikel sollte die Geschichte wesentlich kürzer sein als momentan, und zwar in Bezug auf alle Epochen. --Historyk 20:37, 7. Jun 2006 (CEST)
- Fakt ist, daß Interrex hier Unbelegtes eingebaut hat und Belegtes (Fechner) herausgelöscht hat - ich kann noch mehr bringen mit ein wenig Zeit - . Alles war belegt und das wißt ihr auch.
Der "erste Weltkrieg" war vorbei, als Polen seine Eroberungen machte, Historyk! In dem Absatz geht es um die Zeit nach dem 1.Weltkrieg!
Von "allein Polen" war außerdem nicht die Rede, aber der Artikel heißt nun mal Polen. Von "allein" Polen steht nichts drin!
Da Intgerrex nun seinen POV durchgepowert hat, hüllt er sich in vornehmes Schweigen statt zu diskutieren, wie Sicherlich angeregt hatte. Aber auch vorher schon war Diskutieren und Belegen nicht sein Ding. Stattdessen wird auch auf "Geschichte Polens" munter ohne Beleg weiter verändert.
Außerdem, Historyk, um "geteilter Meinung sein" darf es in WP nicht gehen, sondern um Fakten. Die hatte ich genannt, das wißt Ihr ganz genau, sie sind historisch unbestritten, aber das war "Eurer Fraktion" unangenehm.
Nun ja, so tragisch ist es nicht, es ist halt das Übliche.
Es geht auch nicht um Länge des Artikels, die Ausrede verfängt nicht, sondern darum, daß Unangenehmes nicht erscheinen sollte. Warum eigentlich nicht? Wer hat das eigentlich nötig?
Daß WP kontrovers ist, war mir klar, aber daß Belegtes herausgelöscht wird zugunsten Unbelegtem, und dieses dann abgesegnet wird, ist schon etwas krass. Aber ich kann damit leben. Wer weiß, wozu `s gut ist. Obs gut für WP ist, bleibt fraglich. Gruß und Gute Nacht! --Init 22:02, 7. Jun 2006 (CEST)
- Falls Du mit "Fechner" den Publizisten meinst, der in den 70er Jahren allgemeine Überblicksdarstellungen für die Landeszentralen für politische Bildung verfasst hat, so wäre dies für mich kein Beleg. Abgesehen davon, dass die neuere Literatur im Hauptartikel genannt wird, ist es nunmal so, dass es "die" historische Wahrheit nicht gibt, wie häufig angenommen wird, sondern immer nur Interpretationen aufgrund einer gewissen Informationslage. Man kann sich also nur aufgrund von Indizien dem, was eigentlich geschehen ist, anzunähern versuchen. --Historyk 22:25, 7. Jun 2006 (CEST)
- Warum gefällt er Dir denn nicht? In WP haben "Interpretationen" nichts verloren, weißt Du auch. Neutral wird ein kontroverser Artikel dadurch, daß eben mehrere Sichtweisen dann auch genannt werden müssen - und nicht nur eine "Interpretation".
Das weißt Du alles, ich weiß. Warum handelst Du dann nicht danach? Nochmal: ich werde weitere Literatur durchforsten und melde mich dann, kann aber den Artikel auch so "verkraften". --Init 22:33, 7. Jun 2006 (CEST)
Guten Abend die Herren!
User Init, Sie bemächtigen sich mit Ihren Äußerungen einer Sprache, die alles andere als neutral zu werten ist. Sie sind schlicht einseitig und eindimensional! Ihre vor Monaten getätigten Änderungen wurden daher von anderen Usern, folgerichtig und unabhängig Ihrer Belege, als POV zensiert, ist das Ihnen nicht aufgefallen?
Es liegt mir fern in puncto der Geschichte Polens etwas zu verschleiern, gar zu leugnen und Gott im Himmel alleine weiß, dass sie fern jedweder Unfehlbarkeit war, welche ist es denn schon? Aber durch Ihre Vorgehensweise gerade für diesen kritischen Zeitabschnitt der polnischen Geschichte, sind Sie, lieber User Init, deutlich übers Ziel hinausgeschossen, und nehmen Sie es bitte nicht persönlich, eventuell als "Außenspieler" schlicht überfordert.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag, wie wäre es denn, wenn Sie für die Politik der Zweiten Republik Polen ein eigenes Lemma anlegen und dieses dann auf diese Seite verlinken? Dort können Sie sich so richtig austoben und Ihre Meinung kundtun, das ist doch ein Angebot!?
Ich setze auf Ihre Zusammenarbeit und vor allem Kompromissbereitschaft. Dankend, verbleibe ich bis auf weiteres
mit freundlichen Grüßen, stets der Eure--Interrex
- Init, dies soll nur eine kurze und möglichst breite Überblick der Geschichte Polens sein. Das Thema ist zu kompliziert, um es hier einseitig zu 'erweitern'- dazu gibt's den Hauptartikel. Grüss. 5.0 18:41, 10. Jun 2006 (CEST)
- Eine derart überhebliche und scheinbare Überlegenheit suggerierende Antwort ("...so richtig austoben und Ihre Meinung kundtun..."),von Interrex habe ich erwartet. In WP gibt es jedoch, Interrex, keine "Außenspieler", alle haben gleiche Rechte, auch wenn dies Dir nicht so viel Freude macht. Du bemängelst meine Sprache, korrigiere bitte vorher Deine eigene!
Ich bin nicht "deutlich übers Ziel hinausgeschossen", sondern Du, Interrex, hast u.a. folgenden Text geändert - und das bevor ich meine Erweiterungen in den Text setzte:
Aus "...weil die polnischen Kräfte über die als Ostgrenze Polen vorgesehene Curzon-Linie hinaus Gebiete mit Ukrainischer und Weissrussischer Bevölkerungsmehrheit erobern wollten..." wurde in Deiner Version schlicht "...kam es während der ersten Konsolidierungsphase des neuen Staates zu Konflikten mit den Nachbarnstaaten."
Dasselbe hast Du im April schon einmal versucht.
Du magst vielleicht andere Benutzer für deppert halten, was Du ja hier hast durchblicken lassen, aber so blöd, nicht zu merken, was Du hier versucht hast, nämlich Darstellung polnischer Aggression abzuschwächen, bin ich wiederum denn doch nicht.
Oben genannte Sätze gegeneinander auszutauschen hat auch rein gar nichts mit "kurzem Überblick", Kürze und Hauptartikel usw. zu tun.
Die Erweiterungen dagegen, die ich zusätzlich reingesetzt hatte, könnten einen eigenen Artikel füllen und müssen in diesem Artikel nicht stehen, das ist wahr.
Verändert hast jedoch zunächst Du, Interrex, indem Du aus "erobern" "Konflikte mit den Nachbarstaaten gemacht hast". (Dies entspricht auch nicht der gängigen Literatur, z.B. Roos.)
Deine Behauptung, meine "vor Monaten" getätigten Änderungen wären "als POV zensiert" worden, sind schlichter Unfug, denn der "Balken" stand schon am 11.April drin, bevor ich Deine Änderungen zurücksetzte. Richtig ist, daß EIN Benutzer am 17.März POV hineinschreiben zu müssen glaubte, weil auch ihm natürlich die Wiedergabe von Ereignissen nicht so gut gefiel.
Wir wollen, auch wenn wir uns intellektuell für fähiger halten als andere, doch bitte wenigstens nichts verdrehen. --Init 19:26, 10. Jun 2006 (CEST)
Gegen eine Einigung habe ich natürlich nichts. Wie soll die bitte aussehen?--Init 20:01, 10. Jun 2006 (CEST)
- Da hier keine Vorschläge zur Einigung eintreffen, obwohl oben in etwa angekündigt ("Ich setze auf Ihre Zusammenarbeit und vor allem Kompromissbereitschaft." -Benutzer Interrex), ("Ein Kompromiss ist die Lösung eines Streites durch Verzicht beider Seiten auf einige der gestellten Forderungen"), hier noch einmal Hans Roos ("Geschichte der polnischen Nation") :
Unter der Kapitelüberschrift "Eroberungen im Osten"
schreibt er :
"...In erster Linie richteten sich die Expansionsabsichten der polnischen Nation auf das einstige Großfürstentum Litauen..." (S.62/63).
"Am 8.4.1919 schrieb (Pilsudski) seinem Vertrauten Leon Wasilewski...daß er in Kürze "ein wenig die Tür für die mit Litauen und Weißruthenien verbundene Politik werde öffnen können", und zwar, "mit dem Revolver in der Hand"...".
"Die Offensive selbst brachte am 19.4.1919 das Gebiet von Wilna und Lida in polnischen Besitz..." (S.68)
"Im April 1919 war die Haller-Armee ...60.000 Mann...sie wurde im Raum von Zamosc-Kowel zum Angriff auf den ukrainischen Zwillingsstaat bereitgestellt. Am 30.4. 1919 erließ Pilsudski die "Disposition zur Offensive in Wolhynien und Galizien"..."(S.71)
"...Daraufhin begann die Offensive der Haller-Armee am 14.5.1919;sie führte rasch zur Vernichtung der...ostukrainischen Truppen..."
"...Die Haller-Armee schwenkte nunmehr nach Süden ein und eroberte mit der Unterstützung der Armee Iwaszkiewicz, die von Westen her angriff, bis zum 8.6.1919 ganz Ostgalizien bis zum Grenzfluß Zbrucz..."
..."Nach der militärischen Sicherung Galiziens konzentrierte der Staatschef die Kräfte des polnischen Heeres auf die Eroberung des östlichen, weißruthenisch besiedelten Litauen..."(S.72/73)
Dies schreibt Roos in dem Buch, das im Artikel unter Literatur angegeben ist. Er beschreibt also die polnischen Aggressionen und Eroberungen zu Lasten seiner Nachbarstaaten. Und verschleiert dieses Vorgehen nicht wie Du "...kam es zu Konflikten mit den Nachbarstaaten..."
Ein aggressives Tun, fremdes Gebiet mit Gewalt zu erobern, fällt durch Deine Änderungen, Interrex, unter den Tisch. Das sollte mal jemand in anderen Artikeln wagen.
Das Herauslöschen des vorhergehenden Textes, der übrigens ja nicht von mir stammte und vor meinen Texterweiterungen bereits drinstand, hat wie gesagt auch nichts mit Kürze, "Verschlankung" usw. zu tun. Denn der von Dir gelöschte kurze Hinweis zu den polnischen Eroberungen ("...weil die polnischen Kräfte über die als Ostgrenze Polen vorgesehene Curzon-Linie hinaus Gebiete mit Ukrainischer und Weissrussischer Bevölkerungsmehrheit erobern wollten...") hat nicht mehr Platz weggenommen als Deine wunderschöne Verharmlosung "...kam es während der ersten Konsolidierungsphase des neuen Staates zu Konflikten mit den Nachbarnstaaten." Und ich glaube, es stand noch ein kurzer Satz drin, den Du auch hast verschwinden lassen :
"Aufgrund der unklaren politischen Verhältnisse nach dem Zusammenbruch der Hohenzollern- und Romanow-Monarchien, versuchte die neue polnische Führung in alle Richtungen größere Gebiete zu erobern, zum Beispiel von Deutschland Oberschlesien, wodurch die polnischen Truppen am 21. Mai 1921 in der Schlacht um St. Annaberg durch Freikorps zurückgeworfen wurden..."
Genauer:
Aus dem Text
"Bereits 1919 begannen kämpferische Auseinandersetzungen zwischen polnischen, ukrainischen und bolschewistisch-russischen Kräften, weil die polnischen Kräfte über die als Ostgrenze Polen vorgesehene Curzon-Linie hinaus Gebiete mit Ukrainischer und Weissrussischer Bevölkerungsmehrheit erobern wollten."
wurde bei Dir :
"Bereits im August 1920 überranten die Bolschewiken, während des Polnisch-Sowjetischen Krieges, weite Gebiete des neuen Staates. Nach dem Sieg Marschall Pilsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel, wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze im Vergleich zur Curzon-Linie um etwa 250 km nach Osten verschoben."
Das ist Geschichtsklitterung.
Damit nicht wieder vom Thema abgelenkt wird : Ich möchte keinesfalls, daß die gesamten Roos-Zitate oder ihr Inhalt in den Text einfließen, das wäre in der Tat zu lang, aber ich weise mit dem Gesagten daraufhin, daß Deine Löschungen POV in den Artikel brachten. Und Tatsachen hinaus. --Init 17:24, 13. Jun 2006 (CEST)
Änderungen
Hallo! Mache gerade die Redirectauflösung für jüdisch --> Judentum. Wenn das bitte geändert werden könnte ....? Danke, --Andrest 15:25, 17. Jun 2006 (CEST)
Islam in Polen
Könnte jemand bitte folgendes ergänzen?- unter Bräuche:
- vorher: das muslimisch-tatarische Kurban Bajram in Bohoniki.
- nachher: das muslimisch-tatarische Kurban Bajram in Bohoniki (Islam in Polen)
- unter Religion:
- vorher: Siehe auch Konfessionen in Polen
- nachher: Siehe auch Konfessionen in Polen und Islam in Polen
- Könnte das bitte jemand verlinken? --Roxanna 12:16, 21. Jun 2006 (CEST)
- ich fände beide verlinkungen eher "mit dem brecheisen" also im sinne; es gibt einen artikel und jetzt muss er auch prominent verlinkt werden; der islam ist ja Sicherlich bei den Konfessionen verlinkt?! (wenn nicht sollte er das) und eine verlinkung in klammern zeigt IMO schon; naja so recht passt es nicht aber irgendwie ja doch ...Sicherlich Sicherlich 12:49, 21. Jun 2006 (CEST)
- Ich sehe das nicht unedingt so, zumindest könnte der Link von der erwähnten "muslimischen Minderheit" auf "Islam in Polen" statt zu "Islam" oder "Muslime" führen, das liegt einfach auf der Hand. --Roxanna 13:31, 21. Jun 2006 (CEST)
Sicherlich? --Roxanna 00:13, 23. Jun 2006 (CEST)
- sorry, übersehen - ist drin ...Sicherlich Sicherlich 07:13, 23. Jun 2006 (CEST)
Ministerpräsident - bitte aktualisieren
Bitte aktualisieren (ab 10.7.2006 Jarosław Kaczyński)! Shaqspeare 20:11, 10. Jul 2006 (CEST)
- już ;) .. a gdzie źródło? ;o) ...Sicherlich Sicherlich 20:29, 10. Jul 2006 (CEST) (wo ist die Quelle; für mitlesende ;) )
- Ich hoffe es reicht . Shaqspeare 20:40, 10. Jul 2006 (CEST)
Teilung, Unterdrückung und Kampf um die Unabhängigkeit
es felt ein Hinweis auf die älteste moderne Verfassung der Welt. MfG, Pandur
- guck mal hier: Polen#Verfassungssystem ...Sicherlich Sicherlich 09:45, 27. Jul 2006 (CEST)
Mennoniten
Leben eigentlich auch noch Mennoniten in Polen? Oder sind die letzten nach dem Krieg vertrieben worden?
Arbeitslosenzahl (bei Wirtschaft) die neusten Zahlen (die von gestern, 07.08.2006) Sprechen von einer Arbeitslosenzahl von 15,5% und nicht 17,5%. JA! Es ist wichtig, weil damit ueber 400.000 Menschen einen JOB gefunden haben, (wenn das in deutschland auch so waere :-) Bitte schnellsten Aendern
- ändere ich gern; wenn du mir eine Quelle für diese info gibst und die angabe für wann diese zahl gilt ...Sicherlich Sicherlich 07:30, 8. Aug 2006 (CEST)
Bevölkerung
Bitte ergänzen: Die Bevölkerung Polens betrug am 31.3.2006 38.147.000 Einwohner
- Scheint mir etwas ungenau, die Zahl. -- J budissin-J budissin 13:38, 3. Sep 2006 (CEST)
- und eine Quelle wäre auch nett ...Sicherlich Sicherlich 13:53, 3. Sep 2006 (CEST)
Hier eine sehr aktuelle Zahl von 2006 : 39.196.000 Einwohner. siehe http://www.europa-auf-einen...
- auf der seite steht Letzte Bearbeitung: 3.11.2005 - also ist 2006 wohl eher eine schätzung ...Sicherlich Sicherlich 20:44, 22. Nov. 2006 (CET)
Link zu einzelnen Minderheitsgruppierungen
Im Abschnitt Bevölkerung sollten wir mit einem siehe auch oder im Fließtext selber zum Artikel Deutsche Minderheit in Polen verlinken. lg 85.124.176.1 18:52, 29. Sep 2006 (CEST)Wir sind nett für alle Nationen :)
die Seite Polen
Ich finde die Seite gut.
Ich finde diese Seite auch ganz gut und man kann hier viele Informationen ueber Polen finde aber nich alles stimmt. Ich habe gelesen in Diskusionseite - Musik, dass Stanislaw Skrowaczewski einer der bedeutesten ponischen Komponisten und weltweit anerkannter Dirigent ist. Ich bin eine Polin und ich kenne solcher Mann gar nicht. Ich glaube dass wie andere bekanntener Komponisten haben.Z.B Herr Penderecki. Kasia.
Bearbeiten von Fehlern von neuen Benutzern'''' Ich habe einen Rechtschreibfehhler gefunden, wollte ihn bearbeiten, hab' mich eingeloggt und angemeldet und die Seite ist für mich immernoch gesperrt. Wieso?? Ich habe im Bereich "Bräuche" das Tanzensemble "Sloniki" gefunden - dies ist aber falsch geschrieben und bedeutet "Wörterbücher". Richtig heißt es aber "Slowiki" also "Nachtigallen". Kamila
- Das liegt daran, dass die Seite für unangemeldete und neue Benutzer gesperrt ist. Gruß, J budissin-J budissin 11:32, 9. Okt. 2006 (CEST)
== Herkunft des Namens Polen von Polanen = Abenteuer Geschichte;) ==
Hi, aus der Seite kann man fast schon ein Buch verfassen! Man verliert langsam dne Überblick. Damit aber auch die Qualität weiterhin überzeugt, möchte ich durch folgende Anmerkung einen kleenen Beitrag leisten: In zwei neulich herausgegebenen Geschichtsbüchern deutscher Historiker (die Titel kann ich noch nachträglich angeben) sowie auf der polnischen, sehr seriös wirkenden Wikipedia-Seite zum Volksstamm der Polanen, "Polanie", wird die Herleitung des Staatsnamens Polen von dem "westslawischen Stamm der Polanen" als mehr als fraglich dargestellt. Der Name Polanie taucht in Schriftstücken erst im 10.Jh auf, also im Zusammenhang mit dem Beginn der Staatlichkeit Polens. Bei dem Bayrischen Chronisten, der kurz davor "alle" Stämme des Mittelosteuropas aufzählt, ist gar keine vergleichbare Bezeichnung zu finden. Ich würde schon gar nicht schreiben, dass sich die Polanen ab dem 5.Jh zwischen Oder und Weichsel niederließen. Es waren ein paar Volksgruppen, die erst unter Mieszko zusammen als Polanen bezeichnet werden, also weniger als Ethnie sondern als Staatsvolk. Ich wäre also vorsichtig mit der Herleitung des Staatsnamens von ihrem Namen. Unbestritten scheint dagegen zu sein, dass das Wort Polen/Polanen mit "Pole" also "Feld" zusammenhängt. Gruß, Domski
- haie Domski (auch wenn den text eine IP geschrieben hat; ich weiß nicht ob du bist wer du behauptest zu sein aber egal ;o) ) ... wenn es zum thema des Volksstamms unterschiedliche darstellungen gibt dann stellen wir diese "alle" dar! WP stellt nur dar was andere sagen ;o) (Siehe Wikipedia:Theoriefindung) ... also wenn du diese andere darstellung hast dann stell sie noch "dazu" - aber gib deine Quellen genau an! am besten per Fußnote! (geht so: , siehe auch Wikipedia:Einzelnachweise) ...Sicherlich Sicherlich 07:44, 12. Okt. 2006 (CEST)
Die Seite "Deutschland" auf polnischer Wikipedia
Habt ihr gewusst, dass die kongruente Seite in der polnischsprachigen Wikipedia (Niemcy=Deutschland) zur Bearbeitung freigegeben ist und nicht vandaliert wird? Und hier in der deutschen Wikipedia wird Polen vandaliert. Schämt euch !!
- habe es mal wieder frei gegeben - ist ja schon eine weile gesperrt. Vielleicht gehts ja jetzt ...Sicherlich Sicherlich 07:55, 13. Okt. 2006 (CEST)
- Naja, wer spricht als Nicht-Pole schon so gut polnisch, dass er da miteditieren könnte? Wie sieht es denn mit der Objektivität aus? Den polnischnen Autoren im englischen Wiki nach zu urteilen, ist eine eher, äh, sagen wir mal einseitige Darstellung zu erwarten. 141.13.8.14 08:33, 2. Nov. 2006 (CET)
- Der Artikel Polen sollte weiterhin der Halbsperrung unterliegen. Siehe die Versionen der letzten Tage... --Multa 21:28, 2. Nov. 2006 (CET)
- ja habe es wieder halbgesperrt; zuviele spielende Kinder ...Sicherlich Sicherlich 22:51, 2. Nov. 2006 (CET)
- Wieso sollte sich hier jemand schämen? Solche unqualifizierten Beiträge sollte man sich sparen. Dazu ist die Diskussionsseite ohnehin nicht da und sowas sollte in Zukunft gleich gelöscht werden. Jonny84 00:16, 14. Nov. 2006 (CET)
POV
"Neben der friedlichen Ostsiedlung spielte sich auch eine auf Eroberung polnischer Gebiete gerichtete Politik einzelner deutscher Staaten ab. Am bekanntesten ist der Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und Polen um Pommerellen, in erster Linie ein Konflikt zwischen den jeweiligen Machthabern."Das ist schon etwas dreist, Pommerellen als polnisch darzustellen. Pommerellen war/ist von Pomoren/Kaschuben besiedelt. Das sind zwar auch Westslaven, aber deswegen noch lange keine Polen. Leider vereinnahmt(e) die polnische nationalistische Geschichtsschreibung alle Slaven westlich der polnischen Siedlungsgebiete als Polen, aber den Fehler muss man nicht wiederholen. 141.13.8.14 08:33, 2. Nov. 2006 (CET)
Bildwarnung
Die unten genannten Bilder, die in diesem Artikel verwendet werden, sind auf Commons gelöscht oder zur Löschung vorgeschlagen worden. Bitte entferne die Bilder gegebenenfalls aus dem Artikel oder beteilige dich an der betreffenden Diskussion auf Commons. Diese Nachricht wurde automatisch von CommonsTicker erzeugt.-- DuesenBot 07:16, 23. Nov. 2006 (CET)- {{TickerEntry
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Polen und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).



































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