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Politiker

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Der Artikel Politiker gehört zur Kategorie: Beruf, Politiker
Als Politiker wird eine Person bezeichnet, die ein politisches Amt oder ein politisches Mandat innehat. Meist wird sie dabei durch Parteien und Verbände unterstützt. Politiker agieren auf allen Ebenen eines Staates (Bund, Bundesland oder Gemeinde) oder einer Partei. Politische Ämter können Regierungsämter (z. B. Minister) oder ein Amt in einer Partei (z. B. Parteivorsitzender) sein. Politische Mandate werden in den Gremien der Legislative wahrgenommen. Verschiedene Denkrichtungen sehen eine Trennung von Amt und Mandat als wünschenswert an.

Politiker haben das Ziel durch ihr Handeln Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen zu nehmen. Hierzu können sie zum einen ihre durch politische Ämter gesicherten Rechte nutzen (z. B. bei Abstimmungen im Parlament). Außerdem können sie durch Meinungsäußerung Einfluss nehmen.

Als Mitglied einer Partei vertritt ein Politiker deren Interessen. Es gibt jedoch auch Politiker, die sich keiner Partei anschließen (Parteilose), oder deren Aufgabe nicht die Interessenvertretung ihrer Partei ist (z. B. Bundespräsident). Neben dem Berufspolitiker, der z. B. als Abgeordneter, Staatssekretär oder Minister arbeitet gibt es noch den ehrenamtlich arbeitenden Politiker, der die Politik nur neben seinem Beruf ausübt.

Theorien zum politischen Handeln

Das Handeln von Politikern ist Gegenstand der Politikwissenschaft. Sie erklärt das Handeln der Politiker und den politischen Wettbewerb (Streben der Politiker nach Macht).

Ethische Ansätze zur Erklärung von Politikerhandeln

Grundsätzliche Bedeutung für die politische Motivation Einzelner hat der Wunsch, gute politische Entscheidungen herbeizuführen, um beispielsweise der eigenen Region oder dem ganzen Land zu helfen. Dies führt zu einem Einsatz zum Wohle aller Bürger, wie es beispielsweise die Verantwortungsethik postuliert.

Oft werden diese langfristigen Ziele jedoch von den Wählern nicht als beste Wahl wahrgenommen, weswegen der politische Erfolg solcher Positionierungen begrenzt ist. Ferner gehen die Auffassungen darüber, was langfristig das „Wohl aller Bürger“ bzw. „Wohl des Staatsvolkes“ darstellt sowie auf welchem Weg dieses erreicht werden soll, auseinander. Auch dies trägt dazu bei, dass sich im politischen Wettbewerb nicht zwangsläufig das „beste“ Modell durchsetzt.

Zweifelsohne lässt sich auch für Politiker, deren Handeln an ihren Zielen orientiert ist, ein karrierebezogenes Politikerbild erklären: Die Überzeugung, selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen, führt zu einem Streben nach Macht und Einfluss.

Ökonomische Theorie der Politik

Einen weniger positiven Ansatz zur Erklärung des Handelns von Politikern mit wirtschaftlichen Grundsätzen liefert die Neue Politische Ökonomie (NPÖ). Sie erklärt Strukturen und Verhalten überwiegend auf Basis neoklassischen Theorie. Grundsätzliche Annahme ist dabei, dass sich Politiker als rationale Nutzenmaximierer verhalten. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Politiker eine starke Wiederwahlorientierung haben und deswegen eine Politik betreiben, die bei den nächsten Wahlen zu einer Stimmenmaximierung führt.

Hierzu lassen sich zwei wichtige Stränge unterscheiden:

Orientierung an kurzfristigen Zielen

Ein gemäß der NPÖ nutzenmaximierender Politiker wird bei seinen Entscheidungen berücksichtigen, dass der Wähler eher die Erreichung kurzfristiger Ziele als das Anstreben langfristiger Ziele honoriert, da der Wähler selbst eine starke Gegenwartspräferenz aufweist, was wiederum daran liegt, dass langfristig ausgerichtete Konzepte dem politisch und ökonomisch weniger gebildeten Wähler wegen der hohen Komplexität nicht vermittelbar sind. Auf Wiederwahl bedacht wird der Politiker daher vor kurzfristig schmerzhaften Maßnahmen zurückschrecken, auch wenn diese ökonomisch unbedingt nötig sind.

Beispiele für eine solche Politik sind die dauerhaft zu beobachtende Neuverschuldung reicher Industrienationen, fehlende Rücklagen im gesetzlichen Rentensystem, zyklische statt antizyklischer Wirtschaftspolitik oder fehlender Mut zu schmerzhaften aber notwendigen Reformen.

Orientierung am Medianwähler

Ein wichtiger Ansatz in diesem Zusammenhang ist das Medianwählermodell: Geht man bei Politikern vom Ziel der Stimmenmaximierung aus, so führt ein Politiker bzw. eine Partei genau diejenige Politik aus, die der Medianwähler wünscht. Dadurch werden von den großen Parteien politische Ränder und Problembereiche vernachlässigt.

Zudem können für den Bürger sichtbare, ökonomisch aber nicht zwangsläufig vernünftige Maßnahmen unterstellt werden, während möglicherweise wichtigeren Zielen, die jedoch nicht vom Wähler als solche erkannt werden, nicht nachgegangen wird. Vielmehr können dann individuell spürbare Maßnahmen bei wenig spürbaren Belastungen für den Wähler unterstellt werden.

Siehe auch

Literatur

  • Max Weber: Politik als Beruf. 1919. ISBN 315008833X) (Online Text)
  • Niccolò Machiavelli: Der Fürst. 1513, ISBN 3150012198
  • Hans Herbert von Arnim: Das System - Die Machenschaften der Macht, München, Droemer Knaur, 2001
  • ders.: Fetter Bauch regiert nicht gern. Die politische Klasse - selbstbezogen und abgehoben, durchgesehene und mit einem aktuellen Vorwort versehene Taschenbuchausgabe, München: Droemer Knaur, 1999,
  • ders.: Der Staat als Beute. Wie Politiker in eigener Sache Gesetze machen, München: Droemer Knaur, 1998.
  • ders.: Diener vieler Herren. Die Doppel- und Dreifachversorgung von Politikern, München: Droemer Knaur, 1998.

Weblinks

als:Politiker simple:Politician


Diskussion der Autoren über den Artikel: Politiker


Der Artikel ist einfach subjektiv, einseitig und unprofesionell!!!!!! [Datum:03. Sept. 2002]

Von den Unterseiten kann man nicht erkennen, dass es nur um deutsche Politiker gehen soll. Ich bin der Meinung, dass hier eine internationale Übersicht (auch mittlerweile pensionierter oder verstorbener Politiker) mehr Sinn macht. -- [[:Benutzer:Flups]

zustimm. --elian

Es kommt ja noch was hinzu: Die de-Wikipedia ist sowieso schon arg Deutschlandlastig. Nach dem, was auf der Hauptseite steht, ist sie aber für den ganzen deutschen Sprachraum, was mindestens Österreich und die Schweiz einschließt. Wo soll also ein Eintrag über Viktor Klima oder Kaspar Villiger hin? -- Flups

Ich finde das sollte "Aktive Deutsche Politker" (etwas lang) heißen, und es sollte natürlich dasselbe für die Schweiz und Österreich geben. -- zeno

Sollte auf die allgemeine Politiker-Seite nicht auch noch eine Begriffserklärung? -- Urbanus

ich sehe das auch so.Nur Liste :( kein lexikalischer Eintrag --Nerd

[Datum: 17. Jan. 2003]


Krankt diese Übersicht nicht immer noch daran, dass sie nicht ausreichend definiert und ausgestaltet wurde in allen ihren Teilen? Wie ist dies gedacht, wenn wir hier nur "aktive" Politiker aufnehmen wollen? Wer pflegt die Liste, nach welchen Kriterien ist ein Politiker zu einem bestimmten Zeitpunkt als aktiv einzuordnen, mal mehr, mal weniger, dann gar nicht mehr? Sollten nicht doch Daten zur Person: seit wann ist er/sie aufgrund welcher Position oder Tätigkeit als aktiv eingeordnet worden; nur dann können wir etwa auf einen Blick einschätzen, ob sich daran etwas geändert hat.
Außerdem fehlen unter den einzelnen Buchstaben die Hinweise, zu welcher Liste (aktiv; deutsch, international) die Liste gehört. Was wäre noch zu verbessern? Machen wir es dann in einem Ruck, gemeinsam? --Fritz 17:46, 18. Mär 2003 (CET)


Unter Politiker/I ist nur ein finnischer Politiker eingetragen. Ich habe da aufgehört, die Links auf A - Z einzufügen, weil es mir irgendwie zu blöd ist, wenn nicht klar definiert ist, wer in den Listen stehen soll und wer nicht. Das 'aktive' kann man wohl streichen. --Head 21:22, 9. Jul 2003 (CEST)
Wie wäre es denn mit folgenden Kategorien: Deutschland/Österreich/Schweiz/EU/UNO/International wobei man International ggf. nochmals aufgliedern könnte. In den einzelnen Kategorien sind dann jeweils aktive und inaktive Politiker aufgeführt und jeder Politiker kann in mehreren Kategorien erscheinen. [Datum: 07. März 2004]


Ich halte es für äußerst fragwürdig, wenn als einzige Literatur neben den Klassikern ausgerechnet von Arnim auftaucht, der ja weniger das politische System und Verhalten erklärt als es verurteilt. Literatur zu diesem Eintrag sollte entweder wegfallen oder objektiv bzw. wenigstens alle Seiten umfassend sein. Ändern wollte ich es aber nicht einfach, ich denke eine sinnvolle Diskussion und daraus gereifte Entscheidung ist da besser als ständige Eingriffe im Sinne eines "rein-raus". --84.171.220.24 16:38, 9. Okt 2005 (CEST)

Ein Politiker ist wer sich einer Wahl zur Verfuegung stellt. Einen Staatsseketaer als Politker zu bezeichnen, ist falsch. Er ist ein (politischer Beamter), der in den Ruhestand versetzt werden kann. Politiker werden nicht in den Ruhestand versetzt, sie werden abgewaehlt oder treten nicht mehr an. Bekanntes Beispiel ist Bundesaussenminister Steinmeier, der Politiker ist, ohne sich jemals um demokratische Legitimation durch das Volk bemueht zu haben.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Politiker und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).