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Pro Familia (Deutschland)

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Der Artikel Pro Familia (Deutschland) gehört zur Kategorie: Deutsche Organisation, Schwangerschaftsabbruch, Wohlfahrtsorganisation
Pro Familia (Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V.) wurde 1952 als gemeinnütziger, nicht-staatlicher und nicht-konfessioneller Fachverband für Fragen der Sexualität gegründet.

Gründung und Vorgeschichte

Die Leitung der Organisation übernahm der Sexualrefomer, Demograph und Eugeniker Hans Harmsen (1899-1989), der zum Schülerkreis des sozialdemokratisch orientierten Sozialhygienikers Alfred Grotjahn gehörte. Im Unterschied zu den anderen Schülern Grotjahns stand er nicht der SPD oder KPD nahe, sondern war im bürgerlich-protestantischen Milieu verwurzelt.Michael Schwarz: Sozialistische Eugenik. Eugenische Sozialtechnologien in Debatten und Politik der deutschen Sozialdemokratie 1890-1933, S. 86 Harmsen ist, anders als Grotjahn, einer völkisch verstandenen Rassenhygiene zuzurechnen. Seit 1925 leitete er die "Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung" (AfV) der Inneren Mission, die sich von ihm eine Modernisierung der Sittlichkeitsbewegung erhoffte, die der Lebenswelt der Weimarer Republik eher gerecht werden sollte als die bisherige extreme Sexualfeindlichkeit, die bereits im früheren Namen "Volksgemeinschaft zur Wahrung von Anstand und guter Sitte" zum Ausdruck kam.Wilfried Witte: Rezension für H-Soz-u-Kult von Sabine Schleiermacher: Sozialethik im Spannungsfeld von Sozial- und Rassenhygiene. Der Mediziner Hans Harmsen im Centralausschuß für die Innere Medizin, Husum: Matthiesen 1998, http://hsozkult.geschichte.... Seit 1926 war er auch leitender Arzt des Gesundheitswesens der evangelischen „Inneren Mission“ (heute Diakonisches Werk) und für die dortige Akzeptanz eugenischen Denkens von außerordentlicher Bedeutung. Michael Schwarz: Sozialistische Eugenik. Eugenische Sozialtechnologien in Debatten und Politik der deutschen Sozialdemokratie 1890-1933, S. 86 Harmsen begann 1925 in "Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung" (AfV) 1931 prägte Harmsen den Begriff der „differenzierten Fürsorge“. Harnsen stimmte 1933 dem Ge­setzentwurf zu, der Grundlage für das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ war.Wilfried Witte: Rezension für H-Soz-u-Kult (Sabine Schleiermacher: Sozialethik im Spannungsfeld von Sozial- und Rassenhygiene. Der Mediziner Hans Harmsen im Centralausschuß für die Innere Medizin, Husum: Matthiesen 1998) http://hsozkult.geschichte.... 1984 musste er zurücktreten, nachdem seine Gutachtertätigkeit bei Zwangsterilisationen in der Zeit des Nationalsozialismus bekannt geworden war

Vereinszweck und Beratungsangebote

Heute umfasst die Organisation ca. 5.000 Mitglieder und unterhält mehr als 160 Beratungsstellen. Angeboten wird medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung unter anderem zu Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Empfängnisregelung und -verhütung, unerfülltem Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt.

Pro Familia setzt sich für die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen, Männern, Kindern und Jugendlichen ein. Dies umfasst zum Beispiel auch das Recht der oder des Einzelnen, frei zu entscheiden, ob, wann und wie viele eigene Kinder sie haben möchte. Das schließt die Forderung nach einem legalen Schwangerschaftsabbruch ohne Indikation ein. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung und Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.

Pro Familia bietet sexualpädagogische Veranstaltungen für Schulklassen und Jugendgruppen an. Viele Beratungsstellen bieten eine Jugendsprechstunde an, außerdem gibt es die Möglichkeit der Online-Beratung.

Für Jugendliche und Erwachsene stellt Pro Familia ein umfangreiches Broschürenangebot zu Verhütung und Sexualität zur Verfügung.

Quellen

siehe auch

Literatur

  • Sabine Schleiermacher: Sozialethik im Spannungsfeld von Sozial- und Rassenhygiene. Der Mediziner Hans Harmsen im Centralausschuß für die Innere Medizin, Husum: Matthiesen 1998 ISBN 3-7868-4085-7

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Pro Familia (Deutschland)


Weblink

Kritischer Weblink rein, raus und wieder ein Revert. Solang die Seite nicht geschützt ist, geht das wohl ewig so weiter. Gibts alternative Links ? Ein Revert will ich nicht machen, wer weiss wo das dann wieder endet. Wenn wenigstens die IP mal ihre dauernde Änderung begründen würde... --Joystick 21:45, 24. Mär 2006 (CET)
Bei dem umstrittenen Link handelt es sich um eine angebliche Seminararbeit, die im Stile einer Verschwörungstheorie verfasst ist und unter dem Titel "Internationale Diktatur der Familienplaner" von aktion-leben.de veröffentlicht wird. Ich bin sicher, dass sich eine weniger dubiose Kritik an Pro Famila finden lässt und plädiere für die Entfernung des Links. - Gruß --Logograph 14:48, 25. Mär 2006 (CET)

In der Seminararbeit, auf die dieser Link verweist, werden lediglich Fakten bzgl. "Pro Familia" aufgeführt. Wenn in der Abhandlung etwas nicht zutreffen sollte, bitte dieses konkret angeben! Allgemeine Formulierungen wie "Verschwörungstheorie" und "dubios" zählen nicht. Tatsache ist z.B., dass Magaret Sanger, die Mitbegründerin von "Pro Familia", in ihrer Abhandlung "The Pivot of civilization" (http://onlinebooks.library.... sozial schwache als "menschlichen Abfall" ("human waste") bezeichnet hat. Weder die internationale Dachorganisation IPPF, der "Pro Familia" angehört, noch "Pro Familia" selbst haben sich jemals von Magaret Sanger distanziert. Im Gegenteil wird Magaret Sanger auch heute noch von Planned Parenthood (US-Schwesterorganisation von "Pro Familia", beide sind im gleichen Dachverband) in Ehren gehalten (s. http://www.plannedparenthoo... Falls daran etwas nicht stimmen sollte, bitte konkrete Widerlegung anführen! Andernfalls liegt der Verdacht nahe, dass hier einige unbequeme Kritik bzw. Tatsachen bzgl. "Pro Familia" nicht sehen und nicht wissen wollen. Wikipedia dient nicht dazu, dass Organisationen sich selbst kritiklos darstellen können. Dazu haben die Organisationen ihre eigenen Webseiten. Im Sinne einer umfassenden Information ist auch der Verweis auf kritische Abhandlungen notwendig.

Ich sagte: "Kritik an Pro Familia lässt sich finden". Sie muss aber nicht von einem Verein kommen, der Steckenpferde wie "Homosexualität ist heilbar" reitet. Allein die Überschrift "Internationale Diktatur der Familienplaner" ist eine Verschwörungstheorie und offenbar verengte Wahrnehmung der Realität. - Seis drum, ich verabschiede mich aus dieser Diskussion mit einem letzten Revert. Wahrscheinlich wird der fragliche Link dem Ansehen von Pro Familia eher nützen, weil jeder, der ihn anklickt, denkt: Ach, so sehen die Kritiker von Pro Famila aus ... ? --Logograph 20:45, 25. Mär 2006 (CET)
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Wie ich es mir schon dachte. Auf die konkret angeführten Punkte sind Sie nicht eingegangen.

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Wie lange soll die Seite über "Pro Familia" eigentich noch geschützt bleiben. Die Beschreibung dort kommt einer kritiklosen Selbstdarstellung gleich, die man auf den "Pro Familia"-eigenen Seiten genauso gut finden kann. Dazu braucht's Wikipedia nicht. Schützen die Betreiber von Wikipedia "Pro Familia" bewusst vor unbequemer Kritik? Eine kritische Abhandlung über den Verein "Pro Familia" lässt hier einsehen.84.162.101.66 23:43, 30. Mai 2006 (CEST)

Thema verfehlt

Ein Artikel, der sich zu mehr als 50 % mit der Person Hans Harmsen befasst, sollte denn auch bitte "Hans Harmsen" heissen. Wenn ich im Wiki "Pro Familia" nachschlage, dann möchte ich offensichtlich etwas über Pro Familia erfahren.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Pro Familia (Deutschland) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).