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Progressive Rock

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Der Artikel Progressive Rock gehört zur Kategorie: Exzellent, Musikgenre, Rock, Progressive Rock
Progressive Rock
stilistische Ursprünge: Psychedelic Rock, Hard Rock, Klassische Musik, Elektronische Musik, Jazz, Folk und Weltmusik
Kultureller Ursprung: 1968 England
Typische Instrumente: E-Gitarre - Akustische Gitarre - Mellotron - Hammond-Orgel - Moog-Synthesizer - Klavier - E-Bass - Schlagzeug - Streichinstrumente - Blasinstrumente
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Jazz - klassische Musik - Kontrapunkt - 1960er - 1970er

Progressive Rock (kurz: Prog oder Prog-Rock) ist eine Musikrichtung, die ab der Mitte der 1960er-Jahre die damals von einigen Musikern als zu einfach aufgebaut empfundene populäre Musik (Popmusik, Rockmusik, Blues oder Rock 'n' Roll) um neue Harmonien und Instrumente erweiterte, wobei vielfach Einflüsse aus anderen Stilen wie Klassik, Jazz oder Weltmusik einbezogen wurden.

Geschichte

Die Geschichte des Progressive Rock lässt sich zeitlich in vier Abschnitte gliedern. Als ersten Abschnitt sieht man die späten 1960er -Jahre an, in denen die Wurzeln des Progressive Rock liegen. Die zweite Phase wird oft als »klassische Phase« des Prog bezeichnet, und ist den frühen und mittleren 1970er-Jahren zuzuordnen. Der dritte Teil liegt in den 1980er-Jahren, in denen es unter anderem durch den Neo-Prog zu einer »Renaissance« des Progressive Rock kam. Den letzten Abschnitt schließlich stellen aktuelle Entwicklungen wie der Progressive Metal von den 1990er-Jahren bis heute dar.

Die Wurzeln

Die Ursprünge des Progressive Rock finden sich vor allem im Großbritannien der 1960er-Jahre. Einige Rockbands versuchten ihre auf relativ einfachen musikalischen Strukturen beruhende und konventionell, meist mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, instrumentierte Musik um neue musikalische und textliche Dimensionen zu erweitern. Auch der politische Aktivismus, der in Verbindung zu den damaligen gesellschaftlichen Entwicklungen stand, trug zur Entstehung eines neuen Genres bei, dessen Protagonisten und Publikum sich fernab von althergebrachten musikalischen Schemata, unter Verwendung von für die damalige Rockmusik unüblichen Instrumenten, mit einer neuen Form von Musik beschäftigten.

Das Aufkommen der elektronischen Tasteninstrumente, wie Mellotron und später der Synthesizer, sowie die seit den 1930er-Jahren vor allem im Jazz gebräuchliche Hammond-Orgel, beeinflussten die Entwicklung des Progressive Rock in den späten 60er-Jahren sehr.

Neu waren aber nicht nur die elektronischen Instrumente in der Rockmusik. Auch Instrumente und musikalische Strukturen aus dem Jazz und der klassischen Musik ließ man in der Anfangszeit des Progressive Rock in die Musik einfließen. So wurde die klassische Besetzung einer Rockband aus Gitarre, Schlagzeug und Bass zunächst um Flöte, Saxophon, Streichinstrumente oder Blechblasinstrumente erweitert, später wurden auch exotische Instrumente (z. B. die Sitar aus dem fernöstlichen Kulturkreis) ein Bestandteil des Progressive Rock.

Der Progressive Rock erweiterte die herkömmliche Rockmusik aber nicht nur musikalisch, sondern die Vorreiter dieses Genres stießen auch in neue textliche Dimensionen vor. Während sich die Rocksongs der 60er-Jahre noch hauptsächlich mit alltäglichen Themen und der Liebe beschäftigten, entwickelten die Musiker des Progressive Rock bereits Konzeptalben, die einem streng durchdachten textlichen und musikalischen Konzept folgten, hinter dem sich oft eine gesellschaftliche oder politische Aussage an die Hörer verbarg.

Frühe Beispiele für diese Tendenzen sind Bands wie die Beach Boys mit ihrem Album Pet Sounds (1966) oder die Beatles mit Rubber Soul (1965) und Revolver (1966). Aber auch andere Künstler und Bands wie Frank Zappa und The Moody Blues sind zu den Wurzeln des Progressive Rock zu zählen.

Als erste Progressive-Rock-Bands werden hauptsächlich King Crimson und The Nice angesehen.

Die klassische Phase

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Konzert der Gruppe Yes 1977
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Als klassische Phase des Progressive Rock bezeichnet man die Aktivitäten der Hauptvertreter des Genres von 1969 bis etwa 1976. Zu den wichtigsten Bands dieser Zeit zählen Genesis, Yes, King Crimson und Emerson, Lake & Palmer. Diese werden gelegentlich als die »Großen Vier« des Prog bezeichnet. Neben den »Großen Vier« gehören Mike Oldfield, Camel, Rush, Jethro Tull, Gentle Giant, Procol Harum und Van der Graaf Generator zu den einflussreichsten Interpreten jener Zeit. Weitere Gruppen, die ins Umfeld des Prog Rock gehören, aber nicht unbedingt als ganz typische Vertreter gelten, sind die Bands des Canterbury Sound sowie Traffic, Uriah Heep, Iron Butterfly und sogar Deep Purple (hauptsächlich wegen der Klassikliebe von Jon Lord). Oft werden auch Bands wie Pink Floyd oder Supertramp zur klassischen Phase des Prog gezählt. Streng genommen ist diese Zuordnung nicht korrekt, trotzdem spielen und spielten sie Rockmusik mit durchaus progressiven Einflüssen. Man ordnet sie daher eher dem Artrock zu.

Als erstes Album der Geschichte des Progressive Rock gilt In the Court of the Crimson King von King Crimson aus dem Jahr 1969. Auf diesem Album nimmt die Band um Gitarrist Robert Fripp bereits viele typische Elemente des Genres vorweg, die sich stilprägend auf zahlreiche weitere Bands und Alben auswirkten. Das Album zeichnet sich vor allem durch den intensiven Einsatz des Mellotrons, lange und virtuose Instrumentalteile, rhythmische und harmonische Komplexität sowie surreale Texte aus.

Im folgenden Jahr 1970 veröffentlichten viele der bekannten Bands der klassischen Phase des Progressive Rock ihre ersten Alben. Dazu zählen das Album Emerson, Lake & Palmer von der gleichnamigen Band, Trespass von Genesis und das selbstbetitelte Debütalbum von Gentle Giant. 1971 folgte Yes mit The Yes Album. Auf diesen Alben konnten die wichtigen Bands des Genres damals erstmals ihre neuartige, revolutionäre Musik ausleben. Nach diesen ersten Alben des Progressive Rock veröffentlichten die Hauptvertreter des Genres bis Mitte der 70er Jahre ihre »Klassiker«, auf denen sie ihren Stil weiterentwickeln konnten. Zu den bekanntesten und am meisten beachteten Alben dieser Zeit gehören

Mike Oldfield ging 1973 mit Tubular Bells einen neuen Weg. Es handelte sich um ein albenfüllendes, zweiteiliges Werk, welches aus vielen verschiedenen Abschnitten bestand. Oldfield durchbrach die Schranken der Rockmusik und schuf einen Sound, der als Mischung aus Rock, Klassik und Weltmusik beschrieben werden kann. Hierbei griff er ein von Komponisten der Minimal Music wie Steve Reich, Philip Glass oder Terry Riley entwickeltes Konzept auf. Die langsame, aber permanente, kaum bewusst wahrzunehmende Veränderung eines harmonisch meist recht einfachen Musters, welches eine ständig fließende Musik von oft hypnotischer Wirkung ergibt.

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Muster aus Mike Oldfields „Tubular Bells“
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Eine Besonderheit des Albums war, dass Mike Oldfield damals (fast) alle der zahlreichen Instrumente (Piano, Glockenspiel, Orgel, Bass, verschiedene Gitarren, Percussion, verschiedene Blasinstrumente, etc.) selbst einspielte. Auch die britische Band Camel konnte in den 70er Jahren einige beachtete Prog-Alben veröffentlichen. Besonders erfolgreich war die Band um den Gitarristen und Sänger Andy Latimer mit ihrem 1974 erschienenen Album Mirage. The Alan Parsons Project beschäftigte sich in seinem Debüt-Album Tales of Mystery and Imagination (1975) mit den Werken des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe.

Eine weitere bekannte Prog-Band der 70er war Gentle Giant. Diese Band zeichnete sich vor allem durch ihren mehrstimmigen Gesang, eine reichhaltige Instrumentierung, vor allem aber ihre kontrapunktische Kompostitionstechnik aus. Jedes Bandmitglied spielte mehrere Instrumente. Die Band konnte die Kritiker in den 70ern mit mehreren Alben begeistern. Am bekanntesten dürften In A Glass House (1973) und The Power And The Glory (1974) sein. Die britische Band Van der Graaf Generator hingegen wurde durch eine düstere Grundstimmung auf ihren Alben, den ausdrucksstarken Gesang Peter Hammills und ihre von Saxophon und Orgel dominierte Musik bekannt. Eine der ältesten Prog-Bands ist Jethro Tull, deren Musik eine Schnittmenge mit dem Folk Rock bildet. Die Band um Sänger, Gitarrist und Flötist Ian Anderson wurde in den 60ern gegründet. Markenzeichen der Band sind die Querflöten-Soli von Anderson. Mit Thick As a Brick brachte die Band 1972 ein vielbeachtetes Konzeptalbum auf den Markt, welches zwei zusammenhängende Stücke (die nur wegen der kurzen Laufzeit einer LP von 23 Minuten pro Seite getrennt werden mussten) von insgesamt 43:50 Minuten enthält.

Zu den wichtigsten Alben der anderen Prog-Bands in dieser Zeit gehören

Obgleich die bisher genannten Interpreten fast ausnahmslos englischer Herkunft sind, sollte nicht verschwiegen werden, dass Progressive Rock nie eine ausschließlich britische Erscheinung war. US-amerikanische Bands wie Kansas, Pavlov's Dog, Utopia, Starcastle und Yezda Urfa erweiterten den klassischen Prog um Einflüsse aus Bluesrock und Countryrock und verliehen ihm durch besonders bombastische Arrangements und Produktion eine eigene Note. In Deutschland waren es in erster Linie Grobschnitt, Novalis und Eloy, die mit ihrem symphonischen Stil überregionale Bekanntheit und sechsstellige Verkaufszahlen erzielen konnten. Sie traten damit das Erbe der Krautrock-Gruppierungen an, die bereits ab den späten 60ern mit experimentellen Klängen auf sich aufmerksam gemacht hatten. Auch Italien verfügte in den 1970ern über ein breites Spektrum an Prog-Bands, die sich allerdings auf internationaler Ebene wegen ihres überwiegend italienischen Gesangs nicht ganz so stark behaupten konnten. Bands wie Premiata Forneria Marconi und Banco del Mutuo Soccorso setzten auf lange Kompositionen und akustischen Gitarrensound.

Mitte der 70er-Jahre hatte der Progressive Rock seinen Höhepunkt erreicht. Nun kam es bei einigen Bands zu personellen und musikalischen Umbrüchen. So verließen z.B. Peter Gabriel und Steve Hackett Genesis, und Phil Collins übernahm die Rolle des Sängers und Bandleiters. Dies hatte einen Stilwechsel hin zur Popmusik zur Folge. Ähnlich entwickelten sich viele der kommerziell erfolgreicheren Bands des Genres, indem sie sich zunehmend der einträglicheren Popmusik zuwandten. Aufgrund dessen bezeichnete man den Progressive Rock Ende der 70er Jahre als »tot«. Allerdings nahmen in den 80er Jahren Bands wie Marillion die Idee des Prog Rock wieder auf und setzten ihn auf ihre Weise um.

Die 80er Jahre

Hauptartikel: Neo-Prog

Nach der klassischen Phase des Prog verschwand diese Art der Rockmusik ab Mitte der 70er Jahre plötzlich aus dem öffentlichen Interesse. Die zuvor noch gefeierten Größen des Progressive Rock galten nun als altmodisch, bieder und zu anspruchsvoll. Der Zeitgeist wandte sich zu Beginn der 1980er Jahre anderen musikalischen Entwicklungen wie dem New Wave zu. Auch die »härteren« Musikrichtungen Hardcore Punk und Heavy Metal gewannen an Bedeutung.

Entgegen dieser gesellschaftlichen Entwicklungen und trotz des allgemeinen Desinteresses an progressiver Rockmusik erlebte der Prog in den 80er Jahren eine Wiedergeburt. Einige zu Beginn der Dekade gegründete Gruppen hatten Bands wie Genesis, Yes oder King Crimson zum Vorbild und versuchten anfangs deren Musikstil zu kopieren. Hier taten sich besonders die frühen Marillion hervor, die versuchten, ihr großes musikalisches Vorbild Genesis zu imitieren. Dies hatte zur Folge, dass man Marillions Sänger Fish lange vorhielt, nur eine Kopie Peter Gabriels zu sein. Ein gutes Beispiel für diese Tendenz bei Marillion ist ihr Longtrack Grendel, der dem bekannten Titel Supper's Ready von Genesis sehr ähnelt.

In den folgenden Jahren wurden Bands wie Marillion immer eigenständiger und es entwickelte sich ein neuer Musikstil, der Neo-Prog. Unter diesem Begriff fasste man von nun an die Musik der 80er Jahre zusammen, die sich musikalisch auf die Prog-Bands der 70er Jahre bezog. Viele stilistische Elemente der klassischen Phase wurden übernommen und zum Teil neu interpretiert. Die Instrumentierung wurde vor allem im Bereich der Keyboards ausgebaut, was aus den neuen Technologien im Bereich der elektronischen Tasteninstrumente resultierte. Man kann die Musik des Neo-Prog daher als stark vom Keyboardeinsatz geprägt klassifizieren. Die typischen Vertreter des Neo-Prog legten zudem mehr Wert auf eingängige Melodien. Dies hatte zu Folge, dass einige Titel aus der Neo-Prog-Szene zu international erfolgreichen Hits wurden.

Zu den bekannten Vertretern des Neo-Prog zählen neben Marillion IQ, Saga und Asia. Einige Alben der Szene konnten durch das Vorhandensein erfolgreicher Hits eine große Bekanntheit erlangen. Dazu zählen vor allem die Alben Misplaced Childhood (1985) von Marillion mit den Single-Hits Kayleigh und Lavender, sowie das Album Asia (1982) von der gleichnamigen Band, welches durch den Song Heat of the Moment ein Verkaufserfolg wurde, wobei diese Singlehits auf einfachen Kadenzen herkömmlicher Rockmusik beruhen und sich die Klassifizierung als Neo-Prog eher auf die übrigen Stücke der Alben bezieht. Ein weiteres bekanntes Album der Szene ist The Wake von IQ aus dem Jahr 1985. Dieses Album wird von Kritikern als eines der besten Neo-Prog Alben bezeichnet. Es konnte aber keine so große Bekanntheit wie die zuvor genannten erreichen, da dem Werk eine kommerziell erfolgreiche Single fehlte.

Die Hauptvertreter der klassischen Phase des Prog wandten sich in den 80er Jahren der kommerziellen Rock- und Popmusik zu. Genesis konnte in dieser Dekade große Erfolge mit Alben wie Genesis und Invisible Touch feiern. Begleitet wurden die Studioalben von Welttourneen, auf der sie ganze Stadien füllten. Auch Yes gelang mit 90125 ein erfolgreiches Album, welches den bekannten Hit Owner of a lonely Heart enthielt. Ähnlich erging es den anderen Prog-Bands, die diese Musikrichtung in der 70er Jahren prägten. Emerson, Lake & Palmer hingegen waren in den 80er Jahren nicht aktiv, da sich die Band 1979 trennte. Erst zu Beginn der 90er Jahre kam es zu einer Reunion.

Abseits von dieser durchaus massentauglichen Spielart des Progressive Rock formierte sich um Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre in Europa eine Vielzahl von Bands, deren Anliegen es war, komplexe Stücke unter Anwendung sowohl rocktypischer als auch klassischer Instrumentierung einzuspielen und dabei harmonische und rhythmische Schranken der Pop/Rock-Musik zu durchbrechen, wie es zuvor bereits in der Klassik die Komponisten des 20. Jahrhunderts im Zuge der Neuen Musik getan hatten. Die Speerspitze dieser sogenannten RIO/AvantProg-Bands bildeten Henry Cow, Univers Zéro, Art Zoyd und Present.

Progressive Rock heute

Hauptartikel: Progressive Metal, Retro-Prog

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Konzert der Band Rush
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Vom Beginn der 90er Jahre bis zur heutigen Zeit gab es einige Entwicklungen im Bereich des Progressive Rock. Als wichtigste und maßgeblichste Entwicklung dieser Zeit gilt die Entstehung des Progressive Metal. Dieses neue Genre verbindet den seit den 80er Jahren bestehenden Heavy Metal mit dem Progressive Rock. Das Ergebnis dieser Synthese ist meist komplexe und virtuose Rockmusik in einem sehr hohen Tempo. Dominiert wird der Progressive Metal von E-Gitarre und schnellen, tiefen Bassläufen. Die meisten Bands arbeiten auch mit Synthesizern und Keyboards. Zu den bekanntesten Vertretern des Progressive Metal gehören Dream Theater (

Hörbeispiel aus ihrem Titel Metropolis), Fates Warning, Queensrÿche, Vanden Plas mit "Abydos" und Symphony X.
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E-Gitarre und Bass aus Dream Theaters Metropolis
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Eine weitere Entwicklung der 90er Jahre ist die unter dem Begriff Retro-Prog gefasste Bewegung, deren zugehörige Bands musikalisch wieder zu den Wurzeln des Prog in den 70er Jahren zurückkehren. Regionale Zentren dieser Bewegung sind Skandinavien mit Bands wie The Flower Kings oder den Vorreitern Änglagård und die USA mit der erfolgreichen Gruppe Spock's Beard. Ein weiterer bekannter Vertreter des Retro-Prog war die Supergroup Transatlantic, die sich aus Mitgliedern von Dream Theater, Spock's Beard, Flower Kings und Marillion zusammensetzte.

Musikalische Aktivitäten zeigten in den 90ern und der heutigen Zeit auch noch einige Hauptvertreter des Neo-Prog der 80er Jahre wie IQ, Saga und Arena. Auch Marillion ist noch bis heute aktiv, hat aber nach Rücktritt des Sängers Fish einen Stilwechsel zu eingängigerer Musik vollzogen und kann heute eher dem Artpop zugeordnet werden. Völlig neue Trends in den 90ern und heute setzten und setzen als »Soundperfektionisten« bezeichnete Bands wie Nine Inch Nails, Smashing Pumpkins und Tool, sowie Sigur Rós, Radiohead, The Mars Volta, Dredg, Primus oder Porcupine Tree.

Auch einige Vertreter der klassischen Phase des Prog waren in den 90ern oder sind bis heute aktiv, haben aber oft ihren Stil stark verändert. Nach einigen kommerziell äußerst erfolgreichen Rock/Pop-Alben in der 80ern und frühen 90ern verließ Sänger und Bandleader Phil Collins 1995 Genesis. Die Band versuchte es mit einem neuen Sänger, dem Schotten Ray Wilson. Mit ihm nahm Genesis noch ein - kommerziell erfolgloses - Album auf (Calling all Stations), nach der folgenden Tournee trat die Band jedoch nicht mehr in Erscheinung. Genesis löste sich zwar nie offiziell auf, war jedoch seit der Europatour 1998 bis auf Archiv-Veröffentlichungen und diverse Soloprojekte nicht mehr aktiv.

Die Band Yes veröffentlicht in den 90ern einige Alben, die am ehesten dem AOR zuzuordnen sind. Sie finden kaum Gefallen bei den Kritikern und stehen eher im Schatten gleichzeitig veröffentlichter Live-Aufnahmen und Kompilationen aus den 70er Jahren. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Bands der klassischen Phase des Prog. Ganz anders King Crimson, die nach ihrer Wiedervereinigenung in den 90ern höchst anspruchsvollen und komplexen Prog spielen, der von balinesischer Gamelan-Musik und modernem Metal-Sound beeinflusst ist.

Des Weiteren existiert heute eine Vielzahl von Cover-Bands, die den Genrevertretern aus der klassischen Phase nacheifern, an erster Stelle Genesis. Besonders hervorgetan hat sich die offizielle Genesis-Tribute-Band The Musical Box aus Kanada, die alte Genesis-Konzerte mit den Original-Bühnenbildern und Kostümen in gut besuchten internationalen Konzerttourneen aufführt. Die Australian Pink Floyd Show verleiht den Bühnenauftritten der Briten von Pink Floyd eine australische Note und wurde unter anderem durch ein Auftrittsangebot auf David Gilmours Geburtstag gewürdigt.

Eigenschaften des Progressive Rock

Der Progressive Rock erweitert die populäre Rockmusik um Einflüsse aus der klassischen Musik, dem Jazz und der Weltmusik sowie um neue textliche und konzeptionelle Dimensionen. Hier sind die wichtigsten und stilprägendsten Eigenschaften des Prog aufgezählt und erläutert.

Musikalische Komplexität. Der Progressive Rock unterscheidet sich vor allem durch eine komplexe Harmonik, Rhythmik und Melodik von der herkömmlichen Rockmusik. Der Prog zeichnet sich durch Modulationen zwischen zum Teil ungewohnten Tonarten aus, die Verwendung von in herkömmlicher Rockmusik sowie klassischer Musik des 18. und 19. Jahrhunderts eher selten verwendeter, als dissonant behandelter Intervalle (große Septime, Sekunde, Tritonus, etc.), ungerader Takte (5er, 7er usw.) und komplexer Rhythmen, Taktwechsel, sowie einiger melodischer Anleihen aus klassischer oder fremdländischer Musik. Der Titel Infinite Space von ELP wechselt beispielsweise vom 7/4-Takt zu zwei Takten im 3/4-Takt und einem Takt im 4/4-Rhythmus, bevor er sich wieder in das Anfangsmetrum der 7/4 begibt. Auffallend ist hier auch die starke Verwendung des eher als dissonant zu bezeichnenden Sekundintervalls. (

Hörbeispiel Infinite Space)
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Taktwechsel und Intervalle aus ELPs „Infinite Space“
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Als Musterbeispiel für die melodische Komplexität gilt der Titelsong der gleichnamigen Platte/CD "Script for a yesters tear" von Marillion, wo die komplexe Lyrik mit drei Melodien und zwei selbständigen Motiven musikalisch umgesetzt wird.

Hymnische Elemente. Als Gegenpol zu den vorwiegend instrumentalen komplexen Passagen ist in der Regel auch eine liedhafte Komponente vorhanden, bei deren Gestaltung der Melodienreichtum im Vordergrund steht. Als wichtigste Inspiration der Genrebegründer dürften hierbei die Beatles eine Rolle gespielt haben. Die Hauptvertreter des Prog tendieren nicht etwa dazu, die reine Komplexität ihres Werkes als Qualitätsmaßstab anzusehen, sondern legen vielmehr großen Wert auf die Harmonisierung dieser beiden Kontrastelemente. Nur in Randbereichen des Prog wird meist gänzlich auf einen wiederkehrenden Refrain verzichtet.

Lange Kompositionen, manchmal länger als zwanzig Minuten. Diese Stücke werden oft als epische Stücke klassifiziert. In vielen Fällen sind diese Stücke in mehrere unterschiedliche Teile gegliedert. Meist werden zwischen den verschiedenen Teilen eines Stückes thematische oder musikalische Beziehungen hergestellt. So werden beispielsweise musikalische Themen später wieder aufgegriffen und/oder variiert. Bekannte Longtracks der klassischen Phase des Genres sind Close to the Edge von Yes, Supper's Ready von Genesis oder auch das 43-minütige Thick As a Brick von Jethro Tull. Aber auch bei den Progressive Rock-Bands der Gegenwart sind lange und ausschweifende Stücke beliebt. Beispiele dafür sind Garden of Dreams von der schwedischen Band The Flower Kings, aber auch Six Degrees of Inner Turbulence und A Change of Seasons von Dream Theater.

Konzeptalben, welche sich musikalisch und textlich an einem Konzept orientieren. Diese Alben erzählen meist eine zusammenhängende Geschichte mit einem Protagonisten. Die Konzeptalben des Progressive Rock sind aufgrund ihrer Länge oft Doppelalben, wurden also auf zwei Schallplatten bzw. CDs herausgegeben. Bekannte Konzeptalben des Genres sind The Lamb lies down on Broadway von Genesis, Tales from Topographic Oceans von Yes, 'Mekanik Destrüktiw Kommandöh' von Magma, das kommerziell sehr erfolgreiche Dark Side of the Moon von Pink Floyd, Metropolis Part II: Scenes From A Memory von Dream Theater oder Marillions Misplaced Childhood .

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Typisch für den Prog: Elektronische Tasteninstrumente
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Ausgeprägte Benutzung elektronischer Instrumente. Neben der elektrischen Gitarre und dem elektrischen Bass sind vor allem die elektromechanischen und elektronischen Tasteninstrumente stilprägend für den Progressive Rock. Viele Stücke werden von Keyboards, E-Orgel, Moog und weiteren Synthesizern, sowie dem Mellotron dominiert.

»Exotische Instrumente«. Der Progressive Rock erweitert die typische Instrumentierung einer Rockband um Instrumente aus dem klassischen Bereich. Hier sind vor allem die Geige (z. B. UK), die Flöte (Jethro Tull), das Saxophon (King Crimson) und Blechblasinstrumente (Magma) zu nennen. Zudem binden einige Bands orientalische und weitere Instrumente außereuropäischer Musikkulturen wie die Sitar in ihre Musik ein.

Lange Instrumentalteile. Viele Stücke des Progressive Rock enthalten lange Instrumentalteile für fast alle Instrumente, in dem sich einige Musiker durch eine erhebliche Komplexität und Virtuosität in ihrem Spiel auszeichnen. Besonders hervorzuheben sind die anspruchsvollen Keyboardsoli von Rick Wakeman und Keith Emerson, das atmosphärische und/oder virtuose Gitarrenspiel von David Gilmour, Steve Hackett und Steve Howe, aber auch das rhythmisch komplexe Schlagzeugspiel von Bill Bruford, Phil Collins oder Carl Palmer. Kritiker des Genres sehen in dieser »Zurschaustellung von Virtuosität« eine der Musik nicht mehr zuträgliche Übertreibung, welche nur noch zur Selbstdarstellung der Musiker diene. Eine ähnliche Kritik wurde in der klassischen Musik bereits Franz Liszt und Niccolò Paganini zu teil.

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Bass-Lauf aus „YYZ“ von Rush
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Gute Koordination und Eigenständigkeit der Rhythmusgruppe. Die Rhythmusgruppe einer Progressive Rock-Band besteht meist aus Schlagzeug und Bass. Sie hat im Allgemeinen die Aufgabe, die oft komplizierten Rhythmen vorzugeben und der übrigen Band somit eine Basis für die virtuosen Instrumentalsoli zu bieten. Hervorzuheben aus diesen Bereich sind vor allem Chris Squire und Bill Bruford bei Yes, John Wetton und Bill Bruford bei King Crimson, sowie Mike Rutherford und Phil Collins bei Genesis. In einigen Fällen findet hingegen eine Umlagerung der Rhythmusarbeit statt, so dass eines der beiden typischen Rhythmusinstrumente eine tragende Rolle übernehmen und eigene melodische Akzente setzen kann. Als Beispiel lässt sich das »melodische« Schlagzeugspiel von Christian Vander bei Magma oder von Neil Peart bei Rush, sowie des Bassisten Geddy Lee bei selbiger Band anführen. ( Hörbeispiel des Basslaufs aus YYZ)

Einbindung von klassischer Musik. Einige Bands des Genres binden Teile klassischer Werke in ihre Musik ein. Ein Beispiel dafür ist die Band Yes, die zeitweise jedes ihrer Konzerte mit einem Ausschnitt der Firebird Suite von Igor Stravinsky begann. Besonders hervorgetan in diesem Bereich hat sich die Band Emerson, Lake & Palmer, die ganze klassische Werke im Rahmen des Progressive Rock interpretierten. Das bekannteste Beispiel ist das Album Pictures at an Exhibition, eine Bearbeitung von Modest Mussorgskis Werk Bilder einer Ausstellung. Ein weiteres Beispiel ist Manfred Mann's Earth Band, die auf ihrem Album Solar Fire die Orchestersuite Die Planeten von Gustav Holst verarbeitetet. Charakteristisch ist auch der mehrstimmige Gesang der Band Gentle Giant (

Hörbeispiel des Titels Design), welcher der Fugenlehre des Barock nachempfunden ist.
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Vokalstimmen aus Gentle Giants „Design“
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Anspruchsvolle Texte. Viele Bands des Progressive Rock erweitern die typischen Texte der Rockmusik, welche von Liebe oder alltäglichen Dingen handeln, um neue inhaltliche Ebenen. Die Texte handeln oft von Science Fiction, Utopien, historischen Begebenheiten, Krieg oder Religion. In vielen Fällen enthalten die Texte offen oder versteckt eine politische oder gesellschaftliche Aussage der Band an den Hörer, so etwa der Marillion-Song "Forgotten Sons" [LINK] zum damals noch blutig ausgetragenen Nordirlandkonflikt oder von der gleichen Gruppe die gesellschaftskritischen Lieder "Garden Party" [LINK] und "Chelsea Monday" [LINK]. In einigen Fällen orientieren sich die Texte an einer literarischen Vorlage. Bekannte Beispiele sind Close to the Edge von Yes, welches Hermann Hesses Siddartha verarbeitet oder der Text zu Jerusalem von Emerson, Lake & Palmer, der einem Gedicht des englischen Autors William Blake nachempfunden ist. Genesis ist hingegen dafür bekannt, barock anmutende, mystische Sagen und Legenden in einigen ihrer Stücke zu verarbeiten. Bekannt ist diese Tendenz vor allem aus den Stücken The Musical Box und The Fountain of Salmacis vom Album Nursery Cryme.

Supergroups. Als Supergroups bezeichnet man Bands, die sich aus bekannten ehemaligen Mitgliedern anderer erfolgreicher Bands zusammensetzen und bei denen jedes Mitglied entweder schon einmal selbst als Solist erfolgreich war, oder das Zeug zu einer erfolgreichen Solokarriere hatte. Die Tendenz zur Bildung solcher Gruppen ist im Progressive Rock besonders ausgeprägt. Einige bekannte Supergroups des Genres sind Emerson, Lake & Palmer, die 1977 aus Bill Bruford (später Terry Bozzio), Allan Holdsworth, Eddie Jobson sowie John Wetton gegründete Band UK, Transatlantic, A Perfect Circle, Liquid Tension Experiment, Office of Strategic Influence oder die gesamte Canterbury-Szene, in der die Mitglieder der einzelnen Bands häufig untereinander ausgetauscht werden. Die ersten und wohl auch bekanntesten Supergroups waren Cream und Blind Faith.

Bedeutung visueller Künste. Zahlreiche Alben des Progressive Rock sind mit kunstvollen Covern gestaltet, welche mit experimentellen Fotografien oder Grafiken aufwarten. Vorreiter waren hier die Beatles mit ihrem Album Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, auf dem eine Collage von 70 bekannten Persönlichkeiten abgebildet war. Bekannt für visuelle Effekte ist auch die Band Pink Floyd: Neben einer Lightshow bei ihren Konzerten sind auch die Alben kunstvoll gestaltet. Als Beispiele können die Alben Dark Side of the Moon und Animals dienen. Auch Emerson, Lake & Palmer bzw. Yes, vor allem charakterisiert durch ihre Zusammenarbeit mit H. R. Giger und Roger Dean, arbeiten mit kunstvollen Covern, auf denen oft kryptische Grafiken oder phantastische Landschaften abgebildet waren.

Spielarten des Progressive Rock

Im Laufe der Geschichte des Progressive Rock haben sich zahlreiche Subkategorien gebildet. Die wichtigsten Stilrichtungen sollen hier kurz anhand ihrer wichtigsten Eigenschaften und ihrer Hauptvertreter vorgestellt werden.

Adult-oriented Rock (AOR): Unter AOR versteht man eine melodische, gitarrenorientierte Variante der Rockmusik in den 80er-Jahren. Er zeichnet sich vor allem durch dichten Harmoniegesang aus, aber durch einen Hang zum Perfektionismus und einen gewissen Bombast in den Produktionen. Der AOR steht in enger Beziehung zum Melodic Rock. Zu den wichtigsten Bands des Genres zählen The Alan Parsons Project (spätere Alben), Asia, Saga, Journey und Survivor.

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Tori Amos - Bekannte Vertreterin des Artpop
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Artpop: Als Artpop (zu deutsch: »Kunst-Pop«) bezeichnet man Popmusik mit einem künstlerischen und progressiven Anspruch. Diese Musikrichtung erweitert die einfachere Popmusik um musikalisch komplexere Teile und einen gewissen künstlerischen Anspruch, der sich auch im Gesamtbild (Albengestaltung, Konzerte, etc.) der Musiker dieses Genres niederschlägt. Zu den wichtigsten Artpop-Vertretern zählen Peter Gabriel, Kate Bush, Tori Amos, David Bowie und Björk.

Artrock: Ähnlich wie der Artpop erweitert der Artrock die Rockmusik um künstlerische und progressive Aspekte. Im Gegensatz zum Artpop greift der Artrock bei der Instrumentierung hauptsächlich auf die herkömmliche Besetzung einer Rockband aus Gitarre, Bass und Schlagzeug zurück. Beim Artpop hingegen stehen oft elektronische Instrumente wie Synthesizer oder Sampler im Vordergrund. Dem Artrock wird zudem ein Hang zum Perfektionismus nachgesagt. Zu den Hauptvertretern zählen 10cc, Barclay James Harvest, The Alan Parsons Project (frühere Alben), Pink Floyd und Supertramp.

Canterbury Sound: Unter Canterbury Sound versteht man eine eng mit dem Jazz verbundene Variante des Progressive Rock. Namensgebend war die Musikszene im englischen Canterbury. In deren Umfeld bildeten sich die typischen Bands des Genres. Stilprägend neben häufigen personellen Wechseln zwischen den einzelnen Bands ist der englische Humor in der Musik und den Texten der Canterbury Scene. Zu den wichtigsten Bands zählen Soft Machine, Caravan, Henry Cow und Quiet Sun.

Krautrock: Der Krautrock ist eine musikalische Entwicklung aus Deutschland in den späten 60er- und frühen 70er-Jahren. Die Krautrock-Szene umfasst mehrere unterschiedliche und eigenständige musikalische Strömungen, deren stilbildende Merkmale experimentell-schräger (vgl. Jazzrock), spacig-psychedelischer (vgl. Spacerock) oder elektronischer (vgl. Elektronische Musik) Natur sein können. Der Begriff Krautrock kommt von der englischen umgangssprachlichen Bezeichnung für Deutsche, die »Krauts«. Anfangs war der Begriff wohl als abwertende Bezeichnung gemeint. Schnell wurde er jedoch zum Markenzeichen der progressiven Pop- und Rockmusik aus Deutschland, die auch internationale Beachtung fand. Zu den wichtigsten Krautrock-Bands zählen Amon Düül, Can, Kraftwerk und Neu!.

Math-Rock: Der Math-Rock bezeichnet eine im Progressive Metal verwurzelte musikalische Erscheinung der 90er-Jahre. Bands des Genres sind für ihre riffdominierte Rockmusik bekannt und legen mit einer geradezu mathematischen Perfektion Wert auf ungerade Taktarten, vertrakte Rhythmen und dissonante Klänge. Als bekannteste Band des Math-Rock gilt Spastic Ink.

Neo-Prog: Als Neo-Prog bezeichnet man eine »Renaissance« des klassischen Progressive Rock in den 80er-Jahren. Fast alle Bands des Neo-Prog hatten die stilprägenden Bands der 70er-Jahre wie Genesis, Yes oder King Crimson zum Vorbild. Die Musik zeichnet sich durch eine modernere Instrumentierung, die vom Aufkommen neuer elektronische Synthesizer und Keyboards bedingt war, und durch einfachere Kompositionen aus. Als Hauptvertreter gelten Asia, frühe Marillion, IQ, Pendragon und Saga.

New Artrock: Als New Artrock bezeichnet man Bands aus dem Umfeld des Progressive Rock, die diesen seit Mitte der 90er-Jahre um Anleihen aus Elektronischer Musik, Postrock und Alternative Rock ergänzen. Im Vordergrund steht dabei gegenüber dem auf kompositorische Komplexität und instrumentaler Virtuosität bedachten klassischen Progressive Rock eine atmosphärische Wirkung. Als Beispiele seien The Amber Light aus Wiesbaden, Riverside aus Polen, Overhead aus Finnland sowie streckenweise Porcupine Tree aus England genannt. Der Begriff New Artrock wurde 2005 von der Zeitschrift Eclipsed geprägt.

Progressive Metal: Der Progressive Metal ist eine aktuelle Entwicklung in der Prog-Szene seit den späten 80er-Jahren. Die Bands des Genres greifen auf die Musik des Heavy Metal zurück und versehen diese mit progressiven Elementen. Der Progressive Metal zeichnet sich durch virtuoses und komplexes Spiel aus. Zu den stilprägenden Bands zählen Dream Theater, Evergrey, Fates Warning, Opeth, Pain of Salvation, Shadow Gallery, Threshold und Tool.

Postrock: Der Postrock (von lat. post = nach) versucht die herkömmliche Rockmusik zu überwinden und sie entscheidend weiterzuentwickeln. Vergleichbar ist dies mit dem Wandel von der Moderne zur Postmoderne. Das Ergebnis dieses Versuchs sind meist atmosphärische, häufig überlange Stücke, in denen das typische Rock-Instrumentarium zur Erzeugung von rockuntypischen Klängen genutzt wird. Als wichtige Vertreter des Postrock sind Godspeed You! Black Emperor, Mogwai, Sigur Rós und die späten Talk Talk zu nennen.

Retro-Prog: Unter dem Begriff Retro-Prog fasst man Rockbands der 90er-Jahre zusammen, die sich stark an ihren musikalischen Vorbildern der klassischen Phase des Progressive Rock in den 70er-Jahren orientieren und viele Stilmittel dieser Zeit neu aufgreifen und interpretieren. Zu den Hauptvertretern dieser Entwicklung zählen Spock's Beard, Änglagård, The Flower Kings, IZZ und Echolyn.

RIO - Rock in Opposition: Unter RIO versteht man Kammer-Rockmusik mit Einflüssen der klassischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Daher ist auch die Bezeichnung AvantProg für dieses musikalische Genre geläufig. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Henry Cow, Univers Zéro, Art Zoyd und Present.

Space Rock: Der Space Rock hat seine Ursprünge in der psychedelischen Rockmusik der späten 60er-Jahre. Er versucht durch Verwendung repetitiver Muster und »spaciger« Klangfarben eine futuristische Atmosphäre zu erzeugen. Unterstützt wird die »spacige« Musik meist durch umfangreiche Lightshows bei Konzerten von Space Rock-Bands. Stilprägend waren vor allem die frühen Pink Floyd, Hawkwind und Gong.

Symphonic Rock: Als Symphonic Rock wird Rockmusik bezeichnet, die sich kompositorisch stark an der klassischen Musik orientiert. Die Stücke werden oft ähnlich einer der klassischen Großformen wie Symphonie oder Suite aufgebaut. So gibt es hier z.B. musikalische Themen, die immer wieder während des Stückes aufgegriffen und variiert werden. Zu den bekanntesten Werken dieses Genres zählen das Album Close to the Edge von Yes und mehrere Stücke von Emerson, Lake & Palmer.

Zappaeske Musik ist der gemeinsame Nenner der Musiker, denen es weniger um ästhetische Gesichtspunkte geht, sondern vielmehr um Gegensätze. Das kann jedoch verschiedenste Formen annehmen. Zappaesk wird es durch die Verbindung von Perfektion und Skurrilität, wie sie deren bekanntester Vertreter und Namensgeber Frank Zappa vormachte.

Zeuhl: Der Zeuhl ist ein Genre, welches eine große Eigenständigkeit entwickelt hat. Das wird vor allem daran deutlich, dass viele Texte in der genreeigenen Kunstsprache Kobaïanisch verfasst sind. Musikalisch zeichnet sich der Zeuhl durch rhythmusdominierten, free-jazzigen Rock mit repetitiven Strukturen und besonders theatralischem Gesang aus. Stilprägend für dieses Genre war die französische Band Magma.

Anmerkung: Einige dieser Spielarten verstehen sich der Oberkategorie Progressive Rock untergeordnet und dienen einer genaueren Klassifizierung bestimmter Strömungen des Progressive-Rock-Bereichs. Beispiel: Marillion lässt sich in die Kategorie Neo-Prog einordnen, bleibt dabei aber eine Progressive Rock-Band. In anderen Fällen, etwa zwischen Progressive Metal und Progressive Rock, ist allenfalls eine stilistische Verwandtschaft nachvollziehbar, jedoch keine hierarchische Gliederung. Einige Begriffe gelten eher der Klassifizierung bestimmter Stücke als einer allgemeinen stilistischen Einordnung des Interpreten, etwa Symphonic Rock im Fall von Yes.

Siehe auch

Literatur

  • Horst Herold: Symphonic Jazz - Blues - Rock. Zum Problem der Synthese von Kunst- und Unterhaltungsmusik in symphonischen Werken des 20. Jahrhunderts. LIT, Münster 1999, ISBN 3-8258-4296-7
  • Kevin Holm-Hudson (Hrsg.): Progressive Rock Reconsidered. Routledge, New York-London 2002, ISBN 0815337159
  • Jerry Lucky: The Progressive Rock Files. Collector's Guide Publishing, Burlington Ca 1998, ISBN 1-896522-10-6
  • Edward L. Macan: Rocking the Classics. English Progressive Rock and the Counterculture. Oxford University Press, New York-Oxford 1997, ISBN 0-19-509888-9 (Analysiert den progressiven Rock unter Verwendung der Werkzeuge klassischer Musiktheorie und Soziologie. Mit ausführlichen Analysen der Stücke Tarkus, Close to the edge und anderer).
  • Joe Benson: Uncle Joes Record Guide. Bd. Progressive Rock. J. Benson Unltd., Glendale 1989, 2005. ISBN 094303115X
  • Bernward Halbscheffel: "Rock barock" Rockmusik und klassisch-romantische Bildungstradition. Verlag Halbscheffel, Berlin 2001. ISBN 300008178x
  • Frank Samagaio: The Mellotron Book. ProMusic, Vallejo CA 2002. ISBN 1931140146
  • Bill Martin Jr.: Listening To The Future - The Time of Progressive Rock, 1968 - 1978. Open Court, Chicago Ill 1998. ISBN 081269368X
  • Andreas Hinners: Progressive Rock - Musik zwischen Kunstanspruch und Kommerz. Diplomica. Bd 25. Tectum, Marburg 2005. ISBN 3-8288-8942-5

Siehe auch

Weblinks

Deutschsprachige Weblinks

Englischsprachige Weblinks

   

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Exzellent

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simple:Progressive rock


Diskussion der Autoren über den Artikel: Progressive Rock


Intervalle

Was sind "krumme" Intervalle ?? Sollen das übermäßige/verminderte Intervalle sein ?

Was sind "internationale" Instrumente ? Werden die weltweit verwendet oder nur in einem bestimmten Kulturkreis ?

Gruss --Boris Fernbacher 10:56, 3. Mär 2005 (CET)

Hammond-Orgel

Zitat aus dem Artikel: Das Aufkommen der elektronischen Tasteninstrumente, wie Hammond-Orgel, Mellotron und später der Synthesizer...

Das mag für Mellotron und Synthi korrekt sein. die Hammond-Orgel gibt es aber schon seit den 30-er Jahren, und in den 50-ern war sie im Jazz Jimmy Smith schon populär. Sollte man etwas umformulieren.

Gruss --Boris Fernbacher 12:59, 18. Mär 2005 (CET)

  Ist geändert! --SebastianWilken 16:45, 23. Mär 2005 (CET)

Yes -> Symphonic Rock

Hallo (Sebastian),

mir ist nur was aufgefallen. Am Anfang des Artikel ist Yes zusammen mit King Crimson, ELP und Genesis unter Progressive Rock ausführlich behandelt. Unter Spielarten gegen Ende des Artikel taucht Yes (mit Close to the edge) dann unter der Sub-Kategorie Symhonic Rock auf. Ist das nicht irgendwie von der Stil-Hierarchie etwas uneinheitlich bzw. unlogisch ? Erst gehört Yes zur Hauptströmung, und dann zu einer Spielart.

Gruss Boris Fernbacher 17:16, 5. Apr 2005 (CEST)

Nach der angegebenen Stilbeschreibung soll Symphonic Rock nicht als eigenständige Spielart verstanden werden, sondern als eine Teilmenge von Progrock- oder auch Rock-Stücken im Allgemeinen, auf die das Kriterium symphonisch zutrifft, vergleichbar zu Begriffen wie Ballade oder Instrumentalstück. Vielleicht sollte das noch als Anmerkung rein. Elektrolurch 15:34, 6. Apr 2005 (CEST)

Hallo Boris,
ich sehe das ähnlich wie Elektrolurch, die Spirlarten des Prog gehören sozusagen zu der Oberkategoerie Progressive Rock. Dass heißt z.B., Yes können Symphonic Rock, Artrock oder Neo-Prog spielen, gehören aber immer noch der Hauptkategoerie Progressive Rock an. Eine Anmerkung unter "Spielarten" hielte ich auch für angebracht.
Viele Grüße, SebastianWilken 17:11, 6. Apr 2005 (CEST)

Danke für den Ansatz, aber so war es vielleicht schon wieder *zu* allgemein gefasst. ;)
Hab das ganze noch ein bisschen differenziert. Gruß, Elektrolurch 18:27, 6. Apr 2005 (CEST)

Artikel durchgesehen

habe mir mal in Ruhe den Artikel durchgesehen.

Ehrlich gesagt finde ich ihn schon sehr gut ! Sehr ausführlich, und kein unnützes Blah-blah. Wirkt echt gut !

Ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen (die allerdings auch etwas Geschmackssache sind).


1.) Zitat: Seit der Entstehung der ersten Tendenzen der nunmehr als Retro-Prog gefassten Sparte des Genres regten sich bereits Entwicklungen hin zu anderen Subkategorien, die sich verschiedenster Motive, Instrumente und Inspirationen hingeben.

-> Ich meine Entstehung der ersten Tendenzen klingt stilistisch etwas "gestellzt". Warum nicht einfacher, z.B.: Seit den ersten Tendenzen oder seit dem ersten Aufkommen, oder ähnlich.


2.) Zitat: dessen bekannteste Vertreter, Dream Theater, Fates Warning, Queensrÿche und Symphony X, nahezu jedem Genreinteressierten geläufig sind.

-> Finde die Formulierung etwas überflüssig, denn Fachspezifika sind Genreinteressierten jedes Genre`s eigentlich meistens geläufig.


3.) Zitat: Völlig neue Trends setzten und setzen Bands wie die Soundperfektionisten von Nine Inch Nails und Tool, sowie....

-> Der Begriff Soundperfektionisten für ein Lexikonartikel ist etwas seltsam. Klingt ein bisschen nach Werbetext.


4.) Zitat: Musikalische Komplexität. Der Progressive Rock unterscheidet sich vor allem durch eine komplexe Harmonik, Rhythmik und Melodik von der herkömmlichen Rockmusik. Der Prog zeichnet sich durch Modulationen zwischen zum Teil ungewohnten Tonarten aus, die Verwendung »krummer« Intervalle, ungerader Takte (5er, 7er usw.) und komplexer Rhythmen

-> Krumme Intervalle gibt es nicht als musiktheoretischen Fachbegriff. Man unterscheidet zwischen eher konsonanten und eher dissonanten Intervallen, wobei die Einstufung als konsonant/dissonant in der Musikgeschichte Wandlungen unterworfen ist. Ich würde es vielleicht so formulieren: "die Verwendung von in herkömmlicher Rockmusik sowie klassischer Musik der 18. und 19. Jahrhunderts eher selten verwendeter, als dissonant behandelter Intervalle (grosse Septime, Sekunde, Tritonus, etc.)"


5.) Zitat: Lange Kompositionen, manchmal länger als 20 Minuten. Diese Stücke werden oft als epische Stücke klassifiziert. In vielen Fällen sind diese Stücke in mehrere unterschiedliche Teile gegliedert. Bekannte Longtracks der klassischen Phase des Genres sind Close to the Edge von Yes, Suppers Ready von Genesis oder auch das 43-minütige Thick as a Brick von Jethro Tull.

-> Tipp: Man könnte vielleicht noch darauf hinweisen, dass die unterschiedlichen Teile solch eines längeren Stückes, Bezüge zueinander (thematische, strukturelle, manchmal von der Instrumentierung, etc.) aufweisen, und nicht sinnlos aneinander gehängt sind. Bei Close to the edge kann man das schön erkennen (nur ein wahlloses Beispiel: das Thema von 2:58 - 3:54 taucht als Fugato bei 8:00 - 8:28 wieder auf und bei 14:11 nochmal) , oder bei Tarkus von ELP (da haben die Teile 1,3,5,7 ungerade Taktarten, sind instrumental und bauen zum Teil auf dem selben Ostinato aus Quarten auf, 2,4,6 sind im 4/4-Takt, harmonisch konventioneller, und mit Gesang). Ähnliches gibt es sicher auch bei Genesis oder Jethro Tull, von denen ich aber kaum CD`s habe.


6.) Zitat: Math-Rock - Riffdominierte Hörerfahrung ab den frühen 90ern, die sich durch Vorliebe für Dissonanzen und ungerade Taktarten auszeichnet.

-> Der Ausdruck "riffdominierte Hörerfahrung" ist etwas ungewohnt/eigenartig.


7.) Zitat: Zudem binden einige Bands orientalische und weitere »internationale« Instrumente wie die Sitar in ihre Musik ein.

-> International würde doch eigentlich heissen: überall auf der Welt verwendete Instrumente. Besser fände ich: ... und Instrumente außereuropäischer Musikkulturen.


8.) Zitat: Lange Instrumentalteile. Viele Stücke des Progressive Rock enthalten lange Instrumentalteile für fast alle Instrumente, in dem sich einige Musiker durch eine erhebliche Komplexität und Virtuosität in ihrem Spiel auszeichnen. Besonders hervorzuheben sind die anspruchsvollen Keyboardsoli von Rick Wakeman und Keith Emerson,...

-> Da fände ich einen kritischen Satz dazu gut: Die teilweise Zurschaustellung der Virtuosität (als Selbstzweck ?) ist ja nicht ganz ohne kritische Kommentare geblieben (war ja bei Liszt und Paganini schon so).


Das war`s !! Hoffe ihr seht mich nicht als alzu grossen "Besserwisser" oder "Nörgler". Ist ja zum Teil auch nur meine persönliche Sichtweise.

Gruss Boris Fernbacher 11:17, 14. Apr 2005 (CEST)

Ich muss dir in allen Punkten Recht geben und habe die Verbesserungen auch schon im Artikel verarbeitet. Der Unterpunkt "Progressive Rock heute" war mir auch schon immer ein Dorn im Auge (schließlich ist der auch nicht von mir :) ). Dummerweise kenne ich mich in dem Bereich nicht aus, kann also kaum was zum Ausbau dieser Passage beitragen.

SebastianWilken 13:00, 14. Apr 2005 (CEST)

Dank geht nochmal an Sebastian und Boris für die zahlreichen guten Beiträge, vor allem das Gentle-Giant-Notenbeispiel ist pure Qualität! (Allerdings heißt der Titel "Design") Ich stimme Boris' Kritik ebenfalls in den meisten Aspekten zu. Allerdings halte ich Punkt 3 noch für diskutabel: Die Bezeichnung Perfektionismus ist nicht etwa eine Werbetext-Platitüde, sondern durchaus eine mittelbare Eigenschaft, die als stilistische Gemeinsamkeit bei den aufgezählten Bands vorhanden ist und die Liste nicht zu einer zusammenhangslosen Aufzählung macht. Es handelt sich auch nicht um einen unkritischen Begriff: Kritiker sprechen gerne von "kaltem" oder "abschreckendem" Perfektionismus, mein Fremdwörterbuch bietet als Synonym den Begriff Vollkommenheits-Fimmel an.
Gruß, Elektrolurch 14:42, 14. Apr 2005 (CEST)

Fugen bei Gentle Giant

Da die Verwendung der barocken Fugenlehre z.B. bei Gentle Giant im Text schon erwähnt war, habe ich ein Notenbeispiel und ein Midi-File von Gentle Giant`s Song "Designs" eingespielt. Wenn es gar nicht zum Artikel passt, kann es auch gerne wieder rausgeschmissen werden, dann bau ich`s mal in den Artikel Gentle Giant ein.

Noch was: Ich kenne mich mit den modernen Spielarten des Prog zwar gar nicht aus, trotzdem meine ich: Man sollte aufpassen, dass man da nicht zuviele Unterarten hat. Jetzt sind es so 15 Stück, das geht ja noch. Ein Schlimmes Beispiel ist der Artikel Heavy Metal ( Liste von Metalstilen ), die haben da an die 70 Stile aufgeführt (pro Band wohl ein Stil). Für 30 Jahre Musik 70 Stile. Das ist ja wohl eher ein Witz !!

Gruss Boris Fernbacher 12:30, 14. Apr 2005 (CEST)

Hi Boris,

ich finde das passt sehr gut! Wenn du noch mehr davon auf Lager hast, nur her damit. "Unserem" Artikel fehlt es nämlich noch ein wenig an multimedialen Inhalten. Einige Noten- und Hörbeispiele sind da nicht schlecht.

Was deine Anmerkungen und Verbesserungen weiter oben angeht, muss ich dir in fast allen Fällen Recht geben. Ich werde mich mal an die Korrekturen machen!

Viele Grüße, SebastianWilken 12:36, 14. Apr 2005 (CEST)

Hallo Sebastian,

freut mich sehr, dass dir das MIDI und Notenbeispiel gefällt! Ich werde mir mal Close to the edge reinziehen. Da gibt es so ein paar Stellen, wo ich den Eindruck habe, dass Bass und Drums in einer Taktart spielen, während die Keyboards und die Vocals in einem ganz anderen Takt sind. Gibt vielleicht ein schönes Beispiel für gleichzeitig gespielte verschiedene Metren. Kann aber etwas dauern.

Gruss Boris Fernbacher 12:44, 14. Apr 2005 (CEST)

unbedingt anzumerken!: THE MARS VOLTA (abgehobene hälfte von den großartigen at the drive in, die sich leider aufgelöst haben. seit gestern +1 von der anderen splitband sparta(punkrock-emo!

progrock in perfektion- unvergleichbar und richtungsweisend! alben: de-loused in the comatorium und fraces the mute

wäre schön wenn ihr das noch ergänzen würdet, da es sich um eine sehr wichtige gruppe handelt

Prog-Rock und Literatur

Hallo Sebastian und Elektrolurch,

mir ist noch was eingefallen: unter 2. steht im Artikel:

Anspruchsvolle Texte. Viele Bands des Progressive Rock erweitern die typischen Texte der Rockmusik, welche von Liebe oder alltäglichen Dingen handeln, um neue inhaltliche Ebenen. Die Texte handeln oft von Science Fiction, Utopien, historischen Begebenheiten, Krieg oder Religion. In vielen Fällen verbirgt sich hinter den Texten eine politische oder gesellschaftliche Aussage der Band an den Hörer.

Dazu fällt mir als Anregung ein, das manche Texte der Bands doch explizit oder indirekt auf literarische Vorlagen verweisen. Zum Beispiel soll Close to the edge von Hermann Hesses Siddartha inspiriert sein, The Gates of delirium (Yes) angeblich von Tolstoi`s Krieg und Frieden. Das mit Yes habe ich übrigens von der Internet-Seite -> http://yesworld.com/ctte_covach/Close_to_the_Edge.html. Der Text enthält eine sehr interessante musikalische Anayse des Aufbaus von Close to the edge (allerdings auf Englisch und ziemlich musiktheoretisch, d.h. nicht ganz leicht zu lesen). Der Text zu Jerusalem von ELP basiert auf einem Gedicht des englischen Autor`s William Blake (And did those feet in ancient time).

Ich glaube wenn man in dieser Hinsicht etwas recherchiert, könnte man manches andere interessante Beispiel auch bei anderen Prog-Bands finden. Würde den Artikel eventuell bereichern. Ich bin halt kein so grosser Literaturkenner. Vielleicht hat einer von euch ja Zeit und Muße.

Gruss Boris Fernbacher 13:07, 15. Apr 2005 (CEST)

Den Anfang zu den literarischen Vorlagen habe ich mal gemacht, das kann aber noch weiter ausgebaut werden!
Den Link zu "Close to the Edge" hatte ich gestern schon eingebaut (unter Weblinks). Wirklich interessante Seite!
Gruß, SebastianWilken 13:48, 15. Apr 2005 (CEST)

Hallo Sebastian,

Habe gesehen, dass du etwas dazu eingebaut hast, auch zu Mythen bei Genesis.

Angaben zu literarischen Vorgaben sind auf [LINK] (die Seite ist ja unter Weblinks im Artikel, kennst du sicher schon) unter "Literary references" eine Liste. Man sollte vielleicht nur vorher ein bisschen prüfen, ob das auch 100 % korrekt ist, was dort behauptet wird.

Bin mir nicht mehr so sicher, ob das Bass-Solo von Rush zu dem Absatz überhaupt so recht passt ?? Könnte es auch wieder rausnehmen. Mal überlegen.

Gruss Boris Fernbacher 14:59, 15. Apr 2005 (CEST)

Die Erweiterung zu den Texten ist wieder sehr gut gelungen. Was das Bass-Solo angeht: Das gehört schon so in den Abschnitt, nur sollte man die Überschrift anpassen, da inzwischen zwei Aspekte der Rhythmus-Fraktion genannt werden (Koordination UND Rhythmusinstrumente als Melodieinstrumente) - habe nur gerade keine zündende Idee, wie man das gut kurz fassen kann. Nachtrag: Doch noch ein kleiner Vorschlag. Gruß, Elektrolurch 15:46, 15. Apr 2005 (CEST)
Übrigens heißt das Rush-Stück "YYZ". Schau bitte auch noch mal wegen des Gentle Giant Stücks "Design". Orthographie muss sein ;) Elektrolurch 15:56, 15. Apr 2005 (CEST)

Habe geschaut. Stimmt ! Es heisst YYZ und Design. Man denkt halt automatisch A,B,C...X,Y,Z. Sorry, kleiner Patzer. Werde es auch in der Beschriftung der JPG-Files ändern. Kann aber dauern, weil Arbeit (mein Notensatzprogramm ist nur eine Demo, ohne speichern, da muss man alles neu eintippen.) Gruss Boris Fernbacher 17:18, 15. Apr 2005 (CEST)

Aus irgendeinem Grund kann mein MediaPlayer das Hörbeispiel des Basslaufs aus "XYZ" (oder "YYZ" :) ) nicht abspielen! Die anderen Hörbeispiel spielt er hingegen tadellos. Wie kann das sein? SebastianWilken 16:01, 15. Apr 2005 (CEST)

Komisch, dass er nur dies Midi-File nicht abspielt. Ich muss mal überlegen, ob ich da was anders gemacht habe. Gruss Boris Fernbacher 17:18, 15. Apr 2005 (CEST)

Hallo Sebastian, ging bei mir auch nicht. Komisch, gestern Nacht hat es doch geklappt (oder war ich doch zu schläfrig ?). Hatte auf meiner Festplatte zwei Versionen, die eine war beschädigt. Muss wohl die kaputte hochgeladen haben. Habe jetzt die richtige hochgeladen. Schau mal, ob du jetzt was hörst ? Gruss Boris Fernbacher 17:48, 15. Apr 2005 (CEST)

Jetzt geht's wieder, danke! SebastianWilken 17:54, 15. Apr 2005 (CEST)

meine Stichpunkte

  • Im Absatz Progressive Rock heute wird Dream Theater zwei mal aufgezählt, ich halte die zweite Nennung für die bessere.
  • Hörbeispiel des Titel`s Infinite Space, Hörbeispiel des Basslaufs aus YYZ und Hörbeispiel des Titel`s Design - werden nicht gefunden.
  • Im Absatz Neo-Prog - Keyboardlastiger Progressive Rock der 80er Jahre, Beispiel: Marillion, IQ, Saga -> Eingrenzung zwischen fühe und späte Marillion wäre immer angebracht.
  • Vielleicht eingehen von Yes und dem Album 90125, die damit den Progressive Rock verlasen haben aber wieder zu dem Progressive Rock gekommen sind?
--Atamari 00:13, 17. Apr 2005 (CEST)

Hallo und herzlich Willkommen in der Wikipedia-Prog-Szene :)! Es hat sich anscheinend gelohnt, dass der Artikel heute Review des Tages ist, endlich traut sich mal jemand hierher! So, nun aber zum "fachlichen":
  • Die doppelte Nennung von Dream Theater ist IMO OK, da es beim ersten mal um heute aktive Bands geht, beim zweiten mal um Progressive Metal Bands. Aber ehrlichgesagt gefällt mir der Progressive Rock heute - Abschnitt nicht, irgendwie ist er holprig formuliert und der Informationsgehalt könnte größer sein. Es wäre toll, wenn sich da mal jemand dran machen könnte! Ich kenne mich mit den aktuellen Entwicklungen des Prog leider nicht besonders aus.
  • Also bei mir werden alle Hörbeispiele tadellos abgespielt!
Hörbeispiele wieder getestet... die MIDI-Files werden nicht gefunden. "Fehler: Server oder DNS kann nicht gefunden werden" unter IE6 aber unter Firefox läuft es --Atamari 14:07, 17. Apr 2005 (CEST)
Du hast Recht, im Firefox funktionierts, im IE nicht! Komisch...immer dieser Sch... von Microsoft! Siehe auch :) SebastianWilken 14:14, 17. Apr 2005 (CEST)
Seltsam das Ganze ! Bei mir z.B. läufts unter dem IE6. Boris Fernbacher 14:18, 17. Apr 2005 (CEST)

  • Die Phaseneingrenzung bei Marillion muss nicht unbedingt sein. Ich denke, dass beide Phasen dem NeoProg zugeordnet werden können. Nähere Infos dazu gehören besser in die Artikel Neo-Prog und Marillion.
  • Zu 90125: Man könnte vielleicht einen Absatz darüber verfassen, dass einige Bands - nach schrecklichen Rückfällen in den Rock/Pop-Mainstream in den 80ern - später wieder (wenn auch nur bedingt) zu ihren Wurzeln gefunden haben. Beispiel: Camel
  • Viele Grüße, SebastianWilken 12:37, 17. Apr 2005 (CEST)
  • Re.: meine Stichpunkte

    Hallo Atamari,

    Schön, dass sich jemand für diesen Artikel interessiert,

    Zu Dream Theater und IQ: Ich kenne mich nur mit den älteren Bands aus, und habe auch nur zu denen etwas hinzugefügt. Bei Neuerem musst du mit SebastianWilken und Elektrolurch diskutieren. Dream Theater scheint nach meinem Höreindruck halt progressiv der etwas härteren Gangart zu sein.

    Die Hörbeispiele werden doch gefunden und abgespielt. Spezifiziere das Problem doch bitte genauer.

    Bin zwar kein Marillion-Fachmann, aber ich glaube, wenn man bei einzelnen Bands noch in verschiedene Schaffensperioden abgrenzt, wird das ganze recht unübersichtlich.

    90125 sehe ich persönlich als AOR-Musik, die unter Asia erwähnt werden kann. Für so einen Geniestreich, dass man es besonders erwähnen muss, halte ich es nicht (enthält halt einen Single-Hit).

    Gruss Boris Fernbacher 09:16, 17. Apr 2005 (CEST)

    Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum das ganze unübersichtlich würde, wenn man anstatt Marillion eben frühe Marillion stehen hätte. Diese Zuordnung ist durchaus gerechtfertigt, da Marillion seit circa 15 Jahren (da würde ich Sebastian widersprechen) etwas substanziell anderes als Neo-Prog machen.
    Zu 90125: Die Tatsache, dass die Genrebegründer gegen Ende der 70er zunehmend poppig wurden, findet ja schon am Ende des Abschnitts zur klassischen Phase Erwähnung. Die Tendenz zur Rückentwicklung in den 90ern ist nicht wirklich ausgeprägt. Was Camel eingeht, kann man zum Beispiel schwerlich von einer Rückkehr sprechen, da die 90er-Phase überwiegend mehr mit Folk als mit Prog zu tun hat.
    Gruß, Elektrolurch 18:04, 19. Apr 2005 (CEST)

    Die Hörbeispiele

    Hi,

    Schöner Artikel! Ein ungutes Gefühl habe ich aber bei den Hörbeispielen. Ich bin da nicht der Experte vom Dienst, habe aber Bedenken. In der Wikipedia steht jeder Inhalt unter der GNU FDL (oder public domain, die ist hier aber nicht anwendbar). Das kann immer nur mit dem Einverständnis des Urhebers erfolgen. Der Urheber ist hier doch der Komponist oder nicht? Wenn das so ist, braucht ihr die Einverständnis des Komponisten. Sonst muss das gelöscht werden. IANAL Fragt mal jemand der sich damit auskennt. Im Zweifelsfall vielleicht auf Wikipedia:Ich brauche Hilfe. mfg --Schizoschaf Schizoschaf 20:44, 18. Apr 2005 (CEST)

    Muss nicht unterschieden werden zwischen Urheberrecht und Zitatrecht? Letzteres sollte in denjenigen Fällen greifen, wo ein Stück nur auszugsweise wiedergegeben wird und eine klare Kenntlichmachung des Zitats mit Quellenangabe erfolgt. Die Wikiquotes zum Beispiel enthalten sicher zahllose Zitate aus literarischen Werken von derzeit lebenden Personen. So etwas findet man auch in der Wikipedia, etwa im Artikel Theodor W. Adorno.
    Desweiteren ist zu beachten, dass die angesprochenen Hörbeispiele im MIDI-Format nicht etwa Sounddaten im Sinne von MP3 und dergleichen enthalten, sondern aus einer soundkartenabhängigen Interpretation des Notentextes bestehen. Gruß, Elektrolurch 18:19, 19. Apr 2005 (CEST)

    Ich stelle das Problem mal auf Wikipedia:Ich brauche Hilfe als Frage. Spontan würde ich das so wie Elektrolurch sehen. Es sind ja eigentlich nur maximal 5-6 Takte (10 - 15 Sekunden). Oft auch nur ein Instrument. Das ist wirklich so, als wenn ich zwei Sätze aus einem literarischen Werk vom Sinn her zitiere. Und unter uns gesagt, so eine Midi-Datei ist ja kein musikalischer Genuss. Da klingen doch alle Instrumente meht oder weniger wie aus einem Game-Boy-Spiel. Aber mal schauen, was da so allgemeine Meinung ist.

    Unter Zitatrecht steht ja: ->

    Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste (§ 51 UrhG in Deutschland, siehe unten). Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen (siehe auch Informationsfreiheit).

    Zitate sind mit Quellenvermerken zu versehen (Gebot der Quellenangabe in § 63 UhrG im Sinne einer genauen Angabe der Fundstelle). Das Zitatrecht dürfen nur Werke beanspruchen, die selbst urheberrechtlichen Schutz genießen, also eine eigene „Schaffenshöhe“ aufweisen. Demnach dürfen sich Zitatsammlungen, die ausschließlich Fremdleistungen wiedergeben, nicht auf das Zitatrecht berufen. Die (wirtschaftlichen) Interessen des Urhebers bzw. Rechteinhabers des zitierten Werkes dürfen durch ein Zitat nicht über Gebühr eingeschränkt werden. -> Durch ein kurzes Midi-Beispiel wird ja niemand vom CD-Kauf abgehalten, eher animiert.

    Unterschieden werden:

    Kleinzitate dürfen weiterreichend verwendet werden. Der Zitierzweck muss erkennbar sein. Das Zitat muss also in irgendeiner Beziehung zu der eigenen Leistung stehen, beispielsweise als Erörterungsgrundlage. Der Umfang des Zitats muss dem Zweck angemessen sein. -> Im Artikel dient es der Untersuchung der Musik. Es sind nur Stellen zitiert, die ein gewisses Merkmal beleuchten (Intervalle,etc.)

    Zitate in der Wikipedia

    Kleinzitate im Sinne kurzer Entnahmen aus geschützten Werken sind ohne weiteres zulässig. Da das deutsche Urheberrechtsgesetz eine deutliche Quellenangabe verlangt, ist darauf zu achten, dass die genaue Fundstelle nachgewiesen wird (im Sinne einer bibliographischen Angabe mit Autor, Titel, Publikationsort, bei längeren Werken, aus denen entnommen wird, mit Seitenzahl oder Abschnittsangabe).

    Zitate im Deutschen Urheberrecht

    Im deutschen Urheberrecht gilt für Zitate der Paragraph 51 (Stand: 10.9.2003):

    UrhG § 51 Zitate

    Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe, wenn in einem durch den Zweck gebotenen Umfang

    1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
    2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
    3. einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

    Gruss Boris Fernbacher 19:43, 19. Apr 2005 (CEST)

    Ich seh' das wie Boris, die Hörbeispiele können da bleiben! Es handelt sich ja nicht einmal um Zitate. Ein Zitat wäre je ein Ausschnitt aus der Originalfassung eines Songs. Boris nimmt sich hingegen ja nur eine Hand voll Noten aus einer Stimme eines Teiles eines Stückes und spielt sie neu ein. Somit kann ich hier keine URV erkennen. Wenn man das UR so kleinlich auslegt dürfte man ja nicht mal mehr den Namen der Bands nennen. SebastianWilken 20:58, 20. Apr 2005 (CEST)

    Neues im Artikel

    Hallo,

    ich habe heute mal wieder ein wenig am Artikel gearbeitet. Ich hab' mir den Abschnitt "Spielarten" vorgenommen und ihn etwas ausgebaut und von einer stichwortartigen Liste zu einem (hoffentlich) lesbaren Teil eines Artikel gemacht.

    Zudem habe ich noch einige Bilder hinzugefügt (ein Keyboard, die Band Rush, Tori Amos und Pink Floyd) und kurze Einleitungen zu den Abschnitten "Geschichte" und "Eigenschaften" geschrieben.

    Ich hoffe die Änderungen sagen euch zu! Wenn nicht: Ich bin immer offen für Kritik. :)

    Viele Grüße,

    SebastianWilken 16:34, 21. Apr 2005 (CEST)

    Hallo Sebastian,

    Schön die Erweiterungen im Artikel. Die Bilder machen das Ganze auch lebendiger. Nur wird es wohl nicht lange dauern, bis irgendeiner mit Copyright/GNU/etc. anfängt. Ich habe mir erlaubt einige Änderungen stilistischer Natur vorzunehmen.

    1.) Das Wort "simpel" habe ich ersetzt, weil das doch eher Umgangssprache ist. 2.) "Spärlich instrumentiert" habe ich umformuliert, weil das etwas abwertend gegenüber einem "schlichten Rock/Pop-Song" wirkt. 3.) Den Ausdruck "... haben sich der Musik hingegeben.." habe ich umformuliert, weil dass so klingt wie: " Sie gab sich ihrem schmachtenden Liebhaber hin ..." 4.) Den Ausdruck "keyboardlastig" habe ich umformuliert. Fand ich etwas seltsam.

    Gruss Boris Fernbacher 18:33, 21. Apr 2005 (CEST)

    Danke für die Änderungen! Der Artikel ist IMO schon richtig gut, jetzt müsste nur noch der Bereich "Progressive Rock heute" ausgebaut werden, dann wäre ich richtig zufrieden!
    Mit den Bildern dürfte es eigentlich keine Probleme geben, sind alle Public Domain nzw. GNU FDL. Aber man weiß ja nie, Nörgler gibts immer...

    Gruß, SebastianWilken 18:37, 21. Apr 2005 (CEST)

    Irgend jemand der das beherrscht sollte mal Rechtschreibung und Zeichensetzung durchsehen. ich beherrsche das leider nicht. Wie sieht es da mit dir aus ? Boris Fernbacher 18:46, 21. Apr 2005 (CEST)

    Ich habe mal das Buch von Edward Macan in die Literaturliste aufgenommen. Habe es zwar nicht, soll aber echt klasse sein (ausführliche Analysen), und wird sehr oft erwähnt. Bestelle es mir vielleicht mal. Noch eine Idee: Wie wäre es mit ein, zwei Bildern von Plattencovern (King Crimson, Yes, etc.) zum Unterpunkt Artwork. In der englischen Wikipedia sind bei den einzelnen Band`s oft Plattencover abgebildet. Ist nur mal ein Vorschlag. Boris Fernbacher 19:16, 21. Apr 2005 (CEST)

    Das mit den Plattencovern habe ich mir auch schon überlegt, nur dummerweise stehen die in der englischen Wikipedia unter der Lizenz "fair use" und die gilt in Deutschland leider nicht. Die Bilder können wir also nicht benutzen.

    Ich guck' mir die Rechtschreibung mal an.

    SebastianWilken 19:19, 21. Apr 2005 (CEST)

    Keine Plattencover, schade ! Boris Fernbacher 19:52, 21. Apr 2005 (CEST)

    Hab' nochmal ein bisschen daran gearbeitet, dass der Artikel nicht aussieht wie hier: Wikipedia:Die Lust, blau zu machen . SebastianWilken 20:07, 21. Apr 2005 (CEST)

    Hallo Sebastian. Durch deine jüngsten Veränderungen hat der Artikel nochmal einiges an Qualität zugelegt. Besonders erfreulich finde ich, dass du für die noch strittigen Formulierungen die eine oder andere optimale Lösung gefunden hast. Großes Kompliment! Kann jetzt noch viel Neues dazukommen? Gruß, Elektrolurch 23:22, 21. Apr 2005 (CEST)

    Viel Neues fällt mir jetzt wirklich nicht mehr ein. Man könnte höchstens an einzelnen Stellen noch tiefer in der Materie forschen, aber es dürfte fragwürdig sein, ob das überhaupt noch angemessen ist! So wie der Artikel jetzt ist gibt er einen sehr guten Überblick über den Progressive Rock.

    Wobei: Jetzt, da ich die Bereiche "Die 80er" und "Progressive Rock heute" ausgebaut habe, kommt mir die "klassische Phase" so mickrig und oberflächig vor :) ...mal sehen, vielleicht mach ich mich da morgen nochmal ran. SebastianWilken 00:03, 22. Apr 2005 (CEST)

    So, hab jetzt auch die "klassische Phase" noch ein wenig ausgebaut. Viel kann man jetzt wirklich nicht mehr tun. SebastianWilken 12:46, 22. Apr 2005 (CEST)

    Kandidat als exzellenter Artikel?

    Der Artikel ist mittlerweile recht umfangreich, gut formuliert, reich bebildert und typographisch OK. Gibt es eine Chance, dass der Artikel bei den Exzellenten aufgenommen wird? Oder müssen wir noch daran arbeiten? Wie ist eure Meinung dazu?

    Viele Grüße, SebastianWilken 20:59, 25. Apr 2005 (CEST)

    Ich würde sagen, setz ihn einfach auf die Kandidatenliste für exzellente Artikel. Irgendwas daran auszusetzen wird es schon geben. Was soll`s. Mehr als durchfallen kann er auch nicht. Try it ! Gruss Boris Fernbacher 21:04, 25. Apr 2005 (CEST)

    Du warst schneller... :) SebastianWilken 21:18, 25. Apr 2005 (CEST)

    Mike Oldfield

    Bei der Erwähnung von Oldfield: Zitat: "Auch die weiteren Vertreter des Genres veröffentlichten in dieser Zeit vielbeachtete Alben. Mike Oldfield ging 1973 mit Tubular Bells einen neuen Weg. Es handelte sich um ein albenfüllendes, zweiteiliges Werk, welches aus vielen verschiedenen Teilen bestand. Oldfield durchbrach die Schranken der Rockmusik und schuf einen Sound, der am besten als Mix aus Rock, Klassik und Weltmusik beschrieben werden kann. wäre die Parallelen zur Minimal Music z.b: Steve Reich , Philip Glass, etc. sehr treffend.

    Gruss Boris Fernbacher 17:26, 27. Apr 2005 (CEST)

    Wäre nett, wenn du das ergänzen könntest. Ich kenne mich in dem Bereich nicht aus. SebastianWilken 17:34, 27. Apr 2005 (CEST)

    Ist erledigt. Läuft doch halbwegs gut in der Abstimmung. Gruss Boris Fernbacher 17:59, 27. Apr 2005 (CEST)

    Finde ich auch. Ich bin zufrieden! SebastianWilken 18:09, 27. Apr 2005 (CEST)

    Habe Noten(JPG) und Sound(MIDI)beispiel zu Tubular Bells eingebaut. Gruss Boris Fernbacher 20:35, 27. Apr 2005 (CEST)

    Habe bei "Supergroups" noch UK erwähnt. Boris Fernbacher 21:04, 27. Apr 2005 (CEST)

    Das Hörbeispiel ist mal wieder super, genau die richtige Stelle. Die dürfte vielen bekannt sein, z. B. aus dem Film "Der Exorzist". SebastianWilken 23:21, 27. Apr 2005 (CEST)

    Ich habe Noten- und Hörbeispiel beim Artikel Mike Oldfield hinzugefügt. Ich hoffe das ist dir Recht. SebastianWilken 23:25, 27. Apr 2005 (CEST)

    Klar, zu Mike Oldfield gehört es auch. Jetzt sind es drei PRO und ein Abwartend, ist doch super. Gruss Boris Fernbacher 08:25, 28. Apr 2005 (CEST)

    Notenbeispiel "Kayleigh"

    Hallo Boris,

    Im Gegensatz zu den übrigen Notenbeispielen, die ich für sehr gelungen und inhaltlich angemessen halte, stehe ich der Ergänzung von "Kayleigh" eher skeptisch gegenüber, da daraus keinerlei charakteristischen Merkmale des Prog hervorgehen und es sich bei dem Titel eigentlich nicht um Neo-Prog, sondern um ein vielleicht ganz gut gemachtes Popstück handelt. Wahrscheinlich wäre das ganze im Marillion-Artikel besser aufgehoben.

    Gruß, Elektrolurch 14:25, 30. Apr 2005 (CEST)

    Antwort zu Kayleigh

    Hallo Elektrolurch, ich teile eigentlich deine Meinung zu Kayleigh. Es ist wirklich ein total simpler Song (Tonika, Subdominante, Dominante), der mit Prog nix zu tun hat. Ich hatte es mir nur als Beispiel gedacht, für Hits von Prog-Bands. Aber es macht echt keinen Sinn, den Titel als Prog-Beispiel zu bringen. Wie kann etwas Prog sein, wenn es ein Hit wird ?? Schmeiss ihn bitte aus dem Artikel raus ! Beim Beispiel zu Dream Theater bin ich selber auch nicht so recht zufrieden. Das ist Kaese ! Ich werde mir mal lieber Ytse-Jam anhoeren. Das gibt wohl mehr her (habe leider nur eine Live-CD von Dream Theater). Es ist auch schwer, auf dem Yamaha-SY-99-Keyboard eine E-Gitarre zu simulieren. Das klingt einfach scheisse. Die haben gerade bei Gitarren-Sounds eine sehr schlechte Klangsynthese. Uebrigens finde ich es sehr gut, wenn ihr ehrlich sagt: Dies Klangbeispiel ist nicht so toll. Man selber ist ja meistens sehr subjektiv, und bewundert alles, was man getan hat. Genau deswegen braucht man andere, die einem ein Feedback geben. Aber immerhin hat der Artikel schon eine Menge PRO`S !

    Gruss Boris Fernbacher 20:03, 30. Apr 2005 (CEST)

    Wenn ich das so richtig verstehe, dann geht es um ein gutes Beispiel (in Form eines MIDI-Files) des Progressive Metal (am besten Dream Theater). Ich als großer Dream Theater Fan musste ganz ehrlich, bei dem Auszug aus Metropolis auch etwas schlucken. Das mag mit der von dir beschriebenen "schlechten Klangsynthese" zu tun haben, aber ich denke, das auch Metropolis mehr und bessere Beispiele für das Zusammenspiel von Gitarre und Bass im Progressive Metal zu bieten hat als diese paar Takte aus der zweiten Strophe. Ich besitze die gesamte DT-Studiodiskographie und wenn ihr wollt, such ich da nochmal was passenderes raus und mach ein MIDI draus!
    Äh und zur eigentlichen Überschrift kann ich nur sagen, dass das Problem bei den Hits der Progressive-Rock-Bands in der Tat daran liegt, dass diese meistens recht wenig mit Progressive Rock zu tun haben... Wär ebenfalls dafür, das Beispiel herauszunehmen! -- El noobe 22:38, 19. Jun 2006 (CEST)

    Archiv: Diskussion aus dem Review

    Progressive Rock, 03. April 2005 Verbessert und erweitert sollte vor allem der Abschnitt Eigenschaften des Progressive Rock werden. Die Analyse der musiklaischen Eigenschaften kann noch grundlegend ausgebaut werden. Mir fehlt es dazu etwas an musikalischem Fachwissen. Die Geschichte und Spielarten dieses Genres sind IMO ausreichend abgehandelt. Zudem sollten wir uns um eine ausreichende Bebilderung des Artikels kümmern! --SebastianWilken 19:04, 3. Apr 2005 (CEST)

    Ich habe mich mal an die Eigenschaften herangewagt. Bitte einmal drüberschauen! --SebastianWilken 17:05, 9. Apr 2005 (CEST)

    Ach ja -seufz- lange ist's her! Beim Lesen des Artikels kamen nostalgische Gefühle auf, Gänsehaut bei einigen Namen. Alle wichtigen Vertreter sind genannt. Schööön! -- PaulaK 17:19, 18. Apr 2005 (CEST)

    In letzter Zeit gab es wieder viele Ergänzungen am Artikel. Falls es noch Anregungen, Lob oder Kritik gibt: Nur zu! SebastianWilken 22:47, 21. Apr 2005 (CEST)

    Der Artikel befindet sich zur Zeit bei den Kandidaten für exzellente Artikel. Abgestimmt werdne kann hier. SebastianWilken 23:35, 27. Apr 2005 (CEST)

    Archiv: Abstimmung bei den Kandidaten für exzellente Artikel

    Der Artikel ist nicht von mir. Habe nur die Klangbeispiele und Notenbilder zugefügt. Der Artikel war im Review. Finde ihn ganz gut. Möchte mich aber, da ich etwas mitgewirkt habe eines PRO oder CONTRA enthalten. Gebt ihr mal fleißg eure Meinungen und Wertungen ab. Gruss Boris Fernbacher 21:18, 25. Apr 2005 (CEST)

    • Abwartend. Der Artikel gefällt mir sehr gut, jedoch finde ich 9 rote Wiki-Links ein wenig zu viel. Wenn es zu einer Stilrichtung nur eine Band gibt und diese noch nicht eingetragen ist, so kann ich damit leben, aber nicht mehrere pro Stilrichtung wenn zusätzlich noch andere Bands eingetragen sind. --Herr Schroeder 09:16, 26. Apr 2005 (CEST)

    Das Problem ist, dass viele der Bands relativ unbekannt sind und wir wohl noch lange auf Artikel über diese Gruppen warten können und müssen. Daher habe ich die Wiki-Links bei den sehr unbekannten Bands rausgenommen und einige Bands komplett aus der Liste entfernt. Ich hoffe, das Ergebnis ist so akzeptabel. SebastianWilken 11:51, 26. Apr 2005 (CEST)

    Ich habe die Links wieder hergestellt. Rote Links sind der Lebenssaft der Wikipedia, sie ermutigen die Benutzer, neue Artikel anzulegen. Ob die Existenz der verlinken Artikel ein Kriterium für einen exzellenten Artikel sein sollte weiß ich nicht, dies sollte jedenfalls nicht dazu führen, dass die Verlinkung unterbleibt oder entfernt wird. Godspeed You! Black Emperor wird sicher bald einen prächtigen Artikel haben, es wäre schade, wenn er dann von Progressive Rock aus nicht zu finden wäre. --Kurt Jansson 15:46, 26. Apr 2005 (CEST)

    Ich muss Kurt Jansson in seiner Argumentation Recht geben. Daher werde ich jetzt den anderen Weg gehen und Stück für Stück die roten Links in blaue verwandeln. Die Artikel zu Magma und Gong stehen schon mal... SebastianWilken 15:51, 26. Apr 2005 (CEST)

    • pro - einer der besten Überblicksartikel über ein Musikgenre, den wir haben. Rote LInks sind nichts negatives, sonder, wie Kurt darstellt, super wichtig um wieter zu arbeiten. Godspeed You! Black Emperor könnte bsp. recht schnell als Übersetzung aus :en:Godspeed You! Black Emperor entstehen. Gruß -- Achim Raschka 17:58, 26. Apr 2005 (CEST)

    Und schon ist es passiert: Godspeed You! Black Emperor ist fertig! Diese roten Links können also doch verdammt nützlich sein. :) SebastianWilken 00:24, 28. Apr 2005 (CEST)

    • pro - super, was aus dem Artikel in den letzten Wochen geworden ist! --Wolfram1 Wolfram1 01:11, 28. Apr 2005 (CEST)

    • pro --Zahnstein 02:49, 28. Apr 2005 (CEST)

    • pro - Wirklich super Artikel, der es wert ist "befördert" zu werden. Vorher hatte ich wenig Ahnung von Prog-Rock, aber dieser Artikel gibt einen nahezu perfekten Überblick über diese Musikgenre -- Buergi 18:09, 29. Apr 2005 (CEST)

    • pro - Schön verständlich Yerodin 13:26, 30. Apr 2005 (CEST)

    • pro --Atamari 10:26, 1. Mai 2005 (CEST)

    • pro evtl. genauere Klärung des Unterschieds (gibt es einen?) zu Artrock. -- 195.176.0.50 16:52, 4. Mai 2005 (CEST)

    Das Verhältnis zwischen Prog Rock und Art Rock wird unter "Spielarten" näher beleuchtet. Als sporadischer Mitarbeiter enthalte ich mich ebenfalls der Stimme, finde aber, dass Sebastian, Boris und co. ganze Arbeit geleistet haben! Elektrolurch 18:50, 4. Mai 2005 (CEST)

    Es ist halt das Problem jeder stilistischen Einordnung, ob in Rock, Jazz oder klassischer Musik (da gibt es auch verschiedene Ansichten, ob ein Komponist noch der Klassik, oder eher der Romantik zuzuordnen ist). 100% eindeutig lässt sich manches nicht einordnen. Aber ganz ohne Einordnungen und Bezeichnungen kommt man halt auch nicht aus. Es bleibt einem halt nur übrig, auf dieses Problem hinzuweisen. Und dies ist meiner Meinung nach im Artikel geschehen. Aus dem Artikel Progressive Rock -> Anmerkung: Einige dieser Spielarten verstehen sich der Oberkategorie Progressive Rock untergeordnet und dienen einer genaueren Klassifizierung bestimmter Strömungen des Progressive-Rock-Bereichs. Beispiel: Marillion lässt sich in die Kategorie Neo-Prog einordnen, bleibt dabei aber eine Progressive Rock-Band. In anderen Fällen, etwa zwischen Progressive Metal und Progressive Rock, ist allenfalls eine stilistische Verwandtschaft nachvollziehbar, jedoch keine hierarchische Gliederung. Einige Begriffe gelten eher der Klassifizierung bestimmter Stücke als einer allgemeinen stilistischen Einordnung des Interpreten, etwa Symphonic Rock im Fall von Yes. Aus dem Artrock-Artikel -> Artrock (zu deutsch: Kunst-Rock) ist eine Stilrichtung der Rockmusik, die eng mit dem Progressive Rock verwandt ist. Die Grenzen zwischen diesen beiden Stilrichtungen sind fließend und umstritten. Andererseits muss ich gestehen, dass mir der Sinn mancher Stilbezeichnung auch etwas unklar bzw. unscharf oder nichtssagend vorkommt. Welchen Sinn macht eine Schöpfung wie Retro-Prog (rückschauend und gleichzeitig progressiv), wenn man es wörtlich nimmt ? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier manche Bezeichnung, die eher verschleiert als erhellt, von Plattenlabels, Bands und Musikjournalisten geschaffen wurde, um etwas besser vermarkten zu können. Aber da diese Bezeichnungen halt nun einmal üblich sind, ist es meiner Meinung nach richtig sie im Artikel auch zu erwähnen. Boris Fernbacher 19:15, 4. Mai 2005 (CEST)

    • Uneingeschränkt pro --Markus Schweiß, Markus Schweiß 18:01, 8. Mai 2005 (CEST)

    • pro nicht zuviel, nicht zuwenig, die wesentlichen Elemente sind genannt, gute Verlinkung. -- Grossernarr 23:44, 12. Mai 2005 (CEST)

    Objetikivität des Artikels

    Erstmal muss ich sagen, dass mir der Artikel sehr sehr gut gefällt. Nur anscheinend hat den Artikel ein Genesis Fan bearbeitet. Genesis ist vielleicht ein Paradabeispiel für eine Progband, die zum Neoprog übergegangen ist, aber meiner Meinung nach wird Genesis explizit zu oft erwähnt. Aber anstatt das zu kürzen sollte man vielleicht auch an den betreffenden Stellen andere Bands erwähnen. Was ist eure Meinung dazu ? --Nightwalker 23:34, 19. Mai 2005 (CEST)

    Ich kann das zwar nicht ganz nachvollziehen, aber von mir aus...hau rein! Jeder ist dazu eingeladen, den Artikel zu verbessern. SebastianWilken 23:39, 19. Mai 2005 (CEST)

    Also, bezüglich Genesis habe ich mal nachgezählt. Insgesamt 16 mal taucht der Name auf. Klingt im ersten Moment in der Tat nach ziemlich viel. Habe mir darum genauer angeguckt, in welchem Zusammenhang Genesis auftaucht:
    • 11 mal im expilziten Zusammenhang mit den anderen drei "Großen",
    • 1 mal als Beispiel zur Beschreibung des Wechsels hin zum Pop,
    • 2 mal innerhalb eines gleichen Sinnzusammenhangs (Marillion Vorbild)
    • 2 mal innerhalb eines gleichen Sinnzusammenhangs (Auflösung Genesis in den 90'ern)

    Da die vier allgemein als "Große" Anerkannten quasi als Archetypen des Prog fungieren, ist deren beispielhafte Erwähnung meiner Meinung nach sinnvoll. Dieser Argumentation folgend, blieben noch fünf Nennungen. Einmal wird Genesis als Beispiel angeführt. OK, könnte man auch Yes nehmen (obwohl die auch ziemlich oft auftauchen), is aber auch so in Ordnung wie's ist. Bleiben vier. Zwei davon beziehen sich auf Marillion. Dazu könnte man meiner Meinung nach die Position vertreten, es handele sich wieder nur um ein archetypisches Beispiel. Oder man könnte argumentieren, der Einschub Fish imitiere Gabriel, besonders der Song "Grendel" ähnele Supper's ready sei nicht nötig, und gehöre eher in einen Artikel über Marillion, sei also hier zu löschen. Ähnlich verhält es sich mit den verbliebenen zwei Nennungen bezüglich der Auflösung von Genesis.
    Mein Vorschlag: Die Einschübe über Fish und Ray Wilson gehören in die jeweiligen Bandartikel und sind hier zu löschen. Alle anderen sind ok. -- Grossernarr 00:40, 20. Mai 2005 (CEST)

    Nur zum Vergleich:
    • Yes wird 17 mal erwähnt
    • ELP 11 mal
    • King Crimson nur 6 mal
  • Yes und Genesis sind also absulut gleichwertig behandelt. Lediglich King Crimson kommt etwas zu kurz. SebastianWilken 11:09, 20. Mai 2005 (CEST)
  • ... King Crimson kommt etwas zu kurz, hatten aber - obwohl quasi Genrebegründer - nie die Popularität der anderen "großen" drei. Ich finde die Häufigkeit der Nennungen absolut ok. Grossernarrs Einwände bzgl. Grendel, Fish und Wilson kann man umsetzen. --Wolfram1 Wolfram1 20:45, 20. Mai 2005 (CEST)

    Fishs Gesangsweise bei den frühen Marillion, die an Peter Gabriel erinnerte, halte ich für relevant, da sie einfach stilprägende Auswirkungen hatte. Ray Wilson dagegen könnte man ruhig rauskürzen. Elektrolurch 14:32, 22. Mai 2005 (CEST)

    Die Erwähnung bei Fish halte ich auch für essentiell. Bei Ray Wilson kann man geteilter Meinung sein: Ich halte ihn im Abschnitt "Progressive Rock heute" für erwähnenswert, da dieser Abschnitt auch darüber berichten soll, wie sich die alten Prog-Dinosaurier heute so entwickeln. Anstatt Genesis dort rauszukürzen sollte man besser an der Stelle auch einige Worte über ELP und King Crimson verlieren, damit alle der Großen Vier Erwähnung finden. SebastianWilken SebastianWilken 14:36, 22. Mai 2005 (CEST)

    Ihr hoffe Ihr gestattet mir, diese Diskussion in einer Art Konsens zusammenzufassen! Demnach sind wir uns wohl auf jeden Fall einig, die vier "Großen" jeweils als Archetyp des Genres zu verwenden. Sie müssten demnach, ihrer jeweiligen Bedeutung angemessen, relativ gleichmäßig beschrieben werden. Demnach hat der Vorschlag Sebastians einiges für sich und ich würde ihn an dieser Stelle nachdrücklich empfehlen: den Artikel bezüglich King Crimson und ELP weiter auszubauen! Sieht das jemand nicht so? -- Grossernarr 10:25, 24. Mai 2005 (CEST)

    Grundsätzlich ok. Aber nicht "ausbauen", nur um so etwas wie Gleichberechtigung herzustellen. Es sollten schon wesentliche Fakten sein, die hinzugefügt werden. (Persönlich habe ich bei den vieren keine Präferenzen - ich mag sie alle.) --Wolfram1 Wolfram1 10:43, 24. Mai 2005 (CEST)

    Wiki Press - Handbuch Progressive Rock

    Hallo Prog-Freunde,

    in Absprache mit Achim Raschka habe ich ich ein "Handbuch Progressive Rock" vorgeschlagen, welches im Rahmen der Wikipedia:Wiki Press erscheinen könnte.

    Alle Interessenten für das Projekt können auf dieser Seite mitarbeiten:

     Wikipedia:WikiReader/Progressive Rock
    

    Viele Grüße, SebastianWilken SebastianWilken 15:41, 26. Mai 2005 (CEST)

    Änglagård, Soft Machine, King Crimson

    mir sind drei Dinge aufgefallen:

    - bei Retro-Prog und Stichwort Skandinavien fiel Änglagård unter den Tisch, ich vermute die sind auch eher unbekannt, weil sie nach zwei Studioalben wieder von der Bildfläche verschwanden und Bands wie die Flower Kings und Anekdoten auftauchten. Änglagård haben allerdings so um 1991/1992 dort in der Region den Retro-Boom mitgetragen, und haben auf jeden Fall mit dem 92er Album Hybris ein frühes Zeugnis ihres Könnens und ein sehr überzeugendes Debut hingelegt. Stilistisch sehr echt an die alten Meister angelehnt aber dennoch keine einfache Kopie. Hier der [Leitfaden Skandinavischer Prog der 90er Jahre] zu Änglagård. Sie sind nicht die ersten schwedischen Retroprogger, aber ich denke zu der Anfangszeit damals waren (waren? sind!) sie die Eindrucksvollsten.

    - Soft Machine tauchte gar nicht auf in dem Artikel, ich habe sie zumindest als Beispiel hinzugefügt, kann man sie neben Caravan (samt Anhängen) doch als zweite Ursäule des Canterbury bezeichnen. Auch wenn sie sich nach dem dritten Album eigentlich stilistisch immer mehr davon verabschiedet haben, gehören sie doch auf jeden Fall dazu und sollten nicht unterschlagen werden. ;)

    TODO:

    - Über King Crimson's Werke ab den frühen Achtzigern und den Neunzigern bis heute ist nichts im Artikel zu finden. Das ist nicht akzeptabel, gingen sie doch bewußt zu der Zeit nicht auf die Weichspülerwelle ein, die damals so manche andere Dinosaurier erfaßt hat. Auch KC's Konzept mit dem doppelten Power Trio sollte eine Erwähnung finden, nicht zuletzt wegen den personellen Verstrickungen mit anderen Bands und Musikern des Genres.

    82.140.35.46 21:51, 31. Mai 2005

    Hallo, es steht dir frei, all diese Punkte im Artikel anzubringen! PS: In Zukunft Diskussionsbeiträge bitte mit vier Tilden () unterschreiben. SebastianWilken SebastianWilken 00:13, 1. Jun 2005 (CEST)

    Mir fällt gerad so ein: Die Band King`s X könnte man auch noch erwähnen. Gruss Boris Fernbacher 13:54, 3. Jun 2005 (CEST)

    Konzeptalben

    Im Artikel werden einige Konzeptalben (Tales from Topographic Oceans von Yes, 'Mekanik Destrüktiw Kommandöh' von Magma) erwähnt, aber leider bei einigen versäumt, das Konzept zu erklären. Falls jemand Bescheid weiss, um was es darin geht, bitte in Liste der Konzeptalben und diesen Artikel eintragen. DiV, --Flominator 23:07, 26. Jul 2005 (CEST)

    Link + "Proto-Prog"

    Gruesse. Wollte noch einen Link beisteuern, der vielleicht von Interesse ist http://www.progradio.net/st... Ansonten noch eine Frage: Werden die Wurzeln des Prog tatsaechlich als Proto Prog bezeichnet, oder ist das eine zu willkuehrliche Einteilung (Ja, ich weiss, Schubladen sind eigentlich immer mehr oder weniger willkuehrlich).

    Hallo,
    die Bezeichnung Proto-Prog ist mir ehrlichgesagt nicht bekannt! Google findet zu dem Begriff auch nur wenige Seiten. Daher gehe ich davon aus, dass es sich um eine "willkürliche" Wortschöpfung handelt.
    Was den Link angeht: Von mir aus kannst du ihn einbauen!
    Gruß, SebastianWilken | SebastianWilken 15:28, 9. Jan 2006 (CET)

    Vandalismus

    Hallo,

    gut, dass es so aufmerksame User gibt, die z.B. die mutwilligen und unsinnigen Veränderungen wie am 14.02.2006 um 10.50 Uhr wieder entfernen. Ganz ausschließen lässt sich solch Vandalismus anscheinend nicht. Gruß, Velbert2 13:38, 18.Febr 2006 (CET)

    Progressive?

    Ich finde, dass diese Bezeichnung auf die wenigsten Bands wirklich zutrifft. Es wird ständig übersehen, was progressive bedeutet, nämlich Fortschritt. Man kann eine Band nicht schon als Prog bezeichnen, nur weil sie sich von einfacheren und seichteren Musikstücken unterscheidet.

    Das wirklich beeindruckenste Beispiel für Prog Rock haben zweifellos Yes abgeliefert. Vom ersten Album bis inkl. Big Generator hat hier konsequent von Album zu Album ein musikalischer Fortschritt stattgefunden. Genesis haben eigentlich immer nach dem gleichen Klangmuster gestrickt und wie viele andere "Prog-Rock"-Bands nur Elemente geklaut und jeweils neu zusammengestrickt, wenn auch auf ihre eigene geniale Weise. Ich würde all diese Nachahmer unter der Bezeichnung Artrock eingliedern.

    Und wenn King Crimson schon dauern zitiert wird: Robert Fripp lehnt selbst die Bezeichnung "progressive" für seine Band ab. Auch er hat letztlich nie etwas anderes gemacht, als seine Elemente aus den verschiedensten Musikrichtungen zusammengetragen und Musiker aus den unterschiedlichsten Stilgruppen an einem Strick ziehen lassen. Was Belew vorher bei Zappa und Bowie gezeigt hat, hat er dann auch bei KC eingesetzt. Wer sonst hätte damals David Cross und John Wetton in EINE Band gesteckt. Bruford und Levin haben dieses Konzept mit Chris Botti fortgesetzt. Ein tolles Konzept, aber mit Fortschritt hat das eher wenig zu tun.

    Heute gibt es bestenfalls noch einige Alben, einzelnen Stücke oder einzelne Musiker, die das Prädikat "Progressive" verdienen. Zu diesen Musikern gehören für mich unter anderem David Torn, Richard Barbieri und, mit Einschränkungen, Brian Eno. - Herb66


    Hallo Herb66,

    du hast 100% recht mit dem was du schreibst. Endlich mal jemand, der das klar ausspricht.

    Die haben alle nix Neues erfunden. Da gibt es fast nichts, weder harmonisch noch rhythmisch oder anderes, was nicht schon um 1900 in der klassischen Musik da war (oder später im Jazz).

    ELP ist ja zu 80% nur eine "Verwurstungsmaschine" von Klassik und Jazz auf zugegebenermaßen sehr hohem virtuosem Niveau. Ich hoffe, daß das in dem Wikipedia-Artikel (der von mir ist) auch ausreichend rüberkommt. Das Genesis ähnlich progressiv sind wie Richard Clayderman ist ja klar.

    Dennoch mag ich diese Art von Musik von Zeit zu Zeit irgendwie ganz gerne. Sagen wir es mal so: Besser gut geklaut, als schlecht selber gemacht.

    Aber der Begriff Progressive Rock hat sich nun mal eingebürgert. Ist zwar wenig progressiv das Ganze, aber: Unter welchem Begriff soll man diese Bands den sonst behandeln ?

    -> Ich sehe da leider keine bessere Lösung.

    Gruß Boris Fernbacher 17:33, 10. Apr 2006 (CEST)

    Nun ja, ich denke das Lemma ist 100% OK, da unter Progressive Rock i.A. genau die im Artikel beschriebene Musik verstanden wird. Dies sollte als Rechtfertigung genügen. Ob man jetzt wie Herb66 Yes als das Non-Plus-Ultra ansieht ist sicherlich Geschmackssache. Meiner Meinung nach steht Genesis in der Gabriel-Phase mit Yes auf einer Stufe, da zum Progressive Rock nicht nur die Musik dazugehört, sondern eniges mehr wie z.B. die Texte oder die Platten-Cover. Gruß, SebastianWilken | SebastianWilken 18:07, 10. Apr 2006 (CEST)

    Ein fruchtbarer Ansatz ist es, den Begriff "progressiv" nicht absolut im Vergleich zu anderen Musikrichtungen zu verstehen, sondern zu betrachten, was in der Musik vor sich geht. In dem Zusammenhang habe ich hier ein nettes Zitat von Keith Emerson:
    "It is music that does progress. It takes an idea and develops it, rather than just repeat it. Pop songs are about repetition and riffs and simplicity. Progressive music takes a riff, turns it inside out, plays it upside down [and] the other way around, and explores its potential."
    Das trifft es meiner Meinung nach. Elektrolurch 18:09, 10. Apr 2006 (CEST)

    @Elektrolurch: Ich hätte es nicht besser ausdrücken können! :) SebastianWilken | SebastianWilken 18:26, 10. Apr 2006 (CEST)

    Danke. So gibt das ganze jedenfalls auch wieder Sinn, wenn man sich Genesis anschaut: Bei "The Knife" wird ein Moll-Thema auf der Orgel zunächst zur Begleitung des Strophengesangs (während des Refrains) und am Anfang des Instrumentalteils solistisch von Orgel und Gitarre gespielt, am Ende des Instrumentalteils taucht es in Dur auf, um kurz darauf wieder in Moll von einem neuen Gesangsmotiv unterstrichen zu werden. Das Thema entwickelt sich, im englischen würde man sagen "it progresses". Elektrolurch 18:39, 10. Apr 2006 (CEST)

    Frage: Was ist denn daran progressiv, wenn ein Thema sich von Dur nach Moll entwickelt ? Das ist doch vollkommen normal.

    Allgemein:

    Sebastian schreibt: "Nun ja, ich denke das Lemma ist 100% OK."

    Klar ist das Lemma richtig. Habe ich doch auch gesagt, oder ? ->

    "Aber der Begriff Progressive Rock hat sich nun mal eingebürgert."

    Meine Bemerkungen sind keine Kritik an der Musik dieser Bands. Ich höre mir die immer noch sehr gerne an. Habe auch Keith Emerson immer bewundert, keine Frage. Der hat´s schon drauf.

    Aber in der Musik wird das Rad (Harmonik, Rhythmik, etc.) halt nicht jeden Tag neu erfunden. Selbst Bach war nicht direkt progressiv; der war einfach nur gut.

    Progressiv waren vielleicht Schönberg und John Cage. Dafür klingt das aber halt auch grausam.

    Bin mir ziemlich sicher, daß Emerson, Fripp, Wakeman, etc. mir bei einer Diskussion bei einigen Bierchen zustimmen würden, daß sie keine radikalen musikalischen Innovatoren sind (und vielleicht nie sein wollten).

    Es ist doch nichts schlechtes in einer musikalischen Tradition zu stehen.

    Das reine Wort "Progressiv" sagt doch erst mal gar nichts über die musikalische Qualität aus.

    Gruß Boris Fernbacher 18:49, 10. Apr 2006 (CEST)

    Gut, nach dieser Auffassung ist ja kaum ein Musiker progressiv. Aber es besteht de facto ein musikalischer Unterschied zwischen Main-Stream-Pop und Progressive Rock, wie auch immer man diesen bezeichnen mag. SebastianWilken | SebastianWilken 18:59, 10. Apr 2006 (CEST)

    Moment, hinter dem "Progressive" steht nicht zu Unrecht noch das Wörtchen "Rock". Es geht für mich nicht um einen Absolutheitsanspruch für die Innovation, wie er für Schönberg und Cage gerne gelten mag. Ein Thema, das sich von Moll nach Dur entwickelt, gehört in der Klassik oder im Jazz zur Tagesordnung, in der Populärmusik dagegen nicht. Dass man sich dabei in der Tradition von bereits Dagewesenem umgesehen hat und dass das auch nicht schlimm ist, darin sind wir uns ja einig. Ich finde nur, dass das Prädikat "Progressive Rock" nicht unbedingt eine Worthülse ist, nur weil man keine neue Maßstäbe in der Musik gesetzt hat. Immerhin hat man neue Maßstäbe in der Rockmusik gesetzt. Elektrolurch 19:17, 10. Apr 2006 (CEST)

    Richtig, wenn man den Progressive Rock mal mit anderen klassischen "Rockern" wie den Stones vergleicht, ist da schon ein gehöriger Unterschied was innovative Ideen, musikalische Komplexität etc. angeht (was nicht heißen soll, dass alles, wo Progressive Rock draufsteht per se gut ist und die Stones schlecht sind!) SebastianWilken | SebastianWilken 19:38, 10. Apr 2006 (CEST)

    Ich gebe mich geschlagen: Eure Argumentation hat doch einiges für sich. Ich betrachte manches halt zu sehr aus musiktheoretisch-klassischem Blickwinkel. Die Funktionstheorie ist ja auch irgendwo verrückt. Die kann zur Not jeden noch so üblen Mißklang (Dissonanz) auf eine Erweiterung eines Dreiklangs zurückführen. Seltsam. Umso mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr wundert man sich über die immanenten Inkonsequenzen der Theorie.

    Okay, wenn man das ganze singulär im Kontext der Rockmusik betrachtet (Vergleich mit den Stones), ist die Einnordnung "Progressive" sicher richtig.

    Die Aussage: "Ein Thema, das sich von Moll nach Dur entwickelt, gehört in der Klassik oder im Jazz zur Tagesordnung, in der Populärmusik dagegen nicht." ist auch richtig.

    Die Aussage: "Moment, hinter dem "Progressive" steht nicht zu Unrecht noch das Wörtchen "Rock". Es geht für mich nicht um einen Absolutheitsanspruch für die Innovation, wie er für Schönberg und Cage gerne gelten mag." hat mir gut gefallen; immerhin reden wir immer noch von Rockmusik.

    Die Bemerkung "Aber es besteht de facto ein musikalischer Unterschied zwischen Main-Stream-Pop und Progressive Rock, wie auch immer man diesen bezeichnen mag." ist rtreffend.

    -> Mein Fazit wäre: Progressivität = Progressivität relativ gesehen zum Kontext der sonst üblichen musikalischen Strukturen des Rock-Genres.

    Kann man das so gelten lassen ?

    Aber wir müssen ja auch nicht um des Kaisers Bart streiten.

    PS: Antwort auf die Aussage: "Nach dieser Auffassung ist ja kaum ein Musiker progressiv."

    -> Richtig. Die wenigsten sind wirklich progressiv.

    Muss ja auch nicht sein, oder ?

    Ändert lieber nichts an dem Artikel. Der ist schon super und richtig so.

    Gruß Boris Fernbacher 20:15, 10. Apr 2006 (CEST)

    Ich denke mal, das fasst die Diskussion sehr gut zusammen und mit diesem Fazit können wir alle zufrieden sein! SebastianWilken | SebastianWilken 20:24, 10. Apr 2006 (CEST)

    Hallo Sebastian,

    schön, daß wir jetzt wieder einer Meinung sind. War irgendwie eine sinnlose Diskussion. Gruß Boris Fernbacher 20:30, 10. Apr 2006 (CEST)

    Finde ich auch gut, aber so sinnlos fand ich's jetzt nicht. Könnte ja sein, dass sich mal jemand die Frage stellt, was es mit der Bezeichnung auf sich hat und dann auf unsere Argumente stößt :) Elektrolurch 20:32, 10. Apr 2006 (CEST)

    Nachdem ich diese Diskussion, sei sie nun sinnlos gewesen oder nicht, losgetreten habe, muss ich noch einmal meinen Senf dazugeben: Erstens: man möge mich nicht falsch verstehen, ich bin kein ausgesprochen verkappter Yes-Fan, sondern auch ein ELP, Genesis, King Crimson, usw. Fan. Aber ich würde mir manchmal wünschen, wenn ich mir ein neues Album kaufe, dass das eine oder andere Stück wirklich progressiv ist, das heißt, etwas zu hören, was ich vorher, zumindest bei diesem Künstler, noch nicht gehört habe. Bei den Alben fällt mir schnell ein: 90125 nach Drama, Stereotomy nach Vulture Culture. Bei den Stücken zitiere ich am liebsten Omega Metallicus von Hackett, schade, dass das das einzige Stück in dieser Art auf dem Album war. Peter Gabriel hat auch einige neuen Töne zugelassen, aber wieder mit seinen ewigen Balladen dazwischen das Album verflacht. Es fällt mir überhaupt auf, dass fast alle meine Heroes zu ihren anachronistischen Wurzeln zurückkehren (Sylvian/Nine Horses) und glauben, in dieser Zeit wohl eher damit Erfolg zu haben. Gottlob gibt ihnen der (für mich zu erwartende) Misserfolg nicht recht. Gaudi (APP) war so ein Rückschritt, aber auch das neue Album von Jon Hassell, der nach dem wirklich starken und progressiven Album "City:Works of Fiction" mit "Bluescreen" seinen musikalischen Höhepunkt erreicht hat. Und zur Frage: "Unter welchem Begriff soll man diese Bands den sonst behandeln?" Artrock lautet meine Antwort. Das ist so ein herrlich nichtsagender Begriff für teilweise sehr nichtssagende Musik, auch wenn ich von Mad Man Moon nicht lassen kann und will. Gruß, Herb66

    Taktwechsel und Intervalle aus ELPs "Infinite Space"

    Das 4.Achtel ist keine Sekunde, von d nach g ist es meines Wissens eine Quinte. Vielleicht sollte man auch sagen dass Sekundenintervalle in einem Lauf keineswegs ungewöhnlich ist. "Alle meine Entchen" hat ja eigentlich nur Sekundenintervalle und klingt dadurch keineswegs komplex. Allerdings ist ein Sekundenintervall in einem AKKORD schon eher ungewöhnlich.

    Antwort: Mit dem vierten Achtel (d-a) hast du recht, ist natürlich eine Quinte. Danke für den Hinweis. Da habe ich beim bunt färben wohl geschlafen. Werde ich, wenn ich Zeit habe verbessern. Mit den Sekundintervallen im Lauf solltest du das so sehen, dass die rot gefärbten g-f in Takt 1 und später c-h in Takt 2 in den Oberstimmen für sich gesehen natürlich nichts Ungewöhnliches sind; in Kombination mit a-g sowie d-a in der linken Hand ergeben sich dann aber als Zusammenklänge g + a, f + g, c + d und h + a. Und das sind ja wiederum Sekundakkorde. Bei dem c mit d im Bass müsste man es allerdings auch korrigieren, da das ja eigentlich ein Septintervall ist. Aus meiner Sicht ist nur die Quinte d-a falsch markiert, und das mit der Sept. Gruß Boris Fernbacher 23:41, 7. Mai 2006 (CEST)

    Früher oder Später?

    Im Absatz Artrock lautet der letzte Satz:
      Zu den Hauptvertretern zählen 10cc, Barclay James Harvest,
      spätere The Alan Parsons Project (frühere Alben), Pink Floyd und Supertramp.
    

    Was denn nun? Spätere Alan Parsons Alben oder frühere? Oder gar die frühen Alben des späten Alan Parsons Projects? *g* --Gibberish 16:24, 5. Jul 2006 (CEST)

    Habe das spätere mal entfernt da es keinen sinn macht. SebastianWilken | SebastianWilken 18:50, 5. Jul 2006 (CEST)

    Marillion - Art-Pop?

    Nach all den Diskussionen über Progressive oder nicht (ich sehe das sehr breit gefächert, zähle beispielsweise Peter Gabriel mit seinen Weltmusikklängen immer noch als einen sehr progressiven Musiker), jedoch ist es glaube ich Haarspalterei es so zu betrachten. Ich (selbst Musiker) weiß so ungefähr, wie das Komponieren geht und kaum ein Musiker geht an ein Stück heran und sagt: ich mache jetzt ein progressives, weltenveränderndes Musikstück. Aber nun zu meinem eigentlichen Kritikpunkt: im Text heißt es: Marillion seien Artpop! Ich bin großer Fan von Marillion und es stimmt, dass sie sich auf ihrem ersten Album unter neuem Sänger Steve Hogarth sehr Richtung Charts orientierten (obwohl der 5/4-Rhytmus auf EASTER doch schon als Progressiv gelten kann, oder nicht?), aber allein auf dem neuen Album MARBLES sind zwei Stücke über zehn Minuten. Es weißt Taktwechsel á la Genesis auf und ist als zusammenhängendes Konzeptalbum aufzufassen (das kommt in der zwei CDVersion teilweise noch besser, als auf der normalen). Also, meines Erachtens sind Marillion zumindest vom Progressiven her BIS HEUTE (!!!) auf einer Stufe mit Yes oder Genesis.

    Hi. Ein paar Beispiele für Rückgriffe in die Vergangenheit gibt's schon auf Marbles. Ich sehe diese in der zweiten Schaffensperiode von Marillion allerdings doch deutlich unterrepräsentiert, insbesondere, wenn man sich mit den Vorgängeralben wie Afraid of Sunlight, Radiation, Marillion.com, Anoraknophobia befasst hat, auf denen sie sich wirklich meilenweit vom Genesis-beeinflussten Sound der 80er entfernt haben. Die neuen Marillion sind gewiss sehr stark, wenn es darum geht, Stimmungen und Atmosphäre zu vermitteln und das scheint auch genau das zu sein, was sie wollen. Die kompositorische Gewitztheit der klassischen Bands, insbesondere das Spiel mit Themenvariationen etc. überlassen sie dagegen größtenteils - die Schrägtakte sind doch eher Ausnahme als Regel - anderen Bands.
    Hier sollte auch wieder zwischen "progressiv" im Wortsinne und "Progressive Rock" unterschieden werden. Wenn Peter Gabriel Ethno- und Popmusik kombiniert, ist er sicherlich progressiver als alle Bands, die das Prädikat "Progressive Rock" dadurch beerben, dass sie ihren Vorbildern aus den 70er Jahren nacheifern. Letzeres mag sogar dem genauen Gegenteil von "weltverändernd" entsprechen. Trotzdem gibt es diese Herangehensweise und so kommt es zum etablierten Gebrauch eines paradox erscheinenden Begriffs wie Retro-Prog. Daniel Strüber Daniel Strüber 21:04, 8. Nov. 2006 (CET)

    Vielleicht mag ich ja sogar noch ein wenig 'beeinflusst' sein, da ich zwar Genesis mit Peter Gabriel liebe, aber Marillion mit Fish eher überhaupt nicht leiden kann; warum weiß ich auch nicht so genau. Einer der Hautsachen, die mich wohl dazu veranleiten, die Früh-(und womöglich progressivere)Phase der Band so zu 'missachten', ist die große Herausstellung des Textlichen und des Gesangs. Als mehr oder weniger berühmtes Beispiel fällt mir 'Garden Party' ein, als nächster Song 'Freaks' (der ja nun wirklich weder in Text noch Melodieführung progressiv ist, ähnlich wie 'Kayhleigh' oder 'Lavender'), die mich eben dazu veranlassen, noch nicht mal die Frühphase als unheimlich progressiv zu bezeichnen. Es mögen progressive Ansätze vorhanden sein, jedoch werden sie auf dem von dir angesprochenen 'Afraid of Sunlight'-Album beispielsweise besser umgesetzt (Laut und Leise, krumme Taktarten), ebenso wie auf 'Marbles' und selbst 'Anoraknophobia'. Wenn wir nochmal die Gabriel-Thematik auffassen, der mit fremden Einflüssen durchaus 'progressive Pop-Musik' erschafft, dann gilt beispielsweise der doch schon hohe Elektronik-Einfluss (am besten zu hören auf 'This is the 21st Century'), als Progressiv. Dies nur mal so als Erklärung. Vielleicht ist es jedoch wirklich die von dir angesprochene 'Atmosphäre', die Marillion auch heute noch für mich 'Progressiv' werden lässt. Diese erinnert mich nämlich durchaus an Genesis, Yes oder ELP (auch gerne die frühen King Crimson, auch wenn dieser Vergleich etwas hoch gesteckt ist). Den Begriff Retro-Prog finde ich beinahe ebenso unsinning wie überflüssig. Retro kann NIE (würde ich als Musiker (wenn auch junger Musiker, bin 16 Jahre) behaupten) eine aktuell aufgenommene Scheibe sein. Beeinflussung der alten Hasen, gut, aber natürlich verändert sich selbst der Prog und wurde nicht heute einfach wieder so mal eins zu eins kopiert. TRANSATLANTIC beispielsweise waren für mich, als sie ihre Alben herausgebracht haben, ebenso Progressiv wie aktuell, aber nie Retro.


    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Progressive Rock und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).