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Propionsäure

Der Artikel Propionsäure gehört zur Kategorie: Chemische Verbindung, Alkansäure, Carbonsäure
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Strukturformel
Abbildung
Propansäure-Molekülmodell
Bildherkunft

Allgemeines
Name Propionsäure
Andere Namen
  • Propansäure
  • Ethancarbonsäure
Summenformel C3H6O2
CAS-Nummer 79-09-4
Kurzbeschreibung farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch
Eigenschaften
Molmasse 74,08 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 0,992 g/cm³
Schmelzpunkt -24 °C
Siedepunkt 141 °C
Dampfdruck 5 hPa (20 °C)
Löslichkeit mischbar mit Wasser und Alkohol
Säurekonstante 4,87
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze R: 34
S: 23.2-36-45
MAK -
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Propionsäure ist der Trivialname der Propansäure, einer Carbonsäure mit stechendem Geruch. Ihre Salze und Ester heißen Propionate.

Vorkommen und Gewinnung

Propionsäure kommt in der Natur in einigen ätherischen Ölen vor. Sie wird großtechnisch aus Ethen, Kohlenmonoxid und Wasser gewonnen. Es gibt auch Bakterien, die Propionsäure bilden, was z. B. bei der Herstellung bestimmter Käse von Bedeutung ist: Propionsäurebakterien im Käsebruch bilden beim Emmentaler und anderen Hartkäsesorten die charakteristischen Löcher und das Aroma durch Freisetzung von Kohlendioxid und Propionsäure. Sie bildet sich auch bei Gärungs- und Fermentationsprozessen bzw. beim biologischen Abbau von pflanzlichen bzw. tierischen Materialien.

Auch bei der Gewinnung von Biogas aus organischen Abfällen wird Propionsäure gebildet. Propionsäure entsteht in der zweiten Phase der Materialzersetzung, der säurebildenden Phase, in einem luftdichten Gärbehälter.

Verwendung

Propionsäure ist ein wichtiger Synthesebaustein zur Herstellung von Kunststoffen, Herbiziden, Arzneimitteln. Propionsäure (E 280) sowie ihre Salze Natriumpropionat (E 281), Calciumpropionat (E 282) und Kaliumpropionat (E 283) werden als Schimmelverhütungsmittel unter anderem für abgepacktes Brot oder Gebäck verwendet. In der BRD war Propionsäure in Schnittbrot ab 1988 verboten, da berichtet wurde, dass sie bei Ratten krebsähnliche Veränderungen des Vormagens hervorruft. Nach neuestem EU-Recht ist sie wieder erlaubt. Die Ester der Propionsäure dienen als Riechstoffe, Aromastoffe sowie als Lösungsmittel.

Weblinks

Sicherheitsdatenblätter

Sicherheitsdatenblätter für Propionsäure verschiedener Hersteller in alphabetischer Reihenfolge:



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Propionsäure und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).