Toplinks zu diesem Thema:
Bordell, Schriftsteller, Sex
Der Artikel Raï gehört zur Kategorie: Musikgenre, Regionales Musikgenre, Raï, Kultur (Algerien), Algerien, Arabische Musik
Der Raï (راي) ist eine algerische Volks- und Populärmusik, entstanden in der Westalgerien und im Osten Marokkos. Das wichtigste Zentrum ist Oran. Der Raï stieg in den frühen achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zur bedeutendsten algerischen Popmusik auf und fand auch international weite Beachtung.
Glossar
Raï
Der Begriff Raï ist mehrdeutig. Im Arabischen bedeutet das Wort "ra'y" soviel wie Meinung, Sichtweise oder Standpunkt, aber auch Ratschlag, Gedanke, Entscheidung, Plan oder Ziel. In einem speziellen Kontext verweist der Begriff hier auch auf den Rat eines Cheikh aus der Tradition des Melhoun.
Zusätzlich findet sich auch eine weitere Ableitung vom Ausruf "Ya ray!", der bereits in Vorläufern des Raï als Füllsel zur Überbrückung zwischen Textabschnitten diente, ähnlich dem "Yeah!" in der angloamerikanischen Pop- und Rockmusik.
Cheikh / Cheikha
Cheikh und die weibliche Form Cheikha sind weit über den Rai hinaus im gesamten arabischen Raum als Titel für ältere und erfahrenere Personen üblich.
Geschichte
Erst mit dem Phänomen des Pop-Raï ab dem Anfang der 1980er Jahre geriet der Raï ins Blickfeld der Musikwissenschaft und eine Geschichtsschreibung begann. Bis heute sind viele Details seiner Entstehung unbekannt und werden es vermutlich wohl auch für immer bleiben, da insbesondere zu seiner Frühgeschichte weder Tondokumente noch Aussagen von Zeitzeugen existieren. Ähnlich wie beim Blues verlieren sich die Ursprünge des Raï am Ende des 19. Jahrhunderts.
Bis 1920
Hervorgegangen ist der Raï aus einer einfachen Hirtenmusik aus dem Umland Orans, geprägt von schlichten improvisierten Texten und einfacher Flötenbegleitung. Während der Landflucht der Jahrhundertwende zogen viele der Hirten in die Stadt und brachten ihre Musik mit nach Oran, dort adaptierte diese Züge der tradierten städtischen Volks- und Kunstmusiken.1920–1960
Diese neue Musik wurde von den Medahates, reinen Frauenorchestern, adaptiert und weiterentwickelt. Die Medahates spielten meist bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten oder Beschneidungen auf, aber auch in Bordellen und Bars. Durch die Bandbreite dieser Erfahrungen und die extrem liberale Atmosphäre Orans dieser Zeit begünstigt, formulierten die Vorsängerinnen der Orchester, die Cheikhates (cheikh=alt, weise, erfahren), in ihren Texten zunehmend in realistischer und kritischer Form die Lebensbedingungen von Frauen der Unterschicht im Oran der 1920er Jahre, sangen Lieder über Liebe, Eifersucht, Sexualität, Armut und Trunksucht. Mit diesen Inhalten befand sich der Raï deutlich in Konflikt mit der prüden algerischen Gesellschaft, die den Raï vielfach für "ein Genre, das den Verfall der Sitten und den Niedergang des Anstands im algerischen Volke widerspiegelt" hielt.Die berühmteste dieser Sängerinnen war Cheikha Rimitti (der Name stammt vom französischen "Remettez", zu Deutsch "Schenk ein!"), sie machte 1952 ihre erste Schallplattenaufnahme (für die französische Plattenfirma Pathé) und war bis zu ihrem Tode aktiv. Ihre Musik illustriert auch den inhaltlichen Wandel vom orchestralen Medahates-Raï zum individuelleren Cheikha-Stil, formal allerdings blieb der Raï unverändert, die Vorsängerin wurde nach wie vor von einem Gesangsensemble begleitet, sowie der Gasba (eine Rosenholzflöte) und der Gallal (einer Rahmentrommel).
1960–1979
Diese Gestalt des Raï als eine raue und wilde urbane Volksmusik erhielt sich lang hinaus über den algerischen Unabhängigkeitskrieg der 1950er und 1960er Jahre. 1968, mit den ersten Aufnahmen des Trompeters Bellemou Messaoud, dem "Pere du Raï" (Vater des Raï), erfährt der Raï eine bedeutende Veränderung, die klassische Instrumentation wird durch westliche Instrumente wie E-Gitarre, Saxophon, Geige und Akkordeon ergänzt, Elemente von Flamenco, Jazz und der Rockmusik werden eingearbeitet und die Stücke werden kunstvoller und virtuoser, auf Gesang wird, zugunsten der Solotrompete, teils ganz verzichtet. Der "Raï Pop" Messaouds stellte einen revolutionären Wendepunkt in der Geschichte des Raï dar, nur dem Wandel von der Hirtenfolklore zur städtischen Orchestermusik in den 1920er Jahren vergleichbar. Nicht nur, was Instrumentation, Struktur und Interpretation der Musik angeht, auch soziologisch war Messaouds Stil revolutionär: Durch den weitgehenden Verzicht auf Gesang und Text entfiel die gesellschaftliche Stigmatisierung des Raï, die sich auch nach der Unabhängigkeit erhielt und die technisch und kompositorisch anspruchsvollere Präsentation erschloss dem Raï ein neues Publikum. Die vielleicht wichtigste Veränderung aber war wohl, dass zum ersten Mal ein männlicher Interpret in die bisher reine Frauendomäne des Raï vorstieß, Bemerkenswertes darin leistete und so die geschlechtliche Bindung der Musik aufbrach (was in der Rezeption bis heute allerdings auch zur Folge hat, dass der äußerst gewichtige Beitrag der Frauen zu dieser Musik nur selten angemessen gewürdigt wird). 1975 zog sich Messaoud aus der Musik wieder zurück. Ein weiterer bedeutender Interpret dieser Zeit ist Bouteldja Belkacem.1979–1989
1979 erschien ein Stück namens "Ana Ma H'Lali Ennoum", zu deutsch "Ich kann nicht schlafen", das erste Raï-Stück, in dem ein Synthesizer zu hören ist, von einer Sängerin namens Chaba Fadela und wurde schlagartig ein riesiger Erfolg. Schon der Name der Sängerin war ein Aufbegehren, Chaba bedeutete nämlich "Die Junge" in Opposition zum Cheikh und Cheikha der Altvorderen. Mit seiner aufgeheizten Nervosität und dem eindringlichen, schrillen Ton traf das Stück die algerische Jugend bis ins Mark.70% der algerischen Bevölkerung waren zu dieser Zeit unter 25 und sie litten unter hoher Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot. Die zutiefst verknöcherte algerische Gesellschaft hatte die Unruhe ihrer Jugend lange verdrängt, in diesem Stück fand ihre Wut und Frustration Ausdruck. Der "Raï moderne" verbreitete sich schlagartig, als Studiomusik erstmals solide produziert und musikalisch erneuert mit dem massiven Einsatz von Synthesizern und Drumcomputern vor allem durch den bedeutenden Produzenten Rachid Baba Ali Ahmed. Innerhalb kürzester Zeit tauchten neue Interpreten auf wie Cheb Hamid, Cheb Khaled (dessen Stück "Aisha" 2003 als Cover-Version ein internationaler Hit wurde), Chaba Zahouania, Cheb Sahraoui (der spätere Ehemann von Chaba Fadela) und viele weitere.
Die Regierung, die das Unruhepotential der Jugend zu fürchten begann, verbot den Raï in Radio und Fernsehen, aber die kleinen, schnellen und hochflexiblen Kassettenmärkte schufen eine Gegenöffentlichkeit, gegen die die Regierung machtlos war. Die Aufhebung des Banns wurde erst 1985 mit einem großen, im Fernsehen übertragenen Festival vollzogen, nicht zuletzt weil das Phänomen Raï mittlerweile auch internationale Beachtung gefunden hatte. Besonders erfolgreiche Karrieren begannen Cheb Khaled (der später das Cheb fallen ließ und heute als Khaled firmiert) und Cheb Mami.
Seit 1989
So gut sollte die Situation für die Musiker aber nicht lange bleiben. Ab dem Ende der 1980er Jahre hatte die "Islamische Heilsfront" (FIS) die Unzufriedenen gesammelt und bei den Wahlen 1992 kam es zu einem Erdrutsch-Sieg der FIS. Um eine islamistische Regierung zu verhindern, putschte das Militär und es entspann sich ein jahrelanger Bürgerkrieg, der weit über 100.000 Menschenleben kostete. Im Visier der Islamisten waren auch die Raï-Musiker, viele gingen bereits ab 1990 ins Exil nach Frankreich, da der islamistische Druck zu stark war. Der Sänger Cheb Hasni, wichtigster Repräsentant des "Raï Love"-Stils (geschmeidige Arrangements mit Liebeslyrik) und beharrlich den Gang in das Exil verweigernd, wurde am 11. September 1994 auf offener Straße als "Feind Gottes", der "das Übel auf der Erde verbreitet habe" durch Attentäter der GIA erschossen, ebenso im Februar 1995 der legendäre Produzent Rachid Baba Ahmed (der Phil Spector des Raï) und im September 1996 Cheb Aziz.Dem algerischen Schriftsteller Aziz Chouaki zufolge "veränderte die Ermordung Cheb Hasnis die Texte, verwandelte die Raï-Szene in eine Protestbewegung". Wo die Inhalte des Raï bisher nur Sex, Alkohol und Rastlosigkeit waren, entstand plötzlich ein politisches Bewusstsein.
Cheb Mami konnte erst 1999 nach 10 Jahren wieder in Algerien ein Konzert geben, 2000 folgte Cheb Khaled, der 14 Jahre lang nicht mehr in Algerien war. Ein Teil der jüngsten Generation des Raï arbeitet heute in Paris oder Marseille, wo er unter den so genannten Beurs schon seit den frühen achtziger Jahren ein interessiertes Publikum gefunden hatte. Die Notwendigkeit des Exils bot vielen Musikern gleichzeitig die Möglichkeit, in engem Anschluss an internationale Musik zu arbeiten und ihre Einflüsse aufzunehmen. Hybridformen mit Techno, House und Drum'n'Bass und Hip Hop sind entstanden, einer der wichtigsten dieser "Crossover"-Interpreten ist Rachid Taha.
Trotz der repressiven Bedingungen der 90er Jahre blieben die Raïmusiker auch in Algerien weiterhin aktiv und sind nicht verstummt, wenn auch in den Medien der westlichen Welt wenig über sie zu hören ist.
Bedeutende Interpreten
- Cheb Aziz
- Cheb Bilal
- Rachid Baba Ali Ahmed
- Bouteldja Belkacem
- Cheikha Djenia Lkbira
- Douzi
- Chaba Fadela
- Faudel
- Cheb Hamid
- Mohamed Lamine
- Cheb Otman
- Cheb Hasni
- Cheb Hindi
- Cheb Kader
- Cheb Khaled
- Cheb Mami
- Bellemou Messaoud
- Cheb Nasro
- Raïna Raï
- Cheikha Rimitti
- Cheb Sahraoui
- Rachid Taha
- Cheb Tahar
- Chaba Zahouania
Literatur
- Jean Trouillet: Rai! Beim Barte des Propheten., in: Jean Trouillet / Werner Pieper (Hrsg.), WeltBeat, Löhrbach, 1989, ISBN 3925817328 [LINK]
- Marc Schade-Poulsen: Men and Popular Music in Algeria: The Social Significance of Rai (Modern Middle East Series). University of Texas, 1999, ISBN 029277740X
- Frank Tenaille: Die Musik des Rai. 2003, ISBN 3930378493
Weblinks
Diskussion der Autoren über den Artikel: Raï
Hallo denisoliver, wg. meiner Kritikpunkte:
- kein Rai vor 1880: Zitat aus dem Abschnitt "1880-1920":
- Zu dieser Zeit war der Raï noch eine simple Hirtenmusik ... um die Jahrhundertwende brachten (sie) ihre Musik mit nach Oran, die dort Züge der tradierten städtischen Volks- und Kunstmusiken adaptierte. Sollte wahrscheinlich vor dieser Zeit heißen, denn um die Jahrhundertwende war ja die Veränderung - wahrscheinlich nur Formulierungsfrage.
- willkürliche Einteilung der Zeitkapitel:
- 1960: (von meiner Diskussionsseite) ab 1960 die integration ausländischer musikformen und instrumente - das steht aber nicht im Artikel! Im Artikel steht: 1968 erfährt der Raï eine bedeutende Veränderung, die klassische Instrumentation wird ... ergänzt
- 1989: Ich habe eher 1992 mit dem Militärputsch als wesentlich erachtet und nicht so sehr die Sammlungsbewegungen der Islamisten - wahrscheinlich ein Interpretationsfehler meinerseits, sorry.
- Allgemeine Kritik am letzten Abschnitt:
- Zitat aus der Einleitung: Der Raï ist eine algerische Volks- und Populärmusik
- Da ist es zwar interessant, das Schicksal der Größen der 80er in den 90ern zu lesen, aber ist das wirklich das Wesentliche ab 1989?
- (von meiner Diskussionsseite) der von dir als lapidar monierte folgesatz leitet einen schlußabschnitt ein der die resistenz des rai gegenüber der verfolgung der 90er und die ihm erhalten gebliebene vitalität charakterisieren soll. Gerade diese Resistenz des Rai und die erhalten gebliebene vitalität würde ich als das Wesentliche in dieser Zeitspanne ansehen - und nicht so sehr das Schicksal der Stars der 80er, deren Schicksal sehe ich in der Geschichte des Rai eher als Anekdote an. Trotzdem wird gerade diese Resistenz und Vitalität eher kurz und beiläufig erwähnt. Fast nach dem Motto: ach, fast hätt ich's vergessen ...
- nun, bei der aktuellen situation des rai ist eben das problem die quellenlage. mehr als das es den rai als bewegung in algerien, speziell oran überhaupt noch gibt, ist aktuell nicht in erfahrung zu bringen. niemand berichtet ausführlich über die musikszene des ehemaligen bürgerkriegslandes, dessen frieden noch immer labil ist. Denisoliver 14:44, 22. Apr 2004 (CEST)
- Warum schreibst Du das nicht rein? Im Moment klingen die Sätze viel zu nichtssagend, sie wirken wie Verlegenheitssätze, damit man überhaupt etwas dazu geschrieben hat. -- Srbauer 16:53, 22. Apr 2004 (CEST)
- So anders wüsste ich es nicht. Denisoliver 15:02, 23. Apr 2004 (CEST)
- Klingt schon deutlich besser, vor allem ist jetzt die Aussage enthalten, warum nicht mehr Infos vorliegen. -- Srbauer 20:32, 23. Apr 2004 (CEST)
Diskussion aus dem Review
Ein Artikel zum Thema Musik, der vor einiger Zeit (April/Mai) einmal Kandidat für die Exzellenten Artikel war und mit 2:2 durchfiel. Vielleicht fällt jemandem etwas ein was man denn da dran drehen kann, um den (wie ich finde) keinesfalls schlechten Artikel exzellent zu machen. Denisoliver 01:37, 14. Aug 2004 (CEST)
- bin zwar kein Musiker, aber: 1) ich würde gern noch etwas über diese Frau Rimitti erfahren, kann ich mich irgendwie nicht vorstellen, dass sie 1936 ihre erste Schallplattenaufmahme gemacht hat und heute immer noch aktiv ist. 2) Den Abschnitt "1989-heute" würde ich übverarbeiten. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Islamistische Partei die Wahlen gewonnen hat, weil die Leute den Rai nicht mochten - aber so ungefähr kommt das rüber. --Steffen Löwe Gera 21:45, 14. Aug 2004 (CEST)
- sowohl trouillet als auch tenaille (siehe in der literatur) berichten unabhängig voneinander über die aufnahme von 1936. im allmusicguide finden sich die worte "Remitti recorded her first records in 1936 [...] . Nevertheless, Remitti remained popular during her long years of active performing and recording. She enjoyed a revival of interest in the 1990s." ihre letzten beiden platten sind von 2001, am 3 april 2004 gastierte sie in der Royal Festival Hall in london, am 10. juli in tokyo. das ist zwar mehr als bemerkenswert für eine 83-jährige, aber eben nicht unmöglich :) . den angesprochenen abschnitt werde ich mir mal ansehen und gucken, was man da machen kann. Denisoliver 11:26, 15. Aug 2004 (CEST)
Kopfgeld!
Habe soeben ein Kopfgeld auf einen Exzellenten Artikel ausgesetzt. Vielleicht klappt es im nächsten Anlauf? --Vlado 6. Jul 2005 14:02 (CEST)
Hallo
Hallo, ich wollte nur sagen, dass "die Interpreten" zur Rai-Musik gezählt werden.(kann man auf arabischen seiten oder auch im eng-wikipedia nachlesen, außerdem zählt man die arabische Pop-Musik dazu auch wenn vielleicht keine tradionellen beimischungen oder ähnliches enthalten sind. Dazu kommen Duette mit anderen rai-interpreten, z.B: bei youm wara youm. --Mihály- Hallo Mihály, Amr Diab ist Ägypter und Vertreter des Shaabi bzw. später des "mediterranen Stils", einer städtischen Popmusik aus Ägypten, die nichts, aber auch gar nichts mit Rai zu tun hat. Auch Samira Said ist keine Raisängerin, sondern eine ganz normale arabische Popsängerin. Wenn dir dieser Unterschied nicht mit dem eigenen Ohr bereits auffällt, könnte das Nachschlagen in seriöseren Quellen über Rai als den angeführteren helfen. Lies einfach mal etwas auf den offiziellen Webseiten der beiden Künstler herum. Das die beiden bereits Duette mit Rai-Sängern hinter sich haben, heisst gar nix, denn da finden sich auch Namen wie Noa, Sting oder Eros Ramazotti, ohne Zweifel keine Raisänger. Die unbelegt dahingestellte Behauptung, daß "man die arabische Pop-Musik dazu" (also wohl zum Rai) zähle, ist absolut lächerlich und bedarf keiner weiteren Erörterung. Ich werde die Namen wieder streichen, da sie ganz offensichtlich falsch sind. Solltest du sie wiedereinstellen, dann bitte ich zuvor um solide und seriöse Quellenangaben (im en-wikipedia findet sich übrigens nichts dergleichen). Denisoliver 16:34, 9 November 2005 (CET)
Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)
Der Raï (راي) ist eine algerische Volks- und Populärmusik, entstanden in der Hafenstadt Oran. Der Ursprung der Bezeichnung ist umstritten, sie wird sowohl vom arabischen Wort "ra'y" (dt. Meinung) abgeleitet wie auch von dem Ausruf "Ya ray!", der bereits im Vorläufer des Raï als Füllsel zur Überbrückung zwischen Textabschnitten diente, ähnlich dem "Yeah!" in der angloamerikanischen Pop- und Rockmusik. Aufgrund des Ursprungs des Raï in volksmusikalischen Traditionen gilt letztere Erklärung mittlerweile als wahrscheinlicher.
Symbol support vote.svg
Bildherkunft
Pro Antifaschist 666 12:49, 15. Mär 2006 (CET)
- contra als Hauptautor. Es fehlt eine Beschreibung der Musik selbst (konnte ich nicht leisten, da müsste jemand wie Bottomline ran ... ;)). Das ist nur eine Geschichte des Rai. Denisoliver 13:28, 15. Mär 2006 (CET)
- Da ist wohl nichts hinzuzufügen. Contra
Symbol oppose vote.svg
Bildherkunft --ThePeter 16:06, 15. Mär 2006 (CET)Contra
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Raï und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).

