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Raurakische Republik

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Der Artikel Raurakische Republik gehört zur Kategorie: Französische Revolution, Koalitionskriege, Historischer Staat, Historisches Territorium (Schweiz)
Raurakische Republik bzw. Raurachische Republik (République rauracienne) war eine durch französischen Revolutionsexport errichtete Tochterrepublik, gebildet aus den zum Reich gehörigen Teilen des Fürstbistums Basel. Sie wurde am 17. Dezember 1792 errichtet und durch Eingliederung in die Französische Republik am 23. März 1793 aufgelöst.

Der Name verwendet den lateinischen Namen Basels – siehe Augusta Raurica.

Gestützt auf das Verteidigungsbündnis des Fürstbistums Basel mit Frankreich von 1780 besetzten französische Truppen nach dem Beginn des Ersten Koalitionskriegs im April 1792 die zum Reich gehörigen nördlichen Teile des Fürstbistums, die unter dem Schutz der Eidgenossenschaft stehenden südlichen blieben noch frei. Nach der Ausrufung der Französischen Republik im September 1792 kam es zu Unruhen im Fürstbistum und zur Bildung revolutionärer Gremien. Am 17. Dezember wurde die Raurakische Republik als erste Tochterrepublik der französischen ausgerufen. Nach dem Scheitern zweier Nationalversammlungen sprach sich die dritte in einer von Frankreich erzwungenen und manipulierten Abstimmung für den Anschluss an die Mutterrepublik aus, der am 23. März 1793 durch die Schaffung des Département du Mont Terrible vollzogen wurde. Durch den Frieden von Campo Formio Ende 1797 vergrößerte sich das Département um die noch unbesetzten Teile des Fürstbistums im Süden, doch bereits 1800 wurde es in Département Haut-Rhin integriert.

Mit dem Ende der napoleonischen Herrschaft in Europa stellte sich wieder die Frage der staatlichen Zugehörigkeit der ehemals fürstbischöflichen Gebiete. Ende 1813 marschierten Truppen der Koalition ein, doch blieb das Departement im ersten Pariser Frieden noch bei Frankreich. Der Wiener Kongress beschloss am 20. März 1815 schliesslich die Eingliederung in die Schweiz und die Aufteilung auf die Kantone Bern und Basel. Der erst 1979 geschaffene Kanton Jura ist mit den ehemaligen Reichsteilen des Fürstbistums Basel weitgehend identisch und sieht seine Eigenstaatlichkeit stark in der Raurakischen Republik verwurzelt.


Die Raurakische Republik führte – im Gegensatz zu anderen französischen "Tochterrepubliken" – in ihrer kurzen Existenz keine eigenständige Nationalflagge ein. Es ist jedoch bekannt, dass ein Staatswappen angenommen wurde. Dieses bestand im Wesentlichen aus dem römischen Liktorenbündel, das auch heute noch im Siegel - ein eigentliches Staatswappen existiert nicht - Frankreichs zu finden ist und ein Symbol der Freiheit in der Folge der Französischen Revolution darstellt.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Raurakische Republik und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).