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Der Artikel Republik gehört zur Kategorie: Staatsform
Die Republik (über frz. république von lat. res publica „öffentliche Sache“) ist eine Staatsform, die sich an Gemeinwesen und Gemeinwohl orientiert und seit der französischen Revolution als Gegenmodell zur Monarchie verstanden wird.
Heute wird Republik allgemein als Nicht-Monarchie und Nicht-Despotie gesehen. Negativdefiniert ist jedoch wenig über die Republik gesagt. Im engeren Sinne kennzeichnet sie einen Staat mit gewähltem also gemeinschaftlich bestimmten, nicht notwendigerweise demokratischen Staatsoberhaupt, in der Regel bezeichnet als Präsident, und nach Ablauf seiner Amtszeit die Notwendigkeit mit den selben Mitteln einen Nachfolger zu bestimmen (personelle Diskontinuität). Hierbei steht es dem scheidenden Amtsinhaber nicht zu, einen Nachfolger zu benennen. Dies definiert die Republik v.a. formell und personell. In einem weiteren Sinne erfordert die Republik, dass es keine Staatsgewalt aus eigenem Recht gibt, also auch nicht aus einem rein institutionellen Grund oder neben bzw. über der gemeinschaftlich verfassten Staatsgewalt (enumeratives Merkmal). Trotz einer gewissen Nähe zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zeigt der Blick auf kollektiv geführte Königreiche und monokratische Präsidentschaften, dass die Republik ein eigenständiges Staatsstrukturmerkmal ist.
Die weltweit kleinste Republik ist die Republik Nauru, die flächenmäßig größte ist die Russische Föderation, die bevölkerungsreichste ist die Volksrepublik China, die älteste bestehende Republik ist San Marino.
Klassische Definition
Die Römische Oligarchie war im obigen Sinne nicht demokratisch jedoch republikanisch. Die klassische Definition der Republik lautet unter Anderem:Geschichte
Antike
Erste Ansätze einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft erschienen in der Πολιτικά des Aristoteles. Er teilte die sechs ihm bekannten Herrschaftsformen in zwei Kategorien:- die Guten, am Gemeinwohl orientierten (Monarchie, Aristokratie, Demokratie) und
- die Schlechten, die sich nur nach dem Bedürfnis der herrschenden Klasse richten (Tyrannis, Oligarchie, Ochtotykratie).
Die Republik als politisches Konzept zur Lenkung des Gemeinwesens und als Bezeichnung desselben tauchten erstmalig mit der antiken Römischen Republik auf. Ihre Entstehung hat die Republik im wesentlichen dem auch heutzutage noch zu beobachtenden Phänomen zu verdanken, dass große oder gar uneingeschränkte Macht in den Händen eines einzelnen nicht selten zum Zweck persönlicher Bereicherung eingesetzt wird, einhergehend mit Unterdrückung und Ausbeutung der Beherrschten.
Eine solche Situation führte ca. 500 v. Chr. zum Aufstand der Bevölkerung Roms gegen die königliche Herrschaft und zur Vertreibung des letzten römischen Königs Lucius Tarquinius Superbus. Es wurde beschlossen, fortan niemals wieder einen König (lat. rex) zu dulden. An seiner Statt wurden Konsuln (v. lat. consules „Berater“) zur Führung des Gemeinwesens bestimmt, deren Macht mehrfach begrenzt war: Zum einen wurden sie vom Senat lediglich für ein Jahr gewählt (Prinzip der Annuität). Zum anderen wurden für jede Amtsperiode zwei Konsuln bestimmt (Prinzip der Kollegialität), wenngleich jeder mit voller Gewalt ausgestattet war. Zunehmend wurden die Konsuln ermächtigt, für gewisse Aufgaben Gehilfen einzusetzen.
Neuzeit
Niccolò Machiavelli unterschied die Staaten der Welt ausschließlich in Republiken und Monarchien. Zu Zeiten der nordamerikanischen und französischen Revolution wurde die Republik als Gegenmodell zur unmittelbaren Demokratie verstanden. Ihr sollten die Prinzipien der Repräsentation und die Trennung von gesetzgebender und ausführender Gewalt anhaften. In der Lehre Rousseaus sollte das kein Widerspruch zur Monarchie sein (Rousseau, Du contrat social, Livre II chap.6).Mit der Etablierung des Begriffs der Repräsentativen Demokratie lösten sich die demokratischen Elemente vom Republikbegriff. Dieser beschränkt sich heute auf die Abschaffung der Monarchie und die Ausrichtung des Gemeinwesens nach dem Gemeinwohl.
Formen der Republik
Der Begriff Republik beschreibt den Grundtyp einer Staatsform,die auf das Gemeinwohl orientiert ist und Bezug auf den Volkeswillen hat. Auch die Rechtlichkeit ist ein Bestandteil der Republik. In der Antike schlossen sich Republik und Monarchie nicht aus, sondern Republik und Tyrannis schließen sich aus. Das römische Kaiserreich sah sich weiterhin als Republik. Erst im Zuge der Französischen Revolution entstand das antimonarchische Verständnis des Begriffes. Durch die Hinrichtung König Ludwig XVI wurde dieser Charakter der Unvereinbarkeit von Monarchie und Republik geprägt. Seither wird dies als der Hauptcharakter einer Republik gesehen. Wie die Republik im Inneren ausgestaltet ist, kann jedoch von Staat zu Staat abweichen. Häufig kommen Republiken mit demokratischer Regierung vor, so zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland. Das muss aber nicht so sein. Das Merkmal republikanisch sagt nur aus, dass kein Monarch den Staat regiert. Sämtliche andere Herrschafts- und Regierungsformen sind denkbar. Die Mitbestimmung des Volkes bei der staatlichen Willensbildung ist nicht zwingend notwendig.Im Gegensatz dazu können auch Monarchien sehr demokratisch sein. So zum Beispiel ist das Vereinigte Königreich eine konstitutionelle Monarchie, die demokratisch regiert wird. Trotz Demokratie handelt es sich nicht um eine Republik (siehe zur Abgrenzung: Monarchie). Mit der Bezeichnung der Staatsform wird keine Aussage zur Qualität der vorherrschenden demokratischen Mitbestimmung getroffen.
Demokratische Republik
Sowohl das Staatsoberhaupt als auch die Volksvertreter werden in einer demokratischen Republik auf Zeit vom Wahlvolk gewählt. In der Regel haben demokratische Republiken ein repräsentatives demokratisches Regierungssystem.Präsidialrepublik
Bei einer Präsidialrepublik hat ein Präsident als Staatsoberhaupt und Regierungschef die Regierungsgewalt inne.Semipräsidialrepublik
Für das semipräsidentielle Regierungssystem existiert eine zweiköpfige Exekutive, aus Präsident und Ministerpräsident, wie sie für ein parlamentarisches Regierungssystem typisch ist. Allerdings haben in Gegensatz zu diesem Regierungssystem beide signifikante Macht.Republik im deutschen Verfassungsrecht
Schon die Weimarer Reichsverfassung schrieb das republikanische Prinzip als Staatsform verbindlich fest (Artikel 1 Absatz 1 WRV). Es symbolisierte die Abkehr vom (vormaligen) Kaiserreich,aber auch stellt es eine Absage an den Typus der Räterepublik dar. Der republikanische Gedanke wurde ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Das republikanische Prinzip taucht allerdings explizit nur in Artikel 20 Absatz 1 auf: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Dabei hat der Wortbestandteil Republik in Artikel 20 Absatz 1 einen normativen Charakter.In Verbindung mit der Ewigkeitsgarantie aus Artikel 79 Absatz 3 des Grundgesetzes ist die Monarchie auf Dauer ausgeschlossen. Auch ist eine Monarchie in den Bundesländern durch Artikel 28 Absatz 1 GG ausgeschlossen.
Liste demokratischer Republiken
Diese Liste enthält eine Aufstellung demokratischer Republiken der Gegenwart. Republiken die nur deklaratorisch demokratisch sind, in Wirklichkeit aber den Erfordernissen einer Demokratie nicht gerecht werden, sollten nicht hier, sondern in der entsprechenden anderen Liste geführt werden.Bei den mit Sternchen (*) gekennzeichneten Staaten ist der demokratische Status wegen Ereignissen in naher Vergangenheit zweifelhaft.
Volksrepublik
Eine Volksrepublik ist ein Staat mit einer (nach dem Verständnis der entsprechenden Regierungen) sozialistischen oder kommunistischen Regierungsform. Die Mitglieder der Regierung werden in der Regel nach bürokratischem Schema ausgewählt. Ein meist unverzichtbares Kriterium ist die Angehörigkeit zur untersten Gesellschaftsschicht. Das heißt, Mitglieder des Adelsstandes oder des Klerus ist normalerweise der Zugang zu politischen Ämtern verwehrt. Staaten mit dieser Regierungsform bezeichnen sich selbst häufig als Diktatur des Proletariats.Räterepublik
Eine Räterepublik bezeichnet allgemein ein Herrschaftssystem, bei dem die Herrschaft vom Volk über direkt gewählte Räte ausgeübt wird.Liste der Volksrepubliken
Diese Liste enthält Volksrepubliken der Vergangenheit und Gegenwart.
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Aristokratische Republik
Wird bzw. wurde die Regierung durch eine privilegierte Minderheit gewählt, wird die Staatsform aristokratische Republik bzw. Adelsrepublik genannt.Liste aristokratischer Republiken
Diese Liste enthält aristokratische Republiken der Vergangenheit und Gegenwart.|
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Diktatur
Die Regierungsform einer Republik wird Diktatur genannt, wenn das Staatsoberhaupt faktisch auf Lebenszeit regiert und die Regierung auf einer Zwangsherrschaft beruht. Häufig werden auch Volksrepubliken zu den diktatorisch regierten Republiken gezählt. Die Abgrenzung der Diktatur zur Demokratischen Republik ist oft mit noch größeren Schwierigkeiten verbunden, da nahezu alle Diktatoren vorgeben, im Namen des Volkes zu handeln, und von ihm dazu legitimiert worden zu sein. Es ist - außer in einigen Volksrepubliken - bisher keine Staatsverfassung bekannt, die sich selbst offen als diktatorisch bezeichnet. Die Frage danach, ob ein Staat diktatorisch regiert wird, lässt sich daher nur aus den tatsächlichen Umständen herleiten. Da sich diese Umstände meist nur subjektiv beurteilen lassen, gehen die Meinungen über das Vorliegen einer Diktatur teils stark auseinander.Liste diktatorisch regierter Republiken
Einige heute in Deutschland als Diktaturen bezeichnete Republiken sind:
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Weitere Republikbegriffe
Im Laufe der europäischen Geschichte hat der Republikbegriff viele Wandlungen durchgemacht, die stets einem politischen Einfluss unterworfen waren:Freistaat
In Deutschland ist auch der Begriff Freistaat als Synonym für Republik gebräuchlich. Die deutschen Länder Bayern, Sachsen und Thüringen führen diese Bezeichnung als offiziellen Namensbestandteil, um damit auf die republikanischen Traditionen (seit 1918/19) hinzuweisen. Während der Zeit der Weimarer Republik war Freistaat eine übliche Bezeichnung der Länder.Islamische Republik
Staaten mit hohem islamischen Bevölkerungsanteil nennen die Staatsform ihres Politischen Systems oft Islamische Republik, wodurch eine Rücksichtnahme auf islamische traditionelle religiöse Wertvorstellungen ausgedrückt werden soll. Eine islamische Republik wird nach islamischen Prinzipien regiert.Bundesrepublik
Eine Bundesrepublik ist eine föderale Republik, ein Zusammenschluss (der Bund) mehrerer teilsouveräner Gliedstaaten. Das heißt aber nicht, dass es einem der Gliedstaaten ohne weiteres erlaubt wäre, aus einer Bundesrepublik auszutreten, was eine Bundesrepublik bzw. einen Bundesstaat von einem Staatenbund (auch Konföderation genannt) unterscheidet.Bedeutung in der Russischen Föderation
In der Russischen Föderation bezeichnet man mit Republik diejenigen Mitgliedstaaten, die ein höchstmögliches Maß an Autonomie genießen (siehe auch: Verwaltungsgliederung Russlands).Parteienbezeichnungen
In Deutschland gibt es die Partei der Republikaner. Sie wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. In den USA findet sich die Republikanische Partei. Sie wird als rechtsgerichtet und konservativ bewertet - sie bezieht historisch durch ihren Namen für bürgerliche Tugenden und gegen Aristokratie Stellung. Auch der mit der Republik zentral verknüpfte Freiheitsbegriff wird in Zusammenhang mit der Namensgebung von Parteien durchaus sehr divergierend eingesetzt. So treten die Freien Demokraten Deutschlands (FDP) gerne öffentlich mehr oder weniger für eine Beschneidung der Staatsrechte zu Gunste von freiem Handeln, Markt und Wettbewerb ein. Als Freiheitlich bezeichnet sich ebenso die FPÖ und das BZÖ in Österreich, die nach Einschätzung von Experten wiederholt als rechtspopulistisch eingestuft wird. Auch Gruppen des politisch linken Spektrums benutzen den Freiheitsbegriff. Alles in allem ist der Gebrauch der Begriffe "Republik" und "Freiheit" kein sicherer Indikator für die politische Ausrichtung einer Partei, und variiert in seiner Bedeutung im Bezug auf die Gruppierung teils stark.Übersicht: Mögliche Kombinationen von Staats- und Regierungsform
- Demokratie und Republik: Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich
- Demokratie, aber nicht Republik: Japan, Dänemark, Schweden, Norwegen (parlamentarische Monarchien)
- keine Demokratie aber Republik: Volksrepublik China, Syrien, Vietnam, Kuba,
- keine Demokratie und keine Republik: Saudi-Arabien, Monaco, Brunei
Irreführende Definitionen zur Unterscheidung
Die Begriffe Republik und Demokratie werden häufig unscharf von einander getrennt. Beispiel: Quelle: (nach Mayers großes Taschenlexikon):- Republik: Ggs. zur Monarchie, Staatsvolk ist Träger der Staatsgewalt
- Demokratie: Volk als eigentl. Träger der Staatsgewalt (Mehrheitsmeinung).
Der Begriff Demokratie wird oft in einer missverständlichen Weise benutzt , die vermutlich auf das US-amerikanische Verständnis von Democracy zurückgeht, d.h. zur Abgrenzung gegenüber Staaten, welche weder eine republikanische Staatsform, noch eine freie Marktwirtschaft und eine offene Gesellschaft haben. In dem Zusammenhang wird auch der Begriff westliche oder liberale Demokratie verwendet. So gesehen verstecken sich hinter dem o.g. Demokratiebegriff, wie er v. a. von Medien und Politikern transportiert wird, republikanische Prinzipien.
Siehe auch: Regierungsform, Römische Republik, Demokratie
Übertragene Wortbedeutungen
Gelehrtenrepublik, Republik der freien Geister u.ä.Literatur
- Willi Paul Adams, Republicanism in Political Rhetoric before 1776, in Political Science Quarterly, 85(1970)
- William R. Everdell: The End of Kings. A History of Republics and Republicans (1983), rev. ed., Chicago: University of Chicago Press, 2000
- William R. Everdell: From 'State' to 'Free-State'. The Meaning of the Word 'Republic' from Jean Bodin to John Adams, 7th ISECS, Budapest, 7/31/87; in Valley Forge Journal, June, 1991; http://dhm.best.vwh.net/arc...
- Jürgen Habermas: Drei normative Modelle der Demokratie in: Jürgen Habermas: Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1996
- Wolfgang Mager, Artikel Republik in Geschichtliche Grundbegriffe. historische Lexikon zur politischen-sozialen Sprache in Deutschland, v5, Stuttgart: E. Klett, 1972ff
- Philip Pettit: Republicanism. A Theory of Freedom and Government, Oxford University Press, 1997
- Jean-Michel Ducomte, La République, Les Essentiels Milan 2002
Weblinks
nds:Republiek simple:Republic
Diskussion der Autoren über den Artikel: Republik
Stellung des Staatsoberhauptes
Ist nicht auch wichtig, dass das Staatsoberhaupt kein Monarch ist? Die meisten westeuropäischen Länder sind z.B. keine Republiken, sondern Monarchien (mit zwei Ausnahmen - wer findet sie?). -- Paul Ebermann 23:59, 17. Sep 2002 (UTC)Italien, Österreich, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Portugal, Irland ... Oder hab ich dich jetzt missverstanden? -- Flups 09:53, 18. Sep 2002 (CEST)Flups
- (etwas spät, ich weiß ...) ich meinte Westeuropa im engeren Sinn. Dann sind es nur Irland und Frankreich. Österreich, Schweiz und Deutschland sind Mitteleuropa; Portugal, Italien, Spanien sind Südeuropa (San Marino auch). -- Paul Ebermann 03:48, 27. Mai 2005 (CEST)
Definition Republik
Mir fehlt im Text eine einfache Definition des Wortes Republik und die sollte so aussehen: Eine Republik besteht aus nur drei Dingen: Der Legislative (gesetzgebende Gewalt), der Exekutive (gesetzausführende Gewalt) und der Judikative (Richterliche Gewalt). Diese drei Gewalten, die Gewaltentrennung, ist das Prinzip der Republik. Was der Staat (Staatsgrenze, Volk, Territorium; Definition des Wort Staates), schlussendlich für eine Regierungsform hat, hat mit der Republik absolut nichts mehr zu tun. Denn dies kann ein Monarch sein, aber auch ein Diktator, oder eben auch die Demokratie. Solange einfach die drei Gewalten in diesem Staat präsent sind, ist es eine Republik. Das ist alles. --Sangria80 11:47, 17. Nov 2005 (CET)
Die Gewaltenteilung gibt es in der Schweiz aber auch und die ist ja eben keine Republik. Diomedes 5. Dez. 2005.
Hier eine eindeutige Definition aus dem "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" von Meiner: Republik (lat. res publica, öffentliche Sache), Gemeinwesen, heißt jede nicht monarchische Staatsform, bei der die Gesetzgebung und Regierung von der ganzen in einem Staate zusammengeschlossenen Gemeinsschaft oder von einem ihrer Teile (z. B. den freien Staatsbürgern unter Ausschluß der Unfreien und Sklaven) unmittelbar oder durch gewählte Vertreter (repräsentative R.) ausgeübt wird. in nuce: 1. nicht monarchische Staatsform 2. Ausübung von Gesetzgebung u. Regierung durch Gemeinschaft oder Teil derselben 3. unmittelbar oder durch Vertreter. 20.02.2006, Thomas. (Regenbogen, Arnim; Meyer, Uwe Hrsg.: Wörterbuch der philosophischen Begriffe. Hamburg: Meiner, 1998 S. 568.)
- Ich würde mal anzweifeln, dass z.B. eine Aristokratie, bei der nur geringe Teile der Staatsbewohner ein Mitbestimmungsrecht haben mit dem Republikbegriff oder dem Demokratiebegriff nach heutigem Verständnis beglückt werden dürfen. Die obige Definition dürfte dies aber hergeben. Der Hintergedanke der Republik ist doch die grundsätzliche, generelle Beteiligung aller Einwohner. Ausschluss von der Mitbestimmungsmöglichkeit ist natürlich ein im Gesamtkontext gegenläufiger Vorgang, der ja in westlichen Staatsgebilden auch auf wirklich wenige Personen angewendet wird und damit die seltene Ausnahme bleibt. --Alexander.stohr 21:39, 27. Aug 2006 (CEST)
Definitionsprobleme
Es ist falsch, dass eine Republik Gewaltenteilung impliziert. Im Gegensatz zur Monarchie ist in der Republik das Staatsvolk Träger der Staatsgewalt. In der Realität bezeichnen sich auch oft Diktaturen - wie bereits angesprochen - als Republiken. Fakt ist: Die Politikwissenschaft selbst ist sich darüber im Unklaren, ob Republik lediglich eine Abgrenzung der Monarchie ist (heißt: Diktatur = Republik) oder vielmehr eine Ablehnung jeder Form von Allein- und Gewaltherrschaft (heißt: Republik bedeutet Nähe zur Demokratie). Es ist sicherlich eine sehr philosophische Frage, was man unter Republik versteht. Eindeutig klären kann dies wohl niemand. Deshalb sollte dieser Artikel so unverfänglich wie möglich formuliert und die von mir angesprochenen Differenzierungen/Deutungsvarianten enthalten. DaBaschdie 16:08, 14. Dez 2005 (CET)
Allgemein zeigt dieser Artikel die Qualitätsprobleme bei Wikipedia auf.
Worüber wird hier gestritten?
Die Frage was "ist" eine Republik ist doch ziemlich sinnlos, wenn man nicht weiß, welche Eigenschaften man mit diesem Label denn verbindet.
Beispielsweise könnte man als "Republik" alle Staaten bezeichnen, die sich als Republik bezeichnen oder auf republikanische Prinzipien berufen.
Beispiele:
- Deutsches Reich 1871-1918: keine Republik, da Staatsoberhaupt ausdrücklich Kaiser genannt wird
- Deutsches Reich 1918-1933: Republik, da Selbstbezeichnung als solche (Artikel 1 Weimaerer Verfassung) und Staatsoberhaupt als Reichspräsident bezeichnet
- Deutsches Reich 1933-1945: keine Republik, da Nazis keine Republikaner sein wollten
Oder man könnte als Republiken alle Staaten bezeichnen, die ihre Herrschaftslegitimation allein aus dem Gemeinwohl ihrer Bürger herleiten
Beispiele
- "Spanischer Staat" unter Franco: keine Republik, da Bürgerkrieg gegen "Republikaner" geführt und außerdem die Interessen aller nicht das Maß aller Dinge waren
- "Königreich Spanien" seit 1977: Republik, da im Entscheidung für Königtum den Interessen aller dienen soll
Unzweckmäßig erscheint es darauf abzustellen, ob das Staatsoberhaupt in irgend einer Weise gewählt ist; denn unter den Monarchien werden Wahl-Monarchien und Erb-Monarchien unterschieden
Relevanz könnte die Frage, ob eine Republik vorliegt, vielleicht bei Auslegung z. B. des Grundgesetzes haben. Aber dabei sind die Übergänge zum demokratischen Prinzip fließend. Dass z. B. Bayern kein "König" genanntes Staatsoberhaupt haben darf erscheint gar nicht so wichtig. Wichtig ist vielmehr, dass dieses Amt nicht erblich sein darf (keine Erbmonarchie) folgt schon aus dem Demokratieprinzip und dem Diskriminierungsverbot nach der Abstammung. Eine Wahl-Monarchie mit demokratischer Wahl des Monarchen dürfte sich nur dem Namen nach von einer demokratischen Republik unterscheiden. Pelagus 22:28, 17. Mai 2006 (CEST)
Republik - alternative Defintion
Nachdem ich bereits einiges zum Thmema Republik gelesen habe bin ich der Meinung, dass man allerhöchstens die erbschaftlich bestimmte Herrschaftsfolge in einem Staat, der sich auch als Republik bezeichnet, ausschließen muss. Wie jedoch der (und ich schreibe das ganz bewusst in Anführungszeichen) 'Herrscher' zu seiner Legimitation kommt, bzw. welche Machtvollkommenheiten ihm zugesprochen werden (oder welche er sich kraft seines Amtes selbst zuspricht) kann meiner Meinung nicht näher definiert werden, da es keinen Zusammenhang zwischen Staatsform und Staatsfürhung gibt (wie bereits oben erwähnt). lg Jakob Harden (harden@sbox.tugraz.at)
REPUBLIC = SAGT AUS, DASS DAS VOLK DAS OBERHAUPT WÄHLT (res publica) der Rest ist Haarspalterei und was für Philosophen und Politologen.
Repiblik - weitere Definitionen
Zerlegen wir das Wort in seinen Lateinischen Ursprung. kommen wir auf das Wort 'res' und 'publica'. Das Wort 'publica' bedeutet Staat und 'res' hat mehrere Bedeutungen, 1. Angelegenheit oder auch Sklave setzt man die Wörter zusammen kommt Angelegenheit (Sklave des Staates) des Staates heraus, was eine Bedeutung von Einzel,- Gewaltherrschaft hat. 2te. Übersetztung wäre entgegen des Staates oder Gegen den Staat
Weiterhin wird seit der Französischen Revolution mit diesem Wort auch zum Ausdruck gebracht, dass man keine Monarchie ist und auch gegen eine solche ist ( eine Monarchie ist auch eine Staatsform und däher könnte man auch sagen 'Gegen den Staat'(siehe 2te.)).
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res,rei,f. = Sache publicus,publica,publicum = öffentlich
> res publica
öffentliche SacheTut mir leid aber das ist totaler Unsinn. "publica" bedeutet nicht "Staat" sonder "öffentlich". Und res bedeutet "Sache". res publica = öffentliche Sache = Staat
Kant und die Republik
"[..],die aber doch dahin führt, zu einer Verfassung hinzustreben, welche nicht kriegssüchtig sein kann, nämlich der republikanischen : die es entweder selbst der Staatsform nach sein mag, oder nur nach der Regierungsart, bei der Einheit des Oberhaupts(des Monarchen) den Gesetzen analogisch, die sich ein Volk selbst nach allgemeinen Rechstprinzipien geben würde, den Staat verwalten zu lassen" (Immanuel Kant, "Erneuerte Frage: Ob das menschliche Geschlecht im beständigen Fortschreiten zum Besseren sei." aus "Der Streit der Fakultäten")Begriffsbestimmung: Republik vs Demokratie
Ein Staat, in dem die Herrschaft nicht bei einer einzelnen Person, sondern bei einer Gruppe von Personen liegt
Also hier geht es eig. um die "Spitze des Staates"! und pipilulatz die kann in einer R. durchaus in den Händen eines Einzelenen liegen, autoritäre R.. s [irak]] --Nerd 10:08, 2. Apr 2003 (CEST)
Nach dem ersten Satz wäre Deutschland keine Republik, da das Staatsoberhaupt (der Bundespräsident) nicht durch Volksabstimmung ernannt, sondern von der Bundesversammlung gewählt wird. Auch die Bundesregierung wird nicht direkt vom Volk bestimmt, auch wenn bei Wahlen oft über sie bzw. ihre Politik abgestimmt wird. --AurinKo 18:36, 14. Apr 2005 (CEST)
Also die Begriffe Republik und Demokratie werden hier komplett vertauscht, Republik und Demokratie sind Begriffe die man unabhänig vor einander betrachten muss und die auch unterschiedliches bedeuten. man geht hier davon aus das Republik und Demokratie immer zusammen vorkommen oder das sie das gleiche bedeuten. Man kann sagen das dieser Artikel völlig falsche Informationen abgibt und dringen über arbeitet werden muss, die Infos gleichen sich mit keinem normalen Lexikon.
Flo
In dem Artikel steht aus meiner Sicht weder, daß Demokratie und Republik dasselbe bedeuten (eher das Gegenteil) noch daß sie immer zusammen vorkommen. Dort steht: Das Wort Demokratie (Volksherrschaft) wird heute meist entgegen dem eigentlichen Sinn in der Bedeutung von Republik (freiheitliche Ordnung) benutzt. Siehe George Bush, für den Freiheit gleich Demokratie ist. CU
Die Wahrheit ist doch das eine Diktatur auch und immer eine Republik ist, aber keine Demokratie. Es gibt nur zwei Systeme: Monarchie oder Republik und einer Monarchie ist das Staatsoberhaupt immer Adlig. In einer Diktatur kommt es auf sowas nicht an, somit ist es völlig egal, ob es freie Wahlen gibt: es ist eine Republik auch ohne Wahlen. Eine Demokratie ist es nur wenn es Wahlen gibt. Flo
Nein, es stimmt nicht, daß jeder Staat, in dem es keinen Monarchen gibt, automatisch eine Republik ist, obwohl es in vielen Lexika so dargestellt wird. Es gibt nicht nur Republik und Monarchie. Beispiel DDR - Deutsche Demokratische Republik. Sie war keine Republik, denn die Führung war nicht auf Zeit eingesetzt. Es gab auch sonst keine Begrenzung der Macht. Die DDR war keine freiheitliche Ordnung. Deshalb sind Diktaturen keine Republiken, auch wenn sie sich so nennen. Deiner Logik nach müßte die DDR eine Monarchie gewesen sein.
Sie war auch keine Demokratie, denn Demokratie heißt nicht "Wahlen", sondern Volksherrschaft. Wenn die Wahlen manipuliert sind, geht die Legitimation der Führung nicht vom Volk aus. Fazit: Es ist ein Unterschied, ob ein Staat sich nur Demokratie oder Republik nennt oder auch tatsächlich nach diesen Prinzipien geordnet ist. Außerdem kann eine richtige Republik auch nicht ohne irgendeine Form von freien Wahlen bestehen, denn die Zeitbegrenzung der Macht läßt sich nur so erreichen. Ciao
Glaub mir die DDR war keine Monarchie. Es war mit Sicherheit auch keine Demokratie, auch wenn es Wahlen gab, so stand doch der Sieger immer im vornherein fest.
Die nächste Tatsache: das Gegenteil (das einzige Gegenteil) von Republik, ist die Monarchie. Das Gegenteil vom Demokratie ist die Diktatur.
Diktaturen und Demokratie sind Regierungsformen! Republik und Monarchie sind Staatsformen!
Wenn jetzt die DDR keine Monarchie war und keine Demokratie, was hatte sie dann für eine Staatsform? Es bleibt nur die Republik.
Ich habe 5 Lexika durchsucht, nirgendwo wurde die Ausführung von Wahlen als Bedingung dargestellt.
Folgendes ist korrekt: Zeitbegrenzung und Verteilung auf mehrere Personen.
Wahlen nicht. Das sind die philosophischen Eindrücke des Verfassers, die sind aber falsch.
Flo
Nein, ich glaube Dir nicht. Du liest die Argumente nicht, weder die in dem Artikel noch meine. Und Deine Ausführungen widersprechen sich selbst. Das will ich Dir auch ausführlich beweisen:
(1) Ja, die DDR war keine (echte) Demokratie (genau das hatte ich ja geschrieben) und sie war zu 100% auch keine Monarchie. Was war sie also? Offiziell eine Republik, aber tatsächlich eine Diktatur.
(2) Republik kommt von res publica (die öffentliche Sache, die Sache aller), zu gut deutsch "Freistaat". Das heißt, alle können an der Gestaltung des Gemeinwesens teilhaben. Es darf keine Willkür geben. Auf welche Diktatur trifft das Deiner Meinung nach denn zu? Auf keine, deshalb sind Diktaturen keine echten Republiken. Genau das schreibst Du aber. Die DDR war aber keine Republik, sie hat sich nur so genannt.
(3) Hinter der Republik stecken zum Teil in der Tat philosophische Gedanken (Rousseau - Le contrat social), aber die sind nicht falsch.
(4) Du stimmst zu, daß die Zeitbegrenzung der Macht ein Charakteristikum der Republik ist, sagst aber, daß eine Diktatur eine Republik sein kann. In welcher Diktatur gibt es Deiner Meinung nach eine Zeitbegrenzung der Macht? Soweit ich weiß, sind Hitler, Stalin und Co nicht nach ein paar Jahren freiwillig abgetreten, um einem anderen den Platz freizumachen. Auch deshalb kann eine Diktatur keine Republikt sein.
(5) Du stimmst zu, daß die Zeitbegrenzung der Macht ein Charakteristikum der Republik ist, meinst aber, Wahlen gehören nicht dazu. Wie soll Deiner Meinung nach denn die Ablösung der Führung durchgeführt werden? Durch Würfeln? Das geht nur durch Wahlen. Deshalb sind Republiken auch auch immer demokratisch, denn die Mitbestimmung aller verlangt, daß auch alle bei der Bestimmung der Führung mitwirken können. ABER das ändert nichts daran, daß hinter Demokratie und Republik zwei verschiedene Prinzipien stehen (Herrschaft nur ausgehend vom Volk/freiheitliche Ordnung).
Dabei will ich es belassen. In Deinen Lexika steht, daß es nur Monarchie oder Republik gibt. Aber steht da auch eine Begründung für diese Behauptung? Wenn ja, wüßte ich sie gern.
Der Begriff Republik ist nun mal mal mehrdeutig. Man kann ihn einerseits so verstehen, dass er das Fehlen einer dynastisch gebundenen Staatsspitze beinhaltet. Oder man kann ihn im Sinne von Kant so verstehen, dass er auf das die Freiheit und Gleichheit der Menschen und die Idee eines ursprünglichen Konsenses zwischen ihnen gegründet ist. (vgl Zippelius, Allg. Staatslehre, § 20 III). Grob würde ich sagen, dass "Republik" die Staatsform bezeichnet, während "Demokratie" die Regierungsform bezeichnet, aber darüber kann man sicher streiten. --Alkibiades 09:08, 8. Mai 2005 (CEST)
Ich kann die Argumente nicht ganz nachvollziehen, die gegen den Artikel vorgebracht werden. Es stimmt ja, daß die Mehrheit unter Republik nur das Gegenbild zur Monarchie versteht. Ich hatte nun unter "Gegenmodelle" noch hinzugefügt, daß manche darunter auch mehr verstehen, was angesichts der Entstehungsgeschichte der Republik nicht unberechtigt ist. Damit geht aus dem Artikel hervor, daß es eben zwei Meinungen gibt.
Was den Unterschied zwischen Demokratie und Republik betrifft, habe ich darauf hingewiesen, daß die Verwendung des Wortes Demokratie i. S. von freiheitlicher Ordnung und als Gegensatz zu diktatorischen Staaten (und genau so wird das Wort doch von den Medien verwendet) inhaltlich nicht richtig ist, denn auch eine Diktatur kann dem Willen des Volkes entsprechen. Ich lasse mich da aber gern belehren. saighdiuir
Im Laufe des 19. und insbesondere des 20. Jahrhunderts hat die Monarchie immer mehr an Legitimität verloren. Den noch Anfang des vergangenen Jahrhunderts wirkmächtigen Glauben an das Gottesgnadentum des Monarchen gibt es inzwischen so gut wie nicht mehr. Für "Meyers Konversationslexikon von 1915" war die Gegenüberstellung von Monarchie und Republik sicherlich noch richtig.
Früher, zu Zeiten der noch bestehenden Legitimität des monarchischen Prinzips, wurde der Usurpator nach Erringung der Macht im Staate selbstverständlich König, er war nur nicht legal an die Macht gekommen. Der letzte Diktator, der die Ehrlichkeit besessen hatte, sich zum Monarchen zu machen, war Kaiser Bokassa I. von Zentralafrika. Nachdem vorher auch die mitteleuropäischen, sich nicht mehr als Republiken bezeichnenden Führerstaaten Deutsches Reich und Etat Francais untergegangen waren, hatten alle Diktaturen und alle Diktatoren endgültig kapiert, dass man sich, sofern man nicht schon immer Monarchie war, mittlerweile aus Propagandagründen am besten unter dem Deckmäntelchen des - dadurch missbrauchten - Republikbegriffs versteckt. Die noch vor 90 Jahren richtige, hauptsächliche Gegenüberstellung von Republik und Monarchie ist deshalb inzwischen kaum mehr sinnvoll. --Moma 00:57, 10. Mai 2005 (CEST)
- Da muss ich dir aber widersprechen. Du übersiehst, dass es in Europa noch sehr viele Länder gibt, die als Monarchien bezeichnet werden, weil das Staatsoberhaupt ein Monarch ist. Großbritannien (UK) z.B. ist eine konstitutionelle Monarchie und damit keine Republik. Dennoch ist es eine parlamentarische Demokratie. Daran sieht man, dass Monarchie und Demokratie sich nicht gegenseitig ausschließen. Der Gegensatz zwischen Monarchie und Republik ist hingegen in vielen europäischen Löndern noch sehr wichtig. Dein Diskussionsbeitrag scheint Diktatur und Monarchie gleichzusetzten. Das ist aber nicht richtig. Das Wort Monarchie bedeutet zwar übersetzt Herrschaft des Einzelnen (oder so), dennoch hat es im modernen Sprachgebrauch nicht mehr zwingend eine Bedeutung für die Herrschaftsform -- Alkibiades 13:44, 10. Mai 2005 (CEST)
Vollkommen meine Meinung, wenn Monarchie und Republik sich ausschließen und Demokratie und Diktatur sich auch ausschließen, dann haben wir es hier mit 2 Gruppen von Systemen zutun die nicht mit einander verglichen werden können.
Die Erste Gruppe sind Staatsformen (Monarchie u. Rep), die andere sind Regierungsformen (Demokratie und Diktatur).
Der Fehler der auf dieser Seite gemacht wird ist, dass in die erste Gruppe die Diktatur mit reingenommen wird. Die Frage die ich dann stellen muss ist: worin unterscheiden sich Monarchie und Diktatur? Flo
- In der griechischen Antike bezeichnete das Wort Monarchie in etwa das, was wir heute als Diktatur bezeichnen. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet Monarchie in erster Linie, dass die Staatsspitze dynastisch bestimmt wird. Der Begriff Diktatur stammt aus der römischen Antike. Er bezeichnete dort, die vorübergehende Militär-Herrschaft eines Einzelnen im Rahmen der Verfassung der römischen Republik. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet sie wohl die illigitime Gewaltherrschaft einer auf das Militär gestützten Gruppe oder eines Einzelnen. Monarchie und Diktatur sind also heute unabhängie Begriffe, die auch etwas anderes bedeuten. Nehmen wir aber einmal an, dass ein afrikanischer Gewaltherrscher seine Macht an seinen Sohn übergibt. Dann kommen wir in einen Grenzbereich. Solange man das Regime als illegal ansieht, wird man sich aber davor hüten müssen, das Regime als Monarchie zu bezeichnen. -- Alkibiades 20:21, 10. Mai 2005 (CEST)
- Nachtrag: wo ich gerade den Einleitungssatz nochmal lese: "Die Republik ist ein Regierungssystem." Dieser Satz würde in jeder Erstsemesterklausur "Allgemeine Staatslehre" schon zum Durchfallen genügen. Alk
hab ich auch nicht gesagt
Um mal Kant zu zitieren. In seiner Schrift "Zum ewigen Frieden" stellt er im ersten Definitvartikel folgendes fest. Er sagt es gäbe zwei Möglichkeiten die "Formen eines Staates" einzuteilen. Einerseits nach der "Form der Beherrschung (forma imperii)" und andererseits nach der "Form der Regierung (forma regiminis)". In die erste Kategorie stellt er die drei Begriffe Autokratie, Aristokratie und Demokratie - also Fürstengewalt, Adelsgewalt und Volksgewalt. Sie beschreibt somit die Person(en), welche die Macht haben. In der zweiten Kategorie treffen wir auf die beiden Begriffe Republik und Despotismus. Für Kant beschreiben sie die "Art, wie der Staat von seiner Machtvollkommenheit Gebrauch macht". Als wichtigstes Zeichen der Republik sieht er die Gewaltenteilung - also die Trennung von gesetzgebender und ausführender Gewalt. Dagegen steht der Despotismus für die Nicht-Teilung - also im Prinzip absolutistische Herrschaft. Nach Kant kann es also eine despotistische Demokratie geben, ja für in ist es im ersten Sinne klar, dass die Demokratie ein Despotismus sei. Ich möchte betonen, dass die Begriffe Diktatur und Monarchie in dieser Struktur offensichtlich nicht auftauchen. Für die Diktatur ist meiner Meinung nach, die Despotie massgebend. Die Monarchie sehe ich eher als eine Art Autokratie oder Aristokratie. Natürlich lässt sich daruber auch streiten. So kann also die DDR eine "Demokratie" (obwohl vielmehr eine Aristokratie) sein, aber keine "Republik". Auf die gleiche Art kann auch eine Demokratie eine Diktatur sein (solange man den Despotismus mit der Diktatur gleichsetzt).
- Ich erlaub mir mal Kant zu widersprechen. ;-) Die Annahme der "Machtvollkommenheit" ist irrig, da es keine Machtvollkommenheit geben kann. Man kann als real existierendes Wesen nur irgend etwas zwischen sehr viel oder sehr wenig Macht haben. Genauso wie man in einer Demokratie den gewählten Vertreteren ein gewisses Machtspektrum sprich Kompetenz und Zuständig gibt, so hat auch ein Diktator nur ein gewisses, wenn auch deutlich größeres Instrumentarium an Möglichkeiten so dass auch er begrenzt ist in seiner Macht. In anderen Worte es gibt schlichtweg physikalische Grenzen. (Unterschreiben kann ich - der nächste Kommentar stand da schon vorher aber hat leider seinen Grund.) --Alexander.stohr 21:22, 27. Aug 2006 (CEST)
.......... Bitte unterschreibt doch mal, so kann man doch nicht diskutieren
Es wird hier viel von "unechten Republiken" gesprochen, so wird die DDR weiter oben als "Unechte Republik" bezeichnet. Die BRD ist allerdings auch keine echte Rep., da es keine Zeitbegrenzung gibt. Dies würde nach den Maßstäben der Seite hier bedeuten das die DDR und die BRD gleich gestellt republikanisch seinen.
Allgemein, wenn man hier schon Wortdeutelei betreibt und sagt Republik heißt "öffentliche Sache" und das sei der Maßstab von dem sich alles ableitet und Demokratie ist NUR die "Herrschaft des Volkes", dann kann man sagen in der DDR war die Regierung eine öffentlcihe Sache, es gab ein Parlament und das Volk wusste bescheit was passiert, nicht über alles aber das weiß das französische Volk, von dem jährlich 10 Menschen aus politischen Gründen von der Regierung ermordet werden, auch nicht. Ich denke das in den Republikbegriff so viel reingelegt wir ist einfach nur Revolutionspropaganda, die noch bis in unsere Zeit reicht. Die Roten Franzosen brauchten Argumente um den König und den Adel zu enthaupten, mehr nicht. Das wir uns hier streiten ist in anbetracht dieser Tatsache lächerlich. Republik ist die Abwesenheit von Monarchie, mehr nicht und auch nicht weniger!
Merthel 12:03, 19. Jun 2005 (CEST)
Kann mir bitte mal jemand erklären was Kant unter einer Republik verstanden hat? Der behauptet da ,die Republick würde am besten sein und am besten vertreten . Demokratie sei eher ein Chaos seiner Meinung nach .
Pro3hf 18:20 , 27.05.06
Begrifflicher Unterschied: Republik und Demokratie
Also ICh werde aus der Unterschiedsbeschreibung nicht schlau... Kann mal jemand für eine
- nicht Republik aber dennoch Demokratie geben.
- Republik aber nicht Demokratie dürfte dann wohl z.B. China sein oder?
- nicht Republik aber dennoch Demokratie ist Großbritannien (s.o). Denn Staatsoberhaupt ist Monarchin, Regierung und Parlament werden aber demokratisch gewählt. Republik aber nicht Demokratie ist schwer zu sagen, weil mit dem Begriff Republik m.E. auch ein Elemente der Legitimität mitschwingt, das bei einer nicht Demokratie wohl nach heutigem Verständnis zu verneinen ist. Aber das dürfte meine Privatmeinung sein, ich bin mir nicht sicher ob das h.M. ist. -- Alkibiades 20:44, 18. Mai 2005 (CEST)
Ich würde behaupten das die DDR eine Republik war, aber keine Demokratie. Oder das gerade in den Schlagzeilen befindliche Usbekistan
Flo
Monarchie-Wahlmonarchie-Republik: Wie werden die Begriffe abgegrenzt?
- keine Demokratie und keine Republik, aber auch keine Erbfolge: gewählter Papst, Vatikanstaat
Ja, wenn das Staatsoberhaupt gewählt wird isses ja der Def. nach eine Repubik, aber der Vatikan bezeichnet sich wohl nicht als Solche, also??? --Qwqchris 22:00, 22. Jul 2005 (CEST)
Kommt ja auch darauf an von wem gewählt wird. Wird das Staatsoberhaupt von Herzögen gewählt, handelt es sich um einen König in einer feudalen Monarchie.
Monarchie - Wahlmonarchie - Republik: Widerspruch?
- Jetzt Wichtiger Allgemeiner Einwand: "Wahlmonarchie bezeichnet eine Monarchie, deren Herrscher nicht durch Erbfolge, sondern durch eine Wahl bestimmt werden." Das wiederspricht der Definition einer Republik, insb. als GGs. zur Monarchie... Meinung bitte von allen --Qwqchris 22:03, 22. Jul 2005 (CEST)
- Einige Gedanken: In der Einführung in das österreichische Verfassungsrecht von Bernd-Christian Funk wird als Republik jede Staatsform bezeichnet die keine Monarchie ist. Weiters: Mit der Gebenüberstellung von Republik und Monarchie ist die rechtliche Stellung des Staatsoberhauptes angesprochen. In der österreichisch-ungarischen Monarchie war der Kaiser als Staatsoberhaupt auf Grund einer dynastischen Erfolgeordnung auf Lebenszeit bestellt, er war unabsetzbar und auch sonst für seine Amtsführung weder rechtlich noch politisch verantwortlich. (Rdz 105)
- Folgende Wesensmerkmale sind für die Definition von Monarchien u.U. relevant:
- dynastische Erbfolge (z.B Großbritannien) oder Bestellung aus den Mitgliedern einer Dynastie (wie z.B. Kambodscha)
- für die Amtsführung politisch und rechtlich nicht verantwortlich (das war Saddam Hussein zwar auch, aber nur faktisch und nicht laut der irakischen Verfassung)
- auf Lebenszeit bestellt
- Die beiden relevanten Beispiele einer Staatsform, welche man normalerweise als Wahlmonarchie bezeichnet sind die Vatikanstadt und Malaysia. Wenn wir uns diese beiden Fälle anschauen, könnte man argumentieren:
- a) Malaysia ist eine Wahlmonarchie und keine Republik, da das Staatsoberhaupt des Gesamtstaates zwar gewählt wird, aber 1. NUR aus der Reihe der Monarchen der einzelnen Gliedstaaten kommen darf (deren Erbfolge dynastisch bestimmt wird) 2. NUR die Monarchen der einzelnen Gliedstaaten wahlberechtigt sind und 3. er für seine Amtsführung laut Verfassung rechtlich nicht verantwortlich gemacht werden kann (siehe Artikel 32 der malayischen Verfassung). Kurz gesagt: Malaysia ist eine Wahlmonarchie und keine Republik, da Monarchen den Monarchen wählen.
- b) Die Vatikanstadt ist eine Wahlmonarchie und keine Republik, da der Papst zwar gewählt wird, aber 1. auf Lebenszeit bestellt wird und unabsetzbar ist und 2. er für seine Amtsführung weder rechtlich noch politisch verantwortlich gemacht werden kann. D.h. Punkt 2 und 3 der obigen Definition sind erfüllt. 3. Dieser Punkt ist außerhalb der obigen Begriffsdefinition: In der Geschichte des Kirchenstaates wird man sicher eher von Monarchie sprechen können als von Republik, da typisch monarchische Symbolik Verwendung fand (z.B. Krönung, Unterwerfungsgesten etc). Zwar hat diese Symbolik Ende des 20. Jhdts stark abgenommen, aber im Sinne der Kontinuität wird die Vatikanstadt noch immer als Monarchie bezeichnet. Man könnte die Vatikanstadt u.U mit dem Königreich Polen vergleichen, auch dort wurde der König gewählt, ohne aber gemeinhin als Republik bezeichnet zu werden.
- In beiden Fällen spricht m.E. mehr für eine Monarchie als eine Republik. lg gugganij 19:01, 7. Sep 2005 (CEST)
verschiedene Republikbegriffe trennen?
Es scheint verschiedene Definitionen von Republik zu geben, die im Artikel bunt durcheinandergehen und die Verwirrung komplett machen. Mindestens diese beiden:
- Staat, dessen Oberhaupt gewählt wird (egal von wem) - Antonyma: Monarchie, Diktatur - was ist mit Theokratien, Junta-Diktaturen etc., in denen im inner circle ja womöglich auch mal der Bestimmer gewählt wird?
- "Republik: Die Staatsgewalt liegt beim Volk (Volkssouveränität)" - mE eben nicht klar zu trennen von Demokratie, weswegen auch der Abschnitt, der diese Trennung leisten soll, etwas konfus geraten ist
Ansatzpunkt: Worauf kommt es an?
Ob ein Staat Republik "ist" oder nicht, ist nicht so wichtig. Es kommt vielmehr darauf an, was man darunter versteht. Alles andere wäre methodologischer Essentialismus wie er meines Erachtens zu Recht von Karl Popper abgelehnt wird. Ausgehend vom methodischen Nominalismus wird man vielmehr z. B. sagen: Der Vatikanstadt hat ein auf Lebenszeit gewähltes Staatsoberhaupt, das aus eigenem Recht herrscht und nicht dem Wohl der Einwohner der Vatikanstadt verpflichtet ist. Wenn man möchte kann man dies als Monarchie bezeichnen, kann man dies tun.
Rechtliche Definition
Ich habe mal die Diskussionseite ein bischen aufgeräumt, damit man die einzelnen Beiträge besser finden und zuordnen kann.
Zum Thema:
Betrachten wir das doch mal vom juristischen Standpunkt aus. Schon unser Grundgesetz (Art. 20 I) sagt, dass die BRD eine Republik, Demokratie, Bundesstaat, Sozialstaat und Rechtsstaat ist. Die Begriffe lassen sich also alle wunderbar voneinander abgrenzen. Gewaltenteilung ist z.B. kein Merkmal der Republik, sondern ein Merkmal von Rechtsstaatlichkeit. Auch die Bindung der Regierung an Recht und Gesetz gehört dazu. Volksmitbestimmung ist ein Merkmal von Demokratie. Eine dezentrale Regierung ist ein Merkmal von Bundesstaatlichkeit und soziale Sorge gehört zum Sozialstaat.
Die Republik ist das Gegenstück zur Monarchie - soweit so gut. Wenn die Monarchieseite aber nun genauso abgrenzt, ist man als Leser keinen Deut schlauer. Wir müssen hier oder dort also zwangsläufig näher ins Detail gehen.
Der Absatz zur Abgrenzung zwischen Wahlmonarchie und Republik hat die Problematik schon nahezu perfekt gelöst. Dreh- und Angelpunkt ist die rechtliche Stellung des Staatsoberhauptes: in der Monarchie stammt es
- aus einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht: Klerus oder Adel,
- ist auf Lebenszeit im Amt,
- ist prinzipiell unabsetzbar
- und leitet seine Autorität von keiner anderen weltlichen Instanz ab.
Es bleibt für unsere Defintion hier die Frage offen, definieren wir hier, was Monarchie ist, um zur Republik abgrenzen zu können, oder verweisen wir ausdrücklich auf eine genauere Definition im Artikel Monarchie? (das würde ich für besser halten) --Memorator 16:41, 4. Sep 2006 (CEST)
Liste Demokratischer Republiken
Irak
Ich halte es für gewagt, den derzeitigen Irak als Paradebeispiel für eine demokratische Republik zu nennen.- Zum einen herrscht im Land nach wie vor Bürgerkrieg.
- Und zum anderen befindet sich der Irak noch immer unter Besatzung durch andere Staaten (siehe Erfordernis der Souveränität).
Kriterien
Wie sollen eigentlich Republiken gehandhabt werden, die nur auf dem Papier demokratisch sind, in der Realität aber eine andere Herrschaftsform haben?? (Beispiel: Pakistan, Weißrussland) --Memorator 03:56, 15. Sep 2006 (CEST)
- In Anlehnung an Günter Riegers Beitrag im Lexikon der Politik, herausgegeben von Dieter Nohlen, schlage ich vor, dem modernen Sprachgebrauch folgend zwar von Republiken, im Gegensatz zu Monarchien, zu sprechen, aber explizit auf den nicht oder nur pseudo-demokratischen Charakter des jeweiligen Staates zu verweisen.--Dirkpetsch 14:09, 15. Sep 2006 (CEST)
Ich habe mal den Versuch eines zweistufigen Systems gemacht:
- Ansich demokratische Republiken, bei denen in der Vergangenheit gegen grundlegende demokratische Prinzipien verstoßen wurde, werden mit Sternchen gekennzeichnet.
- Solche, bei denen die Verstöße regelmäßig vorkommen, oder gleichzeitig die Kriterien für eine andere Herrschaftsform erfüllt sind, werden nur unter der anderen Herrschaftform geführt.
- Solange es keine Monarchie ist, gehören sie jedenfalls in eine der Listen auf dieser Seite (unabhängig von der sonstigen gesellschaftlichen Ausrichtung).
Versuchen kann man das so ja mal, wenngleich mir erbitterte Diskussionen und edit-wars zu drohen scheinen. Wer sorgt dann dafür, dass die kritisierten Ereignisse oder Normabweichungen auf der Seite des jeweiligen Staates dokumentiert werden?--Dirkpetsch 17:14, 15. Sep 2006 (CEST)
- Die Gefahr sehe ich auch. Eine Lösung habe ich aber nicht dafür. Man könnte das Problem höchstens in einen Extra-Listenartikel verschieben. Aufgeschoben ist zwar nicht aufgehoben, beschränkt den Stress aber auf eine Listenseite.--Memorator 18:29, 15. Sep 2006 (CEST)
Unschöne Formulierung
"In Deutschland gibt es die Partei der Republikaner. In den USA findet sich eine Republikanische Partei. Beide werden als deutlich rechtsgerichtet, konservativ bewertet - eine Strömung, in der jedoch eher die staatliche Macht im Vordergrund steht."Man mag mit der Politik der Republikaner in den USA nicht übereinstimmen, aber der Vergleich ist etwas weit gegriffen, oder? Die deutschen Republikaner werden zum Teil als rechtsextrem eingestuft...Ossiostborn 17:45, 8. Nov. 2006 (CET)
Ich habe das mal verändert: "In Deutschland gibt es die Partei der Republikaner. Sie wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. In den USA findet sich die Republikanische Partei. Sie wird als rechtsgerichtet und konservativ bewertet - sie bezieht historisch durch ihren Namen für bürgerliche Tugenden und gegen Aristokratie Stellung." vergleiche hierzu den englischsprachigen Artikel der Wikipedia über die und den deutschsprachigen Artikel über Die Republikaner.--Marcus Leip 23:27, 22. Nov. 2006 (CET)

